DEMOKRATISCH - LINKS

         KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG im MÜNSTERLAND

RENTENANGST

  • Kategorien

  • Archiv

  • __________________________  


  • Meta

  • Abonnieren

  • -------------------------------
    optimiert für FF 1024x768
    -------------------------------
    xxx











  • Seiten

Archiv für März 26th, 2011

* Vergewaltigungen

Erstellt von UP. am 26. März 2011

Unglaublich! Fast 700.000 von uns engagierten sich gegen “korrigierende Vergewaltigung” und Aktivistinnen in Südafrika konnten die Regierung zu einem Gespräch zwingen. Gemeinsam erreichen wir eine Million Unterschriften und können den Druck weiter erhöhen — Klicken Sie den Link, um zu unterzeichnen und leiten Sie diese E-Mail an alle, die Sie kennen weiter:

Liebe Freundinnen und Freunde

“Korrigierende Vergewaltigung”, die barbarische Praxis, mit der Lesben zu heterosexuellen Frauen “umerzogen” werden sollen, entwickelt sich zu einer Krise in Südafrika. Mutige Aktivistinnen riskieren ihr Leben, um diese brutale Verbrechen zu stoppen und Aufmerksamkeit zu erlangen. Unterstützen wir sie dabei - ein weltweiter Protest kann die Regierung zum raschen und konkreten Handeln zwingen. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie diese E-Mail weiter!

Thembi (Name geändert) wurde in der Nähre ihres Hauses aus ihrem Taxi gezerrt, geschlagen und vergewaltigt, von einem Mann, der sie angeblich von ihrer Homosexualität “heilen” wollte.

Thembi ist eine von vielen — dieses abscheuliche Verbrechen wiederholt sich ständig in Südafrika, wo lesbische Frauen in ständiger Angst vor einem Übergriff leben. Bislang wurde allerdings noch niemand aufgrund von “korrigierender Vergewaltigung” verurteilt.

Doch von einem kleinen Kapstädter Frauenhaus aus riskieren eine Handvoll mutiger Aktivistinnen ihr Leben, um dieser schrecklichen Praxis ein Ende zu bereiten. Ihre wirksame Kampagne zwang die Regierung zu einem Gespräch.

Lassen Sie uns nun aus allen Ecken der Erde auf diesen Horror aufmerksam machen - wenn sich jetzt genug von uns anschließen, verstärken wir die Kampagne und erreichen, dass diese Gespräche zu konkretem und raschem Handeln führen. Fordern wir nun Präsident Zuma und den Justizminister dazu auf, diese “korrigierenden Vergewaltigungen” öffentlich zu verurteilen, diese Hassverbrechen zu kriminalisieren, unmittelbare Vollzugsmaßnahmen durchzusetzen, die Öffentlichkeit aufzuklären und die Opfer zu schützen. Unterschreiben Sie die Petition und informieren Sie alle Ihre Freunde — Sobald wir eine Million Unterschriften erreichen wird Avaaz die Petition durch unmissverständliche und schlagkräftige Aktionen an die südafrikanische Regierung übergeben:

http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl

Südafrika wird oft auch die Regenbogennation genannt und ist bekannt für seine Post-Apartheid-Bemühungen zum Schutz gegen Diskriminierung. Es war das erste Land, das die Gleichstellung der Geschlechter verfassungsrechtlich festschrieb und somit seine Bürger gegen Ungleichbehandlung schützt. Doch lokale Organisation berichten von mehreren “korrigierenden Vergewaltigungen” pro Woche und die Straffreiheit bleibt bestehen.

