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Archiv für Oktober, 2011

Bankenrettung als Farce

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Oktober 2011

Von der Einführung des Euro bis zum heutigen Tag an ist die EU als eine Organisation unter Pleiten, Pech und Pannen zu verbuchen. Als eine reine wirtschaftliche Interessengemeinschaft, denn mehr ist es nicht, sollte man diese Organisation auch endlich wie ein reines Wirtschaftsunternehmen betrachten und entsprechend behandeln. Die Manager eines jeden nicht staatlich geführten Konzerns hätten sich in gleicher Lage bereits mehrmals wegen Konkursverschleppung und vorsätzlichen Betruges vor den entsprechenden Gerichten verantworten müssen und wären höchstwahrscheinlich zu langjährigen Strafen verurteilt werden.

Zu einer gesunden Marktwirtschaft gehört die Gründung eines Betriebes genauso wie der Konkurs. Diese Gesetzmäßigkeit ist in den letzten Jahren mit der tatkräftigen Unterstützung aller Parteien und vielen Verbänden systematisch ausgehebelt worden. Wenn Banken und auch Staaten nicht in die Pleite gehen dürfen, sollte Politik das Wort Marktwirtschaft tunlichst vermeiden. So ist es an und für sich für jedermann ersichtlich das sich auch die Form der momentanen Demokratie auf Dauer nur noch durch die Ausübung von Gewalt an die Macht halten wird, da die Bevölkerung dergleichen Lobbyismus und dadurch die Übervorteilung einer weniger nicht akzeptieren kann und wird.

Der folgende Artikel „Bankenrettung als Farce“ zeigt an und für sich nur auf, dass es dem Politiker genau an dem fehlt was einem jeden Menschen gegeben ist: Eine gesundes Beurteilungsvermögen! Genau daran sollten wir sie dann auch messen und entsprechend Wertschätzen.

Bankenrettung als Farce

Wir sind wieder da, wo wir drei Jahre zuvor auch schon waren. Die Banken müssen abermals mit sehr viel staatlichem Geld vor dem Untergang gerettet werden. Das sagte fast beiläufig unsere sonst so sparsame Kanzlerin nach einem Besuch bei Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Zugleich richten sich die Euro-Regierungschefs auf einen größeren Schuldenschnitt (oder auch eine Staatspleite) Griechenlands ein. Beides hat sehr viel miteinander zu tun: Eine größere Teilentwertung der griechischen Staatsanleihen könnten einige Banken Europas nicht verkraften – die griechischen mit Sicherheit nicht. Wir lernen daraus ganz nebenbei, dass die großen Rettungsfonds für Griechenland und andere Problemländer nur deshalb mit viel Aufwand konstruiert worden waren, um die jeweils heimischen Banken zu retten.

Noch ist reichlich unklar, wie genau die Bankenrettung aussehen wird. Der Grundgedanke aber sieht etwa folgendermaßen aus: Da wird zunächst das im Herbst 2008 Hals über Kopf im bescheidenen Volumen von 480 Mrd. Euro geschaffene und Ende 2010 ausgelaufene deutsche Bankenrettungsprogramm „Soffin“ wieder angeknipst – durch einen Beschluss des Bundestages. Ähnlich verfahren alle anderen Euro-Länder. Um diejenigen Länder zu stützen, die die notwendigen Mittel zur Rettung „ihrer“ Banken nicht aufbringen können, werden Befugnisse und Umfang des sich zum Hypersuperfonds entwickelnden EFSF ausgeweitet – durch weitere Beschlüsse der Parlamente. Wenn das alles steht, wird Griechenland in die Pleite entlassen. Denn, so das Kalkül unserer Staatslenker, diese Pleite haut dann keine Bank mehr um.

Die Aussicht darauf, dass die Regierungen des Euro-Gebietes wieder enorm viel Steuergeld zur Stützung der Banken aufzuwenden gedenken, hat den Aktienmarkt beflügelt. Das war doch einmal eine gute Nachricht für den Investor, denn im Laufe dieses Sommers war immer klarer geworden, dass einige Banken den Schuldenschnitt auch eines nur kleinen Landes nicht würden verkraften können.

Die Banken misstrauten sich gegenseitig. Der „Geldmarkt unter Banken“, wo sich die Kreditinstitute normalerweise geräuschlos die notwendige Liquidität für ihre Zahlungsverpflichtungen beschaffen und andere überschüssiges Geld loswerden, hörte auf zu funktionieren. Wie im Sommer 2007, als die große Finanzkrise begonnen hatte, sprang daraufhin die Europäische Zentralbank (EZB) ein. Sie stellte wie damals den Banken das benötigte Geld zur Verfügung. Ohne diese Hilfe hätten einige Banken aus Liquiditätsmangel längst geschlossen werden müssen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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Gefühlter Mindestlohn

Erstellt von UP. am 31. Oktober 2011

“Genosse” Laumann aus dem Münsterland trat an die Öffentlichkeit: Der bauernschlaue CDA-Vorsitzende fordert den Mindestlohn.

Sorry - aber das stinkt. Und heute morgen im Morgenmagazin des WDR tat er kund, dass der CDU-Mindestlohn sich an den Mindestlohn der Zeitarbeiter, der modernen Sklaven, vereinbart zwischen dem DGB und den Sklavenhaltern, anlehnen soll. Das sind gerade mal 7,80 euronen. Und das ergibt rund den 1.000-der im Monat - allerdings in Steuerklasse III.

Das reicht nicht! Und wenn gar die Steuerklasse I, II oder IV oder im ungünstigsten Fall die Steuerklasse V angesetzt wird, reicht es g’rad garnicht.

In nächsten Jahr soll dieser Zeitarbeits-Mindestlohn auf 8,19 euro steigen. Auch das wird nicht reichen; denn Inflation und Teuerung haben diese Erhöhung dann längst aufgefressen. Und verschwiegen hat Laumann, dass die Erhöhung erst am 1. Nov. 2012 stattfindet - also erst in einem vollen Jahr. Da nennt man eine ‘politische Aussage’; denn er hat ja nicht unrecht, wenn er mit seinem treuen Blick sagt, dass “nächstes” Jahr dieser Mindestlohn angehoben wird. Er sagt nur nicht die ganz Wahrheit. Und damit wird die Aussage dieses frommen Christen längst wieder relativiert. Seine vordergründig-frömmlerische auf Nächstenliebe basierende Forderung entpuppt sich als Seifenblase und scheint uns mit dem Hosenanzug abgesprochen zu sein, die ebenfalls seit einigen Tagen auch etwas von diesem Mindeslohn zu halten scheint. Auch Rös’chen bewegt sich in dieser Sphäre. Obwohl der Koalitionsvertrag ganz klar ausagt, dass es mit F.D.P. und “C”DU keinen Mindestlohn geben wird.

Und nun fängt sogar der Käs’ zum Stinken an, wenn Rös’chen sich vorstellen kann, einem Mindestlohn zuzustimmen, der keiner ist. Deswegen kann er dem auch zustimmen. Und aus seiner Sicht versucht er mit diesem Speck, Mäuse zu fangen und das Abrutschen unter die 5 % - Marke in 2013 zu verhindern, was ihm allerdings nicht gelingen wird. Sowieso war er eine schlechte Wahl als F.D.P. - Scheffe. Das wäre fast der Weinkönigin besser gewesen, wenn sie sich nach Abschuss von Westerwave getrau hätten.

Und es kommt noch besser: Der Erz- und Racheengel der “S”PD lobt seinen künftigen Koalitionspartner. JA - sie lesen richtig!!!
Und wir werden nicht lange drauf warten müssen, dass der Gabriel auf die F.D.P. verbal losgehen wird. Denn gut Ding will Weile haben und wenn’s noch keiner gemerkt hat:

Der Wahlkampf 2013 hat begonnen.

Die Gewerkschaften fordern still und heimlich den Mindestlohn von 8,50 euro - aber ganz leise und vehalten, um nicht zwischen die Räder zu geraten.

Aber WIR, “wir von Attac und Campact”, wir wissen genau, dass dieser Mindestlohn glatte 10 euro betragen muss. Zum Wohle der Menschen. Zudem spült er Steuern und Rentenbeiträge in die Kassen. Und nicht zu unterschätzen ist die Vermehrung der Kaufkraft, die von den Politikern total vernachlässigt wird.

Das ist mir immer ein Rätsel und wird es auch bleiben: Die Wissenschaft von der Volkswirtschaft. Es sollte doch einheitliche Lehrmeinungen in dieser Wissenschaft geben; denn in der Mathematik ist der ‘Pythagoras’ auch nicht interpretierbar. Wenn man allerdings das Parkett der Ökonomen anschaut, ist das erste Ziel dieser Herren: Wie fülle ich meine eigenen Taschen?

Und wenn alle Hundts und Kannegiessers, waschmittelähnliche und Restpolitiker, schreien, der Mindestlohn liesse sich nicht finanzieren, dann soll man die paar Milliarden, die in den alten Büchern der HRE aufgetaucht sind, vornehmlich für die Finanzierung übergangsweise dieses Mindestlohns in Höhe von 10 euronen verwenden.

Damit wären die zufällig aufgetauchten Milliarden gut angelegt. Im anderen Fall kann man warten, bis der Hosenanzug sie wieder verzockt hat.

Wer es noch nicht verstanden hat: Der Wahlkampf hat begonnen, und es gab mutmasslich eine heimliche Übereinkunft und Abstimmung zwischen Laumann und dem Hosenanzug - wenn nicht auch der Erzengel dabei war - mit Laumanns Forderung den verdeckten Wahlkampf einzuläuten. Zur Vorbereitung der Grossen Koalition ab der nächsten Legislatur, wenn die F.D.P. bis dahin noch durchhält.

Gut’ Nacht, dann - Deutschland!

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Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Oktober 2011

…Herr Küppersbusch?

Der Wochenrückblick befasst sich unter anderen mit den Unterschied zwischen Tunesien und Bayern, einer Supermarktkassiererin welche sich um 55 Milliarden Euro Verrechnet hat und einen Helmut Schmidt der es auch im hohen Alter noch einmal schaffte die SPD zu zerreissen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Bayern München auf 1. Ich kann es nicht mehr sehen.

Was wird besser in dieser?

Der DGB sucht für einen Musterprozess eine Supermarktkassiererin, die sich beim Flaschenpfand um 55 Milliarden Euro verrechnet hat. Man erwartet Freispruch.

Jetzt ist beschlossen, wie Griechenland gerettet werden soll. Spielen unsere Urenkel eines Tages Schnitt, Schirm und Hebel statt Schere, Stein, Papier ?

Schäuble und Merkel haben das Staatsderivat erfunden: Private Investoren sollen künftig darauf pokern, dass die EU nicht blechen muss. Vulgo: Die einen zocken gegen, die anderen für den Euro. Damit hätte man die Zocker erst mal beschäftigt, und wenn es nicht klappt, kann man den Spaß immer noch als Außenwette an “Wetten, dass” verkaufen. Für D-Mark-Fans könnte man den Euro in “Märkel” umbenennen, das macht auch keinen Sinn, aber: Kohl würde kotzen.

Bis vor Kurzem hat Deutschland China Entwicklungshilfe gezahlt. Jetzt bettelt die EU bei China um Geld. Wird der Spieß jetzt umgedreht?

Saab, Volvo, die Erdwärme Islands oder der Containerhafen von Piräus: da sind schon Leckerchen bei den chinesischen Investments dabei. Im Gegenzug erwartet China seine Anerkennung als “Marktwirtschaft”, was noch nicht vielen kommunistischen Parteien gelang und erheblich Vorzüge im Handel brächte. Schlechte Nachrichten für den Dalai Lama, die Demokratiebewegung und Obama: Der Dollar ist unterm Firniss längst ein China-Kracher, und wenn die Chinesen lieber in Euro-Anleihen investieren, wird es für US-Staatspapiere enger. Hoffentlich haben die das mit der Entwicklungshilfe nett gefunden von uns Pappgermanen.

Als Merkel und Sarkozy nach dem Gipfel-Marathon vor die Kameras traten, wirkten beide sehr übermüdet. Jeder Basketballtrainer hätte da schon längst ausgewechselt, warum können wir das nicht?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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MARIENBORN - Die Mauer

Erstellt von UP. am 30. Oktober 2011

Ein Jahr vor der sogenannten Wende reiste ich mit meiner Familie in die DDR ein. Anlass war die “Jugenweihe” der Tochter von der Cousine meiner Frau. Eingereist sind wir über den Grenzkontrollpunkt Marienborn (GÜST Marienborn [3] ).

1987 - beklemmend klaustrophobisch war der Weg zum ersten Grenzenhäuschen in einer durch hohe Mauern links und rechts begrenzte Zufahrtsstrasse, die mit zwei Türmen - wie aus einem Schachspiel - ihren Anfang nahm.
Geld - das berühmte “Eintrittsgeld” in den “Arbeiter- und Bauernstaat” - und Pässe wurden uns abgenommen, die auf einem langen Transportband weiter nach vorn tranportiert wurden, um Zeit zu gewinnen, die Einreisenden zu observieren und mit “Fandungslisten” zu vergleichen.
Nie werde ich die Angehörige der STASI [1] vergessen, die, aufgemotzt wie ein Pfau und mit einem Dekollté bis zum Bauchnabel, von diesem ersten Häuschen Richtung Kontrollpunkt entlang flanierte, in der rechten Hand eine DM-Geldscheinrolle, mit Werten quer durch den Garten, die ca. einen Durchmesser von 10 cm aufwies.

Gestern habe ich zum zweiten Mal dieser Gedenkstätte einen kurzen Besuch abgestattet. Immer noch bedrückend war für mich der Moment dieses Besuches im Zusammenhang mit der Erinnerung an den damaligen Grenzübertritt. Leider ist durch sogenannten “Vandalismus” einiges zerstört worden, als ‘Marienborn’ sich noch nicht als Gedenkstätte in den Köpfen der Menschen etabliert hatte, und die Zerstörung aus der Ablehnung des Systems “DDR” resultierte. Wesentliche Teile wie die Zufahrt mit diesen zwei Türmen wurden bereits zu früherer Zeit abgebrochen. Allerdings hatten die wenigsten DDR-Bürger mit Marienborn etwas zu tun; denn dieser Kontrollpunkt nervte mehr die Menschen, die in die DDR ein- und ausreisten, also bundesdeutsche Deutsche.

Unter anderem besuchte ich bei diesem zweiten Besuch nach 1990 die Dauerausstellung, die durch Hinweistafeln und Fotografien Aufschluss über die Verfahrensweise der Kontrolle gibt. Weiter Inhalt der Ausstellung sind konfizierte “Schmuggelwaren”, Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Uniformen und als besonderes Kleinod ein gut gepflegtes MZ-Motorrad.

In den Büros der Personen-Sonderkontrollen findet man noch Utensilien des dienstlichen Betriebes und natürlich das obligatorische Bild von Erich. Ein paar wenige Foto [2] habe ich gemacht. Sie geben allerdings nur den heutigen tristen Eindruck der verlassenen Grenzanlage wider. Allerdings manifestieren sie erneut auch den Perfektionismus, in dem die Deutschen Meister zu sein scheinen.

Wenn die JUNGE WELT dann Dankesschreiben für 28 Jahre Mauer verfasst, kann ich das beim besten Willen nicht nachvollziehen. Und einigen Mitgliedern der Partei Die Linke sollte man zu Pflicht machen, diese Anlage monatlich zu besuchen, bis sie verifiziert haben, wie das menschenverachtende System “DDR” an dieser Stelle funktioniert hat.

Mir reichten die Erlebnisse bei der Einreise als Bundesbürger in 1987, die gestern erneut auflebten. Ich kann daher nicht nachvollziehen, dass Teile der Partei im Westen sich durch schändliches Verhalten dem berechtigten Vorwurf des “Neo-Stalinismus” aussetzen oder dass bei Sitzungen von Westdeutschen die “DDR-Hymne” abgespielt wird.
_______________
[1] Übrigens wurden in den letzten Jahren die Kontrollen vom MfS - also der STASI - direkt durchgeführt. Damit das nicht zu sehr auffiel, trugen sie die Uniformen der normalen DDR-Grenzer. Die Personendaten wurden direkt mit einem Rechner in Berlin abgeglichen - höchstwahrscheinlich mit einem C64 als Eingabegerät .

[2] paar Bilder… - als Powerpoint PPS; auch OO öffnet die Datei.

[3] Marienborn aus der Luft vor der Wende

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Lafontaine am Weltspartag

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Oktober 2011

Jetzt will auch Oskar Lafontaine der Finanzkrise wieder stärker seine Stimme geben. So jedenfalls kündigte er dieses Vorhaben am Weltspartag Freitag bei einer Demonstration vor dem Saarbrücker Schloss an. Hegt er vielleicht die Befürchtung das die LINKE hier wieder einmal den Anschluss verpasst und fühlt das es nun die höchste Zeit ist sich auf das Trittbrett der Occupy Bewegung zu schwingen. So ist das in einer Partei der ALTEN, wir sind selber welche, da läuft der Denkapparat bei manchen schon einmal etwas langsamer und speziell der Linken fehlt es am Nachwuchs.

Nur was es mit einer Verstaatlichung der Banken auf sich hat haben wir schon am Samstag, nur einen Tag nach der Demo gesehen. Die Bad-Bank war ein sehr gutes Beispiel. Da passt dann auch wieder das Schlagwort auf dem Stofftransparent: „Eurokrise, Verursacher zur Kasse“.

Sind wir uns einig darin das auch die Politiker eine zumindest, Mitschuld an dieser Misere tragen? Wer und wem bittet man hier zur Kasse? Eine Mitschuld trägt ein jeder im Bundestag sitzender Abgeordneter!

Wie passt diese Demonstration zu der im Bundestag vollzogenen Einrichtung eines Neuner-Gremium zur Euro-Rettung? Diesem Gremium gehörten neben drei CDU Leuten, zwei von der SPD, zwei der FDP, eine von den Grünen auch ein LINKER an. Eine sich selber zur einzigen Oppositionspartei deklarierenden Partei DIE LINKE, welche laut Programm jegliche Bindung zu anderen Parteien ablehnt, besetzt diesen Platz in einem Gremium welches, dem Verfassungsgericht sei Dank, bis auf weitere Urteile, jegliche Beschlüsse verboten hat. „Wir wollen alles anders machen, als alle Anderen“. Gibt es ein besseres Beispiel dafür dass es auch in der LINKEN nur um das Geld geht und das egal wie. Das ist politische Subkultur pur und wird die Partei von innen zerstören.

So scheint es Lafontaine noch nicht bemerkt zu haben, dass die Linke nicht nur an der Saar nicht mehr die Partei der “kleinen Leute” ist. Diese sind bei den letzten Wahlen abgeschwenkt und werden einen noch größeren Schwenk vollziehen, sollte die Regierung nun wirklich den Mindestlohn einführen. Denn die Bürger sehen nur den Inhalt ihrer Geldbörsen, genau wie die Politiker auch.

Richtig wäre es allen Parteien per Gesetz die Annahme von Spenden von Banken und Fondsgesellschaften verbieten zu lassen; ein entsprechender Antrag dazu sei in Vorbereitung. Dabei weiß der so Fordernde aber genau das so ein Antrag aufgrund der Selbstisolierung seiner Partei keine Chance auf Erfolg hat und so nur als reine Augenwischerei gesehen werden wird.

Hier ein Bericht vom Saarbrücker Schlossplatz aus der Mediathek von SR Online, ab der ca. 5 ten Minute

Siehe auch DIE Linksfration Saar

IE

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Politik, nur ein Geschäft?

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Oktober 2011

Tag- täglich werden aus der Berliner Frittenbude, dem Deutschen Bundestag, neue Horrormeldungen politischer Unfähigkeit bekannt. Nun macht endlich auch die von der Politik eingerichtete Bad-Bank ihrem Namen alle Ehre. Das soll denen einmal jemand nachmachen, 56 Milliarden Positiva als Bilanz Korrektur, da sieht ein jeder gleich wie viel das Geld der Steuerzahler dem Staat und seinen Einrichtungen wert ist. Wetten das? diese Macher nicht entlassen, sondern mit Boni honoriert werden! Banker sind ja etwas anderes als Supermarktverkäufer. Sie sind die Erfüllungsgehilfen unserer Politiker.

Diese Bad - Bank wurde im Übrigen von der gleichen politischen Mafia eingerichtet welche vor ca. einem Jahr auf Druck der Atomkonzerne beschloss die Reaktoren länger laufen zu lassen. Wie die folgende  Recherche belegt, wurde der Widereinstieg akribisch geplant, manipuliert und dann entsprechend durchgeführt. Eine Recherche welche Namen nennt und zeigt wo es in diesem Land stinkt. Wie hat der Philosoph Karl Jaspers einmal gesagt:

„Das Parlament ist die letzte Hoffnung. Es ist doch nicht möglich, dass wir von einer durch Parteibürokratien ernannten Gruppe von Karrieristen eines beruflichen Geschäfts, der Politik, -eines Geschäfts unter anderen Geschäften,- regiert werden.“

Die Gegenwart zeigt das genau dieses so möglich ist und hier alle Parteien gleich sind. Der Dumme ist immer der „Kleine Mann“ welcher mit seiner Stimme die Einkünfte der „Großen“ sichert.

Ausgedacht und vorgeführt

Dieser Tag war der Beginn einer gewaltigen Aufgabe. Es ging um viel Geld, hier in den Räumen des Deutschen Atomforums am Robert-Koch-Platz 4 in Berlin-Mitte. Es ging um die Frage, wer von den eingeladenen Herren die beste Märchenfabrik besitzt. Und es ging um eine große neue, eine wichtige Erzählung.

In den nüchtern gehaltenen Räumen hatte das Atomforum, Lobbyorganisation der vier deutschen Atomkonzerne, im Frühjahr 2008 einen “Pitch” angesetzt. Mehrere Agenturen bewarben sich mit ihren Konzepten für eine millionenteure Kampagne. Es hörten zu: Der Generalbevollmächtigte des Atomforums, Dieter Marx, mit einer Handvoll Mitarbeitern. Die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke - RWE, Eon, Vattenfall und EnBW - schickten ihre Kommunikationsexperten. Wer bei dieser Bewerbungsrunde den Zuschlag für den begehrten Auftrag erhielt, wurde mit einer Mission betraut, die jeden Werbefachmann reizen musste. Denn der Auftrag hieß übersetzt: aus Stroh Gold zu spinnen.

Eigentlich war die Atomkraft in Deutschland beerdigt. Die Konzerne selbst hatten zehn Jahre vorher im Atomkonsens mit der rot-grünen Regierung das Ende ihrer Meiler besiegelt. Dies sollte sich nun ändern

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Der ehrbare Professor

Dass Joachim Schwalbach ein ehrbarer Wissenschaftler ist, daran sollte, bitte, kein Zweifel bestehen. Der Professor von der Berliner Humboldt-Universität ist immerhin einer, der gerne mehr Anstand und Moral in Deutschlands Chefetagen fordert. “Der ehrbare Kaufmann”, so lautet der Titel der Zeitschrift, die Schwalbach, hier in seinem Büro in der Rosenstraße 19, Berlin-Mitte, gerade auf die weiße, runde Tischplatte gelegt hat. Der Titel ist von ihm. Und er ist es, der seit Jahren nun “Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Ehrbarkeit” predigt, wenn es um die Anforderungen geht, die er an andere stellt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Der zweite Herzl

Erstellt von Uri Avnery am 29. Oktober 2011

Hier der neueste Artikel von Uri Avnery aus Tel Aviv.

AM YOM KIPPUR-Abend letzte Woche, wenn wirkliche Juden in der Synagoge für ihr Leben beten, saß ich am Tel Aviver Strand und dachte nach.

Es war mein erster Yom Kippur ohne Rachel, und die dunklen Wellen gaben meine Stimmung wieder.

Ich dachte über unsern Staat nach, den Staat Israel, in dem ich sozusagen eine Gründeraktie habe.

Wird er überdauern? Wird es ihn hier nach 100 Jahren noch geben? Oder war es eine vorüber gehende Episode, ein historischer Glückszufall.

Als Tschu Enlai nach seiner Einschätzung der Französischen Revolution gefragt wurde, ob sie positiv oder negativ sei, gab er die berühmte Antwort: „Es ist noch zu früh, dies zu beurteilen.“

Die zionistische Revolution – und das ist es, was sie war – begann nach mehr als hundert Jahren nach der französischen. Es ist also sicher viel zu früh, auch diese richtig einzuschätzen.

EINMAL – IN einer heitereren Stimmung – sagte ich zu meinen Freunden: „Vielleicht haben wir alle Unrecht. Vielleicht ist Israel nicht wirklich die letzte Gestalt des zionistischen Unternehmens. Wie die Planer jedes großen Projektes entschieden die Zionisten zuerst ein „Pilotprojekt“, einen Prototyp, zu bauen, um ihren Plan zu testen. Tatsächlich sind wir nur Versuchskaninchen. Bald wird ein anderer Herzl kommen, und nachdem er die Fehler und Irrtümer dieses Experimentes analysiert hat, wird er den Entwurf des wirklichen Staates aufzeichnen, der viel besser sein wird.

Herzl 2 wird zu fragen beginnen: wo hat Herzl 1 etwas falsch gemacht?

Herzl 1 besuchte Palästina nur ein einziges Mal und das nur für den ausdrücklichen Zweck, den deutschen Kaiser zu treffen, den er für sein Unternehmen gewinnen wollte. Der Kaiser bestand darauf, ihn in Jerusalem am Jaffator zu treffen, um geduldig zuzuhören, was er zu sagen hatte. Es wird behauptet, er hätte seinen Begleitern erklärt: „Das ist eine große Idee, aber mit Juden kann man das nicht machen!“

Er meinte die Juden, die er kannte – die Mitglieder der weltweiten religiös-ethnischen Gemeinschaft. Herzl beabsichtigte, diese in eine moderne Nation zu verwandeln, so wie andere moderne Nationen Europas.

Herzl war kein tiefsinniger Denker. Er war Journalist und Dramatiker. Er - und seine Nachfolger – sahen die notwendige Umwandlung grundsätzlich nur als ein Problem der Logistik. Bringt die Juden nach Palästina, und alles wird automatisch Gestalt annehmen. Die Juden werden ein normales Volk, ein Volk wie andere Völker. Eine Nation unter Nationen.

ABER DIE Juden seiner Zeit waren weder ein Volk noch eine Nation. Sie waren etwas ganz anderes.

Während die jüdische Diaspora im Europa des 19. Jahrhunderts anomal war, war sie 2000 Jahre vorher völlig normal. Die groß angelegte Struktur jener Zeit war ein Netzwerk von Diasporas – autonome religiös-ethnische Entitäten, zerstreut in der „zivilisierten“ (mediterranen) Welt. Die herrschenden Großreiche – persisch, griechisch/hellenisch, römisch, byzantinisch, ottomanisch – erkannten sie als natürliche Struktur der Gesellschaft an.

Nationen im modernen territorialen Sinn waren damals unvorstellbar. Ein Jude in Jerusalem gehörte nicht zur selben Gesellschaft wie ein Hellenist in Cäsarea, nur wenige hundert Kilometer entfernt. Ein Christ in Alexandria konnte ein jüdisches Mädchen aus dem Nachbarhaus nicht heiraten, aber sie hätte einen Juden aus dem fernen Antiochien heiraten können.

Seit damals hat sich Europa viele Male verändert, bis die modernen Nationen auftauchten. Die Juden haben sich nicht verändert. Als Herzl nach einer Lösung der „Judenfrage“ suchte, waren sie noch immer dieselbe ethnisch-religiöse Diaspora.

Kein Problem, dachte er, wenn ich sie erst einmal nach Palästina bringe, werden sie sich ändern.

ABER EINE ethnisch-religiöse Gemeinschaft, die ein Jahrtausend als verfolgte Minderheit in feindseliger Umgebung lebt, nimmt eine eigene Mentalität an. Sie fürchtet die „goyische“ (nicht jüdische) Regierung, die Quelle unendlicher schlimmer Edikte. Sie sieht jeden außerhalb der Gemeinschaft als potentiellen Feind, wenn nicht das Gegenteil bewiesen wurde ( und selbst dann). Sie entwickelt ein intensives Gefühl von Solidarität mit Mitgliedern ihrer eigenen Gemeinschaft, selbst wenn sie tausend Meilen entfernt liegt und unterstützt sie durch dick und dünn, was immer sie auch tut. In ihrer hilflosen Situation träumten die Verfolgten von einem Tag der Rache, wenn sie in die Lage kommt, das anderen anzutun, was ihr angetan wurde.

All dies erfüllt ihr Weltbild, ihre Religion, ihre Traditionen, die von einer Generation zur anderen weitergegeben wurde. Wie Juden seit Jahrhunderten am Pessach-Abend Jahr um Jahr zu Gott gebetet haben: „Gieße aus deinen Zorn über die Goyim..“

Als die Zionisten anfingen, in Palästina anzukommen und eine neue Gemeinschaft gründeten, „Yishuv“ (Siedlung) genannt, schien es so , als hätte Herzl Recht gehabt. Sie begannen, sich so zu verhalten wie die Keimzelle einer wirklichen Nation. Sie verwarfen die Religion und verachteten die Diaspora. „Exiljude“ genannt zu werden, war die schlimmste Beleidigung. Sie nannten sich selbst lieber „hebräisch“, als „jüdisch“. Sie begannen, eine neue Gesellschaft und eine neue Kultur zu gründen.

Und dann geschah das Entsetzliche: der Holocaust.

Er brachte all die alten jüdischen Überzeugungen zurück. Nicht nur die Deutschen waren schuldig, sondern alle Nationen, die zusahen und keinen Finger rührten, um die Opfer zu retten. So wurde schließlich der alte Glaube wahr: die ganze Welt ist gegen die Juden, wir müssen uns verteidigen, egal was es kostet. Wir können uns nur auf uns selbst verlassen. Die Haltung des Yishuv gegenüber dem Judentum und der Diaspora war ein schrecklicher Fehler; wir müssen bereuen und alles annehmen, was wir erst gestern verachteten: die jüdische Religion, jüdische Traditionen, das jüdische Shtetl.

Der verstorbene Professor Yeshayahu Leibowitz, ein praktizierender Jude, sagte, dass die jüdische Religion vor 200 Jahren gestorben sei und dass das einzige, was die Juden noch in aller Welt verbindet, der Holocaust sei.

Gleich nach seiner Gründung wurde der Staat Israel der Holocaust-Staat. Aber wir sind nicht mehr ein hilfloses Ghetto – wir haben mächtige bewaffnete Kräfte, wir können tatsächlich andern antun, was andere uns antaten.

All die alten existentiellen Ängste, das Misstrauen, der Hass, die Vorurteile, die Stereotypen, die Opfermentalität, die Racheträume, die aus der Diaspora stammen, haben den Staat überlagert und schufen eine sehr gefährliche Mischung von Macht und Opfermentalität, Brutalität und Masochismus, Militarismus und die Überzeugung, dass die ganze Welt gegen uns sei. Ein Ghetto mit Atomwaffen.

KANN SOLCH ein Staat überleben und in der modernen Welt sich positiv entwickeln?

Europäische Nationalstaaten haben viele Kriege ausgefochten. Aber sie vergaßen nie, dass nach einem Krieg Frieden kommt, dass der Feind von heute sehr wohl der Verbündete von morgen sein kann. Nationalstaaten bleiben, aber sie werden wechselseitig immer abhängiger von einander, verbinden sich zu regionalen Strukturen und geben enorme Teile ihrer Souveränität ab.

Israel kann dies nicht tun. Öffentliche Meinungsumfragen zeigen , dass die große Mehrheit der Israelis glaubt, es gebe niemals Frieden. Weder morgen noch in hundert Jahren. Sie sind davon überzeugt, dass „die Araber“ darauf aus sind, uns ins Meer zu werfen. Sie sehen das mächtige Israel als Opfer, das von Feinden umgeben ist, während unsere „Freunde“ bereit sind, uns jederzeit einen Dolch in den Rücken zu stoßen. Sie sehen die ewige Besatzung der palästinensischen Gebiete und die Errichtung der Siedlungen überall in Palästina als eine Folge der arabischen Unnachgiebigkeit, nicht als seinen Grund. Sie werden mit blinder Solidarität von den meisten Juden in aller Welt unterstützt.

Fast alle israelischen Parteien, einschließlich der Hauptopposition, bestehen darauf, dass Israel als der „Nationalstaat des jüdischen Volkes“ anerkannt wird. Das bedeutet, dass Israel nicht den Israelis gehört (das bloße Konzept einer „israelischen Nation“ wird offiziell von unserer Regierung abgelehnt), sondern der weltweiten ethnisch-religiös-jüdischen Diaspora, die nicht gefragt worden ist, ob sie damit einverstanden ist, von Israel vertreten zu werden. Es ist die reine Negation eines realen Nationalstaates, der mit seinen Nachbarn in Frieden leben und sich einer regionalen Union anschließen kann.

ICH HABE mir nie Illusionen über die Größe der Aufgabe gemacht, die meine Freunde und ich uns vor Jahrzehnten auferlegt haben. Es geht nicht darum, diesen oder jenen Aspekt Israels, sondern des Staates selbst zu verändern.

Es ist weit mehr als eine politische Sache, die eine Partei durch eine andere zu ersetzen. Es ist sogar weit mehr, als Frieden mit dem palästinensischen Volk zu machen, die Besatzung zu beenden, die Siedlungen zu räumen. Man muss einen grundsätzlichen Wandel des nationalen Bewusstseins herbeiführen, das Bewusstsein eines jeden israelischen Mannes und einer jeden Frau.

Es ist gesagt worden: „man kann die Juden aus den Ghettos holen, aber nicht das Ghetto aus den Juden.“ Genau das ist es, was getan werden muss.

Kann es getan werden? Ich denke ja. Und sicher ich hoffe es.

Vielleicht benötigen wir einen Schock – einen positiven oder einen negativen. Der Besuch hier von Anwar Sadat 1977 kann als Beispiel für einen positiven Schock dienen, indem er noch während des Kriegszustandes nach Jerusalem kam. Er veränderte übernacht das Bewusstsein der Israelis. Auch das Händeschütteln von Rabin und Arafat auf dem Rasen des Weißen Hauses 1993 bewirkte dies. In negativer Weise bewirkte dies der Yom-Kippur-Krieg genau vor 38 Jahren, der Israel zu tiefst erschütterte. Aber dies waren kleine, kurzzeitige Schocks im Vergleich zu dem, den wir nötig haben.

Ein zweiter Herzl könnte vielleicht solch ein Wunder bewirken – gegen alle Chancen. Mit Worten des ersten Herzl: „Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen.“

Uri Avnery

(Aus dem Englischen Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

IE

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Rufmord an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Oktober 2011

Die schweren Beleidigungen durch den Vorsitzenden des Ortsverband Saarlouis-Roden, Herrn Josef Rodack gegen über Herrn Helmut Ludwig haben nun zu einer Entscheidung des Amtsgericht Saarlouis geführt. In seinem Beschluss vom 21.10.2011 mit Aktenzeichen 27C 1557/11 (13) ergeht folgender Beschluss welcher uns vorliegt.

So verzichtete das AG scheinbar Aufgrund einer eindeutigen Beweislage auf eine mündliche Verhandlung und verfügte gegen den Antragsgegner Herrn Josef Rodack folgende Auflagen:

I. )   Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, gegenüber Dritten zu erklären, dass der Antragssteller sich selbst als prozessunfähig und psychisch krank erklärt habe und erklärt habe, er wisse nicht was er unterschreibe.

Zusätzlich wird dem Antragsgegner für jeden Fall der Zuwiderhandlung die Verhängung eines Ordnungsgeldes von bis zu EUR 250.000,00 und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, für je EUR 50,00 einen Tag Ordnungshaft oder sogleich Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Wiederholungsfall bis zu insgesamt zwei Jahren, angedroht.

II. )  Die Kosten des Verfahrens trägt der Antragsgegner

III.) Der Streitwert wird auf EUR 1.500,00 festgesetzt.

Der Beschluss wird wie folgt begründet:

Wegen des Sachverhalts, der glaubhaft gemacht ist, wird auf die Antragsschrift, die Bestandteil dieses Beschlusses ist und die mit dem Beschluss zuzustellen ist, verwiesen.

Danach sind Verfügungsanspruch und -grund gegeben. Die Äußerung stellt eine unwahre Tatsache dar und verletzt gem. §§ 823, 1004 BGB, Art. 1.2 GG den Antragsteller in seiner Persönlichkeit und Ehre. Der Antragsgegner bezeichneten den Antragsteller unter Verwendung eines falschen Zitates als geisteskrank und nicht geschäftsfähig. Es ist eine Gesamtbetrachtung der Äußerung bei der Beurteilung der Ehrverletzung geboten.

Soweit die entscheidenden Passagen aus dem amtlichen Beschluss.

Als Ergebnis wäre hier festzustellen, dass es scheinbar innerhalb der LINKEN normal ist, Genossen welche nicht bereit sind, sich den üblichen innerparteilichen Manipulationen anzuschließen eine gewisse Geisteskrankheit und somit Geschäftsunfähigkeit zu unterstellen. Man folgt hier scheinbar  Methoden welche in Obrigkeitshörigen Diktaturen “gang und gäbe” waren und auch heute noch sind.

Wenn es ums Geld geht finden sich auch immer wieder willige Anwälte  welche diese Menschen verachtenden Machenschaften juristisch unterstützen.

Das diese Rufmorde systematisch und  nicht nur auf das Saarland zu begrenzen sind, und sich hier sowohl die Landesschiedskommissionen als auch die Bundesschiedskommission nur allzu gerne als gefällige Büttel ihrer jeweiligen Vorstände erweisen, lässt sich vielfach zweifelsfrei belegen. Die Partei weist auf diese Art und Weise eindrücklich ihre Unfähigkeit zur politischen Argumentation nach.

IE

Abgelegt unter L. Saarland, P. DIE LINKE, Überregional | 2 Kommentare »

Rettungsschirm-Schwindel

Erstellt von UP. am 28. Oktober 2011

Von Hebeln und anderem Unsinn in der Politik

Als Archimedes von Syrakus, einer der bedeutendsten Mathematiker der Antike   um 287 v. Chr. den Hebel erfand, dachte er an einen mechanischen Kraftwandler, bestehend aus einem starren Körper, der an einem Angelpunkt drehbar befestigt ist, so wie er heute noch in Physik und Technik verwendet wird. Von ihm stammt das Zitat:

„Gebt mir einen festen Punkt im All, und ich werde die Welt aus den Angeln heben.“

Archimedes zeigte auf, dass ein Hebel, der zu den einfachen Maschinen gehört und an einem Drehpunkt verankert ist, eine „schwere Last“ mit einer verhältnismäßig geringen Kraft heben kann.

In vielen Dingen des täglichen Lebens, wie z. B. beim Rudern, bei Wippen auf dem Kinderspielplatz, einem Nussknacker, bei Balkenwaagen, der Fahrzeugtechnik, aber auch in Kriegsgeräten    finden wir Hebel, die ihre Nutzbarkeit nicht verfehlen. Das Hebelgesetz besagt auch, dass ein Hebel im Gleichgewicht ist, wenn die Summe der links- und rechtsdrehenden Drehmomente übereinstimmt.

Archimedes träumte mit Sicherheit nicht davon, dass im Jahre 2011 unsere Politiker mit seiner Entdeckung ein großes Blendwerk daraus machen wollen, das mit einem Hebel so wenig zu tun hat wie der Eiffelturm mit der Akropolis.

Vor der Abstimmung über die Erweiterung des EFSF (European Financial Stability Facility) äußerte sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble skeptisch über einen „Rettungs-Hebel“, mit dem die Finanzminister der Eurozone den Rettungsschirm durch einen Trick noch größer machen wollen, als er ohnehin schon ist. Am 29.09.2011, als Politiker von SPD und Grünen im Bundestag von Schäuble wissen wollten, ob er tatsächlich eine EFSF-Blähung vorhabe, blaffte er nur zurück: Es sei „unanständig“ und „unangemessen“, solch ein Ansinnen überhaupt zu unterstellen.

Sollte an dem Tag etwa die Abstimmung für den EFSF, der ohnehin schon genug Skeptiker in den eigenen Reihen hatte, beeinflusst werden? Gewiss ist den Politikern klar, dass eine weitere Erhöhung von der Bevölkerung nicht gut aufgenommen wird. Schließlich wurde durch die Experten der so genannten Troika schon längst vermutet, dass Griechenland ein Fass ohne Boden ist, das trotz verschärfter Maßnahmepakete die auferlegten Sparziele nicht erreichen kann.

Natürlich hat keiner ein Interesse daran, Griechenland in die „unkontrollierte Pleite“ schlittern zu lassen, zumal diese weltweite Auswirkungen hätte, die derzeit nicht auszumalen sind.

Sicher ist: der 440 Milliarden-Euro-Rettungsschirm schon jetzt zu klein um außer Griechenland möglicherweise auch noch Italien, Spanien oder maroden Banken helfen zu können.

So gefährlich ist der Hebel-Trick für Deutschland

Mit einem Finanztrick steigt für Deutschland das Risiko, seinen Beitrag nie wieder zu sehen. Um mehr Geld zur Euro-Rettung zu bekommen wollen Europas Regierungen den EFSF-Rettungsschirm aufblähen.

Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts in München sagte:

„Damit widerspricht der Hebel dem Geiste dessen, was Finanzminister Schäuble dem Bundestag und der Bevölkerung versprochen hat.“

Kurz vor dem entscheidenden Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs ist klar: Es soll gehebelt werden. Für Schäuble ist es nicht mehr „unanständig“ darüber zu reden. Er spricht mittlerweile von einer effizienteren Nutzung des Schirms. Schließlich könnten sogar Italien und Spanien noch frisches Geld aus dem Topf in Anspruch nehmen wollen.

Die EFSF gibt dann nicht mehr selbst Kredite an diese Länder. Er wird stattdessen zu einem Versicherer für Kredite. Private Käufer sollen die neu ausgegebenen Staatsanleihen kaufen. Der EFSF garantiert bei einer Staatspleite immerhin mit 20 Prozent des Wertes. Die anderen Euro-Länder würden dann einen Großteil der Verluste übernehmen. Das kommt aber für Griechenland nicht in Frage. Für Athen ist ein Schuldenschnitt von 50 Prozent mittlerweile beschlossen.

Nach einem EU-Geheimpapier welches der britischen Financial Times zugespielt wurde, würden im Zusammenhang mit Griechenland noch zwischen 444 Milliarden und 551 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden müssen.

Mit diesem Hebel können aus dem Rettungsschirm in Höhe von 440 Milliarden Euro, der bis zu 780 Milliarden Euro Garantien beinhaltet, fast 4 Billionen Euro werden. Haben wir nicht in den letzten drei Jahren auf bittere Weise gelernt, dass finanztechnische Finessen Risiken verschieben und verschleiern? Und kann nicht ein Hebel auch mal zurückschlagen?

Ein solches Manöver hat einen hohen Preis. Bei einem Zahlungsausfall der betroffenen Länder verlieren die übrigen Euro-Länder, die dem Schirm Mittel zur Verfügung stellen, erheblich mehr Geld, als wenn sie Kredite ausgeben würden. Bei einem Schuldenschnitt von 50 Prozent müssten die Euro-Retter auf „nur“ 50 Prozent der Rettungsmittel verzichten, wenn sie eigene Kredite vergeben.

„Die Hebelung sorgt zwar dafür, dass die EFSF mit den 780 Milliarden Euro mehr Kredit finanzieren kann, aber der Preis dafür ist hoch, denn mit der Hebelung wird es wahrscheinlicher, dass das Geld weg ist und damit auch der Beitrag der deutschen Steuerzahler.“ Warnt Hans-Werner Sinn vor dieser Konstruktion

Das würde bedeuten, dass der Bundeshaushalt über weitere Legislaturperioden verpfändet und somit handlungsunfähig wäre. Haben Politiker das Recht, in dem Ausmaß über das Geld der Steuerzahler zu verfügen und den angeblich noch gesunden Staat durch ihr kriminelles Verhalten selbst in den Bankrott zu treiben?

Die Euro-Partner kennen das Risiko. Sie setzen darauf, dass die gewaltigen Summen die Märkte beeindrucken und beruhigen werden. Ist das nicht eine Einladung an die betroffenen Staaten, das großzügig verteilte Geld für ihre Unfähigkeit auszunützen? Sollten nicht eher die Ursachen angegangen werden?

Clemens Fuest, Berater von Finanzminister Schäuble warnt, dass diese Rechnung nicht automatisch aufgeht:

„Die Politik geht davon aus, dass die durch den Hebel vergrößerte Summe die Märkte so beeindruckt, dass sie wieder Vertrauen in die Euro-Länder fassen“, sagt Fuest. „Das klappt aber nur, wenn die Märkte davon überzeugt sind, dass die betroffenen Länder langfristig ihre Schulden stemmen können. Ist das nicht der Fall, droht das gehebelte Geld in der EFSF auszufallen.“

Würde eines der betroffenen Länder ausfallen, müssten nicht nur europäische Steuerzahler tief in die Taschen greifen. Die Banken, die das Garantiemodell nutzen werden ebenfalls sehr hohe Verluste verbuchen müssen. Im schlimmsten Fall, wenn die Geldinstitute wieder in eine Schieflage kommen würden, müssten wieder Rettungsschirme für Banken bereitgestellt werden. Die Kosten wären dann gewaltig:

Der Hebel soll 20 % den Banken garantieren. Das sind je 100 € zunächst 20 € aus Steuergeldern. Wenn nun eine Bank 30 € Rücklagen für diesen Betrag hat, sind immer noch 50 € übrig. Für diese darf dann im Ernstfall der Steuerzahler wieder durch Bankenrettungen aufkommen.

Eine direkte Einladung zur zusätzlichen Bereicherung wird erst auf den zweiten Blick deutlich. Bei einem bis zu 85 % korrekt abgewickelten Geschäft zahlt die restlichen 15 % der Steuerzahler

erhält sich da die Bundesregierung nicht wie ein halbseidener Versicherungsvertreter? Die neuerlich zur Disposition stehenden Modelle verändern die Geschäftsgrundlage, über die Abgeordnete vor wenigen Wochen abgestimmt haben, enorm. Stand hier etwa Josef Ackermann beratend zur Seite? Wird durch solch planvolle Verdunkelung nicht die Europaskepsis in der Bevölkerung noch mehr angeheizt? Der kleine Sparer wird letztlich nochmals enteignet werden, wie es schon bei der Euroeinführung und den Hartz-Gesetzen geschehen ist.

Anstatt weiterhin Geld in ein Fass ohne Boden zu schütten, sollten diese Mittel zur Stärkung der eigenen Binnenwirtschaft eingesetzt werden. Im Klartext würde das bedeuten, endlich einen gesetzlichen Mindestlohn, von dem die Menschen auch leben können, einzuführen. Die Leiharbeit sollte wieder auf ein Mindestmaß zurückgeführt und die staatlichen Transferleistungen auf ein menschenwürdiges Niveau angehoben werden.

Jeder Euro, den der Staat zur Anhebung der Kaufkraft als Voraussetzung zur Belebung des Binnenmarktes ausgibt, sorgt gleichzeitig auch für neue Arbeitsplätze und mehr Einnahmen ins Steuersäckel. Bedauerlicherweise sieht alles danach aus, als ob unsere Regierenden einfache kaufmännische Regeln nicht beherrschen und stattdessen eine Politik verfolgen, die den unheilvollen Verlauf unaufhaltsam weiterführen.

Schon heute zeichnet sich eine Eskalierung der Ereignisse auf den globalen Finanzplätzen ab. Börsen spielen verrückt und die Realwirtschaft ist längst schon durch große Umsatzeinbrüche angesteckt, nicht zuletzt deshalb, weil Banken kaum noch Kredite ausgeben wollen. Der derzeitige Stand reicht mittlerweile aus, um Angst um das Ersparte zu bekommen. Selbst der IWF sieht die “Weltwirtschaft in der schärfsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg“. Er warnt vor den Risiken eines Preisrutsches, also einer Deflation.

Natürlich wollen die Staaten dies vermeiden und pumpen Milliarde um Milliarde in die Finanzmärkte. Damit vergrößern sie die Staatsverschuldung. Island hat derzeit eine Inflationsrate von zehn Prozent zu verzeichnen. Mehr als 30 Billiarden Dollar an Aktionärsvermögen haben sich einfach in Luft aufgelöst. Investieren macht eben keinen Spaß mehr.

Um rabenschwarze Jahre vor sich zu sehen, benötigt man nicht unbedingt viel Fantasie. Politiker und Banker sprechen von einem unrealistischen Szenario. Doch kann man dem noch trauen?

Die Entstehung einer Depression

Schon jetzt wird angenommen, dass die Weltwirtschaft in den nächsten drei bis fünf Jahren schrumpft. Da das deutsche BIP (Bruttoinlandsprodukt) mit einer Exportquote von 50 Prozent stark vom Welthandel abhängig ist, wird vermutet, dass dieser bis 2013 um ca. 15 Prozent einfällt. Unternehmenspleiten würden dadurch drastisch steigen und ziehen Massenarbeitslosigkeit mit sich. Dadurch bräche natürlich der Konsum ein und weitere Pleiten würden folgen. Berechnet wurde, dass die Arbeitslosenzahl binnen fünf Jahren von zugegebenen 3 Millionen auf rund acht Millionen steigen wird. Explodierende Sozialausgaben und noch mehr Konjunkturpakete müssten dadurch von der Bundesregierung geschnürt werden. Massive Neuverschuldungen wären die Folge.

Eine stark schrumpfende Wirtschaft würde dann zunächst eine Deflation auslösen, in der die Preise purzeln. Politik und Notenbanken könnten nach kurzer Zeit kaum noch handeln. Natürlich würde auch die Wirkung der Konjunkturpakete gemäßigt ausfallen. Die EZB würde in eine Liquiditätsfalle rutschen und die Banken würden ihr Geld horten anstatt der Realwirtschaft durch Kredite zur Verfügung zu stellen.

Die massive Verschuldung könnte nur noch über eine Entwertung der Währungen reguliert werden. Die Notenbanken kaufen dann Staatspapiere auf (wie sie es ja heute schon tun). Faktisch drucken sie dadurch Geld – wie es schon die Fed praktiziert. Hohe Preissteigerungen sind die Folge und am Ende kippt die Währung. Gewinner sind bei einer Währungsreform dann nicht die Globalplayer, sondern diejenigen, die Schulden haben. Natürlich würden auch einzelne Staaten wieder aus der Eurozone austreten.

Hier lohnt sich ein Blick in die großen Wirtschaftskatastrophen der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

Die Weltwirtschaftskrisen im 20.Jahrhundert

Die Deutschen erlebten im vergangenen Jahrhundert gleich drei Mal tiefe Einschnitte in ihr Vermögen. Sie waren weit schlimmer als die Ölkrise der 70er-Jahre.

„Banken können nicht pleitegehen“. „Wenn die eine Geldanlage fällt, steigt dafür eine andere“. Europäische Staatsanleihen sind sicher“. Kennen wir diese Aussprüche nicht zur Genüge? Auch von früheren Krisen? Diese Aussagen landeten in der Vergangenheit irgendwann einmal im Mülleimer der Wirtschaftsgeschichte.

Hyperinflation Spielende Kinder im Jahr 1923. Im Jahr der Hyperinflation war die damalige Reichsmark nichts mehr als Altpapier. Foto: AKG

Erinnern wir uns an vergangene Zeiten, in denen politische Ereignisse Anleger und Sparer um das für Notzeiten zurückgelegte Geld brachten. Spareinlagen schmolzen zusammen und mit den vom Kaiserreich herausgegebenen Kriegsanleihen hielten die Sparer nach der Hyperinflation 1923 nur noch wertloses Altpapier in den Händen. In der zweiten Hälfte des Jahres 1923 waren Zahlungsmittel knapp, obwohl Geldscheine mit immer höheren Nennwerten gedruckt wurden.

Die Lebensmittelknappheit nahm bedrohliche Formen an. Preise wurden ab September 1923 mehrmals täglich angepasst. Notgeld wurde ausgegeben. Der Kursverfall hatte dramatische Ausmaße.

Die Rentenversicherungsverträge wurden ohne Gegenwert aufgelöst. Damals mussten die Reparationen des ersten Weltkrieges beglichen werden. Ein US-Dollar war zu dieser Zeit 4,2 Billionen Reichsmark wert.

In Deutschland waren die alten militärischen, politischen und wirtschaftlichen Eliten nicht ausgetauscht worden. Diese haben sich nie in die demokratische Republik integrieren lassen. Am 08.11.1923 hielt die NSDAP ihren ersten Parteitag ab und Adolf Hitler verkündete im Münchner Bürgerbräukeller die „nationale Revolution“ und erklärte die bayerische und die Reichsregierung für abgesetzt.

Mit dem Zusammenbruch der New Yorker Börse im Oktober 1929 verschärften sich weltweit die sozialen Probleme. Die dringend benötigten ausländischen Kredite wurden abgezogen.

Inflationsgeld - eine Notmünze: 50 Millionen Mark, Westfalen 1923

Zunehmend setzte sich in den USA und in Europa ein nationaler Protektionismus durch, um die heimische Wirtschaft zu schützen.

Firmenzusammenbrüche, Bankenschließungen und Massen-arbeitslosigkeit waren das Ergebnis dieser Weltwirtschaftskrise. Die Realeinkommen sanken um ein Drittel, Armut und Kriminalität nahmen sprunghaft zu. Breite Bevölkerungsschichten waren der Massenverelendung ausgesetzt.

Ältere Menschen hatten keine Aussicht auf eine Anstellung und jüngere Arbeitslose mussten jede Chance auf einen kleinen Verdienst ergreifen, um dem sozialen Abstieg und der Obdachlosigkeit zu entgehen. Den täglichen Überlebenskampf versuchte man durch Heimarbeit, Hausieren und Tauschgeschäfte zu gewinnen. Der letzte Ausweg für Frauen war oft nur die Prostitution. Viele Menschen wählten den Freitod als Ausweg aus ihrer existenziellen Not.

Bei der Nachkriegswährungsreform am 20. Juni1948 schmolz das Ersparte ebenfalls auf einen geringen Betrag zusammen. Nach der Nazi-Diktatur bekamen die Anleger für eine Staatsanleihe über einen Nennwert von 100 Reichsmark  nur noch 6,50 DM. Das waren 93,5 Prozent weniger an Wert.

Auch bei den Aktien gingen damals die Kurse weit nach unten. Mit der Währungsreform wurde keine formale Umstellung der Aktienkurse festgelegt. Waren Siemens-Aktien kurz vor der Währungsreform noch 137 Reichsmark auf dem Schwarzmarkt wert, so lag der erste DM-Kurs bei 12,75. Wer mit Aktien durch die Krise ging, musste mehr als 10 Jahre warten, bis er seine Verluste wieder aufholte.

Forderungen aus Kaufverträgen an Unternehmen, Mieten, Löhne, Gehälter und die Preise für Waren hingegen stellte die Bank Deutscher Länder im Verhältnis 1:1 um. Renten hatten lediglich eine Unterstützungsfunktion. Die Nazis hatten die Einlagen für andere Projekte, hauptsächlich für die Rüstung, zweckentfremdet

Die private Altersvorsorge war nach der Weltwirtschaftskrise von 1948 eine Katastrophe. Diese wurde im Verhältnis 10:1 umgerechnet. Das waren 90 Prozent Wertverlust, der nicht mehr aufgeholt werden konnte. Die Lebensversicherungen litten unter dem Aktiencrash jedoch kaum, weil damals nur 0,6 Prozent des Vermögens in Aktien investiert wurde.

Gipfeltreffen am 26.10.2011

Nach zähen Verhandlungen zwischen den europäischen Regierungen und den Banken einigte man sich darauf, Griechenland 50 Prozent der Schulden zu erlassen. Dieser Schuldenerlass soll angeblich freiwillig sein. Verzichten Banken wirklich freiwillig auf so große Summen? Nein! Den Banken wurden 50 Prozent aus dem ursprünglichen Wert durch den Rettungsschirm garantiert. Nur deshalb ließen sich die Banken darauf ein. Für die Verluste darf wieder der Steuerzahler aufkommen, obwohl schon seit eineinhalb Jahren auch den Banken bekannt war, dass Griechenland pleite ist.

Für die Absicherung der neuen griechischen Anleihen wollen die Euro-Staaten ihrerseits 30 Milliarden Euro bereitstellen. Details dazu müssen noch ausgehandelt werden. Zusätzlich soll Griechenland über das 2. Rettungspaket bis 2014 noch einmal 100 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln erhalten. Auch für dieses Paket ist noch kein Programm ausgearbeitet worden, aber mit Steuergeldern kann man ja großzügig umgehen.

Die Banken erwarten durch die Folgen des Schuldenerlasses Millionenverluste. Bis zum 30.06.2012 soll daher die so genannte Kernkapitalquote von bisher 4 % auf 9 % erhöht werden, zur Absicherung risikoreicher Geschäfte! Hätte man nicht diese Risikogeschäfte gleichzeitig verbieten müssen? Wenn private Investoren und die bisherigen Eigentümer diese Kapitalerhöhungen nicht bereitstellen können, soll – wie kann es anders sein – der Rettungsschirm – also der Steuerzahler – wieder die Suppe auslöffeln.

Dem Rettungsschirm EFSF stehen weiterhin 440 Millionen Euro zur Verfügung. 250 Milliarden Euro davon sind noch nicht verplant und künftig in eine Art Versicherung umgewandelt werden. Vor allem soll das Geld dazu eingesetzt werden, um private Investoren anzulocken. So stellt man sich also das Zustandekommen der „Hebelwirkung“ vor.. Nach Frau Merkel sollen die noch nicht verplanten 250 Milliarden Euro auf das Vier- bis Fünffache „gehebelt“ werden – und damit auf etwa eine Billion Euro. Vorerst!

Das alles ist nur eine neue Episode der unendlichen Bankenrettungen zu Lasten von Steuerzahlern. Hierfür sollen ausgerechnet die Zockerinstrumente eingesetzt werden, die die Spekulationen vor der Lehmann-Pleite auf die Spitze trieben. Eine Regulierung der Finanzmärkte wird damit endgültig beerdigt.

Fazit

Immer schneller schlittern wir von einer Krise der globalen Finanzmärkte in die nächste. Die Realwirtschaft ist längst schon infiziert und die Kreditklemme nachweisbar. Das Szenario auf der Basis der bisher bekannten Fakten kann in eine globale Depression enden. Was sind dann Aktien, Anleihen, Versicherungen, Immobilien und die Spareinlagen der kleinen Leute noch wert?

Der IWF (Internationale Währungsfonds) sieht die Weltwirtschaft „in der schärfsten Rezession seit dem 2. Weltkrieg. Er erwartet allein bei von amerikanischen Banken vergebenen Krediten Abschreibungen von ca. 2,2 Billionen Dollar. So genannte weitreichende Maßnahmen wirken gerade bis zur nächsten Straßenecke und enden dann wieder im Chaos.

Wenn wir die Wirtschaftskrisen der Vergangenheit mit heute vergleichen, sind wir doch nicht sehr weit von einer solchen entfernt. Löhne und Gehälter sind massenhaft gekürzt worden und die Arbeitslosigkeit ist entgegen den Statistiken kräftig gestiegen. Waren werden immer teurer und die in den Kontoauszügen der Lebensversicherer, die mittlerweile Versicherungsgelder zu maximal 30 % in Aktien anlegen , jährlich angeführten Gewinne immer geringer. Die Staatsverschuldungen sind hoch und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die anderen EU-Staaten – auch Deutschland – zahlungsunfähig werden.

Auf der anderen Seite sind die weltweiten Privatvermögen trotz Krise unaufhörlich von 117 Billionen Dollar im Jahr 2000 auf 231 Billionen Dollar (167 Bio Euro) im Jahr 2011 gewachsen. Das geht aus einem globalen Vermögensbericht hervor, den die Schweizer Großbank Credit Suisse veröffentlichte. Wann werden diese gigantischen Vermögen endlich angemessen besteuert? Schließlich setzen sich die jetzigen Schulden Griechenlands fast nur noch aus Zinsen zusammen, die im Laufe der Zeit durch unkontrollierte Spekulationen angefallen sind!

Was ist aus Schäubles Versprechen geworden, man müsse an künftige Generationen denken und dürfte sich deshalb nicht noch mehr verschulden? War das eine leere Worthülse oder müssen wir uns grundsätzlich darauf einstellen, bei dem, was Schäuble sagt, mit dem Gegenteil zu rechnen?

Sicherlich ist es unwahrscheinlich, dass die angeblich noch gesunden Staaten der EU Griechenland den Geldhahn zudrehen. Längst schon ist es unter den Politikern zur gängigen Philosophie geworden, die Steuerzahler bis ans Limit auszuplündern. Die Staatsschulden werden ins Unendliche steigen. Die Einzigen, die auf den „Hebel genommen werden“ sind letztendlich die Steuerzahler in Europa. Warum nehmen die Steuerzahler solches Raubrittertum ohne den geringsten Widerspruch hin? Sollten wir nicht umgekehrt unsere Politiker mit einem großen Katapult – frei nach Archimedes konstruiert – auf eine einsame Insel schießen, damit endlich mit Verstand regiert werden kann!

Wieweit stecken wir mittlerweile wirklich schon in einer Weltwirtschaftskrise, die durch solche Maßnahmen wie Rettungsschirme und Hebel nur verschleiert und künstlich verlängert werden?

Martha Brauch, Waiblingen

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Karlsruhe stoppt Merkel

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Oktober 2011

Dem Eilantrag der beiden SPD Abgeordneten Swen Schulz und Peter Dankert an das Bundesverfassungsgericht wurde umgehend stattgegeben. Die Beiden fühlten sich durch die Einrichtung des Europa Sondergremiums in ihren Parlamentsrechten verletzt.

Dieses ist eine schallende Ohrfeige fürs Parlament und im besonderen für Merkel die auf diese Art und Weise die Demokratie aus hebeln wollte. Heißt es nicht immer das auch Gerüchte für  gewöhnlich ein Fünkchen Wahrheit beinhalten und wir sollten uns an den Spruch eines Kabarettisten erinnern welcher in Merkel die Rache Honeckers sah.

Quelle: Sueddeutsche >>>>> weiterlesen

IE

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Gysi bleibt Fraktionsspitze

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Oktober 2011

Da zeigt sie Mut, die Gesine Lötzsch, nach diesen Hundejahren erneut ihre Kandidatur anzumelden, dazu gehört ihr aller Respekt. Nachdem sie in ihrer Zeit als Vorsitzende so ziemlich in jedes Fettnäpfchen tappte, welches sie sich in den Weg stellte hatten dieses die wenigsten erwartet. Die Geste ist aber auch ein Hinweis darauf wie wenig gewisse Personen dieser Partei in der politischen Realität angekommen sind.

Auch in der Bundestagsfraktion der DIE LINKE bleibt alles beim Alten und die Quote wird bis 2013 ausgesetzt. So kann Gysi alleiniger Chef bleiben und Wagenknecht und die frauenpolitische Sprecherin Cornelia Möhring sollen seine ersten Stellvertreterinnen werden. Stellvertretende  Stellvertreter werden die derzeitigen Vizefraktionschefs Dietmar Bartsch und Ulrich Maurer. Diese Ergebnisse wurden von der Fraktion mit klarer Mehrheit bei 47 gegen 25 Stimmen durchgewunken.

In einer vorausgegangenen Debatte hatte Gysi klargemacht alleiniger Fraktionschef bleiben zu wollen. Nach einer solchen Erklärung wäre ein Votum für Wagenknecht als ein Angriff auf Gysi gewertet worden. Die im Raum stehende Drohung einiger Reformer die Fraktion zu verlassen, falls Wagenknecht Fraktionschefin würde erübrigte sich somit.

