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Archiv für Januar 18th, 2011

* Leiharbeit

Erstellt von UP. am 18. Januar 2011

Die Bundesagentur für Arbeit ermittelt für Leiharbeiter ein mittleres Monatseinkommen von 1393 Euro. Das sind satte 900 Euro weniger als das, was Beschäftigte ohne Berufsabschluss bekommen.

Wir haben uns umgehört: Und wir haben im Kreis unserer Befragten niemanden gefunden, der mehr als 8,20 euronen in der Stunde verdient. Der Geringsvediener bekam gerade mal 6,80 euronen - macht einen ungewichteten Schnitt von 7,50 euro.
Das ergibt bei 35 h/w einen Bruttoverdienst von gerade einmal 1135,50 euro. Damit läge dieser Lohn noch einmal um 255 euronen tiefer als die offizielle Differenz und erhöht diese auf 1155 euronen.

Das scheint uns die realistischere Variante der Rechnung zu sein. Der Bundesanstalt ist nach allgemeiner Massgabe zu unterstellen, dass sie den angegebenen Durchschnittsverdienst “schön”gerechnet hat. Die Mehrfach-Millionärin hat ja Übung in diesen Rechenweisen.
DL-Redaktion /UP.

Artikel weiterlesen >>> bei der Frankfurter Rundschau

Abgelegt unter Arbeitspolitik | 1 Kommentar »

* Das böse Wort mit K

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Januar 2011

Lesen und hören wir die Debatten über den Kommunismus welche  innerhalb der letzten Wochen  in der Linken umher geistern, wird einem jeden sofort bewusst wie tief diese Partei in der Vergangenheit stecken geblieben ist. Es fehlt ganz schlicht und einfach an der Kreativität diese Partei dort hin zuführen  wohin sie sich einst aufgemacht hatte: In die Gesellschaft um dort für diese wirken zu können.

Dieser Kommentar weist den Leser sehr deutlich auf strategische Fehler hin welche sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart immer wieder gemacht wurden und noch werden. Ich zitiere hier  aus der TAZ wie folgt:

„Stattdessen hegen viele von denen, die für den K sind, Sympathien mit dem Regime im Iran, für dessen Freund Hugo Chávez oder für die Hisbollah. Wie asoziale deutsche Unternehmer im Schlepptau Gerhard Schröders verteidigen sie die Diktatur in China - die Konzernchefs wurden wenigstens reich dabei. Dahinter steckt zumindest die Idee, der Feind meiner Feinde (der USA, Israels, des Westens, des Imperialismus) sei mein Freund. Warum eigentlich? Reicht es nicht, sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu beziehen und so seine politischen Sympathien zu verteilen? Warum glauben manche Kommunisten, Politik nach der Devise des kleineren Übels machen zu müssen, wo sie damit erst vor zwanzig Jahren gescheitert sind?“

Und wieder scheitern werden, ohne auch nur im Ansatz für die Menschen etwas bewirkt zu haben. Diese Partei verliert von Tag zu Tag mehr an Glaubwürdigkeit, wenn denn so etwas  schon einmal vorhanden war.  Eine irrlichternde Dame der Parteiführung welche die Wege in den Kommunismus erklärt um im gleichem Atemzug den Sozialismus als Ziel auszuzugeben, ein wie ein Salonlöwe auftretender Klaus Ernst welcher in einer schon traurig anmutenden Burleske spielend in die Rolle des „Dummen August“ schlüpft, um so aller Welt aufzuzeigen das es bei ihm Sterntaler regnet, sind nicht gerade Hilfreich einer sozialistischen  Partei den Weg zu weisen.

Der Traum von einer anderen Gesellschaft bleibt aktuell. Der historisch belastete Begriff “Kommunismus” aber gehört entsorgt

Gianna Nannini hat mit 54 Jahren ihr erstes Kind bekommen - das ist K. Und nach ihrer Tochter Penelope, der sie ihre neue Platte gewidmet hat, will sie nun noch einen Sohn. Das ist noch mehr K. Denn Gianna Nannini hat damit den Knast der Natur hinter sich gelassen und ist in das Reich der Freiheit eingetreten.

Randy Newman dagegen singt auf seinem Album “Bad Love” im Gespräch mit Karl Marx die Verse: “Karl, the world isn’t fair, it isn’t and never will be.” Randy Newman hat hier ausnahmsweise einmal nicht recht. Gewiss ist es unfair, dass sich Frauen in grob gerechnet zwei Dekaden ihres Lebens entscheiden sollen, ein Kind zu bekommen oder nicht. Aber sie und wir müssen das nicht mehr hinnehmen. Wir leben im großartigen Zeitalter immer größerer Freiheiten, allgemein verfügbaren Wissens und ethisch fortgeschrittenen Bewusstseins: Nannini (und Penelope) ist K., Wikipedia ist K, “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer ist K.

Lösen wir die Dinge auf: “K” steht hier für das, was manche noch Kommunismus nennen. “Kommunismus” ist aber ein veralteter und provinzieller Begriff. Er steht nicht nur im Westen Deutschlands, wie Gregor Gysi anlässlich der Lötzsch-Debatte meinte, für Unfreiheit und Verbrechen (und für manch irrationale Ängste), sondern auch in Polen. Wer mit dem Begriff “Kommunismus” denkt und politische und gesellschaftliche Ziele beschreibt, lebt in der Vergangenheit. Nicht umsonst nannten sich die Sozialdemokraten und Kommunisten einst so - und nicht Jakobiner.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Foto: Wikipedia

IE

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* Saar verliert Fraktion…

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Januar 2011

…im Kreistag von St. Wendel

Frisst die Revolution nun auch innerhalb der Linken im Landesverband Saarland ihre Kinder? Wie die Saarbrücker-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe mitteilt, verliert die Linke ihre komplette Fraktion im St. Wendeler Kreistag.

Ich zitiere aus dem Artikel wie folgt:

“Die Kommunismusdebatte auf Bundesebene sowie Unmut über die Arbeit des Kreis- sowie Landesverbandes: Dies sind unter anderem die Gründe, warum der Hasborner Mike Martin und Wolfgang Haupert aus Namborn die Linkspartei verlassen. Im Kreistag wollen sie aber als Parteilose bleiben – zumindest vorerst.”

Laut Pressebericht konnte sich die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Heike Kugler diese Entscheidung nicht erklären und zeigte sich dementsprechend enttäuscht. Scheinbar ist es für manche Seilschaften immer noch unverständlich, wenn redliche Bürger es satt haben, innerhalb einer offenen Gesellschaft mit ewig rückständigen Kommunisten und Stalinisten in eine Schublade abgelegt zu werden! Sich immer wieder für peinliche Erklärungen ihrer “Spitzen” Funktionäre in Land und Bund den Mitbürgern gegenüber erklären und entschuldigen müssen! “Politiker” mit akademischen Titeln, welche Wege in den Kommunismus aufzeigen, um anschließend im gleichen Satz den Sozialismus als Wunschziel angeben? Mit anderen Worten: Diese Leute wollen den Menschen im Lande etwas verkaufen und wissen noch nicht einmal was!

Hier noch ein weiterer Artikel zum gleichen Thema aus der Saarbrücker-Zeitung

IE

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