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Archiv für Januar, 2011

* Weblog und Pressekodex

Erstellt von UP. am 31. Januar 2011

Blogger sollen Schutz klassischer Medien in Anspruch nehmen können

Blogger sollen in den Genuss der Privilegien der Presse kommen, wenn sie sich an deren ethische Codes halten. Diesen Vorschlag machte die Menschenrechtsorganisation Article 19 bei einer Tagung der Unesco zur Presse- und Meinungsfreiheit vergangenen Woche. Presseräte in einzelnen Ländern wie den Niederlanden hätten bereits begonnen, sich mit der möglichen Integration der neuen Klasse von Journalisten auseinanderzusetzen, sagte Agnès Callamard, Chief Executive von Article 19, gegenüber heise online.

[ ... ]

Überdies müssten dringend klare Regeln dafür geschaffen werden, wie und in welcher Form Provider in den Fluss der Kommunikation eingreifen dürfen. Aktuell neigten die Provider aus Angst vor juristischen Folgen zu Überreaktionen, wie etwa der kürzlich von Facebook verhängten Sperrung eines Forums stillender Mütter, das als obszön angeschwärzt worden war. (Monika Ermert) / (uma)

der komplette Artikel bei >>> heise.de
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Anmerkung

Es kommt immer mal wieder vor, dass jemand ganz Schlauer meint, über den Provider dem Betreiber eines Blogs eins auswischen zu können oder versucht, auf diese Art und Weise das Blog auszuknipsen.
Diesem dummdreisten Verhalten
einen Riegel vorzuschieben durch Vorgabe eines gesetzlichen Rahmens wird es höchste Zeit, damit ein verunsicherter Provider durch Überreaktion nicht zu Dingen hingerissen wird, die jeglicher rechtlichen Grundlage entbehren, und die er später teuer bezahlen müsste.
Einen Provider “an den Inhalten eines Blogs zu beteiligen” - ausser es verstösst eindeutig gegen das deutsche Presserecht vom Inhalt her - ist töricht und in keiner Weise gegenwartsbezogen.

Das erinnert mich spontan an die Tussi, die den Kaffeebecher zwischen die Oberschenkel klemmte - bescheuertes amerikanisches ‘Produkthaftungsgehabe’.

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* Islam in Deutschland

Erstellt von UP. am 31. Januar 2011

Zentralrat der Muslime: Islam in Deutschland bleibt unter seinen Möglichkeiten

Essen (ots) - Der Islam in Deutschland bleibt von seinem intellektuellen Anspruch und Potenzial her “weit unter seinen Möglichkeiten, sich zeitgemäß zu begreifen”. Das sagte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Montagausgaben) und dem Online-Portal “derwesten”.

Als Grund nennt der Vorsitzende des Zentralrats, der 300 Moscheegemeinden und 19 islamische Verbände vertritt, eine fehlende islamische Infrastruktur. “Wir haben anders als die großen Kirchen keine Akademien und kaum Bildungseinrichtungen, die Raum geben können, um kontroverse Debatten zu führen. Wir haben durchaus Nachholbedarf, etwa bei der Abgrenzung unserer Religion von Ideologien.”

Wenn reklamiert wird, dass der Islam “unter seinen Möglichkeiten bleibt”, sollte man das ändern, wenn man will. Aber diese Änderung muss von dem ausgehen, der diese Änderung als “Betroffener” aufzeigt.
WIR können das nicht ändern! Und WIR können und wollen den Islam nicht ändern. Und wenn der Islam wirklich Nachholbedarf hat, dann soll er tun, ohne die Kreise anderer zu beschädigen. Niemand wird ihn wirklich hindern, wenn die Freiheit anderer nicht infrage gestellt wird.

Auf die öffentliche Kritik des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, wonach der Islam in Deutschland “von Aufklärung und Religionskritik kaum irritiert” sei, entgegnete Mazyek: “Die Muslime können und müssen sich immer wieder aus sich selbst heraus erneuern. Unsere Religion bietet dafür ausreichende Grundlagen.”

Allerdings machten viele “Stellvertreter-Debatten und Schwarzer-Peter-Spiele” den Muslimen Angst. Viele zögen sich ins Schneckenhaus zurück. “Gebildete gehen ins Ausland. Oder in ihre alte Heimat.”

Anstatt das Potenzial von 99 Prozent friedlichen Muslimen zu nutzen, würden Muslime in Deutschland einem “Generalverdacht” ausgesetzt. Wörtlich sagte Mazyek: “Wir haben unsere Imame im Dezember aufgerufen, in den Freitagspredigten einen Kernsatz zu benutzen: “Die Verteidigung unserer freiheitlichen Grundordnung ist eine Bürger- und Islampflicht.” Die Reaktion in den Moscheegemeinden war hervorragend. In der Öffentlichkeit wurde davon kaum Notiz genommen.”

Mazyek beklagt fehlende Unterstützung der Muslime, auch wenn sie angegriffen würden. “Ich hätte zum Beispiel von der Bundeskanzlerin erwartet, dass sie sich nach den gehäuften Attacken auf Moscheen deutlicher vor uns stellt. Es ist egal, ob ein muslimisches, jüdisches oder christliches Gotteshaus angegriffen wird. Wir alle sind damit angegriffen.”

Für den zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 New York und Washington befürwortet der Zentralrats-Vorsitzende die Idee eines “großen interreligiösen Gebetes”.

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Anmerkung
Die Grundidee eines interreligiösen Gebetes ist sicherlich eine gute Sache. Wenn allerdings jemand diese Meinung vertritt, muss er sie auch weiter verfolgen und dafür werben und nicht darauf warten, dass die “Anderen” auf einen zugehen, um sich anschliessend zu beschweren, dass der Islam nicht akzeptiert wird.

Der öffentlichen Kritik des Ratsvorsitzenden der EKD, Nikolaus Schneider, wonach der Islam in Deutschland “von Aufklärung und Religionskritik kaum irritiert” sei, kann der Zentralrat nicht nur mit der o.a. Antwort begegnen, sondern es muss überlegt werden, warum eine derartige Erneuerung im Sinne einer Säkularisierung seit “300 Jahren” überfällig ist.
Die vielfältigen Facetten des Islam spiegeln sich in den über 300 Moscheegemeinden wider, die teilweise in der gleichen Stadt konkurrierend auftreten, was nach aussen hin nicht unbedingt eine einheitliche religiöse Anschauungsweise verdeutlicht.

Die sogenannte Aufklärung im Islam kann eher als intelektuelle Leistung der Gebildeten angesehen werden, die nach dem Studium in Deutschland sich in der Regel wieder in ihre Heimat begeben.

Altbundeskanzler Schmid führte in einem seiner letzten Gespräche in der ARD aus, dass ‘wir’ eher Probleme mit den Menschen aus Ost-Anatolien haben, weil die patriarchalischen Strukturen dort fest verwurzelt sind. Es werden dort Traditionen mit Zwangsverheiratungen und Familienehre gelebt, die die “Vorherrschaft” der Männer und die Minderwertigkeit der Frauen dokumentiert, und die von auch einfachen Menschen im “Dunstkreis” des Abendlandes abgelehnt werden.
Wenn heute der Zentralrat der Muslime von der Gleichheit der Geschlechter in Deutschland spricht, ist das reine Theorie; denn “importiert” wird immer das geistige “unaufgeklärte” Gegenteil, welches sich dadurch eindrucksvoll dokumentiert, dass die Ehefrau den Einkauf alleine trägt und sich die drei bis fünf Schritte hinter dem Ehemann bewegt.

Wenn der Sprecher des Zentralrates von durchaus Nachholbedarf hinsichtlich der Abgrenzung des Islam von Ideologien betont, sollte man das anpacken! Als Dachorganisation kann in diesem Zusammenhang nicht von fehlenden Infrastrukturen gesprochen werden, sonst führt sich dieser Vertretungsanspruch für 300 Moscheegemeinden und 19 islamischen Verbänden selber ad absurdum.

An der Uni Münster wurde bereits vor längerer Zeit der LEHRSTUHL FÜR RELIGION DES ISLAM eingerichtet. Teilweise wird dieser Lehrstuhl von einigen islamischen Verbänden grundlegend abgelehnt. Das ist sicher nicht der richtige Weg, den Islam als vollwertige Religion endlich zu etablieren. Daran ändert auch ein Bundespräsident nichts, der anbiedernd verlauten lässt, dass der Islam “angekommen” sei.

Hier ist noch viel zu tun. Und das kann nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz aus allen Richtungen bewerkstelligt werden, was auch jungen Türken nachhaltig vermittelt werden sollte.

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* Gysi im Interview

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Januar 2011


„Ich kann Ihnen leider kein praktisches Beispiel eines demokratischen Sozialismus nennen“. So äußerte sich Gregor Gysi am Sonntag im Deutschlandradio. Weiter heißt es dort: „Nie wieder will ich die Mehrheit einer Gesellschaft zu einer gesellschaftlichen Struktur zwingen die sie nicht will.“ „Wenn die mit Erfolgen verwöhnt werden, können sie auch ein bisschen komisch werden“ So lauten Zitate vom Deutschlandradio in dem er über seine eigene Partei, DIE  LINKE. spricht.

Dem Linken-Fraktionsvorsitzenden fehlen Vorbilder für die Ziele seiner Partei.

Gregor Gysi im Gespräch mit Günter Hellmich.

Günter Hellmich: Herr Gysi, “Die Linke” geht mit großer Geschlossenheit, einer starken Führung und einer klaren Programmatik voller Zuversicht in die Landtagswahlkämpfe dieses Jahres. Alles richtig?

Gregor Gysi: Das klingt auf jeden Fall sehr gut. Aber wir sind natürlich noch in einem Vereinigungsprozess, und damit hängt auch zusammen, dass es natürlich gelegentlich bestimmte Schwierigkeiten gibt. Aber ich finde das trotzdem besser als Beitritt. Beitritt heißt nur, die einen sollen so werden, wie die anderen schon sind. Vereinigung ist immer komplizierter. Aber wir haben ein Programm, wir haben den Entwurf eines neuen Programms, wir haben jetzt auch - sagen wir mal - einen Alternativentwurf. Das finde ich alles gar nicht schlecht, ich finde das sogar gut, dass da sehr unterschiedlich diskutiert wird. Ich möchte nur, und das ist mein Anliegen, dass wir dann ein paar Wochen vorher uns zusammensetzen und versuchen, Kompromisse zu finden, weil ich möchte kein Parteiprogramm für 55 Prozent der Mitglieder, sondern eins für 90 Prozent der Mitglieder. Und da bin ich auch ziemlich sicher, dass wir das schaffen.

Hellmich: Vor dem Programm sind ja nun erst mal die Landtagswahlen, das geht ja so alles quer gegenüber und es wird heftig diskutiert …

Gysi: … richtig …

Hellmich: … und los geht es ja schon in Hamburg.

Quelle: Deutschlandradio >>>>> weiterlesen und hören

Hier ebenfalls ein Dokument: “Wie ich Gregor Gysi im Stasi Knast erlebte”.

IE

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Januar 2011

…Herr Küppersbusch?

Die Woche mit Friedrich Küppersbusch.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Vodafone schaltete willfährig sein Funknetz in Ägypten ab.

Was wird besser in dieser?

Einfach mal den Anbieter wechseln.

9 dafür, 22 dagegen, 34 Enthaltungen - was sagt uns das Abstimmungsverhalten der Grünen beim Bundestagsbeschluss über das Afghanistanmandat?

Mit 9 Toten, 22 Überlebenden und 34 schwerverletzten SoldatInnen wäre also rechnerisch die Haltung der Partei formerly-known as Friedensbewegung in Fleisch und Blut übersetzt. Es wird schlimmer kommen. Es bleibt ein Ruhmesblatt eines Sozialdemokraten, dass Karl Liebknecht im Ersten Weltkrieg als Einziger gegen die Kriegskredite zu stimmen wagte. Nachdem er einer früheren Abstimmung ferngeblieben war, also sich enthalten hatte. Und obgleich er postwendend unter Bruch seiner Immunität an die Front geschickt wurde. Immerhin fanden sich nun bei SPD und Grünen Einzelne, die den vaterlandslosen Gesellen als Weltbürger der Zukunft erkannt haben. Und beide Parteien haben hinreichend dargelegt: Dieser Formeltext wird bereits vor Abstimmung als Kriegsfortsetzung Guttenbergs, als Abzugssignal Westerwelles und als großes Weiß-ich-auch-nicht-so-genau für alle anderen gelesen. Rein formell: Zu einem Nichttext kann man nur eine Nichtmeinung haben. Das Abstimmungsergebnis des Parlaments: 72,5 Prozent dafür. Die Meinung der Bevölkerung in Umfragen: 70 Prozent dagegen. So geht Politikverachtung.

Unruhen in Tunesien, Ägypten, Jemen. Israel wird nervös. Braucht das Land ringsum Diktaturen, um zu überleben?

Schon diesseits der Interessen Israels wäre der Eindruck verheerend, dass wir was gegen Diktaturen haben, die nicht ordentlich funktionieren. Am Beispiel Algeriens aus den Neunzigern: So lange wählen lassen, bis keine islamischen Parteien mehr drankommen, war damals moralisch verwerflich und ist heute pragmatisch Unsinn. Man wird sich an eine Idee “islamisch-demokratischer Parteien” gewöhnen müssen, die sollen ja auch mit einer “Christ-demokratischen” reden. Auch nicht einfach!

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Westerwelle und so…

Erstellt von UP. am 30. Januar 2011

Saarbrücker Zeitung: Westerwelle bekräftigt Haltung der FDP im Streit um Hartz IV-Reform

Saarbrücken (ots) - Im Streit um die Hartz IV-Reform hat der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle die Auffassung der Liberalen bei der Bezahlung von Zeitarbeitern bekräftigt. Westerwelle sagte der “Saarbrücker Zeitung” (Montagausgabe): “Der Zeitarbeit als flexiblem Instrument bei Auftragsspitzen verdanken wir viele neue Arbeitsplätze. Wir brauchen sie. Sie darf allerdings kein Instrument sein, um einen Lohnwettbewerb nach unten zu beginnen.”

Westerwelle ergänzte: “Die FDP hat andere Vorstellungen als die SPD über die Übergangsfristen in einem Betrieb, bis die gleiche Bezahlung greift - aber darüber wird ja gerade verhandelt.” Überdies bestätigte Westerwelle die ablehnende Haltung der FDP zu einer Erhöhung der Regelsätze um mehr als die geplanten fünf Euro: “Die Regelsätze wurden nicht politisch festgelegt. Sie sind objektiv errechnet worden. Die geplanten Regelsätze müssen verfassungsfest sein. Und das sind sie”, so der FDP-Chef.

Womit er die objektive Berechnung der Regelsätze meint. Wir alle wissen es besser. Die Bestätigung der ablehnenden Haltung um eine Erhöhung der Regelsätze gliedert sich in vier Sätze. Davon beinhalten bereits 50 % eine Lüge. Nämlich, dass die Sätze nicht politisch definiert wurden und objektiv errechnet wurden.
Das ganze HARTZ - Desaster ist ein neoliberales Politikum und was von Schröder und dem rechtskräftig verurteilten Kleinkriminellen Peter Hartz angeleiert wurde, wird zur Zeit von der “designierten Bundeskanzlerin” und Mehrfachmillionärin v.d. Leyen als Arbeitsministerin fortgeführt.

Westerwelle als solcher hat in seinem Leben noch nicht “viel gearbeitet” - gerade mal drei Jahre in der Kanzlei seines Papas; danach hat er sich der Politik angeschlossen und bezog sein Geld daher schon früh aus dem sozialen Topf des Staates - also aus Steuergeldern. Er sollte also nicht so laut tönen - altrömische Dekadenz und so!

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* Bürger und Politiker

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Januar 2011

“Die Bürger möchten das Monopol einer parteipolitischen Kaste brechen”

Eine treffende Analyse der politischen Situation in diesem Land. Selbst ernannte Eliten, die vielfach ohne jegliche Berufserfahrung ihr Wissen bei Lobbyisten einkaufen müssen oder blind den Bandenführern ihrer Parteien folgen. Noch sind die meisten Willen- und Ahnungslos und das durch alle Parteien. Das wird sich aber in den nächsten Jahren rapide ändern. Davor hat die  Berufsgruppe der Politiker Angst und versucht mit allen Mitteln die Hoheit über das Internet zu bekommen.

Der Medientheoretiker Peter Weibel glaubt nicht an eine Vertrauenskrise der Politik, er sieht einen Übergang von der parlamentarischen zur performativen Demokratie - und eine neue APO des Mittelstands.

taz: Herr Weibel, neuerdings wollen sich manche Bürger verstärkt in die Politik einmischen. Das kann nicht nur an einem Tiefbahnhof oder einer Laufzeitverlängerung für AKWs liegen. Woran liegt es?

Peter Weibel: Der enorme Wandel der technologischen Kommunikation verändert auch die sozialen Verhältnisse und die politische Ordnung. Das ist auch in Stuttgart so.

Was passiert da?

Der Bürger wächst in einer technischen Welt auf, die dazu geführt hat, dass er eine enorme Macht über seine Umgebung gewonnen hat und sich sein Verhältnis zu dieser Umwelt extrem individualisiert hat. Vereinfacht gesagt: Früher musste er warten, bis die Sonne aufgeht. Heute kann er überall auf einen Knopf drücken und hat Licht. Er muss auch seinen Körper nicht mehr bewegen, um mit jemandem zu sprechen; er drückt auf einen Knopf und jemand antwortet.

Da kann er bei der Politik lange drücken.

Das ist das Problem. Die Leute sind in der technischen Welt ein extrem kurzes Reiz-Reaktions-Verhältnis zwischen ihren Wünschen und der Umwelt gewohnt. Und: In den neuen Medien ist der Mensch zum Sender geworden. In den alten Medien Fernsehen und Radio war er nur Empfänger. Entsprechend haben wir heute eine Zuschauer- und Zuhörerdemokratie, in der der Wille des Volkes zur bloßen Zustimmung wurde. Das Volk darf alle vier, fünf Jahre wählen, also klatschen oder pfeifen, kommunikationstechnisch gesprochen, und damit ist seine Macht zu Ende.

Aber?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Der Al-Jazeera-Skandal

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Januar 2011

Ein Bericht von Uri Avnery aus Tel Aviv über die Probleme von Regierungen, sich mit den realen Skandalen auseinanderzusetzen.
IE

ICH DACHTE immer, dies wäre ein spezifisch israelischer Zug: wann immer ein Skandal nationaler Proportion ausbricht, ignorieren wir die entscheidenden Punkte und lenken unsere Aufmerksamkeit auf zweitrangige Dinge. Dies erspart uns, uns mit den eigentlichen Problemen zu befassen und schmerzliche Entscheidungen zu treffen.

Da gibt es Beispiele in Hülle und Fülle. Das klassische Beispiel konzentriert sich auf die Frage: „Wer gab den Befehl?“ Als bekannt wurde, dass 1954 einem israelischen Spionagering befohlen worden war, in amerikanischen und britischen Institutionen in Ägypten Bomben zu legen, um Bemühungen zu sabotieren , die Beziehungen zwischen dem Westen und Gamal Abd-al Nasser zu verbessern, brach in Israel eine große Krise aus. Fast keiner fragte, ob die Idee als solche weise oder töricht war. Fast keiner fragte, ob es im eigentlichen Interesse Israels war, den neuen und rigorosen ägyptischen Führer herauszufordern, der schnell das Idol der arabischen Welt wurde ( und der schon im Geheimen andeutete, dass er mit Israel Frieden schließen könnte.)

Nein , die Frage war nur: Wer hatte den Befehl gegeben? Der Verteidigungsminister Pinhas Lavon oder der Chef der Nachrichtendienste Binjamin Gibli? Die Frage erschütterte die Nation, stürzte die Regierung und veranlasste David Ben Gurion, die Labor-Partei zu verlassen.

Vor kurzem drehte es sich beim türkischen Flotilla-Skandal um die Frage: war es eine gute Idee, ein Kommando an Seilen auf das Schiff hinunter zu lassen oder hätte eine andere Angriffsweise genommen werden sollen? Fast keiner fragte: Sollte über Gaza überhaupt eine Blockade verhängt werden ? Wäre es nicht klüger, mit der Hamas zu reden? War es eine gute Idee, auf hoher See ein türkisches Schiff anzugreifen?

Quelle: Uri Avnery >>>>> weiterlesen

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* LINKE DDR-Aufarbeitung

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Januar 2011

Stefan Liebich über Stasiunterlagenbehörde

“Jahn hat sich nie angepasst”

Die Linkspartei sieht die Stasiunterlagenbehörde kritisch. Deren neuen Chef Roland Jahn hat der Linkspartei-Abgeordnete Stefan Liebich trotzdem mitgewählt.

taz: Herr Liebich, am Freitag wurde Roland Jahn zum neuen Chef der Stasiunterlagenbehörde gewählt. Hat er Ihre Stimme bekommen?

Liebich: Ja und ich denke die von etlichen anderen aus meiner Fraktion auch.

Sie hatten schon vorher angekündigt, dass Sie Jahn wählen wollen. Gab es dafür Kritik aus den eigenen Reihen?

Nein, gar nicht. Roland Jahn hat sich Anfang der Woche unserer Fraktion vorgestellt und da gab es viel positive Rückmeldung.

Heißt das, die Linkspartei hat sich mit der Institution Stasi-Unterlagenbehörde ausgesöhnt?

Das nun nicht gleich. Es gab ja bei der Gründung heftige Debatten über den Sinn einer solchen Institution. Übrigens in allen Parteien, wenn ich daran mal erinnern darf. Leider hat die Art und Weise, wie die bisherigen Leiter die Behörde geführt haben, nicht dazu beigetragen, dass die Skepsis vor allem innerhalb unserer Fraktion abgenommen hätte.

Und was ist Ihre persönliche Sicht?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Mubaraks Versagen

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Januar 2011

Trotz verhängter Ausgangssperren in der letzten Nacht gehen die Unruhen unvermindert weiter. Der Sender al-Dschasira berichtet inzwischen von 95 Toten. Auch versperren Ägyptische Soldaten den Touristen den Zugang zu den Pyramiden. Das Gizeh-Plateau wird von Panzer abgeriegelt.

Die Demonstranten äußern sich enttäuscht von der Rede des Präsidenten Mubarak. Dieser versprach zwar mehr Demokratie, zeigte aber keine Bereitschaft den Anforderungen der Demonstranten auf Rücktritt nachzukommen. Laut Anwesender sind dieses Versprechungen welche er seit 30 Jahren immer wiederholt und nie eingehalten hat.

Die Kundgebungen gegen die Staatsführung gehen auf dem Tahir-Platz in Kairo weiter. Dort versammelten sich am Samstagmorgen mehrere hundert Demonstranten. An verschiedenen Stellen der Stadt waren zur gleichen Zeit immer wieder Schüsse zu hören.

Auch in Alexenandria sind laut al-Dschasira mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Der Korrespondent bestätigte seinen Bericht als Augenzeuge.

Die ersten Prinzen und Geschäftsleute haben wegen der Unruhen das Land verlassen Sie flogen mit ihren Privatflugzeugen in Richtung Dubai und Riad. Die Internet Verbindung mit Kairo ist noch nicht  wiederhergestellt.
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Der Publizist Henryk M. Broder forderte den Vorsitzenden der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas im Europäischen Parlament und Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, Martin Schulz (SPD) in einem „Offenen Brief“ auf auch die Partei des Ägypters Mubarak aus der Sozialistischen Internationale auszuschließen.

Sehr geehrter Herr Schulz,

es ist erst ein paar Tage her, dass die Sozialistische Internationale die tunesische Staatspartei RCD ausgeschlossen hat, nachdem der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali gestürzt wurde und ins Ausland flüchten musste, mit mehr als einer Tonne Gold im Gepäck.
Diese Entscheidung war nicht nur sehr zeitnah, sondern auch extrem mutig. Dennoch würde ich Sie gerne fragen, warum die Sozialistische Internationale so lange abgewartet hat. Wäre es nicht richtig gewesen, die RCD schon 2002 auszuschließen, als Ben Ali die Verfassung ändern ließ, um im Amt bleiben zu können? Da waren Sie ja nicht mehr Bürgermeister von Würselen und Ihr Lebenswerk, das Spaßbad Aquana, war vollendet.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen
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Über den Familienclan Mubaraks und seine Herrschaft von 30 Jahren hier ein Aufschlussreicher Bericht:

Das Versagen der Mubaraks

Was zu Beginn dieses Jahres in einer Kirche in Alexandria geschah, war nicht nur ein brutales Verbrechen, sondern auch ein Offenbarungseid der ägyptischen Staatsmacht. Der Tod von 23 koptischen Christen durch einen islamistischen Anschlag während der Neujahrsmesse zeigte aller Welt, dass das Regime weder gewillt noch in der Lage ist, seine Bürger zu schützen, sondern nur noch versucht, sein eigenes Überleben zu sichern.

Der britische „Guardian“ erinnerte zu Recht daran, dass das Regime einerseits alles tut, um jede noch so kleine Demonstration mit starken Polizeikräften sofort aufzulösen. Für den Schutz der Kirchgänger dagegen wurden, trotz einer vorhergehenden Warnung vor einem Anschlag Al Qaidas, keinerlei Vorkehrungen getroffen. Der massive Ausbruch religiöser Gewalt ist demnach nur ein Aspekt eines anderen, ja des zentralen Problems: „Nach 30 Jahren im Amt hat sich das Mubarak-Regime als unfähig und unwillig erwiesen, neue und kreative Lösungen für Ägyptens Probleme zu finden“.[1]

Tatsächlich rangiert Ägypten auf der Liste der „Failed States“ inzwischen bereits an 49. Stelle.[2] Das Versagen, die eigenen Bürger zu schützen, ist nur ein weiterer Mosaikstein einer Entwicklung, an deren Ende das totale Versagen des Regimes Mubarak zu konstatieren ist.