“Korrigierende Vergewaltigungen” basieren auf einer empörenden und völlig falschen Vorstellung, dass eine lesbische Frau durch Vergewaltigung “heterosexuell gemacht werden kann”. Dieser abschäuliche Akt wird in Südafrika jedoch nicht einmal als Hassverbrechen eingestuft. Die Opfer sind meist schwarze, arme, lesbische Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Doch auch die Massenvergewaltigung und der Mord an Eudy Simelane, der Nationalheldin und ehemaligen südafrikanischen Fussballnationalspielerin, führte keine Wende herbei. Letzte Woche bestand Minister Radebe drauf, dass das Motiv bei Verbrechen wie “korrigierender Vergewaltigung” irrelevant sei.

Vergewaltigungen stehen in Südafrika auf der Tagesordnung. Für eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit, sexuell missbraucht zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen. Erstaunlicherweise werden ein Viertel aller südafrikanischen Mädchen einmal vergewaltigt bevor Sie 16 Jahre alt werden. Dies hat mehrere Gründe: männlicher Machtanspruch (62% aller Jungen über 11 Jahren glauben, jemanden zum Sex zu zwingen sei kein Gewaltverbrechen), Armut, überfüllte Siedlungen, arbeitslose und entrechtete Männer, gesellschaftliche Akzeptanz — und dass die wenigen Fälle, die von mutigen Frauen bei den Behörden gemeldet werden, von der Polizei nicht ernst genommen werden und die angezeigten Täter umgehend wieder freigelassen werden.

Dies ist eine humanitäre Katastrophe. Doch mutige Südafrikanerinnen und Partner von Change.org haben ein kleines Fenster der Hoffnung geöffnet. Wenn sich jetzt die ganze Welt einschaltet, können wir Gerechtigkeit für die Opfer sicherstellen und einen nationalen Aktionsplan gegen “korrigierende Vergewaltigung” vorantreiben:

http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl

Schlussendlich ist es ein Kampf gegen Armut, Patriarchat und Homophobie. Um die Welle der Vergewaltigungen zu stoppen braucht es eine mutige Führungsrolle, um den transformativen Wandel in Südafrika und auf dem ganzen Kontinent anzuführen. Präsident Zuma ist ein Zulu-Traditionalist, der sich selber wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten musste. Doch er verurteilte die Verhaftung eines schwulen Paares aus Malawi letztes Jahr und nach gewaltigen nationalen und internationalen Protesten stimmte Südafrika einer UNO-Resolution zur Ächtung von außergerichtlichen und willkürlichen Tötungen aufgrund sexueller Orientierung zu.

Wenn sich jetzt genug von uns diesem globalen Aktionsaufruf anschließen, können wir erreichen, dass Zuma seine Stimme erhebt, dringend benötigtes staatliches Handeln vorantreibt und einen nationalen Dialog einleitet, um die öffentliche Meinung bezüglich Vergewaltigungen und Homophobie in Südafrika grundlegend zu verändern. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie die Nachricht:

http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl

Wenn man mit einem Fall wie von Thembi konfrontiert wird verliert man leicht die Hoffnung. Doch wenn Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Welt zusammenkommen und ihre Stimmen erheben, können wir Veränderungen bei grundlegenden Ungerechtigkeiten hervorrufen, die tief in Praktiken und Normen verwurzelt sind. Letztes Jahr in Uganda haben wir solch eine gewaltige Protestwelle auslösen können, dass die Regierung gezwungen wurde einen Gesetzesentwurf zu verwerfen, welcher die Todesstrafe für homosexuelle Ugander vorschrieb. Und es war der weltweite Druck zur Unterstützung von mutigen Aktivisten, der Südafrikas Spitzenpolitker dazu brachte, die Aids-Krise in ihrem Land anzupacken. Lassen Sie uns nun gemeinsam für eine Welt einstehen, in der jeder Mensch ohne Furcht vor Missbrauch leben kann.

