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Archiv für März 3rd, 2014

Gysi-Mein Alltag als Singel

Erstellt von IE am 3. März 2014

Gregor Gysi: Mein Alltag als Singel

Mag er auch immer wieder angegriffen werden, ob nun zu Recht oder auch Unrecht ist für Außenstehende nur sehr schwer zu beurteilen. Er gibt sich zumindest weit weniger als die meisten Anderen als Wendehals und steuert einen unvermindert geraden Kurs. Diesen mag man mögen oder nicht, das muss eine jeder selber entscheiden. In der Bevölkerung jedenfalls ist er weiterhin gut angesehen und gilt weit mehr als Sympathieträger als mach Eine, welche da glauben mag, diese Gunst für sich in Anspruch nehmen zu können.

So ganz falsch ist das Meiste auch nicht was er denn so verbreitet und es ist bestimmt nicht verkehrt wenn er versucht Beruf und Politik von einander zu trennen. Ja die Erwartung als Anwalt auch einen guten Justiz- oder Innenminister abzugeben wird mit Sicherheit vielfach maßlos überschätzt da die Bereiche unterschiedlicher kaum sein könnten. Auch ein Arzt wird nach Möglichkeit, in wirklich ernsten Fällen, nicht unbefangen seine eigenen Familienmitglieder behandeln können.

Da schwingt zu viel Empathie mit, im Hintergrund, welche einen neutralen Blickwinkel versperren. Ganz krass zu beobachten bei den Machenschaften den Schiedskommissionen in der DIE LINKE wo Unverbesserliche glauben in blinde Anbetung zu ihrer Partei verfallen zu müssen. Da setzt der Verstand bei Richtern und Anwälten, wenn denn je einer vorhanden war, in schöner Regelmäßigkeit aus und es kommt zu völlig einseitigen Entscheiden, wovon sich ja auch ein jeder selber überzeugen kann.

Viel Arbeit wird er in nächster Zeit bekommen, wenn er denn (seine) die Partei zurück in die Erfolgsspur bringen möchte. Denn die Peinlichkeiten aus den Landesverbänden im Westen werden mehr und mehr, wie Eisberge aus dem Wasser nach oben drängen. So wird man wohl nicht darum herum kommen sich von einigen Leuten trennen zu müssen. Viele glauben die Unruhen innerhalb der Partei bereits aus gesessen zu haben und werden enttäuscht feststellen müssen, dass diese gerade erst beginnen.

Gregor Gysi: Mein Alltag als Singel

Linke-Fraktionschef Gregor Gysi über rot-rot-grüne Pläne, das Verhältnis zu Kollegen und sein Privatleben.

 Wie hat heute Ihr Tag begonnen?

 Ich frühstücke jeden Tag gut, weil ich danach bis zum Abend nichts mehr esse. Selbst wenn es morgens ganz früh ist und ich im Stress bin – ich koche mir jeden Tag ein Frühstücksei. Dazu esse ich meistens drei kleine Scheiben Toast mit unterschiedlichem Belag und lese mehrere Zeitungen.

 Sie sind nach der Bundestagswahl Oppositionsführer geworden. Arbeiten Sie jetzt mehr als sonst?

Ja, mehr. Ich bekomme zusätzlich Einladungen zum Beispiel von Mittelstandsvereinigungen und von Unternehmern, denen sogar die FDP empfohlen hat, mich einzuladen. Ich komme nur selten vor Mitternacht nach Hause. Ein freies Wochenende wird zur Rarität, das nächste habe ich Ostern.

 Sie sind nach der Bundestagswahl Oppositionsführer geworden. Arbeiten Sie jetzt mehr als sonst?

Ja, mehr. Ich bekomme zusätzlich Einladungen zum Beispiel von Mittelstandsvereinigungen und von Unternehmern, denen sogar die FDP empfohlen hat, mich einzuladen. Ich komme nur selten vor Mitternacht nach Hause. Ein freies Wochenende wird zur Rarität, das nächste habe ich Ostern.

Steinmeier und Westerwelle sind Außenminister geworden, nachdem sie wie Sie Fraktionschefs waren. Welches Amt können Sie sich vorstellen?

