DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für März 8th, 2014

Linke Strömungskämpfe

Erstellt von IE am 8. März 2014

»Linkspartei verkommt immer mehr zum Selbstzweck«

Wir hatten gestern darüber berichtet, vom Austritt einiger Mitglieder aus der Partei DIE LINKE der Solid in Hamburg. Heute lesen wir zu diesen Thema ein Interview mit Einer der in diesen Artikel erwähnten Personen Christin Bernhold.

Interessant da das Problem genau die Situation in der Partei widerspiegelt, denn es geht natürlich um die Richtung in der Politik. Wobei uns, Außenstehende der Partei, die eingeschlagene Richtung ziemlich gleichgültig ist, zeigt es doch letztlich immer nur an, wie sehr Diese ihre Linie verlassen hat. In Richtung aller anderer Parteien.

„Wir wollen Anders sein als alle Anderen und den Menschen helfen!“ Das war einst die Gründungsidee. Was ist daraus geworden? Eine mit klerikalen Grundzügen durchsetzte Ansammlung Geltungssüchtiger Funktionäre welche die Masse nur dazu benutzen gewählt zu werden, genau wie in der Überschrift des Interview geschrieben wird, zum Selbstzweck. Die Richtung ist hierbei beliebig austauschbar.

Alle Strömungen stehen sich nahezu feindlich und unversöhnlich gegenüber. Das was die Eine Seite einige Jahre ziemlich ungestört praktizierte holt nun die Gegenseite im gleichen Umfang nach, wobei auch jetzt nur die eigenen Interessen der Strömung zählen. Rücksichtnahme hat es zuvor nicht gegeben, kann folglich auch jetzt niemand einfordern.

Es wird immer deutlicher dass sich hier wenigstens zwei Parteien, wahrscheinlich sogar drei oder vier, in einer Partei gegenüber stehen, welche nie miteinander harmonieren werden. So wird sich die Partei über kurz oder lang für eine Richtung entscheiden müssen, wenn sie denn überleben will womit sich die Frage nach Sozialismus, Kommunismus oder etwas Anderes von selbst ergibt. Das entscheidet die Bevölkerung und niemand anders und das ist gut.

»Linkspartei verkommt immer mehr zum Selbstzweck«

In Hamburg sind mehrere junge Mitglieder ausgetreten. Sie lehnen den reformistischen Kurs ab. Ein Gespräch mit Christin Bernhold

Christin Bernhold war Mitglied der Partei Die Linke sowie im LandessprecherInnenrat der Linksjugend [’solid] Hamburg. 2011 kandidierte sie zur Hamburger Bürgerschaft

Sie haben gemeinsam mit anderen Mitgliedern aus Hamburg die Partei Die Linke verlassen und eine Austrittserklärung veröffentlicht, in der Sie scharfe Kritik an deren Entwicklung üben. Was mißfällt Ihnen?

Im Kern geht es um den Kurs der Partei, die von einer radikalen Oppositionspolitik zu einer ausschließlich reformistischen Anpassungspolitik übergeht, die auf ein rot-rot-grünes Bündnis 2017 hinausläuft. Auf dem Europaparteitag konnte man diese Entwicklung anschaulich erleben.

Doch das war nur der vorläufige Höhepunkt. Schon im Bundestagswahlkampf kannten Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping kein anderes Thema mehr als eine »Mitte-links-Koalition«. SPD und Grüne gehören aber zum bürgerlichen Lager – und das nicht nur in einzelnen Politikbereichen! Außerdem geht es in der Partei immer undemokratischer zu, was vor allem von den Kräften vorangetrieben wird, die sonst am stärksten auf dem Attribut »demokratisch« vor dem Substantiv »Sozialismus« bestehen. Offene Debatten sind tabu.

Und was hat die Partei davon? Ein paar Funktionäre und eine Partei, die einmal eine revolutionäre Realpolitik anstrebte, jetzt aber immer mehr zum Selbstzweck verkommt.

Man könnte entgegnen, daß die Arbeit an der Parteibasis ausgebaut werden müsse. Ist das keine Option für Sie?

