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Archiv für Januar 30th, 2012

Rufmord und Beleidigungen

Erstellt von IE am 30. Januar 2012

Josef Rodack verliert vor dem Amtsgericht Saarlouis

Laut einem DL nun vorliegenden Urteil des Amtsgericht Saarlouis vom 20. 01. 2012 unter dem AZ: C  1557/11 / (13)  wurde in einem Rechtsstreit zwischen dem 1. Vorsitzenden des Stadtverband Saarlouis, Mitglied des Kreisvorstand und Kreistagsabgeordneter der Partei DIE LINKE Josef Rodack nun zugunsten des Klägers Helmut Ludwig entschieden.

Dem Mandatsträger und Partei Funktionär der LINKEN ist es bei Strafandrohung einer höheren Geldsumme untersagt, die von Ihm ausgesprochenen Verleumdungen zu wiederholen. Herr Rodack hatte innerhalb einer parteiinternen Auseinandersetzung Helmut Ludwig öffentlich als geistesgestört bezeichnet. Eine besondere Note bekommt diese Auseinandersetzung dadurch, dass Herr Rodack nicht der einzige Mandatsträger der Familie ist, sondern hier vielleicht eine politische Interessen Verbindung vorliegt.

Wurde doch noch vor kurzen mit derselben Methode von Dirk Biefeld, gleichfalls ein Mitglied der LINKEN mit Sitz im Kreisvorstand und unter der Zuhilfenahme seiner Ehefrau versucht, den Partei Kritiker Gilbert Kallenborn für geisteskrank zu bezeichnen. Auch dieses wurde Ihnen unter Androhung von Strafmaßnahmen von Landgericht Saarbrücken verboten.

Wäre es redlich hier noch von Zufällen zu schreiben wo es doch schon in Jahre 2009 Norbert Mannschatz vor dem Amtsgericht Saarlouis gegen Auflagen untersagt wurde, Gilbert Kallenborn mit gleichlautender Argumentation zu beleidigen. Bild berichtete seinerzeit.

So ist nur allzu auffällig das sich gerade im Kreis Saarlouis, dem Wahlkreis eines Oskar Lafontaine immer wieder solch höchst skurrile Dinge ereignen, welche aus anderen Parteien in diesen Umfang nicht hörbar sind. Ist es den kleinen politischen Windlichtern welche im Schatten des Übervaters ihr scheinbar sehr unbeachtetes Leben fristen, nicht anders möglich auch einmal auf sich aufmerksam zu machen?

Kritiker in der politischen Sache werden in der Partei genau so verfolgt wie es in dem in Bayern aufgetauchten Dossier im Detail geschrieben steht. Diese, von einer Gruppe aus der Partei ausgegebene Stallorder haben diese Leute im Westen der Republik sehr gut verinnerlicht und halten sich strickt an die dort vorgegebenen Arbeitsanleitungen. Siehe hierzu auch den Artikel: „Zersetzungspapier Bayern“.

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Grafikquelle    :    Gebäude des Amtsgerichts Saarlouis aus dem Jahre 1907

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Verraten und verkauft

Erstellt von IE am 30. Januar 2012

Kauft nicht bei Juden

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Kauft nicht bei Juden

Hier einmal ein wenig aus der noch allzu jungen Vergangenheit unserer deutschen Geschichte.  Vielleicht auch als Beispiel dafür wie weit Obrigkeitshörigkeit innerhalb von Gesellschaften, wozu auch Parteien gehören, ausarten kann.

Moderner Antisemitismus hat verschiedene Ursachen und folgt bestimmten Mechanismen – es wird nicht mehr religiös argumentiert. Welche sind das und wie wirken sie?

„Die Fremdheit der Juden scheint die handlichste Form zu sein, mit der Entfremdung der Gesellschaft fertigzuwerden.“ Theodor W. Adorno

