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Archiv für Juli, 2011

Ladungs - Einspruch Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2011

Gilbert Kallenborn
DIE LINKE
66798 Wallerfangen

An die                                                                                                Landesschiedskommission                                                                                                       DIE LINKE                                                                                                                            z.Hd. Julia Maus                                                                                                    66111Saarbrücken                                                                                                                LSK-Reg.34/11

An die                                                                                                                       Bundesschiedskommission                                                                                                       DIE LINKE
z.Hd. Sibylle Wankel
10178 Berlin

********************************************************

Wallerfangen, den 29. Juli 2011

Betreff: Eröffnung der Wahlanfechtung des Lafontaine Wahl  Kreis 66740 SLS Erneute Weigerung von Prüfung der Wahlunterlagen gem. § 13 WO im Beweisbeschluss vom 26. Juli 2011, erh. 28.7.11.

Liebe Genossinnen,Genossen,

Hiermit bestätige ich den Eingang des Beweisbeschlusses sowie der Ladung unter obiger Bez. Nr. mit Post “per Einschreiben” am 28. 07.2011.

Genauso wie schon im Ensdorf-Verfahren LSK Reg 13/10 (BschK 40/2010,102/2010) unter den Verschlepper - Vorsitz W. Fieg, unterdrückt die neue LSK (schnell, aber genauso rechtswidrig) meine mehrfach gestellten konkreten Anträge auf Einbeziehung der Wahlunterlagen vom 30. 5. 2011 vom und 12. 6. 2011 gem. § 13 WO / DIE LINKE sowie der Öffnung/Siegelbruch unter Zeugen in der LSK - Sitzung.

Ohne dieses rechtliche Gehör, sowie aus anderen ebenso schwerwiegenden Gründen, werde ich nicht am “Wahlprüfungstermin” des 12.August (Ladung) 2011 teilnehmen, da ich mich nicht zum Objekt des Verfahrens machen lasse.

“vgl. dazu die Rechtsprechung. des BVerfG der letzten 5 Dekaden…BGH analog zu Art.103 Abs.1 GG, sowie des § 1 der SchO selber hin. Verletzung des Rechtsstaatsprinzipes”.

Hier wird im Blitzverfahren das rechtliche Gehör ausgeräumt und nicht gesichert.

Der Beweisbeschluss Reg 34/11 v. 26.Juli 2011 ist im übrigen unter Teilnahme, einer  mehrfach gezielt und gewollten und nie selber korrigierten Aktenfälschung, des verantwortlichen Gen.Wolfgang Fieg ergangen. Einschließlich eines seit einem halben Jahr unsichtbaren RA Pütz (nimmt an keinen LSK-Sitzungen mehr teil?) und lädt zwar unter den Punkten a.) bis e.) die halbe Landesgeschäftsstelle der Linken Saar ein. Die Genossinnen Beate und Christin waren zu keinem Zeitpunkt für die Wahlfälschungen des 30. 5. 2011 oder des 12. 6. 2011 verantwortlich! Sie waren, soweit ich beurteilen kann, auf den Wahlveranstaltungen überhaupt nicht anwesend! Beweis: Gästeliste.

Das deutet auf eine nur selektive Sachaufklärung, anstelle einer vollen Wahlprüfung hin, wobei, wie im Pappschachtelverfahren Ensdorf, mein Antrag gem.§ 13 WO / Prüfung glatt und absichtlich übergangen wird.

Vor der BSchK, wird hier seit Jahren der § 13 WO negiert, umgangen und verhindert, welcher in sich als Kern eines demokratischen Paragraphen anzusehen, sowie einer rechtsstaatlichen Willenserklärung der Bundeslinken gleich kommt, welche gezielt von der Saar-LSK und der Landesführung gebrochen wird.

Jahrelang in jeder Saar-Linken-Wahl, hat niemand den § 13 WO respektiert. Wahlunterlagen wurden beseitigt, gefälscht, verhindert, manipuliert und so gegen das Gebot der Bundeslinken und selber also gegen den Willen der Bundespartei als auch des GG verstoßen..

Der mangelhafte Beweisbeschluss LSK-Reg 34/11, vom 27. 7. 2011. der die Beweisführung in die Landesgeschäftsstelle Die LINKE Saarbrücken trägt, anstelle die Wahlunterlagen gem.§ 13 WO, versiegelt und mit 3 Unterschriften versehen, vom MdL Wolfgang Schumacher, der sie verwahrt, entgegenzunehmen und ihn als Kreisvorstand, einzuziehen, trennt man willkürlich den Antragsteller vom eigentlichen Antrag, missachtet erneut den Kerngehalt des § 13 WO, ohne dessen Sicherung es keine demokratisch zulässige Wahl gibt.

Ich beantrage erneut und zum x - ten Male:

Die Einbeziehung der versiegelten Wahlunterlagen gem. 13 WO und den Siegelbruch unter Zeugen, den Verfahrensbeteiligten LSK Reg 34/11 sowie der Öffentlichkeit.

Die Wähler haben ein Recht auf Tatsachenaufklärung wie hier mit Demokratie und Verfassungsrechten umgangen wird: Kurz um verfassungswidrig. Die Wahlen der Saar-Linken haben sich durch gezielte Manipulation, nicht “Fehler”, vom Rechtsstaat enfernt, sie ähneln der DDR-Kaderwahl und Justiz.

Im Gegensatz zur Bundeslinken, insbesondere der Bundesländer im Osten, die die DDR-Methoden erlebt und überlebt haben, wird an der Saar durch linke Amtsträger gezielt der Rechtsstaat außer Kraft gesetzt. Die Verletzung ja die offene Ablehnung, >öffentlich durch Oskar Lafontaine persönlich  am 30. 5. 2011 in Dillingen/Saar, bei seiner Wahl zum Bundesdelegierten,< der geheimen Wahl von: Versammlungsleitung, Mandatsprüfungskommission, Wahlkommission, gemäß § 2 Abs. 2 der LINKEN WO selber, ist eine machthungrige Verachtung des Rechtsstaates selber. Um selber für Erfurt gewählt zu werden (Bundesparteitag), egal wie.

Mit kritischem Gruß und:Schalom!

Gilbert Kallenborn -Die Linke-GV 66798 Wallerfangen 29.7.2011

Beweisbeschluss: >Hier<

Ladung : >Hier<

IE

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Kein Bock auf Bundeswehr

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2011

Über den Versuch der Bundeswehr durch die Schulen oder auch Arbeitsämter bei den Jugendlichen das Interesse für einen Dienst an Waffen zu wecken,  wurde auf dieser Seite schon des öfteren berichtet. Über  folgende Links sind einige Beispiele aufgeführt:

“Krieg spielende Kinder”
“Krieg im Klassenzimmer”
“Merkels Schmerz”

Lang, lang ist es her als der Slogan “Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen” noch seine Gültigkeit hatte. Heute ist Deutsches Militär wieder in vielen Ländern dieser Erde vertreten, vorrangig um, wie man so schön verharmlosend sagt, die Transportwege für Bodenschätze welche von der Industrie benötigt werden, zu sichern.

Nach Abschaffung der Wehrpflicht zum 30. Juni dieses Jahres geht unserem Kriegsminister so langsam das Kanonenfutter aus und es wird versucht mit den abenteuerlichsten Slogans die Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten. Über eines dieser Werbebeispiele berichteten wir am 06. 07. 2011 unter “Wir. Dienen. Deutschland”.

So können wir denn heute lesen das die freiwilligen Ausbildung bei der Bundeswehr als Flop bezeichnet wird und blicken mit  Stolz auf eine Jugend, welche sich heute nicht mehr von kriegslüsternen Politikern zum Einsatz für den Krieg verleiten lässt. Die Zeit des Militärischen “Hurra” ist hoffentlich für immer Vergangenheit. Eine guter Bericht:

Armee ist Schülern zu tödlich

Die freiwillige Ausbildung bei der Bundeswehr kommt bei Jugendlichen nicht an. Obwohl die 94 Jugendoffiziere der Truppe im vergangenen Jahr über 5.000 Mal an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen zu Gast waren, um die neue Freiwilligenarmee anzupreisen, ist die Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber den Streitkräften gleich geblieben: “Bundeswehr ja - aber ohne mich!” Das geht aus dem bislang unveröffentlichten Jahresbericht der Jugendoffiziere hervor.

Vor allem das hohe Risiko der Auslandseinsätze lasse die Jugendlichen zweifeln: “Durch die in der Öffentlichkeit als hoch bewertete Zahl an gefallenen Soldaten im Einsatz kam es zu einer Änderung in der Einstellung zum Soldatenberuf”, schreiben die Offiziere. “Der Soldatenberuf wird mit Auslandseinsätzen und Gefahr für Leib und Leben assoziiert.” Generell interessieren sich Jugendliche wenig für die Bundeswehr. “Die Interessen der meisten Jugendlichen sind nicht im Bereich der Sicherheitspolitik zu suchen”, heißt es im Bericht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Hinweisen möchten wir auch auf die Internetseite der Organisation “Informationsstelle Militarisierung EV (IMI) Hier wird in vielen Artikeln auf die Probleme der Militarisierung hingewiesen.

IE

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Berliner LINKE im Duell

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2011

Klaus Lederer, Vorsitzender der DIE LINKE Berlin hat in einen Brief an die Intendantin des RBB Dagmar Reim, seinen Unmut über die Nichtberücksichtigung des Berliner Spitzenkandidaten Harald Wolf geäußert. In einen Artikel auf der Internetseite des Landesverband Berlin DIE LINKE, wird der Fernsehsender RBB zur Einhaltung des RBB Staatsvertrages aufgefordert.

Hier die Presserklärung des Landesvorstand:

»Ich fordere den rbb auf, die Entstehung des Sendekonzepts für die Vorwahlberichterstattung offenzulegen«, erklärt Klaus Lederer, Landesvorsitzender DIE LINKE. Berlin. »Sollten sich Presseberichte bewahrheiten, dass es ›Verhandlungen‹ zwischen rbb sowie SPD, CDU und Grünen über die Programmgestaltung gegeben hat, ist die Begründung des rbb, die Nichtberücksichtigung von Harald Wolf folge nur journalistischen Kriterien, nicht haltbar.«

Lederer weiter: »In einem Brief an Intendantin Dagmar Reim habe ich zum Ausdruck gebracht, dass DIE LINKE. Berlin die bisher bekannten Pläne zur Gestaltung der Informationspolitik bis zur Abgeordnetenhauswahl für nicht akzeptabel hält. Wir fordern, dass das RBB-Fernsehen den staatsvertraglichen Programmauftrag des Senders einhält, ausgewogen und angemessen zu berichten und der Vielfalt der bestehenden Meinungen Ausdruck zu verleihen.

DIE LINKE. Berlin will insbesondere wissen, welche nachvollziehbaren, rechtlich haltbaren und belastbaren Kriterien das RBB-Fernsehen entworfen und zugrunde gelegt hat, um dem verfassungsmäßigen Anspruch auf Gleichbehandlung aller Parteien nach Art. 21 i. V. m. Art. 5 Grundgesetz Rechnung zu tragen. Wie soll sichergestellt werden, dass die vierte große Parlamentspartei bei der Vorwahlberichterstattung angemessen und fair berücksichtigt wird und Raum für die Darstellung ihrer politischen Konzepte erhält? Wie wird insbesondere der massive mediale Vorteil ausgeglichen, der SPD, Grünen und CDU mit der hervorgehobenen Platzierung im Rahmen eines »Fersehduells« an hervorgehobenem Sendeplatz, unmittelbar vor der Wahl und mit entsprechendem öffentlichen Fokus eingeräumt wird?«

Quelle: DIE LINKE Landesverband Berlin

Ein Kommentar zum Fernsehduell

Linke will SPD duellieren

Endlich gehts mal zur Sache. Kurz vorm Start des offiziellen Plakatwahlkampfs bringt der RBB die Linke in Rage. Nur mit der grünen Herausfordererin Renate Künast und dem schwarzen Herausforderer Frank Henkel will der öffentlich-rechtliche Fernsehsender den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ins TV-Duell schicken. Harald Wolf, der bislang glücklose Spitzenkandidat der Linken, ginge demnach leer aus. Für den linken Landeschef Klaus Lederer ist das gar ein “politischer Skandal”.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Stellenangebote aus Hagen

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Juli 2011

Das auch DIE LINKE in unserer näheren Umgebung immer für negative Überraschungen fähig ist, beschreibt  ein Artikel aus der Stadt Hagen. Auch dort wird sehr viel vom “Sozialen” geredet und geschrieben aber scheinbar nicht entsprechend ausgeführt.

So weiß ein Arbeitssuchender über die Sprecherin des dortigen Kreisverbandes nicht viel Gutes zu berichten. Über offizielle Internetseiten des Arbeitsamt werden Stellenangebote Platziert welche wohl bei weiten nicht das halten was sich versprechen. Natürlich auch wiederum auf Kosten der Steuerzahler.

Hier der Artikel:

Un-Linke wollen für Arbeit nichts zahlen

Protagonisten der Hagener UnLinken erwecken mit Vorliebe den Eindruck, sich das „Soziale“ auf die Fahnen geschrieben zu haben. Beliebt sind in diesen Kreisen „die Behinderten“, deren Sorgen und Nöte gern zum eigenen Vorteil instrumentalisiert werden. Gleichzeitig achteten in der Vergangenheit die Mandatsträger akribisch darauf, dass die Aufwandsentschädigungen in die richtigen, nämlich ausschließlich die eigenen, Taschen flossen.

Geht es dagegen um die Beschäftigten in einem Unternehmen, das ein Mitglied des Kreisvorstands sein eigen nennt, ist Schluß mit lustig. Da spielen auch berechtigte Forderungen der Partei keine Rolle mehr. Da geht es nach gewohntem kapitalistischen Strickmuster nur noch um eins: Kostenlos Arbeitskraft abgreifen und selber kassieren. Damit es „sozialer“ aussieht, sind auch Behinderte wieder mit im Rennen.

Ein von diesen Machenschaften betroffener Arbeitssuchender stellte DOPPELWACHOLDER.DE folgenden Bericht zur Verfügung:

Quelle: Doppelwacholder >>>>> weiterlesen

IE

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Eine Reise des Klaus Ernst

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Juli 2011

Rückblickend auf unseren Artikel vom 29. 07. 2011 die “Linke streitet um Mauerbau” lesen wir heute in der Jungen Welt über weiteren Zoff im Nordosten der Republik. Sicher aufgrund der anstehenden Landtags Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern wird von dort nun des öfteren zu berichten sein. Tragen die LINKEN dort, wie auch bei den nächsten Wahlen in Berlin die gewaltige Last an Problemen auf ihren Schultern welchen ihnen von den Westdeutschen Parteispinnern und Sektierern aufgebürdet wurden.

Das dieses nun mit einen quasi Ignorieren des “August Ernst” zum Ausdruck gebracht wird, hat schon relevante Gründe und nichts mit einer rechten oder linken Einstellung innerhalb einer linken Partei zu tun. Muss doch schließlich der Vorsitzende einer Partei für das angerichtete Desaster unter seiner Regie  politisch auch den Kopf hinhalten. Da passt schon ein Ernster Besuch im Fischereihafen von Rostock in das Gesamtkonzept hinein. Heißt es doch nicht von ungefähr “Der Fisch fängt vom Kopf zu stinken an”.

In ihren Artikel schreibt die Junge Welt unter dem Titel: “Zoff im Norden” folgendes:

“Die Wahlkampfhilfe war nicht allen willkommen. Der dem rechten Parteiflügel zuzurechnende Landeschef Steffen Bockhahn hatte Ernsts Tour boykottiert und dafür persönliche Gründe ins Feld geführt. Dem 32jährigen Bundestagsabgeordneten missfiel eine verbale Entgleisung des Bayern während der Nahostdebatte in der Linksfraktion des Bundestages im Juni. Er wolle daher »keine Termine mehr mit Klaus Ernst gemeinsam wahrnehmen«, teilte Bockhahn dessen Büroleiterin mit, als diese die Sommerreise zu koordinieren versuchte. Den Mitarbeitern des Landesverbandes stelle er es frei, »ob sie Termine mit ihm organisatorisch unterstützen wollen, da ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, sie dazu aufzufordern«”

Quelle: Junge Welt >>>>> weiterlesen.

Es ist doch auch eine Gesellschaftliche Frage inwieweit denn ein  Porsche fahrender Almjodler bei den nüchternen Nord-Ost-Deutschen ankommen mag und für die, für einen Wahlkampf notwendige, Stimmung sorgt. Hat doch dieser gerade noch auf seiner vermuteten Anreise durch das Saarland  in einen Biergarten dort einen halbleeren Bierseidel unter dem Baum stehen lassen. Das Bier muss so schlecht riechen das nun die frühzeitige Entlaubung schon zur Sommerzeit beginnt und dieser Baum nun mit all seinen Verwachsungen zu sehen ist.

Ja der Bierbaum! Man muss schon sehr intelligent und eine vielleicht Guttenberg ähnelnde Ausbildung hinter sich haben um solcherart Logiken einer schlicht denkenden Bevölkerung als wissenschaftliche Forschungen verkaufen zu können. Wir sollten vielleicht einmal darüber nachdenken wer denn alle diese Institute bezahlt, und wo die Gelder für alle diese obskuren Forschungen herkommen?. Der Unterhalt von all diesen politischen Dumm-Schwätzern, denn als solche haben sie sich im nachhinein meistens erwiesen, als da wären Prof. Sinn, Prof. Hüther oder auch viele andere im Fernsehen täglich zu bewundernde, Luftblasen Erzeuger welche sich als Alibi für die Politik und Idioten für die Masse hergeben. Sie “Arbeiten und Forschen” in Instituten in denen nach Möglichkeit die Führungskräfte in allen Parteien ihre Füße stehen haben um so den öffentlichen Geldern immer möglichst Nahe zu sein.

Dieses auch in einer LINKEN Partei welche angetreten war alles anders und besser zu machen als alle anderen? Wenn denn ein Bierbaum mit seinem Institut all die Schweinereien von Bertelsmann, Springer oder Gruner und Jahr mitträgt, ist er mit seinem Institut nicht besser als alle anderen Institute mit großen Namen auch. Im Gegenteil die anderen machen vieles besser, sind nicht massiv an Parteistreitereien beteiligt und vertreten Ihre Meinungen einseitig, offen und nicht beidseitig, janusköpfig an mehreren Fleischtöpfen sitzend.

IE

Abgelegt unter L. Mecklenburg-Vorpommern, L. Saarland, P. DIE LINKE | 3 Kommentare »

Verschleppt in Syrien

Erstellt von UP. am 29. Juli 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,

Muntahas sechzehnjähriger Sohn wurde vor zwei Monaten von syrischen Sicherheitskräften verschleppt – einer von 3000 “verschwundenen” Syrern. Indien, Brasilien und Südafrika haben enge Verbindungen zu Syrien und könnten auf eine internationale Menschenrechts-Delegation drängen, um die Vermissten zu finden, aber ohne globalen Druck werden sie nicht handeln. Helfen Sie mit, Muntahas Sohn zu finden:

Muntahas sechzehnjähriger Sohn wurde von syrischen Sicherheitskräften verschleppt, als er an einer friedlichen Demonstration für mehr Demokratie teilnahm. Sie hat die letzten acht Wochen damit zugebracht, das ganze Land nach ihrem Kind abzusuchen – Warnungen des syrischen Regimes zum Trotz, dass man ihren anderen Sohn ebenfalls “verschwinden” lassen würde, sollte sie die Suche fortführen. Unsere dringende Aktion kann ihrem Sohn und den Tausenden anderen verschwundenen Syriern helfen.

Seit März sind beinahe 3000 Menschen von den Sicherheitskräften des Regimes verhaftet worden und in geheimen Gefängnissen verschwunden. Die internationale Gemeinschaft hat dies deutlich ausgesprochen, aber kaum etwas unternommen, um die Angriffe zu unterbinden – doch Indien, Brasilien und Südafrika haben enge Verbindungen zu Syrien und könnten auf eine internationale Menschenrechts-Delegation drängen, um die Vermissten zu finden und Familien wieder mit ihren Lieben zu vereinen.

Unsere große Zahl von Mitgliedern aus aller Welt kann die wichtigsten politischen Entscheidungsträger zum Handeln zwingen und Syrien dazu drängen, eine internationale Delegation zuzulassen, die das Verschwinden Tausender Menschen untersucht. Unterschreiben Sie die Petition – sie wird durch hochkarätige Medienkanäle aus aller Welt übergeben, u.a. von The Times Of India, The Guardian und Der Spiegel:

http://www.avaaz.org/de/syrias_disappeared/?vl

Indien, Brasilien und Südafrika haben eine Entscheidung über eine Resolution des UN-Sicherheitsrates hinausgezögert, die drastische internationale Sanktionen gegen Syrien ermöglicht hätte. Dennoch sind sie Demokratie und Frieden verpflichtet und haben ein Ende der Brutalität des Assad-Regimes gefordert. Wir können sie für Ihr Verhalten zur Rechenschaft ziehen und fordern, dass sie ihre engen Verbindungen zu Syrien nutzen, um die Aktivisten der Demokratiebewegung zu schützen. Eine internationale Menschenrechts-Delegation könnte syrische Familien schnell wieder vereinen und den Schrecken des Verschwindens für immer beenden.

Die internationalen Medien haben bereits zugesagt, uns bei unserem Aufruf zu helfen. Heute starten führende Zeitungen interaktive Web-Tools, die die Geschichten von Verschwundenen wie Muntahas Sohn erzählen, die politische Krise in Syrien erklären und für ein rasches Handeln zu unserer Petition verlinken. Diese Zeitungen erreichen nicht nur Leser in aller Welt, sondern auch direkt meinungsbildende Personen, führende Politiker und Entscheidungsträger. Unsere Kampagne macht all dies möglich!

Als Proteste für mehr Demokratie die arabische Welt erschütterten, hat Avaaz die Initiative ergriffen, mit Tausenden von Spenden haben wir die Mediensperre in Nahost durchbrochen – durch Unterstützen der Protestbewegungen in Syrien und im Jemen. Seither stammen fast 20% aller TV-Beiträge aus Syrien von unserem Netzwerk aus Bürger-Journalisten, und unsere Arbeit mit gerade entstehenden Demokratiebewegungen hat geholfen, eine Alternative gegen die Diktatoren aufzubauen, die sich weigern, aufzugeben. Doch die brutalen Regimes halten noch immer an der Macht fest und die mutigen Aktivisten brauchen jetzt unsere Hilfe. Unterzeichnen Sie die Petition, damit die Vermissten in Syrien gefunden werden, und leiten Sie diese E-Mail an alle weiter, die Sie kennen:

http://www.avaaz.org/de/syrias_disappeared/?vl

In Ägypten und Tunesien hat sich gezeigt, dass die Macht des Volkes siegreich gegen die Unterdrückung sein kann. Unsere weltweite Gemeinschaft hat diese demokratischen Revolutionen unterstützt, geholfen, die Geschichten der mutigen Aktivisten und die Gewalt gegen sie zu verbreiten und unsere Regierungen zum Handeln gezwungen. Wenn wir jetzt gemeinsam handeln, können wir helfen, Yazan und Tausende von entführten Syriern zu finden, und erleben den Anbruch einer friedlichen, demokratischen Nation in Syrien.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Stephanie, Sam, Wissam, Maria Paz, Rewan, Benjamin, Pascal und das gesamte Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Ein syrischer Demonstrant pro Stunde festgenommen, sagen Aktivisten, Guardian (auf Englisch)
http://www.guardian.co.uk/world/2011/jul/28/syria-protesters-disappeared-avaaz

Internationaler Aktivismus kommt zu Hilfe, um vermisste Syrier zu finden, Al Arabiya (auf Englisch)
http://english.alarabiya.net/articles/2011/07/28/159687.html

Fast 3,000 Syrier als „vermisst“ gemeldet, Financial Times (auf Englisch)
http://www.ft.com/intl/cms/s/0/bb3055fc-b872-11e0-b62b-00144feabdc0.html#axzz1TO2QmeIX

Demonstranten während große Demonstration in Syrien getötet, Al Jazeera (auf Englisch)
http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2011/07/2011722171756722811.html

Videos zeigen Gewalt in Syrien, New York Times (auf Englisch)
http://thelede.blogs.nytimes.com/2011/07/21/videos-appear-to-show-violence-in-syria/?scp=4&sq=syria&st=cse

Erneut Tote bei Niederschlagung von Protesten (Tagesschau)
http://www.tagesschau.de/ausland/syrien562.html

Sicherheitskräfte stürmen Stadt nahe Damaskus (Sueddeutsche)
http://www.sueddeutsche.de/politik/aufstand-in-syrien-sicherheitskraefte-stuermen-stadt-nahe-damaskus-1.1125206

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Ein Wolf im Schafspelz ?

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juli 2011

Reih dich ein in die Arbeitgebereinheitsfront heißt es heute in einer Schlagzeile der Süddeutschen-Zeitung. Eine direkte Aufforderung des Journalisten Detlef Esslinger an keinen geringeren als den Vize Chef der DIE LINKEN Prof. Heinz Bierbaum gerichtet.

Bierbaum wird von der Presse beschuldigt als der Verantwortliche der Unternehmensberatung mit Namen Info- Institut in Saarbrücken im Auftrag für Bertelsmann Drangsalierungen gegenüber den Mitarbeitern der Firma Prinovis, einer Druckerei in Nürnberg, durchzuführen . Von Gewerkschaftern wird er als Arbeitnehmerverräter bezeichnet.

Liest man das Programm der Partei DIE LINKE fordert diese unter anderen die Einführung einer 30 Stunden Woche. Von Kündigungen, Lohnkürzungen und vielen mehr wollen wir erst gar nicht reden. Lafontaine der Mann bei dem das Herz laut eigener Aussage links sitzt hat sich hier scheinbar einen Janusköpfigen Professor mit einen Doppelherzen ins Nest gesetzt. Einen echten Sozialisten, wie viele andere in der Partei auch, dem der eigene Geldbeutel näher sitzt als die nach außen hin verkauften Doktrinen.

Man sollte es schon als einen Skandal ansehen, das hier ein sicher nicht schlecht Verdienender die Frechheit besitzt neben seinen Job auch noch von den Beitragszahlungen einer Partei zu partizipieren von denen sich die unter Hartz 4 leidenden,  nur mit großer Mühe ihre Mitgliederbeiträge sprichwörtlich vom Mund ersparen müssen. Man muss sich das nur auf der Zunge zergehen lassen, Bierbaum arbeitet für Bertelsmann einen der wohl größten Befürworter des Kapitals und damit einer der größten politischen Gegner der DIE LINKE. Krawallschachteln wie Clement oder Schröder lassen grüßen.

Hier der Artikel aus der Suddeutschen - Zeitung:

Sind die Linken nicht für eine 30-Stunden-Woche? In Nürnberg offenbar nicht. Dort möchte die Druckerei Prinovis durchsetzen, dass ihre Mitarbeiter für weniger Geld mehr arbeiten sollen. Notfalls drohen Kündigungen - und dabei hilft ein Vize-Chef der Linken. Gewerkschafter halten ihn für einen Arbeiterverräter.

Einer Druckerei von Bertelsmann geht es schlecht, sie macht Verluste. Um die Zahlen in den Griff zu bekommen, fordert die Geschäftsführung ihre Mitarbeiter zu Mehrarbeit und zu Lohnverzicht auf. So weit, so alltäglich.

Was den Fall der Druckerei Prinovis in Nürnberg außergewöhnlich macht, ist der nächste Schritt: Die Geschäftsführung will 140 von 800 Mitarbeitern betriebsbedingt kündigen - aber nur solchen, die sich auf Mehrarbeit und Lohnverzicht nicht eingelassen haben. Und wer flankiert dieses Vorhaben? Eine Unternehmensberatung, die von einem Vize-Vorsitzenden der Linken geführt wird, sowie eine Düsseldorfer Kanzlei, deren Seniorpartner einst Gewerkschaftschef war.

Quelle: Sueddeutsche Zeitung >>>>> weiterlesen

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Ein Verdi-Sprecher kommentierte die Arbeit von Bierbaums Firma mit den Worten: „Hier werden sozialpolitische Überzeugungen hintangestellt, es geht offenbar nur um einen fetten Auftrag.“ So hat auch die Verdi durch Urabstimmungen in drei Ländern den Druck auf die Zeitungsverleger erhöht. Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 02. August angesetzt.

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Auf der Internetseite von ver.di wird ausführlich über diese Auseinandersetzungen berichtet:

Mit einem ersten zweitägigen Warnstreik wehren sich die Beschäftigten des Nürnberger Druckerei-Unternehmens Prinovis gegen den geplanten Abbau von bis zu 140 Arbeitsplätzen. „Wir wollen für den Betrieb einen Sozialtarifvertrag und einen Anerkennungstarifvertrag, der die tariflichen Regelungen der Branche abbildet“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, am Donnerstag. Am Mittwoch und Donnerstag legten rund 100 Beschäftigte bei Prinovis die Arbeit nieder.

Quelle: Ver.di >>>>> weiterlesen

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Ist es jetzt Zynismus wenn wir die Presseerklärung des MdB Michael Schlecht von 10. Juni 2011 wiedergeben?

Lohndumping bedroht Pressefreiheit

Der gewerkschaftspolitische Sprecher des Parteivorstands der LINKEN, Michael Schlecht, kommentiert die Proteste von ver.di und Deutschem Journalistenverband gegen Lohndumping bei Journalisten, Druckern und Verlagsangestellten der Printmedien:
Die Profite der Verleger sind Verluste für die Pressefreiheit. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger will bei Neueinstellungen und Verlagswechsel Redakteuren Tarifsenkungen von bis zu 30 Prozent verordnen. Die Beschäftigten der Druckindustrie kämpfen gegen massive Verschlechterungen des Manteltarifvertrages, für 5,5 Prozent mehr Lohn und eine Begrenzung der Leiharbeit. DIE LINKE unterstützt die Forderungen der Medienarbeiter. Wer in Sonntagsreden die Pressefreiheit predigt aber die eigenen Beschäftigten so schamlos enteignet, vergeht sich an der Qualität der öffentlichen Meinungsbildung.

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Es passt wirklich in dieser Partei vieles zusammen. In unseren Artikel “Hilfe, die LINKE schrumpft” fragten auf einer Versammlung in Berlin Parteimitglieder.  “Warum wählen uns die Leute, deren Interessen wir vertreten, mehrheitlich nicht?”.  Dieser Artikel ist wiederum eine Antwort auf diese und viele andere Fragen. Wollen wir jetzt noch über parteischädigendes Verhalten reden? Auch in der LINKEN werden nur die Kleinen gegangen !!

IE

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Aufschwung - oder was?

Erstellt von Martha Brauch - Waiblingen - am 29. Juli 2011

Aufschwung durch Bestechung?

Unsere Wirtschaft in Deutschland boomt. Angeblich! Aber wie funktioniert das? Noch immer haben die Menschen viel zu wenig Geld in der Tasche, um die Binnenwirtschaft anzukurbeln. Erst am 19.07.2011 erfuhren wir, dass die Realeinkommen der deutschen Bevölkerung im mittleren Bereich  in den letzten 10 Jahren um 2,5 Prozent und im Niedriglohnsektor um 22 Prozent (!) gesunken sind.

Der Aufschwung kann also nur im Export stattfinden. Aber die europäischen Länder, hauptsächlich Griechenland gefolgt von Irland, Spanien und Portugal stehen nicht gerade gesund da, um für Umsatz in Deutschland zu sorgen. Die USA ist ebenso Pleite wie China. Woher also soll der Boom in Deutschland kommen?

William „Boss“ Tweed (1823 – 1878), Chef der Tammany Society,
die zum Inbegriff der Korruption in den USA wurde.

Mövenpick-Partei

Wir alle wissen mittlerweile dass die FDP vor einiger Zeit auch die „Mövenpick-Partei“ genannt wurde. Dies kam dadurch zustande, dass diese Partei von August von Finck (Inhaber von 14 Mövenpick Hotels) 1,1 Millionen Euro Spende erhalten hatte und daraufhin die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde. Dieses Vorgehen hatte einen mehr als fauligen Geschmack, der bis heute nicht ausgeräumt werden konnte. Aber nicht nur die FDP ist Empfängerin von „Bestechungsgeldern“.

DaimlerChrysler

Auch bei dem Wahnsinnsprojekt „Stuttgart 21“ wurde jedem klar, dass die Verstrickungen zwischen Politik und Wirtschaft enorm sind. Auch der Autobauer Daimler gehört zu den Unterstützern. Dies ist bekannt. Der Konzern erhofft sich Zusatzgewinne durch die Reduzierung des Güterverkehrs und außerdem stellt Daimler auch Lastwagen her, die es gilt, an den „Mann“ zu bringen und die beim Bau benötigt werden. Wenn man aber glaubt, dass es hier um Sicherung von Arbeitsplätzen geht, ist man auf dem falschen Dampfer. Sittenwidrige Arbeitsbedingungen bei Subunternehmen machen bei Daimler nicht zum ersten Mal Schlagzeilen.

„Die deutsche Leiharbeitsgesetzgebung verstößt gegen Europarecht“,

schimpft Detlef Wetzel, der zweite Vorsitzende der IG Metall.

Der Schweizer Strafrechtsprofessor Mark Pieth an der Universität Basel und Korruptionsexperte was die Weltwirtschaft angeht, leitete mehrere Jahre eine OECD-Arbeitsgruppe, die sich mit Bestechung befasste. Er wurde 2003 in eine unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen berufen. Es ging um die Korruption beim Öl-für-Lebensmittel-Programm der UNO, bei dem Menschen im Irak von 1996 bis 2003 mit Nahrungsmitteln versorgt wurden.

Insgesamt 2200 Firmen aus sechsundsechzig Ländern sollen nach den Studien von Mark Piet damals Bestechungsgelder an Saddam Hussein gezahlt haben. Auch dreiundsechzig deutsche Firmen wie z. B. DaimlerChrysler und Siemens bezahlten scheinbar dem „Schlächter von Bagdad“ Schmiergelder. Daimler wollte damals einen gepanzerten Wagen an Hussein verkaufen. Was das mit dem Programm zu tun hatte darf verwundert gefragt werden. Das Fahrzeug kostete 135.895 DM, der UN wurden 149,484,50 DM, also mit einem 10%igen Aufschlag, in Rechnung gestellt. Daimler nutzte das Öl-für-Lebensmittel-Programm der UNO auch für weitere Geschäfte in dem die Russian Ingineering Company als Zwischenhändler tätig war.

Siemens

Auch Siemens griff damals im Rahmen des selben Programms recht tief in die Tasche. Aus dem Firmenverbund – Siemens France, Siemens Türkei und die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Osram Middle East – wurden 1,6 Millionen Dollar Schmiergelder dem Irak „gespendet“. Ein Auftrag über 125 Millionen Dollar kam dabei heraus. Die Münchener Zentrale von Siemens bezeichnete die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als „voreilig und ungerechtfertigt“.

Die Firmen ließen sich zu hohe Rechnungen von der UNO genehmigen und die zusätzlichen Einnahmen wurden als „Kickback-Zahlungen“ nach Bagdad zurück überwiesen. Saddam Hussein verpflichtete damals alle Ministerien diese Aufschläge von den Unternehmen zu verlangen. Transporte wurden erst nach deren Bezahlung durchgelassen.

UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte die Ermittlungsbehörden auf, Strafverfahren gegen die beschuldigten Firmen und Einzelpersonen in Deutschland einzuleiten. Eigentlich hätte bei einem so gigantischen und nachgewiesenen Korruptionsskandal ermittelt werden müssen. Die Staatsanwaltschaften haben aber die Langsamkeit entdeckt  oder sind auf „Tauchstation“ gegangen, obwohl die UN die belastenden Unterlagen auf dem Präsentierteller vorgelegt hatte.

Kein Verfahren hatte im Jahr 2007 das Stadium der Anklage erreicht, weder in Stuttgart noch anderswo. Schließlich wollen die deutschen Staatsanwälte Karriere machen und solche Verfahren machen denjenigen, der ermittelt, nicht gerade beliebt, wenn man die Manager der deutschen Vorzeigefirmen mit solchen „Lapalien“ belästigt.

Beim Siemens-Skandal 2006 kam an die Öffentlichkeit, dass das Unternehmen hohe Funktionsträger in Wirtschaft und Politik bestochen hatte, um an Aufträge in der Telekommunikationssparte Com zu gelangen. Lange Zeit war die Summe der Bestechungsgelder unbekannt. Mittlerweile bezifferte Siemens selbst sie auf 1,3 Milliarden Euro. Eine gewaltige Summe! Aber die Kunden müssen das ja letztendlich bezahlen und nicht Siemens oder die Manager selbst. Mit der Münchner Staatsanwaltschaft einigte man sich dann auf eine Geldbuße von 201 Millionen Euro. Im Gegenzug wurden die geflossenen Geldströme nicht weiter verfolgt.

Die US-Behörden waren nicht ganz so genügsam. Siemens musste an die US-Behördenaufsicht SEC und das Justizministerium rund 600 Millionen Euro Bußgeld bezahlen. Zuvor hatte der Konzern befürchtet, dass er eine Strafe in Milliardenhöhe zu erwarten hätte. Siemens war von den US-Ermittlern nicht wegen Bestechung sondern „nur“ wegen Verletzung der Buchhaltungspflichten und mangelnder Kontrollen bestraft worden. Das hatte für Siemens den Vorteil, dass der Konzern weiterhin auf dem US-Markt verkaufen durfte. Die Unternehmensspitze war damals außerordentlich erfreut“ über die Milde der Amerikaner.

Deutschlands größte Korruptionsfälle

Um Aktien der Daimler-Benz AG ging es beim Flick-Skandal in den 1980er Jahren die im Wert von 1,9 Milliarden DM an die Deutsche Bank verkauft wurden. Flick beantragte in diesem Zusammenhang eine Steuerbefreiung beim Bundeswirtschaftsministerium. Hans Friedrichs und sein Nachfolger Otto Graf Lambsdorff (beide FDP) genehmigten diese. Erstmals rückte die Bestechlichkeit von Politikern ins Rampenlicht. 1981 kam ans Tageslicht, dass Bargelder an Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien gezahlt wurden. Unter den Empfängern sollen auch Helmut Kohl (CDU), Walter Scheel (FDP) und Franz Josef Strauß (CSU) gewesen sein.

Eine andere Spendenaffäre hatte auf die Bundestagswahl 2002 Einfluss. Von 1994 bis 1999 spendeten ein Großteil der Unternehmen, die am Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage beteiligt waren an die Kölner SPD mindestens 480.000DM, die nicht im Rechenschaftsbericht der Partei auftauchten.

Mit einem Vertrauensverlust der „Götter im weißen Kittel“ endete 1996 der Herzklappenskandal. Pharmafirmen sollen Schmiergelder an Ärzte und Techniker in Millionenhöhe bezahlt haben. Diese bestellten Herzklappen, Herzschrittmacher und Ersatzteile für Herz-Lungen-Maschinen zu Lasten der Krankenkassen und hatten sich außerdem privat bereichert.

Der VW-Skandal 2005 steht für eine Reihe weiterer Korruptionsskandale im KFZ-Bereich. Der damalige Manager der VW-Tochter Skoda, Helmuth Schuster und zwei seiner Mitarbeiter hatten anscheinend ein Netz von Tarnfirmen aufgebaut damit VW-Gelder für fingierte Aufträge und letztendlich auf Privatkonten umgeleitet werden konnten. Zusätzlich soll Schuster soll für das Versprechen, eine VW-Fabrik zu bauen, von einer indischen Provinzregierung drei Millionen Euro angenommen haben.

Auch der damalige VW-Personalchef Peter Hartz geriet in die Kritik als er dem Betriebsrat Geld zur Verfügung gestellt hatte und verfügte, dass die Verwendung nicht mehr kontrolliert werden sollte. Lustreisen und Luxus-Prostituierte sollten den Betriebsrat auf die Linie des Konzern-Vorstands bringen.

Leuna-Raffinerie

Beim Verkauf der Ostdeutschen Leuna-Raffinerie an den französischen Staatskonzern Elf Aquitaine im Jahr 1993 waren über Schweizer Konten 80 Millionen DM an Schmiergelder geflossen. Auf ein weit verzweigtes Geflecht aus Firmen und Stiftungen stießen die Genfer Fahnder bei der Beschlagnahmung von Bankunterlagen. Die zuständige Pariser Untersuchungsrichterin Eva Joly vernahm einen ehemaligen Manager der Elf-Aquitaine und erfuhr dabei, dass gewaltige Schmiergelder und Provisionen nach Deutschland an deutsche Politiker geflossen sind.

Im April 1997 wurde im Büro der französischen Finanzpolizei eingebrochen und gezielt Unterlagen gestohlen, die auf deutsche Leuna-Spuren hinweisen. Der Leuna-Deal war zwischen dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem französischen Staatspräsidenten Francois Mitterand „auf den Weg gebracht“ worden. In das Milliardenprojekt waren mehrere Regierungs- und Landespolitiker, meist aus der CDU, eingebunden gewesen.

Kohl und käuflich? Den kann man leider nicht mehr fragen, er hat ja wenn es brenzlig wird, Gedächtnisverlust. Aber keine Angst Herr Kohl, die deutschen Justizbehörden schauen doch in solchen Fällen gleich reihenweise weg. Bis heute ist dazu kein einziges Ermittlungsverfahren in Deutschland eingeleitet worden, obwohl es Lastwagenweise Unterlagen aus der Schweiz gab.

In der „Leuna-Tapete“ (Schaubild der Schweizer Ermittler) tauchen Namen auf wie Dieter Holzer (Lobbyist und Exgeheimdienstler) und Ludwig-Holger Pfahls (Ex-CDU-Verteidungsstaatssekretär, der schon aus den geschmierten Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien1991 und als Manager von DaimlerChrysler bekannt wurde) als wirtschaftlich Berechtigte, die bis 1999 mehr als 123 Millionen Euro hin- und herbewegt hatten, auf.

Der Generalstaatsanwalt Bernhard Bertossa aus Genf nennt Namen. Allesamt sollen CDU-Politiker sein. Diese wiesen natürlich alle Vorwürfe zurück. Das Konto, von dem aus Holzer die Überweisungen tätigte, lag damals unter der Obhut der Kohl-Regierung. Das Bundeslandwirtschafts- und Finanzministerium waren ebenfalls an der DSL Bank mit Sitz in Bonn beteiligt. 1993 waren dort Jochen Borchert (CDU) und Theo Waigel (CSU) Aufsichtsminister.

Die Genfer Ermittler haben gut recherchiert. Aber selbst die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungsergebnisse angefasst wie heiße Kartoffeln und dann schnell wieder fallen gelassen. Nur der Augsburger Staatsanwalt Winfried Maier und der Steuerfahnder Winfried Kindler wollten ermitteln und kamen den Spuren sehr nahe. Die justiz-politische Obrigkeit pfiff beide zurück. Justiz-politische Obrigkeit? Sollten nicht Justiz und Politik voneinander unabhängig sein?

Maier und Kindler sind jene Ermittler, die die Schwarzgeldpraxis der CDU Mitte der 1990er an die Oberfläche gebracht haben. Ex-Schatzmeister Walther Leisler Kiep, Ludwig-Holger Pfahls und Max Strauß (Sohn von Franz Josef Strauß) waren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, Geldwäsche und Steuerhinterziehung ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Der Waffenhändler Karlheinz Schreiber hatte sich zunächst noch rechtzeitig nach Kanada abgesetzt.

Als Holzer 2003 von der französischen Justiz angeklagt wurde, machten Manfred Carstens (CDU) und Wolfgang Gröbl (CSU) Aussagen, die ihren Freund entlasten sollten. Keinem Ermittler ist damals aufgefallen, das die beiden im Jahr 1993 Staatssekretäre in jenen Ministerien waren, unter deren Obhut die DSL Bank stand.

Der damalige Chef der DSL Bank soll einem langjährigen Freund erzählt haben, dass Schmiergelder an Unionspolitiker ausgezahlt wurden. Der Bankenchef habe seinem Freund diese Informationen anvertraut, falls ihm etwas passieren würde. Zwei Jahre später war er tot. Er wäre an einer langjährigen Krankheit gestorben, hieß es offiziell. Fakt ist aber: er starb am 12.10.1995 in einem Hotel in Iserlohn an tödlichen Verletzungen durch einem Sturz auf einer Sicherheitstreppe.

In einer Villa in Cannes kommt der deutsche Milliardär Diethelm Höner ebenfalls durch einen Treppensturz ums Leben. Auch er soll die besten Kontakte zur Kohl-Regierung und angeblich brisantes Wissen über die Leuna-Geschäfte gehabt haben.

Das waren nur einige Beispiele aus dem Bestechungs- und Schmiergeld-Wirrwarr in Deutschland. Transparency International (TI) in Deutschland erwähnte in ihrem Jahresbericht 2010, dass „dringender Reformbedarf“ beim Kampf gegen Abgeordnetenbestechung bestehe.

Im Herbst 2010 wurden die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängert. Juni 2011: Genehmigung von Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien. Bis heute hat sich die Regierung Merkel nicht dazu geäußert. U-Boot-Lieferungen nach Griechenland und Portugal. Liefen auch hier Schmiergelder über die weit vernetzten Konten?

Fazit: Korruption wird in jedem Land betrieben, auch in Deutschland. Dieser Straftatbestand wird scheinbar nur in Ausnahmefällen verfolgt. Uwe Dolata, einer der größten deutschen Wirtschaftskriminalisten stellte in einem Interview fest: „je größer die Sozialschädlichkeit bestimmter Delikte und Deliktsgruppen ist, umso nachhaltiger müssten Anstrengungen unternommen werden, diese zu ermitteln.“

Wirtschaftskriminalisten führen – von wenigen Ausnahmen abgesehen – heute in Deutschland ein Schattendasein in der Polizeihierarchie. Zweifellos ist das politisch gewollt. Wundern tut es keinen mehr. Korrupte Politiker lassen sich einfach bei der nächsten Wahl in den jeweiligen Bundes- bzw. Landeslisten aufstellen und haben somit die Gewissheit, wieder gewählt und somit Aussicht auf einen lukrativen Nebenjob zu bekommen. Der Wähler hat dadurch keine Chance, solche Politiker einfach abzuwählen, wie es unser Grundgesetz verlangt.

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Linke streitet um Mauerbau

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juli 2011

Im Nord-Osten der Republik ist ein harter Streit zwischen zwei Lagern über die Wertung des Mauerbau vor 50 Jahren ausgebrochen. Mit zwei konkurrierenden Positionspapieren stehen sich der Landesvorstand von Mecklenburg-Vorpommern und die Vertreter aus der Gruppierung der Antikapitalistischen Linken gegenüber.

Laut dem Landespartei Vorsitzenden Steffen Bockhahn hat der Vorstand in dem Bau der Mauer ein ungeeignetes Mittel gesehen, den Exodus qualifizierter Bürger aus der DDR auf Dauer aufzuhalten. Nach Aussage der damaligen DDR habe die Mauer allerdings zur Stabilität zwischen den damaligen Lagern beigetragen.

Die Antikapitalisten hingegen verteidigen in ihren Papier den damaligen Mauerbau als zwingende Notwendigkeit. Der ungleiche Wettbewerb zwischen der DDR und der Bundesrepublik habe gezeigt, dass der Sozialismus ohne die Mauer nicht erfolgreich habe aufgebaut werden können.

Da lesen wir sie also wieder, die verquarzte Einstellung aus einer großen Linken Gruppierung. Zur Einführung einer bestimmten Ideologie, hier den Sozialismus; mussten die Menschen eingesperrt werden. Der Zweck heiligt also die Mittel. Mit solchen Aussagen geht man auf Wählerfang und das ist dann wenigstens ehrlich. Jetzt weiß der Wähler Bescheid. Sollten die LINKEN Mehrheiten bekommen geht es zurück in den Käfig. Nur zur Erinnerung: Tierschützer lehnen die Käfighaltung bei Hühnern ab.

“Das Schwein ist durch. Es ist ein Feind.” So sagte einst der DDR Politoffizier Klaus-Peter Renneberg über einen, der die Berliner Mauer überwand. Bei dieser Aussage waren die Blutspuren des Flüchtling noch sichtbar. So wird es in einer Film-Dokumentation zu sehen sein, welche heute Abend von den “Neoliberalen” Sender Arte ab 21.40 Uhr ausgestrahlt wird.

Ein weiteres Mosaiksteinchen als Denkaufgabe für die Parteispitze in Berlin welche wohl nicht verstehen will oder kann warum die Mitglieder sich aus der Partei verabschieden. Hat nicht schon Franz-Josef Degenhard einst gesungen: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder”. Gibt es ein besseres Beispiel für die Demontage einer Partei aus dem Inneren heraus?

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Bewertung des Mauerbaus spaltet die Linke im Nordosten

Fünf Wochen vor der Landtagswahl streitet die Linke in Mecklenburg-Vorpommern über die Bewertung des Mauerbaus. Vor dem Landesparteitag, der exakt zum 50. Jahrestag am 13. August in Rostock stattfinden soll, stehen zwei Positionspapiere des Landesvorstandes und einer Gruppierung Antikapitalistischer Linker zur Auswahl.

Quelle: net-tribüne >>>>> weiterlesen

IE

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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Erstellt von Bernd Wittich am 29. Juli 2011

Sie stirbt in der Partei DIE LINKE RLP auf Raten. Wann ist der Punkt ohne eine Rest Chance zur Umkehr erreicht?

Es ist das alte Lied, die anderen sind schuld. Von gemeinsamer Verantwortungsübernahme für den heutigen Zustand der Partei kein Hauch, der Kapitän ging von Bord und ließ die Rest Mannschaft absaufen. Es scheint, als ob er schon mal seine Rede vor dem Seegericht probt…

Zu gemeinsamer Verantwortung für die Gegenwart und Zukünftiges tönt´s von des Kapitäns Insel: „Und wie die Geschichte weitergeht. Man wird sehen…“

Wie kommt diese Flaschenpost bei mir an? Selbstgefällig, selbstherrlich, wehleidig, uneinsichtig. Zu lernen gibt es hier nichts!

Merke:

Zur Überwindung der Krise der Partei:

*Keiner kann gegen den anderen gewinnen ohne gemeinsam unterzugehen

* Kooperation muss sich aus dem geduldeten Nebeneinander verschiedener Ansichten
und politischer Wege entwickeln

* Wir fragen nicht, wieviel Pluralität verträgt die Partei, sondern wie erweitern wir diese
sozial und kulturell und wie machen wir sie politisch produktiv(er)

* Nicht Strukturen machen Politik, sondern verantwortungsbewußt, kompetent und bescheiden handelnde Menschen

Fazit:

Hier, wie dort, Matrosen in Ausbildung. Aber sie meutern und das wird nicht genügen. Die Schiffbauer brauchen ein lohnendes Ziel und wahrhaftig – eine/n neuen Kapitän und neue Offiziere. Letztlich wird es aber auch die Mannschaft, die Parteimitglieder an der Basis, ankommen. Ist noch wer an Bord?

Bernd Wittich Hamburg, 27. Juli 2011

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Alexander Ulrich postet aus dem Sommerloch ins Forum:

Liebe G.u.G.

Ich bleib dann auch mal in der Seemannssprache.

Da gab es einen Kapitaen, der tatsaechlich bei zwei Bundestagswahlen das RLP Linken Schiff zu den besten Westergebnissen segelte. Auch segelte er die Linken erstmals in die Kommunalparlamente.

Er ließ nicht andere die Arbeit alleine machen. Nein dort wo er ganz allein segelte, schaffte er mit weitem ABSTAND die besten Werte.

Einige meinten dann -etwas erfolgverwoehnt-, dass die Ratschlaege des Kapitaens falsch seien und glaubten gar selbst gesegelt zu sein.

Sie traffen dann Entscheidungen, die dieser Kapitaen mit seinen besten Offizieren nicht mittragen wollte. Und so verließ der Kapitaen mit seiner Crew das Schiff. Ein letzter aus der Erfolgscrew blieb, weil er wollte, dass das Schiff nicht auch noch finanziell kenterte.

Dann sind viele Leichmatrosen losgesegelt. Als der letzte der Erfolgscrew den Leichtmatrosen mitteilte, dass man mit dem vorhandenen Geld ordnungsgemaes und sparsam umgehen muss, wurde er einfach ueber Bord geworfen.

Und so schipperte man los. Ohne darauf zu achten, wie lange die Vorraete reichten, wurden immer mehr und immer mehr an Leichtmatrosen an Bord gelassen. Allen wurden versprochen, dass man ihnen den Garten Eden zeigen werde, wenn sie eifrig ruderten.

Leider war kein Kapitaen an Bord, der Ihnen sagte, dass man gleichzeitig und in eine Richtung rudern muss und dass es nichts bringt, viele Leichtmatrosen zu haben die wasserscheu sind. Auch fehlte einer, der ihnen sagte, dass zuviele Leichtmatrosen das Schiff absaufen lassen.

Und so kam was kommen musste. Schon bevor man das Ziel im Auge hatte, war das Schiff unter Wasser und zerstoert.

Und alle die wieder ein Schiff segeln wollen, muessen jetzt erst mal viel Geld bringen, damit man wieder ein Schiff bauen kann.

Und der Kapitaen und seine Erfolgscrew schauen sich verwundert an, was die Leichtmatrosen so alles anstellen, um von ihren Fehlern abzulenken.

Aber in der Gewissheit, dass man weiß, wie man ein Schiff auf rauher See ans Ziel bringt. Und so kommen einige ueberlebende Leichtmatrosen reuemuetig zurueck und wollen von der Crew fuer die Zukunft lernen.

Und wie die Geschichte weitergeht. Man wird sehen….

LG Alexander

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Gut- und Doof -menschen

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Juli 2011

Es ist schon bewundernswert mit was für einer ruhigen Selbstverständlichkeit in Oslo der Alltag wieder eingekehrt ist. Selbst zwei Tage nach der großen Gedenkfeier an dieses schreckliche Attentat ist diese Stadt immer noch in einem Meer aus Blumen eingehüllt. Auch die norwegischen Politiker strahlen eine überlegene Gelassenheit ob dieses unvorstellbaren Verbrechens aus und versuchen nicht die Gunst der Stunde für ihre persönliche Profilierung zu nutzen.

Wie anders und erfrischend zu den Reaktionen in unseren Land. Fiel es offensichtlich schwer, und es bedurfte schon den Zeitraum eines Tages von den Vorstellungen, den Islamismus für die Toten verantwortlich zu machen, Abschied zu nehmen. Kam doch dieses Attentat zu einem für die Deutsche Politik äußerst ungünstigen Zeitpunkt da der Großteil unserer  Zweit und Drittklassigen, eine Erste Klasse haben wir zur Zeit leider nicht aufzubieten, Politiker zur Zeit im Urlaub weilt. Sie sprechen natürlich von einem wohlverdienten Urlaub. Reichlich Zeit und Gelegenheit also jetzt auch einmal die allerletzten Hinterbänkler zu Wort kommen zu lassen.

Die Eröffnung dieser Reflexdebatte über unsere innere Sicherheit wurde natürlich aus Bayern eröffnet. Wie sagen wir so schön im Volksmund: “Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall”. So wurde denn auch sofort wieder die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, diesmal noch nicht der Todesstrafe, gefordert! Hat dieser Mensch denn überhaupt bemerkt das dieses Verbrechen in Norwegen begangen wurde? Die Eule gehört bekanntlich zu den Nacht aktiven Vögeln und dieses Ereignis fand am Tage statt!

Zu einer wahren Kakofonie an Forderungen ereiferte sich gar der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bernhard Witthaut welcher gleich eine Datei für auffällig gewordene Personen ins Spiel brachte. Ist dieses das Denken moderner Polizisten, alle in eine Datei, basta? Der eine mit rechten Weltbild, der andere mit Linken, die Verschwörungstheoretiker, der eine sagt es offen während der andere es beim Denken belässt. Millionen Polizisten beargwöhnen Millionen von Bürger. Tolle Aussichten.

Unter dem Titel ” Das Gejammer der Doofmenschen” hier ein interessanter Artikel zum Thema:

Das Gejammer der Doofmenschen.

Lange habe ich nichts mehr vom Ungeheuer von Loch Ness gehört. Vielleicht weil es das drollige langhalsige Monster Nessie gar nicht gibt?…

… Wer weiß, da könnte ein Zusammenhang bestehen. Aber nicht zwingend. Es gibt ja auch andere Phänomene, die nachweislich nicht existieren, aber ständig aus den medialen Sommerlöchern auftauchen. Die beliebteste Legende der letzten Jahre ist die von der Existenz eines funktionierenden Denk- und Sprechverbots namens “Political Correctness”.

Kaum wird hierzulande eine politische oder publizistische Krawallschachtel wie Hans-Olaf Henkel, Thilo Sarrazin oder Guido Westerwelle öffentlich kritisiert, sitzt Arnulf Baring, ein Mann ohne jegliche Manieren und Stil, in der nächsten Talkshow und prangert in komplett wirren und entgrenzten Monologen die linke Zensur in Deutschland an. Lustig daran ist, dass der hemmungslose Greis sich dabei benimmt, als wolle er selbst gern jeder Person, die nicht Arnulf Baring heißt, das Reden verbieten. Und trotzdem wird er in schöner Regelmäßigkeit in solche Sendungen eingeladen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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LSK öffnet Wahlanfechtung

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Juli 2011

Gestern, am Mittwoch den 27. 07. 2011 wurde von der Landesschiedskommission des Landesverband Saarland die Anfechtung gegen die in Dillingen durchgeführte Delegierten Neuwahl des KV Saarlouis eröffnet. Die Wahlwiederholung war seinerzeit von der BSchK angeordnet worden, da es in der ersten Wahl zu auffällig vielen Unregelmäßigkeiten kam. Im Klartext gesprochen: Die Wahl wurde verschoben.

Die doch für viele überraschend zügige Eröffnung der Anfechtung lässt auf eine Änderung in der Arbeitsweise der LSK unter der neuen Führung hoffen und müsste jeden erfreuen welcher  die Einhaltung einer gegebenen Satzung als Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft für unverzichtbar hält.

Hier der Bescheid der Verfahrenseröffnung.

Nachtrag zum Wahlanfechtungsantrag:

Mittwoch, 27. Juli 2011

An die LSK Saar

Die Linke
66111 Saarbrücken

LSK Reg. 34/11

Wahlanfechtung 30.5.2011 u.12.6.2011

KV 66740 Saarlouis Die Linke
Vollstreckungswahl BSchK 102/2010 -VZ

Betr.: Antragsgegner /Verantwortlichkeit - Zeugenqualität
==========================================

Liebe Genossinnen, Genossen,

soeben erhielt ich die Verfahrensverbindung der o.a. Wahlanfechtung (Kallenborn mit Ludwig)
Es ist mir aber ebenso eine Anfechtung speziell des Pfingstsonntag 12.6.2011 durch die Wadgasser Genossen  N. bekannt.

Ich frage an, warum nicht auch hier verbunden wird, schließlich wäre dann das Procedere der LSK einheitlich, anstelle zersplittert. Oder gingen die N. - Anträge (z.B. besitze ich eine Kopie v. Gen.E. N.- Antrag) verloren?

Sicherlich ist der KV 66740 Saarlouis, v.d.d. Kreisvorstand MdL Schumacher, - und nicht Thomas Lutze- der primäre Antragsgegner. Via Lutze (als externer, er gehört ja dem KV Saarbrücken an, Landesgeschäftsführer) wäre dies nicht möglich, hier herrscht volle Übereinstimmung. Jedoch hat Lutze Zeugenstatus.

Er lügt nämlich wissentlich, willentlich und gezielt, da er behauptet ich habe nur am 12.6.2011; nicht aber ebenso am 30.5.2011 eine geheime Wahl gem.§ 2 Abs.(2) WO Bundessatzung, beantragt. Lutze installierte sich rechtswidrig als Versammlungsleiter.

Dabei antwortete Oskar Lafontaine persönlich auf meinen Antrag:

“Das haben wir in der SPD dreißig Jahre lang auch nicht so gemacht..”(Geheime Wahl)

Die Vorsitzende der LSK, Gen. Julia Maus war nicht bei den angefochtenen Wahlen zugegen (wie die meisten LSK-Mitglieder). -jedoch Gen. Katja Coenen!!!!

Daher folgt mit Post die Videoaufnahme der Wahl mit klarem Existenzbeweis (zudem etliche Versicheringen an Eides Statt, bereits eingereicht) meines Antrages gem. § 2 Abs. (2)WO auf geheime Wahl der Versammlungsleitung, der Wahlprüfungskommission und der Mandatsprüfung Kommission für den 30.5.2011 und den 12.6.2011.

Dieselben sind auch auf U-Tube anzusehen.
mit kritischem Gruß

Gilbert Kallenborn   GV Wallerfangen  Die Linke   27. 07. 2011

IE

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Die Anschläge von Oslo

Erstellt von Bernd Wittich am 28. Juli 2011

Unser Mitgefühl gilt den Norwegern.

