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Archiv für Juli 21st, 2011

450 Krieger geloben!

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juli 2011

Innerhalb einer fast geschlossenen Gesellschaft fand am Mittwoch den 20. 07. 2011 das erste Gelöbnis der Bundeswehr nach der Umstrukturierung in eine freiwilligen Armee statt. Diese Show, einem Aufmarsch von Gladiatoren gleich, als “Öffentliche Veranstaltung” umworben, durfte nur von auserwählten Bürgern besucht werden. Um unliebsame Störer abzuhalten wurden rund um den Reichstag diverse Straßen vom öffentlichen Verkehr ausgesperrt.

Das Interesse aus der Geschäftswelt an dieser Gala Deutscher Kriegsspieler war natürlich enorm. Wollte das Kapital sich doch als Augenzeuge ansehen, wer Ihnen denn demnächst die Transportwege für benötigte Bodenschätze aus aller Welt freihalten wird. Als Hauptredner vergaß der Bundespräsident Christian Wulff natürlich nicht zu erwähnen, dass das Deutsche Militär in der Mitte der Bevölkerung stehe und voll akzeptiert sei. Aufgrund der großen Akzeptanz musste diese Veranstaltung dann auch großzügig abgesichert werden.

So scheint ihm auch entgangen zu sein das laut einer Emnid Umfrage 94 % der Bürgerschaft einem Kriegseinsatz wie in Afghanistan ablehnend gegenüber stehen. Daran ändert auch der Ausdruck Parlamentsarmee nichts, weisen doch heute schon die Wahlen nur noch eine Beteiligung von gerade einmal 50 % aus. Die Wähler lehnen es immer mehr ab, selbsternannten Volksvertretern ihre Stimme zu geben, welche nach den Wahlen zeigen, dass ihnen die Menschen letztendlich vollkommen gleichgültig sind. Seine erweiterte Aufforderung das Parlament müsse die Notwendigkeit der Militäreinsätze besser herüber bringen grenzt in einen solchen Zusammenhang schon an Sarkasmus.

Ein friedliebendes Volk von der Notwendigkeit der Durchführung von Kriegseinsätzen im Ausland zu überzeugen ist schlichtweg nicht möglich. Eine öffentliche Akzeptanz hieße Gewalt Gesellschaftsfähig zu machen. Vergessen wird von den Politikern natürlich mit bedacht, das einen Krieg normal immer ein Versagen der gewählten Politiker vorausgeht.

Wie sehr die Bundeswehr im Volk auf Ablehnung stößt, zeigt sich auch daran dass, wie der NDR meldet,  in Schleswig Holstein und Bremen, bereits 20 % der in dortigen Standorten eingerückten Freiwilligen ihren Dienst schon wieder quittiert haben. Als erste Freiwillige waren Anfang Juli 3400 Rekruten in die Kasernen eingerückt.

Erinnern sollte man die Bürger auch immer daran dass verschiedene paranoide Kräfte in diesem Land immer noch den Einsatz des Militärs auch innerhalb unseres Landes als ihr politisches Ziel erklärt haben. Den letzten Unruhen in einigen Arabischen Staaten, Nordafrika oder auch Griechenland und Spanien ins Auge sehend, eine absolute Horrorvorstellung, da der politische Missbrauch auch hier möglich wäre, sollte sich die politische Mafia in ihrer Macht gefährdet sehen.!

Auch die LandesschülerInnenvertretungen melden unterdessen Kritik gegen ein verdecktes Sponsoring durch die Bundeswehr von Seminaren an. Michael Schmidt, Chef der LandeschülerInnen Berlin: “Durch die Seminare will die Bundeswehr Schüler ködern, um die militaristischen Strukturen und die angebliche Friedenspolitik zu fördern.” (TAZ)

Die Reaktionen der Jugend zeigen, dass trotz der bekannten Bildungsmisere  diese sich heute kein X für ein U vormachen lassen. Auch von kriegslüsternen Politikern nicht, welche für gewöhnlich in Hinterzimmern verweilen während andere für sie die Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Sie wissen das eine Kugel ausreichen kann, um in einen Blechsarg die Heimreise als Held antreten zu können…

