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Archiv für November 14th, 2011

Quer durch Afrika

Erstellt von IE am 14. November 2011

Es ist ein uralter Traum der Anrainerstaaten von Wüstengegenden, ob nun die Gobi in Asien oder die Sahara in Afrika. Es geht um ein schützendes Band, um einen Grüngürtel, welcher das weitere Wachsen der Wüsten verhindern soll.

Besonders in der Zone südlich der Sahara macht sich der Klimawandel extrem bemerkbar. Die Hitze nimmt von Jahr zu Jahr zu und der beständige Wüstenwind treibt den Sand aus der Wüste immer weiter voran. So wurde bereits im Jahr 2007 mit den Anbau riesiger Wälder begonnen. Über die Schwierigkeiten aber auch Fortschritte befasst sich der folgende Bericht.

Quer durch Afrika

Am Anfang waren sich die Frauen nicht sicher, ob sie es machen können. Oder machen sollen. Viele im Dorf hatten ihre Zweifel: Löcher graben, Bäume pflanzen, die Führung übernehmen - ist das nicht Männersache?

“Alle sagten, wir sind verrückt”, erinnert sich Nakho Fall, eine stämmige, lebhafte Frau in rot-weiß gemustertem Kleid. Sie sitzt, zusammen mit einem Dutzend Nachbarinnen und deren Kindern, unter einem schattigen Baum in ihrem Dorf Koutal, das im Westen des Senegal liegt. Auf den sandigen Wegen, zwischen den Häusern laufen Ziegen und Hühner herum. Um elf Uhr morgens ist es schon glühend heiß.

Die Männer von Koutal konnten keine Bäume pflanzen, erklärt Nakho Fall, weil sie keine Zeit dafür hatten. Einige arbeiteten in der nahe gelegenen Salzfabrik. Sie wurden morgens mit schrottreifen Lastern abgeholt und abends nach Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause gekarrt. Andere waren auf der Suche nach Arbeit in die ferne Hauptstadt Dakar abgewandert.
Aber es musste etwas geschehen. In Koutal verschwanden die Bäume, und mit ihnen vieles mehr. “Wir hörten keine Vögel mehr singen”, sagt Nakho Fall. Keine der Frauen unter dem Baumschatten kennt den Begriff “Klimawandel”, aber alle erzählen, dass sich in Koutal seit einigen Jahren das Wetter stark verändert hat. Lange Dürreperioden haben den Boden trocken und hart gemacht. Und auch salziger.

Obwohl Koutal rund 80 Kilometer von der Atlantikküste entfernt liegt, greifen zwei “Meeresarme” weit ins Hinterland und reichen bis zu ihrem Dorf. Die Regierung in Dakar hat keine genauen Daten über die Versalzung des Grundwassers, berichtet Adama Kone, ein landwirtschaftlicher Berater. Aber Bodentests lassen vermuten, dass es in die unterirdischen Süßwasseradern eingedrungen ist und die Böden zunehmend versalzen, was ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigt. “Du brauchst nur einmal hinzuschmecken”, sagt eine Frau und steckt ihren Zeigefinder in die kalkweiße Erde, “dann merkst du, dass wir recht haben.”

Also entschlossen sich die Frauen von Koutal, allen Bedenken und Vorurteilen zum Trotz, für ihr Dorf zu kämpfen. Innerhalb von sechs Jahren schafften sie es, dank technischer Beratung seitens der senegalesischen Regierung und ausländischer Geldgeber auf 290 Hektar nacktem, verkrustetem Boden Setzlinge anzupflanzen und die Fläche in ein Waldreservat zu verwandeln. Heute können sie hier Holz schlagen, das sie auf den Märkten der Umgebung verkaufen. Daneben bauen sie natürlich weiter Hirse und andere Produkte für den eigenen Bedarf an. Damit ist die Produktion von Nahrungsmitteln erheblich gestiegen, also auch ihr Einkommen. Heute sehen die Frauen mit neuer Zuversicht in die Zukunft. “Wir sind sehr stolz, dass unsere Kinder von diesem Land etwas haben werden”, sagt Adam Ndiaye, eine strahlende Großmutter, “und sie werden sich erinnern, dass sie das der Arbeit der Frauen verdanken.”

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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Wie geht es uns,

Erstellt von IE am 14. November 2011

…Herr Küppersbusch ?

Heute geht es um den nicht so ganz ernst gemeinten Wochenrückblick ein wenig um das Merkozy-Aroma, de Mazières irrlichterndes Kopfnicken und Nazis auf Fahrrädern.

Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Bleibt dabei: 45 Euro und ein Punkt für einmal bei grün mit dem Fahrrad über die Kreuzung.