Die norwegische Gesellschaft wurde angeriffen. Auch wenn es sich um einen Einzeltäter handeln sollte, die Ursachen liegen im Aufschwung des Rechtspopulismus und religiöser Fanatiker, gegen eine Politik der Toleranz, des Multikulturalismus und der Gleichbehandlung aller Menschen in Europa.

DIE LINKE in Deutschland hat ihre Hausaufgaben hier zu erledigen. Ihre Existenz und ihr Wirken sind im Kampf gegen Rechts,  gegen den Rechtspopulismus und die ihm zu Grunde liegenden Ursachen unverzichtbar. Dieser Zusammenhang gehört in das Parteiprogramm. Wir sollten uns stärker dessen bewußt sein, dass die Krisen unserer Gesellschaft die gesamtgesellschaftliche politische Situation nach Rechts kippen könnten. Wir sollten uns auch stest bewußt sein, dass DIE LINKE niemals allein dieser Gefahr begegnen kann. Hier sind breite Bündnissse notwendig und bei aller Kritik an zahlreichen Fehlentwicklungen in der Republik müssen wir auf diesem Politikfeld weit offen für die Anerkennung und Zusammenarbeit aller demokratischen Kräfte sein, unabhängig davon, ob wir in anderen Positionen und Interessen übereinstimmen. Die Verpflichtung zum Schutz der Demokratie, des Sozial- und Rechtsstaates sollte uns auch darin erinnern, in den Kommunen vorbildlich und solidarisch zu wirken.

Der Attentäter bedient eine menschenfeindliche Ideologie. Diese Ideologien erfahren Akzeptanz in Europa und den USA, sie sind geistige Krisensymptome der Gesellschaften im marktradikalen Kapitalismus.

Sie sind bis hinein ins rechts-konservative Lager Salon fähig und tief verankert im Alltagsdenken der Mitte, nur die radikale Konsequenz, die verbrecherische Tat wird gemieden.

Die Taten des Attentäters können als Signal, als Fanal für Aktivisten rechter menschenfeindlicher Gesinnung und Organisationen wirken. Für diese „Bewegungen“ ist sein Handeln als „Vorbild“, sein „Schicksal“ als Martyrer verwertbar. Das entspräche der faschistischen Tradition und gehört zur Psychologie solcher Bewegungen.

Für die politische Bewertung ist es dabei Nebensache, ob oder in welchem Maße der Attentäter auch ein Psychopath ist. Religiös fundamentalistische menschenfeindliche und ebensolche politische Ideologien sind Alltagswirklichkeit. „Überrascht“ sind manche nur dann, wenn Menschen von der Ideologie zur Tat schreiten. Das ist überall und jederzeit möglich. Der Einzeltäter als „heldenhaftes Vorbild“  könnte auch jene militanten rechtsextremistischen Gruppen ermutigen, die seit Jahrzehnten nicht nur verbal sich auf den bewaffneten „Endkampf“ zur „Welterrettung“ vorbereiten. Strittig unter ihn sind die Kampfformen, der „richtige“ Zeitpunkt und der „richtige“ Ort zur „Befreiung“ der Welt von Demokratie und Toleranz.

Der Attentäter hat Vorbilder. Die USA und die dortigen klerikalen Evangelisten, eine aggressive Außen- und Militärpolitik als Kreuzzug gegen das Böse in angeblich göttlicher Mission sind staatlicher Ausdruck eine reaktionären Ideologie des weißen Mannes im 21. Jahrhundert, genutzt für imperiale wirtschaftliche und politische Interessen.

DIE LINKE sollte dieses Attentat nicht unter personifizierenden Aspekten bewerten, sondern auf die gesellschaftlichen Grundlagen, die Ursachen, verweisen. Die Distanzierungen der Rechtspopulisten von der Tat des Attentäters sind kein Argument gegen deren Rolle als geistige Brandstifter.

Siehe: Bathke,Peter; Spindler, Susanne (Hrsg.): Neoliberalismus und Rechtsextremismus in Europa. Zusammenhänge-Widersprüche-Gegenstrategien. Berlin 2006. Rosa-Luxemburg-Stiftung Texte Band 29

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Wahlmanipulation SLS

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2011

Konnten wir noch gestern  in vielen Tageszeitungen und auf DL über das Unverständnis der Berliner Parteispitze  ob das Schrumpfen der Mitgliederzahlen lesen, serviert man heute gleich einen neuen Grund, welcher als ein  weiterer Baustein für den Niedergang der Partei angeführt werden kann.

Laut amtlicher Bescheinigung bestätigt die Gemeinde Schmelz die Abmeldung des festen Wohnsitzes der Frau Karin Zimmer zum 1. Februar 2011. Da die durchgeführten Wahlen mit ihrer Beteiligung am 30. Mai und 12. Juni 2011 durchgeführt wurden, ist diese Bescheinigung ein handfestes Indiz für die rechtswidrig durchgeführten Wahlen.

Nach der von der BSchK in Berlin als ungültig gewerteten Wahl des 21. März 2010, welche als Schuhmachers “Pappschachtelwahl” in die politische Geschichte des Saarlandes eingehen wird, liefern die Verantwortlichen der Wiederholungswahl den Nachweis, aus gemachten Fehlern nichts gelernt zu haben. Unter Berücksichtigung dieser Vorkommnisse wird es den Organisatoren dieser Wahlen schwerfallen, den Vorwurf des Vorsatzes entkräften zu können.

Vorsatz zugunsten wem? Gewählt wurde beide Male Oskar Lafontaine. Hat er es schon nötig, auf diese Art und Weise gewählt zu werden? Wenn nein, warum interveniert er nicht bei einer solchen Laien Spielschar? Eine Kette ist immer nur so stark wie das schwächste Glied, ein gewiss uralter Spruch. Sein Leben als Politprofi lässt er sich widerstandslos von einer unfähigen Mannschaft  zerstören? Fragen ohne Antworten zeigen, dass hier einiges nicht zusammen passt.

Das Leben innerhalb einer funktionierende Gesellschaft lässt sich nur durch die Achtung der  vorhandenen Gesetze bewerkstelligen. Wenn schon die Abgeordneten der Bundes- und Landtage als gewählte Volksvertreter nicht willens oder in der Lage sind, für die Einhaltung dieser Gesetze Sorge zu tragen, wer denn dann? Oder glaubt man wirklich, alle Mitglieder einer Partei für Idioten halten zu können und dadurch Narrenfreiheit zu haben. Dann wird es ein böses Erwachen geben.

Auch auf der Internetseite des Kreis-Verband Saarlouis wird Frau Zimmer als gewähltes Mitglied des Vorstandes in der Position als Schriftführerin aufgeführt. Durchgeführt wurden die Wahlen im Kreisverband Saarlouis, dessen Vorsitzender hierfür die politische Verantwortung trägt und sein Versagen mit dem Rücktritt aus allen Ämtern eingestehen sollte.

IE

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Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2011

…Herr Küppersbusch?

Im Wochenrückblick mit den Terrorexperten von der Straße, auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Sarrazin und Anders B. sowie dem “Club 27″ welcher gerade ein neues Mitglied bekommen hat.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Der Euro ist auf dem Weg, der erste Schlauch zu werden, der komplett aus Flicken besteht.

Was wird besser in dieser?

Ordentlich geflickt geht nie mehr auf.

Viele Medien vermuteten nach der Tragödie in Norwegen reflexhaft einen islamistischen Hintergrund. Ein Ausdruck von Islamophobie?

“Terrorexperte” scheint ein Kodewort zu sein, unter dem man inzwischen jeden Irren von der Straße ins Studio bittet. Am Freitagnachmittag wurden hintereinander weg al-Qaida, Gaddafi, der Islam an sich und jeder, der bei drei nicht aus der Moschee war, angeklagt. Als der Täter bereits verhaftet war, musste man sich auch bei Spiegel Online noch durch sieben Absätze Paranoia pflügen, um danach schlanke Hinweise auf Anders B. zu finden. Man berichtet, bevor man etwas weiß, das ist schlechtes Handwerk. Man hängt Schuldige vor der Beweisaufnahme, das ist Propaganda. Egal welches Problem - wahrscheinlich liegt’s am Islam. Das ist keine andere Denke als die des Täters. n-tv hatte schließlich den “Lindenstraßen”-Darsteller Georg Uecker am Telefon, der aus Kontakten mit norwegischen Angehörigen insitierte: Wir wissen noch gar nichts, wir sind einfach entsetzt und traurig. Der könnte ein guter Journalist werden.

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IE

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Ein Brief aus Jerusalem

Erstellt von Bernd Wittich am 27. Juli 2011

Heute ein Brief von Reuven Moskovitz aus Jerusalem.

“Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind”. Sprüche 31,8

Liebe Freundinnen und Freunde,

Ich schreibe Euch diese Zeilen in einer niedergeschlagenen Stimmung, auch wenn ich persönlich genügend Gründe habe, einen Gesang über alle Gesänge hören zu lassen.

Knapp zwei Monate bereise ich kreuz und quer Deutschland und versuche meine Botschaft zu bringen vor wachsenden Zahlen von Teilnehmern an den Ver­anstal­tungen.

In einem Ort in Bremen wurde versucht, mir die Tür zu schließen und doch: Durch eine energische Intervention von Frau Schinagl und dem Verein „Die Schwelle“ ist es gelungen eine gute Beteiligung zu erlangen. In einem Gespräch mit Herrn Klattc (Leiter Forum Kirche) hat sich herausgestellt, dass er die Entscheidung des Raum­-Verweigerns bedauert.

Die Friedensaussichten zwischen Israel und Palästina sind nicht gut, besser gesagt hoffnungslos. Die israelische Regierung, geführt von Nethanjau – ein Mann der die Politik in Demagogie umwandelt – kann sich große Errungenschaften rühmen, indem wieder der sogenannte Friedensprozess in eine Sackgasse getrieben wurde. Gemäß meiner Bereitschaft, mir kein Blatt vor dem Mund zu nehmen, kann ich mit aller Ver­ant­wortung behaupten, dass Israel keine Friedenspolitik hat und versucht, einen Teil der Welt an die Nase herumzuführen. Dieses und vieles mehr behaupte ich schon seit vielen Jahren und wurde leider stets bestätigt.

Zusätzlich kommt die absurde Debatte bei den Linken über angeblichen Antisemitismus.
Ich weigere mich zu akzeptieren, dass Antizionismus mit Antisemitismus gleich­gestellt wird. Wenn das der Fall unter den Linken ist, weiß ich schon nicht mehr, was rechts oder links ist. Über so einen Streit in der Linken Partei können sich nur menschenfeindliche (antisemitische) Gruppierungen freuen.

Das bedeutet, dass es in Deutschland keine ernst zu nehmende Opposition zu der Politik Israels gibt, letztere getrieben von einer unerbittlichen rechtsradikalen Koalition von Nationalisten, Klerikalen, Rassisten und McCarthisten. Ein Hagel von anti-demokratischen Gesetzvorschlägen und Angriff auf das oberste Gericht kennzeichnen viele Debatten in der Knesset. Hinzu kommt der Angriff auf die nicht-jüdischen Bürgern Israels – die Palästinenser – sei es durch Vertreibungen und Häuserzerstörungen, sei es durch Verleumdungen wegen Unloyalität dem Staat Israel gegenüber.

Das Neue was mich noch mehr besorgt sind die Entwicklungen innerhalb der nicht sehr zahlreichen Gemeinden von Friedensstiftern in Deutschland. Für mich, mindestens in den Kreisen die mir Nahe stehen, war es klar, dass die fast einzige Chance für Frieden energische Maßnahmen sind um die zwei-Staaten-Lösung zu verwirklichen. Mir scheint, dass eine bestimmte Erosion entstanden ist durch die ein-Staat –Lösung. Es mag schon sein, dass in einem ziemlich langen Prozess von zwei kollaborierenden Staaten, es zu einer Föderation oder zu einer ein-Staat-Lösung kommen könnte, nicht aber, in der gegenwärtigen Situation.

Die ein-Staat-Lösung, bestimmt von einer nicht-jüdischen Mehrheit, kann nur den gegenwärtigen Zustand umdrehen. Ich sehe es nicht ein, dass, wenn ich den jüdischen Nationalismus widerstehe, ich mich solidarisiere mit einen wachsenden palästinensischen Nationalismus der geprägt ist von einem berechtigten Frust – Ergebnis von Jahrzehnten von Vertreibung, Enteignung, Schikanen und Dämonisierung. Es braucht eine lange Evolution von ‚neben einander friedliches Leben‘ um zu ein ‚für einander Ergebnis‘ zu kommen. Das Bestehen auf die ein-Staat-Lösung kann nur den Aufschrei vieler Staaten für die Anerkennung eines selbständigen palästinensischen Staates schwächen. Ich halte es für wichtig, zwei Themen zu betonen:

1. Der Staat Israel ist errichtet worden nach einer Entscheidung der Vereinten Nationen und damit die einzige internationale Legitimität

2. Es muss die Plauderei um Verhandlungen, Gespräche, unanständige Manipulationen aufhören, um immer wieder die Anerkennung Palästinas zu verwirklichen. Die palästinensische Westbank muss sofort von der israelischen Besatzung befreit werden. Die Vergangenheit zeigt, dass mit dieser Freiheit alle israelischen Regierungen unverantwortlich gehandelt haben und damit inkompetent waren und sind eine konstruktive Lösung zu finden.

Die Parameter des Friedens zwischen Israel und Palästina liegen seit Jahrzehnten auf dem Tisch und im September ist die höchste Zeit zu handeln und nicht hinterlistig neue Spins (Verdrehungen) zu erfinden.

Ich bin besorgt über antizionistische Erscheinungen und Losungen bei verschie­denen Demonstrationen in Deutschland. Dort kann man lesen, dass der Zionismus pauschal rassistisch, Feind der Palästinenser und deren Freiheit ist. Martin Buber war sicherlich kein Rassist! In der Tat setzen sich viele Zionisten ein für die Rechte der Palästinenser ein: Viele Palästinenser sind nicht vertrieben und viele palästinensische Dörfer sind nicht zerstört worden durch die Intervention von zionistischen Nachbarn. Die israelische Friedensbewegung, Peace Now, ist meistens zionistisch. Dennoch hat diese Bewegung in der vergangenen Woche in Israel öffentlich zu einem Boykott aufgerufen gegen Produkte aus den Siedlungen in der Westbank. Dieses Beispiel ist nur eins von vielen Beispielen, was zionistische Friedensstifter gegen Besatzung, Vertreibung und Häuserzerstörung tun. Man kann und darf selbstverständlich Antizionist sein, nicht aber behaupten, dass alle Zionisten die verbrecherische Politik zionistischer Regierungen bejahen.

Wiederholt wage ich es zu behaupten, dass der gefährlichste und virulente Antisemitismus der semitische Antisemitismus ist. Das sind semitische nicht-Juden (Araber) und jüdische Semiten die gegenseitig einen schrecklichen Hass verbreiten, der an die schlimmsten Diffamierungen gegen Juden in Europa erinnert.

Wiederholt hat sich gezeigt, dass der Frieden im Nahen Osten nicht von den USA kommen kann. Es ist eine einmalige Gunst der Stunde, dass die Bundesrepublik Deutschland die Verantwortung für die von der NS begangenen Untaten übernimmt, sich profiliert als friedensschaffender Staat, der kompetent diese zwei verletzen Völker versöhnt.

Herzlichst,

Reuven Moskovitz

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Landschaftsverband WL

Erstellt von UP. am 27. Juli 2011

Fahrradbroschuere

LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Industriekultur “erfahren”

Aktualisierte Fahrradbroschüre des LWL-Industriemuseums

Dortmund (lwl). Für Radler hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) einen Tipp für die Ferien vor der Haustür: Die kostenfreie Broschüre “Tour de LWL-Industriemuseum” liegt nun überarbeitet vor. Auf insgesamt 200 Kilometern führen Radrouten zu 200 Jahren Industriegeschichte. Die Broschüre liefert zudem praktische Tipps zu den Höhepunkten am Wegesrand, außerdem helfen Kartenausschnitte bei der Orientierung vor Ort.

Ein Rundkurs verbindet die fünf Ruhrgebietsstandorte des Westfälischen Landesmuseums für Industriekultur - die Zeche Zollern in Dortmund, die Zeche Hannover in Bochum, die Zeche Nachtigall in Witten, das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop und die Henrichshütte in Hattingen. Sie liegen jeweils nur 15 bis 30 Kilometer voneinander entfernt. Die Etappen eignen sich ebenso für Tagesausflüge wie für mehrtägige Radtouren. Rund um die Standorte außerhalb des Ruhrgebiets - das Textilmuseum Bocholt an der Aa, das Ziegeleimuseum Lage und die Glashütte Gernheim in Petershagen an der Weser - werden in der Broschüre Touren zwischen 20 und 32 Kilometern Länge empfohlen, auf denen Radlfahrer ein Stück regionale Geschichte “erfahren”.

Interessierte können die Broschüre kostenlos bestellen unter: industriemuseum @lwl.org, Tel.: 0231 6961-0.

Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127  -  presse@lwl.org

Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, den ein Parlament mit 101 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert.

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Hilfe, DIE LINKE schrumpft

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Juli 2011

Wie viele Zeitungen heute in eine ihrer Schlagzeilen berichten, freuen sich die Grünen über einen Mitgliederrekord. Seit Beginn des Jahres sind rund 5000 Menschen der Partei neu beigetreten.

Von einem solchen Boom kann dagegen die LINKE nur träumen. Im Gegensatz zu den Grünen  schrumpft diese, wie wir bereit mehrmals berichteten, unaufhaltsam weiter. So hat sich die Mitgliederzahl von 2009 an von 78000 auf jetzt nur noch 71000 verringert. Ein großes Problem wird hier im besonderen aus den Ostteilen des Landes vermeldet, sind doch dort die meisten über 65 Jahre alt. Zusätzlich zu diesen Mitgliederverlust kommen bedingt durch niedrigere Beitragszahlungen, finanzielle Probleme dazu.

Das Anwerben neuer Mitglieder bereite der Partei große Sorgen. Problematisch seien „die Grabenkämpfe vor Ort“, die eine aktive Mitgliedergewinnung verhinderten, heißt es laut „Spiegel“ im Protokoll: „Der Umgang in der Linken ist teilweise erschreckend und hat Ausstrahlung auf die Mitgliedschaft und vor allem bei der Neugewinnung von Mitgliedern. Man traut sich oft nicht, Neumitglieder auf Veranstaltungen mitzunehmen.“

“Irritiert reagierten die Funktionäre auf den Erfolg der Grünen, sie waren uneins ob sie deren Rezepte kopieren oder ob sie bewusst “nicht den Grünen hinterherlaufen” sollten. Der stellvertretende Vorsitzende Heinz Bierbaum räumte bei dem Treffen ein, dass das Alleinstellungsmerkmal der Linken als Partei der sozialen Gerechtigkeit etwas “verblasst” sei. Immer wieder forderten Genossen vom eigenen Parteivorstand, “befriedend” auf innerparteiliche “Kämpfe” einzuwirken und sich solidarisch zu verhalten, “mehr konkrete Politik täte gut”. Ein Teil der Funktionäre ist offenbar vollkommen ratlos: “Warum wählen uns die Leute, deren Interessen wir vertreten, mehrheitlich nicht?” Ein anderer zweifelt: “Verstehen wir die Wähler?”

In Wahrheit zeigt sich Die LINKE heute als ein Konglomerat von Verlierern.

Mitglieder aus Gewerkschaften, SED-Verherrlicher  und Kommunisten prägen Stil und Umgangsformen in dieser Partei wobei die Richtlinien des geltenden Rechtsstaates besonders im Westen permanent mit Füßen getreten werden. Man nehme: Gewerkschafter denen in den letzten Jahren die Mitglieder scharenweise weggelaufen sind, Verherrlicher der ehemaligen SED, als absolute Minderheit in diesem Land und Kommunisten welche sich der LINKEN anschlossen um wenigstens einmal in ihrem Leben ein Erfolgserlebnis aufweisen zu können.

Sodann fragt man sich “Warum wählen uns die Leute, deren Interessen wir vertreten, mehrheitlich nicht?” Geht es eigentlich noch naiver? “Ein mehr an konkrete Politik täte uns gut”? Dazu ist ein Großteil der durch fanatisierte Horden in die Mandate und Pöstchen emporgehievten doch gar nicht in der Lage, was sie schon in ihren alten Lagern nachgewiesen haben, da ihnen doch dort schon die Mitglieder abhanden kamen. Diese abhanden gekommenen sollen jetzt diejenigen wählen vor denen sie noch vor einiger Zeit frustriert davon gelaufen sind ?

Die Argumentation “befriedend” auf “innerparteiliche Kämpfe einzuwirken” auch eventuell von einem Bierbaum vorgebracht, werden heute schwerlich weiterhelfen. Dazu ist zu oft einfach zuviel an Porzellan zerschlagen worden. Auch ist dieses ja nie ernsthaft versucht worden. Im Gegenteil, diese, von Landesvorständen unterstützten “Schmierereien”. Dieses, “halte deinen Mund oder geh”: So kann man mit Erwachsenen Menschen heute nicht mehr umgehen welche unendgeldlich eine Großteil ihrer Freizeit geopfert haben, um für eine gute Idee zu streiten. Kenntnisse über Menschenführung hat man oder nicht. Zu viele in der Partei mussten feststellen, das man es eben nicht hat.

Die Veränderung einer politischen Gesamtlage kann in einer Demokratie nur über parlamentarische Mehrheiten erreicht werden. Dazu werden  Wähler gebraucht, sprich das Volk. Der Gedanke allein, die Massen  über Gruppen, welche sich aus den selbigen selber ausgeschlossen haben zu erreichen zeigt das wir es hier vielfach mit Spinnern und Sektierern zu schaffen haben bei denen der Eigennutz an erster Stelle steht.

Und genau darin ist sich die Bevölkerung ziemlich einig: “Das brauchen wir nicht”.

IE

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Rechtsaussen

Erstellt von UP. am 26. Juli 2011

Ohne grossartige Einleitung; der Titel von Jens Berger, der vermehrt auf den NACHDENKSEITEN auftaucht, spricht für sich selber!
UP.

 

Der Brandstifter und die Biedermänner

Politik und Medien gaben sich sehr überrascht, als offenbar wurde, dass die Terroranschläge in Norwegen von einem bekennenden „Konservativen“ verübt wurden. Diese Überraschung ist aber schlussendlich nur ein Beleg für Blindheit auf dem „rechten“ Auge. In den letzten Jahren hat sich der rechte Rand merklich radikalisiert. Anstatt diese Radikalisierung zum Thema zu machen und auf die Gefahren hinzuweisen, haben Politik und vor allem die Medien sie stattdessen in unverantwortlicher Weise angeheizt. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Gerade auch Deutschland ist nicht vor einem Terrorismus von rechts gefeit. Von Jens Berger
 
>>>weiterlesen auf den NACHDENKSEITEN

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Linke und Gewerkschafter

Erstellt von Bernd Wittich am 26. Juli 2011

Die verlorene Landtagswahl in RLP –Nachlese 4:

Umworbene Gewerkschaften und linke Strategie

Umworbene Gewerkschaftsmitglieder:

Die SPD und DIE LINKE stehen zueinander in Konkurrenz, wenn sie Mitglieder und WählerInnen aus den Gewerkschaften umwerben.

Die Themenfelder „Mindestlohn“, „Hartz IV“ und „Leiharbeit“ betreffen jedoch nur vermittelt die Beschäftigten in „Normalarbeitsverhältnissen“, auf diese können die prekären Arbeitsverhältnisse verunsichernd  und den Lohn drückend wirken. Das bedeutet aber noch nicht, dass sich die noch nicht „Betroffenen“ mit den betroffenen ArbeitnehmerInnen, über 50% der Beschäftigten, auch solidarisieren würden.

Stark sind die Gewerkschaften jedoch eher bei den „Stammbelegschaften“ großer Unternehmen und überwiegend traditioneller Branchen. Deren Betriebsräte interessieren sich eher für das Wohlergehen „ihres“ Unternehmens und für die Größe des Stückes Kuchen, der für die Stammbelegschaften abfällt.

Das traditionelle Arbeitermilieu mit einer gewissen Affinität zur traditionellen ArbeiterInnensolidarität schmilzt jedoch unter die 15% Marke. Diese Tatsache gehört zu den rationalen Gründen, warum die Schröder SPD auf die Suche nach der „neuen Mitte“ ging und ihre Hochburg NRW verlor.

Wenn auf die Umwerbung der Gewerkschaftsmitglieder ins Zentrum rückt, dann bleibt die Mehrheit der ArbeitnehmerInnen außen vor.

Umworbene Gewerkschaften:

Blickt man auf die Kader der Partei DIE LINKE wird schnell klar, hier streben Gewerkschaftsfunktionäre „in ihrer Partei“ nach parteipolitischer Dominanz, ihr bevorzugtes innerparteiliches Strömungsinstrument ist die „Sozialistische Linke“.

Entsprechend schwach bis nicht wahrnehmbar fällt die Kritik am Zustand und Führungspersonal der deutschen Gewerkschaften (im DGB) aus. Auch die GenossInnen der früheren PDS-Ost wollen sich mit den realen und potentiellen Türöffnern zur westdeutschen Wählerschaft nicht anlegen.

Aber die politischen Implikationen sind weit reichender.

Organisationspolitisch:

Zu halbherzigen oder kontraproduktiven Organisationsreformen (etwa Trendwende DGB, mit der dieser in der Flächenwirksamkeit und als Koordinator gesellschaftspolitischer Aktionen in der Bedeutungslosigkeit abtaucht) und einer überwiegend nicht emanzipatorischen Organisationspraxis in den Gewerkschaften wird durch DIE LINKE geschwiegen, einerseits weil die Gewerkschaftsakteure West diese als den selbstverständlichen Normalfall auch in der Partei durchzusetzen suchen und andererseits, weil es aus Rücksicht auf den „Neuzugang“ an Personal, Mitgliedern und Wählerstimmen, nur wenige – regelmäßig diffamierte und unterdrückte – Stimmen in der Partei gibt, die mehr Selbstreflexion zu den ausgesprochen sozial-autoritären Praktiken einfordern. Der daraus folgende politische Stil, Umgangsformen und Ton in der Partei stoßen Jugend, Frauen und moderne Milieus eher ab und so fehlen sie auch deshalb  in der Mitgliedschaft. So fehlt es an deren Kompetenzen und der Partei an gesellschaftlicher Breiten- und Tiefenverankerung.

Inhaltlich strategisch:

Keynes und das Wirtschaftswachstum sind heilige Kühe, die Fixierung der Sozialsysteme an die Erwerbsarbeit ebenso. Es wird ein traditioneller Arbeitsbegriff gepflegt, schließlich legitimeren sich die eigenen traditionellen Rollen über diesen. Die radikale Umverteilung von Erwerbsarbeit und ein (bedingungsloses) Grundeinkommen passen in die überkommenen Bilder und Kampfformen eher nicht. Das BGE wird auch deshalb abgelehnt, weil hier eine Utopie an Stelle  sozialökonomischer Tatsachen und politischer Machtverhältnisse  tritt und realer Bündnischancen für ein solches Projekt mit den ErwerbsarbeiterInnen (heute noch) nicht herzustellen sind. Aus Sorge um die Zumutbarkeit für den Arbeitsmarkt bleiben die lange verweigerten Mindestlohnforderungen in ihrer Höhe unter der Armutsgrenze. DIE LINKE wird so ins Schlepptau einer Wirtschafts- und Sozialpolitik genommen, die Spaltungen der Gesellschaft eher vertieft, als sie dazu geeignet wäre Ungleichheiten abzubauen.

Mit der Kampagne „Gute Arbeit“ suggerieren die Gewerkschaften auf der individuellen und Klein-kollektiven Ebene ein gewerkschaftspolitisches Ziel, welches im entfesselten marktradikalen Kapitalismus ohne dessen ökonomisches Interesse am Co-Management und an der Identifizierung der Belegschaften  mit „ihrem“ Unternehmen prinzipiell regelmäßig massenhaft verfehlt wird. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt begünstigt massenhaft Haltungen pro „Hauptsache Arbeit“ zu Ungunsten der Ansprüche auf „gute Arbeit“. Die Gewerkschaftsjugend kämpft um Gehör für „Gutes Leben“ und den Bedingungslosen Grundeinkommen, die GewerkschaftsseniorInnen um ihre vollständige gleichgestellte Anerkennung als Personengruppe.  Zur Sicherung von Arbeitsplätzen wurden und werden – in der Regel kampflos – unerträgliche Kompromisse mit den Arbeitgebern geschlossen und eine nationale „Standortideologie“ in die Belegschaften transportiert oder doch zumindest die vorhandene bestärkt. Hartz IV haben die Gewerkschaften mit durchgewinkt. Der frühere IG-Metall Boss (2. Vorsitzender) Walter Riester hat die Privatisierung der sozialen Sicherung mit seiner Riester-Rente vorangetrieben.

Als Eigentümer hat gewerkschaftliches Missmanagement in der „Neuen Heimat“ und bei der „Bank für Gemeinwirtschaft“ die Mitglieder der Gewerkschaften 100erte Millionen gekostet und das Image der Gewerkschaften und die Idee des Gemeineigentums nachhaltig beschädigt.

In vielen Bildungshäusern wirken Arbeitskräfte von Fremdfirmen, an den Belegschaften ignorant vorbei werden Häuser geschlossen, wie jüngst beim DGB-Bildungswerk Bund. Das „Bündnis für Arbeit“ hat den Weg zu niedrigeren Löhnen begleitet, die „Standortpolitik“ hat internationalistische Haltungen in der Arbeitnehmerschaft nicht gefördert. Die europäische Gewerkschaftspolitik bleibt gegenüber der Standortkonkurrenz bisher (zu) schwach.

Gewerkschaftsangestellte klagen über unerträgliche Arbeitsverdichtung in der Flächenarbeit, so jüngst die ver.di-Angestellten NRW. Die BürgerInnen nehmen all dies medial verstärkt wahr, aber diese Tatsachen produzieren die Gewerkschaften selbst. Das sind Entwicklungen, die DIE LINKE nicht ohne scharfe, jedoch solidarische, Kritik hinnehmen dürfte. DIE LINKE ist in den Gewerkschaften letztlich so schwach, dass das politische Gespräch am Arbeitsplatz eher selten führbar ist und die Apparate werden „rücksichtsvoll“ umworben. Noch bestimmt die SPD in den überparteilichen Gewerkschaften das Klima und die Kompromissbereitschaft.

Zu viele Beschäftigte teilen das Mißverständnis, eine Gewerkschaftsmitgliedschaft sei ersetzbar durch eine gute Rechtsschutzversicherung. Diese Sichtweise hat ihre Quelle auch in der fehlenden Erfahrung mit kämpfenden und gesellschaftspolitisch handelnden Gewerkschaften. Mit „Rechtsschutz“ von Gewerkschaften oder privaten Versicherungen lassen sich die Verteilungs- und Machtverhältnisse in Politik und Wirtschaft nicht im objektiven Interesse der Mehrheitsgesellschaft verändern, die betriebliche Mitbestimmung kann keine Schneißen für eine neue solidarische Produktions- und Lebensweise schlagen – aber diese werden immer lebensnotwendiger.

Folgerungen:

Die anstehende Frage für DIE LINKE ist nun nicht, einen antigewerkschaftlichen Kurs zu fahren, im Gegenteil, es gilt die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften an Zahl und Qualität ebenso zu stärken, wie den zu Veränderungen in die notwendige Richtung bereiten und willigen Teil des Funktionärskaders. Aber DIE LINKE kann sich weder programmatisch noch organisationspolitisch der vorherrschenden Gewerkschaftskultur unterwerfen. Statt Stärken leiht sie sich nämlich auf diesem Wege eher die heutigen Schwächen der Gewerkschaften.

Sie sind in Deutschland schon lange alles andere als Organisationen mit Bewegungscharakter, die Forderung nach dem politischen Streik(recht) ist in ihnen Minderheitenmeinung. Während auf gesellschafts- und sozialpolitischen Gebiet der absoluten Zahl der ArbeitnehmerInnen und ihren Angehörigen und den ArbeitnehmerInnen in der Nachberuflichkeit  Felle davon schwimmen (Rente, Pflege, Gesundheit, Jugendbildung) wird das gesellschaftspolitische und europäische Engagement der Einzelgewerkschaftsführungen und des DGB nicht wesentlich konsequenter, couragierter und wirksamer.

Zudem ist es eben der Korporatismus und das Co-Management, die Tätigkeit auf diversen Hinterbühnen, welches viele Funktionäre und Aktivisten gelernt haben, und mit welchen sich ihre Beschäftigung als Funktionäre legitimieren. Das „Hauptfach“ wird so eben nicht der heute wieder offensiv notwendigen Klassenkampf auf der gesellschaftspolitischen Vorderbühne, obwohl gerade mit der sozialen Entsicherungsstrategie die ArbeitnehmerInnen bedeutende Teile ihres ihre Bürgerrechte sichernden Sozialeigentums verlieren ( 1 ). Im Gegenteil, der Hang zur Verbetrieblichung der Gewerkschaftsarbeit scheint ungebrochen, obwohl das System der Vertrauensleute nur noch rudimentär existiert. So tragen die Gewerkschaften nicht unerheblich zu den Illusionen über die Kräfteverhältnisse zwischen ArbeitnehmerInnen und den so genannten „Arbeitgebern“ und über die Ziele von Staat und großen Unternehmertum bei.

In der Partei DIER LINKE haben die Fraktionäre der Parlamente in Bund und Ländern das Sagen, in den Gewerkschaften ist es der hauptamtliche Apparat, der sich wesentlich auf (freigestellte) Betriebs- und Personalräte und berufene, nicht gewählte, Geschäftsführer der Gewerkschaftsgliederungen stützt.

Von den Gewerkschaften kann DIE LINKE wenig lernen, wie sie die neuen Prekären und die bessergestellten ArbeitnehmerInnen politisch für mehr Gleichheit und Freiheit in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz gewinnen kann. Von den Gewerkschaften kann DIE LINKE auch nicht lernen, was zu tun wäre, wenn sie die beidseitig (oben und unten) eingeübte Stellvertreterpolitik überwinden möchte. Die Gewerkschaften sind auch keine guten Vorbilder für die Bewältigung der Organisationsfrage der nur außerbetrieblich erreichbaren Menschen, ein modernes emanzipatorisches Management der Förderung der ehrenamtlichen freiwilligen Tätigkeit und echter kreativer Mitbestimmung und organischer1 Solidarität haben sie eher noch nicht entwickelt.

Hinzu kommt, dass aus dem Gewerkschaftsspektrum und im Apparat der Partei bestimmte Groß-Gewerkschaften dominieren, das engt ebenfalls ein.

Früher hatten auch die deutschen Gewerkschaften eine klare Vorstellung und Praktiken für die Umsetzung der als strategisch bedeutsam erkannten Bildung und politischen Aufklärung der Mitglieder, diese Einsicht ist ihnen  mit „Bad Godesberg“ und den Wohlstandjahren in Mitgliedschaft und Apparaten ziemlich abhanden gekommen.

Gern pflegen die Gewerkschaften und Teile der deutschen Linken, einschließlich der SPD,  Mythen, aus denen sie Selbstbewusstsein und Legitimation schöpfen. Zu diesen Mythen gehört die sehr vereinfachte Vorstellung, das Sozialstaat und Wohlstand, das Arbeit für (fasst) alle in einer bestimmten Periode der Bundesrepublik mehr oder weniger alleiniges Resultat gewerkschaftlicher Kämpfe gewesen seien. Das ist in mehrfacher, hier nicht näher erörterter Weise, unzutreffend.

Klar sollte der Partei DIE LINKE auch sein, mit einer SPD in der Opposition hat sich der Kampf um den Einfluss auf die Funktionäre und Mitglieder der Gewerkschaften stark zu ihren Ungunsten verschoben. Die „Überläufer“ von der „echten SPD“, zur Partei DIE LINKE sind seltener geworden. Man verbleibt dann eher beim Original oder geht sogar dahin – nach einem Ausflug in DIE LINKE – enttäuscht von dieser,  zurück. Die Gründe dafür mögen widersprüchlich sein,  aber jene, die vom Wirtschaftssystem aus der Lebensbahn geschleudert wurden halten die Partei oft auch für zu zahm, zu legalistisch. Man suche im Programmentwurf mal nach den Stichworten Protest und Widerstand, das Ergebnis ist ernüchternd. Warum sollen uns die Menschen glauben, dass DIE LINKE die Welt grundlegend verändern will, wenn wir uns im Schlepptau der Gewerkschaften bewegen, die schließlich gerade das nicht wollen.

Das Identitäts- und Profilproblem der Partei DIE LINKE, die einen wollen eine „echte“ Sozialdemokratie, die anderen eine „echte“ radikale revolutionäre linke Partei. Diese Dichotomie der Erwartungen finden wir in Strömungen gegossen, in der  mehrheitlich strömungsfreien Mitgliedschaft, im Funktionärskader und in der Wählerklientel. Das zu lösende Problem, beide Vorstellungswelten sind mehr Gestriges, als Vorschein eines zukunfsträchtigen neuen Denkens. Die Krise der Linken, die Krise der kapitalistisch dominierten Welt ist auch und besonders eine geistige Krise!

Wir bräuchten eine völlig neue Partei, Denk- und Verhaltensweisen, die die neuartigen Beziehungen zwischen kultureller und politischer Hegemonie zu erfassen vermögen, die Herrschaft nicht mehr in spezifischen Segmenten der Gesellschaft verorten ( 2 ).

Ein weiteres, erschwerendes Problem, Realitätsferne, Vorurteile sind in Strömungen wie in Blei gegossen. Dominanzstreben, gegenseitige Blockaden, leere Formelkompromisse sind die Folge. Ein angemessenes strategisches Denken bleibt so auf der Strecke. Die nicht in Strömungen gebundene Mehrheit der Mitglieder ist auf den Vorder- und Hinterbühnen eher schwach wahrnehmbar, sie sind mit ihren Weltbildern, Gefühlen und Strebungen für die Parteiführer eher „unbekannte Wesen“. Die Parteienforscher, auch in der parteinahen Stiftung Rosalux, wissen heute wenig bis nichts Konkretes, aber die Forschungsarbeit dazu hat endlich begonnen. Mit Blick auf die Vewrbundenheit der Spitzenakteuere der Partei auf Landes- und Kreisebene mit den Mitgliedern scheint es mir so, als surfe die Partei bei Nacht und im Nebel auf der hohen und bewegten See der gesellschaftlichen Veränderungen.

Zurück zum Verhältnis Partei DIE LINKE und Gewerkschaften.

Umgekehrt wäre doch zu fragen, welche Impulse, welche Fragen, welche Forderungen trägt DIE LINKE mit Erfolg in die Gewerkschaften? Bisher springen wir eher auf deren Kampagnen auf  ( 3 ).

Die Attraktivität der Gewerkschaften für die Mehrzahl der ArbeitnehmerInnen im Lande ist gesunken, es wäre ein grobe und selbstgefällige Vereinfachung, diese Tatsache allein als Folge tatsächlich vorhandener neoliberaler Antigewerkschaftsstrategien und dem Druck auf dem Arbeitsmarkt zuzurechnen. Es ist bisher nicht gerade ein Merkmal deutscher Gewerkschaften allzu selbstkritisch zu sein und nach dem eigenen Anteil ihrer rasanten Schwächung zu fragen. Die fehlende kritische Selbstreflexion scheint sich DIE LINKE nun auch vom Gewerkschafts- und SPD-Kader eingefangen zu haben. In bürokratischen Großorganisationen, auch der Arbeiterbewegung, waren Transparenz und offene Ohren für die Mitglieder noch nie die herausragenden Eigenschaften. Aber mit der Fusion von WASG und PDS hat sich diese Krankheit, Arroganz gegenüber Mitgliedern und Selbstherrlichkeit allzu vieler  Kader,  spürbar verschlimmert.

Was hat das nun alles mit dem verlorenen Landtagswahlkampf zu tun?

Da die Gewerkschaften selbst keinen Bewegungscharakter haben, sind sie nur ein strategischer Partner unter anderen und dies vor allem wegen ihrer Verankerung in Teilen der Arbeitswelt! Das gegenwärtige Fehlen anderer – großer – strategischer Partner ist kein Grund, die Partnerschaft mit den Gewerkschaften zu überhöhen. Überdies, die gesellschaftspolitischen Kompetenzen sind, gemessen an den Aufgaben der Parteiarbeit, nur auf einzelnen Gebieten ausreichend. DIE LINKE ist keine Gewerkschaftspartei oder genauer, als solche kann sie strategisch nicht erfolgreich sein!

Gemeinsame Veranstaltungen mit Gewerkschaften, Hinterzimmergespräche der Spitzenkandidatinnen mit DGB-FunktionärInnen und ein Parteiimage, was allzu sehr an das Erscheinungsbild der Gewerkschaften erinnert, sind in der verunsicherten, kritischen oder schon resignierten Wahlbevölkerung nicht so hilfreich, dass es zu den benötigten Stimmen reicht. Wir wirken altbacken und hilflos und zu staatsnah bis staatstragend.

Deutlicher noch, für die heute Prekären und Erwerbslosen haben die Gewerkschaften versagt, haben die Beschäftigten in den Stammbelegschaften sie schnöde in Stich gelassen, ist die Teilung der Arbeit(szeit) kein Thema. Für sie sind Gewerkschaften überwiegend Verteidigungsorganisationen von Arbeitsplatzbesitzern, die ihr Kerngeschäft auf Stammbelegschaften und größere Unternehmen konzentrieren.

In der Partei DIE LINKE konnten Prekäre und Erwerbslose nicht selten die Verachtung oder doch zumindest die kulturelle und psychische Distanz der etablierten Kollegen und Kollegen Funktionäre spüren. Markig klang das dann schon mal so: „Wir sind eine Partei und keine Selbsthilfegruppe!“

Linke Solidarität und Attraktivität ist nach dem Motto „Rette sich wer kann“ aber nicht zu haben. Warum soll es diese BürgerInnen interessieren, dass DIE LINKE(n)  gerne in den Landtag möchten? Warum wollten das eigentlich einige Linke, wo sie doch noch so wenig mit dem Volk verbunden sind – im Auge den €. DIE LINKE hat keinen Grund zu der Annahme, dass ihr ein besonderer durchschlagender  „Vertrauensvorschuss“ gewährt würde, das Misstrauen gegen die da „oben“ und die Parteienverdrossenheit beim Bürger gilt auch für sie.

Was „DIE LINKE“ und mit ihr die Gewerkschaften, ihre Funktionsträger und Mitglieder bedenken sollten, dass eine tiefe soziale Krise auch zur breiten Delegitimation von Demokratie und Rechtsstaat führen kann, in der sich die WählerInnen eher der extremen Rechten zuwenden. Genau dies ist in vielen europäischen Ländern zu beobachten. Die Sarrazins und Sloterdijks und jüngst Bischof Kardinal Marx für die katholische Kirchenobrigkeit im Lande organisieren den „Angriff der Leistungsträger“ und vertiefen den Sozialrassismus. Es gibt nicht wenige in der Republik, die weder den Gewerkschaften noch der Partei DIE LINKE  zugeneigt sind, denn die neoliberale Offensive waltet in ihren Köpfen und Seelen nach dem Motto „Eure Armut kotzt mich an“. Andererseits lässt sich gegenläufig beobachten, dass Teile des Bürgertums durch die wirtschaftlichen Krisensymptome und die Disfunktionalitäten der Demokratie, unzureichender  Partizipation und fehlendem perspektivischen strategischen Handeln im Interesse der Mehrheitsbevölkerung, außerordentlich betroffen und skeptisch gegenüber stehen. Hieran gilt es anzuknüpfen. Der Partei DIE LINKE und mit ihr den Gewerkschaften müsste es gelingen, ihre Wirkungskraft wesentlich breiter zu entfalten. „Weg mit Hartz IV“ wird erst dann realistisch, wenn der gut bezahlte abhängig Beschäftigte und die kleine UnternehmerIn engagiert erkennen, dass eine Gesellschaft wachsender Ungleichheit auch ihre  Lebensqualität und Sicherheiten untergräbt und das es sich lohnt für Alternativen kreativ kämpferisch einzutreten.

DIE LINKE und die Gewerkschaften sollten verstanden haben, dass sie allein weder den Sozialstaat noch die Demokratie ausreichend schützen, verteidigen und letztlich in Richtung einer rot-grünen Zukunft des Wirtschaftens und der Lebensweise vorantreiben können. DIE LINKE und die Gewerkschaften sollten verstehen, dass die konservative Politik der Energiewende ( 4 ) weder mit mehr Demokratie, noch mit neuen sozialen Sicherheiten einhergehen soll. Vielmehr geht es um einen aggressiven strategischen Umbau der kapitalistischen Macht- und Eigentumsverhältnisse, mit dem Deutschland die Führungsrolle in Europa und neue Spiel- und Handlungsräume für ein globales, auch militärisches, neu-koloniales imperiales Engagement  gesichert werden sollen.

Seit dem ersten Bericht des „Club of Rome“ 1972 wissen wir um ein Dilemma politischer Mobilisierung der Menschen, die gestrigen und heutigen Veränderungen und Entscheidungen zeigen erst bzw. zunächst in der räumlichen und zeitlichen Ferne ihre zerstörerischen und möglicher Weise irreversiblen Wirkungen in Natur und Gesellschaft. Es gehört zu den perfiden politischen Strategien, heute Zwänge gesetzlich zu verankern, die erst das Leben in der Zukunft betreffen. (Zum Beispiel im Rentenrecht, mit der verfassungsrechtlichen „Schuldenbremse“ oder in der Energie- und Rohstoffpolitik). DIE LINKE kann ihre Aufgaben nur als Bewegung der Aufklärung erfüllen, gemeinsam mit den Gewerkschaften oder etwa der Bewegung Attac, die sich die „ökonomische Alphabetisierung“ auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Die Herausforderungen durch die sozialen und politischen Gegner werden also nicht geringer, im Gegenteil. Für die „Wir sitzen doch alle in einem Boot Ideologie“ vieler deutscher Gewerkschaftsmitglieder gibt es weniger Gründe denn je. DIE LINKE sollte sich gemeinsam mit den Gewerkschaften auf die Durchsetzung der Forderung nach dem gesetzlichen Mindestlohn konzentrieren. Wenn es gelänge, in diesem Kampf auch die Wiedergewinnung eines bereiten Bewusstsein zu den Zusammenhängen von Lohn-Preis und Profit zu erreichen wäre für zukünftige Kämpfe einiges gewonnen. „Weg mit Hartz IV“ braucht Antworten, was realistisch an dessen Stelle treten soll und wie in dieser Auseinandersetzung um Menschenwürde in unserem Land Erwerbslose, Prekäre  und Erwerbstätige in organischer Solidarität gemeinsam agieren können. Ohne eine Neuverteilung der vorhandenen Erwerbsarbeit und einer umfassenden Neubewertung von gesellschaftlich notwendiger Arbeit wird dies nicht wirksam gelingen können. Soziale Sicherheit, das Sozialeigentum der gesellschaftlichen Mehrheit als unabdingabe Voraussetzung für die aktive Wahrnehmung ihrer Bürgerrechte, ist als Lebensfrage der Demokratisierung der Gesellschaft zu begreifen. DIE LINKE braucht ein Programm, das miteinander verbundene Kämpfe um weniger Ungleichheit in der Gesellschaft langfristig fördert. Der weit verbreitete Wunsch nach mehr sozialer Gerechtigkeit ist zu verbinden mit der Sehnsucht der Menschen nach einem „guten Leben“ hier und heute. DIE LINKE muss dafür wirken, dass sich die gewerkschaftlichen und betrieblichen Kämpfe politisieren, denn die in Politik und Wirtschaft Herrschenden haben ihren Klassenkampf von oben längst eröffnet. Eine grüne solidarische(re) Gesellschaft(sstrategie) gilt es deren Strategie der Modernisierung des marktradikalen Kapitalismus (Green New Deal) entgegen zu setzen.

Fußnoten:

( 1 ) Zur „organischen“ versus de rtraditionellen Arbeitersolidarität an anderer Stelle mehr. Ich beziehe mich unter anderen auf Zoll, er war ein bremer Gewerkschaftsoziologe. Vgl. Zoll, Rainer: Was ist Solidarität. Frankfurt Main 2000

( 2 ) Bernd Gehrke hierzu in einem Vortrag zur Klassenanalyse und linker Politik: „Klassensein und Klassenbewusstsein oder Klasse „an und für sich“

Da einerseits der Marxismus mit dem Selbstverständnis eines wissenschaftlichen Sozialismus und als „Hirn“ der revolutionären Emanzipation in die Welt trat, während andererseits das von ihm als objektiver Interessenkontrahent der Bourgeoisie ausgemachte Proletariat als  „Herz“ und revolutionäres Subjekt der Überwindung des Kapitalismus bestimmt wurde, standen für Marx und mehr noch für den Marxismus die Probleme des proletarischen „Bewusstseins“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nur eine Klasse, die sich auch ihres „historischen Berufes“ selbst „bewusst“  werden würde, könnte entsprechend aktiv handeln und den Kapitalismus überwinden. Zudem macht der auf den gesellschaftlichen  Antagonismus gegründete Begriff der „Klasse“ für identifizierbare empirisch-reale gesellschaftliche Gruppen analytisch für einen auf Transzendenz orientierten Theorieentwurf insgesamt nur einen Sinn, wenn diese auch als Gruppe mit den definierten Eigenschaften gesellschaftlich aktiv tätig werden würden.

Die Gedankenform, in der Marx und der klassische Marxismus dieses Problem fassen, ist dabei  – der damaligen Zeit wie dem Gros der Sozialwissenschaften entsprechend, die zum Teil überhaupt erst durch diese Herausforderung des Marxismus entstehen  – nicht dem Arsenal der Sozial- oder Humanwissenschaften entnommen, sondern der Philosophie. Die Kategorien „Sein“ und „Bewusstsein“ (als „bewusstes Sein“) und deren klassenspezifische Ableitungen sowie (im besten Falle) deren methodische Ordnung durch Kategorien der dialektischen Logik rangieren rund 100 Jahre lang als „Schlüsselkategorien“ des marxistischen Denkens für diesen Zusammenhang, geregelt durch die gleichfalls philosophische Bestimmung dieser Relation im Sinne des philosophischen Materialismus: Das gesellschaftliche Bewusstsein sei eine Ableitung des gesellschaftlichen Seins, das Sein bestimme das Bewusstsein. Trotz Einbeziehung verschiedener Begriffe der Differenzierung des Bewusstseins wie Ideologie, Wissenschaft, Alltagsbewusstsein bestand diese  Grundkonstellation im vorherrschenden Marxismus vor allem als Zusammenhang von ökonomischem Klassensein und politischem Klassenbewusstsein. Dabei konnte die Nichtentsprechung von Klassensein und Klassenbewusstsein des Proletariats politisch unterschiedlich gedeutet werden, aber die ökonomistische oder voluntaristische Versuchung blieb als Dualismus immer präsent.

Einen ersten marxistischen Einbruch in diese Dualität von ökonomischem Klassensein und politischem Klassenbewusstsein brachte Gramscis Hegemonie-Theorie, die die latent immer existierende Koexistenz von Ideologie und Politik nun auch systematisch als kulturelle Hegemonie und politische Hegemonie unterschied. Mit der Materialisierung kultureller Hegemonie in der außerstaatlich selbst organisierten Zivilgesellschaft und der institutionellen Materialisierung politischer Hegemonie im Staat wurden Kultur wie Politik nicht nur als Ausdruck von (kulturellen und politischen) Kämpfen bestimmt, sondern ein wesentlicher Schritt gegangen, um ideologische Praxis selbst materialistisch, d.h. sozial- und kulturwissenschaftlich zu interpretieren. Dieser Schritt wurde erst mit dem sich auch innerhalb des Marxismus vollziehenden linguistic turn möglich, der einerseits durch die  kulturalistische Klassenbestimmung E.P. Thomsons angestoßen wurde und sich u.a. in der Schule der Cultural Studies niederschlug. Neben dieser „subjektiven“ Interpretation von Klassen als in Kämpfen erworbener kultureller Klassenzusammenhang führte vor allem Althussers auf die Autonomie sozialer Instanzen und Praxen gegründeter Gesellschaftsbegriff  zur Revolutionierung auch der Ideologie-Theorie. Ideologie wird nun nicht mehr nur als bloßer Ideenzusammenhang begriffen, sondern als sprachliche und kulturelle Praxis sozialer Gruppen materialisiert. Gerade hierdurch wurde diesen Instanzen und Praxen gegenüber der Ökonomie eine autonome Wirklichkeit mit eigenständigen Kämpfen zugewiesen, ohne den Zusammenhang zur Ökonomie in letzter Instanz aufzulösen (Vgl. Louis Althusser, Ideologie und ideologische Staatsapparate). Damit wurde ein Welle materialistischer „Kulturwissenschaften“ ausgelöst, deren bekannteste und nachhaltigste bis in die Gegenwart die Diskurstheorie Michel Foucoulds und die Soziologie symbolischer Formen Pierre Bourdieus sind (auch wenn der Zusammenhang zu Althusser heute ebenso verschüttet ist wie bei der Regulationstheorie). Nach der Krise des Marxismus und der sozialgeschichtlichen Forschung in den 1980er Jahren ermöglichen die damit geschaffenen Hinterlassenschaften des linguistic turn auch eine Wiederauferstehung der Klassentheorie, weil Klassen-, Milieu- oder  Diskurstheorie sich nur scheinbar ausschließen, sondern geradezu ergänzen.

Mit der an die Klassentheorien anschließenden oder anschlussfähigen Hinterlassenschaften des linguistic turn wie der Habitus-Theorie Bourdieus, den Milieu-Ansätzen von Stephan Hradil oder Michael Vester können heute auf erneuerter Grundlage die alten Fragestellungen der „Klasse an und für sich“ aufgehoben, die sozioökonomischen wie kulturellen Segmentierungen der gegenwärtigen Klassengesellschaft gedacht, empirischer Forschung zugänglich gemacht und ihr politisches Handeln prognostiziert werden.

( 3 ) Der stärkste Einwand gegen solidarische und öffentlich sichtbare Kritik wird häufig so formuliert: „Wir agieren nicht aus einer Stärke heraus, sondern die Gewerkschaften sind in der Defensive, DIE LINKE ist in der Defensive. Eine ständige Kritik an den Gewerkschaften würde die letzten Gewerkschaftsfunktionäre aus der Partei DIE LINKE jagen und mit ihnen zahlreiche Mitglieder. Eine harte Gewerkschaftskritik ist da nicht hilfreich, schon gar nicht im bestehenden  Partei-Klima. Die Kritik würde als Angriff, statt als Notwendigkeit, (miß)verstanden werden.“

( 4 ) Hiermit ist sowohl die CDU/FDP-Politik gemeint, als auch die Politik der GRÜNEN. Rainer Zion u.a. haben darauf aufmerksam gemacht, dass die „Soziale Frage“ in diesem Kontext ernsthafteste Aufmerksamkeit erfordert. Dabei geht es um Strategisches, um mehr, als ob Energie für die RentnerIn und die Hartz IV –EmpfängerIn bezahlbar bleibt. Das post-fossile Zeitalter böte auch neue Chancen für die Demokratiisierung in einer technisch-technologische möglichen und erforderlichen dezentraleren mehr lokalen Wirtschaftsweise.

Bernd Wittich                            Ludwigshafen, 25. Juli 2011

Was geschieht

Es ist geschehen
und es geschieht nach wie vor
und wird weiter geschehen
wenn nichts dagegen geschieht

Die Unschuldigen wissen von nichts
weil sie zu unschuldig sind
und die Schuldigen wissen von nichts
weil sie zu schuldig sind

Die Armen merken es nicht
weil sie zu arm sind
und die Reichen merken es nicht
weil sie zu reich sind

Die Dummen zucken die Achseln
weil sie zu dumm sind
Und die Klugen zucken die Achseln
weil sie zu klug sind

Die Jungen kümmert es nicht
weil sie zu jung sind
und die Alten kümmert es nicht
weil sie zu alt sind

Darum geschieht nichts dagegen
und darum ist es geschehen
und geschieht nach wie vor
und wird weiter geschehen

Erich Fried

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mal wieder Bertelsmann

Erstellt von UP. am 25. Juli 2011

Die Krake Bertelsmann - so wird die Stiftung “zärtlich” von den Nachdenkseiten genannt - übt sich weiter in PPP-Geschäften, obwohl sie mehrfach auf’s Gesicht gefallen ist - nach England zuletzt in Würzburg.
Klacks oben auf die Krake beschert Wissen über diese Organisation und deren Vorgehensweisen.

»Die Bertelsmänner “wollen zeigen, wie es richtig” geht!«

Stiftung steigt in die Lehrerfortbildung in Nordrhein-Westfalen ein. Kooperationsverträge werden geheimgehalten. Ein Gespräch mit Elke Schenk

 
Elke Schenk ist Lehrerin und arbeitet zum Thema Bertelsmann und Europäische Union im globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC
 

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Das Netzwerk ATTAC kritisiert, daß ausgerechnet die Landesregierung von SPD und Grünen in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche einen Kooperationsvertrag mit der Bertelsmann-Stiftung abgeschlossen hat, um Lehrer fortzubilden. Was beinhaltet er?

Das Schulministerium Nordrhein-Westfalens (NRW) stellt das so dar, als gehe es darum, die Schüler individuell besser zu fördern, indem man ihren Lehrern eine Fortbildung von Bertelsmann angedeihen läßt. Man gibt vor, dabei insbesondere die verstärkte Berücksichtigung benachteiligter Schüler in Regelklassen der Sekundarstufe I im Fokus zu haben. Leider liegt uns dessen Vertrag mit Bertelsmann nicht vor – zweifelhaft ist, ob er überhaupt veröffentlicht wird. In der Regel werden Verträge von Private-Public-Partnership geheimgehalten; obgleich es von großem Interesse ist zu erfahren, welchen Umfang dieser Vertrag im einzelnen hat und welche Rechte für die Bertelsmann-Stiftung damit verbunden sind. Klartext: Indem das Ministerium die Lehrerfortbildung nach außen verlagert, stellt es der bisherigen staatlichen Aus- und Fortbildung ein Armutszeugnis aus und erklärt die Lehrer für unfähig. Motto: Die Bertelsmänner können uns jetzt mal zeigen, wie es richtig geht!

>>>weiterlesen JUNGE WELT

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Griechen und Europäer

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Juli 2011

Der Schriftsteller Petros Markaris schreibt hier über sein Land und seine Landleute. Er vergisst dabei aber auch die unrühmliche Position der Europäer nicht, welche immer noch nicht begreifen dürfen, der politische Schrott will ja wieder gewählt werden, dass der Beginn dieser Finanzmisere von den “Reichen” Ländern verursacht wurde und immer noch wird. Das Leben auf Pump ist in den letzten Jahren zur Normalität geworden. Kredite werden dem Bürger regelrecht aufgedrängt, damit die Ackermänner ihre 25 % Gewinnmarge erreichen können.

Mit aufgenommenen Krediten werden Urlaubsreisen finanziert und damit den ärmeren Ländern eine utopische Welt vorgegaukelt. Alles sehr gut zu beobachten sollte sich jemand auf diesem Globus bewegen, dessen Reise nicht aus der Staatskasse finanziert wird. .

Wenn eine Deutsche Kanzlerin, wie in Meschede geschehen, mit primitivsten und dümmlich, populistischen  Sprüchen die Thesen eines Sarrazin unterstreicht und damit das Deutsche Wesen wieder einmal hochleben lässt, darf sich niemand wundern wenn das nationalistische  Denken  auf fruchtbaren Boden fällt.

Das traurige Ergebnis einer solchen Politik konnten wir am letzten Wochenende in Norwegen hautnah miterleben. Das auch noch rund zehn Stunden nach diesem Verbrechen, im Internet und Ausland wurde schon lange über einen blonden Täter aus der Mitte der Gesellschaft berichtet, in den “öffentlich rechtlichen” Medien selbsternannte Terrorismus Experten ihren Nonsens über den Islamismus zum Besten geben konnten mag Hinweis darauf sein, auf welchen einen Weg  unsere Gesellschaft geführt werden soll. Natürlich spitzen heute Politiker schon wieder ihre schwarzen Griffel und fordern  einmal mehr eine verschärfte Überwachung der Bevölkerung.

Wie lange müssen wir noch warten, ehe die Politiker eingestehen das genau Sie und Ihre Politik der Ausgangspunkt dieser Misere sind? Und das quer durch alle Parteien!

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Das Sparbuch für mittellose Griechen.

