DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für August 26th, 2017

SPD, Grüne – No zu Sahra

Erstellt von DL-Redaktion am 26. August 2017

SPD und Grüne setzen die Linke unter Druck

File:Sahra Wagenknecht-03.JPG

Berlin. Die Option einer rot-rot-grünen Regierung nach den Wahlen wird immer unwahrscheinlicher. Nach SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat nun auch Grünen-Wahlkampfleiter Michael Kellner die Linke zu einer Distanzierung von deren Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht aufgerufen.

„Die Linke im Bund sollte sich in Richtung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow bewegen und klare Kante gegen die antieuropäischen und flüchtlingsfeindlichen Töne der Sahra Wagenknecht zeigen“, sagte Kellner unserer Redaktion. Die Linke sei zerrissen und übertünche ihren Streit durch ständige Attacken auf SPD und Grüne. Zuvor hatte Heil unterschieden zwischen einem großen Teil der Linken, die überzeugte Demokraten seien und mit denen man reden könne, und Wagenknecht. Was diese von sich gebe, sei „teilweise radikales Zeug und inakzeptabel“, gelegentlich vertrete sie sogar Positionen am rechten Rand.

Quelle   :   RP-Online >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen     :

Wagenknecht  :    This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International, 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license.

Source Own work
Author Gorinin
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Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

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„linksunten.indymedia“-Verbot

Erstellt von DL-Redaktion am 26. August 2017

Linksextremes aus dem Ländle

Indymedia Edinburgh DSC04943.JPG

Indymedia Edinburgh site 2005/07/07

Das Verbot der linksextremen Internetseite „linksunten.indymedia“ kommt überraschend. Die Plattform verbreite Hetze und Hass, sagt Innenminister de Maizière. Doch so leicht lässt sie sich nicht abschalten.

Von

„Feuer und Flamme für Berlin“, war der Beitrag auf „linksunten.indymedia“ überschrieben: „Heute Nacht wurde gegen vier Uhr morgens mittels einer handelsüblichen Menge Benzin, gepaart mit zwei Zeitzündern, ein Teil des Berliner S-Bahn-Betriebs lahmgelegt.“ Und in einem ähnlichen Eintrag, in dem es um Sabotageakte gegen die Deutsche Bahn vor dem G20-Gipfel ging, hieß es: Man solle „die Maschine zum Stottern bringen, obwohl wir selbst Teil der Maschine sind und immer tiefer in sie eingepasst werden sollen“. Der Text schloss mit dem Aufruf „Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen“.

Doch an diesem Freitagmorgen ist nicht Hamburg vom Netz genommen worden, sondern die linksextreme Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ selbst. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Seite nach dem Vereinsrecht verbieten lassen. Sie laufe „nach Zweck und Tätigkeit den Strafgesetzen zuwider“ und richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung, steht in der Bekanntmachung des Ministeriums, über die SPIEGEL ONLINE zuerst berichtet hatte.

Die Behörde stuft die Gruppe der Betreiber nach Paragraf 2, Absatz 1 des Vereinsgesetzes als Verein ein. Es handelt sich demnach um Personen, die sich für längere Zeit zu einem gemeinsamen Zweck freiwillig zusammengeschlossen und einer organisierten Willensbildung unterworfen haben, wie es im Juristen-Deutsch heißt. Nach diesem Muster wurden auch bereits salafistische Gruppierungen wie „Die wahre Religion“ und „Millatu Ibrahim“ sowie rechtsextreme Internetseiten wie „Altermedia“ verboten.

In dem aktuellen Fall war es dem Bundesamt für Verfassungsschutz zuvor gelungen, die Freiburger Aktivisten Marco L., Fiona P. und Stephan W. als Betreiber des radikalen Forums zu identifizieren. Polizisten stellten ihnen am Freitagmorgen gegen 5.30 Uhr die Verbotsverfügungen zu und durchsuchten unter anderem ihre Wohnungen. Dabei fanden die Beamten nach offiziellen Angaben nicht nur Computer und IT-Technik, sondern auch Messer, Schlagstöcke und Zwillen.

Schwächt das Verbot die linke Szene?

Quelle   :    Spiegel-Online >>>>> weiterlesen

 

Ein Kommentar: 

Die Prioritäten sind linksunten

File:Thomas de Maizière CDU Parteitag 2014 by Olaf Kosinsky-6.jpg

So viel an politische Ungeschicklichkeit macht Sprachlos: Peter – Prinzip

Thomas de Maizière verbietet „linksunten.indymedia.org“. Kurz vor der Bundestagswahl wirkt das verzweifelt, unsinnig und soll eigentlich nur eins: Zeigen, dass die Regierung etwas gegen die bösen Linken tut.

Das Bundesinnenministerium holt aus und landet kurz vor der Wahl einen Schlag gegen „gewaltorientierten Linksextremismus“. Der deutsche Ableger des linken Newsportals „Indymedia“, „linksunten.indymedia.org“, ist seit heute verboten.

Das Ministerium legte eine siebenseitige Auflistung mit Beiträgen, die  auf „linksunten.indymedia.org“ erschienen sind, vor, mit denen das Verbot begründet wurde.