Hoffnungsvoll,

Alice, Ricken, Maria Paz, David und das ganze Avaaz Team

QUELLEN:

Aktivisten protestieren gegen “korrigierende” Vergewaltigungen in Südafrika
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html

Korrigierende Vergewaltigung: Kampf gegen eine südafrikanische Plage (Auf Englisch: ‘Corrective Rape’: Fighting a South African Schurke), Time http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2057744,00.html

“Korrigierende Vergewaltigung” - Lesben wehren sich gegen Schändung, N-TV Report
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html

Jeder vierte Mann in Südafrika ist Vergewaltiger; Welt Online
http://www.welt.de/politik/article3955294/Jeder-vierte-Mann-in-Suedafrika-ist-Vergewaltiger.html

Missbrauch in Südafrika: Alle zehn Minuten eine Vergewaltigung, Der Spiegel
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,632612,00.html

Südafrika: Fast jeder zweite Schüler berichtet von Vergewaltigungen, Der Spiegel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568606,00.html

Die Petition auf Change.org von den Aktivistinnen von Luleki Sizwe (Englisch)
http://humanrights.change.org/petitions/view/south_africa_declare_corrective_rape_a_hate-crime

Das Interview mit Justizminister Radebe auf dem Staatsfernsehen (South African Broadcasting Corporation) (Englisch)
http://www.youtube.com/watch?v=lkx-PYqHM0U


Unterstützen Sie das Avaaz Netzwerk! Wir finanzieren uns ausschließlich durch Spenden und akzeptieren kein Geld von Regierungen oder Konzernen. Unser engagiertes Online-Team sorgt dafür, dass selbst die kleinsten Beträge effizient eingesetzt werden — Spenden Sie hier.



Avaaz.org ist ein 7 Millionen Menschen umfassendes, weltweites Kampagnennetzwerk
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. (”Avaaz” bedeutet “Stimme” oder “Lied” in vielen Sprachen) Avaaz Mitglieder gibt es in jeder Nation der Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz hier, oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

Avaaz kontaktieren: senden Sie uns eine Nachricht über dieses Formular:www.avaaz.org/de/contact?ftr. Sie erreichen uns telefonisch unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

* Der Naziaufmarsch von…

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2011

…Chemnitz in der Aufarbeitung !

Schon vor Beginn des zum 05. 03. 2011 angekündigten Marsch der NPD durch Chemnitz gab die Polizei bekannt das Trennungsgebot zwischen Nazis und Gegendemonstranten mit aller Kraft durchsetzen zu wollen. In der Durchsetzung dieses Vorhabens muss es von Seiten der Polizei sehr hart zur Sache gegangen sein. Dieses war Anlass einer  Öffentliche Anhörung zum Polizeieinsatz anlässlich dieser Nazi-Demonstration. Dazu erhielten wir folgenden Bericht des MdB Michael Leutert:

„Gestern fand im Kraftwerk eine öffentliche Anhörung des „Bündnis für Frieden und Toleranz“ zu den Geschehnissen am 5.3. in Chemnitz statt. Bereits einige Minuten vor Beginn der Veranstaltung, waren alle Plätze belegt und weitere Stühle mussten an den Seiten hinzugefügt werden, insgesamt sind rund 300 Leute da gewesen. Unter den Zuhörern war die volle Bandbreite der Chemnitzer Bevölkerung vertreten. Vom Schüler bis zum Rentner war alles anwesend.

In der Anhörung wurden chronologisch die Plätze des Geschehens durchgegangen, die Menschen berichteten von ihren Erlebnissen. Zusätzlich wurde Gedächtnisprotokolle verlesen und Videos gezeigt, welche das verheerende Vorgehen der Polizei dokumentierten. Von Pfeffersprayeinsatz egal ob auf Kinder oder alte Menschen war die Rede. Einige Opfer dieser Pfefferspray Attacken mussten ärztlich behandelt werden. Von Schubsen, Tritten und Schlägen friedlicher Demonstranten, welche ihre Friedfertigkeit mit erhobenen Händen signalisierten, berichtete einer der Betroffenen.