Anfang der fünfziger Jahre hatte Königin Friederike von Griechenland, die Mutter von Königin Sofia von Spanien, “das Sparbuch für mittellose Mädchen” eingeführt. Das Sparbuch war als eine Art Mitgift für die Töchter armer Familien gedacht. Es waren die ersten Jahre nach dem Bürgerkrieg, und das Land war arm und rückständig. Es gab nicht einmal genug Arbeitsplätze für Männer, geschweige denn für Frauen. Junge Mädchen hatten nur die Perspektive auf Heirat und Familie. Sie konnten aber ohne Mitgift nicht heiraten, wenn die jungen Männer nicht genügend Mittel besaßen, um aus eigenen Kräften einen Haushalt zu gründen. Nicht jede Familie bekam das Sparbuch für ihre Tochter. Es gab eine Reihe von Voraussetzungen. Die wichtigste davon war die “nationale Gesinnung” einer Familie.

Sechzig Jahre später leben die Griechen vom “Sparbuch für mittellose Griechen”, das die EU eingeführt hat. Doch auch dieses Sparbuch ist an Bedingungen geknüpft. Die wichtigste ist das Sparpaket, das Ende Juni vom Parlament in Athen bewilligt wurde und innerhalb von zwei Monaten umgesetzt werden muss. Ob Sparbuch oder Sparpaket, die Griechen müssen wieder das Sparen lernen. Nicht nur die Bürger, sondern vor allem der Staat. In den letzten dreißig Jahren wurde der marode Staatsapparat, der bis heute enorme Ressourcen auffrisst, zunehmend zum Hauptproblem der griechischen Misere, bis er das Land in die totale Lähmung trieb.

Quelle: TAZ >>>>>  weiterlesen

IE

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Kirmes Bude Saar LSK

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Juli 2011

Von einer öffentlichen Sitzung der LSK der LINKEN des Landesverband Saarland vom 23. 07. 2011 berichtet Gilbert Kallenborn heute folgendes:

Verhandelt wurde unter der Bezugs Nummer Reg.49/10 in der Sache, Antrag auf  Parteiausschluss von A. N., E.N., M.W., sowie H.L. gegen S.  S. Im Ergebnis wurde der Antrag von der LSK zurückgewiesen.

In dieser öffentlichen Sitzung bezog S. eindeutig Positionen in denen er für eine stärkere polizeiliche Überwachung, die Schließung von Bildungsstätten aufgrund der finanziellen Situation und eine Überwachung der LINKEN für den Verfassungsschutz eintrat.

Zu einem Skandal kam es, als der Schwiegervater des MdB Lutze zwei dieser Sitzung beiwohnenden Beobachter verbal mit den Worten angriff, unter einem Pseudonym  bei DL zu schreiben. Er, der Schwiegervater, werte dieses als ein parteischädigendes Verhalten und sei der Meinung das man als Mitglied einer Partei zu seinen Leuten halten müsse, egal was diese auch anrichten.

[ In diesem Zusammenhang stellt die DL-Redaktion fest, dass uns Artikelschreiber aus dem zitierten Umfeld nicht bekannt sind ]

Im Laufe der Sitzung wurde von Gilbert Kallenborn die Feststellung geäußert, dass man es hier nach seiner Meinung mit einem SED Kadergericht und nicht mit einer neutralen LSK zu tun habe. Eine Befangenheitsrüge gegen Mitglieder der LSK wurde mit folgenden Wortlaut verlesen und schriftlich eingereicht:

LSK Reg 49/10 - Befangenheitsrüge gegen Wolfgang.Fieg und Julia Maus wegen Täuschung der BschK in BSchK 77/2010  hins.KarinZimmer-Parteiaustritt ff.

Nachfolgend der Antrag im Wortlaut:

Samstag, 23. Juli 2011
An die LSK                                                              LSK Reg. 49 /10
Die Linke Saar                                                        Gilbert Kallenborn
66111 Saarbrücken                                                -Bevollmächtigter -

In der Schiedssache gegen S.  S.,
erhebe ich

Befangenheitsrüge/antrag
================
gegen:

1.)  Gen. Wolfgang Fieg, ex-Vorsitzender der LSK Saar
2.)  Julia Maus ,Vorsitzende der LSK Saar

wegen Verletzung der Amtspflicht und des Gebotes der Neutralität bei Schiedsverfahren DIE LINKE

Zu 1.)
Am Donnerstag, den 21. 07. 2011 konnte ich zum ersten Mal seit zwei Jahren Beschwerdetätigkeit Akteneinsicht in LSK-Akten nehmen (gewährt v. Gen.Maus, Gen.Coenen) die zuvor, z.B. im Pappschachtel-Verfahren Wahlfälschung Ensdorf über 14 Monate lang von W. Fieg gezielt verhindert wurde.

Dort musste ich dann- erstmalig  -erblicken, daß der Vorsitzende Fieg Oktober 2010, so jetzt erklärt kürzlich durch MdL Wolfgang Schumacher, falsche Daten und falsche Fakten an die Bundesschiedskommission leitete und mitten im laufenden Berufungsverfahren, um einen Entscheid gegen sein rechtswidriges Machwerk “Unterlassungsverfügung Reg-36/10. K.  Z. gegen H. L.”, zu verhindern, ohne jedes Dokument, ohne jeden Beleg, ohne jedes Aktenteil den Parteiaustritt der K. Z. erklärte und die BschK aufforderte:

Man möge deswegen das Verfahren niederschlagen. Was dann in den Beschluss BSchK 77/2010 mit einfloss.

Wolfgang Schumacher, der wissentlich diesen Beschluss ebenfalls einfach so stehenließ, obwohl seit Oktober 2010 informiert, gleichzeitig eine ins Ausland verzogene Karin Zimmer(!) ohne deutschen Wohnsitz(!!!) am 30.5.2011 und am 12.6.2010 zu der BSchK-Vollz Wahl 102/2011 des KV 66740 Saarlouis zuließ. Er erklärt nun, Wolfgang Fieg habe dies aus eigenen Stücken  manipuliert, er, Schumacher,habe nichts damit zu tun.

Damit wurde, zur Verdeckung des rechtswidrigen Procedere; siehe auch Nichtöffentliche Sitzung LSK Reg 36/10 K. Z. gegen H. L. Verstoß gegen Öffentlichkeitsgarantie des § 10 Abs. 2 SchO, analog § 10 Abs. 8 SchO “wegen Unterlassung” die BSchK in 77/2010 gezielt von Fieg aktiv und von Schumacher durch billigende Duldung getäuscht, es wurde Täuschung im Rechtsverkehr verübt.

Ich fordere Wolfgang Fieg zum Austritt aus der LSK und zur Niederlegung seines Amtes, das er missbraucht, auf.

Wiederholungsfall: In dem vorigen Verfahren H. L. gegen E. L., wo ich Bevollmächtiger bin, wegen rechtswidriger Kassenbeschlagnahme der Kasse des GV 66798 Wallerfangen erklärte Fieg einfach:

” Die Kasse wurde zurückgegeben, womit das Verfahren erledigt ist “.  Diese Kasse wurde nie zurückgegeben, geschweige denn es findet sich ein solcher Aktenteil i. d. LSK-Akte.

Fieg schafft seine eigene Rechtswelt durch Lug und Trug und Aktenfehleinträge mit Absicht. Verfahrenserledigung durch Verfahrensfälschung.

In dieser Sache wurde W. Fieg vor Gericht von der Rechtsanwältinn Julia Maus vertreten, daher ist auch sie  befangen. Diese Befangenheit ist eindeutig erwiesen, so die Partei diese Kosten der Rechtsvertretung Maus für Fieg trug. Vor dem Amtsgericht Saarbrücken vor Richter Zimmerling. H. L. jedenfalls musste die Gerichtskosten von 330 Euro für die Verfahrensfälschung tragen, wobei dieser Betrag höher war als der Kasseninhalt (260 Euro ).

Leugnung des Stalinismus bzw. der DDR-Bewunderung:

In einer LSK-Sitzung ,Wahlanfechtung Kallenborn /Wallerfangen, ließ Fieg die DDR-Hymne erklingen von seinem Handy aus, wo er sie als Erkennungston führt, summte mit und klopfte noch den Takt auf den Tisch dazu.  Zwei Minuten später verwies er den Reporter der Saarbrücker Zeitung, Johannes Werres aus dem LSK-Verhandlungsraum in VK, Hüttenschenke, ebenfalls zuwider § 10 SchO. Sodann ließ er zu, dass das Mitglied nicht Vorsitzender T. M. einen dazu statutenwidrigen Beschluss fällte und unterzeichnete. Mitglieder dürfen nicht anstelle vom Vorsitzenden zeichnen und T. M. war nicht einmal stellvertretender Vorsitzender, dort wurde dann per LSK-Beschluss gelogen, die DDR-Hymne sei nie in der LSK-Sitzung verklungen, obwohl es dazu fünf eidesstattliche Versicherungen gibt.

Der Vorwurf der mehrfachen Sach- und Verfahren-verschleppung durch Fieg erweist sich aus den Akten selber. Er soll vom Amt zurücktreten, ansonsten wird dies durch Parteiausschlussverfahren gegen Fieg geklärt. In Berlin. Wo er das höchste Organ der Linkspartei gezielt getäuscht und belogen hat.

3.Fall:

In dem Parteiausschlussverfahren Reg 16/10 Kallenborn, am 23.10.2010 in Sulzbach “Kirner Eck” brach W. Fieg ohne jede Rechtsgrundlage erneut den § 10 SchO und verwies den Verfassungsrichter des Saarlandes Rechtsanwalt H.G. Warken, Kanzlei Püttlingen, trotz meines Protestes des Saales, Herr Warken wollte lediglich Zuschauer sein, er vertritt mich  nicht, sondern er vertrat die direkt nach mir terminierte, Reg. 19 /10, Genossin G. S., am gleichen Ort.

Deswegen hatte RA Warken Platz genommen. Hier hat ein willkürlicher LSK-Vorsitzender einen Verfassungsrichter, ein hochrangiges Organ der Rechtspflege, des Saales verwiesen, weil dieser nicht Mitglied der Linken; sondern der CDU ist, obwohl die SchO der Linkspartei hier überhaupt nicht selektiert, geschweige denn verbietet, im Gegenteil konkret zulässt.

Im übrigen sind “Nichtöffentliche Sitzungen “im Bürgerbüro (!!!) 66333 Völklingen; MdB Yvonne Ploetz  -Thomas Lutze verbotene Parteiarbeit in Bundestagsfinanzierten, Steuergeldfinanzierten, Räumlichkeiten und Büros. Dies ist dann reale verdeckte rechtswidrige Parteienfinanzierung.

Sollte dieses bestritten werden, werde ich deswegen den Präsidenten des Deutschen Bundestages sowie den Bund der Steuerzahler hierzu anschreiben.

Wolfgang Fieg hat sein Amt missbraucht und der Partei schweren Schaden zugefügt. Er ist befangen und soll sein Amt niederlegen. Es müssen Gründe vorliegen, dass die Parteispitze neue Leute in die LSK förderte und Fieg den Vorsitz schlagartig nach dem Maulkorbbeschluss am 14. 11. 2010 niederlegte.

Gilbert Kallenborn  GV Wallerfangen Die Linke

Bevollmächtigter   23.7.2011

IE

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RLP Strukturkommission

Erstellt von Bernd Wittich am 24. Juli 2011

Das sogenannte Vortreffen war ein “zufälliger” Akt, durch nichts legitimiert. Die Form, der Ton des Protokolls zeigen aber auch eine kleine Tendenz zu einer neuen Offenheit und Zeichen einer verantwortlichen Sorge um die Partei(entwicklung).

Die Landespartei braucht m.E. keine Strukturkommission, sondern der gesamte Landesvorstand sollte sich gemeinsam mit allen Kreisvorsitzenden auf eine einzige Frage konzentrieren: Die Wiederbelebung der Partei, ausgehend von der Basis!

Es gibt keinen “Thüringer Weg” oder ein “Thüringer Modell”, dem wir eilig nacheifern müßten. Diese Kommission ist mit den geplanten Vorhaben überflüssig, ja lenkt die Kräfte in eine falsche Richtung.

Strukturen sind das Ergebnis politisch motivierter Mitgliederaktivität. Dafür die Bedingungen zu schaffen ist unsere Kernaufgabe.

Wir brauchen keine Kommissionen, die neue Luftschlösser bauen.

“.. die Strukturkommission keine „Alibi-Veranstaltung“ zum Einziehen von Bezirksebenen oder zur Verschiebung von Mandaten sein soll, sondern ein ernsthaftes Arbeitsgremium, welches die Partei auf Landesebene analysieren, bewerten und gestalten soll. Hierzu soll die Kommission Impulse an die Gremien der Partei weitergeben. “

Es kommt umgekehrt darauf an, das aus der Basis Impulse für die Partei kommen können! Voraussetzung für jegliche Art von Parteireform sind ein führungsfähiger anerkannter Landesvorstand und mit ihren Mitgliedern eng verbundene arbeitsfähige und arbeitende Kreisvorstände. Beides ist gegenwärtig nicht gegeben! Jedes gewählte Landesvorstandsmitglied und die Kreisvorstände sollte sich zunächst darauf konzentrieren!

Es gibt keinen “Thüringer Weg” oder ein “Thüringer Modell”, welches wir eiligts zu kopieren hätten. Hier mischen sich Ablenkungsmanöver, unzureichendes politisches Verständnis, Aktionismus, Voluntarismus, Profilierungsbestrebungen und der Wunsch die Partei “irgendwie” voranzubringen! Hinter der Strukturdebatte verschwinden jedoch die gravierenden politisch-ideologischen und politisch-psychologischen Probleme der Partei! Unser konkretes Wissen über unsere Mitglieder und die konkreten organisationspolitischen Praktiken in den Kreisen sind rudimentär, mit diesem Nichtwissen kann nicht geführt werden.

Solange es die leidenschaftlich wechselseitig verfolgte Idee gibt, man müsse dauerhaft bestimmte GenossInnen für immer aus der innerparteilichen Mitbestimmung ausgrenzen, hat kein Landesvorstand, keine Strukturkommission, kein Kreisvorstand ernsthaft die Möglichkeit die Partei zum Besseren zu verändern!

Der eingeschlage Weg erscheint mir im höchsten Maße unprofessionell, voluntaristisch und tendenziell unter unseren Bedingungen de rudimentären Mitgliederaktivität undemokratisch! Wenn man schon unbedingt eine Strukturkommission mit den angegegebenen Zielen möchte, dann müssen dafür erst die Voraussetzungen geschaffen werden. Hier soll der dritte Schritt vor dem ersten gemacht werden!

Wir haben bisher weder die Wahlniederlage anlysiert, noch die Finanzkrise!

Es ist ein grundlegendes Mißverständnis, dass es eine Strukturreform bräuchte. Strukturen können nur aus real wahrgenommen Funktionen, Wirkungsrichtungen des Engagements der Mitglieder erwachsen und diesen dann realiserungsräume bieten!  Welche vorhandenen Strukturen, angefangen bei den Kreisvorständen, über den Landesvorstand, den LPR, die Landesfinanzkommission, die LAG´s, LISA, SOLID, Politische Bildung, regelmäßige Konsultation und Erfahrungsaustausch der Kommunalpolitiker  usw. sind arbeitsfähig und zwar in dem Sinne, das alle Gremienfunktionen durch alle Kreise und gewählten bzw. beauftragten GenossInnen auch verantwortlich wahrgenommen werden?

“Als Grundthema der nächsten Sitzung wurde anberaumt:

Welche Partei möchten wir? Diskussion über die Landespartei und was für eine Partei wir
wollen.”

Zu dieser Frage wurden in den letzten Jahren viele - unbeantworte, verächtlich gemachte, ignorierte Vorschläge gemacht! Warum soll es heute ein offeneres Verhalten geben? Der erste Schritt wäre ja, die Vorschläge der Vergangenheit und der jüngsten Vergangenheit zu sichten und mit den ProduzentInnen ins Gespräch zu kommen. Jedes Mitglied gehört gehört, aber das ist noch nicht (!) der Fall.

Außerdem ist die obige Fragestellung höchst unvollständig.

Welche Partei brauchen wir, angesichts der gesellschaftspolitischen Situation und der Programmatik der Partei?

Und: Welche Partei können wir realistisch, angesichts der Defensivlage der Partei, der radikal forcierten Offensive der neoliberalen Politik (Verlagerung der Krisenlasen auf die BürgerInnen für eine sehr lange Zeit, konervativer green new deal und Militarisierung der Außenpolitik) und angesichts der defizitären soziokuklturellen Struktur der Mitgliedschaft.

Ich habe dem Landesvorstand, dem LPR und der Mitgliedschaft Vorschläge vorgelegt. Bisher gab es dazu wie üblich keine Stellungnahmen der gewählten FunktionsträgerInnen.

Soweit zu meiner Bereitschaft, zur Parteientwicklung beizutragen und zu den Grenzen der “neuen Offenheit und Nachdenklichkeit”. Die jetzt angedachte Kommission halte ich für den falschen Weg und den falschen Ort, mögen die Absichten auch positive sein!

Mit solidarischen Grüßen Bernd Wittich

Das Protokoll der Strukturkomission

Dipl. Phil. Bernd Wittich

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High Noon um Stuttgart 21

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Juli 2011

Die Story aus dem Wilden Westen der Staaten wurde in den Südwesten Deutschlands, nach Stuttgart umgeschrieben. Aufgrund der Vielzahl von politischen Geschichtchen aus dem täglichen Leben der Bundespolitik bietet sich die Möglichkeit an, diesen Film mit den passenden Figuren auch aus dem Bundestag neu zu besetzen.

Hier ein Besetzungsvorschlag und das Drehbuch

Will Kane, (Wulff) verdienstvoller und beliebter Marshal des Landes  BRD, hat gerade die Quäkerin Amy ( Angi, halslose Mutti für alle ehemalige FDJ ler,) geheiratet und ihr zuliebe seinen Posten aufgegeben, als er die Nachricht erhält, dass der Bandit Frank Miller (Westerwelle), den Kane  zuvor aus der spätrömischen Dekadenz geholt und zwecks Schadensbegrenzung mit einem alten Hinterlader ausgerüstet hat), mit dem 12-Uhr-Zug in das Land kommen werde, um mehr Einfluß auf die Regierung zu nehmen. Da sich bereits drei Mitglieder (Sarrazin, Lafontaine und Broder) der Miller-Bande am Bahnhof aufhalten, wird Kane von den noch anwesenden Hochzeitsgästen gedrängt, das Land schneller als geplant zu verlassen, obwohl der neue Marshal erst am nächsten Tag erwartet wird.

Doch bald kommen Kane Bedenken und er kehrt trotz Amys energischem Protest um, da er fürchtet, den Rest seines Lebens vor Miller davonlaufen zu müssen. Da stellt ihn Amy, die als Quäkerin aus Überzeugung, Gewalt grundsätzlich nur für die Beschaffung von Rohstoffen akzeptiert, vor die Wahl: Entweder hält er sein Versprechen und flieht mit ihr, oder sie verlässt das Land – und damit ihn – mit dem 12-Uhr-Zug. Kane entscheidet sich dafür, zu bleiben und zu kämpfen.

Während sich der Richter (Thomé) in Sicherheit bringt, versucht Kane, in dem Land Unterstützung zu finden, doch niemand will ihm helfen: Ein alter Freund (Dr. Dr. Schwindel von Guttenberg) lässt sich verleugnen, sein Vorgänger (Köhler) auf dem Posten des Marshals fühlt sich unfähig zur Hilfe, im Bundestag begegnet man ihm mit offener Feindseligkeit, und in der Kirche weigert sich der Pfarrer (das Wein trinkende Brüderle), die Menschen zum Töten aufzufordern. Viele Einwohner fordern Kane auf, das Land zu verlassen, so auch sein Deputy (Norbert Röttgen, der Dauerlächler), der verbittert darüber ist, dass Kane ihn nicht als seinen Nachfolger vorschlagen wollte. Er versucht sogar, Kane niederzuschlagen, um ihn aus der Stadt zu schaffen. Nur ein Behinderter (Schäuble) und ein kleiner Junge (Rösler) bieten ihre Hilfe an, die Kane aber ablehnt.

Helen Ramirez, (Claudia Roth) welche in sehr jungen Jahren die Geliebte Millers war, später die von Kane und schließlich die des Deputys, rät dem Marshal ebenfalls, die Stadt zu verlassen. Sie selbst will fliehen, da sie Millers Rache fürchtet. Später versucht sie, Amy zu überreden, ihrem Mann beizustehen. Doch letztlich besteigen beide Frauen den Zug, den Frank Miller eben verlässt.

Wie erwartet entbrennt in dem Staat eine Schießerei zwischen Kane und Millers Bande, bei der es Kane gelingt, zunächst zwei der drei Banditen Millers zu töten. Amy, die bei den ersten hörbaren Schüssen aus dem Zug geeilt und in die Stadt zurückgekehrt ist, erschießt entgegen ihrer religiösen Überzeugung den dritten Banditen. Miller gelingt es nun zwar, Amy als Geisel zu nehmen; doch als Amy sich von ihm losreißt, wird er schließlich von Kane getötet.

Am Ende des Films, als die Bewohner des Landes zusammenkommen, wirft Kane ihnen den Marshalstern (Orden am Bande) verächtlich vor die Füße und verlässt mit seiner Frau die Stadt.

Hier die Story aus Stuttgart:

Der Stuggy-Poker

Die beiden Männer saßen sich gegenüber, regungslos, mit starren Mienen, in denen sich Misstrauen eingegraben hatte. In ihren Köpfen schien es zu arbeiten: Was wird der andere jetzt tun, welches Manöver plant er, welches Blatt hat er auf der Hand? Sie ließen sich nicht aus den Augen, keine Sekunde. Sobald der eine nur die Andeutung einer kleinen Bewegung machte, zuckten die Augenbrauen des anderen. Es war still, gefährlich still. Den Zuschauern stockte der Atem. Sie hatten sich hinter ihren jeweiligen Helden versammelt und feuerten ihre Blicke auf die andere Seite, auf die ihrer Gegner.

Quelle: Kontext - wochenzeitung >>>>> weiterlesen

IE

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Der Staat Palästina

Erstellt von UP. am 23. Juli 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,

Die Palästinenser rufen die Welt dazu auf, Palästina als eigenständigen Staat anzuerkennen. Mehr als 120 Länder unterstützen dies, doch die USA und Israel sind dagegen, und Europa ist noch immer unentschlossen. Wenn wir Europa überzeugen können, diesen gewaltlosen und legitimen Vorstoß zu unterstützen, könnte dies eine bedeutsame Kehrtwende in Richtung Frieden einleiten. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition:

In vier Tagen versammelt sich der UNO-Sicherheitsrat und die Welt hat die einmalige Gelegenheit, eine neue Initiative anzunehmen, die eine entscheidende Wende bei den jahrzehntelang gescheiterten israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen bringen könnte: Die Anerkennung Palästinas als eigenständigen Staat durch die UNO

Über 120 Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten unterstützen diese Initiative, wohingegen die rechtskonservative Regierung Israels und die USA einen solchen Schritt vehement ablehnen. Deutschland und andere wichtige europäische Länder sind noch immer unentschlossen, doch gewaltiger Druck aus der Öffentlichkeit könnte sie dazu bewegen, für diesen bedeutungsvollen Schritt zur Beendigung der seit 40 Jahren andauernden Besetzung zu stimmen.

Alle Friedensinitiativen der USA sind über Jahrzehnte hinweg gescheitert. Derweil drängt Israel die Palästinenser zurück, besetzt ihr Land und versucht darüber hinaus, ihre Unabhängigkeit zu verhindern. Diese mutige neue Initiative könnte eine Lösung des Konflikts in die Wege leiten, jedoch muss Europa die Führung übernehmen. Lassen Sie uns eine weltweite Protestwelle aufbauen und den Spitzenpolitikern in Deutschland und Europa zeigen, dass die Bürger auf der ganzen Welt diesen legitimen und gewaltfreien diplomatischen Vorstoß unterstützen — Unterzeichnen Sie die Petition und senden Sie den Aufruf an alle, die Sie kennen:

http://www.avaaz.org/de/independence_for_palestine_eu/?vl

Die Ursachen des israelisch-palästinensischen Konflikts sind komplex, doch die meisten Menschen auf beiden Seiten sind sich in einer Sache einig: Der beste Weg zum Frieden in Nahost ist die Schaffung zweier Staaten. Wiederholt wurde der Friedensprozess jedoch durch Gewalt auf beiden Seiten untergraben. Die intensive Siedlungspolitik im Westjordanland und die humanitäre Blockade des Gazastreifens haben das Gebiet für einen palästinensischen Staat verkleinert und zersplittert und den Alltag des palästinensischen Volks zu einer quälenden Geduldsprobe gemacht. Die Vereinten Nationen, die Weltbank und der IWF haben kürzlich angekündigt, dass die Palästinenser in der Lage sind, einen unabhängigen Staat zu führen, doch das Hauptproblem bei der Umsetzung dieses Vorhabens ist die Besetzung durch Israel. Selbst der US-Präsident hat zu einer Beendigung des Siedlungsbaus aufgerufen und zu einer Rückkehr zu den Grenzen von 1967 – mit Landtausch in gegenseitigem Einverständnis. Doch der israelische Ministerpräsident Netanjahu verweigert weiterhin jegliche Kooperation.

Es ist Zeit, die ergebnislosen Friedensbemühungen zu beenden und einen neuen Ansatz zu verfolgen. Während die Regierungen Israels und der USA die palästinensische Initiative als „einseitig“ und gefährlich bezeichnen, gibt es eine große Zustimmung von vielen Nationen dieser Welt für einen diplomatischen und gewaltfreien Weg. Eine weltweite Anerkennung Palästinas könnte dem Extremismus das Wasser abgraben und eine wachsende, friedliche palästinensisch-israelische Bewegung fördern, in Einklang mit dem demokratischen Schwung in der gesamten Region. Und was am wichtigsten ist, sie ebnet den Weg für Verhandlungslösungen, ermöglicht den Palästinensern Zugang zu zahlreichen internationalen Institutionen, bereitet der Freiheit für die Palästinenser den Weg und sendet ein deutliches Signal an Israels siedlungsfreundliche Regierung, dass die Welt deren Straflosigkeit und Unnachgiebigkeit nicht weiter akzeptiert.

Zu lange hat Israel die Hoffnung auf einen palästinensischen Staat untergraben. Zu lange haben die USA beschwichtigt, und zu lange hat sich Europa hinter den USA versteckt. Gerade jetzt steht die Einstellung Frankreichs, Spaniens, Deutschlands, Großbritanniens und des Hohen Vertreters der EU zu einem palästinensischen Staat auf der Kippe. Appellieren wir an Sie, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen und diese wichtige Gelegenheit zu unterstützen, das palästinensische Volk von seinen Leiden zu befreien und ihnen die Freiheit zu geben. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition, um Europa dazu anzuhalten, diesen Schritt zu langfristigem Frieden zwischen Israel und Palästina zu unterstützen:

http://www.avaaz.org/de/independence_for_palestine_eu/?vl

Ein palästinensischer Staat wird den Nahostkonflikt nicht über Nacht auflösen, doch die Anerkennung durch die UNO würde die Dynamik grundlegend verändern und wäre ein erster wichtiger Schritt in Richtung Frieden und Freiheit. Im gesamten palästinensischen Gebiet bereiten sich die Menschen mit Hoffnungen und Erwartungen darauf vor, eine Freiheit zu bekommen, die dieser Generation noch gänzlich unbekannt ist. Drängen wir nun Europa zur Achtung der Rechte der Palästinenser und unterstützen wir sie in ihren Bemühungen nach Selbstbestimmung — so wie wir die Menschen in Egypten, Syrien und Lybien unterstützen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Alice, Ricken, Stephanie, Morgan, Pascal, Rewan und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Araber wollen bei UNO Anerkennung Palästinas beantragen
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jJ0tElQdoMG-I2ycaiAqcv3PIWZQ?docId=CNG.42e40d88346e3cdb108b36be8abcd6dc.301

Arabische Liga unterstützt Palästina bei Abstimmung über UN-Beitritt,BR> http://de.rian.ru/politics/20110714/259765812.html

Spanien: UN-Abstimmung über “Palästina” ist “legitim”
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,83389_cid_15254666,00.html

Gemeinsame Stimme -Protestmarsch von Israelis und Palästinensern
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/einewelt/1506041/

Palästina braucht Europas Hilfe – jetzt
http://www.fr-online.de/politik/meinung/palaestina-braucht-europas-hilfe—jetzt/-/1472602/8680970/-/

Israel: Kampagne gegen internationale Anerkennung Palästinas
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/israel-kampagne-gegen-internationale-anerkennung-palaestinas_aid_583582.html

Israel empört sich über Brasiliens Anerkennung Palästinas
http://derstandard.at/1291454229365/Israel-empoert-sich-ueber-Brasiliens-Anerkennung-Palaestinas

Uno sieht Bedingungen für Palästinenserstaat erfüllt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,756512,00.html

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Hartz IV muss weg

Erstellt von Bernd Wittich am 23. Juli 2011

Landtagswahlen – Nachlese 2: „Hartz IV muss weg“ -

Wider die Prekariats-Flatrate, aber wie…

Hier geht es um  konkrete Folgerungen aus der verlorenen Wahl.

Können wir den BürgerInnen vermitteln warum HartzIV die Konkurrenzbedingungen auf dem Arbeitsmarkt für die Erwerbstätigen verschlechtert? Heute meinen viele Beschäftigten „Hauptsache Arbeit“! Welche Arbeit, zu welchen Bedingungen ist in der Realität, nicht in den Wünschen der Beschäftigten, nachrangig geworden.

Wodurch wollen wir Hartz IV konkret ersetzen? Konkret, nachvollziehbar, anschaulich, fühlbar die Wirkungen für Erwerbslose und Erwerbstätige?

Etwa durch ein (Bedingungsloses) Grundeinkommen? Oder durch die Vier- in-Eins-Perspektive?

Utopia als politisches Nahziel, in der unmittelbaren Lebensperspektive der angesprochenen Menschen angeboten als eine ernsthaft anzunehmende neue Realität? Wie sollen die politischen Kräfteverhältnisse gegenüber der Wirtschaft (Steuereinnahmen) und gegenüber dem Staat (Steuerausgaben) absehbar so radikal verändert werden? Linke Politik braucht Visionen, konkrete Utopien, aber diese ersetzen nicht die reale Politik. Von linker Politik erwarten die WählerInnen reale – messbare – fühlbare – Veränderungen. Dazu braucht es die gemeinsame Erfahrungen von WählerInnen und Gewählten kämpfend, handelnd um Weltveränderung zu ringen. Nur so werden auch Defensivsituationen, „gemeinsame“ Niederlagen verstehbar, akzeptabel, ermöglichen „Bewegungslernen“, Kräftezuwächse und eine realistisch-kämpferischen Blick für das heute und morgen mögliche und notwendige.

Wie kann die Forderung Hartz IV muss weg mit einer attraktiven Handlungsaufforderung an die BürgerInnen verbunden werden, die mittelfristig die Kräfteverhältnisse in eine Zone der Realisierbarkeit unserer Forderungen verschiebt?

Die Menschen brauchen glaubhafte Alternativen, nicht Wolkenkukucksheim. Glaubhaftigkeit und Akzeptanz, die Bereitschaft Mitzutun wächst, wenn die Alternativen, die konkreten „Losungen des Tages“ (Botschaften, Kampagnenziele) auch gemeinsam erarbeitet wurden! DIE LINKE, ihre Funktionäre dürfen nicht (!) aus Gründen politischer Effektivität und mit der Berufung auf die geforderte Professionalität vorrangig stellvertretend handeln. Auch wenn dies in der guten Absicht geschähe, die Arbeit zur Überwindung unserer (Un)reife,  die Arbeit an den fehlenden Einsichten der WählerInnen, der BürgerInnen zu überspringen, aus Ungeduld oder aus der „Sachzwanglogik“ der jeweils im bürgerlichen Politikbetrieb auf die Agenda gebrachten Themen, das wäre falsch verstandene Radikalität und revolutionärer Eifer. Partei(en), Bewegung(en)  und Gesellschaft lassen sich nicht beliebig „machen“. Hier ist schonungsloser Realismus eingefordert! Es macht keinen Sinn, wie jünsgt bei uns geschehen, Wahlkämpfe für eine „Mitmachpartei“ zu projektieren und dann darauf zu warten, dass ein Wunder geschieht, nämlich die Mitglieder zur „Mitmachpartei“ wie von Zauberhand plötzlich erwachen!

Was braucht der Mensch in unserer Gesellschaft für ein menschenwürdiges Leben? Wir befinden uns in einer Welt des Habens, nicht des Seins. Welches Einkommen würde angesichts der bestehenden sozialen Ungleichheit(en) als gerecht erlebt, wenn doch der Referenzrahmen das „Haben“ ist? Erwarten wir, dass ausgerechnet die Erwerbslosen in ihren heutigen Lebenslagen eine Lebensweise des „Seins“ kreieren?

Die Bewertung der soziale Transfereinkommen orientieret sich letztlich am Haben der Erwerbstätigen und weniger am Eigenwert von Leben und Arbeit, als sinnvoll erlebte Entäußerung der menschlichen Lebenskräfte, der Verausgabung von Muskel, Nerv und Hirn zur Aneigung der Welt, einschließlich der Eigenentwicklung der Person. Die konkrete Skala der Bedürfnisse ist überformt durch die Welt des Konsums, des Warenfetisch. Die EmpfängerInnen von Transfereinkommen werden in dieser Welt stets Unten mit der Lebensweise der Mitte und weniger Unten und Oben vergleichen. Das Dilemma der Ungleichheit bleibt. Unsere Gesellschaft ist in ihrem Wesen eine Gesellschaft der Ungleichheit und der Ungerechtigkeit. Die Kapitaleigner und die politischen Machthaber können sich überdurchschnittlich viel des gesellschaftlichen Reichtums privat aneigenen, zum parasitären Konsum und zur Erweiterung ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht!

Wir können Menschen also ehrlicher Weise nur für ihren Einsatz für weniger Ungleichheit und weniger Ungerechtigkeit im Kapitalismus umwerben. Die konkreten Ziele und Wege können wir nur im Dialog mit den BürgerInnen erarbeiten. Der Wirkung des „Stellvertreterhandelns“ sind enge Grenzen gesetzt. Unsere Ziele brauchen politische und wirtschaftliche Bürgermacht, Selbstermächtigung, Empowerment.

Die Erwerbslosen und anderen BezieherInnen von sozialen Transfereinkommen werden ihre Lage nur dann verbessern können, wenn die Erwerbstätigen – die prekären und die in Normalarbeitsverhältnissen - mit ihnen gemeinsam handeln. Die Neuverteilung der Wochen- und Lebensarbeitszeit und das Erreichen sicherer humaner Arbeitsplätze und menschenwürdiger Entlohung, ein Arbeitsmarkt ohne die Erpressung mit dem „Absturz“ in Hartz IV oder Armutsrenten, eine sichere und qualitativ hochwertige Daseinsvorsorge sind jene politischen und wirtschaftlichen Ziele, die die BürgerInnen demokratisch zusammenführen müssen. Gruppenkämpfe der „Betroffenen“ müssen wir verbinden lernen zu Bündnissen die verbunden sind in organischer Solidarität. DIE LINKE muss den Handlungsrahmen der heutigen Gewerkschaften also positiv überschreiten!

„Hartz IV muss weg“ als isolierte Forderung ist inhaltsarm, unrealistisch und nicht mobilisierungsfähig. Das bedingungslose Grundeinkommen eine demagogische Schein-Alternative ohne politische und ökonomische Durchsetzungsrealität!

DIE LINKE muss für ein „Gutes Leben“ gemeinsam mit den BürgerInnen kämpfen lernen. Wir müssen uns Widerstands- und Gestaltungsmacht gemeinsam mit der Zivilgesellschaft erarbeiten. In der Programmatik der Partei ist von Widerstand noch kaum die Rede. Demokratie und Widerstand, Demokratie und die Legitimität und Notwendigkeit von politischen Schritten hin zu grundlegenden Alternativen ist anschaulich und couragiert zu vermitteln. Wir brauchen mehr als ein Parteiprogramm der „Opposition“, wir brauchen anderes als nur bürgerliche parlamentarische Opposition im politischen Alltag.

Hartz IV ist ein so gewolltes machtpolitisches Instrument zur Spaltung der Klasse der Lohnabhängigen. Mit Hartz IV soll das Arbeitslosenheer wieder seine allgemeine Abschreckungs- und Lohndrückerfunktion erhalten. Zugleich müssen wir erkennen, dass vielleicht Millionen Menschen nach der schamlosen hochmütigen und nimmersatten Logik des Kapitals keine für die Profitproduktion in Deutschland geeigneten Menschen sind. Sie sind letztlich „verworfene Leben“, weil sie sich als Arbeitskräfte auf dem globalen Markt  „nicht rechnen“, zu jung, zu alt, zu wenig oder falsch qualifiziert, zu wenig gesund, zu wenig flexibel, zu wenig zur Anpassung und Unterwerfung bereit. „Exklusion“ ist ein irreführender Begriff für deren „Aussonderung“, denn sie bleiben Teil der Gesellschaft! Als abschreckendes Beispiel für die anderen, behandelt als Menschen ohne Würde, ohne Partizipationschancen, als doppelt Eigentumslose, ohne Eigentum an Produktionsmitteln und beraubt des eine menschenwürdige Existenz und politische Teilhabe sichernden Sozialeigentums. Die akute Gefahr: Die soziale Demokratie verliert ihre Fundamente, der Rechtsstaat verliert seine Legitimation und die Fähigkeiten und Bereitschaft zur Manipulation und polizeistaatlichen Repression werden ausgebaut. Eine wachsende Zahl BürgerInnen  in der Mehrzahl der europäischen Völker ( 1 ) wählt gegenwärtig eher rechts, rechts-populistisch oder rechts-konservativ orientiert!

Ausreichende Existenzmittel, politische und kulturelle Partizipation -  Ein menschenwürdiges Leben für alle - ist die mögliche Klammer zwischen Erwerbslosen und Erwerbstätigen.  DIE LINKE braucht Kern- und Dachthemen, die strategisch und taktisch zugleich plausibel und mobilisierungsfähig sind. DIE LINKE muss gemeinsam mit ihren WählerInnen vielgestaltig hartnäckig in zentralen Wirkungsrichtungen (Werte der Menschenwürde, ungeteilter Humanitas sichernd, die sozialen und politischen Voraussetzungen der Freiheit sichernd, ein sinnvolles Leben ermöglichend, nachhaltige und friedliche Entwicklung lokal und global fördernd) ausdauernd angreifen.  Wir brauchen Courage, motivierenden Zorn, die Bereitschaft zur verantwortbaren Konflikteskalation, attraktive glaubhafte Nah- und Fernziele, sowie Menschen, die diese auch glaubhaft leben und argumentativ vertreten, zu denen so ein krisenfestes Vertrauen reifen kann.

Die Linken stehen noch vor einer weiteren politisch-psychologischen Herausforderung. Sie sind Partei und Bewegung, die die Finger in die Wunden dieser Gesellschaft legt. Sie sind Partei, die stets bemüht ist kritisch zu sagen, wie es um unsere Welt bestellt ist und wie sie zum Besserem verändert werden kann.

Abgesehen von zweckoptimistischen Medien und Politikern, die das Gesellschaftssystem wider besseren Wissens gesund schreiben oder auch schon mal die Menschen mit Krisen- und Katstrophenmeldungen in Schach zu halten suchen („Wir leben über unser Verhältnisse“) , kein Mensch kann nur mit Krisenszenarien und einem düsteren Blick auf die Gesellschaft und letztlich seine Lebensmöglichkeiten schauen. Gerade auch junge Menschen wollen optimistisch auf ihr Leben blicken. Sie tun dies selbst oft dann, wenn sie gegenteilige Erfahrungen machen. Überwiegend sind junge Menschen voller Hoffnung, dass ihr Leben in ihren eigenen Händen liegt ( 2 ). Die Linken müssen zeigen können, dass eine gute Zukunft nur gemeinsam mit anderen Menschen gewinnbar, gestaltbar ist. Eine andere, eine bessere Welt ist möglich!

Es ist nicht hilfreich, ja unangemessen, Realitätsfern, die Lebenswirklichkeiten in der Bundesrepublik auf die Darstellung der Schattenseiten zu verengen. Noch leben wir in einem Rechts- und Sozialstaat, dessen Lebenswirklichkeiten für Milliarden Menschen heute unerreichbar scheinen. Es gibt viel zu verteidigen, konstuktiv wäre der Mut weniger das Haben und mehr das Sein ( 3 ) in den Blick zu nehmen. Für Millionen in unserem Land ist das erreichte zivilisatorische Niveau eine Selbstverständlichkeit. Die Kräfte, die dessen Entstehung ermöglichten, sind vielen Menschen nicht (mehr und/oder noch nicht) bewusst.Wir müssen zeigen können, dass die Verteidigung der bestehenden Zivilisation gerade dadurch gelingen kann, dass wir für Ziele wirken, die über die bestehenden Verhältnisse positiv hinausweisen. Wir müssen zeigen können, dass es sich lohnt, angesichts sozialer und ökologischer Verwerfungen nicht zu resignieren oder einen feigen, blinden Optimismus zu pflegen, der die Augen vor Tatsachen verschließt oder sich allgefällig anpassend in die Gegebenheiten als alternativlose Tatsachen schickt.

Das Bewahren und das Verändern ihrer Lebenswelten ist eine ständige Aufgabe jeder Generation. Es gilt zu lernen, die Herausforderungen meiner Zeit anzunehmen, d.h. tätige Antworten für mein Leben in Solidarität mit anderen Menschen praktisch, eingreifend, sich und die Welt(en) verändernd zu gestalten.

Der politische Wille der Partei, gemeinsam mit ihren aktiven WahlbürgerInnen, SympatisantInnen und BündnispartnerInnen die Macht- und Eigentumsverhältnisse in der Republik und in Europa anzugreifen und umzugestalten – für ein sicheres, menschenwürdiges Leben für alle - muss in jeder Aktion so deutlich werden, dass das Bewußtsein für die Notwendigkeit einer allmählichen Revolution ( 4 ) der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse auf demokratischem Wege in gemeinsamen Kämpfen wächst.

Unsere Politik darf nicht im ersten Augenschein in zusammenhangslose Einzelforderungen zerfallen! Wer DIE LINKE wählt, dem sollte gesagt werden, wir brauchen sie/dich auch nach den Wahlen um unserer Politik Nachdruck und kreative Gestalt  zu verleihen. Und diesen Worten muss die Anstrengung der Tat folgen. Zuhören und Stellung nehmen ist linke demokratische Pflicht!

Politische Strategie und Parteiprogrammatik bedeuten, eine ganzheitliche Politik zu entwickeln und diese stets, angesichts von Erfolgen und von Niederlagen, gemeinsam mit den BürgerInnen, zu verändern. Die Linke muss eine partizipative Demokratie leben lernen, in der „der Zwang besteht sie, (das Parteimitglied und die Bürgerin, Einfügung Bewi), anzuhören, sich ihren Maßstäben und ihrer Kritik zu stellen ( 5 ) “.

DIE LINKE sollte sich in ihrer Kommunal-und Landespolitik auf die Probleme und Themefelder konzentrieren, wofür sich die Parteimitglieder, SympathisantInnen und die BügerInnen bewegen und bewegen lassen. Linke Politik muss seriös, kompetent, glaubhaft und kraftvoll betrieben werden können. Nur dann werden die menschlichen Kräfte und die materiellen und kommunikativen Ressourcen auch messbare Ergebnisse erbringen, wird linke Politik mehr werden können, als Symbolpolitik oder hilfloser Protest.

( 1 ) RLS Neoliberalismus und Rechtspopulismus
( 2 ) Vgl. Shell-Studie 2010
( 3 ) Fromm, Erich
( 4 ) Thiel, Rainer und die Transformationsforschung in Rosalux
(5 ) Brie, Michael: Ein Politikentwurf im Anschluss an Frigga Haugs Vier-in-einem-Perspektive. In: ders.: Auswege aus der Krise des Neoliberalismus. Eine historische Erfahrung: Die Krise des Liberalismus und der Faschismus. Berlin 2008. S.12 vgl. auch Postdemokratie? In: ApuZ, Bonn 2011. Heft 1-2; dazu auch Lohmeier, Thomas; Schindler, Jörg: Überlegungen zur demokratischen Organisierung in postdemokratischen Verhältnissen. 20.07.2011: Prager Frühling

Bernd Wittich                                                    Ludwigshafen, 20. Juli 2011

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Die Demokratie

Erstellt von UP. am 22. Juli 2011

in Griechenland wird abgeschafft

Notfalls müssen neben Griechenland auch Spanien und Portugal den Euro aufgeben, sagt Ökonom Hankel. “Der Euro überlebt nur in einer kleinen und stabilen Währungsunion.” – ein Interview mit Zeit Online

>>> weiterlesen DIE ZEIT

Dazu veröffentlichen wir die Meinung von Meinung Michael Schlecht, MdB – Chefvolkswirt Fraktion DIE LINKE - gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE

Euro-Krise: Lohndumping stoppen, Finanzhaie entwaffnen

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben unter Aufsicht von Ackermann
und anderer Top-Banker neue Beschlüsse zu Griechenland gefasst. Was ist
dabei heraus gekommen?

Michael Schlecht: Griechenland erhält neue Kredite über 109 Milliarden
Euro und die Zinsen sollen auf 3,5 Prozent gesenkt werden. Laut Merkel soll
sich die Finanzbranche zusätzlich mit 50 Milliarden Euro über eine
Verlängerung der Laufzeiten und niedrigere Zinsen beteiligen. Der
Rettungsschirm der EU-Staaten (EFSF) soll zudem Anleihen von Krisenstaaten
mit Abschlag aufkaufen. Da das aber alles freiwillig ist, stehen die 50
Milliarden auf höchst wackeligen Beinen. Der französische Vorschlag einer
Bankenabgabe ist am Widerstand von Merkel gescheitert. Ackermann hat ganze
Arbeit geleistet.

Niedrigere Zinsen: Das klingt doch erst mal gut?

Bislang waren die Kredite für Griechenland so teuer, dass der deutsche
Finanzminister damit 200 Millionen Euro zusätzlich kassiert hat. Das haben
wir immer kritisiert. Die Verringerung des Zinssatzes auf 3,5 Prozent ist
richtig, reicht aber nicht. Und die Finanzhaie verdienen weiter, weil sich
der Rettungsschirm bei ihnen Geld leiht und für die Risiken garantieren
die Steuerzahler.

Und was ist mit dem Wachstums- und Investitionsprogramm?

Die Euro-Rettung bleibt ein Rettungsring aus Blei: Die Kürzungspakete
drücken die Wirtschaft der Krisenländer unter Wasser und gefährden so
die Steuereinnahmen. Daran ändert auch das beabsichtigte Wachstums- und
Investitionsprogramm nichts, das auch wir im Grundsatz fordern. Wie es
ausgestaltet wird ist offen. Mit gleichzeitigem Bremsen und vielleicht ein
bisschen Gas geben kommt man trotzdem nicht vom Fleck.

Was schlägt DIE LINKE als kurzfristige Maßnahmen vor?

Wir brauchen Euro-Bonds – gemeinsame Anleihen aller Euro-Staaten – oder
besser noch günstige Kredite direkt bei der EZB – vermittelt über eine
öffentliche Bank. So können die Finanzhaie aus dem Geschäft mit der
Staatsverschuldung gedrängt und Spekulation gegen einzelne Staaten
verhindern werden. DIE LINKE fordert zudem eine EU-weite Krisenabgabe für
Reiche, die Millionärssteuer und eine echte Bankenabgabe.

Merkel sagt, dass mit dem Programm „die Probleme auch wirklich an der
Wurzel angepackt“ werden. Stimmt das?

Überhaupt nicht. Das zentrale Problem des Euro ist das deutsche
Lohndumping. Die Beschäftigten in Deutschland hatten in den letzten zehn
Jahren Reallohnverluste von mehr als vier Prozent. In allen anderen
Ländern Europas gab es mehr oder minder deutliche Zuwächse. Das Deutsche
Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat zudem gerade festgestellt,
dass die Löhne für die am schlechtesten bezahlten 40 Prozent der
Beschäftigen sogar um zehn bis 20 Prozent gesenkt wurden. Und 75 Prozent
der neuen Jobs im Aufschwung sind Leiharbeit, befristete oder Mini-Jobs.
Mit der Angst der Beschäftigten werden die Löhne gedrückt.

Was hat das mit dem Euro zu tun?

Wir haben wegen unserer Billiglöhne mehr Waren an das Ausland verkauft,
als von dort eingekauft. Der deutsche Außenhandelsüberschuss betrug in
den letzten zehn Jahren 1,2 Billionen Euro. Die privaten Haushalte und
Unternehmen im Ausland haben sich daher zunehmend bei uns verschuldet.
Diese faulen Kredite wurden in der Wirtschaftskrise zu Staatsschulden.

Was ist zu tun?

Der deutsche Exportüberschuss muss abgebaut werden. Importe müssen
steigen und Arbeit, die heute für Exportprodukte aufgewandt wird muss
stärker für Güter eingesetzt werden, die wir im Inland benötigen. Die
Binnenwirtschaft muss gestärkt und der Hunger- und Niedriglohnbereich
ausgetrocknet werden.
Wer für den gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro kämpft, tut nicht nur
etwas für die Verbesserung der sozialen Lage in unserem Land, sondern auch
für Europa. Wer sich gegen Befristungen, Leiharbeit und Mini-Jobs stark
macht, kämpft nicht nur gegen die Prekarisierung hierzulande, sondern auch
gegen den Zerfall des Euros. Wer statt Hartz IV ein sanktionsfreies
Arbeitslosengeld II von 500 Euro will, verbessert nicht nur die Lage der
Erwerbslosen, sondern leistet einen Beitrag zum Erhalt des Euros und des
gemeinsamen Europas.

Quelle/Newsletter: http://www.michael-schlecht-mdb.de

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Alles auf den Prüfstand

Erstellt von Bernd Wittich am 22. Juli 2011

Auch in Bezug auf den gestrigen Artikel “Märchenstunden des O” hier die Stellungnahme von Bernd Wittich. IE

Texte zur DDR-Geschichte im “Neuen Deutschland”

Nun sind die Geschichtsdebatten zur DDR aus dem Neuen Deutschland als Buchpublikation vorgelegt wurden. Das kann als Reaktion auf die jüngste „Anti-Kommunismuserregung“ in den deutschen Medien oder eben auch als Beitrag zur Programmdebatte der Partei DIE LINKE gewertet werden. Die Partei ist mit sich zufrieden, nun steht im Programmentwurf von 2011 eine Formel der SED/PDS von 1989 zum „Stalinismus als System“. 22 Jahre nach dem Ende der DDR kein Grund zur Zufriedenheit!

1. Die Rückblicke auf die DDR-Geschichte wandeln sich, schließlich betreiben Menschen Geschichte um Fragen der Gegenwart und Zukunft zu beantworten.

Da hat die SBZ/DDR-Geschichte von 1945 bis 1989 einiges an Stoff zu bieten.

Wie organisiert man nach der Enteignung des Kapitals die Wirtschaft, die demokratische Mitbestimmung im Betrieb? Wie verändert sich die Rolle der Gewerkschaften, wenn die „Arbeitnehmer“ zugleich die Eigentümer sind? Wie kann das vergesellschaftete Eigentum davor bewahrt werden zu Niemands-Eigentum zu werden und infolge von Verantwortungslosigkeit verloren gehen? Wie kann das „Haben-wollen“ zu Gunsten des „Seins“ zurückgenommen werden, wenn doch in den früheren und in den anderen Lebenswelten nur der Geld-Reichtum zählt? Wie kann demokratisch mit knappen Ressourcen umgegangen werden? Wie kann eine neue Solidarität, ein neues Verhältnis zwischen ICH und WIR entstehen? Wie kann mit Andersdenkenden so umgegangen werden, dass diese Menschen gehört, ernst genommen und als gleichwertige Menschen behandelt werden. Wie geht eine „Gesellschaft der Arbeit“ mit nicht leistungsfähigen Menschen um? Wie viele soziale Ungleichheit und Wettbewerb braucht bzw. verträgt eine Gesellschaft zu ihrer Entwicklung? Was heißt demokratische Erziehung? Unter welchen Bedingungen bleibt in einer repräsentativen Demokratie der demokratische Gehalt erhalten?

**************************************

Falsche Fragen ergeben oft die falschen Antworten. Was war das MfS? „Das Ministerium für Staatsicherheit war ein Geheimdienst wie jeder andere in der Welt“. Vielmehr sollte DIE LINKE couragiert Stellung nehmen zu den Diensten in der DDR, stets geführt von der SED und ebenso sollte DIE LINKE die Existenz und das wirken der Geheimdienste in der heutigen Gesellschaft in Frage stellen!

Was war die Mauer? „Ein antifaschistischer Schutzwall gegen die Feinde der DDR. Schließlich schützen auch andere Staaten ihre Grenzen mit Mauern (etwa die USA zu Mexiko oder Israel). DIE LINKE sollte jedoch jegliche Praxis und Prinzipien militanter Abgrenzung in Frage stellen.

Warum gab es Berufsverbote? Der Staat kann Treue und Gehorsam fordern, das machen alle Staaten. (Nachsatz, so ein Richter zu mir 1988, ich hätte ja mit meiner Kritik an der SED und der DDR wissentlich und freiwillig einen Zustand herbeigeführt, von dem ich wissen konnte, das er zum Verlust des Rechtes der Berufsausübung als Lehrer führen würde. Ich sei also selber Schuld und schließlich gäbe es ja Berufsverbote auch in anderen Staaten, zum Beispiel der Bundesrepublik. DIE LINKE sollte jedoch jegliche Praxis von Berufsverboten, seien sie politisch-juristisch oder über soziale Ausgrenzungsmechanismen erwirkt,  verurteilen.

Bei einem Treffen von jungen Telekommitarbeitern mit einem Betriebsrat und einem früheren SED - Wirtschaftssekretär zum Zeitzeugengespräch über die DDR wurden sich die Beteiligten einig, wer sich anpasst und gute Arbeit leistet, der könne auch ein gutes Leben führen, damals in der DDR und heute! Und – Querulanten gäbe es ja überall, die seien halt selber schuld. DIE LINKE sollte selbständiges Denken und Handeln fördern und für die Inanspruchnahme der Freiheitsrechte die notwendigen gesellschaftlichen Voraussetzungen (soziale und politische Teilhabe) fordern.

2. Die Rückblicke auf die DDR-Geschichte wandeln sich mit dem zeitlichen Abstand und dem Referenzrahmen, indem stets auch die aktuellen Probleme der heutigen Gesellschaften (Ost und West) in der Bundesrepublik Deutschland und die konkreten Interessenlagen derjenigen eingehen, die sich mit der DDR befassen.

Der gelernte DDR-Bürger kann heute besser verstehen, welche Probleme seiner Gesellschaft spezifische und welche eher allgemeinen Probleme gesellschaftlicher Prozesse sind. Dazu gehört nun auch der Vergleich der Erfahrungen mit den Partei-, Staats- und Gewerkschaftsbürokratien Ost zu West und mit den Mediensystemen. Das relativiert manches Urteil, sollte aber Linke auch dazu ermutigen, die Maßstäbe ihrer DDR-Gesellschaftskritik ebenso konsequent auf die heutige Gesellschaft anzuwenden und nicht die DDR-Verhältnisse im Nachhinein mit der Überlegung zu relativieren „ein bisschen Geheimdienst, ein bisschen Willkür“ gibt’s halt überall. DIE LINKE sollte konsequent linke, demokratische, emanzipatorische Wertmaßstäbe an den realen Sozialismus anlegen, freilich unter Beachtung von Entwicklungsprozessen und dem Wirken der konkreten materiellen und ideellen Bedingungen.

Heute haben Millionen Ostdeutsche die Erfahrung von Armut und Erwerbslosigkeit, in ihre Körper sind aber die Gefühle eines anderen Lebens – ohne Armut und Erwerbslosigkeit – eingeschrieben. Vielleicht hilft diese soziale Erinnerung dabei, sich mit der heutigen Welt nicht resignierend abzufinden oder die Probleme klein zu reden! Aber die einzelnen „Rechnungsposten“ zu Gunsten der DDR sind nicht verrechenbar mit Freiheitseinschränkungen und Terror gegenüber Andersdenkenden. Wohnungsnot in der DDR ist nicht aufzurechnen gegen Mietwucher West, Pflegenotstand West nicht gegen Pflegenotstand und Altersarmut Ost und politische Anpassung Ost nicht gegen Anpassung auf dem Arbeitsmarkt West.

Schon im kalten Krieg suchten die Herrschenden West den „Brüdern und Schwestern“ hinter der Mauer klar zu machen, Dachdecker und Maurer können keinen Staat machen! DIE LINKE muss die Überzeugung ins Volk tragen, das Selbstvertrauen stärkend „Wir sind das Volk“ und wir können uns von den Regierenden unabhängig machen und eine neue Welt bauen!

3. Der „Kalte Krieg“ scheint nicht beendet, sondern mit dem Sozialabbau in den kapitalistischen Metropolen, neuen Kriegen und neu-kolonialen Großprojekten der imperialen Mächte USA, EU und China scheint er eher seiner „Vollendung“ entgegen zu streben. Als 1989 Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ ausrief erhob er den Systemkonflikt überlebenden marktradikalen Kapitalismus zum „Sieger der Geschichte“, zur alternativlosen Norm. Der entfesselte Kapitalismus ringt heute um seinen totalitären Sieg!

Eine solche Politik braucht die Leugnung der Notwendigkeit, der Möglichkeit und der Legitimität alternativer Gesellschaftsentwürfe eines demokratischen grünen Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Eine Begleitmusik ist die allgegenwärtige Geschichtspolitik der „Delegitimation“ der DDR von Anfang an ihrer Geschichte. Mit der Politik der DDR und der Sowjetunion wurde die Suche nach Wegen zu und in einer neuen Gesellschaft mit einer Niederlage beendet. Die Notwendigkeit eine Gesellschaft jenseits der kapitalistischen und stalinistischen Barbarei zu gestalten hat sich damit nicht erledigt. Das Ende der DDR zeigt nicht, das es eine neue solidarische Gesellschaft nicht braucht oder eine solche nicht möglich ist, sondern es zeigt, dass unter den damals herrschenden Kräfteverhältnissen und mit der praktizierten Ideologie und Politik eine wahrhaft neue humanistische Gesellschaft verhindert wurde.

4. Linken West irren sich, wenn sie meinen, sie könnten der Beschäftigung mit der DDR Geschichte entbehren. Einerseits, weil aus den realen Verhältnissen in der DDR allzu leicht Anti-Linke Munition gefertigt werden kann (und wird) und andererseits weil Irrtümer, Sackgassen, Fehler, unvollendet gebliebene Ansätze für eine neue Gesellschaft einen reichen Lernstoff für Zukünftiges zu bieten vermögen.

Die schlechten Seiten der guten, diese Dialektik mag schwer erträglich sein, aber DIE LINKE muss sich schon die Frage gefallen lassen, wie viel Diktatur und Menschenrechtsverletzungen sie für „Arbeit für alle“, für polytechnische Oberschulen und Polikliniken in Kauf zu nehmen bereit sei. Die „guten Momente“ rechtfertigen eben nicht die antiemanzipatorische Grundtendenz des autoritären – letztlich reaktionären – politischen Systems. Die DDR war in Praxis kein Staat der Arbeiter und Bauern, sondern es regierte eine Partei und deren Verbündeten, fasst immer ohne das Volk und oft gegen das Volk. Die Enteignung der alten Eigentümerklassen war auch in der DDR die Kriegserklärung an das Kapital, in der Logik der Hüter der Heiligkeit des Eigentums war dies das Kardinalverbrechen der DDR. (Die Treuhand hat das korrigiert!) Die linke Kritik jedoch hat sich mit der Frage zu befassen, warum der Vergesellschaftungsprozess von Macht und Eigentum in sozialistischer Richtung gründlich misslang. Wer dem Kapital den Krieg in einer geteilten Nation erklärt, der darf sich nicht wundern, dass dann in Deutschland und Europa, ein kalter Krieg am Abgrund zum heißen entfesselt wurde. Mit allem was dazu gehörte: Sabotage, Spionage. Embargo, Hetze, Wett - Tot - Rüstung, Hallstein Alleinvertretungsanmaßung usw. usw. Die DDR wurde zum Polizeistaat und mauerte die absolute Mehrheit ihrer Bevölkerung ein, „Republikflucht“ wurde zum todeswürdigen Verbrechen.

Fragt die heutige Linke, wie die Transformation der Gesellschaft demokratisch, ohne Terror gegen den Widerstand des Kapitals gelingen kann? Ist sie sich der Tatsache bewusst, dass eine freie Gesellschaft nur von Freien geschaffen werden kann?

