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Archiv für Juni 15th, 2011

* Warten auf fette Jahre

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Juni 2011

Laut des von der Regierung propagierten Turbo-Aufschwung fehlt es schon heute an Facharbeitern. Viele Firmen beklagen das auf ihre Anzeigen keine Bewerbungen eingehen. Hierzu ein Bericht von Reiner Kreuzer.

Warten auf die fetten Jahre

Liest man die Zeitungen und Zeitschriften, dann leidet Deutschland unter einem enormen Fachkräftemangel. Also: Arbeitslosigkeit, ade? Hartz IV war einmal, Armut gibt es nicht mehr, denn Königin Fachkraft diktiert die Preise für ihre Ware Arbeitskraft. Die Profite schrumpfen, Aktionäre gehen leer aus.

An allen Ecken und Enden fehlt es an Ingenieuren, es herrschen Pflegenotstand und Ärzteschwund, Erzieher werden händeringend gesucht. Und wie es erst in den Jahren 2030, 2040 oder 2050 aussehen mag? Umsonsteinkauf im Supermarkt, weil keine Kassierer zu finden sind? Textfreie Zeitungen, weil die Journalisten fehlen? Schön wär’s.

Lese ich dagegen meine aktuellen Honorarabrechnungen in der real existierenden Gegenwart, sieht die Welt ganz anders aus. Seit zehn Jahren war da kaum eine Erhöhung zu verzeichnen, trotz allen demografischen Wandels. Ein Kollege, der bei einem Lokalblatt den gültigen Tarif gefordert hatte, wurde gefeuert - allem Fachkräftemangel zum Trotz.

In meinem Nebenjob als Sozialpädagoge sehen die Erfahrungen nicht anders aus. Obwohl Leute wie ich angeblich dringend gesucht werden, rauscht ihre Entlohnung seit Jahren crashförmig in den Keller. Sozialpädagogen werden bei Neueinstellungen, von Ausnahmen abgesehen, in der Regel nur noch wie Erzieher eingestuft. Für eine Vollzeitstelle in der Erwachsenenbildung wurden mir glatte 2.000 Euro brutto angeboten.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* 06-Preisauschreiben

Erstellt von MMM am 15. Juni 2011

Diesen Monat etwas Lustiges

Was ist das?

 

 

1. Preis
Ein Wochenende
mit einer/m Abgeordneten
deiner Wahl
der Partei
DIE LINKE

 
 
 
Urheber? Das © war leider nicht rauzufinden; soll einer Bescheid sagen, wenn er es hat und was dagegen, wenn’s hier steht. Dann hauen wir das Ding sofort wech.

Abgelegt unter Satire, Traurige Wahrheiten | 2 Kommentare »

* Lassalles Hammer

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Juni 2011

“Der junge Mensch wird erwachsen, indem er den älteren ähnlich wird.
Bei Parteien ist es genauso”.


Das ist der Leitspruch dieses Artkels in dem der Weg der Grünen aufgezeigt wird. Die LINKE hat diesen Weg in dem Moment eingeschlagen als sich die Möglichkeiten eröffneten an das große Geld zu kommen. Die Spitzen setzen sich an eine reichlich gedeckten Tafel während man den Wähler an den Tafeln zurücklässt. Ein Spiegelbild der Grünen.

Lassalles Hammer

Bei mir steht viel Zukunft im Bücherregal, Zukunft von gestern. Ich hole ein Buch mit ungeschickt gemachtem Schwarz-Weiß-Cover heraus. Auf dem Deckel ist ein leicht ungepflegter und etwas molliger Typ mit Lederjacke über kariertem Arbeiterhemd zu sehen. An der erhobenen Hand ist der Zeigefinger ausgestreckt. Mit den anderen Fingern hält er einen Stift, so sieht der Zeigefinger nicht ganz so belehrend aus. Der Mund ist geöffnet, denn der Typ erklärt uns was: “Ein wichtiges machtpolitisches Faktum darf nicht übergangen werden, nämlich dass umweltpolitische Themen zwar mittlerweile Wahlentscheidungen beeinflussen können, bis heute aber noch nie den Ausschlag bei Wahlen gegeben haben.”