Hier ein Versuch Sahra Wagenknecht politisch zu ergründen:

Neuerdings lacht sie ab und an. Sahra Wagenknecht, in deren Zügen man sonst allenfalls ein zögerliches Lächeln entdecken konnte, scheint es gut zu gehen. Wenn sie lacht, dann heben sich in ihrem aparten Gesicht die Mundwinkel, der Kopf mit der dunklen Steckfrisur legt sich leicht in den Nacken - und für einen Moment fällt die Kühle von ihr ab, die viele an ihr spüren.

Diese intelligente Härte. In letzter Zeit lacht sie also. Sahra Wagenknecht, die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, hat allen Grund dazu. Und das, obwohl sie gerade eine Abfuhr erteilt bekommen hat.

Denn Fraktionschef Gregor Gysi hat am Dienstagabend erfolgreich verhindert, dass ihm die Parteilinke Wagenknecht als Kovorsitzende zur Seite gestellt wird. Stattdessen soll sie nun “Erste Stellvertretende Fraktionsvorsitzende” werden, gemeinsam mit Cornelia Möhring wird sie damit in ein Amt gehievt, das eigens dafür geschaffen wird.

Gysi nennt das “eine Lösung, mit der die Mehrheit in der Fraktion zufrieden ist”. Wagenknecht schweigt zu dem Ergebnis und hat sich am Mittwoch krankgemeldet.

Schönstes Gesicht des Kommunismus

Sie muss sich nicht äußern, wie sie überhaupt nie klar gesagt hat, was sie an Ämtern und Funktionen beansprucht. Selbst wenn sie nicht Fraktionsvorsitzende wird, kann sie Parteichefin werden. Die Politik, die Partei, die Medien, sie selbst - alle haben dazu beigetragen, dass Sahra Wagenknecht jetzt als Figur gilt, die führen kann. Eine Kandidatin. Wer hätte das gedacht?

Bis vor anderthalb Jahren galt Sahra Wagenknecht als schönstes Gesicht des Kommunismus und als klügster Kopf des Antikapitalismus. Die Frau aus dem Osten, die in der Nacht des Mauerfalls zu Hause blieb, um Kants “Kritik der reinen Vernunft” zu lesen. Die über die DDR noch heute sagt, sie habe sie sich “anders gewünscht, nicht, dass sie kaputtgeht”. Die lieber allein zu Hause blieb, als in den Kindergarten zu gehen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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DIE LINKE lernt

Erstellt von UP. am 28. Oktober 2011

Natürlich wollen wir die ‘Layouter nicht blossstellen. Natürlich nicht!
Aber man sollte wissen, das St. Reinoldus der Stadtpatron der Dortmunder ist. Aber auch Reinold und die Reinoldikirche haben mit dem Rhein nix zu tun - ausser dass die Reliquien des heiligen Reinold aus Köln am Rhein stammen.

ladies

 
Entdeckt haben wir diese tollen Sachen bei einem Routinebesuch auf der NRW-Webseite. Das Zöpfchen-Mädel schiesst dabei natürlich den Vogel ab. Die Quoten-Emanzipation wird einem dabei förmlich auf’s Auge gedrückt.

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OCCUPY Münster

Erstellt von UP. am 27. Oktober 2011

*Am Samstag, 29.10.2011 findet vor dem Stadthaus I (Klemensstraße) von
10.00 bis mindestens 18.00 uhr die erste Aktion von Okkupy Münster
statt! *

- Wir bauen ein Informationszelt auf

- Wir malen Transparente

- Wir erstellen eine Wandzeitung mit unseren Forderungen und Positionen

- Wir informieren die Passanten und diskutieren über die Occupy-Bewegung

- Wir stellen ein offenes Mikrofon bereit — Jede/r kann seine Meinung sagen

*- Kommt am Samstag und helft mit, denn…

Wir sind die 99%*

*Wir sind die 99%*, die empört darüber sind, dass täglich Menschen wegen Hunger sterben.

*Wir sind die 99%*, die empört darüber sind, dass unsere Umwelt Tag für Tag weiter ausgebeutet und zerstört wird.

*Wir sind die 99%*, die empört darüber sind, dass die wichtigen Entscheidungen von nur 1% der Menschen getroffen werden.

*Wir sind die 99%*, die hart arbeiten, ohne an den Profiten beteiligt zu werden.

*Wir sind die 99%*, die unter prekären Beschäftigungsverhältnissen, wie Zeitverträgen, Leiharbeit und Niedriglöhnen leiden.

*Wir sind die 99%*, die von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht sind.

*Wir sind die 99%*, denen Zukunftschancen durch die Unterfinanzierung von Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen genommen werden.

*Wir sind die 99%*, die im Alter noch ärmer sein werde als heute schon.

*Wir sind die 99%*, an deren Gesundheitsversorgung immer weiter gespart wird.

*Wir sind die 99%*, die kein Vermögen in Form von Aktien, Gold oder Geld auf ausländischen Konten besitzen.

*Wir sind die 99%*, die über keine finanzkräftige Lobby verfügt, die eine Politik in unserem Sinne macht.

*Wir sind die 99%*, von deren Steuergeldern Banken gerettet werden.

Aber *wir sind auch die 99%*, ohne die dieses Wirtschaftssystem nicht funktionieren würde.

Und *wir sind die 99%*, die sich den augenblicklichen Zustand nicht länger gefallen lassen:

Occupy Münster!

Mehr Informationen:

http://www.occupy-muenster.de>*

https://www.facebook.com/pages/Occupy-Münster/208275049244420
https://www.facebook.com/pages/Occupy-M%C3%BCnster/208275049244420>*

Offenes Treffen der Occupy Bewegung Münster

am 31.10.11 um 19:00 Uhr

im Institut für Theologie und Politik, Fridrich-Ebert Str. 7, 48153 Münster

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen!

Weltweiter Aktionstag der Occupy Bewegung

11.11.11 um 11:11:11 Uhr

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Occupy: Sagen Sie Nein !

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Oktober 2011

Über das Verhältnis zwischen Polizei, Bevölkerung sowie den Politikern macht sich Georg Seesslen in seinem Kommentar Gedanken. Hatten nicht bereits die Proteste um Stuttgart 21 gezeigt, dass die Polizei in Gefahr läuft zu einem billigen Werkzeug korrumpierender Politik zu verkommen? Heute lesen wir bereits in den Printmedien dass sich die Demonstranten der Occupy Bewegung gegen die Übergriffe von Polizei in den USA zur Wehr setzen mussten.

Überhaupt müsste einmal die Beeinflussung der Politik auf die Besetzung in den Gremien z. B. der Gerichte, Rundfunkräte oder der Polizei generell einer Änderung unterzogen werden. Alle diese Einrichtungen sind vor den Politikern zu schützen und haben den Auftrag nach dem Grundgesetz Unterstützer des Volkes und nicht der Politiker zu sein. Innerhalb unseres Verfassungsgerichtes sitzen zum Beispiel so viele fähige Köpfe welche sehr wohl in der Lage sind ohne die Beeinflussung von Politiker Entscheidungen treffen zu können. Zum Wohle des Volkes!!

Sagen Sie Nein!

Was haben Schuldenkrisen, Staatskrisen, Bankenkrisen, die starr neoliberale Politik der meisten europäischen Regierungen und die neuen “bürgerlichen” Oppositionsbewegungen mit der Polizei zu tun? Eine ganze Menge.

Es ist abzusehen, dass der Widerstand in der Bevölkerung gegen die Politik der ungerechten Verteilung der Gewinne und der Lasten zunehmen wird. Und es ist absehbar, dass die Regierungen gegen ihre unbotmäßigen Bürger immer mehr die Polizei einsetzen wird. Eine Polizei, die möglicherweise zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkrieges auch in Deutschland um ihr demokratisches Grundverständnis ringen muss.

Offensichtlich häufen sich Einsätze, die nicht mehr dem Auftrag unseres Polizeigesetzes unterliegen, nämlich die öffentliche Sicherheit und die öffentliche Ordnung zu gewährleisten, sondern den Interessen sehr spezieller politisch-ökonomischer Allianzen dienen.

Und wenn es, wie es in Stuttgart geschehen ist, nicht mehr um die öffentliche Ordnung, sondern um ein strategisches Kalkül zur Eskalation geht oder um die Einhaltung von Bauterminen, die mit der Auszahlung von Subventionen zusammenhängen, wie es wiederum in Stuttgart und im Val di Susa so überdeutlich war, dann stellt sich für jede PolizistIn die Frage, inwieweit die Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols noch mit demokratischen Grundsätzen übereinstimmt.

Politik missbraucht Polizei

Natürlich hat man im Einsatz andere Sorgen. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, was in einem Menschen vorgeht, der sich als “Bullenschwein” oder Schlimmeres beschimpfen lassen muss, der körperlich attackiert wird, der fürchten muss, von Steinwürfen und Flammen verletzt zu werden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Neues von der Front

Erstellt von UP. am 27. Oktober 2011

Es wird viel darüber geredet, dass die Beschäftigten bei Verleihnixen von diesen auch aufgebaut werden, um durch diese Bewährung und Fleiss in der Arbeitsleistung beim Entleiher, in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt wieder integriert werden können.

Wenn ein Entleiher nun einem Leiharbeiter ein festes Arbeitsverhältnis anbietet, wird dieser natürlich hoch erfreut sein; denn sein Fleiss hat sich scheinbar vordergründig ausgezahlt. Und die Verleihnixe legen in der Regel den Auserwählten keine Steine in den Weg hinsichtlich der Erfüllung des Arbeitsvertrages.

DL liegt nun ein konkreter Fall vor, der in dem beschriebenen Procedere ablaufen könnte. Wenn da nicht ein Haken wäre.

Die Firma, die den Leiharbeiter fest einzustellen beabsichtigt, befand sich vor einigen Monaten noch in der Abwicklung; d.h. sie befand sich in einem Konkursverfahren aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten, die nachweislich darauf basierten, dass Kunden verspätet und schleppend zahlten und dadurch kein Geld für Rohstoffe und Betriebskosten in der Kasse war.
Es fand sich jedoch ein Geldgeber, und nun produziert und verkauft die Firma unter neuer Regie und verändertem Namen die bewährten Produkte. Die Logistik und die Buchhaltung wurden einer Renaissance unterzogen - der Laden läuft!

Arbeitsverträge werden bei Neueinstellungen allerdings grundsätzlich mit einer Befristung versehen. Leider ist das eine legale Option von Arbeitgebern. Man vermeidet dadurch Kündigungsschutzklagen, wenn wider Erwarten die Geschäfte nicht gut gehen und man sich sich von Mitarbeitern “betriebsbedingt” erneut trennen muss. Das sind in der Regel die, die als Letzte gekommen sind. Und das wäre in unserem Beispiel unser heutiger Leiharbeiter.

Und nun der perfide menschenverachtende Haken:

Der Leiharbeiter hätte heute nach erfolgter Kündigung Anspruch auf ein Jahr Arbeitslosenunterstützung (ALG 1). Weil er aber einen befristeten Vertrag abgeschlossen hatte, würde ihm für drei Monate eine ALG 1 - Sperre auferlegt. Und der Hosenanzug, vertreten durch LEYEN I, vertreten tlw. durch umgeschulte Postbeamte (der bissige Volksmund in Schwaben spricht in solchen Fällen von: ommg’schulte Bau’reknecht) in den Arbeitsämtern (heute: Agenturen für Arbeit) setzt noch eins drauf:
Weit gefehlt, wenn man meint, dass nun die Zahlung sich nur um ein Vierteljahr verzögert und verschiebt - NEIN: Dieses Vierteljahr vermindert den Bezug des ALG 1 um diese drei auf nur neun Monate.
Das ist der Gipfel der Pervertiertheit der Rechtslage. Und die Sozialgerichte machen mit.

Wir wiederholen:
Der Fleiss verschaffte dem Leiharbeiter einen festen Job. Der Staat sagte “Fördern und Fordern”; der “Staat im Staate”, die LEYEN’sche Ministerial-Bürokratie, das Arbeitsamt, “honoriert” diesen Fleiss mit Ausgrenzung und Leistungskürzungen.

Die IG-Metall in Oelde hat einen ersten Prozess verloren, als sie in einem vergleichbaren Fall die Interessen eines Mitgliedes vertrat.

Damit muss allerdings der Weg durch die Instanzen gegangen werden! Das kann man nicht einfach so stehen lassen!

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Verbalerotisches Absahnen

Erstellt von UP. am 26. Oktober 2011

Das Kronprinzlein des Altkanzlers, der Peer… -
Schmid war bei Jauch, und dort rührte er die Werbetrommel für das Buch und seinen Peer. Die “S”PD kann gar nicht mehr anders - sie müssen ihn “krönen”

Damit beschäftigt sich Wolfgang Lieb…
Zugegeben, es fällt schwer einen Fernsehauftritt von Helmut Schmidt zu kritisieren, dazu ist der Respekt vor dem 92-Jährigen und der Bewunderung seiner Formulierungskraft in hohem Alter zu groß. Dieser Hochachtung ist offenbar auch der ohnehin auf Harmonie bedachte Günther Jauch unterlegen. Und deswegen hatte seine Talkshow auch wenig mit Journalismus zu tun, sondern Jauch lieferte – vor Ehrfurcht erstarrt – nur Stichworte, mit denen sich Helmut Schmidt selbst und vor allem sein politischer Adoptivsohn Peer Steinbrück zur Selbstdarstellung und Eigenwerbung auch für ihr gemeinsames Buch präsentieren konnten. So konnte sich Peer Steinbrück einmal mehr seiner Verantwortung für das Finanzdesaster entziehen und sich künftiger als Heilsbringer aus der Krise aufspielen.
>>>weiterlesen auf den NDS

 
 
Wie der Steinbrück inzwischen Kohle scheffelt, hat Abgeordnetenwatch unter die Lupe genommen

Blog-Startseite » Allgemein, Bundestag, Nebeneinkünfte, Transparenz, abgewimmelt » Ein Buch, 29 Vorträge und einige Hunderttausend Euro:

…das war einmal!

UPDATE:

Zwei Bücher, 60 Vorträge und über eine Millionen Euro:

 

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Beisetzung an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Oktober 2011

Außer Spesen nichts gewesen, oder: „Nicht immer finden blinde Hühner auch ihre Körner“ möchte man sagen, liest man den  mit sehr viel Häme  geschriebenen Bericht in der Saarbrücker – Zeitung.

Da ging man eineinhalb Jahre auf eine von der SPD mit an geschobene Schnitzeljagd. Ja sicher, wenn es zum eigenen Vorteil gereicht nimmt man auch ausnahmsweise einmal die Hilfe von lebenden Sozis in Anspruch.

Heißt es weiter in dem Zeitungsbericht: „Unter dem Strich hat der Untersuchungsausschuss,…..“ soll hiermit die Überflüssigkeit des Ausschusses betont werden und gehört unterstrichen. Richtigerweise müsste es dann heißen: „Auf dem Strich hat der Untersuchungsausschuss….“.

Hier haben sich die beiden Gesinnungsgenossen im Linken, Oskar Lafontaine und Heinz Bierbaum wohl selber ins Knie geschossen und zeigten in der Ermittlung bei dem kapitalistischen Kontrahenten die gleiche stümperhafte Arbeit wie bei den Ausschlüssen einiger MitgenossenInnen. Unverständlich hierbei, das die Kosten bei soviel Dilettantismus nicht privat übernommen werden, sondern dem Steuerzahler zur Last fallen. Wir bitten die Genossen im Saarland um den Antrag auf eine detaillierte Offenlegung der Kosten im Sinne der Steuerzahler. Wir werden die Liste dann veröffentlichen.

Hier der Bericht:

Mehr als eineinhalb Jahre waren die Polit-Ermittler des Saar-Landtages am Werk. Selbst gestecktes, ehrgeiziges Ziel des von der Linkspartei mit sozialdemokratischer Geburtshilfe initiierten Untersuchungsausschusses war es, eine Einflussnahme des umstrittenen Unternehmers und FDP-Politikers Hartmut Ostermann auf die Bildung der aktuellen Jamaika-Landesregierung “aufzudecken”. Und exakt bei diesem Punkt müssen insbesondere die selbsternannten Aufklärer um Oskar Lafontaine und dessen Handlungsbevollmächtigten und Geschäftsführer Heinz Bierbaum kleinlaut Fehlanzeige melden. Einen schlüssigen Beweis, ein klares Indiz oder auch nur einen neuen, echten Anhaltspunkt für ihre Behauptungen, die Regierung sei von Ostermann “gekauft”, blieben die Linken schuldig. Stattdessen werden gebetsmühlartig Vermutungen wiederholt - sicher mit dem Hintergedanken, die vorerst gescheiterten Aufklärungsbemühungen auf Kosten des Steuerzahlers zu rechtfertigen. Bestimmt aber auch nach dem Prinzip “Steter Tropfen”: Je öfter etwas gesagt wird, desto mehr bleibt im Gedächtnis haften.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

>>Hier<< ein weiterer Artikel der Saarbrücker-Zeitung. Achtet auch auf die entsprechenden Kommentare.

IE

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“Viel Feind, viel Ehr”

Erstellt von Uri Avnery am 26. Oktober 2011

Aus Tel Avis der neueste Bericht von Uri Avnery.

EIN ALTES Foto aus dem 1. Weltkrieg zeigt eine Kompanie deutscher Soldaten, die in einen Zug einsteigen, der sie zur Front bringt. An die Wagenwand hatte jemand gekritzelt: „Viel Feind, viel Ehr“.

In jenen Tagen, ganz am Anfang des Krieges, erklärte ein Land nach dem anderen Deutschland den Krieg. Der Geist des Graffito reflektiert die Hybris des obersten Befehlshabers, Kaiser Wilhelm, der sich auf den Kriegsplan des legendären deutschen Generalstabs verließ. Es war tatsächlich ein ausgezeichneter Kriegsplan, und wie bei vielen ausgezeichneten Kriegsplänen, ging von Anfang an alles schief.

Der törichte Kaiser hat jetzt die Erben gefunden, die er verdient. Israels Stellvertreter des Ministerpräsidenten Moshe Yaalon, ein früherer Armeestabschef, dessen Intelligenz unter dem Durchschnitt dieses Ranges liegt, hat angekündigt, dass Israel sich unmöglich bei der Türkei entschuldigen könne, selbst wenn es im nationalen Interesse läge, weil es unser „Prestige“ verletze.

Viel Feind, viel Prestige.

Es scheint, dass wir bald keine Freunde mehr haben, die wir in Feinde verwandeln können, um noch mehr Prestige zu sammeln.

LETZTE WOCHE kam eine schwarze Katze zwischen Israel und seinem zweitbesten Freund: Deutschland.

Hochrangige deutsche Vertreter vertrauten ihren israelischen Kollegen an, dass ihre Kanzlerin Angela Merkel „wütend“ war, als sie hörte, dass die israelische Regierung den Bau von 1100 Wohneinheiten in Gilo, einem Stadtteil des besetzten Ost-Jerusalem, genehmigt habe. Nur ein paar Tage früher hatte das Quartett Israel und die palästinensische Behörde eingeladen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen und von „Provokationen“ abzusehen. Wenn dies keine Provokation ist, was ist es dann?

Merkel, gewöhnlich eine Frau von stiller Gelassenheit, behielt ihre Wut nicht bei sich. Sie rief Benjamin Netanjahu an und hielt ihm eine ernste Standpauke, etwas, das vorher nie geschehen war.

Bis jetzt hat sich Deutschland strikt an einen Verhaltenskodex gegenüber Israel gehalten: nachdem die Nazis unaussprechliche Verbrechen gegen Juden begangen hatten, konnte es keine Kritik gegen irgendeine israelische Handlung geben; Deutschland zahlt für einen wichtigen Teil von Israels Ausrüstung; Deutschland hält sich mit jedem moralischen Kriterium zurück, soweit es den israelisch-palästinensischen Konflikt betrifft.

Nun nicht mehr, so scheint es. Wir sind dabei, unsern einzigen zweitbesten Freund zu verlieren.

DAS KLASSISCHE Beispiel für „Wie man Freunde verliert und Leute gegen sich aufbringt“, ist natürlich unsere Affäre mit der Türkei.

David Ben-Gurion, der Erz-Architekt Israels, glaubte, dass Frieden mit den Arabern weder möglich noch wünschenswert sei. Er dachte sich eine Alternative aus: ein Ring umzingelt die arabische Welt - ein Bündnis mit nicht-arabischen Verbündeten. Dies schloss den Iran (unter dem Schah) ein, Äthiopien (unter Haile Selassie), mehrere andere afrikanische Länder und natürlich die Türkei (unter dem Erbe von Kemal Atatürk).

Unsere Beziehungen mit der Türkei entwickelten sich über die Jahre zu einer sehr engen Verbindung, besonders intim zwischen den militärischen Kräften. Gemeinsame Übungen, Verkauf vieler Waffen, Nachrichtenaustausch. Während Israel den irakischen Kurden gegen Saddam Hussein half, half es Ankara, die türkischen Kurden zu unterdrücken. Jerusalem dachte ernsthaft daran, eine Pipeline unter dem Meeresspiegel zwischen der Türkei und Israel zu legen, um Wasser zu bringen, wovon die Türkei eine Menge hat, was Israel aber dringend benötigt.

Plötzlich hat sich alles verändert. Die türkisch-israelischen Beziehungen wurden wie ein Schiff, das direkt von einem Torpedo getroffen wurde.

Es begann, als der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Davos plötzlich aufstand und einen öffentlichen Dialog mit Shimon Peres verließ. Israelis konnten dies verstehen: nicht jeder kann Peres ertragen.

Aber Avigdor Liebermans Außenministerium entschied sich, sich zu rächen. Sein Vertreter, ein Genie mit Namen Danny Ayalon, zitierte den türkischen Botschafter wegen eines Verweises in sein Büro und ließ ihn auf einem niedrigen Sofa Platz nehmen, während er auf einem hohen Stuhl über ihm thronte. Der Botschafter nahm davon keine Notiz, aber der kleine Danny erklärte den versammelten israelischen Journalisten stolz seinen Trick. Der Botschafter nahm Urlaub und flog nach Hause.

Die Türkei reagierte inoffiziell mit der Mavi Marmara, um die Gaza-Blockade zu brechen. Neun Türken wurden getötet. Die Türkei war in Aufruhr. Erdogan verlangte eine Entschuldigung. Hier kam das Prestige dazu.

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob die ganze Sache nicht eine vorsätzlich geplante Taktik von Erdogan war, um den Kurs zu ändern, mit Israel Schluss zu machen und sich nach anderen Verbündeten umzusehen. Wenn es so ist, ist es von unserer Regierung noch dümmer, in seine Hände zu spielen.

ALS DER Arabische Frühling ausbrach, sprang die Türkei auf den fahrenden Wagen auf und schlug eine türkisch-ägyptische Achse vor, was an die guten alten Zeiten des ottomanischen Empire erinnert. Israel andrerseits blieb bei seiner üblichen Linie.

Statt sich darüber klar zu sein, was geschehen war, hielt sich unsere Regierung an die zerbrochene Diktatur von Husni Mubarak. Wenn sie sich unmittelbar und voll und ganz zu Gunsten der Revolution ausgesprochen hätte, hätte sie vielleicht in der ägyptischen öffentlichen Meinung, die Mubarak als einen gut bezahlten amerikanischen Lakaien verachtete (der Israel half, 1,5 Millionen arabische Brüder im Gazastreifen auszuhungern), eine sichere Position gewonnen.

Der israelische Nachrichtendienst realisierte nicht, dass wir einem historischen Erdbeben gegenüber stehen, das die Region verändern wird. Tatsächlich sieht er nie voraus oder versteht die Ereignisse in der arabischen Welt nie– geblendet von seiner Verachtung gegenüber den Arabern.

Die Folge davon war, dass ägyptische Menschenmengen die israelische Botschaft angriffen, und den Botschafter und seinen Stab aus dem Land zu fliehen zwangen, und dass Saboteure wiederholt die Pipeline sprengten, die ägyptisches Gas zu sehr niedrigen Preisen (wahrscheinlich dank Bestechung entsprechender Leute) nach Israel transportiert.

Es wird jetzt gesagt, die ägyptische Öffentlichkeit sei immer gegen den Frieden mit Israel gewesen, ohne dass dies unser Fehler gewesen wäre. Das stimmt nicht. Ich war ein paar Tage nach Anwar Sadats historischem Besuch in Jerusalem in Kairo und fand die ägyptische Hauptstadt in einem Freudentaumel vor. Unzählige Israelis haben seitdem Ägypten besucht und wurden immer und überall mit größter Freundlichkeit empfangen. Erst als Israels Besatzung der palästinensischen Gebiete immer schlimmer wurde, fühlten sich die Ägypter betrogen.

Liebermann und Co. haben die Türkei verloren und sind dabei, auch Ägypten zu verlieren, unsere wichtigsten Verbündeten in der Region – und haben ein Dutzend andere Nationen beleidigt, gedemütigt und sind ihnen auf die Zehen getreten. Aber sie haben zweifellos viel Prestige gewonnen.

LEUTE, DIE in der Politik nach Logik suchen, kommen oft zu Verschwörungstheorien.

Als die gegenwärtige Regierungskoalition aufgestellt wurde, ersuchte Lieberman das Ministerium für Aufnahme von Immigranten, das Justizministerium, das für Innere Sicherheit (Polizei) und das Außenministerium.

Immigranten – das war natürlich. Seine Wähler waren vor allem Immigranten aus der früheren Sowjetunion. Justizministerium und Polizei – auch natürlich. Die Polizei ist dabei, eine endlose Untersuchung gegen ihn durchzuführen, die mysteriöses Kapital betreffen, die er und seine junge Tochter aus osteuropäischen Quellen empfangen haben. Es wäre also gut, etwas Kontrolle über die Justiz und Polizei zu haben.

Aber das Außenministerium? Wozu? Warum nicht das Verteidigungsministerium, das weit mehr Prestigewert hat, oder das ungeheuer mächtige Finanzministerium?

Einer meiner Bekannten kam mit einer Theorie: was wäre , wenn die Russen ….

Lieberman verbringt eine Menge Zeit in Russland, Weißrussland, in der Ukraine und in seinem Herkunftsland Moldavien. Wer außer Russland hat Interesse daran, die internationale Position Israels zu zerstören, den engsten Verbündeten der USA? Wäre es nicht für Vladimir Putin vernünftig gewesen ….

Aber das ist natürlich ein Witz. Nicht nur, dass Lieberman als aufrechter israelischer Patriot bekannt ist, so patriotisch, dass keiner neben ihm besteht, aber kein Agentenchef in Moskau würde einen Mann mit unsteten Augen als seinen Agenten akzeptieren, der auch noch mit einem starken russischen Akzent redet.

Nein, da muss es einen anderen Grund geben. Aber welchen?

EIN AUSLÄNDISCHER Journalist fragte mich neulich: „Aber was denken sie?“

„Sie“ – Netanjahu, Lieberman und die anderen - sind dabei, alle unsere noch verbliebenen Freunde zu verlieren, während sie Barack Obama demütigen. Sie sabotieren die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen. Sie bauen überall Siedlungen.

Wenn die Zwei-Staaten-Lösung schließlich unmöglich gemacht wird, was bleibt dann noch?

Ein vereinigter Staat vom Mittelmeer bis zum Jordan? Welche Art von Staat würde das sein? Sie sind absolut gegen einen bi-nationalen Staat, der eine totale Negation des Zionismus sein würde. Ein Apartheid-Staat? Wie lange könnte der dauern?

Die einzige „rationale“ Alternative wäre eine totale ethnische Säuberung , die Vertreibung von 5,5 Millionen Palästinensern aus der Westbank, dem Gazastreifen und aus Israel selbst. Ist das möglich? Würde die Welt dies tolerieren, wenn sie nicht gerade durch eine Invasion vom Mars abgelenkt würde?

Die Antwort ist: „Sie“ denken nicht darüber nach. Die Israelis haben sich daran gewöhnt, sehr kurzfristig zu denken. Die Amerikaner sagen: „Ein Staatsmann denkt an die nächste Generation, ein Politiker denkt an die nächste Wahl.“ Oder wie der zionistische Führer Chaim Weizmann zu sagen pflegte: „Die Zukunft wird kommen und für die Zukunft sorgen.“

Es gibt keine nationale Debatte, nur ein vager Wunsch, das alles so bleiben möge. Rechte Zionisten wollen am ganzen historischen Palästina festhalten, linke Zionisten wollen so viel wie möglich festhalten. So weit geht das Denken.

Die alten hebräischen Weisen sagten: „Wer ist ein Held? Der seinen Feind in einen Freund verwandelt“. Die modernen Weisen, die uns regieren, haben dies umgedreht: „Wer hat das größte Prestige? Der seine Freunde zu Feinden macht.“

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

IE

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Er-furt zum Wievielten?

Erstellt von UP. am 25. Oktober 2011

Bluthilde” - der Block im Sinne der ‘Begegnung der fünften Art’ - hat Ansichten zu Erfurt. Wir haben plagiatatiert.
UP.

Erfurt: 96,9% für den Wahlvorschlag der “Nationalen Front”

von steinzeitmarxist

Bei der Partei der Arbeiterklasse reißt die Pechsträhne nicht ab. Auf ihrem Parteitag in Erfurt schlossen nur 96,9% aller Genoss_innen und -außen sich dem Wahlvorschlag des Festauschusses der Programmkommission an. 503 aufrechte deutsche „Link_innen“ stimmten für einen Entwurf, über den zum Zeitpunkt der Abstimmung nur die folgende, lapidare Auskunft schriftlich zu bekommen war – und weiterhin zu bekommen ist:

„Nach der redaktionellen Fertigstellung des Programmtextes wird der komplette Text an dieser Stelle veröffentlicht werden.“

Soviel zur demokratischen Reife der SED-Nachfolgeorganisation, wo man etwas unterschreibt, das man gar nicht gelesen hat – wie in der guten alten Zeit (Stichwort: falten gehen). Wir vom Autor_innenkollektiv „Hilde Benjamin“ jedenfalls können alle verstehen, die der Meinung sind, diese „Linke“ gehört selbst auf die Liste von Gründen, aus denen die Menschheit etwas Besseres verdient hat.

Die meisten der Erfurter Beschlüsse beschränken sich auf Erwartbares. In Ermangelung eines ernstzunehmenden revolutionären Subjekts wird seitens der „Linken“ nun ersatzweise der Schulterschluss mit der „Occupy Wall Street“ Bewegung gesucht.

Denn es ist – selbstverständlich! – kein Populismus, wenn ein paar hundert aufrechte Deutschinnen und Deutsche über den Frankfurter Römer latschen, um zu etwas, von dem sie keine Ahnung haben, wenigstens ihre Meinung zu sagen. Oder sich ein paar wütende SchaufensterbummlerBürger in Hamburg auf den Rathausmarkt stellen, um gegen diejenige „Zirkulationssphäre“ nationale Front zu machen, deren Vorteile sie im übrigen gerne in Kauf nehmen.

Und selbst wenn „Occupy Wall Street“ Populismus wäre, dann wäre es immerhin Populismus von „links“. Den aufrechten bewaffneten Kämpferinnen und Kämpfern im Dienst der Weltrevolution und des Frühlings der Völker sind bekanntlich ganz andere Sachen erlaubt, als den Cowboyspielfilmhelden, Zionisten und Freunden der Country-Western-Musik. Das wissen wir nicht erst, seit Svein Sivje, noch immer der norwegische Botschafter in Israel, es uns gesagt hat.

Was die Vorhut der wissenschaftlichen Weltanschauung nun also genau mit ihrem – historisch doch eher schwachen – „Wahlergebnis“ akklamiert, kann ihr im Wortlaut nicht bekannt sein. Es ist aber davon auszugehen, dass sie damit kein Problem hat, solange die Richtung stimmt; und wer anderer Meinung wäre, ließe sich davon jetzt besser nichts anmerken, nicht wahr, lieber BAK Shalom?

Erklärte Vorstandsmitglied Wolfgang Gehrcke in seiner Funktion als Avant-garde der „Israel-Kritik“ der Partei „Die Linke“ doch bereits am 18. Oktober vollmundig:

„Über die Freilassung des israelischen Staatsbürgers Gilad Schalit und über die Freilassung der 477 palästinensischen Gefangenen können wir uns nur vorbehaltlos freuen.“

Wir warten bislang vergebens auf eine Distanzierung des BAK Shalom von dieser Ungeheuerlichkeit!

Wie kann man sich nur über die Freilassung eines international gesuchten zionistischen Soldaten sind Mörder freuen, der bekanntlich zuletzt sogar versucht hat, das ägyptische Fernsehen zu unterminieren?

Immerhin: Frei sind nun 477 palästinensische Gefangene (m/w), auf deren gemeinsames „politisches“ Konto um die 600 Morde an israelischen Staatsbürger_innen gehen! Und das ist ein Anlass zu „vorbehaltloser Freude“ bei der „Links“-Partei genau wie bei ihrem militärischen Arm in Hamastan.

Soviel „vorbehaltlose Freude“ wissenschaftliche Welanschauung stimmt auch uns hinsichtlich der Zukunft der deutschen Arbeiterklasse überaus optimistisch, und vielleicht wird man schon bald  zwischen Dresden und Kassel wieder die Schule der alliierten Re-Education besuchen dürfen?

Was nun die ausgesprochenen Inhalte des als Novum in der VereinsParteigeschichte angepriesenen „Linke“-Programms anbelangt, so wird von der Vorhut der Weltrevolution bis zum Stichtag der Drucklegung, irgendwann im Dezember, wie gesagt nichts im wortsinn Verbindliches zu erfahren sein.

Es dürfte aber – angesichts des Medienechos, das diese Sternstunde deutscher Ideologie des angewandten Marxismus in der von Na-Sie-wissen-schon-wem kontrollierten „Systempresse“ bürgerlichen deutschen Journaille gefunden hat, und das ganz überwiegend aus derselben abgetippten aufgepeppten Pressemitteilung aus der PR-Abteilung der „Partei“ besteht, klar sein, dass es sich um einen ganz großen Wurf handeln muss.

Um einen, der vom „Beschluss der Parteitage von WASG und Linkspartei.PDS am 24. und 25. März 2007 in Dortmund“ nicht allzuweit abweichen mag. Und bereits dieses Novum in der an Neuigkeiten reichen Parteigeschichte der „Linken“ sagt, wie wir sehen, so manches – vor allem über die Verfasstheit der deutschen „Linken“ selbst.

Etwa unter Punkt 8:

„Deutsche und europäische Außenpolitik muss Friedenspolitik werden: Aufgrund vielfältiger Erfahrungen ist die Frage, ob internationale Militäreinsätze im Auftrag und unter Kontrolle der UN (…)  zu einer Rückkehr in eine friedliche Entwicklung beitragen, zu verneinen.“

Nun wird man von UN-Blauhelmeinsätzen auf der ganzen Welt nur um einen Schaden an der Wahrheit behaupten können, dass sie in den befroffenen Gebieten nicht zum Frieden beigetragen hätten. Aber es geht der deutschen „Links“-Partei  nach ihren eigenen Worten gar nicht darum, die Wahrheit zu sagen oder den Frieden voranzubringen; und wenn dann nur den, der sich besser mit Anführungszeichen schreibt.

Sondern darum (op. cit.):
„Die Nutzung von Militärbasen auf dem Boden Deutschlands und in der EU für Aggressionskriege und menschenrechtsfeindliche Verschleppungen muss beendet werden. (…) Militärbündnisse wie die NATO wollen wir überwinden. Die militärischen Potenziale Deutschlands und der EU müssen reduziert und in Richtung einer strukturellen Nichtangriffs- und Nichtinterventionsfähigkeit umgebaut werden.“

Der Überflüssigkeit dieser Forderung können sich auch die wachen revolutionären Augen der Erfurter Genoss_innen nicht länger verschlossen haben. Die „militärischen Potenzialesind bereits aufgrund gewisser Zahlungsschwierigkeiten Cash-flow-Probleme „in Richtung einer strukturellen Nichtangriffs- und Nichtinterventionsfähigkeit umgebaut“ worden.

In dieser Hinsicht erwies sich die verachtenswerte kapitalistische Sachzwanglogik bereits als schneller als die Erfurter Beschlüsse der „Links“-Genoss_innen (was kein Kunststück gewesen sein muss).

Deshalb muss es nun um so entschiedener heißen, das Versäumte aufzuholen – überholen, ohne vorher einzuholen! Beispielsweise durch eine Verstaatlichung der Banken oder – noch besser – eine Verbanklichung des Staates; alles Weitere regelt die Notenpresse der gesellschaftlich prozessierende Sachzwang.

Ob „Die Linke“, in ihrer Funktion als „Partei“ des „Friedens“, sich mit ihrer Forderung nach einem „Umbau“ der „militärischen Potenziale“ zudem positiv auf die „historischen Lehren“ beziehen möchte, die das deutsche Volk in seiner vorläufig letzten nationalen und sozialistischen Inkarnation Etappe den Juden erteilt hat, tut zur Bewertung des „Linke“- Programms wenig bis nichts zur Sache.

Eine Intervention in den „Aggressionskrieg“ der Anti-Hitler-Koalition etwa wäre mit der deutschen „Links“-Partei jedenfalls nicht zu haben gewesen; nicht einmal ein Blauhelmeinsatz – und das bei bestem „politischen“ Gewissen seitens der betroffenen Genoss_innen.

Und noch einmal zum Dortmunder Programm der „Links“-Partei, als Novum, das dem Erfurter Novum vorausging:

„Wir wollen zivile Konfliktvorbeugung und -lösung als Alternative zu Kriegseinsätzen. Militäreinsätze sind keine Lösung. Sie sind oftmals Teil des Problems.“

Hier nun schließt die „linke“ Programmatik nahtlos an die Vorstellungen einer deutschen Christin fundamentalistischen Esoterikerin und überaus erfolgreichen Kinderbuchautorin wie Margot Käßmann (Ex-EKD) an, die sogar im Sieg der Anti-Hitler-Koalition über Deutschland „vom christlichen Standpunkt aus“ keinen gerechten Krieg erkennen wollte.

Dieser „pazifistische“ Gedanke sei von der deutschen „Links“-Partei noch mal allen gesellschaftlich emanzipativen Kräften hinter die Löffel geschrieben, die zur Zeit in Folterknästen einsitzen; und auch MdB Inge Högers emsige Stolperstein-Verlegerei scheint angesichts solcher „politischer“ Vorstellungen in einen symptomatischen Zusammenhang zu stehen.

Aber was mit den „Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und Strichjungen des Finanzkapitals“ zu passieren hätte, hat uns jener Jürgen Elsässer, der seine „journalistische“ Karriere bei der „jungen Welt“ begann, bereits nach der iranischen Präsidentschaftswahl vom Jahr 2009 erklärt: „Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“

So schrieb es Elsässer, während die Mullahs einige hundert Menschen auf offener Straße und vor laufenden Fernsehkameras ermorden ließen und zu tausenden Leute in jenen Geheimgefängnissen und Folterknästen verschwinden ließen, die die „Links“-Partei nun gerne abschaffen möchte; aber bitte nur die in Deutschland und der EU, nicht die im Iran.

Um den aktuellen Stand der „politischen“ Iran-Sympathien bei der deutschen „Links“-Partei zu erfragen, setzen Sie sich bitte mit MdB Jan van Aken in Verbindung, werte Genoss_innen. Ersatzweise genügt auch ein Blick auf seine einschlägigen „Informations“-Veranstaltungen, für die ihm in Hamburg immer wieder gerne öffentliche Räume zur Verfügung gestellt werden; wofür hat man die „Genoss_innen“ bei der GEW Hamburg, auf stramm  „antizionistischer“ Linie, denn sonst?

Sie sehen, werte Genoss_innen: Deutsche Außenpolitik ist bereits eine Politik des „Friedens“- zumindest auf der ideellen Ebene, und das ist nun mal das Terrain, das zählt. Wie lukrativ die Beziehungen mit „unseren Freunden“ tatsächlich sind, darüber würde Ihnen Chef-Freund Ruprecht Polenz (CDU) vielleicht gerne etwas zahlenmäßig Interessantes sagen können; zuletzt ging es um Schweigegeld deutsche Exporte in die Islamische Republik zum Preis von 5 Mrd €.

Anmerk.UP.
Und Leutert MbB? Er lügt sich in die eigene Tasche. Aber was soll er auch machen… - lest selber:

Erfurter Parteitag ist ein Erfolg für DIE LINKE

wer es glaubt, wird ist selig!

Chemnitzer Antrag zur Kindergrundsicherung hatte Erfolg

Michael Leutert

Der Erfurter Parteitag ist vorbei und DIE LINKE hat ein Programm, auf dem sich aufbauen lässt. Das ist ein schöner Erfolg. Das es in unserer Partei unterschiedliche Meinungen zu den verschiedensten Fragen gibt, halte ich nicht nur für normal, sondern auch für wichtig. Nur durch gemeinsame Diskussion kommen wir weiter, Friedhofsruhe können wir nicht gebrauchen. Entscheidend ist dabei, dass nicht die einen versuchen, den anderen ihre Existenzberechtigung abzusprechen. In diesem Sinne war der Erfurter Parteitag ein ermutigendes Zeichen.

“Natürlich!” …voll von alter bekannter Verbalerotik. Die Einen haben es gemacht und machen es immer noch: Den Anderem ihre Existenzberechtigung durch Anstrengung von Ausschlussverfahren abzusprechen. Und bei dem Gefasel, lieber Leutert, von “unterschiedlichen Meinungen” kommen mir einfach die Tränen…

Besonders freue ich mich, dass es gelungen ist einige wichtige Projekte im Parteiprogramm zu verankern. Und ganz besonders freue ich mich, dass ein Änderungsantrag aus unserem Chemnitzer Stadtverband eine Mehrheit gefunden hat: der zur Kindergrundsicherung. Ich will ihn hier zusammen mit der Begründung dokumentieren:

Die LINKE streitet für eine Kindergrundsicherung für alle Kinder und Jugendliche, welche Kinder- und Jugendarmut verhindert und allen Kindern und Jugendlichen gute Teilhabe- und Entfaltungsmöglichkeiten bietet sowie vor Ausgrenzungen und Diskriminierungen schützt.

Begründung: Der Gesellschaft sind alle Kinder und Jugendliche gleich viel wert. Derzeitige soziale Leistungen für Kinder und Jugendliche sind entweder zu gering und werden bei Hartz-IV-Beziehenden gegengerechnet (Kindergeld) oder sind stigmatisierend und erreichen 2/3 der Anspruchsberechtigten nicht (siehe Studie der Hans-Böckler-Stiftung von Irene Becker und Richard Hauser 2010: Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag. Eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge). Deswegen ist eine Grundabsicherung für alle Kinder und Jugendliche von Nöten, die tatsächlich allen Kindern und Jugendlichen zu gute kommt, deren Existenz und Teilhabe absichert, Kinder- und Jugendarmut, soziale Ausgrenzung und Ungleichbehandlung verhindert.

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Ffm-Banken umzingeln!

Erstellt von UP. am 25. Oktober 2011

Finanzpolitik
Dienstag, 25. Oktober 2011 - 511.022 Abonnenten
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Großaktionen: Banken in die Schranken!

Die Occupy-Bewegung erntet Sympathie in der Politik – doch Taten bleiben aus. Am 12. November wollen wir die Regierung richtig unter Druck setzen: Tausende werden das Frankfurter Banken- und das Berliner Regierungsviertel umzingeln. Spenden Sie für die Aktionen!

Gerade stehen wir vor einer enormen organisatorischen und finanziellen Herausforderung: In nur zweieinhalb Wochen wollen wir zwei Großaktionen unter dem Motto “Banken in die Schranken” aus dem Boden stampfen. Tausende sollen am 12. November das Frankfurter Banken- und das Berliner Regierungsviertel mit je einer Menschenkette umzingeln. Die Dynamik der Occupy-Bewegung wollen wir um konkrete und umsetzbare politische Forderungen für eine tiefgreifende Reform des Finanzsystems ergänzen.

Damit die beiden Großaktionen klappen, brauchen wir Ihre Hilfe. Tausende Flyer und Plakate müssen gedruckt, Bühnen und Lautsprecheranlagen geordert und ein breites gesellschaftliches Bündnis geschmiedet werden. Noch haben wir erst einen Bruchteil der anfallenden Kosten finanziert. Können Sie uns unterstützen - gerne auch mit 5 oder 10 Euro?

Ermöglichen Sie die Umzingelungen mit Ihrer Spende!

Mit der Großaktion wollen wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Attac die grundlegende Systemkritik der Occupy-Bewegung um konkret umsetzbare Forderungen ergänzen, die wir an die Bundesregierung richten. Dreh- und Angelpunkt sind die Forderungen aus unserem Appell “Banken in die Schranken”, hinter den sich innerhalb einer Woche bereits über 75.000 Menschen gestellt haben. Eine Finanztransaktionssteuer einführen, undurchsichtige Finanzprodukte verbieten, das Investmentbanking von den Geschäftsbanken trennen, Gläubiger bei der Bankenrettung haften lassen - so spitzen wir unsere Forderungen zu.

Die Anti-Atom-Bewegung hat gezeigt, was zu erreichen ist, wenn Tausende gemeinsam auf die Straße gehen. Bis eine neue Bewegung gegen die Macht der Finanzmärkte und für eine demokratischere Gesellschaft über eine solche Kraft und Lebendigkeit verfügt, ist es noch ein weites Stück Weg. Mit der Menschenkette und anschließenden Demonstration am 12. November wollen wir wichtige Schritte in diese Richtung gehen. Gehen Sie mit?

Kommen Sie am 12. November zu einer der beiden Aktionen nach Frankfurt oder Berlin - und unterstützen Sie diese mit einer Spende!

Spenden Sie für die Umzingelung!

Mit herzlichen Grüßen

Ferdinand Dürr und Christoph Bautz

PS: Ihre steuerlich abzugsfähige Spende können Sie auch auf unser Spendenkonto für diese Aktion überweisen:

Campact e.V.
Konto-Nr.: 6980040401
Stichwort: Banken umzingeln
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 251 205 10


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 511.022 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

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Occupy our World

Erstellt von UP. am 25. Oktober 2011

Liebe Avaaz-Mitglieder!

Klicken Sie unten, um die Avaaz-Bewegung zu stärken

Es ist so wundervoll sich (endlich) so unmittelbar zusammenschließen zu können mit anderen Menschen hier auf der Erde, um für gemeinsame Interessen und Absichten einzustehen. Ich bin so froh und stolz dabei zu sein. Und manchmal kann ich es noch gar nicht glauben, dass dies alles tatsächlich wahr ist. DANKE…aus tiefstem Herzen. An ALLE Menschen, die mit dabei sind. In einem Geiste.
– Alexandra, Avaaz-Mitglied aus Deutschland

Etwas Großes geht vor. Vom Tahrir-Platz bis zur Wallstreet, von unglaublich mutigen Avaaz-Bürgerjournalisten in Syrien bis zu den Millionen Bürgern, die eine Kampagne nach der anderen gewinnen – die wahre Demokratie bahnt sich ihren Weg. Dies ist nicht der Medienzirkus unserer korrupten “Wählt-alle-4-Jahre-Demokratie” der Vergangenheit, sondern etwas, das viel, viel tiefer geht. Tief in uns selbst spüren wir unsere eigenen Möglichkeiten, jene Welt zu erschaffen, von der wir alle träumen.

Wir haben dafür allerdings nicht viel Zeit. Unser Planet wird von zahlreichen Krisen bedroht – Klimakrise, Nahrungsmittelkrise, Finanzkrise, die Verbreitung von Atomwaffen… Diese Krisen können uns spalten, oder zusammenbringen wie nichts jemals zuvor. Sie sind die Herausforderungen unserer Zeit, und das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob unsere Kinder in einer dunkleren Welt aufwachsen, oder in einer, die nach größerer menschlicher Harmonie strebt.

Es gilt, diese Herausforderung anzunehmen. Mit 10 Millionen hoffnungsvollen Mitgliedern – deren Zahl ständig steigt – ist Avaaz die größte internationale Online-Bewegung der Geschichte. Es gibt keine andere so große, weltweite, themenübergreifend arbeitende, demokratische, Hightech-Bürgerbewegung, die innerhalb von 24 Stunden in Hunderten von Ländern koordiniert demokratischen Druck aufbauen kann. Unser Potenzial ist einzigartig – genauso wie unsere Verantwortung.

Es ist schon erstaunlich: Wenn nur 10.000 Personen aus unserer ganzen Bewegung wöchentlich einen kleinen Betrag von 3€ oder 5€ spenden – der Preis einer Tasse Kaffee – dann deckt dies die Betriebskosten von Avaaz. Doch um in diesen bewegten Zeiten weiterhin an vorderster Front tatkräftig aktiv sein zu können und Kampagnen zu gewinnen, müssen wir noch einen Gang zulegen – und die Zahl unserer wöchentlichen “Fördermitglieder” auf 20.000 verdoppeln, und so, bei allem was wir tun, unsere Kapazität zu multiplizieren. Klicken Sie unten, um dies zu ermöglichen – für den Preis einer Tasse Kaffee:

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Eine Spende an Avaaz hat doppelte Wirkung — Sie unterstützen durch bestimmte Kampagnen die direkte Änderung eines Missstandes; zusätzlich ist jeder Beitrag ein Baustein für unser Netzwerk, das in den nächsten Jahrzehnten für einen positiven Wandel eintreten wird. Dies ist eine Investition, die sowohl auf kurze wie auch auf lange Sicht Früchte tragen wird, für unsere Kinder und für die Zukunft unseres Planeten. Klicken Sie hier, um zu spenden:

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Das Aufbringen von finanziellen Mitteln ist oftmals ein Problem für Organisationen, die sich für sozialen Wandel einsetzen. Spenden von Regierungen oder Unternehmen würden unsere Mission zutiefst gefährden. An große Spenden sind oft Bedingungen geknüpft. Außerdem kosten Fundraising-Methoden wie Telemarketing, Postsendungen oder das direkte Ansprechen auf der Straße oft mehr, als sie einbringen. Aus diesem Grund ist das Modell der Avaaz Online-Spenden direkt von Bürgern der beste Weg, den Motor des sozialen Wandels in Gang zu halten und die Versprechen unseres Netzwerkes weitestgehend umzusetzen.

Wenn wir die Zahl unserer Fördermitglieder vervielfachen können wird dies neue Dimensionen eröffnen: für unsere Bewegung und unseren Einfluss. Ich kann es kaum erwarten.

Ich weiß, dass Spenden Hoffnung und Vertrauen voraussetzen. Ich selbst verspüre ein großes und ernsthaftes Gefühl von Verantwortung dafür, dass ich diese Hoffnung mit voranbringen darf. Mein Team und ich respektieren das Vertrauen zutiefst, das Sie uns in Form von Hoffnung, Zeit und finanziellen Mitteln entgegenbringen. Es ist eine ganz besondere Sache, die wir hier gemeinsam aufbauen, und wenn wir weiterhin aneinander glauben, ist alles möglich.

Mit Hoffnung und Dankbarkeit für diese großartige Gemeinschaft,

Ricken Patel
Avaaz

PS - Für Unentschlossene habe ich hier 11 gute Gründe für eine Spende an Avaaz :)

Grund 1 - Was wir machen funktioniert

Mit 10 Millionen Mitgliedern in jedem Land der Welt ist es uns möglich, blitzschnell auf dringende Bedürfnisse und Gelegenheiten zu reagieren. Avaaz funktioniert - gemeinsam haben wir Leben in Haiti und Burma gerettet, Regierungspolitik von Brasilien bis Japan umgekehrt und internationale Verträge vom Verbot von Streubomben bis zum Erhalt der Meere beeinflusst. Der britische Premierminister Gordon Brown sagt von Avaaz: “Ihr habt den Idealismus der Welt vorangetrieben… unterschätzt nicht euren Einfluss auf die Staats -und Regierungschefs”. Der Economist schreibt, dass Avaaz bereit ist, einen “ohrenbetäubenden Weckruf an die Entscheidungsträger der Welt zu senden” und Nobelpreisträger Al Gore sagt: “Avaaz ist inspirierend und hat bereits damit begonnen, Veränderungen einzuläuten.” Wir sind nur 5 Jahre alt und wachsen schnell. Je stärker unsere Mitglieder gewillt sind sich zu engagieren und zu spenden, de sto mehr Einfluss werden wir haben.

Spenden Sie hier: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_de/?vl

Grund 2 - Eine Spende an Avaaz ist eine Investition, die permanenten sozialen Wandel mit sich bringt

Bei Avaaz finanzieren unsere Spenden nicht nur schlagkräftige Kampagnen, sondern rekrutieren auch noch mehr Menschen. Mehr Menschen bedeutet mehr Spenden und damit mehr Wirkung. Sie erzielen also nicht nur eine bestimmte Veränderung mit Ihrer Spende, sondern stellen auch sicher, dass sich unser Netzwerk vergrössert. Dies bedeutet, dass sich Ihre Spende um ein Vielfaches multipliziert und sich so zu einer permanenten und ständig wachsenden Quelle der Veränderung wird. Ein doppelter und zugleich dauernder Effekt hat einen gewaltigen philantropischen Wert.

Grund 3 - Wir haben keine Bürokratie
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Avaaz ist ein massives Netzwerk von Bürgern, aber unsere Organisation ist winzig - nur 15 Vollzeit-Aktivisten mit operativer und technologischer Unterstützung arbeiten mit. Die meisten grossen globalen NGOs beschäftigen Hunderte, wenn nicht Tausende von Mitarbeitern. Unsere geringe Grösse bedeutet, dass wir uns nicht auf Bürokratie oder verschiedene Verwaltungsebenen konzentrieren müssen, sondern einzig auf das Erzielen von Ergebnissen.

Grund 4 - Wir werden regelmäßig kontrolliert und sind steuerlich haftbar

Gerüchte über den Missbrauch von Spendengeldern schüren Angst und Misstrauen. Viel davon ist fehl am Platz, denn die meisten Organisationen sind voller integrer MItarbeiter, die Gutes bewirken wollen. Bei Avaaz können Sie sicher sein - wir sind gesetzlich verpflichtet, alle 12 Monate eine amtliche Buchprüfung durchzuführen. Diese Bilanzkontrolle prüft gründlich jeden Aspekt unserer Bücher und unserer fi nanziellen Praktiken. Bisher fanden drei Revisionen statt, und jedes Mal wurde uns ein guter Prüfungsbericht vorgelegt. (Hier finden Sie mehr Details: Hier klicken).

Grund 5 - Wir haben ein Weltklasse-Team, das hervorragende Arbeit leistet

Campaigning, Interessenvertretung und sozialer Wandel sind ein ernsthaftes und anspruchsvolles Geschäft - je kompetenter das Team, desto mehr Einfluss haben unsere Spenden. Avaaz zieht die besten Campaigner und Interessenvertreter der Welt an. Viele unserer Kampagnendirektoren kamen zu uns, nachdem sie sie erfolgreich die Geschäftsführung einer Multi-Millionen-Dollar-Organisationen wahrgenommen hatten; die meisten von ihnen haben ein Diplom von den besten Universitäten der Welt.

Spenden Sie jetzt: https://secure.a vaaz.org/de/sustain_avaaz_de/?vl

Grund 6 - Wir sind 100% unabhängig

Avaaz akzeptiert kein Geld von Regierungen oder Konzernen. Dies ist enorm wichtig, um sicherzustellen, dass unsere Stimme ausschließlich durch die Werte unserer Mitglieder bestimmt wird und nicht abhängig ist von den Spenden großer Geldgeber. Zwar erhielten wir die ersten Zuschüsse von Partnerorganisationen und karitativen Organisationen, doch mittlerweile werden 100% des Budgets von Avaaz durch kleine Online-Spenden abgedeckt. Dies bedeutet, dass wir einzig und allein dem Begehren der Spender folgen.

Grund 7 - Wir leiten das Geld weiter, wenn es Sinn macht und unterstützen die besten Bemühungen

Avaaz hat knapp 4 Millionen Dollar an andere Organisationen gespendet, weil wir sie als besser positioniert angesehen haben, um das Geld in bestimmten Situationen bestmöglich einzusetzen. Zum Beispiel waren das 1,6 Mio. $ an burmesische Mönche und Hilfsgruppenund 1,3 Mio. $ an Hilfsorganisationen auf Haiti - sehen Sie dazu die Video hier an - und über eine Mio. $ an die Hilfsbemühungen in Pakistan. Die meisten Stiftungen haben endlose Bearbeitungszeiten und unzählige Beschränkungen, was diese langsam und bürokratisch macht und so die Gefahr besteht, dass sich die positiven Effekte umkehren. Avaaz sucht sich die geeignetsten Organisationen und verzichtet auf Detailanweisungen - wir geben ihnen nur die Mittel, um ihre Kompetenz einsetzen zu können.

Grund 8 - Wir sind politisch (das macht den Unterschied)

Bei den meisten Wohltätigkeitsorganisationen sind Spenden von der Steuer absetzbar. Doch dies bedeutet, dass sie in gewisser Hinsicht vom Steuerzahler finanziert sind. Viele Staaten nutzen dies, um der Organisation strikte Rege ln aufzuerlegen, was diese tun oder lassen dürfen. Meistens beschneidet dies das Recht, einen Politiker zu kritisieren oder zu unterstützen. Avaaz ist eine der wenigen Organisationen, bei denen dies nicht der Fall ist, was uns 100% Freiheit lässt zu dem, was wir sagen oder machen, um unsere Regierungen zum Zuhören zu bewegen. Weil so viele wichtige Streitfragen in der Welt der Politik gewonnen oder verloren werden, gibt uns das deutlich mehr Effizienz gegenüber Interessengruppen, die Angst vor politischen Aussagen haben.

Grund 9 - Wir handeln dort, wo Bedarf und Möglichkeiten am größten sind

Die meisten Organisationen wenden sich einem einzelnen Thema über lange Zeiträume zu. Das ist sehr wichtig, doch es kann auch passieren, dass sehr dringende Fälle oder besonders gute Möglichkeiten unter den Tisch fallen, weil keine Zeit mehr dafür übrig ist. Hier kommt Avaaz ins Spiel und mobilisiert die Massen dann, wenn rasches H andeln dringend gebraucht wird. Wir arbeiten fortlaufend mit guten Leuten aus den Regionen zusammen, in denen wir Kampagnen durchführen. Alle beschreiben Avaaz als eine Bereicherung ihrer Arbeit.

Klicken Sie hier um zu spenden: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_de/?vl

Grund 10 - Demokratische Verantwortung ist fest verankert in unserem Modell

Das Avaaz-Modell zieht seine Kraft aus den Mitgliedern. Unsere Prioritäten werden mit regelmäßigen Umfragen festgelegt und in kleinerem Maßstab findet dies auch für jede Kampagne statt. Es macht keinen Unterschied, wieviel Arbeit in einer Kampagne steckt, wenn von unseren Mitgliedern kein grünes Licht kommt, werden wir sie nicht durchführen. So wird auch sichergestellt, dass die Spenden dort eingesetzt werden, wo unsere Mitglieder diese haben wollen.

Grund 11 - Es gibt keine vergleichbare Organisation

Avaaz ist die weltweit erste und einzige von Mitgliedern getragene Hightech Bewegung, die sich mit den unterschiedlichsten Angelegenheiten befasst. In einer Welt, in der die Probleme zunehmend global relevant sind und deshalb globale Lösungen brauchen, hat Avaaz eine besondere Stellung, um Wandel voranzutreiben. Keine andere Orga nisation kann innerhalb von 24 Stunden und in so großem Maßstab demokratischen Druck in über 150 Ländern aufbauen. Ein neuartiges Modell internetbasierter Politik, die von den Menschen ausgeht, hat schon in vielen Ländern etwas bewegen können. Avaaz bringt dieses Modell auf eine globale Ebene. Das Ergebnis ist bereits jetzt die größte Onlinebewegung in der Geschichte, und wir haben gerade erst begonnen.

Machen Sie eine sichere Spende an Avaaz: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_de/?vl



Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 10 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. (”Avaaz” bedeutet “Stimme” oder “Lied” in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jeder Nation dieser Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.
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Schulterblick nach Erfurt

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Oktober 2011

Es gabt sie schon, die Serie von Vorkommnissen auf den Parteitag der LINKEN in Erfurt welche die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zogen. Es gab auch das große Interesse der Medien, welche diesen Parteitag sehr Wachsam begleiteten. Es kann also nicht an den „Neoliberalen“ Medien liegen wenn diese jetzt nicht im Sinne der Partei über dieses Event berichten. Jeder verkauft sich nun einmal so, wie er kann.

So war der Blätterwald gestern voll gespickt mit einer breiten Auswahl von Schlagzeilen. In der Welt hieß es: „Alles hört jetzt auf Oskars Kommando“, während die FAZ von einer Partei „Die Linkshaber Partei“ schrieben. So titelte die Lausitzer Rundschau „Vorwärts, es geht zurück“ und die TAZ schließlich „Die Linke liebt nur tote Sozis“. Die Erwähnung hier kann nur ein kleiner Überblick sein, mag aber als Hinweis auf eine Tendenz reichen.

Alleine die Forderung nach dem Recht auf einen freien Rausch zeigt an wie wenig A.. die Linke in ihrer Hose hat. Da wird eine Legalisierung großspurig beschlossen, um schon kurze Zeit später, nach Reaktion der Medien, klammheimlich zurückgezogen zu werden. Lassen wir die Wertung eines solchen Beschlusses einmal außen vor, ist es aber ein Hinweis auf die Haltbarkeit aller anderen Beschlüsse. Zuverlässigkeit und Selbstbewusstsein verfügt über andere Ausdrucksformen!

Anderseits, für eine Partei welche einen sehr hohen Altersschnitt aufweist ist der Ruf nach Drogenfreiheit irgendwie fehl am Platz. Wäre doch älteren Herrschaften der Ruf nach einem freien Gedeck (ein Bier, ein Schnaps) bestimmt sympathischer. Überhaupt bekamen die Zuseher auf Phönix mehr den Eindruck das von diesen Gedecken über die Tage ausreichend Gebrauch gemacht wurde.

Beängstigend hier der Blick in die leuchtenden, euphorisierten  Augen der Zuhörer bei den Reden  von Gysi und Lafontaine. Das ganze machte schon eher den Eindruck hier Beobachter einer Liebeshochzeit, denn der einer pluralistisch, demokratisch, kritischen Partei zu sein. Das sind dann die Momente in der die Gedanken sehr schnell zurückgehen in die Kindheit und Erinnerungen an religiöse Veranstaltungen wach gerufen werden.

Heute erlebt man dergleichen noch bei einem Papst Besuch oder in alten Dokumentarfilmen über König Adolf. Dieses erzeugt Angst ist es doch ein Hinweis wie leicht sich trotz all gemachter negativer Erfahrungen scheinbar gebildete Menschen vom dummen sabbern einlullen lassen und ihre eigene Meinung im Fahrzeug auf dem Parkplatz hinterlegen.

Auch eine  96.9 % Programm Zustimmung lässt eher den Eindruck an alte SED oder KPD Zeiten, denn an eine freie Gesellschaft aufkommen. Zweifellos mag ein auseinander brechen der Partei hier Vater der Gedanken gewesen sein. Nur, so einen starken Kitt gibt es nicht um auf diese Art und Weise eine dauerhafte Gemeinschaft bilden zu können. Alleine schon die Forderung von Oskar Lafontaine nach Geschlossenheit lässt an ein altes Lied der SA erinnern, in dem die Reihen fest geschlossen waren. In einer freien Partei eine Unverschämtheit, was auch einmal so gesagt werden muss.