Die DDR hatte keinen „guten Anfang“. Das Land wurde militärisch befreit und besetzt. Das Volk im post-faschistische SBZ/DDR-Deutschland war weder 1946 noch 1949 oder 1952 für den Aufbau des Sozialismus sowjet-kommunistischer Prägung bereit. Die demokratischen, die sozialistischen und emanzipatorischen Potenziale waren schwach und regten sie sich, so wurden sie brutal von der Besatzungsmacht in Übereinstimmung mit der SED-Führung niedergehalten. Die große Übereinstimmung der Antifaschisten nach dem Fall Hitlerdeutschlands war und ist ein Mythos, ein ideologisches Konstrukt zur geschichtspolitischen Legitimation der Ein-Parteien-Herrschaft, verklärt als „führende Rolle“ und dazu verwandt, sich von Anfang an keiner demokratischen Wahlentscheidung zu stellen.

Wenn anfänglich noch eine Volksmehrheit für die Enteignung der Nazi- und Kriegsverbrecher und deren wirtschaftlichen Hintermänner stimmte, so doch nicht für die Parteidiktatur.

Die SED, viele ihrer Mitglieder, wirkten aktiv antidemokratisch, einige begingen Verbrechen auf Beschluss der SED und auf Weisung des Staates DDR. Die vorherrschende Ideologie und die Strukturen der SED waren antidemokratisch, geprägt von einer geteilten Humanitas. Den BürgerInnen wurde Meinungs- und Versammlungsfreiheit verweigert, die Pressefreiheit gab es nicht! Von der Kinderkrippe bis zur Universität war es das erklärte Ziel zur bedingungslosen Staatstreue zu erziehen. Es wurde Gefolgschaft eingefordert und der Geist mit den Mitteln des Zensurverbrechens an die Kette gelegt!

Mit einer Absage an den Stalinismus „als System“ ist der notwendige Lernprozess der Partei in den beiden Gesellschaften in Deutschland nicht erledigt. Die PDS hat zwar ihren Reformkräften die Verurteilung des Stalinismus als System zugestanden, aber um den Preis, die Stalinisten in ihren Reihen zu tolerieren, wenn diese wenigsten den Mund halten. Die Zeiten haben sich geändert, heute macht Lafontaine und die Sozialistische Linke allzu leichtfertig ein Bündnis mit den SED-Stalinisten und den Trotzkisten gegen die ostdeutsche Reformlinke. Die ersteren werden eben auch mit gefälligen Aussagen zur DDR-Geschichte umworben.

Nach Schumann´s „Absage“ hat die PDS sich an den beiden Enquete des Deutschen Bundestages beteiligt. Dr. Dietmar Keller vertrat die Partei in der Enquete. Im Ergebnis seines links-sozialistischen SED- und DDR-kritischen Engagements wurde der Mann aus der Partei gemobbt. Inzwischen ist die Flut der Literatur zur Geschichtsklitterung durch Vertreter der alten DDR-Eliten auf viele Meter angeschwollen, stets begleitet davon, sich vor der Linken der Verantwortung für ihr Handeln zu entziehen, mit dem Argument, all ihr antidemokratisches Handeln sei eben eine Folge des „Klassenkampfes“ gewesen (die andere Seite sei ja auch nicht anders) und manchmal eben auch das Resultat sowjetischen Drucks.

Hier ist Widerspruch angesagt, die SED hat den Pfad zum Sozialismus verlassen, das Volk und die sozialistische Ideen verraten. Wenn es eine große Kraft der Konterrevolution gab, dann war es der politisch-ideologische Apparat der SED und dessen willige Vollstrecker an Hochschulen, im Geheimdienst, in den Grenztruppen usw.. Diese Tatsache will DIE LINKE den Alt-Parteimitgliedern Ost und den nachgewachsenen DDR-Schwärmern nicht zumuten.

Die Linken in der Partei DIE LINKE sollten aber genau dies einfordern. Abschließend: Gregor Gysi hob kürzlich zu einer Ernst Bloch Veranstaltung in Ludwigshafen/Rhn. hervor, DIE LINKE habe aus der DDR-Erfahrung gelernt, nämlich: Jeden/r Meinungsfreiheit zu gewähren, jede/r könne reden. Aber: Wird auch zugehört?  Wird auch geantwortet? Gibt es eine gelebte Pflicht zur Transparenz und Rechenschaft in den politischen Angelegenheiten? In der Partei DIE LINKE gibt es heute und dies ist nicht nur  ein aus dem Osten importiertes Defizit – subtile Mechanismen zur Ausgrenzung von Teilen der Parteibasis aus allen innerparteilichen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen.

Bleibt zu hoffen, dass die Auseinandersetzung um die DDR-Geschichte in der Partei DIE LINKE eines Tages noch eine offene und öffentliche in Ost und West wird.
Bernd Wittich

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Die Rede von Michael Schumann …

… ist online nachzulesen: HIER !

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Thiel, Rainer: Neugier, Liebe, Revolution. Berlin 2010

Kurzbeschreibung:

Nach acht Jahrzehnten zieht Rainer Thiel Bilanz. Als promovierter Philosoph und Mathematiker lernte er gesamtgesellschaftlich zu denken und steht zu seiner sozialistischen Überzeugung, obwohl er wiederholt seinen Ärger mit Leuten hatte, die das System verwalteten. Die einen machten ihn zum Agenten, andere verweigerten ihm grundlos die Zusammenarbeit. “So blieb ich ausgeschlossen aus den Instituten für Philosophie und Wissenschaftstheorie. Aber es ist gut so gewesen”, sagt er am Ende. Rainer Thiel sieht die
Welt dialektisch, also kritisch. Der Weg des geringsten Widerstandes war seine Sache nie.

Ein freundlicher Revolutionär, der die Welt noch immer verändern will. “Meine Eltern waren freundlich zu anderen Menschen. Auch ich bin meistens freundlich, zu Kollegen, zu den Leuten in meinem Dorf, in meinem Städtchen. Und Freundlichkeit wird meist erwidert, so dass ich mir auch wagen kann zu sagen: Wir müssten mal wieder auf die Straße gehen! Mit Genossen von der Linkspartei komme ich gar nicht bis zu diesem Punkt. Sie schauen schon vorher auf ihre Uhr und rufen: Ich muss schnell nach Hause, meine Frau wartet mit der Mahlzeit.”

Dr. sc. Rainer Thiel

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450 Krieger geloben!

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juli 2011

Innerhalb einer fast geschlossenen Gesellschaft fand am Mittwoch den 20. 07. 2011 das erste Gelöbnis der Bundeswehr nach der Umstrukturierung in eine freiwilligen Armee statt. Diese Show, einem Aufmarsch von Gladiatoren gleich, als “Öffentliche Veranstaltung” umworben, durfte nur von auserwählten Bürgern besucht werden. Um unliebsame Störer abzuhalten wurden rund um den Reichstag diverse Straßen vom öffentlichen Verkehr ausgesperrt.

Das Interesse aus der Geschäftswelt an dieser Gala Deutscher Kriegsspieler war natürlich enorm. Wollte das Kapital sich doch als Augenzeuge ansehen, wer Ihnen denn demnächst die Transportwege für benötigte Bodenschätze aus aller Welt freihalten wird. Als Hauptredner vergaß der Bundespräsident Christian Wulff natürlich nicht zu erwähnen, dass das Deutsche Militär in der Mitte der Bevölkerung stehe und voll akzeptiert sei. Aufgrund der großen Akzeptanz musste diese Veranstaltung dann auch großzügig abgesichert werden.

So scheint ihm auch entgangen zu sein das laut einer Emnid Umfrage 94 % der Bürgerschaft einem Kriegseinsatz wie in Afghanistan ablehnend gegenüber stehen. Daran ändert auch der Ausdruck Parlamentsarmee nichts, weisen doch heute schon die Wahlen nur noch eine Beteiligung von gerade einmal 50 % aus. Die Wähler lehnen es immer mehr ab, selbsternannten Volksvertretern ihre Stimme zu geben, welche nach den Wahlen zeigen, dass ihnen die Menschen letztendlich vollkommen gleichgültig sind. Seine erweiterte Aufforderung das Parlament müsse die Notwendigkeit der Militäreinsätze besser herüber bringen grenzt in einen solchen Zusammenhang schon an Sarkasmus.

Ein friedliebendes Volk von der Notwendigkeit der Durchführung von Kriegseinsätzen im Ausland zu überzeugen ist schlichtweg nicht möglich. Eine öffentliche Akzeptanz hieße Gewalt Gesellschaftsfähig zu machen. Vergessen wird von den Politikern natürlich mit bedacht, das einen Krieg normal immer ein Versagen der gewählten Politiker vorausgeht.

Wie sehr die Bundeswehr im Volk auf Ablehnung stößt, zeigt sich auch daran dass, wie der NDR meldet,  in Schleswig Holstein und Bremen, bereits 20 % der in dortigen Standorten eingerückten Freiwilligen ihren Dienst schon wieder quittiert haben. Als erste Freiwillige waren Anfang Juli 3400 Rekruten in die Kasernen eingerückt.

Erinnern sollte man die Bürger auch immer daran dass verschiedene paranoide Kräfte in diesem Land immer noch den Einsatz des Militärs auch innerhalb unseres Landes als ihr politisches Ziel erklärt haben. Den letzten Unruhen in einigen Arabischen Staaten, Nordafrika oder auch Griechenland und Spanien ins Auge sehend, eine absolute Horrorvorstellung, da der politische Missbrauch auch hier möglich wäre, sollte sich die politische Mafia in ihrer Macht gefährdet sehen.!

Auch die LandesschülerInnenvertretungen melden unterdessen Kritik gegen ein verdecktes Sponsoring durch die Bundeswehr von Seminaren an. Michael Schmidt, Chef der LandeschülerInnen Berlin: “Durch die Seminare will die Bundeswehr Schüler ködern, um die militaristischen Strukturen und die angebliche Friedenspolitik zu fördern.” (TAZ)

Die Reaktionen der Jugend zeigen, dass trotz der bekannten Bildungsmisere  diese sich heute kein X für ein U vormachen lassen. Auch von kriegslüsternen Politikern nicht, welche für gewöhnlich in Hinterzimmern verweilen während andere für sie die Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Sie wissen das eine Kugel ausreichen kann, um in einen Blechsarg die Heimreise als Held antreten zu können…

IE

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Leyen I zum x-ten

Erstellt von UP. am 21. Juli 2011

Der Freitag titelt Das Erbe von Hartz IV, wobei es eigentlich das Erbe vom Graf ist, der Kohl’schen 16-jährigen Dauerbrennerei, dann der Fischer/Schröder Administration, die die Drecksarbeit machte, die die von der Leyen fröhlich fortführt, damit die Armen immer ärmer werden zum Nutz und Frommen weniger. Das Volk wird verladen - eine effektive Steuerreform wird verschleppt und die relevanten Entscheidungen des sogenannten Verfassungsgerichts werden von der Politik des Hosenanzugsdes schlicht ignoriert. Das ist Deutschland! Und die Gewerkschaften schauen seit 30 Jahren zu!

Das Erbe von Hartz IV

Die Einkommen von Geringverdienern sinken weiter. Schuld sind der Zwang, jeden noch so schlechten Job anzunehmen, und eine ungesunde Symbiose von DGB und SPD
„Gehälter sinken im Aufschwung“, so überschreibt die Berliner Zeitung einen Bericht über bisher unveröffentlichte Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DiW) zur Lohnentwicklung seit der Jahrtausendwende. Besonders betroffen sind die unteren Einkommensgruppen. Sie haben heute 16 bis 22 Prozent weniger in der Tasche als noch vor zehn Jahren. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1000 Euro ist dies ein Verlust von rund 200 Euro. Die Realeinkommen der Besserverdienenden sind hingegen leicht gestiegen, Vermögenseinkommen sogar kräftig.

>>> weiterlesen FREITAG

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Die Märchenstunden des O

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juli 2011

Im “Neuen Deutschland” setzt sich Oskar Lafontaine mit einem Buch zur Stalinismus Kritik auseinander. Ein Buch in welchen Texte über eine Gesellschaftsordnung gesammelt wurden, die von der DDR-Bevölkerung nicht mehr ertragen wurden. Herausgeberin ist Gesine Lötzsch welche Zeitungsartikel nach den Fall der Mauer gesammelt hat.

Interessant hierbei, dass Lafontaine damit auch in die Kritik des nach ihm benannten Leib- und Magen- Blog geraten ist und das mit Sicherheit nicht ganz zu Unrecht. Fallen doch nicht nur einigen wenigen die sich mehrenden Unstimmigkeiten in der Interpretation zu aktuellen politischen Themen auf. Die entsprechenden  Erkenntnisse daraus seien dem jeweiligen Betrachter überlassen, da sie je nach politischer Sichtweise  differenziert ausfallen werden. Unserer Meinung nach weist das alles auf eine gewisse  Unzufriedenheit mit einer sich anbahnenden Eskalation in seinen eigenen Landesverband hin, in dem er seine eigene Führungsschwäche nicht mehr verleugnen kann. Die Linke im Saarland ist ein Spiegelbild der Gesamtpartei. Die schleichende Demontage eines politischen Denkmal.

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Der Bericht aus dem Neuen Deutschland:

Nicht die Partei, sondern das System

Oskar Lafontaine über ein Buch zur Stalinismus-Kritik

In diesem Buch – »Alles auf den Prüfstand! Texte zur DDR-Geschichte im ›Neuen Deutschland‹« – setzen sich Mitglieder und Sympathisanten der LINKEN mit der Geschichte des Staatssozialismus im 20. Jahrhundert auseinander – ein Buch, das zur rechten Zeit kommt. Denn mit ihrem Grundsatzprogramm will DIE LINKE den Entwurf für eine demokratische und sozialistische Gesellschaft im 21. Jahrhundert vorlegen, und das kann sie nur, wenn sie die Geschichte und vor allem die Irrtümer des Sozialismus im vergangenen Säculum aufarbeitet.

Überzeugte Sozialisten müssen sich immer wieder der Frage stellen, warum im Namen einer großartigen Menschheitsidee eine Gesellschaft, in der die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist, so viele Verbrechen begangen wurden. Dabei muss sie aufzeigen, dass das Streben nach Gleichheit nicht notwendig zur Zerstörung der Freiheit führt, sondern dass Gleichheit und Freiheit einander bedingen.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

Zum Kommentar: “Auf dem Prüfstand”

IE

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Förderung von Beteiligung

Erstellt von Bernd Wittich am 21. Juli 2011

Landtagswahlen – Nachlese 1:

Förderung von Beteiligung

Hier geht es um  konkrete Folgerungen aus der verlorenen Wahl.

Der Wahlkampfstab verfügte über 400.000 Euro, viel Geld. Wofür haben wir es ausgegeben?

Ein Fallbeispiel:

Es wurden Fahrzeuge gemietet und ein hauptamtlicher Wahlkampfstabsmitarbeiter verteilte Material.

Es gänge auch so:

In unserer Partei gibt es Erwerbslose und SeniorInnen die über ein Fahrzeug, zeitweilige Lagerflächen für Wahlkampfmaterialien und Zeit verfügen.

Sie hätten bei Erstattung der Kosten (Kilometergeld) die Aufgabe der Materialverteilung gern erledigt. Und das Wichtigste dabei:

Sie hätten sich nützlich gefühlt, sie hätten gespürt, „ich werde von meiner Partei gebraucht“.

Die Beteiligung vieler Mitglieder und BürgerInnen zu ermöglichen, dass ist die vorrangige Aufgabe der gewählten und besonders der bezahlten Funktionäre und Mandatsträger der Partei.  Die Partei muss äußerste Anstrengungen darauf verwenden, die sozialökonomischen Ungleichheiten zwischen den Mitgliedern nicht organisationspolitisch zu reproduzieren. Hartz IV-BezieherInnen, Minijobber, Bezieher von Armutsrenten, Menschen mit Behinderungen müssen sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten beteiligen können.

Wenn Parteifunktionäre zentralistisch denken und handeln, wenn sie mit dem Einsatz von Geld versuchen das Engagement der Vielen zu ersetzen, indem sie Dienstleistungen einkaufen, dann verfehlt dieser Stil von Parteiarbeit unser politisches Ziel: Menschen zu ermutigen, unabhängig von den Regierenden zu handeln.

Die Partei braucht unter anderen ein Finanzkonzept im Land und in den Kreisen, indem die Förderung, die Ermöglichung  des freiwilligen Engagements im Zentrum steht. Was heißt das konkret? Wir müssen unsere Mitglieder und SympahtisantInnen fragen, welche Unterstützung sie für ihr Engagement brauchen.

Freiwilliges Engagament benötigt passfähige Weiterbildungsangebote (Literatur, Seminare), die Erstattung der Kosten (oder der Organisation von Fahrgemeinsschaften) notwendiger Mobilität (ÖPNV, PKW, zusätzlicher Verpflegungsaufwand), gegebenfalls die Unterstützung zur Ermöglichung der notwendigen Telekommunikation und dem Internetzugang. An der Basis der Partei muss die Finanzierbarkeit von selbst erstelltem Material (Papier-, Kopier- oder Druckkosten)  solidarisch ermöglicht werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass nur jene aller Ortens vielfältig ausdauernd aktiv  sein können, die „es sich leisten können“ oder die ausschließlich zu dem Zweck an Ressourcen der Partei oder der ManadatsträgerInnen beteiligt werden, um deren Meinung kritiklos zu teilen und  sich als „WahlkampfhelferIn“ für die jeweilige GeldgeberIn nützlich machen. So würde in einer Partei mit oft knappen persönlichen Ressourcen Loyalität „gekauft“.

Bernd Wittich, Ludwigshafen

Direktkommentar:

Schon in meiner Zeit als 1. Vorsitzender des KV WAF wurde mir empfohlen nicht jedermann in die Partei aufzunehmen. “Die Neuen müssen passen und Türken welche nicht ausreichend Deutsch sprechen, brauchen wir auch nicht.” Das hiess für mich zu der Zeit schon, dass hier eine gewisse Clique unter sich bleiben wollte. Pöstcheninhabern und Mandatsträgern reichten ein paar Claqueure aus. Der Zugang zur Bevölkerung wurde und wird hier im Westen bis zum heutigen Tag nicht gesucht da ein mehr an Mitgliedern als Konkurrenz und nicht als Mitstreiter gesehen werden.
Red.DL/IE

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Die Kochkiste

Erstellt von UP. am 21. Juli 2011

Da in den Zeiten der Energieverknappung das Sparen derselben angesagt ist, haben wir in unserem Archiv gegraben und sind fündig geworden. Damit mittags ein Eintopf oder mehr zur Verfügung steht, ist diese Kochkiste ein ideales Hilfsmittel, Energie und Zeit zu sparen.
Natürlich kann man, wenn die Kiste gross genug ist, auch ein halbes Schwein darin fertiggaren - eine gute Alternative der langsam langweilig werdenden Grillerei. Man muss nur Steine in einem Feuer heiss machen und diese mit in der Kiste gut gepackt einschichten. Bestens geeignet sind hier sogenannte Ziegelsteine im NF-Format, die aufgrund ihrer inneren Struktur die Hitze bestens speichern. Das ist natürlich Männerarbeit - und Feuer wird auch gemacht.
Dieses System der Kochkiste wird seit Jahrhunderten bereits von den Natives auf Neu-Guinea angewandt, die die Kochkiste als Erdgrube anlegen. Diese Grube wird mit Blättern ausgeschlagen, das Schwein wird eingeschichtet, und die im Feuer heissgemachten Steine werden drauf gepackt. Das Ganze wird wieder mit Blättern abgedeckt und mit Erde überschüttet. Das Schwein ist dann nach 22,5 Stunden gar. Wer einen eigenen Garten besitzt, wird natürlich diese Garung in der Erdgrube favorisieren.
Die nachfolgende vorzügliche Anleitung für die einfache Kochkiste wurde uns vor längerer Zeit einmal zugesandt; wer sie geschrieben hat, wissen wir leider nicht - nur soviel, dass diese Anleitung etwa 120 Jahre alt ist.
UP.

 
 

Einer der wichtigsten neueren Apparate, der in keiner Küche fehlen sollte, da er sowohl Arbeit und Zeit wie Brennmaterial und dadurch Geld spart, ist die Kochkiste. Sie beruht auf dem physikalischen Grundsatz, daß ein Gegenstand, der von schlechten Wärmeleitern umgeben ist, seine Temperatur, sei sie nun kalt oder warm, sehr lange unverändert behält. So kann die Kochkiste zugleich als Eisschrank, ja beinahe als Eismaschine und, wie ihr Name schon sagt, zum Garkochen dienen. In ihrer einfachen Form kann sie sich die Hausfrau leicht selbst herstellen. Sonst findet sie in den Haushaltsgeschäften in den verschiedensten Ausführungen und zu den verschiedensten Preisen geeignete Apparate. Um sie selbst herzustellen, verschafft man sich zunächst eine nicht zu große, starke, gut schließende Holzkiste mit Deckel, etwa eine der bekannten Stärkekisten der Firma Hoffmann. In diese kommt zunächst ein etwa 5 Zentimeter starkes Kissen aus Molton, das mit Holzwolle oder Heu gefüllt wird und den Boden gerade bedecken muß. Ein ebensolches Kissen nagelt man gegen den Deckel. Dann beschafft man sich je nach der Größe einen oder zwei Emailletöpfe mit gut schließendem Deckel, stellt sie in die Kiste und polstert nun um sie herum die Wände und, wenn es zwei sind, den Zwischenraum zwischen den beiden so mit Holzwolle aus, daß gerade nur noch der Raum bleibt, in den sie hineinpassen. Diese Polster bekleidet man ebenfalls mit Molton. Die Töpfe dürfen nur so groß sein, daß die Polster auf allen Seiten zum mindesten 5 Zentimeter dick sind. Wenn sie zu niedrig sind, so daß sich zwischen dem Kissen des Kistendeckels und ihrem Deckel noch ein Luftraum befindet, muß man noch einmal in Moltonkissen mit Holzwolle stopfen, das diesen Raum vollkommen ausfüllt. An dem Deckel der Kiste muß noch eine Schließvorrichtung angebracht sein.
Damit wäre die ganze Kochkiste, die man sich also für wenig Geld selbst herstellen kann, fertig. Um darin zu kochen, hat man die Speisen nur auf dem Feuer oder auf der Gas- oder Spiritusflamme etwa eine halbe Stunde lang anzukochen und nach dieser Zeit, wenn sie tüchtig im Kochen sind, den geschlossenen Topf rasch in die Kochkiste zu setzen, diese zu schließen und die Speisen, ohne daß man sich im geringsten um sie kümmert, ruhig ihrem Schicksal zu überlassen. Man kann im allgemeinen rechnen, daß sie in der Kochkiste etwa die doppelte Zeit brauchen, die sie auf Feuer brauchen würden. Jedenfalls kann man die Speisen ruhig ein paar Stunden länger darin lassen, sie verderben auf keinen Fall. Ja, viele Speisen, die eine lange Kochzeit haben und langsam und gleichmäßig kochen sollen, werden viel besser in der Kochkiste, als auf dem Feuer. So kann man Reis, der vielleicht mit Rindfleisch oder mit einem Huhn weichgekocht werden soll, sehr gut schon abends in die Kochkiste setzen, um ihn am nächsten Tage mittags fertig herauszunehmen. Ebenso ist es mit dem Sauerkohl, Erbsen und Fleisch oder anderen zusammengekochten Speisen. Dieses Beispiel zeigt, ein wie unschätzbares Hilfsmittel die Kochkiste für die erwerbende Frau ist, die nicht die Zeit hat, sich viel um die Küche zu kümmern, oder die ihr Beruf in den Vormittagsstunden aus dem Hause führt.
Es gibt jetzt eine ganze Anzahl von Konstruktionen, die diese einfache Form der Kochkiste variieren und verbessern. Meistens sind in ihnen sogenannte Wärmesteine angebracht, die auf dem Feuer erhitzt werden und über und unter den Topf mit der Speise gelegt werden. Mit ihrer Hilfe kann man die Kochzeit erheblich verringern, ja, es läßt sich in der Kochkiste nicht nur kochen, sondern auch sogar braten und backen.
Weniger bekannt ist es, daß sich die Kochkiste im Sommer auch sehr gut zum Kühlhalten von Speisen und Getränken verwenden läßt, die dann natürlich gut gekühlt in sie eingesetzt werden müssen. Da ihre Wirksamkeit in Wärmeisolation besteht, so ist es klar, daß sie ebenso eine kühle, wie eine warme Temperatur den ihr anvertrauten Dingen lang erhält. Wenn sie richtig angefertigt ist, ist ihre Isolation so gut, daß sich sogar Gefrorenes in ihr anfertigen läßt. Man benötigt dann noch außer des in sie eingepackten Topfes eines kleineren, der ebenfalls gut schließen und so in den ersten Topf eingelegt werden muß, daß noch ringsum sowie oben und unten eine Lage der Kältemischung Raum hat. Die Kältemischung besteht am zweckmäßigsten und einfachsten aus fein zerkleinertem Eis, das mit einem Drittel seiner Gewichtsmenge Viehsalz untermischt ist. In den kleineren Topf kommen dann die gut gekühlte zu gefrierende Masse (Fruchtsaft oder Creme) und außen herum die Kältemischung. Man Muß von zehn zu zehn Minuten nachsehen, das bereits Gefrorene vom Rand abstoßen und die Masse gut durchmischen. Wenn die ganze Masse breittritt gefroren ist, füllt man die Kältemischung noch einmal auf, schließt die Kiste gut und läßt das Eis noch etwa eine Stunde lang in der Kiste stehen oder reifen, wie der Ausdruck lautet. Der Versuch lohnt sich, wenn man keine wirkliche Eismaschine besitzt, und man wird erstaunt sein, mit wie wenig Arbeit und mit welch geringem Verbrauch an Eis sich in der Kochkiste Gefrorenes herstellen läßt.

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Mörd(dock) der SPRINGER

Erstellt von UP. am 20. Juli 2011


In einem Fernseh-Interview im Rahmen der Anne Will’schen Nachrichten-Darbietung gestern meldete der STERN-Mann Hans-Ulrich Jörges grosse Bedenken an, dass in Deutschland die Pressekonzentration weiter zunimmt und ähnliche Dinge geschehen könnten wie in England resp. USA.
Er muss keine Bedenken anmelden; denn wir haben das schon. Und er weiss das. Jörges nannte natürlich keine Namen, aber seine Lippen formten unlesbar: SPRINGER BILD FRIEDE BILD DER FRAU AUTO BILD BILD AM ABEND AM SONNTAG …
Seinen eigenen Clan: Stern / Gruner und Jahr liess er dabei natürlich aussen vor… .

Mutig allerdings liess er verlauten, dass er sich vorstellen könne, sinngemäss: Dass man auch kauft und bezahlt. Abhören zweifelte er an… - aber was mag manchen in der BILD-Hackordnung reiten? Wir wissen es nicht. Aber wir denken logisch.

Nun geht es jedoch diesem englischen Medienmogul endlich an den Kragen. Trotz alle Häme in diesem Fall: die zwei Yard-Spitzen traten zurück und ein paar Politiker werden folgen. Das muss man ihnen lassen: “Charakter” haben diese Engländer wie japanische Samurai. Remember damals auch: Aussenminister Profumo und das Ruf-Mädel Christine Keeler, die immer kam, wenn man sie ge-called hat.

Wie gesagt: Charakter haben sie - im Gegensatz zu deutschen Politikern durch die Bank. Sogar vorbestrafte Politclowns geben und gaben ihr Mandat nicht ab. Und besoffene Politiker machen auch weiter - in Bayern sowieso.
Denn die Wähler machen es ihnen leicht und wählen sie trotzdem. Und mehr noch. Sonst hätte man nach dem Abgang des Guggelbergers nicht schon gleich wieder von seiner Rückkehr gefaselt. Und seine Nachfolger und die -in, fast alles F.D.P.-ler haben ob ihrer kriminellen Doktorwürden-Energie auch keine Skrupel, in Amt und Würden zu verweilen. Aber das ist eine andere Geschichte.

 
 

Unglaublich! In wenigen Tagen haben fast 10.000 von uns gespendet, um dem weltweiten Medienimperium von Murdoch entgegenzutreten. Lasst uns nun diesen Skandal in eine längerfristige Reform unserer Medien verwandeln - hier ist die E-Mail:

Liebe Freunde,

Seit Jahrzehnten regiert Murdoch ungestraft – mit seinem riesigen Medienimperium macht und zerschlägt er Regierungen. Aber wir wehren uns, und gewinnen! Wir haben eine Schlüsselrolle gespielt, als Murdoch nach der Kontrolle der britischen Medien greifen wollte. Jetzt machen wir unsere brandheiße GB-Kampagne global, um die Murdoch’sche Bedrohung mit Kampagnen, Untersuchungen und Rechtmitteln zurückzuschlagen. Klicken Sie hier, um zu spenden:

sei es das Abhören der Telefone ermorderter Kinder, das Bestechen der Polizei, das Zerstören von Beweismitteln, Bedrohen von Politikern – führende Politiker in Großbritannien sagen, dass Rupert Murdochs Imperium “die kriminelle Unterwelt betreten hat”. Jahrzehntelang hat Murdoch ungestraft regiert – mit seinen riesigen Mediengesellschaften hat er Regierungen aufgebaut und zerschlagen und seine Gegner zum Schweigen gebracht. Doch wir wehren uns und gewinnen!

Mit nahezu einer Million Aktionen, sieben Kampagnen, 30.000 Anrufen, Untersuchungen und Blockaden und rechtlichen Taktiken haben wir eine führende Rolle gespielt und Murdoch aufgehalten, als er über 50% der kommerziellen britischen Medien erwerben wollte! Jetzt verbreiten wir unsere brandheiße britische Kampagne weltweit, um die Murdoch’sche Bedrohung überall zurückzuschlagen.

Hier der Plan: gemeinsam können wir a) Ermittler beauftragen, um Murdochs korrupte Taktiken auch außerhalb von Großbritannien aufzudecken, b) prominente Stimmen organisieren, um den Kreis der Angst zu durchbrechen und offen über das Thema zu sprechen und c) Menschen in den Ländern mobilisieren, in den Ländern, die einen besonderen Einfluss auf die Gesetzgebung und Rechtsmittel haben, die Murdoch aufhalten können und somit unsere Medien ein für allemal sauber halten.

Avaaz-Mitglieder leben in allen Ländern, in denen Murdoch arbeitet. So ist unsere Bewegung wirklich die einzige, die eine Kampagne gegen das globale Imperium organisieren und gewinnen kann. Jetzt ist es Zeit zu handeln – wenn nur 20.000 von uns jeweils einen kleinen Betrag spenden, können wir diese einmalige Gelegenheit nutzen. Klicken Sie hier, um zu spenden:

https://secure.avaaz.org/de/stop_rupert_murdoch_donate/?vl

Seit Wochen gibt es fast täglich Enthüllungen über das Ausmaß von Murdochs Medienkorruption in Großbritannien. Seine Agenten haben die Telefone von Tausenden Menschen angezapft, einschließlich der Telefone von trauernden Witwen und von Soldaten, die im Irak gefallen sind. Sie haben die Bankinformationen eines Premierministers gestohlen und ihn 10 Jahre lang belästigt, riesige Summen an Polizeibeamte bezahlt und Rupert Murdochs Sohn, James Murdoch, zahlte Schweigegeld an Opfer.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs – Murdoch ist ein globales Problem. Er ist dafür bekannt, seinen Zeitungen ihre redaktionellen Standpunkte vorzuschreiben. Er korrumpiert und kontrolliert Demokratien, indem er Politiker dazu zwingt, seine extremistischen Ansichten über Krieg, Folter und eine Reihe anderer globaler Missstände zu unterstützen und zerstört die Karrieren von Politikern mit Schmierkampagnen, wenn sie seinen Anordnungen nicht Folge leisten. In den USA hat er dazu beigetragen, dass George W. Bush gewählt wurde, und die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten stehen auf seiner Gehaltsliste (siehe Quelle unten). Sein Fox News Network verbreitete Lügen, um den Krieg im Irak voranzutreiben, schürte Ressentiments gegen Muslime und Einwanderer und brachte die rechte Tea-Party-Bewegung hervor.Am schlimmsten ist vielleicht die Tatsache, dass er außerdem dazu beigetragen hat, wichtige globale Aktionen gegen den Klimawandel zu blockieren.

Murdochs Medienmonopol bricht zusammen, und viele sind kurz davor, offen über seine Praktiken zu sprechen.. In den USA, in Australien und auch in anderen Orten steht der Damm kurz vor dem Zerbrechen. Doch wir müssen ihm durch weitere Ermittlungen noch einen entscheidenden Stoß geben. Wir müssen eine hochrangige Opposition gegen Murdoch organisieren und dafür sorgen, dass unsere Politiker Gesetze verabschieden, die unsere Medien für immer sauber halten. Lassen Sie uns alle zusammen dafür sorgen, dass dies geschieht:

https://secure.avaaz.org/de/stop_rupert_murdoch_donate/?vl

Unsere Gemeinschaft hat immer wieder Kampagnen zu diesem Thema veranstaltet, als die meisten in Großbritannien bereits die Hoffnung aufgegeben hatten. Da wir eine große Gemeinschaft sind, haben wir nicht dieselbe Furcht vor Murdoch wie die meisten anderen. Dies ist Teil Versprechens, dass die Macht der Gemeinschaft die Welt verändern kann. Heute keimt Hoffnung in Großbritannien auf – verbreiten wir sie auf der ganzen Welt.

Voller Entschlossenheit,

Ricken, Emma, Maria Paz, Giulia, Luis, Alice, Brianna und der Rest des Avaaz-Teams

QUELLEN:

Briten zwingen Murdoch zum Rückzug (Video, das die Avaaz-Kampagne zeigt) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geplatzte-uebernahme-von-bskyb-briten-feiern-murdochs-rueckzug-1.1119843

Unterhaus zwingt Murdoch in die Knie http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,774261,00.html

Murdochs Imperium wankt
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-07/murdoch-medien-englan

(Auf Englisch):

Entscheidung zur Übernahme von BSkyB könnte aufgrund von Online-Kampagnen Wochen dauern (Huffington Post)
http://www.huffingtonpost.co.uk/2011/07/07/decision-on-bskyb-takeove_n_892244.html

BSkyB-Gebot letzter Abschluss unwahrscheinlich vor September (The Guardian)
http://www.guardian.co.uk/media/2011/jul/07/bskyb-bid-final-celarance-september

Murdoch von sozialen Medien zerfleischt (The Scotsman)
http://thescotsman.scotsman.com/opinion/Lesley-Riddoch-Murdoch-maimed-by.6799263.jp?articlepage=1

Jüngste Nachrichten über den britischen Telefonabhörskandal (New York Times)
http://thelede.blogs.nytimes.com/2011/07/12/latest-updates-on-british-phone-hacking-scandal/


Unterstützen Sie das Avaaz Netzwerk! Wir finanzieren uns ausschließlich durch Spenden und akzeptieren kein Geld von Regierungen oder Konzernen. Unser engagiertes Online-Team sorgt dafür, dass selbst die kleinsten Beträge effizient eingesetzt werden — Spenden Sie hier.



Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 9 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. (”Avaaz” bedeutet “Stimme” oder “Lied” in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jeder Nation dieser Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

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Saar-Wahlfälschungsbeweis

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Juli 2011

Über den Rundmailverteiler von Gilbert Kallenborn erhielten auch wir gestern die Unterlagen über die ordnungsgemäße Abmeldung der Karin Zimmer von der Gemeinde Schmelz im Saarland.  Als neue Anschrift wird eine Adresse in Frankreich angegeben.

Dieses unterstützt natürlich den Anklage von Gilbert zu der erneuten Wahlfälschung bei der von der BSchK angesetzten Neuwahl. Alle Unterlagen wurden unter anderen auch der BSchK zugesandt.

In der Gesamtbetrachtung vorliegender Unterlagen erweisen sich die erneuten Parteiausschlussverfahren gegen Gilbert Kallenborn natürlich als die billige Retourkutsche einer Hilfs- und Ziel-losen Parteiführung an der Saar. Auch sollte einmal in Berlin angefragt werden, ob denn so das Ziel der Partei, der Demokratische Sozialismus, in diesem Land zukünftig aussehen wird.

So, jetzt ist es aber Zeit Gilbert persönlich zu Wort kommen zu lassen:

IE

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Auch bei den angeordneten Neuwahlen wurden die Delegierten Mandate rechtswidrig vergeben. Was schon durch das erneute brechen der Wahlordnung unter § 2 Abs 2 WO dokumentiert wurde, bestätigte sich ebenfalls in der Annahme einer rechtswidrigen Wahlteilnahme von Karin Zimmer.

Wie von der BSchK unter 77/2010 festgestellt, war Frau Zimmer bereits im Oktober 2011 als ausgetreten gemeldet worden. Auf meine Anfrage bei der Gemeinde Schmelz wurde mir bestätigt, dass Frau Zimmer in Deutschland abgemeldet und einen neuen Aufenthaltsort in Frankreich angegeben hat.

Das Dokument der Gemeinde Schmelz ist hier nachlesbar.

Ohne im Besitz eines deutschen Wohnsitz zu verfügen wurde Frau Zimmer somit ungerechtfertigt sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht erteilt. Sie wurde als Protokollantin und Schriftführerin mit Sitz im Vorstand des KV gewählt.

Da diesen Wahlen sowohl Lutze, Lafontaine, Katja Groeber als auch Schumacher beiwohnten ist hier ein Handeln im Vorsatz erkennbar nahe.

MdL Arthur Schnitzler - hat angeblich die Wahlunterlagen gemäß  § 13 WO zugeklebt. Da müsste ja dann das Ergebnis der Mandatsprüfung ersichtlich werden sein, dass Karin Zimmer,  volles Wahlrecht erteilt wurde. Sollten diesmal erneut die gesamten Wahlunterlagen verschwinden, wie bei der Pappschachtelwahl zuvor, kommt der Staatsanwalt.

Bei genauerer Betrachtung solcher Vorgehensweisen bei Wahlen wird ersichtlich wie wichtig das geheime wählen ist. Nur in diesem Fall ist die genaue Überprüfung und Nachforschung bis zu den nächsten Wahlen möglich. Wäre es möglich das von dieser Politmafia geheime Wahlen bewusst abgelehnt werden um eine spätere Überprüfung zu erschweren?

Das diese Machenschaften von Oskar Lafontaine zumindest scheinbar geduldet werden ist schon auffällig, besteht doch die Gefahr das hier ein Lebenswerk durch eine unfähige Mannschaft zerstört wird. Auch die klügsten Aussagen in TV-Talkshows werden auf Dauer nicht ausreichen, wenn es im heimatlichen Wahlkreis drüber und drunter geht. Auch weiteren Basismitglieder werden irgendwann die Augen aufgehen und bemerken als Stimmvieh missbraucht zu werden.

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Tschüss, Schule für Alle

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Juli 2011

Da freute sich der Dauerlächler, seines Zeichens CDU-Landeschef in NRW, Norbert Röttgen und Gewinner des Schulstreit in NRW. Wie sagte er so schön: “Es wird definitiv keine Einheitsschule in NRW geben. Dies ist ein Ergebnis hinter dem man stehen kann.” Auch der Landesfraktionschef Laumann lobte die Einigung. ” Da ist sehr viel CDU drin”.

So können die Vertreter der SPD und der Grünen nicht vertuschen die dicken Kröten der CDU geschluckt und sich damit von ihrem Traum, einer Schule für alle, verabschiedet zu haben. Der Ausspruch der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft : ” Wir haben für NRW einen Schulfrieden für die nächsten zwölf Jahre geschlossen” kann somit als ein typischer Spruch unserer Einheitspolitiker zu den Akten gelegt werden.

Die Entscheidung in Verbindung mit der gestrigen Pressekonferenz der SPD Troika gesehen, lässt erahnen wie die politische Zukunft dieses Landes in Zukunft aussehen mag. Die Unterschiede verblassen immer mehr und es geht tatsächlich nur noch um Macht und Geld. Der Bürger wird ob einer Scheinopposition im Regen stehen gelassen, wendet sich nach Rechts ab, oder bleibt den Wahlen aufgrund mangelnder Alternativen fern.

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Hier ein passender Kommentar:

Kein Abi  für den Pöbel

Dafür wird Nordrhein-Westfalen also Rot-Grün regiert: damit eine grüne Bildungsministerin eine CDU-Schulreform durchzieht und diese auch noch in der Landesverfassung verankert wird. Der “Schulkonsens” von SPD, Grünen und CDU zementiert die ungerechte, demütigende und einer Demokratie unwürdige Zweiklassenbeschulung im größten Bundesland für lange, lange Zeit. SPD und Grüne haben, sobald an der Regierung, sichtlich nichts mehr gegen die Privilegierung von Gymnasiasten einzuwenden. Verfassungsändernde Zweidrittelmehrheiten ohne CDU, SPD und Grüne aber sind nicht in Sicht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

In diesem Zusammenhang immer wieder sehens- und hörens- wert:

IE

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Wirtschaft der Zukunft

Erstellt von Bernd Wittich am 20. Juli 2011

Strategiedebatte: Wirtschaft der Zukunft,

Arbeitsauffassungen und DIE LINKE mit einem
Parteiprogramm der Kompromisse
Menschen konsumieren Gebrauchswerte.

Die Arbeitswerttheorie von Karl Marx besagt: Nur menschliche Arbeit ist Quelle der „Wertschöpfung“. Mit der „Maschinenarbeit“ wird nur deren Wert auf die produzierten Güter übertragen. Die Werttheorie ist auch die materialistische Begründung, warum „Dienstleistungen“ wertschöpfend sind.

Wenn menschliche Arbeit zunehmend durch Maschinenarbeit ersetzt wird, dann sinkt die Wertschöpfung. Robert Kurz geht davon aus, dass die Wertschöpfung selbst an ihre Grenzen kommt, eben deshalb findet Geld keine Anlagemöglichkeiten in wertschöpfender Arbeit. Die am Finanzmarkt gehandelten Werte sind zunehmend fiktive Werte.

Das Programm der Linken beruht auf stofflichen und Wertewachstum. Die Idee der „Verteilungsgerechtigkeit“, wenn sie sich auf Deutschland oder Westeuropa bezieht, so etwa beim bedingungslosen Grundeinkommen, geht mit ihren konkreten Bedarfsberechnungen von der heutigen Wertschöpfung aus. Sie bezieht sich nicht auf die Gebrauchswerte.

Das Kapital wendet fünf Strategien zur Kompensation geminderter Wertschöpfung an:

1. In Wertsetzung neuer Bereiche, etwa Bildung(swirtschaft), Gesundheit(swirtschaft), Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen im umfassenden Sinne usw…

2. Verwandlung menschlicher Arbeit in Lohnarbeit (Abbau Subsistenzwirtschaft, Rekrutierung von Millionen von neuen billigen Arbeitskräfte in Asien, Afrika und Lateinamerika )

3. Senkung des Lohnens, der Steuern und damit des privat und gesellschaftlich angeeigneten Anteils an der Wertschöpfung

4. Mittels monopolisierter Marktmacht Monopolpreise (auch Verschlechterung der Terms of trade – z. Bsp. Für Güter aus Asien, Afrika usw.), Güterverknappung usw.

5. Schaffung neuer Nachfrage durch die Legitimation von Kriegszerstörungen und Wiederaufbau

Das Programm der „Verteilungsgerechtigkeit“ in Deutschland anerkennt – ohne prinzipielle Kritik –

a) die Faktoren 1-4, damit wird
b) der Raubbau / fehlende Reproduktion der natürlichen Bedingungen / Quellen / Grundlagen der Produktion (Natur und Mensch) stillschweigend vorausgesetzt
c) mehr / eine grundlegend andere Verteilungsgerechtigkeit zwischen allen Menschen weltweit und
d) nachhaltige Nutzung der Naturressourcen und deren Kosten nicht berücksichtigt.

„Es ist genug für alle da“ kann sich nicht auf die heutigen – fiktiven - Geldwerte beziehen. Die Gebrauchswerteproduktion muss anders geplant, mit vernünftigen und gerechten Bedürfnissen in Übereinstimmung gebracht werden. Der fiktive Geldwert am globalen Markt ist dafür nicht die Grundlage.

Die heutige Rettung der Banken, Staaten usw. ist das Bestreben, die fiktiven Geldwerte aufrecht zu erhalten und damit die Privateigentums – und Privat-Machtansprüche der kapitalistischen Eigentümer zu erhalten.

Die Abwertung der fiktiven Werte in Übereinstimmung mit den tatsächlich produzierten Werten bedeutet Teil-Enteignung des Privateigentums und der am Finanzsystem Partizipierenden. ZU den Partizipierenden gehören heute auch die Kleinsparer, die Inhaber von Lebensversicherungen, die Einzahler in Pensionsfonds usw… So sind viele ArbeitnehmerInnen und Bürgerinnen in Geiselhaft des Finanz- und Kapitalmarktes geraten. Die Scheidung von Finanzmarkt und produktiven Kapital ist ebenso weitestgehend eine fiktive, denn die wertschöpfenden Betriebe sind eingebettet in die Finanzwirtschaft, sie nehmen Kredite oder legen Gewinne am Finanzmarkt an. Große Finanzkapitalakteure, etwas Pensionsfonds usw. wurden selbst zu Kapitaleignern wertschöpfender Unternehmen.

Nur ein geringer Teil der Finanzdienstleistungsarbeit ist real wertschöpfende Arbeit. Die Arbeit der Spekulanten ist ebenso parasitär, wie die Arbeit des Militärs, erheblicher Teile der Staatsbürokratie, der Parteibonzen, der Ideologen in Medien und Religionsgemeinschaften usw…

Das Geldsystem und die darin eingeschlossene Vergesellschaftungskraft hat ein Wirtschaftssystem, gestützt auf bürgerliches Recht, hervorgebracht, indem die reale Wertschöpfung und das fiktive Geld zunehmend auseinander fallen.

Eine Wirtschaft der Zukunft muss die Planung und Steuerung einer nachhaltigen und menschengerechten Gebrauchswertproduktion global ermöglichen, gutes Leben und gute Arbeit sind in einer Geldwirtschaft die auf Privateigentum an Produktionsmitteln, Monopolbildung und politischer Macht der großen Eigentümer (Klasse) beruht nicht möglich. Die weltweite Krise der Finanz-Wirtschaft ist auch eine Krise der parasitären Staatswirtschaften, die Kriege und Repressionsapparate, eine parasitäre Dienstklassen finanzieren, indem sie erhebliche Teile der realen Wertschöpfung der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Generationen verbrauchen. (Schulden, die die reale Wertschöpfung übersteigen).

Die Verschuldung der Staaten bei den Kapitaleignern führt zu einer exzessiven Aneignung / Umverteilung der Arbeitsergebnisse der arbeitenden Menschen weltweit. Damit kompensieren sie die Minderung der realen Wertschöpfung und die höheren Kosten (Lohn, Steuern) in einigen Staaten, die über Gewerkschaften und eine entsprechende Gesetzgebung (Arbeitsrecht, Sozialrecht) erzwungen und „gesichert“ werden/wurden.

Die politische Macht des Kapitals beruht primär auf dem großen Privateigentum. Der Kleinanleger, Kleinsparer, Rentenfondinhaber hat keinen wesentlichen Einfluss was wie womit und wofür produziert wird. Die „Konsumentenmacht“ ist durch die Macht des Kapitals, dessen Verfügung über den Staat (Gesetze; z.Bsp. Hartz IV und dessen ideologische und repressive Durchsetzung) und das Machtungleichgewicht auf dem so genannten Arbeitsmarkt begrenzt.

Auch das „Belegschaftseigentum“ könnte auf Grund der Macht des Privateigentums des ideellen Gesamtkapitalisten im Wesentlichen nur nach den Regeln des monopolistisch durchherrschten Marktes „spielen“. Wirtschaftsdemokratie kann Arbeitsbedingungen verbessern, kann den Lohn-Anteil am produzierten Neuwert erhöhen, aber die Nagelprobe bleibt, ob sie die Eigentumsverhältnisse verändern kann und die Ziele der Produktion der Marktmacht entwinden kann.

Höhere Staatsausgaben für Investitionen, Sozialleistungen usw. dürfen nicht auf Verschuldung, sondern auf realer Enteignung von Gewinnen und Verfügungsmacht über Eigentum begründet sein. Keynes stellte die „Systemfrage“ nicht.

DIE LINKE sucht zwischen ihren Strömungen nach Formelkompromissen im Parteiprogramm oder Strömungen ringen um ihre Dominanz.

Aus einer politischen Strategie, die zu leeren Formelkompromissen auf dem Programmparteitag führt, kann keine wirksame und systemtransformierende Praxis / Taktik abgeleitet werden.

Viele Prozesse sind hochkomplex und hoch ambivalent, aber die politische Machtausübung ist wesentlich von den (großen) Wirtschaftsinteressen bestimmt. Mit dem großen Privateigentum und dessen „Heiligkeit“ hat die Menschheit ihre Produktivität und die wachsende Ungleichheit der Menschen, Völker, Gesellschaften, Staaten usw. hervorgebracht.

Es kann keinen Grünen neuen Deal geben, ein neuer Kapitalismus kann nur bedeuten, schrittweise die kapitalistische Produktion und das dieser zu Grunde liegende Eigentum zu vergesellschaften (Kern von Transformation). Zu diesem Prozess gehört die globale (!) Neuverteilung von Arbeit, der Arbeitsergebnisse (Gebrauchswerte) und deren natürlicher und materiellen und ideellen (Wissen) Basis.

Die Bundesrepublik Deutschland, die EU, China, die USA… bereiten sich auf große und viele kleine Kriege vor. Damit sie dies können, müssen sie sich erhebliche Teile der Gebrauchswertproduktion in Gestalt von Kriegswaffen und menschlichen Tötungsmaschinen aneignen. Die Ressourcen für das Leben werden so zusätzlich verknappt und zerstört.

Zukunftsstrategien, die an der kapitalistischen Wirtschaftsweise festhalten führen weiter in die historische soziale und ökologische Sackgasse. Für Milliarden Menschen gilt unter den heutigen Verwertungsgrundsätzen, dass sie als „verworfene Leben“ geboren werden. Für die Revolutionäre des arabischen Frühlings und viele Völker sollte es eine objektive Tatsache sein, dass sie den Weg kapitalistischer Akkumulation, des Raubbaus an der Natur nicht mit dem Ergebnis realer Bedürfnisbefriedigung und sozialer Sicherheit erlangen können. Extreme Ungleichheiten werden sich global verschieben, aber unter kapitalistischen anarchischen Bedingungen werden diese weiter wachsen und progressiv zerstörend auf die Lebensgrundlagen wirken.

Das Parteiprogramm muss die Ziele des Transformationsprozesses bestimmen, den Prozess als Prozess der Emanzipation und der Ausweitung der solidarischen Bürgermacht über die Wirtschaft bestimmen. Sie sollte sich davor hüten „Bilder zu malen“ und sich in allzu viele Details zu verlieren. Es braucht ein Programm der Interessen, derWerte, nicht starrer Prinzipien. Es braucht ein Programm, welches reale Bewegung, Einheit in der Vielfalt ermöglicht. Die Angriffe (Opposition, Widerstand) und die Transformationsversuche (Gestaltung) müssen in ihren kurz-, mittel- und langfristigen Tendenzen erprobt, erforscht und demokratisch legitimiert werden. Der Weg in eine neue Gesellschaft findet auf keiner von einem Generalstab geführte Großbaustelle statt, sondern es sind viele Baustellen, viele verschiedene Werkzeuge, viele verschiedene „ArbeiterInnen“ , Fronten und Kämpfe, auch asymmetrische, ungleichzeitige Kämpfe der Individuen, der Gruppen, der Milieus, der Klassenfraktionen, der Bewegungskräfte die in organischer Solidarität(en) verbunden sind und das Programm der realen Bewegung in ihrer Praxis (tendenzielle dialektische Einheit von Praxis und Theorie) hervorbringen.

DIE LINKE braucht ein Programm der allmählichen Revolution, in der sich die Subjekte der Revolution selbst formieren, entwickeln, entfalten, verändern… und mit ihnen die gesellschaftlichen Verhältnisse. Dazu gehört zwingend, die Einsicht, der Wille, die Fähigkeit die Macht- und Eigentumsverhältnisse in Richtung Vergesellschaftung zu verschieben. Gegenwärtig gilt es für eine solche Qualität der Kämpfe die politischen, die sozialen und die ideellen Voraussetzungen zu schaffen. In diesem Sinne gilt es über eine Strategie zu verfügen, die einen anderen, einen an Eigentum und Macht schwächeren (Welt)Kapitalismus zu erzwingen und zu gestalten ermöglicht. Das wäre die rote Antwort auf schwarz-gelb, die mit dem Ökokapitalismus die bestehenden Macht- und Eigentumsverhältnisse als Heiligtum schützen und ausweiten will. Für „gute Arbeit“ und ein „gutes Leben“ für die Milliarden Menschen in der Welt und die Millionen in Deutschland und Europa ist in diesen Konzepten nur soviel Raum, wie die Bügermehrheiten erringen.

Ein nationales sozialistisches Programm hat keine Existenzberechtigung! Es wäre immer ein Programm der Ungleichheit und der weltweiten Ausbeutung von Mensch und Natur.

Wenn die Linken nicht durch fähige ausdauernde Arbeit erstarken, droht eine rechtsnationalistische und eine global ökofaschistische Zukunft. Dieser „Alternative“ sollte sich DIE LINKE stets bewusst sein. In Europa ist die politische Rechte auf dem Vormarsch.

Mit der Energiewende, infolge dem radikalen Umbau der materiellen Produktivkräfte und neuen verteidigungspolitischen (Kriegs- und Repressionskonzepten) macht sich gegenwärtig die BRD in der EU und mit der NATO für mehr und schlechteren globalen Kapitalismus als europäische Führungsmacht bereit. Dem Volk wird dies als zukünftige Krisenfestigkeit am Standort Deutschland verkauft. DIE LINKE muss sich zur Aufklärungsmacht, zur politischen Lernbewegung, zur politisch pluralen Produktivkraft entwickeln – das ist ihre Aufgabe und ihre einzige Existenzberechtigung. Kein Geld für Waffen und Bundeswehr/NATO-Söldner, heraus aus der Militärstruktur der NATO und für ein Atomwaffen freies Deutschland, dass sollten Ziele der Linken sein. Für eine Lebensweise des Seins und nicht des Habens, für einen neuen Internationalismus, für eine neue – organische – Solidaritätspraxis muss die Linke Vorbild sein.

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Die Nettolöhne

Erstellt von UP. am 19. Juli 2011

die realen, die wirklichen - das, was die Menschen im Geldbeutel haben - sind gesunken! Und das kontinuierlich seit der Jahrtausendwende - in Worten: seit über 10 Jahren!

Berlin. Die realen Nettolöhne von Geringverdienern sind seit der Jahrtausendwende stark gesunken. In den unteren Einkommensgruppen haben die Einbußen laut einem Medienbericht 16 bis 22 Prozent betragen, im Durchschnitt aller Beschäftigten liege das Minus bei 2,5 Prozent.
Bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen hätten die Einbußen 16 bis 22 Prozent betragen, berichtete die „Berliner Zeitung“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Im Durchschnitt aller Beschäftigten seien die Nettogehälter zwischen 2000 und 2010 preisbereinigt um 2,5 Prozent zurückgegangen. Das geht den Angaben zufolge aus neuen Umfrageergebnissen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hervor.

Die WAZ widmet diesem Thema diesen aufschlussreichen Artikel.
 
Es fällt einem eigentlich nichts weiter ein dazu. Es kommt dabei allerdings so ein Gefühl von Wut hoch. Und wenn man dann noch hört, dass die Nürnberger Bundesanstalt Exkursionen nach Spanien unternimmt, um Fachkräfte zu rekrutieren, fällt einem noch weniger ein.

Wie lange lässt sich das Volk - mit Verlaub - diese Verarsche noch gefallen?

Wir können es nur immer wieder wiederholen: Der Hosenanzug - die Bundeskanzlerin Angela Merkel - Honeckers Vermächtnis - bestimmt die Richtlinien der Politik. Und die Wirtschaft bildete nicht aus. Ärzte wandern nach England oder die Schweiz aus (hier wartet der Kassen - Patient drei Monate auf einen Termin). Und die Wirtschaft sucht krampfhaft Fachkräfte. Die Spesen der Bundesanstalt sollte Kannegiesser & Co bezahlen.
Und die Nettolöhne sinken weiter. Wir haben so viel Teilzeit- und “minderbemittelt” Beschäftige wie nie zuvor, die die Rentenkassen kaum weiter auffüllen, die aber irrwitzigerweise voll sind. Diese Volkswirtschaft ist kaum noch zu erklären, weil alles aus Zufällen und willkürlichen Entscheidungen der Politik resultiert; denn die Weisen der Wirtschaft wissen nicht mehr was sie tun, weil sie heute raten, wovon sie vorgestern noch abrieten, obwohl die Grundsätze sich kaum änderten.
Weil die Rentenkassen voll sind, will man die Beiträge senken. Wann kommt endlich die grosse Steuerreform - nämlich die des Professors aus Heidelberg? Die Politik tut nichts mehr für die Menschen im Staate “D”; die Armen werden immer ärmer, und die Reichen immer reicher.
Noch einmal mit Verlaub: Es ist nur noch zum Kotzen! Die Spirale der Abnahme der realen Nettolöhne spitzt sich zu. Aber die Wirtschaft brummt.
Wer bereichert sich zum Schaden der abhängig Beschäftigen??? Wer bereichert sich an den Profiten des Heers der Sklavenarbeiter??? Wo bleibt der flächendeckende Mindestlohn???

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Saar Sozialpass ein Flop

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2011

Sozialpass für Saarbrücker Zoo und Museen derzeit ein Flop

Wie die Saarbrücker Zeitung heute meldet scheint die Einführung des Sozialpasses im Saarland ein Flop zu sein. Wie schon die Mehrfachmillionärin von der Leyen, welche auf Bundesebene mit ihren milden Kindergaben den Abbau des Sozialstaates verschleiern will, und dementsprechend auch von der LINKEN kritisiert wurde, werden nun auch die milden Gaben per Erlass im Saarland sehr wahrscheinlich nicht angenommen werden. Es ist immer schlecht wenn Herrenmenschen glauben für eine zuvor notleidend gemachte Schicht der Gesellschaft entscheiden wollen.

Halbe Preise im Freibad und der Musikschule, Rabatte im Zoo, Museum und bei der Saarbahn können auch für Bürger welche im Gegensatz zu Politikern jeden Cent dreimal umdrehen müssen schon sehr viel Geld sein. Interessant wäre es auch einmal eine Statistik zu sehen aus der die Besuche von Sozialschwachen in Museen, Musikschulen oder auch Bibliotheken ersichtlich werden. Als Ergebnis würde man feststellen dass hier auf einem Gebiet Politik gemacht wird, welche man auch als Augenwischerei bezeichnet da es für die allgemeine Kasse  sehr günstig zu händeln ist.  Wenn nun bislang nur 350 Sozialpässe beantragt wurden, obwohl rund 45000 Personen das Recht darauf haben sagt dieses auch aus, dass sich diese Klientele nur höchst ungern als Sozialschwach per Amt mit Karte und Stempel brandmarken lässt.

So etwas hatten wir schon einmal und das ging in diesem Land so gründlich daneben, dass es  für kluge Köpfe als Warnung hätte ausreichen müssen. Aber das ist ein Problem der Sicht von Oben nach Unten.  Das hat ein Armin Kuphal welcher im Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands sitzt schon besser verstanden und mit einer Anfrage zuvor hätte man sich wohl dieser Blamage ersparen können. Dieser sagte folgendes : „Wenn Menschen es nicht wollen, dann deshalb, weil dieses Ding doof ist.“ Wohlgemerkt er spricht von der Karte, nicht von dem stolzen Antragsteller!

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Rolf Linsler war am Ziel. Das wohl wichtigste Projekt seiner Linken-Fraktion hatte im Saarbrücker Stadtrat soeben die entscheidende Hürde genommen. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause gab der Stadtrat mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen den Weg zur Einführung eines Sozialpasses frei.

Wenige Tage später, am 1. Juli, wurde der Pass unter der Bezeichnung Sozial-Card eingeführt. „Das ist ein wichtiger Schritt gegen die Ausgrenzung“, hatte Linsler, Vorsitzender der Linken-Stadtratsfraktion und Chef der saarländischen Linken, im Stadtrat verkündet.

