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Archiv für März 16th, 2011

* FLUGVERBOT! JETZT!

Erstellt von UP. am 16. März 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,

Die Arabische Liga hat dem UN-Sicherheitsrat eine Resolution zu einem Flugverbot über Libyen vorgelegt. Nun brauchen wir einen weltweiten Aufschrei, damit das Flugverbot verabschiedet wird. Senden Sie eine Dringlichkeits-Nachricht an den UN-Sicherheitsrat und schützen Sie das libysche Volk:

Die Arabische Liga hat beim UN-Sicherheitsrat formell eine Resolution vorgelegt, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten. Nach Wochen des internationalen Blockierens, kommt jetzt der Moment der Wahrheit – und wenn wir die Vereinten Nationen jetzt nicht zum Handeln bewegen können, dann dürfte sich in Libyen eines der schlimmsten Blutbäder unseres jungen Jahrhunderts ereignen.

Gaddafis Truppen zerschlagen die Rebellion Stadt um Stadt. Wenn sie das Land wieder zurückerobern, erwartet die Libyer, die das Regime herausgefordert haben, blutige Vergeltung. Schon jetzt gibt es zahlreiche Berichte über Folter und Tod in den zurück eroberten Gebieten.

Die Libyer fragen, ob die Welt sie aufgegeben hat. Die Avaaz-Gemeinschaft ist der Gewaltlosigkeit zutiefst verpflichtet, aber das Durchsetzen einer Flugverbotszone, damit Gaddafis Kampfhubschrauber am Boden bleiben, ist einer jener Fälle, bei der eine UN-gestützte Militäraktion unumgänglich scheint. Umfragen in unserer Gemeinschaft haben ergeben, dass 86% von uns eine Flugverbotszone unterstützen. Jetzt, wo die entscheidende Abstimmung der UN bevorsteht, ist es Zeit für den größten Aufschrei, den wir erheben können.

Wir haben gejubelt, als die Menschen in Libyen aufgestanden sind, und nun, in ihrer dunkelsten Stunde können wir – dürfen wir – ihren Hilferuf nicht ignorieren. Selbst wenn Sie es schon einmal getan haben, klicken Sie den folgenden Link und senden Sie jetzt eine Nachricht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen:

http://www.avaaz.org/de/libya_no_fly_zone_3/?vl

Die Vereinten Nationen sind gespalten, doch die Meinungen ändern sich schnell – China, Russland und Deutschland argumentieren dagegen, die Arabische Liga, die Organisation der Islamische Konferenz, Großbritannien und Frankreich sind dafür, die USA und Indien sind unentschlossen. Dies ist keine Ost-West-Debatte alten Stils, noch ist es, wie einige befürchten, ein Öl-Grapsch-Komplott. Libyens Provisorische Rat, den Frankreich als Libyens legitime Regierung anerkennt, bittet verzweifelt um eine Flugverbotszone und internationale Unterstützung. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, wächst die Gefahr, dass jede Hilfe zu spät kommt.

Eine Flugverbotszone allein ist keine Wunderwaffe – es müsste von noch strengeren gezielten Sanktionen begleitet sein, dem Einfrieren von Vermögen, der Störung von Gaddafis zu Gewalt anstiftenden Sendungen. Außerdem müssten weitere Länder Libyens Provisorischen Rat noch stärker diplomatisch anerkennen. Doch selbst mit all diesem würde es unter Umständen noch nicht genügen. Doch all jene, die gegen ein massives Handeln sind, müssen sich, wo Zehntausende Leben auf dem Spiel stehen, fragen, ob sie bereit sind, zur Untätigkeit aufzurufen.

Völkerrecht und UN-Sicherheitsrat sagen klar, dass, wenn massenhaft Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt werden, die internationale Gemeinschaft die Verpflichtung hat, die Menschen vor diesen Verbrechen zu schützen, selbst wenn der Angreifer ihre eigene Regierung ist. Obwohl wir das volle Ausmaß von Gaddafis Verbrechen noch nicht kennen, dürfen wir nicht wegschauen. Klicken Sie auf den folgenden Link, um eine Dringlichkeits-Nachricht an die Delegierten des UN-Sicherheitsrat zu schicken:

http://www.avaaz.org/de/libya_no_fly_zone_3/?vl

Im besten Fall reagiert Gaddafi auf die UN-Resolution über ein Flugverbot und stellt seine Luftangriffe ein. Tut er dies nicht, würde das Durchsetzen eines Flugverbots Militärschläge gegen seine Kämpfer erfordern, und möglicherweise Luftangriffe auf Gaddafis Flugabwehr-Raketensystem. Es besteht die Gefahr, dass eine Flugverbotszone zu verstärktem internationalen militärischen Engagement in Libyen führen könnte.