Die Suche nach neuen Vorbildern wie Willy Brandt oder Herbert Wehner, welche man der Ahnengalerie mit Karl Marx und Rosa Luxemburg beifügen möchte, zeigt eine große Ähnlichkeit mit den Kölner Katholen auf, welche sich, zwecks Füllung ihrer maroden Kasse einst auf die Suche nach neuen Reliquien von Heiligen machten. Die einzige Frage welche von Oskar noch nicht beantwortet wurde, ist die ob denn Tote Sozis auch über eine Seele verfügen.

So gab denn auch Gilbert Kallenborn als Besucher dieses Parteitages seine Eindrücke in einem sehr guten Kommentar wieder. Hier möchten wir die Gelegenheit nutzen, seinen dort verteilten Flyer auch unseren Lesern bekannt zu machen. Den Flyer findet ihr >>HIER<<.

Vorwärts, es geht zurück

Die Linkspartei müsste eigentlich Hochkonjunktur haben. Der Kapitalismus ist in der Krise, die Finanzmärkte spielen verrückt, und zahlen muss wie immer der „kleine Mann“. Davor warnt die Linke schon seit Jahren.

Trotz alledem steckt sie selbst in der Krise. Woran das liegt? An den innerparteilichen Streitereien natürlich. Und sicher auch daran, dass die vor vier Jahren neu gegründete Partei mangels programmatischer Grundsätze nur eine vage Richtung kannte. Auf ihrem Parteitag in Erfurt nun gelang das fast schon Unmögliche: Die Linke hat endlich ein Grundsatzprogramm. Und ja, möglich wurde das nur, weil sich die verfeindeten Parteiflügel zum Kompromiss durchgerungen haben.

Allerdings ist der Realitätssinn dabei auf der Strecke geblieben. Die linke Programmwelt kennt kaum Zwischentöne, nur Schwarz und Weiß, nur Gut und Böse. Gezeichnet wird das Bild einer durch und durch finsteren Gesellschaft, in der die Armut grassiert und der Markt sein Unwesen treibt. In dieser furchtbaren Welt scheinen auch Reformen zwecklos zu sein. So gehört der Kapitalismus letztlich abgeschafft. Als Rettung winkt ein Sozialismus, zweiter Versuch, mit streng regulierter Wirtschaft, verstaatlichten Banken, ganz viel Demokratie und noch mehr sozialer Gerechtigkeit.

Quelle: Lausitzer Rundschau >>>>> weiterlesen

IE

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habemus einen kandidaten

Erstellt von Veit-Ulrich H. am 25. Oktober 2011

peer steinbrück - nur was für lobbyisten.

helmut schmidt inhaliert und stösst aus lebenszeichen. kaum einmal war der gute krank. er raucht noch immer, gott sei dank. unsereiner darf überall dort, wo der alte seine menthol zündet, mit sicherheit nicht mal dran denken. im eigenen auto immerhin, aber da nie angeschnallt bei offenem aschenbecher, setzt es ersatzweise dafür amtliche haue.

zuletzt hat schmidt bei jauch gequarzt. und dem nichtraucher (?) steinbrück die fähigkeit zum kanzler-sein bestätigt. weisser rauch stieg auf, sozusagen. habemus einen kandidaten. zumindest die, die hinter, vor oder neben der spd stehen. und wenn nicht sie, dann jene, die rechts von den linken in der guten, alten sozialdemokratie anzutreffen sind. beim spargelessen im seeheimer kreis oder im kanal arbeitend.

meinereimer, der mal als mitglied, aber schon lange nicht mehr, beiträge an die spd abdrückte, kann sich nur das eh schon schüttere haupthaar raufen. steinbrück als kanzler-kandidat – da werden am wahlabend dicke pfeile der wählerwanderung von der spd zu grünen und rot-roten führen. und zwar zurecht(s).

peer export. war mal eine zigarettenmarke der firma brinkmann. heisst aber nicht, dass du den steinbrück in der pfeife rauchen kannst. finanzpolitisch hat ihn ob seines sachverstands gar die kanzlerin geschätzt. bedeutet aber noch lange nicht, dass er recht hat, wenn er vor lobbyisten und anderen wirtschafts-vertretern seine launigen reden zur rettung der geld-welt hält. ihm wird ausser in der finanzpolitik nur in der verwaltung können zugesprochen. aussen-, innen-, sicherheits-, sozial-, entwicklungs-, bildungs- oder verteidigungspolitik: nie was substantielles gehört von steinbrück. das verbindet ihn mit dem leichtathletischen zehnkämpfer und olympia-bewerber, der hundert meter sprinten und einigermassen weit springen kann, in den anderen disziplinen indes soviel drauf hat wie seine vereinskameraden aus der herz-kreislauf-gruppe für über 70-jährige.

aber ach! was bleibt phoenix-schauern und taz-lesern denn als alternative? vorausgesetzt wir gehören dem wähler-pack an, das die cdu nicht und die fdp erst recht nicht mehr in der regierung vertreten sehen will. dann kommen wir – freundinnen und freunde seid tapfer – nicht an der spd vorbei. gabriel statt steinbrück? nur das nicht. der gabriel ist falsch. in des wortes doppeltem sinne. dem steinmeier gebricht’s an inner-parteilicher hausmacht. und ausserdem darf er durchaus das patent auf die agenda 2010 für sich beanspruchen. un‘ nu‘? an stelle einer angela gar eine andrea? eine andrea nahles? allen berliner runden zum trotz ist die generalsekretärin so links wie der herr tur tur gross. (allerdings zeichnet sich michael endes scheinriese durch freundlichkeit aus.)

olaf schubert: auch keine chance.

der olaf schulz aus hamburg hätte gesamt-deutsch gesehen soviel chancen wie olaf schubert, der ewige pullunder aus dresden. bei uns schwaben also ebensowenig wie bei den nieder- und anderen bayern.

es bleibt also festzustellen: die spd verfügt nicht über taugliches kanzler-personal. die grünen auch nicht und die linken bestenfalls über oskar lafontaine, den opportunisten alter schule. abgesehen davon werden diese beiden parteien nicht einmal kaum in die verlegenheit geraten, einen kanzler oder sein weibliches pendant stellen zu müssen. und das heisst, dass wir uns 2013 entweder eine schwarz-gelb-grüne oder eine schwarz-grüne koalition zusammenwählen. die linken bekommen die stimme des schmierfinks dennoch. allein – sie wird nichts ändern.

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WINDOWS XP

Erstellt von UP. am 25. Oktober 2011

10 Jahre Windows XP: Der lange Abschied

Am 08. April 2014 ist endgülig Schluss - Ende der Fahnenstange - für das beste WINDOWS, was es bisher gab!
An diesem Tag - dem letzten XP-patch-day - kann das letzte Update gemacht werden, wenn es eines gibt.
UP.

Am 25. Oktober 2001 erschien der gemeinsame Nachfolger von Windows 2000 und Windows 9x. Kurze Zeit später legte Microsoft das Verfallsdatum für Windows XP fest: Nach fünf Jahren sollte der Support enden – oder zwei Jahre nach Erscheinen des Nachfolgers, je nachdem, was länger dauert. Lediglich für Windows XP Professional und für die Tablet-PC-Edition wollte man zusätzliche zwei Jahre Support bereitstellen, allerdings nur gegen Bares. Doch Microsofts Pläne wurden durchkreuzt, denn mit dem Nachfolger wollte es nicht so recht klappen.

>>>weiterlesen bei HEISE

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Kürbis-(Alp)traum

Erstellt von UP. am 25. Oktober 2011

Halloween

Früher ging es ja schon im August los mit den Adventskalendern und Spekulatius in den Supermärkten. Das ist heute zwar noch immer so, aber ein weiteres jahreszeitliches Großereignis bricht seit einiger Zeit regelmäßig über uns herein: Halloween!


Rote Suppe mit künstlichen AugäpfelnWohin man schaut, überall Kürbisse, Kürbisse, Kürbisse, dazu noch massenweise Gespenster und Totenköpfe. Außerdem jede Menge bizarrer Gruselideen wie z. B. die “Augensuppe” im Bild links…. Komisch, bis vor ein paar Jahren gab es im Herbst bei uns nur das schöne alte Erntedankfest. Halloween kannte man aus amerikanischen Filmen. Das lässt sich ändern, und das lässt sich vor allem zu Geld machen, hat sich die Werbeindustrie gedacht. Und sie sollte Recht behalten: Von Halloween-Lichterketten über Halloween-Limonade bis zu Halloween-Klingeltönen fürs Handy gibt es ALLES. Ohne große Mühe könnte man seinen kompletten Tagesablauf ausschließlich mit Halloween-Produkten verbringen.

>>> weiterlesen im Jugendmagazin *) der Verbraucherzentrale

*) …was nicht heissen soll, dass wir Alten und das nicht reinziehen dürfen; wie war’s? “…wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen”!
Wir haben den Jungen diesen aus meiner Sicht unausgegorenen Mist beigebracht. In Union mit diesen 14. Februar, insgesamt der Verdiensttag der Blumen- und Gruschthändler, Vergnügungs-Industrie und Süssigkeiten-Hersteller - ergo: betrachten wir diese “Feiertage” in the american way of life doch ruhig einmal ein wenig kritisch: Süsses oder Sau’res!?
UP.

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Wer braucht hier die Basis

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Oktober 2011

Mit Forderungen wie: „Mehr Demokratie wagen“, „alle Macht geht vom Volke aus“ oder „wir sind das Volk“ stürmen weltweit die verschiedensten Gruppierungen öffentliche Straßen und Plätze um so ihren Forderungen nach einer Politik von „Unten“ ein Gesicht zu geben. Lautstark sichert die Linke auf ihren Parteitag am Wochenende diesen Protestierenden ihrer Solidarität zu. Nur was ist davon wirklich zu halten? Inwieweit ist diesen Zusagen Glauben zu schenken?

Da gab es auf diesen Parteitag unter vielen anderen auch den Antrag einer Gruppierung aus dem Saarland unter den Namen „Initiative Demokratie und Transparenz“, welche auch uns bis dato relativ unbekannt war. Diese forderte in einen Antrag,  den Ortsverbänden per Satzung mehr Macht einzuräumen, da gerade dort, vor Ort, die eigentliche Arbeit in der Verbindung zur Bevölkerung geleistet wird. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Den Antrag findet ihr:  HIER

Abgelehnt unter anderen auch deshalb da, laut unserer Informantin vor Ort ein politischer Lakai von Lafontaine mit Namen Harald Schindell, zweimal an das Mikrofon trat um vehement eine Ablehnung des Antrag bei den Delegierten ein zu fordern. Soweit der Unterschied zwischen dem Sein und Schein im Verhältnis zu der nach Außen immer verkündeten Mitbestimmung und Unterstützung für die Basis.

Die Forderung, den Ortsverbänden endlich auch in der Satzung die ihnen gebührende Anerkennung zu sichern ist an und für sich so alt wie die Partei selbst. Gerade diese Gruppierungen in welchen die unbezahlten Freiwilligen-Arbeiten anfallen, wie das Plakate kleben, die Parteiwerbung vor Ort, die Kontaktsuche mit den Wählern an den Ständen, die Werbung für neue Mitglieder  usw., usw. bekommen die geringste Anerkennung in einer sich selber als  pluralistisch bezeichnenden, demokratischen Partei. Die Gruppierungen werden zu Bittstellern bei den Kreisverbänden degradiert und haben sich dort deren Lust und Laune auszuliefern, sie werden erpressbar. Da wundert sich dann die Spitze in Berlin warum sich Fraktionen und Ortsverbände immer wieder frustriert auflösen.

Das kann so weit gehen wie hier in unseren Heimatkreis WAF zu den letzten Kommunal Wahlen geschehen. Da wurde der ganze Ortsverband der Stadt Ennigerloh geschlossen, um einem Doppelmitglied im Kreisvorstand der LINKEN, GAL + LINKE, die Konkurrenz für die GAL aus dem Weg zu schaffen. Diese zog so zum ersten mal mit zwei Plätzen in den Stadtrat ein. Abgesegnet wurde diese Manipulation von dem damaligen Landesgeschäftsführer Günter Blocks und und seiner Assistentin der heutigen MdB Ingrid Remmers. Kurz nach den Wahlen wurde der OV neu eröffnet.

Der politische Kampf ist dahin zu tragen, wo der Gegner ist:
Vor Ort, direkt zu den Menschen.
Bewusst wird dies seitens der Kreisvorstände unterbunden.

IE

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Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Oktober 2011

…Herr Küppersbusch?

Im Rückblick auf die vergangene Woche gehtb es heute um die Arbeitslosen, den Tod von Gaddafi und auch Griecheland darf nicht fehlen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Der gefasste Berliner Kühlergrillanzünder hat keine politischen Motive, sondern “Frust über Arbeitslosigkeit”.

Was wird besser in dieser?

Arbeitslosigkeit wird in der Verfassung als Hobby eingestuft.

Muammar al- Gaddafi ist tot. Sogar der Iran hat den Tod des gestürzten libyschen Machthabers begrüßt. Sind wir jetzt dem Weltfrieden ganz nahe?

Klar, nur noch eben Iran, die Amis basteln schon dran. Das könnte dann zwar aus Versehen auch ein Weltuntergang werden, aber, hey, einfach mal versuchen. Die Taliban waren Ziehsöhne der USA gegen die Russen, Saddam Hussein ihr gehätschelter Verbündeter gegen Iran und Gaddafi der irre Waffenkunde mit dem Öl. Diese Menschenrechtskriege mit ihrer gründeutschen Beigabe nachträglicher Auschwitz-Befreiung sind eine Strategie, besonnene Verhandler als Weicheier zu diskriminieren. Wenn Demokratie überlegen ist, warum hat sie im Ernstfall immer Pause?

Tausende Griechen demonstrieren immer wieder gegen Einsparungen, die Abgeordneten stimmten dennoch für die Maßnahmen. Streik trotz Hilfe. Sind die Griechen undankbar?

Nee, wir. Die Griechen baden eine kohldeutsche Fehlkonstruktion aus: Wirtschaftseuropa, ein Staat ohne Verfassung und Sozialgesetzgebung. Man kann allen alles verkaufen und muss vom Gewinn niemandem was abgeben. Die Griechen protestieren für die mit, die sich Europa als Sozialstaat vorstellen. Wegen dieser vorbildlichen Erkenntnis hatte ich allerdings mit zwei, drei Eigentoren von Piräus gegen den BVB gerechnet.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Bio-Kohle…

Erstellt von UP. am 24. Oktober 2011

… Brennstoff der Zukunft oder Bodensubstrat?

Pressestelle - Hochschule Ruhr West - 24.10.2011
Prof. Dr. Marcus Rehm, Julian Schwark und Anke Spantig erforschen Bio-Kohle an der HRW

Was ist braun, gut brennbar und wird zur Bodenverbesserung eingesetzt? „Bio-Kohle“, deren Herstellungsverfahren, Zusammensetzung und Verwertbarkeit derzeit von der Hochschule Ruhr West (HRW) erforscht werden.
Bottrop, vor einigen Jahren noch Kohlezentrum im Ruhrgebiet und heute „Innovation City“, beheimatet seit kurzem Wissenschaftler an der Hochschule Ruhr West, die aus Gras, Grünschnitt oder Gartenabfällen „Bio-Kohle“ herstellen. Mittels eines patentierten Verfahrens, der Vapothermalen Carbonisierung (VTC), empfinden Prof. Dr. Marcus Rehm, Institutsleiter Energiesysteme und Energiewirtschaft an der HRW, und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter Anke Spantig und Julian Schwark, den Ablauf von Kohleentstehung technisch nach. In weniger als vier Stunden wird im Reaktor durch Druck- und Temperaturänderung aus Biomasse Kohle. >>> weiterlesen? wenn, dann hier
 

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…na…, wie wäre es denn mit Kamelmist als Brennstoff? Könnten die Saudis exportieren, wenn das Öl aus ist; denn dort ist es ja warm.
Oder wir greifen einfach auf unseren ländlichen Bereich und dessen Resourcen zurück: Zum Heizen und Kochen kann sehr gut der getrocknete Kuhfladen verwendet werden. Ordentlich scheissende Kühe anstelle der “Vapothermalen Carbonisierung”; denn diese hat den Nachteil, dass man das Gerät nicht essen kann - die Kuh schon. Und man stelle sich den Haufen vor, den deutsche Kühe jeden Tag rauslassen - das ist eine ganze Menge! Und die Menschen kämen der Natur wieder näher und die Kinder wissen, wie die Kuh aussieht.
Die heutigen Küchen müssten allerdings umgebaut werden… - damit hätten die Schornsteinfeger, deren Zunft unter Nachwuchssorgen leidet, auch wieder mehr Arbeit mit dem Fegen einer weiteren Röhre.

Ich halt’s nicht aus: BIOKOHLE!!!

 
Irgendwie fällt mir dazu nur der fälschlicherweise BIO-Sprit genannte Agrarsprit ein, der “Diesel” aus Rapsöl, der Motoren reihenweise killt und der Alki-Stoff, der den Menschen die Ernährung streitig macht.

UP.
 

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Fachkräfte-Diskussion

Erstellt von UP. am 24. Oktober 2011

Jahrzehntelang bildete die deutsche Industrie nicht aus und deutsche Ärzte wandern ab in die Schweiz, wo Chef- und Oberarzt-Hierarchien flach sind und das Arbeitsklima exzellent. Deutsche Facharbeiter - besonders aus dem Osten - siedelm um nach Norwegen und Frauen finden ihren Job in der österreichischen Hotel-Industrie. Sogar der Adel - hier im Besonderen der Baron von und zu Guttenguggel - verzieht sich in die USA, wobei es um den nicht schade ist; denn der ist nur Politiker gewesen.
Die Politik lässt alle laufen. Und dann reden deren speziellen Dummerjahne von Problemen auf den Arbeitsmarkt, deren ‘Besitzer’ und Schlüsselindustrien jahrelang keinen Plan hatten, Fachkräfte zu bewerben und auszubilden, wobei der heutige Fachkräfte-Pool immer noch genügend Potential ausweist, welches als qualifizierte Arbeitslose im Fahrwasser der von-der-Leyen’schen Quäl- u. Qual - Agenturen rumdümpeln. Der Hosenanzug als Bestimmerin der Richtlinien der Politik schert sich ein Teufel drum, sondern überlässt es Weinkennern und den Verbalerotikern der deutschen Industrie, das vermeintliche Fehlen von Fachkräften zu bejammern wie bezahlte Klageweiber.
UP.

 
 
„Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zum Schlüsselproblem für den deutschen Arbeitsmarkt und nicht die Arbeitslosigkeit“, erklärt ["die Bundesweinkönigin"] Rainer Brüderle, und Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt fordert unentwegt „wirksame Maßnahmen“ dagegen.

Das alles geschieht, obwohl ab dem 1. Mai die Freizügigkeit in arbeitsrechtlicher Hinsicht auch für Arbeitnehmer aus den acht osteuropäischen Staaten gilt, die 2004 der Europäischen Union beigetreten sind. Dann dürfen Bürger aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn in Deutschland uneingeschränkt arbeiten. Ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt also tatsächlich so dramatisch, wie Brüderle und Hundt behaupten? Keineswegs. Die Debatte zeigt vielmehr, wie interessengeleitet die Diagnose eines angeblichen Fachkräftemangels ist.

>>> weiterlesen in Blätter.de

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Thomé-Newsletter

Erstellt von UP. am 23. Oktober 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mein heutiger Newsletter zu folgenden Themen:

1. Occupy Action: Macht mit am Bank Transfer Day am 5. Nov.
Die Occupy Bewegung breitet sich auch in Deutschland aus, neben Demonstrationen und Zeltlagern rufen sie jetzt zu einem weltweiten Banken Aktionstag auf, jeder soll um den 5. Nov. sein Geld von großen Banken abheben. Wenn sich viele an der Aktion beteiligen, wird mit dem massenhaften Geldtransfer von den Banken das Finanzsystem erheblich ins Wanken gebracht, auch dies ist ein Weg der Gier der Banken eine rote Karte zu zeigen.

Es besteht die Chance, dass sich aus den Occupy Aktivitäten eine neue soziale Bewegung entwickelt, die sich gegen die Macht des Kapitals und des Profits auflehnt. Hier sollten sich Erwerbslose engagieren, Geldanheben wird weniger die Aktionsform sein, aber sie könnten bei den Zeltlagern in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Düsseldorf usw. mitmachen. Die dort Aktiven sollten durch Solidaritätsbesuche, Grußbotschaften, Spenden oder einfach mal ne Kanne Kaffeé unterstützt werden oder macht bei der Bankaktion mit.

Der Aufruf zum Bankenaktionstag: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MFdrwXNcc3E
Hier einfach mal eine Link Übersichtsseite zu Occupy Links: http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php?id=links

2. Neue Weisungen der BA im SGB II
Die BA hat wieder mal neue Dienstanweisungen zum SGB II rausgegeben, dies betrifft diesmal die §§ 9, 20, 31 ff und 59 SGB II. Diese sind hier zu finden: http://www.harald-thome.de/sgb-ii—hinweise.html

3. Abschaffung des Rechtsanspruch auf Leistungen nach dem KJHG
Durch A-Länderinitiative und mit Unterstützung der AGJF (Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden) soll der individuelle Rechtsanspruch auf Leistungen nach dem KJHG abschaffen werden, sowie das Subsidiaritätsprinzip gekippt werden.
Am 4. November trifft sich auf Einladung des Hamburgischen Senates eine sog. Expertenrunde der Länder und Kommunalen Spitzenverbände, um diesen inhaltlichen Umbau der Kinder- und Jugendhilfe inhaltlich voranzutreiben, hinter dem sich ein massiver Qualitätsabbau der fachlichen Arbeit und ein Abbau an Rechtsansprüchen für Kinder und Eltern verbirgt.

So wird zu Protest von in der Jugendhilfetätigen KollegInnen am 4.11.2011 um 11.00 Uhr in der Hamburgischen Landesvertretung, Jägerstr. 4 in Berlin-Mitte aufgerufen um sich lautstark dagegen aussprechen. Bitte daher auch Trillerpfeifen, Kochgeschirr zum Klappern mitbringen. Mehr dazu unter: http://www.einmischen.com/
Hintergrundmaterial gibt es hier: http://www.harald-thome.de/media/files/Einmischen-im–KJHG-am-4.11.2011.pdf

4. Aktualisiertes Prozesshandbuch der bisherigen Jobcenter in zugelassene kommunale Träger
Die BA hat ein „Pflichtenheft“ zum Übergang der Jobcenter als gemeinsamen Einrichtungen (gE) und Agenturen für Arbeit mit getrennter Aufgabenwahrnehmung (AAgAw) in zugelassene kommunale Träger (zkT) erarbeitet. Auf dieses möchte ich hinweisen, es ist hier zu finden: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A07-Geldleistung/Dokument/GA-SGB-2-NR-21-2011-08-17-Anlage.pdf

5. In Rheinland Pfalz derzeit kein Landesgesetz zu den KdU
In einem aktuellen Schreiben bestätigt das Büro des Ministerpräsidenten das Land Rheinland -Pfalz zurzeit von der Ermächtigung in §22a SGB II keinen Gebrauch machen will. Aus Sicht des Ministeriums ist die Satzungsregelung nicht geeignet, die bestehenden materiellen Probleme zu lösen, auch bestehen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Regelung noch erheblicher Erklärungsbedarf hinsichtlich der inhaltlichen und formellen Ausgestaltung der landesrechtlichen Regelungen. Damit wird festgestellt, derzeit in RP kein Landesgesetz. Das Schreiben gibt es hier: http://www.harald-thome.de/media/files/RP-Pr-si-zu-Landesgesetz-KdU-v.-18.10.2011.pdf

6. Folien: Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik
Olaf Klenke Mitarbeiter des Linken MdB Sabine Zimmermann hat einen übersichtlichen Foliensatz zu den geplanten Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, dessen Gesetzentwurf jetzt in den Vermittlungsausschuss gegangen ist erstellt. Darin sind die Kernpunkte der Instrumentereform gut zusammengefasst. Die Folien sind unter der Überschrift Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik hier zu finden: http://dokumente.linksfraktion.de/mdb/42020746.pdf

7. Richtigstellung: die die Pfändungsfreigrenze fällt weg, sondern der Pfändungsschutz
Im letzten Newsletter habe ich geschrieben, dass die „Pfändungsfreigrenze wegfallen würde“, das ist inhaltlich falsch, der Pfändungsschutz von Sozialleistungen nach § 55 SGB I fällt weg und ohne ein P-Konto gibt es ab 2012 keinen Pfändungsschutz für Sozialleistungs-Gutschriften. Daher müsst ihr dringend in den Beratungen darauf hinweisen.

8. Keine Fortbildungen mehr mit Bildungsgutschein
In eigener Sache möchte ich mitteilen, dass ich meine Fortbildungen nicht mehr mit Bildungsgutschein anbiete. Die BGU - Abrechnung ist für die Bildungsanbieter mit einem nicht mehr vertretbaren Verwaltungsaufwand verbunden, die Anbieter können weit länger als ein halbes Jahr auf ihr Geld warten, das Antragsverfahren ist für die Bildungssuchenden auch nur noch mit einem nicht mehr vertretbaren Antragsverfahren verbunden. Somit ein Bürokratiemonster womit eine gute Sache kaputt gemacht wurde. Herzlichen Glückwunsch an die Verantwortlichen!

9. Nächste Grundlagenseminare in Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart und Wuppertal
Die ersten SGB II – Grundlagenseminare für 2012. Zum Jahresbeginn wird es am 16./17. Jan. in München, am 23./24. Jan. in Frankfurt, am 25./26./27. Jan. in Hamburg und am 30./31. Jan. in Wuppertal, am 20./21./22. Feb. in Stuttgart und am 27./28./29. Feb. in Berlin geben. Anmeldung und weitere Details sind hier zu finden: http://www.harald-thome.de/grundlagen_seminare.html

10. Seminare: „Aufrechnung, Kürzen und Rückfordern im SGB II” in München u. Hannover
Ebenfalls biete ich dieses Jahr meine „Spezial“-Fortbildung „Aufrechnung, Kürzen und Rückfordern im SGB II“ noch am 05./06. Dez. in München und am 19./20. Dez. in Hannover an. Im nächsten Jahr gibt es diese Fortbildung am 05./06. März in Wuppertal, am 12./13. März in Berlin und am 14./15. März in Hamburg. In dieser Fortbildung werden die vielfältigen leistungsverkürzenden Änderungen durch die Rechtsänderungen in diesem Jahr, die neuen Regeln bei der Darlehensgewährung und die drastische Aufrechnungsmöglichkeit von behördlichen Rückforderungs- und Ersatzansprüchen beackert.
Die Fortbildung ist ein absolutes Muss für Praktiker, die sich mit dem neuen Recht im Detail vertraut machen wollen. Beschreibung und Anmeldeunterlagen gibt es hier: http://www.harald-thome.de/intensivseminare.html

11. Seminar „ALG II - Bescheide prüfen und verstehen- Berechnung und Bescheidprüfung für die Praxis” am 24./25. Nov. in Dresden
Diese Fortbildung biete ich bis auf weiteres nur noch am 24./25. Nov. in Dresden an. In dieser wird systematisch die Einkommensanrechnung laufender und einmaliger Einnahmen, die Einkommensbereinigung und „die Wissenschaft und Detektivarbeit“ ALG II - Bescheide zu verstehen und zu prüfen, vermittelt. Auch geht die Fortbildung intensiv auf die durch das RBEG eingeführte Änderungen der Anrechnung von Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit ein.

Beschreibung und Anmeldeunterlagen gibt es hier: http://www.harald-thome.de/intensivseminare.html

So, das war es mal wieder für heute.

Mit besten und kollegialen Grüßen

Harald Thomé
Fachreferent für Arbeitslosen- und Sozialrecht
Rudolfstr. 125
42285 Wuppertal

www.harald-thome.de
info@harald-thome.de

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Mehr Demokratie

Erstellt von UP. am 23. Oktober 2011

Mehr Demokratie e. V.
MD - Info 10/2011
19. Oktober 2011
http://www.mehr-demokratie.de
Abonnenten: 30.829
___________________________________________

Mehr Demokratie: Unterzeichnen Sie die Bürgerklage!

1) Schleswig-Holstein: Volksinitiative geschafft
2) Klicken Sie hier für Mehr Demokratie
3) Direkte Demokratie in Kalifornien
4) Sonstige Demokratie-Nachrichten
___________________________________________

Wussten Sie, dass Sie bei der Wahl einer Partei schaden können, in dem Sie diese
wählen? Dies verursacht ein Effekt, der „negatives Stimmgewicht“ genannt wird.
Mehr Demokratie und Wahlrecht.de haben nun eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht
gestartet: Zum einen soll das negative Stimmgewicht endlich beseitigt werden. Zum anderen
soll die Verzerrung der Wahlergebnisse durch Überhangmandate verhindert werden. Denn
dadurch kann eine Bundesregierung gewählt werden, die nicht die Mehrheit der
Wählerstimmen repräsentiert.
Hintergrund: Seit dem 14. Oktober gilt in Deutschland ein neues Wahlrecht. Die
Reform wurde nötig, weil 2008 das Verfassungsgericht das negative Stimmgewicht
für verfassungswidrig erklärt hatte. Drei Jahre hatte der Gesetzgeber dafür Zeit – aber
erst nach Ablauf der Frist wurde eilig ein schlechtes Gesetz zusammengestrickt.
Die Folge: Noch immer können negatives Stimmgewicht und Überhangmandate auftreten.
Unterstützen Sie deshalb jetzt die Bürgerklage, damit Deutschland ein faires Wahlrecht
ohne Überhangmandate bekommt.

Das Unterstützerformular finden Sie auf unserer Homepage. Bitte drucken Sie es aus
und schicken das Formular unterschrieben an uns:
http://www.mehr-demokratie.de/wahlrecht-klage.html

Es grüßt Sie freundlich
Ronald Pabst
___________________________________________

Klicken Sie unten für Mehr Demokratie

Online-Beteiligung ist aus dem Alltag politisch aktiver Organisationen nicht mehr
wegzudenken. Wenn Sie mögen, können Sie die Arbeit von Mehr Demokratie und
dem Partnerprojekt Abgeordnetenwatch.de mit wenigen Klicks unterstützen:

Das Internetportal Abgeordnetenwatch.de wurde 2004 von zwei Mehr Demokratie-
Mitgliedern gegründet. Jetzt steht es neben zwanzig anderen tollen Projekten für den
Deutschen Engagementpreis zur Wahl:
http://deutscher-engagementpreis.de/online_voting_2011.html

Eine Direktbank hat 1.000 Euro für Vereine mit vielen Online-Fans ausgelobt. Dort
können Sie bis zu drei Stimmen für Mehr Demokratie abgeben.
https://verein.ing-diba.de/sonstiges/10405/mehr-demokratie-ev

Bitte beachten Sie in beiden Fällen die Bestätigungsmails in ihrem Postfach.

Sonstige Demokratienachrichten

Die neue Ausgabe des MD Magazins steht zum Download bereit:
http://www.mehr-demokratie.de/magazin.html

Brandenburg: Volksinitiative „Schule in Freiheit“ eingereicht:
http://www.mehr-demokratie.de/schule-in-freiheit.html

Stuttgart 21: Mehrheitsentscheidungen respektieren!
http://www.mitentscheiden.de/va_s21.html

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Mehr Demokratie im Web 2.0
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ronald.pabst@mehr-demokratie.de
02203 / 59 28 59
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51143 Köln

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Kassenwartin: Katrin Tober
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn
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Made in Germany

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Oktober 2011

Günther Oettinger ein Paradebeispiel für die Qualität der heutigen Politiker Kaste, ein Beispiel für das Versagen einer Bevölkerungsgruppe von der sich die Bürger mehr und mehr distanzieren.  Galt es früher einmal als Renommee mit derlei Zeitgenossen bekannt zu sein, ist es heute besser einer solchen Begegnung aus dem Weg zu gehen und bei Bedarf die Straßenseite zu wechseln. Warum gerade Merkel solch einen Karikatur-Verschnitt nach Brüssel schickt wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben, fällt anderseits aber auch auf sie selber zurück. Na, vielleicht hat sie auch  in ihm eine Person gesehen, welche ihr einmal die Kanzlerschaft streitig machen könnte. Damit würde sich der Kreis dann ja auch wieder schließen.

Wir können alles - außer Europäisch

Günther Oettinger, dessen bezauberndes Englisch besonders bei den Einwohnern der Pidgin-Inseln regelrechte Beifallsstürme ausgelöst hat, ist eigentlich Merkels Kommissar für Energie bei der Europäischen Union. Aber da seine Chefin in der Euro-Krise jede Menge Hilfe braucht, hat er sich in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung energisch des Problems der Schuldenkrise angenommen. Schulden-Sünder-Staaten, so sagt der tapfere Schwabe, müssten Ihre Flaggen vor den EU-Gebäuden auf Halbmast setzen. So lange bis sie ihren Hauhalt ausgeglichen haben.

Wer denkt, solch originelle Gedankengänge seien neu für unseren Günther, der irrt. Schon 1989, da war er noch Vorsitzender der Jungen Union in Baden-Württemberg, hatte er eine ähnliche Eingebung: Zur Unfallvermeidung wollte er das Motorradfahren auf öffentlichen Straßen verbieten. Dieser genialische Vorschlag sei, erklärte er in einem Interview, „unter dem Eindruck des Besuchs einer Unfallklinik entstanden“. Dass der Entzug seines Führerscheins, nachdem er mit 1,4 Promille im Blut erwischt worden war, mit seiner Anti-Motorradkampagne zu tun haben könnte, hat er immer bestritten.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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Von Roosevelt lernen

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Oktober 2011

Die Einführung einer Reichensteuer, oder der Ruf einiger Super reichen mehr Steuern zahlen zu wollen wird seit einigen Monaten von einigen Reichen gefordert. Diese greifen hiermit eine Idee auf, welche bereits 1933 von Roosevelt unter dem Schlagwort New Deal angewandt wurde. Warum gerade jetzt die alte Forderung wieder erhoben wird versucht die wirtschaftspolitische Korrespondentin  Ulrike Herrmann in ihren Kommentar zu ergründen.

Von Roosevelt lernen

Warren Buffett lässt nicht locker. Der US-Milliardär will unbedingt mehr Steuern zahlen. Er bombardiert die New York Times mit Artikeln, in denen er vorrechnet, dass er von seinem Millioneneinkommen prozentual nur halb so viel abführen muss wie ein normaler Angestellter.

Das ist fraglos ein Skandal. Allerdings ist er nicht neu. Buffett hätte auch schon vor fünf Jahren auffallen können, dass die Millionäre weltweit zu wenig Steuern zahlen. Warum also meldet er sich jetzt?

Für einen kontrollierten Verlust

Warren Buffett ist eben schlau. So schlau, dass er gern auch das “Orakel von Omaha” genannt wird. Und Buffet hat erkannt, dass den Reichen dieser Welt nur noch die Wahl zwischen zwei Übeln bleibt: Entweder sie zahlen mehr Steuern, was ein kontrollierter Vermögensverlust wäre - oder aber die Weltwirtschaft kollabiert in einem Crash, was einem unkontrollierten Vermögensverlust gleichkäme. Angesichts dieser Alternativen will Buffett lieber auf der Kommandobrücke bleiben, weswegen er nun so vehement für Reichensteuern plädiert. Er hat eingesehen, dass nur noch ein starker Staat den Kapitalismus retten kann.

Es ist auch kein Wunder, dass der US-Milliardär hektisch wird. Denn der unkontrollierte Vermögenscrash, den Buffett so fürchtet - er hat bereits eingesetzt. Weltweit herrscht ein “Anlagenotstand”, weil die Renditen die Inflation nicht mehr ausgleichen. Real erhalten die Vermögenden also nur noch Negativzinsen, was ihren Besitz sukzessive entwertet.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Mittelamerika im Regen

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Oktober 2011

Tropisches Tief -

Mittelamerika versinkt im Dauerregen

Hier eine Presseerklärung und ein Spendenaufruf der Medico International:

Seit über zwei Wochen sorgt das tropische Tief 12-E für Dauerregen in Mittelamerika. Rund 600.000 Menschen sind betroffen, fast 100 starben. Am schlimmsten ist die Situation in Guatemala und El Salvador. Hier wurden die heftigsten Regenfälle seit 50 Jahren gemessen.

„In den bergigen Regionen häufen sich die Erdrutsche, allenthalben sind Brücken zerstört oder nicht passierbar. Viele Dörfer sind seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten. Besonders betroffen sind die armen Bevölkerungsschichten, die entlang gefährdeter Flussufer, Berghänge und Schluchten siedeln und denen die Mittel fehlen, ihre Häuser katastrophensicher zu bauen. Hinzu kommen die massiven Ernteausfälle – ein Desaster für die größtenteils arme Landbevölkerung“, berichtet Dieter Müller, Leiter des medico-Regionalbüros Mittelamerika.

Unsere Kollegen und Kolleginnen von der Asociación de Promotores Comunales Salvadoreños (APROCSAL) in El Salvador versorgen derzeit 5.000 Betroffene in 40 Gemeinden und 23 Notunterkünften mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Plastikplanen und Medikamenten. In Guatemala kümmert sich unsere Partnerorganisation Asociación Coordinadora Comunitaria de Servicios para la Salud (ACCSS) um 6.500 Menschen in 19 Gemeinden und Notunterkünften. Beide Organisationen können auf langjährige Erfahrungen in der Basisgesundheitsversorgung, Katastrophenprävention und Nothilfe in den betroffenen Regionen zurückgreifen und dadurch schnell und gezielt helfen.

Ursache Umweltzerstörung

Schwere Regenfälle sind in Mittelamerika um diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich. In diesem Jahr regnet es jedoch deutlich mehr und länger als in den Jahren zuvor. Vermutlich eine Folge des Klimawandels. Dass die starken Regenfälle nicht nur zunehmen, sondern auch immer verheerendere Auswirkungen haben, liegt nicht zuletzt an der Abholzung der Wälder, dem großflächigen Anbau von Monokulturen und der Überfrachtung der Umwelt mit Müll. Die Aufnahmefähigkeit der Böden verringert sich immer mehr, Bäche und Flüsse treten immer häufiger über die Ufer und der Müll in der Kanalisation verhindert zunehmend, dass das Wasser abfließen kann. Also sucht es sich andere Bahnen, überschwemmt Siedlungen und Felder, zerstört Straßen und Brücken.

Diese Zerstörung trifft vor allem die Ärmsten. Auf der Suche nach Überlebensmöglichkeiten ziehen sie vom Land in die Städte, wo ihnen oft keine andere Option bleibt, als sich in Risikogebieten anzusiedeln. „Wir haben es hier wieder einmal mit einer ,schleichenden’ Katastrophe zu tun“, schreibt Dieter Müller aus Managua. „Die internationale Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz davon, denn - glücklicherweise - müssen wir nicht über 2.000 Todesfälle vermelden wie vor 13 Jahren in Nicaragua beim Hurrikan Mitch, sondern deutlich weniger. Die Realität für Zehntausende hier ist aber dennoch dramatisch.“

Leere Lager, zerstörte Felder: Die mittelfristigen Folgen

Das ganze Ausmaß wird sich erst mittelfristig zeigen. Die Ernteausfälle werden die prekären sozio-ökonomischen Bedingungen der meisten Betroffen weiter verschärfen. Die Reserven aus der letztjährigen Ernte gehen zu Ende, aber in ein bis zwei Monaten, wenn die aktuelle Ernte von Mais, Hirse und anderen Produkten anstünde, wird es vielerorts kaum etwas zu ernten geben. Die Familien werden keine Einnahmen haben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, geschweige denn, um die Aussaat im kommenden Jahr zu finanzieren.

Treffen wird das auch all jene Familien, die auf zusätzliche Einnahmen als LandarbeiterInnen angewiesen sind. Seit Tagen können sie nicht arbeiten und somit die Ernährung ihrer Familien nicht mehr sichern. Gleichzeitig steigen die Preise für Grundnahrungsmittel. All das wird sich in den kommenden Monaten zuspitzen, wenn die unmittelbare Soforthilfe nachlässt. „Hinzu kommt, dass E-12 vielerorts, so z.B. in den Projektgemeinden von ACCSS an der guatemaltekischen Pazifikküste, die dritte große Unwetterkatastrophe seit 2005 ist“, gibt Dieter Müller zu bedenken. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, genug Unterstützung für einen erneuten Neuanfang zu mobilisieren.“

Nachhaltige Katastrophenprävention durch Armutsbekämpfung

Damit die Menschen in dieser besonders gefährdeten Weltgegend nicht immer wieder schutzlos den Unwettern und ihren dramatischen Folgen ausgeliefert sind, damit es nicht immer wieder der Nothilfe und des Wiederaufbaus bedarf, ist eine nachhaltige Katastrophenprävention dringend geboten: die Ausgrenzung breiter Bevölkerungsschichten, die maßgeblich für die negativen Folgen der Unwetterkatastrophe verantwortlich ist, muss überwunden werden.

Die Politik in den betroffenen Ländern muss auf die menschlichen Grundbedürfnisse ausgerichtet sein und nicht auf die Interessen der wirtschaftlichen und sozialen Eliten, die große Teile der Bevölkerung im Regen stehen lassen. Um die Lage der Marginalisierten nachhaltig zu verbessern und sie gegen Katastrophen zu wappnen, bedarf es der Schaffung ökonomischer Perspektiven und deutlich verstärkter Investitionen in Bildung, Gesundheit und Umwelt. Dafür kämpfen unsere Partnerorganisationen in Mittelamerika.

Verbesserter Katastrophenschutz in El Salvador - Wahlkampf statt Nothilfe in Guatemala

In manchen katastrophengeplagten Ländern Mittelamerikas machen sich Verbesserungen in der Umsetzung von Notfallmaßnahmen bemerkbar. So sind in El Salvador und Nicaragua die Regierungen und die Katastrophenschutzeinrichtungen rechtzeitig aktiv geworden, haben Menschen evakuiert und Notfallpläne umgesetzt. In El Salvador ist dies in erster Linie der engen Kooperation von staatlichen Stellen sowie der von der Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN) geführten Kommunen mit nichtsstaatlichen Organisationen wie APROCSAL zu verdanken, die aufgrund ihrer breiten Netze von GesundheitspromotorInnen und lokalen Selbsthilfeinitiativen sofort handeln konnten. Sie richteten Notunterkünfte ein und kümmerten sich um die Erstversorgung der Betroffenen.

In Guatemala sieht die Situation bedauerlicherweise anders aus. Humberto de León, Projektkoordinator unserer Partnerorganisation ACCSS berichtet: „Die Staatskasse ist leer. Die Regierung hat eine Haushaltsanpassung im Parlament eingebracht, um Mittel aus anderen Ressorts für die Nothilfe freizugeben. Die Opposition des Partido Patriota, des aussichtsreichsten Kandidaten für die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen am 6. November, hat die Initiative im jedoch Parlamente jedoch blockiert. So fehlt es an Geld für schwere Gerätschaften, um die Folgen der vielen Erdrutsche zu beseitigen. Wahlkampf zu Lasten der Betroffenen!”

Globale Verantwortung

Der globale Norden, der die Länder Mittelamerikas primär zur Befriedigung seines Konsum- und Energiebedarfs als Quellen von Rohstoffen, billigen Arbeitskräften und Agrarprodukten nutzt, muss ebenfalls für die erhöhte Katastrophenanfälligkeit Mittelamerikas in die Verantwortung genommen werden. medico-Partnerorganisationen wie APROCSAL und ACCSS engagieren sich daher auch in internationalen Netzwerken gegen Bergbau und die Landnahme für Agrospritplantagen, für die Sicherung der Ernährungssouveränität ihrer Länder und für eine globale Gesundheitspolitik, die der Privatisierung und Unterordnung der Interessen der Pharmaindustrie entgegentritt.

medico hat für die Nothilfemaßnahmen der Kollegen und Kolleginnen in El Salvador und Guatemala kurzfristig 20.000 Euro zur Verfügung gestellt. Für die unmittelbare Nothilfe wie für die langfristige Unterstützung der Unwetteropfer beim Wiederaufbau ihrer überfluteten Häuser und der Neubewirtschaftung ihrer überschwemmten Felder brauchen wir dringend Ihre Hilfe.

Spenden erbitten wir unter dem Stichwort: Mittelamerika

Zur Online-Spende Mittelamerika

IE

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Die LINKE in Erfurt

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Oktober 2011

Es gab Zeiten da Unterschied sich die politische Szene aus Sicht der Bevölkerung in einen Rechten- den konservativen Bestandsbewahrern und einen Linken- Flügel als den Modernen den Erneuernden, den Intellektuellen. Diese Sichtweise ist durch die Existent einer Linken Partei in diesem Land gründlich verwischt worden was auch der Landesparteitag in Erfurt nachhaltig bestätigt.

So wies denn auch die Partei bereits am ersten Tag des Treffens, nachhaltig durch einen in Szene gesetzten Lesevortrag von einem Dutzend Delegierter, mit dem alten “Erfurter Programm” auf diese Tatsachen hin. Dieses wurde in vergangenen Zeiten von der SPD in derselben Stadt beschlossen. In dem stark vom Marxismus beeinflussten Dokument wurden das Ende der Klassenherrschaft, die Befreiung der Arbeiterklasse und Geschlechtergerechtigkeit gefordert. Es entspricht - vom mitunter antiquiert wirkenden Vokabular abgesehen - ganz dem Duktus der Linkspartei. Das Dokument ist 120 Jahre alt und sagt vieles aus über eine „Neue Partei“ welche nicht SPD sein möchte.

So wurden wir schon während der Rede von Sabine Lötzsch aus dem Parteitag heraus von einem ehemaligen DDR Bürger angerufen und darauf aufmerksam gemacht, dass man diesen Vortrag auch zu ehemaligen SED Zeiten genau so hätte hören können.

Selbstverständlich kam sie, wie auch Sahra Wagenknecht immer wieder auf die Eigentumsfrage zurück, womit die vielen offenen Fragen der in diesem Land lebenden Bürger keinesfalls beantwortet werden. Ist es noch erklärbar wenn menschliche Grundbedürfnisse wie Energie oder Bildung von öffentlichen Händen geführt werden, ist eine Verstaatlichung von Banken oder Konzernen bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss. Die Ermöglichung eines normalen Bankrott reichte hier vollkommen aus. Dafür brauchte man nur die entsprechenden Subventionen zu streichen, nach denen die Linke aber immer dann am lautesten schreit, wenn Konzerne wie Opel oder Nokia in eine finanzielle Schieflage geraten.

Für den Großteil der Bevölkerung ist doch gerade die Kontrolle durch einen allmächtigen Staat, die große Bedrohung für die Freiheit des Einzelnen Individuum. Der Moloch Staat, welcher mit seinen Machenschaften, teilweise unsinnigen Vorschriften und Regulierungen durch die Behörden, Polizei oder die Geheimdienste längst eine Eigenständigkeit angenommen hat, welche für den Einzelnen immer mehr zu einer großen Belastung wird. Wir empfehlen hier im besonderen einen Gang zu den ARGEN oder den Ausländerämtern. Dort wir jedem sehr schnell klar wer denn Herr oder gescherr ist. Dieser Behördenwahnsinn zeigt sich übrigens nirgendwo deutlicher als in kommunistischen oder diktatorisch geführten Staaten und hier unter anderen im besonderen in der ehemaligen DDR.

Der Ruf nach mehr Verstaatlichung ist in der LINKEN seltsamerweise meistens von Personen zu hören, die bekanntlich nicht gerade „an der Tischkante knabbern“. Gerade die Lautesten, wie Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine oder auch Diether Dehm sollten wir einmal fragen wie es denn mit  einer Verstaatlichung ihres eigenen Vermögens aussieht. Oder stehen Mitglieder der Partei DIE LINKE bei solchen Forderungen außen vor, wie es ja sowohl im Bundestag, als auch in den ehemaligen Zentralkomitees immer üblich ist und war. Für eine Beurteilung der Wähler in dieser Frage scheint sich auch keiner zu interessieren.

Stattdessen wird immer wieder von der Partei- und Fraktionsspitze betont gebraucht zu werden. Auch würde sie Lösungen anbieten: Für eine sozial gerechtere Verteilung von Reichtum und Besitz. Gegen die Macht der Banken. Nur dringt sie damit nicht zum Bürger durch und bemerkt dieses nicht einmal.

Sehr passend zur Linkspartei ein Kommentar von Heute:

Im März 2010 stellten Lothar Bisky und Oskar Lafontaine, damals beide noch Parteichefs, den ersten Entwurf für das Grundsatzprogramm der Linkspartei vor. Bisky mahnte damals, dass die Partei ohne Gewerkschaftsscheuklappen auf die bundesdeutsche Wirklichkeit schauen soll. Die Linkspartei müsse eine Ansprache für die digitale Boheme finden, für jene Milieus, in denen Selbstausbeutung und Selbstverwirklichung verfließen. Mit Arbeiterschweiß-Rhetorik komme man da nicht weit.

Das Erfurter Programm zeigt in der Tat, dass die Linkspartei noch kompromissfähig ist. Die internen Deals funktionieren. Zu Bundeswehreinsätzen im Ausland bekommen die Fundis ein gesinnungsfestes und intellektuell klägliches Nein, dafür dürfen die Pragmatiker im Osten in den Ländern Realpolitik machen. Das bildet die Machtbalance in der Linkspartei ab, die stabiler ist, als viele Medien meinen. Für die Zukunft ist das zu wenig. Dafür braucht sie mehr Bisky und weniger Lafontaine, mehr Offenheit für die bundesdeutsche Wirklichkeit, weniger Parolen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen:

IE

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Ein linkes Streitgespräch

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Oktober 2011

Auf ein sehr interessantes Streitgespräch aus der heutigen TAZ möchten wir hier aufmerksam machen. Ein Gespräch zwischen der Vertreterin des linken Flügel Christine Buchholz und Stefan Liebich von dem Flügel der Reformer. Aus diesem Streitgespräch ist uns im besonderen eine Passage ins Auge gefallen, welche wir hier herausstellen möchten, da besonders in dieser Aussage die teilweise unredliche Diskussion innerhalb der Partei deutlich wird. Man versucht dem Bürger wieder einmal Sand in die Augen zu streuen.

Im Verlauf des Gespräches wird an Christine Buchholz die folgende Frage gestellt welche wir hier zitieren:

„Nicht helfen, weil Sie nicht genug wissen - ist diese Haltung nicht zu bequem?

Buchholz: Ich finde es viel unbequemer, nicht mit dem Mainstream zu schwimmen und zu fragen, was denn die Hintergründe eines Konflikts sind. Gaddafi zum Beispiel wurde hofiert, und dieselben Leute sind auf einmal auf die Seite der Demokratie gewechselt. Das finde ich abstoßend. Es gibt tausend Möglichkeiten, Menschen zu helfen ohne Militär und ohne Rohstoffinteressen.“

Richtig !! Aber Frau Buchholz findet hier etwas abstoßend was innerhalb ihrer Partei an der Tagesordnung ist und wir fragen nach: Wie viele Mitglieder ihrer Partei sind denn mit Gründung der LINKEN in die Demokratie gewechselt? Was ist mit den ehemaligen Kommunisten?, den ehemaligen SED Mitgliedern?, oder auch den ehemaligen Stasi-Mitarbeitern welche innerhalb der Partei selbst heute alte Standpunkte vehement verteidigen! Siehe hier den Streit über den Mauerbau als ein Beispiel. Sind diese auch innerhalb der Partei die LINKE in ihren Augen abstoßend?

Wäre es nicht besser, statt falsche Phrasen zu dreschen, den Wählern einmal zu erklären wie denn in diesem Land ein in ihren Vorstellungen zukünftiger „Demokratischer-Kommunismus“ aussehen wird? Gleich ihrer heutigen Aussage? Wie ist das mit dem Balken im eigenen Auge, wenn nicht erkannt wird, das Demokraten in ihrer Partei als Antikommunisten beschimpft und dementsprechend der Partei verwiesen oder hinaus gemobbt werden?  Wir wollen hier aber nicht unerwähnt lassen das auch der Umgang der West Länder mit der Hofierung Gaddafis völlig unakzeptabel war.

Hier nun das Streitgespräch:

“Wir werden keine Kriegspartei”

taz: Frau Buchholz, Herr Liebich, beim Programmparteitag an diesem Wochenende streitet die Linke darüber, ob es vertretbare Einsätze der Bundeswehr im Ausland gibt. Was steht in Erfurt auf dem Spiel?

Christine Buchholz: Wir werden in Erfurt mit großer Mehrheit Bundeswehreinsätze im Ausland ablehnen und fordern, die Bundeswehr aus den laufenden Einsätzen zurückzuholen. Die Bundeswehr ist in den letzten zwanzig Jahren in immer mehr Einsätze geschickt worden - meist mit humanitärer Begründung. Diese Entwicklung lehne ich ab. Ließen wir Auslandseinsätze im begrenzten Rahmen zu, setzten wir damit unsere Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

Herr Liebich, was steht für Sie auf dem Spiel?

Stefan Liebich: Der Programmentwurf geht bei der Ablehnung von Bundeswehreinsätzen im Ausland viel zu weit. Demnach sind gar keine mehr gewünscht: nicht bei Hungerkatastrophen, nicht bei Wahlbeobachtungen, auch nicht bei Blauhelmeinsätzen, die von den Konfliktparteien gewünscht werden. Ich will nicht den Weg von SPD und Grünen gehen, aber das Nein in dieser Form halte ich für übertrieben.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Die enkel-lose LINKE

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Oktober 2011

Da werden am kommenden Wochenende sicher viele Augen in gespannter Erwartung nach Erfurt zum Bundesparteitag blicken, kommt es doch zur ersten großen Zusammenkunft nach all den unbefriedigenden Wahlausgängen des letzten Jahres. Personalwahlen stehen zwar nicht auf der Tagesordnung, aber in den programmatischen Grundsatzfragen wird es zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Strömungen kommen. Werden doch die nächsten Jahre vor der Bundestagswahl für die weitere Zukunft der Partei entscheidend sein.

Die Hoffnung jedoch, nach diesen Parteitag in eine rosige Zukunft zu blicken, bleibt dabei einigen wenigen Optimisten überlassen. Zu groß sind die Differenzen zwischen den überwiegend aus dem Westen kommenden Fundamentalisten mit deren knallharter Opposition und den Reformern aus dem Osten, welche auf eine Mitarbeit in Regierungsbeteiligungen setzen. Mit anderen Worten gesagt: Ist es auf Dauer ausreichend Politik ausschließlich mit Kritik aus der Opposition her zu betreiben oder wird man versuchen müssen, auch durch eine aktive Mitwirkung in der Regierungsverantwortung nachweisen zu können, dieses Land neu mit gestalten zu können. Wir glauben, dass das letzte Wahljahr bereits Teil dieser Antwort war, da die Partei nicht in der Lage war zu beweisen, die immer wieder geäußerten Parolen auch nur annähernd umsetzen zu können und dem Wähler nicht vermittelt werden konnte, mit der Abgabe seiner Stimme für die LINKE in diesem Land etwas bewegen zu können.

Neben der programmatischen Grundsatzdebatte werden aber auch  im Hintergrund die personellen Fragen Diskussionsthema sein, wobei sich das wesentliche Interesse um das denn nun Wollen, Müssen oder auch Können des Oskar Lafontaine drehen wird. Zu Auffällig war die selbst zur „Schau Stellung“ über Zweitpersonen in den letzten Monaten.

Führte uns Günter Grass im Jahr 2006 mit der Enthüllung seiner Kindheits- und Jugend-Autobiografie “Beim Häuten der Zwiebel”  in die Vergangenheit seiner Jugend ein, legt Lafontaine mit dem Ablegen immer weiterer Häute eine verblüffende Wandlungsfähigkeit offen. Wir fragen uns schon, ob der jetzige Schulterschluss mit den Sektierern der Partei nun das Maß aller letzten  Dinge ist, oder ob er auf der Suche nach dem eigenen Ich, eines Tages bei den schmerzresistenten Fakiren in Indien enden wird.

Auferstanden aus den politischen Partei Ruinen seines heimatlichen Saarland wird es für ihn schwer zu beweisen sein, auf Bundesebene eine bessere Leistung zu vollbringen. Hatte er dort noch die Möglichkeit, sich hinter seinen politischen Leerkäufen Bierbaum und Linsler zu verstecken, weht ihm schon heute aus dem Osten eine kalte Brise entgegen, welche sich sehr schnell zu einen starken Orkan entwickeln kann.

Wie schrieb doch die Sueddeutsche dieser Tage so treffend und wir zitieren:

„Die gegenwärtige Krise wird im geschichtlichen Teil des Programmentwurfs zum geradezu zwangsläufigen Ergebnis der kapitalistischen Entwicklung erklärt. Es gibt demnach keine Fehler im System, das System ist der Fehler. Die Linke attackiert den Kapitalismus, aber sie meint auch die Marktwirtschaft. Sie empfiehlt, verkürzt formuliert, einen Sozialismus plus Mittelstand minus Stasi. Die Neuauflage soll natürlich demokratisch funktionieren und ohne die Auswüchse sturer Planwirtschaft. So werden das die Linken in ihrem Erfurter Programm beschließen. Danach müssen sie nur noch Wähler finden, die daran glauben.“

Viel wirres Zeug in unseren aufgeklärten Land in der Mitte  Europas, zumal wenn man versucht Länder wie Kuba, Nordkorea, oder auch die ehemalige DDR den Menschen als sozialistische Zielvorstellung zu verkaufen.

Und so schreibt die Sueddeutsche weiter:

„So entpuppt sich die Krise, die für eine linke Partei eine Chance sein könnte, als Falle. Sie zwingt die Linke zu grundsätzlichen Bekenntnissen, verleitet sie zu radikalen Antworten und bestärkt sie im Selbstbild als Hüterin der einzigen Wahrheit. Die Abgrenzung von SPD und Grünen wird sie in Erfurt weiter zementieren. Die Linke hat sich für ihr Programm “Haltelinien” ausgedacht, die ihr eine Beteiligung an Regierungen nur unter strengen Voraussetzungen erlauben würden. Dabei wäre das - zumindest in der Bundespolitik - gar nicht nötig gewesen. Für ein Bündnis mit Sozialdemokraten und Grünen steht die Partei nach dem Erfurter Parteitag nicht mehr ernsthaft zur Verfügung. Es ist stets das natürliche Bestreben der Sozialdemokraten gewesen, die neue Konkurrenz ins Abseits zu drängen. Das erübrigt sich. Die Linke stellt sich bereitwillig selbst hinein.“

Dabei ist die fehlende politische Legitimation des Oskar Lafontaine als Delegierter noch gar nicht angesprochen wurde. Es ist schon erstaunlich wie Kaltschnäuzig die, selbst von einer BschK festgestellten Wahlmanipulationen, auf die Seite geschoben werden. Man möchte meinen, Lafontaine reihte sich so fast selbst zerstörerisch nahtlos in eine Reihe von Politclowns wie Guttenberg, Mehrin oder auch dem Po-faller ein, welche ihrem Berufsstand wahrlich nicht zur Ehre gereichen.

So liegen bei DL Dokumente und Unterlagen vor, welche auch die  Rechtmäßigkeit der Wahlen vom 30. 05. 2011 und 12. 06. 2011 in Frage stellen. Folgen wir dem vorliegenden Sitzungs-Protokoll der Wahlen vom 30.05. 2011, wird in diesem, sowohl der Antrag als auch die Ablehnung auf die Durchführung von geheimen Wahlen, was zuvor nachhaltig bestritten wurde,  bestätigt.

Ebenfalls sind wir im Besitz einer „Erklärung an Eides Statt“, in welcher der Unterzeichner so wohl die Anträge als auch die Ablehnung auf geheime Durchführung in beiden Wahlveranstaltungen bestätigt. Lafontaine soll laut Unterzeichner den Antrag mit den Worten „So etwas brauche man nicht“ abgewiesen haben.

Ebenfalls liegen die Eingangsbestätigungen auf Antrag der Strafverfolgung von der Staatsanwaltschaft Saarlouis  unter dem
AZ 6 AR 13 / 11 gegen W.S. vom 04. 10. 2011

und

AZ 6 AR 14 / 11 gegen C.B. vom 07. 10. 2011

vor.

Erschüttern in seiner Gier nach Macht und Geld läßt sich ein gestandener Berufspolitiker von solcherart Vorwürfen natürlich nicht. Dieses sind  Situationen, wo viele normale Durchschnittsbürger sich schämten, dergleichen Vorteile für sich persönlich auszunutzen. Bei solch einen abgehobenen Verhalten der Politikerkaste ist es dann kein Wunder, wenn sich immer mehr Bürger aus der Politik zurückziehen.

Dass - wie schon bei den letzten Bundestagswahlen - die Zahl der reinen Protestwähler bis zu den nächsten Wahlen noch ansteigen wird, macht es Parteien heute noch leichter nach oben zu kommen. Die Piraten haben in Berlin gezeigt, dass man auch ohne großartige Progamme bei derartiger Konstellation sehr wohl Erfolge verbuchen kann. Die Aussicht auf neue Alternativen für Protestwähler wird sich daher vergrößern.

IE

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LEYEN I - Qualcenter

Erstellt von UP. am 21. Oktober 2011

PRESSEERKLÄRUNG vom 20. Oktober 2011

Neuestes Marterwerkzeug in Hartz IV-Qualcentern: Selbständige platt machen!
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Hartz4-Plattform verurteilt sitten- und rechtswidriges Austricksen durch die Ämter
unterstützt durch eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM)

„Nirgends wird wohl das menschliche Talent der Kreativität mehr pervertiert als in den Hartz IV-Verwaltungen,“ kritisiert Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin angesichts des sich rasant steigernden Drucks und der Schikanen gegenüber aufstockenden Selbständigen. „Bundessozialministerin von der Leyen scheint zur Jagd geblasen zu haben auf die, die krisenbedingte Einbrüche ihrer Unternehmen überbrücken oder durch selbständige, eigenverantwortliche Arbeit den Leistungsbezug überflüssig machen wollen. Nach dem, was wir aktuell aus allen Teilen der Republik hören, scheint Ursula von der Leyens Sozialministerium die Devise heraus gegeben zu haben: Selbständige platt machen – um jeden Preis!“

Diese politische Absicht scheint auch eine neue Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) zu bestätigen, die sich – nach Aussagen des Instituts – auf bislang nicht ausreichend vom Bundessozialministerium (BMAS) zur Verfügung gestellte statistische Daten begründet, um tatsächlich eine abschließende gesamtgesellschaftliche Aussage machen zu können. Vorläufig nimmt die Studie eine einseitig volkswirtschaftliche Bewertung vor und kommt zu dem Ergebnis, Hartz IV-Aufstockungsleistungen seien Markt und Wettbewerb verzerrende Subventionen, die diejenigen benachteiligten, die diese ergänzenden Leistungen der Grundsicherung nicht nachfragten. Das IfM folgert daraus, auch die Förderungen von Selbständigkeits-Gründungen seien kritisch zu hinterfragen, weil sie einer Einladung zu noch mehr Selbständigen-Aufstockern gleich kämen.

Die Wirklichkeit sieht - nach Erkenntnissen der Hartz4-Plattform – jedoch ganz anders aus.

In einer Kleinstadt im Nordharz z.B. betreibt ein Ehepaar seit Jahren ein Dienstleistungs-Unternehmen mit Reparatur, Wartung und Verkauf. Die Startphase wurde durch die 2008er Krise ausgebremst, der Aufbau erschwert und schließlich die überbrückende Hilfe aus Hartz IV notwendig. Auf diese Weise konnte ein kontinuierlich wachsender Gewinn erreicht werden, der bis Mitte 2011 jedoch noch nicht ausreichte, um ganz aus den Aufstockungsleistungen aussteigen zu können.