Die bisher vermeintlich Ausgegrenzten wollen diesen Schritt aber offenbar nicht mitgehen – jedenfalls nicht scharenweise. Rund 45.000 Menschen im Regionalverband Saarbrücken haben Anspruch auf die Social-Card, teilte Regionalverbands-Pressesprecher Stefan Kiefer auf SZ-Anfrage mit. Bisher haben aber nur rund 350 eine Karte beantragt. Es sei „noch zu früh“, das zu bewerten. Dass es den Pass gibt, habe „sich noch nicht rumgesprochen“. Dabei hatte die Saarbrücker Linke mit Flugblättern und in den Medien heftig für den Pass geworben.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

IE

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Revolution in den Köpfen

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2011

“Wir brauchen eine Revolution in den Köpfen”

Wie sich die Nationen doch gleichen. Das was hier aus einer griechischen Feder über Korruption, System, Eliten und Medien geschrieben wird, ließe sich eins zu eins auch auf die Situation in diesem Lande umlegen. Auf alle Parteien! Findet man doch auch hier keine Antworten auf die wissentlich erzeugten Probleme dieser Zeit.

So fragt der Interviewer zum Abschluss Nikos Veliotis:

Finden Sie den Druck, der gegen Griechenland beispielsweise von Deutschland gemacht wird, unfair?

und erhält folgende Antwort:

Ich glaube Deutschland behandelt in erster Linie die Deutschen unfair. Menschen mit Macht bestimmen immer über die Machtlosen.

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taz: Herr Veliotis, wie lebt es sich in einem Land am Rande des Staatsbankrotts?

Nikos Veliotis: Es fühlt sich seltsam an, muss ich zugeben. Mich beunruhigt die allgemeine Apathie. Aber was ich eine positive Entwicklung finde, ist, dass sich am Platz vor dem Parlament in Athen seit einigen Wochen jeden Tag Bürger friedlich versammeln. Junge wie alte. Sie fühlen sich keiner Partei oder politischer Linie zugehörig. Auf der anderen Seite ist unsere Gegenwart in Griechenland von unerhörten Spannungen geprägt, auch von großer Unsicherheit. Einheimische Medien, Zeitungen, Radio und TV finden auf die rasanten Entwicklungen keine Antworten. Sie verschlimmern die Lage noch. Um mich zu informieren, muss ich ins Internet und auf ausländischen Seiten surfen.

Reden Sie denn beim Bäcker auch über die Entwicklungen?

Die kleinen Leute haben die Schnauze gestrichen voll. Und sie haben den Respekt vor den Politikern verloren. Deshalb finde ich, auch wenn sie unpolitisch sind, die Proteste vor dem Parlament wichtig. Ich habe noch nie so viele respektlose Griechen gesehen. Die Leute haben nicht mehr so viel Angst. Denn es ist zu befürchten, dass die Modernisierung Griechenlands nicht automatisch zu einer gerechteren Politik führen wird. Die Anhebung der Steuern wirkt etwa eher wie eine Panikreaktion. Vielleicht ist das ja gewollt. Wenn man die Menschen panisch macht, kann man sie leichter regieren.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Schröders SPD Vermächtnis

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2011

Die SPD wirbt mit einer neuen Troika, um in den Fußstapfen ihres Vorgängers Gerhard Schröder zu wandeln welcher 1994 die Gruppe mit Scharping und Lafontaine anführte. Für Scharping kam das Aus schon 1995, für Lafontaine 1999.

Zu Zeiten der Schröder Troika votierte die  Parteibasis völlig überraschend für Scharping als Parteichef und damit als nächsten Kanzlerkandidat. Die beiden anderen, Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine trauten diesem den Sieg über Kohl nicht zu. Scharping trauten sie überhaupt nichts zu, und schon gar nicht trauten sie einander selbst.

Damals bezeichnete sich jeder als ein Enkel von Willy Brandt welches das fehlende Vertrauen untereinander nicht übertünchen konnte. Der Kampf gegen Helmut Kohl mit Scharping als Kanzlerkandidat ging total daneben. Lafontaine stürzte dann Scharping und Schröder wurde Kanzler, Lafontaine desertierte und Schröder führte die SPD an den Rand des  Abgrundes. Von dem sich die Partei bis heute nicht erholt hat, da auch bis zum heutigen Tag kein echter Paradigmenwechsel stattgefunden hat.

So hatten sie sich denn auf dem Podium zur Pressekonferenz versammelt : Steinbrück Links, Gabriel in der Mitte, so dass die rechte Seite für Steimeier übrig blieb. Alle drei waren einst Steigbügelhalter von Gerhard Schröder und wer nach so kurzer Zeit schon die politischen Lumpereien unter Rot - Grün vergessen hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Hier führen Mitverursacher ein Schauspiel auf dessen offensichtliche Verlogenheit nur in der Politik möglich ist, was zeigt das die Mitglieder aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, da sie sonst Sturm laufen müssten.

Alle anderen Mitstreiter dieser neuen Troika haben sich als Lobbyisten der Wirtschaft angedient und ihre Zugehörigkeit zur damaligen Regierung vergoldet. Niemals ist auch nur ein Wort der Verachtung gegen die ehemaligen Cliquengenossen laut geworden. Diese Drei waren nicht nur Mitverursacher unter Rot - Grün, sondern haben auch in der dann folgenden “Großen Koalition” nicht nur nichts besser gestaltet, sonder es in der Gesetzgebung mit ermöglicht, die Märkte noch mehr zu unterstützen. Sie waren also entscheidend mitbeteiligt an dieser Staatsmisere, so dass heute ein jedermann nach der Feuerwehr  schreit. Das klassische Beispiel eines Brandstifters welcher auf seinen Löscheinsatz wartet.

IE

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Zu dem Thema auch der Leitartikel aus der Frankfurter Rundschau

Comeback der Stones

Steinbrück,Steinmeier, Gabriel – die SPD sollte sich an eine neue Troika gewöhnen. Die Umfragen lassen Hoffnungen keimen. Ohne Programm aber nutzt der beste Kandidat nichts.

Gerade zwei Jahre ist es her, da verabschiedete sich die große Koalition in ihre letzten Sommerferien. Die Wähler ärgerten sich über das Dienstwagen-Affärchen von Ulla Schmidt, sie wunderten sich über das 18-köpfige Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten wie über die chronischen Selbstzweifel der Genossen – und schickten ein paar Wochen später die Sozialdemokraten mit 23 Prozent gnadenlos in die Opposition. Die Hoffnung der SPD, am Ende für die Arbeit in zentralen Ministerien belohnt zu werden, erfüllte sich nicht. Die Ernte des schwarz-roten Bündnisses fuhr allein Angela Merkel ein.

Pünktlich zur Halbzeit der neuen schwarz-gelben Koalition unter Merkels Leitung nimmt die Geschichte eine bemerkenswerte Wendung: In Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier haben sich in den Umfragen zwei sozialdemokratische Aushängeschilder der einstigen großen Koalition weit nach vorn geschoben. Beide Politiker schneiden im direkten Vergleich deutlich besser als Merkel ab. Plötzlich erhält der mögliche Wechsel im Kanzleramt 2013 konkrete Gesichter.

Quelle: Frankfurter Rundschau >>>>> weiterlesen

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Interview mit Harald Wolf

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Juli 2011

“Das Berliner Wasser muss billiger werden,”

fordert Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) vor den Landtagswahlen in Berlin. Er spricht darüber in einen Interview mit dem Tagesspiegel. Sowohl das S-Bahn-Problem und die bislang schlechten Aussichten seiner Partei, in den nächsten Jahren weiter mitzuregieren sind das Thema.

Hier einer der Kommentare aus dem Tagesspiegel aus welchen die vorherrschende Enttäuschung über die Partei herauszulesen ist:

“Nein, Herr Wolf, die LINKE hat Fehler gemacht indem sie an tiefgreifenden Systemänderungen festhält und immer wieder das kommunistische Lager bedient. Die Abschaffung der NATO ist nur einer dieser Punkte. Andere Forderungen wie z.B. Abschaffung der Zweiklassenmedizin und den Mindestlohn sind in meinen Augen durchaus berechtigt. Meiner Meinung hat die LINKE nur eine echte Chance wenn sie auf den Boden der Realpolitik angekommen ist. Mein Fazit: Sozialpolitik ist ok, aber die Ideologie ist Mist.”

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Herr Wolf, bereuen Sie es schon, als Spitzenkandidat der Linken anzutreten?

Nein, warum sollte ich?

Die Umfragewerte sind nicht optimal für die Linke. Im Moment hat Rot-Rot keine Chance mehr in Berlin. Hat sich die Linke schon in die Opposition verabschiedet?

Die Umfragewerte waren schon schlechter und steigen wieder. Wir hatten eine Delle in der Zeit rund um Fukushima. Aber ich bin zuversichtlich, denn die Wahlen werden in den letzten Wochen entschieden.

Noch nie schnitt die Linke im Ostteil der Stadt so schlecht ab. Zurzeit sind es laut Umfrage 26 Prozent, die SPD hat 30 Prozent. Im Januar hatte die Linke noch 31 Prozent. Sterben die alten Genossen weg, oder was machen Sie falsch?

Wir haben im Osten wieder um zwei Prozentpunkte zugelegt, und ich bin zuversichtlich, dass wir auch wieder stärkste Partei im Osten werden. Es gab diese Zuspitzung auf das Duell Wowereit gegen Künast. Viele, die für Rot-Rot stehen und mit der Linken sympathisieren, haben sich in dieser personellen Auseinandersetzung für Wowereit entschieden. Diese Polarisierung löst sich jetzt offensichtlich auf. Die Werte von Künast sinken deutlich in der Frage, wer soll Regierender Bürgermeister werden. Wir werden im Wahlkampf deutlich machen: Wer Rot-Rot will, muss die Linke stärken. Die SPD hält sich die Optionen mit der CDU und den Grünen offen. Und die Grünen schließen weder die Option mit der SPD noch der CDU aus. Künast wird unter Wowereit nicht mitregieren. Liegen die Grünen nach der Wahl hinter der SPD, werden die Grünen bereit sein mit der CDU zu koalieren. Die CDU wiederum wird viele Kompromisse machen, allein deshalb, um mal wieder mitzuregieren

Könnten Sie sich theoretisch eine Koalition mit den Grünen vorstellen?

Quelle: Der Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

IE

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Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Juli 2011

…Herr Küppersbusch?

Im Wochenrückblick lästert er diesesmal über das LINKE “Krempelprogramm”, Angela Merkel, eine Frau ohne Haltung welche ihr Arbeit aber nicht böse meint und den Nachfolger von Leo Kirch welcher schon bereit steht.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: US-Republikaner bringen lieber den Dollar um, als Obama zu unterstützen.

Was wird besser in dieser?

Obama leiht sich 50 Dollar beim Dalai Lama, China tritt den Republikanern bei.

Nach Fukushima hat die Kanzlerin so schnell ihren Atomkurs geändert, dass einem fast schwindelig werde konnte. Dieses Gespür für den Mehrheitswillen scheint sie nun verlassen zu haben. Gerade macht sich Merkel zur Cheflobbyistin der deutschen Rüstungsindustrie. Typisch für die Bundeskanzlerin?

Seit wann ist die Sozi? Die Exportgenehmigung stammt noch aus der Zeit der großen Koalition, deshalb war auch Reeder Lürssen schon mit in Angola - ein großer Kulturförderer in Bremen und “Aber die Arbeitsplätze”-Patrouillenbootbauer. Prompt kritisiert die SPD den Zeitpunkt des Deals als “starkes Stück, mitten in der Sommerpause”, nicht jedoch den Deal selbst. Inzwischen liest man, die Boote sollten Off-shore-Windkraftanlagen und küstennahe Ölvorkommen verteidigen, örtliche Piraten oder Raubfischer aus Europa verjagen. Wie konnte Angola bisher ohne sie überleben? Merkel naturwissenschaftet da einfach rum, wenn es so nicht geht, ändert sie halt die Versuchsanordnung. Sie hat keine Haltung, meint das aber nicht böse.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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DIE LINKE WAF

Erstellt von UP. am 18. Juli 2011


Wir würden gern mal wieder etwas von der Partei DIE LINKE in unserem Heimatkreis Warendorf berichten.
Aber es gibt nix! Nicht mal etwas Negatives - ausser, dass die linke Zwei-Mann-Fraktion und deren Anhang der sachkundigen linken Bildungsbürger eine Niederlage im Ahlener Gemeinderat erliiten hat, weil die anderen Fraktionen das - mit Verlaub - minderbemittelte Schulmodell der Linken nicht mitgetragen haben.
In diesem Zusammenhang könnte die Gemeinderats-Fraktion von den Profis im Kreistag etwas lernen, was allerdings ein intellektueller Kriegsfuss nicht zulässt.

“Architekten” des linken Modells waren die “Experten” der ersten Reihe, Jenkel und Busse - der eine einschlägig bekannt als Hauptschullehrer und der andere als Pensionär, der auch mit 70 Jahren die “Nase noch nicht voll” hat.

Die Kreistagsfraktion WAF - bestehend aus der vor längerer Zeit von Günter Blocks, dem damaligen Landes-GF der NRW - Linken, angekündigten Lichtgestalt aus Rheinland-Pfalz, Karl-Stephan Schulte und Knud Vöcking, gleichzeitig “Kreismeister” der Partei und als einziger Roter auch Macher bei der grünen Organisation ‘urgewald, wo er die Pressemeldungen veröffentlicht, für die er auf seiner eigenen Seite oder der Seite der Kreispartei DIE LINKE WAF keine Zeit hat.

Aber nein, nehmen wir zurück: Ein Zwischendurchblick im Moment auf die linke Kreisseite beschert uns die Meldung, das er sich freut, dass [Zitat]“unsere Anträge von der Verwaltung übernommen und von allen mitgetragen werden”. Die “Zwergen”-Fraktion hatte am 19.März 2011 zwei Anträge eingereicht. Darin fordert sie die Umstellung von aktuell 58% auf 100% Ökostrom bei der Belieferung der Immobilien des Kreises Warendorf. Außerdem soll der Kreis seine Anteile am RWE-Konzern nutzen, um diesen zu einer beschleunigten Umstellung auf erneuerbare Energien zu bewegen.

Und die Meldung ist sogar aktuell; das Datum der Veröffentlichung ist der 15.07.2011. Dazu muss man sagen, dass die Linken schlau sind wie ein Fuchs. Die Formulierung des Antrages ist so konfiguriert, dass ddie anderen politischen Parteien zustimmen mussten; Hut appp - DIE LINKE - eine logistische Glanzleistung!

In diesem Zusammenhang wäre es angesagt, dass DIE LINKE endlich einmal den Antrag stellt, Sitzungsgelder zu erhöhen. Wir nehmen an, dass dieser Antrag ebenfalls auf der Seite der positiv zu vermerkenden Anträge in der parteiinternen Statistik gebucht werden könnte.

An sich hatten wir erwartet, dass auf der obern erwähnten Knud Vöcking - Seite im Gegensatz zum grandiosen “Roten Hesselboten” endlich mal etwas Neues zu erfahren wäre.
Wenigstens hätte Knud der besseren Übersicht wegen das jeweilige aktuelle Datum vemerken können.

Was alledings immer Gültigkeit hat, ist dieses:

P.S. Einige Seiten sind in Deutsch, andere in Englisch. Gerade so, wie ich es halt brauche.

Das Inhaltverzeichnis gibt leider auch nicht viel her…

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…denn nur ‘urgewald’ ist verlinkt: Es öffnet sich eine Seite, die eine Kopie von “urgewald.de” zu sein scheint.

Sonst meint Knud lapidar:

Hier finden Sie interessante Dokumente aus meiner Arbeit, die ich online stelle, obwohl sie nicht alle ‘öffentlich verfügbar’ sind. Aber als Campaigner einer NGO hat man so seine Quellen ;-)

DONNERWETTER sagen wir da; man hat so seine Quellen. Eine ungemein interessante und vor allem spannende Aussage. Uns geht’s auch so.

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DIE LINKE BW

Erstellt von UP. am 18. Juli 2011

Die linke Einheitspartei marschiert….

Knapp vier Monate nach der Wahlpleite im Südwesten kam die baden-württembergische Linke zu einem Landesparteitag zusammen. Den Delegierten lagen in Stuttgart zwei Leitanträge vor, wobei es unter anderem um die Perspektiven des Landesverbandes geht, der nach einem „nicht erwarteten Wahlergebnis“ weitere fünf Jahre auf die außerparlamentarische Opposition beschränkt ist. Man wolle, die Zeit nutzen, die Partei weiter aufzubauen und die Politikfähigkeit in Baden-Württemberg zu verbessern. Landessprecher Bernd Riexinger, der sich wie der fast komplette Landesvorstand zur Wiederwahl stellt, wies auf die schwache Verankerung der Linken vor Ort hin: Sowohl Mitgliederzahl als auch Stammwählerschaft sei zu klein, um die Partei unabhängig von kurzfristigen Stimmungen zu machen. Der Leitantrag sieht daher eine “zweite Aufbauphase” vor, in der um neue Genossen geworben, die Ortsverbände gestärkt und die politische Bildungsarbeit verbessert werden soll.
Quelle: Lafontaines Linke

Jau - ich weiss auch nicht, warum die immer noch so heisst.

Langsam schliesst Riexinger auf. Er navigiert mehr und mehr in das Fahrwasser des Saarlandes und geht damit auf Kollisionskurs zu den ursächlich demokratischen Kräften in der baden-württembergischen Linken.

Eine Freundin, die bei dem Landesparteitag als Delegierte zugegen war, schrieb uns im Vorfeld:
Hallo,
da hast Du recht. Mümmels und Angelbecks Meinung kann ich voll und ganz nachempfinden.
Gruß [...]

Die Aussage bezog sich auf Kommentare ‘Mümmels’ und ‘Angelbecks’ auf dem Weblog Lafontaines Linke.

Und am Tag nach dem Parteitag erreichte uns folgende Nachricht:

Nach der gestrigen Wahl des Landesvorstands so gegen 21.30 Uhr legte der LV einen Antrag vor, wonach zukünftig die Wahl der Delegierten zum Bundesparteitag beim Landesparteitag gewählt werden soll. Obwohl eine Gegenrede gehalten wurde und derjenige deutlich sagte, dass Mitgliederrechte dadurch beschnitten werden, es vollkommen undemokratisch und zentralistisch ist, stimmten mehr Mitglieder dafür, als dagegen. Ich begreife das nicht mehr.

Eingenordetes Stimmvieh auch im “Ländle” - die Tendenzen von vor zwei Jahren konkretisieren sich zunehmend, was erneut das System bundesweiter neostalinistischer Strickmuster bestätigt.

Die Konzeptlosigkeit der linken Parteiführung auf Bundesebene wir dokumentiert durch einen Bericht der WAZ. Eben erst verabschiedet, wird bereits jetzt schon geflickschustert. Ernst hat natürlich dafür auch “Argumente”

Linksparteichef will Entwurf des Parteiprogramms nachbessern
Essen (ots) - Linksparteichef Klaus Ernst hält den Entwurf für das erste Parteiprogramm der aus WASG (West) und PDS (Ost) hervorgegangenen Linken für einen “großen Wurf”. Für “Wünsche nach treffsichereren Formulierungen in einzelnen Punkten” ist er allerdings offen, sagte er den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Montagsausgabe). Führende Linke hatten zuvor an einer Passage im außenpolitischen Teil des vor einer Woche mit 37 von 40 Stimmen im Vorstand beschlossenen Entwurfs Anstoß genommen. Dort heißt es: “Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseinsätzen zurückgeholt werden, ihr Einsatz im Inneren ist strikt zu untersagen.” Was bedeuten würde, dass humanitäre Einsätze, wie sie Ex-Parteichef Oskar Lafontaine für die Bundeswehr unter dem Begriff “Grünhelme” propagiert, genauso unmöglich würden wie erneute Hilfsmaßnahmen bei Hochwassereinsätzen an Oder und Elbe. “Wenn es Formulierungen geben sollte, die nicht das ausdrücken, was wir tatsächlich meinen, kann man behutsam nachbessern, ohne den Grundkonsens aufzuweichen”, sagte Ernst. Die Initiative dazu liege bis zum Parteitag im Herbst in Erfurt nun allein bei der Parteibasis.

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Helmut und Angela

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Juli 2011

Sommerzeit - Ferienzeit, jetzt melden sich auch die letzten Hinterbänkler aus der CDU zu Wort. Diejenigen welche in der Zeit der Ruhe und Muße merken schon seit 50 Jahren in der falschen Partei zu sein.

So stellen einige dieser Herrschaften nach der Rückkehr ihrer Granden aus Afrika mit Entsetzen fest, dass nun nach den Waffenlieferungen an Saudi-Arabien dergleichen Geschäfte auch mit afrikanischen Ländern geplant sind. Diese Leute sind so weit außen vor, all die Lieferungen zuvor nicht mitbekommen zu haben.

Ähnlich den SPD und Grünen Mitgliedern welche die Demontage der Deutschen Sozialgesetzgebung erst nach dem Entstehen der neuen Gesetze realisiert haben. Wie heißt es so schön: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.” Wer trotz aller Warnungen von Experten ruhig sitzen bleibt hat keinen Grund sich anschließend zu empören.

So lesen wir denn heute im Spiegel: “Helmut Kohl rechnet mit Merkels Europa Politik ab” Weiter heißt es:

“Die macht mir mein Europa kaputt”: Mit diesen harschen Worten soll Helmut Kohl die Krisenpolitik der Kanzlerin kritisiert haben. Nach SPIEGEL-Informationen hält der Altkanzler Merkels Euro-Strategie für “sehr gefährlich”. Er ist nicht der einzige Parteifreund, der auf Distanz zur CDU-Chefin geht.”

Guten Morgen Altkanzler. Warum so Rücksichtsvoll. Viele Bürger wissen seit langen das EUCH, den Mitgliedern der CDU in diesem Lande alles gehört. So auch die Sozialpolitik, die Atompolitik und vieles, vieles mehr. Alles!

Auch die Lobbyisten und die klugen Professoren an Euren Hochschulen und Instituten. Die Bertelsmänner, Mercedes oder auch der Springer Verlag samt Eurer Bild Zeitung. Sie alle gehören Euch, der CDU. Warum eigentlich habt ihr Merkel gewählt?

War Euch nicht allen die, einer berühmten Springprozession gleichenden, Familienchronik der Familie bekannt? Von Hamburg in den Osten, aus den Osten in den Westen. Raus aus die Kartoffeln, rein in die Kartoffeln. Raus aus dem Ausstieg, hinein in den Ausstieg usw., usw.. Was Angie nicht lernt, lernt Angela nimmer mehr. Der Wind bläst auch aus wechselnden Richtungen, das ist Politik heute.

Wie schreibt der Spiegel weiter:

“Auch andere prominente CDU-Politiker warnen Merkel angesichts der Euro-Krise davor, das europafreundliche Erbe der Partei zu verspielen. “Europa ist ein politisches Projekt. Es ist zu wichtig, um es den Rating-Agenturen zu überlassen”, sagt der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Chef Volker Bouffier.”

Ja, die Schläfer erwachen, sie befürchten das Merkel ihnen ihr Spielzeug zerstört und das versetzt die Partei in Panik. Realistisch gesehen, was bleibt denn, wenn das Spielzeug erst einmal zerstört ist. Nichts als Leere. Hätte man das aber nicht vorher wissen können Helmut Kohl? Es war dein “Mädchen” welches hier kritisiert wird. Abwählen wäre da die normale Reaktion.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

IE

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Urteil des Landesgericht

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Juli 2011

Ein interessantes Urteil des Landesgericht Hamm erweckte heute Morgen unsere Aufmerksamkeit. Dieses Urteil war an und für sich nicht anders zu erwarten, da es Rechte stärkt wie sie einem jeden Bürger im Grundgesetz zugestanden werden. Ich zitiere hier aus einem Artikel der WAZ:

“Ein Roman über den Arbeitsalltag ist kein Grund für eine Kündigung. Dem Verfasser eines Büro-Romans war gekündigt worden, weil der Roman die Kollegen beleidige. Doch die Kunstfreiheit überwiegt, entschied das Landesgericht Hamm am Freitag.”

In den Artikel über dieses Urteil heißt es weiter:

“Der 51-jährige Verfasser eines „Büro-Romans“ könne sich auf die Kunstfreiheit berufen, da er in seinem Buch eine fiktionale Darstellung des Büroalltags geliefert habe, erklärten die Richter. Die dort geschilderten Zustände spiegelten auch nach Ansicht des Arbeitgebers nicht die realen Verhältnisse im Betrieb und seien überspitzt dargestellt.”

Quelle: WAZ >>>>> weiterlesen

Viele unserer Leser werden sich jetzt fragen warum gerade dieser Artikel unsere Aufmerksamkeit erweckt hat und Anlass  für diesen Artikel war. Hierzu ein Auszug aus einem Ausschlussurteil der Bundesschiedskommission der Partei DIE LINKE.

“In den Beitrag „Pisaköppe” spielt der Antragsgegner auf den Beruf des Antragsgegners an und lästert über Lehrer. In den Schlusszeilen wird wiederum die Antragstellerin zu 1) angegriffen:

„Denn man sieht reiten sehr geschwind
auf einem Besenstiel im Wind,
die freche Hexe die verderbte
den Namen streicht, es ist zu viel der Ehre.”

Namentlich wird sie zwar nicht genannt. Jeder im Kreisverband kann aber aus dem Sachzusammenhang erschließen, dass nur sie gemeint sein kann.

Die Berufung ist zurückzuweisen.

Der Ausschluss des Antragsgegners aus der Partei ist gerechtfertigt.”

Dieses ist nur ein Beispiel wie in der Partei DIE LINKE mit unseren im Grundgesetz verbrieften Recht, in einer doch sehr dümmlich- naiven Art mit, der Rede- und Presse-freiheit umgegangen wird. In diesem hier aufgeführten Fall durch den  Berufsrichter des  Familiengericht Duisburg, Hendrik Thomé, welcher hier in seiner Freizeit seine private Einstellung, zu den verbrieften Grundrechten der Bürger deutlich macht. Wir regen an zum nächsten Bundeswahlkampf in Form einer Sammelklage gegen dieser Art der Rechtsbeugung vorzugehen.

Denn das oben Erwähnter kein Einzelfall ist belegen die vielfachen undemokratischen Aktionen wie Änderungsanträge der Satzung oder die immer wiederkehrenden Ausschlussanträge in den West-Ländern der Linkspartei und hier im besonderen im Saarland. Besonders dort wird von einer Laienspielgruppe massiv versucht die Regeln unseres Rechtsstaates zu unterlaufen, sich mündiger Bürger zu entledigen, um auf solche eine Art die Richtung einer Partei zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Auch das nennt man Manipulation.

IE

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Die Zerstörer

Erstellt von Gerd Heming am 15. Juli 2011

Seit die Christdemokraten gemeinsam mit den Gelben die Regierungsgeschäfte übernommen haben, ist es kalt geworden in Deutschland. Mitten im Sommer gleicht das Land einer eisigen Gruft.. Die Kälte von Untoten, von Zombies weht uns an. Sie weht von denen her,  die wir die „Spitzen“ unserer Gesellschaft nennen: von ökonomischen und politischen Institutionen, von  Politikern, von  Managern, von den Börsen,  von  Banken und Versicherern und – teilweise - von den Medien.

Angesichts sich ausbreitender Zerstörung der Lebensgrundlagen des Volkes, der Verwahrlosung und Verödung, könnte man verzweifeln. Armut! Nicht nur materiell. Auch geistig. Auch psychisch. In Diskussionsrunden. In Parlamenten. In Arbeitsämtern. In Präsidien. In Rathäusern. In Sozialämter. In Krankenhäusern. In Pflegeeinrichtungen. Ganze Stadtteile verkommen. Nicht zu reden von Konzernzentralen.  Und was uns die Politik derzeit bietet, ist Chaos, ist – zusätzlich zum politischen Wirrwarr - soziale Eiszeit. Wann reißen wir endlich Politikern und Managern die Masken ab? Wann bringen wir deren verlogene Fassaden zum Einsturz? „Wir denken“, sagt der renommierte Soziologe Ulrich Beck, „in Zombie-Kategorien. In jenen vegetiert der öffentliche Diskurs dahin. Wir sind so erkaltet wie jene Zombie-Institutionen, in denen wir häufig leben ohne zu leben“.

Wir denken in Kosten- und Nutzenkategorien. Unsere Seelen sind starr. Wir schonen das Geld und schädigen das Leben. Wir blicken ehrfürchtig  in Richtung Mammon, hören gebannt  geistig-öden Börsenberichten und noch geistloseren Analysten zu, lassen uns von den Medien  mit Ohnmachtgefühlen überfluten, die als Informationen daherkommen -  und merken nicht, dass hinter unseren Rücken lebendiges Leben elend krepiert. Wir verlieren. Alle. Wir haben schon verloren. Wir haben längst das verloren, was Albert Schweitzer einst „Ehrfurcht vor allem Lebendigen“ nannte.

Wir sind ausgeliefert. Wir sind den Zombies der Politik, des Marktes und des Geldes ausgeliefert. Überall. Durch und durch. Bei den Banken, bei den Versicherungen, bei den Ärzten, in allen Bereichen des Lebens. Wir kennen die Lust aufs  Menschlichsein schon lange nicht mehr. Das bleiche Gesicht maroder Banken grinst uns an.

„Die Individuallagen sind durch und durch marktabhängig“ sagt Ulrich Beck. „Sie entstehen in der durchgesetzten Markt- und Arbeitsmarktgesellschaft, die traditionale Versorgungsmöglichkeiten nicht oder kaum kennt“. Wir sind „Freigesetzte“. „Die freigesetzten Individuen“ sagt Beck, „werden arbeitsmarktabhängig und deshalb bildungsabhängig, konsumabhängig, abhängig von sozialrechtlichen Regelungen und Versorgungen, von Verkehrsplanungen, Konsumangeboten, Möglichkeiten und Moden der medizinischen, psychologischen und pädagogischen Beratung und Betreuung. Dies alles verweist auf die institutionenabhängige Kontrollstruktur von Individuallagen, Individualisierung wird zur fortgeschrittensten Form markt-, rechts-, bildungs- usw.- abhängiger Vergesellschaftung“..

Die Zombies dieser Welt spielen Machtspiele mit uns. Man muss die Zombies  beim Namen nennen. Denn sie sind Fleisch geworden: die Thatchers, die Reagans, die Bush’, die Kohls, die Waigels, die Merz’, die Merkels, die  Schäubles, die von der Leyens, die Hundts, die Steinbrücks, die Schröders, die Schmidts, die Clements, die Breuers, die Ackermanns… und wie sie auch heißen. Wie nur konnten die Zombies an die Schaltstellen der Macht gelangen? Sie halten das Leben auf. Sie fördern es nicht, sie beschädigen es. Sie führen es in den Untergang. Nichts fürchten sie mehr, als echte Lebendigkeit. Wir sollten uns ihre Namen merken. Wir müssen sie uns einprägen. Denn jene Tage des finanziellen Niedergangs kommen,  da die Menschen die Heiligkeit ihres Menschseins wiederentdecken.

Leben ist Leben, das inmitten von Leben leben will! Es lässt sich nicht ausliefern. Es lässt nicht mit sich spielen. Nicht ungestraft. Nicht auf Dauer. Leben hat sich immer durchgesetzt. Auch in Wüsten. Auch in Trümmern. Auch in Krisen. Auch in Eiszeiten. Denn Leben ist Zweck an sich. Nur wenn wir es fördern, werden wir glücklich leben.

Stattdessen denken wir - wenn wir etwa 200 deutsche Panzer  ruchlosen Tyrannen ausliefern -  zombiehaft darüber nach, wie wir das Leben verkürzen können.  Es ist das Denken von Zombies, wenn wir dem Leben Fristen setzen, wenn wir etwa darüber nachdenken, ob dem Leben ab 75 jegliche medizinische Hilfe zu entziehen ist. Wenn wir uns Börsenspekulanten und Finanzhasardeuren überantworten, von denen der Schweizer Soziologe Jean Ziegler sagt: „Die neuen Herrscher der Welt“, die Beutejäger des globalisierten Finanzkapitals, die Barone der transkontinentalen Konzerne, die Börsenspekulanten - häufen ungeheure Vermögen an. Mit ihrem Tun zerstören sie den Staat, verwüsten die Natur und entscheiden jeden Tag darüber, wer sterben muss und wer überleben darf. Willfährige, effiziente Verbündete stehen ihnen zu Diensten, allen voran die Funktionäre der Welthandelsorganisation, der Weltbank und des Weltwährungsfonds.“ - Der Geist des Bösen weht von vielen Hügeln her. Auch von denen der Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

An den Börsen findet wirkliches Leben nicht statt.  „Menschen, die blind in Kollektive sich einordnen, machen sich selber schon zu etwas wie Material, löschen sich als selbstbestimmte Wesen aus“, sagt Adorno. Auch in den Hallen der Banken ist wirkliches Leben nicht zu finden. Auch nicht im Wirtschaftsrat. Auch nicht in den Institutionen. Nicht in den Sälen der Parlamente, nicht in den Bildungsstätten und Schulen – und sicher nicht in Krankenhäusern und Pflegestätten. Selbst das Bundespräsidialamt und das Ministerium für Arbeit und Soziales ist  von zombiehaften Wesen durchwest. Was zum Beispiel bringt die Zombiedame von der Leyen dazu, den Rentnerinnen und Rentnern und den Arbeitslosen zum 1. Juli 2011 die Mittel zum notwenigen Überleben zu kürzen? Das Böse weht auch von denen her, deren Anblick und Gehabe mögliches Wohlgefallen auslösen.

Wir brauchen eine neue Kultur. Eine neue Kultur des Lebens. Eine neue Kultur des Alterns. Wir sollten nicht das ökonomisch verwertbare Leben zum Thema machen, wir sollten das ganze, das echte Leben zum Thema machen. Es sind die falschen Ansätze, die in den Medien Verbreitung finden.

Dabei sind die Voraussetzungen für die Entfaltung von Potentialen des Lebens bis ins hohe Alter in einer entwickelten Gesellschaft wie der unseren gut.  Die persönliche Entfaltung kann heute in einem hygienischen, medizinischen, ökonomischen und ökologischen Umfeld erfolgen, das nicht nur Langlebigkeit, sondern auch Leben bei physischem und psychischem Wohlbefinden ermöglicht, wie es früheren Generationen verschlossen war. Dennoch sind insbesondere die Potentiale des Alters kein Thema, das in beeindruckender Medienberichterstattung, in sozialpolitischen Zielvorgaben oder in wissenschaftlichen Kongressen häufig auftaucht. Potentiale haben sich – so wird argumentiert – bei Personen entwickelt, Institutionen haben sie kaum einmal aufgegriffen, noch haben sie sie nennenswert gefördert. Institutdenken scheint den Blick für die Wahrnehmung von Potentialen des Alters eher zu verstellen und ihre Berücksichtigung zu erschweren. Kein Wunder. Denn das Alter ist heutzutage keiner Ehren wert.

Dagegen aber steht die Warnung: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“

Noch ist Deutschland nicht verloren.

Gerd Heming (Vors.), Münster, Juli 2011

Bund der Pflegeversicherten

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Merkels große Afrikareise

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Juli 2011

Nach dem Panzerdeal mit Saudi Arabien machte sich eine Wirtschaftsdelegation unter Ihrer Chefaufseherin Merkel auf den Weg nach Afrika um auch dort die Klinken für den Verkauf deutschen Kriegsmaterials zu putzen. Motto dieser Urlaubsreise: Die Reisekosten zu Lasten des Steuerzahlers damit die Gewinne den Unternehmen Gut geschrieben werden können.

Als einer der größten Exporteure von Waffen in aller Welt kann sich das vorläufiges Ergebnis dieser Sommerreise sehen lassen, brachte es doch eine Lieferung von Kriegsschiffe in Höhe von runden 80 Millionen Euro nach Angola in Aussicht.

Die Ausreden der politisch verantwortlichen Waffenlobby werden dabei immer bunter und einfallsreicher, wobei die Argumentationen von der Bevölkerung mehr und mehr als zynisch und verlogen angesehen werden. Laut Umfragen verurteilen 94 % aller Bürger solcherart Geschäfte und die Erfahrung zeigt dass in den meisten Regionen der Welt wohin die  Waffen geliefert wurden auch Eskalationen in Form von Kriegen stattfinden.

Hatten wir in diesem Lande gedacht die Zeit der “Flintenweiber” mit Ende des zweiten Weltkrieges hinter uns gelassen zu haben, stellen wir heute begeistert fest dass es Frauen gibt, welche sich auch im internationalen Waffengeschäft betätigen.

Die Deutsche Reisegesellschaft suchte sich ja auch nicht von ungefähr Angola als ein Ziel ihrer Reise aus. Ist Angola doch eines der wenigen reichen Länder auf diesen vergessenen Kontinent. Gerade die Westküste Afrikas von Angola bis hinauf nach Nigeria steht schon seit Jahren aufgrund seines hohen Ölvorkommens im Blickpunkt der USA und China, sowie einiger westlicher Industrieländer.

Länder welche sich nicht genieren arabische Brennpunkte mit ihren Waffen zu beglücken brauchen auch keine Skrupel vorgeben dergleichen in Afrika tätig zu werden. Wichtig ist allein das bei uns im Land der Frieden gewahrt bleibt, Afrikaner und Araber haben hier keine Wahlstimme.

Das nun von der Opposition ein solch lautes Geschrei veranstaltet wird, ist in der Politik, wo es gerade vor den Augen der Öffentlichkeit entweder nur Freunde oder Feinde gibt, politischer Alltag. Die heutigen Geschäfte mit Angola wurden bereits Anfang 2009, noch zu Zeiten der großen Koalition eingeleitet. Zu der Zeit saß Frank Walter Steinmeier noch mit Merkel an einem Tisch. Schon früher unter der rot-grünen Koalition wurden Waffen nach Angola geliefert. Rüstungsexporte im großen Stil, auch in Krisengebiete gehören zu den Normalitäten in dieser Republik, egal wer gerade in der Regierungsverantwortung steht.

Zusätzlich ist die SPD noch eine Schwesterpartei der einst marxistischen angolanischen Regierungspartei MPLA (Angolanische Volksbefreiungsbewegung) in der Sozialistischen Internationale. Die SPD hat es nicht gerne wenn das eigene Land von dieser guten Beziehung erfährt. So findet man in Angola heute den ehemaligen Bundesbankpräsidenten Ernst Welteke (SPD) wieder, welcher dort als Präsident der angolanischen Bank Banco Quantum tätig ist. Einer der Besitzer dieser Bank ist ein Sohn des angolanischen Präsidenten.

Ja, die lupenreinen Sozialisten haben ihre Regierungszeit gut ausgenutzt die Bürger mit Hartz 4 und sich selber mit gut dotierten Posten in aller Welt zu versorgen.

Schon heute gilt die Armee Angolas als eine der stärksten in Afrika. So hat diese Armee großen Anteil an die Installationen der Regierungen in der Demokratischen Republik Kongo und Kongo Brazzaville. Angola griff im Kongo mehrmals militärisch ein.

In Somalia verhungern zur Zeit aufgrund einer großen Dürrekatastrophe tausende von Menschen. Diese flüchten in ihrer Verzweiflung nach Kenia, dem ersten Land der Merkelschen Afrikareise. Der dortigen Regierung versprach man eine Millionen Euro zur Linderung der Not. Im Mittelmeer lässt man die Flüchtlinge absaufen. So sieht heute Europäische und Deutsche Politik aus. Früher galt der karitative Slogan “Brot für die Welt”. Er wurde von der westlichen Wertegemeinschaft mit Füßen getreten und sollte nun “Waffen für die Welt” heißen.

Sarkastisch gesehen hat die Aktion ja auch etwas für sich. Denn das was sich gegenseitig abschießt braucht anschließend nicht mehr mit Brot versorgt werden. So warten wir mit Spannung auf die nächste große Reise der ehemaligen Volksgenossin, lauschen derweil dem alten schmachtenden Song “Es geht eine Träne auf Reisen” aus dem Jahre 1968 welcher mit einigen Impressionen des gleichen Jahres unterlegt ist und fragen uns, besonders  wenn wir das Foto des Kindes aus Biafra sehen: Was hat sich an dieser Welt eigentlich verändert?

Volksgenossin, wenn Du eines Tages feststellst aus soviel Macht so wenig gemacht zu haben wirst Du Dich schämen und fragen müssen: “War ich das mir geschenkte Leben wert?”

IE

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Dokterles-Spiele…

Erstellt von UP. am 15. Juli 2011

Wer kann sich an seine eigenen noch erinnern? An die, die gut sind im Rahmen kindlicher Erfahrung und auch einer bewusst-beginnenden Sozialisierung. Allerdings nicht nicht so, wie das puritanische Amerika in diesem Zusammenhang denkt und Kinder in Ketten vor die Schranken des Gerichts zerrt!

Etwas anderes sind die Dokterles-Spiele der Erwachsenen. Die haben normalerweise mit sexueller Basisentwicklung nichts zu tun. Oder doch?

Sind das sexuelle Spätentwickler - z.B. der von und zu, mit dem das alles ins Rollen kam? Bezeichnend sind die Verirrungen der drei F.D.P. - Mitglieder. Da spricht allerdings der Doktortitel des Vorsitzenden dagegen, als das man pauschal behaupten könnte, die F.D.P. - Doktorles sind allesamt sexuell verwirrt, oder, sorry: alle sexuell Verwirrten oder nicht Normalen, wie das breite Volk, die Proles, ungebildet, resultierend auch aus altrömischer Dekadenz-Tendenz, vermuten könnte, dass diese Schnittmenge, die gleichzeitig F.D.P. Mitglieder oder Mitgliederinnen umfasst, den Doktor durch Beschiss erworben hat.

Verwerflich ist die Wahrheit, dass der erschlichene Titel auch den monatlichen Geldsegen im Rahmen der Karriere ober-geringfügig bis fulminat beeinflusst hat.
Wir gehen davon aus, dass das bei der zweiten der griechischen Ethnie zugehörigen Persona sicher auch Teil-Ausschlag für die Vergabe der “US”-PROFFESSUR war.

Man sollte querrechnen und diese Geldsegen einem sozialen Zweck zur Verfügung stellen. Aber was bedeutet heute schon Charakter - besonders bei den beiden Politikern. Das Mandat wollen sie behalten - ein Japaner hätte aus Scham Harakiri begangen.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass Teile dieses Artikels betont satirisch wahrzunehmen sind. Die Angabe der Kategorie “Satire” erscheint uns als zu wenig bezeichnend, zumal einige Dinge wirklich traurig jedoch wahr sind.

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Arbeitsmarktpolit. Aufruf

Erstellt von UP. am 15. Juli 2011

…aus gegebenem Anlass verbreiten wir einen arbeitsmarktpolitischen Aufruf des ‘Paritätischen’, dem Dachverband der sozialen Spitzenverbände

Wir gehen einfach mal davon aus, dass der Paritätische es ehrlich meint. Der Herr Schneider macht in einschlägigen Talkshows wenigstens immer eine gute “Figur”, wenn es darum geht, mit verbaler Keule die sozialen Vorgaben des Hosenanzugs und seiner Erfüllungsgehilfin, der Mehrfachmillionärin aus Hannover, die mit “LEYEN I” der HARTZ IV-Gesetzgebung einen neuen Namen gegeben hat und damit zu trauriger Berühmtheit gelangt ist, anzugreifen. Mit von der Partie sind alle Verbände, die in diesem Dachverband zusammengeschlossen sind, bspw. der VdK.
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie für die Unterstützung eines Aufrufs gewinnen.

30 namhafte Persönlichkeiten und renommierte Fachleute der deutschen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik aus Gewerkschaften, Sozialverbänden und Hochschulen fordern in einem gemeinsamen Aufruf die Bundesregierung zur arbeitsmarktpolitischen Umkehr auf.

Sie fordern

  • eine Rücknahme der Sparbeschlüsse in der Beschäftigungsförderung,
  • mehr Handlungsspielräume für die Jobcenter vor Ort,
  • mehr sinnvolle Beschäftigungsangebote für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose und
  • die rechtliche und finanzielle Absicherung der Institutionen, die vor Ort die Leistungen für diese Personen erbringen, so etwa Beschäftigungsunternehmen oder Fortbildungseinrichtungen.

Die Sparbeschlüsse und die anstehende „Instrumentenreform“ bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik führen zu einer immer stärkeren und immer einseitigeren Konzentration auf lediglich gut vermittelbare Arbeitslose. Gleichzeitig werden die Hilfen für diejenigen, die auf absehbare Zeit ohne realistische Chance auf eine Vermittlung sind, abgebaut oder erschwert. Die Konsequenz ist eine fatale Zweiteilung des Arbeitsmarktes. Langzeitarbeitslose und schwer Vermittelbare werden dabei zunehmend „auf der Strecke“ bleiben, wenn kein Kurswechsel eingeschlagen wird, darunter auch viele benachteiligte Jugendliche.

Bitte unterstützen Sie den Aufruf. Für eine Arbeitsmarktpolitik, die alle mitnimmt und keinen zurücklässt.

Sie brauchen dazu lediglich eine Mail mit Namen und Funktion bzw. Organisation an folgende Adresse schreiben: Öffnet ein Fenster zum E-Mail-Versandaufruf(at)arbeitsmarktpolitik-fuer-alle.de.

Anfang September werden wir den Aufruf mit allen Unterstützernamen den Mitgliedern des Deutschen Bundestages zukommen lassen. Wir sind guten Mutes, dass dies der Auftakt zu einer breiten Diskussion über die Ausrichtung der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Eberhard Jüttner Dr. Ulrich Schneider
(Vorsitzender) (Hauptgeschäftsführer)

Quelle: http://www.arbeitsmarktpolitik-fuer-alle.de

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Murdochs Ende?

Erstellt von UP. am 15. Juli 2011

In Deutschland ist gestern der Medien-Zar Leo Kirch gestorben. Für Deutschland hatte er einmal eine ähnliche Macht wie Murdoch - und einflussreiche Freunde in Kultur (v. Karajan), Politik (Kohl, dem der zu seiner “C”DU-Geldsammelaktion von 3 Mio. allein 500′000 Eurosse dazusteuerte.) und Wirtschaft. Mutmasslich gehörte Kirch zu den Ehrenmännern, in dessen Zusammenhang Kohl sein berüchtigtes Ehrenwort gab.
Dieses ‘Vitamin B’ half Kirch in seinen Machtbestrebungen. Man sollte in diesem Zusammenhang nicht dazu hinreissen lasssen, empathisch sagen, schauschau, eine Karriere wie der amerikanische Tellerwäsche, weil die Kopie seines ersten Filmes - “La Strada” von Fellini, dessen Rechte er mit geliehenem Geld kaufte, heute noch im Keller liegt, sondern eher darüber nachdenken, was sonst noch im sprichwörtlichen Keller liegt. Man dabei bedenken, wieviel auf der Strecke geblieben ist/sind.
Es ist völlig überzogen und überflüssig hinter der konservativ-pseudochristlichen Anschauung herzulaufen, dass man über Tote nicht schlecht reden soll.
Seine Verbissenheit und Zähigkeit in der Verfolgung seiner Ziele lässt sich ableiten in den Prozessen gegen die Deutsche Bank, deren ende er nun nicht mehr erlebt; denn es sind noch einige Urteile offen.

Nur die Politik kann sich selber wehren, wie es derzeit im Vereinigten Königreich passiert. Die dunkle Seite der Macht kann sicher noch nicht umfassend bewertet werden, aber es wird noch grausam werden, denke ich. Sie und wir werden uns noch wundern, wie sehr sie in die Pfanne gehauen wurden und wie sie ausgenutzt wurden.
Darüber sollten auch deutsche Politiker, besonders auch die in “Europa”, auch einmal nachdenken, mit wieviel Lobbyisten sie sich monatlich einlassen.!!
UP.

 
 

Liebe Freunde,

Seit Jahrzehnten regiert Murdoch ungestraft – mit seinem riesigen Medienimperium macht und zerschlägt er Regierungen. Aber wir wehren uns, und gewinnen! Wir haben eine Schlüsselrolle gespielt, als Murdoch nach der Kontrolle der britischen Medien greifen wollte. Jetzt machen wir unsere brandheiße GB-Kampagne global, um die Murdoch’sche Bedrohung mit Kampagnen, Untersuchungen und Rechtmitteln zurückzuschlagen. Klicken Sie hier, um zu spenden:

sei es das Abhören der Telefone ermorderter Kinder, das Bestechen der Polizei, das Zerstören von Beweismitteln, Bedrohen von Politikern – führende Politiker in Großbritannien sagen, dass Rupert Murdochs Imperium “die kriminelle Unterwelt betreten hat”. Jahrzehntelang hat Murdoch ungestraft regiert – mit seinen riesigen Mediengesellschaften hat er Regierungen aufgebaut und zerschlagen und seine Gegner zum Schweigen gebracht. Doch wir wehren uns und gewinnen!

Mit nahezu einer Million Aktionen, sieben Kampagnen, 30.000 Anrufen, Untersuchungen und Blockaden und rechtlichen Taktiken haben wir eine führende Rolle gespielt und Murdoch aufgehalten, als er über 50% der kommerziellen britischen Medien erwerben wollte! Jetzt verbreiten wir unsere brandheiße britische Kampagne weltweit, um die Murdoch’sche Bedrohung überall zurückzuschlagen.

Hier der Plan: gemeinsam können wir a) Ermittler beauftragen, um Murdochs korrupte Taktiken auch außerhalb von Großbritannien aufzudecken, b) prominente Stimmen organisieren, um den Kreis der Angst zu durchbrechen und offen über das Thema zu sprechen und c) Menschen in den Ländern mobilisieren, in den Ländern, die einen besonderen Einfluss auf die Gesetzgebung und Rechtsmittel haben, die Murdoch aufhalten können und somit unsere Medien ein für allemal sauber halten.

Avaaz-Mitglieder leben in allen Ländern, in denen Murdoch arbeitet. So ist unsere Bewegung wirklich die einzige, die eine Kampagne gegen das globale Imperium organisieren und gewinnen kann. Jetzt ist es Zeit zu handeln – wenn nur 20.000 von uns jeweils einen kleinen Betrag spenden, können wir diese einmalige Gelegenheit nutzen. Klicken Sie hier, um zu spenden:

https://secure.avaaz.org/de/stop_rupert_murdoch_donate/?vl

Seit Wochen gibt es fast täglich Enthüllungen über das Ausmaß von Murdochs Medienkorruption in Großbritannien. Seine Agenten haben die Telefone von Tausenden Menschen angezapft, einschließlich der Telefone von trauernden Witwen und von Soldaten, die im Irak gefallen sind. Sie haben die Bankinformationen eines Premierministers gestohlen und ihn 10 Jahre lang belästigt, riesige Summen an Polizeibeamte bezahlt und Rupert Murdochs Sohn, James Murdoch, zahlte Schweigegeld an Opfer.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs – Murdoch ist ein globales Problem. Er ist dafür bekannt, seinen Zeitungen ihre redaktionellen Standpunkte vorzuschreiben. Er korrumpiert und kontrolliert Demokratien, indem er Politiker dazu zwingt, seine extremistischen Ansichten über Krieg, Folter und eine Reihe anderer globaler Missstände zu unterstützen und zerstört die Karrieren von Politikern mit Schmierkampagnen, wenn sie seinen Anordnungen nicht Folge leisten. In den USA hat er dazu beigetragen, dass George W. Bush gewählt wurde, und die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten stehen auf seiner Gehaltsliste (siehe Quelle unten). Sein Fox News Network verbreitete Lügen, um den Krieg im Irak voranzutreiben, schürte Ressentiments gegen Muslime und Einwanderer und brachte die rechte Tea-Party-Bewegung hervor.Am schlimmsten ist vielleicht die Tatsache, dass er außerdem dazu beigetragen hat, wichtige globale Aktionen gegen den Klimawandel zu blockieren.

Murdochs Schreckensherrschaft bricht zusammen, und viele sind kurz davor, offen über seine Praktiken zu sprechen.. In den USA, in Australien und auch in anderen Orten steht der Damm kurz vor dem Zerbrechen. Doch wir müssen ihm durch weitere Ermittlungen noch einen entscheidenden Stoß geben. Wir müssen eine hochrangige Opposition gegen Murdoch organisieren und dafür sorgen, dass unsere Politiker Gesetze verabschieden, die unsere Medien für immer sauber halten. Lassen Sie uns alle zusammen dafür sorgen, dass dies geschieht:

https://secure.avaaz.org/de/stop_rupert_murdoch_donate/?vl

Unsere Gemeinschaft hat immer wieder Kampagnen zu diesem Thema veranstaltet, als die meisten in Großbritannien bereits die Hoffnung aufgegeben hatten. Da wir eine große Gemeinschaft sind, haben wir nicht dieselbe Furcht vor Murdoch wie die meisten anderen. Dies ist Teil Versprechens, dass die Macht der Gemeinschaft die Welt verändern kann. Heute keimt Hoffnung in Großbritannien auf – verbreiten wir sie auf der ganzen Welt.

Voller Entschlossenheit,

Ricken, Emma, Maria Paz, Giulia, Luis, Alice, Brianna und der Rest des Avaaz-Teams

QUELLEN:

Briten zwingen Murdoch zum Rückzug (Video, das die Avaaz-Kampagne zeigt) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geplatzte-uebernahme-von-bskyb-briten-feiern-murdochs-rueckzug-1.1119843

Unterhaus zwingt Murdoch in die Knie http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,774261,00.html

Murdochs Imperium wankt
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-07/murdoch-medien-englan

(Auf Englisch):

Entscheidung zur Übernahme von BSkyB könnte aufgrund von Online-Kampagnen Wochen dauern (Huffington Post)
http://www.huffingtonpost.co.uk/2011/07/07/decision-on-bskyb-takeove_n_892244.html

BSkyB-Gebot letzter Abschluss unwahrscheinlich vor September (The Guardian)
http://www.guardian.co.uk/media/2011/jul/07/bskyb-bid-final-celarance-september

Murdoch von sozialen Medien zerfleischt (The Scotsman)
http://thescotsman.scotsman.com/opinion/Lesley-Riddoch-Murdoch-maimed-by.6799263.jp?articlepage=1

Jüngste Nachrichten über den britischen Telefonabhörskandal (New York Times)
http://thelede.blogs.nytimes.com/2011/07/12/latest-updates-on-british-phone-hacking-scandal/


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* Der Programm Entwurf

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Juli 2011

Mit der Vorstellung ihres ersten Grundsatzprogramm möchte DIE  LINKE nun aus ihrer Krise herausfinden. Ob es aber der Partei gelingt damit ihre “Schlagenden Flügel” zu stutzen wird hier die große Frage sein. Galt es bislang doch nur, innerhalb der Partei durch fiese Kämpfe die Meinungshoheit zu erhalten oder zu erreichen.

Das Ziel ist also avisiert und wird, mit einigen Veränderungen, sicher auf den Erfurter Bundesparteitag im Oktober dieses Jahres verabschiedet werden. Trotz  Zielvorgabe fehlen die Wegweiser und Hinweise wie denn eine Sozialistische Demokratie in diesem Land erreicht werden soll und in was für Zeiträume die Strategen der LINKEN planen?

Werfen wir doch einmal einen Blick zurück. Wir haben (hatten) schon einmal eine Sozialistische Partei in diesem Land welche in der rund 65 jährigen Geschichte der Bundesrepublik die Gelegenheit bekam das System dieses Landes in ihrem Sinne umzustellen! Lassen wir in unserer Betrachtung Brandt außen vor, müssen wir heute feststellen das sowohl Schmidt als auch Schröder die Vorgaben ihrer Partei nicht erfüllt haben. Im Gegenteil, in beiden Fällen ist die SPD mehr auf die “Wirtschaft” zugegangen als alle anderen Regierungen jemals zuvor. Das Ziel eines sozialistischen Staates gab es also nur aus der Opposition heraus.

Wenn heute also eine Partei erneut als Ziel einen demokratischen Sozialismus deklariert, muss sie dem Bürger als aller erstes erklären was sie denn anders als die Vorgänger machen will, um das gesetzte Ziel auch zu erreichen. Es fehlt bei allem Glauben an die lauteren Absichten ein, zumindest vages Zeitfenster. Laufen die Planungen zwecks Erreichung des Ziel auf 10, 20, 65 Jahre oder gar darüber hinaus? Bleiben wir in der Zeitplanung bescheiden und setzen 20 Jahre als Ziel fest. Wie sieht der Weg dorthin für diese Zeit aus? Wie mag es gelingen einen Wähler welcher heute unter Hartz 4 leidet zu erklären dass die LINKE in 20 Jahren diese Gesetzgebung abschaffen wird um seine Wahlstimme zu bekommen ?

Wenn denn als das größte Problem in dieser Partei die verschiedensten Gruppierungen ausgemacht sind, wird man dem Wähler auch erklären müssen wie es denn bewerkstelligt werden soll, dass die Demokratie als Grundfundament erhalten bleibt. Demokratie und Kommunismus, zwei Gegensätze welche sich nie einigen werden, ja noch nicht einmal einigen können. Auch zwischen Feuer und Wasser wird es immer nur einen Sieger geben.

So sind denn programmatische Ziele angesprochen worden, ohne die dazu passende Streckenbeschreibung mitzuliefern. Wünsche gibt es bei allen Menschen in den vielfältigsten Träumen welche in den meisten Fällen nie Realität werden. Einer Partei aber welche die Vorstellungen der Menschen in einem bestimmten Zeitraum nicht umzusetzen vermag wird es schwer fallen für ihre Träume die entsprechenden Wähler auf sich vereinen zu können.

So passt denn wohl der Ausspruch von Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender von MV, welcher in seinem Interview verlauten lässt: “Wir haben ein kulturelles Problem”. Den gleichen Satz gebrauchte Dietmar Bartsch übrigens in einem Interview am 21. 12. 2010 schon einmal. Ob die Beiden wohl vielleicht Recht haben?

Das Programm

Hier in Kürze die wesentlichen Eckpunkte aus der Frankfurter Rundschau

“Wir haben ein kulturelles Problem”

taz: Herr Bockhahn, am 4. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Spüren Sie Rückenwind dafür aus der Berliner Parteizentrale?

Steffen Bockhahn: Die Umfragewerte der Bundespartei sind zurzeit nicht die besten, und wir wünschen uns natürlich, dass das besser wird. Es fällt einer Landespartei immer etwas schwer, großartige Erfolge zu erzielen, wenn die Bundespartei nicht so gut dasteht.

Meine Frage zielte weniger auf die derzeitigen Umfragewerte ab als vielmehr auf die derzeitige Performance der Parteispitze. Personaldebatten, Streit zwischen den Flügeln …

In einer gut funktionierenden Demokratie werden innerparteiliche Probleme auch in den Medien widergespiegelt, und das schlägt sich in den Umfragewerten nieder.

Die Berliner Querelen schaden Ihnen in Mecklenburg-Vorpommern?

Ich wünsche mir pragmatische Debatten darüber, wie wir zu einem funktionierenden demokratischen Sozialismus kommen und schon auf dem Weg dahin konkrete Verbesserungen für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft erzielen können.

Und dafür ist die Linkspartei richtig aufgestellt?

Wir haben definitiv Schwierigkeiten, deutlich zu machen, was wir wollen. Wir haben das klassische Problem einer fusionierten Partei - nach einer Phase der Euphorie gibt es Schwierigkeiten, die Mühen des Alltags miteinander zu bewältigen. Es fällt uns schwer, den künftigen Kurs der Partei abschließend zu klären.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Oskars Traum

Erstellt von UP. am 14. Juli 2011

vom Gegensatz des Gegensatzes - des sozusagen inhibitorischen Gegensatzes

Saarbrücker Zeitung: Lafontaine ruft Linke (wieder) zu neuem Aufbruch auf - “Kein Ost-West-Gegensatz”

Saarbrücken (ots) - Angesichts der aktuellen Schwäche der Linken plädiert der ehemalige Vorsitzende Oskar Lafontaine für einen neuen Aufbruch seiner Partei. “Ein neuer Aufbruch ist immer geboten, zumal unsere Umfragewerte nicht mehr so gut sind wie bei der letzten Bundestagswahl”, sagte Lafontaine der “Saarbrücker Zeitung” (Donnerstag-Ausgabe).

Zugleich wandte er sich gegen innerparteiliche Auffassungen, wonach die Partei ein Ost-West-Problem habe. “Die Behauptung, im Osten gebe es die Regierungswilligen und im Westen die Regierungsunwilligen, ist grundfalsch”, sagte Lafontaine. In Hamburg sei man genauso zu einer Regierungsbeteiligung bereit gewesen wie in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. SPD und Grüne hätten das jedoch abgelehnt. “Der Gegensatz von Ost und West ist also ein Märchen”, meinte Lafontaine.

Eine mögliche Rückkehr auf die bundespolitische Bühne ließ Lafontaine offen: “Es gibt überhaupt keine Veranlassung, darüber zu gackern.”
 