Dies zeigt sich auch an der massiven Manipulation der jüngsten Wahl. Wäre man Zyniker, müsste man feststellen, dass Ägypten ein gelehriger Schüler Israels ist, denn Ägyptens Präsident Hosni Mubarak hat die Strategie Benjamin Netanjahus nicht nur kopiert, sondern sogar verinnerlicht. So wie Israel die Forderung der vermeintlichen Weltmacht USA nach Einstellung des Siedlungsbaus mit „Einfach ignorieren“ konterte, so reagiert die einstige arabische Führungsmacht Ägypten auf die Forderung nach Beachtung minimaler demokratischer Standards bei Wahlen nach derselben Devise. Diese Politik des „Kopf-in-den-Sand-Steckens“ funktionierte schon während der Präsidentschaft von George W. Bush. Dieser wollte einst im Nahen Osten flächendeckend die Demokratie einführen. Er werde, reagierte Mubarak seinerzeit gelassen, Außenministerin Condoleezza Rice bei Gelegenheit den Nahen Osten und die politischen Mechanismen der Region erklären. Rice hörte aufmerksam zu – und musste schließlich dem ägyptischen Pharao nachgeben.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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* Verlorenes Paradies

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Januar 2011

Die Kommunisten von heute leben in einer Welt der leeren Vorstellung. So schreibt Robert Misik in seinen heutigen Kommentar. Soll man diesen Vorstellungen weiter hinter herlaufen obwohl vor gerade 20 Jahren, bedingt durch eine friedliche Revolution, dieses System im Osten unseres heutigen Landes auf recht eindrucksvolle Weise von den dort lebenden Bürgern abgeschafft wurde? Genug meiner Worte, hier der Kommentar:

IE

Verlorenes Paradies

Seitdem die ansonsten unauffällige Linksparteichefin Gesine Lötzsch über ihre hundert Wege zum Kommunismus räsonierte, steht es wieder so im Raum: das Wort Kommunismus. Und da steht es rum, und keiner weiß so recht, wohin mit ihm. In die Rumpelkammer? Ins Devotionalieneckerl zu den anderen ehrwürdigen Erinnerungsstücken? Oder doch gar wieder in den politischen Zielkatalog?

Ist er also noch für irgendetwas brauchbar, der Kommunismus?

Das Gespött des Kommunismus

Zunächst die simpelste Frage: Soll man ihn anstreben, soll man ihn fordern dürfen? Aber klar soll man das dürfen. Und nicht nur der Meinungsfreiheit wegen. Natürlich ist der Kommunismus ein alter Menschheitstraum, eine große, grandiose Idee, die seit Jahrhunderten viele Menschen anspornte, sich für eine bessere Welt zu engagieren - nicht erst seit Karl Marx, sondern auch zu früheren Zeiten, als es das Wort noch gar nicht gab. Mehr noch, es gab auch im vergangenen Jahrhundert die Rätekommunisten und all die anderen “guten” Kommunismen, auf die man sich auch positiv beziehen könnte. Kommunismus ist nicht identisch mit Bürokratendiktatur graugesichtiger Männer. Also, dürfen darf man schon. Aber soll man es deswegen auch? Welchen Nutzen kann es bringen?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* GORCH FOCK I

Erstellt von UP. am 28. Januar 2011

Die Seefahrt als solche hat eine jahrhundertalte Tradition. Die Buchdruckerei auch. Schon mal davon gehört, wie der Buchdruckerlehrling nach seinen Lehrjahren und abgelegter Prüfung in den Kreis der Gesellen aufgenommen wird?
Das ist die Äquatortaufe manchmal ein ‘Zuckerschlecken’.

Und damit bin ich wieder bei der Seefahrt. Ein Schiff ist ein einsamer Ort in der Wasserwüste. Und auf einem Schiff ist es gefährlich – egal, ob es die Gorch Fock ist oder die 13 m – Yacht auf der Reise von Marseille nach Korsika bei der Nacht. Sicherheit und Zusammenhalt ist alles! Und diesem Denken wird sich keiner entziehen – vor allem nicht die Stammbesatzung. Das alles wird zusammengefasst unter dem Begriff “Seemannschaft” – für einen, der keinen Bezug dazu hat, schwer zu verstehen.
Und zur Seefahrt gehört auch die (freiwillige) Äquatortaufe mit ihrer ganzheitlichen “Sauerei”, wenn man diesen Kreis übersegelt.

Es war gut, zu hören, was eine Kadettin (weibl. Kadett) heute im Radio berichtete. Unter anderem, dass der Kommandant ein feiner Mensch und guter Vorgesetzter ist, der auch ein offenes Ohr für pesönliche Probleme hatte.

Die ganze Sache wird leider durch die Zeitung mit den grossen Buchstaben hochstilisiert, die auch den neuen (alten) Kommandant wegen seines Wasserschilaufens anprangerte – natürlich mit den üblichen Riesenlettern.

Und RTL II hat auch schon reagiert. Vielleicht hat die Frau des Barons dabei ihre Connections spielen lassen. Dann wäre sie voll ‘familiär’ involviert und hat bald auch eine Meinung dazu.
Vielleicht wird ihre Pädophilensuche und -finde auch bald auf See ausgedehnt.

Jens Berger auf seinem “Spiegelfechter” veröffentlichte heute einen ‘Offenen Brief’ der GF-Besatzung. Der Brief ist lesenswert. Der Baron kommt dabei eigentlich nicht gut weg. Vielleicht sollte er einmal vier Wochen zur See fahren, dann wäre ihm einiges klarer - möglicherweise. Oder sich an die Rituale bei seinen Gebirgsjägern erinnern!!!

Offener Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock

geschrieben am 28. Januar 2011 von Spiegelfechter

Offener Brief

Besatzung Segelschulschiff GORCH FOCK
Schweriner Straße 17a
24106 Kiel

Sehr geehrter Herr Minister,

mit diesem Brief möchten wir uns als Stammbesatzung zu den Behauptungen, die in der Presse kursieren, äußern. Des Weiteren soll dieser Brief Ausdruck und Zeichen sein, wie sehr die Stammbesatzung hinter ihrem Kommandanten steht.

Unfall Salvador de Bahia

Der Unfall unserer Kameradin in Salvador war für alle ein harter Schlag und nicht leicht zu verarbeiten. Dies hat man sehr deutlich am Zustand der Besatzung feststellen können, vor allem bei den direkt betroffenen Soldaten in der Takelage und an Deck. Daher ist es uns unverständlich, Äußerungen zu hören, welche uns Ausbilder als Menschenschinder bezeichnen. Dies ist ein Schlag ins Gesicht jedes Einzelnen hier an Bord und Rufmord!

Dies alles sind Äußerungen von Petenten, die ein grundsätzliches Problem mit der Gorch Fock haben. In Salvador war eine Besatzungsfeier auf der Pier geplant. Diese wurde natürlich abgesagt. Vielmehr hat der Offizierslehrgang am letzten Tag in Salvador für die Besatzung und die Ausbilder ein Bier ausgegeben, um gemeinsam die Geschehnisse zu besprechen und die gute/richtige Reaktion der Schiffsführung auf diesen Unfall zu würdigen. Dies alles geschah im Gedenken an unsere verstorbene Kameradin und war vom Lehrgang gewünscht und initiiert. Das in der Presse veröffentlichte Bild entspricht somit nicht den Tatsachen!

weiterlesen >>> SPIEGELFECHTER

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* drei ? Kraken!

Erstellt von UP. am 28. Januar 2011

Das Triumfeminat – Angela Merkel, Friede Springer, Liz Mohn

In Richard Wagners „Götterdämmerung“ nehmen die „Nornen“ eine wichtige Rolle ein, sie verkünden das nahe Ende der Götter. Nornen sind in der nordischen Mythologie drei schicksalbestimmende Frauen. Sie heißen Urd (das Gewordene), Verdandi (das Werdende) und Skuld (das Werdensollende). An diesen Mythos könnte man denken, wenn man an die das Schicksal Deutschlands wesentlich spinnenden Frauen Liz Mohn, Friede Springer und Angela Merkel denkt. Die Haupterbin Axel Springers und mächtigste Medienfrau Deutschlands, Friede Springer, als die Sachwalterin des „Gewordenen“, die Matriarchin des Bertelsmann Konzerns und ihrer Stiftung, Liz Mohn, als die Fadenspinnerin des „Werdensollenden“ und Angela Merkel als Verantwortliche für das „Werdende“.
Jedenfalls gehören diese drei Damen zu den einflussreichsten Machtträgerinnen in Deutschland – man könnte geradezu von einem Triumfeminat *) sprechen.
Wolfgang Lieb - NACHDENKSEITEN

*) …abgeleitet von TRIUMVIRAT

weiterlesen >>> NACHDENKSEITEN

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* Von Maschen und Eiern

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Januar 2011

Nach Austrahlung der Dokumentation “Der Drückerkönig” in der Sendung “Panorama” bei der ARD zieht ein gewaltiges Rauschen durch den deutschen Blätterwald. Mit anderen Worten: Einige Stars in der Manege zeigen ihre Dünnhäutigkeit, sobald es um ihre persönlichen Belange geht.

Sofort ist es vorbei mit dem kalten, kalkulierenden Gebaren welches benötigt wird den Kapitalmarkt gehörig durcheinander zu wirbeln. Mit allen rechtlichen und finanziellen Mitteln, über welche man ja jetzt reichlich verfügt, wir versucht jeglich aufkommende Kritik sofort im Keim zu ersticken. Oh, hätte man doch dieses Recht der anderen Seite zuvor auch zugestanden.

So lesen wir denn in der Presse das tägliche “business as usual”. Die gute alte Kutsche wird wieder einmal hervorgeholt, wobei der Kutscher Wind und Wetter ausgesetzt ist. Die Fahrgäste haben es sich derweil im Innenraum gemütlich eingerichtet und ergötzen sich an der verbeiziehenden Landschaft.

Waren sie denn nicht diejenigen welche das Personal zum Bauen der Straße zur Verfügung stellten? Diejenigen welche durch diesen Bau das Rollen einer Kutsche erst ermöglichten? So steht der NDR nunmehr unter schweren juristischen Beschuss, weil er kritisch über einen Kutscher berichtete welcher sich in der Aufgabe sieht, seine Fahrgäste zu schützen?

Klavierspieler der Macht

Werner Hahn hat wieder viel zu tun. Hahn ist nicht irgendein Justiziar der ARD, sondern unter den Journalisten der beliebteste, weil er auf Angriffe nicht etwa reflexartig mit Scheu reagiert, sondern sie stets sportlich nimmt; er sieht sie als Herausforderung.

Dieses juristische Rückgrat tut beim Norddeutschen Rundfunk mehr not als andernorts, denn gerade die Recherchen von Christoph Lütgert und dessen Kollegen der Redaktion “Panorama” bescheren Hahn immer wieder Anwaltsschreiben. Aktuell will sich etwa Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzdienstleisters AWD und Politikerfreund, nicht mit Lütgerts Arbeit abfinden.

Das Erste hatte Mitte Januar Lütgerts Film “Der Drückerkönig und die Politik” gezeigt, in dem einerseits Vorwürfe von Kleinanlegern Thema waren, denen AWD Riskantes vermittelt haben soll. Andererseits ging es um Maschmeyers persönliche Verbindungen zu Politikern wie Exkanzler Schröder und Bundespräsident Wulff sowie um medienwirksame Auftritte, zuletzt etwa bei der Gala “Ein Herz für Kinder”.

Dort, bei Thomas Gottschalk im Zweiten, legte Maschmeyer 10 Prozent auf alle Spenden drauf. Bild jubelte. Nun ist seit ein paar Tagen zu hören, dass Maschmeyer gegen den “Panorama”-Streifen vorgeht. Vor allem stört er sich an der Methode, wie Lütgert ihm und seinen Leuten, wie dem Exregierungssprecher und heutigen AWD-Mann Béla Anda, zu Leibe rückt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Mein Kapital gehört mir

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Januar 2011

Mit der seltsamen Steuergesetzgebung dieses Landes beschäftigt sich ULRIKE HERRMANN im FREITAGSCASINO: Warum nur werden Steuergeschenke für die Wohlhabenden nicht erfasst?
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Für alles gibt es eine Umfrage, also auch diese: Selbst Führungskräfte und “Entscheider” sind häufig überfordert, wenn sie die Steueranlage KAP ausfüllen sollen. Das dürfte alle Nichtmanager trösten, die ihre Steuererklärung ebenfalls nicht verstehen.

Dabei hat sich die Steuerverwaltung sogar um größtmögliche Transparenz bemüht: Mit der Steueranlage KAP werden die KAPitalerträge erfasst. Das ist doch logisch - und klingt nur zufällig nach Stamokap.

Kapitalerträge sind Zinsen, Dividenden und auch Spekulationsgewinne. Seit 2009 genießen sie ein besonderes Privileg: Per “Abgeltungsteuer” müssen nur noch pauschal 25 Prozent ans Finanzamt abgeführt werden. Zuvor galt auch für Kapitalerträge eine progressive Besteuerung bis zu maximal 45 Prozent.

Verschwundene Milliarden

Die Abgeltungsteuer ist eine Revolution, denn mit ihr wurde das eherne Prinzip der “synthetischen Besteuerung” aufgegeben. Früher galt schlicht: Jedes Einkommen ist gleich zu besteuern - egal ob es Löhne, Mieten, Zinsen, Dividenden, Unternehmensgewinne oder Einkünfte von Selbstständigen sind. Doch seit 2009 sind Kapitalbesitzer besser gestellt. Zinsmillionäre haben nun einen niedrigeren Steuersatz als Normalverdiener, deren Grenzsteuersatz schnell 35 Prozent erreichen kann.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Saar Manipulationen ?

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Januar 2011

Der folgende Artikel in der Bild-Saarland von heute, Donnerstag, den 27. 01. 2011, sagt alles  über den realen Zustand der Partei DIE LINKE aus. Da hilft dann auch nicht die obligatorische  Medienschelte, welche von der Partei gerne als Entschuldigung angeführt wird, sondern das sind Fakten, wie sie innerhalb dieser Partei auch an vielen anderen Orten regelmäßig vorgefallen sind und noch vorfallen, zumindest in West - Deutschland. Ausflüchte wie „die Presse mag uns nicht“ oder „die sind alle neoliberal“, schlagen bei derartigen Vorwürfen nicht mehr ins Gewicht.

Wie viele Seiten oder Artikel sind geschrieben worden, aus dem Saarland, RLP, Bayern oder - und das ganz besonders - aus NRW. Immer wieder fanden sich  willige Parteifunktionäre, denen keine Arbeit zu schmutzig war, um den von OBEN Auserkorenen in all ihren Unfähigkeiten eine tatkräftige Stütze zu sein. In ihrer Gier nach viel Geld für wenig Arbeit wurde und wird nach allem durchgetreten, was sich in den Weg stellt.

Zivilcourage oder ein aufrichtiges ehrliches Verhalten? Wo gibt es das heute in der Politik noch? In der Partei DIE LINKE. West-Deutschlands in den Führungspositionen sicher nicht. Besonders auffällig dabei ist das Wirken der Schiedskommissionen, welche sich zu billigen Bütteln der Obrigkeiten haben  machen lassen. So gibt es nur ein Resümee: Wer lesen kann, der lese! Stoff für viele Geschichten bietet allein dieses Blog in vielfältiger  Auswahl.

Der Artikel der Bild-Saarland > HIER <

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* Thierse vs. Lötzsch

Erstellt von UP. am 27. Januar 2011

Eine bemerkenswerte Rede des Wolfgang Thierse MdB, eine für mich nicht unumstrittene “S”PD-Persönlichkeit, daher ist es auch aus meiner Sicht nicht unwesentlich, dass ich mich mit dem Inhalt identifizieren kann. Gefunden bei meinem Freund Veit-Ulrich.
UP.

„Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ist das, worüber wir hier lästigerweise zu reden haben, bloß unglücklich formuliert oder überinterpretiert oder böswillig missverstanden, wie Lafontaine, Gysi und Lötzsch behaupten?

Ich lese den Text von Frau Lötzsch und stelle fest: Zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution in der DDR macht sich die Vorsitzende der Partei Die Linke erneut auf die Suche nach dem „richtigen Weg“, dem Weg in den Kommunismus. Die Wege dahin – so schreibt sie – könne man nur finden, wenn man sie ausprobiere, ob in der Opposition oder in der Regierung.

Man mag es kaum glauben: Die Vorsitzende einer im Bundestag vertretenen Partei propagiert im Jahre 2011 den Kommunismus als ein mögliches gesellschaftspolitisches Ziel, als sei der Kommunismus eine normale Denkoption, ein unschuldiges gedankliches Konstrukt, ein noch immer erstrebenswertes, unbeflecktes Ziel. Dass der Kommunismus eine ganz reale, nämlich eine brutale und blutige Geschichte hat, spielt im politischen Denken der Gesine Lötzsch offensichtlich keine Rolle.

Es gibt in ihrem mehrseitigen Text vom 3. Januar 2011 zwar eine Passage über die „offene Barbarei“ im 20. Jahrhundert; aber diese bezieht sich ausdrücklich auf Perioden der Entfesselung des Kapitalismus. An den entfesselten Kommunismus, den entfesselten Stalinismus verschwendet die Autorin kein einziges Wort, keinen einzigen Gedanken, obwohl sie doch selbst SED-Mitglied war und heute deren Nachfolgepartei vorsitzt. Diese Geschichtsvergessenheit, diese Ignoranz gegenüber den Opfern des kommunistischen Großversuchs, dieses großzügige Hinwegsehen über die Verantwortung der eigenen politischen Bewegung ist beschämend, ist verletzend, ist skandalös. Und es ist verräterisch; denn unüberhörbar ist die Botschaft von Frau Lötzsch an Anhänger, Sympathisanten und Funktionäre der Linkspartei gerichtet, die die Verbrechen des Stalinismus verdrängen und die Opfer der kommunistischen Diktatur verhöhnen. Sie macht damit die ständig wiederholte Behauptung unglaubwürdig, die Linkspartei hätte sich radikal selbstkritisch mit ihrer eigenen Geschichte befasst und Konsequenzen gezogen.

Ihr Verweis darauf, dass der Kommunismus etwas ganz Fernes, noch niemals Verwirklichtes sei, ist schlicht intellektuell unredlich. Frau Lötzsch sollte vielleicht doch einmal ihre – wie hieß das? – Klassiker lesen. In „Die Deutsche Ideologie“ von Marx und Engels heißt es:

Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben wird. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.

Kommunismus ist „die wirkliche Bewegung“, nicht das ferne Ziel.

Das wichtigste politische Instrument dieser Bewegung hieß Diktatur: Diktatur des Proletariats und tatsächlich Diktatur der Kommunistischen Partei. Die Wirklichkeit des Kommunismus begann mit Lenin und seinen Bolschewiki. Seine Bewegung reagierte nicht nur auf Gewalt, sondern erzeugte sie auch. Für Stalin wurde Gewalt dann allgegenwärtiges Machtinstrument mit Millionen von Opfern im Namen des Kommunismus. Die herrschenden Parteien im sowjetischen Machtbereich verstanden sich, durch Lenin und Stalin geprägt, zu Recht als kommunistische Parteien und handelten auch so – auch die SED.

Meine Damen und Herren von der Linken, Sie kennen hoffentlich die unbequeme Frage von Ernst Bloch schon aus den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts: „Hat der Stalinismus den Kommunismus bis zur Unkenntlichkeit verzerrt oder vielmehr zur Kenntlichkeit gebracht?“ Diese Frage ist durch die blutige Bilanz der kommunistischen Bewegung endgültig beantwortet. Wer am Traum von einer gerechten Gesellschaft und einer gerechteren Welt festhalten will – dafür gibt es wahrlich gewichtige und sehr anständige Motive -, der kann das nur – jedenfalls nach der furchtbaren Geschichte der kommunistischen Bewegung im 20. Jahrhundert -, wenn er oder sie radikale Kommunismuskritik übt und nicht kalkuliert naiv von Wegen zum Kommunismus schwadroniert; sonst diskreditiert er bzw. sie sich moralisch und politisch. Sie müssen sich endgültig entscheiden, was Sie wollen.“

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* Neue Strategie gefordert

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Januar 2011

Mit den Eingangsworten: „Die Rede, die ich für die Grünen im Bundestag halten will, die sie mich aber nicht halten lassen. Aber wir können nicht einfach weitermachen“ beginnt Christian Ströbele seinen heutigen Kommentar in der TAZ. Mit klaren Worten begründet er darin seine Ablehnung für eine erneute Verlängerung des Isaf-Mandats der Deutschen Kriegsmaschinerie.


Ändert endlich die Strategie!

Ich lehne eine erneute Verlängerung des Isaf-Mandats der Bundeswehr ab.

Das ehemals fast friedliche Isaf-Mandat für die deutschen Soldaten für den Schutz der Regierung und Verwaltung in Kabul und mit dem Auftrag, Waffen nur einzusetzen zum Schutz der Bevölkerung oder zum Eigenschutz in der konkreten Situation, ist von Nato und Bundesregierung pervertiert worden in ein Mandat zum Krieg. Krieg mit immer mehr Soldaten und mit immer mehr Opfern.

Unter diesem Mandat wurden im letzten Jahr mehr Menschen getötet und verletzt als jemals zuvor unter dem Kampfmandat “Enduring Freedom”. Über 10.000 Zivilisten, Polizisten, Staatsangestellte, Soldaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen haben ihr Leben verloren. Die Zahl der Nato-Soldaten wurde um mehr als 30 Prozent auf ca. 140.000 erhöht, die der deutschen auf 5.350 aufgestockt. Die neue Strategie heißt “Partnering”. Unter dieser Tarnbezeichnung zieht die Nato in Kampfeinsätze Seit an Seit mit Afghanen, zuweilen auch ohne diese. Großoffensiven in Helmand oder Kandahar sowie im Norden, wo die Bundeswehr die Verantwortung trägt. Und die Nato unterstützt die Tötung von Zielpersonen (Targeting).

Die Bundesregierung stellt eine verbesserte Sicherheitslage fest und gibt sich zuversichtlich. Stattdessen aber verschlechtert sich die militärische Lage jedes Jahr dramatisch. So werden trotz Großoffensive aus der Provinz Helmand ein Jahr später schwerste Verluste der Nato gemeldet. Im letzten Monat starben 25 alliierte Soldaten, meist aus den USA. Der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan von 2008 bis 2010, Kai Eide, stellte fest, “aus der “Clear - hold - build”-Strategie sei eine “Clear and again clear”-Übung geworden.” Das heißt: Die Regionen werden nicht gehalten oder gar aufgebaut, sondern nur immer wieder gesäubert. In Marja begann im Februar 2010 eine Nato-Offensive, die drei Monate später erfolgreich beendet sein sollte. Heute steht fest, sie ist gescheitert.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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* Saar leistet Widerstand

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Januar 2011

Aus zuverlässigen Kreisen des Saarlandes erfahren wir dass die Spannungen zwischen der Bundespartei und dem Landesverband von Ex-Linken-Chef Oskar Lafontaine anwachsen.

Wie auch der “Spiegel” schon vor einigen Tagen berichtete, hatte Berlin die Genossen an der Saar aufgefordert, Passagen in der Landessatzung zu ändern. Darin heißt es unter anderem, Mitglieder hätten sich “loyal” zu verhalten. Viele Parteimitglieder protestierten gegen diese stalinistischen Methoden, weil es sie an die SED erinnere, wenn “parteischädigendes Verhalten” wieder bestraft würde.

“In der ehemaligen DDR ist es durch einen friedlichen Widerstand gelungen Mauer und System abzuschaffen, hier wollen sie neue Mauern errichten” hört man aus der Basis. Der Chef des Landesverbandes Rolf Linsler will die beanstandeten Sätze nicht ändern. Der Vorwurf, man wolle unliebsame Mitglieder ausschließen, entbehre jeder Grundlage, schrieb er an die Bundespartei. Die umstrittenen Formulierungen zielten auf Mitglieder, die führende Parteivertreter als “Politgangster” diffamierten, die angeblich das DDR-Regime wieder errichten wollten.

Angesichts der vielen öffentlichen Auftritte Lafontaines in den letzten Tagen warnt das Bundesvorstandsmitglied Steffen Harzer den Saarländer davor, “die graue Eminenz” zu geben. Lafontaine solle Fraktionschef im Saarland bleiben.

Not ohne Lösung

Mit einem desolaten Führungsduo und ohne Programm zieht die Linke in das Superwahljahr 2011. Die pragmatischen Landeschefs im Osten planen längst die Zeit danach, während im Westen engagierte Funktionäre davonlaufen - und mögliche Bündnispartner sich abwenden.

Die Show ist für den Nachmittag angesetzt. Um 15 Uhr werden sich die Linken im Berliner Congress Center am Alexanderplatz treffen und so tun, als wäre alles gut. “Wir wollen gemeinsam den Startschuss geben in ein Jahr, in dem die Linke Motor politischer Veränderungen sein will - und sein wird”, heißt es in der Einladung zum “politischen Jahresauftakt” der Partei an diesem Montag, gezeichnet “mit solidarischen Grüßen”: Gesine Lötzsch, Klaus Ernst und Gregor Gysi.