Im Sommer 2011 verschärfte plötzlich das Jobcenter – zusammen mit einem amtlich angeordneten Coaching zur Verbesserung der Umsatzsituation – den Druck, sich aus dem Leistungsbezug zu entfernen. Das begann mit einer sogenannten Anregung, parallel einen 1€-Job aufzunehmen und mündete schließlich in der nicht realisierbaren Aufforderung, binnen drei Monaten den Gewinn zu verdreifachen. Diese Forderung – von Jobcenter und Coaching gemeinsam vorgetragen – folgte eine quasi Nötigung. Man solle für den Fall, dass dieses Ziel nicht erreicht würde, die Selbständigkeit aufzugeben, um sich in Bewerbungsmaßnahmen und schließlich die Jobvermittlung zu begeben.

Perfides – und davor der Hartz4-Plattform noch nie bekanntes Druckmittel – war der Vordruck einer Leistungsverzichtserklärung, die den Betroffenen während eines gemeinsamen Gesprächs mit Fallmanager und Coach zur Unterschrift vorgelegt wurde. Darin heißt es unter dem Datum des vom Jobcenter anberaumten Besprechungstermins:

„Verzichtserklärung
Hiermit erklären wir den Verzicht auf Leistungen der
Grundsicherung ab dem 01.01.2012. Der Leistungsverzicht gilt
nur für die Zeit unserer Selbständigkeit.“

„Das soll wohl auf Deutsch heißen,“ resümiert Brigitte Vallenthin, „Grundsicherungsleistungen kriegt ihr erst wieder, wenn ihr eure Selbständigkeit an den Nagel hängt und euch von uns in sinnlose Bewerbungs-Maßnahmen, 1€-Jobs und damit aus der Statistik drängen lasst.
Das ist ein Skandal! Insbesondere angesichts der Tatsache, dass ein vorgelegter Weiterbewilligungsantrag durch Verzögerung ausgebremst wird. Und obendrein werden den „Kunden“ seit Jahresbeginn auch noch Rückzahlungen sowie Unterkunftskostennachzahlungen vom Amt vorenthalten, die diese dringend für umsatzsteigernde Geschäftsinvestitionen benötigen.“
Entsprechend dieses offensichtlichen Ziels der Behörde heißt es dann auch weiter:

„Bei Aufgabe bzw. Einstellung der Selbständigkeit Beider
erlischt die Verzichtserklärung.“

„Noch einmal ins Deutsche übersetzt: Wir bearbeiten und bewilligen euren Folgeantrag nur, wenn ihr „freiwillig“ eure Selbständigkeit platt macht“, so Vallenthin.

Als Zieladresse war in dem der Hartz4-Plattform vorliegenden Vordruck das zuständige Jobcenter, als Absender die „Kunden“-Adresse angegeben. Befragt, warum Ihnen nicht ein offizieller Amtsvordruck vorgelegt würde sondern stattdessen ein Dokument, das den falschen Anschein erwecken würde, als sei es von Ihnen persönlich und freiwillig angefertigt worden, antwortete die Behörden-Vertreterin lediglich lapidar: das sei so üblich.
Die rechtswidrig geforderte Unterschrift wurde verweigert.Inzwischen ist die Sache beim Sozialgericht anhängig.

„Ich habe den Eindruck, auch die IfM-Analyse - die offensichtlich gesellschaftliches Zusammenleben nur nach Wirtschaftlichkeit bemisst - scheint die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben, wo mit der Occupy-Bewegung derzeit auf den Straßen der ganzen Welt die Menschen der Finanz-und-Wirtschafts-Gier endgültig die Rote Karte zeigen. Ein Grund mehr, auch am Wochenende bei Occupy Frankfurt und an anderen Orten dabei zu sein,“ lädt Brigitte Vallenthin ein.

Wiesbaden, 20. Oktober 2011


Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
keine Armut! - kein Hunger! - kein Verlust von Menschenwürde!
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens
sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen

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Hartz IV-Sanktionen

Erstellt von UP. am 20. Oktober 2011

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

gerne übermitteln wir Ihnen unsere aktuellen

PRESSEERKLÄRUNG
vom 19. Oktober 2011
und danken für Ihre Berichterstattung:

Hartz IV-Sanktion wegen Verweigerung einer „Beihilfe zur Straftat“
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Hartz4-Plattform registriert drastische Willkür-Steigerung von Leistungskürzungen

„Leider ist es kein Einzelfall, dass – wie in dem uns jüngst bekannt gewordenen Hamburger Beispiel – die Hartz IV-Sanktions-Willkür inzwischen sämtliche Grenzen des Grundrechtsschutzes von Menschen würde in verfassungs-, rechts- und sittenwidriger Weise sprengt,“ stellt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin angesichts dramatischer Steigerung der bei der Bürgerinitiative aus allen Teilen der Republik gemeldeten Hartz IV-Schikanen fest. „Wenn wir beispielsweise von dieser Familie mit zwei kleinen Kindern erfahren, dass beide Eltern gegen Recht und Gesetz Leistungskürzungen erhalten, so kann man auch beim Sozialministerium von der Leyen nur noch von einer ebenso entfesselten Gier und Sparwut an den Ärmsten sprechen, wie sie gerade millionen Menschen weltweit auf die Straße treibt angesichts der entfesselten Gier und des Kostendrucks auf den Finanzmärkten.“

In dem aktuellsten der Hartz4-PLattform vorliegenden Fall kommen derart viel Gesetzesverstöße zusammen mit verweigerten Integrations-Bemühen vor, wie man sie beispielsweise in einem Roman über die deutsche Sozialpolitik als unvorstellbar bezeichnen würde.

Es geht um eine Familie mit polnischen Wurzeln – ein Ehepaar mit zwei Kindern im wichtigen Entwicklungsalter von 5 und 9 Jahren.

Der Mutter – deren deutsche Sprachkenntnisse noch nicht den Anforderungen im Berufsleben genügen - wird die beantragte Fortsetzung ihres Integrationskurses mit dem Ziel des Abschlusses vom Hamburger Jobcenter verweigert. Sie hatte den Integrationskurs – an dem sie regelmäßig teilgenommen hatte – wegen einer Erkrankung unterbrechen müssen. Trotz wiederholter Bitte, diesen Kurs abschließen und damit gute berufliche Chancen erlangen zu können, sollte sie u.a. zu einem Verkaufsjob im Einzelhandel verpflichtet werden. Ihren Einwand, dass sie diese Arbeit zwar gerne ausüben würde, dafür aber zunächst die notwendigen ausreichende Sprachkenntnisse erlangen wolle, findet bei der Hartz IV-Verwaltung kein Gehör. Trotz entsprechend begründeten Widerspruchs erhält sie eine 30%-Sanktions-Kürzung. Erst als ihr wenig später auch noch die Ankündigung für eine zusätzliche Kürzung um 60% ins Haus flattert und die Hartz4-Plattform sie bei einer Eilklage vor dem Sozialgericht unterstützt, knickt die Behörde ein. Plötzlich klappt es doch mit der Fortsetzung des Integrationskurses.

Statt dem Vater - der über beste deutsche Sprachkenntnisse verfügt - den beantragten Bildungsgutschein zum Bürokaufmann zu gewähren, steckt das Jobcenter Hamburg ihn wieder und wieder in sinnlose Maßnahmen, wo er stundenlang am Computer auf Jobsuche gehen und zum mindestens 100.sten Mal üben soll, wie man eine Bewerbung schreibt. Schließlich landet er in einer Maßnahme, bei der er feststellt, vermutlich mit nicht lizensierter, raubkopierter Software arbeiten zu sollen. Diese Annahme legte nicht nur sein technisches Know-how nahe sondern auch  eine CD sowie Arbeitsanleitung zum Umgehen einer Software-Sperre, die den Kursteilnehmern ausgehändigt wurde. Dieses Vorgehen lehnt er mit dem Hinweis ab, dass er sich bei Fortsetzung der geforderten Tätigkeit der Verletzung des Urheberrechts sowie der Beihilfe zu einer Straftat schuldig mache. Als er in dem Zusammenhang das Gespräch mit seinem Vorgesetzten sucht, findet seine Vermutung auch Bestätigung durch den sinngemäßen Hinweis, eine Linzenz für 9 vorhandene Rechner gäbe es nicht. Er bleibt unter Beachtung seiner urheberrechtlichen und strafrechtlichen Pflichten diesem Arbeitsplatz fern, um nach einer bewilligten Urlaubsunterbrechung – wie mit dem Maßnahmenträger vereinbart – danach eine andere Tätigkeit aufzunehmen. Statt der vom Arbeitgeber angekündigten näheren Informationen zum neuen Job, findet er am letzten Urlaubstag jedoch eine Kündigung in seinem Briefkasten. Die wird mit angeblich unerlaubtem Fernbleiben aus der Maßnahme begründet.

Das inzwischen angerufene Sozialgericht scheint ebenfalls – bislang zumindest – wenig Verständnis dafür zu zeigen, wie schwer die Leistungskürzungen bei beiden Eltern die ganze Familie belasten – und insbesondere bei den unmittelbar mit betroffenen Kindern großen Schaden verursachen. Die Eltern wurden bislang getrennt voneinander durch die Instanzen gewunken und mit dem Scheitern an der sogenannten 750-€-Streitwertgrenze erbarmungslos nach Hause geschickt.

„Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Kammer des Hamburger Sozialgerichts, die jetzt für die Eilklage des Vaters zuständig ist, endlich die Notlage der Familie erkennt und nicht erneut den Artikel 1 des Grundgesetzes und die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts links liegen lässt, in denen ausdrücklich die „Schutzpflicht“ der Sozialgerichte in Eilverfahren gegenüber individuellen Schicksalen von den Verfassungsrichtern angemahnt wird,“ hofft Brigitte Vallenthin, „und darüber hinaus endlich einmal dem Antrag der Klage Folge leistet, den Rechtsstreit dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung über die Frage der grundsätzlichen Verfassungswidrigkeit von Hartz IV-Sanktionen zur Prüfung vorlegt.“

Wiesbaden, 19. Oktober 2011


Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
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Thomé-Newsletter

Erstellt von UP. am 20. Oktober 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mein heutiger Newsletter zu folgenden Themen:

1. Mikis Theodorakis: Aufruf zum Widerstand an die empörten Bürger Griechenlands und Europas
Der bekannte Musiker und Widerstandskämpfer Mikis Theodorakis ruft die empörten Bürger Europas zum Widerstand auf, ich zitiere daraus: „Lasst uns zusammen ein neues Europa bauen; ein demokratisches, wohlhabendes, friedliches, das seiner Geschichte, seinen Kämpfen und seines Geistes würdig ist. Widerstehen Sie dem Totalitarismus der Märkte, die drohen, Europa zu zerschlagen und in eine Drittwelt zu verwandeln, die die europäischen Nationen gegeneinander aufwiegeln und unsern Kontinent zerstören, indem sie die Rückkehr des Faschismus fördern“
Dieser Aufruf von Mikis Theodorakis ist hier zu finden: http://de.mikis-theodorakis.net/index.php/article/articleview/567/1/80/
Bitte verbreitet ihn und macht ihn zu eurer Sache!

2. Regelsatzklage vor dem BSG
In meinem letzten Newsletter hatte ich um belastbare Regelsatzklagen gebeten, diese möchte ich der Leserschaft nun vorstellen, die Klagebegründung baut auf der Klagebegründung des Republikanisches Anwaltsvereins auf und läuft unter der AZ: B 14 AS 131/11 R und ist schon beim BSG als anstehende Termine veröffentlicht. Die Klage gibt es hier: http://www.harald-thome.de/media/files/BSG-Revisionsbegr-ndung,-anonym.pdf

3. Programmhinweis: NDR am 21.10. Verloren im Hartz-IV-Dschungel - Ein Anwalt hilft den Armen
Ausnahmsweise mal ein Programmhinweis: Der NDR zeigt am 21.10.2011 um 21.15 Uhr eine 30-minütige Fernsehsendung/Dokumentation mit dem Titel: „Verloren im Hartz-IV-Dschungel - Ein Anwalt hilft den Armen“. Die Fernsehsendung berichtet über Schicksale/Notlagen von Hartz IV-Empfänger und Menschen mit Behinderungen und informiert über die tägliche Arbeit der auf Sozialrecht und Behindertenrecht spezialisierten Anwaltskanzlei von Rechtsanwalt Alfred Kroll aus Oldenburg. Einige aussagekräftige Stichpunkte zur Sendung lauten:
- “Die Schwächsten bleiben auf der Strecke”
- „Alltag im Hartz-IV-Dschungel“
- “Hartz IV wird nie funktionieren”
Weitergehende Informationen können den nachfolgenden Links entnommen werden:
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1043661.html
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/hartzvier187.html

4. Instrumentereform geht in den Vermittlungsausschuss
Nachdem der Deutsche Bundestag am 23.09.2011 aufgrund der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Arbeit und Soziales (BT-Drs. 17/7065) den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (BT-Drs. 17/6277) beschlossen hat, hat der Bundesrat diesen am 14.10.2011 in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Näheres dazu unter: www.wkdis.de/rechtsnews/reform-der-arbeitsmarktpolitik-geht-in-den-vermittlungsausschuss-230236

5. Entscheidung SG Köln zur Antragstellung
Ausnahmsweise möchte ich auf eine Entscheidung des SG Köln hinweisen, (die fünf Jahre nach Urteil vom SG erst veröffentlicht wurde) in der es klarstellt, dass ein Antrag auf ALG I als Antrag auf ALG II auszulegen ist. Diese Entscheidung entspricht eigentlich der herrschenden BSG Rechtsprechung, ist mir aber in der Klarheit im Kontext SGB II noch nicht bekannt. Daher möchte ich die Entscheidung explizit hier hervorheben. Sie ist hier zu finden: http://www.harald-thome.de/media/files/SGK-lnS6AS5_06.pdf

6. Das P-Konto und das Jahr 2012 – ein Jahreswechselproblem?
Zum 1.1.2012 fällt die Pfändungsfreigrenze weg, daraus ergeben sich folgende Probleme:
* wegen des Wegfalls von § 55 SGB I fehlt ohne P-Konto ab 2012 der Pfändungsschutz für Sozialleistungs-Gutschriften
* Wegen des Wegfalls von § 55 SGB I fehlt ohne P-Konto ab 2012 der Verrechnungsschutz für Sozialleistungs-Gutschriften bei Sollstand
* Freigabebeschlüsse nach § 850l ZPO-2010 sollen ab 2012 wegen des Wegfalls der Rechtsgrundlage automatisch ihre Wirkung verlieren (aber Kontoinhaber vertrauen evtl. auf Fortbestand).
Darüber gibt es noch zu wenig Kenntnis. Die Beratungsstellen sind hier in der Pflicht umfassend zu informieren, ich möchte euch dazu zwei Infos weitergeben:
Dazu ein Infoflyer des Bundesverband deutscher Banken: http://www.harald-thome.de/media/files/ZKA-Flyer-2011-09-P-Konto_Endfassung-1-.pdf
und ein Flyer der AG Recht der LAG Berlin, das gibt es hier: http://www.harald-thome.de/media/files/PKonto-Jahreswechselprobleme2012.pdf

7. Grünen Antrag: soziale Bürgerrechte garantieren
Dann möchte ich auf einen Grünenantrag hinweisen „Soziale Bürgerrechte garantieren – Rechtsposition der Nutzerinnen und Nutzer sozialer Leistungen stärken“ der ungewöhnlich, aber begrüßenswert ist und zwar so begrüßenswert, dass ich ihn hier vorstellen möchte. Dieser ist hier zu finden: http://www.harald-thome.de/media/files/Gr-nen-Antrag-1707032.pdf
Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass ich mit keiner Partei Mitglied bin und auch für keine Partei Werbung mache, insbesondere für keine die Hartz IV mit zu verantworten hat und auch für keine die sich weigert eine Normenkotrollklage gegen die Regelleistungen durchzuführen, wenn aber von Parteien gute Anträge kommen, sollte man diese auch würdigen.

8. Krankenkassenzusatzbeiträge im SGB II

Auch diese Meldung möchte ich der Leserschaft nicht vorenthalten, 2012 sollen wohl für gesetzlich Krankenversicherte keine weiteren Zusatzbeiträge entstehen, mehr dazu hier:
http://www.tarife-verzeichnis.de/nachrichten/6503-gkv-keine-zusatzbeitraege-im-neuen-jahr-dank-stabilem-gesundheitsfonds.html

9. Nächste Grundlagenseminare in Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart und Wuppertal
Die ersten SGB II – Grundlagenseminare für 2012. Zum Jahresbeginn wird es am 16./17. Jan. in München, am 23./24. Jan. in Frankfurt, am 25./26./27. Jan. in Hamburg und am 30./31. Jan. in Wuppertal, am 20./21./22. Feb. in Stuttgart und am 27./28./29. Feb. in Berlin geben. Anmeldung und weitere Details sind hier zu finden: http://www.harald-thome.de/grundlagen_seminare.html

10. Seminare: „Aufrechnung, Kürzen und Rückfordern im SGB II” in München u. Hannover
Ebenfalls biete ich dieses Jahr meine „Spezial“-Fortbildung „Aufrechnung, Kürzen und Rückfordern im SGB II“ noch am 05./06. Dez. in München und am 19./20. Dez. in Hannover an. Im nächsten Jahr gibt es diese Fortbildung am 05./06. März in Wuppertal, am 12./13. März in Berlin und am 14./15. März in Hamburg. In dieser Fortbildung werden die vielfältigen leistungsverkürzenden Änderungen durch die Rechtsänderungen in diesem Jahr, die neuen Regeln bei der Darlehensgewährung und die drastische Aufrechnungsmöglichkeit von behördlichen Rückforderungs- und Ersatzansprüchen beackert.
Die Fortbildung ist ein absolutes Muss für Praktiker, die sich mit dem neuen Recht im Detail vertraut machen wollen. Beschreibung und Anmeldeunterlagen gibt es hier: http://www.harald-thome.de/intensivseminare.html

11. Seminar „ALG II - Bescheide prüfen und verstehen- Berechnung und Bescheidprüfung für die Praxis” am 24./25. Nov. in Dresden
Diese Fortbildung biete ich bis auf weiteres nur noch am 24./25. Nov. in Dresden an. In dieser wird systematisch die Einkommensanrechnung laufender und einmaliger Einnahmen, die Einkommensbereinigung und „die Wissenschaft und Detektivarbeit“ ALG II - Bescheide zu verstehen und zu prüfen, vermittelt. Auch geht die Fortbildung intensiv auf die durch das RBEG eingeführte Änderungen der Anrechnung von Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit ein.

Beschreibung und Anmeldeunterlagen gibt es hier: http://www.harald-thome.de/intensivseminare.html

12. Grundlagenseminar Sozialhilfe: Leistungen nach dem SGB XII und angrenzender Rechtsgebiete am 30. Nov./01.Dez. in Frankfurt und am 05./06. Dez. in Dresden
Im Nov. /Dez. bietet mein Kollege Frank Jäger seine SGB XII-Fortbildung erstmalig in Frankfurt/Main und Dresden an.
Unter Berücksichtigung aktueller Gesetzesänderungen werden in dem zweitägigen Seminar Grundlagen der Hilfe zum Lebensunterhalt, der Grundsicherung im Alter und der „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ (fünftes bis neuntes Kapitel SGB XII) systematisch dargestellt. Die Seminarinhalte vermitteln einen Überblick und Basiswissen über das Leistungsrecht sowie Kenntnisse bei der Berücksichtigung von Einkommen/ Vermögen und dem Unterhaltsrückgriff gegenüber Angehörigen. Das Seminar lässt Raum für fachlichen Austausch und liefert wichtige Tipps für die praktische Arbeit von Sozialarbeiter/innen, Sozialberater/innen, Berater/innen sachverwandter sozialer Dienste, Berufsbetreuer/innen sowie Rechtsanwältinnen und -anwälte.
Alle Infos und Anmeldung auf einen Blick unter: http://tinyurl.com/4y9buez

So, das war es mal wieder für heute.

Mit besten und kollegialen Grüßen

Harald Thomé
Fachreferent für Arbeitslosen- und Sozialrecht
Rudolfstr. 125
42285 Wuppertal

www.harald-thome.de
info@harald-thome.de

Harald Thomé

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Syriens Killer

Erstellt von UP. am 20. Oktober 2011


Syriens Todesschwadrone töten Demonstranten in ihren Krankenhausbetten, während Russland das Regime mit Waffen beliefert und internationale Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt blockiert. Aber der Druck in der Region nimmt zu und wenn jetzt genug von uns aktiv werden, können wir die Türkei und Deutschland davon überzeugen, ihren Einfluss auf Russland zu nutzen, damit es seine regimefreundliche Politik einstellt. Schließen Sie sich mir an, unterzeichnen Sie die Petition und berichten Sie Freunden und Bekannten davon:

Ein Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf: Ein junger syrischer Demonstrant kommt mit einer Beinverletzung ins Krankenhaus — er verlässt es mit einer Kugel im Kopf. Mit Tränen in den Augen erzählt die Familie, wie das Regime seinen leblosen Körper zurückbringt und fügt hinzu: “Es gibt derzeit keinen sicheren Ort in Syrien — nicht einmal Krankenhäuser”

Seit 6 Monaten spreche ich mit Menschen, die Folter und Vergewaltigung überlebt haben und trauere um gute Freunde, die friedliche Menschenrechtler waren. Aber der Druck in der Region nimmt zu und wenn wir jetzt aktiv werden, können wir die Gewalt beenden und die Krankenhäuser des Horrors stoppen. Russland, Syriens wichtigster Verbündeter und Waffenlieferant, darf internationale Maßnahmen nicht länger blockieren

Bislang hat niemand Russland für seine Waffenlieferungen, die diese Greueltaten ermöglichen, zur Verantwortung gezogen. Wenn Sie sich mir anschließen, können wir dies ändern! Kanzlerin Merkel und der türkische Premierminister Erdogan haben beide einen großen Einfluss auf Russland und unterstützen die syrische Demokratiebewegung. Erhöhen wir jetzt gemeinsam den öffentlichen Druck auf die beiden Länder, damit sie zusammen mit der Arabischen Liga Einfluss auf Präsident Medvedev nehmen und Russland dazu bringen, seine Blockadehaltung in der UNO aufzugeben. Unterzeichnen Sie die dringende Petition an Deutschland und die Türkei und ich werde sie diese Woche persönlich den jeweiligen Außenministerien überreichen.

http://www.avaaz.org/de/stop_the_horror_in_syria_a/?vl

Mindestens 5.500 Menschen wurden in Syrien getötet, genauso viele wie im Kosovokrieg. Nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern und Augenzeugen, mit denen Avaaz gesprochen hat, haben Sicherheitskräfte des syrischen Regimes Krankenhäuser und Fahrzeuge des syrischen Roten Halbmonds dazu benutzt, dutzende Demonstranten zu töten und zu foltern, sowie Ärzte zu verhaften — in offensichtlicher Missachtung des Völkerrechts.

Vor zwei Wochen blockierte Russland schändlicherweise internationale Maßnahmen im Sicherheitsrat, um das Morden von Unschuldigen in Syrien zu beenden. Russland lieferte kürzlich Hightech-Waffen an die Schlächter.

Aber der Druck auf Assad steigt — Wirtschaftssanktionen zeigen ihre Wirkung und haben der erschöpften Armee ihre Ressourcen abgeschnitten. Die Arabische Liga hat darüber hinaus ein zweiwöchiges Ultimatum verhängt, um Verhandlungen zwischen Opposition und Regime aufzunehmen. Zwei Länder sind jetzt ausschlaggebend: Die Türkei, Syriens Nachbar und aufstrebende Regionalmacht, und Deutschland, Russlands zweitgrößter Handelspartner und traditioneller Vermittler.

Sowohl die Türkei als auch Deutschland hören auf ihre Bürger und unterstützen die syrische Opposition - ein starker Impuls von uns allen könnte sie dazu bringen, auf Russland Einfluss zu nehmen, damit es seine regimefreundliche Haltung einstellt. Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie es weiter — unsere Unterschriften werden diese Woche direkt an das deutsche und türkische Aussenministerium übergeben:

http://www.avaaz.org/de/stop_the_horror_in_syria_a/?vl

Während Regierungen verzweifelt nach wirkungsvollen Maßnahmen suchen, machen Avaaz-Mitglieder in Syrien einen echten Unterschied. Mit unserer Kampagne für ein Öl-Embargo haben wir mitgeholfen, Assads Finanzmittel auszutrocknen, mit denen er seine brutale Armee finanziert. Wir haben die Mediensperre durchbrochen und ununterbrochen mitgeholfen, die Anzahl der Verschwundenen und andere Verbrechen zu dokumentieren, um die Lügen des Regimes mit harten Fakten zu widerlegen. Gemeinsam können wir wieder einen Funken der Hoffnung für Syrien entfachen und den Weg zu einem friedlichen und demokratischen Übergang weisen.

Hoffnungsvoll,

Wissam Tarif und das ganze Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN

Russland lehnt neuen europäischen Resolutionsentwurf zu Syrien ab (Ria Novosti)
http://de.ria.ru/security_and_military/20110928/260756837.html

Syrien: Schützenhilfe für Assad (Deutsche Welle)
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15436672,00.html

Russlands neue Außenpolitik - Rückkehr der Njet-Krieger (Der Spiegel)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,790355,00.html

Türkei verhindert Waffenlieferung an Syrien (ARD)
http://www.tagesschau.de/ausland/syrien754.html

Eiszeit zwischen der Türkei und Syrien (NZZ)
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/eiszeit_zwischen_der_tuerkei_und_syrien_1.12662088.html

Syrische Soldaten töten Menschen in Homs (Die Zeit)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-10/vereinte-nationen-syrien

Arabische Liga: Druck auf Syrien (RP ONLINE)
http://nachrichten.rp-online.de/politik/arabische-liga-druck-auf-syrien-1.2515402

Deutschland ist Russlands zweitgrösster Handelspartner (Auswärtiges Amt)
http://auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/RussischeFoederation/Bilateral_node.html

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Panzer trotz Pleite

Erstellt von UP. am 20. Oktober 2011

Um was geht es wirklich bei der „Griechenland-Rettung“

Griechenland hat schon wieder Waffen gekauft. Diesmal sind es 400 gebrauchte1A1-Abrams-Panzer aus den USA. Bezahlt wird mit den Steuergeldern aus den EU-Staaten oder haben die Griechen noch heimliches Vermögen, von dem keiner etwas weiß? Das Geschäft soll laut Hellenic Defence & Technologie-Magazin kurz vor dem Abschluss stehen.

„Die US-Behörden haben den Verkauf genehmigt. Es wird darüber spekuliert, ob die M1A1-Panzer auf den M1A2-Standard hochgerüstet werden“.

Neues Deutschland vom 11.10.2011

Nachdem zwei Kriegseinsätze im Mittleren Osten auslaufen, muss in den US-Kasernen Platz geschaffen werden, um neue Waffen zu bestellen. Lieferverträge zwischen Russland und Athen wurden erst vor Kurzem wegen der Sparzwänge der EU aufgekündigt. Jetzt bestellt Greichenland gebrauchte Panzer in den USA. Neben den Panzern wurden auch noch 20 amphibische Truppentransporter in Auftrag gegeben.

Gleichzeitig feilscht die so genannte Troika (aus Vertretern des IWF, EZB und der EU) im Athener Finanzministerium um Schuldendienste für die Jahre 2013 und 2014 und die benötigte Stützung der EU.

Auch Deutschlands Rüstungsfirmen haben jahrzehntelang vom Militärexport zu den Helenen profitiert. Das U-Boot „Papanikolis“ (S20) hat erst vor wenigen Tagen seine Torpedo-Erprobung erfolgreich abgeschlossen. Es war von den Howaldtswerken-Deutsche Werft (HDW) entwickelt und gebaut worden. Drei weitere Schiffe entstehen auf der Hellenic Shipyard. Die Staatsanwaltschaften in München und Athen ermitteln deswegen seit gut einem Jahr wegen möglicher Bestechungszahlungen.

Für die aus Deutschland gelieferten Leopard-2 HEL Panzer benötigte Munition (es geht um 12 000 Granaten) hat das griechische Parlament dem Kauf schon zugestimmt. Die soll aus den Niederlanden, den USA, Israel und Deutschland beschafft werden und im vergangenen Jahr hat Deutschland 223 ausgesonderte Panzerhaubitzen für 10 Millionen Euro nach Griechenland geliefert.

Griechenland hat Konflikte mit dem NATO-Partner Türkei, heißt es . Im vergangenen Jahr hat sich die griechische Armee Waffen um 7,06 Milliarden Euro gekauft. Um was geht es da nun wirklich? Und benötigt Griechenland all diese Panzer, um den Aufstand der Bevölkerung klein zu bekommen? Oder gibt es tatsächlich zwischen Griechenland und der Türkei Konflikte, die eine solche Aufrüstung erklären könnten?

Griechenland besitzt Öl und Erdgas

Selbst der griechischen Bevölkerung ist noch nicht lange bekannt, dass in ihrem Territorialgebiet Unmengen an Öl- und Erdgasvorkommen lagern. Allerdings konnte man schon In der „Spiegel“-Ausgabe vom 6.7.1981 von dem Ölvorkommen und dessen Förderung lesen.  Damals hieß es, dass nur wenig dieser Bodenschätze vorhanden sind.

Dimitrios Lolidis, Bürgermeister der nordgriechischen Stadt Kawala, rief auf dem „Platz der Freiheit“ den Beginn einer neuen Ära für alle Griechen aus: „Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen. Unser Griechenland wird ein Ölland.“

Spiegel am 06.07.1981

Angesichts dieser Tatsache, die auf Satellitenaufnahmen deutlich zu sehen ist, muss man sich fragen, ob die Griechenlandpleite nicht von den Politikern und den Banken gewollt ist.  Das würde letztendlich heißen, dass ganz Europa an der Nase herumgeführt wird.

Die Handelsorganisation Scandic Org., der sieben europäische Staaten wie Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Estland, Lettland und Litauen angehören, bot deswegen Griechenland vor Beginn dessen Wirtschaftskrise einen Kredit über 250 Milliarden Euro mit 5 Jahren Laufzeit an. Als Gegenleistung forderte die Scandic Org nur für 5 Jahre die Exklusivrechte für das Gas- und Ölvorkommen auf griechischem Boden. 90 Prozent der Arbeitsplätze auf den Bohrtürmen sollten mit Arbeitnehmern aus Griechenland besetzt werden und nur griechische Schiffe zum Einsatz kommen.

Eine Antwort auf dieses Angebot hat die Organisation weder von der Regierung Konstantin Karamanlis noch von der jetzigen unter Papandreou bekommen. Im Gegenteil. Bis Juni 2011 erstickte Papandreou jedes Gerücht über solche Bodenvorkommen im Keim. Stattdessen bekam Scandic Org einige Zeit später eine Antwort aus den USA und Israel, dass man sich diesem Thema schon angenommen hätte. Jeder weitere Versuch an griechisches Gas zu kommen sei nutzlos.

Ein französisches Geophysik Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Kreta hatte im Juni 2010 damit begonnen, das Gasvorkommen zu untersuchen. Sauberes Gas, das direkt verarbeitet werden kann, war das Ergebnis. Papandreou erlaubte daraufhin keine weiteren Forschungen mehr und behauptete, dass es kein oder nur wenig Gas in Griechenland geben würde. Wie ist so etwas möglich. Montenegro, Albanien, Bulgarien, Türkei, Ägypten und Libyen fördern Gas/Öl und Griechenland, geographisch in der Mitte gelegen, hat angeblich nichts?

Warum werden diese Öl- und Gasvorkommen nicht gefördert? Die Griechen könnten die Einnahmen daraus gut gebrauchen. Viele Dokumentationen von griechischen Wissenschaftlern belegen das Vorkommen solcher Bodenschätze in Griechenland. Sie wurden bedroht und als Verschwörungstheoretiker denunziert. Ist das etwa, außer dem Zypern-Konflikt, auch einer der Gründe, warum Griechenland und die Türkei immer weiter aufrüsten?

TGF-Nor,  ein norwegisches Unternehmen ist der Meinung, dass allein in der Nähe Kretas ungefähr die Hälfte des Gasvorkommens vorhanden ist, wie in Sibirien. Es bezieht sich dabei auf die Satellitenaufnahmen. Weitere große Vorkommen soll es im ionischen Meer und in der Ägäis geben.

Schon Hitler soll in Griechenland nach Öl gesucht haben. Beim Einmarsch in Berlin fielen den Russen diese Dokumente in die Hände. Spätestens seit Satelliten im Orbit herumschwirren, haben auch die Amerikaner und die Engländer davon Wind bekommen. Die großen Banken dieser Welt und die großen Energiekonzerne teilen sich ebenfalls dieses Wissen. Den Kuchen haben sich Papandreous Freunde in Washington und New York schon aufgeteilt. Hat der griechische Präsident ihnen das versprochen? Und was hat er dafür bekommen?

Griechenland ist also reich an Bodenschätzen. Schon Herodot und Homer hatten vom „Schwarzen Gold“ in Griechenland geschrieben. Aber es ist scheinbar auch reich an Verrätern.

Athener empfangen Rösler

Am 7.10.2011 besuchte unser ewig lächelnder Wirtschaftsminister Rösler Griechenland. Griechische Demonstranten protestierten gegen den Besuch. Natürlich auch gegen die Berliner Politik und deren „Spardiktat“ in der Schuldenkriese.

Ein als Adolf Hitler verkleideter Demonstrant vor der deutschen Botschaft in Athen (Bild Financial Times am 07.10.2011)

Auf Transparenten konnte man die Aufforderung an Deutschland lesen, endlich ihre Kriegsschulden gegenüber Griechenland wegen der Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu begleichen. Diese Debatte schwelt seit Jahren und verschärft sich jetzt im Zuge der Schuldendiskussion. Davon bekommen aber die europäischen Staaten nichts mit. Hat unsere Regierung da etwas zu verbergen?

Auch Rösler weiß bestimmt, welche Schätze Griechenland unter dem Meeresgrund hat. Schließlich waren auch deutsche Firmen, (die Kasseler Ölfirma Wintershall und eine Tochter des Ludwigshafener Chemie-Konzerns BASF) dabei, als die US-Oceanic das Firmenkonsortium führte und auf ein Ölfeld stieß. Auch nach den finanziellen Schwierigkeiten von Oceanic ließen sich die Deutschen nicht beirren.

Diese Firmen nahmen auch ein Bohr-Verbot für den östlich gelegenen Teil der Insel Thassos durch die griechische Regierung hin. Karamanlis hatte sich1977 seinem damaligen türkischen Kollegen Ecevit gegenüber verpflichtet, dieses umstrittene Gebiet in Ruhe zu lassen, weil es keine Vereinbarung zwischen Griechenland und der Türkei über den genauen Grenzverlauf gibt. Hier könnten Spannungen zwischen beiden Ländern vorprogrammiert sein. Türkische Schiffe verletzen regelmäßig das griechische Hoheitsgebiet und nutzen die derzeitige „Schwäche“ der in Schwierigkeiten befindlichen Griechen. Auch der Zypern-Konflikt bedarf noch einer Klärung.

Schon Andreas Papandreou, der Vater des jetzigen Präsidenten von Griechenland, wollte die Ölanlagen verstaatlichen, weil seine Partei der Meinung war, dass durch den „Kolonialvertrag“ zwischen Staat und Konsortium das griechische Volk ausgeraubt wird.

Es wurde aber bis heute nur sehr wenig gefördert. Seit 2004 wissen zumindest Insiderkreise und Regierung, dass um die Insel Thassos große Mengen leichtes Rohöl vorhanden sind.

Die griechische Bevölkerung, der man lange Zeit diese Vorkommen von Bodenschätzen verschwiegen hat, hat Angst, ein Krieg zwischen Griechenland und der Türkei könnte ausbrechen. Sie befürchtet dass die USA und die Briten beide Länder gegeneinander aufhetzen könnten.

Ist das also der Grund, warum Griechenland – ebenfalls die Türkei – seit Jahren aufrüsten? Warum lässt die EU-Troika Aufträge mit Russland stornieren, gegen den Millionenkauf von Panzern und Munition aus Amerika und Deutschland aber hat sie scheinbar nichts?

Die Revolution der kleinen Leute

In der Geschichte gab es immer wieder Revolutionen. Irgendwann hatten es die Menschen satt, sich immer mehr aufbürden zu lassen und fingen an, sich zu wehren. Vor vier Wochen fingen die Menschen in New York an, gegen die allgegenwärtige Macht der Finanzwirtschaft aufzustehen. Unter dem Motto „occupy wall street“ gehen in den USA seither täglich tausende von Menschen auf die Straße.

Am 15.10.2011 war weltweiter Aktionstag angesagt, um sich gegen das Banken- und Finanzsystem zu wehren, das so gehandhabt wird: Gewinne werden privatisiert und Verluste dem Steuerzahler auferlegt. Die verantwortungslose Liberalisierungspolitik unserer Regierenden hat die derzeitige Finanzkrise maßgeblich mit zu verantworten.

Die europäischen Regierungen verschärfen mit ihrer Politik die angebliche „Krise“ und fördern die offensichtliche Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger, treiben den Sozialabbau voran und beschädigen mit ihren Rettungspaketen für die Banken die Demokratie.

Aber schon wollen sich verschiedene Politiker wieder mit der so genannten Krise profilieren, wie zum Beispiel Sigmar Gabriel. Was berechtigt Herrn Gabriel nun, die Menschen in unserem Land zur Demonstration gegen die Finanzmärkte und deren Treiben aufzurufen? Hat nicht die SPD-Regierung unter Schröder/Fischer die Finanzmärkte geöffnet und diese unbändige Spekulation und Ausbeutung erst möglich gemacht?

Fazit

Eines ist sicher: Deutschland und der EU ist Griechenland egal. Hier geht es doch nur um die Rettung der eigenen Banken mit ihrer Zockermentalität und der starken Vernetzung untereinander. Kommt eine ins Wanken, kommen auch die anderen hinzu. Die europäische Wirtschaft, hauptsächlich aber die Deutsche, die durch die Rettungsschirme am Laufen gehalten wurde, hat ebenfalls davon reichlich profitiert.

Da ist es doch egal, ob Griechenland Waffen bestellt. Schließlich bestellt dann die Türkei gleich größere Mengen und außerdem muss die eigene Wirtschaft boomen. Jeder ist sich – trotz angeblich europäischem Gedanken – selbst der Nächste.

Nur deshalb waren die EU-Staaten bereit, immer mehr Geld für neue „Rettungsschirme“ herzugeben. Der Rest, der nicht mehr mitmachen wollte, wurde genötigt der neuen Version des ESFS zuzustimmen. Damit wurden künftigen Generationen schwere Lasten aufgebürdet. Die EU-Staaten nehmen also in Kauf, selbst in die Schuldenfalle zu treten. Ob das letztendlich gut gehen kann, ist mehr als fraglich, zumal nicht einmal daran gedacht wurde, die Wirtschaft der schwachen Länder zu stützen bzw. aufzubauen. Davon hätten  am Ende Alle profitiert, auch die Banken.

Ein solches Europa, wie es zurzeit praktiziert wird, ist zweifellos gescheitert, zumal dieselben Fehler die zu dieser so genannten „Krise“ geführt haben, immer noch nicht beseitigt wurden.

Man kann nur hoffen, dass unsere Regierungen diesmal intelligent genug sind, wenn sie unser Geld an die Banken verteilen, und sich ein Mitspracherecht einräumen, solange die Beträge nicht zurückgezahlt sind. Nur so kann man davon ausgehen, dass diese Banken die in dem Fall „aufgenötigte Diktatur“ schnell wieder los sein wollen.

Im Prinzip müssten uns aber diese Zockerbanken schon gehören, weil sie ohne die bereits geflossenen Staatsgelder, schon längst in die Pleite gegangen wären. Wer weiß, ob die Zockerei dann wirklich aufgehört hätte.

Ob in Europa, Amerika, Asien, Afrika, insgesamt in 951 Städten in 82 Ländern. Überall entstehen Occupy-Bewegungen, die sich gegen die Hasardeure aus Politik und Finanzwirtschaft wehren. Man darf mit Recht gespannt sein, wohin diese „Aufstände“ führen. Werden die Verantwortlichen  endlich umdenken und mit Ihrer Politik auch an die übrigen 99 % denken?

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Wird Merkel jetzt Griechin

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Oktober 2011

In der Presse wurde sie Troika genannt, die Kommission der EU welche sich in den letzten Wochen in Griechenland aufhielt um denen dort zu lehren, wie unter anderen die Deutsche Bank gerettet werden kann. Als wichtigste Erkenntnis des Besuches scheint die Kommission aber dort gelernt zu haben, wie das Beamtentum in ihrer finanziellen Ausstattung hier, vor Ort verbessert werden kann.

So nehmen die Umrisse der geplanten Bundeswehrreform langsam Gestalt an. Aufgrund hoher Abfindungen  wird der Personalabbau sehr teuer werden.  Gespart werden soll dagegen  bei  den Rüstungsprojekten. So sollen rund 36.000, zumeist Beamtenstellen sozialverträglich abgebaut werden.

Hierbei geht es unter anderen um Dienstzeitverkürzungen für Zeit- und Berufssoldaten sowie den vorzeitigen Ruhestand für Berufssoldaten mit mehr als 20 Dienstjahren. Außerdem soll es eine “versorgungserhaltende Ausgliederung” für Soldaten ab dem 50. Lebensjahr geben, den berühmten  “goldenen Handschlag”. Bei diesen Vorhaben lässt der heute noch, auch aus den Reihen der Regierung sehr hart kritisierte ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm recht herzlich grüßen.

Bei Mangelberufen will das Verteidigungsministerium zusätzliche Prämien zahlen, um mit der Privatwirtschaft konkurrenzfähig zu sein. Laut allgemeinen Verlautbarungen können diese Kopfgeld Prämien durchaus mehrere Zehntausend Euro pro Person umfassen, hieß es, was dem Steuerzahler allein bis 2015 rund eine Milliarde Euro kosten soll. Hier lassen auch die Banken Boni grüßen! Selbstverständlich wird man dafür Sorge tragen dass diese wohl überwiegend treuen CDU/FDP Wähler nicht unter die Hartz Gesetzgebung leiden müssen, da die Regierung für die „Oberschicht“ immer noch ein Sozialstaat bleiben muss, um wiedergewählt zu werden. Vielleicht wird schon bald der Ruf ins Saarland gehen: „Hallo Professor Bierbaum übernehmen sie“.

Gespart werden soll an den Neukauf bei Kriegsgeräten und die Truppe soll deutlich weniger mit Kampfjets, Schützenpanzer, Kampfhubschrauber sowie Transporthelikopter ausgerüstet werden, als bislang geplant.

Wie wir lesen und hören wird sich der Kriegsminister de Maizière heute mit Vertretern der Rüstungsindustrie treffen, um mit diesen über die Kürzung der Ankäufe zu beraten (Oder um sich dort die Erlaubnis zur Kürzung einzuholen ?), und er ist sich sicher dort eine Lösung zu Beider Zufriedenheit aushandeln zu können.

Wir von  DL schlagen dem Kriegsminister vor, in absehbarer Zukunft für mehr Kriege im fernen Ausland Sorge zu tragen um durch den internationalen Mehrverbrauch an Waffen und Geräte die Verluste der Hersteller zu kompensieren. Da wir uns ja auch alle zu den Käufern und Verbrauchern zählen, wäre in den nächsten Tagen auch der Gang in den Supermarkt zu empfehlen um dort anzufragen, ob es denn recht sei, wenn wir in nächster Zeit etwas weniger einkaufen würden.

In der Lausitzer Rundschau lesen wir zu diesen Thema heute folgenden Kommentar:

Wie die Griechen. Zum “Goldenen Handschlag” für ausscheidende Bundeswehrangehörige

Wer in der freien Wirtschaft arbeitet, erst recht natürlich wer keine Arbeit hat, der wird angesichts der Aktion “Goldener Handschlag” bei der Bundeswehr die Faust in der Tasche ballen. Tatsächlich ist das Programm aber nur ein kleines Beispiel für das, was in den höheren Beamtenetagen normal ist.

Dort leben sie noch immer jenseits von gut und böse, frei von allen Dimensionen der strikten Sparsamkeit und Effizienz, die den Rest der Republik prägt und plagt. Auch übrigens den Rest des öffentlichen Dienstes, die Krankenschwester, den Lehrer, den Polizisten.

Wer durch die Flure der Hardthöhe, anderer Ministerien oder oberster Bundesbehörden streift, bekommt das Gefühl behaglicher Zeitlosigkeit, die gegen die Stürme der Veränderungen das Beamtenrecht gesetzt hat. Reformen daran verhindert zuverlässig die Angst der politisch Verantwortlichen vor einem stummen Apparat, der sein nicht vorhandenes Streikrecht jederzeit in Form von Dienst anzuwenden weiß.

Quelle: Lausitzer Rundschau: >>>>> weiterlesen

IE

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“Vereinigte” Linke Erfurt

Erstellt von UP. am 19. Oktober 2011

Der untenstehende Newsletter der AKL (AntiKapitalistischeLinke) erreichte uns heute.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich die eigentlich spinnefeindlichen Gruppen AKL und SL (SozialistischeLinke) zusammengetan haben, um womöglich den Laden von hinten aufzumischen.
Beide Strömungen gelten als radikale Vertreter innerhalb der Partei.
Wir erinnern:
Die “Genossin” Höger (AKL) aus Ostwestfalen war an Bord des von den Israelis gekaperten türkischen Schiffes. Sie trug dabei den berüchtigten Schal mit der Landkarte ohne Israel. Und Ulla Jelpke (AKL) reist gern mit der Mitläuferin Ingrid “Lilo” Remmers MdB (SL) auf Staatskosten in die Türkei, um die demokratie-resistenten Kurden zu besuchen.

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Bitte diese Infos an Delegierte, TeilnehmerInnen mit beratender Stimme und sonstige Interessierte weitergeben. Danke!

Liebe Genossinnen und Genossen,

zur Vorbereitung des Bundesparteitages in Erfurt finden von unserer Seite die folgenden Delegiertentreffen statt:

1. Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19.00-20.30 Uhr:
Raum . „Heinrich Erhardt“ im 1. OG des Congress Center der Messe Erfurt
Linke Delegiertenvorbesprechung; organisiert von der AKL
Moderation: Ulla Jelpke und Nele Hirsch

Themen:
- Informationen zum Ablauf des Bundesparteitags
- Verständigung zu den vorliegenden Anträgen und Änderungsanträgen

2. Donnerstag, 20. Oktober 2011, 20.30-22.00 Uhr
Gemeinsame Delegiertenvorbesprechung von SL und AKL
Raum “Carl-Zeiss-Saal” (linke Seite)

Vorgesehen sind einführende Beiträge von den beiden Mitgliedern der Redaktionskommission – Sahra Wagenknecht und Ralf Krämer.
Anschließend: Diskussion

3. Am Freitagabend, 21. Oktober, findet bei Tagungsende eine kurze Verständigung zu den Beschlüssen und Debatten des ersten Beratungstages hinten links im Tagungssaal des Parteitages statt.

4. Während des Parteitages ist die AKL mit einem Stand im Vorraum des Parteitages vertreten. Falls ihr erst am Freitag anreist, dann kommt am besten vor Beginn des Parteitages kurz dort vorbei.

Wir wünschen Euch allen eine gute Anreise nach Erfurt!


www.antikapitalistische-linke.de
info@antikapitalistische-linke.de

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Linke Selbstbeschäftigung

Erstellt von Bernd Wittich am 19. Oktober 2011

Lafontaine –

Linke zu sehr mit sich selbst beschäftigt

Lafontaine ist außen vor, er ist der Mann, der keine Fragen, dafür aber ungefragt Antworten bereit hält. So tönte er über den Kanal der Passauer Neue Presse:

„Die Partei hat sich zu sehr mit sich selbst und mit Themen beschäftigt, die unsere Wählerinnen und Wähler nicht interessieren.“

Das Gegenteil ist der Fall, eine solide Selbstbeschäftigung im Sinne von politischer Bildung, politischer Selbstreflexion zum Zwecke der Organisationsentwicklung und eine Personalpolitik, die besseres ist als die Organisation von Gefolgschaften, Fehlanzeige.

DIE LINKE ist nahezu unfähig zum innerparteilichen Dialog und infolge dessen zum Bürgerdialog. DIE LINKE ist antiaufklärerisch, denn sie verfolgt den Zweifel(nden), sie erstickt die Suchenden in der Phrase und im handfesten Ressourcenentzug für unerwünschte Themen und Personen.

Das Mantra der überflüssigen Selbstbeschäftigung ist der Klangvorhang, hinter dem die durch Lafontaines Mannen seit 2005 organisierten knallharten Machkämpfe verborgen werden.

Es geht den altgedienten Westapparatschiks (aus SPD und Gewerkschaften) um die innerparteiliche Machtübernahme, um die Alleinherrschaft der eigenen Leute und die Verfügung über die Kassen der Partei. Napoleon war nicht von Selbstzweifeln geplagt, die Lafontain(e)isten mögen zwar kein angemessenes Selbstwertgefühl haben, aber dafür setzen sie bedingungslos auf ihren Vormund und Übervater. Aus taktischen Gründen sind mit im Boot Trotzkisten, kommunistische Altkader, Stalinisten die sich mit ihrem schematischen Antikapitalismus dem linken Radikalrhetoriker Lafontaine andienen und ganz im Background diverse Top-Kader des Geheimdienstimperiums der DDR.

Die „Selbstbeschäftigung“ der Partei nach dem Saarbrückener Kochbuch in der Küche Lafontaine-Bierbaum produziert in der Tat Ungenießbares, permanente Rechthaberei und Rufe nach Unterdrückung frei Denkender.

Ihr markantester Erfolg: Die Partei stößt Jugendliche, Frauen, emanzipierte Menschen ab, die Unvereinbarkeit dieser Apparate-Linken mit neuen Such- und Protestbewegungen ist allgegenwärtig. Wer heute auf dem Weg ist kreativ nach einer neuen Gesellschaft zu suchen, der weiß, dass er dies ohne DIE (anmaßende) LINKE und notfalls gegen sie wird tun müssen.

Es soll Leute geben, die wünschen sich die Abgabe des Parteivorsitz an Lafontaine. Einst predigte der Saarländer Honecker, die Macht die wir heute in unseren Händen halten, geben wir nie wieder her…..

Bernd Wittich

IE

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OCCUPY goes on

Erstellt von UP. am 19. Oktober 2011

Newsletter 19/2011
Dienstag, 18. Oktober 2011 - 506.389 Abonnenten
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Finanzmärkte entwaffnen - dann erst Banken retten!

Occupy Together - weltweit entsteht eine Bewegung gegen die Macht der Banken. Jetzt müssen politische Schritte folgen: Durch eine strenge Regulierung müssen die Finanzmärkte entwaffnet werden. Unterzeichnen Sie unseren Appell an Merkel!

Am Samstag erreichte die Occupy Together-Bewegung Deutschland: Insgesamt 40.000 Menschen demonstrierten überall im Land gegen die ausufernde Macht von Banken und Finanzmärkten. Ihr Protest kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Erneut will Kanzlerin Merkel die Banken mit Steuergeldern retten. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der sozial Benachteiligten.

Nächsten Sonntag entscheidet der EU-Gipfel über das Banken-Rettungspaket. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass grundlegende Konsequenzen gezogen werden, bevor wieder Steuermilliarden fließen: Keine Bank darf mehr so groß sein, dass ihre Pleite das gesamte Finanzsystem gefährdet und Regierungen gezwungen sind, sie zu retten. Großbanken müssen in kleinere Einheiten aufgeteilt und das riskante Investmentbanking komplett vom realwirtschaftlich sinnvollen Bankgeschäft getrennt werden.

Fordern Sie von Merkel Schranken für die Banken!

Sollte Griechenland wirklich Pleite gehen, wird eine Kapitalspritze an die Banken kaum zu vermeiden sein. Doch jetzt dürfen nicht wieder die gleichen Fehler wie vor drei Jahren nach der Lehmann-Pleite gemacht werden. Zuallererst müssen bisherige Eigentümer und Gläubiger der strauchelnden Banken haften. Sind darüber hinaus Steuergelder nötig, müssen sie durch eine zeitweilige Verstaatlichung und die Abschöpfung von zukünftigen Gewinnen wieder an den Staat zurückfließen.

Der Schwung der Occupy Together-Bewegung hat in den letzten 48 Stunden viel in Bewegung gesetzt. Politiker/innen aller Parteien fordern Härte gegenüber den Banken und solidarisieren sich mit den Protesten. Schon vor drei Jahren wurden wohlfeile Reden geschwungen, während Konsequenzen ausblieben. Beim EU-Gipfel am Sonntag in Brüssel können die Regierungschefs den Worten Taten folgen lassen - und ein Banken-Rettungspaket beschließen, das den Interessen der Bürger/innen Europas und nicht der Finanzlobby dient.

Wenn am kommenden Freitag das Bundeskabinett zusammenkommt, um direkt vor dem EU-Gipfel über das Banken-Rettungspaket zu beraten, wollen wir den eintreffenden Politiker/innen die Forderungen unseres Appells auf vielen Plakaten entgegenhalten. Wir hoffen, dass sich bis dahin mindestens 50.000 Menschen hinter unseren Appell gestellt haben, den wir zusammen mit Attac gestartet haben.

Unterzeichnen Sie den Appell!

Lesen Sie mehr im 5-Minuten-Info…

Was noch alles bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Herzliche Grüße

Ferdinand Dürr

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1. Agrarpolitik: Aigner torpediert EU-Agrarreform
Am 12. Oktober hat die EU-Kommission ihre Vorschläge für die EU-Agrarreform präsentiert. Subventionen sollen vor allem an Landwirte gehen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert die Pläne und schützt die Agrarindustrie. Schon über 40.000 Menschen fordern mit unserem Appell an Merkel und Aigner: Agrarindustrie nicht länger mästen!

Haben Sie den Appell schon unterzeichnet?

2. Finanzkrise: Occupy-Proteste gehen am Samstag weiter

8.000 Menschen in Frankfurt, 10.000 in Berlin, bundesweit protestierten 40.000. Das Medienecho ist gigantisch und Politiker/innen aller Parteien sehen sich genötigt, zu dem vielfältigen Protest Stellung zu beziehen. Am kommenden Samstag, den 22. Oktober finden erneut in ganz Deutschland Aktionen und Demonstrationen statt. Vieles wird gerade spontan organisiert - sicherlich auch bei Ihnen vor Ort.

Übersicht zum Aktionstag bei Attac…

Schauen Sie sich die Bilder von der Demonstration in Frankfurt an…

3. Panzer: Lieferung nach Saudi-Arabien ist kein Ausrutscher

Die geplante Lieferung von 200 Leopard-Kampfpanzern nach Saudi-Arabien war kein Ausrutscher, sondern der Beginn eines Paradigmenwechsels in der deutschen Rüstungsexportpolitik, schrieb der SPIEGEL in der vergangenen Woche. Um so wichtiger ist es, jetzt weiter Druck auf die Bundesregierung zu machen, die Panzer-Lieferung zu stoppen. Die endgültige Entscheidung über den Panzer-Export soll am Jahresende fallen.

Lesen Sie unseren Blogbeitrag dazu…

Haben Sie unseren Appell gegen den Panzer-Deal schon unterschrieben?


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 506.389 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!
Campact | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de

 
ATTAC startet in diesem Zusammenhang einen neuen Aufruf:
 

Liebe Freundinnen und Freunde von Attac, liebe Mitglieder,

der Funke ist übergesprungen, die Bewegung ist da: Mehr als 40.000 Menschen haben am vergangenen Samstag allein in Deutschland ihre Wut über die Macht der entfesselten Finanzmärkte auf die Straße getragen und echte Demokratie eingefordert. Mit Aktionen in mehr als 50 Städten hat sich Attac an den Protesten beteiligt. In einigen Städten, unter anderem in Berlin, Frankfurt und Leipzig, haben Aktivist_innen Camps eingerichtet.

Der Protest geht weiter! Für kommenden Samstag, den 22. Oktober ruft Attac zu weiteren Aktivitäten auf. Anlass ist der EU-Gipfel in Brüssel am Tag darauf, bei dem ein neues Bankenrettungspaket beschlossen werden soll. Erneut sollen die Verursacher der Krise enorme Summen erhalten, während die Kosten auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Das lassen wir uns nicht gefallen! Wir gehen auf die Straße, bis die Regierungen einlenken. Am 22. Oktober sind bereits Aktionen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Kiel, Köln und Schwerin geplant, weitere folgen. Aktuelle Infos über die laufenden Planungen werden im Lauf der Woche auf der Mobilisierungsseite für den 22. Oktober eingestellt. Beteiligt Euch, und unterstützt die Protestcamps in Euren Städten!

Attac fordert statt einer erneuten Rettung des Spielkasinos:

  • Eine europäisch koordinierte Vermögenssteuer, eine Vermögensabgabe und die Schließung der Steueroasen!
  • Zerschlagen der Großbanken (z.B. durch die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking)!
  • Ein Verbot von Spekulationen auf Staatspleiten und die effektive Schwächung von Währungsspekulation durch die Einführung der Finanztransaktionssteuer!
  • Banken, die Steuergelder brauchen, werden mindestens zeitweilig vergesellschaftet, Leitungspersonal wird ausgetauscht und das Geschäftsmodell so verändert, dass es Realwirtschaft und Menschen zugute kommt!

Außerdem startet Attac heute gemeinsam mit unserem Kampagnenpartner Campact einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel, im Interesse der Bürger_innen zu handeln und auf dem EU-Gipfel unsere Forderungen durchzusetzen. Bitte unterschreiben Sie/unterschreibt den offenen Brief an die Bundeskanzlerin!

mit herzlichen Grüßen aus Frankfurt,

Bodo Pallmer

Attac Bundesbüro, Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt am Main
(069) 900 281-10, info@attac.de

Eine andere Welt braucht Unterstützung: Bei unseren Kampagnen (www.attac.de) mit Spenden oder durch Mitgliedschaft.


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Hartz IV Dschungel

Erstellt von UP. am 18. Oktober 2011

Wir möchten auf eine Sendung zum Thema hinweisen. HARTZ IV - heute: LEYEN I - der grösste Selbstzerstörungsmechanismus, der in einem Volk je in Gang gesetzt wurde.

NDR: Verloren im Hartz IV Dschungel

Der Fernsehsender NDR zeigt am kommenden Freitag, 21.Okt.11 um 21.15 Uhr eine 30-minütige Dokumentation mit dem Titel: “Verloren im Hartz-IV-Dschungel - Ein Anwalt hilft den Armen”.

Die Fernsehsendung berichtet über Schicksale und Notlagen von Hartz IV-Empfängern und Menschen mit Behinderungen und informiert über die tägliche Arbeit einer auf Sozialrecht und Behindertenrecht spezialisierten Anwaltskanzlei in Oldenburg. Einige aussagekräftige Stichpunkte zur Sendung lauten: - “Die Schwächsten bleiben auf der Strecke”, “Alltag im Hartz-IV-Dschungel“, “Hartz IV wird nie funktionieren”.

Aus der Programmvorschau:
13 Jahre lang besaß die 37-jährige Handwerksmeisterin Sylvia P. eine chemische Reinigung. Urlaub und freie Wochenenden waren für die Unternehmerin und Mutter von zwei Kindern kaum drin. Irgendwann machte ihr Körper den Dauerstress nicht mehr mit. Sie wurde krank. Dann folgte der soziale Absturz: Arbeitslosigkeit, Schulden, Scheidung.

Die Folge wird am 21. Oktober um 21.15 Uhr auf NDR-TV ausgestrahlt.
Quelle: Gegen HARTZ IV

Uns liegt unter anderem die Geschichte eines früheren Besitzers eines gut florierenden QUELLE-Ladens vor, der als Arbeitgeber auch seine Ehefrau beschäftigt hatte.
Es wurden Steuern und Sozialabgaben bezahlt und man erreichte einen kleinen Wohlstand.
Dann kam der QUELLE - Gau! Mittlerweile sind die Rücklagen aufgebraucht. Der frühere Besitzer ist heute Hartz IV - Empfänger und bei Bewerbung Nr. 157 angekommen. Seine Ehefrau rutschte ebenfalls nach ihrer ALG I - Zeit in das HARTZ IV - Karussell und arbeitet heute bei einem Sklavenhalter (Arbeiter_innen - Verleiher, der es innerhalb der letzten fünf Jahre zum Millionär gebracht hat)

Das nennt man Teilhabe - so wie es die Mehrfach-Millionärin aus Hannover und ihre Scheffe, die Hosenanzugin, gemeint haben. Toll, nicht wahr???

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Der Luxus mit den Reichen

Erstellt von Gerd Heming am 18. Oktober 2011

Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten

Wir haben es derzeit mit einer neuen Variante der Unterdrücker zu tun, mit den Globalisieren, den „Masters of the Universe“, den Reichen und Superreichen. Sie verstehen sich selbst als Beherrscher der Globalisierung, sie verstehen sich als die neuen Herrscher der Welt. Billionen und Aberbillionen Dollar, Euro oder Yen haben sie an sich gerafft. Seelenverkäufer sind sie. Sklavenhändler. Es treibt sie der Wille zur Macht. Nicht nur zur Macht über Menschen und Völker – zur Macht über die ganze Welt. Sie schaffen sich ihre eigenen Gesetze, und mit „gesetzlicher Legitimation“ sind sie dabei, sich die Menschheit gefügig zu machen. Mit gesetzlicher Kraft frieren sie deren Freiheitsgrade wütig ein. Und mit Gesetzesmacht zwingen sie die sozial erzeugte Kälte auf Minusgrade herab. Versklavung ist ihr Ziel. Der Rest der Welt als Verfügungsmasse. Deswegen predigen sie Flexibilität, deswegen predigen sie Deregulierung, deswegen predigen sie Privatisierung. „Die reale, positive Macht des Bösen“ formuliert Hans P. Schmidt, „ist nach Schellings Meinung nur zu verstehen, wenn das Böse nicht einer Schwäche des Willens beziehungsweise einer unbestimmten Willkür entspringt, sondern im Willen selbst gründet, nämlich im aktiven „Eigenwillen“ des Subjekts, das sich als Einzelner, als Gruppe oder auch zum Beispiel als Nation gegen den „Universalwillen“ durchsetzen kann. Wenn der „Eigenwille“ danach strebt, ‚das, was er nur in der Identität mit dem Universalwillen ist, als Partikularwille zu sein, dann ist er als partikularisierter Wille böse.“

Nichts stimmt an der Theorie von der Privatisierung gesellschaftlichen Eigentums. Sie hat den Staat, die Gesellschaft und die Wirtschaft nicht aus den finanziellen und ebenfalls nicht aus den den Arbeitsmarkt betreffenden Schwierigkeiten heraus gebracht und in jenes Land geführt, in dem Milch und Honig fließt. Privatisierung, so ihre Protagonisten, würde Arbeit schaffen - nicht für einige wenige, nein, für Millionen arbeitslose Menschen.

Die Privatisierung hat die Arbeitslosigkeit und die prekären Beschäftigungen explodieren lassen, sie hat den Staat, die Länder, die Städte und Gemeinden nicht reicher, sie hat sie ärmer gemacht, sie hat sie nicht selten ruiniert. Ganz zu schweigen von diffusen Leasingverträgen, unter denen das Eigentum des Staates, der Länder und Gemeinden zur Manipuliermasse nebulöser Geschäftemacher verkommen ist. Nicht zu reden von der wachsenden Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger, denen die Privatisierung täglich „teurer“ und teuerer wird. Nicht zu reden vom grundgesetzlich suspekten Verhökern des gesellschaftlichen Eigentums. Denn Privatisierung heißt Beraubung.