——————————-

 
Da bohrt er aber ordentlich dicke Bretter, der Oskar Lafontaine. Es gäbe keinen Ost-West-Gegensatz, versucht er der Welt zu vermitteln. Den Insidern der Szene stellt sich in diesem Zusammenhang die Sachlage allerdings anders dar und gleichermasssen die Frage, warum er sich selber und Anderen “in die Tasche lügt”; denn die Wirklichkeit sieht anders aus. Diese Wirklichkeit wurde und wird auf DL dokumentiert. Wir wissen nicht, ob Oskar selber bereits einen Blick auf unsere Seite geworfen hat. Dort könnte er nachlesen, was wirklich im Saarland abgeht. Bei einigen Eskapaden war er sogar zugegen - persönlich versteht sich. Er griff hinsichtlich der Wahlverfahren sogar kräftig in die Saiten - bei der SPD hätte man auch nicht immer geheim gewählt, sonst wäre man heute noch mit Wahlen von vor 10 Jahren aufgrund des höheren Aufwandes für geheimen Abstimmung beschäftigt.
Das ist natürlich törichtes Geschwätz!

So packt Oskar die Probleme der Saar-Linken zu den anderen “Leichen im Keller”, denn besonders im Saarland wird der Graben zwischen Ost und West sehr deutlich - allerdings auf eine andere Art und Weise, wie erwartet. Das Sagen haben hier westdeutsche Genossen neo-stalinistischen Couleurs und Alt-SED-Genossen, die sogar bis zum MdB und MdL “aufgestiegen” sind.
Den “nettesten” Ost-West-Gegensatz lieferten sich die Genossen Hein und Dehm - beide Mitglieder des Bundesvorstandes. Und Oskar fabuliert.

Ehrlichkeit wäre angesagt, und so lange die “Lichtgestalt” Oskar in seiner Vorbildfunktion in seinem “eigenen” Landesverband nachgewiesene Mauscheleien durch Duldung “legitimiert”, hat er überhaupt nicht die Kompetenz, Feststellungen zu treffen. Und mit der Feststellungen “Die Behauptung, im Osten gebe es die Regierungswilligen und im Westen die Regierungsunwilligen, ist grundfalsch”, mag er wohl rechthaben, wobei sich die Frage nie gestellt hat, und lenkt dabei munter von den Machtbesessenen in seinem Kreis- und Landesverband ab.
Wieder einmal soll sich seiner Meinung nach die Partei “neu aufstellen” - ja, wie oft denn noch? Die stellt sich ja öfter auf, als die F.D.P früher umgefallen ist, wobei die Aphorismen des neuesten Parteiprogramms erneut wohlfeile Verbalerotik sind, die die Grosskopferten der Partei den Wählern verkaufen (wollen).

Die Unglaubwürdigkeit der Partei DIE LINKE dauert an, so lange eine kleine feine elitäre Clique nur auf ihr Wohlergehen bedacht ist.
 

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* HUNGERHUNGERHUNGER

Erstellt von UP. am 13. Juli 2011

Sind Banken wichtiger als Kinder? - Die Finanzkrise sorgt für Schlagzeilen, während in Somalia und Kenia Millionen Flüchtlinge unbeachtet verhungern

Ein Kommentar von Kerstine Appunn
Flensburg (ots) -

Sind Banken wichtiger als Kinder?

Es ist ein Titel, der bereits alles sagt: “Kanzlerin Merkel auf dem falschen Krisenkontinent” überschreibt eine große deutsche Zeitung ihre Online-Berichterstattung über die Afrika-Reise der Regierungschefin. Die verheerende Hungersnot am Horn von Afrika ist ein Unglück vom gleichen Ausmaß wie das Erdbeben in Haiti oder die Flut in Pakistan und wird dennoch weit weniger beachtet. Die entwickelte Welt hat gerade andere Sorgen: In den USA drohen die Renten auszufallen, England hat einen Medien-Abhörskandal zu verdauen und Deutschland muss Griechenland vor dem Bankrott retten - was wiegen da ein paar Millionen verhungernde Menschen in Ostafrika?

Frau Merkel wird vorgeworfen, sich der falschen Krise zu widmen, weil sie sich erdreistet, drei Tage lang Afrika statt Europa ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Dass sie dort eine Million Euro für die Flüchtlingslager im Norden Kenias gibt, scheint hingegen niemanden zu stören. Dabei ist das der eigentliche Skandal: Eine Million Euro für zehn Millionen hungernde Flüchtlinge, die sich zu Zehntausenden durch die Wüste schleppen, denen die Kinder auf dem Weg wegsterben und die dann in völlig überfüllten Lagern trotzdem häufig noch dem Tode geweiht sind? In welchem Verhältnis steht Merkels milde Gabe zu den Milliardenbeträgen, die für Bankenrettung und das Überwasserhalten Griechenlands aufgewendet werden - oder einfach nur für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses in Höhe von 590 Millionen Euro? Nur ein Drittel dieses Betrags bräuchte es laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk an Spenden, um den Flüchtlingen am Horn von Afrika zu helfen. Mit einem Bruchteil dessen hätte man die Katastrophe von vornherein verhindern können.

Die verheerende Trockenheit hatte sich bereits seit Monaten angekündigt - doch ohne Bilder von unterernährten Kindern lässt sich natürlich noch schlechter Geld für die Betroffenen sammeln als in Zeiten der Euro-Krise ohnehin schon. Merkels eine Million Euro geht nun für importierte Säcke voll Reis und Hirse drauf. Sollte das Leben der Menschen dadurch fürs erste gerettet werden, stehen sie danach jedoch genauso ohne passendes Ackergerät, Dünger und Bewässerungssysteme da wie zuvor. Kanzlerin Merkel wird dann längst weitergereist sein - nachdem sie noch ein lukratives Waffengeschäft in Angola auf den Weg gebracht hat - und sich wieder um deutsche Anliegen kümmern. Wie etwa die Panzerlieferung im Wert von 1,7 Milliarden Euro an Saudi-Arabien. Es ist ja auch viel angenehmer, mit den Krisenregionen Geld einzunehmen als es für das Überleben der Menschen dort auszugeben.

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* Unwürdiger Preisträger

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juli 2011

Da hat man sich aber redlich bemüht bei der “Werkstatt Deutschland eV.”, denn ein unwürdigerer  Preisträger war schwerlich zu finden, es sei denn man würde den Präsidenten  von Saudi Arabien mit dem Quadriga Preis schmücken. Die bekommen aber als Trostpreis die 200 Panzer.  Die Verleihung erfolgt also an Putin, am 03. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit im Berliner Konzerthaus.

Verliehen wird dieser Preis an Vorbilder welche sich der Aufklärung, dem Engagement und dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Putin folgt damit so würdigen Vorgängern wie Gerhard Schröder, der Abrissbirne des Deutschen Sozialstaates und dem des Plagiats überführten Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr von Guttenberg. Bereits im Jahre 2006 wurde Putin in Frankreich das Großkreuz der Ehrenlegion sowie zwei Jahre später der Sächsische Dankesorden verliehen.

Das Motto dieses Jahres lautet: “Leadership” und benötigt wird dafür die Entschlossenheit für das Notwendige. Diese Entschlossenheit zeigt Putin zweifelsohne wenn es darum geht die Kritiker seines Regime ruhig zu stellen. Das man der Ukraine schon mal den Gashahn zudreht um seinen Forderungen nach höheren Preisen Nachdruck zu  verleihen, sei nur am Rande erwähnt. Auch die  Journalisten, von den einigen wenigen freien Zeitungen, können froh sein wenn sie am Leben bleiben. Damit zeigt  Putin an wie weit sein Land von einer rechtsstaatlichen  Demokratie noch entfernt ist.

Da die Auflistung aller Missetaten die Leser langweiligen würde möchten wir daran erinnern das nur Gerhard Schröder in der freudigen Erwartung auf ein lukratives Gasprom-Pöstchen in Putin einen “lupenreinen Demokraten” sah. Dieses ist bis auf den heutigen Tag so, da in unseren Land die wirtschaftlichen Interessen an erster Stelle stehen.

Der Verein hat sich mit dieser Verleihung ein Armutszeugnis ausgestellt und erneut deutlich gemacht das Politiker sich mit derlei Auszeichnungen nur der Lächerlichkeit preisgeben und es ist zu befürworten das die Wikipedia - Gemeinschaft, welche zur Zeit darüber nachdenkt, ihren vor drei Jahren erhaltenen Preis zurückzugibt.

Sei es der Friedenspreis für Merkel in Amerika oder der Quadriga Preis jetzt, sie alle dienen nur der gegenseitigen Beweihräucherung. Es wird versucht den Bürgern Sand in die verklebten Augen zu streuen um auf diese Art und Weise von der eigenen Unwichtigkeit abzulenken. Auch zeigen sie den Menschen immer wieder das Geld für jeden Unsinn zur Verfügung steht, denn auch Merkel hat ihren Flug nach Amerika nicht aus ihrer privaten Kasse bezahlt.

IE

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* Oskars Bürobote im I.Net

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juli 2011

An und für sich sollten wir viel öfter von Begebenheiten berichten, welche einem beim Surfen in den Tiefen des Internet begegnen. So nutzte ich heute eine Mußestunde aus, mich einmal auf den Seiten einiger Mitbewerber umzusehen. Dabei sind für mich nicht die geschrieben Artikel von besonderen Interesse, interessant ist die Vielfältigkeit der Kommentatoren  welche dort in  teilweise sehr lebhafte Diskussionen eintreten.

So fand ich es schon recht eigenartig wenn wie hier geschehen ein Harald Schindel Kommentare dazu benutzt andere Schreiber zurechtzuweisen und ich zitiere:

“Ich würde mich freuen wenn aus den Federn von denen die sich hier aus Sachsen Anhalt und MVP zu Wort melden, mal was inhaltliches kommen würde ,zum Beispiel Thema Panzer nach Saudi Arabien, Schuldenbremse Sozialabbau. Das sollten sie veröffentlichen, auch wenn sich gerade der Spitzenkandidat aus MVP beschwert, das einige Debatten die in der Öffentlichkeit geführt werden ,nicht hilfreich sind. Sollte er mal mit seinem Landesvorsitzenden sprechen ,der gerade hier dann nicht hilfreich agiert.”

Die Antwort erfolgte natürlich postwendend und ich zitiere:

“Die Behauptung, deine Lieblingsfeinde aus Sachsen-Anhalt, MV u.a. würden nichts zu politischen Fragen sagen, sondern nur innerparteilich herummotzen, ist nicht mehr als der fade Aufguss von Lafontaines Behauptung, er kenne keinen Reformer, der einen vernünftigen Vorschlag gemacht hätte. Gähn! Das war bei Lafontaine schon falsch und billige Polemik, und es wird nicht besser, wenn es jemand nachplappert.”

Nun wurde die Angelegenheit interessant, war ich doch hier, wie ich mich nach weiteren googlen versichern konnte dem Büroboten von Oskar Lafontaine auf die Spur gekommen. Innerhalb einer weiteren Antwort dieses Kritikers zeigt er dann, das man die Hand welche einen füttert nicht beißt und die Partei als Institution immer recht hat.

Nach dem ihn dann ein Ex-Mitglied auf den Maulkorbbeschluss im Saarland ansprach und ihn darauf aufmerksam machte das er diesen Beschluss mit seiner Stimme unterstützt  habe, wurde er in seiner Antwort peinlich und wich in seiner Gegenargumentation auf die BSK aus. Mit der weiteren Ausrede sich nun nicht mehr mit Anonymen austauschen zu wollen brach er mit dem nächsten Fragesteller die Konversationen ab.

Wie uns unterdessen aus dem Saarland mitgeteilt wurde, soll Schindel als neuer Landesgeschäftsführer im Saarland kandidieren. Als Unterstützer des rechtswidrigen Handelns vom 14.11.2010 wäre er die ideale Ablöse für Lutze um die Stellvertreter Politik als Pate weiter umsetzen zu können. Auch werden schon Stimmen laut dass vor den nächsten Landesparteitagen  das Abspielen der ehemaligen DDR Hymne eingeführt wird.
Die  gesamte Debatte ist hier nachlesbar.

Quelle: Lafontaines Linke >>>>> weiterlesen

IE

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* Im Wandel der Zeit

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juli 2011

Für sechzehn Jahre galt er als der Übervater der Nation, stand einsam an der Spitze und teilte mit niemanden. Heute, im hochbetagten Alter hat er Konkurrenz bekommen. Eine Vielzahl von “krauts”, wie es aus dem englischen herüberkommt, überschwemmen das Land und versuchen uns mit immer neuen Einblicken aus dem Leben des wahren Helmut Kohl zu überraschen.

Nur wer interessiert sich für die private Leben des Helmut Kohl denn wirklich? Die Klatsch- und Tratsch- Presse ja, ein auch nur ein wenig sich für die Politik interessierender Mensch kaum, da diesem politisch ehe nichts mehr überraschen kann. Wie heißt es doch im Volksmund: ” Wer nichts wird, wird Wirt und wer dann immer noch nichts wird geht in die Politik”.

Wären sie nicht beliebig austauschbar, die sich selber für die Großen haltenden dieser heutigen und der vergangenen Welt, ob sie nun Adenauer, Putin, Bush, Berlusconi, Napoleon, Schröder, Obama oder Merkel heißen oder hießen? Würde ein Putin als Präsident der Amerikaner anders regieren als Obama? Wäre die Bürgerschaft gleich der heutigen, mit Sicherheit nicht, denn es heisst doch auch: “Jede Gesellschaft bekommt die Führung welche sie verdient”.

Von Karikaturisten als “Birne” oder ” dem “Dicken” getauft wurde er als Stillstand  und bleierne Trägheit empfunden. Auf der Suche nach dem ästhetischen machte man sich über seine Klamotten und sein Auftreten lustig, während er gleichzeitig von anderer Seite ob seines Beharrens und seiner Standfestigkeit bewundert wurde.

Unter seiner Regierung hat es kein Hartz IV gegeben und  wurden Aktionäre nicht mit portioniert zugeschnittenen Häppchen aus der Staatsschatulle bedient. Man war damit beschäftigt ein Europa zusammenzubauen und in den Zeiten des Kalten Krieges tauchten auch keine Araber auf welche die Straßenbahnen mit Bomben sprengen wollten. Auch zu damaliger Zeit wären die Großmächte in der Lage gewesen diese Welt in Schutt und Asche zu zerlegen. Selbstverständlich wurde das Wort Korruption zu seiner Zeit gleich Buchstabiert.

Musste er nicht erst  von dem “Genossen aller Bosse” Gerhard Schröder in Union mit Fischer abgelöst werden um mit der Demontage des Sozialstaates beginnen zu können. Das Wort Alternativlos wurde so zu einem Schlagwort leerer, hilfloser Politiker Köpfe in der Folgezeit.

Heute erleben und sehen wir Helmuts beste Schülerin als Regierungschefin in Aktion und dieses in jeder Variation. Unter Männern durfte man noch über die eigenen Vorstellungen von Ästhetik in  der Mode und über breit aus sitzende unförmige Gestalten fabulieren, was heute in Zeiten zunehmender Gleichberechtigung jedermann abzuraten wäre.

Heute hören wir dafür die Reden von der Globalisierung mit welchen man den Bürgern das auseinanderfallen Europas, die Finanz- und Banken -skandale und  eine rasante Zunahme von Millionären und Milliardären zu erklären versucht. So sind die Worte Alternativlos und Globalisierung als Synonym für ein andauerndes politisches Versagen geworden.  Über eine Verarmung des anderen Teil der Bevölkerung, die Entrechtung und Untergrabung der Menschenwürde durch einige Mitarbeiter in den Behörden und den ARGEN schweigt man nicht nur geflissentlich sondern versucht die vorhandenen Missstände beharrlich zu leugnen. Selbst dann wenn die Vorwürfe von internationalen Institutionen vorgebracht werden erscheinen eilfertig politische Millionäre auf der Bildfläche (Mattscheibe) um diese Kritiker der Unwahrheit zu bezichtigen.

Jetzt werden sie wieder reden und sich verteidigen, ja unter Kohl war die Situation anders und besser. Was damals möglich war geht heute nicht mehr. Was unter Kohl noch als unzumutbar galt nennt Merkel heute Stabilität.

IE

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* Kranke Zeitarbeiter

Erstellt von UP. am 12. Juli 2011

Kranke Zeiten: hoher Krankenstand bei Zeitarbeitern

Hamburg (Quelle: ots) - Ihre Branche hat nach wie vor keinen guten Ruf, doch sie sind gefragter denn je: Zeitarbeiter. Mitte 2010 waren bundesweit rund 806.000 Arbeitsuchende an Betriebe entliehen. Die Unternehmen nutzen die Zeitarbeit, um bei Auftragsspitzen oder projektbezogen einstellen und entlassen zu können, für die befristeten Arbeitnehmer ist es meist nur eine Notlösung aus der Arbeitslosigkeit: Obwohl für sie seit Mai 2011 gesetzliche Mindestlöhne gelten (7,79 Euro pro Stunde im Westen, 6,65 Euro im Osten), gehen Arbeitsplatzunsicherheit, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, die Wechsel der Einsatzorte und -bereiche sowie die Entlohnung auf die Nerven und auf die Knochen. Mit Folgen: Zeitarbeit macht krank, bestätigen neue Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK).

Zeitarbeiter sind generell mehr arbeitsunfähig (AU) als Beschäftigte in anderen Branchen. 2010 war jeder Leiharbeiter in Deutschland durchschnittlich 15 Tage krankgeschrieben, bei konventionellen Arbeitnehmern waren es gut 3,5 Tage weniger. Hauptsächlich deshalb, weil Zeitarbeiter oftmals in körperlich belastenden Tätigkeiten beschäftigt sind, die erfahrungsgemäß mit erhöhten Fehlzeiten einhergehen. Etwa ein Drittel der Differenz hat seine Ursache aber in der Zeitarbeit selbst.

Krank ist Andreas T. nicht geworden, aber die 18 Monate Zeitarbeit haben ihn ganz schön geschlaucht. “Es war eine turbulente Zeit. Ich war in drei verschiedenen Betrieben als Lagerist eingesetzt, musste deshalb auch viel pendeln. Das ging an die Substanz”, erinnert sich der 27-Jährige.

Finanzielle Unsicherheit, keine Zukunftsplanung - viele Leiharbeiter leiden unter Existenzangst. Nur sieben Prozent der vorher arbeitslosen Leiharbeiter schaffen den Sprung in einen festen Job. Dass die Aussichten am Nervenkostüm zerren, spiegelt sich in den Krankheitsdaten wider. Psychische Störungen gehören zu den Hauptursachen für Fehlzeiten. 2010 meldete sich jeder Zeitarbeiter im Durchschnitt knapp zwei Tage psychisch bedingt arbeitsunfähig. Binnen zwei Jahren sind die Fehlzeiten unter psychischen Diagnosen um zwölf Prozent gestiegen.

Der Druck lastet aber nicht nur auf der Psyche, sondern auch auf den Schultern. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind Spitzenreiter bei den Diagnosen unter Zeitarbeitern. Sie verursachten 2010 pro Kopf 3,4 Fehltage.

Als Lagerist rangiert Andreas T. im oberen Drittel, zumindest was den Krankenstand im Berufsvergleich betrifft. Männliche Zeitarbeitnehmer, die im Lager- und Transportwesen arbeiten, waren 2010 16,5 Tage krankgeschrieben. Typischerweise führen körperlich belastende Arbeiten zu höheren Fehlzeiten als Bürotätigkeiten. Deshalb überrascht es nicht, dass Elektromonteure (18,7 AU-Tage), Schlosser (19,1 Tage) und Rohrinstallateure (21,9 Tage) das Feld bei den Männern anführen. Letztere hatten dabei 25 Prozent mehr krankheitsbedingte Fehltage als festangestellte Installateure. Warum? “Wir wissen, dass viele Leiharbeiter in den einzelnen Berufssparten für die weniger wertigen, schwereren Arbeiten eingesetzt werden. Fällt einer von ihnen krankheitsbedingt aus, ist es für den Entleiher einfacher, einen neuen Mitarbeiter über die Zeitarbeitsfirma zu bekommen, als wenn das Stammpersonal ausfällt”, sagt Wiebke Arps vom betrieblichen Gesundheitsmanagement der TK. Etwas anders sieht es bei den zeitarbeitenden Frauen aus. Unter ihnen fehlten die Werbefachfrauen (19,5 Tage), die Lagerarbeiterinnen (19,1 Tage) und die Buchhalterinnen (18,2 Tage) krankheitsbedingt am meisten.

Andreas T. hat es geschafft. Seit 1. Juni 2011 ist er bei einem großen deutschen Unternehmen fest angestellt. Diese Chance hätte er ohne die Zeitarbeit wahrscheinlich nicht bekommen. [1] “Auf den Stress hätte ich aber gut verzichten können”, sagt er. Damit es seinen Kollegen in Zukunft besser geht, muss mehr Fürsorge für die Leiharbeiter her. Arps: “Es wäre schön, wenn die Entleiher die Zeitarbeiter an Maßnahmen zur Gesundheitsförderung teilnehmen ließen und sich mehr für deren Zufriedenheit einsetzten. Auch von den Zeitarbeitsfirmen sollte eine bessere Betreuung im Überlassungsprozess kommen.”
 

———————————–

 
Anmerkung
Nun ist der junge Mann gerade mal 27 Jahre alt. In dem Alter habe ich noch ein Klavier an der Uhrenkette getragen. So sagt man. In dem Alter ist man in der Regel fit. Soll er sich nicht zu sehr beschweren…

Wenn ein Leiharbeiter krank ist, ist er wirklich krank. Viel zu gross ist das Risiko, gefeuert zu werden, als mit dem “blauen Montag” zu pokern. Ich kenne einen Fall, bei dem sich eine “Sklavin” mit 39 Grad Fieber bei manifestierter COPD (chronische Bronchitis) 40 km mit dem PKW in ihr Geschäft bewegt hat.
Und in einem anderen Fall wurde ein Band ohne Akkord-Zulagen in einer Woche zweimal schneller eingestellt; denn es sind ja nur Sklaven!

Es hat den Anschein, “…, dass die Proles langsam aber sicher selektiv abgeschafft werden sollen.” Hat der “Ausländerhasser” Sarrazin wohlmöglich Recht?
 

Weckt dieses Bild möglicherweise Assoziationen?

 
 
[1] Hier irrt die TK. Einschlägige Statistiken sagen genau das Gegenteil. Was von der Politik scheinbar beabsichtigt, hat sich in der täglichen Arbeit als Flopp herausgestellt.
UP.

 

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* Nur leere Forderungen?

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Juli 2011

Berichteten wir am 08. 06. 2011 in den  Artikel “Zoff bei den Linken” über einen Streit im Bundesvorstand zwischen Diether Dehm und Frau Rosemarie Hein bei dem eine einstweilige Verfügung gegen Frau Hein erwirkt wurde, scheint es nun als erstes Ziel zu gelten vorhandene Gräben schnellst möglich zu zu schütten. Doch wem glaubt man damit zu helfen? Der Partei sicher am wenigsten denn die Ursachen dieser Auseinandersetzung gehen bis an die Wurzeln und zurück zur Gründung der Partei. Ausgesessen und verschwiegen wurde über Jahre hinweg.

Interessant und Ausgangspunkt dieser wieder einmal aufkommenden Unruhen scheint die Parteianalyse der Frau Heim zu sein, welche von vielen in der West-Linken als eine Bedrohung  angesehen  wird, da sie in vielen Punkten den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf trifft. Die  Auseinandersetzungen zwischen Dehm und Hein stehen exemplarisch für die verschiedenen Gruppierungen in der Partei, zwischen politischen  Realisten und Spinnern. Gegensätze welche  diese Partei auf Dauer so nicht überleben wird..

Hier einmal einige bemerkenswerte Passagen aus diesen ausführlichen Artikel:

“Wenn man die Pressespiegel der LINKEN verfolgt oder auch nur wenn man täglich nach der LINKEN googelt, kann man in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen lesen, was in mehreren Landesverbänden an Sprengstoff liegt. Da meine ich nicht nur solche Debatten wie die jüngsten um den Umgang mit der politischen Situation in Nahost, die Beteiligung an Boykottaufrufen gegenüber israelischen Waren. Auch die Auseinandersetzung in Rheinland-Pfalz mitten im Wahlkampf, die Debatten um die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit von Listenaufstellungen oder Delegiertenwahlen, die es in mehreren Landes- und Kreisverbänden gibt, sind weitere Symptome eines wesentlich tieferen Problems.”

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“Hinzu kommen denunzierende Mails von Basismitgliedern aus dem Kreisverband A und dem Landesverband B an die Mitglieder des PV, über deren rationalen Kern ich oft nur spekulieren kann, da gibt es einen „Club der Ungehorsamen“… es nervt einfach. Trotzdem wird immer wieder behauptet, es ginge nur um die Machtansprüche einiger zu kurz gekommener Funktionäre und Mandatsträger, die der Führungsspitze nach nie gewogen waren. Dieses Argument gilt für mich als gewogen und zu leicht befunden. Nein, das Problem liegt tiefer und es existiert von Anfang an.”

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“Der notwendigen Eile des Vereinigungsprozesses ist die Vereinigung, das Zusammenwachsen nicht gefolgt. Sie hat kaum begonnen. Vielmehr haben sich Lager herausgebildet, die eifrig darauf bedacht sind, dass ihre Interpretation gesellschaftlicher Zustände zur alleingültigen erklärt wird und die Partei auf ebendiese eingeschworen wird. Alte linke Fehler, die mit schöner Beharrlichkeit wiederholt werden. Dazu später mehr.”

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“Zu den Linken, die sich der WASG im Westen angeschlossen haben, gehörten vor allem Enttäuschte aus dem Umfeld der Gewerkschaften, der SPD und der Grünen, aber auch aus emanzipatorischen und sozialen Bewegungen und der Umweltbewegung. Das schien Hoffnung zu machen. Aber sie haben sich in das neue Projekt eingebracht in der Hoffnung, nun das umsetzen zu können, was in ihren alten Zusammenhängen nicht (mehr) möglich war. DIE LINKE wurde mehr oder weniger zur finanzkräftigen und strukturstarken Ersatzheimstatt für verlorengegangene und verraten geglaubte Ideale. Das ist legitim. Aber sie trafen eben auf eine – durchaus nicht nur im Osten – funktionierende Struktur mit eigenen Idealen und vor allem eigenen Nachwendeerfahrungen und entsprechenden Erwartungen mindestens im Osten des Landes.”

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“Die Hoffnung auf eine aus westlinker Sicht scheinbar unerschöpflichen Ressource („Wenn wir erst DIE LINKE sind, können wir uns die Kampagnen leisten, als WASG haben wir die finanziellen Möglichkeiten nicht“ – so fast wörtlich auf einem der Vereinigungstreffen) ließ die Bedenken der Unvereinbarkeiten in wichtigen politischen Grundsätze, sobald es zu Unterüberschriften ging, vergessen. Manche glaubten wohl, das würde mit der Zeit überflüssig, wenn man erst einmal die eigenen Prämissen klar gestellt hätte. Darauf deutet auch der Prozess der Erarbeitung des neuen Programmentwurfes hin.”

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Im Nachhinein muss festgestellt werden, dass sich in der WASG, aufgrund fehlender Basis Erfahrung, sehr schnell eine Führungsgruppe, zusammengesetzt aus ehemaligen SPDlern, Gewerkschaftern und Kommunisten bildete, welche über den Vereinigungsvertrag hin zur Gründung der Linken, bis zum heutigen Tag, durch üble Tricks und Manipulationen schon in den Kreisverbänden die Führung übernahmen und diese bis heute eisern verteidigt. Mit massiver Unterstützung der Berliner Führung und der Zuhilfenahme von Schiedskommissionen, welche trotz vorliegender gegenteiliger Beweise so weiter machen als wäre nichts gewesen. In einer Partei welche für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft Werbung treibt, wird derselben kein Gehör geschenkt. Das sieht der Bürger, das merkt der Hilfesuchende und wendet sich enttäuscht ab.

Sie schließen sich den APOs an und so erklären sich heute viele Erfolge derselben, denn dort wird dass gemacht für das DIE LINKE angetreten war.

Der ganze Entwurf ist hier zu lesen:

“Neue Wortmeldung zum Programm, zur Satzung und zur Situation in der LINKEN”

Unter der Überschrift “Führende Linke zerren sich gegenseitig vor Gericht” beschäftigte sich die “WELT” im besonderen mit Diether Dehm.

Die Vereinbarung zwischen zwischen Rosemarie Hein und Diether Dehm findet ihr “HIER”

IE

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* NORD - Sudan

Erstellt von UP. am 11. Juli 2011

Und dieser Schlächter, Sudans Präsident al-Bashir, wurde vor ein paar Tagen als Staatsgast mit militärischen Ehren und grossem Pomp in Peking empfangen.
Rohstoffe und Erdöl sind für China wichtiger als Menschenleben - Tausende von Toten berühren diesen Staat nicht einmal peripher.

Red.DL/UP.
 
 
Liebe Freunde,

Sudans Präsident al-Bashir, der wegen jahrelangen Völker- und Massenmords angeklagt ist, hat schon wieder in brutalster Weise sein eigenes Volk angegriffen, indem er Dörfer bombardiert und seine Miliz von Tür zu Tür gehen lässt, um Familien zu ermorden. Genug ist genug - lassen Sie uns unsere politischen Führungskräfte auffordern, Bashir zu verhaften, seinem Regime strenge Sanktionen aufzuerlegen und die seit Langem leidende Bevölkerung des Sudans zu beschützen.

Sudans Präsident al-Bashir ist einer der gefährlichsten Massenmörder der Welt. Vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermords angeklagt, hat er in den letzten 20 Jahren wiederholt ganze Gemeinden hinrichten lassen, die sein Regime infrage gestellt haben. Und es wird wieder passieren — wenn wir ihn nicht endgültig stoppen.

In diesem Augenblick bombardiert er Frauen und Kinder in den Nuba-Bergen, während seine Milizen von Tür zu Tür gehen und ganzen Familien die Kehle aufschlitzen. Jahrzehntelang haben die politischen Führungskräfte der Welt schändlicherweise al-Bashirs unfassbare Brutalität zugelassen, um ihren Zugriff auf die großen Ölreserven seines Regimes nicht zu verlieren. Doch diese Woche ändern sich die Dinge — der Sudan teilt sich, Inflation und Lebensmittelpreise werden in die Höhe getrieben und Bashirs Machteinfluss ist so schwach wie noch nie.

Lassen Sie uns eine energische Botschaft an unsere Führungskräfte schicken, mit der wir ihnen deutlich machen, dass die Grenze erreicht ist und sie dazu auffordern, ihre schockierende Tatenlosigkeit umgehend zu beenden: indem sie diesen Unmenschen verhaften, seinem Regime starke Sanktionen auferlegen und sich der Aufgabe verschreiben, die Menschen im Sudan vor dem Völkermord zu beschützen. Klicken Sie auf den untenstehenden Link um zu unterzeichnen und benachrichtigen Sie alle, die Sie kennen — wir werden die Petition Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates vorlegen, sobald wir 300.000 Unterschriften gesammelt haben.

http://www.avaaz.org/de/sudan_enough_is_enough/?vl

Die Nuba-Berge stehen unter Belagerung. Al-Bashir tötete dort in den 90er Jahren eine ganze Generation von Männern, Frauen und Kindern und nun ist er zurückgekehrt, um die Überlebenden zu terrorisieren. Doch der seit Langem leidende Südsudan hat endlich seine Unabhängigkeit erlangt und damit große Mengen des Erdöls mitgenommen, das al-Bashir dazu benutzt, sich internationale Komplizenschaft für seine Verbrechen zu erkaufen. Bashir ist darüber hinaus mit Protesten für die Demokratie, einer sich verschlechternden Wirtschaft und angespannten Beziehungen zu seinem langjährigen Verbündeten China konfrontiert. Dies ist unsere beste Gelegenheit seit Jahrzehnten, das internationale Handeln zu beeinflussen, um al-Bashirs brutales Regime zu beenden.

Strenge internationale Sanktionen, ein gemeinsamer globaler Plan um al-Bashir und andere, die vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagt worden sind zu verhaften, sowie die Bereitschaft, das sudanesische Volk vor weiteren Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beschützen, würden al-Bashir signalisieren, dass das Spiel eröffnet ist. Dies würde seine Position im eigenen Regime schwächen und dem sudanesischen Volk zeigen, dass er nicht länger Straffreiheit trotz seiner Verbrechen genießt. Die Sudanesen - im Süden, in Darfur, in Nuba und an vielen anderen Orten, haben bereits viel zu lange darauf gewartet, dass die Welt für Menschlichkeit und Gerechtigkeit eintritt. Lassen Sie uns ihnen jetzt beistehen:

http://www.avaaz.org/de/sudan_enough_is_enough/?vl

Es ist fast unmöglich, die Verzweiflung und die schreckliche Angst der Frauen und Kinder in Nuba jetzt oder vorher in Darfur zu begreifen. Es ist ein dunkler Fleck auf dem Gewissen der gesamten Weltgemeinschaft, dass wir nicht getan haben, was nötig war, um al-Bashirs Terrorherrschaft zu beenden. Lassen sie uns diese Herrschaft jetzt beenden, mit einem energischen Aufruf an unsere Regierungen, endlich zu handeln.

Hoffnungsvoll,

Stephanie, Nicola, Ricken, Alice, Morgan, Rewan und der Rest des Avaaz-Teams

QUELLEN:

Hunderttausende Zivilisten ohne Schutz
http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/hunderttausende-zivilisten-ohne-schutz/

Tausende auf der Flucht vor der Gewalt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,764365,00.html

(auf Englisch):

Ethnische Tötungen durch die Armee in sudanesischen Bergen gemeldet
http://www.nytimes.com/2011/06/21/world/africa/21refugees.html

Truppenkonzentration im Ölstaat Sudan, UN-Mitarbeiter blockiert
http://ca.reuters.com/article/topNews/idCATRE7651FB20110706

Ehemalige Rebellen beschuldigen Sudans Präsident al-Bashir, den Waffenstillstand aufzuhalten http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iyJsfG6FSMuxPnglbOHwQ68xpKcA?docId=CNG.4a21d5c02922f58d59a33b03ef8a2b83.361

Der Kampf um den Südsudan
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/jul/04/south-sudan-hope-aid-policy

Welche Auswirkungen wird die Unabhängikeit des Südens auf den Sudan haben?
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-14019051


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* NRW-SPD-Scherben

Erstellt von UP. am 11. Juli 2011

NRW-Landesregierung vor atompolitischem Scherbenhaufen

NRW zieht Bundesratsantrag zur Urananreicherung zurück

„Rot-Grün knickt vor Merkel und Atomlobby ein“

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland sind äußerst alarmiert, weil die NRW-Landesregierung ihren Antrag zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau für die morgige Bundesratssitzung zurückgezogen hat. Noch am 17. Juni hatte der Bundesrat auf Antrag aus NRW die Stilllegung der Urananreicherungsanlage (UAA) beschlossen, drei Wochen später verzichtet die rot-grüne Landesregierung auf diese Forderung, um die Zustimmung zu den schwarz-gelben Atomgesetzen nicht zu gefährden.

„Während in Gronau vor der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage derzeit nahezu täglich Protestaktionen stattfinden, knickt die rot-grüne Landesregierung vor Merkel und der Atomlobby ein. Konsequent wäre, eine Zustimmung zu den schwarz-gelben Atomgesetzen von der Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau abhängig zu machen. Doch die NRW-Landesregierung hat kein nachvollziehbares und wirkungsvolles Konzept zum Atomausstieg im eigenen Bundesland,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Der atompolitische Zickzack-Kurs der Landesregierung ist ein Trauerspiel. Außer wohlklingenden Ankündigungen ist bisher nicht viel passiert. Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird aktuell weiter ausgebaut, Ende 2011 soll ein riesiges Uran-Zwischenlager errichtet werden, nun lässt die Landesregierung auch im Bundesrat die Stilllegungsforderung fallen. Nicht einmal eine Verschärfung der Sicherheitsstandards oder ein Transporte-Moratorium für Urantransporte hat es bisher für Gronau gegeben. Die rot-grüne Landesregierung steht vor einem atompolitischen Scherbenhaufen,“ so Matthias Eickhoff von der Gruppe SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Die Urananreicherungsanlage Gronau beliefert derzeit rund 7% des Weltmarktes (!) mit angereichertem Uran zur Brennelementefertigung. Das entspricht dem Bedarf von ca. 30 AKW weltweit. Nach vollzogenem Ausbau wird die UAA sogar 10% des Weltmarktes mit Uranbrennstoff versorgen. Betreiberin ist die Urenco, die zu je einem Drittel der britischen und der niederländischen Regierung gehört. Das deutsche Drittel teilen sich EON und RWE.

Kontakt:  Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (Tel. 0176-64699023)

Internet: www.urantransport.de, www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de

Ulrich Mandel
Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e.V.
Bürgerbündnis "Hamm gegen Atom"
www.hamm-gegen-atom.de
www.reaktorpleite.de
www.facebook.com/reaktorpleite

Email: reaktorpleite@hamm-gegen-atom.de

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Juli 2011

…Herr Küppersbusch?

Im Rückblik auf die vergangene Woche erinnert er diesesmal an das Elfmeterregieren von Merkel, den Quoten in der Telekom und bedankt sich bei dem Kabinettsmitglied welches über die Panzerlieferungen nach Saudi Arabien gequatscht hat.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Das Erika-Ribbeck-Gedächtnis-Viertelfinale gegen Japan.

Was wird besser in dieser?

Der Slogan “Dritte Plätze sind was für Männer”.

Nach seiner Entlassung aus dem Hausarrest war von einem politischen Comeback des Ex-IWF-Chefs und sozialistischen Politikers Dominique Strauss-Kahn die Rede. Dann verklagte ihn eine Journalistin wegen einer angeblichen Vergewaltigung. Soll uns das noch interessieren oder schalten wir da besser auf Durchzug?

Ich bin bei Kachelmann gut damit gefahren, das Urteil abzuwarten und dann auch nichts mehr zu sagen.

Am Montag hat die Telekom zwei Frauen in ihren Vorstand berufen. Nun wird gemunkelt, dass der Frauenquotenerfinder des Telekommunikationsunternehmens, Thomas Sattelberger, dafür seinen Posten räumen soll. Was soll das?

Nicht soll, sondern will; kolportiert die FAZ, dass Sattelberger seinen Job als Personaler räume, weil es sein Plan gewesen sei, die neue Personalpolitik einer Frau zu übergeben. Zudem sei er Gewerkschaftern als “harter Hund” verschrien gewesen, laut Handelsblatt verweigerten Arbeitnehmervertreter dem Frauenförderer einen längeren Vertrag. Nun bekommen sie eine christdemokratische Frau und mosern auch schon mal los. Peinlich für den Deutschen Gewerkschaftsbund, sich von Bossen was vorquoten zu lassen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Vergessene Millionen

Erstellt von UP. am 11. Juli 2011

Tausende “LEYEN I - Empfänger” [vormals: HARTZ IV] schenken der GEZ diese Kohle, unnötigerweise!!!

Gefunden in der SZ:
Süddeutsche Zeitung - Von Thomas Öchsner - Gigantisches Geschenk an die Öffentlich-Rechtlichen: Hartz-IV-Bezieher müssen eigentlich keine Rundfunkgebühren zahlen, aber etwa die Hälfte lässt sich gar nicht erst von den monatlichen 17,98 Euro befreien. Hochgerechnet aufs Jahr beschert das den Rundfunkanstalten 400 Millionen Euro an Mehreinnahmen.


Bis zum 31.12.2010 wurde von der ARGE ein Zuschlag zu Leyen I - früher HARTZ IV - bezahlt, wenn man aus dem Bezug von Arbeitslosengeld I ‘ausgegliedert’ wurde und nach Alg II “gewechselt2 wurde.
Diese Zulage wird nun seit dem 1.1.2011 nicht mehr bezahlt. An diesen Zuschlag war jedoch die Befreiung von den GEZ-Gebühren gekoppelt. Wer diesen Zuschlag nach § 24 des SGB II erhielt, konnte von diesen GEZ-Räubereien nicht befreit werden, sondern erst nach Ablauf der einjährigen Bezugsfrist dieser ARGE-Zulage.

Dieser Zuschlag nach § 24 des SGB II ist durch Bundesgesetz seit 01.01.2011 entfallen. Daraus resultiert verbindlich zwingend, dass für jeden Leyen I - früher HARTZ IV - Bezieher die Bezahlung der GEZ Gebühr entfällt.

und das bereits seit dem 1. Jan. 2011!

Wir möchten an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass die GEZ nicht allein mit einer Kopie des Bescheides zu befriedigen ist, sondern die Befreiung muss auf einem besonderen GEZ-Formular beantragt werden.
UP.


ausführliches Presse-Blabla bei der Süddeutschen Zeitung
 

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* VdK zu Altersarmut

Erstellt von UP. am 10. Juli 2011

Eine Pressemeldung des VdK zur Altersarmut; wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf
http://www.demokratisch-links.de/armut-im-alter

VdK: Altersarmut bekämpfen statt Rentenbeiträge senken

“Rentenbeitragssenkungen sind nicht das Gebot der Stunde”, so die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, anlässlich heute veröffentlichter Meldungen, nach denen die Bundesregierung den Rentenbeitrag zum 1. Januar 2012 um 0,3 Prozent senken will. Mascher weiter: “Die Überschüsse der Rentenkassen sollten lieber in die Bekämpfung und Vermeidung von Altersarmut investiert werden.” Vor allem Geringverdiener und Erwerbsgeminderte müssten besser für das Alter abgesichert werden.

Mascher forderte die Bundesregierung auf, die Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen: “Damit wäre ein Mindeststandard an Alterssicherung für Millionen Geringverdiener gewährleistet”. Auch Erwerbsminderungsrentner müssten vor Rentenkürzungen bewahrt werden: “Menschen, die wegen einer Krankheit nicht in der Lage sind, das gesetzliche Renteneintrittsalter zu erreichen, dürfen nicht in die Altersarmut abgedrängt werden.”

Die Altersarmut sei deutschlandweit auf dem Vormarsch, so die VdK-Präsidentin. Sie verwies auf die Entwicklung bei den Grundsicherungsempfängern im Alter. Die Zahlen sind hier zwischen 2003 und 2009 um 55 Prozent gestiegen. “Altersarmut ist kein theoretisches Problem mehr, sie ist eine konkrete Gefahr für immer mehr Menschen in Deutschland”, fasste Mascher zusammen.

Die Lage der Rentnerinnen und Rentner entwickelt sich nach Ansicht des Sozialverbands VdK auch deshalb so brisant, weil die Rentenkürzungsfaktoren Jahr für Jahr die Renten dämpfen. So fiel beispielsweise die Rentenerhöhung vom 1. Juli 2011 mit 0,99 Prozent erheblich niedriger aus als die durchschnittlichen Lohnsteigerungen von 3,1 Prozent im Westen und 2,55 Prozent im Osten und deckt nicht einmal die aktuelle Inflationsrate von 2,3 Prozent.

Ulrike Mascher verwies beim Thema Altersarmut auch auf die VdK-Forderung nach einer besseren rentenrechtlichen Absicherung für pflegende Angehörige, die ihre Familienmitglieder zu Hause versorgen und dafür bisher so gut wie keine Rentenansprüche erwerben. Vor allem Frauen seien dadurch “stark von Altersarmut bedroht”.

Die Vermeidung von Altersarmut müsse an mehreren Stellen ansetzen, sagte Mascher: “Wir fordern einen branchenübergreifenden, flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Von Hungerlöhnen lässt sich keine armutsvermeidende Altersversorgung aufbauen.”

Um all diese Ansätze zu bündeln, sollten Armutsbeauftragte bei Bund und Ländern eingesetzt werden, die die Sozial-, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Bildungspolitik koordinieren. Mascher: “Die Bundesregierung muss die günstigen finanziellen Bedingungen nutzen und jetzt einen konkreten nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut auf den Weg bringen.” (Michael Pausder)
 
Nachtrag vom 11.07.11
Als kleines Bonbon noch eine kleine Geschichte als POWERPOINT. Von zwei Gruppen Menschen wird dort berichtet. Dabei fällt mir die Story der über 70-jährigen Bankräuber ein. Denen ging es wohlmöglich gar nicht um die Kohle - ein ganz neuer Aspekt.
 


Der “Klack” zeigt das bekannte Download-Fenster mit den Optionen “öffnen mit” und “Datei speichern”. Leider lässt sich die hinterlegte “Pack&Go”-Powerpoint-Datei, wie wir feststellten, nicht öffnen, wenn Powerpoint nicht auf dem lokalen Rechner installiert ist.
Die Datei kann dann in ein Verzeichnis eigener Wahl heruntergeladen (gedownloadet) werden. Von dort lässt sich in der Regel diese “Pack&Go”-Version öffnen.

 

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* Linke Saar Turbulenzen

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Juli 2011

Ist die Katze aus dem Haus, Tanzen die Mäuse auf den Tisch. So lautet eine Redewendung welche in den letzten Tagen in Saarbrücken umgesetzt wurde. Allerdings tanzte dort nicht die Maus sondern der Lutze, seines Zeichens Landesgeschäftsführer des Landesverbandes der DIE LINKE.

Dabei geht es immer noch um den Verein LGK und seinen Vorsitzenden Mike Martin. Hatte doch der Chef der LINKEN, Rolf Linsler noch in der letzten Woche gegenüber der Saarbrücker-Zeitung  auf den Erhalt des Vereins mit folgenden Worten bestanden:

“Linsler bleibt dabei: “Der Verein ist ein Bestandteil der Partei Die Linke”, unterstreicht er gegenüber der SZ. Denn zum einen trage die Gruppe die Bezeichnung Linke in der parteieigenen Schreibweise (ausschließlich Großbuchstaben) im Titel. “Zum anderen wurden Seminare von der parteinahen Peter-Imandt-Stiftung finanziert”, ergänzt Linsler.”

Wir berichteten darüber am 06. 07. 2011 in dem Bericht “Saar Vereinsende II”

Wir können der Presse hier nur empfehlen in Zukunft die parteieigene Schreibweise zu unterlassen und den Namen nicht in Großbuchstaben zu schreiben, da ansonsten eine feindliche Übernahme durch Rolf Linsler möglich wäre.

Unter dem Titel “Hasborner sorgt für Hü und Hott bei Saar-Linke” macht Lutze nun sich und seine Partei bundesweit zum Kaspar und schürt damit ein im Saarland verbreitetes Gerücht von einem erzwungenen Rücktritt Rolf Linslers, da dieser seinen Laden nicht mehr unter Kontrolle habe.

Wie anders wäre es zu erklären dass Lutze abwartet bis Rolf Linsler nach Sylt in den Urlaub aufgebrochen ist, um alsbald Mike Martin mit einer Mail sein Nichtinteresse an den Erhalt des Vereins zu bekunden und diesen peinlichen Vorgang der Presse nun mit erhaltenen Informationen aus der Bundesfraktion in Berlin zu erklären? Wie sagt man so schön: “Wenn der Bauer nicht schwimmen kann liegt es an der Badehose”.

Hier der Bericht aus der Saarbrücker-Zeitung:

Reden die Mitglieder des Landesvorstandes der Saar-Linken miteinander? Daran zweifelt Ex-Genosse Mike Martin.  Denn während Parteichef Rolf Linsler zu Wochenbeginn davon sprach, den vom Hasborner Martin ins Leben gerufenen Verein Linke Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar (LGK) erhalten zu wollen, gab es jetzt eine 180-Grad-Wende vom Linke-Landesgeschäftsführer Thomas Lutze. Der schrieb dem zum Jahresanfang aus der Partei ausgetretenen St.Wendeler Kreistagsmitglied in einer E-Mail: “Seitens der Partei Die Linke, Landesverband Saar, besteht kein Interesse an einem zusätzlichen Verein. Unsere Bildungsarbeit wird über die Peter-Imandt-Gesellschaft oder über Strukturen der Partei organisiert.” Das gleiche Terrain, das auch der Verein LGK bestreiten wollte. Martin hatte angekündigt, ihn aufzulösen (wir berichteten).

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

IE

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* Gemeinsames Wehren

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Juli 2011

Hier ein sehr interessanter Bericht aus Griechenland welchen wir auf Ver.di PUBLIK gefunden haben. Von Dimitris Psarras. IE

Nur ein Jahr nach der Verordnung des ersten Rettungsplans für Griechenland sollen die griechischen Erwerbstätigen erneut Opfer bringen, weil sich herausgestellt hat, dass der Verzicht der letzten zwölf Monate nicht ausreicht, um das Land vor dem Konkurs zu bewahren. Im Laufe dieses Jahres wurde viel Schlechtes über die griechischen Lohnabhängigen und das Land selbst geschrieben und gesagt - und längst nicht alles beruhte auf Tatsachen. Die wichtigste Anklage hieß, die übertrieben große Zahl öffentlicher Angestellter und viel zu hohe öffentliche Ausgaben seien schuld an den steigenden griechischen Staatsschulden.

Wie sich bei einer Erhebung der Regierung im Jahr 2010 herausgestellt hat, arbeiten in Griechenland nicht mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst als in anderen Euroländern. Der Anteil der öffentlich Beschäftigten an allen Erwerbstätigen unterscheidet sich nicht. Und auch die öffentlichen Ausgaben sind in den letzten Jahren etwa gleich geblieben. Die Staatsquote - der Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) - lag vor der Krise mit 44,9 Prozent etwas unter dem EU-Durchschnitt von 46,3 Prozent. Aufgrund des hohen Wachstums hätten die Staatsschulden von 1994, als der Weg in den Euro festgelegt wurde, bis 2008, als die Krise uns erreichte, deutlich sinken müssen. Doch das geschah nicht, im Gegenteil: Die Staatsschulden stiegen, weil die öffentlichen Einnahmen und besonders die Unternehmens- und Vermögenssteuereinnahmen nicht genauso wuchsen wie die Schulden.

Quelle: Ver.di Publik >>>>> weiterlesen

Foto: verlinkt mit Ver.di PUBLIK von TSIRONIS/AP/DDP

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* Armut im Alter

Erstellt von UP. am 9. Juli 2011

ALTERSARMUT - NEIN DANKE

rentenangst

So hiess mal eine angedachte Aktion mit “allen Schikanen”, also Pressearbeit, mittelhoch-wertigen Aufklebern, Vorträgen, Flyern, Strassenarbeit usw..
Das war zu dem Zeitpunkt, als wir noch Mitglieder in dieser Linkspartei im Kreis Warendorf waren.
Diese Aktion allerdings fand “keine Gnade” in den Augen der “Altmeisterin der Neo-Stalinisten”. Und weil ihnen diese Aktion in dieser Tragweite damals nicht selber eingefallen ist, war das ein Grund mehr, dagegen zu sein.

Dieser Altersarmut widmet Gert Flegelkamp einen Artikel, in dem er den fast gleichnamigen Artikel im SPIEGEL, einem einst bedeutenden Magazin, ähnlich wie der FOCUS heute, einer ordentlichen Analyse unterzog; denn dieses Blatt - mittlerweile dem Mainstream der Print-Medien zuge- und fast dem Bertelsmann-Kraken hörig - erzählt alte Kamellen und die nicht richtig.

Zu dieser Frage fragt der SPIEGEL den Herrn Ernst, Teil-Scheffe der Linkspartei. Der sagt zwar, was er gern möchte, aber er vergisst dabei mal wieder, dass er für seine Ideen Mehrheiten benötigt. Genau die hätte er seit fünf Jahren versuchen können zu beschaffen. Mindestens!
Auf seine “verbalerotischen” bla-bla-Ausführungen kann man nämlich verzichten. Und wenn er sagt: “Auf Deutschland rollt eine Welle der Altersarmut zu”, ist das natürlich eine Wahnsinns-Erkenntnis, mit der der Normalbürger aber überhaupt nicht gerechnet hätte. Und weiter geht’s mit “Wenn die Renten weiter in dem Tempo sinken, dann liegt die Durchschnittsrente in zehn Jahren unter der Grundsicherung.” Lieber Herr Genosse Ernst - da liegen heute schon 40 % der Renten.

G.F.s letzter Satz haut rein: Elitär ist dabei ein Wort, das rücksichtslose Gier und unstillbaren Machthunger und den Mangel an jeglicher Ethik und Moral zusammenfasst. Dieser Satz macht so traurig, weil er so wahr ist.

Wenn die Politik heute schon wieder davon redet, die Rentenversicherungsbeiträge um 0,4 - 0,6 %-Punkte zu verbilligen, ist das der falsche Weg.
Endlich muss die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung wegfallen, damit auch der 250.000 Euronen-Jahres-Verdiener 20 % davon absteckt - und zwar in die Rentenkasse. Wenn die nicht wieder von solchen Typen wie Kohl geplündert werden.

Flegels Ausarbeitung kann HIER aufgerufen werden. Von dort gelangt man auch auf diesen lächerlichen SPIEGEL-Artikel, wo DIE LINKE spassig warnt: “Rentner in Dresden: Linke warnt vor Altersarmut”. Einfach eine Farce.

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* Die jüdischen Ayatollas

Erstellt von Uri Avnery am 9. Juli 2011

Nachfolgend der neueste Bericht von Uri Avnery, Tel Aviv

DER ERZBISCHOF von New York verkündet, dass jeder Katholik, der eine Wohnung an einen Juden vermietet, eine tödliche Sünde begeht und die Exkommunikation riskiert.
Ein protestantischer Pastor in Berlin erklärt, dass ein Christ, der einen Juden anstellt, aus seiner Gemeinde verbannt wird.

Unmöglich? Tatsächlich. Außer in Israel – natürlich umgekehrt.

Der Rabbiner von Safed, ein Regierungsangestellter, hat angeordnet, es sei streng verboten, Wohnungen an Araber zu vermieten – einschließlich an arabische Studenten, deren medizinische Fachschule im Ort liegt. Zwanzig andere Stadtrabbiner – deren Gehalt von (meistens säkularen) Steuerzahlern , einschließlich der arabischen Bürger, bezahlt werden, haben öffentlich diese Anordnung unterstützt.

Eine Gruppe israelischer Intellektueller reichte eine Klage beim Staatsanwalt ein, mit der sie behaupten, dass dies ein Fall krimineller Hetze sei. Der Staatsanwalt hat versprochen, die Sache mit gebührender Eile zu untersuchen. Das war vor einem halben Jahr. Die gebührende Eile hat noch nicht zu einer Entscheidung geführt.

Dasselbe gilt für eine andere Gruppe von Rabbinern, die die Anstellung von Goyim verbietet.

(Im alten Hebräisch bedeutete Goy Volk, irgendein Volk. In der Bibel wurden die Israeliten ein „holy Goy“ „ ein religiöses Goy“ genannt. Aber in den letzten Jahrhunderten bedeutet dieser Terminus Nicht-Juden mit einem entschieden verächtlichen Unterton).

IN DIESER Woche war Israel in Aufruhr. Das Durcheinander wurde durch die Verhaftung des Rabbiners Dov Lior verursacht.

Die Affäre geht auf ein Buch zurück, das vor mehr als einem Jahr von Rabbiner Yitzhak Shapira geschrieben wurde. Shapira ist vielleicht der extremste Bewohner von Yitzhar, das vielleicht die extremste Siedlung in der Westbank ist. Seine Bewohner werden häufig beschuldigt, Pogrome in den nahen palästinensischen Dörfern durchführen, gewöhnlich als „Racheakte“ für Armeeaktionen gegen Bauten, die ohne offizielle Genehmigung von Siedlern gebaut worden waren.

Das Buch mit dem Titel „Torat ha Melekh“ („Die Lehre des Königs“) befasst sich mit dem Töten von Goyim. Es besagt, dass in Friedenszeiten Goyim gewöhnlich nicht getötet werden sollten – nicht wegen des Gebotes: „Du sollst nicht töten“, das nach dem Buch nur Juden betreffe, sondern weil Gottes Gebot nach der Sintflut (Genesis 9,6) besage: „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen nach seinem Bilde geschaffen.“ Dies gilt für alle Goyim, die einige grundlegende Gebote halten. (die sog. noahitischen Gebote).

Doch in Kriegszeiten ist die Situation völlig anders. Und nach den Rabbinern ist Israel seit seiner Gründung im Kriegszustand gewesen und wird es wahrscheinlich in alle Ewigkeit sein.

Im Krieg, wo die Gegenwart eines Nichtjuden einen Juden gefährdet, ist es erlaubt, ihn zu töten, sogar dann, wenn es ein gerechter Goy ist, der keine Verantwortung für die Situation trägt. Es ist erlaubt – tatsächlich wird es sogar empfohlen – nicht nur die feindlichen Kämpfer zu töten, sondern auch jene, die sie „unterstützen“ oder „ermutigen“. Es ist erlaubt, feindliche Zivilisten zu töten, wenn dies für die Fortführung des Krieges nützlich ist.

(Zufällig oder nicht zufällig stimmt dies mit den Taktiken überein, die unsere Armee bei der „Cast Lead-Operation“ anwandten; um das Leben eines einzelnen israelischen Soldaten zu retten, ist es erlaubt, so viele Palästinenser wie nötig zu töten. Das Ergebnis war 1400 tote Palästinenser, die Hälfte von ihnen Zivilisten – und fünf getötete Soldaten durch feindliche Aktion. Sechs weitere wurden versehentlich durch die eigenen Leute getötet).

Was wirklich einen Sturm erregte, war eine Passage in dem Buch, die besagt, dass es erlaubt sei, Kinder zu töten, wenn klar ist, dass wenn sie erwachsen sind, sie „schädlich“ sein können.

Es ist üblich, dass das Buch eines Rabbiners, das das jüdische Gesetz interpretiert, die Haskama- (Übereinkunft) von anderen prominenten Rabbinern aufweist. Dieses besondere Meisterwerk weist die „Übereinkunft“ von vier prominenten Rabbinern auf. Einer von ihnen ist Dov Lior.

RABBINER LIOR (der Name kann mit „ich habe das Licht“ übersetzt werden oder „Das Licht ist mir gegeben worden“) ist als einer der extremsten Rabbiner der Westbank-Siedlungen berühmt – keine kleine Leistung in einem Gebiet, das einen üppigen Bestand extremer Rabbiner hat, von denen die meisten in anderen Ländern „Faschisten“ genannt würden. Er ist der Rabbiner von Kiryat Arba, der Siedlung , die an Hebron grenzt und den Lehren von Meir Kahane folgt und die den Massenmörder Baruch Goldstone hervorbrachte.

Lior ist auch der Rektor einer Hesder Yeshiva, einer religiösen Schule, die eng mit der Armee verbunden ist. Ihre Schüler verbinden ihre Studien (nur religiöse Themen) mit privilegiertem Militärdienst.

Als das Buch – jetzt in der dritten Auflage - zuerst erschien, gab es einen Aufschrei. Kein Rabbiner protestierte, obwohl eine Anzahl nicht mit seiner religiösen Argumentation einverstanden war. Die Orthodoxen distanzierten sich, weil es die religiösen Regeln verletzt, die verbieten, dass man „die Goyim provoziert“.

Nach der allgemeinen Forderung begann der Staatsanwalt eine strafrechtliche Untersuchung gegen den Autor und die vier Unterzeichner der Haskama. Sie wurden zur Untersuchung zitiert und die meisten kamen und protestierten, dass sie keine Zeit gehabt hätten, das Buch zu lesen.

Lior, dessen Text der „Übereinkunft“ Zeugnis davon gab, dass er das Buch gründlich gelesen hatte, schenkte wiederholten Vorladungen, bei der Polizei zu erscheinen, keine Beachtung. Er ignorierte sie offen und verächtlich. In dieser Woche reagierte die Polizei auf die Beleidigung: sie lauerte ihm auf der „Tunnelstraße“ auf – eine Straße (nur für Juden) mit mehreren Tunneln zwischen Jerusalem und Hebron – und verhafteten ihn. Sie haben ihm keine Handschellen angelegt und setzten ihn nicht in ein Polizeifahrzeug, wie sie es normalerweise tun, sondern ersetzten den Fahrer mit einem Polizisten, der ihn direkt zu einer Polizeistation fuhr. Dort wurde er höflich eine Stunde lang ausgefragt und wieder freigelassen.

Die Nachricht von seiner Verhaftung verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Siedlungen. Hunderte der „Hügeljugend“ – Gruppen junger Siedler, die Pogrome ausführen und auf das Gesetz spucken – versammelten sich am Eingang Jerusalems, lieferten sich eine Schlacht mit der Polizei und sperrten die Hauptstraße in die Hauptstadt ab.

(Ich darf eigentlich nichts dagegen sagen, weil ich der erste war, der dies tat. 1965 wurde ich in die Knesset gewählt, und Teddy Kollek wurde Bürgermeister von Jerusalem. Eines der ersten Dinge, die er tat, war, dass er sich den Orthodoxen anbiederte und ganze Stadtteile am Schabbat absperrte. Eines der ersten Dinge, die ich tat, war, dass ich meine Unterstützer zusammenrief, um zu protestieren. Wir sperrten den Zugang nach Jerusalem für ein paar Stunden ab, bis wir mit Gewalt entfernt wurden).

