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Archiv für Februar 12th, 2011

* Sand im Getriebe

Erstellt von UP. am 12. Februar 2011


SiG - Das Magazin von ATTAC

Besonderes Augenmerk ist auf den Bericht von

Uri Avnery

Welche Lehren zieht Israel aus dem Aufstand in Ägypten?

auf SiG-Seite 13 zu legen!

Man sollte hellhörig werden, wenn man das wendehälsische Geschwätz deutscher Politiker vernimmt, die alles schon gewusst haben. Und BILD war natürlich volle Kanne dabei - is’ klaah! Interessant auch die Rede des Hosenanzugs und das dürftige BlaBla des Ww, deren Inhalte mittlerweile bekannt sein dürften.

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* Empört Euch !

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2011

Auch wenn es für den obrigkeitshörigen Deutschen nicht das richtige Buch ist - Stéphane Hessels: Empört Euch! Nun ist es auch in Deutsch erschienen. Empört haben sich auch die Menschen in Tunesien und Ägypten und das mit großem Erfolg. Sie sind ihre Despoten auch gegen den Willen des Westens losgeworden. Hier ein Interview mit Stéphane Hessels:

“Am Ende ist die Hoffnung stärker”

taz: Ihr kleines Buch “Empört euch!” wurde in Frankreich seit Herbst über eine Million Mal verkauft. Wie erklären Sie sich diesen unglaublichen Erfolg?

Stéphane Hessel: Als dieses Büchlein letzten Herbst entstand, begann man in Frankreich gerade über die Präsidentenwahlen 2012 zu diskutieren. Ich wollte in diesem Zusammenhang sagen, dass es Grundwerte gibt, auf die man bestehen muss. Das wurde dann wie ein Appell aufgenommen.

Sie haben damit offene Türen eingerannt, in einem Land, in dem traditionell eine große politische Protestkultur existiert.

Es scheint so. Es gibt viele Demonstrationen wie die gegen die Rentenreform vom letzten Herbst. Doch die Fragen der Wirtschaftsordnung oder der Ökologie als Gesamtes werden dabei kaum in Betracht gezogen. Auch in Frankreich wird die Regierung einseitig von Wirtschafts- und Finanzmächten geleitet, und es vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Er kämpfte in der französischen Résistance, war später Diplomat und weiß die republikanischen Ideale hochzuhalten. Auszüge aus seinem Pamphlet „Empört euch!“, das Frankreich bewegt.

Das ist fast so etwas wie die allerletzte Etappe: 93 Jahre. Das Ende ist nicht mehr fern. Welch eine Chance, an das Fundament meines politischen Engagements zu erinnern: die Jahre der Résistance und das Programm, das der Nationale Widerstandsrat vor 66 Jahren erarbeitete. In diesem Rat kamen alle im Widerstand aktiven Bewegungen, Parteien und Gewerkschaften im besetzten Frankreich zusammen und proklamierten ihre Treue zum Kämpfenden Frankreich und dessen Führer General de Gaulle.

Dieser Grundsätze und Werte bedürfen wir heute dringender denn je. Wir alle müssen darüber wachen, dass unsere Gesellschaft eine Gesellschaft bleibt, auf die wir stolz sein können, und nicht zu der Gesellschaft der illegalen Einwanderer, der Abschiebungen und des Misstrauens gegen die Immigranten wird; in der man die Rente in Frage stellt; deren Medien sich in den Händen der Reichen befinden - Dinge, die wir niemals akzeptiert hätten, wenn wir die wahren Erben des Nationalen Widerstandsrats wären.

Das gesamte Fundament der sozialen Errungenschaften der Résistance steht heute auf dem Spiel.

Das Motiv zum Widerstand ist die Empörung

Man wagt uns zu sagen, der Staat könne die Kosten dieser sozialen Errungenschaften nicht mehr tragen. Aber wie kann heute das Geld fehlen, da doch die Produktion seit der Befreiung beträchtlich gewachsen ist, während Europa damals in Trümmern lag? Das ist nur möglich, weil die von der Résistance bekämpfte Macht des Geldes niemals so groß, so anmaßend und egoistisch war wie heute und bis in die höchsten Ränge des Staates hinein über eigene Diener verfügt. Die inzwischen privatisierten Banken kümmern sich nur noch um ihre Dividenden und die gewaltigen Einkommen ihrer leitenden Manager, aber nicht um das Gemeinwohl. Noch nie hat man den Wettlauf ums Geld, die Konkurrenz, so sehr ermuntert.

Quelle: FAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* DGB Seminarangebote

Erstellt von Bernd Wittich am 12. Februar 2011

Liebe GenossInnen, liebe Freunde,

politische Bildung hat im Lande keine Konjunktur, umso erfreulicher ist es, dass ich euch auf drei Wochenseminare aufmerksam machen kann. 2012 wird es in Folge der Haushaltspolitik der Bundesregierung um einen Tag verkürzte Seminare geben. Ich bitte DIE LINKE politisch interessierte Menschen dafür zu gewinnen, ihr Recht auf Bildungsurlaub in Anspruch zu nehmen. Linke Politik braucht politisch kluge BürgerInnen.

Veranstalter ist das DGB-Bildungswerk Bund e.V. Die Seminarführung habe ich, gemeinsam mit einem kompetenten Journalisten-Kollegen und Aktivisten aus den sozialen Bewegungen.

Wer sich rechtzeitig anmeldet, hat die gute Chance auch eine Bestätigung zu erhalten. Bitte über die Internetseite direkt anmelden.

Wir könnten den Seminarrahmen gut nutzen, um uns näher kennen zulernen und gemeinsam, zum Beispiel auch als regionale Gruppe, für eure Bedürfnisse/Interessen an den Themen zu arbeiten.

Ich schlage euch drei Themen-Seminare vor

1. DDR-Geschichte vor Ort: Seminar in Bautzen (Kosten 280 Euro)
2. Solidarität: Seminar in Hattingen (bei Essen) (Kosten 140 Euro)
3. Rechtsextremismus / Rechtspopulismus und die soziale Frage: Seminar in Hattingen (140 €)

Bernd Wittich Ludwigshafen, Tel. 06231-98812 bernd.wittich@t-online.de

Konditionen

Die Konditionen sehen so aus: Wer in RLP berechtigt ist Bildungsurlaub zu beantragen bekommt eine bezahlte Freistellung von der Arbeit. Die Seminare sind in RLP anerkannt. Der Arbeitgeber kann die Teilnahme aus inhaltlichen Gründen („Keine berufliche Verwertbarkeit“) nicht ablehnen. Freistellungen können auch für Erwerbslose erfolgen.

Die Seminare sind inklusive Seminarhotelunterkunft in Einzelzimmern und Vollpension. Wer die Einkommensvoraussetzungen erfüllt und eine berufliche Verwendung geltend machen kann, der kann für 50% der Seminarkosten einen Bildungsgutschein beantragen. Das Anerkennungsverfahren liegt in RLP bei den VHS.

Informationen zur Teilnahme an Bildungsurlaubsseminaren/ FAQ

Die Veranstaltungen des DGB Bildungswerks - Forum Politische Bildung stehen allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist unabhängig von der Mitgliedschaft in einer DGB Gewerkschaft möglich.

Zu den Seminarinfos und der Anmeldung im Internet

Hinter den Links findest du auch die Seminarpläne und die Anmeldeinformationen.

22.5.2011 - 27.5.2011

Die heile Welt der Diktatur: “Osterreiten” und Stasi-Knast in Bautzen

(mit Besuch von Gedenkstätten und Sorbischem Museum)

Bautzen nennt sich “Stadt der Türme” oder “Tor zur Oberlausitz”. 2002 feierte die Stadt ihr tausendjähriges Jubiläum und ist sich auch ihrer sorbischen Tradition bewusst. Schließlich heißt Bautzen auch Budysin, und wird als heimliche Hauptstadt der Sorben und Ort heidnischer Bräuche - zum Beispiel des “Osterreitens” - touristisch vermarktet. Aber erinnert man sich heute auch an den Stasi-Knast, das “gelbe Elend”, an die Rolle des Ortes während beider deutscher Diktatur(en)? Darüber soll mit Bautzener Bürgern, früheren Häftlingen und Funktionären, gesprochen werden. Was prägt ihren Blick auf die Vergangenheit, insbesondere der DDR? Wie wurde das “heimische” Gefängnis gesehen? Was wussten sie über die Inhaftierten, die Haftgründe und Haftbedingungen? Was konnten sie und was wollten sie wissen?

10.7.2011 - 15.7.2011

Zwischen Egoismus und Gemeinsinn: Wertewandel, soziale Ungleichheit und Krise des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Seit den 70er Jahren hat sich die Gesellschaft stark verändert: Die durch Solidaritätserfahrung geprägte industrielle Arbeiterklasse existiert nur noch als Restgröße, die feministische Bewegung hat die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern verändert und es sind neue soziale Milieus entstanden, deren Lebensstile eher konsum- und freizeitorientiert sind. Die “Eliten” fliehen immer mehr aus der sozialen Verantwortung und die Spaltung der Gesellschaft - zwischen Arm und Reich, zwischen verschiedenen Gruppen der Erwerbstätigen sowie zwischen ihnen und den Erwerbslosen - hat sich vertieft. Werte wie Hilfsbereitschaft und Solidarität sind in der modernen Konkurrenzgesellschaft scheinbar weniger gefragt als Egoismus oder Selbstverwirklichung. - Wie können mehr Gemeinsinn und solidarischere Lebensweisen entstehen?

4.12.2011 - 9.12.2011

Trittbrettfahrer sozialer Probleme: Populistische Parolen und Demagogie der Rechtsextremisten

Wahlerfolge von Neonazis und Studien, wonach ca. 15% der Bevölkerung - darunter auch viele Gewerkschafter - anfällig für rechtsextreme Parolen sind, geben Anlass zur Ursachenforschung. Dabei sind Versuche in Augenschein zu nehmen, einen Brückenschlag zwischen “Nationalem Sozialismus” und Protesten von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen herzustellen. Denn der rechtsextremistische “Kampf um die Köpfe und Parlamente” wird seit geraumer Zeit auch unter Berufung auf soziale Missstände, Zukunfts und Existenzängste in der Gesellschaft geführt. Dabei bedient man sich keineswegs nur simpler Propaganda. Gerade deshalb gilt es in einem zweiten Schritt genauer hinzuschauen, in welcher Weise soziale Fragen als Köder zur Verbreitung einer altbekannten rassistischen und nationalistischen Weltanschauung benutzt werden.
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Zur Geschichtspolitik mit der DDR-Geschichte bei ver.di im Bundesbildungsprogramm:

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