IE

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Leyen I zum x-ten

Erstellt von UP. am 21. Juli 2011

Der Freitag titelt Das Erbe von Hartz IV, wobei es eigentlich das Erbe vom Graf ist, der Kohl’schen 16-jährigen Dauerbrennerei, dann der Fischer/Schröder Administration, die die Drecksarbeit machte, die die von der Leyen fröhlich fortführt, damit die Armen immer ärmer werden zum Nutz und Frommen weniger. Das Volk wird verladen - eine effektive Steuerreform wird verschleppt und die relevanten Entscheidungen des sogenannten Verfassungsgerichts werden von der Politik des Hosenanzugsdes schlicht ignoriert. Das ist Deutschland! Und die Gewerkschaften schauen seit 30 Jahren zu!

Das Erbe von Hartz IV

Die Einkommen von Geringverdienern sinken weiter. Schuld sind der Zwang, jeden noch so schlechten Job anzunehmen, und eine ungesunde Symbiose von DGB und SPD
„Gehälter sinken im Aufschwung“, so überschreibt die Berliner Zeitung einen Bericht über bisher unveröffentlichte Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DiW) zur Lohnentwicklung seit der Jahrtausendwende. Besonders betroffen sind die unteren Einkommensgruppen. Sie haben heute 16 bis 22 Prozent weniger in der Tasche als noch vor zehn Jahren. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1000 Euro ist dies ein Verlust von rund 200 Euro. Die Realeinkommen der Besserverdienenden sind hingegen leicht gestiegen, Vermögenseinkommen sogar kräftig.

>>> weiterlesen FREITAG

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Die Märchenstunden des O

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juli 2011

Im “Neuen Deutschland” setzt sich Oskar Lafontaine mit einem Buch zur Stalinismus Kritik auseinander. Ein Buch in welchen Texte über eine Gesellschaftsordnung gesammelt wurden, die von der DDR-Bevölkerung nicht mehr ertragen wurden. Herausgeberin ist Gesine Lötzsch welche Zeitungsartikel nach den Fall der Mauer gesammelt hat.

Interessant hierbei, dass Lafontaine damit auch in die Kritik des nach ihm benannten Leib- und Magen- Blog geraten ist und das mit Sicherheit nicht ganz zu Unrecht. Fallen doch nicht nur einigen wenigen die sich mehrenden Unstimmigkeiten in der Interpretation zu aktuellen politischen Themen auf. Die entsprechenden  Erkenntnisse daraus seien dem jeweiligen Betrachter überlassen, da sie je nach politischer Sichtweise  differenziert ausfallen werden. Unserer Meinung nach weist das alles auf eine gewisse  Unzufriedenheit mit einer sich anbahnenden Eskalation in seinen eigenen Landesverband hin, in dem er seine eigene Führungsschwäche nicht mehr verleugnen kann. Die Linke im Saarland ist ein Spiegelbild der Gesamtpartei. Die schleichende Demontage eines politischen Denkmal.

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Der Bericht aus dem Neuen Deutschland:

Nicht die Partei, sondern das System

Oskar Lafontaine über ein Buch zur Stalinismus-Kritik

In diesem Buch – »Alles auf den Prüfstand! Texte zur DDR-Geschichte im ›Neuen Deutschland‹« – setzen sich Mitglieder und Sympathisanten der LINKEN mit der Geschichte des Staatssozialismus im 20. Jahrhundert auseinander – ein Buch, das zur rechten Zeit kommt. Denn mit ihrem Grundsatzprogramm will DIE LINKE den Entwurf für eine demokratische und sozialistische Gesellschaft im 21. Jahrhundert vorlegen, und das kann sie nur, wenn sie die Geschichte und vor allem die Irrtümer des Sozialismus im vergangenen Säculum aufarbeitet.