Ich bin nicht der Typ, der unbedingt Bundesminister werden will, aber wenn, dann würde mich die Außenpolitik reizen. Nur müsste ich dazu besser Englisch sprechen. Ich weiß zwar, dass man als Außenminister Dolmetscher hat, aber in der Diplomatie muss man auch die unmittelbare Kommunikation können. Deshalb scheidet das für mich aus.

Quelle: Berliner-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

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Die ARD fälscht den Trend

Erstellt von Uli Gellermann am 3. März 2014

Die Deutschen müssen kriegsreif gequatscht werden

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Autor: U. Gellermann

Rationalgalerie

Datum: 03. März 2014

Letzte Woche gab es mal wieder den monatlichen ARD-Deutschland-Trend, jene Umfrage, die in Deutschland Themen setzt und Meinung macht. Denn genau das ist die „Arbeitsgemeinschaft Rundfunkanstalten in Deutschland:Rundfunk Anstalten. Eine Macht. Sie verfügt über 11 TV-Anstalten, 55 Radios, erreichen zum Beispiel mit der „Tagesschau“ einen Marktanteil von über 30 Prozent und verfügen über ein Geschäftsvolumen von 6,3 Milliarden Euro jährlich. Glaubt man dem Rundfunkstaatsvertrag, dann sind sie „Unparteilich“. Im vorigen Monat hatte die neue Kriegsministerin gefordert: „Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen“. Und meinte Afrika, und meinte Militär. Damals fragte die ARD den Deutschlandtrend ab: Da waren noch glatte 61 Prozent der Befragten gegen Frau von der Leyen. Nur 30 Prozent dafür. Eine stabile Mehrheit gegen Auslandseinsätze, wie seit Jahren in fast allen Umfragen. Der neueste Trend ist scheinbar umgekehrt: Irre 74 Prozent sind nun für „Mehr deutsche Verantwortung bei internationalen Krisen“. Schäbige 23 Prozent sind nur noch dagegen.

Was mag sich in diesem einem Monat bei den Deutschen geändert haben? Nichts. Außer der Frage-Technik bei der ARD. Zuerst fällt auf, dass die Antworten zusammen fast die 100 Prozent ergeben. Das gibt es natürlich nie im wirklichen Leben. Und wie stellt die ARD das her? Die übliche dritte Frage, die für die Nichtwisser, für Unentschlossen, fällt weg. Und natürlich fragt man vornehm nach „deutscher Verantwortung“. Was das ist, das hatte Frau von der Leyen zwar gerade erklärt, aber so lange kann der normale Zuschauer wirklich nichts behalten. Aber eine weitere Frage im Trend-Theater führt auf die Spur: Soll sich die EU an Finanzhilfen für die Ukraine beteiligen? Da sagen Ja: 62 Prozent und Nein: 33 Prozent. Hätte die ARD ehrlich gefragt: Soll der deutsche Steuerzahler finanziell in die Ukraine investieren? Und: Sollen wir einen Krieg mit Russland riskieren? da hätten die Nein-Werte gut über 90 Prozent gelegen. Aber so viel brutale Ehrlichkeit verträgt der Trend nicht. Da ist die Anstalt zart besaitet. – Die ARD weiß zur Zeit viel von einer „russischen Besetzung der Krim“ zu erzählen. Dass es sich bisher nur um Territorien handelt, die in einem noch fast 25 Jahre gültigen Stationierungsvertrag zwischen der Ukraine und Russland festgelegt wurden, ist nicht mal am Rande zu finden. Die Deutschen können den Russen eben nicht verzeihen, 27 Millionen Sowjetbürger umgebracht zu haben, darunter 7 Millionen Zivilisten.

