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Archiv für August 31st, 2011

ANTI-KRIEGSTAG 1. Sept.

Erstellt von UP. am 31. August 2011

IPPNW-Presseinformation vom 31. August 2011

72 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs:

Kein Frieden mit Krieg und Gewalt

Der Vorsitzende der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW Matthias Jochheim erklärt zum Anti-Kriegstag am 1. September 2011:

Das Nein der Bundesregierung zur Teilnahme am Krieg gegen Libyen haben wir begrüßt. Der Krieg der NATO zielte von Anfang an auf den Sturz des libyschen Machthabers Gaddafi. Statt dem „Schutz der Zivilbevölkerung“ standen wirtschaftliche und strategische Ziele im Vordergrund. Jahrelang haben Deutschland und andere europäische Staaten mit dem autoritären Regime zusammen gearbeitet und Waffen geliefert. Wie die Stuttgarter Nachrichten heute berichten, wurden in Gaddafis Waffenarsenalen G36-Gewehre aus deutscher Produktion entdeckt. Wir fordern die Bundesregierung zu einer Erklärung auf, wie die Heckler & Koch-Waffen nach Libyen gelangt sind.

Die langfristigen Folgen der Parteinahme der NATO zugunsten der Rebellen in Libyen sind noch gar nicht absehbar. Krieg geht immer mit schweren Menschenrechtsverletzungen einher: viele Zivilisten sind den Bombenangriffen der NATO zum Opfer gefallen. Häuser, Schulen, Versorgungszentren, Krankenhäuser, Rundfunkstationen und andere Infrastruktureinrichtungen wurden zerstört. Die humanitäre Lage in Tripolis ist dramatisch.

Diktaturen und autoritäre Regime, die Menschenrechte mit Füßen treten, zählen auch weiterhin zu den Empfängern deutscher Rüstungsgüter. Einer der größten Abnehmer deutscher Waffenlieferungen ist der NATO-Partner Türkei. Ungeachtet des brutalen Vorgehens der türkischen Militärs in den kurdischen Gebieten genehmigte Deutschland in den Jahren 2006, 2007 und 2008 Rüstungsexporte in Höhe von 500 Millionen Euro dorthin. Im Jahr 2009 lieferte die Bundesregierung Leopard-Panzer im Wert von 12,95 Millionen Euro. ThyssenKrupp Marine Systems beabsichtigt laut Pressemitteilung vom Anfang Juli die Lieferung von sechs U-Boot-Materialpakete vom Typ U 214 im Wert von 2 Milliarden Euro an die Türkei – wohl kaum ein Beitrag für Frieden und Entspannung im Mittelmeerraum.

Im türkisch-kurdischen Konflikt sind bisher rund 40.000 Menschen ums Leben gekommen, zahllose Dörfer in den kurdischen Gebieten wurden zerstört oder vermint. Zwar hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eine „kurdische Öffnung“ angekündigt, doch die Menschenrechtslage der Kurden ist nach wie vor katastrophal. Täglich gibt es Berichte über militärische und polizeiliche Gewalt gegen die Menschen dort.

72 Jahre nach Beginn des 2. Weltkriegs ist das Versprechen der UN-Charta noch immer nicht einge-löst: die Geißel des Krieges zu überwinden. Fast ununterbrochen wurden seit 1945 weitere Kriege geführt. Heute erleben wir neue Eskalationen der Gewalt und neue Aggressionskriege. Die Geschäfte der Waffenindustrie bereiten den Boden für immer neue militärische Konfrontationen. Statt Waffenexporte zu genehmigen, die neue Kriege führbar machen, fordern wir die deutsche Bundesregierung auf, Rüstungsexporte zu stoppen und sich für die Stärkung präventiver Konfliktbearbeitung und von Krisenhilfe-Initiativen der UNO einzusetzen. Diplomatie und politische Lösungen müssen endlich an die Stelle kriegerischer Gewalt treten.

Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin - www.ippnw.de

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Linksfraktion Witten endet

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2011

Da holpert und poltert es nun wirklich an jeder Ecke dieser Linken Partei. Nachdem es im besonderen in der letzten Zeit um den Landesverband  NRW etwas ruhiger geworden war, knirscht und kracht es jetzt wieder an vielen Ecken. Zeigte sich so MDB Remmers noch in der letzten Woche von der kapitalistischen Seite konnte wir heute bereit über ihre Neigung zur SED und Stasi berichten.