Aber die Straßen absperren und mit dem entlassenen Lior triumphierend auf ihren Schultern demonstrieren, war nicht das einzige, was die jungen Fanatiker taten. Sie versuchten auch, den Obersten Gerichtshof zu stürmen. Warum gerade dieses Gebäude? Das bedarf einiger Erklärung.

DER ISRAELISCHE rechte Flügel und besonders die Siedler und ihre Rabbiner haben lange Listen mit Hassobjekten. Einige von diesen sind veröffentlicht worden. Ich habe die Ehre, auf den meisten zu erscheinen. Aber der Oberste Gerichtshof nimmt einen Platz fast an der Spitze der Liste ein.

Warum? Das Gericht hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, während es sich mit den besetzten Gebieten befasst. Es erlaubte die Zerstörung vieler palästinensischer Häuser als Rache für „terroristische“ Akte, ließ „moderate“ Folter zu, stimmte dem „Trennungszaun“ zu (der vom Internationalen Gericht in Den Haag verurteilt wurde) und positioniert sich selbst als verlängerter Arm der Besatzung.

Aber in einigen Fällen hat das Gesetz den Gerichtshof nicht in die Lage versetzt, sich aus seiner Verantwortung zu ziehen. Er hat zur Auflösung von „Außenposten“ aufgerufen, die auf privatem palästinensischem Land errichtet worden waren. Er hat „gezieltes Töten“ verboten, wenn die Person ohne Risiko verhaftet werden konnte; es hat bestimmt, dass es ungesetzlich ist, einen arabischen Bürger Israels daran zu hindern, in einem Dorf zu leben, das auf Staatsland liegt usw.

Jede dieser Entscheidungen erzeugte ein Wutgeheul bei den Rechten. Aber es gibt noch einen tieferen Grund für diese extreme Feindseligkeit.

ANDERS ALS im modernen Christentum, aber sehr ähnlich wie im Islam, ist die jüdische Religion nicht nur eine Sache zwischen Mensch und Gott, sondern eine Sache zwischen Mensch und Mensch. Sie lebt nicht in einem Winkel des öffentlichen Lebens. Religiöse Gesetze umfassen alle Teile des öffentlichen und privaten Lebens. Deshalb ist für einen frommen Juden – oder Muslim – die europäische Idee der Trennung zwischen Staat und Religion unverständlich.

Die jüdische Halacha - wie die islamische Sharia - regulieren jeden einzelnen Aspekt des Lebens. Immer, wenn das jüdische Gesetz mit dem israelischen Gesetz in Konflikt kommt, stellt sich die Frage: welches Gesetz soll dann die Oberhand gewinnen? Das eine, das von der demokratisch gewählten Knesset angenommen wurde, das jeden Moment verändert werden kann, wenn das Volk es will, oder das von Gott am Sinai für alle Zeiten gegebene, das nie verändert werden kann (höchstens neu interpretiert werden darf).

Religiöse Fanatiker in Israel bestehen darauf, dass das religiöse Gesetz über dem säkularen Gesetz steht (wie in einigen arabischen Ländern) und dass die staatlichen Gerichte keine Jurisdiktion über die Kleriker in Angelegenheiten der Religion haben (wie im Iran). Wenn der Oberste Gerichtshof anders entschied, mobilisierte der geachtetste orthodoxe Rabbiner leicht 100 000 Demonstranten in Jerusalem. Seit Jahren sind religiöse Kabinettminister, Rechtsgelehrte und Politiker, wie auch ihre politischen Unterstützer, eifrig dabei, die Integrität, die Unabhängigkeit und Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zu beschneiden.

Dies ist die Crux der Sache. Der Staatsanwalt betrachtet ein Buch, das zum Töten von unschuldigen Kindern aufruft, als einen Akt krimineller Aufhetzung. Die Rabbiner und ihre Unterstützer betrachten dies als eine unverschämte Einmischung in eine gelehrte religiöse Debatte. Zwischen diesen beiden Ansichten kann es keinen realen Kompromiss geben.

Für Israelis ist das keine abstrakte Angelegenheit. Die ganze religiöse Gemeinschaft mit all ihren verschiedenen Fraktionen, gehört jetzt zum rechten, ultra-nationalen Lager (außer der bedauernswerten kleinen Gruppe des Reform- und konservativen Judentum, zu dem die Mehrheit der amerikanischen Juden gehört). Israel in einen Halacha-Staat zu verwandeln bedeutet, den demokratischen Staat zu zerstören und Israel in ein zweites Iran zu verwandeln, das von jüdischen Ayatollas regiert wird.

Dies würde auch Frieden für alle Zeiten unmöglich machen, da nach den Rabbinern das ganze Heilige Land zwischen Mittelmeer und dem Jordanfluss allein den Juden gehört. Den Goyim nur einen Fußbreit des Landes zu geben, ist eine tödliche Sünde, die mit dem Tod bestraft wird. Für diese Sünde wurde Yitzhak Rabin von dem Studenten einer religiösen Universität – einem früheren Siedler - hingerichtet.

Nicht das ganze religiöse Lager heißt den unerbittlichen Extremismus des Rabbiners Lior und seiner Anhänger gut. Es gibt noch viele andere Trends. Aber diese schweigen. Es ist Lior, der Rabbiner, der „das Licht besitzt“ und seine gleichgesinnten Kollegen, die die Richtung bestimmen.

Quelle: Uri Avnery

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* Erwachen die Deutschen?

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Juli 2011

Auf einem interessanten Bericht über die Massendemonstrationen der Briten möchten wir heute einmal hinweisen. So bringt der Unmut über die schon ans kriminelle gehenden Auswüchse der Politiker bereits seit einigen Monaten auch die Bürger der Insel auf die Straßen.

Auch in Ägypten haben sich am gestrigen Freitag wieder Zehntausende Menschen auf den Tahrirplatz in Kairo versammelt. Sie führen die begonnene Revolution weiter da sie mit dem erreichten Ergebnis noch nicht zufrieden sind. Sie fordern unter anderen die restlose Aufarbeitung der Mubarak Vergangenheit vor allen Dingen von der Justiz. Die Menschen beobachten mit Sorge das Ex-Minister und Polizisten mit Blut an den Händen wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Vorgänge welche wir überall auf dieser Erde beobachten können. Das Politische Pack hält auch international zusammen wobei die Regierungsform eine untergeordnete Rolle spielt. Wichtig ist allein, wie wir hier in den letzten Tagen immer wieder aus dem Bundestag gehört haben, die wirtschaftliche Zuverlässigkeit. So maßt sich auch unsere Regierung an, jegliche Moral und Ethik außen vor zu lassen, wenn es um Panzerlieferungen an den Despoten in Saudi Arabien geht.

So wie nach Saudi Arabien wird man auch frei jeglicher Skrupel jederzeit entsprechende Kriegsmaterialien nach Ägypten oder Libyen liefern um den dortigen Machthabern die Möglichkeit zu geben ihre eigenen Leute zu ermorden. Wie heißt es so schön: “Mitgegangen - Mitgefangen - Mitgehangen”. Das Blut welches an den Händen der Saudi Machthaber klebt, haftet auch an den Händen der Waffenbefürworter.

Mit welch einer Arroganz unsere Politiker heute den Bürgern entgegentreten zeigt sich in den Panzerlieferungen. “Nach einer repräsentativen Umfrage des Emnid-Instituts für den Sender N24 sind 94 Prozent der Bundesbürger gegen die Lieferung von Waffen an Staaten, die diese gegen die eigene Bevölkerung einsetzen könnten. Nur 4 Prozent befürworten solche Geschäfte.” Das bei solchen Zahlen Merkel dann auch noch auf die Geheimhaltung solcher Geschäftsgebaren  besteht, weist auf die Distanz hin welche Sie mittlerweile zur Bevölkerung hat und lässt ahnen das hier auch Gelder unter die Hand in die Parteikassen fließen. Früher haben wir in einem Schlager gesungen: “Das hab ich in Paris gelernt”. Zu der Zeit wusste Merkel aber gerade wie Paris geschrieben wird.

So halten wir es dann mit den folgenden Bericht von Tony Wood und wünschen den Bundesbürgern ebenfalls ein baldiges erwachen aus ihrer Lethargie, denn wie heißt es im Titel: ” Die Briten schlafen nicht mehr”:

In Großbritannien protestieren Studenten, Eltern, Rentner und Arbeiter mit viel Fanatasie gegen die Spar- und Privatisierungs-pläne der konservativ-liberalen Regierung Cameron. Mit ersten kleinen Erfolgen: Immerhin werden weder die staatseigenen Wälder noch der Hafen von Dover verkauft.

Großbritannien wurde in den letzten Monaten von einer Woge der Empörung überrollt, deren Ausmaß und Intensität viele überrascht hat. Alles begann im vergangenen Herbst mit Protesten von Studierenden gegen die Pläne der neuen Regierung, die Bildungsausgaben zu kürzen und die Studiengebühren deutlich zu erhöhen.

Das war jedoch nur der Auftakt zu zahlreichen Demonstrationen gegen ein ganzes Bündel von Sparmaßnahmen der konservativ-liberaldemokratischen Koalition, das bis 2015 Einsparungen von knapp 80 Milliarden Pfund (gut 12 Prozent) in fast allen öffentlichen Bereichen vorsieht, davon allein 18 Milliarden bei den Sozialleistungen und 36 Milliarden beim öffentlichen Dienst. Diese tiefen Einschnitte werden von leichten Steuererhöhungen und einer Mehrwertsteuererhöhung auf 20 Prozent flankiert - eine insgesamt atemberaubend rückschrittliche Mixtur.

Bereits im Herbst gewann der Widerstand gegen die Kürzungen nach und nach an Schwung: Studenten versammelten sich auf dem Parliament Square und besetzten ihre Universitäten.(2) Ein breites Bündnis von gesellschaftlichen Kräften mobilisierte so erfolgreich gegen den beabsichtigten Ausverkauf der staatseigenen Wälder, dass die Regierung sich im Februar genötigt sah, die Idee wieder fallen zu lassen.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

IE

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* Zoff bei den Linken

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Juli 2011

Pressemitteilung der DIE LINKE MV/Sachsen-Anhalt

Wir fordern den Rücktritt von Diether Dehm.

Zu den Vorfällen um die Einstweilige Verfügung, die Diether Dehm gegen seine Vorstandskollegin Rosemarie Hein erwirkt hat, erklären Achim Bittrich, Birke Bull (beide stv. Landesvorsitzende DIE LINKE Sachsen-Anhalt) und Steffen Bockhahn (Landesvorsitzender DIE LINKE Mecklenburg-Vorpommern):

Diether Dehm, MdB und Mitglied im Parteivorstand der LINKEN, hielt es für richtig, mit einer Einstweiligen Verfügung gegen unsere Genossin Rosemarie Hein vorzugehen, weil diese eine Äußerung Dehms zitiert hatte, die während einer Parteivorstandssitzung fiel. Auch wenn Rosemarie Hein am vergangenen Wochenende einer Einigung mit Dehm zugestimmt hat, ist für uns die Sache nicht vom Tisch.

Die taz sprach aus anderem Anlass von „Schneisen der Einschüchterung“, die Diether Dehm durch die Partei schlägt. Für diesen in der Parteiengeschichte einmaligen Vorgang gilt das erst Recht: Parteimitglieder werden sich künftig gut überlegen müssen, ob sie eine politische Auseinandersetzung mit Diether Dehm und anderen wagen, oder ob sie angesichts der Drohung mit Post vom Gericht, horrenden Strafen und Gerichtskosten lieber schweigen, statt ihre Meinung zu artikulieren.

Deshalb ist es inakzeptabel, dass der Parteivorstand als verantwortliches Führungsgremium der LINKEN zu diesem ungeheuerlichen Vorgang schweigt und weder eine klare Distanzierung noch eine Aufforderung zum Rücktritt erfolgte.

Wir sind nicht bereit, dies hinzunehmen.

Wir sind der Auffassung, dass Diether Dehm sich als Mitglied des Parteivorstandes und als Schatzmeister der Partei der Europäischen Linken disqualifiziert hat.

Wir fordern ihn auf, von beiden Ämtern zurückzutreten.

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Ist dieser Vorstoß aus der LINKEN MV/Sachsen Anhalt der Beginn eines Aufstandes in der Partei oder wird auch dieser Versuch irgendwie, wie so vieles zuvor, wieder  unter dem Teppich gekehrt.

Dabei scheint es keineswegs abwegig gerade hier aus dem Westen einige Politrüpel aus der Partei zu verweisen. Hat man doch mit einfachen Mitgliedern von der Basis weit weniger Geduld und Nachsicht bewiesen und viele wegen Lappalien mundtot gemacht, denn genau mit solchen Aktionen wurden diese politischen Rabauken hoffähig gemacht.

Schon im Jahre 2009 machte die Taz mit einem Artikel auf sich aufmerksam in dem genau die Problematik angesprochen wurde mit der sich diese Partei heute auseinanderzusetzen hat. „Schneisen der Einschüchterung“ hieß es seinerzeit und es wurde gefragt inwieweit DIE LINKE wählbar ist. Ernüchterung ist heute eingekehrt und auf dem Polster eines guten Wahlergebnis gab man sich einer wohligen Selbstzufriedenheit hin. Die sich damals schon aufzeichnenden innerparteilichen Risse versuchte man eilfertig zu übertünchen. Heute ist der Lack abgeblättert und die Risse zwischen den einzelnen Gruppierungen treten deutlicher denn je hervor. Ein erneutes Kitten, Spachteln oder Überstreichen würde einen seit lange überfälligen Prozess nur aufschieben.

Wie neulich schon einmal angedacht wird sich die Partei spalten müssen wenn sie denn überleben will. Aber nicht zwischen Ost und West. Die Partei wird sich von Gruppierungen trennen müssen, welche glauben auf Kosten von Demokraten ihre Ränkespielchen durchziehen zu können, denn genau daran wird die Partei innerhalb der Bevölkerung gemessen und zwischen Wählbarkeit oder nicht unterschieden.

IE

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Hier ein Artikel der Volksstimme aus Sachsen Anhalt:

Zoff bei den Linken /

Bundesvorstandsmitglieder gehen aufeinander los

“Ein katastrophaler Umgang miteinander”

In der Linken ist ein heftiger offener Streit ausgebrochen. Der Linke-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Wulf Gallert, griff das Bundesvorstandsmitglied Diether Dehm frontal an. “Er muss aufgefordert werden, den Parteivorstand zu verlassen”, sagte Gallert gestern auf Volksstimme-Anfrage.

In der Sache geht es um eine harte Auseinandersetzung zwischen dem aus dem Westen stammenden Vorstandsmitglied Dehm, der auch Musikproduzent und Liedermacher (”1000 und 1 Nacht”, Klaus Lage) ist, und Vorstandsmitglied Rosemarie Hein (Magdeburg). Beide sitzen im Bundestag. Dehm ist europapolitischer Sprecher, Hein ist bildungspolitische Sprecherin.

“Es wird versucht, Leute mundtot zu machen”

Ende Mai hatte sich der Bundesvorstand zu einem Entwurf für ein neues Parteiprogramm positioniert. Einem Bericht der “Leipziger Volkszeitung” zufolge hatte Dehm im Parteivorstand erklärt, wer den Entwurf bei der Gremienabstimmung nicht unterstützt habe – wie Frau Hein und andere – werde mit der eigenen nächsten Kandidatur parteiintern scheitern.

Hein war höchst erbost und versendete eine entsprechende Äußerung an ihre Kollegen. Dehm setzte daraufhin laut “Leipziger Volkszeitung” bei der Hamburger Justiz erfolgreich eine im Wiederholungsfall mit 250000 Euro strafbewehrte Unterlassungsklage durch. Damit ist Rosemarie Hein untersagt, die Behauptung zu wiederholen.

Also bat die langjährige sachsen-anhaltische PDS-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete (1990 bis 2006) Rosemarie Hein den Parteivorstand, ihre Erklärung zunächst nicht weiter zu verbreiten.

Die 58-jährige Hein, die seit September 2009 Bundestagsabgeordnete ist, war gestern trotz mehrerer Versuche für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch auf ihrer Internetseite geht sie nicht auf das brisante Thema ein. Die “aktuelle Presseerklärung” trägt die Überschrift: “Zweigliedriges Schulsystem nur Zwischenschritt”.

Wulf Gallert reagierte sehr empört auf das Vorgehen von Diether Dehm: “Er hat keine Skrupel, so schwere Geschütze gegen ein Parteivorstandsmitglied aufzufahren. Das ist eine Frechheit, ein katastrophaler Umgang miteinander. Es wird versucht, Leute politisch mundtot zu machen.”

Gallert zu den mutmaßlichen Äußerungen Dehms: “Mir ist von mehreren Seiten bestätigt worden, dass er das so gesagt hat.” Wie die Volksstimme erfuhr, sollen Vorstandsmitglieder inzwischen eidesstattliche Erklärungen vorbereiten, die die Darstellung Heins stützen.

Der 61-jährige Dehm, der 33 Jahre lang SPD-Mitglied war, gilt seit langem als schillernde Persönlichkeit und als Polit-Rüpel. So hatte er im vorigen Jahr vor der Bundespräsidentenwahl die Bewerber Wulff und Gauck mit Stalin und Hitler verglichen. Nach schweren Vorwürfen aus der SPD entschuldigte er sich.

“… dann wird die Spaltung der Partei in Kauf genommen”

An diesem Wochenende trifft sich in Berlin der Bundesvorstand der Linken. Ich erwarte von der Parteispitze eine eindeutige Reaktion”, sagte Gallert. “Dehm hat eine innerparteiliche Haltelinie des Umgangs miteinander überschritten. Er muss aufgefordert werden, den Parteivorstand zu verlassen.” Gallert warnte: “Wenn die Bundesspitze (Vorsitzende sind Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, d. Red.) dieses Vorgehen stillschweigend akzeptiert, nimmt sie die Spaltung der Partei in Kauf.”

Sachsen-Anhalts Linke-Landeschef Matthias Höhn zürnte: “Das ist ein unsäglicher Vorgang. Das Vorgehen Dehms ist in der Partei bislang beispiellos und macht mich fassungslos.” Höhn, der Mitglied im Bundesvorstand ist, sagte weiter: “Ich gehe davon aus, dass wir heute im Bundesvorstand über die Angelegenheit reden werden.”

Der Landesparteichef war bei der Mai-Sitzung, bei der die in Frage stehenden Äußerungen Dehms gefallen sein sollen, anwesend. Öffentlich wollte er sich gestern nicht dazu äußern. Er werde sich aber intern im Bundesvorstand erklären, kündigte Höhn an.

Quelle: Volksstimme

IE

 
Update 13.07.2011: siehe Kommentare: # 16
 
danke, # 17 Wenke, Link wurde berichtigt!
 

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* Bald wieder KZ ? ? ?

Erstellt von UP. am 8. Juli 2011

In gewohnt arrogantem Verhalten verzögert das Ministerium der Vielfach-Millionärin aus Hannover die Ratifizierung des Zusatzprotokolls zum Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Sozialpakt). Dieses Zusatzprotokoll ermöglicht es Betroffenen, sich an die UNO zu wenden, wenn sie sich in ihren sozialen Menschenrechten verletzt sehen und den nationalen Rechtsweg ausgeschöpft haben.
Gerade das Bundesministerium für Arbeit und Soziales muss sicherstellen, dass Menschen sich gegen eine mögliche Verletzung ihrer sozialen Rechte wehren können. Das Zusatzprotokoll ist zugleich ein Meilenstein für jene Menschen auf der ganzen Welt, deren soziale Rechte in ihren Ländern mit Füßen getreten werden. Eine schnelle Ratifizierung durch Deutschland kann entscheidend dazu beitragen, diesen wichtigen Schutz für Opfer von Menschenrechtsverletzungen international durchzusetzen. Scheinbar hat die Erfinderin der “Leyen I” Gesetze - vormals HARTZ IV - kein grosses Interesse an der Verifizierung internationaler Verträge.

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Die “Krönung” des asozialen Verhaltens eines Staates, der der EU zugehörig ist, bietet Ungarn in der Kopie der “LEYEN-I”-Gesetzgebung. Ab 2012 werden Zwangsarbeiter in Konzentrationslagern zusammengefasst, wenn die einfache Wegstrecke zum zugewiesenen Zwangsarbeitsplatz mehr als zwei Stunden beträgt; Zwangsarbeiter, die sich in der Haupsache aus den Roma rekrutieren, unter denen eine Arbeitslosigkeit von mehr als 50 % herrscht.
In einem Interview machte Ungarns Premier Orban kürzlich auch klar, daß diese Zwangsarbeiter unter Vernachlässigung aller technischen Fortschritte des letzten Jahrhunderts zu leisten sei. Aufzuschüttenden Dämme bspw. würden “nicht mit der Technologie des 21. Jahrhunderts gebaut (…), sondern mit der Hand“, tönte der Premier bei einer Parlamentsansprache Ende Juni. Flankiert werden sollen die Maßnahmen mit einer Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes von 270 Tagen auf bis zu 90 Tage. [Quelle: JW - s.u.]
Wenn den Menschen in den Lagern dann wenig zu essen gegeben wird, kann Ungarn sein “Roma-Problem” lösen; denn Arbeit macht nicht nur frei, sondern kann auch befreien - von Roma nämlich: Gelobt sei Jesus Christus.

Und das alles unter dem Deckmäntelchen einer “christlich”-politischen Partei. Die “C“DU des Hosenanzugs lässt grüssen!!! Und Seehofers “C“SU natürlich auch
Dann kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch bei uns wieder KZ faschistischer Machart eingeführt werden; denn Deutschland kann sich von Ungarn doch nichts vormachen lassen - oder?

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Rundbriefverteiler
Liga-AG Strff.-/WLH
LRef. Existenzsicherung
Erwerbsl.-Inis - Abt. 2.4

Sozialpolitische Informationen

Scharfer Rüffel vom UN-Sozialausschuss an die Bundesregierung bzgl. der ‘Leyen-I’ - Gesetze / vormals HARTZ IV

Der UN-Ausschuss zweifelt an, dass die Bundesregierung zur Bundesverfassungsgerichts-entscheidung für ein Grundrecht auf ein „menschenwürdiges Existenzminimum“ bereits einen Berechnungsmaßstab gefunden hat, der das Menschenrecht auf einen angemessenen Lebensstandard aus Artikel 11 des UN-Sozialpaktes sicherstellt.
Erstmals fordert der UN-Ausschuss darüber hinaus die Bundesregierung auf, ein konsistentes Konzept zur Armutsbekämpfung innerhalb Deutschlands vorzulegen und darin ausdrücklich den Menschenrechten – einschließlich des Rechts auf einen angemessenen Lebensstandard und des darin enthaltenen Rechts auf Ernährung – Raum zu gewähren. Näheres nachstehend.
Zur deutschen Blockade des UN-Sozialpakts anbei eine Petition an Frau von der Leyen zum Unterzeichnen.

Klicke HIER für das Formular.

 
 

Ungarn führt Zwangsarbeit für arbeitslose Sozialhilfeempfänger ein

mit weniger als einem Drittel des dortigen Mindestlohns, auf staatlichen Großbaustellen und als Leihkräfte für private Unternehmen, “ohne Technik des 21. Jahrhunderts”, mit Lagern unter Polizeibewachung. Stoßrichtung sind insbesondere Romas …. es lebe das demokratische Europa.

Näheres bei http://www.jungewelt.de/2011/07-06/040.php.

Mit freundlichen Grüßen
Frieder Claus

Diakonisches Werk Württemberg
70191 Stuttgart
Referat Wohnungslosenhilfe und Armut

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* UN-Armuts-Rüge

Erstellt von UP. am 7. Juli 2011

…wegen sozialer Missstände in Deutschland.

Kritik macht nicht satt – jetzt ist Karlsruhe gefordert

Eine Pressemeeldung der Hartz4-Plattform Wiesbaden

„Blüht“ das neue „Wirtschaftswunder“ auf dem Rücken sozialer Not?

„Da die offensichtlich unbelehrbare Bundessozialministerin von der Leyen die „tief besorgte“, wiederholte Kritik des neuesten Staatenberichts der Vereinten Nationen an Deutschlands sozialen Missständen wieder einmal nur „nicht nachvollziehbar“ findet, wird es endlich höchste Zeit, dass ihr das Bundesverfassungsgericht noch einmal nachdrücklicher klar macht, welche Verantwortung sie hier endlich übernehmen muss,“ empört sich Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin über die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber Millionen Lebensschicksalen. „Wir hatten schon geahnt, dass die Ministerin selbst dem Bundesverfassungsgerichtsurteil in Sachen Hartz IV vom 9. Februar 2010 wenig Respekt zollen würde. Deshalb haben wir bereits unmittelbar nach der Verabschiedung des nur mit der Note 6 zu beurteilenden neuen Hartz IV-Gesetzes begonnen die brennendsten Einzel-Probleme für den Rechtsweg nach Karlsruhe vorzubereiten. Die von unserer Bürgerinitiative unterstützten Sozialgerichts-Klagen in drei Bundesländern betreffen die Höhe des Regelsatzes, die Sanktionen sowie das so genannte Bildungspaket – und zwar alle mit dem Antrag zur Vorlage und Überprüfung beim Bundesverfassungsgericht.“

Die Regelsatz-Klage hat im vorgeschalteten Eilverfahren zu einem erschütternden Ergebnis geführt: Das Sozialgericht meinte, fast 12 % Unterschreitung des „menschenwürdigen Existenzminimums“ könne keine Notlage und damit Eilbedürftigkeit begründen. Die Klage basierte auf den verfassungsrechtlichen Bedenken von Prof. Dr. jur. Johannes Münder, Technische Universität Berlin, der von einer Mindest-Regelsatzhöhe von 412 € ausgeht. Für eine Chance auf eine zuvor ermittelte Regelsatzhöhe um 600 € sieht die Hartz4-Plattform inzwischen ebenso wenig Aussicht in Karlsruhe wie auch für die Anfechtung der EVS zugunsten einer Warenkorb-Methode. Denn dadurch dass der ehemalige Kläger beim Bundesverfassungsgericht die Weiterführung seiner Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zurück genommen hat, dürfte eine solche rechtliche Prüfung gleichzeitig gekippt sein. „Die Annahme, dass die Verfassungsrichter ihr eigenes Urteil vom 9. Februar 2010 dahingehend korrigieren würden, dürfte im Reich der Illusionen angesiedelt sein,“ resümiert Brigitte Vallenthin enttäuscht.

Der aktuelle Ablehnungsbeschluss des Sozialgerichts Hannover kommt zu dem Ergebnis:

- „Höhere Leistungen könnten dem Antragsteller (…) allenfalls aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, mit der die aktuelle Rechtslage für mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt würde, zustehen.
- Eine solche Entscheidung liegt aber nicht vor.
- Das Gericht sieht sich auch nicht veranlasst, den Rechtsstreit auszusetzen und eine Entscheidung des BVerfG einzuholen.“

Das Verfahren befindet sich inzwischen in der Hauptsache-Klage der ersten Instanz beim Sozialgericht.

Die Sanktions-Klage gegen den § 31 SGB II – alter und neuer Fassung - wurde ebenfalls als Eilklage beim Sozialgericht eingereicht. Hier liegt nach Ansicht der Hartz4-Plattform zweifelsfrei eine Notlage vor – und zwar im Sinne des vom Bundesverfassungsgericht am 9. Februar 2010 verkündeten Grundrechts auf unanfechtbares „menschenwürdiges Existenzminimum“. Denn im Urteil der Verfassungsrichter heißt es:

- „Das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums (…) sichert jedem Hilfebedürftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zu, die für seine physische Existenz und für ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerlässlich sind.
- Dieses Grundrecht (…) hat (…) neben dem absolut wirkenden Anspruch (…) auf Achtung der Würde jedes Einzelnen eigenständige Bedeutung . Es ist dem Grunde nach unverfügbar und muss eingelöst werden (…).“

Der verfassungsrechtlich Anspruch an die Festlegungen „unerlässlich“ und „unverfügbar“ sowie das „Muss“ an eine „Einlösung“ schließen nach Einschätzung der Hartz4-Plattform einen Eingriff in dieses Grundrecht durch die Hartz IV-Verwaltung zweifelsfrei aus. „Wir können uns nicht vorstellen, dass die Verfassungsrichter für den Hartz IV-Sanktions-Paragrafen-31 eine Ausnahme des verfassungsrechtlichen „Anspruchs“ bestätigen würden,“ so Brigitte Vallenthin.

Die Klage gegen das Bildungspaket erklärt sich schon fast alleine durch sein öffentliches Scheitern. Die Hartz4-Plattform empfindet es als Skandal, dass das neue Hartz IV-Gesetz nicht nur gegen die Vorgaben der Verfassungsrichter zur transparenten Ermittlung der Kinderregelsätze verstößt, sondern obendrein ihren individuellen Anspruch auf Bildung und Teilhabe vom Regelsatz abtrennt und auf Kosten der Steuerzahler zu einem stigmatisierenden, bürokratischen Monster aufbläht. „Es wundert deshalb nicht, dass diesen datenschutz- und verfassungsfeindlichen Hürdenlauf aus vielen guten Gründen nur Wenige auf sich nehmen können,“ stellt Brigitte Vallenthin fest.

Die Eilklage zum so genannten Bildungspaket wird in Kürze eingereicht.

„Bei der UN-Menschenwürde-Kritik an Deutschland geht es nicht um „wissenschaftliche Fakten“ - mit deren Fehlen sich Ministerin von der Leyen rauszureden versucht -, es geht um reales, individuelles, täglich gelebtes Leiden in Deutschland,“ fasst die Hartz4-Plattform Sprecherin zusammen. „Ich schäme mich für eine Bundesregierung, die andernorts Menschenrechte einfordert aber gleichzeitig die am weltweiten Maßstab der Menschenwürde gemessenen und mit Besorgnis wiederholt geäußerten Missstände im eigenen Lande lapidar mit „nicht nachvollziehbar“ beiseite schiebt. Und ich bin enttäuscht von Richtern, die den Wert von 48 € mehr im Monat offenbar nur am Maßstab ihres eigenen Einkommens als „Peanuts“ messen. Wir erwarten, dass sich die Richter in Sachen Sanktionen und Bildungspaket bereits im Eilverfahren eher dem Maßstab des Bundesverfassungsgerichts sowie des weltweiten Maßstabs der Menschenwürde der Vereinten Nationen verpflichtet fühlen,“ hofft Brigitte Vallenthin.

Wiesbaden, 07. Juli 2011

Brigitte Vallenthin
Hartz4-Plattform
keine Armut! - kein Hunger! - kein Verlust von Menschenwürde!
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens
sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen

0611-172 12 21
0160-91 27 94 65
info@hartz4-plattform.de
www.hartz4-plattform.de
www.grundeinkommen-wiesbaden.de

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* KEINE Panzer!!!

Erstellt von UP. am 7. Juli 2011

Der Hosenanzug und der Panzerkommandant Westerwelle entscheiden gegen Volkes Wille! Ein Skandal!

Panzer-Export
Donnerstag, 07. Juli 2011 - 492.817 Abonnenten
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Keine deutschen Panzer im Arabischen Frühling!

Bereits über 55.000 Menschen fordern von der Regierung, den Export von 200 Panzern an Saudi-Arabien zu stoppen. Sobald wir 100.000 Unterschriften beisammen haben, werden wir sie Außenminister Westerwelle überreichen. Unterzeichnen auch Sie!

Immer größer wird der Druck auf Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle, auf den Export von 200 Panzern an Saudi-Arabien zu verzichten: Das mediale Echo auf den Deal ist verheerend. Die Opposition nimmt die Regierung im Bundestag in die Zange. Und selbst Spitzenpolitiker aus Reihen der Koalition distanzieren sich mit klaren Worten vom Panzer-Deal - darunter Bundestagspräsident Norbert Lammert und Außenexperte Ruprecht Polenz.

Jetzt wollen wir nachlegen: Sobald wir 100.000 Unterschriften unter unseren Appell beisammen haben, wollen wir ihn Westerwelle im Rahmen einer öffentlichen Aktion überreichen. Über 55.000 Menschen haben bereits in den ersten 48 Stunden unterzeichnet - Ihre Unterschrift fehlt noch!

Unterzeichnen auch Sie unseren Eil-Appell!

Das Königshaus in Saudi-Arabien unterdrückt die eigene Bevölkerung und half erst vor wenigen Wochen, mit Panzern die Demokratiebewegung in Bahrain niederzuschlagen. Laut Hersteller sind die Leopard-Panzer für “asymmetrische Kriegsführung und die Bekämpfung von Einzelpersonen” ausgelegt. Schon nächstes Jahr könnten also Panzer “Made in Germany” in den Straßen Riads gegen Demonstranten eingesetzt werden.

Genau hier vor warnten wir gestern mit einer Aktion vor dem Bundestag anlässlich der Parlamentsdebatte um den Panzer-Deal. Mit fünf großen Panzer-Attrappen erinnerten wir an Orte, wo Demokratiebewegungen in den letzten Jahrzehnten mit Panzern unterdrückt wurden: Ost-Berlin 1953, Prag 1968, Peking 1989, Damaskus 2011. So etwas darf nicht auch in den Straßen Riads passieren - und schon gar nicht mit deutscher Hilfe. Die Tagesschau und sogar die New York Times berichteten gestern von unserer Aktion.

Helfen Sie uns, den Druck zu verstärken! Fordern Sie von der Regierung die Rücknahme der Entscheidung!

Unterzeichnen Sie unseren Appell gegen den Panzer-Export!

Weitere Infos finden Sie in unserem 5-Minuten-Info!

Was sonst bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Herzliche Grüße

Christoph Bautz und Yves Venedey


1. Gentechnik: Proteste für Anbauverbote erfolgreich

Der E-Mail-Protest von über 66.000 Campact-Aktiven ist nicht ungehört verhallt: Am Dienstag stimmte das EU-Parlament mit großer Mehrheit für bessere Möglichkeiten der Mitgliedsstaaten, den Anbau von genmanipulierten Pflanzen auf ihrem Hoheitsgebiet zu verbieten - auch wenn diese von der EU zugelassen sind. Noch kurz zuvor hatten Konservative und Liberale versucht, den Vorschlag des Umweltausschusses zu verwässern - ohne Erfolg.

Lesen Sie mehr im Blog…

2. Klimaschutz: Kohlekraftwerk Krefeld vor dem Aus

Zur Stunde kommen Vertreter/innen von 30 Stadtwerken zur Gesellschaftersitzung des Trianel-Konsortium zusammen, um über den Bau eines gigantischen Kohlekraftwerks bei Krefeld zu entscheiden. Nachdem sieben Stadtwerke im Vorfeld bereits ankündigten, sich gegen das Kohlekraftwerk zu stellen, ist ein Aus für das umstrittene Projekt ziemlich wahrscheinlich. Vier Stadtwerke hatten ihren Positionswandel direkt auf Campact-Aktionen vor Ort verkündet. Wir stehen gerade mit unserem Kohlosaurus vor dem Verhandlungsort - dem Kohlekraftwerk Lünen.

Sobald entschieden ist, finde Sie alle Infos in unserem Blog.

3. Voices from Coucha: Fluchtwege öffnen, Flüchtlinge aufnehmen!

Medico International, Pro Asyl und andere Organisationen haben einen dringenden Hilfsappell für Flüchtlinge aus Coucha gestartet. Die Bedingungen für die 5.000 Menschen im Lager des UN-Flüchtlingskommissariat im tunesisch-lybischen Grenzgebiet sind unerträglich.

Infos und Online-Appell…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 492.817 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

Campact | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de

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* Etikettenschwindel

Erstellt von UP. am 7. Juli 2011

nunmehr gesetzlich erlaubt

Die Abstimmung dauerte nur wenige Augenblicke. Applaus, Hände schütteln, nächster Tagesordnungspunkt: Das Europäische Parlament hat gestern neue Regeln zur Kennzeichnung auf Lebensmitteln beschlossen. Damit endet eine jahrelange Diskussion darüber, welche Informationen Verbraucher beim Einkauf im Supermarkt bekommen sollen. Gewinner ist die Lebensmittelindustrie. Sie hat sich mit ihren Forderungen durchsetzen können. Verbraucher hingegen können auch weiterhin ganz legal betrogen werden.
 
Die Lebensmittel-Industrie hat sich diese Aktion rund 1 Mrd. Euro kosten lassen.

weiterlesen bei foodwatch
 

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* Die Habgier der Politiker

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Juli 2011

Ab 2012 werden die Steuerzahler für die Parteienfinanzierung an die 18 Millionen Euro mehr ausgeben müssen. Geschickt wird von Merkel wieder einmal eine im Lande stattfindende Fußballweltmeisterschaft ausgenutzt, den Bürgern die Gelder aus die Tasche zu ziehen und so die Demokratie auszuhebeln. Das Volk wird unter dem Motto Brot und Spiele abgelenkt und die Regierung verwirklicht “Unsere Sommermärchen”.

Mit Diätenerhöhungen, Aufstockung der Parteienfinanzierung und die Lieferung von Deutschen Kampfmaschinen in die Krisenzonen dieser Welt setzt eine unberechenbar gewordene Regierung ihren begonnenen Zick- Zack- Kurs fort. Die Gelder welche mit dem Abbau des Sozial-Staates eingespart werden leiten sich Parlamentarier skrupellos in die eigenen Taschen weiter. Ein Selbstbedienungsladen ohne Kasse.

Die Gesetzgebung zur Diäten und Parteienfinanzierung müssen jetzt natürlich im ad-hoc Verfahren durchgezogen werden. Wo für die Erhöhung der Hartz 4 Bezüge trotz vorliegender Gerichtsbeschlüsse viele, viele Monate benötigt wurden und letztendlich nur heiße Luft herauskam, braucht man für das Füllen der eigenen Taschen nicht einmal vier Wochen. So fand die erste Lesung bereits am 30. Juni statt und nur eine Woche später, der letzten Sitzung vor der Sommerpause, soll das Gesetz verabschiedet werden.

Hier ein ausführlicher Bericht von Hans Herbert von Arnim.

Eine steile Gehaltskurve

Derzeit gibt die politische Klasse den Bürgern gleich in drei Bereichen Anschauungsunterricht, wie leichthändig sie ihren Machterhalt über demokratische Belange stellt. Bei der Diätenerhöhung kann es ihr nicht schnell genug gehen, die will sie jetzt noch vor der Sommerpause durchpeitschen. Hingegen hat die Regierung keinerlei Eile, die verfassungswidrigen Regelungen im Wahlrecht - Stichwort Überhangmandate - zu überarbeiten. Gleichzeitig soll den kleinen Parteien die staatliche Finanzierung gekürzt werden.

Bei Bedarf verfassungswidrig

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* SAAR-Connection

Erstellt von UP. am 7. Juli 2011

Nachdem der Beschluss der Landesschiedskommission SAAR, Gilbert Kallenborn aus der Partei auzuschliessen, durch die Bundesschiedskommission aufgehoben wurde, ist die MdL Saar, Birgit Huonker, in die Offensive gegangen, indem sie einen erneuten Parteiausschluss-Antrag stellte, der allerdings in seinem Inhalt zweifelhaft erscheint und mutmasslich vorsätzlich falsche Angaben enthielt. Gilbert Kallenborn beschreibt das in nachfolgender Stellungnahme (in Auszügen; redaktionell aufgearbeitet):

Genossin Birgit vh Huonker geb NN
Quelle: DIE LINKE Saar

Und im Rahmen unserer beliebten Preisausschreiben:

Preisfrage

Wie lautet der “Mädchen”-Name dieser
im öffentlichen Interesse stehenden Dame?

Und ist sie zwei Jahre jünger als angegeben?

Ernstgemeinte Zuschriften per Postkarte an unseren Juror Gilbert Kallenborn
den Chef des Preisgerichtes
oder
an unsere Mailadresse: redaktion@demokratisch-links.de
(wir leiten weiter)

Gewinn
Eine Woche Bautzen (Vollpension m. Dusche)

… kommt “SED-Biggi”, verheiratete Huonker, geborene NN, daher (”SED-Biggi” = Huonkers Kosename der kritischen Basis wegen des ungeklärten DDR-Lebenslauf und des Verschweigens des echten Geburtsnamens - ) und stellt im Auftrag der Linken Landesführung Saar zwei Tage später mit Schreiben vom 6.6.2011 direkt wieder einen Parteiausschlussantrag gegen Kallenborn. Willkürlich, verbohrt-unbelehrbar, arrogant. Aufgewärmter kalter Kaffe plus Josef Goebbels … .

Diese “Genossin” sitzt für 8000 Euro plus im Landtag Saar, hat zusammen mit der Rechtsanwältin Julia Maus den Bruch der Bundessatzung am 14.11.2010 ausgeheckt und dafür mitgestimmt und gibt jetzt als “Verfassungsorgan” (!!!) ihr Meisterstück in Sachen Rufmord ab. So wie in der DDR gelernt, wird der politiisch Andersdenkende nicht mit politischen Argumenten, sondern mit blanken Rufmord verfolgt:

Der Jude Gilbert Kallenborn habe den

Saar-Linkenchef Rolf Linsler

mit Josef Goebbels [!!!!!!!!!!] verglichen!!!

und das obendrein an die BILD-Zeitung geleitet; diese habe das thematisiert im Artikel v. 28.12.2010.
In Wahrheit beschreibt der Artikel des 28.12.2010 den Kampf gegen die Maulkorbbeschlüsse, die entgegen den Vorschriften der Bundessatzung verfasst wurden!!!

Meine Meinung:Zurücktreten, Biggi!

Nicht nur bist du als angebliche Journalistin untragbar, dies hier als Pressesprecherin Linke Saar von dir zu geben, sondern auch noch die BILD zu bemühen.

Es hat nie einen solchen Kallenborn-BILD-Kommentar gegeben geschweige denn einen solchen BILD-Bericht!!!!

Kallenborn muss weg - egal wie, da hängen wir ihm den Josef Goebbels an… - das war der Tenor.
Das wird teuer werden, Biggi. Ist das dein Beitrag zur linken Antisemitismus-Debatte, mit Nazi-Größen linke Kritiker zu verleumden?

Du hast dir den Falschen ausgesucht.

Gilbert Kallenborn GV Wallerfangen Die Linke 06.07.2011
 

§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§

 

Gilbert Kallenborn hat eine Schlappe erlitten:

Saarbrücken. Die linke Landtagsabgeordnete Birgit Huonker hat gestern einen Rechtsstreit gegen das Linken-Mitglied Gilbert Kallenborn vor dem Amtsgericht Saarbrücken gewonnen. Das Gericht hob eine einstweilige Verfügung auf, mit der Huonker die Behauptung untersagt worden war, Kallenborn habe den Linken-Landeschef Rolf Linsler mit NS-Propagandaminister Joseph Goebbels verglichen. Kallenborn will dagegen in Berufung gehen.


Kallenborn deutete an, in die Berufung zu gehen.

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* Wir. Dienen. Deutschland.

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Juli 2011

Mit Abschaffung der Wehrpflicht zum 30. Juni 2011 sieht sich die Bundeswehr unter Leitung unseres Kriegsministers Thomas de Maizière gezwungen die Werbestrategie zu ändern, da mehr Freiwillige benötigt werden, um entstehende Lücken aufzufüllen.

So wurde bekannt das die ersten  3400 Freiwilligen zu dem neuen Dienst  in die Kasernen eingerückt sind. Der neue Freiwilligen Dienst dauert 23 Monate und wird besser bezahlt. Unter den neu Eingerückten waren nur 44 Frauen was gut 1 % gegenüber von 9 % der Gesamttruppe ausmacht.

Wurde in diesem Land auch schon einmal mit dem Spruch “Wir sind Deutschland” der Versuch gestartet Stimmung zu erzeugen, so heißt es jetzt leicht abgeändert “Wir. Dienen. Deutschland.”

So machen wir uns wieder einmal auf die Suche nach dem “Wir”. Wir ist Merkel, der Minister und Du und Du und Ich? Was heißt: Du, Du und Ich ziehen in den Krieg und die anderen vom “Wir” ? klatschen sich auf die Schenkel und freuen sich wieder einige Idioten gefunden zu haben.

Beim “Dienen” macht sich der Mensch zum Diener. Wir dachten die Zeiten der Sklaven, der Unterwürfigkeit mit Aufgabe des Adel endgültig hinter uns gelassen zu haben. Das Wort “Dienen” hatte sich an und für sich nach dem Krieg in die verschiedensten Religionen zurückgezogen. Man “Dient” dort seinen Gott, manche meist Jüngere hatten auch schon einmal einen Priester zu bedienen, aber dem Staat? Wie kann man sich selber “Dienen” wenn “Wir Deutschland sind” ?

Du, Du, und Ich haben also für das Versagen der Politiker, für gewöhnlich die Kriegstreiber, unserer Leben einzusetzen. So wie im zweiten Weltkrieg, damit es sich die Brandstifter nach dem Krieg in den dicken Sesseln wieder gemütlich machen können. Das kann man heute doch einer überwiegend kritischen und aufgeklärten Gesellschaft nicht mehr verkaufen. So wird man versuchen den Beruf des Soldaten mit anderen Berufen gleichzustellen. Hartz-Vierer - an die Front, eine angebotene Arbeit darf nicht abgelehnt werden.

Wie schreibt der Spiegel zu den drei Punkten: Wir - Peng, Dienen - Peng, Deutschland - Peng. Ein Punkt ein Schuss.

So lesen wir im Spiegel:

In Deckung! Die Deutschen kommen.

Dass mit dem Spruch aus der Fernsehwerbung ursprünglich die Gruppe jener angesprochen wurde, die, wie man so schön sagt, im Bett eine etwas härtere Gangart bevorzugen, war da längst in Vergessenheit geraten. Die Interpunktion hatte sich verselbstständigt. Nun ist sie, nach langen Irrwegen wieder dort angekommen, wo man eine härtere Gangart bevorzugt - nicht im Bett oder bei der Domina-Hotline allerdings, sondern auf dem Truppenübungsplatz, beim Manöver oder, wenn es sein muss, am Hindukusch. Bei der Bundeswehr.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

In der TAZ:

Eins. Zwei. Bundeswehr.

Drei-Wort-Sätze gehen immer. Siehe: Du bist Deutschland. Doch drei einfache Worte genügen mittlerweile nicht mehr, um das rare Gut Aufmerksamkeit zu gewinnen. Da müssen schon Ausrufezeichen und Emoticons her. Das könnte dann allerdings etwas verzweifelt und unsouverän wirken: Ruf! Mich! An! :-)

Also lieber Punkte, die Akzente setzen. “Wir. Dienen. Deutschland.”, lautet jetzt der Slogan, der ab sofort das Bundeswehr-Logo ergänzen und damit “Karriere mit Zukunft” ablösen wird.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Saar Vereinsende II

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Juli 2011

So wie wir uns bereits am 01. 07. 2011 in den Artikel “Vereinsende an der Saar” mit der Auflösung des Verein LGK  „LINKE Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar e.V.“ beschäftigten, zog heute die Saarbrücker - Zeitung nach und berichtete in einem längeren Artikel über diese Politische Komödie.

Wie Mike Martin bereits verkündete unterliegt die LGK Saar als eingetragener Verein dem Vereinsrecht und dem Bürgerlichen Gesetzbuch und hat - hingegen Linslers Forderung keine Verbindung mit der  Partei Die Linke. Wissen müßte es Mike Martin eigentlich, ist er doch der Gründer dieses Vereins.

Wie sagt der Volksmund so schön: “Gibst du einem Narren einen Finger, so will er die ganze Hand haben.” Anschließend sollte man die Finger auch gut nachzählen. Dabei ist es schon seltsam das  der Landesvorsitzende einer Partei, welcher noch nicht einmal in der Lage ist für die ordentliche Durchführung von Wahlen nach den Gesetzen seiner Partei Sorge zu tragen, nun plötzlich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu zitieren weiß. Na, wie groß muss hier der Balken im eigenen Auge sein?

Betrachten wir das Ganze doch einfach als eine versuchte Revanche da Martin mit verlassen der Partei sein Mandat nicht aufgegeben hat. In der LINKEN reagiert man immer sehr nach tretend in solchen Fällen, nimmt aber auf der anderen Seite bei Übertritten in die Partei den Zugewinn von Mandates gerne an.

Neuer Ärger bei der Linken

Mit einem parteiinternen Verein wollte Mike Martin ab 2008 die Kommunalpolitik ankurbeln. Nach seinem Austritt aus der Linken sieht er jedoch keine Notwendigkeit mehr für dieses Team. Anders der Saar-Parteichef Rolf Linsler. Er will nämlich die Arbeitsgruppe erhalten.

Sommerpause auch in der Politik? Für Mike Martin nicht. Das ehemalige Mitglied der Partei Die Linke im St. Wendeler Land nutzt die Ferienzeit, um sich öffentlich mit seiner Vergangenheit zu befassen. Im konkreten Fall: um den mit von ihm ins Leben gerufenen Verein Linke Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar, kurz: LGK. Dieses Projekt ist eng mit seiner einstigen politischen Heimat verwoben, wie es der Name erkennen lässt. Und diese vereinsrechtliche Arbeitsgruppe möchte der Kommunalpolitiker aus Hasborn-Dautweiler jetzt rasch abwickeln. Bis Anfang August soll die LGK Geschichte sein, wie Mike Martin in einer persönlichen E-Mail an den Saar-Linke-Chef Rolf Linsler (Foto: bub/SZ) schreibt. Das Datum in dem Schreiben: Bis 8. August will der Noch-Vereinsvorsitzende ermächtigt werden, “die Auflösung des Vereins notariell zu veranlassen”.

Doch dabei stößt Martin bei Linsler auf erbitterten Widerstand. Denn der Saarbrücker ist überhaupt nicht von diesem Vorstoß seines Ex-Parteikollegen begeistert. Obwohl Linsler zugibt, das der Verein seit dessen Geburt Anfang 2008 nicht sonderlich vital gewesen sei. Trotzdem: “Die Linke will, dass der Verein bestehen bleibt”, stellt Linsler klar. Und was ist die Aufgabe der LGK laut Parteichef? Kommunalpolitiker in Seminaren schulen; außerdem tauschen sie sich bei länderübergreifenden Treffen aus.

Quelle: Saarbrücker Zeitung >>>>> weiterlesen

IE

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* Merkelpanzer II

Erstellt von UP. am 6. Juli 2011

Infomässig zu den “Merkelpanzern”
 

Pressemitteilung

Lieferung von Leopard-Panzern nicht akzeptabel
Susanne Heinke
Public Relations

Bonn International Center for Conversion (BICC)

05.07.201
Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) kritisiert mit dem folgenden Statement von Prälat Dr. Bernhard Felmberg die mögliche Rüstungsexportgenehmigung von Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien. Das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) arbeitet seit Jahren in der GKKE Fachgruppe Rüstungsexporte mit. Seine Forschungen (http://www.ruestungsexport.info oder Globaler Militarisierungsindex GMI, http://www.bicc.de/our-work/gmi.html) fließen in den jährlichen GKKE-Rüstungsexportbericht ein. Der aktuelle Länderbericht zu Rüstungsexporten ist abrufbar unter http://www.bicc.de/ruestungsexport/pdf/countries/2011_saudi_arabien.pdf

Statement von Prälat Dr. Bernhard Felmberg zur Rüstungsexportgenehmigung
von Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien

Wenn es zutrifft, dass der Bundessicherheitsrat eine grundsätzlich positive Entscheidung über die Lieferung von 200 Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien gefällt hat, so halte ich eine solche Entscheidung für nicht akzeptabel.

Die GKKE hat immer wieder Rüstungsexportgenehmigungen kritisiert, die den Kriterien des EU-Verhaltenskodex z.B. der Menschenrechtssituation, der Entwicklungsverträglichkeit und der regionalen Stabilität nicht genügen. Unter den kritischen Empfängerländern waren immer auch Länder des Nahen Ostens und Nord-Afrikas; wie z.B. Ägypten und Saudi-Arabien. Mit solchen Entscheidungen hat die Bundesregierung auch bisher schon gegen die selbstgesetzten politischen Richtlinien für eine restriktive Rüstungsexportkontrolle verstoßen.

Die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien gilt als sehr bedenklich. Erst vor kurzem hat Saudi-Arabien zudem Militär nach Bahrain geschickt, um die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung dort zu unterstützen. Der nun wohl zur Lieferung anstehende Leopard-Typ 2 A7+ ist auch geeignet, um Demonstranten einzuschüchtern und Barrikaden aus dem Weg zu räumen. Vor dem Hintergrund des „Arabischen Frühlings“ würde eine solche Entscheidung die von der Bundesregierung erklärte Unterstützung der Demokratiebewegung im Nahen Osten konterkarieren und an benachbarte Staaten ein falsches Signal aussenden.

Dass die Region gerade aktuell als Konfliktregion hoch explosiv ist, bestätigt sich jeden Tag neu. Eine derartige Exportgenehmigung heizt eine regionale Konfliktdynamik weiter an und widerspricht erklärten friedenspolitischen Zielen der Bundesregierung.

 
 
Nachfolgend ein Aufruf von CAMPACT gegen das Panzergeschäft
 

Newsletter 14/2011
Dienstag, 05. Juli 2011 - 491.981 Abonnenten
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Deutsche Panzer im Arabischen Frühling? Nein!

Die Bundesregierung will 200 Panzer nach Saudi-Arabien liefern. Dabei schlug das saudische Regime gerade die Demokratiebewegung im Nachbarland Bahrain mit Panzern nieder. Fordern Sie die Regierung auf, das mörderische Geschäft zu stoppen!

Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle inszenieren sich gerne als Unterstützer der arabischen Demokratiebewegung. Doch hinter den Kulissen hätscheln sie die Diktatoren: Letzte Woche erlaubte der Bundessicherheitsrat die Lieferung von 200 deutschen Leopard-Kampfpanzern an das saudische Regime. Dem Gremium gehören auch Merkel und Westerwelle an.

Das despotische Königshaus unterdrückt brutal die eigene Bevölkerung und half erst vor wenigen Wochen, mit Panzern die Demokratiebewegung in Bahrain blutig niederzuschlagen. Laut Hersteller sind die Leopard-Panzer auch noch optimiert auf “asymmetrische Kriegsführung und die Bekämpfung von Einzelpersonen”. Schon nächstes Jahr könnten also Panzer “Made in Germany” in den Straßen Riads gegen Demonstranten eingesetzt werden.

Fordern Sie von Merkel und Westerwelle den Stopp des Panzer-Deals!

Unterzeichnen Sie unseren Eil-Appell!

Im Internet beschreibt das Auswärtige Amt die Lage in Saudi-Arabien so: “Todes- und Körperstrafen werden verhängt und vollstreckt. Die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sind stark eingeschränkt. Parteien sind verboten. Politische Aktivisten und Menschenrechtler werden drangsaliert, inhaftiert oder gehen ins Ausland.” Trotzdem will Westerwelle Leopard-2-Panzer des Typs “2A7+” aus der Münchener Rüstungsschmiede Krauss-Maffei Wegmann nach Saudi-Arabien liefern lassen - ausgerüstet mit einem “Räumschild” an der Fahrzeugfront.

Jeden Tag riskieren gegenwärtig in der arabischen Welt mutige Frauen und Männer ihr Leben für die Freiheit. Es kann doch nicht sein, dass unsere Regierung ihre Unterdrücker mit Hightech-Panzern ausstattet! Jetzt müssen wir gemeinsam der öffentlichen Empörung Ausdruck verleihen - und die Regierung zur Rücknahme der Entscheidung bewegen.

Unterzeichnen Sie unseren Appell gegen den Panzer-Export!

Weitere Infos finden Sie in unserer 5-Minuten-Info!

Frühere Bundesregierungen haben den Export von Kampfpanzern nach Saudi-Arabien noch aus einem weiteren Grund stets abgelehnt. Man wollte nicht mitten in ein Krisengebiet exportieren, ein Wettrüsten mit dem Iran vermeiden und den Konflikt mit Israel nicht befeuern. Diesen Konsens gibt die Regierung Merkel nun leichtfertig für die Profitinteressen deutscher Rüstungskonzerne auf.

Herzliche Grüße
Yves Venedey


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Yves Venedey | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de

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* Merkelpanzer nach Saudi

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Juli 2011

Wetten Das? Wir auch in nächster Woche, wie in fast jeder zuvor wieder mit den neuesten Zahlen der Regierung über unsere florierende Wirtschaft bombardiert werden. Wetten Das? Wir  auch in diesem Monat wieder die neuesten Zahlen aus der ARGE über eine weiter sinkende Arbeitslosenzahl lesen und hören können. Wie stolze Pfauen versucht man der Bevölkerung zu erklären dass kein anderes Land auf der Welt die Finanzkrise gleich gut wie die Deutschen überstanden haben. Dank an Merkel?

Aber wie das so ist im Leben, wo es Gewinner gibt, muss es zwangsläufig auch Verlierer geben welche natürlich von niemanden erwähnt werden. In den letzten Jahren wurde so wohl der Aufschwung der Wirtschaft als auch der Abbau der Arbeitslosen mit einem sinken der Lohnkosten von den Arbeitern bezahlt.

Besonders in den letzten Tagen wird uns die Skrupellosigkeit der Regierung wieder einmal knallhart vor Augen geführt. Folgend  dem Motto, Hauptsache die Kasse stimmt, wurde der Verkauf von 200 Kampfpanzer des Typs “Leopard 2″ an Saudi Arabien genehmigt. Die Deutsche Regierung nimmt wissentlich in Kauf das mit Hilfe dieser Panzer der dortige Krieg gegen die eigene Bevölkerung effizienter weitergeführt werden kann.

So wie zuvor in Libyen, Tunesien, oder auch Ägypten unterstützt man Despoten mit Waffen zur Festigung bestehender Macht. Wie sagt der Politiker Jan van Aken: “Die schlimmsten Unterdrücker bekommen die tödlichsten deutschen Panzer - das ist Merkels Beitrag zum Arabischen Frühling.”

Merkels Grundsatz: Geld stinkt nicht, wenn es um unsere Wirtschaft geht. Für Geld nimmt man auch Tote in Kauf.

Mehr als 3000 dieser Kampfmaschinen wurden bislang in 15 andere Länder geliefert. Der saudi-arabische Staat soll ein spezielles Interesse an die neueste Variante des “Leo” haben, welche speziell gegen “asymmetrische Bedrohungen” entwickelt wurde.

Das den Regierungen die wirtschaftlichen Kontakte in den verschiedensten Regionen der Welt wichtiger als die Demokratie ist, ist so neu nicht. Schon in den 1980ger Jahren handelten  Helmut Schmidt (SPD) und Franz Josef Strauß (CSU) eine Panzerlieferung mit Saudi Arabien aus, welche dann von der Regierung Kohl gestoppt wurde.

Hier eine Pressemitteilung der LINKE

03.07.2011 – Jan van Aken
Mit deutschen Panzern gegen den arabischen Frühling?

“Die schlimmsten Unterdrücker bekommen die tödlichsten deutschen Panzer - das ist Merkels Beitrag zum arabischen Frühling”, kommentiert Jan van Aken, Mitglied für die Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, den geplanten Verkauf von 200 Leopard-Kampfpanzern an Saudi Arabien. Van Aken weiter:
“Wir werden diese Woche eine aktuelle Stunde dazu im Bundestag beantragen. Saudi Arabien schlägt den Aufstand in Bahrain nieder und gehört zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Region. Trotzdem baut Deutschland den Saudis eine Sturmgewehrfabrik, bildet saudische Grenzer aus und will jetzt auch noch Panzer liefern. Wir werden alles daran setzen, diesen tödlichen Deal zu stoppen.”

Passend zu Thema auch ein Kommentar aus der heutigen TAZ

Dem arabischen Frühling wird misstraut

Geopolitik statt Menschenrechte

Beim Beschluss, 200 Leopard-Panzer ausgerechnet an die Despotie Saudi-Arabien zu verkaufen, geht es um weit mehr als nur ein schnödes Milliarden-Geschäft. Die schwarz-gelbe Bundesregierung agiert hier geostrategisch und im Gleichschritt mit den USA. Dem arabischen Frühling misstraut Kanzlerin Merkel ebenso wie andere westliche Regierungschefs. Zu ungewiss sind die außen- und wirtschaftspolitischen Folgen einer Demokratisierung - und erst recht ihres Scheiterns - in der arabischen Welt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Lügt MdB Thomas Lutze?

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Juli 2011

Gestern erhielten wir von einem ehemaligen Mitglied der DIE LINKE aus Saarbrücken ein Schreiben des MdB und Landesgeschäftsführer Thomas Lutze, adressiert an die Landeschiedskommission der DIE LINKE Saarland.