Darunter waren auch Beiträge mit strafbaren Inhalten. Statt aber diese Personen ausfindig zu machen, beschloss das Innenministerium, die ganze Webseite zu verbieten. Es wurde nicht einmal versucht, die Urheber der strafbaren Inhalte zur Rechenschaft zu ziehen. „Die Artikel sind in der Regel anonym verfasst und dann können wir nicht anonym jemanden verklagen“, sagte der Innenminister, darauf angesprochen. Aber wen verklagen sie denn nun?

Quelle   :    FR >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen   :

Indymedia Edinburgh

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Thomas de Maizière (Bundesinnenminister) auf der re:publica 17

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Attribution: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

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Die beste Besetzung

Erstellt von DL-Redaktion am 26. August 2017

Die These :
Die Windsors brauchten genau so eine wie Lady Di.
Und ihr Unfalltod machte die Story perfekt

File:John Travolta and Princess Diana.jpg

von Jan Feddersen

Es hat vor ihr andere Frauen gegeben, die eine Scheidung hinter sich, in ihrer Ehe zwei Kinder zur Welt gebracht und nach der ersten Ehe Liebesalternativen eingefädelt haben – und dann, als alles gut zu werden schien, bei einem Autounfall ums Leben kamen. So trivial und traurig ist das manchmal: ein Schicksal, das die Engsten berührt und Trauer stiftet. Aber der Tod einer britischen Bürgerin, als Lady Di berühmt, war doch von ganz anderem Kaliber: Dass sie, Liebling und Lieblingsobjekt der britischen Boulevardmedien, am 31. August 1997, vor 20 Jahren, mit ihrem neuen Geliebten Dodi al-Fayed in Paris auf der Flucht vor Paparazzi in einem Automobil gegen den Pfeiler einer Brücke an der Seine raste und starb, machte die Story ihres Lebens, um es nüchtern zu sagen, perfekt.

Sie, der Wärmeaggregat inmitten von livrierten Flüsterern und intriganten Schranzen irgendwo in der Hierarchie des Buckingham Palace, die Frau, die mit ihrer Gefühligkeit gegen die Beherrschtheit der Windsors mit Königin Elizabeth II. nicht recht ankam, war, als wär’s ein unglücklich stimmendes Märchen, auf tragödische Art vollendet: Tränenmeere des Publikums, Hunderttausende am Weg, als ihr Sarg am Palast vorbeigetragen wird – und eine Königin, die Schwiegermutter, die erst spät begriffen zu haben schien, dass sie, trotz der Scheidung von ihrem Sohn Charles, Princess Diana ein familiäres und auch ein Staatsbegräbnis geben müsse.

Das war der Unterschied zwischen beiden Frauen: „The Queen“ war ein Kind aus Kriegszeiten, sie wusste noch, wer Winston Churchill war und hatte Erinnerungen an Nazibomben­nächte auf London, sie hat Haltungen wie Beherrschung, emotionale Zurückhaltung in Dingen der Gefühle gelernt. Wie sollten Menschen sonst miteinander so umgehen, dass sie sich nicht gleich bei kleinsten Zwistigkeiten an die Gurgeln gehen – wenn nicht mit größter Contenance?

Diana Frances Spencer, 1961 in Sandringham in eine der besten Adelsfamilien des Empire hineingeboren, war hingegen ein Kind des Pop. Das aber war, als sie vom Hofe als künftige Gattin des Thronfolgers der Königin, Prince Charles, ausgewählt wurde, nicht ganz offenkundig. Da kam eine erfrischende, absolut gut, strahlend und nahbar und nicht nur apart, fein und blässlich aussehende Frau, die ihren eigenen Kopf hatte und herbe Enttäuschungen vor allem mit dem Gatten und seinen Eltern nicht mit viel Gin ertränken wollte.

Quelle   :   TAZ     >>>>>   weiterlesen

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Grafikquelle    :    Diana, Fürstin von Wales mit John Travolta in der Eingangshalle des Weißen Hauses tanzend.

Source from the Ronald Reagan Library: http://www.reagan.utexas.edu/archives/photographs/vips.html
Author United States Federal Government
Permission
(Reusing this file)
„All the photographs are in the public domain“ http://www.reagan.utexas.edu/archives/photographs/photo.html

This work is in the public domain in the United States because it is a work prepared by an officer or employee of the United States Government as part of that person’s official duties under the terms of Title 17, Chapter 1, Section 105 of the US Code. See Copyright.

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DL-Tagesticker 26.08.17

Erstellt von DL-Redaktion am 26. August 2017

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Ähnelnd den Behörden Apparaten, wo unfähige Verwaltungs- Fuzzis sich im trauten preußischen Kommerz-Geist gegenseitig Unterstützung zu hecheln.