„Vielleicht zum ersten Mal in der Wirtschaftsgeschichte“, offenbarte vor einiger Zeit der renommierte Wirtschaftsgelehrte, Professor F. Malik, von der Managerschule St. Gallen, „haben wir nicht eine Krise der Wirtschaftspolitik, sondern eine Krise des Managements. Die Krise der Wirtschaft – so schlage ich vor, es zu sehen – ist eine andere als die bisherige. Sie ist aus Irrtümern und Irrlehren über Unternehmensführung entstanden. Die falschen Vorstellungen über Unternehmensführung haben wichtige und große Teile der Wirtschaft erfasst – glücklicherweise nicht alle. Insbesondere die vielleicht nicht beabsichtigte, aber de facto doch entstandene Allianz von Finanz- und Medienbetrieb, von Finanzanalysten einerseits und Wirtschaftsjournalisten andererseits, hat die entscheidende Dynamik erzeugt, das Momentum und schließlich auch die Sprengkraft“.

Versprechen gebrochen. Die Versprechen, mit denen Politiker, Banker, Versicherer und Wirtschaftswissenschaftler die Privatisierungen etwa der Telekommunikation, der Deutschen Bundesbahn, der Strom-, Gas- und Wasserwirtschaft, der Renten-, Krankenund Pflegeversicherung schmackhaft machten, sind mittlerweile ausnahmslos gebrochen.

Völlig in die Irre gingen die Protagonisten der Privatisierung, weil sie sich von der Liberalisierung einen Schub bei Investitionen und Innovationen erhofften. Wirklich Neues schuf keine der neuen Privatisierungen. Die meisten setzen auf Imitation statt auf Innovation. Die Folge ist ein ruinöser Preiskampf, der für die Zukunft nichts Gutes ahnen lässt.

Es ist hoch an der Zeit dem allgemeinen Privatisierungswahn – der nichts anderes als Enteignung des gesellschaftlichen Vermögens bedeutet und eine Folge des neoliberalen Kapitalismus ist – den Todesschuss zu geben. Es ist auch an der Zeit, die Protagonisten der Privatisierung zur Verantwortung zu ziehen. Notfalls müssen ihnen alle Bezüge – seien sie staatlich oder privat - und ebenso ihre privaten Vermögen gepfändet werden – selbst unter der „Gefahr“, dass ihnen nur mehr jener Regelsatz als Lebensgrundlage bleibt , den sie leichtfertig und gewissenlos vor einiger Zeit in den „Hartz-Gesetzen“ selbst festgeschrieben haben.

„Wenn heute“, so der ehemalige Bensberger Kreis, „in den unterschiedlichen politischen Lagern eine so einmütige Zustimmung zur Politik der Privatisierung und völligen Liberalisierung des Marktes zu beobachten ist, wo doch nach 1945 alle, wenn auch mit verschiedenen Ansätzen in eine solidarische Gesellschaft aufbrechen wollten, dann ist die Politik anscheinend immer mehr eine Gefangene des alles beherrschenden modernen Kapitalismus geworden und hat ihren gesellschaftlichen Gestaltungsauftrag aufgegeben.

Sie ist so (wie ein Großteil der Medien) zum Handlanger einer von Kapitalinteressen geleiteten Ideologie geworden, bei der das Geld – wie es bei Leitbildern aller anderen Ideologien auch üblich ist – zum Selbstzweck wird. Offenbar hat die Politik sich von dem als alternativlos dargestellten Gesetz des Kapitalismus, der totalen Vermarktung um des Gewinnes willen und der daraus folgenden neoliberalen Ideologie, in Zugzwang bringen lassen.“

Es ist diese Politik, es sind diese dem jeweiligen Modewahn ausgelieferten Politiker, die den derzeitigen negativen gesellschaftlichen Zeitgeist und die Finanz- und Wirtschaftskrise zu verantworten haben. „Denn sie fliegen“ um es mit Erich Kästner zu sagen, „wie mit Engelsflügeln immer auf den ersten besten Mist. Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln! Und sie sind auf keine Art zu zügeln, wenn sie hören, das was Mode ist. – Wenn’s doch Mode würde zu verblöden! Denn in dieser Hinsicht sind sie groß. Wenn’s doch Mode würde, diesen Kröten jede Öffnung einzeln zuzulöten! Denn dann wären wir sie endlich los.“

Wir haben im Verlauf der 240 Jahre seit der Aufklärung die Macht des Klerus und des Adels, die Macht der Fürsten, Könige und Kaiser überwunden und besiegt. Wir haben die Leibeigenschaft abgeschüttelt und die selbstverschuldete Unmündigkeit - und wir haben uns im Zuge der Aufklärung zu freien Menschen empor geschwungen. Deshalb werden wir es nicht zu lassen, wenn uns heute die Macht des Geldes erneut zu Untertanen machen will. Wir bekennen uns zu den allgemeinen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gesellschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Wir sind freie Menschen in einem Land der Freien. Wir folgen dem Wahlspruch der Aufklärung, den unsere Väter uns als größtes Erbe hinterlassen haben: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist der Wahlspruch der Aufklärung.“

„Die neuen Herrscher der Welt“, sagt der Schweizer Soziologe Jean Ziegler, „ - die Beutejäger des globalisierten Finanzkapitals, die Barone der transkontinentalen Konzerne, die Börsenspekulanten - häufen ungeheure Vermögen an. Mit ihrem Tun zerstören sie den Staat, verwüsten die Natur und entscheiden jeden Tag darüber, wer sterben muss und wer überleben darf. Willfährige, effiziente Verbündete stehen ihnen zu Diensten, allen voran die Funktionäre der Welthandelsorganisation, der Weltbank und des Weltwährungsfonds.“ - Der Geist des Bösen weht von vielen Hügeln her.

Ihr Ziel besteht darin, es Banken zu ermöglichen, Kapital aus der ganzen Welt anzulocken, und sich Zugang zu billigem Kapital zu verschaffen.

Es ist ein Projekt aus den siebziger Jahren. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds starteten dieses Projekt. Wir nennen es heute Neo-Liberalismus. Es beruht auf der Basis von vier Schlüsselelementen:

- der Deregulierung . Dieses Element startete mit der Deregulierung der Finanzmärkte auf der ganzen Welt. Kapital sollte sich frei von einem Land zum anderen bewegen können.

- Der zweite Teil besteht in der Liberalisierung der Handelsströme. Es geht darum, Handelsbarrieren abzuschaffen, die sehr sorgfältig von den Entwicklungsländern zum Schutz ihrer Industrien in vielen Jahren aufgebaut worden sind.

- Die dritte Maßnahme besteht in der völligen Abschaffung des Staates, um die Interventionsmöglichkeiten des Staates zu reduzieren. Eine Maßnahme, die uns aus den Reden vieler FDP-Politiker nicht unbekannt ist. Anders gesagt werden die Steuereinnahmen des Staates so reduziert, dass die Staaten nichts mehr tun können, um ihre Bürger zu schützen. Neunzig Prozent der Bevölkerung Deutschlands sind davon betroffen.

- Die vierte Maßnahme verlangt von den Staaten, ihre Industrien zu privatisieren. Dabei wird mehr oder weniger sicher gestellt, dass bei dieser Privatisierung die Industrien unter ihrem tatsächlichen Wert an fremde Kapitalgeber verkauft werden.

Es geht den „Masters of the Universe“ um totale Kapitaldeckung. Die solidarischen Absicherungen des Bürgers, die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung, die Arbeitslosenversicherung, die Altersabsicherung, sollen aufgelöst und vom Umlageverfahren in Kapitaldeckungsverfahren umgewandelt werden. Erst dann haben sie ihr Ziel, die Menschen der Welt zu ihrer Verfügungsmasse zu machen, endgültig erreicht.

Wenn wir unsere Würde erhalten wollen, wenn wir wirklich selbstbestimmt und qualitätvoll leben wollen, dann müssen wir die Reichen, die Banken und die großen privaten Versicherer bändigen, dann müssen wir sie zwingen, sich demokratisch in eine demokratische, soziale und solidarische Gesellschaft einzufügen. Die derzeitige Politik und die Justiz ist zu schwach, diesen Zwang zu vollstrecken… es wird das Volks sein, dass sich auf sich selbst und auf seine Kraft besinnen wird.

Bund der Pflegeversicherten e.V.
Gerd Heming (Vors.)
Bundesgeschäftsstelle
Von Schonebeck Ring 90
48161 Münster
Fon: 02533-3359
Fax: 02533-3362 n.Voranmeld.
E-Mail: Gerd.Heming@t-online.de

IE

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Die Weltweiten Proteste

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Oktober 2011

Nie zuvor ist es gelungen so viele Menschen in über 80 Länder aus 950 Städte am gleichen Tag auf die Straßen zu bringen. Eine eindringliche Demonstration von Volkswillen und Misstrauen in die Unfähigkeit der politischen Kaste. Die Menschen verstehen es nicht mehr dass es den Politikern an Willen fehlt diese geldgierigen Bank-Banditen an die Kandare zu legen. Hoffen wir, dass der Samstag der Beginn einer globalen Bewegung war.

Während der Aufruf von Attac und linker Gruppen 2009 im Zeichen der Lehmann Pleite noch ungehört verhalte, waren Hier und Heute die Fragen nach Aufklärung in aller Munde. Die Proteste  der Menschenmasse ist als Kritik auf eine unfähige Politik zu sehen. Die Menschen fürchten das etwas Gewaltiges auf sie zukommt.

In Länder wie Spanien, den USA oder Griechenland hat sich die Finanzkrise schon längst auf das reale Leben der Einzelnen ausgewirkt und stehen die Proteste bereits in einen direkten Bezug. In Deutschland, welches bislang für Anleger aus aller Welt am meisten von der Krise profitierte fehlt vielfach noch die Erkenntnis in wie weit die Banken und die Politik in diesem Land an dieser Krise entscheidend beteiligt sind. So ist es an der Zeit endlich über Ursachen und Verursacher klare Aussagen zu machen, wobei Ackermann und die FDP zu Beginn genügend Angriffsfläche bieten.

Sehr ausführlich beschäftigten sich die Medien auch mit der Frage nach der Herkunft der Protestierenden in unseren Land und kamen dabei überwiegend zu dem Ergebnis es hier nicht mit einer Bewegung linken Ursprungs zu tun gehabt zu haben. Das Fehlen der ansonsten üblichen Partei  Fahnen und Banner wurde aufmerksam registriert. Die große Masse bewegte sich mit selbst bemalten Plakaten durch die Städte was auch bei den Mitläufern gut ankam.

Es ist absolut keine Überraschung in den meisten Beteiligten keine speziellen Kapitalismus Gegner zu sehen. Sie kommen nach eigener Aussage aus der Mitte der Gesellschaft und möchten endlich ihre Unzufriedenheit gegen den Finanzmarkt, gegen Partei und die politischen Führungen zeigen. Sie fragen sich wie es kommt das es einer abgeschotteten Minderheit gelingen kann, sich die Taschen voll zustopfen und ganze Staaten vor sich her treiben.

Es ist ihnen unverständlich mit ansehen zu müssen wie selbst ernannte Eliten nicht durchgreifen um den Leerverkäufen, Hedgefonds oder Schattenbanken endlich Einhalt zu bieten. Man trifft Menschen aus allen Milieus welche einfach die Nase von den „Märkten“ voll haben, welche von unseren Politikern wie heilige Kühe gehätschelt werden. Auch bei den Ratgebern konservativer, liberaler, christlicher Politik macht sich eine große Unzufriedenheit breit.

Wenn sich dann Merkel hinstellt um sich so in die Reihe der Protestieren einzureihen, kann nur noch von politischer Schizophrenie die Rede sein. Gerade Sie, als Kopf von Erfüllungsgehilfen der Regierung von Rot-Grün ? Einfach unglaublich! Ein solch inhaltsloses Geplapper einer Kanzlerin ist noch verhöhnender als alle Leerverkäufe der Banken. Welch Wunder wenn bei solchen Dampfplauderern das Vertrauen in die Politik mehr und mehr verloren geht.

IE

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Berliner Suppe

Erstellt von UP. am 18. Oktober 2011

Wo er recht hat, hat er Recht, der Herr Schlecht! Wenigstens im Grundsatz. Zu sehr darf er allerdings nicht auch die K…. hauen; denn sie war ja dabei, DIE LINKE. Durch den Harald Wolf in Berlin, in Ausschüssen, als JA-Sager, als Dulder. Und nun soll Ernst nicht so tun, als hätten sie den 15.Oktober erfunden!!!
UP.

Michael Schlecht, MdB – Chefvolkswirt der Fraktion und Gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE – 18. Oktober 2011

Es brodelt – wann kocht es?

In mehr als 1.000 Städten weltweit gingen die Menschen am 15. Oktober auf die Straße. Auch in Deutschland, in Frankfurt, der Hochburg der Zocker und Bankster, auch in Berlin, wo Merkel und Konsorten sich längst zum Hanglanger der Finanzhaie gemacht haben.

Es wurde Zeit, dass die Wut, der Zorn der Menschen endlich auf der Straße sichtbar wird. Uns wurde nach dem Crash 2008 von den Mächtigen dieser Welt versprochen, dass alles sich ändert! Dass die Banken an die Kette gelegt werden, dass das Casino zumindest Regeln erhält. Was ist geschehen? Nichts! Sie lassen sich von den Ackermännern dieser Welt die Gesetze schreiben!

2008 drohten die Banken nach einer aberwitzigen Zockerei zusammenzubrechen. Die Staaten haben sie damals gerettet. Allein in Europa mit Billionenaufwand. Außerdem musste die Realwirtschaft mit Konjunkturprogrammen geschützt werden. So gerieten die Staaten immer tiefer in die Verschuldung. Allein in Deutschland stieg sie seit 2008 um 400 Milliarden Euro.

Dann wurden die „Finanzinvestoren“, also vor allem die Banken unsicher, ob die Staaten die Kredite, die sie ihnen geliehen hatten, damit sie selbst gerettet wurden, ordnungsgemäß zurückzahlen können. Beim schwächsten Land – Griechenland – begann die Raserei der Spekulanten zuerst. Andere folgten: Irland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien und selbst Frankreich gerät mittlerweile ins Visier der Finanzhaie.

Um die Staatspleiten und letztlich den Zusammenbruch des Euros zu verhindern wurden gigantische „Rettungspakete“ in Stellung gebracht. Nur: In Anbetracht der Risiken sind sie zu klein!

Fällt Griechenland – was von vielen geradezu herbeigesehnt wird –, droht der crash des Bankensystems. In jedem Fall der griechischen und zypriotischen. Die Zinsen für Spanien, Italien und andere Länder fliegen dann in den Himmel. Italien ist mit Staatsanleihen von 1,8 Billionen Euro „too big to help“, da hilft kein „Rettungsschirm“ dieser Welt. Kollabiert halb Europa, dann bricht das europäische Bankensystem zusammen. Mindestens 700 Milliarden Bankkredite wären abzuschreiben. Damit drohen der Systemcrash und der Zusammenbruch des Euros.

Eine neue deutsche Währung würde um rund 40 Prozent aufwerten. Dahin wäre die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft. Neben den Krisenregionen Südeuropas käme die Krisenregion Baden-Württemberg hinzu. Millionen Arbeitsplätze in der Exportindustrie sind bedroht.

Soweit darf es nicht kommen. Das wichtigste ist eine europaweite massive Besteuerung von Reichen und Vermögenden. Mit einer einmaligen Vermögensabgabe von 50 Prozent ließen sich die Staatsschulden halbieren. Und die Banken müssen unter öffentliche Kontrolle und das Casino geschlossen werden. Wir brauchen Sparkassen und keine Zockerbuden.

Es wird sich jedoch erst etwas ändern, wenn der Widerstand groß genug wird. Wenn die Bankentürme in Frankfurt wackeln. Wenn aus den Betrieben heraus Druck gemacht wird. Wenn die Menschen nicht mehr nur mit stiller Wut, die die eigene Seele vergiftet, nicht mehr nur mit Zorn alles über sich ergehen lassen. Wenn es nicht mehr nur brodelt auf den Straßen, sondern wenn es kocht!
Quelle: schlecht-Newsletter

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Occupy goes global

Erstellt von UP. am 17. Oktober 2011

Elizabeth Schulte and Alan Maass report on the new reach of the Occupy movement.

Protesters marching at Occupy Berlin (James Rea)
Protesters marching at Occupy Berlin (James Rea)

 

 
THE OCCUPY movement that began in New York City’s financial district has spread around the country–and now around the world.

Saturday, October 15, was an international day of action to take the Occupy movement in the U.S. global–a fitting step forward since the demonstrations in New York City and now around the U.S. were inspired by the revolts and rebellions throughout this year in the Arab world and Europe.

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Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Oktober 2011

…Herr Küppersbusch?

Im Rückblick der letzten Woche registrieren wir Gabriels Radikalisierung, Schirrmachers Stattfindenwollen und das zerlegten des MDR.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: “500 Gewaltbereite lassen friedliche Demo von 200.000 eskalieren”, wird die “Occupy”-Version von Rom beschreiben. In der angesprochenen Bankenbranche ist der Proporz deutlich günstiger für die Gewaltbereiten.

Was wird besser in dieser?

Sigmar Gabriel radikalisiert sich. Vermutlich wird er irgendwann sogar Sozialdemokrat.

Merkel war in der Mongolei - die wird künftig Rohstoffe nach Deutschland liefern: Kupfer, Gold, Silber, Uran, Seltene Erden. Welche Gegenleistung bieten wir?

Pferdeverstand. Der mongolische Staatschef nennt sein Land ein “friedliebendes Pony zwischen zwei Elefanten” - China und Russland. Mal abwarten, ob die beiden mongolische Lieferungen von Seltenen Erden - Kernrohstoff für Hochtechnologie von Smartphones über Autos bis Rüstung - nach Deutschland durchlassen. Und umgekehrt Merkels Einladung zu mehr Demokratie und Unabhängigkeit bejubeln. Sie setzt jedenfalls auf das richtige Pferd.

Philipp Rösler landete zu Beginn seiner Libyen-Reise auf dem falschen Flughafen. Und irrte in schusssicherer Weste übers Rollfeld auf der Suche nach einem Empfangskomitee. Was hat er den Libyern getan ?

Die Luftwaffe lieferte den Zivilisten Rösler völlig korrekt auf dem zivilen Flughafen von Tripolis ab. Der offenbar spaßeshalber Landeerlaubnis funkte, obwohl er seit Monaten geschlossen ist. Es handelt sich um eine Kunstinstallation: Deutsche Wirtschaftsminister haben auf Militärflughäfen nichts zu suchen. Vielleicht noch ein Fehler in der Übersetzungssoftware, “Hallo Tower, wohin mit dem german witzekanzler” oder so.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Empört Euch!

Erstellt von UP. am 17. Oktober 2011

Hallo ihr,

“Indignez-vous - Empört Euch!”

so titelte der ehemalige französische Widerstandskämpfer Stéphane Hessel sein Manifest, veröffentlicht vor einem Jahr. Geboren wurde Stéphane 1917 in Berlin, seit 1939 Staatsbürger Frankreichs, 1945 als Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen in New York, 1948 Mitunterzeichner der Charta der Menschenrechte.
Sein Büchlein “Empört Euch!” im Ullstein Verlag, Preis 4,– Euro

“Neues schaffen heisst Widerstand leisten.
Widerstand leisten heisst Neues schaffen.”

Meldungen: www.attac.de

Weltweite Proteste gegen Bankenmacht und für Demokratie

Der Funke ist übergesprungen, die Bewegung ist da: Mehr als 40.000 Menschen haben am Samstag allein in Deutschland ihre Wut über die Macht der entfesselten Finanzmärkte auf die Straße getragen und echte Demokratie eingefordert. Mit dezentralen Aktionen in mehr als 50 Städten hat sich Attac an den Protesten beteiligt. Bei einer Kundgebung vor der Europäischen Zentralbank mit 8.000 Teilnehmern haben wir gemeinsam mit den spanischen Indignados und der Occupy-Bewegung ein deutliches Zeichen gegen das Diktat der Banken und Finanzmärkte gesetzt. In Berlin lag der Schwerpunkt der Attac-Aktivitäten auf einer zivilgesellschaftlichen Anhörung zur Krise. Von dort zogen die Teilnehmer zu einer Kundgebung vors Kanzleramt, der sich Tausende anschlossen. Pressemitteilung zum 15.10.

Bundesweite Aktionsorte zu finden unter :
http://www.attac.de/aktuell/eurokrise/europaweiter-aktionstag/dezentrale-aktionen/

Die Rede von Stephan Lindner, Mitglied im Attac Koordinierungkreis, vor der EZB: http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/bundesebene/Pressegruppe/111015%20Rede_15o%20Stephan%20_L.pdf

8.000 Empörte bei Demo und EZB-Aktion in Frankfurt!

zu finden unter:  http://www.attac.de/?id=9958

zum internationalen Aktionstag 15.10.2011 versammelten sich weltweit, in ca.80 Ländern, in mehr als 200 Städten.
So auch in Stuttgart zwischen 3,5 und 4.000 Menschen
http://www.bei-abriss-aufstand.de/
Seitenlink: wir auf Twitter

in Berlin, vor dem Reichstag: occupy liveübertragung

http://www.castortv.de/

in einer Gesamtübersicht vieler Aktionsorte auf:
http://occupystreams.org/

Die Tageszeitung junge Welt von heute bericht über die weltweitren Proteste:
http://www.jungewelt.de/2011/10-17/020.php
============

herzlich solidarischen Gruß
Mike
attac Regionalgruppe Schorndorf
Bargauer Str. 9
73527 Schw. Gmünd
Tel. 07171 - 834 80

_______________________________________________
Attac-sch mailingliste
JPBerlin - Mailbox und Politischer Provider
Attac-sch@listi.jpberlin.de
https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/attac-sch

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ATTAC 15.10.2011

Erstellt von UP. am 16. Oktober 2011

Pressemitteilung ATTAC Münster

zum Aktionstag Samstag, den 15. Oktober 2011
Solidarischer Aktionstag zu den europäischen Krisen, Schuldenkrisen, Währungsunionskrise, Sinnkrise des jetzigen EU-Systems. In Deutschland waren mehr als 82.000 Bürger auf den Straßen und Plätzen, unter anderem in Berlin 10.000, in Frankfurt 8.000.
In Münster ging es “akademischer” zu: In der F 24 hatte ATTAC zu einem Podium eingeladen. Zuvor wurde die Großveranstaltung aus Berlin aus dem GRIPS-Theater auf Leinwand übertragen, danach mit der Fachjournalistin Angela Klein aus Köln und dem Assistenten des MdEP Jürgen Klute, Karsten Peters, die Lage an den Finanzmärkten, die Schuldenkrise, der Zusammenhang zwischen beiden und die Wege aus der Falle diskutiert.
Einigkeit bestand vor allem darin, dass EUROPA auf neue Grundlagen gestellt werden müsse, sozial, solidarisch, demokratisch. Keiner wollte die alten Zeiten zurückholen.
Eine zentrale Rolle hierbei solle das Europäische Parlament spielen, dem bislang nur eine aktive Zuschauerrolle bei der Gestaltung der Lebensverhältnisse in der EU zukommt: KEIN Gesetzes-Initiativrecht, KEIN Budgetrecht, KEIN Recht, die ‚Regierung‘ zu wählen, nur das Recht, die Kommissionspersonalien abzulehnen.
Am Ende der Debatte kam dann doch eine klare Stimmung FÜR ein sichtbares Auftreten, für Aktionen auf den Straße und Plätzen auch in Münster, auf. Die Teilnehmer verabredeten sich daher auf den 31. Oktober zu einem Aktionstreffen im Institut für Theologie und Politik in der Friedrich-Ebert-Straße 7, 19:30, um Aktivitäten im öffentlichen Raum zu planen.

fdR und ViSdP
Peter Berres
48612 Horstmar
Fon 02551 3669
FAX 02551 81606

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Von Großen und Kleinen

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Oktober 2011

Das war doch eine schöne Überraschung welche den Hartz IV Empfängern aus Schönebeck in der Nähe von Magdeburg widerfuhr. 83.000 Euro auf dem Konto und das als Gabe vom Arbeitsamt, toll. Vielleicht war diese Gabe eine Art der Wiedergutmachung des Arbeitsamtes für die vielen Minderzahlungen an ihrer Klientel in den letzten Jahren. Wir wissen es nicht, vermuten aber einmal das die „Sachbearbeiterin“ ihr Gewissen entdeckt hat?

Das nun die Justiz das Sagen hat ist in Fällen mit einer Behörde in diesem Land normal. Aufgrund eines Eingabefehlers wurde die Summe überwiesen. Natürlich handelt es sich um menschliches Versagen und dieses wurde bei der Folgeleistung festgestellt.

Als Ergebnis dürfen wir hier folgendes anmerken: 83.000 Euro zu viel geleisteter  Beträge in den Monaten Juli und August werden mit Leistung der im September anstehenden Zahlung bemerkt, was nicht anderes bedeutet als das das Fehlen einer solchen Summe in einem Amt nicht auffällt. Ach ja, es sind ja nur Steuergelder.

Anders in der privaten Wirtschaft! Der Chef eines sagen wir einmal Möbelherstellers bemerkt zwei Monate später einem Mitarbeiter statt 1000 Euro 100.000 Euro als Lohn ausbezahlt zu haben ? Ich möchte nicht Andenken was mit einen solchen Mitarbeiter des Lohnbüros passieren würde. Richtig, wo wir schon einmal dabei sind die Risiken zwischen den Angestellten auf den Ämtern mit denen der privaten Wirtschaft zu vergleichen.

Was ist eigentlich mit den Kassiererinnen in den Supermärkten? Ob den dort Beschäftigten auch manchmal Fehlbuchungen unterlaufen und am Abend bei Geschäftsschluss schon einmal 40 – 50 Euro in den Kassen fehlen. Wird dann auch die Justiz eingeschaltet um nach zu forschen wer denn wohl diese Summen zu wenig bezahlt hat? Nein, das geht nicht, das ist nur bei großen Summen möglich. Was aber geht, ist den Kassiererinnen die Fehlsummen von ihren Einkommen abzuziehen, ohne Justiz, sofort.

Wie war das noch mit den Kleinen und den Großen? Konnten wir nicht in dieser Woche lesen das der des Abschreibens überführte Karl Theodor zu Guttenberg sehr wahrscheinlich ohne strafrechtliche Konsequenzen davon kommen wird. Aber natürlich das war ja auch unser Kriegsminister ein Politiker, für die gelten besondere Gesetze und dieser möchte ohne Vorstrafe wieder in die Politik zurück um auch in Zukunft auf Kosten der Bevölkerung schmarotzen zu können. Die leben oberhalb der Gesellschaft.

Wie hat Dieter Hildebrandt einmal gesagt wir zitieren: „Die Politiker schweben alle oben in den Wolken und was sehen wir wenn wir hinaufschauen? Nur in A.-Löcher.“

Das Paar ist mit einem Teil des unverhofften Reichtums unterdessen untergetaucht und hat sich anwaltlichen Beistand geholt welcher eine Klage gegen die Sparkasse vorbereitet. Diese hat die auf dem Konto noch vorhandenen 50.000 Euro ohne Mahnung oder Pfändung an das Arbeitsamt zurück überwiesen. Hier hat der Anwalt des Paares rechtliche Schritte gegen die Bank und deren Mitarbeiter sowie gegen das Jobcenter angekündigt. Schließlich darf nicht einfach auf einen Anruf des Arbeitsamtes hin ein Konto gesperrt werden.

IE

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Wir, die Verräter

Erstellt von Uri Avnery am 15. Oktober 2011

Heute wieder einmal Uri Avnery mit einen eindruckvollen Bericht aus Tel Aviv. Dieser Bericht geht weit in die Geschichte zurück und versucht den Unterschied zwischen Rechts und Links zu ergründen. Ein Lese muß für jeden der glaubt links zu sein!

Wir, die Verräter

“ES GIBT Situationen, in der ein wirklicher Patriot keine Alternative hat, als ein Verräter zu sein,” schrieb Rudolf Augstein in einer Rezension von einem meiner Bücher in den späten 80er-Jahren. Das Buch „Mein Freund, der Feind“ beschrieb u.a. meine Begegnung mit Yassir Arafat. Es war die erste Begegnung zwischen einem Israeli und dem Führer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Sie fand während der Schlacht um Beirut 1982 statt; um dies durchzuführen, musste ich die feindlichen Linien überqueren.

Während ich noch auf dem Rückweg war – auf der Straße von Beirut nach Rosh Hanikra hörte ich im Radio, dass vier Regierungsmitglieder verlangt hätten, mich wegen Verrats anzuklagen. Tatsächlich ordnete Menachem Begins Regierung mit Ariel Sharon als Verteidigungsminister offiziell an, dass der Staatsanwalt ein Strafrechtsverfahren gegen mich beginnt. Nach der Untersuchung kam der Staatsanwalt Yitzhak Zamir zu der Schlussfolgerung, dass ich nicht das Gesetz gebrochen hätte, einesteils, weil ich in Beirut ein Gast der IDF war und andernteils, weil es keine rechtliche Unterscheidung zwischen dem östlichen Teil der Stadt gab ( den die IDF kontrollierte) und dem westlichen Teil (der in Händen der PLO war).

In den 14 Jahren, die diesem 1.Treffen vorausgegangen waren, hielt ich regelmäßig Kontakte mit der PLO-Führung, obwohl sie offiziell als Terror-Organisation definiert wurde und Arafat als Erz-Terrorist. Ich berichtete Rabin, während er Ministerpräsident war (1974-77) über diese Kontakte. Es waren nur 11 Jahre später, dass Israel einen Vertrag mit der PLO schloss, unser Ministerpräsident Arafat umarmte und die Minister, die mich als Verräter vor Gericht bringen wollten , selbst Pilgerreisen zu ihm machten.

ALS AUGSTEIN seinen Kommentar über Verrat schrieb, dachte er besonders an Nazideutschlands berühmtesten Fall von Verrat: den 1944 von Klaus von Stauffenberg ausgeführten Komplott, als er versuchte, Adolf Hitler zu ermorden. Von Stauffenberg, ein Kriegsheld, der im 2.Weltkrieg ein Auge und mehrere Finger verloren hatte, überlegte lange, bis er sich für den Schlag entschied. Als wirklicher Patriot kam er zu dem Schluss, dass nur das Töten Hitlers Deutschland vor der Katastrophe der Niederlage retten und den unnötigen Tod Hunderttausender Menschen in einem verlorenen Krieg verhindern kann. Aber er hatte dem Führer Treue geschworen und als gläubiger Katholik sah er den Treuebruch als eine sehr ernste Angelegenheit an. Ein Aufstand mitten in einem Krieg war natürlich Verrat.

Fast alle Deutschen wären heute damit einverstanden, dass ein solcher Akt von Verrat moralisch und gerecht wäre. Daher wurde die Straße, in der das Hauptquartier des deutschen Generalsstabs lag und in dessen Hof Stauffenberg erschossen wurde, nach ihm benannt. Hier liegen Verrat und Patriotismus dicht neben einander.

Klaus von Stauffenberg war kein Linker. Im Gegenteil. Er war ein Mann der Rechten, sehr konservativ, ein Nachkomme vieler Generationen einer Adelsfamilie. Viel öfter sind es Leute vom linken Flügel, die wegen Verrat angeklagt werden. Diese Anklage mag der gewöhnlichste Fluch jener Rechten sein - weltweit und besonders in Israel – der den Linken verpasst wird: dass sie ihr Volk und ihr Land verraten.

Gemäß der Ansicht des rechten Flügels untergraben die Linken die nationale Stabilität und helfen dem Feind, der uns vernichten will. Die Linken sind fast immer gegen ein großes Militärbudget und behaupten, dass Geld sei nötiger für soziale Dienste wie Erziehung, Gesundheit und Wohlfahrt. Für sie hat das Individuum einen höheren Wert als die Nation und der Staat. Sie sucht Frieden und ist dafür bereit, gegenüber dem Feind Konzessionen zu machen. In der israelisch-palästinensischen Arena, ist sie bereit, Teile des Landes abzutreten, die der Allmächtige selbst dem jüdischen Volk versprochen hat. Kurz gesagt: die Linken sind widerwärtige Verräter.

Die Linken in Israel und in aller Welt kontern, dass sie die wirklichen Patrioten sind; denn sie sind es, die eine gesunde Gesellschaft suchen, die die wirklich Grundlage der nationalen Sicherheit ist. Schließlich sind es nur die Bürger, die sich als Teil des Landes und des Staates fühlen, die bereit sind voll und ganz für diesen zu kämpfen. Außerdem kann kein Staat endlos Krieg führen. Der Staat und das Individuum benötigen Frieden, und nur im Frieden kann ein Staat all seine geistigen und materiellen Ressourcen entwickeln.

Nach den Linken kultiviert die Rechte Hassgefühle, Furcht und Vorurteile gegen andere, in fremden Ländern und gegen Minderheiten innerhalb des eigenen Staates. Um die Unterstützung der Massen zu gewinnen, versucht die Rechte, ständig Spannungen zu schüren und Kriegsabenteuer zu verursachen, ein Phänomen, das ihre eigene verzerrte Weltansicht rechtfertigen kann. Deshalb ist der rechte Flügel eine Bedrohung für den Staat und seine Bürger und führt letzten Endes in eine nationale Katastrophe, die in unserm Fall die Zerstörung des „Dritten Tempels“ bedeuten würde, das erneuerte jüdische Gemeinwesen. Kurz gesagt: widerwärtige Rassisten.

UNSERE EIGENE Geschichte schließt Beispiele von Verrat ein, die dem des Deutschen von Stauffenberg vor langer Zeit vorausgingen. Vor vielen Jahren habe ich einmal mit jemanden zusammen zu Mittag gegessen, der damals eine Schlüsselfigur in der israelischen Wirtschaft war. Während des Gespräches deutete ich auf Shimon Bar Kochba, der den misslungenen jüdischen Aufstand 132-135 n. Chr. gegen Rom anführte; er war ein verrückter Abenteurer. Dass die Zeloten der großen Revolution, die ihm vorausgegangen waren, Verbrecher waren und dass auch die Makkabäer vor ihnen einen mörderischen Bürgerkrieg führten.

Der Bankier starrte mich mit seinen blauen Augen mit einem Blick riesigen Erstaunens an. Er hatte nie solch seltsame Ansichten gehört. In dem Augenblick entschied ich mich, eine Artikelserie über dieses Thema zu schreiben. Sie wurden in einer Serie in Haolam Hazeh veröffentlicht und verursachten keine Aufregung.

Einige Zeit später jedoch schrieb Yehoshafat Harkabi, ein früherer Chef des militärischen Nachrichtendienstes und zur Zeit ein Historiker an der Hebräischen Universität ein Buch in derselben Art, und der Damm brach. Er schrieb: die Rebellion der Zeloten gegen Rom war ein Akt des Wahnsinns. In der Sprache von heute könnten sie extreme Rechte genannt werden. Sensible Leute wie König Herodes Agrippa II. warnte vor dem sinnlosen Abenteuer gegen die riesige Militärmacht der römischen Supermacht. Aber die Zeloten brachten diese Stimmen zum Schweigen, ermordeten jeden, der gegen die Rebellen sprach und übernahmen die Macht in der jüdischen Gemeinde. Als die Römer 70 n.Chr. Jerusalem belagerten, verbrannten zelotische Gruppen sich gegenseitig die Getreidelager, mit der Gewissheit, dass sie diese nicht benötigen, weil der Allmächtige selbst seine Heilige Stadt erlösen wird.

Einer der vernünftigen Leute, der in der verrückt gewordenen Stadt blieb, Rabbi Yochanan Ben Sakkai; sagte die Zukunft richtig voraus. Ben Sakkai tat so, als wäre er tot, und ließ sich in einem Sarg aus der Stadt tragen; er traf sich mit dem römischen Kommandeur und bat um Erlaubnis, in Yavne zu wohnen und dort ein geistliches Zentrum zu eröffnen.

Das war ein totaler Verrat an seinem Volk: die Front zu wechseln, Feigheit, Kontaktaufnahme mit dem Feind, Kollaboration. Als ich ein Jugendlicher war, war ich Mitglied der Irgun, eine vorstaatliche Gruppe im Untergrund; wir organisierten eine Scheingerichtsverhandlung gegen ihn. Er wurde des Verrates für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Die Zeloten waren unsere Helden.

Aber die kollektive Weisheit des jüdischen Volkes pries Ben Sakkais Verrat und stellte fest, dass dieser Schritt die Bewahrung des Judentums während 2000 Jahre Diaspora gewährte. Mit anderen Worten: sein Verrat rettete das Volk. Sein Handeln war ein patriotisches Handeln. Die jüdische Gemeinde war in der Lage, auf ihrem Land zu bleiben und blühte, bis zum Kommen des nächsten Verrückten, Bar Kochba, noch ein Mitglied der extremen Rechten, um die heutige Terminologie anzuwenden.

Das Schicksal der Makkabäer war in der Geschichte besser. Sie haben sich positiv ins jüdische Bewusstsein eingegraben, während an andere zelotischen Aktivitäten an Tisha B’Av trauernd gedacht wird, werden die makkabäischen Taten andrerseits an den Feiertagen gefeiert, und die zionistische Bewegung hat sie als Freiheitskämpfer bejubelt, die die Juden von fremden Unterdrückern befreiten.

Und tatsächlich hatten die Makkabäer im Gegensatz zu den Zeloten und zu Bar Kochba eine realistische Ansicht der politischen Situation ihrer Zeit. Sie schlossen Bündnisse und bereiteten die Rebellion weise vor. Doch die Makkabäerkriege im zweiten Jahrhundert v.Chr. war vor allem ein Bürgerkrieg. Wir sagen, die Makkabäer führten einen mörderischen Feldzug gegen die Hellenisten – aber wer waren die Hellenisten? Es waren diejenigen, die die aufgeklärteste und fortgeschrittenste Kultur ihrer Zeit akzeptierten, etwa dem Status heute, der im allgemeinen der amerikanischen oder westlichen Kultur entspricht.

Das „national-religiöse“ Lager jener Tage und was heute als Hügeljugend bezeichnet wird, sahen die Hellenisten als Verräter an, genau die Art und Weise, wie die Linken heute gebrandmarkt werden. (Dies hielt die Hasmonäerkönige, die den Makkabäern folgten, nicht davon ab, selbst die griechische Kultur anzunehmen, wie einige ihrer Namen andeuten).

VIELE JAHRHUNDERTE später wurde die Krone des verrückten Messianismus an Shabbetai Zvi weitergegeben. Seine Lehre faszinierte im 17. Jahrhundert die jüdischen Massen rund um die Welt – und zwar mit unglaublicher Geschwindigkeit. Nur eine kleine Anzahl von Juden wagte es, diesem Wahnsinn zu widerstehen – sie wurden die „Verräter“ jener Zeit. Als die Seifenblase sich auflöste und der sog. Messias zum Islam konvertierte, wurde klar, dass die Opponenten Recht hatten. Dies brachte aber die Massen nicht dazu, sie beliebt zu machen. Im Gegenteil, wie Gershom Scholem uns erzählt: nach Shabbetai Zwis Schande wurden seine Opponenten sogar noch mehr gehasst.

Und bis jetzt erwähnten wir noch nicht den Erz-Verräter, den Propheten Jeremia, der die Kapitulation predigte. Er war ein wirklicher Defätist. Dafür wurde er von der rechten Regierung des 6. und 7. Jahrhunderts v. Chr. in einen Schlammgraben geworfen. Doch seine Worte wurden in die Bibel aufgenommen, während die seiner Feinde vergessen wurden.

Man könnte noch unzählige Beispiele aus der Geschichte anderer Völker zitieren. In Krisenzeiten werden die wirklichen Patrioten diejenigen sein, die zum Frieden und zum Kompromiss aufrufen, kurz „die Linken“, als Verräter angesehen, wogegen die Nationalisten aller Arten, die Kriegstreiber und die zum Hass aufwiegeln als Patrioten wahrgenommen werden.

Es trifft auf sie zu, was der britische Philosoph Samuel Johnsohn sagte: „Patriotismus ist die letzte Zuflucht eines Schurken.“

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

Veröffentlicht in Haaretz am Vorabend von Yom Kippur, am 7.10.2011

IE

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Die Occupy - Bewegung

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Oktober 2011

Wir haben keine Allheilmittel und wir haben kein Ziel, genauso wenig brauchen wir eine Hierarchie, dass genau war einmal die Idee zum Start einer LINKEN in diesem Land! Wir wollen und brauchen eine andere Gesellschaft hieß es da!

Nach Lesen des folgenden Interview sollten wir uns einmal fragen was denn aus dieser Idee geworden ist! Nichts! Die Hierarchien wurden vielfach aus den anderen Parteien in die LINKE übertragen und die Personen schlüpften nur unter eine andere, für viele besser vorgewärmte Bettdecke. Die alten Machenschaften aus allen anderen Parteien versammeln sich in einer LINKEN  und spiegeln heute die innerliche Zerrissenheit wieder.

Eine andere, bessere  Gesellschaft bekommen wir aber nicht durch die Flucht in eine andere Organisation, sprich politisch, “eine andere Partei”, sondern in dem alle bereit sind, jeder bei sich selbst beginnend, in der engsten Umgebung und vor allen Dingen innerhalb seiner selbst gewählten Partei die alten Zöpfe der Manipulationen und Bevormundung abschneiden. Es bringt überhaupt nichts alte Unsitten in eine neue Institution einzubringen. Genau das ist in der LINKEN geschehen.  Das Gute brachte keine persönlichen Vorteile und wurde darum zurück gelassen.

Hier das Interview:

“Wir haben keine richtigen Antworten”

Matt Crosby, Platzbesetzer in Washington, über Ziele, Vorbilder und Struktur der Occupy-Bewegung. Und über das Gefühl, dass plötzlich möglich ist, was vor Kurzem noch undenkbar schien.

taz: Herr Crosby, einige Republikaner nennen Ihre Bewegung sozialistisch oder kommunistisch. Was sagen Sie dazu?

Matt Crosby: Ich grinse freundlich. Ich glaube, dass es Dinge im Kommunismus gibt, die Wert haben. Und Teile aus dem Sozialismus können übernommen werden. Aber ich glaube nicht, dass ein Allheilmittel existiert.

Andere vergleichen Ihre Bewegung mit der Tea Party.

Das klingt griffig. Ist aber falsch. Denn die Tea Party ist sich sicher, die richtige Antwort zu kennen. Wir wissen nur, dass es Dinge gibt, die falsch sind. Außerdem ist die Tea Party xenophob.

Aber was ist Ihr Ziel?

Das ist symptomatisch: Sobald jemand eine Frage stellt, wollen die Leute gleich die Antwort hören. Darum lassen wir Konzerne und Institutionen entscheiden, weil sie effizienter sind.

Wenn sich Menschen in Kälte und Regen auf einem Platz niederlassen, müssen sie doch wissen, warum sie das tun.

Wir haben keine Hierarchie. Ich kann nur für mich sprechen.

Gut. Warum sind Sie hier?

Das ändert sich ständig. In diesem Moment sind es: Bildung, Obdachlosigkeit und politisches Bewusstsein. Ich will sagen: Ich bin nicht damit einverstanden, wie die Welt funktioniert. Außerdem muss die repräsentative Demokratie in Amerika neu definiert werden. Die Politik repräsentiert nicht die Bürger.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Passend ein Kommentar zu der politischen Situation und wir zitieren:

Unnachahmlich hat das nun Sahra Wagenknecht auf den Punkt gebracht. Die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei wünscht sich Anti-Banken-Proteste nach dem Vorbild der USA und verspricht, ihre Partei werde “alles dafür tun”, dass auch in Deutschland eine solche Bewegung entstehe. Sehr hübsch. Eine Bundestagspartei organisiert den Straßenkampf. Der Programmparteitag am nächsten Wochenende in Erfurt verspricht lustig zu werden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Gorleben Dialog abgelehnt

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Oktober 2011

Da dem Gesprächsangebot des Umweltministers keinen Glauben geschenkt wurde gingen die Atomkraftgegner am Mittwoch lieber demonstrieren. Die Organisationen gegen Atomkraft hielten das Angebot von Röttgens für eine Farce da am Endlagerbergwerk Gorleben unbeirrt im Dreischichten-Betrieb weiter an dessen Durchsetzung gebaut werde.

So habe das Umweltministerium erneut für neun Millionen Euro Aufträge für eine “Vorläufige Sicherheitsanalyse” vergeben. Das ausgerechnet an Wissenschaftler, Firmen und Behörden welche das geschädigte Atommüllendlager Asse einmal für sicher gehalten hätten und die Bundesregierung seit Jahrzehnten mit freundlichen Gutachten versorge.

So soll der Ex-Vattenfall-Manager Bruno Thomauske, ein ausgewiesener Atomlobbyist nun über eine eigens gegründete Strohfirma namens International Nuclear Safety GmbH die Eignung des Gorlebener Salzstockes beurteilen. Die Bundesregierung wolle dem Salzstock trotz aller geologischen Mängel noch vor der nächsten Bundestagswahl 2013 den Stempel “geeignet” aufdrücken, befürchten die Gegner.

Das Dialog Angebot des Ministeriums kommt aus Sicht der Bürgerinitiative BI runde 35 Jahre zu spät. Röttgens Fehler war es erst nach von ihm geschaffenen Fakten den Dialog mit den Gegnern gesucht zu haben.

Ungeachtet aller Kritiken hält das Ministerium daran fest, mit dem Gorleben-Dialog “neue Wege der Bürgerbeteiligung” beschritten zu haben, wobei die Veranstaltung nur der erste einer Reihe von “Fachdialogen” zum Thema Endlagerung gewesen sei.

Hier der Artikel:

„Absagen von Referenten, kaum Zuschauer, Boykott durch die Atomkraftgegner – der Auftakt zum “Gorleben-Dialog” von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) war ein Reinfall. Beim ersten einer Reihe angekündigter “Fachdialoge” zum Thema Endlagerung ging es am Mittwoch in Hitzacker um Gase und Kohlenwasserstoffe im Gorlebener Salzstock und deren Auswirkungen auf ein mögliches Atommüll-Endlager.

Ein “Schulterschluss” genanntes Bündnis der Gorleben-Gegner aus dem Wendland hatte die Teilnahme an der der Veranstaltung und der gesamten Dialog-Initiative schon im Vorfeld ausgeschlossen. Röttgens Angebot spiegele Transparenz und Einflussmöglichkeiten nur vor.“

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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occupy Deutschland?

Erstellt von UP. am 14. Oktober 2011

Hartz4-Plattform
keine Armut ! – kein Hunger ! – kein Verlust von Menschenwürde !
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens
sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen

PRESSEERKLÄRUNG
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Wir sind die 99%!
Hartz4-Plattform ruft auf zur friedlichen Unterstützung von
Occupy Frankfurt und dem weltweiten Aktionstag am 15. Oktober

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Brigitte Vallenthin nach 25 Aktivistinnen-Jahren:

Es hat immer gelohnt, miteinander Grundrechte zu verteidigen!
„Mehr als 25 Jahre im außerparlamentarischen Kampf für ein friedvolles Miteinander von Mensch und Natur - und ich freue mich, jetzt als eine der 99% dabei sein zu können. Denn es hat immer gelohnt,“ stellt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin fest. „Deshalb unterstütze ich den Aufruf von „Occupy Frankfurt“ sowie den weltweiten Aktionstag am 15. Oktober. Und allen, die die Empörung über entfesselte Politik erst jetzt erreicht hat, möchte ich Mut machen, dabei zu sein.
Das friedliche Miteinander der Mehrheit war immer - und wird es auch diesmal sein – eine unschlagbare Waffe. Widerstand ist auch keine Ein-Themen-Frage. Der Bogen spannt sich weit über alle Bereiche gesellschaftlichen Für- und Miteinanders. Bereits 1986 hatte ich beispielsweise Gelegenheit, mich mit Klaus Töpfer in Hungen über die angebliche „Unbedenklichkeit“ des Inhalts der Molkezüge von Tschernobyl zu streiten. Und 2006 konnte ich mithelfen, Kurt Beck in seine Schranken zu verweisen und Henrico Frank einen dauerhaften Arbeitsplatz zu verschaffen.“
Nach Auffassung der bundesweit agierenden Bürgerinitiative geht es nicht nur um
• entfesseltes Kapital. Es geht ebenso um
• entfesseltes Wachstum, um
• entfesselte Gier, und vor allem um
• entfesselte Politik.
Für die Hartz4-Plattform gilt deshalb heute wie vor 25 Jahren das Motto der damaligen
Bürgerinitiativen von Brigitte Vallenthin „Rettet den Wald“ und „Leben ohne Atom“:
Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerstandslos hinnehmen.
Weitere Aktionsorte in Deutschland: http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php?id=alledemonstrationen
Bild: H.Frank-B.Vallenthin, Ilona Surrey Wiesbaden
Bild: 1. Umwelttag, Deutscher Umwelttag Würzburg
Bild: Molkezug-Demo Hungen, privat

Wiesbaden, 13. Oktober 2011

Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
keine Armut! - kein Hunger! - kein Verlust von Menschenwürde!

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Neues von Abgeordneten

Erstellt von UP. am 14. Oktober 2011

Nachstehend veröffentlichen wir den neuesten Nachrichtenbrief von Abgeordnetenwatch; sehr interessant sind die dort aufgelaufenen Fragen an den Gleicheren Kauder MdB - ein Mensch, der Urheberrechte erbt; alle sind gleich - Kauder ist gleicher!

Wir wissen: Bei seiner verbalerotischen Beredsamkeit - penetrant wie Güllegeruch - wird ihm auch dazu etwas einfallen.
UP.

 
 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von abgeordnetenwatch.de,
eine Europaabgeordnete, die Ausschusssitzungen schwänzt; ein Bundestagsabgeordneter, der Gesetze fordert, gegen die er selbst verstößt und Abgeordnete, die ein Parteispendenverbot wollen. Das sind unsere Themen. Außerdem: Ob per Mausklick beim Deutschen Engagementpreis 2011 oder mit einer Spende, bitte unterstützen Sie abgeordnetenwatch.de - am bestem mit beidem :)!

Unsere Themen im Überblick:

  • Silvana Koch-Mehrin: Jahrelang bei Ausschusssitzungen gefehlt
  • “Kaudergate”: Abgeordneter verstößt gegen eigenen Gesetzesvorschlag
  • Abgeordnete fordern Verbot von Nebentätigkeiten und Parteispenden
  • Parteigroßspender und ihre “Motive”
  • Deutscher Engagementpreis 2011: abgeordnetenwatch.de benötigt Ihre Stimme!
  • Frankfurt und Aachen: abgeordnetenwatch.de jetzt in weiteren Kommunen
  • abgeordnetenwatch.de wächst mit Ihrer Unterstützung!
  • Link-Tipps: Koalitionsverhandlung in Berlin, E-Partizipation, Staatstrojaner
Online spenden Nur dank Ihrer Unterstützung gibt es abgeordnetenwatch.de -
Spenden Sie 5 Euro oder fördern Sie uns regelmäßig.
Silvana Koch-Mehrin: Jahrelang bei Ausschusssitzungen gefehlt
FDP-Wahlplakat Koch-MehrinGanze drei Mal hat die Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin in dieser Wahlperiode an der Sitzung ihres Hauptausschusses teilgenommen - zuletzt im Jahr 2009. Diese abgeordnetenwatch.de-Recherche ist in einen Bericht des Politmagazins „Panorama“ eingeflossen, der kürzlich in der ARD ausgestrahlt wurde und für einige Schlagzeilen gesorgt hat. In dem Beitrag kommt u.a. abgeordnetenwatch.de-Mitgründer Gregor Hackmack zu Wort.

Den Panorama-Beitrag und weitere Informationen finden Sie in unserem Blogartikel:
Silvana Koch-Mehrin: Seit 2009 keine Ausschusssitzung mehr besucht

“Kaudergate”: Abgeordneter verstößt gegen eigenen Gesetzesvorschlag
Screenshot Kauder-WebsiteWer z.B. illegal Musik aus dem Internet herunterlädt, dem will der Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder den Internetzugang sperren. Dumm nur, dass er nun selbst beim Verstoß gegen das Urheberrecht erwischt wurde. Blogger entdeckten auf Kauders Homepage mehrere Fotos, die er von anderen Internetseiten kopiert hatte, ohne die entsprechenden Rechte zu besitzen. Nachdem die Vorwürfe gegen den Vorsitzenden des Bundestagsrechtsausschusses im Netz die Runde machten, ließ dieser die entsprechenden Bilder kurzerhand löschen. Kurz darauf wurden jedoch weitere Fotos auf der Kauder-Homepage entdeckt.

Ob er sich nun selbst, wie für andere gefordert, den Internetzugang kappen werde, will ein Blogger in einer Frage an Siegfried Kauder auf abgeordnetenwatch.de wissen. Fast 1.600 Menschen warten inzwischen auf eine Antwort.

Abgeordnete fordern Verbot von Nebentätigkeiten und Parteispenden
Grafik: Auszug aus SPD-PapierSeit langem schon fordert abgeordnetenwatch.de ein Verbot von Parteispenden durch Unternehmen und Verbände, jetzt kommt auch im Bundestag Bewegung in die Sache. Eine Arbeitsgruppe der SPD-Fraktion hat ein Papier angefertigt, in dem ein solches Verbot angeregt wird. Besonders interessant ist ein zweiter Vorschlag: Auch die Nebentätigkeiten von Bundestagsabgeordneten sollen verboten werden. Das beträfe vor allem den SPD-Kollegen Peer Steinbrück. Der frühere Finanzminister ist mit seinen über 50 bezahlten Vorträgen in der Banken- und Versicherungsbranche bereits zum Millionär geworden.

Mehr unter:
SPD-Abgeordnete schlagen Verbot von Nebeneinkünften und Unternehmensspenden vor

Ein Buch, 29 Vorträge und einige Hunderttausend Euro: Die Nebeneinkünfte des Peer Steinbrück (17.8.2010)

Parteigroßspender und ihre “Motive”
Screenshot AW-BlogAus Liebe zur Demokratie. Aus Liebe zur politischen Willensbildung. Aus Liebe zu Bayern. So begründen Unternehmer allen Ernstes, warum sie in den vergangenen Jahren Hunderttausende Euro an die Parteien gespendet haben. Unternehmen und Verbände, die sonst eher durch Lobbytätigkeiten von sich Reden machen, entdecken plötzlich ihr Herz für das Allgemeinwesen?

Wir haben die angeblichen Motive von Großspendern in unserem Blog zusammengetragen:
Großspender: Warum wir den Parteien Hunderttausende Euro spendieren

Deutscher Engagementpreis: abgeordnetenwatch.de benötigt Ihre Stimme!Bitte stimmen Sie für abgeordnetenwatch.de!Als eines von 20 Projekten ist abgeordnetenwatch.de für den Deutschen Engagementpreis nominiert und liegt beim Publikumspreis mit 3.889 Stimmen derzeit noch ganz vorne. Doch das Rennen wird immer knapper, die anderen Projekte haben zuletzt viele Stimmen hinzugewinnen können.

Bitte geben Sie abgeordnetenwatch.de hier Ihre Stimme!
(Beachten Sie bitte die Bestätigungsmail, die Sie erhalten)

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die uns einen großen Schritt weiterbringen würden bei der Ausweitung von abgeordnetenwatch.de auf alle Kommunen in Deutschland! Bitte benachrichtigen Sie deswegen auch Ihre Freunde und Bekannten und bitten Sie für abgeordnetenwatch.de zu stimmen - für mehr Transparenz und Bürgernähe in der Politik. Verschicken oder teilen Sie den folgenden Link per Mail, Facebook, Twitter…:
http://www.deutscher-engagementpreis.de/projekt_detail_ansicht_2011.html?&no_cache=1&id=2

Frankfurt und Aachen: abgeordnetenwatch.de jetzt in weiteren Kommunen
Jetzt können auch Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt/M. und Aachen ihre Stadtratsmitglieder über abgeordnetenwatch.de befragen. Damit wächst unser Kommunalprojekt immer weiter. Zu den 14 Gemeindeparlamenten, die schon auf abgeordnetenwatch.de befragbar sind, werden in den nächsten Wochen u.a. Köln, Münster und Halle a.d.Saale hinzukommen.

Zu den Kommunen auf abgeordnetenwatch.de

abgeordnetenwatch.de wächst mit Ihrer Unterstützung!
Aktuell unterstützen 1139 Menschen abgeordnetenwatch.de mit einer regelmäßigen Spende und ermöglichen so unsere unabhängige und überparteiliche Arbeit. Aber abgeordnetenwatch.de wächst. Allein in diesem Jahr haben wir 14 Kommunalparlamente und drei zusätzliche Landesparlamente gestartet. In Kürze kommt noch das Abgeordnetenhaus in Berlin hinzu. Um in dieser Geschwindkeit weiter zu wachsen brauchen wir weitere Unterstützung.

Bei allen bestehenden Förderen und Spenden bedanken und wir uns ganz herzlich. Ohne Ihre und Eure Unterstützung könnte es abgeordnetenwatch.de nicht geben.

Wie wir Spenden genau verwenden, erfahren Sie in unserem Jahres- und Transparenzbericht (pdf).


Link-Tipps:

- Zum Start der Koalitionsverhandlung in Berlin: So denken die Abgeordneten von Rot-Schwarz - eine Analyse auf Grundlage der Antworten beim abgeordnetenwatch.de-Kandidaten-Check.

- Den digitalen Graben überwinden – eine Aufgabe für Politik und Zivilgesellschaft: Gastbeitrag von abgeordnetenwatch.de-Mitarbeiter Samuel Decker auf politcamp.org.

- Staatstrojaner: So votierten die Abgeordneten bei der Abstimmung über das BKA-Gesetz im November 2008.

Mit herzlichen Grüßen von
Portrait
Gregor Hackmack
Portrait
Boris Hekele
… und dem gesamten abgeordnetenwatch.de-Team

www.abgeordnetenwatch.de

Parlamentwatch e.V., Mittelweg 12, 20148 Hamburg
Telefon: 040 - 317 69 10 - 26
E-Mail: info@abgeordnetenwatch.de

Parlamentwatch e.V. hat seinen Sitz in Hamburg, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg VR 19479, vertretungsberechtigte Vorstandsmitglieder sind Boris Hekele und Gregor Hackmack.

Dieser Newsletter ging insgesamt an 31895 Abonnentinnen und Abonnenten.

Spendenkonto
Parlamentwatch e.V., Kto.: 2011 120 000, BLZ: 430 609 67 bei der GLS Bank,
IBAN DE03430609672011120000, BIC GENODEM1GLS
Als gemeinnütziger Verein stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

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Aigner, Wiesenhof & Co.

Erstellt von UP. am 13. Oktober 2011

Agrarpolitik
Donnerstag, 13. Oktober 2011 - 504.067 Abonnenten
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Agrarfabriken nicht länger mästen!

Die EU-Kommission will Subventionen nur noch an Landwirte zahlen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner schützt die Agrarindustrie und torpediert die Pläne. Fordern Sie von Aigner eine Kehrtwende!

Jährlich fließen Milliarden EU-Subventionen an Agrarindustrie und Lebensmittelkonzerne. Dioxine, Gentechnik und Antibiotika aus ihren Tierfabriken landen direkt auf unseren Tellern. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen. Doch das kann jetzt anders werden.

Gestern hat die EU-Kommission ihr Konzept für eine grünere und gerechtere Agrarpolitik vorgelegt: Subventionen sollen nur noch an Betriebe fließen, die ökologische und soziale Mindeststandards einhalten. Zahlungen an industrielle Großbetriebe sollen gedeckelt werden. Beides sind wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigen Landwirtschaft.

Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert diese Pläne. Ihrer Meinung nach soll alles beim Alten bleiben: Die höchsten Zahlungen an die größten Betriebe ohne Rücksicht auf den Schutz von Tieren und Umwelt. Demnächst entscheidet sie in Brüssel über den Reformvorschlag der EU-Kommission.

Fordern Sie Aigner zur Kehrtwende auf!

Rund 60 Milliarden Euro und damit fast die Hälfte des EU-Haushalts fließen jährlich in die Landwirtschaft. Doch die Verteilung der Gelder ist höchst ungerecht: Ein Drittel der Subventionen geht an 1,5 Prozent der Betriebe. “Wachse oder weiche” heißt das Credo dieser Agrarpolitik. Für viele kleinere und mittlere Betriebe bedeutete dieses das Aus. Stattdessen entstehen mehr und mehr Agrarfabriken, die immer wieder für Lebensmittelskandale sorgen.

Die Chance, diese EU-Agrarpolitik zu ändern, war noch nie so groß. In den kommenden Monaten entscheidet sich, ob es zum Systemwechsel kommt: Weg von den Agrarfabriken, hin zur bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft. Mit den meisten Stimmen im Agrarministerrat spielt Deutschland eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen.

Unterzeichnen Sie unseren Appell an Merkel und Aigner!

Informieren Sie sich im 5-Minuten-Info…

Mit herzlichen Grüßen

Astrid Goltz

PS:

Unter dem Motto “Occupy Wallstreet” sind in diesen Tagen Tausende in den USA auf der Straße. Sie besetzen Plätze und fordern Banken und Finanzmärkte wieder stärker an die Kette zu legen. Am kommenden Samstag, den 15 Oktober wollen auch wir hier in Deutschland unseren Protest in vielen Orten auf die Straße tragen. Im ganzen Land finden Demos und Aktionen statt - sicherlich auch in Ihrer Nähe. Protestieren Sie mit!

Übersicht über die geplanten Aktionen…

Aufruf von Attac und Campact zum dezentralen Aktionstag…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 504.067 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

Campact | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de

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Wir sind der Markt

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Oktober 2011

Die „Märkte“ sind in den letzten Jahren immer mehr mehr in den Vordergrund der politischen Aufmerksamkeit gerückt. Doch weiß der normale Bürger mit diesen Erklärungen überhaupt etwas anzufangen? Der anschließende Artikel versucht in einer einfachen, leicht verständlichen Form den Dingen ein wenig auf den Grund zugehen. Er versucht die Differenzen zwischen den Märchenerzählern aus Politik und Wirtschaft und der Realität aufzudecken und sagt dem System ein baldiges Ende voraus.

Hier vorab einige Auszüge:

„Ein weiteres Beispiel ist der naive Stolz auf den weltmeisterlichen deutschen Exportüberschuss. Offenbar wird übersehen, dass dieser eine Kehrseite hat: die Verschuldung der Handelspartnerländer genau in Höhe des deutschen Überschusses. Wieso konnten “die Griechen auf Pump leben”? Weil ihnen “die Märkte”, also konkrete Personen oder Firmen, ihre Staatsanleihen abgekauft und damit Kredite eingeräumt haben. Wieso haben “die Märkte” damit jetzt ein Problem? Weil zu viele mit der Baisse-Spekulation auf Staatsanleihen prächtig verdienen können.

Nehmen wir ein Beispiel. In Deutschland gibt es als “drittes Bein” der Altersvorsorge die sogenannte Riesterrente. Damit hat sich die Politik seit 2001 einen Teil des leidigen Rentenproblems durch Privatisierung der Altersversorgung vom Hals geschafft. Seitdem kann man, mit staatlicher Förderung, ein “Riesterprodukt” kaufen. Was man dafür erhält, ist das Versprechen, den Kaufpreis mit Zinsen und Zinseszinsen in 20, 30, oder 40 Jahren als Rente gestückelt zurückzuerhalten. Bis dahin bleibt das Geld dem Verkäufer des Riesterprodukts - einer Bank oder Versicherung - überlassen, und diese “Anleger” können damit auf den Finanzmärkten spielen.