Was hat sich im Verlauf eines Monats, von der einen zur anderen Umfrage geändert? Zum einen hatte die ARD tagelang Bilder aus der Ukraine geliefert, die nur eine Seite des Konflikts zeigten: Die bösen Russlandfreunde einerseits und die guten Timoschenko-Freunde auf der anderen Seite. Zwischentöne waren nicht erwünscht. Grassierender Antisemitismus bei den „Freiheitskämpfern“ und faschistische Schlägergarden gab es zwar, aber die Deutschen sollten sie besser nicht sehen. Zum anderen hatte Gauck, der Hochtöner im falschen Amt, in einer Blut-Rede in München klargemacht, dass die Deutschen schon für Kriege reif sein müssen: „Manchmal kann auch der Einsatz von Soldaten erforderlich sein. Eines haben wir gerade in Afghanistan gelernt: Der Einsatz der Bundeswehr war notwendig.“ Wie bitte? Nach rund 12 Jahren Krieg dessen einziger „Erfolg“ in 100.000 toten Afghanen bestand? Der Mann gehört weggesperrt. Auch für diesen Satz: „Ich muss wohl sehen, dass es bei uns – neben aufrichtigen Pazifisten – jene gibt, die Deutschlands historische Schuld benutzen, um dahinter Weltabgewandtheit oder Bequemlichkeit zu verstecken“. Wer keine verfassungswidrigen Auslands-Einsätze will, der ist von der Welt abgewandt. Wer Fetzen von Fleisch nach Drohneneinsätze nicht schätzt, der ist bequem. Wer friedliche Vernunft fordert, der versteckt sich nur.

Einer von denen, die nach Gauck einfach zu bequem sind ihren Arsch für den Rohstoffhunger und die Herrschaftsansprüche der USA zu riskieren, war früher schon mal in Afghanistan. Im Kampf gegen die Sowjetunion, auf der Seite der Afghanen: Jürgen Todenhöfer. Fast 20 Jahre für die CDU im Bundestag, rund 10 Jahre in der Leitung des Burda-Konzerns. Nach bundesrepublikanischen Maßstäben ein seriöser Mann. Der schreibt dem Gauck einen offenen Brief zu seiner Brandstifter-Rede. Der fragt den Bundespräsidenten-Darsteller, ob er denn weiß wovon er redet. Der empfiehlt ihm, doch mal in den Krankenhäusern Pakistans, Somalias oder des Yemen die unschuldigen Opfer amerikanischer Drohnenangriffe zu besuchen. Dieser Brief war in kaum einem wichtigen Medium zu lesen oder zu hören. Der ist wahrscheinlich zu seriös, denn der kennt das Land und die Leute über die der Herr Redakteur sich in sicherem Abstand äußert. In das die Frau Redakteurin nie ihren Sohn schicken würde. Vom zweisprachigen Gymnasium nach Afghanistan? Aber ich bitte Sie?!

Öffentlich geächtet auch Willy Wimmer. Der war von 1976 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Und von April 1985 bis Dezember 1988 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verteidigungspolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der versteht was vom Krieg, sollte man meinen. Aber Wimmer hat den schweren Fehler begangen sich damals gegen den Fischer-Scharping-Krieg in Jugoslawien zu wenden. Seit der Zeit gilt er, im Gegensatz zu den vorgeblichen Antikriegs-Spinnern von der LINKEN, eben als konservativer Spinner. Der auch aussenpolitisch erfahrene Wimmer, immerhin war er sechs Jahre lang Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, hat jüngst ein längeres Interview zur Lage in der Ukraine und der US-Strategie „den Krieg nach Europa zurück zu bringen“ gegeben. Konnte man es in der FAZ oder der ZEIT oder dem SPIEGEL lesen, im ERSTEN oder im ZDF sehen? Nein, der Mann war im deutschsprachigen Iranischen Radio zu hören. Also unter Ausschluss der deutschen Öffentlichkeit.

Wir sind dem Vernehmen nach ein freies Land mit freien Medien. Und natürlich erscheinen andere Stimmen als die der Regierung auch immer irgendwo. Dass Jürgen Todenhöfer auf den NACHDENKSEITEN im Netz zu lesen war, ist dann die totale Freiheit. In Zeiten einer überwältigend großen Koalition, in Zeiten, wo die Opposition täglich gründlich über den Tisch gezogen wird, hätten die vorgeblich freien Medien eine besondere Rolle in der Kontrolle des Regierungshandelns. Hätten. Aber so viel Mut beweisen? Den können doch lieber die anderen aufbringen, die den Damen und Herren in den Redaktionen die Rohstoff-Kastanien aus dem Feuer holen sollen. Das ist der Deutschland-Trend.