So erhielten wir denn auch heute die Nachricht aus Witten, das sich dort die Fraktion des Stadtverbandes zerlegt hat. Einen Verband in den immerhin die Vorsitzende des Landes NRW Katharina Schwabedissen zu Hause ist. Die WAZ weiß über die Auflösung der Fraktion am letzten Wochenende zu berichten. Die aus der Fraktion ausgetretenen Mitglieder Jürgen Wolf und Gabriele Gramckow haben die neue Fraktion “Basisdemokratische Linke im Rat der Stadt Witten“ gegründet. Unüberbrückbare Differenzen und charakterliche Defizite veranlassten sie die alte Ratsfraktion zu verlassen.

Auch die Fraktion aus Witten reiht sich nun in die schier endlose Kette von Fraktionsauflösungen sei es nun in Stadt oder Kreis des Landes NRW ein. Diese Auflösungen werden zunehmen, da zu den nächsten Wahlen mit einem enormen Rückgang der Linken Bundesweit zu rechnen ist und so der erneute Einzug in irgendwelche Parlamente als unwahrscheinlich gilt.

Diese Probleme waren im Westen der Republik absehbar und wurden vielfach angekündigt, da die jungen Wurzeln in Form bestehender Strukturen gewaltsam zerschlagen wurden, um gewissen Gruppierungen Platz zu machen. Damit wurden Bindungen zur Bevölkerung zerschlagen und die Partei hat sich selber unglaubwürdig gemacht.

Quelle: WAZ >>>>> weiterlesen

So fragt dann auch der Journalist Bernd Kassner in seinen Kommentar und wir zitieren: “Wer ist denn jetzt eigentlich „Die Linke“ im Rat? Diese Polit-Sektiererei schwächt den ohnehin geringen Einfluss der Partei im Rat weiter, Sie macht die Mini-Fraktion für kommunale Entscheidungen vollends irrelevant - und vielleicht auch für die nächste Wahl”.
Quelle: WAZ >>>>> weiterlesen

IE

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MDB Remmers gegen Gysi

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2011

Wie in einem Teil der Presse heute Morgen gemeldet wird wollen 30 linke Parlamentarier den von Gysi ausgesprochenen Anzeigestopp boykottieren. Auch MDB Ingrid Remmers hat nach Aussage der TAZ einen von Sevim Dagdelen initiierten  Aufruf mit unterschrieben.

Zum Boykott gegen die Zeitung “junge Welt”, deren Chefredakteur Arnold Schoelzel bis heute rechtfertigt das er zu DDR Zeiten Oppositionelle an die Stasi verriet, war nach einen skandalösen Danksagungsartikel an den Mauerbau von Gysi aufgerufen worden.

Das MDB Ingrid Remmers von der Zeitung als eine Gemäßigte bezeichnet wird ist ein Hinweis darauf, dass es dieser Person bislang gelungen ist sich erfolgreich im Hintergrund des politischen Tagesgeschäftes zu verkriechen. Hörte man doch überwiegend nur etwas, wenn sie wieder einmal auf Reisen in die Türkei unterwegs war.

Erst in der letzten Woche wusste die WAZ über eine gerichtliche Auseinandersetzung mit einem ihrer Angestellten vor dem Arbeitsgericht in Gelsenkirchen zu berichten, welches für uns Anlass war in einen Artikel über “Linke Arbeits-Verhältnisse” zu schreiben.

So stellt sie sich uns denn heute wieder einmal so dar, wie wir sie kennen. Als eine der vielen “echten” Linken in dieser Partei. Mit einem Bein wird im Kapitalismus privat mitgenommen was die Hände gerade noch raffen können, mit dem anderen Bein votieren sie für den Sozialismus. Wie sagt man: Ich Sekt-du Selters.

Frau Remmers wurde in NRW bekannt als sie nach dem Zusammenschluss der beiden Parteien WASG und PDS als Reisende im Duo mit dem Hütchenspieler Günter Blocks, seiner Zeit Geschäftsführer der Linken NRW, wie eine Heimsuchung in viele Kreisverbände einfiel. Seit dieser Zeit geistern viel Aussagen nicht nur als Vorwürfe über Delegierten Manipulationen und viele weitere Schweinereien durch das Land.

Als sogenannte Wanderdame ist sie auch heute noch sehr umtriebig in drei Wahlkreise unterwegs. Irgendwo müssen ja auch schließlich die Stimmen für demnächst anstehende Listenaufstellungen  vor den nächsten Wahlen herkommen. Ihre politischen Aussagen? Aus den Kreisen ist im allgemeinen zu hören, das sie zumindest, um hier einem Sprichwort zu folgen “vom Tuten keine Ahnung habe”.

