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Archiv für März, 2011

* Strahlende Lügen

Erstellt von DL-Redaktion am 31. März 2011

Mit dem Vorurteil des  billigen Atomstrom befasst sich Gerd Rosenkranz. Da die AKW aber neben Strom vor allen Dingen sehr teure Abfälle hinterlassen kann, die Kosten/Nutzen-Rechnung nur negativ zu Buche schlagen. Zeugt das Nutzen der Atomenergie nicht allein für einen hohen Grad von Unverantwortlichkeit, weil bis zum heutigen Tag noch nicht einmal eine sichere Endlagerung der Restbestände gesichert ist???

Kostengünstig ist Atomstron nur deshalb, weil die Erzeugung von staatswegen mit Steuergeldern gefördert wurde; d.h. der Steuerzahler wird zweimal zur Kasse gebeten: Einmal über die Subventionierung aus Steuergeldern und zum Zweiten ist er trotzdem der Willkür bei Preiserhöhungen durch die AKW-Betreiber ausgesetzt, die so tun, als hätten sie die Elektrizität erfunden. Das Resultat nach Merkel’scher Rechnung:
Die Gewinne bekommt der Erzeuger und die Kosten werden dem Verbraucher aufgedrückt.

Über die wahren Kosten einer neuen Generation von Atomkraftwerken herrscht Unsicherheit. Es gibt kaum verlässliche Daten. Da die Betreiberkosten in aller Regel von den Herstellern stammen, die Kraftwerke verkaufen wollen, bleibt bei den Kalkulationen vieles unklar. Nicht nur sicherheitstechnisch, auch finanztechnisch, wird Atomkraft auf diese Weise zu einer Hochrisikotechnologie.

Über die Kosten von Atomkraft berichteten wir bereits am 16. 11. 2010 unter „Was Atomkraft kostet“. Ein interessanter Artikel mit diversen Statistiken!

Strahlende Lügen

Die Mythen der Atomindustrie

Zunehmende Ölknappheit, der globale Ressourcenhunger und ein sich beschleunigender Klimawandel lassen seit geraumer Zeit eine Renaissance der Atomkraft befürchten oder erhoffen – je nach Sichtweise und Standpunkt. Und zwar nicht nur in China oder Indien, wo in den vergangenen Jahren einige neue Atomkraftwerke in Betrieb genommen wurden, sondern auch in unseren Breiten, wo Atomkraft von interessierter Seite als wirksames Mittel gegen den Klimakollaps propagiert wird. Dass gleichzeitig der Widerstand aus der Bevölkerung abzuflauen schien, ließ bei den Kernkraftwerks-Betreibern neuen Optimismus reifen. Einige propagieren Atomstrom schon als grüne Zukunftsenergie. Doch offensichtlich sind die Hoffnungen verfrüht. Die jüngsten massiven Proteste gegen die Castor-Transporte haben überraschend kraftvoll den Beweis dafür erbracht, dass der Widerwille in der Bevölkerung gegen die Atomkraft ungebrochen ist. Ein Widerwille, der die Fakten auf seiner Seite hat. Denn bei eingehender Prüfung erweisen sich die angeblichen Vorteile der Atomenergie sämtlich als Chimären.

Tatsächlich ist der Konflikt um die Atomenergie fast so alt wie ihre kommerzielle Nutzung. Die frühen Blütenträume ihrer Verfechter sind verflogen, die hohen Risiken geblieben. Die Klimaerwärmung und die Endlichkeit fossiler Brennstoffe können nicht die großen Sicherheitsprobleme der Atomenergie verdrängen. Der Einsatz der Atomenergie ist nicht zukunftsfähig, weil die nuklearen Spaltstoffe ebenso endlich sind wie die fossilen Brennstoffe. Und weil die Zeiträume, die ihre radioaktive Hinterlassenschaft von der Biosphäre ferngehalten werden muss, so lang sind, dass sie jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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* Nicht sehen,hören,sagen

Erstellt von DL-Redaktion am 31. März 2011

„Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose“. An diesen Spruch wird sich jeder erinnern, wenn er nun all die entschuldigenden Argumentationen über das Linke Wahl Desaster des letzten Wochenendes liest. Sagt doch eine taube Nuss tatsächlich das die Umstände gegen die Partei gewesen seien!  Wieder ein Anderer glaubt das die Gefahren der Atomenergie mehr den Grünen genutzt hätten. Lassen wir uns also überraschen wie die nächsten Ausflüchte lauten werden.

Denn jeder der sich einmal ernsthaft mit dem Debakel auseinander setzt kann nur folgende Schlüsse ziehen: Umstände gehen nicht zu Wahlen. Die Mitglieder der Partei konnten dem Wähler nicht erklären warum er ausgerechnet die Linke wählen sollte. Selbst der Ausdruck „Eine Punkt Partei“ zu sein verdeckt das Unvermögen zu politischen Handeln, da selbst die Bürger welche die soziale Gerechtigkeit am meisten vermissen sich anderen Parteien zu wenden, da die erleben dürfen das Linke Mandatsträger nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, von den Stadträten hoch bis in den Bundestag. Es lebe der Sozialismus in der eigenen Tasche!

Aus dem Saarland wird vermeldet das der „Vertraute von Oskar Lafontaine“ Heinz Bierbaum (viele Genossen sind ebenfalls mit ihrem Kleiderbügel vertraut) die Unruhen nach einer eventuellen Wahlniederlage vorausgesehen hätte. Zu solch einer Voraussage braucht es allerdings keinen Professorentitel, dazu reicht der gesunde Menschenverstand aus. Vor allen Dingen wenn man aus einem Landesverband kommt und  an den dortigen Unruhen als mit Hauptverantwortlicher gilt. Da hilft es dann auch nicht sich als Wirtschaftsfachmann auszugeben um intern zuzugeben, von Politik keine Ahnung zu haben.

Eine Partei welche ihre eigenen Schwächen kaschiert und diese nicht erkennen will, wird auf Dauer nicht überleben. Sollten die Grünen die in ihnen gesetzten Erwartungen auch nur halbwegs erfüllen können, werden sie einen noch größeren Zulauf bekommen und diesen vor allen Dingen aus der linken Szene.

Hier ein passender Kommentar von Stefan Reinecke:

Die Linkspartei hat ein strukturelles Problem

Wir haben nichts verstanden

Die Linkspartei hat die Wahlen in Stuttgart und Mainz verloren. Die Westausdehnung, die bisher wie von selbst zu funktionieren schien, stockt. Landtagsfraktionen sind oft Motor der Professionalisierung der jungen Partei im Westen - das fällt in Stuttgart und Mainz nun aus.

Bemerkenswert ist, welchen Schluss die Parteispitze in Berlin aus dieser Niederlage zieht: keinen. Das Atomthema habe alles andere verdrängt, da kann man leider nichts machen, so tönen Klaus Ernst und Gesine Lötzsch. Wenn Parteiführer sich zum Opfer der Verhältnisse deklarieren, muss man immer misstrauisch sein. Fukushima ist höchstens der halbe, bequeme Teil der Antwort.

Die Niederlagen der Linkspartei sind kein Zufall. Sie zeigen ein strukturelles Problem: Die Linkspartei ist im Westen nur erfolgreich, wenn sie auf Anti-Rot-Grün und Sozialproteste setzen kann. Wenn bei Sozialprotest gerade Flaute ist, wie in Baden-Württemberg, und Rot-Grün im Trend liegt, bleibt die Linkspartei im Trockendock. Um auch für Linksliberale interessant zu sein, müsste sie - über ihren Markenkern Soziales hinaus - bei mehr Themen kompetent sein. Doch sie ist auf die Abgrenzung geeicht, ihr fehlt es an eigenem Gewicht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

Abgelegt unter Kommentar, L. Saarland, P. DIE LINKE | 10 Kommentare »

* Linke Klevener Episode!

Erstellt von DL-Redaktion am 30. März 2011

Hatten wir gestern noch in dem Bericht  “Auch Hessen wählte” auf den Fehler  hingewiesen, dieses Wahldesaster nur auf zwei oder drei Personen ab zu laden, wird diese Aussage heute schon nachhaltig unter Beweis gestellt. Diese Partei ist von den Fundamenten an morsch und politikuntauglich. Dumme und arrogante Mandatsträger, auch weibliche, haben jegliche Bindung zu ihrer Basis verloren.

Obwohl aus dem Vorstand abgewählt, versuchen hier Mandatsträger ihren Kopf durchzusetzen. Aber dies ist kein ausschließliches Problem in Kleve, sondern wiederholt sich Tag für Tag in vielen anderen Kreisverbänden im ganzen Westen der Republik. Auch möchten wir hier noch einmal auf den Bericht vom 30. 08. 2010 aus dem KV Kleve “SED läßt grüßen!” aufmerksam machen.

Aus dem Kreisverband Kleve übernehmen wir folgenden Bericht:

“Sicherheitsdienst, bitte kommen!”

30. März 2011 (Nachtrag zur Kreistagsfraktionssitzung vom 28.03.2011)

Gondellissen versus LINKE

Es ist ja alles sooooo öffentlich, transparent und basisdemokratisch bei der LINKEN Kreistagsfraktion im Kreis Kleve – sieht man ja bei den selbsternannten „Königen“ Gonder und Nellissen, die meinen, die Inkarnation der LINKEN zu sein…

Was aber mehr und mehr zur Farce gerät und den Abgang der zwei Herren notwendig erscheinen lässt.

Da erfuhren wir mal endlich von einer Fraktionssitzung – die ansonsten streng geheim gehalten werden bzw. nur selektierte Gonder-Nellissen-Anhängern offen steht – und bequemen uns da hin; übertrifft das Verhalten angeblicher linker Mandatsträger doch jede negative Erwartung. Im Einzelnen:

* 14. 07 Uhr: 12 Mitglieder des KV, darunter 6 aus dem Kreisvorstand, und der Vertreter von Thomas Meschkapowitz, Christopher Neumann, sammeln sich in der „blauen Kamer“…Es spricht schon mal wieder für sich, das Thomas Meschkapowitz zwar als sachkundiger Bürger entfernt werden sollte – aber nicht mal eine Einladung zu diesem Termin erhielt! Lockere Stimmung, Uwe Hüttmann und Jordi Preußer freuen sich über soviel Interesse und Solidarität der Mitglieder. Der so von Gonder und Nellissen geschätzte Frank Rütter (sachkundiger Bürger) – mal wieder nicht da…!

*
14.12 Uhr: Axel Gonder, Bernd Nellissen, Reinhard Pooth und Birgit Bisseling stehen im Innenhof vor der „blauen Kamer“ und verteilen Zigarettenkippen auf Pflasterung und Bepflanzung; scheinbar hektische Diskussionen und böse Blicke in die „blaue Kamer“…

* 14.19 Uhr: Reinhard Pooth hechtet gruß- und wortlos an der „blauen Kamer“ vorbei und hämmert was gegen die Tür – wie sich später herausstellte ein Zettel mit der Aufschrift „nichtöffentliche Sitzung“…

* 14. 23 Uhr: Strammer Einmarsch der Gladiatoren Gonder und Nellissen in die „blaue Kamer“ mit etwas schnell kreidig werdenden Gesichtern und schwellenden Halsschlagadern. Puls: 180:95 …1. Aufforderung an uns alle den Saal zu verlassen – sonst wird der Sicherheitsdienst gerufen und wir würden entfernt werden. Kurzer Wimpelaustausch zwischen Jordi Preußer ( zerrissenes Tischtuch) und Bernd Nellissen (Drohung nebst bösem Blick ). Bernd Nellissen verweigert die Annahme…

* 14.24 Uhr: Die Gladiatoren bleiben stehen und trauen sich nicht mal zu setzen. Jeder Versuch einer Diskussion oder vernünftigen Umgangs miteinander misslingt durch die Ansage Hr. Gonders: “Ich fordere euch jetzt zum zweiten Mal auf, den Raum zu verlassen –sonst hole ich den Sicherheitsdienst!“ Keine bis freundlich verhaltene Reaktion bei den Gästen…

* 14.26 Uhr: 3. Aufforderung, gleichfalls ohne Reaktion. Die von Gonder und Nellissen zu entfernenden Sachkundigen Bürger bekräftigen ihren Wunsch auf Verbleib der Gäste. Öffentliches Amt = Öffentliche Behandlung…Gonder und Nellissen verlassen energisch den Raum und suchen den Sicherheitsdienst…

* 14.41 Uhr: 3 Hausmeister treten in den Türrahmen und betonen ihre Funktion hinsichtlich des Hausrechtes. Ob wir denn wüssten, dass alles „nicht-öffentlich“ sei…? Nee, so war nicht eingeladen und das ist auch nicht der Wunsch der ursächlich Betroffenen! Und nun? – Die Hausmeister wollen sich erkundigen und beraten…Abgang.

*
14.49 Uhr: Wiederkehr der 3 Sicherheitskräfte mit Hausrecht. Es gab eine kurze Erklärung, dass die Herren Gonder und Nellissen ihre Sitzung wohl wo anders und anderweitig abhalten würden, dies zu unserer Information. Von Gonder und Nellissen keine Spur….Wir entschlossen uns abzuwarten.

* 14.55 Uhr: Christopher Neumann versteht die Welt nicht mehr – er möchte gerne wissen, was das alles soll, warum er denn eigentlich gekommen ist!? Er sucht das Fraktionsbüro Der UnLinken auf: Abgeschlossen! Auf Klopfen wird ihm geöffnet, Einlass aber vehement verwehrt! Bezüglich seiner Nachfrage zum Entfernungsverfahren wird ihm geantwortet „Thomas Meschkapowitz wird Post von uns erhalten“, Tür zu, Schlüssel rum, Ende…

* 15.03 Uhr: Zigarettenpause im Innenhof vor der „blauen Kamer“. Schnell ziehen sich die Vorhänge des daran angrenzenden Fensters des Fraktionsbüros zu, es wird plötzlich geflüstert…Hans van de Loo sammelt die Kippen von Gonder, Nellissen etc. auf…

* 15.24 Uhr: Wir verlassen gemeinsam die „blaue Kamer“nachdem wir uns zuvor ausgetauscht haben, was wir davon halten sollten und die UnLinken nicht mehr auftauchten. Einmütig kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Verhalten dieser Mandatsträger nicht linker Politik, linken Ansprüchen und linkem Umgang entsprechen kann. Hier wurde mal wieder versucht den Hund mit dem Schwanz wackeln zu lassen…Verrat linker Grundsätze auf Grund profilneurotischer Egoismen.

Ein lehrreicher Besuch einer Fraktionssitzung – was wohl ein Obstuktionstreffen á la Gondellissen sein sollte…!

Ob die sich Einschliessenden den Weg mal wieder heraus gefunden haben – zur LINKEN haben sie in bisher nicht gefunden, ganz eindeutig!

Der „Sicherheitsdienst“ war uns ungleich sympathischer…

Schöne Fotos und musikalische Eindrücke zu diesem Artikel findet ihr auf der Website „Linkes-Netzwerk

IE

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* Rätsel über Reaktoren

Erstellt von DL-Redaktion am 30. März 2011

Wieviel weiß unser Hosenanzug über die Katastrophe in Japan?  Wieviel an Wahrheit wird sowohl der japanischen als auch unserer Bevölkerung von den Volksvertretern vorenthalten? Da wir zwar keine Fachleute auf dem Gebiet der Atomkraftwerke sind, aber trotz allem eine eigene Meinung vertreten machen wir heute auf den unten verlinkten Artikel aufmerksam.


Wurde aber nicht in unseren Land eine Dr. Physikerin zur Kanzlerin gewählt? Ihrer Ausbildung folgend müsste sie doch bestens über das Für und Wider der Atomenergie informiert sein? Die Herrschaften düsen doch sonst für jede Nebensächlichkeit in der Welt herum und sei es nur um sich auf Kosten der Steuerzahler irgendwo wieder einen albernen Dr. Titel einzuverleiben. Motto: Wenn es im Kopf fehlt, stimmt wenigstens die Visitenkarte. Wäre nicht jetzt eine Reise nach Japan fällig um vor Ort mit den Bossen der Energieerzeuger genau das zu beobachten was vielleicht auch eines Tages hier in unseren Land abgehen wird? Die Kernschmelze – einmal so aus nächster Nähe beobachten? Ich gehe jede Wette ein: Gebe es die Möglichkeit ein AKW nach Japan zu verkaufen wäre jeder Flieger zu klein um all die Interessenten des Geschäftes dorthin zu bringen.


Politische Dilettanten zetteln Kriege an, treiben Banken in den Ruin und plädieren für Atomstrom. Der „einfache Bürger“ wird die Sache schon wieder richten, finden sich doch immer wieder welche die bereit sind für diese Mischpoke ihr Leben zu riskieren. Ist es nicht geradezu grotesk dass nur die Angst vor den Verlust der Macht ein „Krankes Gehirn“ zum Umdenken bewegen kann? Wurden die Bürger bis zum Samstag- oder erst ab Sonntag-Abend belogen? Oder stimmt das mit dem Wissen nicht so ganz – Frau DR. Guttenmerkel?


Rätsel über Reaktoren


“Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima - wer ist der nächste?”, stand auf dem Plakat, das eine Schar von Atomgegnern am Montag früh um 3.53 Uhr Ortszeit in Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania entrollte. Denn dort war vor genau 32 Jahren Block 2 des Reaktors von “Three Mile Island” außer Kontrolle geraten. Beim ersten großen Unfall der zivilen Nutzung von Atomenergie gelangten damals große Mengen von Radioaktivität in die Umwelt. 140.000 Menschen flohen zeitweise.


So schlimm der Unfall in Harrisburg war: Für die Lage in Fukushima wäre eine solche Katastrophe inzwischen das bestmögliche Szenario. Denn in Harrisburg schmolz zwar der Reaktorkern, gelangte aber nicht in die Umwelt - was in Fukushima immer noch möglich ist. Am Montag stieg in den Trümmern des zerstörten japanischen AKW die Strahlenbelastung wieder zwischenzeitlich auf die lebensgefährliche Dosis von 1.000 Millisievert. Die Regierung erklärte, es könne “Monate, wenn nicht Jahre dauern”, die durchgebrannten Reaktoren zu sichern.


Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen


Hier ein Video welches in erschreckender Weise über die Machenschaften der Atomlobby Auskunft gibt:


IE

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* Klon-Fleisch

Erstellt von UP. am 29. März 2011

+++verunfallter “Clown”+++

 
Dolly lässt grüssen:

Es ist schlicht eine Granatensauerei, was diese Bundes-Agrar-Nymphe der “C”SU zu Lasten der Bürger in der Bundesrepublik Deutschland mit sich machen lässt. Vor allen Dingen, dass sie mitmacht, was der Hosennanzug ihr vorschreibt. Remember: Der Bundeskanzler - auch ein weiblicher - bestimmt [...] die Richtlinien der Politik der Bundesregierung.
Normalerweise müsste Aigner als Bürgerin des bajuwarischen Freistaates zurücktreten. Schliesslich ist Bayern ein Agrar-Land, in dem man Käse und andere Milcherzeugnisse herstellt und in dem eine Fastfood-Kette ihre Rindviecher einkauft und ver-Burger-t. Wenn das durchgeht, was dieser Musikantenstadl in Brüssel im Sinne hat, dann Prost Mahlzeit, eine gesegnete, natürlich.

EU: Keine Kennzeichnung für Klon-Lebensmittel

29.03.2011 - Die EU-Verhandlungen über eine Kennzeichnung von “Klonfleisch” sind offenbar gescheitert. In der Nacht zu Dienstag konnten sich Parlament, Rat und Kommision nicht auf eine entsprechende Regelung verständigen. Damit bleibt alles beim Alten: Fleisch und andere Produkte von Klon-Nachkommen können den Verbrauchern weiterhin ohne jeden Hinweis untergejubelt werden. In Europa sind sie bereits im Handel.

>>> weiterlesen auf foodwatch.de, die essensretter

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* RLP-400.000 € für 0,4%

Erstellt von Bernd Wittich am 29. März 2011

0,4 % Stimmenzuwachs für 400.000 Euro Wahlkampfkosten, aber die ge- und ent-täuschten und betrogenen Mitglieder und Wähler sind die nachhaltigsten politischen Kosten der verlorenen Wahlen.

DIE LINKE in Rheinland-Pfalz hat sich und die gesamte Partei bloß gestellt.

Schon werden Ideologen und bezahlte Deuter gerufen, um die Ursachen nicht sehen zu müssen und  um die Verantwortlichen für das Wahldebakel  zu schonen. (Die Atomfrage, die Kommunismusdebatte usw. usw….)

Vorab – es geht nun darum, ob DIE  LINKE im Westen die nächsten fünf Jahre als politisch wirkende Kraft überstehen will. Wenn sie es will, dann wird sie zuerst mit sich selbst, mit ihrer Organisationsentwicklung und dem Mitglied anders, grundlegend anders, umzugehen lernen müssen, um überhaupt zu einer politisch wirkfähigen linken Partei zu werden.

Bevor dafür einige Begründungen gegeben werden möchte ich über personelle Schlussfolgerungen sprechen, denn die Wahlniederlage ist überwiegend selbst gemacht, weniger Ausdruck gesellschaftspolitischer Entwicklungen, die außerhalb der Einwirkungsmöglichkeiten der Partei lägen.

Der Bundesvorsitzende Klaus Ernst ist seinen Aufgaben weder gesellschaftspolitisch noch als glaubhafter Makler innerparteilicher Konfliktbewältigung gewachsen. Von ihm muss sich die Partei in diesem Amt trennen. Ähnlich liegen die Dinge bei Lafontain´s Mann im Bundesvorstand-  Prof. Bierbaum. Ihr Versagen zeigt sich auch im Zustand der Landespartei in RLP.

Der Westbeauftragte der Bundespartei,  Dr. U. Maurer, muss von seiner Aufgabe sofort entbunden werden. Er hat sich als unfähig und unwillig erwiesen einen demokratischen innerparteilichen Diskurs zu entwickeln und der Parteientwicklung einen angemessenen Platz im linken Politikgeschehen einzuräumen.

Jedes Mitglied der Gruppe der Bundestagsabgeordneten aus Rheinland-Pfalz ist für eine Wiederwahl in Parteifunktionen auf Landesebene und als MdB´s in weiteren Wahlperioden ungeeignet, sie haben ihre Ämter für spaltende und die Partei schwächende innerparteiliche Machtkämpfe missbraucht. Ihr Politikstil zielt nicht auf Beteiligung der Mitglieder der Partei und der BürgerInnen, ihre Stellvertreterpolitik verfehlt grundlegend die Chancen zur Mobilisierung der spezifischen Ressourcen linker Politik.

Die Trennung von Amt und Mandat auf Landesebene ist durchzusetzen, die Ausübung von Wahlämtern durch die hauptberuflichen Mitarbeiter der MdB´s ist radikal zu beschränken.

Die Ausübung von Parteiämtern auf Bundesebene, etwa durch Theisinger-Hinkel und Senger-Schäfer in der Bundesbildungskommission, James Hermann in der BAG Antifa oder Dr. Wilhelm Vollmann gehört auf den Prüfstand. Ich kann einen die Parteientwicklung förderlichen Beitrag dieser GenossInnen in diesen Ämtern nicht erkennen, im Gegenteil!

Die Landesvorsitzenden Theisinger-Hinkel und Ferner sind abzuwählen. Statt in der Partei und in der Gruppe der Kandidaten eine Teamarbeit zu fördern, waren sie mit Konkurrenzkämpfen und Postenschacherei für die Zeit nach der gewonnen Wahl befasst.

Die Folgerungen aus dem gescheiterten Wahlantritt müssen auch die Kandidaten der Landesliste und die Direktkandidaten betreffen. Es geht um eine umfassende und konkrete Einschätzung des politischen Personals, ihre politischen Wertorientierungen, ihre fachlichen und politischen Kenntnisse, ihre soziale Kompetenz, ihre Einbindung in für die Linke geeigneten sozialen und politischen Netzwerke. Das Ziel dabei: Förderung aller die für die kommenden Aufgaben bereit und in der Lage sind Verantwortung zu übernehmen.

Der Landesvorstand muss sich Neuwahlen stellen, ausgehend von der Parteibasis und den Kreisen sind die Fragen der innerparteilichen Entwicklung konkret zu diskutieren und daraus Vorschläge für neues und geeignetes Personal zu ziehen. Nur wenn es gelingt, das sich gewählte neue Persönlichkeiten auf die ausdauernde und nachhaltigen Unterstützung einer - ihrer – aktiven Basis stützen können, kann eine demokratische Reform der Partei gelingen.

Ohne Entwicklung der Kreisverbände in Richtung höchster Mitgliederbeteiligung, der kommunalen Mandatsträger, der in den kommunalen Ausschüssen Tätigen als kreative Akteure linker Kommunalpolitik – gemeinsam mit den Bürgerinnen konzentriert auf wenige Schwerpunkte – wir eine Parteireform in Richtung „Mitmachpartei“ und linker Profilierung nicht gelingen. In manchem Kreis gehört die Rolle der Vorstände, ihr sozialautoritäres, intrigantes Wirken oder einfach ihre Inaktivität, ihre Nichteignung auf die Tagesordnung. Ohne eine zielgerichtet Mitgliederpolitik (Neuaufnahmen, Mitgliederbegleitung, Mitgliederbildung) wird sich die Parteibasis nicht als emanzipierter politischer Faktor etablieren.

Die Bundes- und Landesarbeitsgemeinschaften müssen sich zu für die Parteimitglieder und die BürgerInnen attraktiven Kompetenzzentren linker Politik und Fachpolitik entwickeln, die Abgeordneten und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter dürfen nicht das Monopol für die Produktion der Politikinhalte der Partei behalten.

Der Wahlkampfstab der Landespartei in RLP wurde nicht von allen Kreisen, nicht von allen KandidatInnen anerkannt und unterstützt. Der Landesvorstand wirkte nicht als Kollektiv, er förderte einen kollektiven Wahlkampf nicht. In den Kreisen fehlen all zu oft die „Mitmachstrukturen“. „Copy and paste“ und fertig war der ROTE (Wahlkampf)ORDNER hat sich als fataler Fehler erwiesen. Der Zustand der Landespartei und der meisten Kreise war und ist weit entfernt von einer „Mitmachpartei“, die abstrakten Konzepte liefen so ins Leere.

Die Kreise, der Landesvorstand, die LAG´s, die KandidatInnen und der Wahlkampfstab waren nicht in der Lage, eine offensive Medienarbeit in den eigenen Medien und mit den gesellschaftlichen Medien zu entwickeln. In der Partei fehlt es hierfür an Kompetenzen, an Verantwortungsbewusstsein, es grassieren Vorurteile gegenüber Medienvertretern, statt eine partnerschaftliche Arbeitsweise zu entwickeln. Es wird immer wieder in der Partei verbreitet, eine schlechte Presse läge an schlechten und böswilligen Journalisten. Vielmehr produzierte aber die Partei, allen voran die drei MdB´s die schlechten Fakten, die dann zu schlechten Nachrichten wurden. Der neue Presseverantwortliche, Genosse  Jürgensonn, hat sich anders -aber in der Wirkung ebenso unfähig - erwiesen, wie der alte, Jochen Bülow. Die KandidatInnen der Partei, ob Drumm oder Krauth, ob Theisinger-Hinkel oder Ferner, oder Direktkandidatinnen, sie neigten dazu, die WählerInnen über den Zustand der Partei zu täuschen, sie zu belügen. Das ist schlechter bürgerlicher Politikstil. Was vielleicht von manchem für die Parteiräson und einen Loyalitätsbeweis gehalten wird, ist Wählertäuschung, billiger Opportunismus, will man sich doch so auch die offene Positionierung in den innerparteilichen Machtkämpfen ersparen.

Das Wahlkampfteam war zu unerfahren, zu wenig bereit von erfahrenen GenossInnen zu lernen und es hatte in der Partei nicht genügend Autorität, es war selbst zu sehr in die Fraktionskämpfe um die Machtverteilung in der zukünftigen Landtagsfraktion involviert. Aber: Das Wahlkampfteam ist nicht die Hauptverantwortliche für die Niederlage, denn es fehlte an einer Landespartei vom Haupte bis zu den Gliedern, welche fähig gewesen wäre einen mobilisierenden Wahlkampf zu führen. Es gab keine differenzierten angemessenen Zielgruppenkonzepte, die Anrufung der „Mitmachpartei“ erwies sich als Schimäre, die eigenständige Kampagnenfähigkeit der Landespartei war zu keinem Zeitpunkt in den letzten 5 Jahren wirklich gegeben.

Das von den Gewerkschaften kopierte Modell innerparteilicher Bildung muss sich lösen von den Leitfäden und Instruktionsprinzipien, denn so kann eine offene und emanzipatorischen linke Bildungsarbeit nicht gelingen.

Fazit: Noch ist eine wahrhaft „neue Linke“ mehr ein Wunschgebilde, als Realität.

Auch die Wahlergebnisse in Baden-Württemberg zeigen, eine neue Linke, die ihr Personal, ihre Ideologie und ihr politisches Handwerkszeug wesentlich auf die Erfahrungen der Gewerkschaftsarbeit und der SPD stützt, ist nicht ausreichend  in der Lage prinzipiell für linke Politik ansprechbare neue Milieus und  Persönlichkeiten zu erreichen und mit diesen zu kommunizieren. Dieses einseitig favorisierte Führungspersonal  ist nicht hinreichend in der Lage herangereifte Fragen zu erkennen und in demokratischen offenen Prozessen Antworten gemeinsam mit den Parteimitgliedern und den BürgerInnen zu suchen.

„Original Sozial“ ist inhaltsleeer, auch wenn sich die Produzentinnen derartige Slogans ihres Einsatzes für eine gute Sache vielleicht  gewiss waren. An dieser Stelle einige Anmerkung zu dem sicher jetzt beliebten Argument, DIE LINKE sei wegen der Atompolitik durch die Grünen der notwendigen Stimmen beraubt worden. Welche Fragen müssen wir uns stellen:

a) Warum profitieren wir nicht von unser Atomausstiegspolitikforderung?
b) Warum profitieren wir nicht von der einseitigen Finanzierung der Krisenfolgen durch den Bürger?

Die soziale Frage, ist anders als Ernst und Lafontaine glauben wollen, eine Frage, auf die sich die Menschen sehr verschieden und oft divergierende Antworten geben. So wie DIE LINKE diese Frage generalisierend thematisiert ist sie zu unspezifisch, verfehlt konkrete Zielgruppen.

Die Idee einige Wahlkampfstrategen, die Reserve für die Stimmenmobilisierung durch DIE LINKE läge bei den Nichtwählern (aktuell in RLP 39%) hat sich als Illusion erweisen.

Der gesamten Partei mache ich den Vorwurf, zu oft eine Partei der bloßen Propaganda, der Großmäuligkeit, der Unbescheidenheit, eine Partei der Phrase und des linken Scheins zu sein.

Sie operierte im Wahlkampf mit einer politischen Wunschzettelpolitik, von der keine Wählerin glauben kann, dass diese Wunschzettel im Lande etwas ändern. Die Partei tritt weder bescheiden noch ausreichend sachkundig auf, hinzu kommt die pauschale Diffamierung der SPD und der Grünen. Eine Bündnispolitik, die diese Bezeichnung auf verdient hat DIE LINKE in RLP nicht hervorgebracht! Das Schielen auf die Unterstützung durch die Gewerkschaftsapparate des DGB, der Ver.di oder der IG Metall ist eine Illusion. Die Gewerkschaften haben selbst mit Mitgliederschwund, Akzeptanzverlust, überbordenden trägen hauptamtlichen Apparaten und faulen Kompromissen mit dem Staat und dem Kapital zu kämpfen. Solange in Hinterzimmern „kooperiert“ wird, wird sich DIE LINKE überwiegend  die Schwächen von den Gewerkschaften leihen.

Was braucht DIE LINKE?

DIE LINKE  muss ernsthaft und ausdauernd an ihren sozialen und fachlichen Kompetenzen arbeiten.

DIE LINKE braucht einen ergebnisoffenen innerparteilichen und gesellschaftlichen Diskurs, weniger Kommissions- und Ausschusspolitik!

DIE LINKE muss mit dem Versuch, dem sozial-autoritären Flügel in der Partei (West) die Dominanz zu sichern, brechen und emanzipatorischen Entwicklungen fördernd Raum geben.

DIE LINKE braucht eine innerparteiliche Bildungsoffensive, Bildungswerbung und emanzipatorische Bildung, weniger „Leuchtturmveranstaltungen“, weniger „Prominentenauftritte“, als vielmehr mit Basisbewegungen, mit konkreten Projekten verbundene, auf Nachhaltigkeit setzende Bildungsangebote.

DIE LINKE muss den Themenfeldern Lebenssinn, Lebensqualität, Solidarität, solidarischen Menschwerden, Gleichheit, Gerechtigkeit, Menschenwürde, Menschenrechten und dem Ziel jedes Menschen - Lebensglück, also linken Werten - Hoffnung und Utopien  in ihrer gemeinsam mit den BürgerInnen zu praktizierenden Politik endlich angemessenen Raum geben.

Bernd Wittich                   Berlin/Ludwigshafen am 28. März 2011

Hier noch einmal ein Video mit der RLP Spitzenkandidatin Tanja Krauth:

IE

Abgelegt unter L. Rheinland-Pfalz, P. DIE LINKE | 2 Kommentare »

* Auch Hessen wählte !

Erstellt von DL-Redaktion am 29. März 2011

Bei aller Freude über das Erreichen von Siegen oder die Enttäuschung  über erlittene Niederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden die ebenfalls stattgefundenen Kommunalwahlen in Hessen nur als Randerscheinung wahrgenommen. Feststellen möchten wir hier aber trotzdem das der in den zuvor erwähnten Ländern stattgefundene Wahl-Trend sich auch in Hessen widerspiegelt.

Auch dort konnten die Grünen ihr Ergebnis auf 20% verdoppeln, sowie die CDU 5,1% (jetzt 33,4% und die SPD 3,8% (jetzt 30, 9%) an Wählerstimmen verloren. Gleich der FDP mit erreichten 3,5% wurde auch die LINKE mit 2,9% für ihr diffuses Auftreten in der Öffentlichkeit gnadenlos ab gestraft.

Bei dem Großteil der Parteien weisen auch jetzt, nach den Wahlen die Politiker durch ihr verhalten darauf hin wie sehr sich diese von ihrem Wahlvolk entfernt haben. Verlierer dieser Wahlen sind sie alle, bis auf die Grünen. Gemessen an den absoluten Zahlen zählt im besonderen die SPD zu dem großen Verlierer dieses Wahltages was auch in dem folgenden Kommentar zu Ausdruck gebracht wird:

Die verklemmte Partei
Offiziell ist die Welt der SPD in Ordnung. Ist doch wunderbar gelaufen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, lautet die Lesart von Parteichef Gabriel: Ein sicheres Ministerpräsidentenamt hier, eine historische Wende dort, wer kann mehr wollen? Sicher: Ein bisschen Schönfärben gehört zum Geschäft. Und Spitzenleute einer Partei neigen nach wichtigen Wahlen dazu, Negatives auszublenden. Doch die Realitätsumdeutung, die führende SPDler derzeit vornehmen, ist bemerkenswert. Und sie sagt viel über die Sozialdemokratie im Jahr 2011.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Für die Linke wäre es aber fatal die nicht erreichten Erfolge jetzt an die Personen einiger ihrer „Spitzenleute“ festzumachen. Dieses käme einer totalen Verleugnung der Situation im Westen gleich.

Die eigentlichen Probleme beginnen in den Orts- und Kreis-Verbänden. Dort hat die Zersetzung der Partei begonnen und dort findet sie auch heute noch statt, indem aus den Landesverbänden heraus einigen Spinnern und Sektierern aus den Gewerkschaften, Alt-SPD-lern und Kommunisten ein roter Teppich ausgerollt wurde. Der weitere Ausbau der Partei wurde abrupt zugunsten einiger „Auserwählter“ gestoppt wodurch auch die Bindung zur Bevölkerung verloren ging. Die Schönfärbung der Mitgliederzahlen hat unten begonnen.

Auch wurden ehemalige SED Leute welche im Osten den Menschen nicht mehr zu verkaufen waren in den Westen transferiert um hier als die großen Unbekannten am Neuaufbau mitzuwirken. Dieses war der sprichwörtliche Schuss in den berühmten Ofen und konnte auf Dauer nicht gut gehen, da  die Übernahme alter SED Praktiken hier genau so wenig Anklang findet wie im Osten auch. Viele der sich ehrlich bemühten Aktiven zogen sich zurück oder wurden hinaus gemobbt. Damit ging auch gleichzeitig der größte Teil der Kreativität und Individualität verloren, eine Bewegung verlor ihr Gesicht.

Viele dieser Menschen haben sich in die Gruppen der APO zurückgezogen und weisen durch ihre Mitwirkung an den dortigen Erfolgen auf die damit verpassten Möglichkeiten einer Linken Partei hin.

Dem Bericht des Spiegel folgend hieße aber die wahren Hintergründe der Misere zu vertuschen und wäre wenig hilfreich in der Beseitigung der Probleme. „Hier der Bericht des Spiegel

Wenn denn über eine Schuldverteilung gesprochen wird, sollte aber die gewisse Blauäugigkeit der Berliner Führung nicht außer Acht gelassen werden. Es wurde versäumt, oder es war nicht erwünscht, sich einmal realistisch mit den Problemen der Basis auseinander zu setzen. Den Nachweis der für die Politik so wichtigen diplomatischen Befähigung bleibt man damit bislang schuldig.

IE

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* Wer annektiert wen?

Erstellt von Uri Avnery am 29. März 2011

Hier der Neueste  Artikel von Uri Avnery aus Tel Aviv.

IN EINER selten späten Nachtsitzung nahmen die Knessetabgeordneten endgültig zwei widerlich rassistische Gesetze an. Beide sind klar gegen Israels arabische Bürger gerichtet, ein Fünftel der Bevölkerung.

Das erste macht es möglich, die Staatsbürgerschaft von Personen zu annullieren, die wegen Straftaten für schuldig befunden werden, die Sicherheit des Staates zu gefährden. Israel rühmt sich, ein Menge solcher Gesetze zu haben. Die Staatsbürgerschaft wegen solcher Gründe zu annullieren, ist gegen das internationale Gesetz und gegen internationale Konventionen.

Das zweite ist raffinierter. Es erlaubt Gemeinschaften mit weniger als 400 Familien „Zutritts-Komitees“ zu ernennen, die verhindern können, dass „unpassende“ Personen hier wohnen. Es verbietet sehr schlau und ausdrücklich die Abweisung von Kandidaten wegen Rasse, Religion etc. – aber es ist ein Paragraph der Augenwischerei. Ein arabischer Bewerber wird einfach wegen seiner vielen Kinder oder weil er keinen Militärdienst machte, zurückgewiesen.

Eine Mehrheit der Mitglieder hat sich gar nicht erst zum Abstimmen gezeigt. Schließlich war es sehr spät, und außerdem haben sie Familien. Wer weiß, vielleicht haben sich einige geschämt, abzustimmen.

Aber weit schlimmer ist ein drittes Gesetz, das innerhalb einiger Wochen sein letztes Stadium durchlaufen wird. Es ist das Gesetz, um den Boykott der Siedlungen zu verbieten.

SEIT SEINEM frühen Stadium ist der ursprünglich derbe Text dieses Gesetzentwurfes irgendwie verbessert worden.

Wie es jetzt aussieht, wird das Gesetz jede Person oder Organisation strafen, die öffentlich zu einem Boykott Israels aufruft – wirtschaftlich, akademisch und kulturell. „Israel“ bedeutet nach diesem Gesetz jedes israelische Unternehmen oder jede Person in Israel oder in den von Israel kontrollierten Gebieten. Einfach gesagt: es geht um die Siedlungen. Und nicht nur um den Boykott von Produkten der Siedlungen, den Gush Shalom vor etwa 13 Jahren initiiert hat, sondern auch um die Weigerung von Schauspielern, in der Siedlung Ariel aufzutreten, und um den Aufruf von Akademikern, keine akademische Institution dort zu unterstützen. Es gilt natürlich auch für jeden Aufruf zum Boykott einer israelischen Universität oder eines israelischen Handelsunternehmens.

Dies ist ein grundsätzlich fehlerhaftes Stück einer Gesetzgebung: es ist antidemokratisch, diskriminierend, annexionistisch und vor allem verfassungswidrig.

JEDER HAT das Recht, zu kaufen oder nicht zu kaufen, was er oder sie wünscht, und zwar bei dem, den sie wählen. Das ist offensichtlich und benötigt keine Bestätigung. Es ist Teil des Rechts auf freien Ausdruck, das mit jeder Verfassung garantiert wird, die ihren Namen verdient und es ist auch ein wesentliches Element einer freien Marktwirtschaft.

Ich kaufe gern in dem Laden an der Ecke, weil mir sein Besitzer sympathisch ist und nicht im Superladen gegenüber, der seine Angestellten ausnützt. Gesellschaften geben große Summen Geld aus, um mich zu überzeugen, eher ihre Produkte als die von anderen zu kaufen.

Und wie steht es mit ideologisch motivierten Kampagnen? Vor Jahren wurde ich bei einem Besuch in New York darum gebeten, keine Weintrauben aus Kalifornien zu kaufen, weil die Besitzer von Weinbergen die mexikanischen Fremdarbeiter unterdrücken. Dieser Boykott ging lange Zeit und war – wenn ich mich nicht irre – erfolgreich. Keiner wagte zu behaupten, dass solche Boykotts ungesetzlich sind.

Hier in Israel kleben Rabbiner vieler Gemeinden regelmäßig Posters an Wände, auf denen sie ihre „Schäflein“ aufrufen, in gewissen Läden nicht zu kaufen, von denen sie glauben, sie seien nicht koscher oder nicht koscher genug. Solche Aufrufe sind ganz gewöhnlich.

Solche Veröffentlichungen stimmen völlig mit den Menschenrechten überein. Bürger, für die Schweinefleisch verabscheuungswürdig ist, haben das Recht, darüber informiert zu werden, wo Läden sind, die Schweinefleisch verkaufen und Läden, die keines verkaufen. So weit ich weiß, hat in Israel bis jetzt noch niemand dieses Recht angefochten.

Früher oder später werden anti-religiöse Gruppen Aufrufe veröffentlichen, um koschere Läden zu boykottieren, die die Rabbiner mit hohen Abgaben für Zertifikate bezahlen – einige von ihnen gehören zu den untolerantesten ihrer Art. Sie unterstützen ein ausgedehntes religiöses Establishment, das Israel offen in einen „Halacha-Staat“ verwandeln will – es ist das jüdische Äquivalent zu einem muslimischen „Sharia-Staat“. Viele tausend Kashrut-Überwacher und unzählige andere religiöse Funktionäre werden von der weithin weltlichen Öffentlichkeit dafür bezahlt.

Was soll man also über einen anti-rabbinischen Boykott sagen? Er kann kaum verboten werden, da die Religiösen und Antireligiösen garantiert die gleichen Rechte haben.

DESHALB SIEHT es so aus, als ob nicht alle ideologisch motivierten Boykotte falsch sind. die Initiatoren dieser besonderen Gesetzesvorlage – Rassisten der Liebermanschule, Likud-Rechte und Kadima-Zentristen - behaupten dies auch nicht. Für sie sind Boykotts nur dann falsch, wenn sie gegen die nationalistische, annexionistische Politik dieser Regierung sind.

Dies wird sogar direkt im Gesetz selbst angegeben. Boykotts sind ungesetzlich, wenn sie gegen den Staat Israel gerichtet sind – nicht z.B. durch den Staat Israel gegen irgendeinen anderen Staat. Kein normaler Israeli würde im Nachhinein den Boykott, den das Weltjudentum gegen Deutschland verhängte, unmittelbar nachdem die Nazis an die Macht kamen, verurteilen – ein Boykott, der Joseph Goebbels als Vorwand diente, als er am 1. April 1933 den ersten antisemitischen Boykott der Nazis veröffentlichte („Deutsche wehrt euch! Kauft nicht beim Juden!“)

Auch kein aufrechter Zionist wird die Boykottmaßnahmen falsch finden, die vom Congress unter intensiv jüdischem Druck gegen die frühere Sowjet-Union zustande kamen, um die Barrieren für freie jüdische Emigration zu beseitigen. Diese Maßnahmen waren äußerst erfolgreich.

Nicht weniger erfolgreich war der weltweite Boykott gegen das Apartheidregime in Südafrika – ein Boykott der von der südafrikanischen Befreiungsbewegung sehr willkommen geheißen wurde, obwohl er auch die von weißen Geschäftsleuten beschäftigten afrikanischen Arbeiter schädigte. (Ein Argument, das jetzt von den israelischen Siedlern wiederholt wird, die palästinensische Arbeiter zu Hungerlöhnen beschäftigen).

Also sind politische Boykotts nicht falsch, solange sie gegen andere gerichtet sind. Es ist dies alte „Hottentoten-Moral aus kolonialer Überlieferung – „Wenn ich deine Kuh stehle, ist es in Ordnung. Wenn du meine Kuh stiehlst, ist es Diebstahl.“

Die Rechten können Aktionen gegen linke Organisationen aufrufen. Die Linken dürfen keine Aktionen gegen rechte Organisationen aufrufen. So einfach ist das.

ABER DAS Gesetz ist nicht nur antidemokratisch und diskriminierend, es ist auch eklatant annexionistisch.

Durch einen einfachen semantischen Trick – in weniger als einem Satz – machten die Gesetzmacher das, was auf einander folgende Regierungen nicht zu tun wagten: sie annektieren das palästinensische, von Israel besetzte Land an Israel.

Oder könnte es genau umgekehrt sein? Sind es die Siedler, die Israel annektieren?

Das Wort „Siedlungen“ erscheint nicht im Text. Um Himmels Willen! Genau so wie das Wort „Araber“ in keinem der anderen Gesetze erscheint.

Stattdessen stellt der Text einfach fest, dass Boykottaufrufe gegen Israel durch das Gesetz verboten sind, einschließlich dem Boykott israelischer Institutionen und Unternehmen in allen von Israel kontrollierten Gebieten. Dies schließt natürlich die Westbank, Ost-Jerusalem und die Golanhöhen mit ein.

Das ist der Kern der Sache. Alles andere ist Verdunklung.

Diese Initiatoren wollen unsern Aufruf zum Boykott der Siedlungen zum Schweigen bringen. Er gewinnt aber gerade weltweit an Schwung.

DIE IRONIE der Sache ist die, dass sie genau das Gegenteil erreichen.

Als wir mit dem Boykott anfingen, war unser erklärtes Ziel, eine klare Linie zwischen Israel in seinen anerkannten Grenzen – der Grünen Linie - und den Siedlungen zu ziehen. Wir waren nicht für einen Boykott des Staates Israel, der – wie wir glauben - die falsche Botschaft aussendet und die israelische Mitte in die wartenden Arme der extremen Rechten stößt. („Die ganze Welt ist gegen uns“) Ein Boykott der Siedlungen, (so denken wir) hilft, die Grüne Linie wieder einzurichten und einen klaren Unterschied zu machen.

Dieses Gesetz tut nun genau das Gegenteil. Indem es die Grenzlinie zwischen dem Staat Israel und den Siedlungen verwischt, spielt es denen in die Hände, die für einen Boykott Israels aufrufen – wie ich denke - irrtümlich im Glauben, ein vereinigter Apartheidstaat bereite den Weg für eine demokratische Zukunft.

Vor kurzem wurde die Torheit des Gesetzes von einem französischen Richter in Grenoble demonstriert. Dieser Vorfall betraf die fast monopolistisch israelische Exportfirma Agrexco für landwirtschaftliche Produkte. Der Richter verdächtigte die Gesellschaft des Betruges, weil Produkte der Siedlungen falsch deklariert waren, als ob sie aus Israel kämen. Dies konnte Betrug sein, weil israelische Exporte in Europa große Privilegien genießen, während Produkte der Siedlungen diese Privilegien nicht genießen.

Solche Vorfälle geschehen immer öfter in verschiedenen europäischen Ländern. Dieses Gesetz wird sie vervielfachen .

NACH DER originalen Version hätten diejenigen, die den Boykott unterstützen, eine kriminelle Tat begangen und wären verurteilt worden. Dies hätte uns große Freude bereitet, weil unsere Weigerung, Geldstrafen zu zahlen und ins Gefängnis zu gehen, die Sache noch dramatischer gemacht hätte.

Diese Klausel ist jetzt weggelassen worden. Aber jedes einzelne Unternehmen in einer Siedlung und tatsächlich jeder einzelne Siedler, der sich vom Boykott verletzt fühlt, kann jede Gruppe, die zum Boykott aufruft, und jede Person, die mit solch einem Aufruf verbunden ist - für unbegrenzten Schadenersatz - verklagen. Da die Siedler gut organisiert sind und ihnen grenzenlose Fonds aller Arten von Kasinobarone und Bordellmagnaten zur Verfügung stehen, werden sie Tausende von Klagen für astronomische Summen einreichen und die Boykottbewegung praktisch lähmen. Dies ist natürlich ihr Ziel.

Der Kampf ist also noch längst nicht zu Ende. Nach dem Erlass des Gesetzes werden wir den Obersten Gerichtshof anrufen, dies Gesetz zu annullieren, da es im Widerspruch zu Israels fundamentalen verfassungsmäßigen Prinzipien und den grundsätzlichen Menschenrechten steht.

Wie Menachem Begin zu sagen pflegte: „ Es gibt noch Richter in Jerusalem !“

Oder ???

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

Quelle: Uri Avnery

IE

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* Anti-Atom-Protest

Erstellt von UP. am 28. März 2011

Atom
Montag, 28. März 2011 - 467.320 Abonnenten
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Wahnsinns Erfolg!

250.000 Menschen forderten vorgestern auf vier Großdemos in Berlin, Hamburg, Köln und München die endgültige Abschaltung der Atomreaktoren - der größte Anti-Atom-Protest der Geschichte. Zusammen mit der Abwahl von Mappus wird dies im Kanzleramt für Wirbel sorgen. Schauen Sie unseren Demo-Film!

Ein Meer aus Fahnen, Transparenten und Ballons, Menschen so weit das Auge reicht und immer wieder “Abschalten”-Sprechchöre: In Berlin, Hamburg, Köln und München gingen vorgestern mehr als 250.000 Menschen für die endgültige Abschaltung der Atommeiler auf die Straße. Mit einer Schweigeminute, die zeitgleich in allen vier Städten stattfand, gedachten wir der Opfer der Flutwelle und der Reaktorkatastrophe in Japan.

Wir haben es tatsächlich geschafft: Innerhalb von gerade einmal neun Tagen sind im Bündnis mit unseren Partnerorganisationen und vielen vielen Einzelpersonen die größten Anti-Atom-Proteste in der Geschichte dieses Landes entstanden. Samstags diese machtvollen Demonstrationen, Sonntags dann die Abwahl der Regierung Mappus - die Botschaft der Bürger/innen dürfte im Kanzleramt angekommen sein: Mit völlig unverbindlichen Kurskorrekturen lassen wir uns nicht abspeisen. Jetzt muss endgültig abgeschaltet werden!

Drei Campact-Kamerateams haben Bilder und Stimmungen aus Berlin, Hamburg und Köln eingefangen.

Schauen Sie unseren Demo-Film!

Die vier Großdemos waren ein kraftvoller Auftakt für die große Auseinandersetzung, die uns bis zum 15. Juni bevorsteht, wenn Merkels Abschalt-Moratorium ausläuft. Jetzt liegt es in unserer Hand, dass keiner der acht derzeit abgeschalteten Meiler wieder ans Netz geht. Dass die Laufzeitverlängerung endgültig kippt. Und auf Grund scharfer Sicherheitsauflagen den Atomkonzernen nichts anders übrig bleibt, als auch die anderen AKWs rasch abzuschalten.

Jetzt heißt es dran bleiben. Wenn sich in vier Wochen die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25sten Mal jährt, wollen wir am Ostermontag, den 25. April, an den einzelnen AKW-Standorten wieder mit zehntausenden Menschen demonstrieren. Streichen Sie sich den Termin im Kalender schon einmal rot an!

Zehntausende Campact-Aktive haben den Erfolg der vier Großdemonstrationen mit ermöglicht - mit ihren Spenden, indem sie vor Ort die Werbetrommel gerührt haben oder indem sie mit dabei waren. Für die große Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich!

Die Anti-Atom-Demos haben gezeigt, wie wichtig es ist, schnell und flexibel agieren zu können. Ohne die regelmäßigen finanziellen Beiträge unserer Campact-Förderer könnten wir eine Herausforderung wie die Beteiligung an vier parallelen Großveranstaltungen nicht schaffen. Helfen auch Sie, die Kraft von Campact mit einer Förderung dauerhaft zu stärken und auszubauen! Wenn Sie bis zum 6. März Förderer/in werden, schicken wir Ihnen als Willkommensgruß das Buch “Der energethische Imperativ - 100% jetzt” von Hermann Scheer.

Werden Sie Campact-Förderer/in!

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Susanne Jacoby, Christoph Bautz und das gesamte Campact-Team


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 467.320 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

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* was die kugel verrät

Erstellt von UP. am 28. März 2011

Nachfolgend mir werte Gedanken meines Freundes Veit:

hab ich grad einen blick geworfen. auf meine aschenbecher-kugel. weisser rauch stieg auf, auch grauer. dort, wo es zur filter-schmelze kam, schwarz-gelber. sie schwadeten von der zukunft, die rauche. von der politischen zukunft. meine persönliche nämlich geht keinen was an. will’s auch gar nicht wissen.

so eine kugel lässt sich nichts vorschreiben. raucht die zukunft in puzzle-teilen, grad wie es ihr gefällt. steigt also auf der rauch, formt ein gesicht: rainer brüderle. südwind kommt auf und pustet ihn dorthin, wo das vergessen wohnt. an seiner statt, da gibt es kein vertun, manifestiert sich karl theodor zu guttenberg. weil der immer noch über die besten strahlen-werte verfügt, holt ihn das merkelchen schneller als gedacht aus der reserve. im gegenzug darf die fdp den neuen umweltminister stellen. norbert röttgen, der seitherige, wird nach nordrhein-westfalen demissioniert. er soll dort die kohlen aus den stollen holen. in einem kraft-akt, sozusagen. wen indes die fdp auf die umwelt los lässt – sie sucht immer noch, qualmt meine kugel. vielleicht indes darf nobbi auch bleiben und die fdp kriegt das ursachen-forschungsministerium. aber das geht keinen schavan. weil die a-nette ist, darf sie bundestagspräsidentin künftig. ihr vorgänger muss weg, hat er doch die eigene partei belammert.

die aschenbecher-kugel nimmt noch einen lungenzug. lässt dampf ab, wie uff d’r eisabahna, der schwäbischen. will sagen: stuttgart 21. das volk abstimmt mehrheitlich fürs tiefer legen. und grün-rot bröckelt. rot vor allem. den sozz’n schwant, dass sie die wahl nicht gewonnen, sondern verloren haben. und die kugel warnt: schlimmer geht’s immer.

noch ein letztes rauch-schnauferle. 2013, bundestagswahl. die cdu feiert ihr schlechtestes ergebnis seit ein bundestag gewählt wird. und weil die spd die fünf prozent doch gestemmt und punkt gelandet ist mit ihrem projekt 18 gehen beide eine zweckgemeinschaft ein. früher wird das grosse koalition geheissen haben.
 
 

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* Wohin geht die Linke?

Erstellt von DL-Redaktion am 28. März 2011

Auch gestern, dem großen Wahltag im Südwesten von Deutschland  war festzustellen, dass es ruhig geworden ist um Die LINKE. Mit den erreichten, satten 3% kann man sich auch beruhigt zurücklehnen, hat man doch wieder einmal Wahlen gewonnen und den großen Parteien gezeigt wie sehr die Bevölkerung die gute Arbeit der Partei honoriert und bewertet. Stehen doch selbst die Hartz IV Empfänger sowie die Randgruppen der Gesellschaft wie eine Eins hinter ihren Förderern.

Wie kommentiert der große Weise Rolf Linsler aus dem Saarland den Ausgang der  gestrigen Wahlen im Saarländischen Rundfunk: „Weder in Rheinland-Pfalz noch in Baden-Württemberg haben die Linken den Einzug in den Landtag geschafft. Rolf Linsler, Landesvorsitzender der Linken im Saarland, bedauert, dass die Fünf-Prozent-Hürde - und somit das Wahlziel – nicht erreicht wurde.
Trotzdem lobte Linsler den Wahlkampf seiner Parteikollegen in Rheinland-Pfalz. Zukünftig müsse man sich aber besser positionieren und einen größeren Bekanntheitsgrad schaffen. Am parteipolitischen Programm liege der Misserfolg der Linken laut Linsler nicht. “Wir haben uns klar und deutlich gegen Atompolitik ausgesprochen, aber wir haben davon nicht profitiert. Das ist eigentlich schade, so Linsler.(kbl)“

Hier im O-Ton: Das Interview

Eine Aussage welche so schon für ein gewisses Maß an Naivität spricht: Eine klare Positionierung hätte  der Wähler sicher verstanden. Die Aussage erinnert sehr stark an die Worte eines ehemaligen Dummschwätzers der SPD welcher einst folgende Weisheit verbreitete: „Das was wir machen ist gut, die Wähler haben es nur noch nicht verstanden“. Linsler scheint schon den richtigen Lehrmeister gehabt zu haben.

Wahlergebnisse sind immer ein Blick zurück auf die geleistete Arbeit der Vergangenheit, sind eine Bewertung von gefühlter Volkswahrnehmung. So hat es die Linke Partei des Westens nicht geschafft auch nur ein Thema in den Augen der Öffentlichkeit für sich zu besetzen. Im Gegenteil, Zwist und Streitereien innerhalb der eigenen Reihen waren die einzigen Themen bei den Linken.

So auch in NRW wo wir nur an die seit dem Jahre 2007 andauernden Unruhen in Düsseldorf aufmerksam machen möchten.  Schon am 13. 10. 2007 brachte die Linkezeitung folgenden Artikel: „Die LINKE Kreisverband Düsseldorf: Machtkämpfe vertreiben die Mitgliedschaft“

Die Probleme reichen hin bis zum heutigen Tag, brachte doch noch am 20. 03. 2011 die WZ-newsline unter der Titelzeile: „Düsseldorfer Rat will Laubenburg ausschließen“ den damaligen Protagonisten wieder in die Schlagzeile.

In der letzten Woche wurde auch über Unruhen in Essen berichtet. Unter dem Titel „Linke nehmen Schlagabtausch wörtlich“ wusste die WAZ sehr pikante Details aus dem Essener Rat zu vermelden.

Es rächt sich jetzt, das es im Westen versäumt wurde entsprechende Parteistrukturen aufzubauen. Dem Erreichen von Mandaten und Pöstchen wurden alle Türen und Tore geöffnet und der absolute Vorzug eingeräumt. Da sowohl Mandate als auch Posten mehr vergeben als gewählt wurden, fehlt heute überwiegend die Bindung der „Erwählten“ zu ihrer Basis. Das berühmte Feedback bleibt aus. Die da „Oben“ haben es sich in ihren Schaukelstühlen bequem gemacht und die „Unten“ wollen, können oder dürfen für die Auserwählten nicht arbeiten.

Da passt es, dass nun der „Geschäftsführer“ in NRW das Handtuch wirft oder werfen muss! Als Erster von Vielen? Er verlässt ein sinkendes Schiff und überlässt die Nachlassverwaltung anderen? Wie eine Keule schweben eventuelle Neuwahlen in NRW über den Häuptern der Linken Mandatsträger im Landtag da zu erwarten ist, dass sich neue Wahlergebnisse den erreichten Zahlen von gestern anpassen werden. Das hieße dann für einige das zurück von der reichlich gedeckten Tafel wieder hin zu den Tafeln.

Quo vadis Die Linke?

IE

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* Landtagswahlen II

Erstellt von UP. am 28. März 2011

In Baden-Württemberg GRÜN-ROT. Das wurde Zeit!
Der neue Ministerpräsident heisst
Kretschmann.

Nach wie vor behaupten die Medien und die damit einhergehenden Umfragen, dass der Mappus wegen Japan und seinem damit verbundenen Opportunismus vor den Koffer gesch… wurde. Die Demokratie lebt; denn der Bürger ging wählen, weil es wichtig war, der Politik zu zeigen, dass es nicht nur den tumben Stimmviehbürger gibt, sondern sehr wohl den bewusst denkenden ‘citoyen’, der in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Gemeinwesen teilnimmt und dieses mitgestaltet, und der die Lügen und Winkelzüge der sich sicher im Sattel wähnenden über dem Boden schwebenden Polit-Funktionäre analytisch zu betrachten in der Lage ist.

König Beck in Rheinland-Pfalz grinst - das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er verloren hat; mindestens die absolute Mehrheit. Und auch in Baden-Württemberg hat die spd Federn lassen müssen; und das ist gut so!

Man kann sich nur wünschen, dass die Grünen nach den Verirrungen der letzten Jahre zu ihren Wurzeln zurückfinden. Sie haben die Chance, die Wahlsiege in BW und RLP konstruktiv zu nutzen.

Die cDU hat mit den gestrigen Wahlen ein Desaster erlebt, über welches die vordergründige Fröhlichkeit der Freien Journalistin, Theologin und Politologin, Frau Julia Klöckner, nicht hinwegtäuschen sollte.

Geleugnet wird auch, dass der Hosenanzug durch die Wahl nicht beschädigt wurde. Das ist wohl wahr; aber das, was in diesem Anzügle drinsteckt, hat sehr wohl eine Schlappe erlitten und das Merkel wird hoffentlich bald die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat deutlich zu spüren bekommen.

In Stuttgart sollte man sich auf die Volksabstimmung über S 21 vorbereiten. Die Grünen werden diese Volksabstimmung durchführen müssen. Nur so erhalten sie ihre eigene Glaubwürdigkeit hinsichtlich des bisher missbrauchten Begriffes der cDU von Demokratieverständnis.

Die F.D.P. hat das bekommen, was der Arroganz Westerwelles entspricht. Die Linken, deren Mitglied ich einmal war, zu erwähnen, ist das Papier nicht mehr wert.

UP.

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 28. März 2011

…Herr Küppersbusch?

Im Rückblick auf die letzten Woche geht es natürlich um Themen wie “Schnelle Brüter” oder auch einen nachtretenden nicht vergessenden Helmut Kohl.  IE

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Ich fand schon wieder Christian Wulff gut.

Was wird besser in dieser?

Große Koalition oder Bundespräsident wird Kanzler. Das ist doch mal ne bescheuerte Auswahl.

Verschobene Laufzeitverlängerung? Alles Wahlkampf! Ein Patzer von Wirtschaftsminister Brüderle bringt die Industrielobby in die Bredouille. BDI-Hauptgeschäftsführer Schnappauf muss zurücktreten. Richtig so?

Echt schwer, jetzt keine Namenswitze zu machen: Was Schnappauf aufschnappte, Schnelles Brüterle sofort abschalten, sorry, musste raus. Sicher auch ein Trost für Guttenberg: Schnappi muss zurücktreten, weil er korrekt und mit Quellenangabe abgeschrieben hat. Brüderle diente sich den BDI-Bossen als “Moratoriumsvertröster” an. Zu deutsch: Pausenclown, seine Paraderolle. Und ein alerter BDI-Geschäftsführer haut das aus Versehen raus – dann ist er dumm. Oder mit der Absicht, die Regierung festzulegen – dann ist er verschlagen. Oder, weil er einen ungeliebten FDPler dissen wollten. Das ist dann mehr als dumm und verschlagen, also CSU.

Aus Angst vor dem medialen Super-GAU prüft das Schweizer Fernsehen die Verträglichkeit der Simpsons. Im Angesicht der Katastrophe erscheint Homer Simpson – der in einem Atomkraftwerk arbeitet – als personifiziertes Restrisiko. Spinnen die Schweizer?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Die Linke - abgestraft

Erstellt von Dieter Carstensen am 27. März 2011

Die Linke wurde in Baden - Württemberg und Rheinland - Pfalz heute für ihre internen Querelen und Dauerstreitigkeiten dermaßen massiv abgestraft, wie es selbst ihre Kritiker so deutlich wohl nicht erwartet hätten. In BW liegt sie zwei Prozent unter der Fünfprozentklausel, in RP anderthalb Prozent unter der Zugangsklausel von fünf Prozent. Damit lässt sich schon heute prognostizieren: Das Projekt Die Linke West ist gescheitert.

Sollte es in naher Zukunft in Nordrhein-Westfalen zu Neuwahlen kommen, wäre es der letzte Sargnagel für Die Linke West.

Zur Erinnerung:

Am 9.3.11 schrieb ich kommentierend auf meiner Homepage, in der Vorausschau zu den Landtagswahlen,

“Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird Die Linke auf das ihr zustehende Maß zurecht gestutzt sein, da bin ich mir absolut sicher.

Ihr Hauptproblem wird sein, dass ihre ehemaligen WählerInnen gar nicht wählen gehen und das wird ihr Untergang.

Ich halte jede Wette, dass es so kommen wird und werde diesen Kommentar speichern und nach den Wahlen, am 28. März, noch einmal bei Demokratisch-Links zur Erinnerung einstellen, mit einer passenden Analyse, als Teil eines Artikels zu den Wahlen.”

In Sachsen-Anhalt hat Die Linke keinerlei Chance auf eine Regierungsbeteiligung und in Baden - Württemberg, als einem der großen und wirtschaftlich starken West - Bundesländer, darf sie ebenso wie in Rheinland-Pfalz nicht einmal mit am “Katzentisch” sitzen, was ihr ja schon bei der Wahl in NRW nur äußerst knapp gelungen war.

Die Aussagen der Landesparteien der Die Linke in den beiden westlichen Bundesländern vor den Wahlen stehen in krassem Gegensatz zu den Wahlergebnissen. Wenn eine Partei so deutlich an ihren selbst gesteckten Wahlzielen scheitert, so kann man nur sagen, dass ihre Politik von der Wählerschaft deutlich ABGESTRAFT wurde.

Da wird auch kein Schönreden mehr helfen, es liegt offen zu Tage, das Experiment Die Linke West ist gescheitert. Es ist davon auszugehen, dass sich nunmehr innerhalb der Partei Die Linke die inneren Grabenkämpfe noch verschärfen werden, Rücksichtnahmen auf anstehende Landtagswahlen sind nunmehr zur Zeit ja nicht mehr zu nehmen.

Es ist vorhersehbar, dass Die Linke in spätestens 4 Jahren wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt sein wird, als reine Ost-Partei mit ein paar West-Unterstützern welche wie die Altlinke West seit eh und je um die 3 Prozent bei allen Wahlen herum dümpeln werden.

Adieu West-Linke, von diesem Schlag wird sich diese Partei nicht mehr erholen, es sei denn, es geschieht ein Wunder, aber da sind wohl andere für zuständig …

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* Landtagswahlen

Erstellt von UP. am 27. März 2011

Landtagswahl Baden-Württemberg
Hochrechnung ( 19:00 Uhr)

* CDU erreicht: 39.4
* SPD erreicht: 23.1
* Grüne erreicht: 24.0
* FDP erreicht: 5.1
* Linke erreicht: 2.8
* And. erreicht: 5.6

Landtagswahl Rheinland-Pfalz
Hochrechnung ( 19:00 Uhr)

* SPD erreicht: 36.5
* CDU erreicht: 35.1
* FDP erreicht: 4.0
* Grüne erreicht: 15.0
* Linke erreicht: 3.1
* And. erreicht: 6.3

Quelle der %: ARD

Die “C”DU in Baden-Württemberg wurde abgewählt. So einfach ist das! Und aller Wahrscheinlichkeit nach wird Kretschmann der erste grüne Ministerpräsident der Bundesrepublik Deutschland. wir gönnen es ihm.
Die neue Rolle wird die CDU in BW annehmen - so sagte Schavan. Mit Verlaub - der bleibt ja auch nix anderes übrig, der CDU. Und wenn man hört, dass Mappus es ‘ohne Japan’ noch einmal geschafft hätte, kann man nur brüllen vor Lachen. So isses, wenn der Schuss nach hinten losgeht, Herr Mappus.
Das “sensationelle” Ergebnis der CDU in RLP, wie sich Schavan ausdrückte, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CDU nicht regieren wird. Und nur das zählt.

Man muss es deutlich sagen: Nur Ergebnisse zählen:
Die CDU hat ein Bundesland verloren und ein anderes nicht gewonnen. Der Hosenanzug hat seine Quittung bekommen.

Die Linke dümpelt im Schnitt um 3 % herum. Das hat sie in BW und besonders in RLP auch verdient. Und wenn Kraft klug ist, macht sie so etwas wie Neuwahlen. Dann fliegen die Chaoten in NRW auch raus.

WW ist entäuscht vom Wahlergebnis. Trotz guter Politik in BW hat der böse Wähler das nicht honoriert - ach Gott!

Und alle, alle, schieben das schlechte Abschneiden auf JAPAN. Wieder einmal wird durch die Politiker dem Bürger Dummheit und Unvermögen unterstellt, die herrschende Politik zu beurteilen.

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* Tag des GAUs

Erstellt von Dieter Carstensen am 27. März 2011

Wohin man heute schaut, überall droht der GAU. In Japan atomar, bei den Landtagswahlen im Südwesten der Republik politisch, in Libyen und Afghanistan militärisch, in der Eurozone finanziell. Die Liste ließe sich bedeutend erweitern, aber nehmen wir einmal das Naheliegenste:

Wie es der FDP und der Die Linke heute im Südwesten ergehen wird weiß ich: Sie kommen nicht in die Landtage.

Die CDU wird abgestraft und verliert den Ministerpräsidentenposten in Baden-Württemberg.

Macht also dreimal den politischen GAU im Musterländle, für Mappus sogar den SUPERGAU.

Was den GAU in Japan angeht, so weiß ich, dass es bereits der SUPERGAU ist.

Ich teile die Analysen, welche Japans Zukunft sehr düster beurteilen, zumal alle serösen Atomenergieforscher und -experten bereits öffentlich vom SUPERGAU sprechen.

In Fukushima ist nichts mehr unter Kontrolle und das nennt man bei einem AKW nun einmal SUPERGAU.

Aber die japanische Verschleierungstaktik ist ja auch uns Deutschen nicht fremd, denken wir einmal an die wundersame Wandlung der “humanitären Bundeswehrmission” in Afghanistan hin zu einem “Krieg” …

Was bleibt den Japanern auch übrig?

Die Wahrheit würde unweigerlich zu einer Massenpanik und -flucht führen.

Angenommen, ein solcher GAU, in derselben Größenordnung, hätte sich z.B. in einem baden-württembergischen AKW am selben Datum wie in Japan ereignet.

Dann gäbe es heute keine Wahlen im Südwesten, weil kein vernünftiger Mensch noch im Ländle verweilen würde, die wären alle weg, da bin ich mir absolut sicher.

Vielleicht sind da Wahlen mit GAUeffekt die bessere Variante …

Von einer Insel kommt man nicht so leicht weg, wie aus dem Ländle und scheinbar leben die Japaner zur Zeit nach dem “Vogel Strauß Prinzip”, wo man den Kopf in den Sand steckt, wenn man Gefahren nicht sehen will.

Ich denke, dieses Verhalten wird sich noch bitter an der japanischen Bevölkerung rächen.

Heute erfolgt bei uns erst mal die “Rache” der Wählerschaft in zwei Bundesländern an den Atomfetischisten, den Hoteliersfreunden und der chaotischen Die Linke.

GAUsonntag halt!

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* Die AKW - Lüge

Erstellt von DL-Redaktion am 27. März 2011

In diesem Interview spricht die ehemalige Umweltministerin und Umweltanwältin aus Frankreich Corinne Lepage über die Unsicherheiten der AKW und erwähnt im besonderen das AKW Fessenheim im Elsass nahe der Grenze. Sie weißt dabei auch auf die gezielten Desinformationen durch Politik und Energiekonzernen hin.

Wir müssen uns aber auch bewusst sein, über die Reaktorkatastrophe in Fukushima gezielt falsch informiert und beschwichtigt zu werden. Hierbei wird von einem Teil der Presse gezielt auf die  typisch deutsche Eigenschaft  zur überzogenen Hysterie hingewiesen, der Unterschied der Mentalitäten aber bewusst verschwiegen. Eine der besonderen Eigenschaften im besonderen der Japaner ist der in unseren Augen völlig überzogene Nationalstolz. Innerhalb der Gesellschaft ist es auch heute noch sehr wichtig „sein Gesicht nicht zu verlieren“ wobei mit  Hilfe der Hände beim Reden eventuell sichtbare Gesichtsregungen verdeckt werden sollen.

Frankreichs ältestes AKW ist ein Schrottmeiler, steht in erdbebengefährdetem Gebiet und zudem an der deutschen Grenze. Corinne Lepage klagt auf Stilllegung.

taz: Frau Lepage, Sie verklagen für den deutsch-französisch-schweizerischen Atomschutzverband TRAS das Land Frankreich auf Stilllegung des Kernkraftwerkes Fessenheim. Es steht im Elsass am Rhein direkt an der Grenze, zwanzig Kilometer von Freiburg. Warum muss es abgeschaltet werden?

Corinne Lepage: Zum einen liegt das AKW Fessenheim im erdbebengefährdeten Oberrheingraben. Es wurde in den siebziger Jahren gebaut und ist das älteste Atomkraftwerk in Frankreich. Die Erkenntnisse über die Erdbebenrisiken, die in die damalige Technik einflossen, sind veraltet. Zudem gibt es ein Wasserproblem. Fessenheim liegt tiefer als der Wasserspiegel des Rheins. Es kann also zu Überflutungen kommen.

Erdbeben und Überflutungsgefahr - starke Parallelen zu Fukushima sind das.

Außerdem leitet das AKW Fessenheim unerlaubt chemische Abwässer in den Rheinseitenkanal. In dem Punkt hat mir das Gericht sogar recht gegeben. Es ist die einzige Anlage in Frankreich, wo illegal chemische Abwasser ausgeleitet werden. Und zwar deshalb, weil die Auflagen nicht eingehalten werden könnten.

Warum hat das Gericht die Klage trotzdem abgeschmettert?

In Bezug auf die Erdbebengefahr ist das Gericht der Darstellung des französischen Energiekonzerns EDF gefolgt, dass die Sicherheit ausreicht. In Bezug auf die Wasserprobleme gibt mir das Gericht recht, sagt aber, ich hätte nicht nachgewiesen, dass die Einleitungen so groß sind, dass sie ein Risiko darstellen.

Was dachten Sie, als das Gericht die Klage abwies?

Dass es sich um eine Fehlentscheidung handelt.

Die Klage wurde am 9. März abgewiesen. Zwei Tage später fing die Katastrophe in Japan an. Was ist in Ihnen vorgegangen, als Sie die Nachricht hörten?

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Vergewaltigungen

Erstellt von UP. am 26. März 2011

Unglaublich! Fast 700.000 von uns engagierten sich gegen “korrigierende Vergewaltigung” und Aktivistinnen in Südafrika konnten die Regierung zu einem Gespräch zwingen. Gemeinsam erreichen wir eine Million Unterschriften und können den Druck weiter erhöhen — Klicken Sie den Link, um zu unterzeichnen und leiten Sie diese E-Mail an alle, die Sie kennen weiter:

Liebe Freundinnen und Freunde

“Korrigierende Vergewaltigung”, die barbarische Praxis, mit der Lesben zu heterosexuellen Frauen “umerzogen” werden sollen, entwickelt sich zu einer Krise in Südafrika. Mutige Aktivistinnen riskieren ihr Leben, um diese brutale Verbrechen zu stoppen und Aufmerksamkeit zu erlangen. Unterstützen wir sie dabei - ein weltweiter Protest kann die Regierung zum raschen und konkreten Handeln zwingen. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie diese E-Mail weiter!

Thembi (Name geändert) wurde in der Nähre ihres Hauses aus ihrem Taxi gezerrt, geschlagen und vergewaltigt, von einem Mann, der sie angeblich von ihrer Homosexualität “heilen” wollte.

Thembi ist eine von vielen — dieses abscheuliche Verbrechen wiederholt sich ständig in Südafrika, wo lesbische Frauen in ständiger Angst vor einem Übergriff leben. Bislang wurde allerdings noch niemand aufgrund von “korrigierender Vergewaltigung” verurteilt.

Doch von einem kleinen Kapstädter Frauenhaus aus riskieren eine Handvoll mutiger Aktivistinnen ihr Leben, um dieser schrecklichen Praxis ein Ende zu bereiten. Ihre wirksame Kampagne zwang die Regierung zu einem Gespräch.

Lassen Sie uns nun aus allen Ecken der Erde auf diesen Horror aufmerksam machen - wenn sich jetzt genug von uns anschließen, verstärken wir die Kampagne und erreichen, dass diese Gespräche zu konkretem und raschem Handeln führen. Fordern wir nun Präsident Zuma und den Justizminister dazu auf, diese “korrigierenden Vergewaltigungen” öffentlich zu verurteilen, diese Hassverbrechen zu kriminalisieren, unmittelbare Vollzugsmaßnahmen durchzusetzen, die Öffentlichkeit aufzuklären und die Opfer zu schützen. Unterschreiben Sie die Petition und informieren Sie alle Ihre Freunde — Sobald wir eine Million Unterschriften erreichen wird Avaaz die Petition durch unmissverständliche und schlagkräftige Aktionen an die südafrikanische Regierung übergeben:

http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl

Südafrika wird oft auch die Regenbogennation genannt und ist bekannt für seine Post-Apartheid-Bemühungen zum Schutz gegen Diskriminierung. Es war das erste Land, das die Gleichstellung der Geschlechter verfassungsrechtlich festschrieb und somit seine Bürger gegen Ungleichbehandlung schützt. Doch lokale Organisation berichten von mehreren “korrigierenden Vergewaltigungen” pro Woche und die Straffreiheit bleibt bestehen.

“Korrigierende Vergewaltigungen” basieren auf einer empörenden und völlig falschen Vorstellung, dass eine lesbische Frau durch Vergewaltigung “heterosexuell gemacht werden kann”. Dieser abschäuliche Akt wird in Südafrika jedoch nicht einmal als Hassverbrechen eingestuft. Die Opfer sind meist schwarze, arme, lesbische Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Doch auch die Massenvergewaltigung und der Mord an Eudy Simelane, der Nationalheldin und ehemaligen südafrikanischen Fussballnationalspielerin, führte keine Wende herbei. Letzte Woche bestand Minister Radebe drauf, dass das Motiv bei Verbrechen wie “korrigierender Vergewaltigung” irrelevant sei.

Vergewaltigungen stehen in Südafrika auf der Tagesordnung. Für eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit, sexuell missbraucht zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen. Erstaunlicherweise werden ein Viertel aller südafrikanischen Mädchen einmal vergewaltigt bevor Sie 16 Jahre alt werden. Dies hat mehrere Gründe: männlicher Machtanspruch (62% aller Jungen über 11 Jahren glauben, jemanden zum Sex zu zwingen sei kein Gewaltverbrechen), Armut, überfüllte Siedlungen, arbeitslose und entrechtete Männer, gesellschaftliche Akzeptanz — und dass die wenigen Fälle, die von mutigen Frauen bei den Behörden gemeldet werden, von der Polizei nicht ernst genommen werden und die angezeigten Täter umgehend wieder freigelassen werden.

Dies ist eine humanitäre Katastrophe. Doch mutige Südafrikanerinnen und Partner von Change.org haben ein kleines Fenster der Hoffnung geöffnet. Wenn sich jetzt die ganze Welt einschaltet, können wir Gerechtigkeit für die Opfer sicherstellen und einen nationalen Aktionsplan gegen “korrigierende Vergewaltigung” vorantreiben:

http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl

Schlussendlich ist es ein Kampf gegen Armut, Patriarchat und Homophobie. Um die Welle der Vergewaltigungen zu stoppen braucht es eine mutige Führungsrolle, um den transformativen Wandel in Südafrika und auf dem ganzen Kontinent anzuführen. Präsident Zuma ist ein Zulu-Traditionalist, der sich selber wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten musste. Doch er verurteilte die Verhaftung eines schwulen Paares aus Malawi letztes Jahr und nach gewaltigen nationalen und internationalen Protesten stimmte Südafrika einer UNO-Resolution zur Ächtung von außergerichtlichen und willkürlichen Tötungen aufgrund sexueller Orientierung zu.

Wenn sich jetzt genug von uns diesem globalen Aktionsaufruf anschließen, können wir erreichen, dass Zuma seine Stimme erhebt, dringend benötigtes staatliches Handeln vorantreibt und einen nationalen Dialog einleitet, um die öffentliche Meinung bezüglich Vergewaltigungen und Homophobie in Südafrika grundlegend zu verändern. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie die Nachricht:

http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl

Wenn man mit einem Fall wie von Thembi konfrontiert wird verliert man leicht die Hoffnung. Doch wenn Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Welt zusammenkommen und ihre Stimmen erheben, können wir Veränderungen bei grundlegenden Ungerechtigkeiten hervorrufen, die tief in Praktiken und Normen verwurzelt sind. Letztes Jahr in Uganda haben wir solch eine gewaltige Protestwelle auslösen können, dass die Regierung gezwungen wurde einen Gesetzesentwurf zu verwerfen, welcher die Todesstrafe für homosexuelle Ugander vorschrieb. Und es war der weltweite Druck zur Unterstützung von mutigen Aktivisten, der Südafrikas Spitzenpolitker dazu brachte, die Aids-Krise in ihrem Land anzupacken. Lassen Sie uns nun gemeinsam für eine Welt einstehen, in der jeder Mensch ohne Furcht vor Missbrauch leben kann.

Hoffnungsvoll,

Alice, Ricken, Maria Paz, David und das ganze Avaaz Team

QUELLEN:

Aktivisten protestieren gegen “korrigierende” Vergewaltigungen in Südafrika
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html

Korrigierende Vergewaltigung: Kampf gegen eine südafrikanische Plage (Auf Englisch: ‘Corrective Rape’: Fighting a South African Schurke), Time http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2057744,00.html

“Korrigierende Vergewaltigung” - Lesben wehren sich gegen Schändung, N-TV Report
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html

Jeder vierte Mann in Südafrika ist Vergewaltiger; Welt Online
http://www.welt.de/politik/article3955294/Jeder-vierte-Mann-in-Suedafrika-ist-Vergewaltiger.html

Missbrauch in Südafrika: Alle zehn Minuten eine Vergewaltigung, Der Spiegel
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,632612,00.html

Südafrika: Fast jeder zweite Schüler berichtet von Vergewaltigungen, Der Spiegel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568606,00.html

Die Petition auf Change.org von den Aktivistinnen von Luleki Sizwe (Englisch)
http://humanrights.change.org/petitions/view/south_africa_declare_corrective_rape_a_hate-crime

Das Interview mit Justizminister Radebe auf dem Staatsfernsehen (South African Broadcasting Corporation) (Englisch)
http://www.youtube.com/watch?v=lkx-PYqHM0U


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* Der Naziaufmarsch von…

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2011

…Chemnitz in der Aufarbeitung !

Schon vor Beginn des zum 05. 03. 2011 angekündigten Marsch der NPD durch Chemnitz gab die Polizei bekannt das Trennungsgebot zwischen Nazis und Gegendemonstranten mit aller Kraft durchsetzen zu wollen. In der Durchsetzung dieses Vorhabens muss es von Seiten der Polizei sehr hart zur Sache gegangen sein. Dieses war Anlass einer  Öffentliche Anhörung zum Polizeieinsatz anlässlich dieser Nazi-Demonstration. Dazu erhielten wir folgenden Bericht des MdB Michael Leutert:

„Gestern fand im Kraftwerk eine öffentliche Anhörung des „Bündnis für Frieden und Toleranz“ zu den Geschehnissen am 5.3. in Chemnitz statt. Bereits einige Minuten vor Beginn der Veranstaltung, waren alle Plätze belegt und weitere Stühle mussten an den Seiten hinzugefügt werden, insgesamt sind rund 300 Leute da gewesen. Unter den Zuhörern war die volle Bandbreite der Chemnitzer Bevölkerung vertreten. Vom Schüler bis zum Rentner war alles anwesend.

In der Anhörung wurden chronologisch die Plätze des Geschehens durchgegangen, die Menschen berichteten von ihren Erlebnissen. Zusätzlich wurde Gedächtnisprotokolle verlesen und Videos gezeigt, welche das verheerende Vorgehen der Polizei dokumentierten. Von Pfeffersprayeinsatz egal ob auf Kinder oder alte Menschen war die Rede. Einige Opfer dieser Pfefferspray Attacken mussten ärztlich behandelt werden. Von Schubsen, Tritten und Schlägen friedlicher Demonstranten, welche ihre Friedfertigkeit mit erhobenen Händen signalisierten, berichtete einer der Betroffenen.

Eine junge Frau erzählte, wie sie von der Polizei so sehr attackiert wurde, dass sie nicht mehr Laufen konnte und mehrere Tage im Krankenhaus verbringen musste. Andere berichteten über die Straße geschliffen und sitzend oder liegend geschlagen worden zu sein. Ein Vater beschrieb wie seine Tochter von diesen Tag ihren Glauben in die Polizei verloren hat und er nicht wüsste auf wie er ihr die Geschehnisse überhaupt erklären könne. Für sie sei an dem Tag eine Welt zusammen gebrochen, denn es seien keine Nazis gewesen, die zuschlugen, sondern Polizisten.

Beim Verlesen der Gedächtnisprotokolle sah man vor allem Kopfschütteln. Das Publikum war von den Filmen und den Schilderungen stark bewegt und zeigte sich empört, einige waren teilweise außer sich über die Gewalt der Polizei. Die Polizei hat ganz klar unverhältnismäßig gehandelt, war die einhellige Meinung.

Kritik mussten sich auch die beiden Vertreter der Stadt, Miko Runkel (Chef der Versammlungsbehörde) und Einar Bergmann (Ordnungsamtsleiter) anhören, die sich der Debatte gestellt hatten. Ihnen wurde vorgeworfen nicht genug getan zu haben, um die Route der Nazis zu verhindern und die Nazis als Erstanmelder bevorzugt zu haben, was beide von sich wiesen.

Es wurde außerdem betont, dass die Verantwortung für den Polizeieinsatz allein bei der Polizei liege. Von der Polizei war jedoch trotz Einladung niemand gekommen. Die Begründung seitens der Polizei lautete, dass man auf Grund der noch andauernder Auswertung, es ablehne,  zu der Anhörung zu erscheinen.

Ich war beeindruckt über die große Anzahl und der Zuhörer und darüber, dass das Publikum eben nicht nur aus ohnehin interessierten Antifa-Akivisten bestand, sondern auch die “ganz normalen Bürgerinnen und Bürger” da waren. Die Veranstaltung hat damit auch gezeigt, wie stark das Geschehen am 5.3. viele Menschen in Chemnitz bewegt hat. Ich hoffe, dass sich neben der Aufklärung über den Polizeieinsatz in diesem Jahr auch ein positiver Effekt für den Protest gegen eine mögliche Nazi-Demo in Chemnitz im nächsten Jahr einstellt.“

Weitere Ergänzungen von DL zu diesem Bericht:

Ein Video zum Polizeieinsatz sowie folgende Aussage des Filmmachers:

Brutales Vorgehen der Polizisten gegen eine Sitzblockade von Kindern die den Aufmarsch der Nazis am 5 März 2011 in Chemnitz vor der Galeria Kaufhof verhindern wollten. Wer Kinder niederknüppelt muss dafür zur Verantwortung gezogen werden! Hier zeigt sich der wahre Nazi in Uniform! Ich muss dieses Video online stellen da dieses Verhalten mich zu tiefst erschüttert hat.

IE

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* Auf’g’schnappt

Erstellt von UP. am 26. März 2011

“Der Minister … wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und daher die Entscheidungen nicht immer rational seien”.

So schrieb der Protokollant. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Und heute trat Schnappauf zurück. Der BDI-Hauptgeschäftsführer trat wegen des Bekanntwerdens der umstrittenen Äußerungen von Wirtschaftsminister Brüderle zum Atom-Moratorium zurück; ein Moratorium, welches keines mehr ist, weil es auf Lügen aufgebaut ist.
Schnappauf erklärte, er übernehme Verantwortung für eine “Indiskretion”, an der er unbeteiligt gewesen sei. Die Opposition sprach von einem “Bauernopfer”.

“Der Meinung der Opposition schliessen wir uns an.” Interessanter als dieser Meinungsanschluss ist allerdings die Möglichkeit, dass mit dem Rücktritt des Schnappauf eigentlich bestätigt wird, dass Brüderle es wirklich gesagt hat.

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* Hosenanzugs-Ethik

Erstellt von UP. am 25. März 2011

Ethikkommission: Merkel, Töpfer und die Halbwertszeit des Vergessens

Ein Kommentar von Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin
ehemals BBU-Vorstandsmitglied für Mütter nach Tschernobyl

Tiefer in die Mottenkiste der Atom-Schönredner hätte die Bundeskanzlerin nicht greifen können, als sie Klaus Töpfer zum Vorsitzenden ihrer so genannten Ethikkommission benannte. Zugegeben, Angela Merkel hat das Licht der Bundesrepublik erst im vierten Jahr nach dem Tschernobyl-SuperGAU erblickt. Deshalb hatte sie das PR-Supertalent Töpfer zu der Zeit nicht unmittelbar miterleben können, als „Unbedenklichkeit“ eigentlich zum Wort des Jahres hätte werden müssen. Irgendeiner muss es ihr aber verraten haben: der ist erste Wahl, wenn es um die Vernebelung der Bevölkerung in angeblich unbedenkliche Fukushima-Wolken geht. Immerhin: der Mann hat einschlägige Erfahrung – er hat bereits vor knapp 25 Jahren einen entsprechenden Testlauf erfolgreich absolviert.

Fast ein viertel Jahrhundert ist es her, da hatte ich persönlich das „Vergnügen“, den Schönredner in Sachen „friedliche“ Nutzung der Atomenergie, Klaus Töpfer, damals Bundesumweltminister, hautnah zu erleben. Im hessischen Hungen war er auf PR-Tour mit hochradioaktiv strahlenden „Molkezügen“, unzähligen Eisenbahnwaggons randvoll mit Molkepulver von kontaminierter Milch – dem lange nach dem SuperGAU nicht mehr zu verleugnenden „Rest“-Risiko, das um’s Verrecken niemand haben wollte. Alleine dem Umstand, dass es damals noch nicht das Internet gab, kann es Klaus Töpfer verdanken, dass die später Geborenen oder die, die damals noch nicht erwachsen waren und vielleicht auch die, für die der Tschernobyl-Schock im Unterschied zu heute noch nicht groß genug war – dass all die Menschen selbst im weltumspannenden Informationsnetzt fast gar nichts über den damaligen Eifer zur Verdummung des heute quasi als deutscher Umwelt-Papst gefeierten erfahren.

Grund genug, mich an meine damaligen Erfahrungen als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) – zu der Zeit „die“ Dachorganisation der Umwelt-Verbände und Bürgerinitiativen zu erinnern. Mein Arbeitsschwerpunkt – als selbst betroffene Mutter - war die Interessenvertretung der Initiativen der Mütter nach Tschernobyl. Nahezu wortgleich hörten wir 1986/87 zunächst die Beschwichtigungs-Propaganda – irgendwann zaghafte Eingeständnisse – immer wieder: „außer Kontrolle“ nur weit weg, „aber nicht bei uns“ - allmählich sickerte durch, dass Strahlenbelastung auch bei uns angekommen ist – erst wurde sie „unbedenklich“ genannt, später ganz vorsichtig zugegeben, dass der Regen nach Tschernobyl auch für uns und unsere lebensmittelproduzierenden landwirtschaftlichen Flächen ein „gewisses“ Problem sei – schließlich: die Warnung vor Wild, Waldpilzen - die sind heute noch radioaktiv belastet und werden es noch Jahrtausende bleiben. Irgendwann wurde Tschernobyl aufgegeben und bleibt unbewohnbar für undenkbare Zeit. Und das wahre ausmaß der unzählbaren Gesundheits- und Todesopfer durch menschliche Hybris und Geldgier werden in Statistiken vertuscht.

Und heute? Was wird aus Fukushima, was aus Tokio? Am liebsten würde ich den Menschen zurufen: Nehmt eure Familien, nehmt eure Kinder und rettet euch noch rechtzeitig in den hoffentlich weniger belasteten Süden.

Unterdessen warnt bereits der Präsident der 1990 gegründeten „Gesellschaft für Strahlenschutz“ vor dem „schleichenden SuperGAU“. In einer Pressemeldung vom 23. März der nicht im Verdacht übereilter Horrormeldungen stehenden internationalen Fachgesellschaft heißt es:

- die bereits jetzt messbare „Ausdehnung dieser Zone in Japan ist vergleichbar mit der Sperrzone westlich von Tschernobyl“
und weiter:

- „Wir haben es jetzt mit dem SuperGAU zu tun. Die Vergleiche mit Tschernobyl werden ernst.

- Weitere Evakuierungsmaßnahmen sind dringend erforderlich. Es wird vor weiterer Bagatellisierung der Kontamination des Meeres gewarnt.“

Dabei haben wir es – im Unterschied zu Tschernobyl – jetzt vermutlich erst mit Vorahnungen auf die endgültige Katastrophe zu tun. Denn das gegenüber Tschernobyl deutlich höher belastete Strahlenmaterial ist ja offensichtlich noch nicht einmal gänzlich ausgetreten. Darüber hinaus stehen in Japan sechs Reaktoren vermutlich vor der vollständigen Strahlenfreisetzung und nicht „nur“ einer wie in der Ukraine.

Zurück zu Merkels Rettungsanker Töpfer: Der hat es zwar nicht in Hungen, schließlich aber doch in Lingen geschafft, das Ionen-Austauschverfahren zur so genannten Dekontamination von tonnenweise Strahlen-Molkepulver durchzusetzen und Bundesregierung sowie Atomwirtschaft das leidige Problem verstrahlter Lebensmittel vom Tisch zu schaffen. Das später für angeblich unbedenklich erklärte Molkepulver ist wahrscheinlich den Tieren ins Futter und uns ins Essen gemischt worden. Die Radioaktivität sei ausgewaschen worden, hieß es. Wohin dann aber die Spül-Reste gelangt sind, das hat der Radioaktivitäts-Reinwäscher niemals verraten. Ist es im Grundwasser, im Erdreich oder wo sonst ist es gelandet? Soweit ich weiß, bleibt alles, was wir an „Mist“ produzieren in unserem geschlossenen System der Erde. Nichts und niemand kann uns von den Exkrementen unseres Wachtums-Wahns befreien. Denn eine Klo-Spülung ins Weltall gibt es nicht.

Literatur-Tipp: „Die Wolke“, Gudrun Pausewang, 1987, Ravensburger Buchverlag

Wiesbaden, 25. März 2011

Brigitte Vallenthin
Hartz4-Plattform
keine Armut! - kein Hunger! - kein Verlust von Menschenwürde!
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens
sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen

www.hartz4-plattform.de
www.grundeinkommen-wiesbaden.de

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* Baden-Württemberg

Erstellt von UP. am 25. März 2011

Stuttgart - Endspurt, Finale, Schlussakkord: Die Begriffe für die heiße Phase des Landtagswahlkampfs wechseln. Gestern Abend trafen die Spitzenkandidaten der fünf großen Parteien zum zweiten Mal aufeinander. Die Bilanz: Es bleibt spannend.

Crux ist, dass in gut deftigem Schwäbisch das “Suie A’schloch” eben besser klingt und nachhaltiger ist, wenn mensch sich nicht duzen würde.
Trotz aller Anspannung verbindet dieses “DU” und und lässt zu, dass der Wähler bereits im Vorfeld darüber nachzudenken Anlass hat, ob nicht alles Politische nur einen Zweck hat, ihn, den Wähler, hinter’s Licht zu führen.
Natürlich ist es langsam Zeit, die Herrlichkeit der Herrschaft der “Christlichen” Union endlich einmal zu beenden und der Partei des Westerwelle die rote Karte zu zeigen.
Damit schliesst sich der Verfasser dem gefühlten Ausgang der Wahl an und unterstützt damit die Tendenz, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.
Noch schöner wär’s gewesen, wenn das bereits beim Oberlehrer Teufel passiert wäre, aber dazu war die Zeit noch nicht reif.

Der “ehrlichste” Politiker zu Zeit ist die “Weinkönigin” aus Rheinland-Pfalz. Brüderle nannte ‘das Kind beim Namen:
Er nahm zu der Zeit, als der Hosenanzug das sogenannte Moratorium verkündete, an einer nichtöffentlichen Sitzung des Industrieverbandes BDI teil. Den Inhalt des Moratoriums begründete Brüderle laut dem Protokoll der Sitzung, aus dem die Zeitung zitiert, damit,
“…, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien.”

Wie wahr!

Das Spannende weiterlesen in den STUTTGARTER NACHRICHTEN

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* Ende des Projektgedöns

Erstellt von DL-Redaktion am 25. März 2011

Hier macht sich der Politikwissenschaftler Claus Leggewie Gedanken über eine Auflösung der politischen Lager und denkt über ein Zustande kommen neuer Mehrheiten nach. Er bezieht seinen Optimismus aus der Entstehung großer außerparlamentarischer Kräfte mit welchen neue Konstellationen möglich sind.

Ende des Projektgedönses

Natürlich geht Schwarz-Grün. Die Kombattanten, die im Brustton der Überzeugung von “Hirngespinsten” und “fehlenden Schnittflächen” reden, werden nach der jeweils nächsten Wahl selbstverständlich bereitstehen, das Kontaktverbot aufzuheben und - schweren Herzens versteht sich - jede Machterhaltungschance zu nutzen.

Gescheitert ist Schwarz-Grün trotzdem, aber nicht erst mit dem Bruch der ersten Landeskoalition im Stadtstaat Hamburg, genau wie alle anderen Patentrezepte aus der Koalitionsküche. Das rot-grüne Projekt der sozial-ökologischen Modernisierung ist steckengeblieben, das schwarz-gelbe Antiprojekt in wirtschaftsbürgerliche Stagnation versunken. Die beiden Lager, die sich nach dem Scheitern der Hamburger Lokalregierung und dem Stuttgarter Bürgeraufstand, reflexhaft wiedervereint haben, bieten Deutschland kein echtes Zukunftsprogramm. Rot-Grün, nach Lage der Dinge nur unter Einschluss der mehr oder weniger geläuterten postkommunistischen Linken möglich, droht sich auf Rückzugsgefechte gegen den Untergang des europäischen Wohlfahrtsstaats zu beschränken. Und Schwarz-Gelb, das an die Ängste vor dem Zusammenbruch eben dieses Wohlfahrtsstaates appelliert, wird sich damit zwangsläufig dem Rechtspopulismus anverwandeln. Dieses Trauerspiel ist auf der europäischen Bühne längst im Gange.

Lager ohne Zukunft

Schwarz-Grün war einmal eine Hoffnung - auf den Ausstieg aus dem Industrialismus, der seine Schattenseiten mit Zukunftsausbeutung kaschiert hat; das Lebenselixier wirtschaftlichen Wachstums wurde mit Staatsschulden und mit einer Naturzerstörung bezahlt, deren Folgen kommenden Generationen aufgebürdet wurden. Ein schwarz-grünes “Projekt” hätte vor zwanzig, dreißig Jahren genau darin bestanden, sich demgegenüber im besten Sinne konservativ zu verhalten, also “die Schöpfung” (christlich) zu bewahren und “Nachhaltigkeit” (säkular) nicht allein beim Schuldenmachen zu praktizieren. Was konservativ erschien, wäre in Wahrheit höchst progressiv gewesen - es hätte mehr Zukunft ermöglicht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Die Freiheit des Islam

Erstellt von DL-Redaktion am 24. März 2011

Einen interessanten Einblick in den Islam versucht uns hier Charlotte Wiedemann zu vermitteln. Wir sollten aber nicht den großen Fehler vieler anderer machen und den Islam verallgemeinern. Es gibt nicht den Islam: Der Islam ist eine sehr urbane, mystische Religion und sehr stark von der Umgebung abhängig in der die praktizierenden Gläubigen leben. So sehen  wir große Unterschiede zwischen Afrika, Asien oder zum Beispiel der Türkei sowie auch Arabien. Besonders in Asien und Afrika spielen bei allen Religionen immer noch die Natur Religionen eine sehr große, stark beeinflussende Rolle. IE

Wo rührt das her, diese Bereitschaft zum Umsturz? Dieses jähe Außerkraftsetzen von Angst, Hemmungen und lang eingeübter Demut? Die Befähigung zur Revolte wurde Muslimen nicht zugetraut, gelten sie doch als Gefangene einer religiösen Gefühls- und Geisteswelt, die mit Unterdrückung besser harmoniere als mit Freiheitsdrang. Die Regime, die nun stürzen, passten zum herkömmlichen Bild des Islam weitaus besser als die Umstürzler. Auch der dumpfe bewaffnete Dschihadismus fügte sich in dieses Raster: eine reaktionäre Revolte, extrem patriarchalisch. Und nun ein geradezu anti-autoritärer arabischer Bildersturm. Passen Islam und Emanzipation womöglich doch zusammen?

Ein befriedigtes “Allahu Akbar” beim Anblick einer brennenden Polizeiwache - Religion ist bei den jüngsten Erhebungen immer dabei, als Triebkraft, Ermunterung, Rückversicherung.(1) Doch sie definiert nicht das Ziel der Erhebungen. Damit haben sich die neuen Bewegungen von der Dominanz des islamistischen Diskurses befreit - und doch sind sie in einem entscheidenden Punkt seine Kinder: in ihrem unbedingten, fast skrupellosen Verlangen nach Gerechtigkeit. Die Aufständischen haben die Gewissheit, dass Gott, der Islam und seine Werte auf ihrer Seite stehen beim Sturz eines Präsidenten - das versteht sich für Muslime, zumal für sunnitische, keineswegs von selbst.

Über Jahrhunderte haben sich sunnitische Rechtsgelehrte den Kopf zerbrochen über die Frage, ob einem ungerechten Herrscher zu gehorchen sei. Sie blieben, wie öfter, auf komplizierte Weise uneins. Erst in den vergangenen Jahrzehnten hat sich unter dem Einfluss populärer islamistischer Prediger ein radikalerer Konsens herausgebildet, nicht in den Gelehrtenstuben, sondern auf der Straße und vor den Fernsehschirmen: Ungerechte Herrschaft müsse von keinem Muslim anerkannt werden. Diese wirkmächtige Prämisse macht nun für konservative Bevölkerungsteile all jene sozialen Tabubrüche verzeihlich, die von den Jungen, Vorpreschenden im Moment der Revolte begangen werden. “Allah hat uns den Rap gegeben, damit wir uns von Unrecht befreien können”, sagt der 22-jährige tunesische Rapstar Hamada Ben-Amor (”El Général”). Natürlich weiß er, dass er seine Stücke selber schreibt. Aber so erklärt er die Akzeptanz durch seine religiöse Familie.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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* Saar Linke-Jamaika Deal

Erstellt von DL-Redaktion am 24. März 2011

Das umstrittene saarländische Gesetz zur Einführung der Gemeinschaftsschule neben dem Gymnasium, das sogenannte Zweisäulenmodell, ist am Mittwoch im Landtag mit den Stimmen der Koalitionsparteien CDU, FDP sowie der Grünen und der Linkspartei verabschiedet worden. Zuvor hatte die Fraktion der Linken mit Oskar Lafontaine an der Spitze für die notwendige Zweidrittelmehrheit zur Änderung der Landesverfassung gesorgt. Bislang war das dreigliedrige Schulsystem in der Verfassung festgeschrieben.

SR-online berichtete wie folgt:

Was bei der Verabschiedung verwundert ist das Zustande kommen einer Koalition Jamaika- Linkspartei. Das lässt natürlich aufhorchen und die SPD unterstellt der Linken schon: „Sie habe sich von Jamaika kaufen lassen.“ Erinnern wir uns noch an den 12. 10. 2009 kurz nach dem zustande kommen der Jamaika Koalition?

N 24 brachte folgenden Aufmacher:

„Lafontaine schäumt: Charakterlose Grüne“

Nach der Entscheidung der Grünen für eine “Jamaika”-Koalition im Saarland zieht Linkspartei-Chef Lafontaine ordentlich vom Leder: Die Grünen seien “charakterlos” und begingen Betrug am Wähler.

Quelle: N24 >>>>> weiterlesen

Die Saarbrücker-Zeitung schrieb folgendes, wir zitieren:

„Ob man in zehn Jahren bei anderen Parteien so auch seine Meinung teilt, dass die Saar-Grünen „durch Spenden und das Beschäftigungsverhältnis von Herrn Ulrich in ihrer Koalitionsentscheidung beeinflusst worden sind“, bleibt abzuwarten. Für Lafontaine steht der Einfluss des Unternehmers Hartmut Ostermann jedenfalls schon jetzt fest: „Ein klassischer Fall von Korruption.“ Das „besonders anrüchige Gegengeschäft“ sei die Niederschlagung eines Steuerverfahrens gegen Ostermann gewesen. Grünen-Chef Ulrich bezichtigt er der „Charakterlosigkeit“, weil dieser vor der Landtagswahl „bei der SPD um Stimmen gebettelt hat, die er dann für eine andere Koalition nutzte“.“

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Aus dem Spiegel zitiere wir:

„Der Pate von der Saar

Und Hartmut Ostermann. Als gewiefter Unternehmer und Strippenzieher hat es ein FDP-Mann bis in die Führung der Jamaika-Koalition geschafft. Nun stellt ihn die Opposition unter scharfe Beobachtung. Der 58-Jährige, der gern schwarze Hemden und Sonnenbrille trägt, herrscht über ein Firmenkonglomerat aus Hotels und der bundesweit größten Altenheimkette Pro Seniore. Zudem ist er Vorsitzender von 486 FDP-Mitgliedern im Kreisverband Saarbrücken-Stadt.“

Quelle: Der Spiegel >>>>> weiterlesen

Letztendlich berichteten wir innerhalb eines Artikel vom Freitag unter dem Titel: „Das Ostermann Bündnis“ über die Situation.

Wie aber eine Linke Partei unter Berücksichtigung der aufgeführten Fakten mit diesen von Ihr selber als charakterlose Wahlbetrüger beschimpfte Koalition abstimmen kann, wird für den einfachen Wähler unverständlich bleiben, es sei denn die Linke betrügt munter mit. Bei solcherart vollbrachter politischer Klimmzüge braucht sich keiner mehr über das immer geringer werdende Interesse der Bevölkerung an Wahlen verwundern. Spielt es doch ehe keine Rolle mehr wer denn wen wählt. Als Betrogener bleibt dabei immer der Bürger alleine zurück. Er kann sich in Zukunft den Gang an die Wahlurne sparen denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

IE

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* Welche neue Lage ?

Erstellt von DL-Redaktion am 23. März 2011

Auch Nichtfachleuten waren die Risiken der Atomkraft lange vor der Katastrophe in Japan bekannt. Schon vor Tschernobyl wurden die Gefahren und Unsicherheiten im Umgang mit diesen AKW immer beschworen. Naive Zeitgenossen sagen von Merkel dass sie es als Physikerin gewohnt sei immer bis zum Ende zu denken? Das muss früher in ihrer Studienzeit aber nicht Lernziel gewesen sein, da sie ja heute nocht nicht einmal in Lage scheint von Beginn an zu denken, was auch darauf hinzuweist dass es mit den Titeln innerhalb der Politik nicht so weit her ist.

Die CDU wird sich mit ihren sturren festhalten an die Kernenergie den sogenannten Bärendienst erwiesen zu haben. Es könnte sich jetzt  rächen immer nichts anderes als die Wirtschaft im Sinn gehabt zu haben, wobei der Mensch nur noch als notwendiges Übel allem anderen untergeordnet wurde.

Welche neue Lage ?

Lüge und Heuchelei erreichen in Berlin und Stuttgart derzeit ähnlich hohe Konzentration wie das Cäsium in Fukushima. Die Ereignisse in Japan haben ja keine neuen Erkenntnisse über Sicherheitsrisiken der Atomkraft gebracht - nur die politische Stimmung in Deutschland hat sich verändert. Alleine des öffentlichen Drucks und der nahen Wahlen wegen schwenken Merkel, Mappus und Mischpoke nun um. Sie stellen fürs eigene politische Überleben ihre gesamte zuvor vehement propagierte Atompolitik infrage.

Die Fakten, die deutschen Reaktoren betreffend, haben sich nicht geändert: Der einzige Erkenntnisgewinn aus Japan ist der, dass Risiken, die theoretisch gegeben sind, auch praktisch auftreten können - was wahrscheinlichkeitstheoretisch betrachtet nicht mehr ist als eine Plattitüde. Und wer nun behauptet, ein solches Desaster habe niemand für möglich gehalten, der belügt sich selbst und andere oder zeigt eine beängstigend beschränkte Sicht der Realität.

Erdbeben verboten

Das Risiko der Atomtechnik war jedem bekannt, der es sehen wollte. Am Oberrhein zum Beispiel steht das französische Kraftwerk Fessenheim. Gelb leuchtende Schilder mit dem Slogan “Fessenheim - Erdbeben verboten” gehören in der Region seit Jahren zur Ausstattung einer jeden Anti-Atom-Demo. Der Bund für Umwelt und Naturschutz am Oberrhein warnt schon lange unermüdlich vor den Erdbebenrisiken der Reaktoren - von Fessenheim bis Japan. Und er ist bei Weitem nicht der Einzige. Doch aus Sicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus entsprang bis zum letzten Wochenende jegliche Kritik an der “friedlichen Nutzung der Kernenergie” immer einzig und alleine “grünen Ideologien”.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Bank verliert im Casino

Erstellt von DL-Redaktion am 23. März 2011

Das Urteil des BGH gegen die Deutsche Bank ist schon eine derbe Ohrfeige. Die Bank ist zu einer Strafzahlung in Höhe von 541.074 Euro Schadensersatz, plus Zinsen verurteilt worden da sie Kunden in Sachen Zinswetten falsch beraten hatte. Da auf einen Musterprozess weitere folgen werden werden, muss die Bank mit weiteren Klagen rechnen.

Als Kläger trat der mittelständische Unternehmer Willi Blatz in Karlsruhe vor Gericht. Mit seiner Firma Ille GmbH bekam er 2005 von der Deutschen Bank das verlockende Angebot ohne den Einsatz auch nur eines Euros mit Zinswetten ( Spread Ladder Swaps) auf den Abstand zwischen kruz- und langfristigen Zinssätzen zu spekulieren. Nach dem Vorlegen von guten Prognosen unterschrieb die Tochter, eine Volkswirtin (wer nicht wird, wird Wirt), eine Vertrag. Entgegen den Prognosen machte der Mittelständler einen Verlust von einer runden halben Millionen Euro und fühlte sich über den Tisch gezogen.

Dieses Paket wurde von der Deutschen Bank rund 700-mal überwiegend an Mittelständler und Kommunen verkauft wobei der Gesamtschaden auf rund eine Milliarde Euro geschätzt wird. So verzockte alleine die Stadt Hagen mehr als 50 Millionen Euro. Die vielen Klagen der empörten Anleger wurden bislang von den unteren Instanzen überwiegend zugunsten der Deutschen Bank abgewiesen.

Das BHG diktierte nun den Banken strenge Regeln an die Beratung und machte zur Auflage das auch bei einer Diplom-Volkswirtin zunächst die Risikobereitschaft erfragt werden müsse.

Dieses Beispiel aus der Bankenwirtschaft zeigt aber vor allen Dingen auf, mit welch windigen Geschäften es einem Ackermann ermöglicht wird 25 % Gewinn für seine Bank zu Erwirtschaften. Vergessen sollten wir bei alle dem nicht dass es zu den Aufgaben der Politik gehört, solcherart „Geschäfte“ zu unterbinden.

Hier noch ein Kommentar aus der Frankfurter Rundschau:

Warnschuss an die Banken

Die Deutsche Bank steht am Pranger und muss Schadensersatz zahlen. Das Urteil des Bundesgerichtshofs ist ein wichtiges Signal, dass die Bank nicht aus der Verantwortung für schlechte Beratung entlassen wird. Für viele kommt das Urteil allerdings zu spät.

Nüchtern und fundiert hat der Bankensenat des Bundesgerichtshofs die Vertriebspraxis der Deutschen Bank durchleuchtet und die bankenfreundlichen Urteile der Vorinstanzen kassiert.

Für Ille, ein 350-Mann-Unternehmen aus der hessischen Provinz ist das ein Grund zur Freude. Ebenso für die Unternehmen und Kommunen, die es auf sich genommen haben auf die teilweise horrenden Verluste aus den Wettgeschäften noch ein Prozesskostenrisiko draufzusetzen.

Quelle: Frankfurter Rundschau >>>>> weiterlesen

IE

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* Demo und Mahnwachen

Erstellt von UP. am 22. März 2011

Atomkraftgegner fordern „Atomkraft abschalten!“ bei Ministerrunde im Kanzleramt

Atomkraftgegner demonstrieren beim Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten / Mit schwarzen Plakaten mit dem Schriftzug „Abschalten: Jetzt und endgültig“ fordern sie das endgültige Ende der Atomenergie / Bereits über 270.000 Unterschriften unter Online-Appell

Berlin, 22.03.2011. Mit schwarzen Plakaten mit der Botschaft „Abschalten: Jetzt und endgültig!“ demonstrierten Atomkraftgegner heute vor dem Bundeskanzleramt. Anlass für den erneuten Protest war das zweite Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit den zuständigen Ministern und den Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Atomstandorten, um das Vorgehen der Regierung während des Laufzeiten-Moratoriums zu beraten. Mit der Aktion forderten die Demonstranten die Bundesregierung auf, die Laufzeitverlängerungen zurückzunehmen und die Atomkraftwerke endgültig stillzulegen. Im Netz haben sich inzwischen schon über 270.000 Menschen hinter diese Forderung gestellt und einen Online-Appell des Kampagnennetzwerks Campact unterzeichnet.

„Japan kämpft noch immer mit der Reaktorkatastrophe, und in der Koalition mehren sich schon wieder die Stimmen, die ein Zurück zum alten Pro-Atom-Kurs fordern. Das ist völlig unverantwortlich. Die Bundesregierung muss aus Fukushima Konsequenzen ziehen, und die Atomkraftwerke hierzulande endlich stilllegen“, erklärte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz in Berlin. „Die Laufzeiten mit ungewissem Ausgang überprüfen und die alten Reaktoren für drei Monate stillstehen lassen – mit solch unverbindlichen und durchsichtigen Wahlkampfmanövern geben wir Bürger uns nicht zufrieden. Jetzt gehen wir auf die Straße und fordern von Schwarz-Gelb: Atomreaktoren abschalten – jetzt und endgültig!“

Am kommenden Samstag, den 26. März, finden in Berlin, Hamburg, Köln und München Großdemonstrationen gegen Atomkraft statt, zu denen zehntausende Menschen erwartet werden. Gestern Abend beteiligten sich erneut unzählige Menschen an Mahnwachen in fast 700 Städten.

Mehr Informationen zu den Großdemonstration: http://www.campact.de/atom2/demo2603/home

Klicke die Grafik zur Abgabe der Unterstützerunterschrift für die Grossdemo am 26.03.2011
 


 
In diesem Zusammenhang möchten wir auf die “.abschalten” - Aktion der Montags-Mahnwachen um 18.00 h in vielen deutschen Städten hinweisen.
Ob in deiner Stadt eine solche Mahnwache bereits stattfindet, kannst du hier erfahren.

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* moratorium…

Erstellt von UP. am 22. März 2011

Mein Freund Veit-Ulrich schreibt wieder:

…vom moratorium

ich halt es nicht mehr aus. muss mein blog-moratorium mit einem moratorium belegen. weil die welt eine andere ward.

zum beispiel lerne ich aus unzähligen debatten, diskussionen, talk-shows, artikeln, kommentaren und wahlveranstaltungen, dass schwarz-gelb den wahren wächter über die regenerativen energien stellt. die nachtwächter von gestern leuchten uns heute heim. und bleiben doch, was sie immer waren: macht-wächter.

die rot-angehauchten tun auch so, als hätte ein hermann scheer niemals gegenwind aus den eigenen reihen erhalten. ob sie schröder hiessen oder gabriel – sie haben mit allen dreckigen tricks versucht, den zu früh verstorbenen auszubooten. jetzt heften sie sich seine ideen ans revers, als seien es die eigenen. pfui teufel.

und dass der erste grüne umweltminister, den’s in unserer ach so glaubwürdigen republik gab – joschka fischer nämlich – via hermes-bürgschaft später die atom-dreckschleuder aus hanau nach china verschacherte, wer will das denn heute noch wissen? wo sich auf den reaktor-bränden in japan doch ein viel stimm-bringenderes süppchen kochen lässt.

sauber aus dem schneider sind die linken. in der ddr, stalin hab sie selig, gab’s nur braunkohle-kraftwerke.

indes: da sind auch noch die ja-aber-sager. mit jeder überstandenen wahl werden die mehr und lauthalser werden. die, die mit staatstragender mimik auf die arbeitsplätze verweisen, die mit dem atomausstieg verloren gehen. und auf die überlandleitungen, die es fürs regenerative braucht, dann aber bittschön ohne rot-grün-unterwanderte bürgerinitiativen, die ihre gartenzwerge nicht im schatten mächtiger 380-kv-leitungen aufstellen mögen.

was die arbeitsplätze betrifft: die, die in der atom-industrie verloren gehen, werden mehr als ausgeglichen durch die, die durch regenerative energiegewinnung geschaffen werden. und wenn die sinnlosen kohle-subventionen umgeschichtet und den giganten die steuerfreien rückstellungen gestrichen werden, lässt sich nicht nur umschulen, sondern auch schulen.

damit zu den überlandleitungen. die brauch ich nur, wenn ich mir rwe, eon, enbw und vattenfall warmhalten will. wenn ich nicht an den monopolen rütteln mag. aber wenn du mich fragst: ich will dran rütteln. die versorgung mit regenerativer energie – sonne, wind, wasser, biogas – schreit geradezu nach lokalen, maximal regionalen lösungen. nach stadtwerken, die angepasst an die örtlichen gegebenheiten energie erzeugen und zum unkosten-preis weitergeben. mit wasser und abwasser funktioniert das seit jahrzehnten.

dann brauche ich auch kein bundesweites leitungs-kreuz-und-quer. das brauch ich nur, wenn – zum beispiel – rwe den zuschlag für die windkraft bekommt, an der nordsee ihre räder aufstellt und dafür dem stromkunden in münchen ordentlich geld aus der tasche zieht. nicht nur, weil’s mit viel aufwand verbunden ist, sondern weil rwe ja auch weiterhin asche machen will. weswegen rwe kein interesse dran hat, die energie für münchen direkt in münchen zu erzeugen.

deshalb muss die welt, die heute nicht mehr ist, wie sie gestern war, noch einmal eine andere werden. wasser, sonne, wind gehören uns menschen. aber mit sicherheit nicht den energieriesen. das sind nur juristische personen. deshalb sollen die jetzt sauber ihr atom vom netz nehmen, brav schauen wie sie mit halbwertszeiten von zig-tausend jahren klar kommen und dann sich selbst abwickeln. ein system, das auf regenerativen energien basiert, muss gleichbedeutend sein mit einem neuen wirtschafts-system. das sich nicht an gewinnen orientiert, sondern am bedarf, an der umwelt und an der unabhängigkeit.

und schon seh ich einen promovierten naseweis seine bedenker-stirn in falten legen. „um uns herum und auf der ganzen welt gibt es doch viel mehr atomkraftwerke als in deutschland.“ das sind argumente, da haut’s mir die energiesparlampe aus der fassung. in meiner aktiven zeit als trinker war ich nicht allein. da gab’s viele andere schnapsdrosseln noch. und immer wieder begab es sich, dass wir nach durchzechter nacht zum auto wankten und promille-befeuert heimwärts schlängelten. irgendwann hab ich meinen ausstieg aus der trinksucht erklärt. hätte ich jetzt doch weitersaufen sollen, um wie alle anderen um mich herum berauscht auto zu fahren?

eigentlich, weil es gut zum thema scheinheiligkeit passt, wollte ich noch ein paar worte zum thema libyen verlieren. aber das wäre dann doch zuviel des moratoriums. nur so viel: am 20. juli werden wir in inbrunst wieder der tapferen offiziere gedenken, die versucht haben, den diktator aus der welt zu sprengen.

Quelle: Veit

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* Mahnwache in Ahlen

Erstellt von UP. am 22. März 2011

Auch in Ahlen fand gestern die erste Mahnwache statt. Der Termin war relativ kurz anberaumt; dennoch erschienen etwa 130 Menschen, die durch ihre Zusammenkunft der Opfer in Japan gedenken wollten. Die gleichzeitig stumme Forderung nach Beendigung des Experiments mit der atomaren Energie war selbstredend in diesem stillen Protest enthalten.

Es sollte eine Demonstration von Menschen für Menschen sein - unabhängig von Parteizugehörigkeiten. Penetrant allerdings fiel bei der Versammlung eine stadtbekannte Altkommunistin auf, die ein kümmerliches Fähnchen der Partei DIE LINKE schwenkte.
Die zwei ‘Ordner’ der Veranstalter hätten hierbei ein wenig mehr “durchgreifen” sollen; denn Massgabe der Demo ist eigentlich das parteiübergreifende Handeln. Parteifahnen haben dabei nix zu suchen!!!
Der heutige Bericht in der Ahlener Zeitung dazu ist kümmerlich. Von den 130 Gedenkenden sind leider nur ein paar Mitglieder der linken Truppe abgelichtet. Schön für die, aber sie waren weder Initiatoren der Demo, noch reflektiert das Bild die Gesamtheit der Anwesenden.
Lassen sich die Fotojournalisten der Ahlener Zeitung immer noch einlullen?

Newsletter 7/2011
Montag, 21. März 2011 - 446.621 Abonnenten
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Samstag in München: Großdemo!

Japan kämpft noch immer gegen die Reaktorkatastrophe. Doch schon jetzt wollen Teile der Regierung zurück zum Pro-Atom-Kurs. Das nehmen wir nicht hin: Am kommenden Samstag gehen wir mit zehntausenden Menschen in 4 Städten für das endgültige Aus der Atomkraft auf die Straße. Demonstrieren Sie mit!

Sie ist lernfähig, zieht Konsequenzen und greift durch - so präsentierte sich Angela Merkel in der letzten Woche. Sie setzte die Laufzeitverlängerung für drei Monate aus und schaltete sieben Meiler vorübergehend ab. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, was kommen könnte, wenn die Landtagswahlen vorüber sind und Fukushima aus dem Medienfokus rückt: Zurückrudern zum alten Pro-Atom-Kurs.

Wirtschaftsminister Brüderle nennt die Reaktion auf die Katastrophe “hysterisch”. FDF-Chef Westerwelle erklärt, es sei keineswegs beschlossen, dass Meiler kürzer am Netz sein werden als bisher geplant. Und CSU-Politiker Huber mahnt im Spiegel: “Die Union darf nicht so tun, als wäre die Energiepolitik, die sie seit Jahrzehnten vertreten hat, plötzlich alter Käse.” Sprich: Dass wirklich endlich abgeschaltet wird, ist alles andere als ausgemacht.

Jetzt müssen wir dran bleiben: Nur wenn wir in den kommenden Wochen den öffentlichen Druck auf die Regierung hoch halten, wird der Atomausstieg kommen. Deswegen haben wir am kommenden Samstag, den 26. März Großes vor: In Berlin, Hamburg, Köln und München wollen wir jeweils mit zehntausenden Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet demonstrieren. Ein großes Bündnis aus Organisationen und Initiativen bereitet die Demos vor. Demonstrieren Sie mit!

Die kürzeste Anreise haben Sie zur Großdemonstration in München. Diese findet ab 14.00 Uhr auf dem Odeonsplatz statt.

Informieren Sie sich über die Großdemonstrationen!

Innerhalb weniger Tage jeweils zehntausende Menschen zu den vier Großdemonstrationen zu mobilisieren, ist eine riesige Herausforderung. Nur wenn sich viele Menschen mit einklinken und bei der Mobilisierung helfen, kann dies gelingen. Können Sie uns unterstützen und Ihre Freund/innen und Bekannte über die Demonstrationen informieren?

Per E-Mail

Per Facebook

Mit Flugblättern und Plakaten

In den vergangenen vier Tagen haben bereits über 2.000 Campact-Aktive für die Großdemos gespendet. Herzlichen Dank! Damit konnten wir unseren Anteil an den Kosten für Bühnen und Technik decken. Jetzt wollen wir in den vier Großstädten möglichst viele Menschen über die Demos informieren und Kurzclips im U-Bahn-TV und auf Bildschirmen in U-Bahn-Stationen schalten. Unseren Mobilisierungs-Clip einmal in einer Station zu zeigen kostet uns 2,50 Euro. Können Sie mit Ihrer Spende finanzieren, dass der Clip einmal, zweimal oder gar noch häufiger ausgestrahlt wird?

Ermöglichen Sie mit 2,50 oder 5,00 Euro die Ausstrahlung des Clips!

Was sonst noch bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Mit herzlichen Grüßen

Susanne Jacoby und Christoph Bautz

—–

1. Atom: Heute Mahnwachen überall im Land

Am heutigen Montag-Abend, den 21. März finden in über 600 Orten Mahnwachen für den Atomausstieg statt - sicherlich auch in Ihrer Nähe. Bereits am letzten Montag drückten mehr als 110.000 Menschen ihre Betroffenheit über die Lage in Japan aus und forderten von der Regierung ein endgültiges Aus für die Atomkraft. Mahnen und demonstrieren Sie auch heute Abend mit!

Übersicht über die Mahnwachen…

2. Gentechnik: Bundesrat stimmt für Nulltoleranz im Saatgut

Am vergangenen Freitag stimmte der Bundesrat gegen Gentechnik im Saatgut. Ein überraschender Erfolg: Noch vor zwei Wochen hatten fast alle Bundesländer den Angriff auf das geltende Reinheitsgebot unterstützt. Letztlich standen Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg im Bundesrat mit ihrem Ansinnen, die Saatgutreinheit aufzuweichen, allein da.

Unsere Kampagne war kurz, aber schlagkräftig: Innerhalb von neun Tagen appellierten über 65.000 Bürger/innen an ihre Ministerpräsident/innen. In sechs Bundesländern organisierten Aktivist/innen Kundgebungen und übergaben Unterschriften an ihre Landesregierungen. Abschließend demonstrierten wir vor der entscheidenden Sitzung des Bundesrats.

Sehen Sie unseren Aktionsfilm…

3. Stromwechsel: Jetzt Atomstrom abstellen

In Anbetracht der Reaktorkatastrophe von Fukushima wechseln gerade Tausende Menschen weg von Atomstrom hin zu Ökostrom. Wechseln Sie doch auch - etwa zum Ökostrom der Elektrizitätswerke Schönau (EWS). Die EWS sind aus einer Bürgerinitiative entstanden und setzen sich für eine ökologische, dezentrale und bürgereigene Energieversorgung ein. Campact und die EWS kooperieren immer wieder gemeinsam.

Zum Ökostrom der EWS wechseln…

Mehr zu Ökostrom auch bei “Atomausstieg selber machen”…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 446.621 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

Campact e.V. | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de

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* Der Rat St. Ingbert

Erstellt von DL-Redaktion am 22. März 2011

Heute Morgen erreichte uns folgende

Pressemitteilung

von Christoph Seeberger

Die von dem Fraktionssprecher Kleis und Vorsitzenden des OV St. Ingbert vorgetragenen Gründe sind völlig haltlos und aus der Luft gegriffen. Beide Stadtratsmitglieder wissen dass die Genossin Gebel aus finanziellen Gründen ihren Hauptlebensmittelpunkt verschleiert/e.

Der Hauptlebensmittelpunkt des Stadtratsmitglieds

Olga Gebel

ist nicht St. Ingbert.

Unabhängig vom Ausgang der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen (AZ: 06/Js 1465/2010) sollte Olga Gebel ihr Mandat im Stadtrat St. Ingbert niederlegen.

Bis zu Ihren Umzug nach Saarbrücken hatte OLGA GEBEL in Spiesen-Elversberg den Wohnsitz inne gehabt. Nach Angaben des ehem. Lebensgefährten A., wohnhaft Spiesen-Elversberg, ist Olga Gebel nachdem die Beziehung in die Brüche ging, im Februar 2010 nach Saarbrücken verzogen.

Es liegen eidesstattliche Versicherungen vor, wonach Olga Gebel ihren eigenen Angaben zufolge ihr Mandat im Stadtrat St. Ingbert nicht aufgeben kann und will. Als Studentin (Finanzdienstleistungen) sei sie dringend auf dieses „Einkommen“ angewiesen, da ihre Tätigkeit in einer Saarbrücker Pizzeria nicht ausreiche, um davon die Miete ihrer Saarbrücker Wohnung bezahlen zu können.

Die LINKE St. Ingbert hat im Kommunalwahlkampf 2009

Wählertäuschung

begangen.

Die Wählerschaft erwartet Ehrlichkeit von ihren MandatträgerInnen, so dass das Stadtratsmitglied Olga Gebel die nötigen Konsequenzen ziehen möge und von ihrem Mandat zurücktritt, um eine unbelastete politische Arbeit der übrigen Stadtratsmitglieder zu ermöglichen.

Über diese Wählertäuschung habe ich seinerzeit  informiert: Landesverband Saar (12.04.2009) und Vorstand des OV St. Ingbert, Jürgen Klein (28.04.2009) sowie den Oberbürgermeister der Stadt St. Ingbert.

Christoph Seeberger
Saarbrücken

IE

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* Mehr Wind machen, aber

Erstellt von DL-Redaktion am 22. März 2011

…nicht den aus der Uckermark!

Wäre es von der Regierung erwünscht, ließe sich der Ausbau erneuerbarer Energien gewiss entsprechend  beschleunigen: Mit neuen Gesetzen, finanziellen Anreizen und Mobilisierungskampagnen. Dass aber darüber so viel wie gar nichts aus Regierungskreisen zu hören ist, zeigt, dass man letztendlich nicht gewillt ist, die Atompläne entsprechend zu entsorgen. Es kann ja auch nicht im Sinne von Großkonzernen sein, dass sich, jetzt stark übertrieben, ein jeder  mit seiner eigenen Windturbine oder Erdwärmepumpe als Verbraucher weitgehend unabhängig machen kann.

Dieses würde natürlich bedeuten, dass die Verbraucher von den jetzigen Großversorgern weitgehend unabhängig wären und sich somit die Preise nicht mehr entsprechend diktieren ließen. Auch für viele Parteien käme dieses einem wahren Desaster gleich, müssten sie doch auf einen Großteil der ihnen zugeschobenen Gelder verzichten.

Besorgt sollte man allerdings über das schlechte politische Gedächtnis von Politik und Bürger sein. Hatte nicht der damalige Atomminister Franz-Josef Strauß damit geworben, dass durch die Nutzung von Atomstrom die Erzeugungskosten gesenkt und somit auf Dauer bezahlbar bliebe? Heute holt man die gleichen Androhungen wieder aus den Schubladen heraus und glaubt, damit die Unbewohnbarkeit eines vom einem Gau betroffenen Gebietes auf viele hundert Jahre rechtfertigen zu können.

Hier einmal ein paar politische Anregungen für eine Zukunft ohne Atomstrom:

Mehr Wind machen

Vergangene Woche kam es im Bundestag zu heiteren Szenen, als Unionspolitiker der SPD und den Grünen vorwarfen, beim Ausbau der erneuerbaren Energien versagt zu haben. Das ist grotesk. Doch statt zu feixen, sollte die Opposition diese neuen Freunde einer Energiewende lieber in die Pflicht nehmen: Mit einem konkreten Gesetzgebungspaket.

Schade, dass Hermann Scheer nicht mehr lebt: Er hätte in dieser Situation sicher schon ein radikales Papier zum Atomausstieg präsentiert. Ohne ihn stellte die SPD am Donnerstag ein etwas bescheideneres Sofortprogramm vor, das noch nicht ohne Kohleneubau auskommt. Und auch die Grünen und die Umweltverbände haben Konzepte in der Schublade (ohne Kohleneubau).

Doch die Zeit drängt. Denn schon werden die ersten Zahlen ins Spiel gebracht, was der Atomausstieg kosten würde: “Turboausstieg kostet 230 Milliarden!”, titelte etwa Spiegel Online. “Und bringt wieviel, für wen?”, möchte man fragen. Entscheidend ist nämlich, wer wo investiert, welche Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen und welche versteckten Kosten vermieden werden können. Die abstrakte Investitionssumme sagt erst mal gar nichts. Es geht eben nicht - wie bisher - nur um betriebswirtschaftliche Überlegungen der Konzerne und um den abstrakten Kilowattstundenpreis ab Kraftwerk und Strombörse, sondern welche neuen Akteure das Geschäft übernehmen.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Die Zwerge

Erstellt von Uri Avnery am 21. März 2011

Heute  der neueste Artikel von Uri Avnery aus Tel Aviv. Das wir hier die Artikel von Uri Avnery bringen, soll nicht heissen das wir auch immer der selben Meinung des Schreibers sind. Es ist aber positiv zu bewerten das sich hier jemand Gedanken macht politische Probleme nicht mit Gewalt lösen zu wollen, sondern versucht gedanklich zu einen friedlichen Miteinander anzuregen. IE

Jerusalem ist voll brillanter neuer Ideen. Die besten Köpfe unseres politischen Establishments schlagen sich mit dem Problem herum, das die anhaltende arabische Revolution geschaffen hat, die die Landschaft rund um uns neu gestaltet.

Hier ist die letzte Ernte unglaublich origineller Ideen.

Der Verteidigungsminister Ehud Barak hat angekündigt, dass er dabei ist, von den US eine weitere Subvention von 20 Milliarden zu erbitten für mehr Kampfflugzeuge, die technisch auf dem neuesten Stand sind, Raketenboote, ein Unterseeboot, Truppentransporter und anderes.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu ließ ein Photo machen, bei dem er von Soldatinnen umgeben ist – wie Muammar Qaddafi in den guten alten Zeiten – wie er über den Jordan blickt und verkündet, dass die israelische Armee niemals das Jordantal verlassen würde. Nach ihm ist dieser besetzte Streifen Land Israels vitale „Sicherheitsgrenze“.

Dieser Slogan ist so alt wie die Besetzung selbst. Es war ein Teil des berühmten Allon-Planes, der es darauf abgesehen hatte, die Westbank mit israelischem Gebiet zu umgeben. Zufällig war der Vater des Planes Yigal Allon auch ein Führer der Kibbuz-Bewegung, und das Jordantal war für ihn ein ideales Gebiet für neue Kibuzzim – es ist flach, gut bewässert und war gering besiedelt.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Als Allon legendärer Kommandeur im Krieg von 1948 war, träumte er noch nicht einmal von Raketen. Heute erreichen die von jenseits des Jordan abgefeuerten Raketen leicht mein Haus in Tel Aviv. Wenn Netanyahu erklärt, dass wir das Jordantal benötigen, um die Araber daran zu hindern, Raketen auf die Westbank zu schmuggeln, scheint er, ein wenig hinter seiner Zeit zurück geblieben zu sein.

Wenn die Politiker tapfer der neuen Welt entgegensehen, bleibt die Armee nicht zurück. In der letzten Woche verkündeten mehrere Divisionskommandeure, dass sie sich für einen gewaltfreien Massenaufstand in der Westbank im Tahrir-Stil vorbereitet hätten. Die Soldaten werden trainiert, Mittel zur Aufstandsbekämpfung sind vorrätig. Unsere glorreiche Armee ist für noch einen kolonialen Polizeijob vorbereitet.