Hier ist Willy Wimmer (CDU) zu hören:

[youtube O3fNWgefjz0]

Grafikquelle :

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Die – Woche

Erstellt von IE am 3. März 2014

Wie geht es uns , Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Im Gegensatz zu „Jockel“ Gauck kann Wulff nun daran arbeiten ein anständiger Kerl zu werden. Düsseldorf ist die „Karnevalstiefburg“, und die Ultras machen Sudoku

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Sarrazin muss ganz viele Interviews geben darüber, dass seine Meinung unterdrückt wird.

Und was wird besser in dieser?

Das interessiert auch keinen mehr.

Die Affäre Wulff endete am Donnerstag vorerst mit dem Freispruch des ehemaligen Bundespräsidenten. Wenn Joachim Gauck nun stolpert, kommt dann Wulff zurück?

Jockel „bestes Deutschland ever“ Gauck ruft die Deutschen zu den Waffen und weigert sich ausdrücklich, Wulffs Worte zu wiederholen, wonach auch der Islam zu Deutschland gehöre. Wie zur Hölle sollte der es hinkriegen, beim Verfassungsorgan Bild in Ungnade zu fallen? Schnäppchenpräsi Wulff passte darin gut zur „Volks“-Ramschtheke bei Springers; Gauck hingegen diffamiert Friedensliebe als „Glückssucht“ und repräsentiert 100 % Blattlinie. Also: Wulff kann ausdauernd und nachhaltig am Thema des multikulturellen Deutschland arbeiten, damit wird er nichts mehr außer ein anständiger Kerl. Das ist doch schon viel mehr als Gauck.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

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DL – Tagesticker 03.03.14

Erstellt von IE am 3. März 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

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1.) Ein robuster Grüner

Seit einem halben Jahr leitet Martin Kobler die UN-Mission im Kongo. Den Einsatz der Interventionsbrigade findet er völlig richtig. Seine Lehre aus Auschwitz lautet: Wer in Gefahr ist, braucht Schutz

Der Tagesspiegel

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2.) Da schwelt etwas im Lande

FREMDENFEINDLICHKEIT Eingeworfene Scheiben, Brände, Hakenkreuze an der Fassade: Die Zahl der rechtsextremen Übergriffe auf Asylunterkünfte hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Flüchtlingsinitiativen und Polizei sind alarmiert

TAZ

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3.) Diskussionsrunde in Berlin:

Demonstranten lassen Sarrazin-Veranstaltung platzen

Thilo Sarrazin behauptet gern, dass man vieles in Deutschland nicht sagen darf. Jetzt ist der Buchautor und Ex-Banker in Berlin tatsächlich nicht zu Wort gekommen: Wegen heftiger Proteste fand ein geplantes Gespräch nicht statt.

Der Spiegel

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4.) Europa als letzte Hoffnung

Sie schwimmen, benutzen Schlauchboote oder klettern über meterhohe Zäune: Wieder sind afrikanische Flüchtlinge in Melilla angekommen, erst am Freitag stürmten Hunderte die spanische Enklave in Marokko. Das Notaufnahmelager ist völlig überfüllt, Spanien prüft sogenannte „Push-Back-Abschiebungen“.

Sueddeutsche

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5.) Flugblätter statt Kamelle

KARNEVAL Die „Pappnasen Rotschwarz“ laufen am Rosenmontag vor dem offiziellen Zug durch die Straßen Kölns. Statt „Witzischkeit“ treibt sie der politische Protest

TAZ

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6.) Unions-Männer blasen zur Attacke gegen von der Leyen

Horst Seehofer macht seinem Unmut über Ursula von der Leyen in aller Öffentlichkeit Luft. Offenbar nicht ohne Hintergedanken. Denn Bayerns Ministerpräsident spricht aus, was angeblich viele Männer in der Union denken: Nach Angela Merkel kommt noch einmal eine Frau als Chef nicht in Frage.

FOCUS

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7.) Pistorius-Prozess: Anklage der Staatsanwaltschaft

Pretoria. Südafrika steht vor dem spektakulärsten Strafprozess seiner Geschichte: Begleitet von einem ungeheuren Medienrummel beginnt am Montag der Mordprozess gegen den Paralympics-Star Oscar Pistorius.

Neue Osnabrücker Zeitung

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Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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