Während die Welt (und Avaaz) in starken Maße gegen George W. Bush’s Irakkrieg war, und wir uns an zahlreichen Orten für friedliche Lösungen eingesetzt haben, dies ist nicht Irak. Wenn wir nicht bald handeln, könnte Libyen eher wie Darfur aussehen, mit massiven Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verübt gegen ganze Gemeinschaften von Menschen. Das Gaddafi-Regime kann auf eine lange Geschichte von Folter, Massaker an seinem eigenen Volk und Unterstützung des internationalen Terrorismus zurückblicken. Und das libysche Volk ist vereint gegen Gaddafis Truppen – selbst seine eigene Sippschaft und seine Heimatstadt haben sich von seinem Handeln distanziert.

Die Situation in Libyen – und die Reaktion der Welt darauf – ist komplex, mit vielen verschiedenen Handelnden und Absichten, und die Zukunft eines Libyens nach Gaddafi bleibt unklar. Obwohl diese Komplexität uns diktiert, bei unserem Handeln Vorsicht walten zu lassen – zum Wohle von Zehntausenden libyschen Menschen können, und dürfen, wir nicht untätig bleiben. Treffen wir die bestmögliche Wahl und handeln – jetzt.

Voller Hoffnung,

Stephanie, Ricken, Ben, Alice, Graziela, Benjamin, Rewan, Pascal und das ganze Avaaz-Team

Quellen:

Ghadhafi nutz diplomatisches Tauziehen für Luftangriffe, SF DRS
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/250652.ghadhafi-nutz-diplomatisches-tauziehen-fuer-luftangriffe.html

Gaddafi-Truppen fliegen erneut Luftangriffe im Osten Libyens, Reuters
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE72E0AO20110315

Libyens Regime will nach Benghasi vorrücken, NZZ
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/libyen_kaempfe_1.9914523.html

Libyen-Resolution soll Blutvergießen stoppen, Deutsche Welle
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14913396,00.html

Libyen rüstet sich für Entscheidungsschlacht, Reuters
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE72F06320110316

Arabische Liga verlangt Flugverbot über Libyen, Spiegel
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750582,00.html


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* Saar Linsler übernimmt…

Erstellt von DL-Redaktion am 16. März 2011

…auch die Aufgaben der Landes-Schiedskommission

Der unten veröffentlichte Brief der Landesgeschäftsstelle Saarland wurde uns heute mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt. Laut Aussage von mehreren Informanten sollen gleichlautende oder ähnliche Schreiben auch an andere Genossinnen und Genossen versandt worden sein.

Aus diesem Schreiben wird ersichtlich, dass der Landesvorsitzende Linsler auch die Rolle der Schiedskommission übernommen hat. Nach dem Motto “Alles aus einer Hand” weist dieses Schreiben auf die enge Verbindung hin. In der Manier eines Ortsbauernführers degradiert er die Aufgaben einer Schiedskommission zu einer Farce. Dass diese Anhörung durch eine Form der Amtsanmaßung erzwungen wurde, welche dann auch noch in den Fraktionsräumen des Landtages durchgeführt wurde, weist hier eindeutig auf die vorhandenen Mängel an demokratischem Verständnis hin.

Auch sollte irgendeiner aus der Partei diesen Landesfürsten einmal darauf hinweisen, dass es zwar in den Gewerkschaften Kollegen gibt, diese aber in einer sozialistischen Partei als Genossen bezeichnet werden.

Lassen wir uns überraschen, wie lange sich die Parteiführung in Berlin noch von so einem Gernegroß vorführen lässt.

**************************************************************************************************

DIE LiNKE.