Vor fünf Jahren haben nun die “Anleger” diese Rücklagen für die alten Tage in US- Hypothekenpapieren angelegt, von denen sie sich einen ordentlichen Ertrag versprachen. Als sich herausstellte, dass das keine gute Idee war, weil die Immobilienpreise in den USA implodierten - nachdem sie mithilfe großzügig vergebener Hypotheken an oft sehr einkommensschwache Häuslekäufer aufgebläht worden waren -, ließ sich unser Riesterproduktproduzent wegen drohender Zahlungsunfähigkeit vom Staat retten. Das mussten die Regierenden, wenn auch unter Knurren, schon deshalb tun, weil es dumm ausgesehen hätte, wenn sie erst den Kauf von “Riesterprodukten” subventionieren, aber sich dann die so angelegten Ersparnisse in Luft auflösen.“

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

IE

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Der Gewinner der Krise

Erstellt von Bernd Wittich am 13. Oktober 2011

Ein großes Problem in der Partei DIE LINKE: Sie gibt auf den im folgenden Interview gestellten Fragen eine autoritäre Antwort. In der westlichen Gesellschaft gibt es seit 1989 einen radikalen Schwund emanzipatorischer Kräfte, in der Partei DIE LINKE sind diese eine verschwindende Minderheit, die dennoch gefürchtet, denunziert, bekämpft und vor allem ignoriert wird. Die Sozial-Autoritären und deren WählerInnen (innerparteilich und gesellschaftlich) sind überwiegend Vertreter der “Normalverdiener”, heute die Zukurzgekommenen, die Aussortierten, die immer noch um die Gabe “ihres angestammten Kuchenstücks” im System und durch das System betteln, hingegen die “verworfenen Leben” vertritt niemand, sie versinken in Depression und Lethargie oder sie verbrennen in den Strohfeuern ihrer Gewaltausbrüche…

Hier das Interview von ZEIT ONLINE:

“Der autoritäre Kapitalismus ist der Gewinner der Krise”

Der Philosoph Slavoj Žižek ist einer der wortgewaltigsten Kritiker des Kapitalismus. Im Interview erzählt er, warum er wenig von den Protesten in London und Madrid hält.

ZEIT ONLINE: Herr Žižek, leben wir “in der Endzeit”, wie der Titel Ihres letzten Buchs, dem bislang nur auf Englisch erschienenem Buch Living in the End Times, suggeriert?

Slavoj Žižek: Ich enttäusche Sie jetzt wahrscheinlich: Ich bin kein linker Triumphalist, der eine perverse Lust aus Leid zieht. Wenn ich in meinem Buch von “Endzeit” spreche, geht es mir nicht um einzelne Katastrophen. Es geht mir um die Krise des globalen Kapitalismus aus der Perspektive einer Kritik der politischen Ökonomie. Auf verschiedenen Ebenen – Ökologie, Biogenetik, intellektuelles Eigentum und neuen Formen von Apartheid – steuern wir auf einen Nullpunkt des Kapitalismus zu. Die größte Utopie ist heute, dass wir dieses System mit ein paar kosmetischen Veränderungen unendlich lange aufrechterhalten können.

Worin besteht die augenblickliche Krise des Kapitalismus?

Da der Kapitalismus heute keinen äußeren Feind mehr hat, stößt er an seine inneren Grenzen. Dies geschieht vor allem im Hinblick auf die Frage der Ökologie und die des intellektuellen Eigentums. In beiden Bereichen wird das Privateigentum als universelles Prinzip infrage gestellt. In beiden Bereichen sind wir mit Gemeingütern konfrontiert, die sich nicht in diesen Kategorien denken lassen. Bei Luft und den Meeren zum Beispiel ist das offensichtlich, aber auch in Computernetzwerken finden sich ähnliche Phänomene. Dort handelt es sich fast um klassischen historischen Materialismus. Die Produktionsmittel haben sich gewandelt und erfordern neue gesellschaftliche Modelle.

Sind die Unruhen in London ein Teil der Suche nach neuen Modellen jenseits des Kapitalismus?

Nein, ganz bestimmt nicht. Ich teile da auch nicht die Bigotterie vieler Linker, die im selben Atemzug die Gewalt verdammen, in dem sie für Verständnis für diese Leute werben – etwa was soziale Ursachen anbelangt. Nein. Was man hier sieht, ist genau die post-ideologische Gesellschaft, wie die Neoliberalen sie so gerne wollten. Zygmunt Bauman war auf dem richtigen Weg, als er von der Randale unbrauchbarer Konsumenten sprach. Es handelt sich um enttäuschte Konsumenten, die einer perversen Form des Konsums, einem Karneval der Zerstörung, nachgehen. In viel schlechteren Situationen haben es Menschen geschafft, sich politisch zu organisieren, was hier vollkommen misslang.

Quelle: Zeit Online >>>>> weiterlesen

Hierzu einige Gedanken aus einen Papier von autonomen Studenten der HUB:

“(1) Worin unterscheiden sich die Farbenparteien (Schwarz, Rot, Grün, Röter, Gelb, Braun)? Erkennen wir Entgegengesetztes oder nur Differenzen im Immergleichen (vgl. Han)?

(2) Wäre eine „andere Politik“ überhaupt möglich - unter den Sachzwängen der Forderungen des Wählerklientels nach Bestandssicherung und Immer-mehr-haben-wollen, unter der globalen Standortkonkurrenz und der Staatsverschuldung resp. den rechtsstaatlichen Verpflichtungen? – wie würde ein AutS-Kabinett regieren können?

(3) Wer regiert wen? Regiert das Politische die technisch-kapitalistischen Verhältnisse oder regieren die technisch-kapitalistischen Verhältnisse das Politische? (vgl. Heidegger)

(4) Wenn aber die technisch-kapitalistischen Verhältnisse nicht regierbar sind, welchen „Sinn“ hat dann Politik?

Und schließlich die entscheidende Frage:

(5) Kann es neben der „system-kompatiblen Politik“ (also einer Politik, die aus der Seinsvergessenheit kommt) so etwas wie eine „Seinspolitik“ geben?

Das wäre eine Politik, die aus der Erinnerung an das Sein kommt; eine Politik, die sowohl das Seiende als solches (Welt und Erde) in Obhut nimmt, als auch das Sein als solches hütet. Wäre eine Politik des Seins die Anwendung einer Philosophie, die das Unmögliche denkt? (vgl. Heidegger und Han)

(6) Und wenn ja, wie würde eine solche unmögliche „Politik des Hütens, Schonens, Lassens und Wachens“ den Alltag verändern?

Wir könnten das  thematisieren, zumal sich die  Frage bald erneut stellen wird und zwar so: „Wen wählst Du im September 2013 am Tag der Bundestagswahl?“”

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Hummer und Hartz IV

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Oktober 2011

“Darf eine Linke Hummer essen?”

Einige sehr interessante Deutungen lesen wir in diesen Interview mit Sahra Wagenknecht. Besonders auffällig wenn sie sagt das innerhalb der Partei vereinbart wurde jetzt keine Personaldebatten zu führen. Letztendlich hat niemand anderes als sie, Oskar Lafontaine in letzter Zeit ins Spiel für die Parteispitze gebracht.

Sie wird in der eigenen Partei gehasst und bewundert: die Linke-Vizevorsitzende Sahra Wagenknecht (42). Vorbei kommt an der ehemaligen Frontfrau der Kommunistischen Plattform niemand mehr. Als Mitglied der Redaktionskommission hat sie den Programmentwurf vorbereitet, über den an diesem Wochenende der Parteitag in Erfurt entscheidet.

Welt Kompakt: Frau Wagenknecht, im Programm wird die Zusammenarbeit mit “prokapitalistischen Parteien” ausgeschlossen. Eine Absage an Rot-Rot-Grün 2013?

Sahra Wagenknecht: Die Absage hängt mehr daran, dass SPD und Grüne nach wie vor für Hartz IV, die Zerschlagung der gesetzlichen Rente, Billiglohn und Kriegseinsätze eintreten. Mit solchen Parteien haben wir wenig Überschneidungen.

Der Linken hat in den vergangenen Monaten vor allem ihr eigenes Image zu schaffen gemacht. Wie heikel ist es, wenn der Chef einer sozialistischen Partei einen Porsche fährt?

Ich habe keinen Führerschein und stehe deshalb nicht in der Versuchung, mir einen zu kaufen. Aber ich fand die Debatte absurd. Darf ein Linker Porsche fahren? Oder wie bei mir: Darf eine Linke Hummer essen? Inakzeptabel ist es, wenn ein Linker Hummer isst oder Porsche fährt und das Geld dafür dadurch erwirbt, dass er seine Überzeugungen verkauft. Etwa, weil er sich von der Finanzlobby aushalten lässt wie Riester oder von Energiekonzernen wie Schröder und Fischer.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

IE

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…empören wir uns!

Erstellt von UP. am 13. Oktober 2011

Es kann nur recht sein im Sinne dieser Organisation, wenn deren Aufruf breit bekannt gemacht wird. Deswegen übernehmen wir diesen Aufruf ohne Änderungen und Vorbehalte von Scharf-links.
Es ist allerdings bedauerlich, dass Scharf-links keine Kontaktadresse, Email oder Website mitgeteilt hat.

Nur soviel auf die Schnelle: Horst Schnitzler ist der UWG in Aachen zugehörig.

Dennoch: In diesem Sinne: Empören wir uns wirklich! Und überlassen wir dieses Wort nicht nur dem verbalerotischen Gebrauch unserer Politiker’garde’! Vielleicht stösst die_der Eine oder Andere dazu. Wir recherchieren und bleiben dran!
UP.

 
 
Marsch der Empörten

von Horst Schnitzler

Friedlicher Marsch der Empörten zur ersten europäischen Bürgerversammlung (European People’s General Assembly) am 15. Oktober 2011 in Brüssel. –
Deutsche Empörte starten am 7. Oktober in Aachen.

Liebe FreundInnen, liebe Interessierte,

nächsten Freitag startet in Aachen die deutsche Wandergruppe, die sich mit vielen Menschen aus ganz Europa zur ersten europäischen Vollversammlung in Brüssel vor dem EU-Parlament trifft, um ein neues Demokratiekonzept von unten zu entwickeln, Forderungen zu formulieren und sich basisdemokratisch zu organisieren.

Zwei Forderungen lauten:
„echte Demokratie jetzt“ und
„Rettungsschirm für Menschen statt für Banken!“

In sieben Etappen über Holland und Belgien geht es von Aachen aus zu Fuß auf den Weg nach Brüssel zur „ersten europäischen Vollversammlung“ der Empörten. Dort werden sie eine Woche später am 15.10. auf Menschen aus ganz Europa treffen, um gemeinsam globale Änderungen zu initiieren. Sie wollen friedlich demonstrieren, sich besprechen und organisieren, zum Erreichen gemeinsamer Ziele.
Sie sagen:

Es ist Zeit für uns, sich zu vereinigen.
Es ist Zeit für die Herrschaften, zuzuhören.

Am nächsten Freitag, 7.10. findet in der Zeit von 12:30 – 13:30 Uhr auf dem Aachener Marktplatz die Auftaktveranstaltung statt.

Darauf folgt ein kurzer Demonstrationszug Richtung Niederlande, bis sich die deutschen Teilnehmer des „March to Brussels“ allein auf den Fußweg nach Brüssel machen.

Wir laden euch herzlich ein, unsere Auftaktveranstaltung und den Deutschlandstart in Aachen zu besuchen und die Wandergruppe (zumindest symbolisch) ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. Mitwandern bis Brüssel ist natürlich ausdrücklich erwünscht.

15.10.: United for global change – vereint für einen weltweiten Wandel! Deutschlandstart 7.10. in Aachen

Am 15. Oktober werden Leute aus aller Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika bis Europa, stehen die Menschen auf, um ihre Rechte und eine echte Demokratie einzufordern. Jetzt ist es Zeit für uns alle, sich einem globalen friedlichen Protest anzuschließen.

Vereinigt zu einer Stimme werden wir den Politiker und den Finanzeliten, denen sie dienen, deutlich machen, dass die Zeit gekommen ist, über unsere Zukunft selbst zu entscheiden. Menschen sind keine Ware oder Spekulationsmasse in den Händen von Politikern und Bankiers, die schon lange nicht mehr den Willen der Bevölkerung repräsentieren.

Am 15. Oktober werden sich Menschen weltweit auf den Straßen treffen, um die globale Änderung zu initiieren, die sie wollen. Wir werden friedlich demonstrieren, sprechen und uns organisieren, zum Erreichen gemeinsamer Ziele. Es ist Zeit für uns, sich zu vereinigen. Es ist Zeit für die Herrschaften, zuzuhören.

Wir haben genug von den Sprechblasen der Politiker, die uns – die Bevölkerung – schamlos an die Finanzelite verkaufen. Wir wollen nicht länger die Gürtel enger schnallen; nicht unsere und auch nicht die der Nachbarn! Stattdessen muss der Reichtum zurück verteilt werden.

Uns reicht es, werte Parteipolitiker und Herrschaften der Wirtschaftselite! Schluss mit der Selbstbedienungsmentalität der Politiker!
Schluss mit der heimlichen Regierung der Chef-Lobbyisten finanzstarker Banken und Konzerne!

Die Plutokratie muss beendet werden!

Wir appellieren an unsere Freundinnen und Freunde, Nachbarn, Kollegen: Sorgt mit uns für ein Ende der kranken und krankmachenden Herrschaft der Geldkrieger!

Stoppt die Politiker, die dies ermöglichten und weiterhin ermöglichen!
Für eine menschenwürdige Zukunft aller Menschen!

Mit diesen Forderungen und unserem Protest treffen wir uns am 7. Oktober in Aachen, um von dort zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto, mit Bus und Bahn aufzubrechen und uns mit engagierten Menschen aus ganz Europa am 15. Oktober 2011 in Brüssel zur ersten europäischen Bürgerversammlung zu treffen.

Gemeinsames Ziel ist, eine neue Form der Demokratie zu erarbeiten.
In Spanien hat der Sternmarsch bereits im Juni begonnen. Dezentral brachen verschiedene Gruppen aus ganz Spanien auf, um sich alle am 23. Juli in Madrid zu vereinen. Unsere Empörung kennt keine Grenzen und hat oft dieselben Ursprünge. Somit lag es nahe, die Idee des Marsches weiter zu tragen.

Seit Juli sind weitere internationale Gruppen auf dem Weg nach Brüssel zum EU-Parlament, um den Parlamentariern die Empörung über ihre wenig demokratische „Politik nach Gutsherrenart“ zu verdeutlichen. In der europäischen Vollversammlung am 15. Oktober werden wir Informationen austauschen und Modelle neuer politischer Beteiligung sowie neuer Strukturen diskutieren.

Wir werden in Brüssel Forderungen entwickeln, die wir an die EU-Parlamentarier ebenso wie an die Parteien der EU-Länder richten. Dabei wird u. a. das Ziel verfolgt, politische Entscheidungen in die Hände der Menschen zu geben. Basisdemokratische Strukturen in sämtlichen politischen Gremien müssen bei allen politischen Beschlüssen höchste Priorität erhalten ebenso wie Aspekte eines menschlichen gesellschaftlichen Miteinanders.

Einige unserer Leitsätze:

  • Die Bewegung gehört nur sich selbst. Wir sind Träger des Gedankens dieses Marsches. Die Empörten tragen diesen Gedanken. Die Empörten sind alle Bürger Europas. Die Empörten bewegen sich zusammen und gemeinsam zur Hauptstadt unserer europäischen Gemeinschaft.
  • Allen, die sich dafür einsetzen, die Idee von Freiheit, Gleichheit und friedlicher Solidarität auf den Weg zu bringen, gebührt unser ausdrücklicher Dank! Zeigen wir allen, dass die Stunde der Menschen in Europa angebrochen ist, dass wir konkrete Ideen haben, die wir geltend machen.
  • Sprecht miteinander, kommuniziert! Tragt den Gedanken des ersten europäischen Marsches der Empörten weiter.
  • Wir solidarisieren uns mit den Menschen, die von überall her aufbrechen, um nach Brüssel zu gehen. Spanier, Portugiesen, Iren, Italiener und Griechen – ihr könnt auf uns zählen. Gemeinsam tragen wir unsere Empörung nach Brüssel!

In Island wird gerade unter Beteiligung der Bevölkerung eine neue Verfassung verabschiedet. Das Prinzip ist das des “crowd-sourcings”, der Sammlung und Entwicklung intelligenter Ideen. Jeder Bürger ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen – in offenen Verfahren, die insbesondere über Mittel des Internets kommuniziert werden.
Island zählt als Vorbild, wie es besser gehen kann.
Wir wollen uns gemeinsam mit unseren FreundInnen aus allen Ländern Europas stark machen und dafür Sorge tragen, schnellstmöglich den Finanzmarkt-Wahnsinn einer kleinen noch die Politik bestimmenden Minderheit zu stoppen.
Echte Demokratie jetzt – für eine lebenswerte und liebenswerte Zukunft aller!
Ob in Berlin, Brüssel, Barcelona oder Aachen – let’s get loud for true democracy! – Lasst uns laut werden für echte Demokratie!

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Sofortiger Atomausstieg

Erstellt von UP. am 12. Oktober 2011

Presseerklärung vom 11.10.2011
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

Erneute Regierungs-Affäre um Jülich-Castoren:
Minister Voigtsberger sagt Unwahrheit im Landtag !
Angebliches Gutachten zu Jülich-Castoren war nicht existent

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate gerät ein NRW-Minister wegen der hochradioaktiven Brennelementkugeln im Forschungszentrum Jülich in schwere Bedrängnis: Wie Recherchen der Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland ergeben haben, hat NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger (SPD) am 2. Februar 2011 im Landtag der Öffentlichkeit die Unwahrheit gesagt und seine Aussage wider besseren Wissens fast acht Monate lang nicht korrigiert.

Am 2. Februar fand im NRW-Landtag eine Debatte über die Zukunft der in 152 Castoren verpackten rund 300 000 hochradioaktiven Brennelementkugeln im Forschungszentrum Jülich statt. Die rot-grüne Landesregierung hatte immer betont, einen Abtransport der 152 Castoren ins Zwischenlager Ahaus verhindern zu wollen. Stattdessen sollte eine Verlängerung der Lagerungsmöglichkeit in Jülich geprüft werden.

Gegen Ende der Debatte erklärte Minister Voigtsberger mit Blick auf eine verlängerte Lagerung in Jülich laut Sitzungsprotokoll wörtlich:

„Bis zum September 2011 muss eine Umweltverträglichkeitsstudie im Auftrag des Forschungszentrums Jülich unter Betrachtung von mindestens drei Jahreszeiten angefertigt werden. Ein Gutachter hierfür ist bereits tätig. Das Gutachten hierfür ist bereits beauftragt.“

Diese Aussage hat sich als völlig haltlos erwiesen und Minister Voigtsberger musste am 2. Oktober 2011 in der WDR-Sendung Westpol einräumen, dass das Forschungszentrum Jülich die fragliche Studie niemals in Auftrag gegeben hat, weil das Forschungszentrum und die Bundesregierung als Haupteigner des Forschungszentrums auf einem Abtransport der Castoren nach Ahaus beharren. Die Aussage, das Gutachten sei schon beauftragt und ein Gutachter sei bereits tätig, entbehrte also jeglicher Grundlage.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland fragen nun, warum der für die Atomaufsicht in NRW verantwortliche Minister vor dem Landtag die Unwahrheit gesagt hat: War Herr Voigtsberger aus seinem Hause falsch informiert worden? Hat das Forschungszentrum Jülich den Minister und/oder das Ministerium falsch informiert? Hat niemand im Wirtschaftsministerium den Wahrheitsgehalt der Aussage vorab geprüft? Oder war Voigtsberger sogar bekannt, dass er die Unwahrheit sagt? Und warum korrigierte er seine Aussage acht Monate lang nicht?

Fakt ist jedenfalls, dass schon im März 2011 ein Gespräch zwischen Bund, Land, Forschungszentrum und Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stattgefunden hat. Darin teilten der Bund und das dem Bundesumweltministerium unterstellte BfS dem Land mit, dass eine Weiterlagerung der Castoren in Jülich nicht gewünscht sei. Spätestens nach diesem Treffen muss Voigtsberger klar geworden sein, dass die von ihm als real dargestellte Umweltverträglichkeitsprüfung bestenfalls eine Fata Morgana war. Öffentlich eingestanden hat Voigtsberger dies aber erst Anfang Oktober gegenüber dem WDR. Hat sich der Minister in der Zwischenzeit gar nicht mehr mit dem heiklen Thema befasst oder im Forschungszentrum nachgefragt, wo die Umweltverträglichkeitsprüfung eigentlich bleibt?

„Der oberste Atomaufseher in NRW hat ein derart hochradioaktives Thema offensichtlich fachlich nicht im Griff. Mit seiner Aussage vor dem Landtag hat Voigtsberger die Öffentlichkeit getäuscht. Denn es entstand der Eindruck, als würden Land und Forschungszentrum nunmehr aktiv eine Weiterlagerung in Jülich prüfen. Doch das Gegenteil war der Fall und die Öffentlichkeit wurde ein halbes Jahr hinters Licht geführt – das ist ein politischer Skandal in Düsseldorf. Was will die Landesregierung damit bezwecken?“, fragt Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Kontakt: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen <atomstopp@citykom.net>

Internet: www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.urantransport.de

hier veröffentlicht von:
--
Ulrich Mandel
Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e.V.
Bürgerbündnis "Hamm gegen Atom"
www.hamm-gegen-atom.de
www.reaktorpleite.de
www.facebook.com/reaktorpleite

Email: reaktorpleite@hamm-gegen-atom.de

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Eine Stimme aus dem Volk !

Erstellt von Helga Runge-Dresden am 12. Oktober 2011

Heute erhielten wir einen “Offenen Brief” aus Dresden welchen wir hier gerne veröffentlichen.

Liebe Sahra Wagenknecht,

Es ist schon ein bewundernswertes Meisterstück, über den Kommunismus in Deutschland eine solch enorme Debatte auszulösen.

Das Wort Kommunismus stülpt in mir eine Gedankenflut über, die ich nur schlecht verarbeiten kann und meine Emotionen stehen Kopf.

Wie war das Schulwissen, was man uns früher vermittelte?

Kommunismus ist eine klassenlose Gesellschaft.  „Klassenlos“ bedeutet, alle sind gleich.“

Marx, Engels und Lenin waren die Verfechter dieser Thesen. Aber sie definierten dies in Gesetzmäßigkeiten. Das heißt:  Beseitigung des Kapitalismus durch Revolution. Danach kam, siehe DDR,  der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus, dann die Epoche der Entwickelten Sozialistischen Gesellschaft und dann… dann erst kann der Kommunismus kommen. Wann, das steht in keinem Buch und hat keiner je gesagt oder erlebt. Ein Lehrer zu meiner Studentenzeit sagte einmal. „In 50 Jahren haben wir den Kommunismus.“ Das war 1975. Rechnen wir mal, wann das eintrifft, 2025. Wir Studenten griffen uns damals schon an den Kopf, denn jeder von uns wusste, dass die Bewusstseinsfrage die entscheidende Rolle spielt. Klar alles kann möglich sein auch das Unmögliche. Bleiben wir mal gespannt.

Warum werden wir hier schon wieder in eine Diskussion gedrängt, die  in der heutigen Zeit nie Realität sein kann. Das müssten Sie und auch Frau Lötzsch wissen.

Im Kommunismus sollte die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen vorbei sein. Schöne Theorie, die zum Träumen anregt.

Wenn es nicht einmal in dieser Linken Partei möglich ist, alle zu vereinen, dann kann es nicht sein, dass man von einer Gesellschaft redet, wo jeder jedermann Freund ist.

Somit ist die Glaubwürdigkeit dieser Partei um ein Vielfaches massiv geschrumpft. Die Genossen, die Demokratie verfechten, denen wurde von Ihnen und Ihren Anhängern klar gemacht, dass sie nichts, aber auch gar nichts zu melden haben. Somit haben viele die Partei verlassen.

Ich wollte es erst auch nicht glauben, dass die Partei DIE LINKE. , in die aus meiner und vieler anderen  Sicht vollkommen in die verkehrte Richtung gedrängt wird. Hätten Sie doch einmal propagiert, dass die Partei, die Menschen zusammenhalten muss, um vieles zu bewegen in dieser Demokratie.

Mit großen politischen Worten kann man keine Basis erreichen, vor allem nicht den Wähler. Dies müssten Sie aus DDR- Zeiten wissen, aber vielleicht waren Sie zu jung in dieser Zeit.

Wer den so genannten „Realen Sozialismus“ in der DDR miterlebt hat, bewusst und jeden Tag, der faselt nicht über Kommunismus, sondern sieht die Dinge von allen Seiten.  Er sieht die guten Errungenschaften und aber auch die allerschlechtesten, Menschen verachtenden Geschehnisse in dieser Zeit. Man muss schon tiefgründige Analyse betreiben, um glaubwürdig zu sein und zu bleiben.

Ich glaube nicht, dass Sie und Ihre Anhänger in der Lage sind, einen TOP- „Demokratischen Sozialismus“ aufzubauen. Denn es geht meist nur um Macht. Macht, die gerade in einer klassenlosen Gesellschaft niemand braucht und auch nicht sein darf.

Wenn man beide Gesellschaftsordnungen erlebt hat, bekommt man Weitblick. Dann weiß man genau, was man will und was nicht. Wir erkämpften unter Schwierigkeiten die Demokratie. Nie und nimmer mehr werde ich über Kommunismus ernsthaft debattieren. Alles was unter dem Deckmantel Kommunismus noch heute existiert, ist UNECHT!!!! Ist Diktatur und Menschen verachtend. Die Menschenrechte werden mit Füßen getreten. Hören Sie auf, dieses zu unterstützen und uns zu erzählen, wie groß die Freundschaft zu diesen Ländern ist. Die Diktatur des Proletariats in diesen Ländern ist die Diktatur einzelner Machthaber, welche Maulkörbe für das  Volk erlassen. Hier im Osten wissen das die meisten.

Die Verherrlichung dieses ist Nostalgie. Die Geschichte hat sich weiter entwickelt. Das Bewusstsein der Menschen auch. Sie erkennen, dass sich im Kapitalismus etwas ändern muss, auch drastisch. Aber auch den „Oldtimer- Sozialismus“ kann und darf es nie wieder geben.

Eines ist auch interessant zu beleuchten, wenn man den Slogan verfechten würde: „Die Produktionsmittel in Volkes Hand.“  Wie war das zu DDR- Zeiten? Ja, das Volk durfte arbeiten, aber die Macht hatte der Staat- die SED. Sicher waren viele in der SED, der kleine und der große Mann, sowie die Frauen, aber was gesagt und getan wurde bestimmten die führenden Köpfe der Partei.

Die Linke ist auf dem besten Weg dorthin. Maulkörbe, Mobbing, Intrigen, Exzesse bis zur Menschenverachtung basierten in den letzten Jahren in dieser Partei. Das hat nichts mit Unerfahrenheit oder dem Zusammenwachsen einer jungen Partei gemeinsam. Nein, es ist nur  beschämend, was Menschen fertig bringen, um an die Macht zu kommen.

Im Moment dümpelt die Partei um die 7 %. Wie wird das erst in zwei Jahren aussehen? Unsere Hoffnung, politisch im Land zu wachsen ist zerstört. Wir wenden uns ab von diesen Machenschaften.  In einer Linken Partei hätte es diese Menschen verachtenden Auswüchse niemals geben dürfen.

Ich ziehe den Hut vor denen, welche heute innerhalb der Linken eine gute politische und demokratische Arbeit selbst in den Kommunen leisten. Dort sitzt die Basis, die über alles entscheiden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Helga Runge

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Bries Programm Entwurf

Erstellt von Bernd Wittich am 12. Oktober 2011

An und für sich habe ich angesichts der Situation in der Partei leider meinen bisherigen Kritiken und Vorschlägen nichts wesentlich Neues hinzuzufügen. Deshalb schweige ich. Da nun der Programmparteitag ins Haus steht bringe ich euch den  “Gegen”-Entwurf von M.Brie und D.Klein zu dem Entwurf von Oskar Lafontaine zur Kenntnis.

Ich bin kein Unterstützer der verbalradikalen Phrasendrescvherei von Lafontaine und Wagenknecht, zweimal Vergangenheit ist nich die Zukunft einer modernen Linken. Unter solchen “Führern” ist die Partei gerade dabei vollkommen zu versagen!

Am 29.Januar 2010 kam es zum Show-down, bei dem sich die Mehrheit der Programm-Kommission weigerte, wesentliche Teile des anliegenden Entwurfes einzuarbeiten. Birke Bull ist dann der letzendlichen Verabschiedung fern geblieben. Brie und Klein haben klein beigegeben (wer weiss warum und nach welchem Druck?)

Wie schamlos die immer wieder auch von Gregor Gysi vorgebrachte Beteuerung ist, dass der Entwurf doch einstimmig verabscheidet worden sei, zeigt sich, wenn man beide Entwürfe vergleicht.Ich finde auch dieser Entwurf sollte diskutiert werden. Ansonsten: DIE LINKE sollte sich davor hüten, den BürgerInnen vorzuschreiben, wohin und wie die Wege in eine andere Gesellschaft im Detail gehen. Das wird erst durch neue Mehrheiten gemeinsam herausgefunden und mit offenem Ergebnis erprobt werden müssen. Alles antikapitalistische  Geschrei und Gejammer, die ewigen Rufe nach Sozialismus bringen gar nichts, nur die politische Bedeutungslosigkeit. Die Besserwisserei der Lafontainisten, der KPF, der SL und der AKL und die fehlende selbstkritische Reflexion im FDS ist für mich unerträglich, weil lebensfremd, historisch uninspiriert, lernresistent, an den Menschen vorbei und abgrundtief antiemanzipatorische Stellvertreterpolitik.

Was meint ihr dazu? Wer sich mitverantwortlich für diese Gesellschaft fühlt, wird wohl um eine Stellungnahme nicht drum rum kommen. Letztlich machen nicht Programme Politik, sondern die MItglieder einer Partei, gemeinsam mit BündnispartnerInnen und aktiven WählerInnen. Von einer solchen Politikfähigkeit sind wir meilenweit entfernt.

Den Link zu den Programm Entwurf von Michael Brie und Dieter Klein findet ihr >>HIER <<.

IE

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10 Mio. x avaaz

Erstellt von UP. am 12. Oktober 2011

Liebe wunderbare Avaazer,

Vor wenigen Stunden hat unser Netzwerk 10 Millionen Mitglieder erreicht!

10 Millionen von uns. Aus jedem Land, jeder sozialen Schicht. Voller Hoffnung und dabei absolut entschlossen, die Welt, von der wir alle träumen, zu schaffen. Wir gewinnen eine Kampagne nach der anderen. Nicht nur die kleinen Kämpfe, auch die großen, diejenigen, von denen behauptet wurde, sie seien nicht zu gewinnen. Und wir fangen gerade erst an.

Nie zuvor gab es ein Netzwerk wie dieses — wir erhöhen beständig die Geschwindigkeit und sind in den vergangenen 9 Monaten um 4 Millionen gewachsen. Wenn wir zusammenhalten ist alles möglich. Die Welt mag voller Angst und Fatalismus sein, aber Bürgerbewegungen sind überall auf dem Vormarsch und zusammen erneuern und erhalten wir die stärkste Kraft für Wandel, die es je gab…

Hoffnung.

Voller Dankbarkeit für jeden einzelnen in diesem außergewöhnlichen Netzwerk,

Ricken, Alice, Luis, Ben, Ari, Saravanan, Wissam, Diego, Mia und das ganze Avaaz-Team.

PS – Wir werden diesen Meilenstein bald groß feiern — mit dieser kurzen Nachricht wollen wir nur jetzt schon kurz den Moment teilen. Und hier sind ein paar Medienartikel über unseren Weg und was wir gemeinsam erreicht haben (leider nur auf Englisch), in The Guardian, The Economist and The Times. Deutsche Artikel gibt es hier und hier.



Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 10 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. (”Avaaz” bedeutet “Stimme” oder “Lied” in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jeder Nation dieser Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter
Avaaz kontaktieren: senden Sie uns eine Nachricht über dieses Formular:www.avaaz.org/de/contact?ftr. Sie erreichen uns telefonisch unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

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Enteignung Europas

Erstellt von UP. am 11. Oktober 2011

Schlaraffenland für Banken und Investoren

Als Helmut Kohl im Jahr 1998 noch unser Bundeskanzler war, wollte er unbedingt den Euro einführen. Dazu versprach er uns alles nur erdenkliche, um uns die neue Währung schmackhaft zu machen.

Der Euro sollte die Europäische Union stärken und künftigen Generationen als Garant für den Frieden und der Freiheit dienen.

Der „deutsche Nationalheld und Kanzler der Einheit“ Helmut Kohl versprach bei Einführung des Euro, dass es keine Finanztransfers unter den EU-Mitgliedern geben würde, als er am 28. April 1998 um den Euro warb. Im Protokoll stand:

„ Der Euro stärkt die Europäische Union als Garanten für Frieden und Freiheit. Von der heutigen Abstimmung – ich meine das nicht pathetisch – hängt es wesentlich ab, ob künftige Generationen in Deutschland und Europa in Frieden und Freiheit, in sozialer Stabilität und auch in Wohlstand leben können.“ Helmut Kohl, 28.04.1998

Wohlstand ist nur für einen kleinen Teil eingetroffen, nämlich unsere Reichen und Superreichen. Natürlich hat auch unsere Wirtschaft davon profitiert, aber das dauerhafte versprochene Wachstum schwankt in den letzten Jahren schwer. Die „benötigten zukunftssicheren Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert“ sind mittlerweile prekären Arbeitsplätzen gewichen.

„Das Europäische Währungsinstitut und die Deutsche Bundesbank haben in ihren Stellungnahmen bestätigt, dass die Vorschläge der Kommission stabilitätspolitisch vertretbar sind….ich behaupte: Die Voraussetzungen für eine stabile europäische Währung waren noch nie so gut wie heute.“ Helmut Kohl, 28.04.1998

Im Vertrag von Maastricht, der 1992 beschlossen wurde, war eine strenge „Nichtbeistandsklausel“ (No-Bailout-Klausel) vereinbart worden. Durch diese Klausel sollte verhindert werden, dass Mitgliedsstaaten bei ungenügender Haushaltsdisziplin auf Unterstützung der EU-Staaten hoffen können.

»Meine Damen und Herren, nach der vertraglichen Regelung gibt es keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedstaaten und keine zusätzlichen Finanztransfers. Helmut Kohl, 28.04.1998

Sind die Versprechen, die Kohl gemacht hatte, eingetroffen? Im Gegenteil: Mit Einführung des Euro begann eine gewaltige Enteignung. Jeder in Deutschland hatte nur noch die Hälfte auf dem Konto. Häuser und Grundstücke hatten nur noch den halben Wert. Europa hielt sich an die gesetzliche Vorgabe, dass Preise mit der Umrechnung nicht erhöht werden durften. Nur in Deutschland war das „der Freiwilligkeit überlassen“.  Viele Firmen benutzten die Umrechnung für Preiserhöhungen, die sie sich sonst nie erlaubt hätten und somit wurde vieles gleich von Anfang an teurer, manches sogar 1:1 umgerechnet.

Heute wackelt der Euro, Arbeitslose leben nicht in Freiheit, sondern unter dem Druck der Jobcenter. Die Arbeitnehmer, hauptsächlich die Leiharbeiter, bangen ständig um ihren Job und die Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle macht sie zu „willigen Arbeitskräften“, die jede Lohnkürzung und nur erdenkliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auf sich nehmen. Der Mensch ist erpressbar geworden. Die soziale Stabilität steht auf wackeligen Beinen und der Wohlstand ist bei Vielen nur noch eine schwache Erinnerung an frühere Zeiten, in denen es noch keine Lohnkürzungen und Lohndumping gab.

Aber auch die überschuldeten Staaten wurden enteignet. Der IWF und Deutschland zwangen diese Länder dazu, gewaltige Einsparungen durch Lohnkürzungen, Entlassungen – natürlich bei den kleinen Leuten, die nichts zur Überschuldung beigetragen hatten – und Privatisierungen von öffentlichem Gemeingut.

EU-Rettungsschirme

Am 9./10. Mai 2010, auf einer Sondersitzung des Europafinanzrats und auf Drängen Frankreichs wurde aufgrund verschiedener defizitärer Eurostaaten der vorläufige EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität ) eingerichtet. Dieser sollte auf 3 Jahre befristet sein, also bis 2013. Damals schlug Angela Merkel zunächst zwei Lösungen vor: den Ausschluss überschuldeter Staaten aus der EU  und ein geregeltes Verfahren, in dem überschuldete Staaten nur einen Teil ihrer Schulden zurückbezahlen sollten, also eine Staateninsolvenzordnung.

„Meine Damen und Herren, der Euro und die Europäische Währungsunion sind in keiner Weise ein unkalkulierbares Risiko.“ Helmut Kohl, 28.04.1998

Weil Frankreichs Banken die meisten Staatsanleihen maroder Länder im Depot hatten, ist  es verständlich, dass die Franzosen mit dem Vorschlag Merkels nicht einverstanden waren. Man wollte aber eine Lösung für die Probleme schnell in der Tasche haben, bevor am 10. Mai 2010 um 2 Uhr europäischer Zeit die Börse in Tokio ihre Tore öffnete.

Nach der Finanzkrise ab 2007 und der daraus entstehenden Wirtschaftskrise 2009/2010 eskalierten die Haushaltskrisen mehrerer Mitgliedsstaaten. Mittlerweile gelten sie als krisenhaft überschuldet. Schnell wurde daher der EFSF eingerichtet. Schließlich hatten andere Staaten Angst vor Ansteckung. Ein passender Paragraf war auch schnell gefunden: nämlich Art. 122 AEU-Vertrag. Nach diesem wurde eingeräumt, dass aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Ereignissen, die sich der Kontrolle eines Staates entziehen unter bestimmten Voraussetzungen ein finanzieller Beistand der Union gewährleistet werden kann.

Nun, als Naturkatastrophe kann man die Staatsverschuldung Griechenlands wohl kaum bezeichnen. Entzieht sich die Schuldenkrise aber wirklich der Kontrolle Griechenlands? Wäre hier nicht die Politik gefragt, rechtswidrigen Spekulationen ein Ende zu bereiten?

Nach zwei „Probeabstimmungen“ bei der CDU/CSU, bei denen es einige „abtrünnige“ Abgeordnete gab, dürfte unserer Kanzlerin, die um ihre Mehrheit in den eigenen Reihen fürchtete der Angstschweiß schwer getropft haben.  Trotz des seit Jahrzehnten bestehenden aber nicht legitimen Fraktionszwangs hatten einige Abgeordnete gewagt, mit „nein“ zu stimmen.

Man musste sich wieder etwas einfallen lassen, wollte man die „Abtrünnigen“ bekehren, schließlich stand mit der Abstimmung die Macht von Frau Merkel auf dem Spiel. Vor den Unions-Abgeordneten hielt sie eine Rede mit der Bemerkung:

„Dafür habe ich Sie zu gerne und dafür haben wir gemeinsam noch zu viel vor.“

Trotzdem haben sich einige davon nicht beirren lassen. Daraufhin bestellte man die Abtrünnigen zur Kanzlerin auf den „Beichtstuhl“. In einem Fernsehinterview platzte dann die Bombe. Der Abgeordnete Wolfgang Bosbach erwägt wegen des Streits um den Euro-Rettungsschirm und des daraus entstehenden Drucks aus den eigenen Reihen, sich aus der Politik zurückzuziehen. Er habe gewusst, dass es Ärger geben würde wenn er der Regierungsvorlage nicht zustimmen würde, aber was er in den letzten Wochen erlebt habe, das habe er sich so nicht vorgestellt. Das gelte insbesondere für Vorwürfe, die tief ins Persönliche gegangen wären. Mittlerweile sind einige der „netten“ Worte von Kanzleramtschef Ronald Pofalla bekannt geworden, der Bosbachs „Fresse nicht mehr sehen kann“. Ein derartiger Umgangston gehört bestimmt nicht zu einer glaubwürdigen Politik.

Hoppla, heißt es nicht, Abgeordnete sollen frei nach ihrem Wissen und Gewissen abstimmen (Paragraph 38 des Grundgesetzes)? Wenn solche Anfeindungen stattfinden, nur weil jemand anderer (und mit Sicherheit intelligenterer Meinung ist), stimmt schon lange etwas nicht mehr mit unserer parlamentarischen Demokratie!

Ablenkung Nr. 1 – Der Papst

Um die Bürgerinnen und Bürger von den Schwierigkeiten, die der deutsche Bundestag hatte, abzulenken, ließ man mal schnell Papst Benedikt XVI. kommen. – Eine Fußball-Weltmeisterschaft war gerade nicht greifbar. – Der durfte dann im Bundestag reden. Leider vergaß er, die Missstände in Europa anzuprangern.

Aber er ist wahrscheinlich in einer höheren Sphäre, da merkt man vielleicht nicht mehr den Unterschied von Recht und Unrecht. Schließlich werden die Missbräuche durch katholische Kirchenangehörige auch tot geschwiegen. Eine Entschuldigung oder Entschädigung ist bis heute ausgeblieben.

Ob er auch seinen Beichtstuhl für die Abgeordneten und Frau Merkel eröffnet hat und diese von den bisher begangenen Sünden frei sprach?

Sein Segen dürfte nicht weit über den 29. September 2011 hinausreichen. Da stimmte der Deutsche Bundestag der Erweiterung des EFSF (Europäischer Stabilisierungsmechanismus) zu   und besiegelte damit eine beachtliche öffentlich organisierte Insolvenzverschleppung. Normalerweise ist dies in Deutschland eine Straftat, die mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird, geregelt in § 15a, Insolvenzordnung.

Ablenkung Nr. 2 – Papandreou

Der griechische Staatspräsident Papandreou besuchte Berlin, am 27.09.2011, auch gerade rechtzeitig vor der Abstimmung eines neuen Rettungspakets. Bei einer Rede zum Tag der deutschen Industrie zitiert er dabei Obamas Worte: „Yes, we can“ und rief zum stärkeren Engagement in seinem Land auf. Aber was hat Obama bis heute hinbekommen?

Als Bittsteller versuchte Papandreou, Zweifel an den Sparanstrengungen seines Landes zu zerstreuen. Er könne garantieren, „dass Griechenland seine Verpflichtungen erfülle“. Die Griechen wären entschlossen, „das zum Erfolg zu machen“. Es wäre ihm egal, ob er wieder gewählt werde. Ob das der kleine griechische Bauer oder die vielen jungen Arbeitslosen auch so sehen wenn sie gegen den sozialen Abbau auf die Straße gehen?

In Griechenland gibt es insgesamt 11 Millionen Griechen. Dies entspricht dem Verhältnis der Bewohnerzahl eines mittelgroßen Bundeslandes in Deutschland. 2000 der griechischen Familien gehören 80% des dortigen Vermögens. Würde Griechenland nicht besser dastehen, wenn diese Familien eine ordentliche und gerechte Steuer bezahlen müssten?

Frau Merkel hat die Rechnung über Schulden von Deutschland so aufgemacht, dass der offiziell zugegebenen 2 Billionen Staatsverschuldung, ein Vermögen (in nur wenigen Monaten von 4 Billionen auf fantastische von 5 Billionen angewachsen), gegenübersteht und wir uns deshalb keine Sorgen zu machen brauchen. Wann wird sie endlich die Reichen zur Kasse bitten? Und warum macht sie nicht auch diese Rechnung für Griechenland auf? Dann müssten doch Reiche in Griechenland auch 4/5 der Schulden übernehmen! Die waren doch seither auch die Profiteure.

Stattdessen kritisierte sie die Haushaltspolitik Athens:

„Wenn Griechenland sich so wie Irland und Portugal angestrengt hätte, „wären wir nicht in dieser Situation“. Angela Merkel, 27.09.2011

Der neue EFSF

Nach der Zustimmung am 29.09.2011 durch den Bundestag ist der Euro-Rettungsschirm aber noch lange nicht in trockenen Tüchern. Zypern und Estland haben ebenfalls am Donnerstag, 29.09.2011 zugestimmt. Österreich am 30.09.2011, Niederlande am 06.10.11. Zuvor hatten Frankreich, Belgien, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und die Slowenen mit „ja“ gestimmt.

Während auch in Malta mit einer Zustimmung zu rechnen ist, berät der einzige Wackelkandidat, die Slowakei, noch über die Ratifizierung. Deren Parlamentspräsident Richard Sulik, Chef der SAS, will Griechenland lieber Pleite gehen lassen:

“Was der Rettungsschirm macht, ist nur ein irrsinnig teures Kaufen von Zeit, aber es löst die Probleme nicht“, kritisierte Sulik die Hilfsanstrengungen der Euroländer.

Eine angenehme Lösung für die slowakischen Steuerzahler. Die Slowakei will der Erweiterung zustimmen, aber im Falle der Fälle von möglichen weiteren Zahlungen an Griechenland ausgeschlossen werden. Ein solcher politischer Kuhhandel wäre für Sulik akzeptabel.

Wie Recht er hat wenn die Slowakei nicht zustimmt, wird sich wahrscheinlich in den nächsten Monaten zeigen. Alle Hoffnung, viel Geld zu sparen, liegt also noch auf diesem kleinen Land. Durch eine Negativentscheidung könnte die Slowakei diesen den Steuerzahler immer weiter in Bedrängnis führenden Vertrag noch kippen. Schließlich gilt in solchen Fragen das Einstimmigkeitsprinzip.

Im deutschen Bundesrat wurde die EFSF-Reform bestätigt, ohne dass darüber eine Abstimmung erfolgte. Das Gesetz über die Euro-Hilfen war in der Länderkammer nicht zustimmungspflichtig. Wenn es um soviel Geld und die um Zukunft späterer Generationen geht? Ist das Demokratie? Einzig durch den Anruf des Vermittlungsausschusses hätten die Länder die Umsetzung noch verzögern können. Klasse Demokratie: die in Berlin beschließen und wir dürfen zahlen. Und? Wo stehen wir jetzt?

Frau Merkel weiß, dass sie bald wieder ein neues Griechenland-Paket schnüren muss. Sie weiß aber auch, dass sie gleichzeitig die Mehrheit für den permanenten Euro- Stabilisierungsmechanismus EMS beschaffen muss, der dann ab 2013 für einen stabilen Euro sorgen soll. Wie soll das möglich sein? Nun darüber lässt sie uns im Unklaren!

Lehnt den Euro-Hebel ab: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer© Marc Müller/DPA

Lehnt den Euro-Hebel ab: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer© Marc Müller/DPA

Was nützt es da noch, wenn Horst Seehofer vor einer Haftungsunion und einer Überforderung warnt? Bayern würde größere Risiken aus den übernommenen Garantien nicht dulden. Zusätzliche Schritte zu einer „Transfer-, Haftungs- oder Inflationsunion“ würden die Bayern nicht mitgehen.

Prima. Der deutsche Steuerzahler darf jetzt mit 211 Milliarden Euro bürgen und damit auch am Ende bezahlen. Das sind 2/3 des Bundeshaushalts. Zusätzlich wurde ein Risikopuffer eingebaut. Wenn ein anderes Euro-Land als Bürge ausfällt, sind es sogar bis zu 253 Milliarden Euro, die Deutschland dann bezahlen muss.

Glaubt wirklich auch nur ein Mensch, dass die Griechen mit dem verordneten Kaputtsparen ihrer Wirtschaft, die in der kurzen Zeit schon um über 5,5 % geschrumpft ist, die Schulden jemals bezahlen können? Wir aber in Deutschland und den restlichen Euro-Ländern dürfen uns schon mal darauf freuen, dass unsere Binnenwirtschaft vollends an die Wand gefahren wird und noch mehr soziale Leistungen gestrichen werden. Die Subventionen die die Wirtschaft einsteckt, greift man mit Sicherheit nicht an.

Wie wollen da noch die Politiker glaubwürdig erklären, warum deutsches Steuergeld auf europäischer Ebene gut angelegt ist. Sicher die Festlegung des Bundeshaushalts ist das primäre Recht des Parlaments. Kann das aber ohne weiteres auf Europäische Organe übertragen werden. Ist das nicht ein weiterer Rechtsbruch unserer Regierung? In Deutschland sind 80 % gegen solche Rettungsschirme. Wie kann man da noch von einer Legitimation durch das Volk reden?

Letztendlich ist dieser Rettungsschirm nur teuer erkaufte Zeit, wie der slowakische Parlamentspräsident Sulik richtig feststellte. Um die Wirtschaft maroder Länder tatsächlich wieder aufzubauen wird nichts daran vorbeigehen, als dass die Banken auf einen beträchtlichen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Jeder Unternehmer trägt sein eigenes Risiko für sein Tun. Sind die Banken etwa davon ausgenommen?

Versteckte Kosten der Euro-Rettung

Eine Staatspleite in der Euro-Zone scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Deutschland besitzt bei den Ratingagenturen immer noch die höchste Bonitätsstufe. Wie lange noch? Standard & Poors sprach bereits eine Warnung an die Deutschen aus. Die Kreditwürdigkeit wäre durch die EFSF-Ausweitung bedroht.

Auf dem Finanzmarkt hat Deutschlands Bonität bereits stark gelitten. Die Kosten für eine Zahlungsausfallversicherung haben sich seit Jahresanfang fast verdoppelt. So sind die Preise für Credit Default Swaps von 54,75 Basispunkten am 6. Januar, also 54.750 Euro für Anleiheausfälle, nach dem Beschluss des Bundestags am 29.09.2011, den Rettungsschirm auszuweiten auf 100,36 Basispunkte gestiegen. Das bedeutet, wenn Kreditausfälle von 10 Millionen Euro versichert werden müssen, 100.360 Euro pro Jahr zu bezahlen sind.

Dieser zusätzliche Preis für die Euro-Rettung wird aber in den politischen Diskussionen kaum berücksichtigt und ist ein weiterer Aspekt, der den Steuerzahlern verheimlicht wird. Wenn die Bonität Deutschlands herabgestuft wird, steigen auch die Kosten für die eigene Staatsfinanzierung.

Alessio Rastani

Am 26.09.2011 hatte Alessio Rastani, ein 34-jähriger Kleinanleger, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Er behauptete, dass Goldman Sachs „die Welt regiere“, nicht die Regierungen. „Keiner an den Märkten würde noch etwas auf die Rettungspläne der Regierungen geben und wer Gelegenheit hätte, jetzt Geld zu machen, würde sie ergreifen, also auch mit Spekulationen auf Pleiten“.

Im „The Independent“ wurde Rastani als der Händler beschrieben, „der den Deckmantel über das, was in den Bankenvierteln wirklich gedacht wird, gelüftet hat“. Hatten Ähnliches nicht auch schon echte Börsianer geäußert?

Die spanische Finanzministerin Elena Salgado bezeichnete Rastani als „verrückt und unmoralisch“. Wird bei uns nicht jeder, der die Wahrheit sagt, als verrückt hingestellt? Die Aussagen Rastanis scheinen nicht allzu fern der Realität zu liegen.

Professor Dr. Wilhelm Hankel

Der Wissenschaftler und Währungsspezialist war vom Start weg einer der prominentesten Gegner des Euro und reichte 1997 zusammen mit Wilhelm Nölling, Joachim Starbatty und Karl Albrecht Schachtschneider Klage gegen die Einführung des Euro ein. Erfolglos. Im Mai 2010 klagten die vier zusammen mit Dieter Spethmann gegen den Milliardenkredit für Griechenland – ebenfalls erfolglos. In einem Interview spricht Professor Hankel, der einstige Erfinder der Bundesschatzbriefe unter Anderem über das womöglich nahende Ende der Gemeinschaftswährung und die sich daraus ergebenden ökonomischen und politischen Perspektiven.

Prof. Hankel räumte in einem Interview Bedenken wegen der Funktionsfähigkeit Deutschlands ein. Der Staatshaushalt wäre auf unbegrenzte Zeit verpfändet und die Transferleistungen, die das Land zu bezahlen hätte, müssten letztlich vom Bürger bezahlt werden. Mit Einführung des Euro seien die Investitionen in Deutschland schlagartig zurückgegangen. Den Zwang zu Kostensenkungen hätten nur die Bezieher von Arbeitnehmereinkommen, Rentner und Bezieher aller fixierten Einkommen getragen. „Früher oder später müsse das zu sozial ähnlichen Zuständen führen wie in Nordafrika!“

Großen Exportunternehmen, die alle börsennotiert sind, stehen Kreditmittel zum Emissionssatz von plusminus 3 Prozent zur Verfügung. Wenn aber ein nicht notiertes und nicht gelistetes Mittelstandsunternehmen (98,8 Prozent) sich Geld von einer Bank leihen muss, bezahlt es zwischen sieben und dreizehn Prozent. Die Haupteinnahmequelle der Banken besteht mittlerweile aus dem Handel von Wertpapieren. Durch die immense Geld- und Kreditaufblähung ist die Inflationierung des Euro vorgezeichnet. Die EZB, deren Aufgabe es ist, unsere Währung zu schützen, hat sich zum Handlanger der Staaten gemacht und unterstützt eine verhängnisvolle Inflationspolitik.

Überall da, wo der Finanzsektor kolossal aufgebläht wurde, ist die Rezession am stärksten. Dass es bei uns bisher glimpflicher abgegangen ist, verdanken wir dem Umstand, dass wir weniger „overbanked“ sind. Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Was machen Kritiker?

Vieles spricht dafür, dass es aufgrund all dieser Rechtsbrüche zu einer Inflation kommt, die sich schon durch Erhöhrungen der Inflationsraten in den letzten Monaten abzeichnet. Davon werden dann auch die Eigentumsrechte des Bundesbürgers nach Art. 14 GG betroffen sein.

Schon in den ersten Urteilen des deutschen Verfassungsgerichts von 1993 zum Maastricht-Vertrag, machte dieses zur Bedingung, dass die Währungsunion nur eingegangen werden darf, „wenn die neue Währung den Stabilitätsansprüchen der alten Währung entspricht. Wenn dies nicht der Fall wäre, hätte Deutschland das Recht, aus der Währungsunion auszutreten.

Führende Politiker suchen immer noch ihr Heil in einer „stärkeren EU“. Aber die Zahl der Kritiker wird immer größer. In Österreich läuft bis Ende des Jahres ein Volksbegehren, ausgelöst durch die Initiative für mehr direkte Demokratie e. V. Die Österreicher sollen mit 20 Milliarden für den neuen EURO-Rettungsfonds gerade stehen. Dazu sind die österreichischen Steuerzahler nicht mehr bereit.

In diesen Rettungsfonds soll Griechenland 17,3 Milliarden beitragen, Portugal 16 Milliarden und Irland 10 Milliarden Euro, obwohl diese Länder fast Pleite sind. Das kann auf Dauer nicht funktionieren.

In Großbritannien gab es mehrere Umfragen, in denen sich die Bevölkerung klar für einen Austritt aus der EU ausgesprochen hat. Auch britische Abgeordnete streben eine Abstimmung über den Verbleib in der EU an.

Gründe hierfür sind der riesige EU-Beamtenstaat und die Verschuldungssucht.  Gleichzeitig wird die anmaßende Haltung der EU-Politiker gegenüber der Souveränität der EU-Staaten angeprangert. Von nicht demokratisch gewählten EU-Kommissaren geht mittlerweile eine Fremdbestimmung aus, die in Großbritannien immer mehr Kritiker findet.

Mit europäischen Finanz- und Wirtschaftsministerien soll der Beamtenstaat noch weiter aufgebläht werden. Das kostet den Steuerzahler in Europa noch mehr Geld und muss an anderen Stellen wieder eingespart werden. Die Selbstbestimmung der einzelnen Staaten bleibt dabei immer mehr auf der Strecke.

Die EU-Kommission will nun die Subventionen neu regeln. Die verschiedenen Töpfe sollen dazu bis 2020 mit rund 375 Milliarden Euro aufgefüllt werden. Diese milliardenschweren Fördertöpfe l sollen zielgerichteter eingesetzt werden. Dabei sollen möglicherweise die Länder, die gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen, mit Entzug eben dieser Fördergelder bestraft werden.

Sicherlich, die Wirkung des Geldsegens ist nicht immer greifbar. So ist das wirtschaftliche Gefälle in der EU eher größer geworden. Ausgerechnet Griechenland und Portugal haben in den vergangenen Jahrzehnten am meisten von EU-Geldern profitiert und stehen trotzdem – oder gerade deshalb? – im Zentrum des Krisengeschehens.

„Als ultima ratio muss es die Möglichkeit geben, was wir auch schon in der Eurozone haben, dass hier – zumindest temporär – Zahlungen ausgesetzt werden können.“        EU-Regionalkommissar Johannes Hahn

Das europäische Parlament hat sich bereits klar gegen solche Sanktionsmöglichkeiten ausgesprochen, weil die ärmeren Regionen und Kommunen nicht in Geiselhaft für die Fehler ihrer Regierungen genommen werden dürften.

Fazit:

Das Lohndumping in Deutschland wird immer mehr vorangetrieben. Das hat zur Folge, dass andere europäische Länder teurer produzieren als die Deutschen. Wo sind da die Gewerkschaften, für die jedes Mitglied teure Mitgliedsbeiträge entrichtet? Mit diesem Prozedere wird die Wirtschaft und der Export anderer Länder nach unten gedrückt. Deren Steuereinnahmen reichen nicht mehr aus, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Durch hohe Arbeitslosigkeit wird die Binnenwirtschaft anderer Länder an die Wand gefahren. War das etwa schon bei der Euro-Einführung geplant?

Können wir alle uns überhaupt noch ein solches Europa leisten? Hier reden Auftrags-Bankrotteure über Geld, um das sie zusätzlich sämtliche europäischen Staatshaushalte erleichtern wollen. Ein weiterer Aufbau von europäischen Institutionen wie ein europäisches Finanzministerium, dazu noch die Rettungsschirme, die letztlich bis ins unendliche gehen können, wird den Steuerzahler noch mehr Geld kosten und die einzelnen Staaten entmachten. Europa wird dadurch immer mehr geknebelt und gegängelt, indem die einzelnen Mitgliedsländer immer stärker in diesen verursachten Schuldenkreislauf hineingezogen werden.

Ein Schuldenschnitt zum jetzigen Zeitpunkt, an dem noch keine weiteren Zahlungen an Griechenland und den anderen Krisenländern gezahlt sind, ist für alle Steuerzahler billiger. Einziger Nachteil wäre, dass die Finanzwelt auch einmal Einbußen einstecken müsste. Wenn weitere Zahlungen geleistet werden, kommt es einzig den Verursachern zugute, nämlich den Banken, die ihre Gewinne einstecken und an Aktionäre verteilen.

Reicht es also aus, dass, nachdem sich der teuer erkaufte Zeitgewinn erschöpft hat, dann weiterhin die Steuerzahler mit noch höheren Beträgen für die Verluste aufkommen? Mit Sicherheit nicht mehr, denn aus Sicht der Verursacher dieser so genannten „Krise“ wird ein strategisches Ziel erreicht sein. Wird die Liquidität der europäischen Länder zukünftig nur unter geänderten Bedingungen, gestellt von denjenigen, bei denen das überall fehlende Kapital gelandet ist,  aufrechterhalten? Oder ist dieser Zustand nicht schon längst erreicht und soll nun durch europaweite Abstimmungen legitimiert werden?

Nicht nur die Bevölkerung in Europa, sondern die Menschen in aller Welt brauchen keine solche Krise, wie sie uns aufgetischt wurde. In der Geschichte gibt es genügend Beispiele einer absichtlichen Inszenierung mit geänderten Machtverhältnissen am Ende.

Ob in europäischen Ländern, USA, China, Russland oder in den afrikanischen Ländern, überall sind die Demonstrationen über die ungerechten Verhältnisse nicht mehr zu übersehen. So  vergeht kaum noch ein Tag, ohne weltweite Proteste.

Martha Brauch - Waiblingen

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Armutsbericht aus RLP

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Oktober 2011

Mainz wie es singt und lacht müsste der Bericht überschrieben sein, welcher dieser Tage in der   „Die Rheinpfalz“ Zeitung zu lesen war. Dort wurde über eine, für Die LINKE in Westdeutschland wohl typische Kreisversammlung berichtet. Dieses natürlich und das dürfen wir hier nicht vergessen,  in einer „Neoliberalen“ Zeitung und er wurde von einen bösen kapitalistischen Journalisten geschrieben welcher vielleicht auch ein Faschist und bekennender Antikommunist ist.

Trotz des dort anwesenden Landesvorsitzenden Wolfgang Ferner, scheinbar eine politische Notbeleuchtung, lesen wir nicht eine politische Aussage in diesen Artikel. Statt dessen aber jede Menge über die obligatorischen Streitereien wie nicht bezahlte Beiträge, reale und nicht reale Mitglieder usw. . Ein treffendes Beispiel für politisches Arbeiten in der  West-Linken.

Aber was sollte noch weiteres darüber zu Schreiben sein. Den Armutsbericht einer Partei findet ihr >> HIER >>

Passend zum Artikel hier auch gleich ein Kommentar:

Liebe GenossInnen,

ich habe in diesem Zusammenhang nur eine Frage: In wessen Händen ist die Partei? Möchtegerne, Abenteuerer, Spinner, gekaufte Störer, Dummköpfe, Karrieristen oder was hat sich da organisiert? Links ist dies alles nicht, sondern einfach nur verkommen, unwählbar. In einer Revolution müßte man auch diese Partei zerschlagen, davon jagen. Oder gibt es noch Hoffnung?

Auch andere Parteimitglieder äußerten ihr Entsetzen über die wirren Zustände und hoffen, dass die Mitglieder der Partei solche nicht länger dulden.

B.W.

IE

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B *) - Trojaner

Erstellt von UP. am 11. Oktober 2011

*) Bundes-, Bayern, BW - Trojaner;

Update

“Bayern” - Trojaner auch in Baden-Württemberg und Brandenburg

Nachdem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Montag die Echtheit des vom Chaos Computer Club (CCC) und der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) am Wochenende veröffentlichen Trojaners sowie dessen Einsatz bestätigt hat, stellt sich die Frage, welche Landesbehörden noch auf die höchst umstrittene Ermittlungsmethode setzen. Zumindest in Baden-Württemberg und Brandenburg ist der “Bayerntrojaner” kein Unbekannter.
weiterlesen >>> HEISE

Nachdem die Wogen der Empörung hochschwappten, als zum ersten Mal von der Einführung eines BUNDESTROJANERS berichtet wurde, machten seinerzeit die bairische Landesregierung unter dem “10-Minuten bis-zum Hauptbahnhof-MP” keinen Hehl daraus, den Trojaner einzuführen. Dabei war es keine Frage, dass Mappus & Co. damals mitzogen.
Das ist nun nahezu zwei Jahre her; und Experten wie die vom CCC haben die Sache nicht weiter öffentlich verfolgt, bis vor drei Tagen die Öffentlichkeit von der Zusendung der Festplatten informiert wurde.

Wir haben es alle gewusst, dass ein solcher Trojaner existiert.

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Fabienne

Erstellt von UP. am 11. Oktober 2011

Aktion Fabienne

Diese Aktion startete zu Beginn des Jahres 2008.
Sie bekommt keine Zeit- sondern eine Zielvorgabe, so ein klein wenig französische Verhältnisse auch in Deutschland.

Druckversion

Fair-Talk-Flyer, die den Erwerbslose den MitarbeiterInnen der ARGEN und Jobcenter vorlegen können, in welchem mit einem Satz erklärt wird, was man von diesen Mitarbeitern erwartet und was man selber dazu leisten möchte, um einen fairen und menschlichen Umgang auf dieser Weise herzustellen.

Flyer hier downloaden (PDF)

Gesucht wird die deutsche Fabienne

Fabienne, ein Beispiel aus Frankreich, wie eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit Frankreich nicht mehr mitspielte. Zuerst anonym, später offen entstand eine soziale Dynamik “Nein das machen wir nicht mehr mit”! Im Ergebnis ein Buch, die Erklärung zur beruflichen und bürgerlichen Ethik von Sud ANPE (Gewerkschaft in der Agentur für Arbeit).