Was wird besser in dieser?

Werde hiesige gewaltbereite Nazis überreden, mit dem Rädchen bei grün über die Kreuzung zu huschen. Da ist die Dortmunder Polizei sofort da.

Europa hat vergangene Woche gleich zwei Regierungschefs eingebüßt: Den Griechen Georgios Papandreou und den Italiener Silvio Berlusconi. Sind Sie erleichtert?

Klar, in beiden Ländern ist Lothar Matthäus nicht im Gespräch. Mit EU-Kommissar Monti und EZB-Veteran Papademos streben verdiente Euro-Veteranen nach, ein mildes Arom “Gouverneur von Merkozy” schwingt jeweils mit. Die Pressierlichkeit, neue Regenten zu ernennen “bevor am Montag die Märkte öffnen” sagt recht deutlich, wer in der Nachdemokratie als Souverän fungiert.

Die Koalition entlastet mit einer Steuerreform wie schon Ende 2009 vor allem Gutverdiener - während die Euro-Krise gerade erst halbwegs gebannt scheint. Nur schlechtes Timing oder unbelehrbare Klientel-Politik?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die Lohnuntergrenze

Erstellt von UP. am 14. November 2011

CDU-Parteitag - Blüm fordert allgemeine Lohnuntergrenze

Halle (ots) - Der frühere Bundesarbeitsminister und Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Norbert Blüm, hat die CDU aufgefordert, sich auf ihrem Parteitag in Leipzig für eine allgemeine Lohnuntergrenze auszusprechen. “Ein Lohn, von dem man nicht leben kann, ist kein Lohn, sondern ein Almosen”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Montag-Ausgabe). “Insofern ist mit jeder ehrlichen Arbeit auch ein ehrlicher Lohn verbunden.” Blüm fügte hinzu: “Normalweise ist die Lohnfindung ja Sache der Tarifpartner. Wenn die allerdings schwächer werden, was ja von manchen Neo-Liberalen gewollt war, dann muss der Staat eingreifen. Das ist wiederum ein Beweis für die These: Die Privatisierer sind in Wirklichkeit die Verstaatlicher.” Die jetzigen Niedriglöhne könnten zum Teil nur deshalb gezahlt werden, weil die Zahler wüssten, dass der Staat den Rest übernehme. Der langjährige CDA-Chef sieht in der Tatsache, dass der Leitantrag zum Mindestlohn auf die CDA zurückgeht, einen Beleg für deren Wiederstarken. “Das ist wichtig für das Selbstverständnis der CDA”, erklärte er der “Mitteldeutschen Zeitung”. “Wir sind nicht die Messdiener der CDU, sondern von Anfang an ein Teil, der diese CDU mit geprägt hat.” Blüm sieht die CDU im Übrigen auf einem besseren Weg als beim Reformparteitag 2003, als sie im Wesentlichen auf Privatisierung setzte. Zwar komme er nicht persönlich zum Parteitag, so der 76-Jährige. “Aber ich ziehe dieses Leipzig blind dem alten Leipzig vor.”

Der Westfale CDA-Laumann wird durch die Blüm’sche Unterstützung nicht glaubhafter. Und Laumann hat längst verloren. Der Hosenanzug wird über Blüm lächeln; denn sie hat ihr Mix-Modell durchgesetzt, bevor ein Beschluss gefasst wurde. Und das mit Sand in den Augen sich in denselben reibende Volk wird das fressen. Blüm hätte viel massiver und schneller reagieren müssen, um Laumann in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Aber dieser ehrliche alte Mann ist seit Jahren angeschlagen, seitdem er die Wahrheit sagte, dass die Renten sicher sind.
Er wurde von seiner eigenen Partei und der Versicherungswirtschaft mit Hilfe von Riester & Co in die Pfanne gehauen. Das war ein ungeheurer Imageverlust, der nie wieder kompensiert werden konnte. Auch wenn der “ATTACI” Heiner der Geißler und Saulus-Paulus-Wandler ihn ordentlich unterstützte.

Des Hosenanzugs letztes Wort: Die Frage des Mindestlohnes ist vom Tisch!

UP.

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Verifizierbare Mailadressen

Erstellt von DL-Redaktion am 14. November 2011

Aus gegebenem Anlass werden wir darauf achten, dass Email-Adressen verifiziert werden können!

Soll heissen, dass Kommentatoren mit gefakter Mailadresse vermehrt rausfliegen, wenn sich die Mailadresse als Scheinadresse herausstellen sollte, wenn Kommentatoren von uns angeschrieben werden, und die Mail zurückkommt!

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