Als der Typ das 1989 schrieb, hatte er seine große Zukunft, die inzwischen auch schon wieder vergangen ist, noch vor sich: Von 1998 bis 2005 war er Außenminister und Vizekanzler der ersten rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Als er das 1989 schrieb, hatte er aber auch schon eine große Vergangenheit hinter sich: Von Dezember 1985 bis Februar 1987 war er der erste grüne Umweltminister in Hessen unter Holger Börner. Seine Turnschuhe wurden berühmt. Später wurde sein Armani-Anzug berüchtigt: “Damit Fischer ‘nen Armani hat, macht er den Sozialstaat platt.” (Übereinstimmungen mit hiesigen MdB sind rein zufällig). So stand es auf Protestplakaten, die bei einem Wahlkampfauftritt Fischers 2004 in Aachen in die Luft gehalten wurden. Wie Fischers Armani mit dem deutschen Sozialstaat zusammenhängt, dürfte bei näherer Untersuchung auch den Plakatschwenkern nicht klar gewesen sein. Aber darauf kommt es nicht an.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

IE

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* „Merkels Kehrtwende…

Erstellt von UP. am 15. Juni 2011

… war mutig“

Nur weil die CDU den Atomausstieg beschlossen hat, ist sie dadurch nicht der präferierte Partner der Grünen für die Bundestagswahl, meint die rheinland-pfälzische Ministerin Eveline Lemke - und widerspricht damit Parteifreund Kretschmann.

Und hier hat Lemke zu 100 % Recht. Es ist kaum nachvollziehbar, dass Kretschmann bereits jetzt Wahlkampf in Baden Württemberg macht und sich bei Merkel prostituiert und einschleimt!!!
Wer diesen Opportunismus des Hosenanzug nicht erkennen will, hat wirklich Hühnermist auf den Augen. Und zwar von Hühnern aus Legebatterien.

>>> das Interview bei FAZ.NET weiterlesen

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* IAB-Studie [1]

Erstellt von UP. am 15. Juni 2011

Zu der Mitteilung der Bundesanstalt hisichtlich der Aufstocker passt natürlich ausgezeichnet folgendes:

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für
Arbeit (IAB), Wolfgang Braun, 14.06.2011 09:56

Hartz-IV-Empfänger erreichen häufig nur unsichere Jobs

Im Jahr 2008 haben über eine Million Hartz-IV-Empfänger eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Nur 55 Prozent
dieser Jobs dauerten länger als sechs Monate
. Fast die Hälfte der
Beschäftigten musste zusätzlich Hartz-IV-Leistungen beziehen, weil ihr
Verdienst ihren Lebensunterhalt nicht decken konnte. Das zeigt eine am
Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB).

[ Dazu braucht dieses Ämtle DREI Jahre!!! ]

Jobs, die für Hartz-IV-Empfänger erreichbar sind, sind häufig instabil und
nur als Aushilfe auf kurze Zeit angelegt. „Bei instabiler, kurzfristiger
Beschäftigung besteht ein hohes Risiko, in den Leistungsbezug
zurückzukehren, sofern keine Anschlussbeschäftigung gefunden wird“,
stellen die IAB-Arbeitsmarktforscher Lena Koller und Helmut Rudolph fest.

[...und das ist einzig und allein die Schuld der faulen Sozialschmarotzer und deswegen müssen sie mit Sanktionen belegt werden. ]

Stabiler waren die Jobs, die auch gleichzeitig den Bezug von Hartz-IV-
Leistungen überflüssig machten.

[ d.h. im Umkehrschluss, dass viel zu viel sogenannter Aufstocker gibt, deren Existenz erst durch staatliches Unvermögen geschaffen wurden. ]

Aber nur 56 Prozent der Hartz-IV-Empfänger, die eine Vollzeitstelle annahmen, konnten mit ihrer Stelle die Bedürftigkeit überwinden. Entscheidend ist neben der Lohnhöhe auch die Anzahl der Personen, die mitversorgt werden müssen. So schafften zwei Drittel der Alleinstehenden den Sprung aus der Bedürftigkeit, während es
bei Alleinerziehenden und Paaren mit Kindern nur gut ein Drittel waren.