Im übrigen war Ingrid Remmers zu der Zeit Mitglied in der Gruppierung der “Sozialistischen Linke” wofür auf den besagten Rundreisen auch kräftig missioniert wurde.

Hier der Zeitungsartikel:

Parteilinke boykottiert Gysi

Das Fundi-Blatt junge welt (jw) bekommt Unterstützung aus der Bundestagsfraktion der Linkspartei. Fraktionschef Gregor Gysi hatte nach einer aggressiven Eloge des Blattes auf den Mauerbau (”Danke für 28 Jahre Bildung für alle”) angekündigt, dass die Fraktion keine Anzeigen mehr auf der website der jw schalten wird.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Freedom Theatre aus Jenin

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2011

Das Freedom Theatre aus Jenin auf Tournee

Theaterschaffende rufen zur Unterstützung auf

Pressemitteilung, 30.08.2011

Junge Studenten der Theaterschule des Freedom Theatre aus dem palästinen-sischen Flüchtlingslager Jenin gehen im September und Oktober 2011 auf Tournee durch Deutschland. Sie führen die Performance “Sho Kman?” (Deutsch: Was noch?) auf, in der junge Palästinenser erkunden, wie Besatzung und Gewalt sich nach innen kehren und in einem brutalen endlosen Teufelskreis aus Fallen und Unterdrückung münden.

Diesem Teufelskreis der Gewalt ist auch Juliano Mer Khamis zum Opfer gefallen. Am 4. April 2011 wurde er direkt vor dem Theater, das er gegründet und geführt hatte, ermordet. Noch sind die Mörder nicht gefasst, und Flugblätter kursieren, die gegen das Freiheitstheater hetzen. Doch seine Gefährten setzen weiter auf die Ausstrahlungskraft des Theaters. “Sho Kman” ist ein Zeichen für ihre Entschlossenheit weiterzumachen, gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit eben jener Realität, die in dem Mord an Mer Khamis kulminierte.

Unterstützung finden sie bei namhaften Theaterschaffenden, die zusammen mit medico dazu aufrufen, das Theater zu unterstützen als “einen Ort der künstlerischen und politischen Freiheit”, das für “grenzüberschreitende Solidarität im Zeichen der Besatzung” steht.

Das Programm

SHO KMAN? - Was noch?

“Sho Kman” ist eine fiktive Performance, in der Eindrücke junger Palästinenserinnen und Palästinenser von der Welt, die sie umgibt, verborgen sind. Erkundet wird, wie Besatzung und Gewalt sich nach innen kehren und dort zum Chaos führen kann. Freundschaften und Familien werden zerstört, ebenso wie Gesellschaft und Staat. Es geht um einen brutalen endlosen Teufelskreis aus Fallen und Unterdrückung. Die Zuschauer folgen Träumen und Wünschen, Befürchtungen und Ängsten, dem Verbotenen und dem Verheimlichten.

“Wie sieht die Zukunft in einem Käfig aus? Wie kannst du Gefühle ausdrücken, wenn du nicht weißt, mit wem du sie ausdrücken kannst? Was bedeutet es, an einem Ort aufzuwachsen, an dem andere deine Zukunft immer kontrollieren? Ein Ort, an dem die Schwachen keinen Platz in der Gesellschaft haben und der einzige Weg zu überleben ist, Stärke zu zeigen? Wer sind wir?”

Die Performance nimmt das Publikum mit durch die Widersprüche der Realität in Jenin und in den Lebensrhythmus, der jungen Palästinensern, die im Flüchtlingslager von Jenin, der Stadt und den Dörfern leben, die Frage aufzwingt: Wer sind wir?

Ein wichtiger Meilenstein im Kampf, sich von den vielen Ketten zu lösen, die sie umschließen. - Mit dem Ziel, sich zu befreien. Die Performance basiert auf intensiver Körpersprache und zeigt ohne viele Worte Charaktere und Situationen des täglichen Lebens und der Geschichte Palästinas. Das Stück wurde für ein internationales Publikum entworfen.

Gespielt von Studenten von The Freedom Theatre
Idee & Regie: Nabeel Al Raee & Zoe Lafferty
Choreografie: Miceale Miranda
Licht Design: Mohammed Sadi
Sound-Design: Zoe Lafferty

Im Anschluss an die Aufführung hat das Publikum die Möglichkeit mit Schauspielern und Regisseuren über das Gezeigte zu diskutieren.

Die Tourneedaten / Kartenreservierung siehe  <HIER>

Quelle : Medico

IE

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