LANDESVERBAND SAAR

DIE LiNKE. Landesverband Saar • Dudweiler StaBe 51 - 66111 Saarbrücken

Rolf Linsler
Landesvorsitzender
Dudweiler Straße 51
66111 Saarbrücken

Telefon 0681/51776

Telefax 06 81/51 79 7

info@dielinke-saar.de
www.dielinke-saar.de

Sparkasse Saarbrücken

Herrn
Dxxxxxx Hxxxxxx
xxxxxxxxxx xx
xxxxx Merzig

Saarbrücken, den 22.Juni 2010

Anhörung betreffend Ausschluss von der Ausübung der Mitgliedsrechte

Lieber Kollege D. H.,

durch Deine wiederholten Anfechtungen von parteiinternen Vorgängen und Deine Äußerungen in der Öffentlichkeit sowie Deinem Verhalten gegenüber den Medien hast Du der Partei erheblichen politischen Schaden zugefügt.

Du hast wiederholt erheblich gegen die Ordnung unserer Partei verstoßen, indem Du Entscheidungen nicht nur angefochten, sondern mithilfe eines Anwaltes, der bekanntlich der politischen Gegenseite nahe steht, Deine Interessen durchzusetzen versucht hast. Daneben hast Du wiederholt und ohne begründeten Anlass die staatlichen Strafverfolgungsbehörden (erfolglos) in Anspruch genommen, um andere Parteimitglieder anzuklagen.

Dein Verhalten hat einen Glaubwürdigkeits- und Ansehensverlust sowie sinkende Wahlchancen der Partei zur Folge. Aus diesen Gründen wurde auch ein Parteiausschlussverfahrcn gegen Dich eingeleitet, das mit Beschluss der Schiedskommission des Landesverbandes Saar vom 10. Januar 2010 positiv beschieden wurde.

Du setzt Dein parteischädigendes Verhalten offensichtlich auch weiterhin fort, denn erst kürzlich hast Du erneut unter medienwirksamer Begleitung Vorwürfe gegen eine Genossin erhoben und die Strafverfolgungsbehörden in dieser Sache bemüht. Dies lässt befürchten, dass Du der Partei unter Ausnutzung Deiner Mitgliedsrechte auch gegenwärtig und in Zukunft erheblichen Schaden zufügen wirst.

Um diesen Schaden abzuwenden, beabsichtigt der Landesvorstand Dich von der Ausübung Deiner Mitgliedsrechte bis zur endgültigen Entscheidung der Bundessschiedskonmrission gemäß § 10 Abs. 5 Satz 3 Parteiengesetz auszuschließen.

Der Landesvorstand gibt Dir aber vorher Gelegenheit, Dich zu den Vorwürfen zu äußern und mündlich Stellung zu nehmen an dem folgenden Termin:

29.06.2010, 12:3o Uhr, im Sitzungsraum IV der Fraktion DIE LINKE im Fraktionsgebäude des Landtages des Saarlandes, Franz-Josef-Röder-Straße 7, 66119 Saarbrücken.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Linsler

IE

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* NRW Sozis linken wieder?

Erstellt von DL-Redaktion am 16. März 2011

„Links wirkt, links will noch mehr“, unter dieser Überschrift lesen wir zur Zeit innerhalb eines Artikel auf der Internetseite der Sozialistischen Linke unter Punkt 5:) folgendes:

„Wir unterstützen den Vorschlag, bei einer etwaigen Neuwahl unsere „Elf“ in derselben Zusammensetzung wieder ins Rennen zu schicken. Einen ausgedehnten innerparteilichen Wahlkampf können wir uns angesichts der engen Fristen von der Auflösung des Landtages bis zur Neuwahl definitiv nicht leisten!“

Beim Lesen solcher Vorschläge wäre es doch schon  Interessant zu erfahren wer denn solcherart Ideen unterbreitet hat? Eine Antwort aber wird es darauf nicht geben. In diesem Zusammenhang blenden wir einfach zurück auf den  Landesparteitag welcher  am 10. und 11. Juli 2010 in Leverkusen stattfand. Dort tauchte unter der Antragsnummer 15.3 Unterseite 29 der PDF Datei, der sehr bemerkenswerte Antrag des Landesgeschäftsführer der NRW Linken Günter Blocks auf!