Eine junge Frau erzählte, wie sie von der Polizei so sehr attackiert wurde, dass sie nicht mehr Laufen konnte und mehrere Tage im Krankenhaus verbringen musste. Andere berichteten über die Straße geschliffen und sitzend oder liegend geschlagen worden zu sein. Ein Vater beschrieb wie seine Tochter von diesen Tag ihren Glauben in die Polizei verloren hat und er nicht wüsste auf wie er ihr die Geschehnisse überhaupt erklären könne. Für sie sei an dem Tag eine Welt zusammen gebrochen, denn es seien keine Nazis gewesen, die zuschlugen, sondern Polizisten.

Beim Verlesen der Gedächtnisprotokolle sah man vor allem Kopfschütteln. Das Publikum war von den Filmen und den Schilderungen stark bewegt und zeigte sich empört, einige waren teilweise außer sich über die Gewalt der Polizei. Die Polizei hat ganz klar unverhältnismäßig gehandelt, war die einhellige Meinung.

Kritik mussten sich auch die beiden Vertreter der Stadt, Miko Runkel (Chef der Versammlungsbehörde) und Einar Bergmann (Ordnungsamtsleiter) anhören, die sich der Debatte gestellt hatten. Ihnen wurde vorgeworfen nicht genug getan zu haben, um die Route der Nazis zu verhindern und die Nazis als Erstanmelder bevorzugt zu haben, was beide von sich wiesen.

Es wurde außerdem betont, dass die Verantwortung für den Polizeieinsatz allein bei der Polizei liege. Von der Polizei war jedoch trotz Einladung niemand gekommen. Die Begründung seitens der Polizei lautete, dass man auf Grund der noch andauernder Auswertung, es ablehne,  zu der Anhörung zu erscheinen.

Ich war beeindruckt über die große Anzahl und der Zuhörer und darüber, dass das Publikum eben nicht nur aus ohnehin interessierten Antifa-Akivisten bestand, sondern auch die “ganz normalen Bürgerinnen und Bürger” da waren. Die Veranstaltung hat damit auch gezeigt, wie stark das Geschehen am 5.3. viele Menschen in Chemnitz bewegt hat. Ich hoffe, dass sich neben der Aufklärung über den Polizeieinsatz in diesem Jahr auch ein positiver Effekt für den Protest gegen eine mögliche Nazi-Demo in Chemnitz im nächsten Jahr einstellt.“

Weitere Ergänzungen von DL zu diesem Bericht:

Ein Video zum Polizeieinsatz sowie folgende Aussage des Filmmachers:

Brutales Vorgehen der Polizisten gegen eine Sitzblockade von Kindern die den Aufmarsch der Nazis am 5 März 2011 in Chemnitz vor der Galeria Kaufhof verhindern wollten. Wer Kinder niederknüppelt muss dafür zur Verantwortung gezogen werden! Hier zeigt sich der wahre Nazi in Uniform! Ich muss dieses Video online stellen da dieses Verhalten mich zu tiefst erschüttert hat.

IE

Abgelegt unter P. DIE LINKE | 1 Kommentar »

* Auf’g’schnappt

Erstellt von UP. am 26. März 2011

“Der Minister … wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und daher die Entscheidungen nicht immer rational seien”.

So schrieb der Protokollant. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Und heute trat Schnappauf zurück. Der BDI-Hauptgeschäftsführer trat wegen des Bekanntwerdens der umstrittenen Äußerungen von Wirtschaftsminister Brüderle zum Atom-Moratorium zurück; ein Moratorium, welches keines mehr ist, weil es auf Lügen aufgebaut ist.
Schnappauf erklärte, er übernehme Verantwortung für eine “Indiskretion”, an der er unbeteiligt gewesen sei. Die Opposition sprach von einem “Bauernopfer”.

“Der Meinung der Opposition schliessen wir uns an.” Interessanter als dieser Meinungsanschluss ist allerdings die Möglichkeit, dass mit dem Rücktritt des Schnappauf eigentlich bestätigt wird, dass Brüderle es wirklich gesagt hat.

Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar »