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Archiv für Juli 10th, 2011

* VdK zu Altersarmut

Erstellt von UP. am 10. Juli 2011

Eine Pressemeldung des VdK zur Altersarmut; wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf
http://www.demokratisch-links.de/armut-im-alter

VdK: Altersarmut bekämpfen statt Rentenbeiträge senken

“Rentenbeitragssenkungen sind nicht das Gebot der Stunde”, so die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, anlässlich heute veröffentlichter Meldungen, nach denen die Bundesregierung den Rentenbeitrag zum 1. Januar 2012 um 0,3 Prozent senken will. Mascher weiter: “Die Überschüsse der Rentenkassen sollten lieber in die Bekämpfung und Vermeidung von Altersarmut investiert werden.” Vor allem Geringverdiener und Erwerbsgeminderte müssten besser für das Alter abgesichert werden.

Mascher forderte die Bundesregierung auf, die Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen: “Damit wäre ein Mindeststandard an Alterssicherung für Millionen Geringverdiener gewährleistet”. Auch Erwerbsminderungsrentner müssten vor Rentenkürzungen bewahrt werden: “Menschen, die wegen einer Krankheit nicht in der Lage sind, das gesetzliche Renteneintrittsalter zu erreichen, dürfen nicht in die Altersarmut abgedrängt werden.”

Die Altersarmut sei deutschlandweit auf dem Vormarsch, so die VdK-Präsidentin. Sie verwies auf die Entwicklung bei den Grundsicherungsempfängern im Alter. Die Zahlen sind hier zwischen 2003 und 2009 um 55 Prozent gestiegen. “Altersarmut ist kein theoretisches Problem mehr, sie ist eine konkrete Gefahr für immer mehr Menschen in Deutschland”, fasste Mascher zusammen.

Die Lage der Rentnerinnen und Rentner entwickelt sich nach Ansicht des Sozialverbands VdK auch deshalb so brisant, weil die Rentenkürzungsfaktoren Jahr für Jahr die Renten dämpfen. So fiel beispielsweise die Rentenerhöhung vom 1. Juli 2011 mit 0,99 Prozent erheblich niedriger aus als die durchschnittlichen Lohnsteigerungen von 3,1 Prozent im Westen und 2,55 Prozent im Osten und deckt nicht einmal die aktuelle Inflationsrate von 2,3 Prozent.

Ulrike Mascher verwies beim Thema Altersarmut auch auf die VdK-Forderung nach einer besseren rentenrechtlichen Absicherung für pflegende Angehörige, die ihre Familienmitglieder zu Hause versorgen und dafür bisher so gut wie keine Rentenansprüche erwerben. Vor allem Frauen seien dadurch “stark von Altersarmut bedroht”.

Die Vermeidung von Altersarmut müsse an mehreren Stellen ansetzen, sagte Mascher: “Wir fordern einen branchenübergreifenden, flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Von Hungerlöhnen lässt sich keine armutsvermeidende Altersversorgung aufbauen.”

Um all diese Ansätze zu bündeln, sollten Armutsbeauftragte bei Bund und Ländern eingesetzt werden, die die Sozial-, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Bildungspolitik koordinieren. Mascher: “Die Bundesregierung muss die günstigen finanziellen Bedingungen nutzen und jetzt einen konkreten nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut auf den Weg bringen.” (Michael Pausder)
 
Nachtrag vom 11.07.11
Als kleines Bonbon noch eine kleine Geschichte als POWERPOINT. Von zwei Gruppen Menschen wird dort berichtet. Dabei fällt mir die Story der über 70-jährigen Bankräuber ein. Denen ging es wohlmöglich gar nicht um die Kohle - ein ganz neuer Aspekt.
 


Der “Klack” zeigt das bekannte Download-Fenster mit den Optionen “öffnen mit” und “Datei speichern”. Leider lässt sich die hinterlegte “Pack&Go”-Powerpoint-Datei, wie wir feststellten, nicht öffnen, wenn Powerpoint nicht auf dem lokalen Rechner installiert ist.
Die Datei kann dann in ein Verzeichnis eigener Wahl heruntergeladen (gedownloadet) werden. Von dort lässt sich in der Regel diese “Pack&Go”-Version öffnen.

 

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* Linke Saar Turbulenzen

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Juli 2011

Ist die Katze aus dem Haus, Tanzen die Mäuse auf den Tisch. So lautet eine Redewendung welche in den letzten Tagen in Saarbrücken umgesetzt wurde. Allerdings tanzte dort nicht die Maus sondern der Lutze, seines Zeichens Landesgeschäftsführer des Landesverbandes der DIE LINKE.

Dabei geht es immer noch um den Verein LGK und seinen Vorsitzenden Mike Martin. Hatte doch der Chef der LINKEN, Rolf Linsler noch in der letzten Woche gegenüber der Saarbrücker-Zeitung  auf den Erhalt des Vereins mit folgenden Worten bestanden:

“Linsler bleibt dabei: “Der Verein ist ein Bestandteil der Partei Die Linke”, unterstreicht er gegenüber der SZ. Denn zum einen trage die Gruppe die Bezeichnung Linke in der parteieigenen Schreibweise (ausschließlich Großbuchstaben) im Titel. “Zum anderen wurden Seminare von der parteinahen Peter-Imandt-Stiftung finanziert”, ergänzt Linsler.”

Wir berichteten darüber am 06. 07. 2011 in dem Bericht “Saar Vereinsende II”

Wir können der Presse hier nur empfehlen in Zukunft die parteieigene Schreibweise zu unterlassen und den Namen nicht in Großbuchstaben zu schreiben, da ansonsten eine feindliche Übernahme durch Rolf Linsler möglich wäre.

Unter dem Titel “Hasborner sorgt für Hü und Hott bei Saar-Linke” macht Lutze nun sich und seine Partei bundesweit zum Kaspar und schürt damit ein im Saarland verbreitetes Gerücht von einem erzwungenen Rücktritt Rolf Linslers, da dieser seinen Laden nicht mehr unter Kontrolle habe.

Wie anders wäre es zu erklären dass Lutze abwartet bis Rolf Linsler nach Sylt in den Urlaub aufgebrochen ist, um alsbald Mike Martin mit einer Mail sein Nichtinteresse an den Erhalt des Vereins zu bekunden und diesen peinlichen Vorgang der Presse nun mit erhaltenen Informationen aus der Bundesfraktion in Berlin zu erklären? Wie sagt man so schön: “Wenn der Bauer nicht schwimmen kann liegt es an der Badehose”.

Hier der Bericht aus der Saarbrücker-Zeitung:

Reden die Mitglieder des Landesvorstandes der Saar-Linken miteinander? Daran zweifelt Ex-Genosse Mike Martin.  Denn während Parteichef Rolf Linsler zu Wochenbeginn davon sprach, den vom Hasborner Martin ins Leben gerufenen Verein Linke Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar (LGK) erhalten zu wollen, gab es jetzt eine 180-Grad-Wende vom Linke-Landesgeschäftsführer Thomas Lutze. Der schrieb dem zum Jahresanfang aus der Partei ausgetretenen St.Wendeler Kreistagsmitglied in einer E-Mail: “Seitens der Partei Die Linke, Landesverband Saar, besteht kein Interesse an einem zusätzlichen Verein. Unsere Bildungsarbeit wird über die Peter-Imandt-Gesellschaft oder über Strukturen der Partei organisiert.” Das gleiche Terrain, das auch der Verein LGK bestreiten wollte. Martin hatte angekündigt, ihn aufzulösen (wir berichteten).

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

IE

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* Gemeinsames Wehren

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Juli 2011

Hier ein sehr interessanter Bericht aus Griechenland welchen wir auf Ver.di PUBLIK gefunden haben. Von Dimitris Psarras. IE

Nur ein Jahr nach der Verordnung des ersten Rettungsplans für Griechenland sollen die griechischen Erwerbstätigen erneut Opfer bringen, weil sich herausgestellt hat, dass der Verzicht der letzten zwölf Monate nicht ausreicht, um das Land vor dem Konkurs zu bewahren. Im Laufe dieses Jahres wurde viel Schlechtes über die griechischen Lohnabhängigen und das Land selbst geschrieben und gesagt - und längst nicht alles beruhte auf Tatsachen. Die wichtigste Anklage hieß, die übertrieben große Zahl öffentlicher Angestellter und viel zu hohe öffentliche Ausgaben seien schuld an den steigenden griechischen Staatsschulden.

Wie sich bei einer Erhebung der Regierung im Jahr 2010 herausgestellt hat, arbeiten in Griechenland nicht mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst als in anderen Euroländern. Der Anteil der öffentlich Beschäftigten an allen Erwerbstätigen unterscheidet sich nicht. Und auch die öffentlichen Ausgaben sind in den letzten Jahren etwa gleich geblieben. Die Staatsquote - der Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) - lag vor der Krise mit 44,9 Prozent etwas unter dem EU-Durchschnitt von 46,3 Prozent. Aufgrund des hohen Wachstums hätten die Staatsschulden von 1994, als der Weg in den Euro festgelegt wurde, bis 2008, als die Krise uns erreichte, deutlich sinken müssen. Doch das geschah nicht, im Gegenteil: Die Staatsschulden stiegen, weil die öffentlichen Einnahmen und besonders die Unternehmens- und Vermögenssteuereinnahmen nicht genauso wuchsen wie die Schulden.

Quelle: Ver.di Publik >>>>> weiterlesen

Foto: verlinkt mit Ver.di PUBLIK von TSIRONIS/AP/DDP

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