Quelle: Junge Welt >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: LAKL-SKPF

Abgelegt unter Hamburg, Linksjugend, P. DIE LINKE, Überregional | 1 Kommentar »

Völkermord mit Ankündigung

Erstellt von IE am 8. März 2014

Zentralafrikanische Republik

Autor: Marc Engelhardt

Die Berichte, die in diesen Tagen aus der Zentralafrikanischen Republik nach außen dringen, sind voll des Grauens. Zusammen zeichnen sie das Bild eines Landes, das außer Kontrolle geraten ist. Die Lage erinnere ihn an Ruanda oder Bosnien, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, John Ging. Auf dem Land hat er Bewohner eines Dorfes getroffen, die sich seit Wochen im unwegsamen Busch versteckt halten. Entweder sie bleiben dort und sterben, weil sie weder Nahrung noch Medikamente haben, sagt einer von ihnen. Oder aber sie kämen zurück ins Dorf und würden dort ermordet. Tod durch Hunger oder durch Gewalt – das ist eine der letzten Entscheidungen, die die terrorisierten Bewohner eines der ärmsten Staaten Afrikas noch treffen können.

Der Völkermord, vor dem Ging Mitte Januar nach seiner Rückkehr aus der Zentralafrikanischen Republik warnte, wird immer wahrscheinlicher. Manche sagen, er habe längst begonnen. In dem Konflikt kämpfen Muslime gegen Christen. Der Hass zwischen ihnen scheint derart gewachsen, dass selbst Pfarrer und Imame ihn nicht mehr eindämmen können. Kein Wunder: Die Religion ist nur ein Instrument in einem Kampf, bei dem es tatsächlich um Macht und Ressourcen geht. Geschürt wird der Hass von Mitgliedern der wenige hundert Zentralafrikaner umfassenden Elite, die den Reichtum des Landes seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 unter sich aufteilen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia- Urheber

  • hdptcar from Bangui, Central African Republic

Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.

Abgelegt unter Afrika, Kriegspolitik, Schicksale | Keine Kommentare »

DL – Tagesticker 08.03.14

Erstellt von IE am 8. März 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

*************************************************************

1.) Weltfrauentag:

Amnesty beklagt deutsche Gleichgültigkeit

Osnabrück. Die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Selim Çaliskan, spricht im Interview mit unserer Zeitung über die Situation von Frauen in Europa und Ägypten. Zusätzlich kritisiert sie die EU-Flüchtlingspolitik.

Neue-Osnabrücker-Zeitung

*************************************************************

2.) Polizeieinsatz zu Stuttgart 21:

Ermittlungen gegen Mappus wegen Falschaussage-Verdacht

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Stefan Mappus. Der Ex-Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg steht im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz zum Bahnprojekt Stuttgart 21 unter dem Verdacht der uneidlichen Falschaussage. Der CDU-Politiker stellte Strafantrag wegen Verleumdung.

Der Spiegel

*************************************************************

3.) taz intern

Gericht lehnt Klage der Haasenburg ab

TAZ

*************************************************************

4.) Eine Geste, nach 70 Jahren

Ein paar Worte sind es nur und man muss sich fragen, warum nicht schon vor Jahrzehnten ein Bundespräsident im griechischen Dorf Lingiades um Vergebung ersucht hat. Dort ermordete die Wehrmacht einst 83 Menschen. Und weil Gauck eben Gauck ist, kann er seine Tränen nicht niederkämpfen.

Sueddeutsche

*************************************************************

5.) Die Linke fordert den Soli-Beitrag auch

fürs Ruhrgebiet

Weil Teile Ost-Deutschlands wirtschaftlich mittlerweile erstarkt sind – Regionen im Westen dagegen derzeit mit schwerem strukturellen Problemen zu kämpfen haben, schließt sich die Linke der Forderung von NRW-Politikern an – und fordert ein Umlenken der Mittel.

WAZ

*************************************************************

6.) Timoschenko zu Therapiezwecken

in Berlin eingetroffen

Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ist nach dpa-Informationen in Berlin eingetroffen. In der Charité will sich die ukrainische Oppositionspolitikerin wegen eines Rückenleidens behandeln lassen.

Der Stern

*************************************************************

7.) Flugzeug mit 239 Passagieren über Vietnam abgestürzt

Ein Flugzeug der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord wird vermisst. Nach vietnamesischen Berichten soll sie ins Meer gestürzt sein. Die Maschine befand sich auf dem Weg nach Peking.

Die Welt

*************************************************************

Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »