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Archiv für Februar 2nd, 2011

* Schreckgespenst Islam?

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Februar 2011

Der Aufstand in der arabischen Welt kommt so überraschend nicht. Viele Menschen aus dem dortigen Lebensraum haben nur auf den einen Funken gewartet. Dieses Glimmen wurde in Tunesien ausgelöst und verbreitet sich langsam weiter in der arabischen Welt. Er wird auch Länder erreichen an die wir im Moment noch nicht so recht glauben können oder wollen.

Aber es ist im Leben so, die einen streben nach Freiheit, gehen dafür auf die Straßen und sind zu Opfern bereit, postwendend machen sich die selbsternannten besseren Demokraten der westlichen Welt auf den Weg um sofort nach neuen Feindschaften Ausschau zu halten. Viele glauben diese dann in der Muslimbruderschaft Ägyptens oder anderen Islamischen Verbindungen gefunden zu haben.

So beklagt die FTD als erstes dass die Proteste gegen Mubarak die ägyptische Wirtschaft lahm gelegt  haben und darum ein Rückgang des Wirtschaftswachstum von 5,5% auf 5 % zu erwarten wäre.

Könnte der FTD die Wirtschaft Ägyptens in Wirklichkeit wohl ziemlich egal sein, wenn sie nicht befürchten müsste dass eventuell  Deutsche Waffenlieferungen storniert würden da der Auftrag gebende Despot nicht mehr an der Macht ist?

Hier noch zwei weitere Kommentare aus den Deutschen Blätterwald welche sich mit dem Thema befassen:

Zu viel Übung im Weggucken

Gewiss, Außenpolitik ist immer auch Realpolitik. Doch es gibt Alternativen zum Kuscheln mit Despoten wie in Ägypten.

Es ist immer das gleiche Muster: Ein Diktator beutet das eigene Volk aus, lässt die Menschen verarmen, unterdrückt Oppositionelle brutal. Trotz alledem muss der Despot so lange keine nennenswerte Kritik aus dem Ausland fürchten, wie er den jeweiligen Regierungen nützlich erscheint. Er bleibt unbehelligt, wenn sein Land geostrategisch gut liegt, er ein wichtiger Handelspartner ist oder man in Washington, Brüssel, Berlin und anderswo fürchtet, dass seine potenziellen Nachfolger weniger handzahm wären. Das Weggucken und Wegducken lässt erst dann nach, wenn die Macht des Unterdrückers bröckelt und man sich mit denen gut stellen will, die künftig das Sagen haben.

Zum Beispiel Ägypten: Natürlich wusste die schwarz-gelbe Koalition – ebenso wie zuvor die schwarz-rote, die rot-grüne oder die frühere schwarz-gelbe –, wie sehr das Land unter seinem Herrscher Mubarak leidet. Ein Grund, ihm ernsthaft in die Parade zu fahren, war das offenbar nicht. An die „Seite derer, die nach Demokratie …, Bürger- und Menschenrechten rufen“, stellt sich der deutsche Außenminister erst jetzt, da die Tage Mubaraks gezählt sind.

Dabei kann man in Berlin oder Brüssel auch anders. Den Palästinensern etwa haben Deutschland und die EU sehr klar signalisiert, was geschehen muss, damit Hilfe fließt. Politische Unterstützung gibt es nicht ohne Fortschritte in Sachen Demokratie, Freiheit und Menschenrechte: Solche Worte wären an die Adresse Kairos genauso richtig und wichtig gewesen. (Dass Europa mit der Demokratie so seine Probleme hatte, als die Palästinenser in einer demokratischen Wahl für die islamistische Hamas votierten, steht freilich auf einem anderen Blatt.)

Quelle: Franfurter Rundschau >>>> weiterlesen

Das sollen Araber sein?

Die deutsche Linke schweigt zum Aufstand der Massen in Nahost.

Gibt es etwas Schöneres, als daheim auf dem Sofa zu sitzen, Bier bei Fuß, und aus sicherer Entfernung zuzusehen, wie sich Demonstranten Schlachten mit der Polizei liefern? Gestern in Tunis, heute in Kairo und Alexandria, morgen vielleicht in Damaskus und Riad? Rein theoretisch sollte man annehmen, dass angesichts der Bilder, die uns aus Arabien erreichen, auch in der Bundesrepublik etwas los sein müsste. Dass die verschiedenen Zweige der deutschen Demokratie- und Friedensbewegung den Menschen zu Hilfe eilen würden, die für Freiheit und Menschenrechte, für ein selbstbestimmtes Leben also, ihr Leben riskieren. Aber nichts dergleichen passiert. Es herrscht Ruhe an der deutschen Friedensfront. Claudia Roth, die eben erst nach einem Besuch in Teheran für mehr “Kulturaustausch” eintrat, um die “Zivilgesellschaft” im Iran zu stärken, schweigt. Konstantin Wecker, der 2003 nach Bagdad reiste, um sich dort zusammen mit Saddam Hussein fotografieren zu lassen, hat grad Wichtigeres zu tun. Auch Horst-Eberhard Richter, sonst mit friedenspolitischen Ratschlägen schnell zur Hand, hält sich bedeckt, völlig synchron mit den “Ärzten gegen den Atomkrieg”. Und der Rest der Friedensbewegung wartet auf besseres Wetter, um wieder nach Gaza segeln zu können, abgelaufene Medikamente und kämpferische Parolen im Gepäck.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

IE

Abgelegt unter Internationales | 1 Kommentar »

* Keine Tiergerechtigkeit

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Februar 2011

Ein “Bio” ist besser als normale Tierhaltung. Trotzdem bleiben Probleme welche mit dem Wort Bio nicht beantwortet werden. Hier ein Kommentar über die Hühnerhaltung. IE

Neulich schrieb ich anlässlich des Dioxinskandals einen Kommentar über Bioeier. Ich wies darauf hin, dass es sich der Biokunde zu einfach macht, wenn er glaubt, dank eines Biosiegels automatisch ein ethisch vertretbares Nahrungsmittel zu erwerben. Auf meinen kurzen Kommentar hin bekam ich einige heftige Leserbriefe, von denen mir die meisten vorwarfen, ich würde Bioeier sozusagen nestbeschmutzen. Hier nun meine ausführliche Antwort. Vorab sei die Bemerkung erlaubt, dass der Grundsatz “Artgerechtigkeit”, den wir mit “bio” assoziieren, in Bezug auf Legehennen streng genommen ohnehin keinen Sinn ergibt. Artgerecht ist es, wenn ein Vogel eine bestimmte Anzahl von Eiern legt, sich darauf setzt und brütet. Doch genau das vereiteln wir ja, damit wir Eier als Nahrung nutzen können. Den Legehennen, die heute an die 300 Eier pro Jahr legen, wurde der Bruttrieb weitestgehend weggezüchtet. Die Arterhaltung liegt daher komplett in Menschenhand.

Es gibt kein Biohuhn

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Legehennenzucht immer stärker dem Imperativ der Effizienz gebeugt, und so ist Geflügelhaltung heute derjenige Zweig der Biolandwirtschaft, in dem Tiergerechtigkeit am schwierigsten umzusetzen ist. Fast alle heute auf dem Markt verfügbaren Hühner sind Hochleistungshybriden. Rentable Biozüchtungen gibt es fast nicht. Die Zuchtunternehmen, die die Elterntiere liefern, sind große, quasimonopolistische Firmen. (Der Weltmarktführer Lohmann Tierzucht zum Beispiel empfiehlt auf seiner Website “Lohmann Tradition” und “Lohmann Brown-Classic” als “für die alternative Haltungsform gut geeignet”.)

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Abgelegt unter Mensch+Umwelt | 2 Kommentare »

* Die Saarlinke schrumpft

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Februar 2011

Nach Auflösung der Fraktion des Kreistages St. Wendel, den Verlust ihres Fraktionsstatus des Gemeinderates von Rehlingen – Siersburg und vielen diversen Einzelaustritten folgte jetzt die Halbierung des Stadtrates von Friedrichsthal. Aus sechs mach drei.

Es ist Offensichtlich das auch die LINKE im Saarland für die gemachten Fehler aus der Vergangenheit einen sehr hohen Preis bezahlt. Hatte man nicht die Partei im Saarland vor den vergangenen Wahlen im Rausch von Großmannssucht künstlich aufgeblasen und jeden Hansel welchen man habhaft werden konnte in die Partei geholt und vor allen Dingen sofort in verantwortliche Positionen gehievt? Das vorhandene Stammpersonal wurde damit vergrault und sieht nun zu, wie Dilettanten im Landesverband den Laden zerlegen.

Skandale, immer wieder von der Presse vermeldet, wie die stalinistisch anmutenden Satzungsänderungen der Landessatzung, Kauknochen Fetischisten oder diverse Beschuldigungen wegen Wahlfälschungen sorgen immer wieder für neue Unruhen und weisen auf die Unfähigkeit  der Landesspitze hin. Der unterbliebene Versuch dergleichen Vorkommnisse durch ein diplomatisches Miteinander möglichst schnell aus der Welt zu schaffen, könnte ein Hinweis dafür sein, wie sehr die verantwortlichen Personen in diese Schmierereien persönlich verstrickt sind?

So ist denn die immer wiederkehrende Forderung an die Mandatsträger, mit Verlassen der Partei die erworbenen Mandate zurückzugeben als Zeichen von hilfloser Führungsschwäche zu werten da gerade zu einer neuen Partei immer wieder Mandatsträger stoßen, welche aus anderen Parteien übergelaufen sind. Im Gegenteil, diese Leute werden dann entsprechend gefeiert um auf diese Weise den politischen Mitbewerber zu demütigen.

So lesen wir denn in der Presse folgendes:

Bei der Kommunalwahl 2009 errang Die Linke sechs Mandate im Friedrichsthaler Stadtrat. Inzwischen ist die Fraktion halbiert. Claudius Burgard, Sarah Leiendecker und Tanja Sebastian gehören ihr nicht mehr an.

Die ehemals sechsköpfige Fraktion der Linken im Friedrichsthaler Stadtrat ist auf drei Mitglieder zusammengeschrumpft. Nur noch Manfred Klein, Klaus Gottfreund und Peter Lehnhoff sitzen für die Partei im Stadtrat. Bei der Kommunalwahl 2009 kam die Linke auf 17,5 Prozent, schaffte den Einzug in den Stadtrat mit sechs Mandaten. Claudius Burgard wurde schon bei der konstituierenden Sitzung aus parteiinternen Gründen aus der Fraktion ausgeschlossen. Sein Mandat hat er behalten, war allerdings danach in keiner Stadtratssitzung mehr. Im Februar vergangenen Jahres verließ Sarah Leiendecker die Fraktion, trat später auch aus der Partei aus. Ihr Mandat im Stadtrat behielt sie. Anfang dieses Jahres hat nun auch Tanja Sebastian die Fraktion verlassen und ebenfalls ihr Mandat behalten.

Quelle: Saarbrücker - Zeitung >>>>> weiterlesen

IE

Abgelegt unter L. Saarland | 4 Kommentare »