Die Nettolöhne
Erstellt von UP. am 19. Juli 2011
die realen, die wirklichen - das, was die Menschen im Geldbeutel haben - sind gesunken! Und das kontinuierlich seit der Jahrtausendwende - in Worten: seit über 10 Jahren!
Berlin. Die realen Nettolöhne von Geringverdienern sind seit der Jahrtausendwende stark gesunken. In den unteren Einkommensgruppen haben die Einbußen laut einem Medienbericht 16 bis 22 Prozent betragen, im Durchschnitt aller Beschäftigten liege das Minus bei 2,5 Prozent.
Bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen hätten die Einbußen 16 bis 22 Prozent betragen, berichtete die „Berliner Zeitung“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Im Durchschnitt aller Beschäftigten seien die Nettogehälter zwischen 2000 und 2010 preisbereinigt um 2,5 Prozent zurückgegangen. Das geht den Angaben zufolge aus neuen Umfrageergebnissen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hervor.
Die WAZ widmet diesem Thema diesen aufschlussreichen Artikel.
Es fällt einem eigentlich nichts weiter ein dazu. Es kommt dabei allerdings so ein Gefühl von Wut hoch. Und wenn man dann noch hört, dass die Nürnberger Bundesanstalt Exkursionen nach Spanien unternimmt, um Fachkräfte zu rekrutieren, fällt einem noch weniger ein.
Wie lange lässt sich das Volk - mit Verlaub - diese Verarsche noch gefallen?
Wir können es nur immer wieder wiederholen: Der Hosenanzug - die Bundeskanzlerin Angela Merkel - Honeckers Vermächtnis - bestimmt die Richtlinien der Politik. Und die Wirtschaft bildete nicht aus. Ärzte wandern nach England oder die Schweiz aus (hier wartet der Kassen - Patient drei Monate auf einen Termin). Und die Wirtschaft sucht krampfhaft Fachkräfte. Die Spesen der Bundesanstalt sollte Kannegiesser & Co bezahlen.
Und die Nettolöhne sinken weiter. Wir haben so viel Teilzeit- und “minderbemittelt” Beschäftige wie nie zuvor, die die Rentenkassen kaum weiter auffüllen, die aber irrwitzigerweise voll sind. Diese Volkswirtschaft ist kaum noch zu erklären, weil alles aus Zufällen und willkürlichen Entscheidungen der Politik resultiert; denn die Weisen der Wirtschaft wissen nicht mehr was sie tun, weil sie heute raten, wovon sie vorgestern noch abrieten, obwohl die Grundsätze sich kaum änderten.
Weil die Rentenkassen voll sind, will man die Beiträge senken. Wann kommt endlich die grosse Steuerreform - nämlich die des Professors aus Heidelberg? Die Politik tut nichts mehr für die Menschen im Staate “D”; die Armen werden immer ärmer, und die Reichen immer reicher.
Noch einmal mit Verlaub: Es ist nur noch zum Kotzen! Die Spirale der Abnahme der realen Nettolöhne spitzt sich zu. Aber die Wirtschaft brummt.
Wer bereichert sich zum Schaden der abhängig Beschäftigen??? Wer bereichert sich an den Profiten des Heers der Sklavenarbeiter??? Wo bleibt der flächendeckende Mindestlohn???
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