Pech für die Zuschauer, dass sie einen wesentlichen Teil der Show schon verpasst haben. Die schönste Aufführung fand in den vergangenen Tagen und Wochen im Off statt, im Berliner Karl-Liebknecht-Haus. Dort, im vierten Stock der Parteizentrale, sitzen die Mitarbeiter der beiden Vorsitzenden Lötzsch und Ernst und belauern sich. So wie ihre Chefs.

Wer soll bei der Berliner Veranstaltung zuerst reden? Lötzsch oder Ernst? Worüber und vor allem wie lange? Mails gingen hin und her, Anrufe, wieder Mails. Vordergründig wurde um die Aufteilung von 60 Minuten Redezeit gerungen, tatsächlich ging es um die Macht.

Die beiden Parteichefs trauen sich nicht über den Weg, aber noch weniger trauen sie dem Mann, der wenige Kilometer weiter westlich in seinem Bundestagsbüro sitzt. War Gysi als Hauptredner zu verhindern? Er würde sie locker an die Wand spielen.

Aber Gysi, der letzte Star der Partei, ließ sich nichts vorschreiben. Nicht von Lötzsch und Ernst, denen er das Amt nicht zugetraut und die er doch installiert hatte. Früher hat er die Augen verdreht: Gesine (”na ja”) und der Klaus, “der ist glücklich, wenn er auch mal in einer Talkshow sitzen darf”. So hat er über sie geredet.

Schließlich gab es einen Vorschlag. 60 durch 3, also je 20 Minuten. Lötzsch eröffnet, dann Gysi Hauptredner, zum Schluss Ernst. Die Parteichefs murrten. Schon wieder Gysi als Hauptredner. Würde er sich wenigstens an die Redezeit halten? Kaum vorstellbar, doch am Ende mussten sie abnicken, was Gysis Leute diktierten.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

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* Selbstbestimmung…

Erstellt von UP. am 26. Januar 2011

…und Fürsorge

Neue Christliche Patientenvorsorge veröffentlicht

Hannover, 26. Januar 2011 (EKD-Pressemitteilungen) - Die neue Christliche Patientenvorsorge ist heute in Köln der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Handreichung und das Formular treten als kirchliches Angebot an die Stelle der bisherigen “Christlichen Patientenverfügung” von 1999 und 2003. Aufgrund der veränderten Gesetzeslage in der Bundesrepublik Deutschland seit September 2009 war eine Neukonzeption nötig geworden. Das Dokument wurde gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit zahlreichen Mitglieds- und Gastkirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) erarbeitet.

weiterlesen>>>hier

Direktlink zum Formular als speicher- u. druckbares PDF

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Anmerkung
Nicht ’schrecken’ lassen von “Christlich”; wer eine solche Patientenverfügung erstellen möchte, vermittelt den Hinterbliebenen in jedem Fall rechtliche Sicherheit und drückt seinen eigenen unmissverständlichen Willen aus. Mindestens erhält man durch den Inhalt der durchdachten Formulierungen Ansätze für eine ggf. eigene freie Vermittlung seines Willens an verantwortliche Hinterbliebene!

Red.DL/UP.

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* Linke Saar löst sich auf

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Januar 2011

Wie die Saarbrücker-Zeitung meldet will der Fraktionschef Fassbender die Partei DIE LINKE verlassen. Fassbender ist der Vorsitzende der Fraktion im Gemeinderat Rehlingen - Siersburg. Mit dem Austritt verliert DIE LINKE ihren Status als Fraktion.

So hat der 69 Jahre alte Mandatsträger angekündigt zwar die Partei zu verlassen, sein Mandat jedoch behalten zu wollen. Da die Mandate immer an die jeweilige Person gebunden sind, ist dieses sein gutes Recht.

Als Austrittsbegründung kritisiert Jürgen Fassbender dass er jegliche soziale Kompetenz in der Partei vermisse, welche nötig wäre um Menschen für ein Miteinander zu motivieren.

Auch werden immer wieder die stalinistischen Arbeitsmethoden des Vorsitzenden Rolf Linsler und seines Adalus Heinz Bierbaum genannt. Letzterer machte noch vor kurzen mit folgenden Ausspruch auf sich aufmerksam: “Kommunismus steht synonym für eine andere, bessere Gesellschaft“. Siehe auch “Zum Fest eine Saar CD”.

Passend hierzu wurde uns dieser Tage telefonisch von einem Insider berichtet: “Bierbaum, ein reiner Wirtschaftsfachmann, von Politik hat der keine Ahnung”.

Erst in der vorherigen Woche verlor DIE LINKE ihre Fraktion im Kreistag von St. Wendel und wir beobachten wie sich langsam ein Filetstückchen nach dem anderen aus der Partei verabschiedet. Unter dem Titel “Saar verliert Fraktion…” berichtete DL darüber.

Zum Schluss können wir kopfschüttelnd nur immer wieder bestätigen:”Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an”.

Karrikatur: km29sls/openspeech

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* Länderfinanzausgleich

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Januar 2011

Es sind wohl überwiegend politische Gründe wenn der Länderfinanzausgleich gerade jetzt wieder einmal thematisiert wird. Im März wird  in Baden Württemberg der Landtag neu gewählt und  Mappus liegt mit seiner Koalition in den Umfragen weit hinten. Man versucht also einen gewissen Neidfaktor in der Bevölkerung zu wecken um auf diese Art noch einige Punkte zu sammeln. Ebenfalls im März werden in Hessen Kommunalwahlen durchgeführt.

Dass sich die Bayern dieser Allianz der Geberländer anschließen  war voraussehbar, bilden sie doch zusammen die derzeitige Bundesregierung. So wollen sie denn gegen Gesetze klagen welche sie noch 2001 selber mit ausgehandelt haben. Von all dem will man natürlich heute nichts mehr wissen sondern findet Mängel in dem System: „Die Nehmerstaaten können sich auf unsere Kosten  Dinge leisten, wofür wir selber kein Geld haben“ lautet eines der Mappus Argumente. Ironischer Weise könnte man nun hier auf den Bahnhof Stuttgart 21 hinweisen wo auch der Bundesbürger zur Kasse gebeten wird.

Der Länderfinanzausgleich ist im Grundgesetz festgelegt und wird je nach politischer Wetterlage von Zeit zu Zeit neu aufgeblasen da man damit eine gewisse Neiddebatte starten kann. So klagten die Südländer schon in den 90er Jahren beim Verfassungsgericht um auf diesen Weg die Zahlungen zu kürzen. Karlsruhe entschied 1999 dass der Finanzausgleich politisch neu ausgehandelt werden muss. Da der Bund höhere Zahlungen zusagte, einigte man sich schließlich 2001 und es feierten  sich letztendlich alle als Sieger.

Vergessen werden sollte bei alldem nicht das Bayern von 1950 – 1986 durchgehend zu den Nehmerländern gehörte und es ihnen erst dadurch ermöglicht wurde zu den Geberländern aufzusteigen. Das letzte Ausgleichsgeld erhielten sie 1992. Selbst NRW, zur Zeit hart kritisiert zählte von 1950 – 1978 ohne Unterbrechung zu den Geberländern. Auch zwischen 1994 und 2007 zahlte NRW  durchgehend Gelder in die Ausgleichskasse um erst unter der CDU/FDP Regierung in die roten Zahlen und  somit auf die Liste der Nehmer zu rutschen. Die Leser sollten also schon darauf achten dass eine halbe Wahrheit zumeist die Unwahrheit bedeutet.

Die entsprechenden Statistiken findet man > Hier <

Zu diesem Thema macht MdB Michael Leutert auf seiner Website besonders auf einen Kommentar der Freien Presse in Sachsen aufmerksam:

“Solidarität sollte das Markenzeichen einer zivilisierten Gesellschaft und eines föderalen Systems sein. Wer im Deutschland der 16 Stadtstaaten und Flächenländer soziale Kluften und entleerte Landstriche verhindern will, benötigt einen Ausgleich zwischen Arm und Reich. Das erfordert Großmut bei den Gebern und verlangt die Weitsicht, mit ihrem Geld auch eine gesamtstaatliche Stabilität zu stützen.”

Grafik: Wikipedia

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* Schwule in RSA

Erstellt von UP. am 25. Januar 2011

Gerne veröffentlichen wir einen Aufruf von avaaz

Liebe Freundinnen und Freunde

“Korrigierende Vergewaltigung”, die barbarische Praxis, mit der Lesben zu heterosexuellen Frauen “umerzogen” werden sollen, entwickelt sich derzeit zu einer Krise in Südafrika. Doch mutige Aktivistinnen wollen handeln und rufen nun die Weltöffentlichkeit dazu auf, Präsident Jacob Zuma und seinen Justizminister aufzufordern, diese abscheulichen Hassverbrechen zu verurteilen und zu kriminalisieren - unterstützen wir sie dabei:

Millicent Gaika wurde während 5 Stunden gefesselt, gewürgt, gefoltert und vergewaltigt, von einem Mann, der sie angeblich von ihrer Homosexualität “heilen” wollte.

Sie überlebte nur knapp und ist eine von vielen — dieses abscheuliche Verbrechen ist an der Tagesordnung in Südafrika, wo lesbische Frauen in ständiger Angst vor einem Übergriff leben. Bislang wurde allerdings niemand aufgrund “korrigierender Vergewaltigung” verurteilt.

Doch von einem kleinen Kapstädter Frauenhaus aus riskieren eine Handvoll mutiger Aktivistinnen ihr Leben, damit Millicents Fall einen Wandel auslöst. Ihr Appell an den Justizminister entfachte einen Proteststurm mit über 130.000 Unterschriften und zwang ihn zu einer Reaktion im Staatsfernsehen. Allerdings blieb die Aufforderung zum Handeln an den Minister bisher unbeantwortet

Lassen Sie uns nun aus allen Ecken der Erde auf diesen Horror aufmerksam machen - wenn sich jetzt genug von uns anschließen, verstärken wir die Kampagne und erreichen so nicht nur den Justizminister, sondern auch Präsident Zuma, der letztendlich für die Achtung der Grundrechte verantwortlich ist. Fordern wir nun Präsident Zuma und den Justizminister dazu auf, diese “korrigierenden Vergewaltigungen” öffentlich zu verurteilen, diese Hassverbrechen zu kriminalisieren, unmittelbare Vollzugsmaßnahmen durchzusetzen, die Öffentlichkeit aufzuklären und die Opfer zu schützen. Unterschreiben Sie die Petition und informieren Sie alle Ihre Freunde — Avaaz wird sie gemeinsam mit unseren Partnern direkt an die südafrikanische Regierung übergeben:

https://secure.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?vl

Südafrika wird oft auch die Regenbogennation genannt und ist bekannt für seine Post-Apartheid-Bemühungen zum Schutz gegen Diskriminierung. Es war das erste Land, das die Gleichstellung der Geschlechter verfassungsrechtlich festschrieb und somit seine Bürger gegen Ungleichbehandlung schützt. Doch die lokale Organisation Luleki Sizwe berichtet von mehr als einer “korrigierenden Vergewaltigung” pro Tag und die Straffreiheit bleibt bestehen.

“Korrigierende Vergewaltigungen” basieren auf einer empörenden und völlig falschen Vorstellung, dass eine lesbische Frau durch Vergewaltigung “heterosexuell gemacht werden kann”. Dieser abschäuliche Akt wird in Südafrika jedoch nicht einmal als Hassverbrechen eingestuft. Die Opfer sind meist schwarze, arme, lesbische Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Doch auch die Massenvergewaltigung und der Mord an Eudy Simelane, der Nationheldin und ehemaligen südafrikanischen Fussballnationalspielerin, führte keine Wende herbei. Letzte Woche bestand Minister Radebe drauf, dass das Motiv bei Verbrechen wie “korrigierender Vergewaltigung” irrelevant sei.

Vergewaltigung ist in Südafrika ein Volkssport. Für eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit, sexuell missbraucht zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen. Erstaunlicherweise werden ein Viertel aller südafrikanischen Mädchen einmal vergewaltigt bevor Sie 16 Jahre alt werden. Dies hat mehrere Gründe: männlicher Machtanspruch (62% aller Jungen über 11 Jahren glauben, jemanden zum Sex zu zwingen sei kein Gewaltverbrechen), Armut, überfüllte Siedlungen, arbeitslose und entrechtete Männer, gesellschaftliche Akzeptanz — und dass die wenigen Fälle, die von mutigen Frauen bei den Behörden gemeldet werden, von der Polizei nicht ernst genommen werden und die angezeigten Täter umgehend wieder freigelassen werden.

Dies ist eine humanitäre Katastrophe. Doch Luleki Sizwe und Partner von Change.org haben ein kleines Fenster der Hoffnung geöffnet. Wenn sich jetzt die ganze Welt einschaltet, können wir Gerechtigkeit für Millicent sicherstellen und einen nationalen Aktionsplan gegen “korrigierende Vergewaltigung” vorantreiben:

https://secure.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?vl

Schlussendlich ist es ein Kampf gegen die Armut, das Patriarchat und die Homophobie. Um die Welle der Vergewaltigungen zu stoppen braucht es eine mutige Führungsrolle, um den transformativen Wandel in Südafrika und auf dem ganzen Kontinent anzuführen. Präsident Zuma ist ein Zulu-Traditionalist, der sich selber wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten musste. Doch er verurteilte die Verhaftung eines schwulen Paares aus Malawi letztes Jahr und nach gewaltigen nationalen und internationalen Protesten stimmte Südafrika einer UNO-Resolution zur Ächtung von außergerichtlichen und willkürlichen Tötungen aufgrund sexueller Orientierung zu.

Wenn sich jetzt genug von uns diesem globalen Aktionsaufruf anschließen, können wir erreichen, dass Zuma seine Stimme erhebt, dringend benötigtes staatliches Handeln vorantreibt und einen nationalen Dialog einleitet, um die öffentliche Meinung bezüglich Vergewaltigungen und Homophobie in Südafrika grundlegend zu verändern. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie die Nachricht:

https://secure.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?vl

Wenn man mit einem Fall wie von Millicent konfrontiert wird verliert man leicht die Hoffnung. Doch wenn Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Welt zusammenkommen und ihre Stimmen erheben, können wir Veränderungen bei grundlegenden Ungerechtigkeiten hervorrufen, die tief in Praktiken und Normen verwurzelt sind. Letztes Jahr in Uganda haben wir solch eine gewaltige Protestwelle auslösen können, dass die Regierung gezwungen wurde einen Gesetzesentwurf zu verwerfen, welcher die Todesstrafe für homosexuelle Ugander vorschrieb. Und es war der weltweite Druck zur Unterstützung von mutigen Aktivisten, der Südafrikas Spitzenpolitker dazu brachte, die Aids-Krise in ihrem Land anzupacken. Lassen Sie uns nun gemeinsam für eine Welt einstehen, in der jeder Mensch ohne Furcht vor Missbrauch leben kann.

Hoffnungsvoll,

Alice, Ricken, Maria Paz, David und das ganze Avaaz Team

QUELLEN:

Blog von Luleki Sizwe, die Südafrikanische Organisation, die den Aufruf an die Regierung anführt und die Opfer der “korrigierenden Vergewaltigungen” unterstützt: (Englisch)
http://lulekisizwe.wordpress.com

“Korrigierende Vergewaltigung” - Lesben wehren sich gegen Schändung, N-TV Report
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html

Vergewaltigen ist in Südafrika ein Volkssport, Tages Anzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Vergewaltigen-ist-in-Suedafrika-ein-Volkssport/story/17328762

Jeder vierte Mann in Südafrika ist Vergewaltiger; Welt Online
http://www.welt.de/politik/article3955294/Jeder-vierte-Mann-in-Suedafrika-ist-Vergewaltiger.html

Missbrauch in Südafrika: Alle zehn Minuten eine Vergewaltigung, Der Spiegel
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,632612,00.html

Südafrika: Fast jeder zweite Schüler berichtet von Vergewaltigungen, Der Spiegel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568606,00.html

Die Petition auf Change.org von den Aktivistinnen von Luleki Sizwe (Englisch)
http://humanrights.change.org/petitions/view/south_africa_declare_corrective_rape_a_hate-crime

Das Interview mit Justizminister Radebe auf dem Staatsfernsehen (South African Broadcasting Corporation) (Englisch)
http://www.youtube.com/watch?v=lkx-PYqHM0U

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* Profite und Leiharbeit

Erstellt von UP. am 25. Januar 2011

Das sind doch eigentlich vernünftige Gedanken, die Michael Schlecht nachfolgend darlegt; und mit diesen Gedanken können sich bestimmt viele mit der Struktur innerhalb der Partei Unzufriedene oder Gemobbte oder Rausgeworfene identifizieren.

Diese Gedanken könnten allerdings mehrfach verstärkt werden, wenn man innerhalb der Partei die Narrenfreiheit derer nicht zulassen würde, die die Basis mutwillig zerstören, wenn man nach Bayern, Saarland oder Rheinland-Pfalz und NRW blickt oder wenn solch vordergründig tumbe Geister wie Lötzsch durch unqualifizierte Verlautbarungen diese Partei immer wieder infrage stellen oder hummeressende Millionärinnen diese Partei reflektieren - von der allerdings - oh Wunder - in der letzten Zeit nicht viel zu hören war.
Dieses Führungskader machen genau die kaputt, die kaputt machen wollten, was sie kaputt macht - um in der bildlichen Lyrik von Rio Reiser zusprechen. Kein wunder, dass diese Partei immer mehr Wähler verliert und Mitglieder - besonders in NRW!
Wenn man dann die Pokerei der Frau Schwabedissen analysiert und kritisch betrachtet, möchte man ihr eigentlich zurufen: ‘Halt’s Maul!’ Sie müsste sich doch klar darüber sein, dass DIE LINKE weg wäre vom Fenster - gäbe es Neuwahlen. Und dass damit die “S”PD mit den GRÜNEN eine ganz lockere Mehrheit einfahren würden.

Die Diskrepanz zwischen derartigen theoretischen Verlautbarungen und praktischem Handeln sind einfach zu gross, als dass das Mass an Glaubwürdigkeit erreicht werden kannn, mit dem DIE LINKE sich von den “Anderen” so gern unterscheiden möchte!
UP.

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Michael Schlecht, MdB - Chefvolkswirt Fraktion DIE LINKE -
Gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE

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Aufschwung der Profite und Leiharbeit

Letzte Woche haben wir es wieder einmal erlebt: Bei der Präsentation des Jahreswirtschaftsberichtes jubelte Wirtschaftsminister Brüderle über den “XL-Boom”. Viele Menschen fragen sich: “Und was habe ich davon?”

Der Aufschwung ist vor allem ein Aufschwung der Profite. Die Unternehmer haben 2010 ein Plus von mehr als 13 Prozent eingesackt. Die Herren der Dax-Konzerne legen im gesamten Jahr sogar einen Anstieg um satte 210 Prozent hin!

Den Beschäftigen steht gerade einmal ein Plus von 2,2 Prozent ins Haus. Zieht man davon die Preissteigerung von 1,8 Prozent ab, bleiben mickerige 0,4 Prozent übrig. Dieses Plus gibt es nur, weil wegen des Rückgangs der Kurzarbeit mehr Stunden gearbeitet wurde. In Stundenlöhnen gerechnet gab es nur einen “Zuwachs” von 0,1 Prozent; nach Abzug der Preissteigerung errechnet sich eine Lohnsenkung um 1,7 Prozent!

Merkel und Brüderle posaunen herum: “Jetzt muss es mehr Geld für die Beschäftigen geben.” Prima Idee! Nur bisher klimpert es nicht in unseren Taschen. Und im Vorfeld der Tarifrunden jammern die Unternehmer munter drauflos.

Man kann gespannt sein, ob die Regierung mit dafür sorgt, dass in der Tarifrunde der Länder die Einkommen deutlich ansteigen. Ver.di hat ein Plus von fünf Prozent gefordert. Dies müsste eigentlich auch der Abschluss sein. Damit auch Krankenschwestern, Straßenmeister, Feuerwehrleute, Lehrer und
andere etwas vom Aufschwung spüren.

Wenn Merkel und Brüderle es ernst meinten mit ihrem Plädoyer für höhere Löhne, dann müssten sie vor allem den gesetzlichen Mindestlohn mit 10 Euro einführen.

Die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen. Gut so. Brüderle stilisiert das jedoch bereits hoch zum Weg in die Vollbeschäftigung. Quatsch. Denn erstens sind drei Millionen Arbeitslose immer noch viel zu viel. Hinzu kommt, dass mehr als eine Million Erwerbsloser gar nicht mitgezählt wird. Von der sogenannten “stillen Reserve” ganz zu schweigen.

OK ist auch, dass mittlerweile nur noch wenige kurzarbeiten müssen. Aber was sind das eigentlich für neue Jobs, die geschaffen wurden? Rund 200.000 sollen es nach amtlicher Statistik sein. Mehr als die Hälfte des gesamten Aufbaus an Beschäftigung geht in die Leiharbeit. In der Krise 2009 wurden sie als erste nach Hause geschickt. Und jetzt “dürfen” sie wieder kommen. Im Oktober waren es bereits mehr als 900.000. Das war bereits Rekord. Mittlerweile ist die eine Millionen-Marke längst geknackt. Die “Boom-Branche”.

Unternehmer setzen auf Leiharbeit, weil so die Lohnkosten gedrückt werden können. Vollzeitbeschäftigte in Leihjobs erhalten im Durchschnitt knapp 1400 Euro. Da sind alle Zuschläge und Jahresleistungen mit drin. Festangestellte Beschäftige verdienen mindestens 2300 Euro. Damit bekommen Leihjobber satte 900 Euro weniger. Und der Chef kann sie bei Bedarf problemlos vor die Tür setzen. Kein Kündigungsschutz und kein Betriebsrat “stört”.

Es ist hohe Zeit den Widerstand zu erhöhen. DIE LINKE unterstützt den Aktionstag der Gewerkschaften am 24. Februar. Wir treten dafür ein, dass bei der Leiharbeit equal pay festgeschrieben wird und die Verleihdauer drei Monate nicht überschreiten darf. Außerdem wollen wir eine Flexibilitätsprämie von 10 Prozent.

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* Die Lasten den Kleinen

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Januar 2011

Da hat er Recht der Michael Sommer wenn er in diesem Interview auf die Frage des Journalisten sagt nicht die Polterer sondern die Vertreter der Arbeitnehmer zu sein. Man hört auch dass der Sozialstaat entgegen den Versprechungen von Schröder ins Negative umgebaut wurde. Das sind doch Töne welche auf einen Umschwung hoffen lassen denn wie sagt man so schön: “Einsicht ist der erste Weg zur Besserung”. Dass die Gewerkschaften heute wieder Zuwächse bei den Mitgliederzahlen verzeichnen ist eine gute Tendenz. Man sollte sich wieder auf ihre eigene Aufgabe besinnen und die Politik denen überlassen, welche täglich beweisen nichts von ihrem Metier zu verstehen, sondern überwiegend für die Skandale verantwortlich sind.

Mitglieder der Gewerkschaften sollten die Parteien verlassen und nur zu ihrem eigenen Vorteil mit diesen verhandeln. Damit ließe sich ein viel größerer Druck aufbauen da man als reine Interessengemeinschaft handeln könnte, welche frei von anderweitigen Parteiinteressen sind. Die Forderung an die Opposition gerichtet, bei der Erhöhung der Hartz IV Bezüge Unnachgiebigkeit  gegenüber der Regierung zu zeigen ist nur zu unterstützen.

Hier das Interview von Spiegel Online:

“Die Krisenlasten tragen die kleinen Leute”

Die Gewerkschaften verschärfen den Ton gegenüber der schwarz-gelben Bundesregierung: Im Interview mit SPIEGEL ONLINE wirft DGB-Chef Sommer Kanzerin Merkel eine unsoziale Politik vor. SPD und Grüne fordert er auf, das Vermittlungsverfahren zur Hartz-IV-Reform notfalls scheitern zu lassen.

SPIEGEL ONLINE: Herr Sommer, müssen wir uns Sorgen um Sie machen?

Sommer: Nein, warum?

SPIEGEL ONLINE: Weil so wenig zu hören ist von den Gewerkschaften und Ihnen als oberstem Chef.

Sommer: Vielleicht haben Sie Ihre Lauscher in die falsche Richtung gestellt? Ich finde, wir sind gut drauf. Bei der Mitgliederentwicklung, in der aktuellen Tarifpolitik, beim Kampf gegen den Missbrauch der Leiharbeit oder für mehr soziale Gerechtigkeit, beispielsweise in der Steuerpolitik. Gleiches gilt für unsere Rolle bei der Bewältigung der Finanzkrise: Da waren wir ein wichtiger Teil der Lösung und nicht des Problems. Und ich sitze hier auch deswegen relativ entspannt und zufrieden, weil wir aktuell selbst unter den schwierigen Rahmenbedingungen einer schwarz-gelben Regierung Einfluss nehmen können - beispielsweise sind wir indirekt ins Hartz-Vermittlungsverfahren involviert.

SPIEGEL ONLINE: Aber zu rot-grünen und selbst zu Zeiten der Großen Koalition haben die Gewerkschaften sehr viel mehr gepoltert - sind Sie so zufrieden mit Merkels schwarz-gelber Regierung?

Sommer: Nein, mit Sicherheit nicht. Im Übrigen sind wir nicht die Polterer der Nation sondern die Interessenvertreter der Arbeit. Aber unsere harten Auseinandersetzungen mit Rot-Grün nach der Jahrtausendwende hatten damit zu tun, dass durch Schröders Agenda 2010 der Sozialstaat fundamental umgebaut wurde - ins Negative. Und so klar und deutlich werden sich die Gewerkschaften immer positionieren, wenn es nötig ist.

SPIEGEL ONLINE: Dann sagen Sie doch mal klar und deutlich, was Ihnen an Schwarz-Gelb nicht passt?

Sommer: Die Koalition fing schlecht an und hat deutlich nachgelassen. Ihr Credo scheint zu sein: Klientelpolitik zu Lasten der kleinen Leute und Steuerzahler, verbunden mit einem radikalen Angriff auf die Solidarität und damit auf den Sozialstaat. Die Merkel-Mängelliste ist aus unserer Sicht sehr lang. Wir haben schon im Herbst deutlich gemacht, dass es aus unserer Sicht eine große soziale Schieflage gibt, allerdings ist es trotz massiver Proteste bisher nicht gelungen, die Politik der Regierung zu verändern.

Quelle : Spiegel Online >>>>> weiterlesen

IE

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* Mehr Schein als Sein

Erstellt von Bernd Wittich am 25. Januar 2011

DIE LINKE in Rheinland-Pfalz hat kaum noch Chancen die notwendigen 1,5 % aus dem Feld der Nicht- und Wechselwähler aus eigener Kraft zu mobilisieren, denn der Bundestrend wird ihr höchstens 3,5 % einspielen.

Die innerparteilichen Gegenspieler um den Ex-Landesvorsitzenden MdB Alexander Ulrich werden nichts tun und nichts unterlassen, was die Erfüllung ihrer Vorhersage, mit der jetzigen Landes- und Kandidatinnenmannschaft seien keine Wahlen zu gewinnen, eintreten zu lassen.

War dies doch der demagogisch zu nennende „Rücktrittsgrund“ des ehemaligen Landesvorsitzenden, der diesen Schritt freilich mit seiner Verantwortung vor der Partei als ehrenhaft und rational zu deklarieren suchte.

Die innerparteilichen Putschisten um MdB Senger-Schäfer haben ihm diesen Abgang leicht gemacht, denn ihnen fehlte es an Mut sich zu ihrer Mitverantwortung für die demobilisierte Partei zu bekennen. Was gemeinsam vermieden wurde: Mit den Mitgliedern die Kampagnenfähigkeit der Partei zu erarbeiten, was freilich bedeutet hätte personell und vor allem in den Formen des innerparteilichen Lebens entschiedene Konsequenzen in Richtung Demokratisierung, breiter Mitgliederbeteiligung und Transparenz der Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse zu ziehen.

Da aber MdB Senger-Schäfer und MdB Katrin Werner ihren Politkarrierenstart der Kungelei mit Alexander Ulrich verdankten, waren ihnen aus Opportunismus die Hände gebunden.

Glaubhaftigkeit vor den Mitgliedern und Wählerinnen war und ist so nicht zu erlangen. DIE LINKE Rheinland-Pfalz hat, trotz zahlreich kommunalpolitisch Engagierter, die jedoch von der Landesführung nach erfolgreicher Wahl im Stich gelassen wurden (federführend Frank Eschrich und Theisinger Hinkel als Verantwortliches des „Kommunalpolitischen Forums“) bzw. in die innerparteilichen Fraktionskämpfe eingebunden wurden, kaum eine echte Verbindung zu den Bürgerinnen herstellen können. Wählerstimmungen und konkrete Sorgen sind der Linken im Lande allzu oft noch verborgen geblieben, ein Erfahrungsaustausch auf Landesebene wurde nicht einmal im Ansatz angestrebt.

In den wichtigen Städten in Rheinland-Pfalz, Mainz, Trier und Ludwigshafen, wurden die Linkswählerinnen um handlungsfähige Fraktionen von den streitenden Parteigenossen betrogen, im Koblenz sitzt ein Stümper im Stadtrat.

Es wird dieser Partei schwer fallen ihre kommunalen Mandatsträgerinnen als wertvolle Erfahrungsressource und als Brückenbauer zu den Wählerinnen im Landtagswahlkampf zunutzen. Ihre großspurigen Wahlkampfkonzepte im sogenannten „Roten Ordner“ sehen dies nicht einmal vor.

DIE LINKE Rheinland-Pfalz hat im Vorfeld des Landtagswahlkampfes, im Ergebnis von Bundestags- und Kommunalwahlerfolgen soviel hauptamtliche Mitarbeiterinnen, wie niemals zuvor. Jedoch wurde eine Mitarbeiterschaft nach persönlicher Ergebenheit rekrutiert, mit dem Hang zur Top-Down-Politik und Stellvertretung. Für erfolgreiche Top-Down-Politik fehlt es der Basis an Disziplin und Gehorsam und für Stellvertretung fehlt es den Mitarbeitern der MdB im Lande und der Partei, insbesondere im jungen Wahlkampfstab, an Erfahrung und Kompetenz. Das innerparteiliche Klima, geprägt von scharfen Kämpfen um knappe Ressourcen und Karrieremöglichkeiten, geprägt vom Streben nach Vorherrschaft zweier überwiegend sozial-autoritär Cliquen und deren treuen und gutgläubigen Anhängerschaften, begünstigt Opportunisten und gegenseitige Abhängigkeiten der Mittelmäßigen. Schlimmer noch, vergangene Diffamierungs- und Ausgrenzungskampagnen bringen die früher Beteiligten in die Abhängigkeiten der Mitwisser- und Mittäterschaft.

So ist besonders die Landespitze um Elke Theisinger-Hinkel und Wolfgang Ferner ein Garant für Intransparenz, demagogisches Agieren und im linken Raum eher rechts zu verortende politische Positionierung. Sieht man von persönlichen Befindlichkeiten ab, so sind Theisinger-Hinkel und Wolfgang Ferner Garanten für den Entpolitisierungstrend, den sie bereits unter Alexander Ulrich betrieben. Wenig Basisbeteiligung, rechtzeitiges Zurückschneiden von Mitbewerberköpfen, Kontrolle über manipulierte Mitgliederstatistiken und verfälschende und einseitige Informationen der Mitglieder garantierten so auch diesen politisch schwachen und wenig orientierten Personen die innerparteiliche Vorherrschaft.

Wolfgang Ferner, als früher Chef der Landesschiedskommission ein williger Vollstrecker des Willens des Landesvorsitzenden, in seinem politischen Profil bis heute diffus, schützte und stützte gemeinsam mit dem früheren Pressesprecher und glücklosen Landtagswahlkampfmanager Jochen Bülow Dr. Wilhelm Vollmann, der Mann fürs strategische Spiel, der Mann fürs innerparteiliche Machtpoker, ein Zersetzungsexperte aus Mielkes Imperium. 20 Jahre Spionage in der SPD und dem Vernehmen nach in der Wissenschaft, noch in der Gorbatschowära zum geheimdienstlicher Werber erkoren und nach 10 Jahren Spionage bereits mit der Verdienstmedaille der DDR von Stasi-Minister Mielke geehrt. Dr. Vollmann passt ins politische Kalkül jener, die allein die Partei in ihre Hände nehmen wollten, brauchten sie doch gegen zunächst starken basisdemokratischen Widerstand die Mittel der Zersetzung, der ver- und gefälschten Information und der Diffamierung. Dr. Vollmann hat nachweisbar politische Verwirrung in die Partei getragen, dazu nutzt er bis heute seine hochrangigen ehrenamtlichen Parteifunktionen. Wolfgang Ferner als Gefolgsmann Dr. Vollmanns ist einer der demokratisch fragwürdigen Kandidaten der Partei DIE LINKE in Rheinland-Pfalz. Ferner und der frühere Landesvorstand hielt seine schützende Hand selbst dann noch über Dr. Vollmann alias Agent Crohne und alias Willy Köhler, als dieser Mitglieder der Partei, die Aufklärung zu verfälschten Biografie des Dr. Vollmann verlangten, unter Druck gesetzt wurden und auch als VS-Agenten denunziert wurden. Beide Personen sind für DIE LINKE nicht nur im Landtagswahlkampf eine schwere Belastung! Bisher unterblieb der politische Frontalangriff auf Dr. Vollmann durch die heutige geschäftsführende Landesspitze, war sie doch mehrheitlich in die Machenschaften des Dr. Vollmanns verwickelt. Dessen Mitwisserschaft um die unappetitlichen und fragwürdigen Methoden auf dem Weg zur innerparteilichen Macht ist das Damoklesschwert über ihren Köpfen in der Hand des Dr. Vollmann.

DIE LINKE Rheinland-Pfalz hat eine stattliche Zahl von „Unpersonen“, Austritten und mindestens zwei wesentliche Ausschlüsse von demokratischen Parteiaktivisten hervorgebracht.

Bezahlt hat sie diese Entwicklung mit fehlenden – heute dringend benötigten - innerparteilichen Kompetenzzentren, frustrierten und passivierten Mitgliedern, mit dem Rückgang der Mitgliederzahlen und geringen Beitragszahlungen, letztlich mit der fortdauernden Spaltung der Partei. DIE LINKE in Rheinland-Pfalz ist weder nach innen und in dessen Folge noch nach außen zum Dialog fähig. Stur wird, wo möglich, mit organisierten Mehrheiten durchgewählt. Immer weniger sind demokratische emanzipatorische Stimmen auf Landesparteitagen oder im Landesparteirat zu hören, denn diesen wird bereits in den auf Linie getrimmten Kreisverbänden das Stimmrecht (Delegiertenmandate) verweigert. So bleibt der Dumpf- und Stumpfsinn von ewigen Einheitsappellen, leeren und folgenlosen Leitanträgen und billiger Propaganda, statt politischer Führung durch den geschäftsführenden Landesvorstand bis in den beginnenden Landtagswahlkampf erhalten.

Die Landesvorsitzende und mindestens achtfache Multifunktionärin Theisinger-Hinkel hat eine Wahlkampfanleitung abgesegnet (Rote Ordner), die zur Gänze, bis auf die Material- und Termintabellen, nur billig und völlig unverstanden abgekupfert ist und die demzufolge auf die Kampagneunfähige Landespartei passt, wie die Faust aufs Auge. Das Wahlkampfteam und die Landesvorsitzenden beten die „Mitmachpartei“, die „Aktivierungspartei“ herbei, wo sie doch nur noch Reste von – häufig vereinzelten – Aktiven zählen können. Sie gleichen Kommandeuren, die unausgebildete Kämpferinnen, motivierte und unmotivierte, schlecht ausgerüstet und mit den falschen Marschrichtungen versehen ins Gefecht jagen. Nach verlorener Schlacht werden sie aus ihren Unterständen kriechen und den tatsächlich aufrichtig Kämpfenden die Schuld zuzuweisen versuchen.

Zu den ersten Opfern könnten dann die glücklosen Kandidatinnen des Landtagswahlkampfes gehören. Bisher können diese weder von politisch- inhaltlicher Leitung, Wahlkampftrainings, Kraft gebenden Erfahrungsaustauschen und einem solidarischen Klima schwärmen. Im Gegenteil, auch durch diese „Kader“ geht ein gewollter Riss, sind doch W. Ferner und E. Theisinger-Hinkel schon heute damit befasst, den Fraktionsvorsitz am Spitzenkandidaten Robert Drumm vorbei „zu regeln“. Mit dem Versprechen von Mitarbeiterposten werden dann – nicht nur- die jungen Mitarbeiter geködert, das Fell des Bären wird verteilt, bevor er erlegt ist.

Überhaupt ist die Personalpolitik die zum heutigen Tableau der bezahlten „Parteiarbeiter“ führte eine der „Glanzleistungen“ von MdB Senger-Schäfer, als sie noch als Landesvorsitzende versprach ihre ganze Kraft nur zum Wohle der Partei einzusetzen und zugleich sich und ihre Macht mit willfährigen Personal absicherte. (Auf ähnliche Weise „erwarb“ sie ihr Bundestagsmandat.) Das Pikante daran, diese Personalpolitik erfolgte an den damit zu befassenden Gremien vorbei. Da hilft es auch wenig, dass der letzte Landesparteirat, mit knapper Not infolge verbreiteten Desinteresses seiner Mitglieder an der Partei zum Beschluss fähig, im Nachhinein sich ins Faktische fügte. Man habe ja schließlich Wahlkampf und da sei so kurzfristig nichts mehr zu ändern…

Die Internetauftritte der Kreise spiegeln bisher überwiegend den desolaten Zustand der Kreisverbände, die geringe Zahl der noch Aktiven und die allgegenwärtige praktischpolitische Inkompetenz sind Resultat der jahrelangen unabgeschlossenen innerparteilichen Kämpfe. Dr. Vollmann lässt durch einen Strohmann weiter ein Internetforum und weitere Webauftritte zum Zwecke der Parteizersetzung betreiben, der Internetauftritt der Partei ist infolge innerparteilicher Rivalität gespalten, unaktuell und inhaltarm.

Es ist zu vermuten, dass die Ulrich nahen Kreise im Wahlkampf auf politischen „Bummelstreik“ schalten, Jochen Bülows Kreis Koblenz macht es schon modellhaft seit Monaten vor.

Diese Kämpfe wurden absichtsvoll im Kampf um eigene politische Dominanz von Alexander Ulrich mit Rückendeckung von Klaus Ernst und anderen Akteuren der Strömung „Sozialistische Linke“ organisiert. Dabei ging es durchaus auch um die politische Ausrichtung der Partei zu einer zweiten Sozialdemokratie, mit einer aggressiven Rhetorik gegen die SPD im Westen, um eigene Identität und existenzielle Legitimation in Abgrenzung zur SPD entwickeln zu können.

Völlig verblödend ist die desorientierende Politik dieser Landespartei gegenüber der Beck- SPD und den Landes-Grünen. Statt Analyse, statt Dialog und partielle Kooperation aggressive Rhetorik.

Auch die „Hausmarke“ Antifaschismus ist eher inhaltlich ärmlich gefüllt. Die innerparteilichen „Sarraziner“ geraten nicht in den Blick, der Kampf gegen Rechts ist eher Symbolpolitik und Demonstrationskultur, statt Vergangenheitspolitik und demokratisches bürgerschaftliches Engagement. Angesichts von REP´s in den Kommunen und NPD Hochburgen, angesichts des grassierenden Sarrazynismus bleibt die Partei argumentativ blass, obwohl sie sich im geschäftsführenden Vorstand einen Experten für Antifa leistet, der wird aber seit langem in wechselnden Machtkämpfen gebraucht. Ebenso arm steht es um die Verankerung der Partei(mitglieder) in außerparlamentarischen Bewegungen, auch da weist der Landesvorstand einen Beauftragten auf. Aber die Partei bewegt sich weiterhin in der Illusion, die Gewerkschaften seien eine Bewegung, kommen doch gerade ihre Spitzenakteure oft aus diesem Milieu und legitimieren sich über dieses Engagement und beanspruchen daraus ihre Vorrangstellung in der Partei.

Mangels politischer Bildung und fehlender Diskurskultur, nicht nur auf dem geschichtspolitischen Feld, sind die bisherigen Stellungnahmen zur Kommunismusfrage aus der Landespartei noch sehr weit von überzeugenden Argumenten für die Wahlkämpfer entfernt. Eine klare Stellungnahme zu den Opfern und Tätern des SED-Regimes gab es aus der Landespartei bisher nicht und solche wurden auch mit der Basis bisher kaum bearbeitet, in manchen Fällen sogar be- und verhindert. (Obwohl es Vertreter beider Gruppen auch in der Landeslinken gab und gibt.) Gesine Lötzsch hat eine Diskussion losgetreten, der wohl weder die Partei(mitgliedschaft) Ost, noch die Partei West gegenwärtig gewachsen ist.

Nach dem vergangenen Wochenende hat der Landesparteitag mit ca. 70 % der Delegierten den Weg für ein Wunschzettel-Wahlprogramm frei gemacht (das Redaktionsteam hat nun einen erdrückenden Hausaufgabenberg außerhalb weiterer legitimierter Gremienprüfungen), dem gingen jedoch wenig breite und langfristige Vorbereitung an der Basis und noch weniger mit potentiellen Bündnispartnern voraus. Der Beschlussmarathon bot keinen wirklichen Raum für politisch-aneignende Diskussionen. Das ein solcher Marathonlauf notwendig wurde ist Resultat fehlender politischer Führung seit Monaten und eines noch übenden Wahlkampfteams.

Bisher: Mehr linker Schein, als linkes Sein.

Bernd Wittich Ludwigshafen, 24.01.2011

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* HH in der Zonen - Falle

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Januar 2011

In Hamburg kämpft Dora Heyenn von der Linken gegen eine Wahlschlappe. Entscheidet sich in Hamburg die Zukunft der Partei im Westen? Nein nicht wirklich. Hamburg alleine reicht dazu nicht aus. Eine Partei welche die Demontage durch ihrer Obrigkeiten so lange stillschweigend hinzunehmen bereit ist, wird diesen Starrsinn so leicht nicht aufgeben.

Das Problem aber nun alleine den beiden Sprechern Lötzsch und Ernst anzulasten wäre zu kurz gedacht. Die Probleme liegen viel tiefer und sind an erster Stelle in NRW, RLP, dem Saarland und auch in Bayern begründet, um hier einmal einige wenige zu nennen. Besonders aber in diesen Landesverbänden werden bereits seit langen die Wege gegangen, zu deren Versuch Frau Lötzsch jetzt erst aufrief. Das dieses auch von der Gesellschaft so aufgenommen wird, kann ein jeder in seiner näheren Umgebung selber feststellen.

Ohne eine rigerose Trennung von alten Seilschaften aus SED, Kommunisten, Stalinisten oder auch ehemaligen Stasimitarbeitern wird diese Partei auf Dauer keine Überlebenschance haben. Diesen Leuten werden in dieser Partei Möglichkeiten auf Kosten der Demokraten geboten welche sie in einer Eigenständigkeit nie bekämen.

IE

AUS HAMBURG STEFAN REINECKE
“Oskar kommt” steht auf dem Plakaten, mit denen die Hamburger Linkspartei für ihren Wahlkampfauftakt wirbt. Man hat am Freitagspätnachmittag nach Harburg geladen, in den ärmeren Süden der Stadt. Fast jedes zweite Kind in Harburg wächst in einem Hartz-IV-Haushalt auf. Hier, wo sich kein Tourist hin verirrt, wohnt ein Teil der Linkspartei-Klientel. 19 Prozent der Arbeitslosen haben 2008 links gewählt, mehr als die CDU. Am 20. Februar wird die neue Bürgerschaft gewählt. Für die Linkspartei geht es dabei um viel, sehr viel.

Langsam füllt sich die Friedrich-Ebert-Halle, ein Backsteinbau, dessen Inneneinrichtung vergilbt wirkt. Rund 700 Leute kommen. Das Publikum ist grauhaarig, meist männlich. Die Jüngeren sind oft Migranten.

Erst redet der Parteichef, Klaus Ernst. Er greift SPD und Grüne wegen Hartz IV an, plädiert für einen Mindestlohn, kritisiert die krassen Reallohnsenkungen und dass es in Hamburg zu viel Leiharbeit gibt. Es ist eine ordentliche Wahlkampfrede, aber zu schnell, zu laut, zu bayerisch. Es ist die Rede eines IG-Metall-Funktionärs, nicht die eines Parteichefs.

Auch Oskar Lafontaine schlägt auf die SPD ein. Aber er hält eine Parteichef-Rede, suggestiv und nachdenklich, mal schnell, mal langsam, mal laut, mal leise. Und immer mit Blick auf das Grundsätzliche. Er zitiert Ludwig Erhard und Warren Buffett und versucht “das Gemeineigentum” als sinnstiftende Idee der Linkspartei zu entwerfen. Er sagt: “Die Millionäre in Hamburg müssen Linkspartei wählen. Sonst werden sie in der nächsten Finanzkrise ihr ganzes Geld verlieren.”

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* HÜSCH oder HOTT?

Erstellt von UP. am 24. Januar 2011

Preussischer Schneid gehört zum schwarzen Baron und ist scheinbar die Eigenchaft, für die er auf der Bewertungsskala die Punkte ergattert, die ihn auf der Skala der beliebtesten Politiker nach oben schnellen lassen.
Sein adelige Eigenschaft liess ihn den Staatsekretär gleich mit dem Generalinspekteur nach dem Kundus-Gemetzel entlassen, weil die ihn nicht richtig informiert hätten. Denn noch grün im Amt, hatte Guttenberg vollmundig erklärt, die Kundus-Aktion sei angemessen gewesen.

Sein derzeitiges Verhalten weist Ähnlichkeiten auf. Ohne Rücksprache, aber mit dem Segen der Zeitung mit den grossen Buchstaben, die dieses Feuern mit grossen Lettern einen Tag vorher kolportierte, feuerte er den Kapitän der ‘Gorch Fock’. Das ist zunächst nicht nachvollziebar. Möglicherweise ein zweites fundamentales Fehlverhalten des Herrn Ministers von und zu, welches man sich als Kriegsminister nicht leisten sollte.

Keine Frage - die Dinge müssen rückhaltlos aufgeklärt werden. Aber man muss an die Dinge mit Bedacht herangehen und Kopf! Wenn sich ein Raubritter früher derartige Unüberlegtheiten erlaubte, kriegte er eines auf’s Maul und zwar so, dass er aus der Rüstung flog. Und der Kopf ebenfalls.
Das wird bei dem jungen Mann aus der CSU langsam einmal Zeit!

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* Turbulenzen an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Januar 2011

Eine kunterbunte Mischung von neuen Nachrichten konnten wir über das Wochenende aus dem LINKEN Landesverband an der Saar vernehmen. So musste der Landesgeschäftsführer, zugleich Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze (Ämterhäufung) der LINKEN der Saarbrücker-Zeitung eingestehen dass die Kommunismus-Debatte zu Austritten im Landesverband geführt habe. Er bestätigt 15 bis 20 Parteiaustritte. Die Ausgetretenen hätten ihren Schritt größenteils mit der von Gesine Lötzsch angestoßenen Kommunismus-Debatte begründet, so Geschäftsführer Lutze.

Das Blog iursaar verbreitet folgenden “Offenen Brief” auf seiner Website:

Lutze und Ploetz zu Heimatfront!
Nein Freunde, hier geht es nicht um LSK-Schlachten und Kommunismusdebatten im Saarland. Pech gehabt!
Offener Brief der Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze und Yvonne Ploetz an den Saarländischen Rundfunk:
„Heimatfront“. Das ist der Titel des neuen SR-Tatortes, der ab dem 08. April, im Saarland gedreht wurde. Unter Regie von Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank, wird die Geschichte von vier Soldaten erzählt, die aus Afghanistan zurückkehren.

Quelle : iursaar >>>>> weiterlesen

Wir berichten im übrigen in dem Bericht “Die Abgeordneten Reise” auf DL über diesen Bundestagsabgeordneten welcher neulich eine spektakuläre “Dienstreise” nach Nord-Korea unternahm um dort die Weichen für einen zukünftigen Tourismusboom zu stellen. Dort sind riesige Truppenaufmärsche noch “live” zu besichtigen, zur Zeit ohne Schusswechsel.

Desweiteren erhielten wir folgende Mail als Antrag zu einem Parteiausschlussverfahren.

—–Ursprüngliche Mitteilung—–
Von: Gilbert Kallenborn GV Linke Wallerfangen <kallenborng@aol.com>
An: schiedskommission@die-linke.de; schiedskommission@dielinke-saar.de;
Verschickt: So., 23. Jan. 2011, 11:06

Thema: Antrag auf Parteiausschluss gegen LSK : Fieg, Beining, Ruge, Pütz  wegen Amtsmissbrauch,  Bruch des Bundessatzung ff.

Werte Genossinnen und Genossen,

anbei meinen  Antrag auf Parteiausschluss gegen die Anwender von DDR-”Recht” gegen das Grundgesetz und dem gezielten Amtsmissbrauch als Mitglieder der Landesschiedskommission die Linke Saar.

Wolfgang Fieg, Sebastian Beining, Hans Ruge und Christoph Pütz.

Die o. a. Genossen haben die Öffentlichkeit und Rechtsanwälte schon lange vor dem -verfassungswidrigen - “DDR-Persilschein” des 14.11.2010, LPT Neunkirchen, von Schiedssitzungen rechtswidrig ausgeschlossen.

Sie sind nicht nur befangen, sie haben Amtsmissbrauch betrieben.
Für Schumacher, den Wahlfälscher von Ensdorf.

gez. Gilbert Kallenborn GV Wallerfangen Die Linke  23.1.2011

Mit der Bitte  um bundesweite Veröffentlichung
Da die Sitzungen der BschK in Berlin öffentlich sind so sind es meine hier niedergeschriebenen Gründe auch.
JEDER Genosse in der BRD soll sie lesen könne/dürfen

Gilbert Kallenborn Gv Wallerfangen Die Linke  23.01.2011

IE

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Januar 2011

…Herr Küppersbusch?

Von der Eigendynamik einer Gesellschaft mit Helm zum Understatement in NRW. Die Woche mit Friedrich Küppersbusch.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in dieser Woche?

Friedrich Küppersbusch: Googles Eric Schmidt kriegt 100 Mio. $ zum Abschied, Saarlands Peter Müller einen Richterjob.

Was wird besser in dieser?

Tauschen?

Hätte ein anderer Verteidigungsminister diese Woche den Hut nehmen müssen?