Dieser fordert in seinem Antrag, das für den Fall von NRW-Neuwahlen, die zuletzt gewählten 11 Mandatsträger aus organisatorischen Grünen wieder auf ihren Listenplätzen zu bestätigen seien. Man solle einfach die alte Liste vor der letzten NRW-Wahl bestätigen. Hier seine Erklärung im Wortlaut:

“SPD und Grüne hatten es offenbar von Anfang an darauf angelegt, Neuwahlen in NRW zu erzwingen. Alle Verhandlungen mit anderen Parteien waren offensichtlich auf Scheitern angelegt, um so den anderen den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben und den 1002 Vorwand für Neuwahlen gezielt herbeizuführen. Im Falle der Auflösung des Landtages müsste die Neuwahl innerhalb von 60 Tagen durchgeführt werden. Wenn wir in einer solch kurzen Phase in der Lage sein wollen, einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen und den Wiedereinzug in den Landtag abzusichern, dann müssen alle unsere Kräfte von Anfang an auf den gemeinsamen Erfolg ausgerichtet werden.
Ein neuerlicher innerparteilicher Wahlkampf um die aussichtsreichsten Listenplätze würde hingegen Kräfte binden, die uns in dieser Auseinandersetzung fehlen würden, wenn wieder alle anderen Landtagsparteien unisono verkünden, dass sie uns aus dem Landtag heraushalten wollen.
Nur mit großer Geschlossenheit können wir erfolgreich eine solche Auseinandersetzung bestehen und damit sicherstellen, dass die Lohnabhängigen und sozial Ausgegrenzten über eine Stimme im NRW-Landesparlament verfügen.“

Es ist schon Auffällig wenn ausgerechnet eine Linke Partei bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach Mitteln und Wegen sucht, die von ihr selbst immer wieder  betonte an der Basis orientierte, pluralistisch demokratischen Grundsätze auszuhebeln. Grundsätze welche in einer jeden anderen Deutschen Partei zum normalen demokratischen Tagesgeschäft gehören. Ein Herr Blocks scheint mit dem Begriff der Demokratie nicht viel anfangen zu können wie er es immer wieder erneut unter Beweis stellt.

Noch am 22.05.2010  forderte der Landesgeschäftsführer seinen Verband zu mehr Demokratie auf was sich durch den Antrag auf den Landesparteitag als reine Augenwischerei herausstellte. Auch in anderen Situationen war von diesem Strategen außer seinen in schönsten Regelmäßigkeiten durchgeführten Manipulationen und ein auffällig Dümmliches Verhalten nichts zu sehen.

Das die Sozialistische Linke keine neu gewählten Mandatsträger für den Düsseldorfer Landtag wünscht, ist aus ihrer Sicht zu verstehen. Mit demokratischen Umgangsformen taten sich viele Trickser  dieser  vielfach aus  SPD und den Gewerkschaften entstammten Strömungmitglieder  schon immer äußerst schwer. Waren sie doch seinerzeit durch ihr Schweigen Mitverantwortlich für die heutige politische Situation.

Es ist also in keinem Masse verwunderlich wenn sich gewisse Rituale regelmäßig wiederholen. Kommen gestellte Anträge und Denkmuster doch immer wieder aus den gleichen Schubladen.

IE

Abgelegt unter Allgemein | 3 Kommentare »

* BENZINKRIEG

Erstellt von UP. am 16. März 2011

…und nun noch im Zusammenhang mit dem Nahrungsmittel-Killer Spezial-Agro-Sprit E 10, der fälschlicherweise vom Mainstream immer noch BIO-Sprit genannt wird, der bereits schon von vielen Autofahrern nicht aus Unsicherheit, sondern vermehrt aus menschlichen und ethischen Überlegungen, boykottiert wird.

Hinsichtlich der zu erwartenden Preisentwicklung und der damit verbundenen Abzocke der Öl-Multis wird zur Zeit eine Idee im Netz verbreitet, sich als Autofahrer dagegen zu wehren.
Wir hatten das schon einmal - allerdings ohne grossen Erfolg; denn: Es ist keine Lösung, am Dienstag den Sprit zu kaufen, den man am Montag nicht gekauft hat. Das neue Konzept sieht ein wenig anders aus.

Wie ein unbekannter Verfasser dieses neue Konzept genau beschreibt, wird HIER dargestellt. Das PDF kann als Kopie runtergeladen, lokal gespeichert und weiter verbreitet werden.

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* Fünf vor zwölf war…

Erstellt von Martin Paul am 16. März 2011

…1986 Tschernobyl…….

25 Jahre später ist es “5 nach 12″ und Kanzlerin Merkel pokert mit dem Leben aller.

Die Naturkatastrophe am 11. März 2011 mit dem verheerenden Erbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami haben Japan schwer getroffen. Die Menschen in Japan stehen vor einen Scherbenhaufen, Familien haben ihre liebsten verloren, Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Alles ist ihnen genommen durch diese Katastrophe. Städte in denen nicht ein einziges Haus stehen geblieben ist und die Menschen ohne Obdach in eine ungewisse Zukunft blicken. Durch Weltweite Hilfe hätte man Japan stützen und Unterstützen können, doch die eigentliche Katastrophe ist eine menschliche.

Seit 25 Jahren hat man aus Tschernobyl nichts gelernt. Es wurde sträflich unterlassen den Ausstieg aus der Atomenergie zu wagen. Halbherzig wird das Projekt “Sichere und saubere Energie” angegangen. In Japan wie in der restlichen Welt. Den Interessen der Energiekonzerne wird von Politischer Seite nachgegeben und gefördert. Begründet und mit Angst schüren durch ein Mangel an Energie. Im Vordergrund stehen satte Gewinne und Abschreibungen.

Müssen wir den Norden von Japan abschreiben? Müssen wir Japan ganz abschreiben? Ein Supergau der das vorangegangene Erbeben mit anschließenden Tsunami weit in den Schatten stellt und mit noch nicht absehbaren Schäden für das Leben der Menschen und folgender Generationen einzuschätzen ist. Es ist nicht einzuschätzen wieviel Tote durch die radioaktive Verseuchung auf uns zu kommen werden. Auch die Folgeerkrankungen der Menschen sind nicht zum jetzigen Zeitpunkt in Zahlen zu messen.

Es macht mich traurig aber zugleich auch wütend das durch diese Uneinsichtigkeit und Skrupellosigkeit einiger Menschen, Tausenden von Menschen das Leben, die Gesundheit und die Heimat genommen werden. Die Welt hält den Atem an und von Menschlichkeit keine Spur. Gemessen wird die Katastrophe in Verluste bei den Geldwerten, der Mensch als Randerscheinung diente nur zum Mittel des Zweckes. Es ist beschämend für eine Gesellschaft die weiterhin eine Atompolitik betreibt und die Sicherheit der Menschen in dieser Welt weiter aufs Spiel setzt.

Heute hat Kanzlerin Merkel mal wieder gezeigt, das Menschenleben weniger Wert ist als die Interessen der Energiekonzerne. Der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie ist und wäre der einzige Weg gewesen, doch Politik verkommt zum Wahlkampf-Poker, während am anderen Ende der Welt vom unsichtbaren Tod der radioaktiven Verseuchung bedroht sind. 7 AKW´s, die vor 1980 in Betrieb genommen worden sind, für die Zeit von 3 Monaten vom Netz zu nehmen ist keine ernsthafte Entscheidung, sie ist eine Vertagung um sich alle Türen offen zu halten.

Radioaktive Verseuchung kennt keine Grenzen und somit muss ein Weltweiter Ausstieg aus der Atomenergie sofort begonnen werden.

Tschernobyl war 1986, Fukushima heute! In 25 Jahren eine verseuchte Welt, die jedem Leben auf unserer Erde die Grundlage zum leben und Fortpflanzung genommen hat.

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* Japan und die LINKE

Erstellt von Bernd Wittich am 16. März 2011

Japan: DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik.

Ein FDP-Politiker faselte von der Unzulässigkeit der Opfer der japanischen AKW-Katastrophe in der Politik der Parteien in Deutschland - Absurd und verantwortungslos. Die Opfer kapitalistischer Verwertungslogiken können kaum als Gewährsleute für die ungehinderte Fortsetzunmg der Ausbeutung von Mensch und Natur angerufen werden.

Japan ist mir nah, wohl auch weil mein Vater dort weilte und mich das Land gerade deshalb lange Zeit sehr interessierte. In meinen jungen Jahren, fasziniert von Technik und Technologie, bewunderte ich die sich entwickelnde Hochtechnologiegesellschaft.