Überzeugte Sozialisten müssen sich immer wieder der Frage stellen, warum im Namen einer großartigen Menschheitsidee eine Gesellschaft, in der die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist, so viele Verbrechen begangen wurden. Dabei muss sie aufzeigen, dass das Streben nach Gleichheit nicht notwendig zur Zerstörung der Freiheit führt, sondern dass Gleichheit und Freiheit einander bedingen.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

Zum Kommentar: “Auf dem Prüfstand”

IE

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Förderung von Beteiligung

Erstellt von Bernd Wittich am 21. Juli 2011

Landtagswahlen – Nachlese 1:

Förderung von Beteiligung

Hier geht es um  konkrete Folgerungen aus der verlorenen Wahl.

Der Wahlkampfstab verfügte über 400.000 Euro, viel Geld. Wofür haben wir es ausgegeben?

Ein Fallbeispiel:

Es wurden Fahrzeuge gemietet und ein hauptamtlicher Wahlkampfstabsmitarbeiter verteilte Material.

Es gänge auch so:

In unserer Partei gibt es Erwerbslose und SeniorInnen die über ein Fahrzeug, zeitweilige Lagerflächen für Wahlkampfmaterialien und Zeit verfügen.

Sie hätten bei Erstattung der Kosten (Kilometergeld) die Aufgabe der Materialverteilung gern erledigt. Und das Wichtigste dabei:

Sie hätten sich nützlich gefühlt, sie hätten gespürt, „ich werde von meiner Partei gebraucht“.

Die Beteiligung vieler Mitglieder und BürgerInnen zu ermöglichen, dass ist die vorrangige Aufgabe der gewählten und besonders der bezahlten Funktionäre und Mandatsträger der Partei.  Die Partei muss äußerste Anstrengungen darauf verwenden, die sozialökonomischen Ungleichheiten zwischen den Mitgliedern nicht organisationspolitisch zu reproduzieren. Hartz IV-BezieherInnen, Minijobber, Bezieher von Armutsrenten, Menschen mit Behinderungen müssen sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten beteiligen können.

Wenn Parteifunktionäre zentralistisch denken und handeln, wenn sie mit dem Einsatz von Geld versuchen das Engagement der Vielen zu ersetzen, indem sie Dienstleistungen einkaufen, dann verfehlt dieser Stil von Parteiarbeit unser politisches Ziel: Menschen zu ermutigen, unabhängig von den Regierenden zu handeln.

Die Partei braucht unter anderen ein Finanzkonzept im Land und in den Kreisen, indem die Förderung, die Ermöglichung  des freiwilligen Engagements im Zentrum steht. Was heißt das konkret? Wir müssen unsere Mitglieder und SympahtisantInnen fragen, welche Unterstützung sie für ihr Engagement brauchen.

Freiwilliges Engagament benötigt passfähige Weiterbildungsangebote (Literatur, Seminare), die Erstattung der Kosten (oder der Organisation von Fahrgemeinsschaften) notwendiger Mobilität (ÖPNV, PKW, zusätzlicher Verpflegungsaufwand), gegebenfalls die Unterstützung zur Ermöglichung der notwendigen Telekommunikation und dem Internetzugang. An der Basis der Partei muss die Finanzierbarkeit von selbst erstelltem Material (Papier-, Kopier- oder Druckkosten)  solidarisch ermöglicht werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass nur jene aller Ortens vielfältig ausdauernd aktiv  sein können, die „es sich leisten können“ oder die ausschließlich zu dem Zweck an Ressourcen der Partei oder der ManadatsträgerInnen beteiligt werden, um deren Meinung kritiklos zu teilen und  sich als „WahlkampfhelferIn“ für die jeweilige GeldgeberIn nützlich machen. So würde in einer Partei mit oft knappen persönlichen Ressourcen Loyalität „gekauft“.

Bernd Wittich, Ludwigshafen

Direktkommentar:

Schon in meiner Zeit als 1. Vorsitzender des KV WAF wurde mir empfohlen nicht jedermann in die Partei aufzunehmen. “Die Neuen müssen passen und Türken welche nicht ausreichend Deutsch sprechen, brauchen wir auch nicht.” Das hiess für mich zu der Zeit schon, dass hier eine gewisse Clique unter sich bleiben wollte. Pöstcheninhabern und Mandatsträgern reichten ein paar Claqueure aus. Der Zugang zur Bevölkerung wurde und wird hier im Westen bis zum heutigen Tag nicht gesucht da ein mehr an Mitgliedern als Konkurrenz und nicht als Mitstreiter gesehen werden.
Red.DL/IE

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Die Kochkiste

Erstellt von UP. am 21. Juli 2011

Da in den Zeiten der Energieverknappung das Sparen derselben angesagt ist, haben wir in unserem Archiv gegraben und sind fündig geworden. Damit mittags ein Eintopf oder mehr zur Verfügung steht, ist diese Kochkiste ein ideales Hilfsmittel, Energie und Zeit zu sparen.
Natürlich kann man, wenn die Kiste gross genug ist, auch ein halbes Schwein darin fertiggaren - eine gute Alternative der langsam langweilig werdenden Grillerei. Man muss nur Steine in einem Feuer heiss machen und diese mit in der Kiste gut gepackt einschichten. Bestens geeignet sind hier sogenannte Ziegelsteine im NF-Format, die aufgrund ihrer inneren Struktur die Hitze bestens speichern. Das ist natürlich Männerarbeit - und Feuer wird auch gemacht.
Dieses System der Kochkiste wird seit Jahrhunderten bereits von den Natives auf Neu-Guinea angewandt, die die Kochkiste als Erdgrube anlegen. Diese Grube wird mit Blättern ausgeschlagen, das Schwein wird eingeschichtet, und die im Feuer heissgemachten Steine werden drauf gepackt. Das Ganze wird wieder mit Blättern abgedeckt und mit Erde überschüttet. Das Schwein ist dann nach 22,5 Stunden gar. Wer einen eigenen Garten besitzt, wird natürlich diese Garung in der Erdgrube favorisieren.
Die nachfolgende vorzügliche Anleitung für die einfache Kochkiste wurde uns vor längerer Zeit einmal zugesandt; wer sie geschrieben hat, wissen wir leider nicht - nur soviel, dass diese Anleitung etwa 120 Jahre alt ist.
UP.

 
 