„Wir haben Sie im Sack!“ 

1.) Sky schickt Abo-Kunden unfassbar unverschämtes Schreiben

Offenbar sorgt das TV-Rechte-Wirrwarr rund um die Fußball-Bundesliga nicht nur bei Fernsehzuschauern für emotionale Ausbrüche. Auf ein Kündigungsschreiben eines Sky-Kunden reagierte der Bezahlsender am vergangenen Dienstag äußerst dünnhäutig. Sky war der Meinung, die Kündigung sei nicht zulässig, verwies auf die AGB und teilte dem Kunden mit: „Somit haben wir Sie im Sack!“

Der Westen

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Kommentar Verbot von „linksunten“

2.) Keine Sorge, der Feind steht links

Der deutsche Ableger des weltweiten Netzwerks indymedia, linksunten.indymedia.org, ist auf Geheiß des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) offline, bei den mutmaßlichen Betreibern wurden Razzien durchgeführt. Justizminister Maas (SPD) erklärt: „Das ist ein wichtiger Schlag gegen gewaltbereite Linksextremisten“. Seit Jahren nutzten linke Gewalttäter laut de Maizière das Portal, „um Hass gegen Andersdenkende und Repräsentanten des Landes zu säen“. Die Zusammenstöße beim G20-Gipfel in Hamburg hätten gezeigt, wohin solche Hetze führe.

 

TAZ

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Bundeswehr

3.) Ursula von der Leyen an der Heimatfront

Als die schwarze Limousine am Marinestützpunkt in Eckernförde vorfährt und ihr eine Frau im Hosenanzug entsteigt, hält es Ursula von der Leyen nicht mehr auf den Stufen des Kasernengebäudes. Die Verteidigungsministerin läuft los, rennt fast, um ihrer norwegischen Amtskollegin Ine Marie Eriksen Soreide entgegenzueilen. Die Ministerinnen sind gekommen, um das U-Boot-Ausbildungszentrum der Bundesmarine zu besichtigen. Norwegen will in Deutschland neue U-Boote bauen lassen. Das ist Teil einer engeren Partnerschaft mit der deutschen Marine. Beide Armeen wollen künftig gemeinsam trainieren und ihre U-Boote gemeinsam instandhalten.

Der Tagesspiegel

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Lobbyisten Förderung durch Merkel ?

CDU

4.) Spahn sollte sich entscheiden: Politik oder Firma

Man tut sich schwer damit, dem CDU-Politiker Jens Spahn abzunehmen, dass er nicht weiß, was er macht. Als pfiffig bezeichnet der Staatssekretär im Finanzministerium seine Idee, sich an einem jungen Unternehmen zu beteiligen, das Geld mit einer Software für Steuererklärungen verdient. Dank der Beteiligung könne er praktisch nachvollziehen, ob die Maßnahmen, mit denen sein Ministerium Start-ups fördert, tatsächlich wirkungsvoll sind. Es gehört Chuzpe dazu, mit einer so schlichten Begründung den Interessenkonflikt übertünchen zu wollen, der sich auftut.

Sueddeutsche-Zeitung

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Ex-Premier

5.) Yingluck Shinawatra flieht aus Thailand

Bereits am Mittwochabend war die jüngste Schwester des im Jahr 2006 gestürzten Premierministers Thaksin Shinawatra laut gut informierten Kreisen im Wagen eines „hohen Regierungsmitglieds“ aus ihrem Haus in Bangkok zur Insel Koh Chang nahe dem Nachbarland Kambodscha gebracht worden. Nach einem illegalen Grenzübertritt ging es für Yingluck Shinawatra dann mit einem gecharterten Privatjet über Singapur nach Dubai zum älteren Bruder. Doch in der Öffentlichkeit spielten Thailands ergrauende Militärs mit mehr oder weniger Geschick die Unschuldslämmer. Die Soldaten, die Yingluck Shinawatra seit ihrem Sturz rund um die Uhr überwachten, hätten zwei Tage niemanden das Haus verlassen sehen. Der für Sicherheitsfragen zuständige berüchtigte Prawit Wongsuwan bestritt energisch, der gestürzten Premierministerin bei der nächtlichen Flucht geholfen zu haben.

FR

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Werden in der Linken die Make-up Kosten nicht von der Partei getragen?

Teure Entourage

6.) Franzosen ärgern sich über Macrons Make-up-Kosten

Das Büro des französischen Präsidenten hat am Freitag einen Bericht bestätigt, wonach Emmanuel Macron in den ersten drei Monaten seiner Amtszeit 26.000 Euro für Make-up ausgegeben hat. Das Büro erklärte, es werde versucht, eine preiswertere Alternative zu finden.

Die Welt

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7.) Für Jens Spahn: Noch mehr neue Parallelgesellschaften!

CDU-General Spahn kritisiert die elitären Hipster Berlins: Sie bildeten eine völlig neue Parallelgesellschaft, die sich bewußt vom Rest der Großstadt abgrenze. Da sind sie aber nicht die einzigen! Es gibt hierzulande noch mehr exklusive Biotope, die er sich vornehmen sollte:

Metal-Maniacs: Verschanzen sich vor den ungeliebten Normalbürgern hinter Mauern aus Krach, Vorhängen von ungewaschenen Haaren und Bergen aus Schlamm (z.B. in Wacken)

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle: DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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