Nach Tschernobyl hat sich hier meine Einstellung  - unabhängig vom Gesellschaftsystem, welches Naturkräfte als Produktivkräfte entfesselt - völlig und dauerhaft gewandelt.  Noch vor Tagen hat der SWR über unsere, zugegeben nicht besonders fitte Landtagskandidatin gehöhnt, die den Sofortausstieg aus der Kernenergief orderte und nicht sagen konnte, wie das geschehen soll.

Ein zunächst politisch-symbolisches Ziel, aber eben auch eine Zielmarke, bei der jede Partei in der Verantwortung mit ihren Maßnahmen immer nur im Verzug gegenüber der Dringlichkeit sein kann, egal, was sie bis wann tut.

Muss DIE LINKE  wissen wie der “Sofortausstieg” gehen kann? Dafür haben doch die Regierenden Experten, denen muss man nur die “richtigen” Aufgaben stellen und Resourcen geben. Freilich, auch DIE LINKE sollte hierzu ExpertInnen als UnterstützerInnen ihrer Ausstiegspolitik gewinnen. Letztlich lautet aber die Aufgabe der Politik gesellschaftliche Mehrheiten für den Atomausstieg zu gewinnen. Es ist eine politische Frage, ob Alternativen in den Blick genommen werden und dafür die gesellschaftlichen Ressourcen mobilisert werden.

Tanja Krauth hat in der erwähnten TV-Sendung einige Sekunden auf die Nachfrage, wie denn der sofortige Atomausstieg gehen soll, geschwiegen. Der SWR hat sinniger Weise die “Schweigesekunden” gezählt. Heute haben diese gezählten Sekunden eine andere symbolische Bedeutung. Es braucht die Einsicht, die Gesellschaft braucht eine demokratisch gestaltete Denkpause zur Energiepolitik. Der Verweis der “Prüfung” allein an die Regierenden, ihre ExpertInnen und die Atomwirtschaft ist nicht akzeptabel. DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik. Das wäre auch der demokratische Auftrag der Medien im Lande. JournalistInnen müssen von uns als Verbündete gewonnen werden. Das Gebot der “Neutralität” der Medien ist eine Mär, der Beliebigkeitspluralismus Ausdruck von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Machtpolitik.

Die “Lösung” der Bankenkrise oder die jetzige Atomentscheidung der Bundesregierung zeigt zumindest, es gibt immer “Alternativen”! Jedoch letztlich nur, wenn wir als BürgerInnen Wege finden, eine andere Politik zu erzwingen. (Womit ich nicht sage, das beide “Krisenantworten” BürgerInneninteressen hinreichend aufnehmen.) DIE LINKE muss jedoch ihre massive Glaubhaftigkeitslücke überwinden. Das ist vor allem eine Aufgabe an ihre innerparteiliche Entwicklung. DIE LINKE plakatiert im Landtagswahlkampf gegen die “Arroganz der Macht”. Aber in ihrer eigenen Organisationspolitik sind Wolfgang Ferner, Elke Theisinger-Hinkel, Otto Schäfer, Katrin Senger-Schäfer, Alexander-Ulrich, Wilhelm Vollmann, James Hermann, Katrin Werner  u.a. Träger einer innerparteilichen Arroganz der Macht.

Zur Atompolitik gibt es ein gesellschaftspolitisches Grundproblem zu beachten: Der Weltkapitalismus ist Produkt fossiler Energien, dieses Zeitalter endet. Wir haben nur eine Chance, die solare Energiewende, lokale Wirtschaftssytsme, veränderten Konsum und Lebensweisen, letztlich eine andere Weltökonomie. Freilich ist klar, es gibt kein “Gesetz”, dass die Menschheit diesen Weg auch findet. Weil die Wandlungszwänge die Grundlagen kapitalistischer Produktionsweise und Profitproduktion berühren, ist die Atomkraft die einzige “Chance” den Kapitalismus,wie wir ihn bisher kennen, weiter zu forcieren, deshalb halten die Herrschenden auch daran fest.

Abgelegt unter L. Rheinland-Pfalz, P. DIE LINKE | 3 Kommentare »