Innerhalb dieses Schreibens weist der Landesgeschäftsführer die Schiedskommission auf folgendes hin; wir zitieren:

„Am 30. Mai und am 12. Juni habe ich die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Saarlouis geleitet. Zu Beginn der zweitägigen Mitgliederversammlung wurde die Versammlungsleitung gewählt. Kein anwesendes stimmberechtigtes Mitglied hat zu Beginn der Versammlung am 30. Mai einen Antrag auf geheime Wahl der Versammlungsleitung und der weiteren Arbeitsgremien der Mitgliederversammlung gestellt. Die Durchführung der Versammlung hat also an beiden Tagen gemäß unserer Statuten und Satzungen stattgefunden.“

Quelle: weiterlesen >>>>> Schreiben Thomas Lutze an LSK

Nach den von uns durchgeführten Recherchen und wie aus den uns vorliegenden Originaldokumenten hervorgeht, macht Lutze mit der aufgestellten Behauptung: “Kein anwesendes stimmberechtigtes Mitglied hat zu Beginn der Versammlung am 30. Mai einen Antrag auf geheime Wahl der Versammlungsleitung und der weiteren Arbeitsgremien der Mitgliederversammlung gestellt“ eine vermutlich falsche Aussage. Laut unserer Informationen liegen unterdessen zehn Erklärungen an Eides statt vor, welches wir hier nachfolgend an einem Beispiel belegen:

********************************************************

Datum: 01.07.2011

Erklärung an Eides Statt

Betr.: Antrag v. Gilbert Kallenborn, am 30. Mai 2011 aufgestellten geheime Wahl der Versammlungsleitung, Wahlkommission, Wahlprüfungskommission DIE LINKE Kreis 66740 Saarlouis

Ich bestätige hiermit als Teilnehmer der Wahlen des 30.Mai 2011 DIE LINKE – Bundesdelegierte und Landesdelegierte – in der Stadthalle Dillingen/Saar, dass Gilbert Kallenborn, Elbinger Str. 19, 66798 Wallerfangen sofort zu Beginn der Wahlen die geheime Wahl der o.a. Wahlkörper beantragte, so wie es das Wahlrecht selber garantiert (§ 1 ParteiG u. § 2 Abs. (2) Wahlordnung die LINKE)

Der Antrag wurde gegen das Wahlrecht von Thomas Lutze (MdB) als Versammlungsleiter unter Beisein des Kreisvorstandes MdL geziehlt zunichte gemacht, wer behauptet, Kallenborn hätte diesen Antrag nie gestellt, begeht Täuschung im Rechtsverkehr.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

********************************************************

Die Richtigkeit der Kallenborn-Aussage belegen außerdem Video-Aufnahmen der besagten Wahlversammlung. Diese sind dem Artikel „Wahl in Saarlouis III“ auf DL beigefügt und so für jedermann einzusehen und zu hören.

Auffällig auch, dass nur der Einspruch für den ersten Tag der Wahlversammlung von Lutze in Abrede gestellt wird. Mag es daran liegen das es an dem Tag um die Wahl von Oskar Lafontaine zum Bundesdelegierten ging und die Wahlen des zweiten Tages von untergeordneter Wichtigkeit waren? Hatte Lutze hier vielleicht einer Aufforderung von Lafontaine Folge zu leisten? Sollten sich alle hier vorliegenden Fakten als richtig erweisen, wäre erneut das Delegierten Mandat nur über einen Bruch der Bundessatzung vergeben worden.

Der ganze vorliegende Ablauf wirft aber vor allem einen verheerendes Bild auf den Zustand der LINKEN und die Politik im Ganzen. Das solcher Art Menschenführung in einer Partei welche für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft antreten möchte möglich ist, macht Sprachlos und erübrigt jedes weiteren Kommentars.

IE

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* Korruption in “D”

Erstellt von Martha Brauch - Waiblingen - am 4. Juli 2011

…und anderswo?

Eine korrupte Geschichte

Schon Friedrich II. ließ Kaiserin Maria Theresia’s Minister bestechen und betrieb im Europa des 18. Jahrhunderts systematisch Korruption. Er ging davon aus, dass sie wiederum seine Minister bestach. Gewissermaßen hatten Diplomaten ein Anrecht darauf, bestochen zu werden. Bis zum Ende des Kaiserreichs erhielten preußische Beamte nur etwa zwei Drittel ihres Gehaltes zur Finanzierung eines Lebensstils, der von Ihnen in ihrer Position erwartet wurde. Sie waren Diener des Königs, die sich durch „Sporteln“ zu ernähren hatten.

Zum Ausgleich gab es Beihilfen. Diese findet man heute immer noch im Besoldungswesen. Die heutige Vollbesoldung von Beamten ist eine fortschrittliche französische Erfindung aus der jüngeren europäischen Vergangenheit.

Otto von Bismarcks Reptilienfonds oder auch Dispositionsfonds sind ebenfalls teilweise bekannt. Über diese konnte er frei verfügen. Ein Reptilienfonds besteht aus von Haushaltsgeldern abgezweigten Mitteln oder aus vor der Steuer verstecktem Schwarzgeld und wird in der Regel zur politischen Einflussnahme benutzt. Über ihre Verwendung muss keine öffentliche Rechenschaft abgelegt werden, also eine „schwarze Kasse“. Der Ausdruck „Reptilienfonds“ leitet sich aus einer Rede Bismarcks im preußischen Abgeordnetenhaus her, die er anlässlich der Beratung über das beschlagnahmte Vermögens des Kurfürsten von  Hessen hielt. Er bezeichnete darin die im Dienst des entthronten Kurfürsten arbeitenden Agenten als „bösartige Reptilien“.

Die deutsche Bundesregierung wurde mehrfach verdächtigt, aus dem Bundeshaushalt Gelder zur Wahlkampffinanzierung abzuzweigen. Dies konnte jedoch nie bewiesen werden. Der Begriff des „Reptilienfonds“ war seit Gründung der Bundesregierung unter dem Titel 300: „Für Förderung des Informationswesens“ als Haushaltstitel des deutschen Bundeskanzleramtes umschrieben und nur der Prüfung durch den Bundesrechnungshof unterworfen. Erst 1967 wurde dieser der parlamentarischen Kontrolle unterstellt. Ähnlich betitelte Papiere dienten später zum Häftlingsfreikauf politischer Gefangener aus der DDR. Presseberichten zufolge führt die deutsche Bundesregierung einen Reptilienfonds aus dem etwa Lösegeld für deutsche Geiseln im Ausland bezahlt wird. Wie viele Schwarzkassen, die aus den Steuergeldern von Bürgerinnen und Bürger abgezweigt wurden, bestehen noch?

Was ist Korruption?

Im juristischen Sinn bedeutet Korruption Missbrauch einer Vertrauensstellung wie etwa in der Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik, aber auch in Vereinigungen oder Organisationen (wie z. B. Stiftungen), um materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtlicher Anspruch besteht. Korruption ist also eine „win-win“-Aktion, (z. B. Entscheidungsbeeinflussung gegen Geld) und bedeutet:  Bestechung, Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Dies kann bis hin zu einer Erpressung führen.

Vorteile, die durch Korruption verschafft werden sind:

  • Geld (Schmiergeld): Bargeld oder Überweisungen auf ein Tarnkonto
  • Bezahlung für Scheingeschäfte (Scheinlieferungen, – gutachten oder –beratung)
  • Wertvolle Sachgeschenke
  • Einladungen zu Essen, Veranstaltungen etc.
  • Finanzierung von Reisen
  • Überlassen von Kfz, Jacht, Ferienwohnung
  • Kostenlose oder kostengünstigere Leistungen, (z.B. in einer Werkstatt, beim Hausbau oder der Gartenpflege etc.).
  • eine spätere Karriere bzw. gut bezahlter Job für den Bestochenen oder einen seiner Angehörigen.

Kommt uns da nicht einiges bekannt vor? Die Geburtstagsfeier von Ackermann im Bundeskanzleramt oder die späteren Karrieren von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der als Aufsichtsratschef einer Gazprom-Tochterfirma mit Sitz in einer Schweizer Steueroase vorsteht, Wolfgang Clement bei REW und Ex-Wirtschaftsminister Werner Müller, der bei der EU für Steinkohlesubventionen gestritten hatte und heute bei der RAG (Ruhrkohle-AG) beschäftigt ist?

Oder Jürgen Schrempp, deutscher Manager und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der heutigen Daimler AG. Sein Bruder Wolfgang, ehemals Berufsschulleiter, machte ebenfalls als Managing Director beim Tochterkonzern, der DaimlerCrysler Italia und später bei DaimlerChrysler Australia and Pacific Karriere.

Bruder Günter Schrempp arbeitete nach dem Ausscheiden aus dem Landtag Baden-Württembergs als Geschäftsführer des Internetanbieters ROL3, bei dem die debis, eine Tochtergesellschaft der DaimlerCrysler AG, Minderheitsaktionärin war. Seit 2000 ist er als Diplomingenieur selbständiger Berater für Bau, Verkehr, Management und IT.

Lydia Schrempp, Jürgen Schrempps frühere Büroleiterin und jetzige Frau, arbeitete offensichtlich bis Ende März 2008 in einer Position mit einem Mindesteinkommen von 200.000 €. Jürgen Schrempp hatte ihr diesen Posten in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender verschafft. Er war zudem in den Jahren 1997, 2004 und 2005 Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Konferenzen.

Das sind nur wenige Beispiele. Diese Liste kann endlos fortgesetzt werden.

Auswirkungen von Korruption

Im Bereich öffentlicher Verwaltungen führt Korruption zu immensen materiellen Schäden, die die Steuerzahler dann letztendlich tragen müssen. Das führt dazu, dass z. B. Bauunternehmen, die wesentlich teurer sind und qualitativ schlechtere Leistungen erbringen (wie beim Kölner U-Bahn-Bau und dem Einsturz des Stadtarchivs), bei Ausschreibungen übervorteilt werden und die Aufträge erhalten. Die Vorteile für die jeweiligen Amtsträger werden gemeinwohlwidrig bei der Rechnungsstellung in Form von nicht erbrachten Leistungen eingerechnet. Der dadurch entstandene Vertrauensverlust bei Bürgerinnen und Bürgern ist ein enormer immaterieller Schaden.

In der Justiz werden begangene Straftaten durch organisierte Kriminalität scheinbar nicht mehr verfolgt oder die Ermittlungen abgebrochen, weil die Polizei bis in unsere obersten Reihen ermitteln müsste und Politiker offenbar Kontakte zur Mafia und anderen derartigen Organisationen unterhalten. In Zeiten des Sparwahns werden dann Gelder gestrichen und offenbar Abteilungen, die gegen die organisierte Kriminalität ermitteln, aufgelöst oder wesentlich verkleinert. Dadurch kann sich die organisierte Kriminalität bis in Angst erregende Ausmaße ausbreiten. Die Ermittlungsbeamten in der Justiz und den Finanzämtern sind frustriert und werden scheinbar von oben herunter bedroht. Offenbar wird auf die Justiz insofern Einfluss genommen, dass sie nicht mehr uneingeschränkt für die Bürgerinnen und Bürger im Sinne einer tatsächlichen Strafverfolgung bei organisierter  und Wirtschaftskriminalität nicht mehr ausreichend sorgen kann, was einer teilweisen Entmachtung gleichkommt.

Lothar Späths Traumschiff-Affäre, die am 28.12.1990 bekannt wurde und am 13.01.1991 zu seinem Rücktritt als Ministerpräsident von Baden-Württemberg führte, sei hier als Beispiel angeführt. Späth reiste zusammen mit dem ehemaligen SEL-Chef, Helmut Lohr, im firmeneigenen Flugzeug in die Ägäis und verbrachte dort einen Segelurlaub, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen.  SEL erhielt im selben Jahr der Reise ohne Ausschreibungen einen Auftrag vom Land Baden-Württemberg, indem alle Landesbehörden mit Faxgeräten ausgestattet wurden. Verschärft wurde das noch, als die Staatsanwaltschaft die Reisen Späth’s als Betriebsausgabe des Unternehmens akzeptierte.

Ein Antrag auf einen Untersuchungsausschuss, den CDU und FDP ablehnten, kam erst durch eine Klage vor dem Staatsgerichtshof zustande. Dort räumte Späth ein, dass seine Einkommenssteuer „noch nicht geklärt“ sei. Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue und Vorteilsnahme wurden letztlich eingestellt! Werden nicht hohe Richterpositionen von den Parteien vergeben?

Zu überhöhten Preisen und erschwertem Zugang zu medizinischen Leistungen führt Korruption im Gesundheitswesen. Hier kann sie dazu führen, dass sich Therapieformen und Medikamente etablieren, die medizinisch keine optimale Behandlung darstellen. In vielen Ländern gehört die Zahlung von Bestechungsgeldern in Krankenhäusern zum Alltag. Wehe dem, der kein Geld zum Bestechen hat. An der Pharma-Industrie strauchelte auch Philipp Rösler, der solche Missstände zum Teil beseitigen wollte, aber letztendlich doch andere Gesetze zum Nachteil der Bevölkerung beschließen lassen musste. Die Politiker sind eben nur Marionetten der Großen.

Siehe auch: Korruption in Griechenland, ein Arzt bricht sein Schweigen

In der Baubranche und überall, auch bei Polizei und Justiz, wird scheinbar geschmiert. Würzburg ist die heimliche Hauptstadt des Kapitalbetruges, weil hier kaum wegen dieser Straftat ermittelt wird, sagt auch Hauptkommissar Jürgen Dolata und die OECD bezeichnete Deutschland als das korrupteste Land. Bei der BayernLB und dem Skandal um die Hypo Alpe Adria sollen sich angeblich Mafia und Politik vermischt haben. Die Mafia wäscht ihr Geld in Deutschland. Demokratische Länder können ihre Wirtschaft nicht mehr steuern, weil die organisierte Kriminalität stärker ist. Dadurch geht Stück für Stück die Demokratie vor die Hunde.

Korruption führt also dazu, dass Leistungen von Organisationen abnehmen oder schlechter werden. Die Geldbeträge aber, die dafür zu entrichten sind, steigen. Nach Angaben der Weltbank muss jeder Mensch durchschnittlich rund 7 % seiner Arbeitsleistung (nicht seiner dafür gezahlten Steuern) für die Schäden der Korruption aufbringen. Ob diese Zahl wohl noch stimmt, bei den vielen „Rettungspaketen“, die unsere Regierung und die EU schnürt, kann da sicherlich bezweifelt werden!

Lobbyismus

Auch Lobbyismus ist eine Methode, mit der Einwirkung auf Entscheidungsträger und –Prozesse gewonnen werden. Der Begriff Lobbying kommt aus dem Englischen und steht für ein Mittel von Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft, in der auf die Legislative, Judikative und Exekutive vor allem durch persönliche Kontakte und Beratung Einfluss genommen werden soll. Zudem wird versucht, die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in den Medien zu beeinflussen.

Die Lobbyisten arbeiten als externe Mitarbeiter in Ministerien und werden weiterhin von den jeweiligen Interessenverbänden, Gewerkschaften oder größeren Unternehmen bezahlt. Sie bringen dadurch gezielt die Interessen ihrer eigentlichen Arbeitgeber in das Gesetzgebungsverfahren ein und geben ihren Mitgliedern relevante Informationen, sodass diese sich auf die zu erwartenden politischen Einscheidungen einstellen können.

Oft haben wir die Beobachtung gemacht, dass hochrangige Entscheidungsträger aus der Politik oder der Exekutive die „Fronten gewechselt haben“, indem sie ihre bisherige Stellung aufgegeben und zu einem einflussreichen und gut bezahlten Job in einem Verband oder einem Unternehmen wechselten. Als Schmiergeld für gute Arbeit? (siehe oben).

Eine politische Einflussnahme auf Entscheidungen der Ministerien sei jedoch nach Darstellung der Bundesregierung ausgeschlossen. Warum nehmen dann Wirtschaftsverbände auf Lehrmaterialien und Lehrerbildung im Unterrichtsfach „Wirtschaft“ Einfluss?

Pharmaindustrie und Energiewirtschaft gelten als Branchen mit besonders großer Lobbymacht in der Bundesrepublik. Seit dem „Atomkonsens“ der Regierung Schröder/Fischer im Jahre 2002 arbeiteten RWE, EON, EnBW und Vattenfall für eine Laufzeitverlängerung der AKWs in Deutschland. Nachdem sie zunächst 2010 Erfolg damit hatten, darf man auf deren Einfallsreichtum gespannt sein, wie das angeblich endgültige Abschaltdatum im Jahr 2022 umgangen werden könnte. Hat Norbert Röttgen nicht gesagt, als die Linke den Antrag stellte, den Atomausstieg im Grundgesetz zu verankern, dann könne das ja niemand mehr ändern?

Am 1.7.2002 trat das „Strafrechtsübereinkommen über Korruption“ des Europarats vom 17.12.1997 in Kraft. Diese Konvention wurde von der Schweiz am 10.12.2005 ratifiziert und am 21.09.2007 eingeleitet. Deutschland und Österreich haben dieses Übereinkommen bis heute nicht unterschrieben.

Eine UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) trat am 16.09.2005 in Kraft. Diese Konvention wurde von Österreich am 11.01.2006 unterschrieben, von Deutschland wiederum bis heute nicht. Nach dieser Konvention genügt die bisherige Regelung in Deutschland zur Bestechung von Abgeordneten (§ 108e StGB) nicht den Anforderungen der UNCAC. Der Bundestag konnte sich bisher noch nicht auf eine entsprechende Gesetzesänderung verständigen! Warum wohl nicht? In letzter Konsequenz käme dies nämlich einer Verhaltensänderung gleich, und dazu sind die meisten unserer Volksvertreter einfach nicht bereit.

Andere Länder andere Sitten?

Keineswegs geht es in anderen Ländern anders zu, z. B. in den USA. Dort hat Jürgen Schrempp 185 Millionen Euro Strafe bezahlen müssen nachdem herausgekommen ist, dass er von 1998 bis 2008 Schmiergeld in Höhe von 56 Millionen Dollar verteilt hatte. Jürgen Schrempp wurde danach aus dem Vorstand des Daimlerkonzerns ohne eine Abfindung entlassen. Jeder macht’s aber darf sich bitteschön nicht erwischen lassen? Ein Ermittlungsverfahren wurde jedoch nie eingeleitet.

In den 1980-er Jahren wurde in Italien eine „Geheimloge“, die Propaganda 1 (kurz P1) die aus hochrangigen Politikern, Militärs, Geheimdienst, Industriellen, Journalisten und Mafiosi bestand, aufgedeckt und verboten. 1982 enthüllte man die P2, worauf auch diese verboten wurde. Mitglied war auch der damalige Medien- und Bauunternehmer und heutige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Dieser Geheimbund ist laut Bisignani nie richtig verschwunden. Der dritte Versuch (P3) wurde 2010 aufgelöst, worauf die neue Loge dann den Namen P4 bekam.

Bisignani, der seit Monaten von der Staatsanwaltschaft abgehört wird,  soll der Kopf dieses Geheimbundes sein. Angeblich will er auspacken. Viel Peinliches bekamen die Ermittler zu hören. So durften z. B. die Italiener in der Turiner Zeitung „La Stampa“ lesen, dass die Umweltministerin über Berlusconi denkt, er sei „leider nicht intelligent“. Auch gegen einen Polizeigeneral der Finanz- und Zollpolizei wird ermittelt. Die Überwachten wurden offensichtlich von jemandem gewarnt, der Kenntnisse über die streng vertraulichen Ermittlungen hatte, also einer von weit oben.

In Russland steht Korruption ebenfalls auf der Tagesordnung. Korruption ist dort ein weit verbreitetes Übel. Korrupte Staatsanwälte, geschmierte Polizisten und andere Kriminelle schikanieren dort russische Unternehmer oder morden, wie im Fall des ersten Vize-Chefs der Zentralbank (sind bei uns nicht auch schon Politiker in der Badewanne ertrunken oder deren Fallschirm auf wundersame Weise nicht aufgegangen?). Korruption und Geldwäsche kosten Russland angeblich die Hälfte seiner Wirtschaftskraft.

Anlässlich eines Besuches bei Putin erwähnte unsere Kanzlerin, Frau Merkel, dieser solle die Korruption in Russland bekämpfen. Was machte Putin? Er lächelte und gab zur Antwort, dass Frau Merkel das zu Hause doch bitteschön auch tun soll. Vielsagend, oder nicht?

Fazit: Korruption scheint heute in Politik und Wirtschaft bestens etabliert zu sein und als legal zu gelten. Es ist kaum anzunehmen, dass diese Amigos ihren eigenen Sumpf trocken legen werden!

Martha Brauch

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* Die Probleme der LINKEN

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Juli 2011

Da hat sich am Samstag nach monatelangen, fruchtlosen hin und her doch einmal im Vorstand der LINKEN etwas bewegt und diesesmal nicht nur die bayrische Maß. Man entschloss sich ein Bekenntnis zum Existenzrecht Israels im Entwurf für ein Grundsatzprogramm zu verankern. Außerdem trete man nun für die Zweistaatenlösung ein.

Dieses schon seit Monaten erwartete Papier soll nun von einem Parteitag im Oktober endgültig abgesegnet werden. Man sieht auch hier, wenn nur genügend Druck aufgebaut wird, sind auch olle Funktionärsbonzen noch zur Arbeit fähig. Man muss sie nur zu derselben tragen.

Zur Durchführung eines solchen Beschlusses brauchte es erst eine über viele Monate andauernde Kampagne durch die „Neoliberale, Kapitalistische“ Presse welche wiederholt über strittige Äußerungen von LINKE Partei Mitglieder zu berichten wussten.

Wer sich aber nun dem Glauben nach einkehrender Beruhigung hingibt, wird sofort wieder enttäuscht. Unter dem Titel: “Um Spaltung zu verhindern - eine Trennung einleiten” legten die brandenburgischen Linken-Politiker Michael Reimann und Steffen Hultsch sowie die Berliner Abgeordnete Margrit Barth ein sechsseitiges Arbeitspapier den Landesgeschäftsstellen in Ostdeutschland, Bundestagsabgeordneten und Landespolitikern vor.

„Darin heißt es, eine erneute Trennung in eine Ost- und eine West-Partei sei notwendig, da andernfalls “die Gefahr des Scheiterns” bestehe, “eine Kraft links der Sozialdemokratie zu etablieren”. Soll heißen: “Mit den sektiererischen West-Linken ist kein Staat zu machen, die schaden uns nur.“

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

Dazu ein passender Kommentar.

Israel existiert - so wie Italien

Wenn eine deutsche Partei 63 Jahre nach der Gründung des Staates Israel es für notwendig erachtet, das Existenzrecht des jüdischen Staates in ihrem Grundsatzprogramm zu verankern, dann hat sie offenbar ein Problem. Denn das Selbstverständliche betonen zu müssen spricht nicht dafür, dass man eine Tatsache auch als selbstverständlich ansieht. Israel existiert - so wie Italien, Luxemburg oder die Mongolei. Nur dass es niemand für notwendig halten würde, dies zu postulieren.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Am Sonntag  diskutierten  in der Berliner Neuen Synagoge Politiker der Linkspartei und Wissenschaftler über den Antisemitismus in der Linken. Dabei bekam vor allem Fraktionschef Gregor Gysi sein Fett ab.

Das trotz aller Brisanz das Thema so sachlich behandelt werden konnte „lag vor allem daran, dass für die Linkspartei einer auf dem Podium sitzt, der im Grundsatz das Problem ähnlich sieht wie die Jüdische Gemeinde selbst: der Berliner Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Stefan Liebich.

Ausdrücklich prangert Liebich das trotzkistische Netzwerk Marx 21 in der Linkspartei an, zu dem unter anderem die Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz und Nicole Gohlke gehören.”

Auf ihren Anfang Juni abgehaltenen Kongress Marx 21 hielt ausgerechnet Oskar Lafontaine die Eröffnungsrede. Wir berichteten  seinerzeit ausführlich unter der Überschrift „Realos gegen Sektierer“ darüber.

“Maya Zehden von der Jüdischen Gemeinde lobt das Problembewusstsein, das in der aktuellen Auseinandersetzung Linken-Politiker wie Katja Kipping, Jan Korte oder Bodo Ramelow zeigen würden. Sie begrüßt die Vertreter des parteiinternen Arbeitskreises Shalom und bedankt sich beim Berliner Linken-Landesvorsitzenden Klaus Lederer für sein Kommen. Der gibt zu, dass durch die heftige Diskussion immer neue Vorfälle publik werden. „Das ist der Preis, den wir dafür zahlen“, sagt Lederer. Aber er sei überzeugt, dass die Auseinandersetzung in der Linken zwangsläufig und nicht beendet sei. Denn: “Noch haben wir sie nicht gewonnen.”

Quelle: Der Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

IE

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* Treppenwitz F.D.P.

Erstellt von UP. am 4. Juli 2011

Der Treppenwitz zum Sommerloch

“Ohne peinliche Scham” verkündet der General Linder der F.D.P. Steuersenkungen als gute Neuigkeiten, die längst im Koalitionsvertrag von 2009 festgeschrieben waren. Dann geht er in die “wohlverdiente” Sommerpause.

Die Höhe der Steuersenkungen für die sogenannten kleinen Leute unter Kompensierung der eiskalten Progression - bereits jahrelang versprochen - soll es dann im Herbst, dem heissen, geben.

Natürlich klopft die “S”PD auf eine solche Aussage verbalmässig druff, bezeichnen die guten Neuigkeiten der F.D.P. gar als abstrus. Aber was sollen sie auch vermelden, machen sie das Hütchenspiel doch in regelmässiger Folge mit.

Der absolute Hammer ist allerdings die Tatsache, dass diese Steuererleichterungen erst ab 1.1.2013 (zwanzighundertdreizehn) Anwendung finden sollen. Das würde dann zu dem fernen Zeitpunkt natürlich logistisch noch einmal aufgearbeitet werden. Und ein Schuft, wer denkt, das sei Wahlhilfe für die neue 3 %-Partei.

Wie lange lässt sich der sogenannte kleine Mann, der doch das Gros der Wähler bildet, eigentlich noch in schöner Regelmässigkeit über den Tisch ziehen? Schäuble als badensischen Croupier freut das natürlich, und wir hören sein herzliches Lachen, wenn vermeldet wird, dass er sich als Schwergegewicht habe niederringen lassen von dem Federgewichtle Rössler. Schäubles Interesse als Finanzminister ist es zunächst, die Neuverschuldung unter 30 Mrd. zu halten. Davon lässt sich dieser alte Fuchs nicht abbringen, hat er doch die Wirtschaftsverbände hinter sich.
Der Hosenanzug allerdings, seine Cheffe, spielt einmal mehr ein doppeltes Spiel, das dumme Volk in Erwartung der Supersenkung den Sommer über ruhig zu halten.
Wird das dumme Volk diese Erwartung erfüllen???

Wenn die RP - mainstreamgerecht - heute verkündet:

Schwarz-Gelb senkt Steuern und Abgaben

ist das schlicht gelogen.

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* 2-Klassen-Arbeitslose

Erstellt von UP. am 3. Juli 2011

Zwei-Klassen-Arbeitsmarktpolitik: Paritätischer warnt vor sozialen Verwerfungen

Berlin (ots) - Vor einer folgenschweren Spaltung des Arbeitsmarktes warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der heutigen Beratungen des Bundestags zur geplanten Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Mit den Kürzungen der Arbeitsmarktförderung sowie des geplanten Abbaus der Hilfen für Langzeitarbeitslose schiebe die Bundesregierung hunderttausende Menschen eiskalt auf das Abstellgleis, kritisiert der Verband. Er appelliert an den Bundestag, der Bundesregierung auf ihrem Irrweg Einhalt zu gebieten und die Reform zu stoppen.

“Was wir hier erleben, ist echte Kahlschlagpolitik und unvereinbar mit dem Sozialstaatsgebot. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Langzeitarbeitslosigkeit ungebrochen hoch ist. Es ist völlig unverantwortlich und mit unserer Verfassung nicht vereinbar, dass eine Regierung 400.000 Langzeitarbeitslose und ihre Familien als hoffnungslose Fälle abschreibt und ohne Perspektive im Stich lässt”, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Die Sparbeschlüsse der Koalition hätten bereits zu massiven Einschränkungen der Hilfen für Langzeitarbeitslose geführt. Wenn die Instrumentenreform wie geplant umgesetzt werde, bedeute das das Ende der Unterstützungsleistungen für schwerstvermittelbare Arbeitslose. “Diese so genannte Reform wird für hunderttausende Menschen Perspektivlosigkeit zementieren und die Spaltung unserer Gesellschaft verschärfen”, warnt Schneider.

Der Paritätische fordert eine sofortige Rücknahme der arbeitsmarktpolitischen Kürzungen sowie den Stopp der Instrumentenreform und spricht sich für einen gezielten Ausbau öffentlich geförderter, dauerhafter, sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung aus. “Da wo der reguläre Arbeitsmarkt verschlossen bleibt, muss der Staat neue Perspektiven eröffnen. Ohne einen Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes lässt sich Langzeitarbeitslosigkeit nicht nachhaltig bekämpfen”, fordert Schneider. Die einseitige Fokussierung auf die “schnelle Vermittlung schnell Vermittelbarer” sei nicht akzeptabel.

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* Ist Europa am Ende ?

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Juli 2011

Wie wird das Europa der Zukunft aussehen fragt der Publizist Rudolf Walther in seinen Kommentar. So können wir heute feststellen, dass die europäischen Länder auf die in Griechenland, Spanien, Nordafrika oder Arabien aufkommenden Unruhen keine Antworten gefunden haben. Viele leben noch in der Hoffnung dass diese Unruhen verschiedene Länder verschonen werden und versuchen wie im Fall Griechenland diese an die Kandare zu legen.

Da diese Länder aber nichts mehr zu verlieren haben wird das auf Dauer nicht gelingen. Die Politik hat, wenn sie es denn jemals hatte, ihre Moral und Ethik vollkommen verloren und wird das Ziel des Mehr und Mehr aufgeben müssen. Nur Geld und Wirtschaft, ohne geistigen Inhalt, das muss auf Dauer scheitern.

Der eigentliche Sinn der Mitgliedstaaten konnte es nur sein einheitliche Lebensverhältnisse herzustellen. Dieses aber ist am grenzenlosen Egoismus der großen Länder kläglich gescheitert, da ein jedes Land nur an seinen persönlichen Vorteilen gelegen war. Wie heisst der Merkel Slogan an jeder Stelle: “Wir müssen dieses tun und jenes lassen, denn wir sind die größten Nutznießer dieser Vereinigung.“

Europa neu denken

Belgien zeigt seit einem Jahr, dass das Land auch ohne eine Regierung genau so schlecht funktioniert wie mit einer. In Ungarn hat die rechtsradikale Regierung, die mit Zweidrittelmehrheit regiert, den ethnischen Minderheiten und den Medien den Kampf angesagt. Unter Berlusconis Bunga-Bunga-Regime werden Flüchtlinge aus Afrika dazu benutzt, andere Staaten der Europäischen Union zu erpressen. Und Dänemark will das Schengen-Abkommen noch verschärfen. Europa gleicht derzeit einem Tollhaus, und als Gemeinschaft sieht es nicht besser aus.

Auf die Revolten in Nordafrika haben die EU-Staaten bislang vor allem mit einer Verstärkung der Grenzpolizei zur Abwehr von Flüchtlingen reagiert. Und über allem tobt die Schuldenkrise, die in den Talkshows und in der Boulevardpresse zu einer reinen “Griechenlandkrise” versimpelt wird.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Saar LSK Kommissionäre

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Juli 2011

Anträge oder auch Beschlüsse, in der Arbeit mit den Schiedskommissionen sagen für gewöhnlich viel mehr über den inneren Zustand einer Partei oder einer öffentlichen Institution aus als es die meisten wahrhaben wollen. Nun haben wir uns gerade auf DL aus der eigenen Erfahrung heraus regelmäßig mit den Schiedskommissionen in der Partei DIE LINKE aus einander gesetzt, und unsere Erfahrungen in dem Kapitel „Das Ausschlussverfahren“ lückenlos dokumentiert.

Schon von Gründung der Partei an wurde die Arbeit vieler Landes-Schiedskommissionen dazu benutzt den Willen der Landesführung auf brutalst mögliche Art und Weise durch zu boxen.  Aus diesen Gründen sind die Vorgehens- und auch Verfahrens-weisen ziemlich gleich. Kommissionen  machten sich zu willigen Erfüllungsgehilfen von Vorständen um die Partei von ungeliebten Kritikern, Mitkonkurrenten bei der Bewerbung von Mandaten und in den Vorständen, zu bereinigen.  Je nach Landesverband fand hier eine Selektierung durch eine jeweils entsprechenden Gruppierung um die Meinungshoheit statt. Unterstützung bekamen sie auch durch die BSK, in der über einen langen Zeitraum der hauptamtliche Richter Henrik Thomé aus Duisburg ungestört ein manipulierendes Unwesen treiben konnte.

Heute möchten wir uns mit der Schiedskommission des Saarlandes beschäftigen, da sich auch in deren Arbeit ein Großteil der Parteimisere widerspiegelt.  Über die dortigen Machenschaften der Schiedskommission  erhielten wir folgendes Rücktrittschreiben von zwei Personen, welche als gestandene Juristen nicht länger gewillt waren die Machenschaften in derselben mitzutragen. Auffällig auch, dass heute immer noch Personen aus damaliger Zeit in dieser Kommission tätig sind.

Rücktritt aus der Landesschiedskommission zum 3l. 12. 2007

Liebe Genossinnen und Genossen,

aufgrund von mehreren Vorkommnissen erklären wir hiermit unseren Rücktritt aus der Landeschiedskommission. Maßgeblich für die Entscheidung ist die Art und Weise der nicht ordnungsgemäßen Verfahrensführung. Insbesondere sind dabei folgende Punkte zu erwähnen:

- seit über 3 Monaten verfügt die Landesschiedskommission über keine eigene postalische Adresse,
- bis heute werden die Eingangsschreiben nicht erfasst, somit besteht keine Möglichkeit der Fristberechnung,
- eine systematische Aktenführung findet durch den Vorsitzenden nicht statt, Unterlagen werden ungeordnet im gefüllten Wäschekorb gesammelt,
- nicht alle Mitglieder der Landesschiedskommission werden über Eingänge und Entscheidungen informiert,
- bis heute erfolgt keine Vergabe von Aktenzeichen, was für eine einwandfreie Zuordnung der Fälle notwendig wäre,
- Verfahrens beteiligte werden nicht angehört,
- keine systematische Durchführung von mündlichen Anhörungen, Unterlagen wurden erst nach Aufforderung zur Herausgabe während der Verhandlung ausgehändigt,
- Beweismittel zum fairen Verfahren werden nicht erhoben,
- Etliche unbearbeitete Verfahren, auch Eilanträge, liegen noch vor, werden jedoch Mitgliedern der Landesschiedskommission nicht zur Kenntnis gebracht,
- Verfahren werden in Privatwohnungen durchgeführt, was faktisch den Ausschluss der Öffentlichkeit bedeutet,
- Mitglieder der Landesschiedskommission werden zu den Sitzungen nicht ordnungsgemäß geladen bzw. nicht über die Termine informiert

Diese Gründe zwingen uns dazu, das Amt in der Landesschiedskommission niederzulegen. Diese Art und Weise der Bearbeitung der Verfahren können wir nicht mittragen.

Mitglieder der Landesschiedskommission sind zum 01. 01. 2008 somit:

- Sebastian Kiefer (Vorsitzender)
- Martina Kien (Stellvertretende Vorsitzende)
- Andreas Kirsch
- Gaby Klette

Wir bitten den Landesvorsitzenden Rolf Linsler sowie die Landesgeschäftsführerin Pia Döring dieses Schreiben zur Kenntnis zu nehmen.

Des weiteren werden hiermit die Vorsitzende(n) der Kreisverbände über die geänderte Zusammenstellung der Landesschiedskommission informiert. Bitte teilen sie dies auch lhren Mitgliedem innerhalb lhrer Verbände mit.

Mit freundlichen Grüßen

2 Unterschriften

Original liegt DL vor. Es hat auch weiterhin Rücktritte gegeben welche ebenfalls namentlich benannt werden können.

********************************************

Da sich an diesen Machenschaften bis zum heutigen Tage nichts geändert hat sah sich ein Mitglied des Landesverbandes Saarland genötigt eine Parteiausschlussklage gegen einige Mitglieder der Schiedskommission anzustreben. Die Klageschrift vom 23. 06. 2010 haben wir  mit Nachtrag vom 24.06. 2010 hier verlinkt.

In dieser Klageschrift finden wir einen Großteil der Vorwürfe wieder welche zu dem Rücktritt der oben unbenannten Anwälte führte. So ist anzumerken das Befangenheitsanträge überwiegend mit Missachtung behandelt und ignoriert werden. Das schöne Wort der „Rechtsmissbräuchlichkeit“ wird in diesen Zusammenhang gerne benutzt. In einem Fall soll den Kommissions-Mitgliedern Frau Sabine Neu-Spreuer und Thomas Müller Befangenheitsgesuche per Fax übermittelt worden sein, obwohl Herr Müller kein Faxgerät in seinem Haus hat. Auch wurde laut Info ein Verhandlungsprotokoll angefertigt obwohl dieselbe nicht stattfand.

So wurden, wie im Rücktrittschreiben oben erwähnt, schon im Jahre 2007 in der Wohnung von Frau Kien, Sitzungen der LSK Saar, unter der Leitung von Sebastian Kiefer durchgeführt und damit die Vorschriften in der SchiedsO nicht eingehalten.

Eine besonders skurrile  Figur in dieser LINKEN ?? Kommission scheint hier besonders der ehemalige Vorsitzende Wolfgang Fieg einzunehmen. Wie weit muss man dem irdischen eigentlich schon entrückt sein, wenn man den Anwesenden vor Beginn einer Sitzung die ehemalige National Hymne  zur persönlichen Erbauung vorspielen muss. Ist dieses als Protest gegen die Handlungsanweisungen von “Oben” zu sehen? Nachlesbar HIER !

Überraschenderweise hat sich die  Bundes-Schiedskommission in diesen Fall überwiegend der Rechtsauffassung des Saarlandes angeschlossen. Ob dieses so als letzte Entscheidung stehen bleibt, steht noch aus. Wäre es nicht die Aufgabe einer solchen Kommission weiteren Schaden von einer Partei fernzuhalten?

IE

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* Ein linkes Ernst Problem

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Juli 2011

Wie wir bereits am Donnerstag den 30. 06. 2011 hier auf DL in dem Artikel „das lustvolle Zerlegen“ berichteten kam es auf der Sitzung der Bundestagsfraktion DIE LINKE am Dienstag in Berlin zu einem Eklat welcher durch den Vorsitzenden Klaus Ernst ausgelöst wurde.

Als Ursache dieser Antisemitismus Auseinandersetzung ist allerdings eine Unfähigkeit in der Partei auszumachen  ihrer Fraktion das entsprechende Rüstzeug für ihre Arbeit im Bundestag mit auf den Weg zugeben. Zur sehr sind die einzelnen Gruppierungen untereinander zerstritten und zu engstirnig wird nur das Wohl der eigenen Mannschaft in den Vordergrund gestellt. Mitglieder der jeweils anderen  Seilschaften werden als Konkurrenten gesehen und eine echte Zusammenarbeit ist weder möglich noch erwünscht. Eine Erbschaft welche aus der WASG übernommen wurde.

Dieses Gehabe spielt sich auch in dem Berliner Auftritt eines Klaus Ernst wieder. Er tritt nicht als Vorsitzender auf welcher über die verschiedenen Gruppierungen steht. Zu stark sind die Seilschaften und Verpflichtungen gegenüber denjenigen welche ihn nach „Oben“ geschoben haben. In verschiedenen Artikeln haben wir hier immer wieder auf diese Situation aufmerksam gemacht und dieses Verbindungen offen gelegt. Hier ein kleiner Ausschnitt von vier Artikel.

„Linkes Bayern Chaos“

„So war es und so ist es“

„Faule Eier aus Bayern“

„Alles alte Kumpel“

So ist es schon fatal einem Jüngeren Mitstreiter wegen einer „Mangelnden Lebensleistung“ das Recht auf Kritik abzusprechen. Dieser schnodderige Ton gibt aber genau die Arroganz und Überheblichkeit eines leibhaftigen Funktionär wieder und wir stellen hier einmal die Frage nach seiner Lebensleistung. Dazu bemühen wir am besten Wikipedia wo er von 1974 an als Mitglied der SPD geführt wird aus der er im Jahre 2004 ausgeschlossen wurde. Des weiteren lesen wir über die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft in welcher er von 1985 als Sekretär tätig war. Auffällig auch hier wie bei Linsler im Saarland eine lange Funktionärstätigkeit in der Gewerkschaft. Die Sessel dort scheinen wohl besonders weich gepolstert zu sein und für eine Führungsaufgabe in einer demokratischen Partei nicht gerade das rechte Rüstzeug zu sein. Wenn er denn dieses als eine für ihn zufriedenstellende Lebensleistung ansieht, soll er es machen, andere werden mit Sicherheit anders darüber urteilen.

Michael Leutert will die Sache nicht auf sich beruhen lassen und sagte der MAZ folgendes:

“Ich bin fassungslos. Ein Vorsitzender disqualifiziert sich damit selbst.” Es sei für ihn jedenfalls nicht akzeptabel, dass ein aus Westdeutschland kommender Parteichef ihm als Ostdeutschem die Lebensleistung abspreche. Die Abgeordnete Petra Sitte erklärte: “Ich finde den Ausgang der Fraktionssitzung dramatisch und nicht konstruktiv für die weitere Zusammenarbeit. Vor allem in einer modernen Linken muss man sich mit Kritik inhaltlich aus einander setzen und nicht aufgrund von Hierarchien.” Ihr Fraktionskollege Roland Claus sagte: “Das ist kein Ausraster, sondern zeigt eine Haltung. Ich finde das ausgesprochen belastend.”

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

Ebenfalls in der MZ finden wir einen guten Kommentar auf welchen wir hier hinweisen:

Vergiftetes Klima

Ist Klaus Ernst noch Chef der Linkspartei? Seit Dienstagabend eigentlich nicht mehr. Tatsächlich ist er es natürlich schon noch. Der Bayer ist nicht zurückgetreten. Und er ist auch nicht zum Rücktritt aufgefordert worden. Aber er hat mit seinem Auftritt die letzte Autorität verloren. Der Mann hat sich nicht im Griff. Er bringt die eigenen Leute gegen sich auf, vor allem die aus dem Osten, statt zu integrieren. Ernst fehlt einfach die menschliche Qualität. Um seine Co-Vorsitzende Gesine Lötzsch steht es kaum besser.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Die Anti-Banken-Lobby

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Juli 2011

Mit der Gründung der Anti-Banken-Lobby „Finance Watch“ in Brüssel wurde am Donnerstag den 30. 06. 11 eine NGO gegründet welche sich zu einem echten Gegenspieler der Bankenlobby entwickeln soll. Dazu trafen sich am besagten Tag über 50 Verbände und Einzelpersonen in Brüssel.  Das „Greenpeace der Finanzwelt“ wie man sich selber beschreibt fehlen eigentlich nur die Schlauchboote und möchte ansonsten nahtlos in die Fußstapfen der bekannten Gruppe treten.

Der Franzose Thierry Philipponnat, selbst zwanzig Jahre im Bankgeschäft beschäftigt, vormals bei Amnesty International tätig arbeitet seit sechs Monate am Aufbau der neuen Organisation. Ziel ist es mit einem vorhandenen Fachwissen auf die Missstände öffentlich hinzuweisen.

So gab es bei der Abstimmung über die Richtlinie der Regulierung von Hedgefonds in Brüssel über 2000 Änderungsanträge. Anträge zwar von verschiedenen Abgeordneten eingebracht, aber größtenteils wortwörtlich übereinstimmend. „Dieses kann man als Zeichen werten, dass die Anträge von Lobbyisten formuliert wurden und nicht von den Abgeordneten.“  Sagte dazu der Europaabgeordnete aus dem Sonderausschuss zur Finanz- Wirtschafts- und Sozialkrise Sven Giegold von den Grünen.

Zu Beginn werden für die NGO nur zwölf Mitarbeiter tätig sein, aber man möchte den Banken trotzdem gehörig auf die Nerven gehen. Ziel ist es die Finanzwirtschaft wieder den Interessen der Gesellschaft unterzuordnen und nicht umgekehrt.

Hierzu auch ein Interview mit Sven Giegold:

taz: Herr Giegold, warum haben Sie mit Ihren Kollegen zur Gründung einer Antibankenlobby aufgerufen?

Sven Giegold: In Brüssel gibt es eine unglaubliche Übermacht der Finanzindustrielobbyisten. Und es gibt keine starke Gegenstimme. Es ist nicht so wie in anderen Politikbereichen, wo sich Organisationen wie Brot für die Welt oder Greenpeace für die Belange der Allgemeinheit einsetzen und die Interessen der Bürger vertreten. Das führt zu einem Ungleichgewicht in der Politik.

700 Bankenlobbyisten arbeiten in Brüssel mit einem Jahresetat von 300 Millionen Euro. Hat Finance Watch eine Chance?

Natürlich. Auch wenn Finance Watch klein anfangen wird, hat diese Organisation den großen Vorteil, dass sie Gemeinwohlinteressen vertritt. Solch eine Lobby findet viel mehr Gehör in Politik und Öffentlichkeit als diejenigen, die nur von ihren Gewinninteressen geleitet werden.

Wo erwarten Sie Unterstützung für Finance Watch?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Vereinsende an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Juli 2011

Aus Saarbrücken erreichte uns Heute per „Gelber Post“ ein Kuvert mit vielen Dokumenten wie Briefwechsel, Parteiausschlussanträge, Protokolle der LSK und einiges mehr. Ein ehemaliges Parteimitglied welches DL namentlich bekannt ist bittet um Veröffentlichung.

Diese Unterlagen belegen unsere immer wieder vorgebrachten Vorwürfe gegen viele Politiker der LINKEN West, das es sich bei diesen vielfach um einen politischen Verschnitt von dritt- oder viert- klassigen Möchtegernen handelt, bei denen es das wichtigste ist, den Lehnstuhl mit möglichst vielen Geldscheinen abgefedert zu sehen.

Heute möchten wir mit einem Mailwechsel zwischen Rolf Linsler und dem Vorsitzenden der  „LINKE Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar e.V.“ beginnen.

Hätte sich der Herr Vorsitzende vor Schreiben dieser Mail mit seiner Anwältin Maus beraten, würde er erfahren haben, dass er als Nichtmitglied auf diesen Verein keinen Einfluss nehmen kann und so auch nichts zum Abschluss bringen kann. Als Vorsitzender eines Landesverbandes sollte man schon über die einzelnen Gliederungen seines Verbandes Informiert sein und als Absender nicht das Rathaus St. Johann in Saarbrücken angeben.

IE

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Von: xxxxxx xxxxx
Gesendet: Montag, 27. Juni 2011 20:13
An: info@lgk-saar.de
Betreff: Zustimmung des Vorstandes | Mitglieder
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wie es doch nun Alle wissen sollten, habe ich mich vor geraume Zeit entschlossen die Partei DIE LINKE zu verlassen.
Bereits vor dem Entschluss hatte sich eine gewisse Lethargie in der Arbeit des Vereins breit gemacht und dies hat sich seit diesem Entschluss nicht wirklich verändert.
Ein „ weiter so „ wäre nicht sachdienlich und den noch zahlenden Mitglieder/innen gegenüber unfair, deshalb möchte ich sowohl den Vorstand als auch die Mitglieder bitten dem nachfolgendem Vorschlag Zuzustimmen:

- Der Vorstand stimmt – per E-Mail bis spätestens 07. August 2011 – dem Vorschlag zur Auflösung des Vereins zu.

- Die Mitglieder des Vereins stimmen dem Vorschlag des Vorstandes zu und dies bis zum 08. August 2011

- Der  Vorsitzende der LGK Saar e.V., als Vertretung des Vorstandes wird ermächtigt die Auflösung des Vereines notariell zu veranlassen.

- Die Mitglieder verpflichten sich die noch ausstehende Beiträge auszugleichen und dies bis zum 08. August 2011.

- Der Kassierer der LGK Saar e.V. wird entsprechend Kontakt mit den Mitgliedern aufnehmen.
Weitere Beiträge werden nicht mehr eingezogen.

Eine Kassenprüfung wird vor der Auflösung des Vereins vom Kassierer veranlasst und das Ergebnis der gesamten Mitgliedschaft mitgeteilt und so festgeschrieben, dass eine Vorlage beim Finanzamt möglich ist.

Das Vereinsvermögen abzüglich der noch ausstehenden Rechnungen wird – gemäß Satzung :-

Im Beschluss über die Auflösung des Vereins muss eine Festlegung über das Vermögen getroffen werden. Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerlicher Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung der demokratischen und politischen Bildung. Solche Festlegungen dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

-der Peter-Imandt Stiftung überwiesen, vorbehaltlich der Zustimmung des zuständigen Finanzamtes.
Der Vorsitzender der LGK Saar e.V., als Vertretung des Vorstandes wird ermächtigt die nötige Zustimmung des Finanzamtes einzuholen.

Sollte diese Vorgehensweise keine Zustimmung finden und wir die Abwicklung des Vereins bis zum 08. August 2011 nicht vollziehen können, so gilt ab dem 08. August mein sofortiger Rücktritt.
Dieser wird unmittelbar dem Notariat in Tholey bekanntgeben und – wie bereits mit dem Notariat besprochen – die Angelegenheit dem Registergericht übergeben mit der Bitte um sofortige Einleitung der Maßnahmen zur

Auflösung der Linken Gemeinschaft für Kommunalpolitik e.V., Eingetragen im Vereinsregister unter VR 1406 – Amtsgericht St.Wendel.

In der Hoffnung auf eine vernünftige Erledigung der Angelegenheit, verbleibe ich

mit herzlichen Grüßen

xxxxxx xxxxxx
Schöne Grüße / Best Regards
<——————————->

LINKE Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar e.V.
Vorsitzender

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Von: ROLF LINSLER [mailto:ROLF.LINSLER@saarbruecken.de]
Gesendet: Mittwoch, 29. Juni 2011 12:31
An:xxxxx xxxxx
Betreff: AW: Zustimmung des Vorstandes | Mitglieder

Sehr geehrter Kollege,

nach Rücksprache innerhalb der saarländischen Partei „DIE LINKE“ legen wir wert darauf, dass der Verein weiterbesteht.
Deshalb fordere ich Sie auf, die Sache bis Anfang August ruhen zulassen, bis mein Erholungsurlaub zu Ende ist.
Da der Verein Bestandteil der Partei „DIE LINKE“ ist, bitte ich alle Vereinsmitglieder der Auflösung nicht zuzustimmen.
Ich werde mich als Parteivorsitzender Anfang August wieder melden und das Anliegen zum Abschluss bringen.

Mit freundlichem Gruß

Rolf Linsler

Rathaus St. Johann
66111 Saarbrücken

Rolf Linsler
Fraktionsvorsitzender
Tel.: 0681 / 905-1770
Fax: 0681 / 905-1822
e-mail: rolf.linsler@saarbruecken.de
Die Fraktion im Internet:
http://www.dielinke-stadtratsfraktion-saarbruecken.de

*********************************************************

Von: xxxxx  xxxxxx
Gesendet: Mittwoch, 29. Juni 2011 21:59
An: ‘ROLF LINSLER’; Cc:info@lgk-saar.de;

Betreff: AW: Zustimmung des Vorstandes | Mitglieder
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Kollege Linsler,

vielen Dank für Ihre Nachricht und dem Interesse an dem Verein LGK Saar e.V.

Ich möchte mir erlauben dürfen Sie daran zu erinnern, dass Sie und der Fraktionsvorsitzende im Regionalverband, Herr Jürgen Trenz, am 17. Januar 2008 gegen 19.00 Uhr an der Gründungsversammlung  des Vereins teilgenommen haben und mit aller Kraft und Nachdruck versucht haben die selbige zu verhindern.

Ich erlaube mir das Protokoll vom 17. 01.2008 zu zitieren:

Zu TOP 1

“Entsprechend der Tagesordnung diskutierten die Anwesenden, die teils mit der Absicht erschienen waren, den Verein zu gründen, teils, wie der Landesvorsitzende der LINKE Rolf Linsler und Jürgen Trenz, als Gäste gekommen waren, über die Gründung des Vereins. Sinn, Formalien und der Zeitpunkt der Vereinsgründung wurden kontrovers diskutiert. Konsens wurde nicht erzielt.”

Die LGK Saar unterliegt als eingetragener Verein dem Vereinsrecht und dem Bürgerlichen Gesetzbuch (gemäß Art. 9 Grundgesetz) und hat – hingegen ihrer Behauptung – keine Verbindung Zur Partei DIE LINKE., deshalb weise ich als Vorsitzender der LGK Saar e.V. entschieden jegliche Forderungen Ihrerseits zurück. Es bleibt beim dem Vorhaben des geschäftsführenden Vorstandes zur Abwicklung des Vereins zum 08. August 2011, laut der beschlossenen Satzung am 17. Januar 2008.
Ich möchte Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich jegliche – Ihnen nicht zustehende- Einflussnahme mit sofortiger Wirkung rechtlich würdigen werde.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen und ideenreichen Urlaub und erlaube mir mit folgendem Zitat zu enden:

„Es gibt Politiker, die Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren. Dabei könnte ihnen gar nichts Besseres passieren.

“Robert Lembke, 17.09.1913 - 14.01.1989

xxxxxx xxxxxx
Schöne Grüße / Best Regards
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LINKE Gemeinschaft Kommunalpolitik Saar e.V.
Vorsitzender

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* “Sein und Bewusstsein”

Erstellt von Helga Runge-Dresden am 1. Juli 2011

„Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“

Dieses Zitat von Marx wird heute in der Politik gern verwandt, um nicht erklären zu müssen, wo etwas im Argen liegt. Dabei gibt es verschiedene Formen des „Gesellschaftlichen Bewusstseins“. Als da wären das politische und rechtliche, das moralische, das künstlerische, das philosophische, das religiöse Bewusstsein und die Wissenschaft innerhalb einer Gesellschaft.

In den Medien wird berichtet, dass die Abgeordneten - Bundestagsdiäten in den nächsten zwei Jahren um jeweils 298 Euro/Monat erhöht werden sollen. Mir stellt sich hier die Frage: Verdienen unsere Abgeordneten nicht schon genug? Stimmt das Preis-Leistungsverhältnis noch?

Wenn ich bedenke, was ich mir alles leisten könnte, wenn mein Kontostand jeden Monat nur um die Summe von 292 Euro zusätzlich wachsen würde. Es ist doch so, dass man das Gehalt an der Leistung misst. Bringt man im Beruf die entsprechende Leistung nicht, dann gibt es Ärger und die Entlassung droht, einfach, schnell und ohne Kommentar. Sind Diäten auch von einer Gegenleistung abhängig? Wie wird diese Leistung bemessen, wenn Gesetze immer mehr von Lobbyisten ausgearbeitet werden.

Lese ich über Zahlungen an Abgeordnete schweifen meine Gedanken zu DEN Menschen, die täglich allerschwerste Arbeit leisten müssen und trotzdem in der Mitte des Monats schon auf den nächsten Zahltag warten. In Altenheimen, am Hochofen, am Fließband, die Bauern, Piloten, Lehrer, LKW- Fahrer auf der Autobahn … usw, sie alle tragen eine hohe Verantwortung und werden bei Fehlern zur Verantwortung gezogen.  Selbst meine Friseuse, denn die muss bei allem Druck und Kleinstgehalt immer darauf achten, dass die Frisur passt.

An all diese Menschen denke ich, wenn es um die Verteilung von Geldern aus dem großen Staatssäckle geht.

„Diät“, heißt für mich „abspecken“, nicht aufstocken. Ein komisches Wort für eine  Gehaltszahlung, Zulage, Zuwendung, Aufwandsentschädigung und wie auch immer.

Bei der Rente weiß jeder, was gemeint ist. 0, 99 % mehr, der letzte Coup.

Irgend etwas passt in dieser Gesellschaft wo so viel von Gerechtigkeit geredet wird ganz und gar nicht.

Die ältere Generation hat sich krumm gemacht, Deutschland nach dem Krieg aufgebaut. Im Westen nach der Mauer härteste Arbeit verrichtet. Im Osten bei Mangel- und Misswirtschaft durchgehalten, in einer Diktatur. Nur um es mal zu erwähnen. Man kann es nicht oft genug sagen, ja man muss es heraus schreien.

Warum bekommen nicht alle eine gleiche Gehaltserhöhung, oder Zuwendung von 298 Euro? Als Versuch die Einkommensschere wieder ein wenig zu schließen. Es sind ja alle Bürger ständig damit beschäftigt, den Wohlstand unseres Landes weiter aufzubauen, mit Fleiß und Beharrlichkeit.

Braucht innerhalb einer Gesellschaft nicht der Eine den Anderen?

Wie würde sich ein Hartz IV Empfänger freuen, oder eine Oma, die allein im Plattenbau mit einer Minirente sitzt. Eine allein erziehende Mutter würde Luftsprünge machen, wenn sie mehr Geld in der Tasche hätte. Das Geld geht doch wieder in den Kreislauf der Wirtschaft ein. Wo ist das Problem? Und 298.- Euro, das stecken wir doch locker weg. Denken wir mal an die Hilfe für die Banken, Geld für nichts zum Fenster hinaus geschmissen. Vor allen Dingen Geld ohne jegliche Gegenleistung.

Unsere Abgeordneten sind doch vom Volk gewählt. Sie nennen sich „Volksvertreter“. Es wäre schön, das einmal zu definieren.

Und am Ende der Geschichte:

Bedeutet das „SEIN“ auch in der heutigen Zeit, als kleine Bürgerin das „Bewusstsein“ haben zu müssen, dass es richtig ist, eine Diätenerhöhung durchzuführen. Nein, das riecht nach DDR- Zeiten.

Da bleibe ich lieber in meiner Horrnzsche (Wohnung, Bett u. a.), mache die Tür von innen zu, weil mein „Moralisches Bewusstsein“ mich in meinem „Sein“ zu massivem Ärgern zwingt.

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* Eiserne Ü-Eier in Kundus

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Juli 2011

Gleichwohl die Bundesrepublik seit 2011 den Vorsitz bei der UNO Arbeitsgruppe „Kinder in bewaffneten Konflikten innehat, „zeige die Regierung nicht die nötige Konsequenz wenn es um Minderjährige und Streitkräfte geht“. So kritisierten die Grünen im Laufe der letzten Woche.

Anlass dieser Kritik war die Auskunft des Kriegsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen, dass Minderjährige in der Bundeswehr weiter eingesetzt werden können. „Unter 18 jährige werden ausschließlich in die Bundeswehr aufgenommen, um eine militärische Ausbildung beginnen zu können.“

In diese Kritik wurde auch die Werbung im Rahmen des Freiwilligendienstes einbezogen, „welche gezielt junge Menschen ansprechen sollen“. In der Werbung würden die Gefahren bewusst ausgeblendet.

Hier könnte schon der Eindruck entstehen, dass auf diesem Wege die Ballerspiele auf den Computern überflüssig gemacht werden sollen. Ein Training an echten Waffen wäre ja auch wesentlich effizienter  um die Gewaltbereitschaft bei den Jugendlichen zu erhöhen. Wie heisst es doch so schön im Handwerk: „Übung macht den Meister“.

Noch vor kurzem hatten wir über einen Tag der „Offenen Tür“ in einer Bundeswehrkaserne in Bad Reichenhall berichtet, bei dem Minderjährige mit Waffen hantieren durften.

Heute nun fiel uns der Bericht über ein fiktives Trainingscamp in Kundus auf, welchen wir hiermit empfehlen:

Eiserne Ü-Eier

Kevin kriecht keuchend aus einem schmalen Erdtunnel im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet und klopft sich den Sand aus der Uniform. Als Erstes säubert er nach dem Einsatz sein Waffenarsenal, vom Nahkampfmesser bis zum Sturmgewehr, erst dann kommt seine Zahnspange an die Reihe. Kevin ist erst zwölf Jahre alt - doch mit seinen zahlreichen Einsätzen in dem Höhlensystem von Tora Bora zählt er schon zu den alten Hasen seiner Einheit.

Die “Tabalugas”, wie sie von den älteren Soldaten genannt werden, sind die Kinder-Elitetruppe der Bundeswehr. Oberstleutnant Hermann Sachtleben erklärt ihre Bedeutung für den Afghanistan-Einsatz: “Es gibt hier immer öfter Gefechtssituationen, bei denen unsere großgewachsenen Soldaten einfach nicht mehr durchkommen. Denken Sie nur an die engen Tunnelröhren hier, da haben diese Schweinebacken aus Mecklenburg-Vorpommern doch keine Chance. Mit unserer Kindertruppe haben wir da ganz andere Möglichkeiten.”

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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