„Insgesamt werden Leistungsempfänger dort überproportional eingestellt, wo
tendenziell niedrigere formale Qualifikationsanforderungen bestehen“, so
die IAB-Wissenschaftler.

[ ...was dabei aber völlig egal ist, welche Qualifikationen die "Leistungsempfänger" wirklich haben. ]

Ein Fünftel der Arbeitsaufnahmen fanden dementsprechend in der Leiharbeit statt. Niedrig bezahlte und auf kurze Dauer befristete Jobs führen dazu, dass Aufstocker zwischen Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit wechseln, und dabei weiterhin von Hartz-IV-Leistungen abhängig bleiben. Laut der IAB-Studie reduzieren sie aber immerhin temporär den Umfang der an sie gezahlten Transferleistungen.

[ Die nüchterne Betrachtung, dass die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter "temporär den Umfang der an sie gezahlten Transferleistungen" reduzieren, ist ein Schlag ins Gesicht der Sklaven einer staatlich geduldeten modernen Versklavung, die von Sklaventreiben beschäftigt werden, die keinerlei unternehmerische Verpflichtung erkennen lassen und nach dem Prinzip "Heuern und Feuern" Beschäftigung ohne Risiko mit allerdings hoher Rendite betreiben. Dieser sogenannte zweite Arbeitsmarkt ist längst kein Einstieg in den sogenannten ersten ersten Arbeitsmarkt, wie von Staates wegen angenommen. ]

Die IAB-Studie [1] im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1411.pdf

Arten der Pressemitteilung:
Forschungsergebnisse
Wissenschaftliche Publikationen

Sachgebiete:
Gesellschaft
Politik
Recht
Wirtschaft

________________________________________
[1]
Es ist einfach die Ironie des Schicksals:
Das I A B = Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung;
ist es doch ein Institut der Bundesagentur für Arbeit, ein
internes Institut, welches in der Regel genau das Gegenteil von
dem empfiehlt oder feststellt, was die Bundesanstalt dann als
Durchführungsverordnung, als interne Arbeitsanweisung an die
sogenannten Fallmanager und Co. weitergibt.
Es ist so etwas von irrwitzig: IAB sagt und Weise sagt hott

Fazit
Es ist nur noch zum Kotzen, wie ein Grossteil des deutschen Volkes unter den Generalverdacht des Sozialschmarotzertums gestellt werden, wobei die Administration davon ausgeht, dass diese Menschen gleichzeitig Kettenraucher und Säufer sind.

Trotz der heutigen Erfolge der GRÜNEN darf dabei nie vergessen werden, dass sie es waren, die Hartz IV erst ermöglicht haben, mögen sie es heute bedauern und Gegner der eigenen damaligen Beschlüsse sein. Wenn ihnen heute in der Atomfrage 30-jährige Standhaftigkeit bescheinigt wird: In der Sozialen Frage haben sie kläglichst versagt.

Es darf nie vergessen werden, dass der “S”PD - Steinmeier mit Clement einer der Architekten dieser unsäglichen “Reform” war.

Und die F.D.P., diese wankelmütige opportunistische Mitläuferschaft, muss endlich “dran glauben”. Es wird Zeit, dass diese Partei aus den Parlamenten verschwindet, damit die anderen merkeln, dass Der Wähler mächtig sein kann, ein Souverän in Sinne des Wortes.
Es ist daher zu wünschen, dass die Wahlbeteiligung wieder zunimmt, damit so arrogante Figuren wie bspw. Kauder wieder wissen, ‘wo der Bartel den Most holt’ und solche “illustren” Typen wie ein Metzger - sorry, dass ich diesen Chaoten überhaupt erwähne - gar nicht mehr aus der Versenkung hervorkommen - wobei die Nennung dieser zwei Namen sicher nicht den Anspruch der Vollständigkeit erhebt.

UP.

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