Um die geistige Kraft der Führung zu stärken, hat Netanyahu jetzt einen Mann mit scharfem Intellekt mobilisiert: er ernannte General Yaacov Amidror zum Chef des Nationalen Sicherheitsrats. Amidror, der höchstrangige Kipa-tragende Offizier in der Armee, hat nie seine ultra-ultra-nationalistischen Ansichten, einschließlich seiner totalen Opposition gegen einen palästinensischen Staat und Frieden im allgemeinen verheimlicht. Er ist übrigens der Offizier, der kürzlich beifällig bemerkte, dass einige Armeen den Soldaten, die sich nicht am Angriff beteiligen, „ eine Kugel in den Kopf jagen.“

Es passt sehr gut, dass Netanyahu in dieser Woche die Nationale Front Partei eingeladen hat, die offen faschistische Elemente einschließt, sich seiner Regierung anzuschließen. Sie weigerte sich, weil Netanyahu ihnen nicht extrem genug ist.

Mittlerweile versuchen ein Dutzend Spitzenpolitiker von Avigdor Lieberman abwärts zum Scheitern verurteilte Pläne für „Interimsabkommen“ neu zu beleben – alte Handelswaren, die in den Regalen verstauben, da es keine Käufer für sie gibt.

Alles in allem politische Zwerge, die mit einer neuen revolutionären Realität konfrontiert werden, die sie nicht verstehen und mit der sie nicht fertig werden. ( Ich will damit keine Zwergwüchsigen beleidigen, die natürlich so intelligent wie alle anderen sind.)

Mit diesem Haufen von Führern ist es fast utopisch, zu fragen, was wir tun könnten oder tun sollten, um uns auf die neue geopolitische Realität einzustellen.

Nehmen wir an, dass die arabische Welt oder große Teile von ihr auf dem Weg zur Demokratie und zu sozialem Fortschritt sind - wie wird sich dies auf unsere Zukunft auswirken?

Könnten wir zu solch progressiven Gesellschaften Brücken schlagen? Könnten wir sie davon überzeugen, uns als legitimen Teil der Region zu akzeptieren? Könnten wir an der politischen und wirtschaftlichen Entstehung einer neuen geopolitischen Realität eines „neuen Nahen Ostens“ teilnehmen?

Ich bin davon überzeugt, dass wir es können. Die absolute, unveränderliche Voraussetzung jedoch ist, dass wir mit dem palästinensischen Volk Frieden schließen.

Es ist die unerschütterliche – und sich selbst erfüllende – Verurteilung des ganzen israelischen Establishments, dass dies unmöglich ist. Sie haben völlig Recht – solange sie im Amt sind, ist es unmöglich. Mit einer anderen Führung aber, würden sich die Dinge ändern?

Wenn beide Seiten – und dies hängt sehr von Israel der unvergleichlich stärkeren Seite ab – wirklich Frieden wollen, ist der Frieden in Reichweite? Alle Bedingungen liegen klar auf dem Tisch. Sie sind endlos diskutiert worden. Die Kompromisse sind klar bezeichnet worden. Es würde nicht länger als ein paar Wochen dauern, um die Details auszuarbeiten. Die Grenzen, Jerusalem, die Siedlungen, die Flüchtlinge, das Wasser, die Sicherheit – wir kennen inzwischen die Lösungen. (Ich und andere habe sie schon mehrere Male aufgezählt). Was nun allein noch fehlt, ist der politische Wille.

Ein Friedensabkommen – von der PLO unterzeichnet, in einem Referendum vom palästinensischen Volk ratifiziert, von der Hamas angenommen – würde die Haltung der arabischen Völker gegenüber Israel radikal verändern.

Dies ist keine formelle Angelegenheit – es ginge zum Kern des nationalen Bewusstseins. Keine der anhaltenden Aufstände in verschiedenen arabischen Ländern ist von Natur aus anti-israelisch. Nirgendwo schreien die Massen nach einem Krieg. Die Idee eines Krieges widerspräche wirklich ihren grundsätzlichen Hoffnungen: sozialer Fortschritt, Freiheit, ein Standard, der ein Leben in Würde erlaubt.

Doch, solange die Besatzung der palästinensischen Gebiete anhält, weisen die arabischen Massen eine Versöhnung mit Israel ab. Egal welche Gefühle jedes spezielle arabische Land gegenüber den Palästinensern hat – alle Araber fühlen sich zu tiefst verpflichtet, bei der Befreiung ihrer arabischen Landsleute mitzuhelfen. Wie ein ägyptischer Führer einmal zu mir sagte: „Sie sind unsere armen Verwandten und unsere Tradition erlaubt es nicht, einen armen Verwandten im Stich zu lassen. Es ist eine Sache der Ehre.“

Deshalb wird Israel bei jeder freien Wahl in arabischen Ländern eine Rolle spielen, und jede Partei wird sich verpflichtet fühlen, Israel zu verurteilen.

Ein Argument gegen den Frieden ist, dass die Hamas ihn nie akzeptieren wird – so wird es in unserer offiziellen Propaganda endlos wiederholt. Das Schreckgespenst der islamistischen Bewegungen, das in anderen Ländern demokratische Wahlen gewinnt – wie die Hamas in Palästina – wird als tödliche Gefahr an die Wand gemalt.

Man sollte sich daran erinnern, dass die Hamas tatsächlich von Israel geschaffen wurde.

Während der ersten Jahrzehnte der Besatzung haben die Militärgouverneure jede Art palästinensischer politischer Tätigkeit verboten, selbst jene, die sich für Frieden mit Israel aussprach. Aktivisten kamen ins Gefängnis. Es gab nur eine Ausnahme: die Islamisten. Es war nicht nur unmöglich, sie daran zu hindern, sich in der Moschee zu versammeln – dem einzigen öffentlichen Raum, der offen gelassen wurde. Die militärischen Gouverneure wurden sogar angewiesen, die islamischen Organisationen zu ermutigen – als Gegenkraft gegen die PLO, die als Hauptfeind angesehen wurde. Die PLO war und blieb nicht religiös – mit vielen Christen, die in ihr eine bedeutende Rolle gespielt haben.

Das war natürlich eine dumme Idee, typisch für die politische Kurzsichtigkeit unserer politischen und militärischen Führer, soweit es arabische Angelegenheiten betraf. Beim Ausbruch der 1. Intifada konstituierte sich auch die islamische Bewegung als Hamas („Islamistische Widerstandbewegung“), die den Kampf aufnahm.

Das Auftauchen der Hisbollah war auch eine Folge israelischer Aktionen. Als Israel 1982 in den Libanon einfiel, um den PLO-Ministaat im Süden des Landes zu zerstören, schuf es dort ein Vakuum, das bald mit der neu gegründeten schiitischen „Partei Gottes“, der Hisbollah, aufgefüllt war.

Beide – die Hamas und die Hisbollah - streben in ihren Ländern nach der Macht, das ist ihr Hauptziel. Für beide bedeutet der Kampf gegen Israel mehr ein Mittel als ein Ziel. Wenn einmal Frieden erreicht ist, werden sich ihre Energien auf den Kampf nach Macht in ihren Ländern konzentrieren.

Wird die Hamas Frieden akzeptieren? Sie hat es indirekt so erklärt: wenn die palästinensische Behörde Frieden machen und das Friedensabkommen durch ein palästinensisches Referendum ratifiziert würde, dann würde die Hamas es als Ausdruck des Volkswillen akzeptieren. Dasselbe gilt für alle islamischen Bewegungen in den verschiedenen arabischen Länden – mit Ausnahme von al-Qaida und ähnlichen, die keine nationale politischen Parteien eines Landes sind, sondern internationale verschwörerische Organisationen.

Mit einem von den Palästinensern frei akzeptierten Friedensvertrag als die Erfüllung ihrer nationalen Bestrebungen würde jede Intervention durch andere arabischen Länder überflüssig, wenn nicht ausgesprochen lächerlich machen. Die Hisbollah, die Muslimbruderschaft und ähnliche national religiöse Organisationen werden ihre Bemühungen darauf konzentrieren, innerhalb neuer demokratischer Strukturen Macht zu erlangen.

Wenn dieses Hindernis beseitigt ist, wird Israel von den arabischen Massen als das beurteilt, was es in jener Zeit sein wird. Wir werden die historische Chance haben, an der Neugestaltung der ganzen Region teilzunehmen. Unsere Taten werden sprechen.

Vor mehr als 50 Jahren machte der damalige Kronprinz von Marokko Moulai Hassan, der spätere König Hassan II. einen historischen Vorschlag: Man sollte Israel einladen, sich der Arabischen Liga anzuschließen. Zur damaligen Zeit erschien die Idee absonderlich und wurde bald wieder vergessen . (Abgesehen vom König selbst, der mich daran erinnerte, als er mich 1981 im Geheimen empfing.)

Mit einer neuen arabischen Welt in Aussicht nimmt diese utopische Idee heute plötzlich realistische Züge an. Ja, nach einem Frieden mit dem freien und souveränen Staat Palästina, einem Vollmitglied der UNO, einer reformierten regionalen Struktur, einschließlich Israel, vielleicht mit der Türkei und zu gegebener Zeit auch mit dem Iran, wird sie in den Bereich der Wirklichkeit rücken.

Eine Region mit offenen Grenzen mit blühender Handels- und Wirtschaftskooperation von Marrakesch bis Mosul, von Haifa bis Aden innerhalb von ein oder zwei Generationen – ja, das ist eine der Möglichkeiten, die sich bei den augenblicklichen erdbebenartigen Ereignissen auftun.

Solch eine Entwicklung würde natürlich einen totalen Wandel bei unsern grundlegenden Konzepten erforderlich machen, von denen einige so alt sind wie der Zionismus selbst und vielleicht noch älter.

Es wird nicht geschehen, so lange unser politisches und intellektuelles Leben von Leuten wie Netanyahu, Lieberman, Barak, Eli Yishai, Shimon Peres und ihresgleichen beherrscht wird. Die politische Bühne muss von diesem ganzen Schwung von Zwergen gereinigt werden.

Kann das geschehen? Wird dies geschehen? „Realisten“ werden den Kopf schütteln, wie sie es taten, bevor die Deutschen ihre Mauer einrissen, bevor Boris Yeltsin auf jenen Panzer kletterte, bevor die Amerikaner einen afro-amerikanischen Präsidenten wählten, dessen mittlerer Name Hussein ist.

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

Quelle: Uri Avnery

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* Aus der Saar Provinz

Erstellt von DL-Redaktion am 21. März 2011

Eine interessante Story aus dem Saarland welche auf die Qualitäten getätigter Politik des Landesverband der DIE LINKE hinweist. IE

Die Partei Die LINKE in Malstatt ist politisch und organisatorisch am Ende. So hat dieser OV den größten Mitgliederaustritt im saarländischen Parteiverband der LINKEN zu verzeichnen, was auch kein Wunder ist. Seit mehr als drei Jahren besteht dort nämlich die Arbeitspraxis des amtierenden Vorsitzenden Thomas Schaumburgers in Nichtstun, Intrigen, Mobbing, Diffamierung und „groß den Mund aufreißen“ über die Andern. Und so können denn der dominierende Vorstandsvorsitzende mit seinen Helfern an der Spitz Axel Hermann, Heike Hochreiter und Walter Reichelt voller Stolz auf die geleistete Vorstandsarbeit des letzten Jahres zurückblicken!

Diesen jämmerlichen Zustand des Ortsverbandes will der informierte Landesvorstand der Partei ebenso beibehalten wie gewisse satzungswütige Kreisvorstandsmitglieder der Partei in Saarbrücken, zumal der Mehrheitsbeschaffer und Stadtrat Thomas Schaumburger diese Genossen immer mehr mit sich verlinkt. Die Abhängigkeiten des Landesvorsitzenden Rolf Linsler von diesem fähigen Genossen pfeifen schon die Spatzen von den Dächern und auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze scheint sich ebenfalls in den Intrigen dieses glatten Parlamentariers verfangen zu haben. „Wie läuft das so mit dem seit dem 1. Oktober 2010 unter der Hand implementierten Büro der Linken in Malstatt, das eigentlich doch ein zugegebenermaßen rein privatrechtliches „Bürgerbüro“ ist?“, darf offen gefragt werden. Und die Parteigrößen lassen sich dort der Reihe nach ablichten. Rolf, Astrid, Lothar usw… sind zu bewundern. (Siehe auch Saar-Linke-Prominenz!) Vor dem Skandal um dieses Büro (unter anderem) hat das sich korrekt verhaltende bisherige Vorstandsmitglied Esther Didier ihr Vorstandsamt geschmissen.

Quelle: Die Rote Saar >>>>> weiterlesen

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 21. März 2011

…Herr Küppersbusch?

Der Wochenrückblick von Friedrich Küppersbusch:

Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Das fängt heute damit an , dass man nicht weiss, wo man anfangen soll.

Was wird besser in dieser?

Irgendwas davon hört auf.

Die schwarz-gelbe Koalition von Stefan Mappus verliert nach der Atomkatastrophe in Japan an Boden. Wie wahrscheinlich ist ein Machtwechsel in Baden-Württemberg am nächsten Sonntag ?

Baden-Württemberg steht vor einer „Volksabstimmung über Stuttgart 21“ (Merkel), „Volksabstimmung gegen Atomkraft“ (Trittin, Gabriel) und sicher der Karrierefrage über Mappi, das dralle Krokodil. Den Machtwechsel dagegen kann der grüne Winfried Kretschmann entscheiden. Redet er, wie in der „taz“ angekündigt, „in Ausnahmefällen auch mit Mappus“, wird nicht die CDU ein bisschen grün, sondern werden die Grünen ein bisschen gaga. In den tollen Umfragewerten für die Ökos schwingt die überkommene Anmutung einer „Anti-Partei“ mit. Noch sind sie die erste der Post-Parteien. Durch einen Deal mit der Union können sie letzte Altpartei werden.

Gaddafi ist voll des Lobes für Deutschland. Peinlich für die Bundesregierung?

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Truppen nach Bahrain entsandt, um dort die Demokratiebewegung niederzuschlagen. In den Emiraten regieren Monarchen mit absolutistischer Gewalt. Daneben das Emirat Katar hat laut Verfassung die Schari´a als Grundgesetz und keine Parteien, kein Parlament, kein Frauenwahlrecht. Das sind die beiden arabischen Länder, die den Kriegseinsatz gegen Gaddhafi unterstützen. Möchten wir lieber denen zugehören ? Es ist die Wahl zwischen warmen und kaltem Kameldung. – Sarkozy präsentierte 2007 beim dritten prunkvollen Empfang Gaddhafis in Paris ein 10 Milliarden – Abkommen, wonach Frankreich „Atomkraftwerke, Airbusse und Kampfflugzeuge“ an Libyen liefern werde. Er fliegt gerade Luftangriffe auf das Gedächtnis seiner Wähler.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Der Weg von Mappus…

Erstellt von DL-Redaktion am 20. März 2011

…zurück in die Zukunft

Stefan Mappus hat sein Land an die Atomkraft gekettet. Jetzt will er, vor den Wahlen da raus und stellt sich damit an die Spitze der Wendehälse. Hatte er noch vor einigen Tagen einen Geheimvertrag mit dem Energiekonzern eingefädelt in dem er von den französischen Besitzern 45 Prozent der Aktienanteile aufkaufte.  Mit diesem Deal hat Mappus sein Land zu einem AKW Betreiber gemacht. Das Geschäft tätigte er im Alleingang mit einem alten Kumpel welcher  jetzt als Banker bei der Investmentbank Morgan Stanley tätig ist. Da er bereits zwei EnBW-Reaktoren abschalten ließ, fallen nun die entsprechenden Erlöse aus, aus denen die Zinsen für den Deal bezahlt werden sollten. Jetzt wird im Zweifel wieder einmal der Steuerzahler zur Kasse gebeten.  IE

In den Stunden, in denen Japan erschüttert wird, steckt Stefan Mappus auf der anderen Seite der Welt im Wahlkampf. Die Fernsehbilder beginnen auf ihn zu wirken. Am Morgen danach telefoniert der Regierungschef des Landes Baden-Württemberg mit der Bundeskanzlerin. Er weiß, dass dieses Ereignis Konsequenzen für ihn hat.

In den Stunden, als die Flutwellen über Japan rollen, feiert Julian Osswald den Geburtstag seines jüngsten Sohnes. Er ist CDU-Oberbürgermeister von Freudenstadt am Rande des Nordschwarzwalds. Und weil er Diplom-Geograf ist, schießen ihm Begriffe wie Feuergürtel und Plattentektonik durch den Kopf. An die Folgen für die Stromversorgung seiner Heimat denkt er erst später.

In den Stunden, als in Japan die Reaktorkatastrophe ihren Lauf nimmt, bereitet der Grüne Franz Untersteller in Nürtingen einen Truthahn zu. Er hat sich auf den Abend mit der Familie gefreut, aber als er die Nachrichten sieht, kann er sich kaum auf das Essen konzentrieren. Der Kampf gegen die Atomkraft ist sein Lebensthema. Er ahnt, dass dieses Ereignis viel ändern wird.

Montag, Schriesheim nördlich von Heidelberg. Auf dem Mathaisemarkt riecht es ein bisschen nach Frühling und stark nach gebratenen Hühnern. Im Bierzelt tröstet sich Stefan Mappus erst mal mit einem Guttenberg-Witz. Er listet die Reihe jener auf, die vor ihm Hauptredner im Göckelesmaier-Zelt waren: Dr. Kohl, Dr. Strauß, Dr. Stoiber, Dr. Merkel. “Meine Damen und Herren”, sagt er dann, “ich arbeite noch an meiner Dissertation.” Dädäää. Während das Zelt noch wackelt, dimmt er seine Stimme runter.  Dann kommt er auf Japan zu sprechen.

Warum hat Mappus diesen Deal eingefädelt?

Der Ausstieg aus der Atomkraft hat für Stefan Mappus am Morgen begonnen. Der Ministerpräsident telefoniert wieder mit Angela Merkel, sie beratschlagen, wie sie verhindern können, dass aus der Katastrophe in Japan eine Katastrophe der CDU wird. Nun, im Wahlkampfbus, im Zelt, in der Mehrzweckhalle, beginnen seine Sätze stets mit den Worten “Gerade ich”. Gerade er stehe doch angesichts des Unglücks von Fukushima “besonders in der Pflicht”, weil er die Verlängerung der Laufzeiten deutscher AKWs befürwortet habe.
Quelle: Sonntaz  >>>>>  weiterlesen

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* Linsler, Eigenlob stinkt

Erstellt von DL-Redaktion am 20. März 2011

„Eigentlich kein großer Aufreger“ ! Das ist die Überschrift eines Interview welches Linsler dem Magazin Saarblick in seiner März Ausgabe von 2011 gibt. Nein wirklich kein großer Aufreger und wer sich diese Postille genauer ansieht wird im Impressum sehr schnell auf folgendes stoßen:

Impressum von Saarblick: Die Linke Saar, Dudweilerstraße 51, 66111 Saarbrücken
ViSdP: Rolf Linsler
Redaktion:Thomas Lutze, Martin Sommer

Ergebnis: Hier gibt sich jemand selber ein Interview, und der Leser erinnert sich amüsiert an alte Zeiten in der DDR. Motto: Wenn dich niemand lobt, lobe dich selber. Der Volksmund sagt: Eigenlob stinkt!

Eingefügte Anmerkungen der DL Redaktion in Rot.

,,Eigentlich kein großer Aufreger”

Rolf Linsler zu den Satzungsänderungen der saarländischen Linken.

lm November letzten Jahres hat die saarländische Linke auf ihrem Landesparteitag mit deutlicher Mehrheit mehrere Änderungen der Landessatzung beschlossen. Dies wurde vor allem von Dietmar Bartsch, Halina Wawzyniak und Raju Sharma heftig kritisiert. Im Februar hat die Bundesschiedskommission dann die Satzungsänderungen wieder aufgehoben. Der SaarBlick hat zu dieser Debatte den Landesvorsitzenden Rolf Linsler interviewt:

SaarBlick: Herr Linsler, ganz ehrlich: Haben sie solche Reaktionen erwartet?

Rolf Linsler: Ich glaube die Bundesschiedskommission hat in Unkenntnis über die Situation im Saarland entschieden. Wir haben hier eine Handvoll Unzufriedener, die unsere Schiedskommission mit immer neuen Streitereien überziehen. Zwei Personen sind allein für über 50 Verfahren verantwortlich. Das hält keine Partei aus. Alle neuen Parteien haben am Anfang das Problem, dass auch Menschen zu ihnen kommen, die unverträglich sind und ständig Streit suchen. Wir sollten aber unsere Kraft nicht mit ständigen internen Streitigkeiten und gegenseitigen Herabsetzungen vergeuden, sondern die Politik machen, für die wir gewählt worden sind. Eigentlich taugen diese Satzungsänderungen auch gar nicht als ganz großer Aufreger. Denn in den Statuten steht nichts, was nicht auch vom Parteiengesetz gedeckt wäre. Tatsächlich finden sich ähnliche Passagen in den Satzungen fast aller anderen Parteien.

„Was hat die Entscheidung einer Bundeschiedskommission mit einer Situation in den verschiedensten Landesverbänden gemeinsam? Geltende Regularien der Gesetzgebung sind immer für alle Unterverbände Richtungweisend. Will Linsler für seine Unfähigkeit in Sachen Menschenführung eine Lex Saarland beantragen? Unverträglich sind die Diktatoren denen die Mitglieder schweigsam zu folgen haben. Noch einmal als Wiederholung: Es gibt in diesem Land ein Grundgesetz und ein Gesetz in welchem die Rechte und Pflichten der Parteien geregelt ist.“

SaarBlick: Einer der kritisierten Punkte ist ja das Recht des Landesvorstands. in besonders dringenden und schwer wiegenden Fällen mit Zweidrittel  Mehrheit die Rechte eines Mitglieds bis zu einer endgültigen Entscheidung der Schiedskommission vorerst aufheben zu können.

Rolf Linsler: Absolut nichts Neues. Fast Wort gleiches steht etwa in der Satzung der FDP oder der CDU. Die SPD hat sogar definiert, welches Mitglied gegen die Statuten, die Grundsätze oder die Ordnung der Partei verstößt: ,,Wer das Gebot der innerparteilichen Solidarität außer Acht lässt oder sich einer ehrlosen Handlung schuldig macht” etwa, oder ,,wer beharrlich Beschlüssen des Parteitages oder der Parteiorganisation zuwider handelt”.

„Wer trifft die Entscheidung über dringend und schwerwiegend? Die gleichen Herrschaften welche nur Angst um ihre Bezüge haben?“ Oder der Sonnenkönig allein?

SaarBlick: Ein weiterer Punkt, der auf Kritik gestoßen ist, ist ja die Frage der Vertretung von Mitgliedern bei der Schiedskommission. Sie wollten, dass ein Beistand nicht Mitglied einer anderen Partei sein darf.

Rolf Linsler: Ja, und das muss man auch vor dem Hintergrund sehen, dass bei Verfahren, die zurzeit laufen, Mitglieder ausgerechnet den einschlägig bekannten CDU-Funktionär Hans-Georg Warken zu ihrem Beistand ernannt haben. Dieser Rechtsanwalt war unter anderem ein Mitunterstützer der unsäglichen, anonym finanzierten Anzeigen-Kampagne gegen uns während des Landtagswahlkampfes 2009. Aber die Christdemokraten gehen in ihrer Bundessatzung noch deutlich weiter, dort muss ein Beistand Mitglied der CDU oder CSU sein. Solche Bedingungen würden wir ja gar nicht in unsere Satzung aufnehmen wollen.

„Es gibt in der Rechtssprechung kein wenn und aber. Auch wenn die Vorwürfe gegen den Anwalt berechtigt wären, ist im Grundgesetz der Schutz des Einzelnen garantiert. So ist das Spiel zwischen Parteien, in dem die LINKE besonders kräftig mitmischt. Was für den einen unsäglich erscheint ist für die andere Partei normal. Im nächsten Wahlkampf geht es genau anders herum.“

SaarBlick: Linke aus anderen Landesverbänden haben ihren saarländischen Parteifreunden trotzdem ja vorgeworfen, ,,Stalinismus durch die Hintertür” zu betreiben.

Rolf Linsler: Der Terror Stalins bestand sicher nicht darin, Mitglieder nach mehreren Anhörungen der Schiedskommission aus der Partei ausgeschlossen zu haben. Sondern in Millionen Toten, Arbeitslagern, Bespitzelungen, willkürlichen Verhaftungen, gnadenloser Verfolgung und grausamer Folter. Wer diesen Vergleich zieht, schmäht also nicht nur die saarländische Linke, sondern der verharmlost den Stalinismus. Das darf ein Linker aber wirklich nicht tun. Und eines haben die Kritiker wohl schon wieder vergessen: Dass auch die Schiedskommission der früheren PDS ganz selbstverständlich Mitglieder aus der Partei ausgeschlossen hat, weil sie ,,vorsätzlich gegen das Statut verstoßen und damit der Partei schweren Schaden zugefügt” hatten, wie es in einem Beschluss vom 1. Oktober 2005 heißt.

„Gewalttätige Auseinandersetzungen sind für gewöhnlich ein Ergebnis vorhergehender Drangsalierungen. Da Ideologien zur Blindheit führen, sollte man Beurteilungen Außenstehenden überlassen. Auch stammt die Beurteilung von Politikern aus dem Osten welche nicht aus ihrer Heimat wegliefen um ihre Vergangenheit zu vertuschen. Wenn diese Führungskräfte dann von Stalinisierung sprechen, ist dieses keine Beschimpfung der Partei im Saarland, sondern eine Schmähung für die Führungskräfte, welche nicht über die geistige Souveränität besitzen sich mit Teilen der Basis auf Augenhöhe zu bewegen. Die Führungskräfte brauchen die Stimme der Basis um gewählt zu werden. Die Basis sammelt keine Stimmen!”

IE

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* Blocks Rücktritt !

Erstellt von DL-Redaktion am 19. März 2011

Folgende Meldung erreichte uns am frühen Abend. DL-Red./IE
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Günter Blocks Oberhausen, 19. 03. 2011

Liebe Genossinnen und Genossen,

dieser Schritt fällt mir außerordentlich schwer, aber er ist leider unumgänglich:
Nach knapp 7 Jahren an der Spitze dieses Landesverbandes (seit August 2004 Mitglied der provisorischen Landeskoordination der WASG, anschließend im Landesvorstand der WASG verantwortlich für Satzungsangelegenheiten und innerparteiliche Kommunikation, seit 2007 Landesgeschäftsführer der LINKEN. NRW) erkläre ich hiermit meinen Rücktritt zum 01.04.2011 (Termin der nächsten turnusmäßigen Sitzung des Geschäftsführenden Landesvorstands).

Die Wahrnehmung der Aufgaben eines Landesgeschäftsführers des mittlerweile 3.-größten Landesverbandes der LINKEN ist ehrenamtlich – neben voller Berufstätigkeit – einfach nicht mehr zu leisten.

Eine ganze Serie von Infektionen (gipfelnd in einer Lungenentzündung) zum Jahreswechsel 2010/2011 hat mir dies unmissverständlich deutlich gemacht. Natürlich hätte ich entsprechend der Beschlusslage von Landesparteitag (Leitantrag vom Juli 2010) und Landesvorstand auch in eine hauptamtliche Tätigkeit als Landesgeschäftsführer wechseln können.

Aber ich sage ganz offen: Vor dem Hintergrund meiner finanziellen Verpflichtungen (2 Töchter in Ausbildung sowie Hypothek) kann ich es mir nicht leisten, in eine Tätigkeit zu wechseln, in der ich deutlich weniger verdienen würde als in meinem derzeitigen Job.

Als akute Anlässe kommen hinzu:

Ich würde ohnehin demnächst eine Zeit lang ausfallen, weil ich mich einem mehrwöchigen Klinik-Aufenthalt unterziehen muss. Und danach wartet auf mich eine neue berufliche Aufgabe, die wegen deutlich mehr Abend und Wochenend-Terminen kaum mehr vereinbar wäre mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Landesgeschäftsführer der LINKEN. NRW.

Ich wünsche unserem Landesverband größtmöglichen Erfolg.

Und ich werde mich nach meinem Klinikaufenthalt wieder in größtmöglichem Umfang einbringen, um unsere Partei gemeinsam mit Euch weiter voran zu bringen.

Ich möchte Euch noch einmal danken für das überwältigende Vertrauen, dass Ihr mir beim Landesparteitag im Juli 2010 ausgesprochen habt. Und ich bitte Euch um Euer Verständnis für meinen vorübergehenden Rückzug zu diesem Zeitpunkt.

Mit solidarischen Grüßen
- Günter Blocks -
derzeit noch: Landesgeschäftsführer DIE LINKE. NRW

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* Terminankündigung

Erstellt von UP. am 19. März 2011

Brigitte Vallenthin, Sprecherin der Hartz4-Plattform, sandte uns die folgende Einladung für eine ver.di - Veranstaltung in Duisburg zu.
 

ver.di, Bezirk Duisburg/Niederrhein
lädt ein zur Podiumsdiskussion

„Fair statt prekär“

für gute Arbeits- und Lebensbedingungen

am

Mittwoch, 23. März 2011, 18.00 bis 20.30 Uhr
DGB-Haus, Julius-Birk-Saal, Stapeltoor 17-19, Duisburg

Auf dem Podium:

Dr. Claudia Weinkopf
Institut für Arbeit und Qualifikation, Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin

Brigitte Vallenthin
Sprecherin Hartz4-Plattform,
Autorin des Buches „Ich bin dann mal Hartz IV“

Thomas Keuer
Bezirksgeschäftsführer ver.di Duisburg-Niederrhein

Guntram Schneider
Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW

Weiteres und das Programm auf dem hier “beigelegtem” Flyer (PDF); wer teilnehmen möchte, sollte die Antwortkarte baldmöglichst absenden.
 

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* ABSCHALTEN!

Erstellt von UP. am 19. März 2011

 
…ist zur Zeit die erste Adresse für Aktionen und Mahnwachen eines überregionalen Bündnisses.

Übersichtlich und informativ findet jeder seine Stadt, in der Mahnwachen und andere Aktionen für die Befürwortung der Abschaltung der AtomKraftWerke stattfinden.

Die nächste Mahnwache in Ahlen /W. bspw., dem Sitz von ‘Demokratisch-Links.de‘, findet statt am

21. März 2011 auf dem Marktplatz - 18.00 - 18.30 h

statt.

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* Oskar macht weiter,

Erstellt von DL-Redaktion am 19. März 2011

…nur ohne Amt !

Heute spricht Oskar Lafontaine in einem großem Interview über die Rache an der SPD und seiner neuen Rolle in der LINKEN. Sollte man seinen in diesem Interview geäußerten Ansichten Glauben schenken, sind die Vorgänge, welche die Partei DIE LINKE zur Zeit vor allen Dingen im Westen bewegt, um so unverständlicher.

Besonders auffällig die Verhaltensweisen alter SPD und Gewerkschafts Granden welche sich wie Gutsherren aufführen. Auch ein Lafontaine müsste bemerkt haben das alleine die Führungsperson in einer Partei für Erfolge nicht ausschlaggebend ist. Sobald er aus der Politik verschwunden ist gehen bei den LINKEN im Westen die Lichter aus. Auf Kosten von Manipulationen und der Beugung des Rechtsstaates wird auf Dauer keine Sympathie in der Bevölkerung zu gewinnen sein.

Auch ist es wohl misslungen, alte im Osten innerhalb der Bevölkerung nicht mehr zu verkaufende SED Anhänger, hier im Westen als politische Leuchttürme zu installieren.  Hier nun das ausführliche Interview:

“Ich mache weiter, nur ohne Amt”

Oskar Lafontaine geht über die Saar. Die Alte Brücke verbindet den saarländischen Landtag mit dem St. Johanner Markt. Er grüßt und schüttelt Hände. Man kennt ihn, er war elf Jahre Bürgermeister in Saarbrücken, 13 Jahre SPD-Ministerpräsident. Die Alte Brücke, erzählt Lafontaine, “hat Karl V. gebaut”, in den 70er Jahren gab es Pläne, sie abzureißen. Das habe er damals verhindern können. Der St. Johanner Markt ist seither wieder das Herz Saarbrückens. Das sei nicht sein Werk gewesen, sagt Lafontaine, aber er habe es politisch möglich gemacht. Es klingt stolz.

taz: Herr Lafontaine, wie viel Zeit verbringen Sie hier in Saarbrücken noch mit der Politik?

Oskar Lafontaine: Eigentlich den ganzen Tag. Ich bin ein politischer Mensch.

Sie sind kein Parteichef, kein Fraktionschef in Berlin mehr. Sie sind doch den 18-Stunden-Tag des Spitzenpolitikers los.

Der 18-Stunden-Tag von Politikern ist oft eine Übertreibung. Ich mache meine Arbeit im Landtag und übernehme in der Bundespolitik Termine. Aber freiwillig, da ich keine Funktion auf Bundesebene habe.

Und was machen Sie mit Ihrer neuen Freiheit?

Damit habe ich kein Problem, Sport, spazieren gehen, Fachbücher lesen, auch Belletristik. Genau das Gleiche wollten viele Journalisten schon nach dem Rücktritt 1999 wissen: Was machen Sie denn jetzt? Ich habe mich das nie gefragt, weil ich immer was zu tun hatte.

Quelle: Sonntaz >>>>> weiterlesen

IE

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* Die Klever Kreistags-

Erstellt von DL-Redaktion am 18. März 2011

…Fraktion der Linken läßt beben!

Heute erreichte uns wieder ein Kommentar aus dem Kreis Kleve von unserer Gastkommentatorin Ramona:

Axel Gonder, immer wieder Gonder!

Ist dieses das vorhergesagte “Nachbeben” des A. Gonders ?
Ich berichtete bereits hier vor wenigen Tagen über Axel Gonder (einschl. seinen Getreuen):

Axel Gonder ist derjenige, den viele Linke als politischen Hemmschuh sehen.
Als solches erkannt wurde er auch am 12.03.11 auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung demokratisch abgewählt. In meinem oben erwähnten Artikel habe ich auf ein sog. “Gonder-Nachbeben” hingewiesen, denn Axel Gonder wäre nicht Axel Gonder, wenn da nicht noch eine Reaktion auf seine Abwahl käme.

Nun sind Axel Gonder, sowie sein “Busenfreund” Bernd Nellissen gleichzeitig aber auch die einzigsten Kreistagsmitglieder der Linkspartei. Sie bestimmen, wer von der Partei wann und in welchem Ausschuß als sachkundiger Bürger tätig ist.

Hier ein Auszug aus dem Forum  “Linkes Netzwerk Kleve”:

“Wie ich heute im Rahmen des Kreisschulausschusses erfahren konnte, tut sich Unglaubliches:
Die Herren Gonder und Nellissen betreiben die Entfernung der sachkundigen Bürger Jordi Preußer und Uwe Hüttman aus den Ausschüssen.
Na - das nenne ich “schnelle Rache”, ganz im Gonder-Style…
Pikant ist daran auch noch, dass mit Jordi Preußer ein Mitglied des neuen GF-Vorstandes betroffen ist und mit Uwe Hüttman der einzige und langjährige Lehrer aus unseren Reihen im Schulausschuss gehen soll.

Damit ist die Obstruktions-Schlacht eröffnet! Ende,  Aus,  Nikolaus…

Nun ist der Vorstand gefordert gegenzuhalten, sich nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen und Schaden von der Partei abzuwenden, die hinterfotzigen UnLinken zu entlarven.  Kleingeistige Machtdemonstrationen üben Nellissen und Gonder da aus, ja sogar Machtmißbrauch.

Uwe H. und Jordi P. - zwei Leute, die immer gearbeitet haben, die ihre Ehrenämter ernst nehmen…Lächerlich…

Schau mer mal, was sich diese beiden Herren (Gonder und Nellissen) aus dem Kreistag Kleve noch für Obstruktionen gegen die Partei bzw. einzelne Parteimitglieder einfallen lassen.

Ich nenne den jetzigen Vorgang nicht nur Obstruktion gegen die Partei und/oder “primitive politische Rache” an einzeln, nicht getreue Mitglieder,  sondern ich nenne den Vorgang schlicht und einfach Parteischädigung, indem man z.B. den einzigen, langjährigen Lehrer der Linkspartei am Niederrhein aus dem Schulausschuß entfernt. Es gibt innerhalb der ca. 70 Mitglieder keinen gleichwertigen Ersatz.

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* Die LSK Saar hat nicht..

Erstellt von DL-Redaktion am 18. März 2011

…verstanden!

Hatten wir schon am 13. 03. 2011 mit dem Bericht: “Die LSK Saar hört aber versteht sie auch?“  berechtigte Zweifel angemeldet, erreichte uns heute wie zur  Bestätigung der damaligen Aussage, folgende erneute Stellungnahme zur der am 12. 03. 2011 stattgefundenen mündlichen Verhandlung gegen die Anfechterin der Landtagswahl von 2009, mit der Bitte um Veröffentlichung:

Unter den “Juristen” Maus, Pütz und dem Halb-Juristen Fieg können die KritikerINNEN der Partei DIE LINKE kein faires rechtsstaatliches Verfahren erwarten.

Ein Trauerspiel was die Vorsitzende Cönen von sich gibt… bügelt Begründung für ein Befangenheitsgesuch mit den Worten ab: Dient nicht der Sache. !

Ebenso der “Halbjurist” Fieg, dem RA Warken für das Protokoll alles zwei x sagen musste, in einem Fall sogar drei mal.

Offensichtlich scheint RA Marc Schimmelpfennig gern das Recht zu verdrehen.

Abgelehnte Richter haben sich ab Kenntnis der Ablehnung bis zur Erledigung des Ablehnungsverfahrens jeglicher Tätigkeit zu enthalten.

Sollte ein Richter gegen das Enthaltungsgebot verstoßen, so setzt er damit einen neuen Ablehnungsgrund.

Richter müssen zu Ablehnungsgesuchen eine dienstl. Erklärung abgeben.

Die dienstliche  Äußerung haben die abgelehnten Richter selbst abzugeben. Sie können sich nicht auf Äußerungen anderer Richter beziehen.

Man kann auch nicht Sätze verwenden wie “ich fühle mich nicht befangen”.

Genau das hat aber Fr. Cordes getan.

Ein Verstoß.

Auch die Aussagen der Vorsitzenden Cönen am 12.03.2011 sind geeignet, ein neues Ablehnungsgesuch einzureichen. Das ist nicht rechtsmissbräuchlich.

Bei der Gesamtwürdigung können auch Verfahrensverstöße des abgelehnten Richters im Rahmen eines anderen Prozesses eine Rolle spielen.

Auch Verfahrensverstöße, die im Rahmen eines Verfahrens schon zu  einem wenn auch als unbegründet angesehenem - Ablehnungsgesuch geführt haben, sind in die Gesamtwürdigung einzubeziehen.

Hier ist der “Summationseffekt” zu beachten.

Das ist bei dem Genossen Fieg gegeben.

Für den Betrachter bleibt festzuhalten: Die Vorsitzende Cönen ist mit dem Verfahren überfordert.

Eine Empfehlung an alle, die sich Verfahren ausgesetzt sehen: möglichst viele Prozessbeobachter mitbringen

IE

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* Die Siebenmeilerstiefel

Erstellt von DL-Redaktion am 18. März 2011

Waren wir nicht alle einmal jung und ließen uns von Märchen faszinieren? Wir lasen über “Schneewittchen und die sieben Zwerge” oder auch den “Hans im Glück”. Obgleich heute im gereiften Alter, ist es immer wieder schön und selten auch einmal ein Märchen aus heutiger Zeit zu lesen. Hält uns das Lesen doch geistig fit und  Märchen sind für gewöhnlich mit schönen Erinnerungen aus  glückseligen Kindertagen verbunden?

Auch in dem vorliegenden modernen Märchen lesen wir von einer Königin welche, wie so oft und nicht nur im Märchen eine schlechte bösartige Hexe ist, welche im Neid auf die Schönheit der Jugend zu manch überraschender Entscheidung fähig ist, um noch einmal ein paar Sonnenstrahlen für sich selber einzufangen. Auch über Ihre natürlich devoten Pagen, wir sind ja im Märchen,  gibt es gar viel wunderliches zu berichten.

Die einzige Person welche in dieser Erzählung nachdenklich macht ist das erwähnte  Orakel! Könnte dieses der immer rauchende Schlot aus dem nordischen Hamburg oder der Zerstäuber aus dem Süden sein? Egal, wie auch immer, weitere Gestalten aus Vergangenheit oder Gegenwart bieten sich an. Märchen gaukeln uns ja doch immer nur Illusionen aus vergangenen Zeiten vor und beginnen für gewöhnlich mit dem Satz „Es war einmal“.

Genau dieser letzte Satz lässt mich erschrocken auffahren und nachdenklich werden. Habe ich vielleicht gerade geschlafen und nur geträumt, es gibt überhaupt  keine Märchen und alles ist pure Realität? Ja, ich sehe schon, nun werde ich den ganzen Tag damit beschäftigt sein die sieben Zwerge im wirklichen Leben zu finden.

IE

Das Märchen von der Energiewende.

Es war einmal ein fernes Land, da lebte eine Königin mit ihren beiden treuen Pagen Markus und Mappus. Markus war ein stolzer Prinz aus Bajuwaristan, Mappus ein beratungsresistenter Verkehrsexperte aus Schwabylonien. Der größte Stolz der Königin waren siebzehn sehr große, schneeweiße Eierbecher, die über das ganze Land verteilt waren. In jedem dieser ovalen Gewölbe lebte ein großes Huhn, das goldene Eier legte, und beim stillen Brüten rußfreie Wärme abgab. Die Leute, denen die Hühner gehörten, hätten gern mit dem Eierlegen ewiglich weitergemacht und weil es sich für sie rechnete, gern noch ein paar mehr von den Eierbechern aufgestellt. Hühner gab es genug.

Weil die Eierbecher aus Rigips waren, boten sie die größtmögliche Sicherheit und standen nicht in irgendwelchen kleinen Käffern am Arsch der Welt, die Biblis hießen und auch so aussahen. Die Kommunen, stets auf der Suche nach Touristenattraktionen, prügelten sich darum, ein solches Ei in ihrer Stadtmitte aufstellen zu dürfen. So gab es denn ein Ei am Kölner Dom, eins in Neuschwanstein, eins stand auf der Freifläche, die durch den Abriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs entstanden war.

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* Jahn, Gift für die Stasi

Erstellt von DL-Redaktion am 18. März 2011

In der DDR setzte Roland Jahn der Staatssicherheit Renitenz und Humor entgegen. Vom Westen aus bekämpfte er sie mit Kamera und Mikrofon. Ab Montag ist er der Herr über die Akten des Geheimdienstes. Schon erstaunlich dass er bei seiner Wahl auch 26 Stimmen der LINKEN bekam.

Innerhalb seiner Vorstellungsrede wurde Jahn  bereits sehr deutlich und sprach den Umgang mit seinen zukünftigen Mitarbeitern direkt an: „Die Beschäftigung von ehemaligen Stasimitarbeitern in der Behörde ist unerträglich und ein Schlag ins Gesicht der Opfer“, sagte er. Es gehe um die Glaubwürdigkeit der Behörde, betonte der neue Chef. Diese Glaubwürdigkeit sei die Grundlage für ihre Existenz.

Hier eine etwas ausführlichere  Biografie von dem Mann über den wir in den nächsten Jahren mit Sicherheit einiges zu berichten haben. Der Bericht endet mit einem Hinweis auf ein Lied und ich zitiere”

“Prophetisch hat Rio Reiser 1971 in seinem Scherben-Lied “Alles verändert sich” benannt, was Jahn und sein Wirken erklärt. Darin heißt es: “Es gibt keine Wahrheit / Wenn wir sie nicht suchen / Es gibt keine Freiheit / Wenn wir sie nicht nehmen.” Jahn hat dieses Lied in seiner Stasihaft gesungen.”

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Am Tag der Revolution wurde Roland Jahn geboren. Am 14. Juli, dem Tag, an dem im Jahr 1789 mit der Erstürmung der Bastille die Französische Revolution begann. Sein Geburtsjahr war 1953, das Jahr, in dem in der DDR ein Volksaufstand die SED-Diktatur hinwegzufegen versuchte. Wer den 14. Juli 1953 seinen Geburtstag nennen kann, der muss ein Revolutionär werden, ein Freiheitskämpfer. Oder?

Natürlich nicht. Dennoch begann mit der Geburt Roland Jahns in Jena ein bemerkenswertes Leben und ein Duell besonderen Ranges: Der kleine Jahn wurde zu einem der größten Feinde des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Nun, mit 57 Jahren, wird er sie endgültig beherrschen, zumindest ihre Akten, ihr Erbe. Am Montagabend wird Jahn in sein neues Amt als Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde eingeführt. Es wird eine feierliche Zeremonie im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums Unter den Linden geben. Joachim Gauck, Marianne Birthler - und nun Roland Jahn. Erich Mielkes Gerippe dürfte im Grab rotieren.

Denn Jahn war Mielkes Albtraum. In fast jeder der wöchentlichen Runden mit seinen Generälen erregte sich der Stasichef in den Jahren 1988/89 über “die Person des Jahn”, wie es in der blechernen Sprache des Geheimdienstes hieß. Er schickte seine Leute los. Doch am Ende gewann Jahn. Wie hat Jahn das geschafft?

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IE

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* immer wieder Mappus

Erstellt von UP. am 17. März 2011


Mappus, Mappus!


Mappus der Gau - Mappus der Bahnhof - Mappus der Feldherr von BW - aber nicht mehr lange, aber lange jedoch werden die Schwaben an den Steuergeldverbrenner noch denken.

Jens Berger, der Spiegelfechter, hat die Tatsachen zusammengetragen und resümiert.

Es wird Zeit, dass unfähige Ministerpräsidenten persönlich in die Haftung genommen werden, wenn sie mit Steuergeld zu zocken beginnen. Und vor allem, wenn es absehbar ist, dass sie auf die sprichwörtliche “Schnauze fallen” (werden). Jeder kleine Bürgermeister muss den Offenbarungseid leisten, wenn sich einmal “verzockt” oder mal in die Kasse greift - so geschehen pikanterweise ausgerechnet in Neckarwestheim, dem Standort von Mappus’ mittlerweile abgeschalteten Lieblingsreaktor (der vor zwei Wochen lt. Mappus noch 15plus laufen sollte) - aber Typen wie Mappus wird man hopfen lassen, die Kleinen werden gehenkt!

Störfall Mappus

Die momentan angedachte Kehrtwende in der Atompolitik ist für Stefan Mappus nicht nur ein ideologischer GAU. Unter der Regie von Mappus investiert das Land Baden-Württemberg momentan rund sechs Milliarden Euro in Deutschlands größtes Kernkraftunternehmen – die EnBW. Was bereits ohne Wende in der Atompolitik eine riskante Spekulation mit dem Geld des Steuerzahlers darstellt, erscheint im Lichte der aktuellen Diskussion als gigantisches Fehlmanagement. Die Rechnung wird in jedem Falle der Steuerzahler bezahlen. Schlauerweise hat Mappus jedoch dafür gesorgt, dass das Ausmaß der Verluste erst nach den Landtagswahlen offenbar wird. Von Jens Berger

>>>weiterlesen bei den NDS

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* nochmal E 10

Erstellt von UP. am 17. März 2011

Hat doch der ADAC, dem der Verfasser nun über 30 Jahren angehört, diesen Killersprit unter bestimmten Grundsätzen gutgeheissen.
Sorry - da gehen bei mir sofort die Lichter an, und es steht die Frage im Raum, wieviel von wem der Club mutmasslich für diese Werbung erhält!?

Die Anpreisung dieses AGRO-Sprits, der vom Mainstream der Presse immer noch als BIO-Sprit, also “GUT-Benzin”, ist unter aller Kanone: Ich glaube echt, es hackt!

Was der ADAC zu diesem Zeug ver-zapft, kann hier nachgelesen werden.

Und eine Umfrage hat der Club auch gestartet. Sehr interessant, dass es die Antwort für die Verwendung “Nein, ich bin nicht vom Nutzen für die Umwelt überzeugt.” überhaupt anzuklicken gibt. Noch interessanter ist es, dass diese Antwort die meistgewählte ist. So dumm, wie der Club oder die Politik meinen, sind die Bürger nun doch nicht.

Auf das Nahrungsmittelproblem wir leider überhaupt nicht eingegangen!!!

Natürlich bittet der Verfasser, bei dieser Umfrage mitzumachen, natürlich unter Berücksichtigung der Aspekte der Ökologie und des Hungers in der Welt.

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* Von Saar Marionetten

Erstellt von DL-Redaktion am 17. März 2011

Es ist schon ein besonderes Grüppchen welches sich im Saarland unter dem Namen der Partei die LINKE zusammen geschlossen hat. Die eigentliche Aufgabe der Parteien sollte es laut unserem Gesetzbuch sein, in der Bevölkerung für eine gewisse politische Bildung Sorge zu tragen. Wo bildet hier die Linke?

Heute Morgen erhielten wir von dem durch die LSK entsorgten ehemaligen Mitglied Chris ein doch recht umfangreiches Paket zugesandt. Als erstes fielen uns daraus zwei „Offene Briefe“ ins Auge mit welchen wir uns heute beschäftigen möchte.

Den Briefen und dazugehörigen Unterlagen folgend haben schon im Jahre 2009 die Mitglieder K. und S. erkannt wo der autoritäre Weg der LSK Saarland unter seinem Vorsitzenden Fieg hinführen wird. Aus dem  Rechenschaftsbericht der Landesschiedskommission vom 14.11.2010 geht zum Beispiel hervor das der Beisitzer H. bis zum 14. 05. 2009 in dieser Kommission tätig war. Da dieser aber laut vorliegenden Unterlagen bereits am 11. 10. 2008 die Partei verlassen hatte wurde es ihm ermöglicht sieben lange Monate in dieser Kommission tätig zu sein. Angeblich soll dieser H. zwar erneut in die Partei eingetreten sein, was ihn aber nicht dazu berechtigt erneut der Schiedskommission anzugehören. Dieses Amt wird nur per Wahl vergeben.

So wird es schon zu einer Aufgabe der Bundesschiedskommission werden, zu klären inwieweit Rene H. als Nichtmitglied in der Partei DIE LINKE / Landesschiedskommission unter anderen

Akteneinsicht
Mitwirkungsrecht bei Eröffnen von Verfahren
Mitwirkungsrecht bei Zeugenladungen
Mitwirkungsrecht beim Ablauf von mündlichen Verhandlungen
Recht auf Befragung
Beteiligungsrecht an Beschlussfassungen

gewährt wurde. Aufgrund des Tatbestandes, dass Rene H. seit dem 11 .10. 08 kein Mitglied der Partei DIE- LINKE war, sind alle Verfahren der Schiedskommission wegen Verfahrensfehler für ungültig zu erklären.

Aber das Ganze passt schon zusammen, konnten wir doch gestern erfahren das auch ein Landesvorsitzender Aufgaben dieser Kommission übernommen hat. Wie heißt es doch so schön: Gleich und gleich gesellt sich gern.

So wird Fieg aus der mündlichen Verhandlung vom 08. 01. 09  mit den Worten „Die Bundesschiedsordnung interessiert mich nicht“ zitiert.  Auch an das Abspielen der ehemaligen DDR Hymne vor Beginn von Verhandlungen sei hier noch einmal erinnert.

So hat es in der letzten Zeit eine ganze Reihe von Vorfällen und Entscheidungen der LSK Saar gegeben, die ebenso beunruhigend wie alarmierend sind und dann auch letztendlich vor der Bundesschiedskommission nicht haltbar waren und zu Recht annulliert wurden.

Natürlich neigen autoritäre Parteivorstände dazu, die innerparteiliche Willensbildung dann als hinderlich und überflüssig anzusehen, wenn die Parteibasis nicht zu allem „ja“ und „Amen“ sagt. Es hat sich ja auch erwiesen dass es nicht einfach ist eine große Gruppe zusammen zuhalten. Da braucht es dann schon ein wenig geistige Beweglichkeit und vor allen Dingen psychologisches Geschick dazu. Das ganze ist aber auch mit Arbeit verbunden.

Offenbar meint die Mehrheit im Landesvorstand, dass es auf Formalien wie Satzung, Geschäftsordnung, sorgfältige Dokumentation von Einladungen, Protokollen oder auch einer sauberen Kassenführung gegenüber der Mitgliedschaft nicht ankommt; dass die innerparteiliche Demokratie nur etwas für öffentliche Reden und ansonsten Papier ohne tiefere Bedeutung ist. Da ist es wichtig das es in dieser Gesellschaft doch noch Menschen gibt, für welche eine Freie Meinungsäußerung und Zivilcourage nicht nur leere Worte sind. Wozu die Politik fähig ist wird uns ja jeden Tag aus Berlin vorgeführt.

Hier auch die „Offenen Briefe“:

a.) vom 05. 01. 09

b.) vom 12. 01. 09

IE

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* SALZ lädt nach Kassel

Erstellt von DL-Redaktion am 17. März 2011

Die Bildungsgemeinschaft SALZ lädt zur Konferenz Ökologie und Arbeit ein und schlägt vor, ein Tribunal gegen die Energiemonopolisten vorzubereiten.

Von Samstag, 19. März 2011, bis Sonntag, 20. März 2011 findet wieder eine öffentliche SALZ - Konferenz für ÖKOLOGIE UND ARBEIT im Saal der VHS Kassel, Wilhelmshöher Allee 19 - 21 statt. Zu den Schwerpunkten diskutieren in den Themenblöcken (1)Theoretischer Hintergrund zu einem neuen Verständnis von Arbeit, (2) Arbeitswelten im Wandel, (3) Neue Arbeit? die Referenten Thomas Kuczynski, Ingo Nentwig, Sabine Pfeiffer, Kerstin Jürgens, Gerd Peter, Jürgen Klippert, Klaus Engert, Mag Wompel und Gerhard Klas.

Außerhalb des Konferenzrahmens findet am ersten Abend ab 19:00 Uhr außerdem eine Diskussion über die Schaffung eines Tribunals gegen die Energiemonopolisten in der Gaststätte “Zum Lichtenhainer”, Elfbuchenstr. 34119 Kassel statt und am Sonntag nach der Konferenz für Ökologie und Arbeit im Saal der VHS eine Beschlusskonferenz des Fördervereins Solidarität in Arbeit und Gesellschaft (SOAG), bei der die  zweite Kasseler Erklärung Für eine ökosozialistische Wende von unten! zur Diskussion und Abstimmung steht.

Dazu haben Manuel Kellner, Ingo Nentwig und Peter Schüren (SALZ - Arbeitskreis für Ökologie und Sozialismus) mit Stand 14. März 2011 -  vor dem  Hintergrund der furchtbaren Natur- und Atomkatastrophe in Japan - einen Text mit dem Titel Das Ende des Industriezeitalters vorgelegt:

Das Ende des Industriezeitalters

Japan ist von einer furchtbaren Naturkatastrophe getroffen worden, die unzählige Menschleben gefordert und weite Gebiete im Norden des Landes verwüstet hat. Wir trauern mit allen Opfern und ihren Angehörigen und unsere Solidarität gilt der japanischen Bevölkerung  und ihrem Kampf darum, die Überlebenden zu retten, zu versorgen und in Sicherheit zu bringen. Auch wenn es sich um das schwerste Erdbeben Japans handelt, das je seismologisch gemessen wurde, so sind Naturereignisse dieser Art und dieser Schwere doch in der Geschichte des Landes immer wieder vorgekommen. Heute, im 21. Jahrhundert, kommt aber eine von Menschen gemachte und von Menschen zu verantwortende Katastrophe hinzu, die von Menschen nicht mehr beherrscht werden kann, die Havarie des Kernkraftwerks in der Präfektur Fukushima.

Die atomare Katastrophe in Japan unterstreicht das Anliegen unserer Kasseler Erklärung Für eine ökosozialistische Wende von unten!  in dramatischer Weise. Über die furchtbare Tragödie für die Bevölkerung  Japans hinaus ist klar, dass die Belastung durch atomare Strahlung für alle Menschen und alles Lebendige auf Erden in unabsehbarem Maße und mit unabsehbaren Folgen weiter ansteigt.

Ein bekanntes deutsches Montagsmagazin reagierte auf die Havarie der Meiler in Fukushima mit dem Titel „Das Ende des Atomzeitalters“. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer „Zäsur in der Geschichte der technisierten Welt“. Wir stellen fest: Nach Harrisburg und Tschernobyl steht Fukushima für das Ende jener Art zu produzieren, zu arbeiten und zu leben, die mit der Industrialisierung Europas, Nordamerikas und Japans die Arbeitsproduktivität spektakulär nach oben hat schnellen lassen und zugleich mit Extraktivismus, Gigantismus und Machbarkeitswahn ein ungeheures Zerstörungspotenzial aufgehäuft hat, von dem der atomare Wahnsinn nur die Spitze des Eisbergs ist.

Hunderttausende gehen in Deutschland wieder auf die Straße und fordern das sofortige Abschalten der Atomkraftwerke und das rasche Umsteuern auf hundert Prozent erneuerbare Energien. Die Atomkraftbetreiber und deren politische Erfüllungsgehilfen wanken. Jedes Kind weiß, dass die atomare Energieproduktion nicht beherrschbar ist, dass furchtbare Unfälle niemals ausgeschlossen werden können, dass die Endlagerung des Atommülls ein unlösbares Problem zu Lasten der kommenden Generationen ist. Die Einsicht wächst, dass dem kriminellen Atomfilz endlich und endgültig das Handwerk gelegt werden muss.

Aber auch der Energiebedarf selbst muss radikal gesenkt werden. Dafür brauchen wir eine völlig andere Gestaltung der Raums und des Alltagslebens, ein Ende der neoliberalen urbanen Hektik, ein Ende der Konkurrenz als Triebkraft menschlichen Handelns, ein Ende der Betäubung durch immer mehr und immer absurdere Surrogate für Kreativität, Kommunikation, Zuwendung und Selbstbesinnung. Das Leben muss entschleunigt und einschneidend mehr freie Zeit für alle geschaffen werden. Diese freie Zeit wird schließlich die produktive Zeit sein – produktiv im menschlichen Sinne, so wie heute künstlerische oder gärtnerische Arbeit produktiv sein kann, die Zuwendung zu hilfsbedürftigen Menschen, die Selbstvergessenheit im Spiel und in der Liebe.

Das Schicksal Tokios hängt nach Darstellung der Medien jetzt von den Zufällen der Windrichtung ab. 35 Millionen Menschen leben dort. Der Lebensstandard hängt seinerseits von Produktionen ab, die nicht zukunftsfähig sind und nicht zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, sondern zur Verkümmerung menschlicher Anlagen dienen: Autos, Unterhaltungselektronik, weitere Eskalationen der Informationstechnologie. In Japan beobachten wir heute den Anfang vom Ende des Industriezeitalters. Damit öffnet sich ein Weg, dem die Welt folgen wird, oder sie wird in absehbarer Zeit für Menschen nicht mehr wohnlich sein.  In der Übergangszeit wird es einer schrumpfenden Minderheit von Reichen und Privilegierten noch möglich sein, in ihren Penthouses und Luxusghettos auf dem Vulkan zu tanzen – aber auch das ist ein Auslaufmodell.

Wir kämpfen für eine menschenwürdige und zukunftsfähige Welt. Wir wissen um die Glaubwürdigkeitskrise der sozialistischen Idee, weil bisher noch nirgends eine radikal andere Entwicklungslogik nachhaltig in Gang gesetzt worden ist. Wir wissen, dass eine Alternative nur global sein kann. So wenig atomare Strahlen durch Landesgrenzen aufgehalten werden, so wenig die Bevölkerung der armen Länder vor dem Zerstörungswerk geschützt ist, das in den reichen Industrieländern angerichtet wird, so wenig kann die Frage, was und in welcher Weise in großem Maßstab produziert wird als lokale Frage oder innere Angelegenheit eines Landes angesehen werden.

Wir wissen aber auch, wer heutzutage die Macht und das Sagen hat. Das sind eine kleine Gruppe von Großkonzernen und Großbanken und die hinter ihnen stehenden Kapitalgruppen, denen es ausschließlich um die Profitmaximierung geht. Ihnen muss die Kontrolle über die Entscheidungen entrissen werden, die für die Gesellschaft Lebens- und Überlebensfragen sind. Deshalb denken wir ökologisch und sozialistisch: Die Macht des Kapitals muss gebrochen werden. Die Eigentumsfrage muss neu gestellt werden, angefangen mit der Vergesellschaftung der Energiewirtschaft, der privaten großen Geschäftsbanken und Versicherungskonzerne. Dezentralisierung, demokratische Kontrolle, demokratische Selbstverwaltung, radikale Arbeitszeitverkürzung, und für alles, was übergreifend entschieden werden muss: umfassende Teilhabe aller an den richtungsweisenden Entscheidungen – das sind notwendige Bedingungen für die ökosozialistische Demokratie, ohne die es keine menschenwürdige Zukunft mehr geben kann.

Manuel Kellner, Ingo Nentwig, Peter Schüren (14. März 2011, 15 Uhr)

Die Tagesordnung zur SALZ - Konferenz Ökologie und Arbeit sowie die Erklärung für eine ökosozialisrtische Wende von unten! befinden sich les- und ausdruckbar auf der Webseite der Bildungsgemeinschaft Soziales, Arbeit, Leben & Zukunft (SALZ) e.V.
www.bildungsgemeinschaft-salz.de

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Konferenz am kommenden Wochenende wünsche ich eine gute Anreise.

Für die Teilnahme und/oder Werbung für unserer Konferenz herzlichen Dank!

Mit solidarischen und freundlichen Grüßen

Peter Schüren
Bildungsgemeinschaft SALZ e.V.
Oberonstr. 21
59067 Hamm
Tel. 02381 / 3733497
Mobil 0174. 2082818 (während der Konferenz erreichbar)

Fax 02381 / 3733498

eMail: salzkreis@yahoo.de

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* Von Atomen+Demokratie

Erstellt von Bernd Wittich am 17. März 2011

Die Atomfrage ist eine Demokratiefrage

Muss DIE LINKE wissen wie der “Sofortausstieg” gehen kann?

Dafür haben doch die Regierenden Experten, denen muss man nur den “richtigen” Autrag stellen und Ressourcen geben!? Neben der politischen Einflußnahme auf den konkreten „Prüfungsauftrag“ sollte aber auch DIE LINKE hierzu ExpertInnen als UnterstützerInnen ihrer Ausstiegspolitik gewinnen.

Letztlich lautet aber die Hauptaufgabe linker Politik gesellschaftliche Mehrheiten für den Atomausstieg zu gewinnen. Es ist eine politische Frage, ob Alternativen in den Blick genommen werden und dafür die gesellschaftlichen Ressourcen mobilisiert werden. Tanja Krauth, die Spitzenkandidatin der Partei DIE LINKE im Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz, hat in einer SWR-Sendung einige Sekunden auf die Nachfrage, wie denn der sofortige Atomausstieg gehen soll, geschwiegen. Der SWR hat sinniger Weise die “Schweigesekunden” gezählt. Heute haben diese gezählten Sekunden eine andere symbolische Bedeutung.

Alternativen brauchen Nachdenkzeit, demokratische Zeit.

Es braucht die Einsicht, die Gesellschaft braucht eine demokratisch gestaltete Pause zum Nachdenken über Energie- und Gesellschaftspolitik. Auf diesen demokratischen Aspekt sollte sich die Partei DIE LINKE konzentrieren. Die Atompolitik ist primär keine Frage der Technologiepolitik, sie ist vielfältig verwoben mit der gesamten Gesellschaftspolitik.

Der Verweis der “Prüfung” allein an die Regierenden, ihre ExpertInnen und die Atomwirtschaft ist nicht akzeptabel.

DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik.

Das wäre auch der demokratische Auftrag der Medien im Lande. JournalistInnen müssen von uns als Verbündete gewonnen werden. Das Gebot der “Neutralität” der Medien ist eine Mär, der Beliebigkeitspluralismus Ausdruck von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Machtpolitik.

Die “Lösung” der Bankenkrise oder die jetzige Atomentscheidung der Bundesregierung zeigt zumindest, es gibt immer “Alternativen”! Jedoch letztlich nur, wenn wir als BürgerInnen Wege finden, eine andere Politik zu erzwingen. (Womit ich nicht sage, das beide “Krisenantworten” BürgerInneninteressen hinreichend aufnehmen.)

Zur Atompolitik gibt es zwei gesellschaftspolitische Grundprobleme zu beachten:

1. Der Weltkapitalismus ist Produkt fossiler Energien, dieses Zeitalter endet. Wir haben nur eine Chance, die solare Energiewende, lokale Wirtschaftssysteme, veränderten Konsum und Lebensweisen, letztlich eine andere Weltökonomie. Freilich ist klar, es gibt kein “Gesetz”, dass die Menschheit diesen Weg auch findet. Weil die Wandlungszwänge die Grundlagen kapitalistischer Produktionsweise und Profitproduktion berühren, ist die Atomkraft die einzige “Chance” den Kapitalismus, wie wir ihn bisher kennen, weiter zu forcieren, deshalb halten die Herrschenden auch daran fest.

2. Atom- und Energiepolitik sind, neben der Anwendung der Genforschung, Gebiete, die hochkomplex sind und fachliche Kompetenzen, aber auch das Vertrauen in diese herausfordern, ja auf die Probe stellen. Demokratische Beteiligung erfordert und schafft Urteilsfähigkeit und angemessene Handlungsfähigkeit, also Kompetenzen.

Innerparteiliches

Um Demokratisierungsprozesse in der Gesellschaft voranzutreiben, muss die Partei DIE LINKE dafür die eigenen Potenziale entfalten. Was heißt das?

1. DIE LINKE muss ihre Politiker in den Parlamenten und Kommunen in einen ständigen demokratischen Diskurs innerhalb der Partei einbetten.

* Es genügt nicht, Vorträge zu halten und Podien durchzuführen. Die Veranstaltungen der Akteure der Partei müssen ein Höchstmaß von Dialog und Beteiligungsorientierung für die Mitglieder und die BürgerInnen ermöglichen.
* Um dies zu erreichen muss die Nachhaltigkeit des politischen Handelns ein zentraler Maßstab werden. Das heißt: Initiativen, Arbeitsprozesse und Zusammenschlüsse werden initiiert, aufgegriffen und gefördert.
* Um dies zu erreichen müssen die eigenen Medien qualitativ und quantitativ entwickelt werden, muss mit Bürgermedien systematisch kooperiert werden, müssen alle linken Medien gestärkt werden und partnerschaftliche Beziehungen zu JournalistInnen offensiv entwickelt werden.
* Die Partei braucht demokratische Formen des „Wissensmanagement“ auf Basis der Tools des Web 2.0
* Die Partei und ihre MandatsträgerInnen müssen ihre Politiken mit der Mitgestaltung, dem Protest und dem Widerstand der BürgerInnen organisch verbinden.
* Die Partei und ihre MandatsträgerInnen müssen die Partei als lernende Organisation gestalten. Dazu müssen sie selbst an ihrer Lernfähigkeit, ihrer Offenheit permanent arbeiten.

2. DIE LINKE muss eigene Kompetenzzentren für verschiedene Politikbereiche entwickeln oder ausbauen bzw. für deren stärkere Wahrnehmung im „Politikbetrieb“ sorgen. Politik muss der Komplexität der zu bearbeitenden Probleme durch ein angemessenes innerparteiliches und bündnispolitisches „Management“ Rechnung tragen. Demokratie braucht kompetente PolitikerInnen und kompetente BürgerInnen, um verantwortbare Entscheidungen zu treffen.

* Es genügt nicht, wenn sich die Fachpolitiken wesentlich auf die Mitarbeiterinnen der Abgeordneten stützen.
* Die LAG´s, in Kooperation mit den BAG´s müssen sich zu Kompetenzzentren entwickeln. Dafür ist es erforderlich konkrete und verbindliche „Verantwortungsrollen“ zu entwickeln. Die LAG´s müssen weit offen sein für gesellschaftliche Akteure und deren ExperteInnenwissen. (Anti-Atom, Antifa, amnesty, attac, BI, Demokratiebündnisse, Friedensbewegung, Greenpeace,
Sozialbewegungen) usw.
* DIE LINKE muss für bündnispolitische Kooperationen mit Akteuren und Gremien der Partei DIE GRÜNEN/Bündnis 90, der SPD und der Piratenpartei offen sein.
* Kompetenzzentren müssen die Mandatsträger, aber auch Kampagnenakteure kollektiv beraten und diese Beratung muss aktiv nachgefragt werden.
* Kompetenzzentren müssen die Bildungsbereitschaft durch Bildungswerbung und angemessene Bildungsangebote bei den Parteimitgliedern stärken. Es gilt der Grundsatz: Keine linke Politik / Politiker ohne nachweisbare Kompetenz
* Mitgliederwerbung und Mitgliederbetreuung müssen an die beruflichen und sonstigen fachlichen Kompetenzen, an die sozialen Kompetenzen der Mitglieder gezielt und planmäßig anknüpfen. Für DIE LINKE in RLP muss darauf verwiesen werden, dass in der Partei ein Machtkampf gegen kompetente Mitglieder und Verbündete geführt wird, die wir häufig dadurch verloren haben.

Einige Beispiel für solche Vertreibungen von Mitbewerbern: ein Biologe, heute in einem Entwicklungsland für die Regierung tätig; ein Verkehrspolitiker, auf dem Rückzug aus der Parteiarbeit; ein Erzieher, heute in Norwegen als pädagogischer Leiter tätig; ein Afrikawissenschaftler, heute für Rosalux in Afrika; ein Professor der Medizin, heute in Distanz zur Partei; ein promovierter Psychologe, heute in massiven Kräftezehrenden Auseinandersetzungen mit seinem Kreisverband, ein promovierter Physiker, heute im Rückzug ins Private, ein promovierter Pädagoge, heute ins Private zurückgezogen; Kultur-, Medien- und Sprachwissenschaftler, die inzwischen ausgetreten sind oder isoliert wurden, politisch erfahrene und engagierte Linke, ausgeschlossen oder weggemobbt; ein Bündnis von Kräften des Gesundheitswesens wurde verhindert, um die Kreise von MdB Senger-Schäfer nicht zu stören; die antifaschistische Arbeit wird geschwächt, weil nur mit Gefolgsleuten der eigenen politischen Clique kooperiert wird; ein in leitender Stellung für die Hartz IV-Beratung tätiger Sozialarbeiter, Rückzug in die berufliche Tätigkeit; eine Sozialaktivistin, Austritt aus der Partei und ein bundesweit bekannter promovierter Theologe und Friedenskämpfer, heute in Distanz zur ParteiDiese Aufzählung ist höchst unvollständig. Die Mitgliederentwicklung stagniert qualitativ und quantitativ.

Hinzu kämen noch jene Menschen, die mit linken Ideen oder Politikzielen sympathisieren, sich aber vom sozial-autoritären Charakter unserer Partei abgestoßen fühlen. In unserer Landespartei wird durch die beiden Vorsitzenden die Intransparenz und ein politisches Ignorantentum gegen alle gepflegt, die die eigenen, die persönlichen Machtkalküle stören könnten. In unserer Partei herrschen heute noch rüde, primitive Umgangsformen, Respektlosigkeit, Egoismus und Ellenbogenmentalitäten vor.

Die Partei DIE LINKE, auch auf Landesebene, benötigt eine systematische Personalentwicklungspolitik. Willkürliche oder zufällige Ämterbesetzungen, die „Beförderung“ von willigen aber mittelmäßigen Opportunisten und Karrieristen gehört zu den Krebsgeschwüren in der Partei.

3. DIE LINKE muss innerparteilich ihre Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen inhaltlich und personell für die Mitgliedschaft und die Öffentlichkeit transparent gestalten.

DIE LINKE in Rheinland-Pfalz muss jedoch ihre massive Glaubhaftigkeitslücke überwinden. Das ist vor allem eine Aufgabe an ihre innerparteiliche Entwicklung. DIE LINKE plakatiert im Landtagswahlkampf gegen die “Arroganz der Macht”. Aber in ihrer eigenen Organisationspolitik sind Wolfgang Ferner, Elke Theisinger-Hinkel, Otto Schäfer, Katrin Senger-Schäfer, Alexander-Ulrich, Wilhelm Vollmann, James Hermann, Katrin Werner u.a. Träger einer innerparteilichen Arroganz der Macht.

Das ist keine Basis für demokratische Prozesse in Partei und Gesellschaft.

Bernd Wittich DIE LINKE, Ludwigshafen, 16. März 2011

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* Bundeshaushalt 2012

Erstellt von DL-Redaktion am 17. März 2011

Heute erhielten wir eine öffentliche Erklärung des MdB Michael Leutert welcher der Meinung ist, dass die Vorgesehenen Kürzungen bei Projekten gegen Rechts ein falsches Signal sind.

Zu den Haushaltseckwerten des Bundes für 2012

“Die nach den heute vorgestellten Haushaltseckwerten des Bundes vorgesehene Kürzung der Mittel für Projekte gegen Rechts sind ein völlig falsches Signal”, so Michael Leutert, Sprecher der Landesgruppe Sachsen der LINKEN im Bundestag. “Gerade Sachsen zeigt, unter welch schwierigen Bedingungen die Initiativen gegen Rechts bereits jetzt ihre wichtige Arbeit für die Stärkung von Toleranz und Demokratie leisten müssen.”

Leutert weiter: “Die Meldung, dass das Bundesfamilienministerium selbst vorgeschlagen hat, ihr Programm um drei Millionen zu kürzen, steht in einer Reihe mit der diskriminierenden Gesinnungsprüfung für Projekte gegen Rechts durch die sogenannte ‘Extremismusklausel”. Der Stellenwert, den Ministerin Schröder dem Kampf gegen Rechts einräumt, scheint sehr niedrig zu sein. Es steht zu befürchten, dass der Hinweis von Seiten der CDU im Familienausschuss, es handele sich bei den Bundesprogrammen nur um eine Anschubfinanzierung, als ein Einstieg in den Ausstieg der Bundesförderung aufgefasst werden kann.

Das Beispiel Sachsens zeigt, dass angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Verankerung der neuen Nazis und der weiterhin hohen Zahl rechter Gewalttaten von Entwarnung keine Rede sein kann. Die Mittel für Projekte gegen Rechts dürfen nicht gekürzt, sondern müssen erhöht werden.”

IE

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* FLUGVERBOT! JETZT!

Erstellt von UP. am 16. März 2011

Liebe Freundinnen und Freunde,

Die Arabische Liga hat dem UN-Sicherheitsrat eine Resolution zu einem Flugverbot über Libyen vorgelegt. Nun brauchen wir einen weltweiten Aufschrei, damit das Flugverbot verabschiedet wird. Senden Sie eine Dringlichkeits-Nachricht an den UN-Sicherheitsrat und schützen Sie das libysche Volk:

Die Arabische Liga hat beim UN-Sicherheitsrat formell eine Resolution vorgelegt, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten. Nach Wochen des internationalen Blockierens, kommt jetzt der Moment der Wahrheit – und wenn wir die Vereinten Nationen jetzt nicht zum Handeln bewegen können, dann dürfte sich in Libyen eines der schlimmsten Blutbäder unseres jungen Jahrhunderts ereignen.

Gaddafis Truppen zerschlagen die Rebellion Stadt um Stadt. Wenn sie das Land wieder zurückerobern, erwartet die Libyer, die das Regime herausgefordert haben, blutige Vergeltung. Schon jetzt gibt es zahlreiche Berichte über Folter und Tod in den zurück eroberten Gebieten.

Die Libyer fragen, ob die Welt sie aufgegeben hat. Die Avaaz-Gemeinschaft ist der Gewaltlosigkeit zutiefst verpflichtet, aber das Durchsetzen einer Flugverbotszone, damit Gaddafis Kampfhubschrauber am Boden bleiben, ist einer jener Fälle, bei der eine UN-gestützte Militäraktion unumgänglich scheint. Umfragen in unserer Gemeinschaft haben ergeben, dass 86% von uns eine Flugverbotszone unterstützen. Jetzt, wo die entscheidende Abstimmung der UN bevorsteht, ist es Zeit für den größten Aufschrei, den wir erheben können.

Wir haben gejubelt, als die Menschen in Libyen aufgestanden sind, und nun, in ihrer dunkelsten Stunde können wir – dürfen wir – ihren Hilferuf nicht ignorieren. Selbst wenn Sie es schon einmal getan haben, klicken Sie den folgenden Link und senden Sie jetzt eine Nachricht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen:

http://www.avaaz.org/de/libya_no_fly_zone_3/?vl

Die Vereinten Nationen sind gespalten, doch die Meinungen ändern sich schnell – China, Russland und Deutschland argumentieren dagegen, die Arabische Liga, die Organisation der Islamische Konferenz, Großbritannien und Frankreich sind dafür, die USA und Indien sind unentschlossen. Dies ist keine Ost-West-Debatte alten Stils, noch ist es, wie einige befürchten, ein Öl-Grapsch-Komplott. Libyens Provisorische Rat, den Frankreich als Libyens legitime Regierung anerkennt, bittet verzweifelt um eine Flugverbotszone und internationale Unterstützung. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, wächst die Gefahr, dass jede Hilfe zu spät kommt.

Eine Flugverbotszone allein ist keine Wunderwaffe – es müsste von noch strengeren gezielten Sanktionen begleitet sein, dem Einfrieren von Vermögen, der Störung von Gaddafis zu Gewalt anstiftenden Sendungen. Außerdem müssten weitere Länder Libyens Provisorischen Rat noch stärker diplomatisch anerkennen. Doch selbst mit all diesem würde es unter Umständen noch nicht genügen. Doch all jene, die gegen ein massives Handeln sind, müssen sich, wo Zehntausende Leben auf dem Spiel stehen, fragen, ob sie bereit sind, zur Untätigkeit aufzurufen.

Völkerrecht und UN-Sicherheitsrat sagen klar, dass, wenn massenhaft Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt werden, die internationale Gemeinschaft die Verpflichtung hat, die Menschen vor diesen Verbrechen zu schützen, selbst wenn der Angreifer ihre eigene Regierung ist. Obwohl wir das volle Ausmaß von Gaddafis Verbrechen noch nicht kennen, dürfen wir nicht wegschauen. Klicken Sie auf den folgenden Link, um eine Dringlichkeits-Nachricht an die Delegierten des UN-Sicherheitsrat zu schicken:

http://www.avaaz.org/de/libya_no_fly_zone_3/?vl

Im besten Fall reagiert Gaddafi auf die UN-Resolution über ein Flugverbot und stellt seine Luftangriffe ein. Tut er dies nicht, würde das Durchsetzen eines Flugverbots Militärschläge gegen seine Kämpfer erfordern, und möglicherweise Luftangriffe auf Gaddafis Flugabwehr-Raketensystem. Es besteht die Gefahr, dass eine Flugverbotszone zu verstärktem internationalen militärischen Engagement in Libyen führen könnte.

Während die Welt (und Avaaz) in starken Maße gegen George W. Bush’s Irakkrieg war, und wir uns an zahlreichen Orten für friedliche Lösungen eingesetzt haben, dies ist nicht Irak. Wenn wir nicht bald handeln, könnte Libyen eher wie Darfur aussehen, mit massiven Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verübt gegen ganze Gemeinschaften von Menschen. Das Gaddafi-Regime kann auf eine lange Geschichte von Folter, Massaker an seinem eigenen Volk und Unterstützung des internationalen Terrorismus zurückblicken. Und das libysche Volk ist vereint gegen Gaddafis Truppen – selbst seine eigene Sippschaft und seine Heimatstadt haben sich von seinem Handeln distanziert.

Die Situation in Libyen – und die Reaktion der Welt darauf – ist komplex, mit vielen verschiedenen Handelnden und Absichten, und die Zukunft eines Libyens nach Gaddafi bleibt unklar. Obwohl diese Komplexität uns diktiert, bei unserem Handeln Vorsicht walten zu lassen – zum Wohle von Zehntausenden libyschen Menschen können, und dürfen, wir nicht untätig bleiben. Treffen wir die bestmögliche Wahl und handeln – jetzt.

Voller Hoffnung,

Stephanie, Ricken, Ben, Alice, Graziela, Benjamin, Rewan, Pascal und das ganze Avaaz-Team

Quellen:

Ghadhafi nutz diplomatisches Tauziehen für Luftangriffe, SF DRS
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/international/250652.ghadhafi-nutz-diplomatisches-tauziehen-fuer-luftangriffe.html

Gaddafi-Truppen fliegen erneut Luftangriffe im Osten Libyens, Reuters
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE72E0AO20110315

Libyens Regime will nach Benghasi vorrücken, NZZ
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/libyen_kaempfe_1.9914523.html

Libyen-Resolution soll Blutvergießen stoppen, Deutsche Welle
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14913396,00.html

Libyen rüstet sich für Entscheidungsschlacht, Reuters
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE72F06320110316

Arabische Liga verlangt Flugverbot über Libyen, Spiegel
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750582,00.html


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* Saar Linsler übernimmt…

Erstellt von DL-Redaktion am 16. März 2011

…auch die Aufgaben der Landes-Schiedskommission

Der unten veröffentlichte Brief der Landesgeschäftsstelle Saarland wurde uns heute mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt. Laut Aussage von mehreren Informanten sollen gleichlautende oder ähnliche Schreiben auch an andere Genossinnen und Genossen versandt worden sein.

Aus diesem Schreiben wird ersichtlich, dass der Landesvorsitzende Linsler auch die Rolle der Schiedskommission übernommen hat. Nach dem Motto “Alles aus einer Hand” weist dieses Schreiben auf die enge Verbindung hin. In der Manier eines Ortsbauernführers degradiert er die Aufgaben einer Schiedskommission zu einer Farce. Dass diese Anhörung durch eine Form der Amtsanmaßung erzwungen wurde, welche dann auch noch in den Fraktionsräumen des Landtages durchgeführt wurde, weist hier eindeutig auf die vorhandenen Mängel an demokratischem Verständnis hin.

Auch sollte irgendeiner aus der Partei diesen Landesfürsten einmal darauf hinweisen, dass es zwar in den Gewerkschaften Kollegen gibt, diese aber in einer sozialistischen Partei als Genossen bezeichnet werden.

Lassen wir uns überraschen, wie lange sich die Parteiführung in Berlin noch von so einem Gernegroß vorführen lässt.

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DIE LiNKE.

LANDESVERBAND SAAR

DIE LiNKE. Landesverband Saar • Dudweiler StaBe 51 - 66111 Saarbrücken

Rolf Linsler
Landesvorsitzender
Dudweiler Straße 51
66111 Saarbrücken

Telefon 0681/51776

Telefax 06 81/51 79 7

info@dielinke-saar.de
www.dielinke-saar.de

Sparkasse Saarbrücken

Herrn
Dxxxxxx Hxxxxxx
xxxxxxxxxx xx
xxxxx Merzig

Saarbrücken, den 22.Juni 2010

Anhörung betreffend Ausschluss von der Ausübung der Mitgliedsrechte

Lieber Kollege D. H.,

durch Deine wiederholten Anfechtungen von parteiinternen Vorgängen und Deine Äußerungen in der Öffentlichkeit sowie Deinem Verhalten gegenüber den Medien hast Du der Partei erheblichen politischen Schaden zugefügt.

Du hast wiederholt erheblich gegen die Ordnung unserer Partei verstoßen, indem Du Entscheidungen nicht nur angefochten, sondern mithilfe eines Anwaltes, der bekanntlich der politischen Gegenseite nahe steht, Deine Interessen durchzusetzen versucht hast. Daneben hast Du wiederholt und ohne begründeten Anlass die staatlichen Strafverfolgungsbehörden (erfolglos) in Anspruch genommen, um andere Parteimitglieder anzuklagen.

Dein Verhalten hat einen Glaubwürdigkeits- und Ansehensverlust sowie sinkende Wahlchancen der Partei zur Folge. Aus diesen Gründen wurde auch ein Parteiausschlussverfahrcn gegen Dich eingeleitet, das mit Beschluss der Schiedskommission des Landesverbandes Saar vom 10. Januar 2010 positiv beschieden wurde.

Du setzt Dein parteischädigendes Verhalten offensichtlich auch weiterhin fort, denn erst kürzlich hast Du erneut unter medienwirksamer Begleitung Vorwürfe gegen eine Genossin erhoben und die Strafverfolgungsbehörden in dieser Sache bemüht. Dies lässt befürchten, dass Du der Partei unter Ausnutzung Deiner Mitgliedsrechte auch gegenwärtig und in Zukunft erheblichen Schaden zufügen wirst.

Um diesen Schaden abzuwenden, beabsichtigt der Landesvorstand Dich von der Ausübung Deiner Mitgliedsrechte bis zur endgültigen Entscheidung der Bundessschiedskonmrission gemäß § 10 Abs. 5 Satz 3 Parteiengesetz auszuschließen.

Der Landesvorstand gibt Dir aber vorher Gelegenheit, Dich zu den Vorwürfen zu äußern und mündlich Stellung zu nehmen an dem folgenden Termin:

29.06.2010, 12:3o Uhr, im Sitzungsraum IV der Fraktion DIE LINKE im Fraktionsgebäude des Landtages des Saarlandes, Franz-Josef-Röder-Straße 7, 66119 Saarbrücken.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Linsler

IE

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* NRW Sozis linken wieder?

Erstellt von DL-Redaktion am 16. März 2011

„Links wirkt, links will noch mehr“, unter dieser Überschrift lesen wir zur Zeit innerhalb eines Artikel auf der Internetseite der Sozialistischen Linke unter Punkt 5:) folgendes:

„Wir unterstützen den Vorschlag, bei einer etwaigen Neuwahl unsere „Elf“ in derselben Zusammensetzung wieder ins Rennen zu schicken. Einen ausgedehnten innerparteilichen Wahlkampf können wir uns angesichts der engen Fristen von der Auflösung des Landtages bis zur Neuwahl definitiv nicht leisten!“

Beim Lesen solcher Vorschläge wäre es doch schon  Interessant zu erfahren wer denn solcherart Ideen unterbreitet hat? Eine Antwort aber wird es darauf nicht geben. In diesem Zusammenhang blenden wir einfach zurück auf den  Landesparteitag welcher  am 10. und 11. Juli 2010 in Leverkusen stattfand. Dort tauchte unter der Antragsnummer 15.3 Unterseite 29 der PDF Datei, der sehr bemerkenswerte Antrag des Landesgeschäftsführer der NRW Linken Günter Blocks auf!

Dieser fordert in seinem Antrag, das für den Fall von NRW-Neuwahlen, die zuletzt gewählten 11 Mandatsträger aus organisatorischen Grünen wieder auf ihren Listenplätzen zu bestätigen seien. Man solle einfach die alte Liste vor der letzten NRW-Wahl bestätigen. Hier seine Erklärung im Wortlaut:

“SPD und Grüne hatten es offenbar von Anfang an darauf angelegt, Neuwahlen in NRW zu erzwingen. Alle Verhandlungen mit anderen Parteien waren offensichtlich auf Scheitern angelegt, um so den anderen den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben und den 1002 Vorwand für Neuwahlen gezielt herbeizuführen. Im Falle der Auflösung des Landtages müsste die Neuwahl innerhalb von 60 Tagen durchgeführt werden. Wenn wir in einer solch kurzen Phase in der Lage sein wollen, einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen und den Wiedereinzug in den Landtag abzusichern, dann müssen alle unsere Kräfte von Anfang an auf den gemeinsamen Erfolg ausgerichtet werden.
Ein neuerlicher innerparteilicher Wahlkampf um die aussichtsreichsten Listenplätze würde hingegen Kräfte binden, die uns in dieser Auseinandersetzung fehlen würden, wenn wieder alle anderen Landtagsparteien unisono verkünden, dass sie uns aus dem Landtag heraushalten wollen.
Nur mit großer Geschlossenheit können wir erfolgreich eine solche Auseinandersetzung bestehen und damit sicherstellen, dass die Lohnabhängigen und sozial Ausgegrenzten über eine Stimme im NRW-Landesparlament verfügen.“

Es ist schon Auffällig wenn ausgerechnet eine Linke Partei bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach Mitteln und Wegen sucht, die von ihr selbst immer wieder  betonte an der Basis orientierte, pluralistisch demokratischen Grundsätze auszuhebeln. Grundsätze welche in einer jeden anderen Deutschen Partei zum normalen demokratischen Tagesgeschäft gehören. Ein Herr Blocks scheint mit dem Begriff der Demokratie nicht viel anfangen zu können wie er es immer wieder erneut unter Beweis stellt.

Noch am 22.05.2010  forderte der Landesgeschäftsführer seinen Verband zu mehr Demokratie auf was sich durch den Antrag auf den Landesparteitag als reine Augenwischerei herausstellte. Auch in anderen Situationen war von diesem Strategen außer seinen in schönsten Regelmäßigkeiten durchgeführten Manipulationen und ein auffällig Dümmliches Verhalten nichts zu sehen.

Das die Sozialistische Linke keine neu gewählten Mandatsträger für den Düsseldorfer Landtag wünscht, ist aus ihrer Sicht zu verstehen. Mit demokratischen Umgangsformen taten sich viele Trickser  dieser  vielfach aus  SPD und den Gewerkschaften entstammten Strömungmitglieder  schon immer äußerst schwer. Waren sie doch seinerzeit durch ihr Schweigen Mitverantwortlich für die heutige politische Situation.

Es ist also in keinem Masse verwunderlich wenn sich gewisse Rituale regelmäßig wiederholen. Kommen gestellte Anträge und Denkmuster doch immer wieder aus den gleichen Schubladen.

IE

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* BENZINKRIEG

Erstellt von UP. am 16. März 2011

…und nun noch im Zusammenhang mit dem Nahrungsmittel-Killer Spezial-Agro-Sprit E 10, der fälschlicherweise vom Mainstream immer noch BIO-Sprit genannt wird, der bereits schon von vielen Autofahrern nicht aus Unsicherheit, sondern vermehrt aus menschlichen und ethischen Überlegungen, boykottiert wird.

Hinsichtlich der zu erwartenden Preisentwicklung und der damit verbundenen Abzocke der Öl-Multis wird zur Zeit eine Idee im Netz verbreitet, sich als Autofahrer dagegen zu wehren.
Wir hatten das schon einmal - allerdings ohne grossen Erfolg; denn: Es ist keine Lösung, am Dienstag den Sprit zu kaufen, den man am Montag nicht gekauft hat. Das neue Konzept sieht ein wenig anders aus.

Wie ein unbekannter Verfasser dieses neue Konzept genau beschreibt, wird HIER dargestellt. Das PDF kann als Kopie runtergeladen, lokal gespeichert und weiter verbreitet werden.

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* Fünf vor zwölf war…

Erstellt von Martin Paul am 16. März 2011

…1986 Tschernobyl…….

25 Jahre später ist es “5 nach 12″ und Kanzlerin Merkel pokert mit dem Leben aller.

Die Naturkatastrophe am 11. März 2011 mit dem verheerenden Erbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami haben Japan schwer getroffen. Die Menschen in Japan stehen vor einen Scherbenhaufen, Familien haben ihre liebsten verloren, Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Alles ist ihnen genommen durch diese Katastrophe. Städte in denen nicht ein einziges Haus stehen geblieben ist und die Menschen ohne Obdach in eine ungewisse Zukunft blicken. Durch Weltweite Hilfe hätte man Japan stützen und Unterstützen können, doch die eigentliche Katastrophe ist eine menschliche.

Seit 25 Jahren hat man aus Tschernobyl nichts gelernt. Es wurde sträflich unterlassen den Ausstieg aus der Atomenergie zu wagen. Halbherzig wird das Projekt “Sichere und saubere Energie” angegangen. In Japan wie in der restlichen Welt. Den Interessen der Energiekonzerne wird von Politischer Seite nachgegeben und gefördert. Begründet und mit Angst schüren durch ein Mangel an Energie. Im Vordergrund stehen satte Gewinne und Abschreibungen.

Müssen wir den Norden von Japan abschreiben? Müssen wir Japan ganz abschreiben? Ein Supergau der das vorangegangene Erbeben mit anschließenden Tsunami weit in den Schatten stellt und mit noch nicht absehbaren Schäden für das Leben der Menschen und folgender Generationen einzuschätzen ist. Es ist nicht einzuschätzen wieviel Tote durch die radioaktive Verseuchung auf uns zu kommen werden. Auch die Folgeerkrankungen der Menschen sind nicht zum jetzigen Zeitpunkt in Zahlen zu messen.

Es macht mich traurig aber zugleich auch wütend das durch diese Uneinsichtigkeit und Skrupellosigkeit einiger Menschen, Tausenden von Menschen das Leben, die Gesundheit und die Heimat genommen werden. Die Welt hält den Atem an und von Menschlichkeit keine Spur. Gemessen wird die Katastrophe in Verluste bei den Geldwerten, der Mensch als Randerscheinung diente nur zum Mittel des Zweckes. Es ist beschämend für eine Gesellschaft die weiterhin eine Atompolitik betreibt und die Sicherheit der Menschen in dieser Welt weiter aufs Spiel setzt.

Heute hat Kanzlerin Merkel mal wieder gezeigt, das Menschenleben weniger Wert ist als die Interessen der Energiekonzerne. Der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie ist und wäre der einzige Weg gewesen, doch Politik verkommt zum Wahlkampf-Poker, während am anderen Ende der Welt vom unsichtbaren Tod der radioaktiven Verseuchung bedroht sind. 7 AKW´s, die vor 1980 in Betrieb genommen worden sind, für die Zeit von 3 Monaten vom Netz zu nehmen ist keine ernsthafte Entscheidung, sie ist eine Vertagung um sich alle Türen offen zu halten.

Radioaktive Verseuchung kennt keine Grenzen und somit muss ein Weltweiter Ausstieg aus der Atomenergie sofort begonnen werden.

Tschernobyl war 1986, Fukushima heute! In 25 Jahren eine verseuchte Welt, die jedem Leben auf unserer Erde die Grundlage zum leben und Fortpflanzung genommen hat.

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* Japan und die LINKE

Erstellt von Bernd Wittich am 16. März 2011

Japan: DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik.

Ein FDP-Politiker faselte von der Unzulässigkeit der Opfer der japanischen AKW-Katastrophe in der Politik der Parteien in Deutschland - Absurd und verantwortungslos. Die Opfer kapitalistischer Verwertungslogiken können kaum als Gewährsleute für die ungehinderte Fortsetzunmg der Ausbeutung von Mensch und Natur angerufen werden.

Japan ist mir nah, wohl auch weil mein Vater dort weilte und mich das Land gerade deshalb lange Zeit sehr interessierte. In meinen jungen Jahren, fasziniert von Technik und Technologie, bewunderte ich die sich entwickelnde Hochtechnologiegesellschaft.

Nach Tschernobyl hat sich hier meine Einstellung  - unabhängig vom Gesellschaftsystem, welches Naturkräfte als Produktivkräfte entfesselt - völlig und dauerhaft gewandelt.  Noch vor Tagen hat der SWR über unsere, zugegeben nicht besonders fitte Landtagskandidatin gehöhnt, die den Sofortausstieg aus der Kernenergief orderte und nicht sagen konnte, wie das geschehen soll.

Ein zunächst politisch-symbolisches Ziel, aber eben auch eine Zielmarke, bei der jede Partei in der Verantwortung mit ihren Maßnahmen immer nur im Verzug gegenüber der Dringlichkeit sein kann, egal, was sie bis wann tut.

Muss DIE LINKE  wissen wie der “Sofortausstieg” gehen kann? Dafür haben doch die Regierenden Experten, denen muss man nur die “richtigen” Aufgaben stellen und Resourcen geben. Freilich, auch DIE LINKE sollte hierzu ExpertInnen als UnterstützerInnen ihrer Ausstiegspolitik gewinnen. Letztlich lautet aber die Aufgabe der Politik gesellschaftliche Mehrheiten für den Atomausstieg zu gewinnen. Es ist eine politische Frage, ob Alternativen in den Blick genommen werden und dafür die gesellschaftlichen Ressourcen mobilisert werden.

Tanja Krauth hat in der erwähnten TV-Sendung einige Sekunden auf die Nachfrage, wie denn der sofortige Atomausstieg gehen soll, geschwiegen. Der SWR hat sinniger Weise die “Schweigesekunden” gezählt. Heute haben diese gezählten Sekunden eine andere symbolische Bedeutung. Es braucht die Einsicht, die Gesellschaft braucht eine demokratisch gestaltete Denkpause zur Energiepolitik. Der Verweis der “Prüfung” allein an die Regierenden, ihre ExpertInnen und die Atomwirtschaft ist nicht akzeptabel. DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik. Das wäre auch der demokratische Auftrag der Medien im Lande. JournalistInnen müssen von uns als Verbündete gewonnen werden. Das Gebot der “Neutralität” der Medien ist eine Mär, der Beliebigkeitspluralismus Ausdruck von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Machtpolitik.

Die “Lösung” der Bankenkrise oder die jetzige Atomentscheidung der Bundesregierung zeigt zumindest, es gibt immer “Alternativen”! Jedoch letztlich nur, wenn wir als BürgerInnen Wege finden, eine andere Politik zu erzwingen. (Womit ich nicht sage, das beide “Krisenantworten” BürgerInneninteressen hinreichend aufnehmen.) DIE LINKE muss jedoch ihre massive Glaubhaftigkeitslücke überwinden. Das ist vor allem eine Aufgabe an ihre innerparteiliche Entwicklung. DIE LINKE plakatiert im Landtagswahlkampf gegen die “Arroganz der Macht”. Aber in ihrer eigenen Organisationspolitik sind Wolfgang Ferner, Elke Theisinger-Hinkel, Otto Schäfer, Katrin Senger-Schäfer, Alexander-Ulrich, Wilhelm Vollmann, James Hermann, Katrin Werner  u.a. Träger einer innerparteilichen Arroganz der Macht.

Zur Atompolitik gibt es ein gesellschaftspolitisches Grundproblem zu beachten: Der Weltkapitalismus ist Produkt fossiler Energien, dieses Zeitalter endet. Wir haben nur eine Chance, die solare Energiewende, lokale Wirtschaftssytsme, veränderten Konsum und Lebensweisen, letztlich eine andere Weltökonomie. Freilich ist klar, es gibt kein “Gesetz”, dass die Menschheit diesen Weg auch findet. Weil die Wandlungszwänge die Grundlagen kapitalistischer Produktionsweise und Profitproduktion berühren, ist die Atomkraft die einzige “Chance” den Kapitalismus,wie wir ihn bisher kennen, weiter zu forcieren, deshalb halten die Herrschenden auch daran fest.

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* ABSCHALTEN!!!

Erstellt von UP. am 15. März 2011

Newsletter 6/2011
Dienstag, 15. März 2011 - 355.294 Abonnenten
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Jetzt Konsequenzen ziehen!

Fassungslos verfolgen wir die nukleare Katastrophe in Japan. Kanzlerin Merkel will jetzt die Laufzeitverlängerung für 3 Monate aussetzen und die Sicherheit der Meiler prüfen. Doch Fukushima lässt nur eine Konsequenz zu: AKWs abschalten - und zwar jetzt! Unterzeichnen Sie unseren Appell an Merkel!

die Bilder und Berichte aus Japan machen fassungslos. Die Lage in der Atomanlage Fukushima 1 scheint in diesen Stunden völlig außer Kontrolle zu geraten. Wir sind schockiert, entsetzt und in Gedanken bei den Menschen in Japan. Gleichzeitig ist es uns wichtig, jetzt dafür zu sorgen, dass endlich der Situation angemessene politische Konsequenzen gezogen werden.

Als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Japan kündigte Bundeskanzlerin Merkel gestern an, die Laufzeitverlängerungen für drei Monate auszusetzen und die Sicherheit der Atomreaktoren zu überprüfen. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass es nicht beim unverbindlichen Prüfen bleibt. Die Konsequenz aus Fukushima kann nur eine sein: AKWs abschalten - und zwar jetzt! Unterzeichnen Sie unseren Appell!

Fordern Sie Konsequenzen von der Kanzlerin!

Mit großformatige Anzeigen in bundesweiten Tageszeitungen und Plakaten bei ihren öffentlichen Auftritten wollen wir die Kanzlerin in den nächsten Tagen überall mit unserem “Abschalten!”-Appell konfrontieren. Mit dem knappen Schriftzug auf schwarzer Fläche signalisieren wir: Es geht nicht mehr um den Austausch von Argumenten. Die sind längst bekannt. Es geht nur noch um ein einziges Wort, dass unserem Entsetzen und unserer Fassungslosigkeit entspringt: Abschalten!

Unterzeichnen Sie den Appell an Frau Merkel!

Mit herzlichen Grüßen
Susanne Jacoby, Günter Metzges und Christoph Bautz

PS: Auch unsere Menschenkette am Samstag in Stuttgart stand unter dem Eindruck der Ereignisse. Auf 45 Kilometern forderten 60.000 Menschen den Ausstieg aus der Atomkraft. Drei Kameras haben für unseren Aktionsfilm aus der Luft und am Boden bewegende Eindrücke eingefangen.

Schauen Sie unseren Kettenfilm…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 355.294 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

Campact e.V. | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de

Das sogenannte “Merkel-Memorandum” ist der plumpe - plumper geht es nicht - Versuch des Hosenanzugs, Wahlkrampf zu machen und in Baden-Württemberg zu retten, was noch zu retten ist, um dem GEN-Futter-Mappus die Steigbügel zu halten.
Stuttgart 21 wird bspw. durch die lebensbedrohenden Ereignisse in Japan aus der Presse verdrängt, bleibt aber nicht nur relativ wichtig für Stuttgart und Deutschland. Es darf den Politiker nicht durchgegangen werden lassen, die anstehenden lokalen Probleme mit “Japan” zuzudecken, so bedeutsam und gleichermassen traurig dieser GAU für die Menschen und die Menschheit ist.

Neckarwestheim - und nicht nur NWH 1 - muss abgeschaltet werden. Wenn man sich überlegt, dass nur 10 % des deutschen Stromverbrauches von den 17 deutschen Atomkraftwerken erzeugt werden, sollte es doch möglich sein, allein durch Einsetzen zeitgemässer Technologien (LED-Technik im Bereich der Strassenbeleuchtungen und im Haushalt, Abschalten der Stand-By Funktion, usw.)diese 10 % einzusparen.

Es kann nicht sein, dass jemand sagt: Ich kann es mir leisten, auch unnütz Strom zu verbraten; denn ich verdiene genug. Hier muss vermehrt an das Bewusstsein des Einzelnen appeliert werden, dass nur durch Gemeinsinn der Karren aus dem Dreck gezogen werden kann. Das gilt gleichermassen für die Verhaltensweisen im Spektrum der kommenden Klimaveränderungen, die einfach nicht mehr wegzuschieben sind.

Mit Verlaub: Der sprichwörtliche “Leck-mich-am-Arsch”-Standpunkt der Strom-Verbrauch-Chaoten wird leider durch eine Polit-Mafia geduldet, die massgeblich an der Installation einer Zwei-Klassen-Gesellschaft beteiligt ist.

Es lässt sich leider fast alles am Profitdenken der Wirtschaft und machtgeilen Denken der von der Wirtschaft abhängigen Politiker festmachen.

Man muss sich echt fragen, was auf dieser Welt nicht noch alles passieren muss, dass Menschen wieder vernünftiger werden. Braucht die Menschheit wirklich den “Krieg der Welten”, um ihr Denken endlich in gemein-sinn-liche Bahnen zu lenken?

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* “Ära-Gonder” in Kleve…

Erstellt von DL-Redaktion am 15. März 2011

-Kreis ist beendet !

Lesen Sie heute einen Bericht unserer Gastautorin Ramona über die LINKE im Kreis Kleve.  IE

Nein, nicht “Gutsherr Linsler” von der Saar, sondern Axel Gonder vom Niederrhein (Linkspartei-Kreis-Kleve) wurde endlich abgewählt und in die wohlverdiente Parteiwüste geschickt.

Über eine von A. Gonder und seinen Getreuen selbst einberufene Mitgliederversammlung (12.03.11) sind er und seine Getreuen nun selbst gestolpert. Ein war ein klassisches, dummes Eigentor.

Er und seine Getreuen haben sich durch die Einberufung der MV, vom 12.03.11, selbst “ins Knie geschossen” und wurden demokratisch und sehr deutlich abgewatscht.

Was ist passiert. Hintergründe:

Der für mich immer schon politisch-fragwürdige Axel Gonder betrieb laut seines Parteifreundes (Bernd Nellissen) innerhalb der Linkspartei eine Art Obstruktionspolitik. Innerhalb der letzten ca. 2 Jahre wollten Gonder und die Seinen mit allen Mitteln den Ausschluß von 2 Mitgliedern erreichen. Dieses Bestreben ging dann u.a.  bis zur Anrufung des Schiedsgerichtes.

Die eigentliche Parteiarbeit blieb meist liegen und man weigerte sich, mit diesen beiden Mitgliedern an einen Tisch zu setzen. Für mich eine Art von “Diktatur”, ähnlich wie bei den Linken an der Saar.

Es fanden im Kreis-Kleve (hier besonders in Emmerich) einige Partei-Geheimtreffen statt.

Man wollte nicht, dass bestimmte Mitglieder an Versammlungen teilnehmen.

Bzgl. der beiden ungeliebten Mitglieder erfolgten auch schriftliche Austrittsdrohungen, unter Mitnahme der Mandate, an den Landesverband, wenn man nicht endlich dafür sorgen würde, die ungeliebten Mitglieder auszuschliessen.

Politischer Stillstand am Niederrhein. Dafür Obstruktionen gegen Parteimitglieder.

Schon immer gab es in der Linkspartei-Kreis-Kleve Probleme. Und schon immer spielte der Name “Axel Gonder” eine bestimmte Rolle.

Mehrmals wurden neue Vorstandsmitglieder nachgewählt. Viele davon  hatten von den desatrösen Machenschaften innerhalb der Linkspartei genug und traten aus der Partei aus. Somit gaben sich innerhalb der letzten ca. 2,5 Jahre die Vorstandsmitglieder die Klinke in die  Hand. Wer nicht für Gonder war, wurde obstruiert u.a. Vorrangig ging ihnen aber immer hauptsächlich um den Ausschluß von 2 Mitgliedern. Vernünftige Parteiarbeit war kaum noch möglich. Die Parteifeinde mußten weg. Koste es was es wolle.

Aus diesen vergangenen Zeiten lässt sich folgendes aufzählen:

… Mitglieder wurden ausgesperrt

… Anträge oder Mitgliedermails, wurden ungelesen in den “Papierkorb” verschoben

… körperliche Bedrohung (Baseballschläger und Fäuste)

… Recht auf freie Rede wurde den beiden Mitgliedern entzogen

… Geheimsitzungen fanden statt

… Satzungen, Statuten und die Geschäftsordnung wurden mehrmals missachtet

… Protokolle zu spät oder garnicht erstellt.

… bestimmte Termine wurden nur an Ja-Sager-Mitglieder vergeben

… zig Vorstandsmitglieder innerhalb kürzester Zeit den Vorstand verlassen haben

… Kasse (in einem Schuhkarton übergeben) wurde tlw. zweifelhaft geführt

… Schatzmeister wurde willkürlich ins Amt gesetzt

… Wahlen wurden von “Mitgliedern” durchgeführt, die gar keine Mitglieder waren

… ca. 50 % der Mitglieder zahlten keinen Beitrag oder waren in Verzug. Durften aber wählen.

… die meiste Zeit wurde damit verbracht, nicht genehme Mitglieder aus der Partei zu “mobben”

… während einer einzigen Vorstandssitzung wurde mehrfach die Parteisatzung gebrochen

… Arbeitgeber von einem Mitglied wurde besucht (berufsschädigendes Verhalten)

Usw., usf.

Mittlerweile, und  insbesondere innerhalb der letzten 6 Monate, erkannten aber immer mehr  Mitglieder der niederrheinischen Linkspartei-Kreis-Kleve, dass das Bestreben nach Ausschluß von 2 Mitgliedern völlig aus der Luft gegriffen war und eher private, persönliche Motive hatte.

Innerhalb der Linkspartei dreht sich nun der Wind.  Auch im Vorstand der Linkspartei erkannten 5 von 9 Vorstandsmitglieder,  dass der “grosse” Vorsitzende-Gonder eher sich, statt die Partei in den Vordergrund stellt.

Politisch kann man öffentlich bis heute nichts von ihm lesen. Mandatsträgerbeiträge sollen bis heute auch nicht geflossen sein. Ist er ein politischer Blender, der nur an sich denkt?

Hier einige Hinweise zu der Mitgliederversammlung

Jedenfalls berief Axel Gonder und seine ihm getreuen Vorstandsmitglieder eine Mitgliederversammlung zum 12.03.2011 ein. An diesem Tag wollte er und seine Getreuen 5 von 9 Vorstandsmitgliedern abwählen lassen.

Bei den Fünfen handelte sich genau um jene Genossen, die den Durchblick bzgl. “Ausschluß von 2 Mitgliedern” erkannt haben. Diese 5 Genossen sollten nun weg.

Wie heist es so schön:

1. ) “…wer nicht für mich ist,  ist gegen mich…”

2. ) “…und willst du nicht mein Bruder sein, dann ….”

Das in seinem (Gonder-) Vorstand tatsächlich 5 von 9 Mitgliedern gegen seine Meinung waren,  passte dem  Herrn Gonder also nicht. So etwas darf nicht sein. Also musste man einen Weg finden, diese 5 Vorstandsmitglieder zu entfernen (Abwahl).

Herr Gonder hat und das war gut, die Rechnung ohne die mittlerweile aufgeklärten Mitglieder gemacht. Er hat sich auf dieser selbst einberufenen Mitgliederversammlung selbst ins “Knie geschossen”.

Er und seine Getreuen wurden nämlich abgewählt.

Mehr zu dieser Mitgliederversammlung kann man auch hier nachlesen:  -Hier-

Vermutung:

Da ich Herrn Gonder nun einige Jahre persönlich kenne, vermute ich, dass das “Kapitel-Gonder” mit seiner Abwahl leider noch nicht am Ende ist. Da wird noch ein “Nachbeben” kommen.

Schau mer mal, wie das “Nachbeben” aussehen wird.

Jedenfalls werde ich darüber hier berichten, wenn man mich denn lässt :-)
 
 
Man wird dich mit Sicherheit lassen!  /DL-Redaktion

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* Hymne an die LINKE Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 15. März 2011

Des Rechten Glaubens überdrüssig,
entstand die Linke, war doch schlüssig.
Es kam zusammen Ost und West,
und jeder dacht’ das wächst und wächst.

Es rief der Gregor aus dem Osten,
hei Oskar komm, wir wollen motzen.
Setz deine Segel in den Wind,
erreichst Berlin schnell, ganz bestimmt.

Hier bläst die ganz spezielle Luft,
der Wowi guckt schon ganz verdutzt.
Mein alter Chef tief aus dem Westen?
Der will hier wohl die Luft verpesten.

So spielt man jetzt ganz unverdrossen,
ein Spiel, gleich Schach, nur mit Genossen.
Man schiebt berechnend Turm wie Dame,
schielt auf Mandat und Geldeinnahme.

So kommt ins Saarland eins, zwei, drei,
Familie Lutze schnell herbei.
Reich dekoriert, im alten Lande,
von Stasi und mit Blech am Bande?

Flugs in den Bundestag geschoben
zieht man ihn auf den Weg, nach oben.
Der Huonker fehlt wie wir es lesen,
so ein paar Jährchen aus dem Leben.

Das aber ist nicht weiter schlimm
Der Oskar biegt das spielend hin.
Aus der Gewerkschaft`s großer Flasche
zog man den Korken raus, au Backe.

Kommt raus als Geist uns Rolf der Linsler,
sieht als  Minister sich, der Blinzler.
Verschlief die Zeit für dreißig Jahr,
wo er als Sozi tätig war.

Halt, stopp, da kommt noch einer angelaufen,
ist der Professor auch zu kaufen?
kann der vielleicht wie Guttenzwerg
der welcher kam vom Adelsberg?

Zum Dippel-Sozi promoviert
Bierbaum Genossen gern düpiert.
Schwingt dort als Saubermann den Besen,
geschickt vom Arbeitsamt zum Fegen?

Vergesst mir nicht die beiden Tanten
Yvonne Ploetz, die liebt das tanzen,
und Sandy Stachel diese Wilde
lässt sich noch schnell in Jura bilden.

Die ziehen ein ins Ghibellina Haus
dort wo die Bürschchen warten drauf.
Füllt man sich Kopf und schwingt die Beine
als Dank zieht man die Nazi Leine.

Und dieser Fieg der Kommissionär,
wo kommen all die Luschen her?
Hat sich als Schiedsmann eingeschlichen
und spielt dann dort mit Hammer und mit Sichel.

Derweil sitzt Oskar  auf den Hügel,
entglitten sind ihm schon die Zügel.
Ein Heer von Gauklern und Statisten,
der Stall ist schwerlich auszumisten.

Ingo Engbert 2011

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* Wir bauen uns einen GAU!

Erstellt von Dieter Carstensen am 15. März 2011

Bastelanleitung: Wir basteln uns einen GAU!

Wie ein AKW Gau funktioniert, kann man übrigens vom Prinzip her  im Selbstexperiment leicht selber ausprobieren, wovon allerdings abzuraten ist, da man danach meist einen neuen Herd oder eine neue Küche braucht, ist aber nicht so teuer, wie ein neues Land …

Man nehme einen handelsüblichen Küchenkochtopf, gebe in ihn 20 Stahlstäbe mit je 10 cm Länge und ca. 1 Zentimeter Durchmesser. Dann bedecke man die Stäbe gut mit Wasser und stelle die Herdplatte auf höchste Stufe und lege den Deckel auf den Kochtopf.

Sodann verlasse man die Küche, begebe sich z.B. in einen Kurzurlaub für mehrere Tage und warte einfach ab.

Mit etwas Glück, schaltet die Thermosicherung der Herdplatte irgendwann wegen Überhitzung die Platte aus, oder die Stromsicherung springt raus. Aber wer würde sich darauf bei diesem kleinen Selbstexperiment wirklich verlassen?

Geht es doch immerhin um den eigenen Herd und die eigene Küche. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Brand kommt, ist bei diesem Experiment sehr hoch, was übrigens an vielen Feuerwehrschulen zur Standardausbildung gehört.

Bei Ausfall einer der Sicherungen brennt der Kochtopf durch, da ja das Wasser in ihm verdunstet ist und die gespeicherte Hitze in den Stahlstangen in ihm ja nicht so einfach weg ist.

Für Küche und Herd ist das dann der GAU.

Vielleicht kommt man ja noch rechtzeitig zurück, sieht den rotglühenden Kochtopf auf der rotglühenden Herdplatte, welche die AKW Reaktorbrennstäbe in unserem kleinen Experiment symbolisiert und dann kippe man zum Abkühlen kaltes Wasser über das Ganze!

Das ist der sogenannte “Bumm” Effekt, sehr schön zu sehen im Moment an den japanischen AKW’s, nur sind die Kochtöpfe da etwas grösser.

Komisch, dass die Menschheit bei AKW’s Sicherungen vertraut, denen sie in ihrer eigenen, heimischen Küche nie vertrauen würde.

Soweit zum Thema: “Wir basteln uns einen kleinen Gau”, Teil 1, für Anfänger.

Teil 2, für Fortgeschrittene, ist bei jedem AKW Betreiber kostenlos über die Gauhotline erhältlich …

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* Saubere Landschaften

Erstellt von Thomas Bolle am 15. März 2011

Regelmäßig gehe ich mit meinen Hunden in der Umgebung unseres Ortes spazieren. Über Feldwege, Ortsstraßen, Landstraßen. Heute war ein besonderes Stück dabei. Eine Landstraße  welche die Stadt über eine Bundesstraße mit der Autobahn verbindet. Nun, warum ist das so besonders?

Ich habe mir die Mühe gemacht die Seitenstreifen genauer zu begutachten. Die Strecke die ich dabei zurückgelegt habe betrug ungefähr einen halben Kilometer.

Dabei bin ich auf ca. 50!! ( fünfzig ) Becher einer bekannten Fastfood Kette gestoßen. Dazu kommen auch noch einige Komplettverpackungen. Da gibt es dann auch noch die berühmten „Kaffee to go“ Becher. Es sind Flaschen mit ehemals alkoholischem oder alkoholfreiem Inhalt anwesend, ebenso je Menge und Art von Plastik.

Nicht zu vergessen die obligatorischen Zigarettenschachteln. Außerdem finden sich Milch- und Safttüten ein. Sogar Tütensuppen und Obstdosen. Das ganze wird abgerundet durch fast jede Art von Verpackungsmüll der dem Einkauf dient. Die Aufzählung ist natürlich nicht ganz vollständig. Ich wollte ja nicht unter oder in jeden Strauch kriechen.

Hier an dieser Stelle sind wir dann wieder bei der Politik. Statt sich ernsthaft Gedanken zu machen, werden allgemeine Putztage ins Leben gerufen bei denen die Bürger den Müll einsammeln sollen. Natürlich ehrenamtlich, am besten noch mit eigenem PKW und Anhänger. Nur die haben das Ganze gar nicht verursacht.

Auch selbst wenn man die ganze Sache positiv sieht und sich der propagierte Tag als wenige Stunden darstellt. Dieses „soziale Engagement“ hat keine Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt. Die „Entlastung“ durch den Verzicht auf städtische Arbeiter und Fahrzeuge führt zu keiner Gebührensenkung für die Bürger. Das Müll aufkommen an den Übrigen 364 Tagen bleibt gleich und die Verschmutzung der Straßen ändert sich auch nicht.

Was ebenfalls „hanebüchen“ ist. Wenn man einen dieser Umweltverschmutzer auf frischer Tat ertappt kann man nicht einfach zur Polizei. Na ja, man kann schon. Nur man muss selbst, in eigenem Namen Anzeige erstatten. Die für alles Mögliche zuständige öffentliche Hand oder Strafverfolgungsbehörde ist in diesem Fall plötzlich nicht mehr zuständig. Und wer schon mal mit der Justiz zu tun hatte weiß was das für einen Aufwand bedeutet. Es ist doch klar das sich Bürger diesem Schwachsinn nicht aussetzen wollen weil es jede menge Zeit und Ärger bedeutet.

Ich sage es an dieser Stelle klar und deutlich. Belegt jede Art von Verpackung mit Pfand. Und zwar so hoch das jeder spürt das es richtig teuer wird seine Sachen in die Botanik zu werfen. Jetzt werden sicherlich viele aufschreien das geht so nicht.

Doch es geht. Alle Waren sind heute mit einem Strichcode versehen. Bei keiner Verpackung ist er an einer Stelle angebracht die beim Öffnen beschädigt wird. In den meisten Geschäften gibt es kein Bargeld mehr sondern der Pfand wird mit dem Einkauf verrechnet.  Wenn jemand der Meinung ist darauf verzichten zu können muss das gezahlte, nicht zurückgeforderte Pfandgeld dem Staat (Gemeinde) zufließen. Natürlich zweckgebunden damit daraus die Kosten für die oben genannten Müllberge getragen werden.

Das System mit den gelben Säcken funktioniert nämlich nicht. Alle bisherigen Regierungen wollten uns weismachen das dieses das „non plus ultra“ sei. Dabei ist in vielen Berichten, ob Fernsehen oder Presse schon nachgewiesen worden was mit dem Müll wirklich passiert. Auch an dieser Stelle muss noch einmal erwähnt werden das diese Verschwendung von Rohstoffen zur Verpackungsherstellung uns noch teuer zu stehen kommt. Den Aufwand für die Herstellung ( Strom, Wasser etc. ) mal außer acht gelassen.

Außerdem tragen wir mit diesem Verhalten dazu bei das in den so genannten Drittländern keine Wirtschaft entstehen kann. Außer unseren Müll zu beseitigen. Aber das ist ja auch weit weg und deshalb nicht so richtig wichtig. Auch dazu gab es schon diverse Berichterstattungen. Aber die laufen auf Programmen welche die allermeisten nicht auf ihrer Fernbedienung finden.

Ich halte das Ganze auch für Auswüchse unserer „Spaß Gesellschaft“. Was kümmert es mich, es wird schon einer machen. Nach mir die Sintflut.

Man kann auch den Einwand machen, jeder auch ich hat schon mal Bonbonpapier weggeworfen. Aber genau so kann man feststellen. Jeder hat zu Hause eine Mülltonne. An fasst allen Parkplätzen gibt es Abfallbehälter. Es gibt also keinen Grund seinen Müll schädlich in die Umwelt und auf Kosten der Allgemeinheit zu entsorgen. Denkt bitte alle einmal darüber nach.

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* CDU-Kernschmelze

Erstellt von UP. am 14. März 2011

Kernschmelze für die Union

Manchmal erkennt sogar Angela Merkel, dass man nicht jedes Problem aussitzen kann. In den nächsten zwei Wochen werden drei Landtage neu gewählt und durch die schweren Unfälle in mehreren japanischen Kernkraftwerken ist plötzlich das Thema Atomausstieg wieder da. Anlässlich der außergewöhnlichen Dramatik der Ereignisse ist es auch wenig wahrscheinlich, dass die Union in den nächsten Tagen mit einer Scheindiskussion über Scheinthemen die Atomfrage überlagern kann. Am Wochenende waren die deutschen Kernkraftwerke in den Verlautbarungen der Union noch die „sichersten der Welt“. Heute will die Union die Sicherheit noch einmal überprüfen und hat sogar den Ausstieg vom Ausstieg während der heißen Wahlkampfphase pausiert. Da stellt sich die Frage, ob der Wähler wirklich so dumm ist und diese offenkundige Farce nicht erkennt. Von Jens Berger
 
 
Und wir möchten es sehr deutlich wiederholen: Für wie blöd wird der Wähler von den arrogantesten Politkern ‘der Welt’ gehalten? Jens Berger, der Spiegelfechter, bringt es auf den Punkt.
 

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* Vor oder nach dem GAU ?

Erstellt von DL-Redaktion am 14. März 2011

Nach dem Drama welches sich zur Zeit vor den Augen einer erstarrten Weltöffentlichkeit im für uns fernen Japan abspielt wird unsere Welt eine andere sein. Schon jetzt kommen im stündlichen Rhythmus Fragen nach unserer Sicherheit hier in unserem Lande auf. Jeder welcher in der Lage ist auch nur zwei komplette Sätze fehlerfrei zu reden glaubt eine entsprechende Antwort parat zu haben. Aber kann es überhaupt Antworten zum jetzigen Zeitpunkt geben?

Da hören wir Merkel, wir müssen jetzt werkeln, die Roth sagt wir seien bald tot alle. Anderen berührt das alles nicht da der Wind zur Zeit in die andere Richtung bläst und ja, Japan sei ja schließlich auch sehr weit entfernt von uns. Welch ein geballter Schachsinn und das aus Köpfen welche dieses Land in eine sichere Zukunft führen wollen ?

Da konnten wir gestern Abend in der „Anne Will“ Sendung einen feisten Schnösel, andere nennen ihn Umweltminister, sehen und vor allen Dingen hören, dass er nun herausfinden möchte wie es denn um die eigene Sicherung im Lande bestellt ist. Hat er bislang blind gehandelt? Da tritt ein Bücher schreibender Schwätzer auf und verteidigt als sicher gut bezahlter Lobbyist, vielleicht kauft ja die RWE alle seine Bücher welche sonst keiner lesen wird, und redet von speziellen Techniken welche heute noch nicht einmal von den Spezialisten beherrscht werden, wie wir es ja im Moment sehen. Worum geht es hier eigentlich?

Die Natur weist den Menschen zur Zeit auf seine eigentliche Größe hin, in dem sie uns zeigt dass sie immer in der Lage sein wird, uns irgendwie zurecht zu stutzen. Sie gibt uns zu verstehen dass sie nicht Willens ist, sich von den Menschen ihre Grenzen aufzeigen zu lassen. Wir als verantwortungsvolle Bewohner dieses unseren Globus müssen lernen und akzeptieren das Natur wohl für immer unberechenbar bleibt und wir diese Unberechenbarkeit in unser Handel zu berücksichtigen haben.

Lächerlich und vollkommen Unglaubwürdig wird Politik nun da sie uns weismachen will das die Probleme aus Japan nicht mit den unseren gleich geschaltet werden können. Selbstverständlich müssen wir diesen Erdball noch kräftig weiter aufheizen bevor hier die Tsunami ihre Unwesen treiben können aber, wir reden von der Unberechenbarkeit der Natur Kräfte und nicht von Tzsnami oder Erdbeben einer bestimmten Stärke. Niedrig- oder Hoch- Wasser an unseren Flüssen, Stromausfälle,  Materialermüdung, ja, auch Erdbeben sind unberechenbar und von niemanden im voraus zu berechnen. Selbst Menschliche Fehlleistungen, Terrorismus oder auch die zivile Luftfahrt wären Gefahren Potentiale welche nicht weggeredet werden können.

Auch ein immer größeres Anwachsen von Misstrauen gegen die politischen Lobbyisten wird weiter um sich greifen. Die Politiker aller Couleur zeigen ihre Verpflichtung und Sympathie stärker gegenüber den Großkonzernen und ihren eigenen Parteien als ihren Wählern gegenüber. Vertreter des Volkes, heute eine Bezeichnung für die Abgeordneten welche sich der Lächerlichkeit preisgegeben.

Auch der Blick in andere Länder darf bei uns keine Argumentation für den Atomstrom sein. Als selbst bezeichnete Führungsnation in Technik und Technologie ist es unsere Pflicht den anderen Nationen zu zeigen, dass ein Leben auch mit größerer Sicherheit sehr wohl möglich ist. Sprechblasen absondernde Wichtigtuer welche den GAU mit den tausenden Verkehrs toten in Verbindung bringen wollen, sollte man den Besen in die Hand drücken um die Überreste eines Verkehrsunfall beiseite zu fegen. Des gleichen könnten sie dann vielleicht 500 Jahre später in der Nähe eines ehemaligen Kernkraftwerkes ebenfalls versuchen. Es gilt auch als sicher, dass dem Bürger bei weitem nicht das ganze Ausmaß dieser Katastrophe mitgeteilt wird. Hierzu ein aufschlussreicher Kommentar von Reiner Metzger:

Dieses Vertuschen und Verzögern ist ein unfassbarer Skandal

Die Methoden der Atomlobby

Fünf Atomreaktoren in Japan laufen derzeit auf eine Katastrophe zu. Sie sind notabgeschaltet und ohne Kühlung. Was genau passiert ist, wissen weder Anwohner noch die Welt, und das fast zwei Tage nach dem schweren Erdbeben. Ein Reaktor ist schon explodiert, aber die Atomlobbyisten geben auch das nur zögerlich zu, sprechen teilweise von einer wahrscheinlich nicht so folgenschweren Wasserstoffexplosion. Kein Vergleich zu Tschernobyl, heißt es.
Dieses Vertuschen und Verzögern ist ein unfassbarer Skandal. Und er ist keine Folge des Chaos nach dem Beben, nein - das hat Methode. Noch bei jedem Atomunfall war es so. Erst mal versuchen, die schöne Fassade intakt zu lassen. Lieber die Gesundheit von Zehntausenden und Hunderttausenden gefährden, als schlechte Presse zu riskieren. Es könnte ja sein, dass Experten die Lage in den Griff bekommen oder die Bevölkerung nichts merkt. Radioaktive Strahlung ist ja zum Glück unsichtbar und geruchlos. Und die Milliarden aus diesem Geschäft stinken nicht.
Quelle:TAZ >>>>> weiterlesen


IE

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* Eine starke Gewerkschaft

Erstellt von Thomas Bolle am 14. März 2011

In den vergangenen Tagen gab es einen Presseartikel der im allgemeinen politisch Klamauk leider etwas untergegangen ist. Dem Inhalt folgend haben Arbeitgeber den „Christlichen Gewerkschaften“ Neu-Mitglieder zugeführt.

Nun, nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts sind diese so genannten „C-Gewerkschaften“ nicht Tarif fähig. Unter anderem da sie nicht über die notwendige Anzahl an Mitglieder verfügen. Insofern ist es keine Überraschung wenn Arbeitgeber alles versuchen die Mitgliederzahlen zu erhöhen um auf diese Art die DGB-Gewerkschaften zu schwächen.

Auch interessant war eine andere Aussage in diesem Bericht.

Ein nicht näher genannter Arbeitnehmer wird wie folgt zitiert: „Er habe gar nicht gewusst das ich dort Mitglied bin. Das ist mir erst aufgefallen als ich Infos bekommen habe.“

Dazu muss man jedoch anmerken: Jeder der in Deutschland Mitglied in einem Verein, Organisation oder Internetchat werden will muss sich anmelden. Er muss einen Aufnahmeantrag oder eine Beitritterklärung unterschreiben. Man wird aufgefordert Angaben über Adresse und die  Bankverbindungen anzugeben.  Also geht es nicht ohne Wissen und aktives Tun des Betroffenen.

Jeder Arbeitnehmer bekommt eine Gehaltsabrechnung. Er muss über ein Konto verfügen. Er muss eine Steuererklärung abgeben. Das heißt an drei Stellen ist zu ersehen das Geld für einen bestimmten Zweck abgezogen, abgebucht oder geltend gemacht wird.

Aus dieser Sicht ist die gemachte Aussage unverständlich und es ist zu vermuten das mit derlei Stimmung erzeugt werden soll. Kommen wir noch einmal zurück zur ersten Aussage.

Der Zuführung von Mitgliedern. Nun, zunächst einmal ist es nicht verwerflich Mitglieder zu werben. Das machen alle DGB-Gewerkschaften. Aber genau das ist der Unterschied. Hier wurde über Arbeitgeber versucht eine bestimmte Klientel zu bekommen.

Denn wie schon an anderer Stelle des öfteren  berichtet: Die so genannten „Christlichen Gewerkschaften“ unterlaufen die Tarifverträge der DGB-Gewerkschaften. Sie unterschreiben Bedingungen die grundsätzlich eine Verschlechterung für die Arbeitnehmer bedeuten. Dieses Treiben wird von der Politik (hauptsächlich CDU und FDP)  mit dem Hinweis auf das Arbeitsrecht und die Tariffreiheit gedeckt.

In das gleiche Horn wird dann auch gestoßen wenn es um den Mindestlohn geht. Gleichzeitig wird aber immer wieder die funktionierende „Sozialpartnerschaft“ in höchsten Tönen gelobt. Soviel zur Doppelmoral unserer gegenwärtigen Regierung.

Aber man muss auch das Verhalten des DGB´s in dieser Situation kritisch sehen. Nach den Kriegsjahren gab es keine großen Konflikte. Die Arbeitnehmer bekamen regelmäßig kräftige Lohnerhöhungen. Die Arbeitszeiten waren nicht so wichtig. Es musste voran gehen. Und viele Funktionäre waren in einer Gewerkschaft und einer Partei gleichzeitig tätig. Dieses hat sich bis heute so erhalten.

Wie man aber damit Schiffbruch erleiden kann hat sich unter der Regierung Schröder deutlich gezeigt. Ottmar Schreiner, langjähriger Vorsitzender der AfA ( Arbeitnehmerflügel der SPD ) sah sich plötzlich gezwungen Gesetze mit zu verabschieden die ganz und gar den Arbeitnehmerinteressen zuwider liefen. Und all die anderen Funktionäre mit ihm.

Die Bezeichnung der Gewerkschaften als „fünfte Kolonne“ durch die CDU war so falsch nicht. Wenn man Arbeitnehmerinteressen wirkungsvoll vertreten will muss man in einer konsequenten Opposition zu jeder Regierung in der Lage sein. Und das macht der DGB nicht.

Eine Regierung muss, ehrlicher weise die Gesamtsituation im Blick haben. Aber genau deswegen brauchen wir eine vollkommen unabhängige Gegenmacht.

Inzwischen haben auch viele Gewerkschaftsmitglieder diese Fehlentwicklung bemerkt und lehnen sie ab. Man kann nämlich so etwas auch unter dem Aspekt der Versorgungsmentalität sehen.  Ein Funktionär einer Gewerkschaft kann Mitglied einer Partei sein. Aber nicht gleichzeitig Funktionär in einer Partei, das  bringt von vornherein  Konflikte mit sich.

Man muss sich schon entscheiden. Schließlich geht ja auch nicht: „Ein bisschen schwanger“.

Der DGB kritisiert den ständigen Lobbyismus der Wirtschaft, macht aber selbst nichts anderes.
Denn was ich selbst beanspruche muss ich auch den Anderen zugestehen. Und damit sind wir wieder am Anfang dieses Artikels. Wenn der DGB mit seinen Einzelgewerkschaften diese Entwicklung aufhalten will darf er sich nicht nur auf die Gerichte verlassen. Er muss überzeugend darlegen warum es besser sei Mitglied bei ihm zu sein. Er muss, schlicht und einfach besser sein.

Leider gewinnt man manchmal den Eindruck das auch dort, „ein das haben wir immer so gemacht“ noch zu weit verbreitet ist. Vielleicht muss man sich beim DGB mal wieder hinunter zur Basis bewegen. Trotzdem, als Arbeitnehmer erfreut es so manches Gerichtsurteil zur Kenntnis nehmen zu können.

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 14. März 2011

…Herr Küppersbusch?

Japan erlebt einen NGAAU, Merkel kann sich trotzdem nicht irren und Seehofer hat unverdientes Glück. Auch bringt es Merkel nicht eine Entschuldigung für ihre Fehlentscheidungen auszusprechen. Dazu fehlt es ihr ganz schlicht an menschlicher Größe. IE

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Och, nix. Erdachse um 10 Zentimeter verschoben, Japans Hauptinsel um 2,4 Meter und für “mehrere größte anzunehmende Unfälle auf einmal” fehlt lexikalisch ein Wort. (NGAAU - “noch größerer als anzunehmender Unfall”)

Was wird besser in dieser?

Die taz spendiert eine Gratisseite für alle Unterzeichner der Lobby-Anzeige, die im August 2010 für unbegrenzte Laufzeiten von Schrottmeilern und weniger Atomsteuer warben. RWE, Vattenfall, EnBW und EON, Manfred Bissinger und Olli Bierhoff wollen sich nach guter japanischer Sitte öffentlich entschuldigen (”GAU-Kotau”).

Bundeskanzlerin Merkel erklärte, nach dem Mehrfach-GAU in Japan könne “man nicht zur Tagesordnung übergehen”. Schwingt da Bedauern mit?

Merkel steht da mit der “smoking gun” noch in der Hand. Und nun bleibt ihr nur ein unglaubwürdiges “Pirouette sich, wer kann”: Ja zum Ausstieg, dann Ausstieg aus dem Ausstieg, und nun muss sie einen Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg finden. Die Laufzeiten sind verlängert, die Atomabgabe ist geschleift. Und in diesem historischen Moment, in dem sich die Exumweltministerin als Atomfan festgelegt hat, erfolgt der naturwissenschaftliche Gegenbeweis. Grüne in BaWü doch mit satten 30 Prozent, Umweltminister Röttgen als sicherer Wahlverlierer in NRW und gute Karten für die SPD des atomkritischen Exumweltministers Gabriel. Zur Grundausstattung des Naturwissenschaftlers gehört der Satz “Ich habe mich geirrt” - der eine Satz, den Merkel nicht kann.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Leyen I - Krötensuppe

Erstellt von UP. am 13. März 2011

RUNDBRIEF der DIAKONIE STUTTGART

zu den aktuellen Kochkünsten aus der Hartz-IV-Küche (Krötensuppe Leyen I) hier zwei wichtige Informationen:

1. SGB II neu 2011
Dazu die prägnante Kürzübersicht der Bochumer Arbeitsgemeinschaft prekäre Lebenslagen als PDF

2. Drohende Kürzung der Unterkunftskosten
Im Falle einer kommunalen Satzungsermächtigung durch ein Landesgesetz können die Stadt- und Landkreise Leistungen für die Kosten der Unterkunft (KdU) künftig niedriger als bisher und unterhalb der Vorgaben der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts festlegen. Dabei kann insbesondere bei der Wohnfläche nach unten abgewichen werden, Heizkosten können einzelfallunabhängig begrenzt werden, eine Gesamtobergrenze für die Bruttowarmmiete kann gebildet werden, die Angemessenheitsgrenzen können auch nach der Wohngeldtabelle ohne Aufschlag bestimmt werden und schlussendlich können die gesamten Unterkunfts- und Heizkosten ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten pauschaliert werden

Es gilt jetzt zunächst, ein Landesgesetz zu verhindern, dann bleibt die bisherige Rechtslage mit allen BSG-Vorgaben bestehen - Ansprechpartner sind hier insbesondere die Landtagsabgeordneten. Für den Fall einer Satzungsermächtigung muss dann die Auseinandersetzung örtlich geführt werden mit Kriterien zur bedarfsgerechten Ausgestaltung der örtlichen Satzung. Hierbei ist insbesondere ein Bündnis mit den örtlichen Mieter- und Vermietervereinigungen sowie der Wohnungswirtschaft empfehlenswert, die ebenfalls ein Interesse an gesicherten Mieten haben. Falls ein Landesgesetz kommt, erhalten Sie Vorschläge zum inhaltlichen und formalen Vorgehen.

Eine gute Darstellung der KdU-Probleme und politischer Aktion gibt es von der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitsloseninitiativen unter http://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/positionen/kritik_kdu.pdf.

Mit freundlichen Grüßen
Frieder Claus

Diakonisches Werk Württemberg
70191 Stuttgart

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* Das ist SPD Vernunft !

Erstellt von DL-Redaktion am 13. März 2011

Innerhalb eines Gespräches mit der Herner Sonntagszeitung verteidigt der Herner SPD MdB Gerd Bollmann den stattgefundenen Hartz IV Kuhhandel zwischen Regierung und SPD als Kompromiss der Vernunft. Wir von DL sehen dagegen in diesem Handel eine weitere Annäherung der Parteien zu einem Einheitsbrei in welchem sich die Demokratie immer mehr verrühren läßt und hoffen das die Menschen dieses Landes bei den nächsten Wahlen die entsprechende Antwort geben werden. Herr Bollmann, Sie feiern den Sieg einer Mehrfachmillionärin mit sieben Kindern welche auch noch auf Kosten der Ärmsten für ihren eigenen Nachwuchs Kindergeld aus der Staatskasse bezieht und nennen das dann auch noch Gerechtigkeit!  IE

Hier nun der Pressebericht welcher von der Herner Wählergemeinschaft durch das Mitglied des Herner Stadtrat Rainer Kielholz entsprechend beantwortet wird:

Der Herner Bundestagsabgeordnete Gerd Bollmann hat den nach langem Ringen zwischen Regierung und Opposition zu Wochenbeginn gefundenen Kompromiss zur Neugestaltung der Hartz IV-Grundsicherung begrüßt. „Gewonnen hat die Vernunft“ sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit SN-Redaktionsleiter Pitt Herrmann im Berliner Paul-Löbe-Haus, das sich vor allem um die Kommunalfinanzen drehte – und ganz am Rande auch um den Zustand der schwarz-gelben Koalition nach dem Guttenberg-Skandal und der Hamburg-Pleite.

„Sicherlich kann man sich bessere Lösungen bei der Neugestaltung des ALG-II vorstellen“, so Bollmann. „Die Sozialdemokratie hatte sich für weitergehende Verbesserungen eingesetzt, u.a. für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit und für einen gesetzlichen Mindestlohn. Unsere Bedenken, ob die Berechnungen der Regelsätze die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts erfüllt, bleiben bestehen. Insgesamt aber halte ich den gefundenen Kompromiss für einen Erfolg.“

Quelle: Sonntagsnachrichten Herne >>>>> weiterlesen

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Wählergemeinschaft
Soziale Gerechtigkeit
Herne / Wanne Eickel
44652 Herne * Schultenhof 3

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bollmann,

Sie begrüßten in einem Gespräch mit den Sonntagsnachrichten vom 27.2.2011 den nach langem Ringen zwischen Regierung und Opposition gefundenen Kompromiss zur Neugestaltung der Hartz IV-Grundsicherung. In diesem Gespräch sagten Sie ferner: „Gewonnen hat die Vernunft“.

Was für ein mickriges Ergebnis!

Drei Euro mehr als von der Regierung geplant bekommen die Hartz-IV-Empfänger nun.

Das ist Vernunft, Herr Bollmann?

Es ist kein Sieg der Vernunft gewesen, Herr Bollmann! Es war, wie die Financial Times Deutschland mutmaßt, die pure Angst aller am Zustandekommen des Kompromisses beteiligten Parteien, nach 8 Wochen Verhandlung den BürgerInnen zu zeigen, doch verhandlungsfähig zu sein.

Wie gespalten muss man sein, wenn Sie einerseits davon sprechen, dass auch Sie Bedenken haben, dass die Berechnungen der Regelsätze den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichtes nicht genügen, andererseits sehen Sie den gefundenen Kompromiss als einen Erfolg an.

Sie, Herr Bollmann, blicken auch stolz auf die 5 € und auf die 3 € ab 2012. Gerechtigkeit auf Raten gibt es nicht, sagt Prof. Butterwegge (Armutsforscher). Entweder entspricht ein Regelsatz von 364 Euro dem Urteil von 2010 – oder aber ein Regelsatz von 367. Hier hat ein Kuhhandel stattgefunden.

Was ist Ihre Botschaft, wenn Sie über Mindestlohn und Aufstocker sprechen?

Denn bei Ihren Aussagen spüren wir eine leere Redundanz.

Wie Sie sich zum Mindestlohn einlassen fördert den Umkehrschluss, dass Sie bei Fehlen des Mindestlohns auch nicht für eine stärkere Regelsatzerhöhung votieren, da dann die Zahl der Aufstocker ansteigt und dieses zu erheblichen Mehrbelastungen für die Steuerzahler und die Kommunen führt.

Auch bei Ihrer Einschätzung über die Aufstocker bemerken Sie wieder die Mehrbelastung der Kommunen bei den Kosten der Unterkunft.

Beides ist schräg, Herr Bollmann.

Wenn Sie jetzt als Mitglied des SGK-Vorstandes bemüht sind, die Kommunen in den Vordergrund zu stellen (wie das in jeder Kompromiss-Erklärung zu hören ist), fragen wir uns, warum Sie damals für die Unternehmenssteuerreform gestimmt hatten, die doch das Ausbluten der Kommunen nachhaltig befördert hatte.

Und wenn Sie sagen, dass steigende Regelsätze ohne Mindestlohn zu Mehrbelastungen der Steuerzahler und Kommunen führen, ist auf folgenden Sachverhalt, den man bisher gar nicht so gezielt in den Fokus stellt, hinzuweisen: An den Hartz IV-Regelsätzen orientieren sich auch die Bedarfe für Sozialhilfe, die Hilfe zum Lebensunterhalt, die Grundsicherung und die Grundsicherung im Alter.

Damit werden also schwer chronisch Kranke mit zu niedriger Erwerbsunfähigkeitsrente, AltersrentnerInnen mit zu kleiner Rente und Behinderte mit diesem Satz abgespeist und müssen auf ALG II-Niveau leben.

Erwachsene Behinderte, die bei ihren Eltern oder in einer Wohngemeinschaft leben, sollen tatsächlich nur noch 80 Prozent vom Regelsatz erhalten.

Ein besonderer Skandal im Vermittlungsergebnis!

Und kein Sieg der Vernunft, Herr Bollmann!

Zur Entlastung der Kommunen soll dieser Kompromiss auch beitragen, bemerken Sie in dem Gespräch mit den Sonntagsnachrichten. Nur, was ist bei den bis 2015 angedachten 12 Mrd. € belegbar, wie wirkt sich das finanziell in etwa in Herne aus?

Wie auch beim Bildungspaket sollen fast alle gewonnen haben, meinen Sie weiter, lieber Herr Bollmann.

Dieses Bildungspaket ist doch überhaupt nicht den Namen wert. Wir nennen hier nur die 10 € monatlich für den Besuch einer Musikschule oder für die Mitgliedschaft in einem Sportverein.
Selbst wenn die Mehrheit im Rat der Stadt Herne die Gebühren für den Besuch der Musikschule nicht erhöht hätte, wäre dieses mit den 10 € nicht zu bewältigen.

Herr Bundestagsabgeordneter, Sie versäumen an dieser Stelle mitzuteilen, dass durch den Wegfall der Rentenbeiträge und des Elterngeldes für Hartz IV-Empfänger der Bund 2,6 Mrd. €  jährlich einspart.

Wir wollen Sie nur daran erinnern.

Nebenbei: die Nachhaltigkeitsrücklage wird von der Rentenversicherung Bund als gefährdet gesehen, und dass diese Lücke durch Beitragserhöhungen zu kompensieren ist.

Eine Rentenkürzung durch die Hintertür, weil die Rentenanpassungen daher zukünftig geringer ausfallen werden.

Lieber Herr Bollmann, Sie sprechen vom Sieg der Vernunft.

Wir sagen: Man hat den tragenden Gedanken des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, den Armen ein Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum einzuräumen, mit Füßen getreten.

Und wir wollen Sie daran erinnern, dass Sie noch vor kurzem Hartz IV als notwendig und richtig angesehen haben.

Außerdem:

* Sie waren für die Unternehmenssteuerreform, die die Kommunen doch erst richtig ausbluten ließ.
* Sie waren gegen die Wiedereinführung der Pendlerpauschale.
* Sie waren für die Erhöhung der MwSt um 3 %.
* Sie stimmten für die Rente mit 67.
* Sie stimmten für die vorherige Gesundheitsreform (Gesundheitsfonds, der Türöffner für die derzeitige * Situation in der Gesundheitspolitik).
* Sie stimmten für den Lissabon-Vertrag.
* Sie stimmten für die Bahnprivatisierung.
* Sie waren für die Verlängerung der Kriegseinsätze im Ausland.
* Sie stimmten für die Vorratsdatenspeicherung.
* Sie waren dafür, eine Schuldenbremse in die Verfassung aufzunehmen (eine gesamtwirtschaftliche Vollidiotie)
* Sie waren auch für das Bankenrettungspaket, obwohl dieses dem Parlament überhaupt keine Kontrollmöglichkeit zuließ.

Rainer Kielholz
Wählergemeinschaft
Soziale Gerechtigkeit

Herne / Wanne-Eickel

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* “Kohle statt Atom”

Erstellt von Dieter Carstensen am 13. März 2011

“Kohle, wir wollen Kohle statt Atom”

Dieser Aufruf könnte das deutsche Volk wieder einigen. Kohle wollen alle, sei es als Geld, als Ersatz für wahrscheinlich demnächst explodierende AKW’s , zum Heizen, oder um als Hartz IV’ ler nicht am langen Arm verhungern zu müssen. Kohle! Das Zukunftsthema: Die Bergbauflöze im Pütt machen wieder auf, hunderttausende neuer Arbeitsplätze entstehen, Deutschland wird das Kohleland Nummer Eins, die Bergbaugewerkschaften jubeln, die Kohlehändler auch, die Wirtschaft blüht auf und alle haben wieder Kohle . Kohle statt Atomkraft halt. Deutschland, das Land der blühenden Landschaften, was Kohl ja versprochen hatte …

Bewusst verzichte ich in diesem Beitrag auf wissenschaftliche Begründungen und zig Quellenangaben, sondern argumentiere rein mit menschlich nachvollziehbarer Logik. Die deutsche Steinkohle aus dem Ruhrgebiet hat einen der höchsten Brennwerte auf dem internationalen Kohlemarkt, was sie von der ostdeutschen Braunkohle deutlich unterscheidet. Unsere Kohlevorräte reichen noch Jahrhunderte.

Aber wir haben unseren Steinkohlebergbau kaputt gemacht, angeblich ist Atomkraft ja sauberer. Außerdem wäre unsere Steinkohle im Weltmarktpreisvergleich zu teuer. Ein z.B. verstrahltes NRW nach einem AKW GAU wäre preiswerter? Welch eine Logik!

Moderne Kohlekraftwerke, mit entsprechenden Filtern versehen, können sehr sauber arbeiten und wären eine Alternative zu einer AKW Explosion auch in der BRD, die kurz oder mittelfristig erfolgen wird.

Kohlekraftwerke explodieren übrigens auch recht selten und wenn, dann rieselt Kohlestaub auf die Umgebung, aber kein radioaktiver Fallout.

Kohlestaub kann man von der menschlichen Haut abwaschen, bei radioaktivem Staub auf der Haut, nach einer AKW Kernschmelze, wende man sich an den Bestatter seines Vertrauens, sofern er dann noch lebt.

Ansonsten soll, wie Außenminister und Kanzlerin heute in zig Aussagen wiederholten, Gottvertrauen helfen.

Gott, so es ihn geben sollte, ein Beweis für seine Existenz wurde noch nie geliefert, war aber noch nie auf Seiten der Armen, zumindest das ist historisch eindeutig nachweisbar. Warum sollte also ein denkender Mensch, “Gottvertrauen” in die Atompolitik einer Bundesregierung haben, die behauptet, unsere Atomkraftwerke seien die Sichersten der Welt. Haben dieselben Leute auch von der Rente und den Arbeitsplätzen behauptet, in wechselnden Regierungen zwar, aber die offensichtlichen Versuche, das Volk zu verdummen, waren immer gleich im Ergebnis.

Das Dosenpfand sollte den Einwegmüll begrenzen, das Gegenteil trat ein, das neue Benzin E 10 ist der Bringer, nur gehen viele Motoren kaputt davon, die Bahn als Aktiengesellschaft, ein Bringer, kaputte Züge und Gleise, Kohleabbausubventionen gestrichen, dafür ist Altkanzler Schröder jetzt beim russischen Gasprom Konzern tätig.

Die 16 Prozent an der Stromproduktion, welche unsere maroden Atomkraftwerke liefern, könnte man problemlos durch hochenergieeffiziente und umweltfreundliche Kohlekraftwerke ersetzen, wenn es wirklich um uns alle und nicht die Profite einiger Weniger ginge.

Nehmen wir z.B. unseren Nachbarstaat Dänemark: Dort gilt als Grundsatz in der Energieversorgung nicht, Profit an erster Stelle, sondern Energieversorgungssicherheit der Bevölkerung an erster Stelle, das ist gesetzlich klar geregelt.

Nehmen wir z.B. unseren Nachbarstaat Schweiz: Dort funktioniert die Bahn, weil die Schweizer Bevölkerung sich in einer Volksabstimmung mit absoluter Mehrheit für den Ausbau, statt den Abbau der Bahn ausgesprochen hatte.

Daher sage ich, Kohle für alle und nicht für die paar Wenigen, die sich skrupellos auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.

Das hat nur noch wenig mit Demokratie zu tun.

Aber wir können natürlich auch alle, wie die Lemminge, gemeinsam in den deutschen Supergau rennen, egal ob nun wirtschaftlich, politisch, oder AKW mäßig gemeint, lieber wäre mir allerdings, die deutschen Michel wachen endlich auf und sagen den Parteien aller Couleur:

“Es reicht, wir wollen Kohle!”

Siehe auch den Beitrag bei den Ruhrbaronen

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* Die LSK Saar hört aber…

Erstellt von DL-Redaktion am 13. März 2011

..versteht sie auch ?

Wie uns von Anwesenden Beobachtern aus der gestrigen 3. mündli. Verhandlung vom Ausschlussverfahren Bierbaum ./. S. berichtet wird, arten die Verhandlungen vor dieser Landesschiedskommission immer mehr zu doch sehr eigenwilligen, schon skurril eingeschätzten Laien Sitzungen aus. Da sollen verschiedene Anträge eingereicht und nicht berücksichtigt werden, Anträge vorgebracht und oder so spät eingereicht werden, auf dass die Gegenseite nicht mehr entsprechend reagieren kann.

Auch ist es schon mehr als Verwunderlich das der Antragsteller Prof. Bierbaum als Ankläger nicht vor Ort erschien und sich von der stellv. Landesvorsitzenden Sandy Stachel vertreten ließ. Ist das schon als ein Zeichen von fehlender Zivilcourage zu werten? Schon aus der letzten Verhandlung vor der Bundesschiedskommission in Berlin wurde nur negativ über eine allzu schwache Vorstellung dieser Person berichtet.

Auch wäre einmal grundsätzlich zu prüfen, inwieweit ein bei der Linksfraktion angestellter Jurist als Rechtsbeistand für den Antragsteller Bierbaum auftreten und parteiinterne Arbeiten erledigen darf.

Nach über 20 min. „Beratung“ haben die für Befangen erklärten Kommissions Mitglieder Cönen und Cordes verkündet: Der Antrag ist „rechts missbräuchlich“! Im Fall Fieg muss man zuerst die Eidesstattliche Versicherung abwarten. Anschließend argumentierte auch dieser mit „rechts missbräuchlich“.

Es kann doch wohl nicht angehen, dass für Befangen erklärte Mitglieder über ihren eigenen Antrag, der sie für befangen erklärt, beraten.

Die Bundesschiedsordnung sagt über die Befangenheit in § 12 folgendes aus:
Über ein Ablehnungsgesuch entscheiden die anderen Mitglieder in Abwesenheit des betroffenen Mitglieds mit einfacher Mehrheit. Die Entscheidung über den Antrag auf Befangenheit ist nicht anfechtbar.
Hier noch vom juristischen Sachverstand zu reden, mutet schon seltsam an.

Die Beobachter sahen in dieser Anhörung mehr die Unsicherheit einer Landesschiedskommission  heraus, welche sich bereits aufgegeben hat, da sie sich voraussichtlich  innerhalb einer Berufung in Berlin ehe ohne Chancen sieht.  Sie werden eingesehen haben dass ihnen ehe keiner mehr Glauben schenken wird.

Das mag auch der Grund dafür sein, dass schon am 23.10.2010 kein Schiedsspruch verkündet wurde obwohl laut Bundesschiedsordnung das Verfahren dort schon abgeschlossen war.

So hört man immer wieder heraus dass die Mitglieder der LSK Saar nicht unabhängig, sondern möglicherweise an Weisungen gebunden sind.

Die Bundesschiedsordnung sagt im § 10  folgendes aus:
“Die Schiedskommission entscheidet nach Abschluss der mündlichen Verhandlung in geschlossener Sitzung (6)
Der Schiedsspruch darf sich nur auf das dem Schiedsverfahren zu Grunde liegende Material und die Ergebnisse der mündlichen Verhandlung gründen (7)
Beschluss und Begründung sollen innerhalb von zwei Wochen schriftlich abgefasst und unverzüglich den Verfahrensbeteiligten zugestellt werden (8).

Eine ganz besonders anrüchige Rolle spielt in diesem Verband scheinbar der ehemalige Vorsitzende der Schiedskommission Fieg. So soll sich dieser schon einmal in der Vergangenheit über eine von „Oben“ erteilte, einzuhaltende Order Öffentlich geäußert haben was dann wiederum auch auf die erwähnte Weisungs-Bindung  hinweist.

Wir von unserer Seite werden die Vorkommnisse weiterhin aufmerksam beobachten und darüber berichten.

IE

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* Leyen I - Schelte

Erstellt von UP. am 13. März 2011

Es ist eine unumstössliche Tatsache, dass Hartz 4 selbst mit den 5-Euro Zuschlag eine Mogelpackung bleibt. Denn es hiess, dass alle Hartz4 Empfänger die 5 Euro bekommen, ausser den Aufstockern.

Es sollte jedoch jeder gut informierte Mensch wissen, dass die als Erhöhung um 5 Euro verkaufte Reform eigentlich eine Absenkung um 51 Euro bedeutet.

Die statistischen Rechentricks dazu sehen aus wie folgt:

Man reduziert das durchschnittliche Einkommen der Geringverdiener in der Statistik um 20%, das bringt 17 Euro. Dann entfällt der Anteil für Tabak und Alkohol, macht auch 17 Euro. Schliesslich entfällt der Anteil für Gaststättenbesuche - macht noch einmal 17 Euro. Streng genommen müsste der neue HARTZ IV - Satz so aussehen:

359 Euro
+ 3*17 Euro)
+ 5 Euro

= 415 Euro - mindestens!

Politisch genehmigt wurden aber nur 364 Euro. Leider werden solche Sachverhalte in der Mainstream-Presse in keiner Weise dargestellt.

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* Geistige Inquisition

Erstellt von UP. am 12. März 2011

Das “berühmt berüchtigte” Hamburger Landgericht macht wieder einmal von sich reden:
Denkwürdig, dass sich die Diözese Regensburg an eben dieses HH-Landgericht wendet, welches öfter schon durch echt irre Urteile glänzte, die mit Menschenverstand wirklich nichts mehr gemein hatten. So auch dieses folgende.

istlokal.de protestiert gegen “Schweigegeld”-Urteil: “Mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbare Entscheidung”

Presseerklärung des Netzwerks istlokal.de zum Urteil des Hamburger Landgerichts in der Sache „Schweigegeld“ Diözese Regensburg vs. Stefan Aigner

Stefan Aigner: Hamburger Landgericht verbietet Regensburger Journalisten Geldzahlungen und eine “Verschwiegenheitsverpflichtung” im Fall des sexuellen Missbrauchs an einem Jungen durch einen katholischen Pfarrer als “Schweigegeld” zu bezeichnen.

Heddesheim/Hamburg, 11. März 2011. Das Hamburger Landgericht hat heute einer Klage der Regensburger Diözese gegen den Journalisten Stefan Aigner „recht“ gegeben.

Eine Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Dem Journalisten ist untersagt worden, Zahlungen der katholischen Kirche an die Eltern eines durch einen Priester missbrauchten Jungen als „Schweigegeld“ zu bezeichnen.

Scharfer Protest.

Das Netzwerk istlokal.de protestiert auf Schärfste gegen diese mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbare Entscheidung.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Missbrauchsfälle bekannt. Dutzende von Priestern hatten teils über Jahre hinweg hunderte von Ministranten und andere schutzbefohlene Kinder, überwiegend Jungen, sexuell missbraucht.

Anstatt diese Missbräuche an Leib und Seelen der Kinder konsequent aufzuklären, hat die katholische Kirche viele Fälle vertuscht, Priester versetzt, „Entschädigungszahlungen“ geleistet.

>>> weiterlesen bei istlokal.de

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* Das Guttenberg-Syndrom

Erstellt von DL-Redaktion am 12. März 2011

Hatten wir nicht geglaubt wenigstens die Zeiten des Adels weit, weit hinter uns gelassen zu haben und den Rest der in diesem Land sich noch umtriebigen  Restbestände als schillernde Facetten der „Blaublütigen“ aus der Illustrierten „Bunte“  mitleidig zu belächeln? Geben wir uns mit der Erklärung zufrieden welche besagt das die Bevölkerung nach Vorbildern suche und eines davon in KT zu finden geglaubt habe, oder erkennen wir dass diese Aussage nur Teil einer weiteren Volks Verdummung ist  ?

Vorbilder aus Kreisen des Adels? Mitglieder aus der Gruppe der größten Schmarotzer welche in Europa über viele Jahrhunderte die Menschen so stark ausgenutzt haben, um auch heute noch von den damals zusammen gestohlenen Reichtum zehren zu können? Das ist schlicht unglaublich und zeugt von der Vorspiegelung falscher Tatsachen. Wir sollten uns besser an die Zahlen orientieren welche von der Beteiligung an den Sympathieversammlungen „für Guttenberg“ bekannt wurden. Über das ganze Land verteilt einige wenige Hundert.

Das genaue Gegenteil müsste der Fall sein. Hat uns nicht der scheinbar betrügerisch erschlichene Titel eindringlich auf die noch immer existierende Großmannssucht der ehemaligen Eliten hingewiesen? Ist dieser Vorfall nicht ein Spiegelbild der Historie dieser ehemaligen Raubritter und selbst ernannten Edel-Männer -Frauen? Kann einer Bevölkerung besser aufgezeigt werden als das diese Kaste uns auch heute noch das Vorleben möchte was sie immer gemacht hat, sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes unbeschwertes Leben zu machen? Etwa vergleichbar mit Hartz IV Empfänger welche sich laut Aussage vieler Politker ja auch nur auf Kosten der Anderen einen schönen Tag ohne Arbeit machen wollen?

Sollte nicht ernsthaft hinterfragt werden was so ein Titel heute noch Wert ist und ob die Vergabe überhaupt noch einen Sinn hat? Vor allem im Angesicht der Tatsache, das die Vergabe von Titeln heute auch zu einem großen Geschäft geworden ist. Im Internet gibt es schon Angebote für 400 Dollar und ich glaube kaum das besonders die Politik auf die Vergabe von Titel verzichten kann.

Ist es doch eine gute Möglichkeit ein Gehirngetrocknetes Mauerblümchen im Bundestag risikolos in eine wunderschöne Orchidee zu verwandeln. Siehe den Adel unseres “Hohen Hauses”. Auch wird sich der Staat schwerlich den Markt verbauen für den Preis eines Ordens, auch das ist ein Titel, wertvolle Rohstoffkämpfer für den Krieg in Afghanistan oder demnächst folgende weitere Kriege einzukaufen. IE

Hier ein Kommentar von RAINER KREUZER.

Es gibt Leute, die beinahe schon als Chef, Leiter oder Vorstand zur Welt kommen: Menschen, die bereits nach wenigen Monaten Berufserfahrung zum Chefredakteur aufsteigen oder sofort irgendetwas leiten: eine Abteilung, ein Ressort, ein Ministerium oder am besten den ganzen Konzern.

Man sieht es ihnen auf den ersten Blick an, dass ihr Weg direkt nach oben führt. Egal welche Schnitzer sie sich erlauben, welche handwerklichen Fehler und Mängel: Jeder Flop führt sie einen Schritt weiter - mit oder ohne Doktortitel.

Auch in den Medienbetrieben findet man sie. Deutschlands mächtigster Medienboss etwa, der Bild-Zeitungs-Chef Kai Diekmann, konnte es sich sogar erlauben, sein Studium abzubrechen. Der akademische Abbruch, der einem sonst gern als mangelndes Durchhaltevermögen ausgelegt wird und die Berufschancen fast in Richtung Hartz VI mindert, bildete bei Diekmann den Start in eine wunderbare Karriere. Schon vier Jahre nach dem Beginn seiner Ausbildung trug er den Titel “Chefreporter”. Auch die Mehrheit der Vorstände in den DAX-Unternehmen hat es zu keiner Doktorwürde geschafft, dafür aber an die Spitze der Macht.

Wer den Doktor noch braucht

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Die falsche Seite

Erstellt von Uri Avnery am 12. März 2011

Einen neuen Artikel aus Tel Aviv von Uri Avnery. Heute schreibt er über seine Visionen zum Erstehen einer neuen Weltordnung, über ein Zusammenkommen der Nationen. Es wäre schön wenn seine Visonen wahr würden. Noch dringender aber würde ich ihm empfehlen wieder einmal seine Geburtstadt, welche meine Heimatstadt ist, zu besuchen, um sich von dem neu aufkommenden Nationalismus in diesem Lande überzeugen.  IE

Die falsche Seite

Von allen erinnerungswerten Sätzen, die von Barack Obama in den letzten zwei Jahren geäußert wurden, ist mir einer aus seiner historischen Rede, die er in Kairo zu Beginn seiner Amtszeit gehalten hat, mehr als jeder andere im Gedächtnis geblieben. Er warnte die Nationen davor, sich “auf die falsche Seite der Geschichte” zu stellen.

Es scheint, dass die arabischen Nationen diesem Ratschlag mehr Beachtung geschenkt haben, als er erwartet hatte. In den letzten Wochen sprangen sie von der falschen auf die richtige Seite der Geschichte. Und was für ein Sprung das war!

Unsere Regierung bewegt sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Sie ist entschlossen, so wie es scheint, sich so weit wie möglich von der richtigen Seite zu entfernen.

Wir sind in einer Sackgasse. Und es liegt in der Natur der Sackgasse, dass man, je tiefer man dort hineingerät, umso weiter zurückgehen muss, wenn die Zeit kommt.

Diese Woche fand ein faszinierendes Telefongespräch statt. An einem Ende war Benjamin Netanyahu, an dem anderen die deutsche Bundeskanzlerin.

In den vergangen Zeiten sprachen die Weltführer grundsätzlich nicht direkt miteinander. Bismarck nahm nicht das Telefon, um mit Napoleon III. zu sprechen. Er hatte routinierte Diplomaten gesandt, die genau wussten, wie man Kanten glättet und wie man mit sanfter Stimme ein Ultimatum überbringt.

Netanyahu rief an, um Angela Merkel wegen Deutschlands Votum zugunsten der Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Verurteilung der Siedlungen zurechtzuweisen – der Resolution, die durch das skandalöse Veto der USA verhindert wurde. Ob unser Premierminister den Holocaust erwähnt hat, weiß ich nicht, aber mit Sicherheit brachte er seinen Ärger zum Ausdruck, dass Deutschland es gewagt habe, gegen den “jüdischen Staat” zu stimmen.

Über die Antwort war er schockiert. An Stelle einer reuevollen Frau Merkel, die sich unterwürfig entschuldigt, hörte sein Ohr die Vorwürfe einer Schullehrerin, die ihm klipp und klar ihre Meinung sagte. Sie sagte ihm, dass er all seine Versprechen gebrochen hätte und dass keiner der Weltführer auch nur einem einzigen seiner Worte von nun an Glauben schenken werde. Sie verlangte von ihm, dass er mit den Palästinensern Frieden schließe.

Wenn jemand wie Netanyahu als “sprachlos” gelten könnte, wäre dies in diesem Moment geschehen. Zu Netanyahus Glück kann ihm so etwas jedoch einfach nie passieren.

Dieses Gespräch ist ein Symptom eines fortschreitenden Prozesses – der langsamen, aber ständigen Verschlechterung von Israels internationalem Ansehen.

In Israel nennt man das “Delegitimatsia”. Man sieht darin eine unheimliche, weltweite Verschwörung, eher analog den ‚Protokollen der Weisen von Zion’. Ganz klar, es steht mit nichts im Zusammenhang, was wir tun – da ja all unsere Taten so rein wie Gold sind. Die einleuchtende Folgerung daraus: Israels Feinde in der ganzen Welt – einschließlich ihrer Fünften Kolonne in Israel selbst – planen insgeheim die Zerstörung Israel mit Hilfe aller Boykottarten.

Unsere Führer wissen, wie man diesen geplanten Anschlag verhindern kann –nämlich, indem Gesetze erlassen werden. Jeder, der den Feinden Israels Listen von Unternehmen, die in den Siedlungen ansässig sind, liefert, wird bestraft. Jeder, der zu einem Boykott gegen Israel oder die Siedlungen aufruft, ist – in den Augen der Gesetzesmacher ein und dasselbe – er muss astronomische Strafgelder und Entschädigungen zahlen, Millionen Dollar. Und wenn all das noch nicht hilft, dann werden die Feinde des Regimes ins Gefängnis gesteckt, so wie es bereits Jonathan Pollak, einem Demonstranten für Frieden, ergangen ist.

Aber es hat den Anschein, unsere Führer verlassen sich nicht einzig und allein auf diese Maßnahmen . Deshalb entschied unser stellvertretender Außenminister, Danny Ayalon (erinnern Sie sich?, das Genie, das den türkischen Botschafter demütigen wollte, indem er ihn auf einen niedrigen Stuhl platzierte), entschied, nach noch radikaleren Mitteln zu greifen: Alle israelischen Botschafter werden nun zu einem historischen Treffen mit unserem Urvater Abraham zur Höhle von Machpela in Hebron gesandt, der gemäß dem jüdischen Glauben dort beerdigt ist (Archäologen denken, dass es ein muslimischer Scheich ist, der dort liegt.)

Im Ernst, unsere Führer sehen nun aus wie der Junge in der Legende, der seinen Finger in den Deich steckt, um das Wasser aufzuhalten, obwohl in unserem Falle der gesamte Deich bereits bröckelt.

Ja, Israels Ansehen in der Welt sinkt tatsächlich ständig weiter, aber nicht aufgrund eines weltweit geplanten Anschlags, bei dem sich “Antisemiten” und “selbsthassende Juden” vereinen.

Unser Ansehen sinkt, weil wir auf der falschen Seite der Geschichte stehen.

Israel hat seit Jahrzehnten ein Besatzungsregime aufrecht erhalten. Es fährt damit fort, ein anderes Volk zu beherrschen und zu demütigen. Ideologisch und praktisch lebt es in der mentalen Welt des 19. Jahrhunderts, wohingegen der Rest der Welt zum Leben im 21. Jahrhundert startet. Israels Politik ist schlicht und einfach anachronistisch.

Das 21. Jahrhundert wird das Zusammenkommen der Nationen sehen. Es wird den Beginn einer Weltordnung sehen, und ich habe keinerlei Zweifel, dass dieser Gedanke realisiert werden wird.

Dies ist keine Vision von blauäugigen Idealisten. Es ist eine bedeutende Notwendigkeit für die Menschenrasse und all ihre Völker und Nationen. Die Welt ist mit Problemen konfrontiert, die kein Einzelstaat oder keine Staatengruppe selbst lösen kann. Die globale Erwärmung, die die gesamte Existenz der menschlichen Spezies bedroht, ist naturgemäß ein Weltproblem. Die kürzliche Wirtschaftskrise hat gezeigt, der Zusammenbruch der Wirtschaft eines Landes kann sich wie ein Lauffeuer über die gesamte Welt verbreiten . Das Internet hat eine weltweite Gemeinschaft aufgebaut, mit deren Hilfe Gedanken leicht von Land zu Land verbreitet werden können, so wie wir es gerade in der arabischen Welt sehen können.

Internationale Institutionen, die einst nur Spott ernteten, sind im Begriff, eine effektive Gerichtsbarkeit zu erlangen. Der Internationale Gerichtshof hat an Einfluss gewonnen. Das Völkerrecht, das in der Vergangenheit hauptsächlich eine abstrakte Idee war, entwickelt sich langsam zu einem echten Weltrecht. Bedeutende und mächtige Länder wie Deutschland und Frankreich geben einen Großteil ihrer Souveränität zugunsten der Europäischen Union ab. Die regionale und weltweite Kooperation zwischen den Nationen wird zu einer politischen Notwendigkeit.

Konzepte wie Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte, sind nicht nur moralische Werte – in der Welt von heute werden sie zu wesentlichen Notwendigkeiten, zur Basis einer neuen Weltordnung.

All diese Prozesse gehen unerträglich langsam voran, geradezu in geologischem Tempo. Aber die Richtung ist unmissverständlich und kann nicht wieder umgekehrt werden. Was immer auch Barack Obamas Handlungen – oder das Ausbleiben dieser - bewirkten, seiner Intuition in Bezug auf die Richtung kann man vertrauen.

Das ist die “richtige Seite der Geschichte”. Aber unser Land verschließt davor seine Augen. Wahrhaftig übertrifft es die meiste internationale Industrie und Hochtechnologie und arbeitet mit Erfolg an der Ausdehnung seiner wirtschaftliche Beziehungen zu den entferntesten Punkten der Welt. Aber es verschmäht die internationale öffentliche Meinung, die UNO und das internationale Recht. Es hält an einer Art des Nationalismus’ fest, die zur Zeit der französischen Revolution “modern” war, als der “Nationalstaat” das höchste Ideal war. Selbstverständlich ist der Nationalismus nicht tot und hat sogar heute noch einen bedeutenden Platz in dem Bewusstsein der Völker. Aber dabei handelt es sich um eine völlig neue Form von Nationalismus, den Nationalismus des 21. Jahrhundert, der nicht im Widerspruch zum Internationalismus steht, sondern im Gegenteil, der einen Baustein im Bauwerk der internationalen Struktur darstellt.

Die arabischen Nationen sind plötzlich aus einem Jahrhunderte langen Schlummer aufgewacht und kämpfen nun, um die anderen Nationen einzuholen. Die anachronistischen Tyrannen, die sie unten hielten, ihre Fähigkeiten verschwendeten und ihnen Muster vergangener Zeiten aufzwangen, gibt es nicht mehr.

Es ist schwer erkennbar, wohin diese Aufstände, die die Region von Marokko bis Oman und von Syrien bis zum Jemen erfasst haben, gehen werden. Es fällt schwer. etwas vorherzusagen, besonders die Zukunft.

2011 mag für die arabische Welt das sein, was 1848 für Europa war. Damals, als das französische Volk sich erhob, breiteten sich die Wellen der Revolution über einen Großteil der Fläche des Kontinents aus. Es scheint, dass ich nicht der einzige bin, der jetzt an dieses Beispiel erinnert wird. Viel kann daraus gelernt werden und nicht alles ist positiv. In Frankreich beseitigte der Aufstand ein korruptes Regime, aber er ebnete den Weg für den Aufstieg von Napoleon III., den ersten der modernen Diktatoren Europas. In Deutschland, damals in Dutzende Königreiche und Fürstentümer zersplittert, waren die Machthaber verängstigt und versprachen so demokratische Reformen. Aber während die Debatten der Juristen und Politiker in Frankfurt über die Zukunft des Grundgesetzes weiter und weiter gingen, versammelten die Könige ihre Armeen, vernichteten die Demokraten und starteten eine neue Ära der Unterdrückung. (Der Fehlschlag der Frankfurter Versammlung kommt zum Ausdruck in dem unsterblichen deutschen Vers: ” Dreimal hundert Professoren! Vaterland, du bist verloren!”)

Die Revolutionen von 1848 hinterließen ein Vermächtnis von Enttäuschung und Verzweiflung. Aber sie waren nicht umsonst. Die noblen Ideen, die in diesen stürmischen Monaten entstanden sind, sind nicht “gestorben”, zukünftige Generationen strebten danach, sie in allen Ländern des Kontinents zu realisieren. Die jetzige Fahne von Deutschland entstand in jenen Tagen.

Die arabischen Revolutionen mögen auch in Misserfolg und Enttäuschung enden. Sie mögen neue Diktaturen entstehen lassen. Hier und da mögen anachronistische religiöse Regime aufkommen. Jedes arabische Land ist anders als die anderen, und in jedem werden sich die Entwicklungen den Bedingungen vor Ort unterordnen. Aber was sich gestern in Tunesien und Ägypten ereignet hat, was sich heute in Libyen und im Jemen abspielt und was morgen in Saudi Arabien und Syrien geschieht, wird das Profil der arabischen Länder über einen langen Zeitraum prägen. Sie werden eine vollkommen neue Rolle auf der Weltbühne spielen.

Israel wird von den Siedlern beherrscht, die geistig den Kreuzfahrern des 12. Jahrhunderts gleichen. Fundamentalistische religiöse Parteien, die sich nicht allzu sehr von ihren iranischen Kontrahenten unterscheiden, spielen eine bedeutende Rolle in unserem Staat. Die politische und wirtschaftliche Elite ist von Korruption durchdrungen. Unsere Demokratie, auf die wir so stolz waren, ist in Todesgefahr.

Einige Menschen argumentieren, dass all dieses geschieht, weil “Netanyahu keine politische Linie hat”. Nonsens! Er hat eine klare Politik: Israel als Garnisonsstaat aufrecht zu erhalten, um die Siedlungen auszudehnen, um die Gründung eines echten Palästinenserstaates zu verhindern und ohne Frieden in einem Staat des ewigen Konfliktes weiterzumachen.

Gerade jetzt hat man durchsickern lassen, dass Netanyahu eine historische Rede halten wird – eine weitere – sehr bald. Nicht in der Knesset, deren Bedeutung beinahe gleich Null ist, sondern in einem wirklich bedeutenden Forum: der AIPAC, der Pro-Israel-Lobby in Washington.

Dort wird er seinen Friedensplan offen legen, von dem ebenfalls Einzelheiten durchgesickert sind. Ein wundervoller Plan, mit nur einem geringen Fehler: Er hat nichts mit Frieden zu tun.

Er schlägt vor, einen Palästinenserstaat in “provisorischen Grenzen” zu errichten. (bei uns ist nichts beständiger als das “Provisorische”). Er wird aus der Hälfte der Westbank bestehen. (Die andere Hälfte, einschließlich Ost-Jerusalem, wird vermutlich mit Siedlungen bedeckt werden). Für die Diskussion über die Kernthemen – wie Grenzen, Jerusalem, Flüchtlinge usw. – wird es einen Zeitplan geben. (In Oslo wurde ein Zeitplan von fünf Jahren festgesetzt. Er lief 1999 aus, zu einer Zeit, wo die Verhandlungen noch nicht einmal begonnen hatten.) Bis die Palästinenser Israel als einen Staat des jüdischen Volkes anerkennen und seine “Sicherheitserfordernisse” akzeptieren, werden keinerlei Verhandlungen beginnen. (mit anderen Worten: Nie!)

Wenn die Palästinenser solch einen Plan akzeptieren, müssen sie (nach den Worten des Verteidigungsministers der USA in einem anderen Kontext) “ihre Köpfe untersuchen lassen”. Aber natürlich wendet sich Netanyahu nicht an die Palästinenser. Sein Plan ist ein primitiver Marketingversuch. (Immerhin war er in der Vergangenheit ein Marketing-Agent für Möbel). Das Ziel ist, die internationale Kampagne der “Delegitimatsia” zu stoppen.

Ehud Barak hatte auch diese Woche etwas zu sagen. In einem langen TV-Interview, das fast völlig aus politischen Geschwafel bestand, machte er eine wichtige Anmerkung: die arabischen Aufstände verschaffen Israel neue Möglichkeiten. Welche Möglichkeiten? Sie ahnen es: größere Mengen amerikanischer Waffen zu erhalten. Waffen und Amerika über alles!

Und in der Tat, der einzige Faktor, der diese Politik ermöglicht, ist die beispiellose Beziehung zwischen Israel und den USA. Aber das arabische Aufwachen wird mittel- und langfristig die israelisch-arabische Bilanz der Macht verändern – psychologisch, politisch und wirtschaftlich und letzten Endes auch militärisch. Zeitgleich wird die Weltbilanz der Macht sich ebenso verändern. Neue Mächte entstehen, alte Mächte verlieren nach und nach ihren Einfluss. Dies wird kein einmaliges dramatisches Geschehen sein, sondern ein langsamer und stetiger Prozess.

So bewegt sich die Geschichte. Jeder, der sich selbst auf die falsche Seite stellt, wird den Preis dafür zahlen.

(dt. Inga Gelsdorf)

Quelle: Uri Avnery

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* Der GAU in Japan ?

Erstellt von Dieter Carstensen am 12. März 2011

Der GAU, also die Reaktorschmelze eines der AKW in Japan, ist nur noch eine Frage von Stunden, denke ich, da es unmöglich sein wird, die Stromversorgung der AKW’s in der Tsunami gebeutelten Erdbebenregion rechtzeitig wieder her zu stellen, das dazu nötige schwere Gerät kann über zerstörte und überflutete Straßen nicht mehr rechtzeitig ankommen, das sagt die Vernunft.

Ob auch die BRD ein paar “Strahlen” abbekommen wird erscheint mir dabei nebensächlich, wenn man sich das Ausmaß der Katastrophe, auch ohne AKW GAU für die japanische Bevölkerung, ihr Leid und ihre Not in den Medien anschaut.

Es wäre fürchterlich, wenn Japan, das einzige Land dieser Welt, über dem jemals Atombomben abgeworfen wurden, nun eine selbst verursachte atomare Katastrophe erleiden müsste. Insgesamt ist mittlerweile in fünf Kernkraftreaktoren, nach aktuellen Meldungen die Kühlung ausgefallen, für mich stellt nicht mehr die Frage, ob es zum GAU kommt, sondern wann.

Das “Katastrophenmanagement” der Regierung ist katastrophal. Zunächst wurde die Evakuierung in nur 3 km Umkreis, jetzt in 10 km Umkreis angeordnet und dann?

Nun könnte man sagen, wir haben es schon immer gewusst, nur Irre bauen in solchen Regionen AKW’s, aber was hilft es? Die Menschheit wird auch dies wieder schnell “vergessen”, wie Tschernobyl, und dann geht es weiter nach dem Motto “Augen zu und durch”.

In großen Teilen Japans ist jegliche, vor allem auch kommunikative, Infrastruktur zusammengebrochen, über die wirkliche Zahl der Opfer wird man erst in Wochen erfahren.

Mich haben die Fernsehbilder der brennenden Städte, der Verwüstung durch den Tsunami und das Leid der Menschen wirklich erschüttert.

Angesichts des Ausmaßes dieser Tragödie, fand ich es gestern mehr als peinlich, als unser Außenminister in den Medien bekannt gab: “Deutsche Opfer nicht bekannt”

Ja und? Wird eine Katastrophe für die BRD erst zu einer richtigen Katastrophe, wenn es auch deutsche Opfer gibt?

So weit ich weiß, gibt es nur EINE Menschheit auf dieser Erde.

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* Die arabische Straße

Erstellt von DL-Redaktion am 11. März 2011

Alain Gresh erinnert in seinen Bericht daran, dass schon 1979 iranische Demonstranten mit dem Schlachruf “Weder Osten noch Westen skandierten”, denn die arabische Welt wird den Westen an seiner Fähigkeit messen, die Prinzipien der Gerechtigkeit und des internationalen Rechts auf der ganzen Welt zu verteidigen, auch und vor allen das in Palästina. So wie große Staaten wie Brasilien oder Süd-Afrika werden auch die arabischen Staaten ihren Platz in der “Neuen Welt” suchen. IE


Was in Tunesien begann und sich nun in der arabischen Welt verbreitet, widerspricht nicht nur den bisherigen Vorstellungen der westlichen Regierungen von der “arabischen Straße”. Es bedeutet auch, dass sich die geopolitischen Gewichte in der Region deutlich verschieben werden. Denn die neuen Regierungen werden sich neu orientieren und einen eigenen Platz in der neuen multipolaren Weltordnung suchen.

Mehrere Wochen lang wurde das große muslimische Land durch Streiks und Proteste erschüttert. Eine tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Krise, die Plünderung des Staates durch die Familie des Präsidenten und ein denkbar autoritäres System haben einen der wichtigsten Stützpfeiler der US-Politik in der Region zersetzt. Dann ließ Washington seinen alten Verbündeten fallen. Die US-Außenministerin forderte den Diktator auf, “den Weg für einen demokratischen Übergang frei zu machen”.

Die Rede ist hier nicht von Ägypten im Februar 2011, sondern von Indonesien im Mai 1998. Die Außenministerin hießt nicht Hillary Clinton, sondern Madeleine Albright. Abtreten musste damals der indonesische Diktator Suharto, der 1965 mit Hilfe der CIA an die Macht gekommen war, nachdem er eine halbe Million Kommunisten - oder wen er dafür hielt - hatte massakrieren lassen. Mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der Sowjetunion hatte Indonesien seine Funktion als Vorposten im antikommunistischen Kampf verloren. Für Washington war es nun günstiger, einen Prozess der Demokratisierung zu fördern und im Sinne der eigenen Interessen zu beeinflussen. Zudem wollte Präsident Clinton der internationalen Öffentlichkeit demonstrieren, dass die USA auf eine offenere Außenpolitik setzt.

Dieser Politikwechsel war ein kluger Schachzug. Indonesien hielt an seinen engen Beziehungen zu Washington fest, auch wenn es als aktives Mitglied der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) zum Beispiel in der iranischen Nuklearfrage eine eigenständige Politik betreibt.

Quelle : Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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* Der Entscheid der BSchK

Erstellt von DL-Redaktion am 11. März 2011

Hier ist der von mir in Berlin am 20.11.2010 in mündlicher Verhandlung erreichte Entscheid vor der BSchk in Berlin unter AZ: BSchK/79/2010/B

Weder der Gegner Gen.S. noch sein Vertreter vor der LSK Saar, der MdB und Landesgeschäftsführer der DIE LINKE Saar Thomas Lutze  hielten es für nötig,in Berlin zu erscheinen, bzw. Lutze ließ Schulgen einfach fallen.

Die BSchK stärkte mit seinen Entscheid die Rechte der Genossen in den Stadtratsfraktionen Bundesweit. So ist dieses als ein wichtiger Grundsatzentscheid anzusehen ist.

Aufgrund dieser und anderer Beschwerden werde ich von Rolf Linsler öffentlich in den Medien als Querulant bezeichnet, was dann im Endergebniss hiesse, dass die Bundesschiedskommission für ihn eine Querulantenbegünstigunskammer ist. Eher ist Linsler ein Stalinist, nur in der DDR stand “Die Partei” über dem Staat, genauso  rechtswidrig hat hier die Fieg-Kommission entschieden.

-Schalom! -

Gilbert Kallenborn
GV Die Linke 66798 Wallerfangen  10.März 2011

am 19.2.2011 von Rolf Linslers LSK aus der Partei ausgeschlossen -Berufung läuft.

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Bundesschiedskommission

DIE LINKE.

Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
Tel.: 030 - 24 009 641
Fax: 030 - 24 009 645
schiedskommission@die-linke.de

Telefonsprechzeiten:
Dienstag         9.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag      13.00 - 16.00 Uhr

Gilbert Kallenborn
E. Straße
66798 Wallerfangen

AZ: BSchK/79/2010/B

Lieber Genösse Kallenborn,

die Bundesschiedskommission hat in ihrer Sitzung am 20.11.2010 im o.g. Verfahren entschieden. Den Beschluss mit ausführlicher Begründung sowie das Protokoll der Verhandlung sende ich mit dieser Post.

Mit freundlichen Grüßen

Maritta Böttcher

Mitarbeiterin
Berlin, 2. März 2011

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DIE LiNKE.

Öffentliche Sitzung der Bundesschiedskommission am 20.11.2010

Protokoll der mündlichen Verhandlung

K./S.                                  AZ: BSchK/79/2010/B

Anwesende Mitglieder der Kommission:

Sibylle              Wankel(Vorsitz)
Arnd                 Hellinger
Ruth                 Kampa
Dieter               Müller
Frank                Nieswandt
Anke                 Schwarzenberg
Birgit                Stenzel
Kay                   Werner
Sandra              Wünsch

Beginn der Verhandlung:      15.45 Uhr

Die Kommissionsmitglieder wurden vorgestellt.

Einwände gegen die Besetzung der Kommission wurden nicht erhoben.

Für die Berufungsführer erscheint:            Gilbert Kallenborn als Bevollmächtigter von Helmut K

Für die Berufungsgegner-Seite erscheint:      niemand,  Joachim S fehlt unentschuldigt

Die Berichterstatterin (Sibylle Wankel) führte allgemein in die Verhandlung ein.

Die Verfahrensbeteiligten erhalten das letzte Wort.

Antrag von Helmut K an die LSchK wird zur Akte genommen.

Nach Beratung ergeht folgender Beschluss:

Auf die Berufung wird die Entscheidung der LSchK vom 1.10.2010, (26/10) aufgehoben und der Antrag des Genossen S als unzulässig zurück gewiesen.

Der Beschluss erging einstimmig.

Sitzungsende: 16.05 Uhr

Unterschrift Vorsitzende:  gez. Sibylle Wankel

Unterschrift Protokollführerin:        Maritta Böttcher

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Bundesschiedskommission

DIE LiNKE.

Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin Tel.:030-24009641 Fax: 030 - 24 009 645

schiedskommission@die-linke.de

Aktenzeichen: BSchK/79/2010/B
LSchK Saar 26/2010

Beschluss

In dem Verfahren
des Genossen Helmut K, L Straße, 66740 Saarlouis

- Antragsgegner und Berufungsführer -

gegen

den Genossen Joachim S, S Straße, 66740 Saarlouis

- Antragsteller und Berufungsgegner -

hat die Bundesschiedskommission der Partei DIE LINKE durch die Mitglieder Sibylle Wankel (Vorsitz), Arnd Hellinger, Ruth Kampa, Dieter Müller, Frank Nieswandt, Anke Schwarzenberg, Birgit Stenzel, Kay Werner und Sandra Wünsch aufgrund mündlicher Verhandlung am 20.11.2010 beschlossen:

Auf die Berufung wird die Entscheidung der LSchK Saar vom 01.10.2010 (Reg. 26/10) aufgehoben und der Antrag des Genossen S als unzulässig zurückgewiesen.

Begründung:

I.

Mit seiner Berufung vom 05.10.2010, eingegangen am 11.10.2010, wendet sich der Berufungsführer gegen eine Entscheidung der LSchK Saar vom 01.10.2010 (Reg. 26/10, zugestellt am 05.10.2010), mit der diese festgestellt hat, dass der Ausschluss des Antragstellers aus der Fraktion der Partei DIE LINKE im Stadtrat der Kreisstadt Saarlouis unwirksam sei.

Zur Begründung macht der Berufungsführer neben formalen Mängeln des Beschlusses der LSchK geltend, dass der Beschluss gegen das Kommunalrecht verstoße.

Mit Schreiben vom 11.10.2010, eingegangen am 14.10.2010, hat zudem die gesamte Fraktion „Widerspruch” gegen den Beschluss der LSchK erhoben und zur Begründung für den Ausschluss auf die fehlende Mitarbeit des Berufungsgegners über 4 Monate hinweg hingewiesen. Das Verfahren wurde sodann jedoch nur noch durch den Berufungsführer weiter betrieben, der sich in der mündlichen Verhandlung vor der BSchK am 20.11.2010 durch den Genossen Gilbert Kallenborn vertreten ließ. Die BSchK ist somit bei ihrer Entscheidung davon ausgegangen, dass mangels weiteren Betreibens des Verfahrens durch die Fraktion nur noch über die Berufung des Genossen Kokoschka zu entscheiden war.

II.

Die form- und fristgerecht eingelegte Berufung ist begründet.

Die LSchK hätte den Antrag als unzulässig zurückweisen müssen, da das Antragsbegehren nicht von der Entscheidungskompetenz der Schiedsgerichte der Partei DIE LINKE gedeckt ist.

Eine Zuständigkeit der Schiedskommissionen der Partei kann sich letztlich nur aus in § 37 Abs. (1) Satz 1 Bundessatzung ergeben, wo es heißt, dass die Schiedskommissionen „Zur [...] Entscheidung von Streitigkeiten in der Partei oder eines Gebietsverbandes mit einzelnen Mitgliedern und Streitigkeiten über Auslegung und Anwendung dieser Satzung und nachgeordneter Ordnungen und zur Entscheidung über Wahlanfechtungen [...]” zuständig seien.

Vorliegend handelt es sich jedoch gerade nicht um eine Streitigkeit zwischen zwei Mitgliedern der Partei oder um eine Streitigkeit zwischen einer Untergliederung der Partei, einem „Gebietsverband” wie z.B. dem Kreisverband Saarlouis, und einem Mitglied der Partei. Vielmehr geht es um die Rechtmäßigkeit bzw. die Konsequenzen der Entscheidung einer Fraktion der Partei DIE LINKE, die im parlamentarischen Vertretungsorgan einer kommunalen Gebietskörperschaft von Mitgliedern der Partei gebildet wurde, bzw. um eine Streitigkeit zwischen zwei Mitgliedern der Partei in ihrer jeweiligen Eigenschaft als Mitglieder einer Stadtrats-Fraktion der Partei DIE LINKE. Solche Streitigkeiten sind nach der Bundessatzung offensichtlich nicht den Schiedskommissionen der Partei übertragen. Da es sich bei der Frage nach den Rechten und Pflichten einer Fraktion um die Rechte und Pflichten eines verfassungsrechtlich geschützten Teils eines kommunalen Verfassungsorgans handelt, geht es insbesondere auch nicht um eine „Streitigkeit in der Partei”, sondern um die der staatlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit übertragenen Feststellung des Umfangs der Rechte und Pflichten von parlamentarisch gewählten Abgeordneten und den von ihnen gebildeten Fraktionen innerhalb eines kommunalen Parlaments, hier des Stadtrats der Kreisstadt Saarlouis.

Mangels Entscheidungskompetenz der parteiinternen Schiedsgerichtsbarkeit war der Berufung deshalb ohne weiteres stattzugeben und der Antrag als unzulässig abzuweisen.

Für künftige Verfahren sei darauf hingewiesen, dass eine Fraktion, deren Mitglieder oder einzelne Abgeordnete der Partei DIE LINKE in ihrer Eigenschaft als Mitglieder eines parlamentarischen Vertretungsorgans in einem Verfahren vor den Schiedskommissionen der Partei nicht antragsberechtigt wären.

Die Entscheidung erging einstimmig.

gez. Sibylle Wankel Vorsitzende

f. d. R. Maritta Böttcher

Anmerkung Redaktion: Im Beschluss fehlt das Datum ! Von der mündl. Verhandlung bis zur Zusendung des Urteils vergingen runde rund 120 Tage !

IE

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* DBG Termine Kreis WAF

Erstellt von DL-Redaktion am 11. März 2011

Gerne kommen wir den Wunsch nach Termin Bekanntmachung nach:

1. )

OV Ennigerloh

Podiumsdiskussion zum Thema: Mindestlohn; Hartz IV; Leiharbeit

Ort  Ennigerloh HabRock Cafe

Clemens August Str.
Datum  31. März 2011
Uhrzeit  19:00 Uhr

Teilnehmer

Maria Klein-Schmeinck - Bündnis 90 / die Günen
Ingrid Remmers - Die Linke
Christoph Strässer - SPD
Reinhold Sendker - CDU

Die Moderation wird der DGB-Regionsvorsitzende Münsterland Heinz Rittermeier übernehmen.

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2. )

OV Ahlen

Thema : “Rote Karte für Dumpinglöhne - auch von Leiharbeit müssen wir leben können.

Ort Ahlen - Stadthalle “kleiner Saal”

Datum  14. März 2011

Uhrzeit  18:00 Uhr

Referenten

Christian Iwanowski - IG Metall Bezirk NRW
Friedhelm Adam - Betriebsratsvorsitzender - Winkelmann Powertrain Components Ahlen

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Beide Veranstaltungen sind öffentlich.

IE

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* Oskar der Unvollendete

Erstellt von DL-Redaktion am 10. März 2011

Nicht mehr ganz so frisch aber immer wieder noch oder schon wieder aktuell. Die Rede hier ist von Oskar Lafontaine, nein nicht persönlich sondern einen Artikel, welcher im letzten Jahr auf „ Die Blätter“ erschien.

Oliver Nachtwey versucht hier die Höhen und Tiefen im Leben des Oskar Lafontaine auf die Spur zu kommen, forscht nach Begründungen für das Handeln eines trotzt allem einer der charismatischsten Politiker in der noch jungen Bundesrepublik.

Interessant hierbei besonders wenn wir das Hier und Heute einmal mit der Vergangenheit betrachten. Auffällig hierbei der Unterschied zwischen dem Handeln auf Bundesebene und der Arbeit im Saarland, seiner Heimat.

Bundesweit als Vorsitzender der „Linken“ vor noch nicht langer Zeit, dass Zugpferd, das Aushängeschild einer im Aufbruch begriffenen Partei, mit respektablen Wahlergebnissen. Umgeben von weiteren politischen Persönlichkeiten, meistens aus dem Osten, welche auch über die Qualitäten verfügten ihren Chef groß aussehen zu lassen.

Heute im Saarland, Kopf eines selten zerstrittenen Haufen, von Partei schreiben wir hier besser nicht, umgeben von kriechenden Vasallen welche alleine schon dadurch ausgelastet sind ihre nicht vorhandenen Qualitäten jeden Tag aufs neue unter den berühmten Teppich zu kehren. Einen Zustand welcher in jeden privat geführten Betrieb nicht tragbar wäre. Ein Chef ohne die entsprechenden Mitarbeiter (Zuarbeiter) ist hilflos und steht meistens kurz vor dem Bankrott.  Will also Oskar noch seine entsprechende Vollendung erleben, sollte man ihm den gutgemeinten Rat geben, sich schnellst möglich nach geeigneteren Mitarbeitern umzusehen.

Noch einen Hinweis auf den folgenden Artikel: Den Vergleich mit Hilter finde ich unpassend. Oskar trägt auch keinen Oberlippenbart. IE

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Man könnte ihm sogar zutrauen, dass er irgendwann einmal alles hinschmeißt, sein Leben lebt und plötzlich, wenn alle Karrieren schön geordnet sind, zurückkommt und alle sorgfältig abgesteckten politischen Vorgärten wieder zertrampelt.“
Peter Glotz (1990)

Die englische „Sun“ bezeichnete ihn als „gefährlichsten Mann Europas“, Willy Brandt als „gelungene Mischung aus Napoleon und Mussolini“, Helmut Schmidt verglich seine rhetorische Begabung mit Adolf Hitlers. Er zierte mehrmals den „Spiegel“-Titel, sowohl als Napoleon als auch als Supermann. In den zahllosen Artikeln im ehemals wichtigsten Meinungsmedium hat wohl niemand so viele feindliche Attribute gesammelt wie Oskar Lafontaine: Sponti, Primadonna, Saar-Gebieter, Intrigant. Er sei entsetzlich ehrgeizig, egomanisch, rach- und herrschsüchtig.

Vor allem in den vergangen zehn Jahren war Lafontaine persona non grata für die einen, Erlöser für die anderen. Oskar Lafontaine begeistert die Menschen oder er stößt sie ab – dazwischen gibt es nichts. Sowohl Anhänger als auch Gegner fasziniert seine Ausstrahlung, seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, aber auch die ihm eigene Rätselhaftigkeit, Ambivalenz und Unberechenbarkeit. Oskar Lafontaine ist der vorerst letzte Charismatiker in der deutschen Politik.[1] Nun ist er aus gesundheitlichen Gründen von der bundespolitischen Bühne abgetreten und als Parteivorsitzender der Linken abgelöst worden.

Betrachtet man nüchtern die Stationen seiner politischen Karriere, dann gibt es kaum einen erfolgreicheren Politiker der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte, der gleichzeitig so unvollendet geblieben ist. Lafontaines politische Karriere war von großen Auf-, aber auch vielen Fehltritten und vor allem einem spektakulären Rücktritt geprägt. Er war in seiner langen Karriere der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt, saarländischer Ministerpräsident, der Lieblingsenkel von Willy Brandt, SPD-Parteivorsitzender, Bundesfinanzminister, Privatier, „Bild“-Kolumnist und am Ende seiner politischen Laufbahn Wegbereiter und Vorsitzender der erfolgreichsten Linkspartei Westeuropas.
Die Karriere des Enkels

Zwei Mal – 1987 und 1990 – lehnte Lafontaine den SPD-Vorsitz ab. Erst 1995, als Rudolf Scharping die SPD regelrecht in einen Dämmerschlaf versetzt hatte, riss er mit einem einzigen leidenschaftlichen, die Delegierten begeisternden Auftritt auf dem Parteitag in Mannheim den Parteivorsitz an sich. Von seinem Naturell war und ist Lafontaine ein Stürmer und Dränger, einer, der von außen den Gegner belagert, so lange, bis dieser ermattet aufgibt oder schlicht die Macht verliert.

Doch als SPD-Parteivorsitzender musste er eine andere Rolle einnehmen, nämlich die des Integrators und Kärrners. Tatsächlich führte er die SPD aus der Apathie zu neuem Elan. Der Polarisierer der 80er Jahre, der sich mit den Gewerkschaften ebenso angelegt hatte wie mit etablierten Parteigranden, reüssierte nun als kommunikativer Vermittler, der die losen Enden der SPD zusammenführte und -hielt.[2]

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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* Gedanken eines Käufers!

Erstellt von Thomas Bolle am 10. März 2011

Neulich wurde mal wieder durch die Programme gezippt. Es gibt ja schließlich eine große Auswahl. Nur, was stach dabei wichtiges ins Auge? Richtig, die endlos scheinenden Werbeunterbrechungen. Wenn man bei der Berieselung nicht vergisst den Kopf abzuschalten gibt es erstaunliches zu erkennen.

Da wird der Internetstick eines Privatsenders beworben. Schlagendes Argument ist der Preis. Pro Stunde soll das nur 77,-Cent kosten. Auf den ersten Blick tatsächlich günstig. Bei genauerem Hinsehen und unter Zuhilfenahme der Mathematikkenntnisse stellt sich heraus das wir bei acht Stunden täglich und der Nutzung von 30 Tagen die unwahrscheinlich günstige Summe von 184,80,- €uro in Rechnung gestellt bekommen. Ein wahrhaftiges Schnäppchen.

Weitere Angebote befassen sich mit kostenlosen Spielen oder Wetten. Das gibt es Pokerschulungen   und alle möglichen Wettangebote. Die herausragendste Aussage war dabei: Zitat:“Das Leben ist ein Spiel“. Zitat ende. Auch kostenlose Onlinespiele bei denen man ein „Geschenk“ zum Start bekommt sind dort zu finden.  Das ist solch ein Blödsinn. Woran liegt es das solcher Schwachsinn angenommen wird?

Nun was will uns das sagen. Einzig die Erkenntnis das wir seit dem Römischen Reich das Zeitalter von Brot und Spiele nie verlassen haben.

Angesichts dieser Botschaften stellt sich nun die Frage: „Weiß die Politik nichts davon, will sie nichts davon wissen?“ Vor allem tut sie nichts gegen eine derartig geistige Verblödung. Das zeigt das alle vollmundigen Erklärungen von wegen Bildungsgipfel, Bildungschancen oder auch Bildungsgerechtigkeit nur hohle, leere Worthülsen sind.

Diese Werbeaussagen passen dann auch nahtlos in das übrige Berieselungsprogramm aus Kochshows, Talkshows, Gerichtsshows, uralt Wiederholungen oder der hundert tausendsten Folge einer Seifenoper.

Ach ja, etwas fehlt noch in der Aufzählung. Die dauernden Börsenberichte damit Otto Normalverbraucher sein Geld vernichten kann. Vernichten stimmt natürlich nicht ganz, es wird ja nur dafür gesorgt das die Bevölkerung abgezockt wird. Spinnen wir den Gedankengang ein bisschen weiter. Was fällt uns da noch auf?

Richtig, die Banken. Ein sehr bevorzugtes Mittel aus den Schlagzeilen zu kommen ist die Namensänderung. Wir Menschen, jedenfalls die meisten von uns haben ein Kurzzeitgedächnis. Also wird alter Wein in neuen Schläuchen serviert. Schon hat es den Anschein plötzlich würde nur noch zur Zufriedenheit der „Kunden“ gehandelt. Die passenden Slogans gibt es natürlich auch sofort:Zitat: „So geht Bank heute“. „Gehen sie nicht zu der Ersten sondern zu der Ersten und Besten.“

Wenn man versucht die Werbung tatsächlich zu ernsthaft verfolgen gibt es die nächste Überraschung. Gemeint ist die hervorragende Kennzeichnung der Texte. Ich darf auf die Sternchen verweisen. Dieser, dem Werbetext angehängten Erklärungen kann man so schnell gar nicht folgen. Dazu sind sie in einer Größe dargestellt die eine mindestens zehnfache Vergrößerung erfordert.

Was wird damit bezweckt?  Alles Wichtige schön verstecken damit so erst einmal  potentielle Opfer angelockt werden. Und dann behaupten den Vorgaben des Verbraucherschutzes genüge getan zu haben.

So kämen wir dann zu einer weiteren Gattung. Der Versicherungswirtschaft. Wie der Name schon sagt: Wirtschaft. Jedem der Denken kann und das sollen ja viele sein, müsste dabei sofort auffallen: Die wollen etwas erwirtschaften. Was ist dazu nötig? Das Geld der Mitbürger. Auch dort wird der Bevölkerung vorgegaukelt, alles günstig, alles gut und nur zu ihrem Besten. Wenn man aber hinter die Kulissen schaut, stehen wieder Boni und Provisionen hoch im Kurs.

Da hilft es auch nicht wenn von unserer doch so Verbraucher freundlichen Regierung tausend schriftliche Dokumentationen über die Beratungstätigkeit vorgeschrieben werden. Das versteht eh keiner und heißt nur Sand in die Augen der „Kunden“ zu streuen.

Überhaupt, „Kunde“. Ich habe das ganz bewusst in Ausführungszeiten gesetzt. Plötzlich ist man überall nur noch „Kunde“. Auch dieses Wort dient nur der Verschleierung. In Wahrheit wird die Bevölkerung immer noch als das gleiche Melkvieh angesehen.

Was mich dabei ein bisschen verstört. In persönlichen Gesprächen wissen alle über diese Dinge Bescheid und lehnen sie ab. Aber wer zu Teufel sind dann diejenigen die darauf hereinfallen und das alles für bare Münze nehmen?

So sind wir unterdessen fasst wieder da wo wir vor der Krise waren. Aussage der Mutti. Nun, wo sind wir also.  Vor der Krise.  Aussage Claudia Roth / Bündnis 90/die Grünen. Bei genauerem Hinsehen und Nachdenken hat Roth recht.

Und das ist das wirklich Schlimme und Gefährliche.

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* Kein Lotto für Hartzer

Erstellt von DL-Redaktion am 10. März 2011

Hier eine Pressemitteilung des Erwerblosen Forum.

Das Kölner Landgericht hat mit einer einstweiligen Verfügung der Westlotto GmbH verboten, Hartz IV-Spielern Spielscheine zu verkaufen. Gerichtssprecher Dirk Eßer bestätigte einen entsprechenden Bericht der “Westdeutschen Zeitung”.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland hält das für eine absurde und skurrile Entscheidung. Deshalb werden ab heute Hartz IV-Bezieher aufgefordert, sich im Internetforum öffentlich zu outen. „Wir wollen doch mal sehen, wie schnell dann so eine diskriminierende Entscheidung ad absurdum geführt wird und schnellst möglichst kassiert wird“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Unter dem Titel: „Ich habe West-Lotto gespielt und bin Hartz IV“  können sich seit heute Abend Hartz IV-Bezieher zu ihrem Lotto-Spiel bei West-Lotto bekennen. Konkret wurde Westlotto auferlegt, keine Spiel- oder Wettscheine oder Rubbellose zu verkaufen an Personen, die “Spieleinsätze riskieren, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen stehen, insbesondere Hartz-IV-Empfänger sind”, zitiert die „Westdeutschen Zeitung“ aus dem Beschluss des Landgerichts. Bei einer Zuwiderhandlung droht das Gericht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder bis zu sechs Monaten Haft an.

Die einstweilige Verfügung war von einem privaten Glücksspielanbieter mit Geschäftssitz auf Malta beantragt worden, der in Deutschland Sportwetten anbietet. „Wenn dieser Wettanbieter meint, er müsse auf dem Rücken von Hartz IV-Betroffenen seine Konkurrenz ausschalten, weiß er anscheinend nicht, dass seine Instrumentalisierung und Diskriminierung von Hartz IV-Beziehern, für ihn Folgen haben wird, die er sich so dann nicht gewünscht hätte. Aber auch das Kölner Landgericht muss sich fragen lassen, ob diese Entscheidung noch eine Nachwehe des Karnevals ist oder man Hartz IV-Bezieher zur nicht zugehörigen Kaste zählt“, so Behrsing weiter.

IE

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* Von Quoten an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 10. März 2011

Hier ein auf der Website “DIE LINKE: Landesverband Saarland” veröffentlichter Kommentar zum 100. Internationalen Frauentag von Tatjana Heffinger. IE

Gleicher Lohn und gleiche Chancen für die gleiche Arbeit – Benachteiligungen von Frauen endlich bekämpfen”
Quelle: Politik/Presse

Zum 100. Weltfrauentag am Dienstag erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Saar-Linken und stellvertretende Landesvorsitzende, Tatjana Heffinger:

„Wir sollten uns nicht nur an einem Tag im Jahr für die volle Gleichstellung einsetzen. Aber dieser Tag ist wieder einmal Anlass, Bilanz zu ziehen. Und dabei müssen wir leider feststellen: Frauen sind in vielen Bereichen immer noch deutlich benachteiligt. Nach wie vor verdienen Frauen für dieselbe Arbeit oft weniger als Männer. Nach wie vor ist der Anteil von Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft viel zu niedrig – und eine Frauenquote, wie sie in anderen Ländern selbstverständlich ist, fehlt.

Frauen stehen noch lange nicht alle Türen offen. Im Niedriglohnbereich, bei den Billig-Jobs, sind Frauen dagegen besonders stark vertreten. Im Vergleich zu anderen Bundesländern haben im Saarland auch besonders wenig Frauen eine Stelle.

Es gibt also wirklich viel zu tun. Auch nach 100 Jahren Frauentag haben wir immer noch eine Art ‘Männerwirtschaft’. DIE LINKE fordert deshalb auch ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft. Es muss wieder gelten: Gleicher Lohn und gleiche Chancen für die gleiche Arbeit.“

Zu diesen Artikel erreichte uns folgende Stellungnahme:

Oh Gott – Ein Quotenei!

Wie gut, dass unser mitgliedsstarker Landesverband so eine starke Quotenfrau an der (stellvertretenden) Spitze hat! Jetzt konnte sie sich endlich mal zu Wort melden und zum 100. Mal verkünden, was jeder eigentlich weiß und deshalb keine Sau  und – um politisch korrekt zu bleiben – keinen Eber mehr interessiert: Die Frauen sind immer noch nicht gleichberechtigt!

Meine bittere Bilanz: Wir haben innerhalb unseres Landesverbandes, der sonst so gerne auf diverse Bundesstatuten pfeift, eine strikte Frauenquote! Warum, frage ich mich angesichts der teilweise hier agierenden oder besser gesagt im Amt befindlichen Frauen, haben wir unsere Musikalität nicht an dieser Stelle unter Beweis gestellt? Um eins klarzustellen: Es geht mir nicht um das unterstützenswerte Anliegen per se, sondern um die hiesigen Persönlichkeiten.

Wenn ich mir betrachte, wen man (– verdammt: frau!) zum Teil da alles in eine „vertikale Position“ hinaufquotiert hat, muss ich doch die Effektivität dieses Gleichstellungsinstrumentes ernsthaft in Zweifel stellen.

Fangen wir mal bei der Autorin des o.g. Artikel an: Mir selbst ist sie durch eine zweifelhafte Beschwerde der dritten Art, welche ich hier aus juristischen Gründen nicht näher beschreiben möchte, in sehr „liebenswerter“ Erinnerung! Aber jetzt mal rein objektiv: Wer im Saarland kennt Frau Heffinger? Bestenfalls diverse Immobilienbesitzer, upps – natürlich auch Immobilienbesitzerinnen. Aber auch bei denen habe ich nicht das Gefühl, dass sie – wie heißt sie noch mal – zu einem Kaffee eingeladen würde …

Ein Dorn im Auge oder auf welcher Party besauf ich mich da eigentlich?

Dank Quote gibt es da ja noch eine weitere Stellvertreterin unseres Loyalitäts-Hardliners und Kritikrestistenz-Saarlandmeisters R.L.: Kennen Sie Sandy Stachel? Der Name piekst einem (upps: einer!) schon ins Auge! War das nicht die, die bei der durch den Landesvorstand der LINKEN bekannt gemachten Burschenschaft „Ghibellinia“ ein Jura-Semester absolviert hat (oder so ähnlich …)? Nebenbei gesagt: Die Debatte um diese eigentlich bisher unbedeutende Mantel- (des-Schweigens-)und-Degen-Truppe hat schon karnevalistische Züge angenommen. Da meldet sich ein Büttenredner nach dem anderen aus diversen politischen Ecken zu Wort und lässt seine Zoten von sich, die eigentlich auch niemanden interessieren. Manch eine tanzt dabei auch noch gerne zu deftiger „Deutsch-ist-die-Saar-Marschmusik“. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. War das nicht auch eine, die sogar in der größten Disco von Berlin versucht mitzutanzen? Wie hieß die denn noch?

Kommen wir zurück zum Weltfrauentag und zu einem Punkt, an dem ich einer Meinung mit Tatjana Heffinger bin: Gleicher Lohn und gleiche Chancen für die gleiche Arbeit. Aber welche Konsequenzen hätte eigentlich eine derartige Forderung für die genannte Autorin? Das überlasse ich Ihnen …

Werbekampagnen (auch für Burschenschaften…) statt kritischer Aufarbeitung!?

Nachtrag:  Um den Quotenfrauen mal gleich den Wind aus den Segeln zu blasen (klingt das jetzt zu sexistisch?): Kann sein, dass mich auch kein Schwein kennt. Kann sein, dass mein Kommentar auch niemanden interessiert. Aber ich habe wenigstens eine eigene Meinung … Und übrigens warte ich immer noch auf eine Analyse des Mitgliederschwundes bei den saarländischen LINKEN oder zumindest auf eine Rückantwort einer diesbezüglichen Anfrage (notfalls auch von einer Quotenfrau)…

Dirk Scholl
(Quotensau)

Mit bunten Bildern zu lesen auch -Hier-

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* Ver.di + Attac laden ein

Erstellt von DL-Redaktion am 9. März 2011

Bezirk Münsterland

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Friedhelm Hengstbach SJ :

„Vermögenssteuer jetzt“

- die Notwendigkeit einer alternativen solidarischen Finanzpolitik -

Die, die keinen Schutz brauchen, führen seit Jahrzehnten einen Feldzug gegen die sozialen Sicherungssysteme. Dafür gibt es immer mehr Menschen, die auf solidarische Hilfe angewiesen sind. Viele fürchten um ihren Job oder sind bereits arbeitslos, andere sind krank oder pflegebedürftig. Alle leben mit der Konfrontation, dass bei Sozialleistungen weiter gekürzt werden soll. Allerdings bringt der Druck auf Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger keine neuen Arbeitsplätze. Zudem darf man soziale Transferleistungen nicht nur als Belastung verstehen, denn sie ermöglichen es vielen Bürgern überhaupt erst, Geld auszugeben, und das hilft wiederum den Unternehmen, deren Produkte gekauft werden müssen.

Aber die Einkommen sind ungleich verteilt: Wenige haben sehr viel, viele haben wenig. Gleiches gilt für den Staat: er hat sich arm und die privaten Haushalte reich gemacht.

Gegen diese Schieflage haben sich rund 20000 Menschen dem Aufruf „Vermögenssteuer jetzt“ bereits elektronisch angeschlossen.

Sie alle fordern schnellstmöglich wieder eine Steuer auf große Vermögen in Deutschland einzuführen. Eine Steuer von einem Prozent auf das Nettovermögen (nach Abzug der Schulden) oberhalb eines Freibetrages von 500000 Euro für einen Familienhaushalt würde etwa 20 Milliarden Euro einbringen. Einnahmen, die helfen werden, die finanziellen Herausforderungen zu meistern.

Erstunterzeichner des Aufrufs sind u.a. der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und der Sozialkritiker Professor Dr. Friedhelm Hengsbach.

Vor seiner Emeritierung 2005 war Friedhelm Hengsbach Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Er leitete von 1992 bis 2006 das Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik. Seit 2008 lebt und arbeitet er in der Gemeinschaft der Jesuiten in Ludwigshafen am Rhein.

In der Veranstaltung am 21.3. wird Prof. Dr. Hengsbach die Intention und Hintergründe ebenso vorstellen, wie die Möglichkeiten zur Umsetzung diskutieren.

Montag, 21.März 2011 - 19.30 Uhr -

Barbarahaus Dülmen, Kapellenweg 75

- der Eintritt ist frei –

Infos unter: Hier !
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V.i.S.d.P.: Bernd Bajohr, ver.di Bezirk Münsterland, Wolbecker Str. 1, 48155 Münster

IE

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* Berlin rüffelt Saar LSK

Erstellt von DL-Redaktion am 9. März 2011

Normal nur eine Notiz am Rande, wenn sie nicht als Zeichen für die Institution Schiedskommission und Landesführung innerhalb der Linken im Saarland stünde. Eine kleine Gruppe von Politspinnern welche glauben ihre juristischen Unkenntnisse innerhalb einer Partei ausspielen zu können stehen plötzlich ohne Hemd da. Ausgezogen von einem von ihnen beschimpften „Prozesshansel“ welcher aber in der Juristerei weitaus besser bewandert scheint als alle sogenannten politischen  Fachidioten aus der Partei.

Das alle unter einen Landesvorsitzenden Linsler welcher sich mit seiner Stellungnahme, zu den Änderungen der Satzung an der Saar im „Neuen Deutschland“ über das ganze Land furchtbar blamiert hat, da seine Auslegungen vor keinem Zivilgericht haltbar sind.

Die Landesschiedskommission ist hier von der BSchk hart gestoppt worden. Diese hat wohl die Gefahr erkannt vor die zivilen Gerichte gezogen zu werden. Dafür ist hier ein Lob fällig. Das dieses aber schon so kurz nach dem Ausstieg des ehemals manipulierenden Vorsitzenden Henryk Thomé möglich ist, weißt  sowohl auf die Macht der Vorsitzenden als auch die allgemein große Unterwürfigkeit der Basis hin.

Hier der Bericht der Saarbrücker-Zeitung

Bundesschiedskommission rüffelt Landesschiedskommission der Linken wegen Entscheid zu Saarlouiser Ratsfraktion.

Die Bundesschiedskommission der Linken hat der saarländischen Schiedskommission der Partei angekreidet, sie habe unzulässig in die Zuständigkeit der staatlichen Gerichtsbarkeit eingegriffen. Die Landesschiedskommission (LSK) hatte einen Widerspruch von Joachim Schulgen, Mitglied des Stadtrates Saarlouis, angenommen und darüber entschieden. Schulgen war von der Fraktion Die Linke im Stadtrat ausgeschlossen worden. Schulgen legte Widerspruch bei der LSK ein. Die LSK gab ihm Recht.

Doch die BSK befand nun einstimmig: Die LSK hätte das weder annehmen noch entscheiden dürfen. Denn es gehe um die Frage von Rechten und Pflichten einer Fraktion als “eines verfassungsrechtlich geschützten Teils eines kommunalen Verfassungsorgans.” Die Feststellung der Rechte und Pflichten einer Fraktion aus gewählten Mitgliedern sei der staatlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit übertragen. Die Partei-Kommission sei lediglich für parteiinterne Streitigkeiten zuständig. Deswegen dürfe künftig keine Schiedskommission Anträge annehmen, die aus einer Fraktion kommen und die Fraktion betreffen.
Den erfolgreichen Widerspruch vor der BSK in Berlin hatte Helmut Kokoschka, Mitglied der Fraktion der Linken im Saarlouiser Rat, eingelegt. Er hatte sich in Berlin von dem Wallerfanger Linken Gilbert Kallenborn vertreten lassen.
Schulgen hat sich inzwischen mit Ralf Erbe (früher FWG) zusammengetan. Sie wollen gemeinsam eine Fraktion im Saarlouiser Stadtrat bilden. we

Quelle: Saarbrücker-Zeitung

Karrikatur: km29sls; es gilt die AW Documentation Licence.
Quelle: iursaar

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* Der Triumpf Merkels

Erstellt von DL-Redaktion am 9. März 2011

Das Video gibt den Moment auf der Cebit wieder in dem Merkel die Nachricht über den Rücktritt von Guttenberg erhält. Ganz großes Kino !

Augenblick, verweile doch, du bist doch so schön!

Im Netz ist ein zauberhaftes Filmchen aufgetaucht, das die wahre Reaktion starker Frauen auf den Abgang vom kurzzeitigem Superminister Karl-Theodor zu Guttenberg zeigt. VON Steffen Grimberg

Oh Gott, wir haben abgeschrieben. Aus dem Internet, wenn man von einem Video überhaupt abschreiben kann. Aber es ist einfach zu schön und wir hatten es ja immer geahnt: Mutti war ganz, ganz glücklich. Und hing mit ihren Pfoten natürlich wieder auf dem Handy, checkte und schrieb SMS. Mitten auf der Cebit. Dabei gibt es doch längst Moderneres.

Und während ein paar Langeweiler im Anzug der Regierungschefin, die da eingerahmt zwischen ihrer Wissenschaftsministerin und dem Wirtschaftsbrüderle stand, die Vorzüge der zukunftsträchtigsten Zukunftstechnologien zeigten, bekam Angela Merkel (CDU) Post.

Mit bedeutungsschwangerer Miene liest die Kanzlerin, zur Sicherheit bestimmt zweimal - und dann hellt sich das Gesicht der promovierten Physikerin Angela Dorothea Merkel auf, wie es das auch bei Merkels unterm Tannenbaum nicht schöner tun kann: der Blick fliegt in die Weite. “Freiheit” sagt er, “Freiheit”, denn der Freiherr ist weg.

Merkel weiß, sie hat es geschafft. Klug vorausberechnet, wie das nur eine Frau schafft, die über den “Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten” dissertiert hat. Die genau wusste, warum sie heute wieder den triefroten Hosenanzug trägt, weil ihr klar war, dass es jetzt passiert: Der Mann, zu dem ihre Bindung schon längst einen Bruch hatte, hatte ihrer Berechnung der Rücktrittsgeschwindigkeitskonstanten nicht zu trotzen gemocht - adelig hin oder her. Ein Triumph des Bürgertums über die Feudalimperialisten, wie damals in der FDJ, aber jetzt eben in Frieden, Freiheit und Wohlstand.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Moderne Tagelöhner

Erstellt von DL-Redaktion am 8. März 2011

„Back to the Roots“, „zurück zu den Wurzeln“ sollte man den Verantwortlichen dieses Landes zurufen ! Ja, zurück zu den Zeiten der Urahnen des Adels und der Raubritter aus den Häusern wie z.B. die der Guttenbergs oder die von der Leyens. Zurück auf die Marktplätze des Mittelalters auf denen die von Sarrazin ermittelten Kopftuchmädchen und Arbeitsunwilligen meistbietend an Lehnsherren  verkauft werden könnten. Dann hätten wir endlich wieder glorreiche Zeiten und die Wirtschaft wäre  in der Lage allen Ländern dieses Globus mit der Hilfe von Hungerlöhnen Paroli bieten zu können.

Unerreichbare Zukunftsvisionen? Die Statistiken und Berichte weisen auf anderes hin:

Atypische Jobs verfehlen Brückenfunktion.

Leiharbeit, Minijob & Co. nehmen stark zu, sind meist aber keine Zwischenstation auf dem Weg in gut bezahlte, sichere Beschäftigung. Häufig enden sie wieder mit Arbeitslosigkeit.

Sämtliche Formen atypischer Beschäftigung nehmen seit den frühen 1990er-Jahren zu. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung ist von 20 Prozent auf mehr als ein Drittel gestiegen. Darauf machen die Arbeitsmarktforscher Berndt Keller und Hartmut Seifert aufmerksam. Gerade im Aufschwung zwischen 2005 und 2008 sowie während der konjunkturellen Erholung des Jahres 2010 sind den Wissenschaftlern zufolge viele atypische Jobs entstanden.

Teilzeit- und Leiharbeit, geringfügige und befristete Beschäftigung führen nach Keller und Seifert zwar nicht zwingend zu prekären Lebenslagen. Dennoch sind die Nachteile gegenüber unbefristeten Vollzeitstellen - den so genannten Normalarbeitsverhältnissen - offenkundig. Je nach Beschäftigungsform: niedriges, zum Teil nicht die Existenz sicherndes Einkommen, geringe Rentenansprüche, unsichere Zukunftsaussichten, wenig Gelegenheit zur Fortbildung. Das sei nicht nur für den Einzelnen problematisch, schreiben die Forscher, sondern auch für den Staat: Dessen Sozialausgaben schwellen durch die Unterstützung von Geringverdienern an. Zudem drohten “fatale Konsequenzen für die Innovationsfähigkeit einer alternden Arbeitsgesellschaft”, wenn viele Beschäftigte von Weiterbildung ausgeschlossen sind.

Die Erwartung, dass Deregulierung einen flexibleren Arbeitsmarkt und damit neue Wege in eine reguläre Beschäftigung schafft, habe sich nicht erfüllt, resümieren Seifert und Keller mit Blick auf den Forschungsstand. “Von einer Brückenfunktion kann nicht die Rede sein”, stellen die Forscher fest. Beispielsweise folgt auf Leiharbeit in den anschließenden 14 Monaten nur in 17 von 100 Fällen eine unbefristete Vollzeitstelle. 50 Prozent finden hingegen gar keinen Job. Aufstiege aus der untersten Einkommensgruppe sind heute nicht häufiger, sondern seltener als in früheren Jahren.

Angesichts der gescheiterten Reformstrategie raten Keller und Seifert zum Umsteuern: Mindestlöhne, Equal-Pay-Regeln, eine Re-Regulierung der Leiharbeit und gesetzlich vorgeschriebene Risikoprämien wie sie in Frankreich für Leiharbeiter gelten anstelle von Lohnabschlägen für Menschen in unsicheren Jobs. Diese Maßnahmen könnten atypische Beschäftigung zurückdrängen oder ihre sozialen Folgen mildern. Ein erleichterter Zugang zu Weiterbildung würde Aufstiegschancen verbessern. Um Altersarmut zu verhindern, regen die Wissenschaftler eine steuerfinanzierte, “vom bisherigen Erwerbsstatus unabhängige, lediglich den Bürgerstatus voraussetzende Basis- bzw. Grundsicherung im Alter” an.

Quelle: Hans Böckler Stiftung

Quelle: aus Böckler Impuls 04/2011

Ein Kommentar von Eva Völpel:

Leiharbeit wurde zum Leid der Arbeitnehmer zweckentfremdet

Moderne Tagelöhner

Leiharbeit ist das flexibelste Runduminstrument, auf das Firmen derzeit zurückgreifen können, um das unternehmerische Risiko von Auftragsschwankungen vollständig auf die Arbeitnehmer abzuwälzen: Gibt es kurzfristig nichts zu tun, wird der Mietarbeiter auf die Straße gesetzt; Personalakquise und -verwaltung erledigen die Verleihbetriebe.

Dabei mag die aktuelle Zahl von derzeit rund 900.000 Leiharbeitern - bei rund 41 Millionen Erwerbstätigen insgesamt - nicht besonders hoch erscheinen. Doch das Phänomen erschließt sich nicht allein über die Quantität. Leiharbeit erfüllt wichtige strategische und symbolische Funktionen - und ist eine neu formulierte Antwort auf die Wirtschaftskrise.

Entscheidend für die Abfederung der Schockwellen, die die Finanz- und Wirtschaftswelt ab 2009 auch nach Deutschland schickte, waren nicht nur der Einsatz von Kurzarbeit oder der Abbau von Überstunden. Ebenso wichtig war, dass die Stammbelegschaft vor allem in der Exportindustrie einen schützenden Puffer Leiharbeiter um sich hatte, der gefeuert werden konnte: Der bis dahin absolute Spitzenwert von rund 820.000 Leiharbeitern brach in wenigen Monaten um 250.000 Personen ein.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Bei Neuwahlen SPD

Erstellt von Dieter Carstensen am 8. März 2011

Warum ich für Neuwahlen in NRW bin?

Wenn ich z.B. das heillose Durcheinander anschaue, was diese Leute hier bei uns im oberbergischen Kreis angerichtet haben:

Im Kreistag Oberberg und im Stadtrat Gummersbach hatte Die Linke nach den Wahlen je zwei Vertreter. In beiden Parlamenten sind jeweils eine Person aus der Die Linke ausgetreten, macht 50 % Verlust. Die Mandate wurden natürlich von den Ausgetretenen behalten.

In Radevormwald (Oberbergischer Kreis) hat Die Linke EINEN Ratsherrn, der wegen Polizistenbeleidigung, er nannte Polizist