Die Guttenbergs haben deutlich mehr zu ihrem Mediendarlingtum beigetragen als brav stillzuhalten. Nun wird sich zeigen, wie naiv sie nur den ersten Teil gelesen haben von “The higher they climb, the deeper theyll fall”. Erst mal von “Verleumdung” zu poltern und dann eine Generaluntertuschung anzuordnen, ist bemerkenswert unprofessionell vom Baron. Schon beim “alternativlosen” Luftangriff gegen 200 Zivilisten beim Tanklaster gefielen Unionspolitiker sich in Gedankenspielen, dies dem zivilen Staatsanwalt wegzunehmen und eine eigene Militärgerichtsbarkeit aufzuziehen. Das ist der “Staat im Staate”, das ist die Verrohung, das ist die Eigendynamik einer Parallelgesellschaft mit Helm. Am Anfang dieses Weges stand die grüne Flause, keine Wehrpflicht und professionelle Menschenrechtskrieger zu fordern. Und die wahlgeile Geschichtsvergessenheit der SPD. Die könnten der Militarisierung des Landes noch in den Arm fallen. Egal, welcher Nebenerwerbsmonarch gerade Verteidigungsminister ist.

Was hat Ihrer Meinung nach überwogen beim chinesischen Staatsbesuch in den USA, Angst oder Arroganz?

Wie würden sie es halten, wenn Sie der Bankier besucht, bei dem Sie heillos verschuldet sind? Wäre die UdSSR in der Rolle gewesen, wäre es schneller gegangen mit dem “Wandel durch Annäherung”. Obama macht das gut.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Diener vieler Herren

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Januar 2011

Ein Anwalt in eigener Sache? Gregor Gysi kommt es nicht auf die historische Wahrheit an, sondern darauf, im Geschäft zu bleiben? Wer glaubt hier ein endgültiges Urteil abgeben zu können? Wir können es nicht. Aber, Gysi steht als Politiker im Blickpunkt der Öffenlichkeit und muss es sich darum gefallen lassen hinterfragt zu werden. Zumal er jederzeit in der Lage wäre vorhandene Akten offenzulegen um so zur Aufklärung der Hintergründe beizutragen. Dieses macht er nicht, er lässt es als Fraktionsführer zu, dass innerhalb der Partei regelmäßig über den Kommunismus geredet wird. Wäre er anderer Ansicht sollte er sich von diesen Schwätzern distanzieren. IE

Gregor Gysi bleibt ein Diener vieler Herren.

Glauben ist etwas anderes als wissen. Katholiken glauben an die unbefleckte Empfängnis und die Jungfrauengeburt, Juden an die baldige Ankunft des Messias, schiitische Moslems an den in einem Versteck lebenden zwölften Imam und Kommunisten an die klassenlose Gesellschaft in der Diktatur des Proletariats. Religionen sind ihrem Wesen nach Glaubens- und keine Wissensgemeinschaften. Deswegen ist es auch jedem unbenommen, daran zu glauben, dass Gregor Gysi kein inoffizieller Mitarbeiter der Stasi war und die Inhalte der Gespräche, die er mit seinen Mandanten unter vier Augen führte, auf wundersame Weise in die Unterlagen der Stasi geraten sind, so wie sich bei der Eucharistie der Leib und das Blut des Herren in Brot und Wein verwandeln.

Wer allerdings nach der Ausstrahlung der Dokumentation „Die Akte Gysi“ im Mitternachtsprogramm der ARD vergangenen Donnerstag noch immer daran glaubt, Gysi habe nicht im Interesse der Staatsmacht gehandelt, der glaubt nicht nur an Wunder, sondern auch daran, dass die Erde eine flache Scheibe ist, die in einem Riesenfass mit Rotkäppchen-Sekt schwimmt. Gysi selbst, der sich keine Talk-Show entgehen lässt und auch sonst jede Gelegenheit nutzt, sein Image als geistreicher Rhetoriker zu bestätigen, mochte sich in der Sendung nicht äußern. Dafür versuchte er die Ausstrahlung mit rechtlichen Mitteln zu verhindern, was ihm freilich nicht gelang.

Qelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

Hier ein Kommentar von Constanze von Bullion aus der Sueddeutsche.

Die Sendung:

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* Politik an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Januar 2011

Gestern Gesine Lötzsch, heute die Stalinisten aus dem Saarland, die Partei DIE LINKE ist sich wahrlich für keine negative Schlagzeile mehr zu schade.

So wurde uns gestern per Mail eine Dokumentenfolge über ein  bereits vor einiger Zeit “entsorgtes” ehemaliges Parteimitglied aus RLP zugespielt. Die Mail muss über einen größeren Verteiler verbreitet worden sein. Brennpunkt ist wieder einmal der Landesvorstand der Saar wo ein gewisser Prof. Dr. Bierbaum mit allen Mitteln versucht eine/n „Parteiterroristin/en“ kalt zustellen.

Das was in Berlin von Gesine Lötzsch noch nebulös mit der Suche nach neuen Wegen in den Kommunismus umschrieben wird, findet im Westen der Republik schon lange seine Anwendung: Die Durchsetzung des Obrigkeitswillen mit allen Möglichkeiten der Macht.  Mittel wie sie innerhalb einer Demokratie nie angewandt werden dürften und leider von vielen stillschweigend als gegeben hingenommen werden.

Im Folgenden die Dokumentation. Originale liegen DL vor.

**********************************************************************************
Eingang:
21.01.2011

Abs.
DIE LINKE. Saar - LSK - Dudweilerstr.5l - 66111 Saarbrücken

An
xxxxx
xxxxx xxxxx
xxxxxxxxxxx
xxxxxxxxx

Saarbrücken, 18. 01. 2011

Schiedsantrag

DIE LiNKE. Saar - Landesvorstand, vertreten durch Prof Dr. Heinz Bierbaum, Dudweilerstraße 51, 66111 Saarbrücken
- Antragsteller -

gegen

xxxxx xxxxxx,
xxxxxxxxxxxxx,
xxxxxxxxxxxx

- Antragsgegner/in -

wegen Parteiausschluss: Reg.-Nr. 19/10

Liebe/r xxxxxxxxx.

anliegendes Schriftstück erhältst Du mit der Bitte um Kenntnisnahme und ggf. Stellungnahme bis zum 01. Februar 2011.

Die Beteiligten werden gebeten, Schriftsätze und Unterlagen mit wenigstens einer Kopie für jeden anderen Beteiligten einzureichen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Cönen

*****************************************************************************
Eingang:
21. 01. 2011

DIE LiNKE. Saar, Dudweiler Str.51, 66111 Saarbrücken / DIE LINKE. Landesverband Saar

An die
DIE LINKE. Landesverband Saar
Landesschiedskommission
Dudweiler Straße 51
66111 Saarbrücken

Saarbrücken, 11. Januar 2011

In dem Verfahren

DIE LiNKE. Saar - Landesvorstand, vertreten durch Prof. Dr. Heinz Bierbaum, Dudweilerstraße 51,
66111 Saarbrücken,

-Antragsteller-

gegen

xxxxxxx,xxxxxxxxxxx,xxxxxxxxxxx

Verfahrensbevollmächtigter: Rae Warken & Kollegen, Völklinger Straße l, 66546 Völklingen
- Antragsgegner/in -
wegen

Parteiausschluss: Reg- Nr. 19/10

wird ergänzend vorgetragen, da jüngst erneut unsolidarisches Verhalten seitens dem/der Antragsgegner/in zu Tage getreten ist.

Anlass für den gegenständlichen Schriftsatz ist ein Schreiben des/r Antragsgegner/in vom 20. Dezember 2010 an den Landesvorsitzenden Rolf Linsler. Das Schriftstück wird vollumfänglich zum Gegenstand des Verfahrens gemacht. Bereits einleitend wirft der/die Antragsgegner/in dem Genossen Linsler vor. sich vorsätzlich an einem willkürlichen und rechtsmissbräuchlichen Akt beteiligt zu haben.

Beweis: schreiben des/r Antragsgegner/in vom 20. Dezember 2010 als Anlage in Kopie

In ihren weiteren Ausführungen teilt der/die Antragsgegner/in mit, sein/ihr Großmut und seine/ihre Nachsicht neige sich nunmehr dem Ende zu. Er/sie kündigt nicht nur an, den innerparteilichen Weg zu verlassen, sondern führt wie folgt aus: “Denken Sie an den Kollateralschaden. Alles hat seinen Preis. Können Sie den Preis/Schaden auch zahlen? Die Saarlandversicherung zahlt auch hier nicht.”

Beweis: Schreiben des/r Antragsgegner/in vom 20. Dezember 2010 als Anlage in Kopie.

Unverblümt stellt der/die Antragsgegner/in hier ein Übel, namentlich einen Schaden, in Aussicht, sollte die von ihn/ihr gewünschte schriftliche Entschuldigung des Genossen Linsler nicht innerhalb der von ihn/ihr gesetzten Frist erfolgen. Völlig ungeachtet einer strafrechtlichen Bewertung des Schreibens dokumentiert der/die Antragsgegner/in jedenfalls abermals, dass er/sie zu einen solidarischen Zusammenwirken mit den Genossinnen und Genossen nicht gewillt ist. Bezeichnenderweise wählt der/die Antragsgegner/in die militärische Terminologie “Kollateralschaden”, womit sich erneut sein/ihre feindselige Einstellung gegenüber der Partei manifestiert. Schließlich verhöhnt der/die Antragsgegner/in den Genossen Linsler, indem er/sie ihn wissen lässt, dass die Saarlandversicherung auch hier nicht zahle.

Das gegenständliche Schreiben hat der/die Antragsgegner/in, was man sich vor Augen führen muss, nicht etwa als Einschreiben/Rückschein übersandt was für den Nachweis des Zugangs völlig ausreichend gewesen wäre. Das Schriftstück wurde dem Genossen Linsler mittels eines Gerichtsvollziehers (!) zugestellt. Dies hatte zur Folge, dass ein Familienmitglied des Genossen Linsler während dessen Absenz die Zustellung entgegennehmen musste. Hierdurch entstanden verständlicherweise Irritationen bei der betreffenden Person, die von dem/der Antragsgegner/in zumindest billigend in Kauf genommen, wenn nicht gar beabsichtigt waren.

Sollte die Schiedskommission weiteren Sachvortrag für notwendig erachten, wird um entsprechenden Hinweis gebeten.

Prof. Dr. Heinz Bierbaum

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Abs.
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xxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxx

29. Dezember 2010

An
Herrn
Rolf Linsler
Landesvorsitzender der
Partei DIE LINKE
xxxxxxxxxxx
56xxx Saarbrücken

Ihr Schreiben vom 22. 06. 2010

Sehr geehrter Hern Linsler,

..gegen den willkürlich und rechtsmissbräuchrichen Akt, dass meine Mitgliedsrechte gem. & 10 PartG bis zur Entscheidung der LSK ruhen, habe ich Widerspruch erhoben.

Sie, Herr Linsler und all die Landesvorstandsmitglieder, welche ihre Zustimmung zu diesem Willkürakt erteilten, haben sich geirrt, obwohl Sie es hätten besser wissen können und müssen.

Großmut und Nachsicht sind Eigenschaften, derer sich nur wenige rühmen können. Meine neigt sich nunmehr dem Ende zu.

Der Fairness halber räume ich Ihnen wegen der besinnlichen Weihnachtszeit die Möglichkeit ein, noch in diesem Jahr Ihren eklatanten Fehler einzugestehen und auszumerzen.

Bis zum 31. 12.  2010 erwarte ich eine schriftliche Entschuldigung.

Ihr Nichtstun/schweigen wird zur Folge haben, dass ich notgedrungen Anfang 2011 den innerparteilichen Weg verlasse. Zur Sachaufklärung werde ich den ungeheuerlichen vorgang dem zuständigen Amtsgericht vortragen.

Ich sehe diesen Schritt als notwendige Ultima ratio für mich an.

Denken Sie an den Kollateralschaden. Alles hat seinen Preis. Können Sie den Preis/Schaden auch zahlen? Die Saarlandversichenung zahlt auch hier nicht.

Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest.
Mit solidarischen Grüßen
xxxxxxxxxxx

***********************************************************************************

Hallo Wolfgang,

seit unserem Gespräch (26.11.) und 11.12. sind mittlerweile einige Wochen vergangen.

Im Gespräch am 26.11.2010 wurde ich gebeten, Überlegungen anzustellen, was mein Preis für mein Schweigen sein könnte.

Ich ließ unmissverständlich durchblicken, dass ich nicht käuflich sei, aber nach wie vor gesprächs bereit.

Die Ausführung Oskar Lafontaines am LPT 14.11.2010, “es sollte doch selbstverständlich sein, dass man Mitglieder der eigenen Partei oder die ganze Partei nicht diffamiert”, scheint aber offensichtlich nicht für die Parteiobrigkeit und den ganz frisch von der Landtagsfraktion angestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter xxxxxxxxxxx zu gelten.

Oder wie sonst ist nachzuvollziehen, dass xxxxxxxxxxxxxxx in der öffentlichen Schiedsveranstaltung Samstag 15. 01. 2011 in Berlin aus meinem vertraulich und einzig an Rolf Linsler als Landesvorsitzenden adressierten Schreiben zitieren konnte? Ich habe daraufhin noch einmal über das seltsame Angebot vom 26. 11. 2010 nachgedacht.

Fakt ist, dass der neue wissenschaftliche Mitarbeiter der Landtagsfraktion xxx xxxxxxxx am 15. 01. 2011 auf der öffentlichen Schiedsveranstaltung in Berlin aus dem Schreiben zitiert hat, das ausschließlich an den Landesvorsitzenden Rolf Linsler als einziger Person des Landesvorstandes - adressiert war.

Fakt ist damit auch, dass mein vertraulich an Rolf Linsler gerichtetes intimes Schreiben - ganz oder in Teilen - unter Verletzung des Briefgeheimnisses - an andere, wenigstens an den neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Landtagsfraktion weiter gegeben wurde. Ich kann daraus nur schließen, dass mir erneut “etwas angehängt” werden soll. Als treibende Kraft kann ich nur MdL Heinz Bierbaum vermuten, zugleich stellv. Landesvorsitzender und stellv. Bundesvorsitzender, u.a. weil er den Ergänzungsvortrag vom 07.01.2011 unterschrieben, hat.

Aus diesen Gründen, insbesondere jedoch aufgrund des Verhaltens des stellv. Landes-u. Bundesvorsitzenden, entfällt für mich jegliche Basis meiner - im Übrigen mehrfach dokumentierten - Gesprächsbereitschaft mit dem Landesvorstand.

Mein Vertrauen gegenüber Linsler & Bierbaum ist nach der Aktion am 15. 01. 2011 zutiefst gestört.

Mit freundlichen Grüßen
xxxxxxxxxxxxxx

IE

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* Irre oder normal?

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Januar 2011

Nicht der Irre braucht Hilfe, sondern der Normale

In seinem Bestseller “Irre! Wir behandeln die Falschen” plädiert Manfred Lütz dafür, die Normalen zu therapieren. Henryk M. Broder gratuliert und stellt das Buch vor:

Alle guten Bücher kann man in wenigen Worten zusammenfassen. Faust: Alter Mann verfällt einer jungen Frau und verliert seine Seele; Wilhelm Tell: Scharfschützen haben mehr vom Leben; Das Kapital: Lieber reich und gesund als arm und krank. Sein Buch „IRRE!“ hat Manfred Lütz in zwei Sätzen kondensiert: „Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.“

Lütz hat den Nagel nicht nur auf den Kopf getroffen, er hat ihn mit einem Schlag in der Wand versenkt. Unser Problem sind in der Tat die Normalen, die Unauffälligen, die Ergebenen, die tagsüber arbeiten und nachts schlafen, die ihren Urlaub ein halbes Jahr im voraus buchen; diejenigen, die quer durch Brandenburg fahren, um in Polen ein paar Euro beim Tanken zu sparen; die vor einer CO2-intensiven Reise in die Karibik eine Ablass-Spende an Green Peace überweisen; die einen Buckelwal adoptieren und die Stand-by-Funktion ihres Fernsehgeräts deaktivieren, um das Klima vor dem Kollaps zu retten.

Panizza – wegen “Liebeskonzil” im Gefängnis

Oskar Panizza war, wie Lütz, Mediziner, Psychiater und in dieser Eigenschaft Arzt an der oberbayrischen Kreis-Irrenanstalt in München. Von Geburt katholisch, aber von der Mutter nach dem Tode des Vaters protestantisch erzogen, schloss er sich der 1890 gegründeten „Gesellschaft für modernes Leben“ an, einer Vereinigung freier Geister.

Über die Grenzen Bayerns bekannt wurde er mit dem „Liebeskonzil”, einer „Himmelstragödie in fünf Aufzügen”, die 1495 im Himmel, in der Hölle und im Vatikan spielt. 1895 wurde Panizza wegen Gotteslästerung angeklagt und von einem bayrischen Gericht zu einem Jahr Gefängnis in der Haftanstalt Amberg verurteilt.

Nach Verbüßung der Strafe zog er nach Zürich, wo er die Zeitschrift „Zürcher Diskussionen” herausgab, die er vor allem mit seinen eigenen Arbeiten füllte. Darunter einem Essay über „Das Schwein in seinen poetischen, mythologischen und kulturhistorischen Aspekten”. Von Panizza stammt der Satz: „Der Wahnsinn, wenn er epidemisch wird, heißt Vernunft.” Und das klingt wie: „Wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen.”

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

IE

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* Lötzsch auf Tauchstation

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Januar 2011

Wo war Lötzsch, wird sich so manch einer am Freitagnachmittag in der aktuellen Stunde des Bundestages gefragt haben. Dabei war es ihre Stunde, eine Zeit nur für sie. Welcher Bürger sonst bekommt denn schon eine Aktuelle Stunde im Bundestag für sich anberaumt?

Die Brandstifterin hatte also ihr Nichterscheinen vorgezogen, was ja an und für sich normal ist, da für Löscharbeiten gewöhnlich die Feuerwehr zuständig ist. Auch fühlen sich Brandstifter meist sehr unter Zeitdruck gesetzt, sind sie doch rastlos unterwegs, um andernorts erneut zu zündeln.

So auch Frau Lötzsch, welche es vorgezogen hatte, einen Neujahrsempfang in Wiesbaden bei der hessischen Linken zu beehren. Na ja, bei einem solchen Anlass wird für gewöhnlich auch Sekt serviert, während der Bundestag sich mehr an alkoholfreie Getränke  hält. Sekt passt auch besser zu Porsche. Als Kommunistin gönnt man sich ja ausser einem fetten Gehalt und die Pension auf Kosten der Steuerzahler weiter nichts. Die Rente zahlt ihr übrigens der demokratische Staat.

So musste denn stattdessen Ulrich Maurer die  heißen  Worthülsen seiner Chefin entschärfen. Da nicht nur Mitglied des Parteivorstand, sondern auch - aus Sicht der Partei - als katholischer Schwabe und ehemaliger Vorsitzender der baden – württembergischen SPD -  Landtagsfraktion, über allen Kommunismus Verdacht erhaben, blieb er der einzige Redner seiner Partei. So versuchte er eine Verbindung zwischen der Bibel und dem Kommunismus aufzuzeigen. Des weiteren  betonte auch er, wie viele andere vor ihm das seine Partei mit dem K - Wort nichts mehr am Hut habe. Es wird zwar viel geredet, aber anstonsten kümmert uns das nicht. Genauso wie in anderen Dingen auch?

Dass denn solch dumme Äußerungen aus dem Mund einer Parteivorsitzenden  von den  anderen Parteien aufgenommen und entsprechend  ausgeschlachtet werden, ist in der Politik etwas vollkommen normales. Das erleben wir in anderer Richtung auch tagtäglich. Dass aber die in der Partei immer wieder auffälligen Vorkommnisse in Richtung Stalinismus und Kommunismus laufen zeigt, warum sich der größte Teil unserer Gesellschaft die Partei lieber auf Distanz hält.

Auch wird der in dieser Gesellschaft sich benachteiligt Fühlende, für welchen sich die Partei stark machen möchte, sehr schnell bemerken, dass besonders er bei der Suche nach den verschlungenen Pfaden verloren gehen wird. Denn wenn diesen Menschen erst geholfen wird, nachdem der Kommunismus eingeführt wurde, bleibt es jedem Wähler überlassen, über  den Zeitpunkt dieses Wandels nachzudenken.

Dem einfachen Mitglied der Partei wird bei im Vergleich meist harmlosen Vorkommnissen gleich mit Parteiausschluss aus Gründen eines parteischädigendes Verhalten gedroht. Haben diese absolut politischen Nieten, welche nur für ihr eigenes Ego arbeiten, einen Dummschwätzer-Ausweis oder reicht der Titel Dr. oder Professor dazu aus?

Es wird auf jeden Fall interessant sein zu beobachten, wie lange die vielen ehrlich Bemühten dieses Verhalten noch  tolerieren werden.  Wie haben wir neulich noch geschrieben: Zum Aufbau braucht es viele fleißige Hände, derweil nur eine Abrissbirne ausreicht, dieses alles wieder zu zerstören. Und von diesen Birnen gibt es in der Partei viel zu viele.

IE

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* Der Tod

Erstellt von UP. am 21. Januar 2011

beim “BUND”

- …da wird gelogen, geschoben und betrogen!

Erst waren es die Taliban, die den Soldaten erschossen haben sollen. Dann war es sein eigenes Verschulden beim Waffenreinigen. (In dieser Version wollte sich der Bund möglicherweise um Zahlungen drücken.)

Und nun die Wahrheit: Es war ein Unfall - allerdings durch eine Kameraden-Kugel. Mindestens sitzen in diesem Land am Hindukusch nur Spezialisten, die mit Waffen umgehen können. Und denen ist eingebläut: Magazin raus - 1x durchladen; Grundlagen im Handling ‘ner Knarre. Insofern ist auf jeden Fall der Tatbestand der fahrlässigen Tötung erfüllt - und zwar durch den, dem die Patrone ”gehörte”.

In den Nachrichten ist diese Version nie aufgetaucht; erst jetzt - unter Druck. Und der schwarze Baron behauptet, dass diese Version längst nach zwei Tagen bekannt gemacht wurde. Alles Lüge!

Dazu passen auch die geöffneten Briefe. Es kann fast davon ausgegangen werden, dass diese Briefe die Wahrheit in die Heimat mitteilten. Das ist nicht einmal eine abstruse Verschwörungstheorie. Es offenbart sich Verschleierung und nebulöses Verhalten bei Verantwortlichen; denn Feldpost wird nur durch die Bundeswehr verwaltet und befördert.

Bei dem Unfall auf der Gorch Fock durfte die junge Frau gar nicht in die Wanten; denn sie war kleiner als 1,60 m. So bestimmt es eine einschlägige Dienstvorschrift. Der Verantwortliche, der die Offiziers-Anwärterin hochgejagt hat, ist sicher leicht festzustellen und der Gerichtsbarkeit unverzüglich zuzuführen. Sowieso ein Unding: Was soll der Blödsinn, spätere Offiziere, die später einmal an hochsensiblen technischen Geräten Krieg spielen, fuffzig Meter den Mast hochklettern zu lassen. Das nutzt wenig im sogenannten Ernstfall. Und von der “Pike auf” ist etwas anderes.

Der Herr Baron trägt dafür die politische Verantwortung. Also abdanken, Herr Minister!

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* Kein Weg, nirgends

Erstellt von UP. am 21. Januar 2011

Aus Anlass der Eröffnung einer Dauerausstellung über das Ministerium für Staatssicherheit in der ehemaligen DDR erklärte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff: “Wir dürfen die DDR nicht verklären”, es sei empörend, dass die Täter ihre Opfer verhöhnen würden. “Wir müssen ihnen lauter und vernehmlicher widersprechen!”

Das war letzten Samstag, auf den Tag genau 21 Jahre nachdem Demonstranten am 15. Januar 1990 die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg gestürmt hatten. Wulffs Rede war voller Plattitüden, die weder ganz richtig noch ganz falsch waren, so wie sein Satz, der Islam gehöre ebenso zu Deutschland wie das Christen- und das Judentum. So sagte er auch: “Jeder Einzelne hat ein Recht darauf, dass nicht vergessen wird, dass aufgearbeitet und aus der Diktaturgeschichte für die Zukunft gelernt wird.”

Wer würde dem widersprechen wollen? Nicht vergessen! Aufarbeiten! Und aus der Geschichte lernen, damit sie sich nicht wiederholt!

Nur ein paar Tage, bevor Wulff zu seiner Rede gegen das Vergessen anhob, sagte die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, in einer Rede zu Ehren von Rosa Luxemburg: „Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung. Auf jeden Fall wird es nicht den einen Weg geben, sondern sehr viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen.“

Worauf der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, aus allen Wolken fiel: “”Wer glaubt, den Kommunismus ausprobieren zu müssen, sei es in der Opposition oder gar in einer Regierung, dem kann wohl niemand mehr helfen.” Daraufhin erklärte der andere Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, wenn die SPD so weiter mache, “dann kommt sie für uns als Koalitionspartner nicht in Frage”.

Nein, das waren keine Szenen aus einem Irrenhaus, in dem die Patienten die Ärzte spielen, es waren Momentaufnahmen aus der Bonner Republik im Jahre 21 der neuen Zeitrechnung, also nach dem Fall der Mauer. Die juristische Aufarbeitung der DDR ist abgeschlossen, die politische hat noch nicht einmal begonnen. Von einigen ehemaligen Bürgerrechtlern abgesehen, stört sich niemand daran, dass die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, bis zum bitteren Ende der SED angehörte und hinterher ohne einen Anflug von Scham oder Reue Leitungsfunktionen in der PDS übernahm, die sich ihrerseits 2007 in Die Linke umbenannte.