Wir möchten auch in Deutschland neue Formen der Verständigung der Lohnabhängigen, egal ob mit oder ohne Arbeit entstehen lassen. Ein Ergebnis, wir nehmen den Druck vom Kessel, sowohl für die Betroffenen wie für die Mitarbeiter! Wir hoffen, dass sich viele an der Suche beteiligen, denn schon der Weg ist ein Teil der Aktion.

Bericht aus dem Innern der Agentur für Arbeit Frankreich/ANPE (Auszüge)

Fabienne Brutus (Foto), erwerbslos wurde Arbeitsvermittlerin Agentur für Arbeit Frankreich/ANPE.
Gleich zu Anfang ein Rundschreiben der Leitung, das allen Beschäftigten der ANPE ein striktes Schweigen über betriebliche Ereignisse verordnete.
Fabienne, seit 4 Jahren beschäftigt, schweigt nicht. Zuerst anonym begann sie eine Enthüllungsgeschichte über das Leiden der Arbeitssuchenden wie auch der Berater!
Du hörst die öffentlichen Verlautbarungen der Leitung und du siehst und erlebst die Realität. Zwei Welten und es ist wichtig, dies der Gesellschaft mitzuteilen.
Fabienne will ihre Arbeit gut machen. Aus ihrem erleben, aus erzählten Geschichten wird ein Buch, das den Alltag, die Innenwelt einer Behörde schildert. Im Buch zeigt sie, wie Statistiken gefälscht werden, wie Leute mutwillig von der Unterstützungsliste gestrichen werden, wie öffentliches Geld verschwendet wird. Das Buch stößt auf Interesse, ein Leser: „Wir erleben heute eine Hierarchie, die vollkommen der Politik untergeordnet ist, die Maßnahmen erzwingt, um radikal die Zahlen zu senken. Gleichzeitig Prämien vergibt für die Gangster.“
So ist einiges in Bewegung gekommen. Gewerkschaften haben das aufgegriffen und Beschäftigte haben sich geweigert, Arbeitsuchende aus den Listen zu streichen oder Sanktionen zu verhängen.
Es formierte sich eine soziale Dynamik: “Nein das machen wir nicht mehr mit”!!!
Mit diesem Hintergrund entstand die Erklärung zur beruflichen und bürgerlichen Ethik von Sud ANPE (Gewerkschaft in der Agentur für Arbeit).

„Unsere Aufgabe ist es vor allem, den Arbeitsuchenden zu helfen, eine Beschäftigung zu finden und das erwarten die Arbeitsuchenden von uns. Aber es gibt einfach keine Arbeit für Alle. Die Zunahme von Gesprächen, die ständigen Aufforderungen zum Besuch der Agentur werden keine Arbeit schaffen, sondern erhöhen nur das Risiko für die Arbeitsuchenden, gezwungen, schikaniert und abgestraft zu werden.
Wir, die Beschäftigten der ANPE, erklären, dass wir auf keine Weise Menschen schaden wollen, die schon durch den Verlust der Beschäftigung und des Einkommens verletzt sind.
Wir verweigern uns, sie auszugrenzen und wir werden keine Streichungen mehr durchführen, ohne vorher die moralischen und menschlichen Folgen mitzubeachten.
Wir schlagen Angebote vor, wir zwingen aber Angebote nicht auf. Wir werden die Arbeitsuchenden nicht zwangsweise in kleine Kästen stecken. Wir erpressen sie auch nicht mit Streichung.
Wir verweigern uns auch der Wut der Arbeitsuchenden ausgesetzt zu werden. Wir verweigern uns, eine soziale Polizei zu sein, angewiesen zur Unterdrückung anstatt als öffentlicher Ratgeber für Beschäftigung agieren zu können.
Weder Arbeitsuchende noch Beschäftigte der ANPE sind verantwortlich für den Zustand des Arbeitsmarktes und für die wachsende Prekarisierung. Wir sind mit den Arbeitsuchenden solidarisch.
Wir weigern uns, falsche Zahlen, unlautere Angebote und leere Unterhaltungen zu produzieren und wir werden unsere beruflichen Praktiken dazu einsetzen, den Nutzern unserer Dienste zu helfen im vollen Respekt ihrer bürgerlichen Rechte.“
Die Beschäftigten der ANPE aus Tarn gewerkschaftlich organisiert bei SUD (Sud-anpe.81@wanadoo.fr).

Es wird uns doch gelingen:
1. die deutsche Fabienne zu finden, wenn nicht wäre die einzige Empfehlung auswandern,
2. eine ähnliche Erklärung zur beruflichen und bürgerlichen Ethik für die Bundesagentur für Arbeit und die ALG II Behörden zu schaffen. (Abschreiben ausdrücklich erwünscht)
3. die Gewerkschaften zum mitmachen zu bewegen, ist dies doch ein Betätigungsfeld z.B. für ver.di.
Quelle: Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera ISG
 
 

Diese “Fabienne” wird in Deutschland immer noch gesucht

 
 
Und man wird sie höchstwahrscheinlich nicht finden. Das Thema wurde heute von “Gegen HARTZ IV.de” ebenfalls aufgegriffen:
 

Frankreichs Jobcenter-Mitarbeiter verweigern Sanktionen

Was in Deutschland undenkbar wäre, gehört in Frankreich zur politischen Sprache. Zahlreiche französische Arbeitsagenturangestellte verweigern Sanktionen gegenüber Erwerbslosen, sprechen sich gegen die sogenannte Sippenhaft aus und zeigen sich solidarisch mit Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Obwohl zahlreiche Sachbearbeiter in den Hartz IV Behörden in Deutschland selbst unter einem ständigem Druck arbeiten müssen, teilweise mit Zeitverträgen ausgestattet sind und vielmals unter den Arbeitsbedingungen leiden, käme für die meisten Jobcenter-Mitarbeiter ein Solidarisierung mit den Betroffenen nicht in Frage. Zu groß ist die ideologische Verblendung im „Sinne des Steuerzahlers“ Erwerbslose zu schikanieren, obwohl das Grundgesetz und die Menschenwürde in vielen Punkten in Deutschland offensichtlich mit Füßen getreten wird. Würde das Grundgesetz beachtet werden, würde die freie Berufswahl, die freie Wahl des Wohnortes und die Würde eines jeden Hilfesuchenden und der Angehörigen beachtet werden. In Frankreich herrschen teilweise ähnliche Sozialgesetze, die ebenfalls darauf abzielen, Arbeitslose mit Sanktionen und Schikanen zu drangsalieren.

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Thomé-Newsletter

Erstellt von UP. am 11. Oktober 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mein heutiger Newsletter zu folgenden Themen:

1. NRW will die KdU nicht rechtskonform ausgestalten
Diesmal gibt es Post vom Minister höchstpersönlich, der ganz klar sagt „ da die Arbeitshilfe (zu den Kdu) des Ministeriums jedoch eine deutliche Signalwirkung für die Umsetzung der Vorschriften zur Angemessenheit hat, möchte ich darin einer höchstrichterlichen Klärung durch das Bundessozialgericht nicht vorgreifen. Ich habe daher vorgesehen, die Arbeitshilfe an dieser Stelle derzeit nicht abzuändern“ so Arbeitsmister Schneider mit Schreiben vom 26. Sep. 2011. Mit dieser Position wird die KdU - Abzocke der SGB II /SGB XII Leistungsempfänger bis zur BSG Entscheidung weiter zementiert. Die Aussage der Landesregierung: „Derzeit konzentriert sich die Landesregierung darauf, eine den Interessen der Leistungsberechtigten entsprechende und rechtskonforme Umsetzung der geltenden Regelungen in Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten“ Ziff. 4 aus der Drucksache 15/2946 vom 05.10.2011 wird damit zu einem Hohn. Minister Schneider stößt somit ins gleiche Horn wie der NRW Städtetag „Die kommunalen Spitzenverbände setzten sich mit Blick auf die daraus resultierende Kostensteigerung zu Lasten der Kommunen dafür ein, dass eine Veränderung der Aussagen zur Angemessenheit der Wohnfläche jedenfalls solange nicht vorgenommen werden solle, wie das Urteil des LSG NRW noch nicht rechtskräftig sei“: http://tinyurl.com/3ra2rf3

Für die Praxis ist zu empfehlen, dass Betroffene höhere KdU Ansprüche durchklagen. Die Chancen stehen dabei nicht schlecht. Schneiders Stellungnahme: http://tinyurl.com/3ra2rf3
Entscheidung des LSG NRW: http://tinyurl.com/3kahkzv und hier die Entscheidung: http://tinyurl.com/3uoc9ds
 
Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unseren Bericht hinsichtlich der Handhabung in WAF
DL-Red./UP.

 

2. Personalausweisgebühren bei Hartz IV und Sozialhilfe
Anhand der Regelungslage in NRW möchte ich auf die Gebührenermäßigungs- oder Erlassregelung nach § 1 Abs. 6 PAuswGebV hinweisen. In NRW findet jetzt eine parlamentarische Diskussion statt, die gewiss auch auf andere Bundesländer übertragbar ist. . Daraus könnte folgendes rausgefiltert werden: Jede/r Betroffene sollte einen Antrag auf Erlass bzw. Ermäßigung der Gebühren stellen, wenn er wegen Vorfälligkeit nicht die Zeit hatte, die erforderlichen 28,80 EUR aus dem Regelsatz in Höhe von 25 Cent/Monat für den neuen biometrischen Ausweis anzusparen! Dabei sind die Kosten für das Foto extra zu berücksichtigen. Ich denke, hier lohnt es sich, weiter Druck auszuüben und auf kommunaler Ebene Regelungen zu finden. Hier geht’s zum Passgesetz: http://www.gesetze-im-internet.de/pauswgebv/, hier zum NRW Erlass: http://tinyurl.com/3sewruh und nun zur Anfrage: http://tinyurl.com/44k3lt6

3. Französische Jobcentermitarbeiter erklären sich mit den Erwerbslosen solidarisch und verweigern Sanktionen, Sippenhaft oder andere Schikanen
Die französischen Jobcentermitarbeiter machen es den deutschen Kollegen vor: Sie erklären sich solidarisch mit den hilfesuchenden Erwerbslosen und verweigern Sanktionen, Sippenhaft oder andere Schikanen. Die Aktion wird von der französischen Gewerkschaft Sud ANPE (Gewerkschaft in der Agentur für Arbeit) organisiert. Deutsche Gewerkschaften und Behördenmitarbeiter sind aufgerufen ähnliches auf die Beine zu stellen. Mehr dazu unter: http://tinyurl.com/3gg3h7p

4. Belastbare Regelsatzklage
Ich werde immer wieder nasch belastbaren Regelsatzklagen gefragt, ich bitte daher mir solche mit Aktenzeichen zu übersenden, damit andere sich ggf. auf diese beziehen können, und ich die Kernargumentationslinien veröffentlichen kann. Bitte an bekannte Mail versenden.

5. Herausragende Entscheidung zur Aufrechnung von Darlehen
Das SG Berlin hat in einer herausragenden Entscheidung die Aufrechnungspraxis zu § 42a SGB II angegriffen. Die Leistungskürzung über 20 Monate hinweg wird als verfassungswidrig angesehen. Diese Entscheidung möchte ich der geneigten Leserschaft nicht vorenthalten: http://tinyurl.com/3try3k4

6. Folien zum SGB II
Meine SGB II – Folien sind öffentlich, andere nicht. Ich möchte die Leserschaft bitten mir Euch bekannte oder von Euch genutzte Folien zum SGB II zu übersenden. Auch ich möchte mal spicken und sehen wie Kollegen bestimmte Probleme darstellen und angehen.

7. Castor blockieren
Voraussichtlich zwischen dem 25. und 28. November wird wieder ein Castortransport, aus dem französischen La Hague, ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben rollen. Hier ist massenhafter Widerstand gefragt! Dahingehende Infos gibt es hier: http://de.indymedia.org/2011/09/317239.shtml und hier: https://www.x-tausendmalquer.de/

8. Aufruf: 15. Okt. weltweiter, dezentraler Aktionstag gegen die vorherrschende Krisenpolitik und für echte Demokratie
Am Samstag, den 15. Oktober findet ein weltweiter, dezentraler Aktionstag gegen die vorherrschende Krisenpolitik und für echte Demokratie statt. Die Idee kam ursprünglich aus Spanien, wo die sozialen Proteste mit Platzbesetzungen am 15. Mai begannen und die M15-Bewegung am 15. Oktober zum Protest aufrief. Inzwischen haben die Protestbewegungen u.a. in Griechenland, Portugal, Israel, Chile, Indien, Nordafrika und jetzt die Wallstreet-Aktionen diesen Protest beflügelt. Mehre Gruppen in Bochum haben in den letzten Tagen überlegt, sich am nächsten Samstag auch in Bochum mit einer Aktion an dem weltweiten Protest zu beteiligen.
http://www.attac.de/aktuell/eurokrise/europaweiter-aktionstag/aufruf/
http://15october.net/de/
http://www.taz.de/Bankenproteste-auch-in-Deutschland/!79533/

9. Nächste Grundlagenseminare zum SGB II in 2011 in Wuppertal und Hamburg
Dieses Jahr biete ich noch in Wuppertal und Hamburg SGB II Grundlagenseminare an. Am 25./26. Oktober habe ich in Wuppertal noch einen Platz frei und am 07./08./09. Dezember in Hamburg habe ich in einer dreitätigen Fortbildung noch 8 Plätze frei. Anmeldung und weitere Details sind hier zu finden: http://www.harald-thome.de/grundlagen_seminare.html

10. In 2012 biete ich meine nächsten Grundlagenseminare in Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart und Wuppertal an
Die ersten SGB II – Grundlagenseminare für 2012. Zum Jahresbeginn wird es am 16./17. Jan. in München, am 23./24. Jan. in Frankfurt, am 25./26./27. Jan. in Hamburg und am 30./31. Jan. in Wuppertal, am 20./21./22. Feb. in Stuttgart und am 27./28./29. Feb. in Berlin geben.
Anmeldung und weitere Details sind hier zu finden: http://www.harald-thome.de/grundlagen_seminare.html

11. Seminare: „Aufrechnung, Kürzen und Rückfordern im SGB II” in Wuppertal, München u. Hannover
Ebenfalls biete ich dieses Jahr meine „Spezial“-Fortbildung „Aufrechnung, Kürzen und Rückfordern im SGB II“ noch am 1./2. Dez. in Wuppertal, am 05./06. Dez. in München und am 19./20. Dez. in Hannover an. Im nächsten Jahr gibt es diese Fortbildung am 05./06. März in Wuppertal, am 12./13. März in Berlin und am 14./15. März in Hamburg. In dieser Fortbildung werden die vielfältigen leistungsverkürzenden Änderungen durch die Rechtsänderungen in diesem Jahr, die neuen Regeln bei der Darlehensgewährung und die drastische Aufrechnungsmöglichkeit von behördlichen Rückforderungs- und Ersatzansprüchen beackert.
Die Fortbildung ist ein absolutes Muss für Praktiker, die sich mit dem neuen Recht im Detail vertraut machen wollen. Beschreibung und Anmeldeunterlagen gibt es hier: http://www.harald-thome.de/intensivseminare.html

12. Seminare „ALG II - Bescheide prüfen und verstehen- Berechnung und Bescheidprüfung für die Praxis” in Wuppertal, München und Dresden
Auch biete ich nun diese neue Berechnungsfortbildung an. In dieser wird systematisch die Einkommensanrechnung laufender und einmaliger Einnahmen, die Einkommensbereinigung und „die Wissenschaft und Detektivarbeit“ ALG II - Bescheide zu verstehen und zu prüfen, vermittelt. Auch geht die Fortbildung intensiv auf die durch das RBEG eingeführte Änderungen der Anrechnung von Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit ein.

Diese finden am 17./18. Oktober in München, 21./22. Nov. in Wuppertal und am 24./25. Nov. in Dresden statt.

Beschreibung und Anmeldeunterlagen gibt es hier: http://www.harald-thome.de/intensivseminare.html

13. Grundlagenseminar Sozialhilfe: Leistungen nach dem SGB XII und angrenzender Rechtsgebiete am 30. Nov./01.Dez. in Frankfurt und am 05./06. Dez. in Dresden
Im Nov. /Dez. bietet mein Kollege Frank Jäger seine SGB XII-Fortbildung erstmalig in Frankfurt/Main und Dresden an.
Unter Berücksichtigung aktueller Gesetzesänderungen werden in dem zweitägigen Seminar Grundlagen der Hilfe zum Lebensunterhalt, der Grundsicherung im Alter und der „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ (fünftes bis neuntes Kapitel SGB XII) systematisch dargestellt. Die Seminarinhalte vermitteln einen Überblick und Basiswissen über das Leistungsrecht sowie Kenntnisse bei der Berücksichtigung von Einkommen/ Vermögen und dem Unterhaltsrückgriff gegenüber Angehörigen. Das Seminar lässt Raum für fachlichen Austausch und liefert wichtige Tipps für die praktische Arbeit von Sozialarbeiter/innen, Sozialberater/innen, Berater/innen sachverwandter sozialer Dienste, Berufsbetreuer/innen sowie Rechtsanwältinnen und -anwälte.
Alle Infos und Anmeldung auf einen Blick unter: http://tinyurl.com/4y9buez

So, das war es mal wieder für heute.

Mit besten und kollegialen Grüßen

Harald Thomé
Fachreferent für Arbeitslosen- und Sozialrecht
Rudolfstr. 125
42285 Wuppertal

www.harald-thome.de
 
info@harald-thome.de
 

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F.D.P.-Blockade

Erstellt von UP. am 10. Oktober 2011

Gegen die Blockadehaltung der FDP – Für eine Finanztransaktionssteuer
Attac und Campact sammeln gemeinsam Online-Unterschriften
Unsere Kampagne “Steuer gegen Armut”, die neben Attac von 85 zivilgesellschaftlichen Gruppen getragen wird, und der öffentliche Druck der internationalen Kampagnen haben gewirkt: Die Gründungsforderung von Attac setzt sich durch! Jetzt will die EU-Kommission endlich Konsequenzen ziehen: Mit einer europäischen Steuer auf Finanztransaktionen sollen Banken und Fonds zur Kasse gebeten werden. Doch die FDP stellt sich quer! Zeigen wir FDP-Chef Rösler, dass die Bürger_innen seine Klientelpolitik für Investmentbanken und andere Zocker nicht dulden! Gemeinsam mit Campact fordern wir Rösler und die FDP auf, die Blockadehaltung aufzugeben. Bereits in wenigen Tagen sind mehr als 47.000 Unterschriften zusammengekommen!

Hier geht es zur Unterschriftenaktion

Und nicht vergessen: Weg mit dieser kleinen Splitterpartei von Rös’chen & Co.

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Das linke Tauziehen

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Oktober 2011

Eine sehr gute Analyse der Partei DIE LINKE war in der letzten Wochenausgabe des Freitag zu lesen auf welche wir hier noch einmal und das aus der Sicht von Insidern, sprich an und für sich ehemaligen Mitgliedern der ersten Stunde, eingehen möchten.

Wenn heute von Führungskräften der Partei das Fehlen einer inneren Geschlossenheit angesprochen wird, ist dieses nicht ein Thema von heute oder gestern, sonder das Ergebnis einer vierjährigen Ignorierung und Schlafmützigkeit der Parteispitze. Keiner der sich dort mit offenen Augen und Ohren durch den Tag bewegt kann heute Nichtwissen vorgaukeln. Bei den vielen offen auf den Tisch liegenden Warnungen kann sich niemand aus der Verantwortung stehlen. Weder das Duo Lötzsch/Ernst noch deren Vorgänger!

Müssten in Berlin nicht die Alarmglocken klingeln wenn sich in Westdeutschland weit über 50 Fraktionen in Orts- und Kreis- Räten auflösen und ein Großteil der Personen dieser Partei lange wieder den Rücken zugekehrt haben. Lassen die durchgeführten, sinnlosen Änderungen bei Landesatzungen oder die Vollbeschäftigungen der Schiedskommissionen keine Rückschlüsse auf den inneren Zustand einer politischen Gemeinschaft zu ? Im Gegenteil, Stillschweigen kommt hier einer aktiven Mittäterschaft gleich.

Dabei war und ist es überwiegend der demokratisch gesinnte Kreis der Mitgliedschaft welcher von den Antis hinaus geschmissen wurde, oder welche sich angewidert abgewandt haben. Die Partei hat sich im Westen zu einer DKP in einem falschen Mantel, sprich des Kaisers neue Kleider, verwandelt. Genau so wird diese Partei heute bei den Wahlen in der Bevölkerung gesehen und folglich nicht mehr gewählt. Die Stammwählerschaft der DKP lag einst Bundesweit um die 2 % und darauf laufen auch die neuesten Wahlergebnisse hinaus.

Wie schreibt der Freitag und wir zitieren:

„Ist die Periode des Zusammenhalts antikapitalistischer und reformsozialistischer Positionen, von Gewerkschaftertum und kultureller Linker, von Oppositionsparadigma und Kooperationsorientierung, von Sozialstaatsbewahrung und Paternalismuskritik, von Ost und West unter einem Dach womöglich schon vorbei? Gysi hat vor ein paar Tagen erklärt, „viele in der Partei neigen dazu, sich für A oder für B zu entscheiden“. Er hingegen sei davon überzeugt, dass die Linke „an Wert einbüße, wenn sie ihren radikalen oder ihren reformistisch denkenden Teil verlöre.“

Allein dass der Linksfraktionschef diese Möglichkeit öffentlich zum Gegenstand der Diskussion macht, lässt die Bedeutung der anstehenden Entscheidungen erahnen.“

In der Analyse hat Gysi hier sogar recht. Nur ist sein Ergebnis falsch. Viele haben sich bereits für A oder B entschieden und wenn das angesteuerte Ziel erst für jedermann offensichtlich wird, ist der Zug endgültig abgefahren. Denn auch die Menschen im Ostteil des Landes verweigern sich dem Bau neuer Mauern und wählen lieber andere Parteien. Wie schrieb schon 1934 Hans Fallada: „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“!

Ist es ein Zufall das die überwiegenden Unruhen alle auf die Namen von Sahra Wagenknecht, vormals Mitglied der kommunistischen Plattform und Oskar Lafontaine, beliebter Redner bei den K.-Gruppierungen, zurückgeführt werden können. Nach dem Rücktritt von Oskar, welcher auch hier auf DL einmal größten Respekt genoss, sind die Uhren aber weiter gelaufen. Wer denn nun glaubt durch ein zurückstellen der gleichen in ruhige Fahrwasser gelangen zu können, irrt gewaltig. Das entscheidende ist immer die Änderung der Fahrtrichtung. Lafontaine hatte am Wochenende überraschend die Stimme verloren ? Wollte er es sich vielleicht nur nicht restlos mit den Realos  verderben. Läge es nicht näher auch dort bei den Wahlen im trüben fischen zu wollen?

Wie heißt es weiter im Freitag und wir zitieren erneut:

„Über die Bedeutung, die Lafontaine für die früheren Wahlerfolge der Linken hatte, wird man nicht so leicht hinwegsehen können. Doch auch das beste Zugpferd läuft nur so gut, wie es der Acker zulässt.

Nach der Bundestagswahl 2009 hat sich die Linke bei fünf von acht Landtagswahlen prozentual nicht verbessert, bei keiner erreichte sie ihre zuvor gesteckten Ziele. Zwar wird der Linken nach wie vor die Kompetenz zugeschrieben, für soziale Gerechtigkeit zu stehen. Zugleich trauen aber nur wenige der Partei zu, die Probleme zu lösen, die sie „wenigstens beim Namen nennt“.“

Im Ergebnis wurden den anderen Parteien alleine durch das Vorhandensein der LINKEN Grenzen aufgezeigt. Reicht dieses aber aus wenn als Ziel der Wille zu einer Veränderung der Gesellschaft ausgerufen wurde. Schon alleine durch das plötzliche Auftauchen einer neuen Partei, den Piraten in Berlin wurde aufgezeigt wie schnell der Zug mit den Bürgern an den LINKEN vorbei gebraust ist.

Das ein, bei den nächsten Bundestagswahlen dann um die 70 jähriger Opa in der Lage sein soll, einen rasenden Zug aufzuhalten mag es in grauer Vorzeit gegeben haben als die Räder an den Karren noch aus Steinen bestanden. Aber heute, wo die Alten in der Gesellschaft ehe schon abgeschrieben sind? Die Piraten und die Grünen haben junge von allen Ideologien freie Personen an ihren Parteispitzen. Warum erinnert sich keiner an den Spruch mehr welcher lautet: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.

Quelle: Der Freitag >>>>> weiterlesen

IE

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Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Oktober 2011

…Herr Küppersbusch?

Klaus Wowereit zündet Wahlurnen an und in Holland werden ölige Maggie-Würfel als Haschisch verkauft.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Schnee. Auf dem Brocken im Harz.

Was wird besser in dieser?

Die können einer Maus am Arsch ein Menschenohr wachsen lassen. Wann können die machen, dass ich einfach vier Monate Winterschlaf halte?

In Berlin wird es keine rot-grüne Koalition geben. Schuld sind 3,2 Kilometer Autobahn. Wort halten statt Mitregieren – ist das nicht eine seltsame Entscheidung der Grünen?

Seltsam: ja; Entscheidung: Nein, denn die kam von Wowereit. In Hamburg genehmigte eine grüne Senatorin das im Wahlkampf – “Keine Kohle für Ole” – befehdete “Klimamonster Kohlekraftwerk Moorburg”. In Stuttgart windet sich eine grüne Landesregierung dem verhassten Bahnhofsbau entgegen. Nun ist die Krötenwanderung auf den Frühstücksteller der Grünen schiefgegangen, auf die lange Sicht: doppeltes Glück. Erstens lädt man sich das Credibility-Konto ein bisschen auf, zweitens stärkt das die schwarz-grüne Sekte. Wo immer die CDU sich ein irrsinniges Gesternprojekt abringen ließe, könnten die Grünen nun wohlbegründet koalieren

Stattdessen wechselt Bürgermeister Klaus Wowereit jetzt von einem dunkelroten zu einem tiefschwarzen Koalitionspartner. Kann man seinen Mercedes bald wieder sicher nachts in Kreuzberg abstellen?

Ich freu mich auf das nächste SPD-Plakat “Wer hat denn die Autobahn gebaut?!”. Und rechne nach: In Berlin haben vier sich mehr oder weniger irrtümlich für “links” haltende Parteien zusammen gut 65 Prozent bekommen – The mehrheit formerly known as absolute. Ein Ahn Wowereits im Amte – Willy Brandt – nannte dies mal “die Mehrheit diesseits der Mitte”. Wer regiert ? Die CDU. Wie viel Prozent müssen Linke, Sozialdemokraten, Öko- und Sozialliberale eigentlich bekommen, damit am Ende nicht eh wieder die CDU regiert ? Wowereit zündet Wahlurnen an, das schont die Daimler.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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BUNDESTROJANER

Erstellt von UP. am 10. Oktober 2011

Nachdem der Chaos Computer Club in der erzrechtskonservativen Zeitung „Frankfurter Allgemeine“ hochverrat durch offenlegung der funktionsweise des bundestrojaners verübt hat, ergehen sich die systemtreuen parteien in heuchlerischer empörung. Ach wie schlimm es sei, wenn die organe der staatssicherheit in den angeblichen privatbereich eines compюternutzers eindringen könne oder wenn das demokratisch legitimierte innen_innenministerium nun auch beweise auf die festplatten klassenschädigender elemente nachkopieren könne, bei denen konservativ verknöcherte richter noch auf freispruch aus mangel an beweisen erkennen würden! Aber erstens ist das private stets politisch und muss deswegen im politischen rahmen durch die demokratische regierung durchsucht und thematisiert werden können und zweitens muss das volk ein gegenmittel gegen konservative richter und ihren beweisfetischismus haben, die immer noch nicht die npd verboten haben.

Aber auch wir sind erschrocken über ein bislang unbeachtetes detail des bundestrojaners. Ein blogger mutmasst, dass die trojanersoftware offensichtlich lediglich hinzugekauft worden ist und nicht den treusorgenden händen der beamt_innen aus der mitte des volkes entstammt. Ein monster, der markt, als lieferant für so ein wichtiges und zukunftsweisendes ermittelungs- und verurteilungsinstrument der organe der staatssicherheit! Aber es kommt noch schlimmer: Die programmierung erfolgte in einem fernöstlichen sweatshop zu dumpinglöhnen. Die uns auffällige vermeidung von variablennamen mit „r“ im code des tlojanels sind da ein deutlicher hinweis.
Wir fordern deswegen, dass alle aufklärungssoftware gegen antidemokratische computerbenutzung künftig nur noch aus anerkannt sozialen ländern importiert werden darf, etwa dem iran, syrien, kuba oder nordkorea, nicht länger aber aus der volksrepublik china.

Quelle: bluthilde.de
 
 
Dazu HEISE.DE auf TELEPOLIS

CCC entlarvt Bundestrojaner und Sicherheitspolitik

Trotz des Urteils des Verfassungsgerichts ist der Bundestrojaner genau das Monstrum des Überwachungsstaates geworden, wie Kritiker dies prophezeit haben

 
UPDATE vom heutigen Tage
 

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Das Berliner Anti Treffen

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Oktober 2011

Rund 500 linke Antis und versammelten sich am Samstag in Berlin zu einer so genannten Programmkonferenz. Der als Redner angekündigte Oskar Lafontaine blieb dieser Versammlung allerdings fern, da er die Sprache verloren hatte. Als Vertreter schickte er seinen Stiefelputzer Prof. Bierbaum auf die Reise. Da in der  politischen Welt mittlerweile so ziemlich alles möglich ist, wundern wir uns auch nicht über seine dort getätigten Aussagen: „Um es klar zu sagen, wir sind für die Verstaatlichung der Großbanken, aber wir wollen das auch mit einer anderen Politik verbinden.“ Es müsse darüber hinaus eine Vergesellschaftung großer Industrien geben. Ob denn zu dieser Großindustrie auch der Konzern Bertelsmann gehört erwähnte er leider nicht.

Foto: Wikipedia /Linke Wählersuche

So blieb es letztendlich Sahra Wagenknecht alleine überlassen die dort Anwesenden so richtig einzuheizen. Als Maxime solle der Kapitalismus überwunden und alle anderen Parteien bekämpft werden, da sie alle für Sozialabbau, Deregulierung und Krieg stehen. Man brauche deshalb  rote Haltelinien für Regierungsbeteiligungen.

Wie, oder wann diese benannten Ziele erreicht werden sollten oder wie man mit solchen Aussagen Wähler erreichen will? Darauf erhielten die Anwesenden keine Erklärung. So wurde auch Dietmar Bartsch kurz gesehen, welcher sich dann wohl aufgrund der Themen schnell wieder von dannen machte.

Insgesamt befindet sich die Linke „offensichtlich im Tief“, wie auch Wagenknecht zugibt. Das liege nicht an den falschen Antworten auf die Krise, sondern sei in erster Linie ein hausgemachtes Problem. Ständig würden führende Genossen aus den eigenen Reihen beschädigt, schlecht gemacht und demontiert, ständig lasse sich die Partei von außen Themen aufdrängen – Stichworte: Mauerbau oder Glückwünsche an Fidel Castro.

Und damit es auch der letzte der rund 500 Anhänger im Saal versteht, polemisiert Wagenknecht gegen ein „Konzept der PDS“ als „Partei der Stöckchenspringer“. Das wäre „sicher kein zukunftsweisender Kompass“, sagt sie. So wird der ganze ostdeutsche Reformerflügel abgewatscht, ohne dass Wagenknecht auch nur einen der von ihr Beschuldigten namentlich erwähnt.

Während sich in den Diskussionen im Plenum auf den Programmparteitag in Erfurt vorbereitet wurde, hörte man in Flurgesprächen wenig Optimismus über die Lage der Partei in den Städten und Basisgruppen.

Ob aber Wagenknecht im November antritt, um die Bundestagsfraktion gemeinsam mit Gregor Gysi zu führen, sagt sie nicht. Dabei hatte Gysi vor einer paar Tagen zum Flügelstreit gesagt: „Dass aus Strömungen Kaderkommissionen geworden sind, das geht völlig daneben.“ Er könne und wolle, zumindest was relevante Teile der Partei betreffe, „auf keinen verzichten“. Damit reagierte er auf  frustrierte Reformer, die mit dem Gedanken spielen, die Partei zu verlassen. Wagenknecht sagt zum gleichen Thema, die Partei dürfe ihren Gegnern nicht den Gefallen tun, sich „zu zerlegen, die Köpfe einzuschlagen und kaputtzugehen“.

Der Kampf um die Macht in der Linkspartei ist also sehr  ernst zu nehmen.

Auf diesem Kongress wurde eigentlich alles angeboten, was sich Vertreter des fundamentalistischen Flügels der Linken wünschen können: Literatur zur “VR China” (”Aus dem Mittelalter zum Sozialismus”), einen Bildband aus DDR-Zeiten, die marxistische Zeitung “Junge Welt” verteilte kostenlose Leseexemplare, Cuba Si, die Kuba-Arbeitsgemeinschaft der Genossen, schenkt Getränke aus und auch die deutsche Ausgabe von “Granma”, einem Presseorgan des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, wird verkauft: “Reflexionen des Genossen Fidel - eine brillante und mutige Erklärung”, heißt es auf Seite eins, dazu ein Foto von Castro. Insgesamt natürlich alles Dinge welche den Antis im Straßenwahlkampf von der Deutschen Bevölkerung aus den Händen gerissen würde.

Aber was ist das für ein Armutszeugnis, sollte Oskar erneut als Kandidat antreten, ein regelrechter Offenbarungseid. Die Linke würde zur zwei Personen Partei von Gysis und Lafontaines Gnaden. Sie weiß sich in ihrer Not - und die ist angesichts der jüngsten Umfrage- und Wahl-Ergebnisse sowie des Streits um das Führungsduo Lötzsch/Ernst recht groß - nicht anders zu helfen, als auf das, mit Verlaub, alte Schlachtross zu setzen. Damit könnte die Partei sogar wieder Erfolg haben, es kann beim Wähler verfangen, kurzfristig.

Was die Linke viel dringender bräuchte, wäre eine junge Garde. Spitzenkräfte, die der Partei ein neues Profil geben, die klären, was diese Partei überhaupt will, außer Opposition à la Oskar Lafontaine. Sie muss für sich klären, wie sie es mit der Regierungsverantwortung im Bund hält. Wie sie es auch mit den Alt-Kadern in ihrer Partei hält und damit ist nicht Oskar Lafontaine gemeint. Sie muss klären, wie bündnistreu sie sind. Für welchen Weg steht die Linke? All das sind spannende und für die Zukunft der Linken wichtige Fragen welche Oskar Lafontaine nicht beantworten kann. Als Ergebnis sehen wir aber: Die Linke setzt konsequent und kontinuierlich auf die Vergangenheit. Darin bleibt sie sich absolut treu.

IE

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“C”SU-Parteitag

Erstellt von UP. am 9. Oktober 2011

Mitteldeutsche Zeitung: Christsoziale CSU-Europapolitiker Langen: Gauweilers Rede war ein populistischer Eiertanz

Halle (ots-Mitteldeutsche Zeitung) - Der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen hat die europakritische Rede des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg scharf kritisiert.

“Seine Rede war ein populistischer Eiertanz und Ablenkung von seiner gescheiterten Verfassungsgerichtsklage gegen den Lissabon-Vertrag”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe). “Die CSU wird nicht auf Gauweiler-Kurs gehen.” Es werde ihr gelingen, ihn einzubinden. Der langjährige Chefredakteur des CSU-Organs “Bayernkurier” und Vertraute des früheren CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß, Wilfried Scharnagl, lobte Gauweiler hingegen ausdrücklich. “Seine Rede war toll und von der gewohnt hohen Qualität”, erklärte er der “Mitteldeutschen Zeitung”. “Selbstverständlich wird Gauweiler heute zum stellvertretenden CSU-Vorsitzenden gewählt. Denn er vertritt Positionen, die bei unseren Mitgliedern und Wählern Mehrheitspositionen sind.”

Die Wahl der stellvertretenden CSU-Vorsitzenden hat mittlerweile stattgefunden: Gauweiler hat leider verloren - Scharnagl irrte.

Und seine Rede war natürlich alles andere als ein Eiertanz - hier irrte Scharnagl nicht. Allerdings muss man Griechenland nicht unbedingt rauswerfen.

Daraus kann man folgern, dass die Parteibasis ist unberechenbar ist. Das äussert sich auch am Festhalten an den “von und zu Ober-Guggler”. In der Parteibasis findet sich eine bajuwarische Mehrheit. Die Süddeutsche widmet dieser Sache einen kleinen Artikel. Aber diese Basis will möglicherweise auch den Märchenkönig wieder.

Man kann sich nur noch an den Kopf langen!

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EHEC - Der Sommerkrimi

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Oktober 2011

Mit Beginn des Sommers hielt uns Wochenlang ein Bakterium Namens EHEC in Atem und zeigte die Schwerfälligkeit des Behördenapparats auf. Eine, so finden wir sehr gut aufgearbeitete Rekonstruktion dieser Lebensmittelkatastrophe verfolgt die Spuren der Sprossen. Innerhalb dieses sehr ausführlichen Berichtes heißt es unter anderen und wir zitieren hier:

„Jetzt ist es 22.45 Uhr, Reinhard Burger ist zu Hause, er schaltet die “Tagesthemen” ein. Er sieht: Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann, CDU. Der sagt auf einer Pressekonferenz, dass er eine “sehr deutliche Spur für die Infektionsquelle” habe. Ein Hof aus der Gemeinde Bienenbüttel nahe Lüneburg habe alle bislang bekannten größeren Ausbruchsorte des Erregers mit Sprossen beliefert. Der Minister warnt deshalb davor, Sprossen zu essen. Die Journalisten sprechen von einem Durchbruch.

Burger ist baff.

“Ich habe das aus den Nachrichten erfahren”, sagt der Chef von Deutschlands wichtigster Behörde für die Bekämpfung von Krankheiten.

Das Agrarministerium in Niedersachsen teilt allerdings mit: Das RKI sei schon Sonntagmittag per Mail informiert worden.

Die Information, sagt dazu wiederum das Robert-Koch-Institut, sei in einem Postfach gelandet, das am Wochenende nicht “bewirtschaftet” werde.

In Deutschland sind mehr als 400 örtliche Gesundheitsämter, dazu Landesstellen, Ministerien und Bundesbehörden dafür zuständig, Krankheiten zu bekämpfen. Doch eine einheitliche Führung gibt es erst ab dem 3. Juni, seitdem die “Task Force Ehec” mit Beamten aus den wichtigsten Behörden im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit arbeitet.

Am 3. Juni ist der Höhepunkt der Epidemie seit fast zwei Wochen überschritten.

Burger bezweifelt, dass der niedersächsische Minister an jenem Sonntag genug in der Hand hatte. Labortests hatten den Keim noch nicht eindeutig auf den Sprossen nachgewiesen.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Medienprojekt Wuppertal

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Oktober 2011

Gestern wurden wir über einen Mailverteiler auf die unten stehende Pressemitteilung aufmerksam gemacht. Da dort eine gewisse Dringlichkeit ersichtlich schien fühlen wir uns in der Verantwortung den Wünschen des Verteilers nachzukommen. Es muss ein gemeinsames Ziel sein jeglichen Extremismus zu widersprechen.

In diesem Sinne gehört der braune Sumpf ausgetrocknet und wir fordern die Staatsanwaltschaft und zuständigen Behörden auf, ihren demokratischen Pflichten endlich nachzukommen.

Nach Reizgasangriff durch Neonazis im Wuppertaler CinemaxX: Das Medienprojekt Wuppertal drängt auf Klärung der Geschehnisse nach vorläufiger Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft.

Presseerklärung 07.10.2011

Wie bundesweit durch Zeitung und Fernsehen berichtet, wurden am 30.11.2010 im Wuppertaler CinemaxX Kinobesucher von ca. 20 Neonazis gewalttätig angegriffen. Dort fand die Uraufführung des Filmes »Das braune Chamäleon« statt, eine Dokumentation des »Medienprojekt Wuppertal« über verschiedene Erscheinungsformen von Rechtsextremismus. Die vermummten Neonazis versprühten dabei Pfefferspray im Foyer, verwüsteten eine Baustelle in der unmittelbaren Nähe und warfen Steine und Absperrungsteile auf das Kino. Dabei wurden u.a. zwei Securitymitarbeiter verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm 13 Neonazis in Gewahrsam und beschlagnahmte dabei Reizgas, Quarzhandschuhe und diverse Schlagwaffen. Gegen die Personen wurde wegen Landfriedensbruch ermittelt.

Nach acht Monaten übergab die Polizei die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Wuppertal, die das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung einstellte, da es sich um »ein Tumultgeschehen« handle, »welches nicht näher aufklärbar« sei. Das verwundert sehr, da sich zum Tatzeitpunkt über 50 Kinobesucher im Foyer befanden und die Vorfälle beobachteten. Von diesen Besuchern wurde keiner vernommen. Vieles deutet darauf hin, dass Polizei und Staatsanwaltschaft nicht alle rechtsstaatlichen Möglichkeiten genutzt haben, um die zahlreichen Straftaten, die unter den Augen von dutzenden Zeugen geschehen sind, hinreichend zu ermitteln.

In Wuppertal wächst zur Zeit eine organisierte rechtsextreme Szene. Mittlerweile kommt es regelmäßig zu Delikten durch diesen Personenkreis und Wuppertal-Vohwinkel ist mittlerweile eine Hochburg der militanten Rechten in NRW. Der o.g. Vorfall fand Erwähnung im Verfassungsschutzbericht des Landes, und es gibt ein erhebliches öffentliche Interesse an einer Aufklärung. Das politische Signal, das von der Einstellung des Verfahrens ausgeht, ist verheerend. Für die Neonazis hingegen ist es eine Bestätigung, dass solche kriminellen Aktionen in aller Öffentlichkeit juristisch folgenlos bleiben und jederzeit in ähnlicher Form wiederholt werden können.

Das Medienprojekt Wuppertal strebt an, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden, so dass es zu einer Aufklärung der Vorfälle kommt.

Besuchen Sie auf unserer Internetseite:

info@medienprojekt-wuppertal.de

2011 Medienprojekt Wuppertal

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Die verlorene Republik ?

Erstellt von Dieter Carstensen am 9. Oktober 2011

Gestern hatten wir bei uns im Ort mal wieder eines unser halbjährlichen Treffen mit einer bunten Mischung von Menschen aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten, von der Hartz IV Empfängerin Petra*, 44 Jahre, alleinerziehend, über Hubert*, 35 Jahre, Sonderschullehrer, hin zu Jörg*, 62 Jahre, erfolgreicher Bauunternehmer. Mit allen Menschen die gestern dabei waren, verbindet mich seit Jahren eine tiefe Freundschaft oder zumindest enge Bekanntschaft. Wir treffen uns immer zu den unterschiedlichsten Themen, gestern ging es um das Thema “Zustand der BRD”. Natürlich haben wir abends auch noch Party gemacht, aber zunächst haben wir einen ernsthaften Gedankenaustausch gehabt. Wir waren insgesamt 74 Personen aus ganz NRW.

Bekannter weise habe ich keinerlei Berührungsängste gegenüber Menschen mit völlig unterschiedlichen politischen Ansichten. Solange sie demokratisch sind, kein Problem für mich. Ich schreibe meine Meinung manchmal hier manchmal dort, je nach Thema, in Leserbriefen oder Artikeln.

Mein Taufpatenonkel, der leider viel zu früh gestorben ist, war viele Jahre CDU-Landtagsabgeordneter, ich war früher Vorsitzender der Jungsozialisten hier in unserem Kuhkaff, aber trotz so unterschiedlicher Ansichten:

Wir konnten miteinander reden, es blieb immer sachlich, wurde nie persönlich einander verletzend. So sollte es nach meinem Demokratieverständnis sein. Mein Taufpatenonkel war auf dem Gymnasium mein Geschichtslehrer und als ich in der zwölften und dreizehnten Klasse war, ging es ja in den Klassenarbeiten weniger um Jahreszahlen, denn um Zusammenhänge.

Obwohl ich sehr linke Ansichten hatte, bekam ich immer ein “sehr gut” für meine Arbeiten, trotz völlig anderer Ansichten meines Patenonkels, da es um die Sache ging und die kann, so sehe ich das heute, eben sehr unterschiedlich betrachtet werden.

Ein Grundmerkmal der Demokratie ist für mich, auch andere Meinungen aushalten zu können.

Leute wie dieser, ich zitiere, sehen es anders:

»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.« US-Multimilliardär und Finanz-Warlord Warren E. Buffet, 2005

Und genau darum drehte sich die Diskussion gestern auf unserem Treffen.

Petra* ist eher den Linken zugeneigt, Hubert* den Grünen und Jörg* der CDU. Als Sozialarbeiter und Einladender zu unserem Treffen habe ich die Diskussion strukturiert und geleitet, ich bin eh in keiner Partei und wenn mich jemand fragen würde, was ich bei der nächsten Wahl wähle, könnte ich heute ehrlich gesagt darauf keine Antwort geben. Der Abend gestern war sehr spannend, weil für mich die Diskussion mit so unterschiedlichen Menschen, die ich aber persönlich, trotz aller Unterschiedlichkeiten alle sehr mag, mir wirklich was gegeben hat und darüber berichte ich hier.

Es ging hoch her, in unserer Diskussion:

Petra* wollte, wie sie wörtlich sagte, “die ganzen Hartz IV Verbrecherregierungen in den Knast” schicken.

Jörg* wollte, ich habe gestaunt, obwohl er Unternehmer ist, Mindestlöhne für alle, weil dadurch auch für Unternehmer mehr Chancengleichheit im Wettbewerb käme. Hat mir eingeleuchtet, denke ich ja seit Jahren so, aber das von einem CDU Unternehmer “live” zu hören …

Unser Hubert* forderte dann ein generelles Tempolimit von 80 km/h für alle Straßen in der BRD.

Markus*, 49 Jahre, Elektriker, ein treuer Anhänger der Linken, meinte daraufhin “wir müssen alles verstaatlichen, dann werden Raserautos auch nicht mehr gebaut und die Banken nehmen uns nicht mehr aus.”

Daraufhin lief Jörg* puterrot im Gesicht an und wurde stocksauer, meinte, er würde sich seinen kleinen mittelständischen Betrieb mit seinen 45 Beschäftigten von niemandem abnehmen lassen, wörtlich sagte er, “nur über meine Leiche”, und außerdem würde er mit seinem Benz auf der Autobahn gerne schnell fahren, um seine Geschäftstermine einzuhalten.

Daraufhin wurde Petra* wütend und meinte, sie als Hartz IV Bezieherin könne sich noch nicht mal ein Auto leisten, gerade mal ein Fahrrad und was das alles, wörtlich zitiert, für eine “Schwachsinnsdiskussion” sei.

Es kam aber noch besser!

Karla*, 36 Jahre, Verkäuferin, griff dann auch in die Diskussion ein:

Zitat:” Ey Leute, was soll der Scheiß hier? Ich kriege 7,50 Euro brutto die Stunde bei mir im Supermarkt und gehe voll arbeiten. Mich kotzt diese Regierung an, es reicht kaum zum Leben, was ich netto raus krieg. Die da oben sind alle Verbrecher!”

So ging es munter hin und her, bis sich Friedrich*, ein 75 jähriger Rentner, gelernter Dreher, seit eh und je in der IG Metall, zu Wort meldete:

“So Kinners”, sagte er und ich habe mir jedes Wort mitgeschrieben, “jetzt erklär ich Euch mal, was hier abgeht: Mein Leben lang hab ich hart malocht, 4 Kinder groß gebracht, habe 7 Enkel und oft mussten wir jeden Pfennig rumdrehen, meine Frau und ich, soviel Penunse hab ich früher nich verdient. Mich widert es an! Erst wurden wir verschrödert, nun werden wir vermerkelt. Merkt hier überhaupt noch einer was los ist?

Ist die Republik verloren? Hier bekommt doch niemand mehr den Arsch hoch um für seine Rechte einzustehen! Wir sind 1957 für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auf die Straße gegangen, 16 Wochen waren die Kollegen im Ausstand und ich war dabei.

Und Ihr lasst Euch von den Typen in Schlips und Zwirn, die sich heute Banker und Politiker nennen, so ausnehmen? Seid Ihr alle verblödet? Setzt Euren Arsch in Bewegung und tut was. Ich bin zu alt, aber Ihr könnt noch was ändern.”

Danach war erst Ruhe im Raum und dann tosender Beifall, auch von unserem Jörg, was mich verblüfft, aber auch gefreut hat.

Und damit endet mein Bericht, ist ja auch nur eine Momentaufnahme aus meinem Leben, dann ging es auf Party.

Mir ging die ganze Zeit während unserer Diskussion ein Witz durch den Kopf, den ich mal vor Jahren in der Oberbergischen Volkszeitung gelesen hatte und den ich dann als Schlusswort vor der Party zitiert habe:

“Prüfungsfrage an einen Studenten: “Was halten sie von der Zivilisation in den modernen Industriegesellschaften?” - Antwort: “Sie sollten endlich mal damit anfangen.”

*Alle Namen und Daten zum Schutz der Beteiligten geändert, der Verfasser*

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Amerikaner sind das Volk

Erstellt von UP. am 8. Oktober 2011

Wie meint der kleine Ernst?

Er prophezeite in Deutschland ähnliche Anti-Banken-Proteste wie momentan in den USA: “Es wird bald auch in Deutschland Anti-Banken-Proteste nach amerikanischem Vorbild geben. Die Menschen haben es satt, dass für marode Banken Milliarden da sind und für sie nichts.” Seine Partei, so Ernst, werde “…schon bald zu einem ersten Aktionstag im Frankfurter Bankenviertel aufrufen“.

Und Heiner, der Geissler, auch ATTAC-Mitglied, sagte JA auf die Frage, ob er sich an solchen Versammlungen beteiligen würde.

Nun “fehlt noch Gabriel”, der Erz-”S”PD-ler, der in die gleiche Richtung marschiert. Oder der Gauweiler, der auf dem “C”SU-Parteitag eine gute Rede geschwungen hat.

Alle vier haben etwas gemeinsam, was sie unglaubwürdig macht - sogar den Geissler: Sie sind Politiker.
Die sich bisher dazu geäussert haben - Ernst und Geissler - haben nicht begriffen, was da abgeht in USA. Es ist vergleichbar mit dem Ruf des Volkes, dass sie es sind; nämlich das Volk! und nicht die Politiker, denen die Lüge leicht über die Lippen geht. Wir sind das Volk! So intonierten Tausende DDR-Bürger, denen vom Ehrenwortler, diesem Blender, populistisch blühende Landschaften versprochen wurden. Where have they gone, these flowerful landscapes?

Die heutigen Politiker haben - besonders die der Parteien mit dem “C” im Namen, und die auf die Bibel schwören - haben wenig nur noch für das “Volk” übrig. Läppische 480 euron. soll eine Familie mit vier Köpfen p.a. sparen können. Das sind gerade mal 10 eurosse pro Kopf im Monat…; lächerlich!

Und auch die Syndikate, die Gewerkschaften, die HARTZ IV, heute LEYEN I, nicht nur geduldet, sondern mitgestalteten, haben nicht die Lizenz, zu derartigen Aktionen aufzurufen.

Dazu ist ATTAC berufen, die sich aus der Forderung einer Transaktionssteuer zur Verwendung sozialer Zwecke gegründet hat und auch Campact und Avaaz, VdK und Arbeitslosen-Organisationen.
Nicht aber das Politikerpack, welches schon wieder versucht, auf den fahrenden Zug opportunistisch aufzuspringen.
Was wir brauchen, ist ein zweites 1968 - allerdings ein gewaltfreies! Gewaltfrei muss die heutige Politik mit ihrer Duldung der ‘Heuschrecken’ in die Knie gezwungen werden. Und das erreicht man nicht mit dem verbalerotischen Geschwätz des “Genossen” Ernst, dem eigene Pfründe wichtiger sind und dessen Altersversorgung gesichert ist, Banken zu verstaatlichen.

UP.
1968-er; attaci; Mitglied bei Campact und tätig im AVAAZ-Netzwerk

Nachfolgend ein Bericht von avvaz:
 
 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

Tausende Amerikaner besetzen die Wall Street — und schließen sich damit einer weltweiten Bewegung an, die von Madrid bis Jerusalem wahre Demokratie ohne korrupte Interessen fordert. Wenn Millionen von uns sich anschließen, geben wir ihnen Rückhalt und zeigen Medien und Politikern, dass dies keine Randgruppe ist. Klicken Sie unten, um zu unterzeichnen — jede Unterschrift wird auf einem riesigen Live-Zähler im Herzen der Wall-Street-Besetzung gezählt:

Tausende Amerikaner besetzen gewaltfrei die Wall Street — das Zentrum globaler Finanzmacht und Korruption. Die Besetzer sind der neueste Lichtblick einer Bewegung für soziale Gerechtigkeit, die sich wie ein Lauffeuer von Madrid nach Jerusalem und in mehr als 146 weitere Städte ausbreitet. Aber sie brauchen unsere Hilfe, um zu gewinnen.

Einfache Familien bezahlen die Rechnung für eine Finanzkrise, die von korrupten Eliten verursacht wurde. Die Demonstranten fordern nun echte Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Transparenz. Aber die Behörden üben Druck auf sie aus, und gewisse Medien tun sie als Randgruppen ab. Wenn Millionen von uns sie weltweit unterstützen, können wir ihre Entschlossenheit kräftigen und den Medien und Politikern zeigen, dass die Proteste Teil einer riesigen Bewegung sind, die eine breite Basis in der Gesellschaft genießt.

Dieses Jahr könnte das 1968 unseres Jahrhunderts werden. Aber um Erfolg zu haben, muss die Bewegung alle Bürger und alle sozialen Schichten mit einschließen. Klicken Sie hier, um sich der Forderung nach echter Demokratie anzuschließen — wir werden einen riesengroßen Live-Zähler für alle Unterzeichner im Herzen der Besetzung in New York errichten, und live auf die Petitionsseite webcasten:

http://www.avaaz.org/de/the_world_vs_wall_st/?vl

Die weltweite Protestwelle ist das neueste Kapitel in der Geschichte der globalen Bürgerbewegungen in diesem Jahr. In Ägypten nahmen die Bürger den Tahrir-Platz ein und stürzten ihren Diktator. In Indien brachte der Hungerstreik eines Mannes Millionen von Menschen auf die Straße und die Regierung zum Einknicken — und zu wichtigem Handeln gegen Korruption. Seit Monaten protestieren Griechen gegen drastische Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor. In Spanien haben sich tausende “Indignados” einem Demonstrationsverbot vor den Wahlen widersetzt und ein Protestcamp auf dem Sol-Platz errichtet, um sich gegen politische Korruption und die Art, wie die Regierung mit der Finanzkrise umgeht, auszusprechen. Und in Israel haben die Bürger diesen Sommer “Zeltstädte” gebaut, um gegen ansteigende Wohnungspreise und für soziale Gerechtigkeit zu protestieren.

Diese nationalen Bewegungen verbindet eine weltweite Entschlossenheit, der gemeinsamen Sache zwischen korrupten Eliten und Politikern – die in vielen Ländern zu schädlichen Finanzkrisen beigetragen haben und nun wollen, dass einfache Familien dafür zahlen — ein Ende zu setzen. Die resultierende Massenbewegung kann nicht nur sicherstellen, dass die Hauptlast der Rezession nicht auf den Schultern der Verletzlichsten lastet, sondern auch helfen, die Balance zwischen Demokratie und Korruption wiederherzustellen. Klicken Sie hier, um der Bewegung den Rücken zu stärken:

http://www.avaaz.org/de/the_world_vs_wall_st/?vl

In jedem Aufstand, von Kairo bis New York, ist der Ruf nach verantwortungsbewussten Regierungen, die ihren Völkern dienen, laut und deutlich zu hören — und unser weltweites Netzwerk hat die Menschen dort stets unterstützt. Es ist an der Zeit, der Liebesaffaire zwischen Politiken und korrupten Hintermännern ein Ende zu setzen, und stattdessen wahre Demokratien von und für die Menschen aufzubauen.

Voller Hoffnung,

Emma, Maria Paz, Alice, Ricken, Morgan, Brianna, Shibayan und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Anti-Regierungsproteste in Spanien: Die “Indignados” geben nicht auf (N-TV)
http://www.n-tv.de/politik/Indignados-geben-nicht-auf-article3615376.html

Israelis protestieren gegen steigende Preise (Die Welt)
http://www.welt.de/politik/ausland/article13508911/Wir-gehen-erst-wenn-es-bezahlbaren-Wohnraum-gibt.html

Griechenland: Hunderttausende protestieren gegen Lohnkürzungen (Focus)
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-hunderttausende-protestieren-gegen-lohnkuerzungen_aid_634413.html

Wall-Street-Besetzer harren aus (NZZ online)
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/wall-street-besetzer_harren_aus_1.12844187.html/

Occupy Wall St - online Ressourcen für die Besetzung (auf englisch)
http://occupywallst.org/

Occupy Wall St primer (Washington Post, auf englisch)
http://www.washingtonpost.com/blogs/ezra-klein/post/occupy-wall-street-a-primer

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Türkei stoppt Hosenverbot

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2011

Es ist geschafft ! Wie in vielen Tageszeitungen heute berichtet wird hat das türkische Parlament die interne Kleiderordnung aufgehoben, wonach die weiblichen Abgeordneten keine Hosen tragen durften. Zugestimmt hat auch der türkische Verfassungsschutz und so ist im Rückschluss zu sehen, dass die Frauen im türkischen Parlament schon bald die Hosen anhaben dürften.

Medienberichten zufolge regte das tragen von Röcken bislang die männlichen Abgeordneten zu erotischen Erregungen im Parlament an. So soll es Männer gegeben haben welche auf den Treppen des hohen Hauses gerne einen Blick unter die wehenden Röcke warfen. So sagten es zumindest einige der weiblichen Volksvertreter.

Endlich verstehen wir nun auch besser warum unsere First Lady das tragen von Hosenanzügen bevorzugt. Wäre es pervers sich auch nur einmal darüber Gedanken zu machen was denn wäre wenn, und das in einem Deutschen Parlament, dem hohen Haus politischer Falschaussagen, der Heimstätte von Lobby gesteuerten Strippenziehern und Scheinakademiker? Passiert es nicht schon heute manchmal das die Besetzer dieses Hauses bei manchen der doch recht einfältigen Reden ihrer Chefin so richtig in Wallung geraten? Was würde denn erst geschehen, würde sie bei ihren Reden auch noch ihre bunten FDJ Fähnchen von früher wehen lassen? Getreu des seit Jahren abgestandenen, durch die Lande verbreiteten Witzes: “Was macht Merkel mit ihren alten Klamotten?” “Die trägt sie”!

Viele unserer Volksvertreter (ja, sie treten das Volk) lauerten an den Aufstieg zur Rednertribüne, lägen auf den Boden, um auf eine solch perfide Art auch noch die letzten politischen Geheimnisse zu lüften, wobei sie ja ansonsten vielfach übergangen werden. Vor den Stufen zu den verschiedensten Sälen und Räumen hielten die alten Höflichkeitsformeln wieder Einzug und der Spruch „Ladys First“ erstrahlte beim Aufstieg der vielen Treppenstufen im neuen Glanz.

Neue Gesetze würden nicht mehr den Lobbyisten auf den Leib geschrieben, da die weiblichen Reize mit Sicherheit ob siegen würden. Statt Kapitalismus oder Kommunismus würde endlich der Sexismus eingeführt und als ideologische Brutstätte friedenstiftender Fantasien wären die Brunftschreie aller Schröders, Seehofers oder Lafontaines Landesweit hörbar und Linsler würde endlich die Möglichkeit gegeben seine beantragten Verhüterli zu verteilen.

Der Beschluss des türkischen Parlament könnte auch als Hinweis auf eine weitere weltweite Demokratisierung  zu sehen sein. Nachdem der Papst das Deutsche Parlament in roten Schuhen beehren durfte, öffnet sich so in einem weiteren Land die Tür auch für die Deutsche Chefin. So sind wir sicher das schon in absehbarer Zeit eine behoste deutsche Landesfürstin in der Begleitung einer berockten Parlamentariergruppe unter der Leitung von Volker Beck und Guido Westerwelle die Türkei verweiblichen wird.

IE

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foodwatch-Erfolg

Erstellt von UP. am 8. Oktober 2011

Einfach unterzeichnen, wer noch nicht dabei war; damit diese gesundheits- schädliche Rinde ebenfalls verschwindet. Von Unterschriftsbekundungen auf unserem Blog möchten wir bitten abzusehen. Vielleicht wendet ihr euch - wenn/dann - damit direkt an foodwatch.
UP.

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foodwatch - die essensretter

Newsletter: Blitzreaktion - Wie Saint Albray auf Verbraucherprotest reagiert

Hallo und guten Tag, 08.10.2011
Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen.

---Impressum

Herausgeber
foodwatch e.V.
Martin Rücker
Brunnenstr. 181
10119 Berlin
Germany
E-Mail: aktuell@foodwatch.de
Telefon: 030 - 28 09 39 95

foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

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Humanität-Bitte mitmachen

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2011

Manifest:

Für ein Europa der Humanität und Solidarität

Sechs Einsprüche gegen das Grenzregime

I.

Das Mittelmeer wird zum Massengrab der namenlosen Flüchtlinge. Die Zahl der Ertrunkenen steigt. Die EU verschließt den Schutzsuchenden aus Nordafrika den Zugang, überlässt sie in unwirtlichen Wüstenlagern entlang der tunesisch-libyschen Grenze sich selbst.

Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind 1.674 Flüchtlinge im Kanal von Sizilien ertrunken. Berichte über unterlassene Hilfeleistung durch Militärverbände oder kommerzielle Schiffe mehren sich. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer verschärft sich - und Europa schaut zu. Menschen, die ihnen in Seenot helfen, werden angeklagt. Selbst eine spanische NATO-Fregatte, die im Meer vor Libyen Bootsflüchtlinge vor dem Ertrinken rettete, durfte keinen europäischen Hafen anlaufen und wurde gezwungen, die unerwünschten Passagiere in Tunesien von Bord zu bringen.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex steht für den Ausbau eines tödlichen Grenzregimes, das unsere „Welt der Freiheit und Demokratie“ vor dem Begehren der globalen Armen „schützen“ will. Dieses Grenzregime ist eine der größten direkten Menschenrechtsverletzungen, die im Namen der EU begangen wird. Der tägliche Tod an den europäischen Außengrenzen ist eine Folge davon. 60 Jahre nach dem JA zur Genfer Flüchtlingskonvention ist es höchste Zeit, die Solidarität mit den Schutzsuchenden zu erbringen, zu der sie uns verpflichtet. Das Sterben an den Außengrenzen muss aufhören.

Wir wollen ein anderes Europa. Ein Europa, das wirklich für die Ideen der Humanität und Freiheit aller Menschen steht.

II.

Staatschefs, die gestern noch Partner der EU waren, werden heute als Kriegsverbrecher und Folterer angeklagt. Als “Gendarmen Europas” und “Garanten der Stabilität” wurden sie hofiert, bezahlt und gestützt, ungeachtet ihrer längst offensichtlichen Verbrechen gegen die eigene Beölkerung. Die neuen enstehenden Strukturen sollen diese Komplizenschaft fortsetzen: Vor der diplomatischen Anerkennung des libyschen Übergangsrates in Bengasi durch die EU-Staaten stellten italienische Unterhändler sicher, dass die Rebellen das schon unter Gaddafi bewährte Abkommen zur Abwehr von Flüchtlingen erneuern. Dieses Vorgehen hat Tradition. Schon 1999 beschloss die EU, sich eine gemeinsame Asyl- und Zuwanderungspolitik zu geben. Vereinheitlicht hat sie dabei vor allem ihre Bemühungen, sich abzuschotten.