Einer der wichtigsten neueren Apparate, der in keiner Küche fehlen sollte, da er sowohl Arbeit und Zeit wie Brennmaterial und dadurch Geld spart, ist die Kochkiste. Sie beruht auf dem physikalischen Grundsatz, daß ein Gegenstand, der von schlechten Wärmeleitern umgeben ist, seine Temperatur, sei sie nun kalt oder warm, sehr lange unverändert behält. So kann die Kochkiste zugleich als Eisschrank, ja beinahe als Eismaschine und, wie ihr Name schon sagt, zum Garkochen dienen. In ihrer einfachen Form kann sie sich die Hausfrau leicht selbst herstellen. Sonst findet sie in den Haushaltsgeschäften in den verschiedensten Ausführungen und zu den verschiedensten Preisen geeignete Apparate. Um sie selbst herzustellen, verschafft man sich zunächst eine nicht zu große, starke, gut schließende Holzkiste mit Deckel, etwa eine der bekannten Stärkekisten der Firma Hoffmann. In diese kommt zunächst ein etwa 5 Zentimeter starkes Kissen aus Molton, das mit Holzwolle oder Heu gefüllt wird und den Boden gerade bedecken muß. Ein ebensolches Kissen nagelt man gegen den Deckel. Dann beschafft man sich je nach der Größe einen oder zwei Emailletöpfe mit gut schließendem Deckel, stellt sie in die Kiste und polstert nun um sie herum die Wände und, wenn es zwei sind, den Zwischenraum zwischen den beiden so mit Holzwolle aus, daß gerade nur noch der Raum bleibt, in den sie hineinpassen. Diese Polster bekleidet man ebenfalls mit Molton. Die Töpfe dürfen nur so groß sein, daß die Polster auf allen Seiten zum mindesten 5 Zentimeter dick sind. Wenn sie zu niedrig sind, so daß sich zwischen dem Kissen des Kistendeckels und ihrem Deckel noch ein Luftraum befindet, muß man noch einmal in Moltonkissen mit Holzwolle stopfen, das diesen Raum vollkommen ausfüllt. An dem Deckel der Kiste muß noch eine Schließvorrichtung angebracht sein.
Damit wäre die ganze Kochkiste, die man sich also für wenig Geld selbst herstellen kann, fertig. Um darin zu kochen, hat man die Speisen nur auf dem Feuer oder auf der Gas- oder Spiritusflamme etwa eine halbe Stunde lang anzukochen und nach dieser Zeit, wenn sie tüchtig im Kochen sind, den geschlossenen Topf rasch in die Kochkiste zu setzen, diese zu schließen und die Speisen, ohne daß man sich im geringsten um sie kümmert, ruhig ihrem Schicksal zu überlassen. Man kann im allgemeinen rechnen, daß sie in der Kochkiste etwa die doppelte Zeit brauchen, die sie auf Feuer brauchen würden. Jedenfalls kann man die Speisen ruhig ein paar Stunden länger darin lassen, sie verderben auf keinen Fall. Ja, viele Speisen, die eine lange Kochzeit haben und langsam und gleichmäßig kochen sollen, werden viel besser in der Kochkiste, als auf dem Feuer. So kann man Reis, der vielleicht mit Rindfleisch oder mit einem Huhn weichgekocht werden soll, sehr gut schon abends in die Kochkiste setzen, um ihn am nächsten Tage mittags fertig herauszunehmen. Ebenso ist es mit dem Sauerkohl, Erbsen und Fleisch oder anderen zusammengekochten Speisen. Dieses Beispiel zeigt, ein wie unschätzbares Hilfsmittel die Kochkiste für die erwerbende Frau ist, die nicht die Zeit hat, sich viel um die Küche zu kümmern, oder die ihr Beruf in den Vormittagsstunden aus dem Hause führt.
Es gibt jetzt eine ganze Anzahl von Konstruktionen, die diese einfache Form der Kochkiste variieren und verbessern. Meistens sind in ihnen sogenannte Wärmesteine angebracht, die auf dem Feuer erhitzt werden und über und unter den Topf mit der Speise gelegt werden. Mit ihrer Hilfe kann man die Kochzeit erheblich verringern, ja, es läßt sich in der Kochkiste nicht nur kochen, sondern auch sogar braten und backen.
Weniger bekannt ist es, daß sich die Kochkiste im Sommer auch sehr gut zum Kühlhalten von Speisen und Getränken verwenden läßt, die dann natürlich gut gekühlt in sie eingesetzt werden müssen. Da ihre Wirksamkeit in Wärmeisolation besteht, so ist es klar, daß sie ebenso eine kühle, wie eine warme Temperatur den ihr anvertrauten Dingen lang erhält. Wenn sie richtig angefertigt ist, ist ihre Isolation so gut, daß sich sogar Gefrorenes in ihr anfertigen läßt. Man benötigt dann noch außer des in sie eingepackten Topfes eines kleineren, der ebenfalls gut schließen und so in den ersten Topf eingelegt werden muß, daß noch ringsum sowie oben und unten eine Lage der Kältemischung Raum hat. Die Kältemischung besteht am zweckmäßigsten und einfachsten aus fein zerkleinertem Eis, das mit einem Drittel seiner Gewichtsmenge Viehsalz untermischt ist. In den kleineren Topf kommen dann die gut gekühlte zu gefrierende Masse (Fruchtsaft oder Creme) und außen herum die Kältemischung. Man Muß von zehn zu zehn Minuten nachsehen, das bereits Gefrorene vom Rand abstoßen und die Masse gut durchmischen. Wenn die ganze Masse breittritt gefroren ist, füllt man die Kältemischung noch einmal auf, schließt die Kiste gut und läßt das Eis noch etwa eine Stunde lang in der Kiste stehen oder reifen, wie der Ausdruck lautet. Der Versuch lohnt sich, wenn man keine wirkliche Eismaschine besitzt, und man wird erstaunt sein, mit wie wenig Arbeit und mit welch geringem Verbrauch an Eis sich in der Kochkiste Gefrorenes herstellen läßt.

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