Gesine Lötzsch steht für die gesamtdeutsche Kontinuität da, für das unheilbar gesunde Gewissen der Täter und ihrer Helfershelfer, die sich wieder als Wegweiser auf dem Pfad der politischen Tugend anbieten. Es war ein Fehler, die SED nach dem Ender der DDR nicht zu verbieten und ihr auf dem Umweg über die PDS und Die Linke die Teilnahme am politischen Leben der Bundesrepublik zu ermöglichen. Und Christian Wulff ist nicht nur der Präsident aller Deutschen, er ist auch der Herr der Binse. In seiner “ergreifenden und mahnenden Rede” (BILD) ist er mit keinem Wort auf die Kommunismus-Phantasie der Genossin Gesine eingegangen. Er tat so, als wären “die Täter” Aliens gewesen, die nach getaner Arbeit in den Weiten des Weltraums verschwanden. Dass sie heute im Bundestag und in 13 Landtagen sitzen und in zwei Ländern (Berlin und Brandenburg) mitregieren, überging er ganz souverän. Das ist die Art der Aufarbeitung, vor der “die Täter” keine Angst haben müssen.

So gerne die Deutschen ihre Vergangenheiten bewältigen, so schwer tun sie sich mit der Gegenwart. Nicht nur mit ihrer eigenen. Die Revolte in Tunesien hat sowohl die Politiker wie die vielen Arabien-Experten kalt erwischt. Während die Friedensbewegung und die revolutionäre Linke, die bei jeder “Freiheit-für-Gaza”-Demo vorneweg marschieren, keinen Laut von sich geben, weil weder die Amis noch die Israelis im Spiel sind, hat sich Außenminister Guido Westerwelle zu einem seiner temperamentvollen Statements hinreißen lassen. “Es führt kein Weg an einer wirklichen Demokratie in Tunesien vorbei”, sagte er in Berlin, nachdem der tunesische Präsident sein Land in großer Eile verlassen musste.

Anschließend berichtete die tagesschau der ARD über eine Solidaritätsdemo mit den Tunesiern, die Ben Ali aus dem Amt gejagt hatten.

Die Kundgebung fand vor der tunesischen Botschaft in Beirut statt.

© Weltwoche 3/11
mit freundlicher Genehmigung von Henryk M. Broder

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* Alles Bio - oder was?

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Januar 2011

Wird dieser Skandal ohne Gewinner bleiben? Wäre es nicht an der Zeit einmal darüber nachzudenken warum diese Skandale immer wieder so eintreten wie geschehen? Nach dem falschen Umgang mit Rindern die Schweine jetzt die Hühner. Von uns, den Menschen spricht keiner? Es gab auch schon einmal Zeiten einer politischen Kultur des nicht Erkennens - gleich Versagen! Wo für brauchen wir Politiker, welche nicht einmal in der Lage sind das Volk vor Unbill zu schützen? Vom täglichen Leben eines Biobauern wird hier geschrieben.

Skandal ohne Gewinner.

Früher, ja, früher war dir ein Ei wie das andere, und du wusstest nur: Wenn’s Portemonnaie leer ist, fährst du mit Knickeiern günstig. Heute stehst du beim Biobauern im Matsch und fragst ihn: Wie er das denn hinkriegt, dass in seinen Eiern nix drin ist, und vor allem: kein Dioxin.

Da zieht der Biobauer, der Johannes Erkens heißt, die Brauen zusammen, guckt ein bisschen streng und sagt doch glatt: Nein, also so etwas, das könne er nicht versprechen. Kann ja keiner behaupten, der ehrlich ist - dioxinfrei. Hoppsa!, gackernd stieben ein paar Hühner davon, die den Besuch kritisch beäugen, und du versuchst gerade, nicht umzufallen, während du auf einem Bein die Plaste-Überschuhe auf die Stiefel stülpst. Die sind nötig, hygienetechnisch, weil’s gleich in den Stall geht. “Wir leben alle unter einem Himmel”, sagt Erkens, “auf derselben Erde.” Und dioxinfrei gibt’s da nicht mehr, nirgends. Auch ein Biobauer könnte sich da höchstens rausträumen.

Auch Bio-Landwirtschaft ist schließlich ein realistisches Geschäft. Aber ein ehrliches, mindestens wenn’s nach Erkens geht, wie hier, auf dem Kudammhof in Adelheidsdorf-Großmoor bei Celle, mit seinen durchschnittlich 5.000 Hühnern, die Herde à 1.000 Tiere, Erkens stellt sie als Amberlink Legehybride vor. Also die berüchtigten Turbohühner? “Wir brauchen eine Leistung von 250 Eiern pro Huhn”, erklärt er. Rassehühner schaffen bestenfalls etwas mehr als die Hälfte, “damit würden wir nicht hinkommen”. Die Küken werden auf Bestellung vom Züchter angeliefert. Wie gesagt, ehrlich. Und realistisch. Und in der Dioxinfrage garantieren Erkens und seine Frau Friederike Schultz, die den Hof vor 20 Jahren vom Vater übernommen hat, eben nur dafür, dass die eigenen Böden streng kontrolliert sind, dass sie selbst keine neuen Schadstoffe eintragen und den Hühnern kein zusätzliches Dioxin übers Mischfutter zuführen.

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IE

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* Ich bin Schuld!

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Januar 2011

Wie oft haben wir folgende Slogans oder viele ähnlich lautende in den letzten Jahren von unseren Politikern schon gehört: “Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt.” “Wir müssen endlich bereit sein mehr Geld für unsere Lebensmittel auszugeben.” “Wir haben unser Geld falsch angelegt um eine höhere Rendite zu bekommen.” Usw. usw.

Endlich wurde nun jemand gefunden der seine Versagen einsieht und sich in aller Öffentlichkeit für Schuldig bekennt. Ob Dioxinskandal, Bankenkrise, die Diktatur in Tunesien oder Klimawandel - für all das sind wir am Ende selbst verantwortlich. Ein Eingeständnis VON ALEM GRABOVAC.

In diversen Talkshows und unserer kleinen Zeitung höre und lese ich immer wieder, dass der Verbraucher schuld am Dioxinskandal ist. Denn ich, der Verbraucher, will billige Eier und billiges Fleisch essen. Demzufolge setze ich den Produzenten unter Druck - denn er, der Produzent, muss jetzt meinetwegen bei der Produktion seiner Lebensmittel Geld einsparen. Mit meinem Verhalten verführe ich den Hersteller also dazu, billiges, mit Dioxin gepanschtes Futtermittel zu produzieren. Zwinge ihn praktisch dazu. Ist ja klar: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Meine Billignachfrage führt zu einem Billigangebot - und dieses Billigangebot führt eben zu verseuchten Eiern, Rindern und Schweinen.

Aber damit noch nicht genug. Am Bankenskandal bin ich natürlich auch schuld. Denn ich, der Bankkunde, möchte für mein Geld die höchste Rendite erzielen. Also verführe ich die Banker dieser Welt dazu, mir lukrative Wertpapiere zu verkaufen. Weshalb bin ich auch so gierig und habe mich vorher nicht genau erkundigt? Selbst schuld! Ich war die Immobilienblase, ich bin die Irland- und Griechenlandkrise, ich bin der Bankenskandal!

Ich kaufe auch die falschen Klamotten. Meine Schuhe sind “Made in China” und meine T-Shirts “Made in Bangladesch”. Ich will billige Klamotten. Und deswegen gibt es Kinderarbeit in der Dritten Welt.

Klar, ich ernähre mich falsch. Ich kaufe die falsche Schokolade und den falschen Kaffee, und deswegen gibt es den unfairen Handel zwischen Nord und Süd.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Stasi - Überprüfung

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Januar 2011

Die Partei DIE LINKE schafft es tatsächlich, einer gespannt wartenden Presse tagtäglich aufs Neue die Unfähigkeit ihrer politischen Gestaltung aufzuzeigen. Wenn denn heute auf RP Online mit dem „Aufmacher“ „CSU: Stasi-Überprüfung für alle Linken“ Schlagzeilen gemacht werden, liegt dieses einfach darin begründet, das Tags zuvor der Büro Leiter der Gesine Lötzsch als ehemaliger Stasi Mitarbeiter geoutet wurde.

Nach Beendigung der Schnitzeljagd auf der Fährte des Kommunismus und einem brüllenden Salonlöwen in seiner Almhütte, sehen wir jetzt den nächsten Beweis politischer Unfähigkeit, wobei wir sicher sind, dass uns schon morgen oder übermorgen neue Peinlichkeiten angeboten werden.

So schreibt RP Online heute, ich zitiere:

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag hat eine Überprüfung aller Mitarbeiter der Linksfraktion auf eine mögliche Stasi-Vergangenheit gefordert. “Stasi-Spitzel haben im Bundestag nichts verloren”, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, in einem Interview.“

Wo der Mann Recht hat, sollte man ihm auch Recht geben. Nur - diese Forderungen sollten weiter ausgedehnt werden. Die Überprüfung muss für jeden Politiker - egal welcher Partei - gelten, um auch dort etwaige Blockflöten zu enttarnen, womit ich ausdrücklich auch IM Erika mit einbeziehe. Die Politik zeigt hier, aus der Vergangenheit wieder einmal nichts gelernt zu haben, was heißt, dass auch 1945, nach Kriegsende viele Altnazis wieder in entsprechende Positionen eingesetzt wurden.

Die Schweine waren die gleichen, nur die Futtertröge wurden ausgewechselt.

Dabei wollen wir einen ehrlichen Gesinnungswechsel den Meisten gar nicht absprechen. Aber es ist innerhalb der Gesellschaft einfach nicht zu vermitteln, wenn ehemalige SED oder auch DKP Spitzen sich nun auch nach einem Richtungwechsel wieder an die Spitze setzen. Das sind die Wendehälse, welche mit solchen Gesten auf Dauer die Demokratie zerstören. Oder sollte dieses denn das wirkliche Ziel sein? Hier weist eine „Sozialistische Partei“ genau auf den Punkt hin, welchen sie am Kapitalismus kritisiert: Eine Gleichheit von Chancen gibt es nicht, wenn nur die Stärke der Ellbogen für die Erreichung von Mandaten ausschlaggebend sind, und es so ermöglicht wird, dass immer die Gleichen an der Spitze sitzen, egal in welch einer Gesellschaftsform. War nicht gerade diese Chancengleichheit Ausgangspunkt einer Sozialistischen Idee?

Hier noch ein passender Kommentar:

Die endlose Vergangenheit der Linkspartei

Manche Zeitungen sind in diesen Tagen rüde mit Gesine Lötzsch umgesprungen. Sie haben ihre Kommunismussätze vergröbert und zugespitzt - und einfach übersehen, dass die Linksparteichefin in dem Text eigentlich solide reformistisch den Weg als Ziel beschrieben hat. Jetzt hält sich Lötzsch für ein Opfer der Konzernmedien. Doch die Linkspartei-Führung, die sich nun im eigenen Milieu verbarrikadiert, hat kein Recht, sich zum Opfer zu stilisieren. Nicht bei diesem Thema.

Die Linkspartei hat, wenn es um ihre Vergangenheit geht, genug Grund zu Selbstkritik und ganz leisen Tönen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Politik der Augenwischer

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Januar 2011

Nun haben sie sich also doch noch geeinigt. Die CDU und FDP beenden ihren Steuerstreit und einigen sich auf eine Erhöhung der Werbungskostenpauschale von 920 auf 1000 Euro. Kosten für den Staat ca. 330 Millionen Euro jährlich.

Die meisten Arbeitnehmer werden allerdings von dieser Erhöhung nichts bemerken, da selbst für eine Person welche die Reichensteuer bezahlt, bestenfalls drei Euro im Monat mehr verbleiben.

Da schon die Hälfte der in Frage kommenden Personen bei einem jährlichen Werbekosten Aufkommen von mehr als 1000 Euro im Jahr diese über Einzelbelege abrechnen, fällt die Gruppe schon von vornherein als Nutznießer aus.

Da die FDP bei weiterer Missachtung ihrer Parteiinteressen mit einem Ausstieg aus der Koalition gedroht hatte, kam es letztendlich zu dieser schon nachträglich für 2011 geltenden Einigung. Die Vereinbarung ist Teil eines Paketes von vielen weiteren Maßnahmen zur Steuervereinfachung auf welche sich die Koalition im letzten Jahr geeinigt hatte. Auch geben die „Liberalen“ ihre Hoffnung nicht auf, schon zu den nächst anstehenden Bundestagswahlen eine größere Steuerreform durchsetzen zu können, da wir ja  laut „Brüderchen“ auf ein „sensationelles“ Wachstum bauen können.

Zu diesem Thema auch der folgende Kommentar:

Minusgeschäft für Normalbürger

KOMMENTAR VON ULRIKE HERRMANN

Auch Symbolpolitik kann verräterisch sein. Die Liberalen behaupten stolz, dass sie die Werbungskostenpauschale für die Arbeitnehmer erhöht hätten. Doch tatsächlich bringt diese “Entlastung” den meisten Beschäftigten ungefähr einen Euro im Monat - also gar nichts.

Trotzdem wiederholen die Liberalen beharrlich, sie würden sich um die “kleinen und mittleren Einkommen” kümmern. Das ist eine glatte Lüge, wie ein einfacher Vergleich zeigt: Die erhöhte Werbungskostenpauschale belastet den Staat mit ganzen 330 Millionen Euro im Jahr.

Dagegen haben allein die schwarz-gelben Steuergeschenke an die Hoteliers rund zwei Milliarden gekostet. Hinzu kam eine Reform der Unternehmenssteuern, die weitere 2,5 Milliarden an die Firmen verteilte.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Branchenmindestlöhne

Erstellt von UP. am 19. Januar 2011

Branchenmindestlöhne auf den Weg bringen

Der BDWi fordert die Bundesregierung auf, die Mindestlöhne der Branchen Zeitarbeit und Sicherheitsdienstleistungen allgemeinverbindlich zu erklären.

Während Sicherheitsdienstleistungen bereits seit Februar 2009 in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufgenommen sind, müsse auch die Zeitarbeit endlich unter den gesetzlichen Schutz fallen. Denn ab 1. Mai 2011 gilt für Arbeitnehmer aus den EU-Beitrittsländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn die volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit. Dann können auch ausländische Arbeitnehmer zu den Rahmenbedingungen der Tarifverträge ihrer Heimatländer in Deutschland eingesetzt werden. Ein Unterbietungswettbewerb wäre die Folge.

„Die Bundesregierung muss endlich tätig werden. Die Rahmenbedingungen sind klar. Die Tarifpartner haben sich auf branchenspezifische Mindestlöhne geeinigt. Diese müssen nur noch allgemeinverbindlich erklärt werden. Dann fallen Arbeitsplätze und Arbeitsmarktbedingungen in Deutschland unter den Schutz des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. Denn Arbeitnehmer und Unternehmen brauchen endlich Planungssicherheit. Daher muss auch die Entscheidung für die Aufnahme der Zeitarbeit in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz endlich fallen“, fordert BDWi-Präsident Werner Küsters.

„Darüber hinausgehende Forderungen aus dem linken Lager, die Zeitarbeitsbranche gesetzlich einzuschränken, sind reiner Populismus. Der Arbeitsmarkt in Deutschland muss atmen können. Zeitarbeit ist das wichtigste Instrument für mehr Flexibilität. Mit zunehmender Knappheit bei dem Arbeitskräfteangebot zahlen bereits viele Zeitarbeitsunternehmen deutlich über Tarif. 40.000 Stellen für Geringqualifizierte sind unbesetzt. Neue Regeln – insbesondere die Einführung von equal treatment – würden der Erfolgsgeschichte Zeitarbeit schnell ein Ende bereiten“, macht Küsters deutlich.

Quelle: ddp


Anmerkung UP.
Nicht nur Branchenmindestlöhne sind auf den Weg zu bringen, sondern der gesetzliche Mindestlohn schlechhin!!!
Uns ist ein Fall bekannt, wo eine Firma die ‘eigenen Leuten’ summasummarum mit fast 1 Eurone weniger bezahlt als die “Leiharbeitern” von ihrer Firma erhalten.
Diese Firma ist natürlich nicht Mitglied in einem Arbeitgeberverband und Gewerkschaften sind in dieser autoritär geführten Company natürlich nicht präsent. Daher führt am gesetzlichen Mindestlohn von 10 euronen kein Weg vorbei.

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* Werte Rechte Pflichten

Erstellt von Veit-Ulrich H. am 19. Januar 2011

…ein Artikel von meinem Freund
Veit-Ulrich aus dem Schwabenland
- /UP.

das ist nicht einfach mit den werten. werte haben viel auch mit rechten zu tun. und die wiederum mit pflichten. nur als objekt unserer anbetung sind werte nichts wert. erst wenn wir sie leben, werden sie lebendig. und schon deswegen muss dein wert nicht auch meiner sein.

als denn der versuch, wirre denk-läufte in geordnete bahnen zu lenken. weniger, um zu überzeugen und viel mehr, um andere meinungen oder anregungen zu fischen. angeregt durch die reaktionen auf „die halbe wahrheit“ im vorhergehenden beitrag.

werte. da gibt’s die materiellen und die ideellen werte. über die materiellen werte will ich eigentlich nicht reden. aber es gehört zum materiellen lebens-wert, dass der mensch über ausreichend wasser und brot verfügt. das trifft, wie wir satt-genährten wissen, auf tausend millionen menschen nicht zu. wenn ich mich g’wampert auf die zu wälze und ihnen aus verrauchter lunge etwas von ideellen werten huste, werden die mich vom hof jagen. erst kommt das fressen, dann kommt die moral.

aber wir können ja mal so tun, als gäbe es keine hungernden und dürstenden. dann begegnen wir ihnen, diesen ideellen werten. die bekanntesten und langlebigsten sind in der tat in den zehn geboten beschrieben. aber taugen sie tatsächlich so viel (und da meine ich jetzt ausdrücklich nicht die sache mit dem ehebruch)? du sollst nicht töten – solange du nicht in einer uniform steckst. auch zweieinhalbtausend jahre nach moses besuch beim chef ist massenmord im namen des herrn ein gefälliger wert. und beider-fronts werden sie von heiligen männern gesegnet, die tod-bringenden kanonen.

du sollst nicht stehlen. wenn du mir meinen leberkäs-wecken aus der vespertüte oder mein navigations-gerät aus der karre mopst, bist du ein böser bube. überfällst du gar mit einer täuschend echten wasserpistole eine bank, dann kriegst du, wenn’s ganz humorlos läuft vor gericht, mehr als ein kinder-schänder. aber was kriegen die maschmeyers und ackermanns, die nichts anderes tun als stehlen? einen doktortitel oder bundes-blembel nagelt ihnen der alte kumpel aus der politik an die hemdsbrust. und im zweifelsfall gibt’s noch ein paar milliarden frisches, für das der bürgers-knecht zur ader gelassen wird.

ganze staaten werden ausgesaugt. erklärt werden die raubzüge gegen hilflose menschen mit unserem wirtschaftssystem. und dieses system steht über dem wort, wonach der mensch nicht stehlen darf. von der geschichte, den nächsten zu lieben wie dich selbst, schweigen wir besser fein stille.

du sollst keinen anderen gott neben dem deinen kennen? ein wert? ich will gar nicht wissen, wieviele verbrechen unter berufung auf dieses gebot begangen wurden. wer einen gott besitzt, der mag sich dran erfreuen. aber er möge mir gestohlen bleiben damit. ich habe keinen und ich will auch keinen.

indes ich ahne: sie schenken uns grosszügig werte, die hohen priester. eben die religionsausübung zum beispiel. ein recht gar haben wir drauf. aber wenn wir wie weiland der superstar die zocker und angesehenen betrüger aus dem tempel jagen wollen, dann kommen sie uns plötzlich mit ganz anderen werten und rechten, die angesichts der komplexität der dinge allerdings nur für sie da oben gelten. der wert der religion für uns da unten reduziert sich damit in der tat auf den wert eines opiats.

meinung. das ist ein schön-grosser wert. das recht auf meinung, gerne auch der meinungs-freiheit gleichgesetzt, ist ein ehernes. aber da gibt’s auch die meinungs-pflicht. nein, nicht die, dir eine meinung zu machen. sondern die pflicht, von einer meinung abzulassen, wenn sie sich nicht in einklang bringen lässt mit den werten, die dir ein system und die herrschende kaste vorschreiben.

ich hol mal erschröcklich aus. den nazis begegnet unser system mit totschweigen und verboten, wo immer es geht. was wir weg-schweigen und in die tiefen verbotener internet-seiten verschieben, das gibt’s dann irgendwann gar nicht mehr. ich bin dagegen. nicht, weil mir die meinung irgendeines dahergelaufenen faschisten nur im geringsten wert besässe. aber mein informationsrecht ist mir was wert. weil ich wissen will, wo der feind sitzt, wie er tickt, welche werte er sich anmasst. nur dann lässt sich widerstand leisten. und widerstand ist ein wert, ein recht und gelegentlich auch eine pflicht.

wobei der widerstand gerne zum klein-leute-wert verteufelt wird. weiter oben im system geht es dann um werte, die sich vor und hinter dem komma ziffern lassen. stuttgart 21 und gorleben lassen schön grüssen. vielleicht war sogar die schlichtung in stuttgart kein wert an sich, sondern nur ein gerissenes manöver, widerstands- und demonstrationsrecht vorübergehend friedenspflichtig auszuhebeln. jedenfalls war mit geisslers wort zur lage der station die stadt so kalt und nass geworden, dass du selbst deinen grössten gegner nicht mehr zum demonstrieren schicken würdest. und weil wir in einer durch und durch visualisierten welt leben, sehen wir seither nichts mehr von des kopfbahnhofs wilden haufen. schon glaubt der mappus, er werde doch noch zum ministerpräsidenten gewählt. in der tat, die gefahr besteht und lässt sich nur verringern, wenn wir uns in die pflicht nehmen und unser wahlrecht ausüben. in der hoffnung, dass das einen wert hat.

die würde des menschen. ganz ohne ironie: der edelste, der schönste wert. aber ein wert, den du nicht erhälst, du musst ihn dir verdienen. wenn du dich des systems anpasst, wenn du an der richtigen stelle das maul hälst, wenn du funktionierst in einer apparatur, die nicht die deine ist, dann wird dir die würde zuteil. und nach 25 jahren im deutschen alpenverein bekommst du die ehrennadel in silber.

ja, das system steht über dem wert menschen-würde. funktionierst du als lakai der umstände, dann wird dich vielleicht sogar professor dr. chefarzt privat und persönlich am zipperlein behandeln. drei stockwerke tiefer schickt ein assistenzarzt einen patienten aus dem vier-bett-zimmer innerhalb nicht mal einer minute in den tod: „wir wollten sie eigentlich am herzen operieren. aber wir haben tumore jetzt nicht nur in der lunge sondern auch in der leber gefunden. da lohnt sich die operation nicht mehr. am besten, sie gehen jetzt nach hause.“ (das ist nicht ausgeburt meiner kranken phantasie. ich hab das so vom nachbar-bett aus erlebt.)

selbst die individuellen werte, die du anderen gar nicht überstülpen willst, sind fragwürdig. mein für mich grösster wert ist die musik. die läuft, noch ehe am morgen die erste zigarette glimmt und der erste kaffee dampft. ich kann mit musik unsinn schreiben und nebenher auf der glotze verfolgen, wie der kostelic die kombination in wengen gewinnt. ohne musik dagegen läuft gar nichts. noch nicht mal die karre vom parkplatz. aber anderswo auf dieser welt könnte ich für den gegenwert der musik-anlage ein kind ein ganzes heranwachsen lang ernähren und zur schule schicken.

versuch einer zusammenfassung: wir leben nicht in einer welt sondern in welten. es sind systeme, die diese welten am rennen halten. und damit das funktioniert, braucht’s pflichten, rechte und werte. damit lässt es sich menschen leiten, führen, unterdrücken. die qualität von pflicht, recht und wert ist unmittelbar abhängig von der qualität des systems. will sagen: wer ein system verändern will, muss neue werte schaffen oder zumindest die vorhandenen werte wiederbeleben. aber woher weiss ich, dass mein system und meine werte die richtigen sind? – und willst du nicht mein bruder sein, so schlag ich dir den schädel ein. kein schöner wert, aber einer, der den menschen auf seinem weg durch die geschichte schon tausendfach länger begleitet als die zehn gebote. und für den wir immer noch keinen besseren gefunden haben. nur an der effizienz des schädel-einschlagens hat sich nachhaltig viel getan.

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* NRW-Haushalt

Erstellt von UP. am 19. Januar 2011

Der politische Hühnerstall in NRW
Offiziell jubeln die Landtagsfraktionen von CDU und FDP: Sie haben den Nachtragshaushalt in NRW juristisch gestoppt – eine schwere Schlappe für SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Aber was, wenn es zu Neuwahlen kommt? [...] - *)
Dieses hat Konsequenzen. Die rot-grüne Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft muss sich mit dem Geldausgeben zurückhalten, bis endgültig geklärt ist, ob der Nachtragshaushalt 2010 in Gänze oder in Teilen verfassungswidrig ist. Das will das Landesverfassungsgericht innerhalb der kommenden drei Monate entscheiden, ein erster Verhandlungstermin ist für den 15. Februar angesetzt. Handlungsunfähig ist die Minderheitsregierung deswegen nicht. Sie kann auf Rücklagen zugreifen, um ihre Geschäfte zu betreiben.

weiterlesen>>>NDS

—————————————–

*)
Wie auch immer - der Zug isch fast ‘naus! …zu stabilen Regierungsverhältnissen zu gelangen; d.h. mit jedem Tag wächst die Chance der F.D.P., wieder über die 5%-Marke zu schleimen.
Im Klartext heisst das, nie war in der Kürze der Zeit die Chance grösser, durch Neuwahlen die Partei DIE LINKE aus dem Landdtag hinauszukatapultieren, die F.D.P. mit dem im schwulen Sinkflug befindlichen Bundesvorsitzenden Westerdingens auf die Plätze zu verweisen und selber, liebe Frau Kraft, mit den GRÜNEN eine gut gesetzte Mehrheit zu erreichen.

Das wird auch dadurch dokumentiert, dass Röttgen, der Rüttgers-Nachfolger und Laumann nicht lautstark nach Neuwahlen verlangen. Die ZWO haben es erkannt und schweigen stille; denn die Zeit arbeitet für sie.

NEUWAHLEN - wenn nicht jetzt, wann dann? Sie können nur gewinnen und würden dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, verehrte Frau Kraft. Und dabei der Röttgen-Laumann-CDU auch noch ordentlich einen verpassen!
Redaktion /UP.

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* Wer sagt was in RLP?

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Januar 2011

Über das Internet wurden folgende Erklärungen aus dem Landesverband der DIE LINKE RLP verbreitet. Alle drei Erklärungen liegen DL als Dateien vor.

17 - 01 - 2011

Liebe Genossinnen und Genossen,

bei der Sitzung des Landesparteirates am vergangenen Samstag versuchte die ehemalige Landesvorsitzende Kathrin Senger-Schäfer mir eine Mitverantwortung bei den satzungswidrigen Einstellungen im vergangenen Jahr unterzujubeln.

Meine persönliche Erklärung dazu füge ich euch im Anhang zu Kenntnis bei. Mit solidarischen Grüßen

Euer Alexander Ulrich,
MdB DIE LINKE
Aktuelles immer hier.

*******************************************************
Berlin
Alexander Ulrich
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: (030) 227 – 72509
Fax: (030) 227 – 76508
Email: alexander.ulrich@bundestag.de
—————————————————
Bürgerbüro
Alexander Ulrich
Mühlengasse 16
53545 Linz
Tel: (02644) 2073963
Fax: (02644) 2073965
Email: linz@mdb-alexander-ulrich.de
—————————————————-
Alexander Ulrich
Mitglied des Deutschen Bundestages

Alexander Ulrich, MdB · Mühlengasse 16 · 53545 Linz

Richtigstellung zur Sitzung des Landesparteirates

Nach meinem Rücktritt vom Landesvorsitz der Partei DIE LINKE.Rheinland-Pfalz kam es in der Amtszeit von Kathrin Senger-Schäfer zu mindestens drei Personaleinstellungen, die nicht satzungsgemäß den zuständigen Gremien vorgelegt wurden. Hierzu erkläre ich:

„Im Gegensatz zu den Behauptungen der abgewählten ehemaligen Landesvorsitzenden Kathrin Senger-Schäfer im Landesparteirat am Wochenende sind die Einstellungen von Uwe Maag, Leonie Berner und Harald Jürgensonn nicht zu meiner Amtszeit als Landesvorsitzender erfolgt.

Vielmehr handelt es sich bei diesen Einstellungen um Entscheidungen, die nach meinem Rücktritt erfolgten und damit von der damaligen Landesvorsitzenden Kathrin Senger-Schäfer zu vertreten sind.

Ich weise in aller Entschiedenheit den durchsichtigen Versuch zurück, mich für das offensichtlich satzungswidrige Verhalten bei diesen Einstellungen mitverantwortlich zu machen. Satzungswidrige Einstellung hat es während meiner Amtsausübung zu keinem Zeitpunkt gegeben. Da diesbezüglich offensichtlich mit Falschbehauptungen gearbeitet wird, erwarte ich von dem neu gewählten Landesvorstand, dass die fraglichen Umstände dieser Einstellungen parteiöffentlich geklärt werden und Regressansprüche der Landespartei gegen ehemalige Funktionsträger geprüft werden“.

Stand: 17. Januar 2011
Linz, 17. Januar 2011
Persönliche Erklärung

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DEMENTI !

Kathrin Senger-Schäfer MdB DIE LINKE: Platz der Republik 1 – 11011 Berlin

Mein Kollege Alexander Ulrich behauptete in einer persönlichen Erklärung und Pressemitteilung:

Ich hätte am 15. Januar auf der Sitzung des Landesparteirates der Partei DIE LINKE.
Rheinland-Pfalz behauptet: Alexander Ulrich wäre mitverantwortlich für Entscheidungen des Landesvorstandes, dem er seit Juli 2010 nicht mehr angehört.

Im Gegensatz zu Alexander Ulrich war ich auf dieser Sitzung des Landesparteirates anwesend.

Ich habe zu keiner Frage im Zusammenhang mit Personalentscheidungen das Wort ergriffen, auch nicht im Zusammenhang mit Herrn Ulrich.

Zu diesem Problem hat sich nur der neue Landesvorsitzende Wolfgang Ferner geäußert. Satzungsverstöße konnte er nicht monieren.

Von Alexander Ulrich habe ich zu keinem Zeitpunkt verlangt oder erwartet, dass er Verantwortlichkeiten übernimmt.

Wenn Alexander Ulrich solche Informanten hat, sollte ihm klar sein, dass diese nicht nur Partei und Presse, sondern auch ihn anlügen.

Berlin, den 17. Januar 2011

Kathrin Senger-Schäfer

IE

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* Dioxin Eier zum Tafeln?

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Januar 2011

Gestern: Ein sehr kleiner, unauffälliger Artikel in der Presse, nur eine Randnotiz. Titel:

Mehr Eier-Spenden für die Tafeln. Natürlich hiess es im nächsten Satz das diese Lebensmittel unbedenklich sind. So wie alles andere auch in diesem Land. Alles nur vom Feinsten als da wären Atomkraftwerke, Politiker, die Erzeugung von Kriegsmaterialien usw..

Es ist doch immer wieder rührend zu lesen wie sehr unsere Gutmenschen bemüht sind auch die von der Politik abgehangenen Schichten der Gesellschaft zu umsorgen. Ist es zynisch festzustellen das auf Grund des Dioxin Skandal viele Eier in den Lebensmittelgeschäften des Einzelhandels nun nicht mehr verkauft werden können und so an Wert verlieren? Vielleicht räumen ja nun auch die Futtermittelhersteller ihre Kühlschränke und erfüllen so durch ihre Mildtätigkeit noch einen guten Zweck? Eine Mitteilung  in den nächsten Wochen  über einen enormen Rückgang der Hartz IV Empfänger nach dem Dioxin Skandal käme doch mit Sicherheit manchem Haushaltsexperten nicht ungelegen.

Wird der Norddeutsche Eispickel, unsere Mehrfachmillionärin mit ihren sieben Kindern jetzt auch ihren Kühlschrank leeren? Das wäre doch ein Verhandlungsvorschlag für die Vermittlungskommission: Ich gebe euch fünf Euro und zusätzlich fünf schöne Eier mit Langzeitwirkung.

Der NDR berichtet folgendes:

Tafeln “profitieren” vom Dioxin-Skandal

Sie kümmern sich um das, was woanders übrig bleibt oder was niemand haben will: Die Tafeln für bedürftige Menschen verteilen überschüssige Lebensmittel aus dem Einzelhandel - und profitieren in Niedersachsen offenbar ausgerechnet vom Dioxin-Skandal: “In etlichen Tafeln bekommen wir von den Geschäften erheblich mehr Eier und abgepackte Wurstwaren gespendet als sonst”, sagte die Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbandes, Edeltraut Graeßner. Eine Tafel habe berichtet, dass sie in der vergangenen Woche sogar die 15-fache Menge an Eiern erhalten habe als sonst üblich.

Gespendete Lebensmittel offenbar unbedenklich

Die gespendeten Waren seien nach menschlichem Ermessen unbedenklich, sagte Graeßner. Der Landesverband stehe in Kontakt mit der Lebensmittelkontrolle. Viele der spendenden Geschäfte hätten der Ware auch Unbedenklichkeits-Zertifikate beigelegt. “Aber gegen kriminelle Machenschaften sind wir genauso hilflos wie die Bauern, die im guten Glauben Futter eingekauft haben.” Allerdings erhielten nicht alle Tafeln mehr Lebensmittel. Bei rund der Hälfte habe es keine Veränderungen gegeben, so das Ergebnis einer Umfrage.

Immer mehr Menschen wenden sich an Tafeln …

Quelle : NDR >>>>> weiterlesen

IE

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* Leiharbeit

Erstellt von UP. am 18. Januar 2011

Die Bundesagentur für Arbeit ermittelt für Leiharbeiter ein mittleres Monatseinkommen von 1393 Euro. Das sind satte 900 Euro weniger als das, was Beschäftigte ohne Berufsabschluss bekommen.

Wir haben uns umgehört: Und wir haben im Kreis unserer Befragten niemanden gefunden, der mehr als 8,20 euronen in der Stunde verdient. Der Geringsvediener bekam gerade mal 6,80 euronen - macht einen ungewichteten Schnitt von 7,50 euro.
Das ergibt bei 35 h/w einen Bruttoverdienst von gerade einmal 1135,50 euro. Damit läge dieser Lohn noch einmal um 255 euronen tiefer als die offizielle Differenz und erhöht diese auf 1155 euronen.

Das scheint uns die realistischere Variante der Rechnung zu sein. Der Bundesanstalt ist nach allgemeiner Massgabe zu unterstellen, dass sie den angegebenen Durchschnittsverdienst “schön”gerechnet hat. Die Mehrfach-Millionärin hat ja Übung in diesen Rechenweisen.
DL-Redaktion /UP.

Artikel weiterlesen >>> bei der Frankfurter Rundschau

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* Das böse Wort mit K

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Januar 2011

Lesen und hören wir die Debatten über den Kommunismus welche  innerhalb der letzten Wochen  in der Linken umher geistern, wird einem jeden sofort bewusst wie tief diese Partei in der Vergangenheit stecken geblieben ist. Es fehlt ganz schlicht und einfach an der Kreativität diese Partei dort hin zuführen  wohin sie sich einst aufgemacht hatte: In die Gesellschaft um dort für diese wirken zu können.

Dieser Kommentar weist den Leser sehr deutlich auf strategische Fehler hin welche sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart immer wieder gemacht wurden und noch werden. Ich zitiere hier  aus der TAZ wie folgt:

„Stattdessen hegen viele von denen, die für den K sind, Sympathien mit dem Regime im Iran, für dessen Freund Hugo Chávez oder für die Hisbollah. Wie asoziale deutsche Unternehmer im Schlepptau Gerhard Schröders verteidigen sie die Diktatur in China - die Konzernchefs wurden wenigstens reich dabei. Dahinter steckt zumindest die Idee, der Feind meiner Feinde (der USA, Israels, des Westens, des Imperialismus) sei mein Freund. Warum eigentlich? Reicht es nicht, sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu beziehen und so seine politischen Sympathien zu verteilen? Warum glauben manche Kommunisten, Politik nach der Devise des kleineren Übels machen zu müssen, wo sie damit erst vor zwanzig Jahren gescheitert sind?“

Und wieder scheitern werden, ohne auch nur im Ansatz für die Menschen etwas bewirkt zu haben. Diese Partei verliert von Tag zu Tag mehr an Glaubwürdigkeit, wenn denn so etwas  schon einmal vorhanden war.  Eine irrlichternde Dame der Parteiführung welche die Wege in den Kommunismus erklärt um im gleichem Atemzug den Sozialismus als Ziel auszuzugeben, ein wie ein Salonlöwe auftretender Klaus Ernst welcher in einer schon traurig anmutenden Burleske spielend in die Rolle des „Dummen August“ schlüpft, um so aller Welt aufzuzeigen das es bei ihm Sterntaler regnet, sind nicht gerade Hilfreich einer sozialistischen  Partei den Weg zu weisen.

Der Traum von einer anderen Gesellschaft bleibt aktuell. Der historisch belastete Begriff “Kommunismus” aber gehört entsorgt

Gianna Nannini hat mit 54 Jahren ihr erstes Kind bekommen - das ist K. Und nach ihrer Tochter Penelope, der sie ihre neue Platte gewidmet hat, will sie nun noch einen Sohn. Das ist noch mehr K. Denn Gianna Nannini hat damit den Knast der Natur hinter sich gelassen und ist in das Reich der Freiheit eingetreten.

Randy Newman dagegen singt auf seinem Album “Bad Love” im Gespräch mit Karl Marx die Verse: “Karl, the world isn’t fair, it isn’t and never will be.” Randy Newman hat hier ausnahmsweise einmal nicht recht. Gewiss ist es unfair, dass sich Frauen in grob gerechnet zwei Dekaden ihres Lebens entscheiden sollen, ein Kind zu bekommen oder nicht. Aber sie und wir müssen das nicht mehr hinnehmen. Wir leben im großartigen Zeitalter immer größerer Freiheiten, allgemein verfügbaren Wissens und ethisch fortgeschrittenen Bewusstseins: Nannini (und Penelope) ist K., Wikipedia ist K, “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer ist K.

Lösen wir die Dinge auf: “K” steht hier für das, was manche noch Kommunismus nennen. “Kommunismus” ist aber ein veralteter und provinzieller Begriff. Er steht nicht nur im Westen Deutschlands, wie Gregor Gysi anlässlich der Lötzsch-Debatte meinte, für Unfreiheit und Verbrechen (und für manch irrationale Ängste), sondern auch in Polen. Wer mit dem Begriff “Kommunismus” denkt und politische und gesellschaftliche Ziele beschreibt, lebt in der Vergangenheit. Nicht umsonst nannten sich die Sozialdemokraten und Kommunisten einst so - und nicht Jakobiner.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Foto: Wikipedia

IE

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* Saar verliert Fraktion…

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Januar 2011

…im Kreistag von St. Wendel

Frisst die Revolution nun auch innerhalb der Linken im Landesverband Saarland ihre Kinder? Wie die Saarbrücker-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe mitteilt, verliert die Linke ihre komplette Fraktion im St. Wendeler Kreistag.

Ich zitiere aus dem Artikel wie folgt:

“Die Kommunismusdebatte auf Bundesebene sowie Unmut über die Arbeit des Kreis- sowie Landesverbandes: Dies sind unter anderem die Gründe, warum der Hasborner Mike Martin und Wolfgang Haupert aus Namborn die Linkspartei verlassen. Im Kreistag wollen sie aber als Parteilose bleiben – zumindest vorerst.”

Laut Pressebericht konnte sich die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Heike Kugler diese Entscheidung nicht erklären und zeigte sich dementsprechend enttäuscht. Scheinbar ist es für manche Seilschaften immer noch unverständlich, wenn redliche Bürger es satt haben, innerhalb einer offenen Gesellschaft mit ewig rückständigen Kommunisten und Stalinisten in eine Schublade abgelegt zu werden! Sich immer wieder für peinliche Erklärungen ihrer “Spitzen” Funktionäre in Land und Bund den Mitbürgern gegenüber erklären und entschuldigen müssen! “Politiker” mit akademischen Titeln, welche Wege in den Kommunismus aufzeigen, um anschließend im gleichen Satz den Sozialismus als Wunschziel angeben? Mit anderen Worten: Diese Leute wollen den Menschen im Lande etwas verkaufen und wissen noch nicht einmal was!

Hier noch ein weiterer Artikel zum gleichen Thema aus der Saarbrücker-Zeitung

IE

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* Afrika neu denken

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Januar 2011

Sie steht seit Jahren in der Kritik und ihr neuer Minister Dirk Niebel krönt eine Institution welche er an und für sich abschaffen wollte: Die Deutsche Entwicklungshilfe. Aber so ist das Leben der Politik nun einmal, bevor der ehemalige Generalsekretär einer kleinen Randgruppenpartei ohne Job außen vor bleibt, ändert er besser seine Einstellung. Nach vier Jahren , wenn der Posten neu besetzt wird ergibt sich ja eine neue Möglichkeit die Abschaffung diese Ressort zu fordern. IE

Krise und Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit von Mussie Habte.

Die Bilanz von fünf Jahrzehnten Entwicklungspolitik für Afrika könnte verheerender kaum sein: Trotz gewaltiger Summen, die jahrelang geflossen sind, sind die Fortschritte, die auf dem Kontinent im Kampf gegen Armut und Unterentwicklung erzielt wurden, alles andere als erfreulich. Die internationale Entwicklungszusammenarbeit hat es nicht vermocht, grundlegende ökonomische und politische Entwicklungen in Afrika in Gang zu setzen; der Kontinent leidet weiterhin unter strukturellen chronischen Problemen, zu denen Bürgerkriege genauso zählen wie die massive Ausbreitung der HIV/Aids-Pandemie, die weltweit höchste Säuglingssterblichkeitsrate und eine allgemein mangelhafte Gesundheitsversorgung sowie Bildungssysteme, die sich durch die weltweit niedrigste Alphabetisierungs- und Einschulungsrate auszeichnen. Hinzu kommt die wirtschaftliche Unterentwicklung, durch die der Kontinent nur wenig attraktiv ist für Investoren und die Produktion von Gütern vor Ort – während internationale Konzerne weiterhin gerne die dortigen Rohstoffe abbauen und exportieren. Bis heute dominiert daher die Sorgenkind-Metapher den Duktus internationaler Organisationen und westlicher Medien.

Manche Ursachen der negativen Erfahrungen mit der Entwicklungshilfe reichen bis in die Kolonialzeit zurück. Damals rechtfertigten beispielsweise die Briten ihre Herrschaft in Afrika, indem sie sich einen doppelten „Auftrag“ zuschrieben: zum einen als politischer Vormund, der die untergebenen Völker zu schützen, anzuleiten und zu disziplinieren hat; zum anderen als Agent der ökonomischen Entwicklung, der sich Produkte aus Ländern einverleibt, die in der globalen Arbeitsteilung auf unterster Stufe stehen. In – zumindest mit Blick auf die Wortwahl – gemäßigter Form wird davon auch heute noch die Logik der Entwicklungszusammenarbeit bestimmt. Vor diesem Hintergrund sollen Sinn und Zweck der Zusammenarbeit kritisch hinterfragt werden: Warum schafft es der Kontinent trotz Milliardenzuwendungen aus dem Ausland nicht, eine nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen? Die Frage stellt sich umso dringlicher, weil es in anderen Regionen – in Asien oder Lateinamerika –, die ähnlich gelagerte Probleme hatten, besser gelungen ist, Armut und Unterentwicklung zu bekämpfen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Januar 2011

…Herr Küppersbusch?

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Keine neue Folge von “Ich bin liberal - holt mich hier raus!”.

Was wird besser in dieser?

Einer fährt auch ohne Führerschein - für Liberale unter 80 Kubicki.

Am Dienstag wird das “Unwort des Jahres 2010″ bekannt gegeben. Ihr Vorschlag?

Angela Merkels vordemokratisches Diktat, die Griechenlandhilfe sei “alternativlos”, wurde vom Jurysprecher favorisiert. Wohl weil sich die Frage darin prismiert, wofür wir uns diese kostspielige Demokratie noch halten, wenn wir eh nur Sachzwänge abnicken dürfen. Nachdem “Wutbürger” das “Wort des Jahres” wurde, rangiert es auch beim “Unwort” aussichtsreich - ähnlicher Grund: Wenn Bürgerprotest der wütende Ausnahmefall sein soll - wie stellt sich die Demokratur die Regel vor? “Realtestkoffer” für selbst gebastelten Behördenterror, immer wieder “Kopftuchmädchen” oder gleich “Sarrazin” auf den Plätzen.

Mehr Kontrolle, höhere Sicherheitsstandards, Haftpflichtversicherung - mit einem Aktionsplan will Landwirtschaftsministerin Aigner den Futtermittelskandal in den Griff bekommen. Wird ihr das so gelingen?

Immerhin: Bei “BSE durch Tiermehl” hat man der Futtermittelindustrie Bewährung gegönnt, mit einer eigenen “Qualitätssicherung” ohne den Gesetzgeber Ordnung zu schaffen. Diese “QS”-Plakette hatte auch Harles & Jentzsch frisch am Fabriktor kleben, mit Fettfinger drauf, vermutlich. Aigner schwenkt mit diesen Vorschlägen von der bequemen Selbstkontrolle weg zum staatlichem Eingriff. Freuen wir uns auf Bankmanagerdemos mit dem Claim “Wir sind doch keine Bauern - Staat, hau ab!”. Der ganze Politikansatz des Staates als Platzwart der Marktwirtschaft führt sich hier vor - falls wer hinguckt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Berlusconi bedeutet Geld

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Januar 2011

Ein argwöhnischer Blick über den Gartenzaun ist in vielen Fällen sehr hilfreich dabei, uns von den eigenen Problemen abzulenken. Glauben wir bei den bösen Nachbarn doch meistens Dinge zu sehen welche bei uns viel besser gelöst zu scheinen sein als dort. So blicken denn auch in den letzten Jahren unsere Journalisten und Politiker immer häufiger hinüber nach Italien um mit dem gestreckten Finger auf eine gewisse Berlusconisierung hinzuweisen.

Sollten wir bei derlei Betrachtungen nicht einmal versuchen uns in einen direkten Vergleich mit Italien auseinander zusetzen? Beginnen wir doch einmal damit auf die Unterschiede hinzuweisen!

Der später aufgeführte Artikel titelt mit: Berlusconi bedeutet Geld! Wir wechseln die Namen aus und setzen  „Merkel“ ein, denn auch im eigenen Land steht die Wirtschaft unangefochten an allererster Stelle, wie es noch gestern von der Klausurtagung der CDU bestätigt wurde, wobei die Konzentration auf die Automobil, Chemie und die Maschinenbaubranche, also die Großkonzerne liegt. Auf dieses Paket sollten wir noch die Energiewirtschaft samt Stuttgart 21 legen, dann sind die Großen wieder friedlich vereint. Ja auch in Italien sind die Gewinne der Großkonzerne rapide gestiegen und die Löhne entsprechend gesunken.

Sollten wir jetzt von der Mafia berichten? Nein, wo ist denn dort der praktische Unterschied zu unseren Lobbyisten auszumachen? In der Namensgebung? Der einzig wirkliche Unterschied zwischen Italien und unserem eigenen Land liegt im Privatleben des „Cavaliere“ begründet, welches auszubreiten wir dann doch lieber der Presse mit den vier Buchstaben überlassen möchten, wobei diese dann auf einem Auge blind scheint und sich über IM Erika in Schweigen hüllt.

Berlusconi bedeutet Geld

Der Regierungschef hat die Innen- und Außenpolitik erfolgreich zum Handlanger der Konzernchefs umfunktioniert. Das ist sein Erfolgsrezept

Am 14. Dezember 2010 bestätigte das italienische Parlament Silvio Berlusconi als Premierminister. Der Sieg des “Cavaliere” löste bei den meisten Beobachtern Erstaunen aus. Wie kann es sein, dass Korruption immer wieder die Oberhand behält und die Opposition nicht aufhört, sich zu zerstreiten? Um das Phänomen Berlusconi zu verstehen, hilft vor allem eine Frage weiter: Wem nutzt Berlusconis politische Linie, wer verdient mit ihr Geld?

Außenpolitik für die Konzerne

Die globale Finanzkrise traf in Italien vor allem die mittelständischen Unternehmen hart. Die italienische Regierung reagierte auf die Krise mit einem verstärkten außenpolitischen Engagement, vor allem in Ländern, in denen Autokraten das gesamte öffentliche und wirtschaftliche Leben kontrollieren. Die Mittelständler hatten davon jedoch nichts - ihnen fehlte das Kapital, um mithalten zu können.

Die diplomatischen Kontakte waren im Grunde reine Verkaufsgespräche für italienische Waren, Dienstleistungen und Investitionen - und wer hätte besser mit Diktatoren verhandeln können als Berlusconi? Ihn kümmerte es wenig, dass die massenhafte Verlagerung von Kapital und Produktion den heimischen Arbeitsmarkt schwer belastete und die Wettbewerbsfähigkeit Italiens strukturell Schaden nahm. Gewinner waren die Manager der großen Konzerne, die schon lange nicht mehr in nationalen Kategorien denken, sondern ausschließlich an ihrem persönlichen Kapital- und Machtgewinn interessiert sind.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotos: Wikipedia
IE

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* Schokolade und …

Erstellt von UP. am 15. Januar 2011

… Elfenbeinküste

Nachfolgend ein dringender Appell von AVAAZ, wie weitere Ausein- andersetzungen zwischen dem abgewählten Präsidenten Laurent Gbabgo und der rechtmässigen Regierung verhindert werden könnten.

Die Elfenbeinküste steht kurz vor einem Krieg. Das Land befindet sich in der Gewalt eines brutalen Staatsführers, der seines Amtes enthoben wurde und sich dennoch an die Macht klammert. Wenn Kakaounternehmen ihm seine Einnahmen streichen, dann wäre er nicht imstande, seine Soldaten zu bezahlen, und zur Niederlegung seines Amtes gezwungen. Klicken Sie hier und senden Sie eine dringende Botschaft an die Geschäftsführer von Schokoladenunternehmen mit der Forderung, sich für Demokratie und Frieden einzusetzen:

Die Elfenbeinküste, auch bekannt als die “Perle Westafrikas”, steht kurz vor einem Krieg — und Schokoladenunternehmen könnten eine Schlüsselrolle in dem Kampf gegen das Blutvergießen spielen.