Länder weit jenseits ihrer Grenzen werden dabei zu Erfüllungsgehilfen gemacht; Entwicklungshilfe wird an die Bereitschaft gekoppelt, Flüchtlinge und (Transit-)migrantInnen zu stoppen. Die EU nimmt mit den sogeannten Drittstaatenabkommen zur gemeinamen Flüchtlingsabwehr Einfluß auf die Ausgestaltung der dortigen Innenpolitik. Durch den Aufbau einer Überwachungslogistik und den Verkauf modernster Sicherheitstechnik werden die repressiven Systeme (Polizei, Armee, Geheimdienste) dieser Staaten und deren Vertreter gestärkt. In Libyen und Tunesien zeigt sich, wie diese Hochtechnologie zur Flüchtlingsabwehr in Krisen gegen demokratische Bewegungen eingesetzt wird. Aber auch Grundrechte, wie die Ausreise und Bewegungsfreiheit werden durch erzwungene neue gesetzliche Regelungen in den “Partnerländern” eingeschränkt und Verstöße hart bestraft.

Beharrlich hält die EU an solchen Komplizenschaften fest. Das muss aufhören.

III.

Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge der Welt kommt nach Europa; die übergroße Mehrheit bleibt in den Ländern des Südens. Daher sind die Bilder aus Lampedusa, aus dem griechischen Grenzgebiet oder Malta ein künstlich geschaffener Notstand. Populistische Politiker und Teile der Medien überhöhen die zur “Bedrohung” von Sicherheit und Wohlstand dramatisierte “Massenflucht” von Flüchtlingen und MigrantInnen weiter und schüren vorhandene Rassismen. So werden Ausgrenzungen und Aufrüstung legitimiert. Doch Flucht und Migration lässt sich nicht stoppen. Nicht sie sind ein Verbrechen, sondern wirtschaftliche und politische Verhältnisse, die die Menschen zwingen, sich durch Flucht über das Meer vor Not und Gewalt zu retten, und das Fehlen von legalen Einreiseperspektiven.

Schutzsuchende dürfen nicht instrumentalisiert werden, um künstliche Bedrohungsszenarien zu schaffen. Die EU muss ihre Grenzen abrüsten und den legalen und gefahrenfreien Zugang für Flüchtlinge ermöglichen.

IV.

Die sogenannte Dublin II-Verordnung regelt die Verantwortung für die Asylverfahren unter den Mitgliedsstaaten. Dieses europäische Gesetz hat die Verantwortung für die Aufnahme von Asylsuchenden extrem ungleich verteilt - zum Nutzen der Staaten ohne EU-Außengrenze, allen voran Deutschland. Diese Ungleichbehandlung trifft zuletzt die Flüchtlinge selbst, denen das Recht genommen wird, sich als Schutzsuchende ihren Aufenthaltsort selbst zu wählen. Die Dubliner Zuständigkeitsregelungen führen zu einer doppelten Verantwortungsverlagerung. Während sich die Kernländer der EU auf bequeme Art ihrer Verantwortung für eine humane Flüchtlingspolitik entziehen, wehren die EU-Mitglieder an den Außengrenzen vermehrt Flüchtlinge brutal ab.

Die unfaire und unsoldiarische Dublin-Regelung muss aufgehoben werden. Alle EU-Staaten müssen ihren gerechten Beitrag zum Flüchtlingsschutz leisten.

V.

Flüchtlinge und MigrantInnen suchen nicht nur Schutz. Sie kämpfen um ein besseres Leben, für gleiche Rechte, für Autonomie und Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum. Die Bewegungen der Flucht und Migration innerhalb des afrikanischen Kontinents und entlang der südlichen Grenzregionen der Europäischen Union sind der Preis einer Globalisierung, die an den Ressourcen und Märkten des afrikanischen Kontinents, nicht an seinen Menschen interessiert ist. Dabei muss gerechte Entwicklung den Menschen des Südens auf der einen Seite das Recht auf Ausreise garantieren, gleichzeitig die sozialen, ökonomischen und politischen Bedingungen schaffen, dass Menschen in ihren Herkunftsländern bleiben können.

Entwicklungszusammenarbeit darf nicht zum Hilfsdienst für einen ausgelagerten Grenzschutz gemacht werden. Die Politik der EU und ihrer Mitgliedsländer muss kohärent auf eine global gerechte Entwicklung und die Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen weltweit ausgerichtet werden.

VI.

Europa beansprucht, ein “Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts” zu sein und beruft sich dazu auf seine Geschichte, auf Humanismus, Aufklärung, auf seine Revolutionen. Europäische Regierungschefs aber schämen sich nicht, Flüchtlinge als “menschlichen Tsunami” zu diffamieren. Mit Enthusiasmus verfolgen wir die zivilgesellschaftlichen Aufstände in Nordafrika und in den Ländern des Nahen Ostens, vor allem das Streben der Menschen nach Freiheit und Gerechtigkeit. Die EU aber weigert sich, mit den neu errungenen Freiheitsrechten auch die Freiheit der Mobilität anzuerkennen. Doch muss eine Welt, die sich der Demokratie verpflichtet, daran messen lassen, wie sie mit der Migration umgeht.

Aufhebung von restriktiven Visabestimmungen, Unterstützung von Schutzsuchenden und eine reale Perspektive für sie, innerhalb der EU eine neue Heimat zu finden, wären Ausdruck der in der Charta der Grundrechte und in vielen Verfassungen der Mitgliedsländer übernommenen humanitären und demokratischen Verpflichtungen. Statt diese Freiheiten bei Bedarf populistisch wieder in Frage zu stellen, ist es höchste Zeit, dass sie für die EU auch außerhalb ihrer Grenzen Gültigkeit haben.


ErstunterzeichnerInnen:

* Pro Asyl, Frankfurt am Main
* medico international, Frankfurt am Main
* Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), Hamburg
* Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
* Afrique Europe Interact
* Netzwerk MiRA - Kritische Migrationsforschung
* amnesty international, Berlin
* Brot für die Welt, Stuttgart
* borderline europe - Menschenrechte ohne Grenzen e.V., Potsdam
* Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln

_________________________________

Link zur Unterschriftsaktion:

Online-Aktion: Keine Grenzen für Menschenrechte

IE

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Das Methusalem-Problem

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Oktober 2011

Von einen aufmerksamen Leser auf die folgende Glosse hingewiesen, übernehmen wir gerne diesen Artikel, welcher für uns unter einer Creative Commons Lizenz 2.0 Non-Commercial frei Verfügbar ist. Unser Dank geht an die SOS sowie der Schreiberin Yvonne Chantré.

Die Linke und das Methusalem-Problem

Schock für die Linke. Nach neuesten Umfragen wurde die Partei bei der Beliebtheitregatta von der Jolle der Piraten abgehängt. Die roten Leichtmatrosen steuern derzeit ziel- und planlos durch die politische See. Die neuen Decksoffiziere sind nicht in der Lage, mit Karte und Kompass umzugehen, und das hoffnungsfroh begonnene Projekt eines gemeinsamen Linkskurses droht an den Klippen des Alltags zu zerschellen. Was fehlt, ist ein roter Leuchtturm im Bundestag. Gemeint ist Oskar Lafontaine. Vom Oberlimberg im Saarland soll er erneut ins Tal der Wellen herniedersteigen und das Schiff der Linken wieder auf Erfolgskurs bringen.

In der Linkspartei hält die Debatte über eine mögliche Rückkehr von Oskar Lafontaine in den Bundestag an. Der Parteischatzmeister Raju Scharma sprach sich gar für eine Mitgliederbefragung zur Rückkehr des größten Saarländers aller Zeiten in den Bundestag aus. Scharma und seine MitstreiterInnen, darunter auch die bayerische Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter und der NRW-Landtagsabgeordnete Ralf Michalowsky, sollen sich nach Angaben einer gewöhnlich undichten Stelle von der Mitgliederbefragung ein sogenanntes SED-Ergebnis erhoffen und gehen derzeit davon aus, dass Lafontaine sich der Diktatur des Proletariats beugen wird.

Nach einer neuen Studie des pseudowissenschaftlischen Instituts für europäische Parteien (PIEP) in Frankfurt/Main wird die Linke noch in 50 Jahren auf Oskar Lafontaine angewiesen sein. Professor Elmar Fiesling sprach in diesem Zusammenhang von einem chronischen Methusalem-Problem der Linken. Lafontaine selbst hält sich zu den erneuten Avancen seiner lieben Genossinnen und Genossen noch bedeckt. Die Chance zum roten Jopie (Johan Marius Nicolaas Heesters) zu werden, wird er wohl kaum ergreifen. Wer aber bringt den Linken endlich das Laufen bei?

Quelle: Saarländische Online-Zeitung

IE

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Linke Richtungsstreitereien

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Oktober 2011

Unter den Titel „Rot-grünes Comeback“ blickt Albrecht von Lucke in seinen Kommentar auf das nun langsam endende Superwahljahr 2011 zurück, indem er vor allen Dingen der CDU das schlechteste Wahljahr unter Merkel bescheinigt. Das aber auch für die SPD und die Grünen dieses Jahr in Berlin aller Wahrscheinlichkeit keinen zufrieden-stellenden Ausgang finden wird, konnten wir erst in dieser Woche lesen.

Die größten Verlierer dieses Jahres sind aber die Parteien FDP und die Linke welche, wenn sie nicht sehr gut aufpassen, unauffällig in die Versenkung verschwinden werden. Denn und das ist das schlimmste was Parteien überhaupt passieren kann, sie machen sich selber überflüssig. Das beide so in einen Atemzug genannt werden können ist wohl die eigentliche Überraschung dieses Jahres. So äußert denn der Journalist über DIE LINKE folgendes und wir zitieren:

„Warum aber, mag man sich fragen, ist bei alledem nicht vom zweiten großen Wahlsieger von 2009 die Rede, nämlich von der Linkspartei? Aus einem einfachen Grund: Weil auch Die Linke – ähnlich wie die FDP – gegenwärtig nur periphär relevant ist. Die FDP wurde von den abwandernden Wählern um ihre Regierungsrelevanz gebracht, die Linkspartei besorgt dies gerade selbst. Nach einem Jahr absurder Kommunismus-, Stalinismus und Antisemitismus-Debatten – derweil die dringend erforderliche Arbeit an einem gemeinsamen Grundsatzprogramm kaum vorankam, ist Die Linke von einer eigenen Koalitionsperspektive im Bund meilenweit entfernt. Statt dessen zieht sie sich auf eine bloße Verhinderungsstrategie zurück, wie es der Noch-Parteivorsitzende Klaus Ernst am 17. Juli gegenüber dem Deutschlandfunk unverblümt zum Ausdruck brachte: „Wir sagen, wir wollen natürlich Schwarz-Gelb ablösen. Aber wir wollen gleichzeitig selber so stark sein, dass Grün-Rot alleine nicht regieren kann.“

Faktisch haben wir es damit heute mit einem zweigeteilten Parteiensystem zu tun – bestehend aus einer koalitionsrelevanten Mitte aus drei Parteien und zwei Parteien am Rande. Das verschafft den Randparteien durchaus Spielraum, regierungsrelevant ist dieser jedoch nicht. Die Wahlentscheidung 2013 dürfte sich allein zwischen CDU, SPD und Grünen abspielen. Immer vorausgesetzt, dass Schwarz-Gelb die Ziellinie tatsächlich erreicht – und dass es nicht bereits davor heißt: „Rien ne va plus“. Denn zwei Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Auch das haben wir in den letzten Monaten gelernt.“

Noch nie zuvor hat sich der Kapitalismus selber so sehr in Frage gestellt und auch in der Geschichte der Bundesrepublik hat niemals zuvor eine amtierende Regierung so klare Auflösungserscheinungen gezeigt. Wenn denn dieses nicht von einer LINKEN Partei genutzt werden kann, liegt es weder an den Medien noch an irgendwelchen von außen in die Partei getragenen Umstände. Die Probleme sind eindeutig Intern zu suchen. Die Partei ist vor Ort nicht wahrnehmbar und wird so auch nicht vermisst. Eine Gesellschaft löst sich in ihre Einzelteile auf und die LINKE bemerkt es nicht.

So ist es ihr unter anderen nicht gelungen die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Strömungen zu beenden. Es wird aus der Führungsetage weiterhin stillschweigend hingenommen dass, wie schon in den Jahren zuvor, Strömungskritiker  hinausgeekelt oder ausgeschlossen werden, anstatt diese als wichtige Impulsgeber zu nutzen. Die Bindung zu der Bürgerschaft ging hierdurch verloren.

Anstatt die Menschen zum Widerstand gegenüber die Machenschaften einer einseitigen Regierung zu mobilisieren, streitet man über die ungeliebten Parteichefs Gesine Lötzsch und Klaus Ernst. Über den Sinn einer nicht mehr existierenden Berliner Mauer und die Frage, ob man sich erheben soll, um Mauertote zu ehren. Man zankte über Israel und die Nahostpolitik, und die Linke musste sich fragen, ob sie Antisemiten in ihren Reihen duldet. Letztendlich folgte ein allzu freundlicher Geburtstagsbrief an Fidel Castro.

Warum wird nicht einmal eine Umfrage in der Bevölkerung gestartet um so zu ergründen wieviel Prozent der Bevölkerung diese Themen für wichtig hält? Was auch immer die Linke anfasste, es verwandelt sich in ideologischen Mist. Jetzt auf dem Höhepunkt ? Der Auseinandersetzung begibt man sich auf die Suche nach Notnägel für die Positionen der Vorsitzenden. Die genannten Lafontaine wäre dann 70 und Gysi 65 Jahre alt. Was für ein Zeichen für eine Partei, die gerne behauptet, sie sei eine bunte Truppe!

Die Linke wird eben nicht als Partei, sondern höchstens als ein Sammelbecken von Strömungen und Grüppchen, die einander nicht den kleinsten Erfolg gönnen, wahrgenommen. Sie ist bei Licht betrachtet als politischer Impulsgeber völlig unbrauchbar. Deutschland, Europa und die Welt stecken in allergrößten Finanzkrisen, Menschen fürchten um den Euro, ihr Sparbuch und ihre Zukunft, die Löhne fallen ins Bodenlose, die Renten sinken und die Altersarmut steigt gewaltig an und Merkels schwarz-gelbe Regierung taumelt durchs Tagesgeschäft – und die Partei für mehr Gerechtigkeit die Linke?

Die Partei jammert und stellt enttäuscht fest, dass sie nicht gebraucht wird, die Umfragewerte sinken und die Bürger drehen ihr den Rücken zu. Warum sollten sie auch Politikern vertrauen, die ständig vordergründig davon reden, wie wichtig Inhalte sind, und letztendlich nicht einmal in der Lage sind die eigene Basis zu mobilisieren.

Da schielen viele neidisch auf die Grünen, die klein anfingen und in der rauen Wirklichkeit zur funktionierenden Partei wurden. Mit Sicherheit nicht immer zur vollsten Zufriedenheit eines jeden einzelnen. Eine Partei aber, die den scharfen Streit und unterschiedliche Lager kennt und nicht mit Ausschlüsse regiert,  Fundis und Realos aber am Ende einheitliche Beschlüsse fassen können – und sich großenteils dann daran hält.

Bei den Linken ist alles anders. Hier rasen die verschiedensten Richtungslehrer Vergangenheits besessen durch die Verirrungen und Wirrungen der Geschichte um aus selbst bezogenen Ergebnissen ihren Sinn des Lebens anderen ein zu hämmern. Dabei mag das Lesen von Geschichten zwar sehr interessant sein, reicht aber bei weitem nicht aus, einem Durchschnittsbürger den Magen zu füllen. So haben wir es mit reinem Sammelsurium an Personen zu tun das nicht einmal weiß, ob es irgendwo mit regieren soll oder nicht. Das nicht weiß, ob die SPD Partner ist oder böser Feind.

Hinter den ewigen Personalquerelen stecken ja in Wahrheit Richtungsstreitereien. Die einen versuchen, die anderen auf den eigenen Kurs zu zwingen. Eine Partei, die ein geschlossenes Bild abgibt und begreifbar funktioniert, wird die Linke so nicht werden.

Sie hat die Wahl: Endlich Partei werden oder in die eigenen Bestandteile zerfallen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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Autobahnabgabe

Erstellt von UP. am 7. Oktober 2011

Einfach Klasse! Das nennt sich “Teilhabe”. Runter mit dem asozialen Pack von der Autobahn. Freie Fahrt für Daimler, BMW & Co.
Mit der erneuten Forderung dieses chaotischen Verkehrsministers nach einer Autobahnabgabe - schade, dass er keinen Doktortitel hat - offenbart sich erneut die Ratlosigkeit des Hosenanzuges, der offensichtlich mit der Bestimmung der Richtlinien der Politik wieder einmal völlig überfordert ist.

Der deutsche Michel allerdings, dieses Tränentier, wird’s schon schlucken! Was muss denn noch alles passieren, dass das westdeutsche Volk endlich auch einmal kapiert, dass es das Volk ist!?

Pkw-Mautantrag auf Parteitag
CSU schickt Autofahrer auf die Verliererstraße

ADAC: Für Geringverdiener wäre eine Maut ein K.O.-Schlag

München (ots) - Der heute auf dem CSU-Parteitag eingereichte Antrag auf Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland ist nach Meinung des ADAC unsozial, ungerecht und verkehrspolitisch falsch. ADAC Präsident Peter Meyer: “Die CSU trägt den sozialen Anspruch im Namen und rühmt sich, die Partei der kleinen Leute zu sein. Jetzt sollen gerade Pendler und Geringverdiener zusätzlich belastet werden. Stattdessen müsste die Politik die Abgabenbelastung senken!”

Laut dem Automobilclub würden bei einer Pkw-Maut deutliche Mehrkosten auf die Autofahrer zukommen. “Bei der CSU ignorieren die Mauttreiber offensichtlich bewusst, dass die deutschen Autofahrer ohnehin seit Jahren finanziell übermäßig durch den Staat belastet werden. Eine weitere Gebühr würde für die individuelle Mobilität vieler Menschen den K.-o.-Schlag bedeuten”, so Meyer. Der ADAC hat festgestellt, dass die deutschen Autofahrer schon heute eine Abgabenlast von durchschnittlich 900 bis 1 000 Euro jährlich tragen müssen. Die unsinnige Autobahnvignette würde diese finanzielle Belastung um weitere zehn Prozent anwachsen lassen.

Der Hinweis im aktuellen CSU-Antrag, dass auch ausländische Pkw-Fahrer für die Nutzung der deutschen Autobahnen bezahlen sollen, beruht nach Angaben des ADAC auf bewusst falschen Annahmen. Wie aktuelle Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigen, decken ausländische Pkw-Fahrer schon heute über die Mineralölsteuer, die beim Tanken in Deutschland fällig wird, die von ihnen verursachten Infrastrukturkosten voll und ganz ab. ADAC Präsident Meyer: “Mit dem Thema ‘Ausländer’ will die CSU Neid schüren und die Hoheit über die Stammtische zurückerobern. Fest steht: Holländer, Franzosen oder gar Österreicher können das marode deutsche Straßennetz nicht sanieren.

[Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unseren Artikel von 15.09.2011]

In ihrem Antrag verspricht die CSU zwar Kompensationen für deutsche Autofahrer - sie verschweigt jedoch bislang, wie diese aussehen sollen. “Solche Versprechen sind nichts als heiße Luft”, sagt Meyer. “Offensichtlich wollen der in arge Bedrängnis geratene Seehofer und seine Berater bei der CSU nicht begreifen, dass es das EU-Recht gar nicht zulässt, nur ausländische Gäste zu belasten und deutsche Autofahrer von Mehrkosten freizustellen.”

Der ADAC spricht sich für eine unbedingte Beibehaltung des bisherigen Systems der Pkw-Abgaben in Deutschland aus, die aus einer fahrleistungsabhängigen Energiesteuer und aus einer fahrleistungsunabhängigen Kfz-Steuer bestehen. Damit wird eine volle Deckung der verursachten Infrastrukturkosten sowohl durch inländische als auch durch ausländische Straßennutzer sichergestellt.
Quelle: ADAC-Presseerklärung

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10 Jahre Afghanistan :

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Oktober 2011

Zeit, das Richtige zu tun

Eine Pressemitteilung der Medico International.

Europaweiter Aktionstag entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen am 07. 10. 2011

Anlässlich des zehnten Jahrestages des Kriegsbeginns in Afghanistan beteiligt sich die sozialmedizinische Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international am 7. Oktober an einem europaweiten Aktionstag entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen. Als Solidaritätsbekundung mit der afghanischen Bevölkerung wird um 11 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin ein Drachen mit der Aufschrift “10 Jahre Afghanistan: Zeit, das Richtige zu tun” aufsteigen.

medico-Geschäftsführer Thomas Gebauer erläutert: “Der Afghanistaneinsatz ist auf ganzer Linie gescheitert. Nun sind eine schonungslose Analyse und ein ernsthafter Strategiewechsel notwendig. Eine radikale Umkehr in der Afghanistan-Politik muss die Lebensbedürfnisse der einheimischen Bevölkerung in den Mittelpunkt rücken. Frieden, das ist die Lektion, die aus Afghanistan zu lernen ist, basiert nicht auf militärischer Stärke, sondern auf dem Vertrauen der Menschen und einem glaubhaften Bemühen um soziale Gerechtigkeit. Die Konzentration auf militärische Lösungen hat aber den zivilen Aufbau blockiert.”

Bereits im November 2001 warnte medico international mit dem internationalen Aufruf “Für ein sofortiges Ende des Krieges gegen Afghanistan” vor dem “Risiko eines noch größeren militärischen, moralischen und politischen Desasters”. Im Aufruf, der zahlreichen Nobelpreisträgern, Schriftstellern, Menschenrechtlern und Wissenschaftlern unterzeichnet wurde, hieß es weiter: “Künftig wird der Westen noch weniger als bisher mit seinem Besten, mit Demokratie, Rechtsstaat und Wohlstand, sondern nur noch mit seinen Schattenseiten, mit Respektlosigkeit, Willkür und Gewalt identifiziert werden.”

IE

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’s F.D.P.-Rösle’ bremst

Erstellt von UP. am 6. Oktober 2011

Newsletter 18/2011
Donnerstag, 06. Oktober 2011 - 501.890 Abonnenten
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FDP-Blockade auflösen!

Finanzminister Schäuble will eine Steuer auf Finanztransaktionen. Die Spekulation an den Börsen würde eingedämmt, Banken und Fonds an den Kosten der Finanzkrise beteiligt. Doch die FDP sperrt sich. Protestieren Sie mit unserem Appell!

Die Finanzmärkte spielen derzeit wieder einmal verrückt: Kurse stürzen ab, um kurz darauf nach oben zu schießen. Spekulanten, Investmentbanken und Hedge-Fonds verursachen die jähen Kursausschläge. Verzocken sie sich wie bei der letzten großen Finanzkrise 2008, muss die öffentliche Hand einspringen, um einen Zusammenbruch des globalen Finanzsystems zu verhindern. In der Folge sind die Schuldenberge in astronomische Höhen gewachsen, Sparpakete wurden beschlossen. Heute stehen etliche EU-Staaten am finanziellen Abgrund.

Jetzt will die EU-Kommission endlich Konsequenzen ziehen: Mit einer Steuer auf Finanztransaktionen - auch “Tobin-Steuer” genannt - sollen spekulative Geschäfte eingedämmt werden. Banken und Fonds würden zudem als Verursacher der Finanzkrise an deren Kosten beteiligt. Finanzminister Schäuble unterstützt diesen Vorschlag - doch die FDP stellt sich quer. Jetzt müssen wir FDP-Chef Philipp Rösler zeigen, dass wir Bürger/innen seine Klientelpolitik für Banken und Spekulanten nicht dulden.

Fordern Sie Rösler auf, nicht länger zu blockieren!

Die FDP will der Finanztransaktionssteuer nur zustimmen, wenn alle EU-Staaten sie einführen. Ein durchsichtiges Manöver: Denn Großbritannien blockiert das Vorhaben, weil es Nachteile für den Londoner Finanzplatz fürchtet. “Wenn der Langsamste das Tempo des Geleitzugs bestimmt, kommen wir nie voran”, hält Schäuble dem Koalitionspartner entgegen. Er schlägt vor, die Steuer notfalls nur in den Ländern der Eurozone einzuführen - ein wichtiger, erster Schritt.

Die FDP behauptet, dass Spekulanten und Banken bei einem Alleingang der Euro-Länder ihre Geschäfte zu anderen Finanzplätzen verlagern könnten. Doch der Vorschlag der EU-Kommission hat vorgesorgt: Die Finanztransaktionssteuer soll für jedes Geschäft gelten, bei dem ein Partner seinen Hauptsitz in Europa hat. Um die Steuer dann noch zu umgehen, müsste eine Bank also ihren Sitz verlagern - völlig unrealistisch.

Jahrelang hat unser Kooperationspartner Attac mit der globalisierungskritischen Bewegung für die Einführung einer “Tobin-Steuer” gestritten. Voraussichtlich Mitte Oktober beraten die Staats- und Regierungschefs der EU über ihre Einführung. Bis dahin müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die FDP ihre Blockade in der Bundesregierung gegen die Finanztransaktionssteuer aufgibt.

Unterzeichnen Sie den Appell an Rösler!

Lesen Sie mehr im 5-Minuten-Info…

Was noch alles bei Campact geschieht, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Herzliche Grüße

Susanne Jacoby

———

1. Kinderrechte: Bundesregierung setzt bei Flüchtlingskindern weiter auf Diskriminierung

Am Mittwoch vergangener Woche hat der Arbeits- und Sozialausschuss des Bundestages abgelehnt, dass in Zukunft auch Kinder von Asylbewerber/innen einen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepakete der Bundesregierung haben.

Lesen Sie mehr in unserem Blog…

2. Atomkraft: Tauziehen um Strahlenwerte am Zwischenlager Gorleben

Nachdem im August erhöhte Strahlenwerte am Zaun des Zwischenlagers Gorleben für Wirbel sorgten, ließ das niedersächsische Umweltministerium jetzt nachmessen. Und siehe da: Alle Werte liegen auf einmal unterhalb der Grenzwerte. Doch Experten von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg haben sich die Ergebnisse genauer angeschaut.

Mehr zur Schummelei mit Strahlenwerten lesen…

Bereits über 50.000 Menschen fordern, den für November geplanten Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben abzusagen. Am 15. Oktober wollen wir eine Anzeige mit dem Appell in der Hannoverschen Zeitung schalten. Sind Sie schon mit dabei?

Castor-Appell unterzeichnen!

3. Demokratie: Europaweiter Aktionstag am 15. Oktober

Infolge der Finanz- und Schuldenkrise entsteht in Europa eine neue Bewegung. In vielen Ländern Europas gehen Menschen auf die Straße und fordern soziale und politische Reformen. Am 15. Oktober findet ein europaweiter Aktionstag statt. Auch in Deutschland sind Aktionen geplant.

Mehr Infos zum Aktionstag am 15. Oktober bei Attac…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 501.890 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!
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Steuerabkommen D - CH

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Oktober 2011

Zu dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland heute eine Erklärung von Sven Giegold.

Am 21. September haben Deutschland und die Schweiz ein neues Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Darin wird für die Zukunft eine anonymisierte Abgeltungssteuer auf Einkommen deutscher Steuerzahler aus Zins- und Kapitaleinkünften von 26,375% festgelegt, die die Schweizer Banken an den deutschen Fiskus abführen müssen.

Allerdings ist dieses Abkommen nicht mit der EU-Zinsrichtlinie vereinbar. Diese sieht einen automatischen Informationsaustausch von Steuerdaten innerhalb der EU und eine Abgeltungssteuer von 35% für die Zinseinkünfte deutscher und europäischer Steuerzahler auf Schweizer Konten vor. Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen im Europaparlament hat im Konsens eine Anfrage an die Kommission verabschiedet, in der sie die Behörde auffordert die Rechtmäßigkeit kritisch zu untersuchen und gegebenenfalls Schritte einzuleiten, um den EU-Rechtsbruch frühzeitig abzuwenden. (ECON oral question Germany Swiss DTA, Dokument hier.)

In den USA wurde kürzlich ein Gesetz erlassen, das Schweizer Banken dazu drängt kooperativ mit der Steuerbehörde zusammen zu arbeiten. Sie haben die Wahl entweder Informationen über amerikanische Steuerzahler automatisch an die Behörde weiterzuleiten oder sie müssen mit höheren Kosten rechnen, wenn sie weiterhin auf dem US Markt tätig sein wollen.

Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament dazu:

“Der mit der Schweiz unterzeichnete Vertrag blockiert wichtige Fortschritte in der europäischen Zusammenarbeit in Steuerangelegenheiten und für den automatischen Informationsaustausch. Während die EU-Kommission daran arbeitet, einen Schritt nach vorne zu machen und die Schweiz in den automatischen Informationsaustausch einzubinden, fällt der Bundesfinanzminister ihren Bemühungen in den Rücken.

Anstelle den internationalen Druck, der auch durch die USA erzeugt wird, auf die Schweiz aufrecht zu erhalten, lässt Schäuble sich durch die Aussicht auf das schnelle Geld blenden. Dabei verliert er die eigentliche Chance, jetzt für mehr Gerechtigkeit im internationalen Steuerwettbewerb zu sorgen aus den Augen.

Neben der Drohung des Bundesrats das Abkommen nicht zu ratifizieren, wenn es keine substantiellen Nachbesserungen gibt, muss die Bundesregierung sich jetzt auch auf Widerstand aus Brüssel gefasst machen. Auch die konservativen und liberalen Abgeordneten im Wirtschafts- und Finanzausschuss des Europaparlaments stimmen mit dieser Frage meiner kritischen Haltung zu, dass die EU-Rechtsvereinbarkeit zweifelhaft ist.”

Sven Giegold MdEP

IE

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Meuterei auf der Titanic

Erstellt von Uri Avnery am 6. Oktober 2011

Seinen neuesten Bericht aus Tel Aviv von Uri Avnery.

HIER IST eine Geschichte, die niemals vorher erzählt wurde.

Als die Titanic auf ihrem Weg über den Atlantik war, meuterte ihre Mannschaft.

Sie verlangte höhere Löhne, weniger beengte Unterkünfte, bessere Ernährung. Sie versammelte sich auf dem unteren Deck und weigerte sich, von dort wegzugehen.

Ein paar alte Mannschaftsmitglieder aus dem Maschinenraum schlugen vor, den Protest in seinem Kern zu erweitern. Sie behaupteten, der Kapitän sei äußerst inkompetent, die Offiziere seien Trottel und dass die Reise in einer Katastrophe enden würde.

Aber die Führer des Protestes wiesen sie zurück. „Gehen wir nicht über unsere praktischen Forderungen hinaus,“ sagten sie, „der Kurs des Schiffes ist nicht unser Problem. Was auch immer einige von uns über den Kapitän und die Offiziere auf der Brücke denken mögen, wir sollten die Dinge nicht miteinander vermischen. Das würde den Protest nur aufsplittern.“

Die Passagiere mischten sich nicht ein. Viele sympathisierten mit dem Protest, wollten aber nicht darin verwickelt werden.

Es wird gesagt, dass eine betrunkene englische Lady mit einem Glas Whisky in der Hand an Deck stand, als sie einen riesigen Eisberg sich drohend nähern sah. „Ich hatte um etwas Eis gebeten,“ murmelte sie,“ aber dies ist lächerlich!“

SEIT ETWA einer Woche waren alle israelischen Medien auf die Vorgänge der UN gerichtet.

Ehud Barak hatte vor einem „Tsunami“ gewarnt. Avigdor Lieberman sah ein „Blutbad“ voraus. Die Armee war auf riesige Demonstrationen vorbereitet, die sicher in nie gesehener Gewalt enden würden. Keiner konnte an irgendetwas anderes denken.

Und dann verschwand über Nacht der blutige Tsunami wie eine Fata Morgana, und der soziale Protest kam wieder zurück. Raus aus dem Kriegszustand, rein in den Wohlfahrtsstaat.

Warum? Die von Binjamin Netanjahu ernannte Kommission, die die Wurzeln des Protestes untersuchen und Reformen vorschlagen sollte, hat ihre Arbeit in Rekordzeit beendet und legte einen dicken Band von Vorschlägen auf den Tisch. Alle waren sehr gut. Kostenlose Erziehung ab dem 3.Lebensjahr, höhere Steuern für die sehr Reichen, mehr Geld für Häuser usw.

Alles sehr schön, aber bei weitem nicht das, was die Demonstranten gefordert hatten. Fast eine halbe Million Demonstranten ging vor Wochen nicht deshalb auf die Straße. Professoren der Ökonomie griffen die Vorschläge an, andere Professoren der Ökonomie verteidigten sie. Eine lebhafte Debatte folgte.

Dies geht ein paar Tage so. Aber dann muss etwas passieren – vielleicht ein Grenzzwischen- fall oder ein Pogrom in einem palästinensischen Dorf durch Siedler oder eine pro-palästinensische Resolution in der UNO – und die ganze Medienmeute schwenkt um, vergisst die Reformen und wendet sich den guten alten Schrecken zu..

In der Zwischenzeit dient das Militärbudget als Zankapfel. Die Regierungskommission hat vorgeschlagen, das Budget um drei Milliarden zu kürzen – weniger als eine Milliarde Dollar – um die bescheidenen Reformen zu finanzieren. Netanjahu hat seine Zustimmung gegeben.

Keiner nimmt dies sehr ernst. Der kleinste Vorfall wird die Armee in die Lage versetzen, ein Sonderbudget zu fordern, und anstelle von abgesprochenen winzigen Abzügen wird es noch einen großen Zuschuss geben.

Aber die Armee hat schon – buchstäblich - ein Höllenspektakel gemacht und die Katastrophe beschrieben, die über uns kommen wird, wenn die teuflische Kürzung nicht in seinen Anfängen erstickt wird. Wir werden im nächsten Krieg eine Niederlage erleben, viele Soldaten werden getötet werden, das zukünftige Untersuchungskomitee wird die jetzigen Minister anklagen. Sie kriegen schon jetzt das große Zittern.

ALL DIES zeigt, wie leicht nationale Aufmerksamkeit vom „Protest-Modus“ zum „Sicherheits-Modus“ umkippen kann. An einem Tag heben wir auf der Straße die Fäuste, am nächsten besetzen wir die nationalen Wälle, entschlossen, unser Leben teuer zu verkaufen.

Dies kann zu der Schlussfolgerung führen, dass die beiden Probleme in Wirklichkeit ein Problem sind und zusammen gelöst werden müssen. Aber diese Schlussfolgerung trifft auf entschiedenen Widerstand.

Die jungen Führer und Führerinnen des Protestes bestehen darauf, dass die Forderung nach Reformen alle Israelis vereint – Männer und Frauen, Junge und Alte, Linke und Rechte, Religiöse und Säkulare, Juden und Araber, Aschkenasi und Orientalen. Darin liegt ihre Macht. In dem Augenblick, wo Fragen der nationalen Politik hochkommen, wird die Bewegung auseinander brechen. Ende des Protestes.

Mit dem ist es schwierig, zu argumentieren.

Das stimmt. Die Rechten klagen die Protestierenden sowieso an, sie seien verkappte Linke. Sehr wenig Nationalreligiöse erscheinen auf den Demonstrationen und überhaupt keine Orthodoxen. Orientalische Juden – traditionelle Wähler des Likud sind unterrepräsentiert, wenn auch nicht völlig abwesend. Man spricht von einer Bewegung des „weißen Stammes“ – Juden aus Europa.

Noch ist es der Bewegung gelungen, eine offene Trennung zu vermeiden. Die Hunderttausende Demonstranten waren nicht dazu aufgerufen, sich mit einer besonderen Partei oder einem besonderen Glauben zu identifizieren. Die Führer können zurecht behaupten, dass ihre Taktik – falls es eine Taktik ist - bis jetzt Erfolg hatte.

DIESE ÜBERZEUGUNG ist durch Vorfälle vor kurzem in der Laborpartei bestätigt worden.

Diese schon halbtote Partei – in den Umfragen nur noch 7% der Wähler – ist plötzlich zu neuem Leben erwacht. Eine lebhafte Vorwahl der Parteiführung hat etwas Farbe auf ihre Wangen zurückgebracht. Bei einem Überraschungssieg ist Shelly Yacimovich als Parteivorsitzende gewählt worden.

Shelly ( Ich mag diese langen fremden Nachnamen nicht) war in der Vergangenheit eine scharfzüngige Radio-Journalistin mit ausgesprochen feministischen und sozialdemokratischen Ansichten. Vor sechs Jahren trat sie in die Labourpartei ein und wurde unter Amir Peretz, dem damaligen Parteiführer, in die Knesset gewählt, den sie nun vernichtend geschlagen hat.

In der Knesset hat sich Shelly als eine fleißige und unnachgiebige, kämpferische Aktivistin, was soziale Probleme betrifft, ausgezeichnet. Sie ist eine jung aussehende 51erin, eine Einzelgängerin, bei ihren Kollegen nicht beliebt, ohne Charisma, eine Solistin. Doch die einfachen Parteimitglieder zogen sie den Mitgliedern der korrupten alten Garde vor, vielleicht aus purer Verzweiflung. Die Atmosphäre im Land - durch die soziale Protestbewegung hervorgerufen - hat sicher zu ihrem Erfolg beigetragen.

In all den Jahren, in denen sie Mitglied in der Knesset war, hat sie keine der nationalen Probleme erwähnt – Krieg und Frieden, Besatzung, Siedlungen. Sie hat sich ausschließlich auf soziale Probleme konzentriert. Am Abend der Vorwahlen, schockierte sie viele Mitglieder ihrer Partei, indem sie öffentlich die Siedler rhetorisch umarmte. „Die Siedlungen sind weder eine Sünde noch ein Verbrechen,“ behauptete sie, „sie wurden von den Labourpartei-Regierungen dorthin gesetzt und sind ein Teil des nationalen Konsenses“.

Shelly mag dies wirklich glauben oder dies als gute Taktik ansehen – Tatsache ist, dass sie dieselbe Linie annahm wie die Protestbewegung: die sozialen Probleme sollten von nationalen Angelegenheiten getrennt werden. Es scheint, als könne man Rechter sein, was die Besatzung betrifft, und Linker, wenn es um die Steuer der Reichen geht.

ABER IST DAS MÖGLICH?

Am Morgen der Labour-Vorwahlen geschah etwas Erstaunliches. In einer geachteten Meinungsumfrage kam die Labourpartei von 8 auf 22 Knessetsitze und überholte Zipi Livnis Kadima, die von 28 Sitzen auf 18 sank.

Eine Revolution? Nicht ganz. All die neuen Labourstimmen kamen von Kadima. Aber ein Schritt von Kadima zur Labour, an sich interessant, ist nicht bedeutsam. Die Knesset ist in zwei Blöcke gespalten – einen national-religiösen und den Mitte-Links-Arabischen. So lange wie der rechte Block einen 5% Rand hat, wird es keine Veränderung geben. Um eine Veränderung zu bewirken, müssen genügend Wähler von der einen Schale der Waage auf die andere springen.

Shelly glaubt, wenn man nationale Probleme außer Acht lässt und sich auf soziale Fragen konzentriert, können die Wähler dahin gebracht werden, den Sprung zu machen. Einige sagen: das ist es, was zählt. Welchen Nutzen hat es, ein Friedensprogramm vorzulegen, wenn man die Regierung nicht ändern kann? Lasst uns erst mal an die Macht kommen - egal durch welche Mittel - und dann in Richtung Frieden sehen.

Gegen dieses logische Argument gibt es die entgegengesetzte Behauptung: wenn man anfängt, die Siedler anzunehmen und die Besatzung ignoriert, wird man als kleiner unbedeutender Partner in einer rechten Regierung enden, wie es vorher schon geschehen ist. Frage Shimon Peres! Frage Ehud Barak!

Und dann gibt es die moralische Frage: kann man wirklich singen „das Volk verlangt soziale Gerechtigkeit“ und die tägliche Unterdrückung der vier Millionen Palästinenser in den besetzten Gebieten ignorieren? Wenn man seine Prinzipien auf dem Weg zur Macht verlässt - was wird man dann mit jener Macht tun?

DIE JÜDISCHEN hohen Feiertage, die vorgestern begonnen haben, schenken eine Pause zum Nachdenken. Politik bleibt stehen. Die Protestführer versprechen, in einem Monat eine weitere riesige Demonstration abzuhalten, die sich auf soziale Forderungen beschränkt.

In der Zwischenzeit schwimmt die Titanic, dieses wunderschöne Meisterwerk der See-Architektur weiter durch die Meereswogen.

Uri Avnery

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

IE

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Oskar als Parteigespenst

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Oktober 2011

Will er, oder will er nicht? Dieses scheint die einzig relevante  Frage zu sein welche die Partei DIE LINKE zur Zeit beschäftigt! Wir schreiben, wie kann es auch anders sein über Oskar Lafontaine und fragen uns wie schlecht es um eine Partei stehen muss, wenn ihr ganzes Wohl und Wehe an eine einzige Person hängt?

Typisch für die LINKE möchte man hier sagen, wieder einmal der Blick zurück da es für die Sicht nach vorne an Fantasie fehlt. Es ist einfacher sich an die Wahlerfolge zu erinnern, welche man mit Lafontaine erreichte, als selber die Initiative zur aktiven Arbeit zu ergreifen. Vergessen kann man bei einer solchen Sichtweise, dass zwar mit Oskar Wahlerfolge zu verzeichnen, aber ebenso auch ein großer Wählerverlust nach den Bundestagswahlen auf das gleiche Konto geschrieben gehört. Hört denn niemand den Hilferuf von Ertrinkenden, möchte man hier fragen?

Wer sind denn die Rufer aus der Partei? Eine Sahra Wagenknecht etwa, welche auf die an sie gerichtete Aufforderungen des Oskar artig mit den entsprechenden Höflichkeitsfloskeln antwortet? Haben wir uns nicht schon daran gewöhnt das es unter den Führungsleuten der Politik üblich ist sich gegenseitig die metaphorische Stange zu halten? Ist nicht Sahra Wagenknecht viel zu klug um sich auf die ihr angedachte heiße Herdplatte zu setzen?

Dabei war ein Oskar Lafontaine an und für sich nie in die Versenkung verschwunden. Im Gegenteil. Hatte er sich nicht zurückgezogen um erst einmal aus der zweiten Reihe heraus in seinem Heimatland dem Saarland für Ordnung zu sorgen, was entsprechend misslang. Sind nicht alleine im Saarland nach den Bundestagswahlen mehr als die Hälfte aller Mitglieder abhanden gekommen. Getreu dem Motto: „The blind following the blind“ scheint diese nur allzu persönlich Niederlage auf Bundesebene von vielen noch nicht wahrgenommen zu werden.

Realistisch gesehen ist der Ruf nach Lafontaine ein innerparteilicher Richtungsstreit. Ein Streit zwischen Antis und Realos. Der Großteil der Antis ist mit dem Erreichten zufrieden und hat es sich auf den zu verteilenden Posten und Mandaten erst einmal gemütlich eingerichtet. Als Ergebnis sind viele der Kreisverbände voll in der Versenkung verschwunden und vor Ort schon nicht mehr wahrnehmbar. Die Realos, überwiegend aus dem Osten stellen fest in diesen Abwärtssog bereits mit hinein gerissen  worden zu sein und versuchen verzweifelt gegen diese Strömungen zu rudern.

So ist die Vorstellung  für sie, dass das Duo Lafontaine/Gysi die Linkspartei im Jahr 2013 noch einmal in die Bundestagswahlen führen könnte problematisch. “Wir können die Frage, wer nach den beiden kommen soll, nicht ewig aufschieben”, sagt ein Bundestagsabgeordneter. Auch der frühere Parteichef Lothar Bisky hatte vor Kurzem den Generationenwechsel in der Partei angemahnt. Es wäre eine “gute Idee”, so sagte Bisky, wenn “die älteren Damen oder Herren” in Bezug auf Spitzenparteifunktionen den Hut nehmen würden.

“Von den Hinterzimmer-Deals von Gysi und Lafontaine haben wir genug”, sagte eine Linken-Politikerin und fordert  in Zukunft mehr Mitspracherecht für die Parteibasis ein. Der Streit ums Führungspersonal, sagte ein anderer Linken-Politiker, diene ohnehin nur als Ersatz für die aufgeschobene Debatte, wofür die Linkspartei inhaltlich stehe und wie sie sich strategisch aufstelle.

So wird der von Lafontaine stets befürwortete strikte Kurs der Abgrenzung gegenüber allen anderen Parteien von den Realos überwiegend abgelehnt und auf seine persönlichen Animositäten mit seiner ehemaligen Partei zurückgeführt. “Irgendwann müssen wir uns auch mal entscheiden, wohin die Reise gehen soll.” Hört man hier und da. Viele bemerken das im Alleingang eine Veränderung der Gesellschaft nicht zu vollziehen ist.

Sie stellen Fragen wie: „Soll man den sofortigen Austritt Deutschlands aus der Nato fordern? Ist die SPD ein möglicher Partner oder ein böser Gegner?“ War es nicht vor allem der Protest gegen die Agenda-2010-Politik der früheren rot-grünen Bundesregierung, der die Linke starkgemacht hat. “Schluss mit Hartz IV” ist bis heute eine der gängigsten Forderungen der Partei. Sie hat es bisher aber verpasst, ihr programmatisches Profil über ein Nein zu Hartz IV und zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr hinaus zu schärfen. Neue Medien? Partizipation im Internetzeitalter? Ökologie? Eine vernehmbare Stimme gibt es in der Linken zu diesen Themen kaum. “Wir müssen endlich auch eine moderne Bürgerrechtspartei werden”, forderte die Bundestagsabgeordnete Petra Pau.

Bei realistischer Betrachtung wird dieses aber nur möglich sein, wenn sich diese Partei voll zur Demokratie bekennt. Mit ihren kommunistischen, stalinistischen oder auch marxistischen Flügeln wird ihr dieses Vorhaben verwehrt bleiben. Sollte sie so weitermachen wird es dem Oskar vielleicht eines Tages gelingen, aus den Schriften von Marx eine Bedienungsanweisung für die Benutzung des Internet zu propagieren.

IE

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Schattenfinanzindex 2011

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Oktober 2011

Aus einer heute veröffentlichen Studie des Tax Justice Network, das ich mit begründet habe und dessen Arbeit ich untersütze, geht hervor, dass die Bundesrepublik Deutschland unter den Top Ten der Schattenfinanzzentren weltweit ist.

Beigefügt finden Sie die entsprechende Hintergrundpapiere und die Pressemitteilung des Tax Justice Network.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Giegold MdEP

Deutschland unter den Top 10 der Schattenfinanzzentren der Welt

Netzwerk Steuergerechtigkeit legt Schattenfinanzindex 2011 vor

Aachen/Berlin/Bonn/London, 4. Oktober 2011: Das internationale Netzwerk Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network) veröffentlicht heute die Rangliste der schädlichsten Schattenfinanzzentren der Welt. Angeführt wird die Liste von der Schweiz, Deutschland kommt auf Platz 9.

Die Rangliste basiert auf dem Schattenfinanzindex (Financial Secrecy Index). Mit diesem Index werden 73 Länder und Gebiete nach dem Grad ihrer Intransparenz im Finanzsektor bewertet. Die Intransparenz wird anschließend mit dem Anteil der Länder am Weltmarkt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen gewichtet und so eine Gesamtwertung ermittelt.

Zur Bedeutung des Schattenfinanzindex erklärt Detlev von Larcher vom Netzwerk Steuergerechtigkeit:

“Der Schattenfinanzindex verdeutlicht dieMechanismen illegitimer Finanztransaktionen. Indem er zeigt, dass Schattenfinanzzentren nicht nur in der Karibik, sondern auch mitten in
Europa liegen, unterstreicht er die zentrale Verantwortung der Industrieländer für Kapitalflucht und Steuervermeidung.”

Deutschland ist ein wichtiger Spieler im globalen Netz aus Geheimhaltung und Intransparenz, es rangiert im Index nur knapp hinter Ländern wie der Schweiz, den Cayman Islands und Luxemburg. Dazu stellt Markus Meinzer, Ko-Autor des Index beim Netzwerk Steuergerechtigkeit, fest:

“Dass Deutschland unter den Top 10 der Schattenfinanzzentren platziert ist, liegt an seiner Bedeutung als wichtiger Finanzplatz für Steuerausländer und den zum Teil schwachen Offenlegungspflichten. Außerdem gewährt Deutschland weitreichende Steuervergünstigungen für im Ausland Ansässige, auch aus Entwicklungsländern. Kombiniert mit den vorhandenen Möglichkeiten der Geheimhaltung hat das zum Fluss großer Summen nach Deutschland geführt.”

Georg Stoll, Experte für Entwicklungspolitik bei MISEREOR ergänzt: “Die derzeit eingefrorenen Milliarden arabischer Despoten stellen hier gewiss nur die Spitze des Eisbergs dar. Entwicklungsländer verlieren Jahr für Jahr Gelder in dreistelliger Milliardenhöhe durch
Kapitalflucht und Steuervermeidung. Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich endlich für wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Steuerflucht in den Schattenfinanzzentren einzusetzen. Der G20-Gipfel in Cannes bietet dafür die nächste Gelegenheit.”

Der Schattenfinanzindex wurde vom Netzwerk Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network) erstmals 2009 veröffentlicht. Mit dem Schattenfinanzindex 2011 liegt nun die zweite, methodisch vollständig überarbeitete und aktualisierte Version vor.

Dieser Pressemitteilung liegt ein Hintergrundpapier mit der Rangliste des Schattenfinanzindex 2011 und weiteren Informationen dazu bei.

Deutsche Bewertungsmappe >> HIER <<

IE

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Leuterts Haushaltstour

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Oktober 2011

Meine “Haushaltstour” beginnt

erklärt der MDB Michael Leuter heute in seiner Mail-Information und kündigt für das Bundesland Sachsen 13 Informationsveranstaltungen an.

Wie schon im letzten Jahr informiere ich als Mitglied des Haushaltsausschusses im Bundestag mit einer Veranstaltungsreihe über den neuen Bundeshaushalt. Von Oktober bis Dezember finden insgesamt 13 Termine in ganz Sachsen statt. Der Bundeshaushalt 2012 wird mit einer Präsentation anschaulich beschrieben, Probleme werden verdeutlicht und die Kritik sowie alternative Lösungsvorschläge der LINKEN erläutert. Im Anschluss daran, wird Raum zur Diskussion sein.

Die erste Veranstaltung findet am 5. Otober im ‘Rothaus’ in Chemnitz statt.

Zusätzlich stelle ich die von mir in diesem Jahr begonnene Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Projekt  “Offener Haushalt” vor. Das gemeinsame Ziel ist es, die Voraussetzungen für Transparenz und Partizipation in dem wichtigem Feld der Haushaltspolitik zu verbessern.

MDB Michael Leutert

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VOTE>>Abgeordnetenwatch

Erstellt von UP. am 5. Oktober 2011

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von abgeordnetenwatch.de,
Wir haben viel erreicht in den vergangenen Jahren - Dank Ihrer Unterstützung! Weit über 1.500 Politiker sind derzeit auf abgeordnetenwatch.de befragbar, in vielen Fällen können Sie die Nebentätigkeiten und das Abstimmungsverhalten einsehen. Doch damit nicht genug: Wir wollen abgeordnetenwatch.de künftig in allen Kommunen ermöglichen, und dafür benötigen wir jetzt Ihre Stimme!

Abstimmen für abgeordnetenwatch.deDenn abgeordnetenwatch.de ist einer von 20 Finalisten beim Publikumspreis des Deutschen Engamentpreises 2011, der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird und mit 10.000 Euro dotiert ist. Sollten wir auch Dank Ihrer Unterstützung das Preisgeld gewinnen, werden wir es für die Ausweitung von abgeordnetenwatch.de auf die kommunale Ebene einsetzen.

Bitte stimmen Sie jetzt für abgeordnetenwatch.de beim Deutschen Engamentpreis 2011:

>> Meine Stimme für abgeordnetenwatch.de abgeben <<

Der Abstimm-Button befindet sich in der linken Spalte. WICHTIG: Ihre Stimme wird erst dann gezählt, wenn Sie auf den Bestätigungslink klicken, der an Ihre Mailadresse gesendet wird. Die Online-Abstimmung läuft bis zum 1. November, am 2. Dezember 2011 werden die sechs Gewinner des Deutschen Engagementpreises im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin bekanntgegeben

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Die griechische Krise?

Erstellt von Dieter Carstensen am 5. Oktober 2011

Im Moment ist Griechenland in aller Munde, die Mehrheit der deutschen Presse zerreißt sich geradezu das Maul, um in willfähriger Hofberichtserstattung für unsere durchgeknallte Regierung und unsere Banken, uns Deutschen die Griechen als arbeitsunwillige Chaoten zu verkaufen. Es ist ein alter politischer Trick, wenn ich selber versage, lenke ich auf andere ab, am Besten irgendwo im Ausland, damit niemand im Inland merkt, wie doof die eigene Regierung ist und was für Versager dort sitzen. Klappt fast immer. Doch was ist nun wirklich dran an der “griechischen Krise”?

Von Beruf bin ich Sozialarbeiter und kein Ökonom, ich schreibe hier also keinen wirtschaftspolitischen Beitrag und verzichte auf zig Verlinkungen und Zitate. Ich glaube aber, ich bin nicht auf den Kopf gefallen, ich heiße ja nicht Pofallalla oder Merktnix.

In meinem Leben bin ich viele Male in Griechenland gewesen, habe dort zig Jugendreisen für den Landessportbund NRW geleitet, mir die griechische Sprache angeeignet, im Land auch oft privat Urlaub gemacht und viele griechische Freundinnen und Freunde gewonnen.

Ich meine die Griechen, ihre Mentalität und ihre Geschichte recht gut zu kennen, sonst würde ich mir nicht das Recht zu diesem Artikel nehmen und sonst hätte ich 1992 auch nicht vom Landessportbund NRW den Auftrag bekommen, sein Griechenlandjugendreiseprogramm aufzubauen, was ich ehrenamtlich gemacht habe und dann Jugendreisehotels für das Jugendfreizeitprogramm 1993 u.a. auf Rhodos, im Ort Archangelos und auf Kreta, im Ort Geogiopoulis organisiert.

Die Griechen sind das einzige mir bekannte Volk auf dieser Welt, was in seiner Sprache für Gast und Fremder nur ein Wort hat, nämlich o Xenos - Ξένος

Alleine diese Tatsache lässt tief in die Seele dieses alten europäischen Kulturvolkes blicken.

Mich hat in Griechenland immer wieder verblüfft, dass sich die Menschen dort ihre Gastfreundschaft, gerade auch uns Deutschen gegenüber bewahrt haben, obwohl die Deutschen dort unter den Nazis furchtbare Verbrechen begangen haben, z.B. in den Orten Distomo nahe Delphi oder Kalavrita, nahe Olympia. Nur wenige Deutsche besuchen die dortigen Gedenkstätten an die furchtbaren Verbrechen, sie wissen einfach nichts davon, sondern kennen nur die antiken Stätten.

Ich war mit meine Jugendlichen 1991 in Distomo, an der Gedenkstätte, wir waren mit dem Bus von Marathon nach Delphi unterwegs und auf dem Weg liegt eben auch Distomo. Unser griechischer Reiseleiter und unser Busfahrer wunderten sich total, dass ich den Bus dort einen Zwischenstopp machen ließ und warteten ab, was passiert.

Ich habe den Jugendlichen dann vorgelesen, dass von den Nazis in Distomo selbst einjährige Kinder umgebracht wurden, steht da alles auf den Gedenktafeln, viele Jugendliche fingen an zu weinen, als ich ihnen erklärte, wie die Nazischweine dort gewütet haben, weil es so schrecklich war, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Unsere griechischen Begleiter und ich wurden an dem Tag enge Freunde, wir haben heute noch Kontakt. Sie meinten, dass hätten sie noch nie erlebt, dass ein Deutscher in Distomo mal einen Bus halten lässt, die Geschichte so gut kennt und sie auch noch Jugendlichen vermitteln kann.

Meine Jugendlichen haben dann Blumen gepflückt und an das Mahnmal gelegt.

Und dann kamen die Leute aus dem Dorf, fragten, was wir denn da machen und ich habe es ihnen erklärt. Die ganze Jugendreisegruppe wurde daraufhin in das Dorf eingeladen, obwohl jeder im Dorf mindestens einen Angehörigen hatte, der von den Scheißnazis ermordet worden war und wir hatten eine Riesenparty zusammen und gefeiert, bis in den späten Abend.

Meine Jugendlichen hatten begriffen, so meine ich, dass zur Freundschaft unter Völkern manchmal auch Wiedergutmachung gehört, wenn es auch nur symbolisch war, mit den Blumen und der kleinen Ansprache von mir.

Warum ich das alles erwähne?

Deutschland hat die griechischen Opfer der Nazidiktatur bis heute nie entschädigt, sie haben keinen Cent bekommen.

Nein, es kam noch viel schlimmer. Als 1967 wieder die Diktatur in Griechenland kam, die zig tausende Menschenleben kostete, ich habe mit Überlebenden, die z.B. auf der KZ Insel Jaros eingekerkert waren, auf der Insel Lesbos gesprochen, 1981, war es der sogenannte “Prometheus - Plan”, ausgearbeitet von der NATO, der den griechischen Faschisten den Weg an die Macht geöffnet hatte.

Und wer war damals Mitglied der NATO? Auch Deutschland, oder?

Jannis von der Insel Lesbos war auf Jaros eingekerkert gewesen, ich weiß von ihm, dass sie dort sogar rohe Ratten gegessen haben, um zu überleben und sich immer wünschten, dass die weißen Touristenschiffe nicht mehr kommen würden, damit es schneller zu Ende geht, mit der Militärdiktatur und sie wieder frei würden.

Es war Günther Wallraff, der bekannte deutsche Schriftsteller, der dann 1974 den Mut hatte, sich aus Protest gegen die griechische Diktatur, unter Einsatz seines Lebens, auf dem Syntagma Platz vor dem griechischen Parlamentsgebäude anzuketten und damit dazu beitrug, dass der faschistische Spuk auch in Griechenland ein Ende hatte.

Wenn unsere hohlköpfigen Politiker, die scheinbar selbst zu doof zum Lesen von Geschichtsbüchern sind, heute von der “griechischen Krise” sprechen, dann “vergessen” sie wohl wissentlich die Ursachen.

Wer hat Griechenland denn nach der Diktatur, die von der NATO, somit also auch von Deutschland, verursacht wurde, wie eine Weihnachtsgans ausgenommen?

Unsere Banken und unsere Konzerne! Wer sonst?

Ist das eine griechische Krise? Nein, es ist eine Krise der Demokratie in Europa und wenn die Griechen schlau wären, würden sie die EU sofort verlassen. Ich würde es ihnen wünschen, die Demokratien in Europa sind zu staatsmonopolistischen Konzernen verkommen, hier zählt nur noch Lobbyismus und sonst nichts!

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Pofallala macht Trallala

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Oktober 2011

Wer die Auseinander-setzung zwischen den CDU Männern Pofalla und Bosbach nun auf eine innerparteiliche CDU Affäre begrenzen möchte liegt hier wohl grundlegend falsch. Sie kann nur als ein Beispiel für die vielfältigen Probleme in unserer Gesellschaft herhalten welche zu einem großen Teil von Menschen geprägt wird, welche sich nur allzu gerne hinter der Maske von Ehrenleuten innerhalb der Politik verbergen. Hier wird uns zur Zeit Schonungslos der Verfall von Sitte, Moral und Ethik durch einige dieser Spezies vor Augen geführt. Ein Einzelfall? Mitnichten !

Der gleichen erlebt ein Jeder welcher sich je politisch betätigt hat tagtäglich und das in jeder beliebigen Partei und vor allen Dingen oder auch gerade in der LINKEN. Das die Parteien dann noch die Bürger auffordern sich politisch zu betätigen grenzt schon an Schizophrenie, ist es doch nicht jedem gelegen sich mit diesen Wichtigtuern auf eine Stufe zu stellen. Deren ganzes Leben dreht sich nur noch um die Gier nach Macht und Geld wobei der eigene Verstand vielfach nicht dazu ausreicht, sich über die anders Denkenden zu erheben. Dazu braucht es dann noch die entsprechenden Tritte und Verleumdungen. Erwartet wird von der Basis Unmündigkeit und eine Solidarität  welche man selber nicht zu bringen bereit ist.

Nie zuvor wurde dem Volksmund mit dem Spruch: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ mehr Rechtfertigung zuteil als in heutiger Zeit. Lesen wir von Pöbeleien in den U-Bahnstationen wo die Frage nach einer Zigarette schon mal in Mord und Totschlag enden kann, reden wir gerne abfällig von menschlichen Abgründen am Rande der Gesellschaft.

Ganz anders wird geurteilt wenn über maßlose Wucherer, Kapitalbetrügereien, Bankgeschäfte, skrupellose Marktverdrängungen oder Steuerhinterzieher geschrieben und geredet wird. Da stellt der aufmerksame Bürger ernüchternd fest wie groß der Unterschied zwischen dem Verlangen nach einer Zigarette oder nach einer Milliarde Euro ist. Merke: Der Großbetrüger ist kein Lump obwohl er durch seine Machenschaften entschieden mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat. Seinen Belangen wird unter der Kuppel des Bundestages nachgegeben und nicht auf schlecht beleuchteten Untergrundbahnhöfen.

So treiben es die politischen Großkotze unter der Kuppel des „Ehrenwerten Hauses“ mit verbalen Entgleisungen. Man macht sich ja nicht gerne selber die Hände schmutzig und weiß, dass Aussprüche wie „Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen“. „Du redest ja doch nur Scheiße“ mehr Schmerzen bereiten können als der heftigste Schlag unter die Gürtellinie. Dieses nur weil sich ein Volksvertreter seinem Gewissen gegenüber verantwortlich fühlt und sich gegenüber seinen „Parteifreund“  auf ein im Gesetz verbrieftes Grundrecht beruft. Als krönenden Abschluss muss er sich auf seine Rechtfertigung den Konter anhören: „Lass mich doch mit so einer Scheiße in Ruhe“.  Ein schon denkwürdiger Satz eines Juristen.

Pofalla gilt als einer der engsten Schleimer um Angela Merkel. Diente er ihr doch vor dem Wechsel ins Kanzleramt bereits als CDU Generalsekretär. In internen Kreisen gilt er als besser wissender Polterer und es soll schon zu etlichen cholerischen Ausfällen gekommen sein.

So ist auch sein politischer Werdegang typisch und könnte auch als Hinweis für das tiefe Misstrauen in die heutige Politik gesehen werden. Geboren 1959 in Weeze am Niederrhein trat er bereits als 16 jähriger in die CDU ein. Als politisches Talent durfte er durch ein großzügiges Sponsoring, von 1200 bis 1300 DM monatlich ist die Rede, des der CDU verbundenen Müllunternehmer Bernhard Josef Schönmackers studieren und wurde als diplomierter Sozialpädagoge und Rechtsanwalt 1990 in den Bundestag gewählt. Das Volk bezeichnet diese Sorte heute abfällig als Berufspolitiker.

So liegen die Nerven in der Regierungsfraktion blank und die Jugendorganisationen von CDU und FDP fordern unterdessen den Rücktritt von Pofalla welcher auch als „Das ist der schlechteste Kanzleramtschef aller Zeiten.“ bezeichnet wird. Noch hält Merkel zu ihm. Aber sagt man nicht auch: „Wie der Herr, so das Gescherr“?

IE

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