Wir leben in Zeiten, in denen eine rassistisch motivierte Mordserie junger Neonazis in den Medien in aller Unbefangenheit mit der rassistischen Wortschöpfung „Döner-Morde“ bezeichnet wird. In denen ein SPD-Mitglied ungehindert und folgenlos biologistische und rassistische Thesen verbreiten kann und sich öffentlich über Rassemerkmale, Erbanlagen und ökonomische Nützlichkeit von türkischen und arabischen Migranten äußern darf: „Es ist nämlich zu befürchten, dass sie zur überdurchschnittlichen Vermehrung jener bildungsfernen und von Transfers abhängigen Unterschicht beitragen, welche die Entwicklungsaussichten Deutschlands verdüstert.“ („Deutschland schafft sich ab“, S. 59) Und: „Wenn sich der Trend fortsetzt, dass die weniger Intelligenten mehr Kinder bekommen, dann sinkt die durchschnittliche genotypische Intelligenz, also der erbliche Anteil der Intelligenz in der Bevölkerung.“ (Aus dem österreichischen Kurier, 24. 9. 2011).
Der drohende Tonfall schlägt zugleich scharfe bevölkerungspolitische Maßnahmen vor und hat rhetorisch bereits eine ausbürgernde Funktion. Sie macht die Migranten zu Fremden, die hier nichts zu suchen haben. Am 20. Januar sagte der noch amtierende Bundespräsident in seiner Rede zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz in der Wannseevilla salbungsvoll: „Wir werden alles tun, damit Terror und mörderischer Hass auf Fremde und Fremdes in Deutschland nie mehr Platz haben.“ Ihm fiel gar nicht auf, dass die jüdischen Mitbürger gar keine „Fremden“ waren, sondern erst dazu gemacht wurden.

Genau darauf richtet Hannah Ahlheim ihr kritisches Augenmerk. Sie besuchte uns Anfang Januar und erzählte uns von ihren Untersuchungen.

Quelle: TAZ >>>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :   Nazi SA paramilitaries outside Israel’s Department Store in Berlin. The signs read: „Germans defend yourselves! Don’t buy from Jews.“

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Die – Woche

Erstellt von IE am 30. Januar 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Im Wochenrückblick geht es diesemal um den Verfassungsschutz welcher Horst Seehofer beobachten und eine neue Strategie gegen Angela Merkel finden sollte.

Das war schon bizarr was uns gestern Abend bei Günther Jauch in der Fernsehsendung mit dem Auftritt des ehemaligen Leiters der Verfassungsschutz Peter Frisch vorgesetzt wurde.

In diesen Zusammenhang möchte ich denn hier einmal auf das „Peter-Prinzip“ hinweisen in den es heißt:

„In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

Einzige Einschränkung: Die Hierarchie muss hoch genug sein; sprich genügend Hierarchie-Stufen enthalten.

Wie kann eine Institution arbeiten wenn schon sein oberster Vertreter soviel Unfähigkeit an den Tag (Abend) legt. Gehen wir doch für gewöhnlich davon aus das der Fähigste an der Spitze sitzt. Das wäre im übrigen der richtige Posten für den Innenminister.

Aber vor so einer Witzfigur Angst haben, einfach lachhaft. Leider treffen wir dieser Art Typen auch viel zu oft in den Parteien an.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Die geistigen Oberhäupter der Marktwirtschaftssekte treffen sich zum Konklave in Zürich.

Was wird besser in dieser ?

Zaun drum rum?

Zwei Untersuchungsausschüsse sollen sich nun mit der NSU-Mordserie befassen und damit auch mit dem Versagen von Behörden. Die Bürokratie hat versagt – mehr Bürokratie wagen?

Ich gönne den Arschlöchern nicht mal die Ehre, den Ausschuss nach ihrer Selbststilisierung zu nennen, „Zwickauer Mörderbande – Ausschuss“ tut es auch. Pointe: Mit Petra Pau untersucht nun die Vizepräsidentin des Bundestages die Machenschaften des Verfassungsschutzes – der sie selbst ausspioniert hat. Bis heute durfte sie ihre Akten nicht ungeschwärzt einsehen – na ja, die des Westdienstes, ihre Stasiakte darf sie sehen. Die Zielsetzung des Ausschusses – „eine unerhörte Pannenserie“ – greift zu kurz, denn hier scheint mögliche Absicht und Gesinnungsnähe von vornherein nicht Untersuchungsgegenstand. Schließlich: Die beiden Ausschüsse können prima um Zeugen rangeln, und da Linke und Grüne nur eingeschränkte Rechte bekamen, bin ich mal gespannt ob zum Beispiel die SPD Otto Schily vorlädt. Bedenklich: Die CSU hat den Antrag gemeinsam mit der Linkspartei unterstützt. Der Verfassungsschutz muss besser auf Seehofer aufpassen.

Facebook will mit seiner neuen „Chronik“ die gesamte Vergangenheit seiner Nutzer in dem sozialen Netzwerk darstellen. Ein paar Datenschützer warnen natürlich – aber wo bleibt der öffentliche Aufschrei?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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