Trotz seiner Wahlniederlage im November und geballtem, internationalen Druck und Sanktionen zur Amtsenthebung, hält Laurent Gbabgo an seiner Macht fest indem er eine brutale Armee finanziert, die Hunderte von Oppositionsanhängern ermordet hat. Einnahmen und Zölle aus dem Kakaoabsatz, der größten Exportware des Landes, ermöglichen es Gbagbo, seine Armee zu finanzieren. Wenn Schokoladenunternehmen ihm umgehend und öffentlich die Geschäftsbeziehungen verweigern, werden seine Einnahmen versiegen — und ohne die Unterstützung seiner Armee könnte er zu der Niederlegung seines Amtes gezwungen sein.

Die Situation könnte sich innerhalb weniger Tage zu einem wahrhaftigen Krieg zuspitzen. Deswegen rufen wir alle Schokoladenliebhaber auf dieser Welt dazu auf, beliebte Hersteller, wie zum Beispiel Nestlé, M&M/Mars und Hershey’s mit Nachrichten zu überfluten, in denen diese dazu aufgefordert werden, den Handel mit Gbabgo unmittelbar zu unterlassen und stattdessen Geschäftsbeziehungen mit der rechtsmäßigen Regierung einzugehen. Klicken Sie hier, um eine direkte Botschaft an die führenden Unternehmen zu senden — und wir werden bekanntgeben, welche Firmen ihre Finanzbeziehungen zu Gbagbo eingestellt haben:

https://secure.avaaz.org/de/ivory_coast_chocolate/?vl

Alle regionalen, afrikanischen und internationalen Institutionen erkennen Alassane Ouattara als den Sieger der Wahlen im November an, und somit als den rechtsmäßigen Präsidenten der Elfenbeinküste. Gbagbo verweigert es jedoch, sein Amt niederzulegen, trotz der Androhung eines militärischen Eingriffs. Über 200 Ivorer sind bereits getötet worden und 25.000 sind in Anrainerstaaten geflüchtet, während Fernseh-und Radiostationen, die Gbagbo unterstützen, zur Gewalt gegen UN-Friedenstruppen anstacheln und die Befürchtung aufkommen lassen, dass Gbagbos Anhänger weitreichende Kampagnen der Brutalität verfolgen könnten. Das Risiko einer Eskalationsspirale bis hin zu einem Bürgerkrieg zeichnet sich drohend ab und gefährdet die Stabilität in der Region.

Ouattara, der legitime Wahlsieger, tut indes alles was in seiner Macht steht, um den Frieden zu fördern, und hat sich dazu bereit erklärt, Minister aus dem Kabinett Gbagbos in seine Regierung aufzunehmen. Gbagbo besteht jedoch auf dem Präsidentenamt. Millionen von Ivorern haben durch die Teilnahme an den demokratischen Wahlen und durch das Ausüben ihres Wahlrechts ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Sich Gbagbo zu beugen,würde lediglich die Straflosigkeit und sein gewaltsames Vorgehen belohnen — und somit die Verlierer anderer Wahlen in Afrika dazu ermutigen, ebenfalls die Macht an sich zu reißen, wie wir es kürzlich in Kenia und Simbabwe beobachten konnten.

Die Elfenbeinküste liefert knapp 40% des weltweiten Kakaoangebots — weshalb die besagten Unternehmen zu diesem heiklen Zeitpunkt richtig kalkulieren müssen. Wir wissen, dass sie auf ihre Kunden hören — Nestlé bezieht seit einer massiven Greenpeace - Kampagne zur Rettung des Regenwaldes kein Palmöl aus Indonesien mehr.

Die Zentralbank Westafrikanischer Staaten hat Gbagbo ihre Dienstleistungen verweigert — und wenn die Kakaoindustrie ihm die finanzielle Unterstützung seiner Armee verwehrt, wird er womöglich kapitulieren müssen. Unternehmen stärken schon seit langem direkt oder indirekt Gbagbos missbräuchliches Regime, oft durch dubiose Finanzgeschäfte. Drei nationale Kakaoinstitutionen haben zwischen 2002 und 2003 mehr als 20,3 Millionen Dollar für die Finanzierung der Kriegsanstrengungen gezahlt, als einige der gravierendsten Morde und Menschenrechtsverletzungen stattfanden.

Die zunehmende Druckausübung der internationalen Gemeinschaft ist ausschlaggebend. Jedoch könnten Kakaounternehmen zu diesem kritischen Zeitpunkt eine Schlüsselrolle bei dem Sturz von Gbagbos unrechtsmäßigem Regime spielen, wenn sie umgehend handeln. Klicken Sie hier, um eine Botschaft zu senden — wenn wir zahlenmäßig stark genug sind und die Unternehmen dazu auffordern, die Beziehungen zu Gbagbo und seiner Armee einzustellen, dann können wir verhindern, dass die Elfenbeinküste in den Abgrund stürzt.

https://secure.avaaz.org/de/ivory_coast_chocolate/?vl

Die Welt hat sich für gerechte Wahlen und den Kampf gegen Straflosigkeit in der Elfenbeinküste stark gemacht. Nun hängt die Zukunft des Landes am seidenen Faden. Wenn wir jetzt handeln und den demokratischen Ivorern zur Seite stehen, dann können wir Hoffnung spenden auf eine friedliche Einigung.

Hoffnungsvoll,

Stephanie, Benjamin, Alice, Graziela, Maria Paz and das ganze Avaaz- Team

P.S. Der Geschäftsführer von Nestlé, Paul Bulcke, wird Ende Januar Co-Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums in Davos sein. Wenn 200.000 von uns Nachrichten senden, dann werden wir ihm unseren Aufruf an die Kakaounternehmen direkt überreichen. Mehr Informationen:

Neue Gefechte erschüttern die Elfenbeinküste - Der Spiegel, 12. Januar 2011:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,739224,00.html

Gbagbo droht mit „Bürgerkrieg“ - FAZ 14 Januar 2011:
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E0175E933215F4FDBB21389E24EAA436B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

“Gbagbo zeigt seinen wahren Charakter” - Presseschau Deutsche Welle, 14. Januar 2011:
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6375125,00.html

Mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr bringt die Bohne dem Staatshaushalt ein - Euronews, 3 Januar 2011:
http://de.euronews.net/2011/01/03/das-gold-der-elfenbeinkueste-kakaoexport-in-gefahr/

Schweizer Firmen zwischen den Fronten - Tages Anzeiger, 13 Januar 2011:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Schweizer-Firmen-zwischen-den-Fronten/story/20365542

Nestlé lenkt nach Greenpeace-Kritik ein - Die Zeit, 18. März 2010
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/nestle-regenwald

Aufrüstung dank Kakao - Wie der Kakaoumsatz den Bürgerkrieg antreibt - TAZ, 2006
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/01/20/a0137

Kinderarbeit: Der ARD-Film “Schmutzige Schokolade” zeigt, wie das Geschäft der skrupellosen Menschenhändler funktioniert - und welche Schuld Industrie und Verbraucher tragen - Der Spiegel, 6. Oktober 2010
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,721491,00.html

Schmutzige Schokolade, ARD, Oktober 2010 (Hier können Sie sich den Film in der ARD-Mediathek ansehen):
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5555724


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* Von Kollegen gewählt V

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Januar 2011

Zu einer Güteverhandlung trafen sich am Mittwoch den 14. 01. 11 die Geschäftsführung und der Betriebsrat der MAN Turbo & Diesel in Oberhausen. Diese Verhandlung musste anberaumt werden da  zwischen den Kontrahenten keine Einigung möglich war. Dieses war auch gestern vor Gericht nicht gegeben, so das demnächst die Kammer eine Entscheidung treffen muss.

Ausgangspunkt dieser Streitigkeiten war eine Kündigung des Betriebsrat Zabit Cumcu. Diesem wird vorgeworfen einen 20 jährigen Auszubilden bedroht und auch beschimpft zu haben. Für einen Unbeteiligten drängt sich hier der Verdacht auf, einen kritischen Mitarbeiter loswerden zu wollen. Dieser hatte seinen Betrieb wohl schon des öfteren vorgeworfen bei der Lehrstellenvergabe Bewerber mit Migrationshintergrund zu benachteiligen. Vermutlich ist der Betriebsrat der Geschäftsführung zu kämpferisch und  versucht  nun auf eine möglichst kostengünstige Art und Weise diese Person los zu werden.

Über den weiteren Ablauf des Verfahrens wird jetzt die Kammer entscheiden und versuchen schnell einen Termin für die  Gerichtsverhandlung anzuberaumen. Da Zabit Cumcu nicht freigestellt ist, geht er weiter seiner Arbeit nach.

Neben den Presseartikeln in der NRZ und der WAZ erklärte unterdessen auch die Linke-Liste-Oberhausen ihre Solidarität und Unterstützung.

Der Solikreis ist jetzt auch Online zu erreichen: Klick hier

IE

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* Kommunismus à la Linke

Erstellt von Dieter Carstensen am 15. Januar 2011

…und Lötsch? Nein Danke, da wird mir schlecht!

Ich habe es mir angetan und mir die ganze Maybrit Illner Sendung zum Thema “Die Linke und der Kommunismus” angesehen.

Sarah Wagenknecht z.B. darf nach Entscheidung des Oberlandgerichts Hamburg öffenttlich als “Neostalinistin” bezeichnet werden. Siehe z. B, das Zitat des wirklich seriösen Journalisten Klaus Bednarz: “Die Juristen waren der Meinung, dass auch aus dem von Sarah Wagenknecht selbst vorgelegten Beweismaterial zu entnehmen ist, dass sie sich nicht vollständig von Stalin distanziert.”

Wenn man Gesine Lötsch im Maybrit Illner Interview genau zuhört, so sagt sie nur, wir haben mit dem “Stalinismus” gebrochen. Von den Verbrechen Lenins und Trotzkis spricht sie wohlweislich nicht.

Die ganze kommunistische Theorie ist gescheitert, was manche “Linke” wohl nicht zu begreifen scheinen.

Wenn mehr Millionen Tote durch die kommunistische Terrorherrschaft, als durch die Naziterrordiktatur, historisch nachweisbar, verursacht wurden, diesen “Gläubigen” immer noch nicht die Augen öffnen, hilft auch keine schicke Fielmann Brille wie bei Frau Lötsch.

Wenn Die Linke aus taktischen Gründen Neostalinistinnen wie Frau Wagenknecht, die Chaoten aus den maoistischen, trotzkistischen Gruppierungen in ihrer Mitte duldet und Frau Lötsch auch noch die “kommunistische Plattform” in der Partei verteidigt, solange stelle ich mir die Frage, wie demokratisch ist Die Linke wirklich?

Wir wären ja verrückt, nach unserer Geschichte, noch einmal unsere Demokratie von linken oder rechten Spinnern zerstören zu lassen.

Alle “-ismen” haben immer eines gemeinsam: Sie sind antidemokratisch und menschenverachtend.

“Die Linke” entlarvt sich mehr und mehr. Diese Partei gehört für mich in diesem Zustand völlig zu Recht vom Verfassungsschutz überwacht.

Natürlich, unsere Demokratie hat viele Probleme, wie die undemokratischen “Hartz IV” Gesetze und die einseitige Bankensubventionen.

Aber helfen uns dann “Heilslehren”, wie der Kommunismus, der Katholizismus oder, oder, oder …

Die Geschichte hat uns das Gegenteil gezeigt.

Was den IQ Test bei Linken angeht, von dem jüngst ein Journalist sprach, so sollte man die Ergebnisse nicht zu ernst nehmen, bei einem bayrischen CSU Politiker weiß man ja zumindest, unter zwei Promille Blutalkohol läuft da eh nix, Bier ist in Bayern als Grundnahrungsmittel anerkannt, aber welche Drogen nehmen die Linken?

Wäre mal ein Thema für die Zeitung mit den vier großen Buchstaben …

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* Schwuler Sinkflug

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Januar 2011

DER HX. MANN EXTRA

Guido Westerwelles aalglatter Niedergang VON ELMAR KRAUSHAAR

Selten ließ sich ein Politiker derart minutiös beim freien Fall beobachten wie derzeit der große Vorsitzende Guido Westerwelle. Seine Partei sinkt, der FDP-Vorsitzende sinkt, der Außenminister sinkt - ein Absturzflug in jeder Hinsicht. Sein Beitrag dazu ist hinlänglich bekannt, seine Fehler sind belegt und analysiert. Eine Leerstelle bleibt - der Mann ist schwul, und welchen Anteil hat diese Tatsache an seinem Niedergang? “Man kann es erschnuppern, beweisen kann man es nicht”, schreibt dazu Fritz J. Raddatz im aktuellen Focus. Und führt dann aus, dass sehr wohl das Wissen um Westerwelles Homosexualität schuld sei an seinem Autoritäts- und Sympathieverlust. Weil er keinen Erfolg habe. Meint umgekehrt, Anerkennung und Toleranz gibt es nur für erfolgreiche Schwule - siehe von Beust, siehe Wowereit.

Des Volkes Meinung legt sich da nicht so fest. Einer aktuellen Emnid-Umfrage zufolge halten 22 Prozent der Deutschen Westerwelles Homosexualität für problematisch, 75 Prozent dagegen meinen, sie habe überhaupt keine Bedeutung für seine Amtsführung. 75 zu 22: Hört sich gut an, und doch scheint eines klar: “Nach wie vor ist die Toleranzdecke dünn, die in der Politik über eine homosexuelle Orientierung gebreitet wird.” So beurteilt der Politikberater Michael Spreng die Lage.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Saarfahrt nach Berlin!

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Januar 2011

Wie die Saarbrücker-Zeitung heute meldet geht der Streit um die Verletzung von Verfassungsrechten innerhalb der Linken des Saarländischen Landesverband am morgigen Samstag vor der Bundesschiedskommission in die nächste Runde. Dabei geht es Morgen erst einmal um die Anfechtung von Wahlen, aufgrund verschwundener Unterlagen.

Ebenfalls angefochten wird von Gilbert Kallenborn der Beschluss über eine Änderung der  Satzung vom den letzten Parteitag. Diese beinhaltet nun laut Interpretation vieler Mitglieder und auch einem überwiegenden Teil der Presse stalinistische Züge. Innerhalb mehrerer Artikel berichteten wir auf DL bereits des öfteren darüber. Nachzulesen unter: Kategorie LV-Saarland

Mit Sicherheit  werden  die  Beteiligten und Beobachter auf eine Frage die Antwort bekommen:  Hält die Führerriege wie von Kallenborn gefordert ihr persönliches Erscheinen für notwendig, oder werden sie wieder nur ihre Vasallen in Form von Anwälten  vor schicken, welche dann aus Mitgliederbeiträgen bezahlt werden. Wogegen die Kläger eventuell anfallende Rechtsberatungen aus ihrer eigenen Tasche berappen müssen. Wie heißt es so schön: Ihr da oben, wir hier unten?

Gestern bereit wusste ebenfalls die Saarbrücker-Zeitung zu berichten das zwei Mitglieder der Linken-Landtagsfraktion ihr Verlassen aus dem Wahlprüfungsausschuss angekündigt haben. Ich zitiere hier die SZ: „Sie könnten als betroffen gelten, da eine der Wahlanfechtungen sich unter anderem auch mit der Listenaufstellung der Linken im Wahlkreis Neunkirchen, dem Wahlkreis der beiden Abgeordneten, befasst. Kugler und Georgi müssten dann Vertreter in den Ausschuss schicken. In der kommenden Sitzung soll dort dann inhaltlich über die Anfechtungen beraten werden, Heib kündigte einen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen an.“

Es ist also genügend Stimmung in der Linken Bude vorhanden, welche sehr treffend von dem Alm-ödi wiedergeben wird. Diesem sei der „Entbehrungssozialismus so attraktiv wie ein Kuhfladen“ lies er verlauten. Weiter heißt es und das ganz im Ernst: „Wissen Sie was mir Angst macht? Diese Hundertprozentigen, die festlegen, wie ein Linker zu sein hat: Er kommt mit dreckigen Fingernägeln zehn Minuten zu spät ins Theater, wo er nichts versteht. Man kann als Linker nicht nur herumlaufen, als hätte man drei Tage lang nicht geschlafen, zu viel gegessen und auch noch schlecht gesoffen. Wenn wir so tun als tragen wir das ganze Leid der Welt auf unseren Schultern, interessiert sich doch kein Schwein für uns“ Quelle: Die Welt Online

Wie glücklich ist da doch die Situation hier im KV WAF. Es gibt hier keine Alm, sondern nur  Campingplätze. Da sind dann Ähnlichkeiten mit einem Alm-ödi, oder von ihn erwähnten Personen ehe nur rein zufällig.

Foto: Gilbert Kallenborn/privat

IE

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* DIOXIN & Aigner

Erstellt von UP. am 13. Januar 2011

Newsletter 02/2011Mittwoch, 12. Januar 2011 - 339.494 Abonnenten
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Alles beim Alten lassen? Ohne uns!

Landwirtschaftsministerin Aigner drückt sich vor Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal - und einer Wende zu einer ökologischen Landwirtschaft. Das nehmen wir nicht hin: Am Dienstag wollen wir ihr 75.000 Unterschriften überreichen. Unterzeichnen auch Sie den Appell!

Den wenigen “schwarzen Schafen” das Handwerk legen, das Strafmaß überprüfen, die Zulassung für Futtermittelhersteller verschärfen - mit solch kosmetischen Maßnahmen will sich Landwirtschaftsministerin Aigner vor Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal drücken. Denn Kontrollen verschärfen, gefährliche Futterbestandteile verbieten, Agrarfabriken weniger subventionieren - all das würde ja der Agrarlobby nicht schmecken.

Doch damit lassen wir Aigner nicht durchkommen! Nächsten Dienstag wollen wir ihr mindestens 75.000 Unterschriften unter unseren Bürger/innen-Appell öffentlich überreichen, wenn sie in Berlin mit den Agrarministern der Länder zusammenkommt. Mehr als 46.000 Menschen haben bereits den Appell gegen Agrarfabriken und für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft unterschrieben - doch Ihre Unterschrift fehlt noch!

Unterzeichnen auch Sie den Appell an Aigner!

In der Debatte um den Dioxin-Skandal tritt immer deutlicher dessen tiefer liegende Ursache zu Tage: eine immer industrialisiertere Landwirtschaft, die Böden auslaugt, das Grundwasser verseucht, Tiere quält und massiv zum Klimawandel beiträgt. Auch bei der EU-Kommission ist mittlerweile angekommen, dass es so nicht weitergeht. Brüssel plant, die milliardenschweren EU-Subventionen von Agrarfabriken zu jenen bäuerlichen Betrieben umzuschichten, die strenge Umweltauflagen einhalten. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner blockiert bisher diese zukunftsweisende Politik.

Einen Politikwechsel weg von Agrarfabriken und Gentechnik, hin zu einer ökologisch-bäuerlichen Landwirtschaft - das fordern wir mit einer großen Demonstration am Samstag, den 22. Januar, in Berlin ein. Diese organisieren wir parallel zur Landwirtschaftsmesse “Grüne Woche” mit einem Bündnis von Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsverbänden.

Demonstrieren Sie mit! Aus vielen Regionen fahren Busse nach Berlin. Dort erwartet Sie eine kraftvolle Demonstration und eine Kundgebung mit spannenden Reden und viel Musik.

Alle Infos zur Demo…

Busse und Mitfahrbörse zur Demo…

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der Demonstration in Berlin zu treffen.

Mit herzlichen Grüßen
Astrid Goltz und Christoph Bautz

PS: Auch nach der ersten Übergabe der Unterschriften an Aigner wollen wir noch weit mehr Menschen hinter unserem Appell versammeln und Druck machen bis zur Entscheidung über die künftige EU-Agrarpolitik. Können Sie uns dabei unterstützen und weitere Unterschriften im Freundes- und Bekanntenkreis sammeln?

Drucken Sie sich unsere Unterschriftenliste aus…

Empfehlen Sie den Appell weiter…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 339.494 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!

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* Hartz 4-Plattform

Erstellt von UP. am 13. Januar 2011

PRESSEERKLÄRUNG der Hartz4-Plattform, Wiesbaden
vom 12. Januar 2011

Teil der SGB II-Novellierung, getarnt durch das Haushaltsbegleitgesetz (HbeglG)

________________________________________________________________

Da reibt sich der von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit - trotz wiederholt deutlich gegenteiliger Signale aus der Berlin Gesetzes-Fabrik – immer noch nicht gänzlich abgefallene Bürger mächtig die Augen. Sollte es tatsächlich mit „Recht“en Dingen zugehen, dass - auf leisen Sohlen, unter Vermeidung öffentlichen Getöses - ein Gesetz durch die Hintertür eines anderen Gesetzes geändert werden kann – ohne dass ersteres sich der demokratischen Prüfung durch das Parlament stellen musste? Glauben die Damen und Herren Gesetzgeber wirklich, dass sie uns für dumm verkaufen können – und wir es noch nicht einmal merken – wenn sie uns klammheimlich einen Teil der SGB II-Novellierung, getarnt durch das Haushaltsbegleitgesetz (HbeglG), unterjubeln wollen?

Die Rede ist von dem, was seit dem 1. Januar 2011 überraschend all denen schmerzhaft auf die Füße fällt, die von Arbeitslosengeld I auf Hartz IV stürzen. Bislang erhielten sie – wenn sie innerhalb von zwei Jahren keinen neuen Arbeitsplatz fanden – monatlich eine am letzten Arbeitslosengeld orientierte Übergangsleistung von maximal 160 € im ersten Jahr und 80 € im zweiten Jahr. Das haben die Hartz IV-Verwaltungen nun seit 1. Januar gestrichen - teilweise sogar unangekündigt. In den zugestellten „Änderungsbescheiden“ wird mit unterschiedlich vernebelnden Begründungen behauptet, ein Recht auf „Wegfall des befristeten Zuschlages gemäß § 24 SGB II“ umsetzen zu müssen und dadurch bereits erteilte Leistungszusagen aus dem – immer noch gültigen! - Sozialgesetzbuch II zurück nehmen zu können.

Nach Einschätzung der Hartz4-Plattform ist in den ihr bislang für die Zeit von Anfang November bis Ende Dezember dokumentierten so genannten Änderungsbescheiden aus beispielsweise Niedersachsen, Hessen und Bayern nichts anderes zu erkennen als Leistungsentzug durch Vortäuschung einer angeblichen Rechtslage mittels unterschiedlicher nicht rechtswirksamer Behauptungen zu erkennen.

Da heißt es nämlich Anfang November aus Hessen:

„Die Bundesregierung hat am 07.06.2010 entschieden, den befristeten Zuschlag gemäß § 24 SGB II ab 01.01.2011 ersatzlos zu streichen.“

Oder Ende November aus Niedersachsen:

„Eine geplante Rechtsänderung sieht vor, dass der Zuschlag zum Arbeitslosengeld II ab dem 01.01.2011 entfällt.“

Vom 29. Dezember liegt uns aus Bayern der bisherige Gipfel der „Kunden“-Täuschungsmanöver durch die Bundesagentur für Arbeit vor. Da wird nach dem Motto: Die Hartz IV-Betroffenen durchschauen das eh’ nicht - einfach mal frech der Eindruck erweckt, als sei am 17. Dezember die Gesetzesnovelle von Hartz IV im Bundesrat nicht gescheitert, sondern verabschiedet worden. Höchst vorsorglich wird dabei vermieden, den 9. Dezember zu erwähnen, an dem das HBeglG rechtskräftig wurde. Auf das wiederum beruft sich nämlich die Bundesregierung bei ihrer Streichung des § 24 im SGB II. In dem kurz vor Jahresende hektisch zugestellten Änderungsbescheid heißt es dann auch kryptisch:

„Durch Rechtsänderung vom 17.12.2010 entfällt der Zuschlag zum Arbeitslosengeld II ab dem 01.01.2011.“

Kein Wunder, dass bei dem Durcheinander die von den Betroffenen angesprochenen Sachbearbeiter ins Schleudern kommen und allenfalls ausweichend bis gar nicht antworten. Dieses abermals vom Sozialministerium und der Bundesagentur für Arbeit mutwillig erzeugte Chaos scheint nach Einschätzung der Hartz4-Plattform – wieder einmal nur noch auf einem Wege zu lösen – nämlich der Überprüfung von Rechtmäßigkeit und Verfassungskonformität durch die Sozialgerichte. Das bedeutet: „Alle § 24 SGB II-Gekürzten sollten sich vorsorglich durch Widerspruch, Überprüfungsantrag, Eilklage und Klage ihre Rechte sichern.”

Geradezu schäbig ist es, dass Ministerin von der Leyen zwar um die Auszahlung von 5 € ab dem 1. Januar herum eiert, weil es noch keine Gesetzesgrundlage gäbe – sich gleichzeitig aber nicht schämt, in vorauseilendem Gehorsam gegenüber Finanzminister Schäuble den Berechtigten Leistungen vorzuenthalten, für die es ausweislich der Rechtsunsicherheiten in den ihr unterstellten ARGEn ganz offenlichtlich ebenfalls keine Gesetzesgrundlage zu geben scheint.
Wir erwarten deshalb von Ursula von der Leyen, dass sie – gemäß dem Grundsatz „gleiches Recht für alle“ - sofort die Bundesagentur für Arbeit anweist - ebenfalls mangels neuer Gesetzesgrundlage - die Leistungen des Übergangsgeldes vom Arbeitslosengeld zu Hartz IV nach zu zahlen und auch weiterhin zu leisten.“

Wiesbaden, 12. Januar 2011

Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
keine Armut! - kein Hunger! - kein Verlust von Menschenwürde!
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens
sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen

0611-172 12 21
0160-91 27 94 65
info@hartz4-plattform.de
www.hartz4-plattform.de
www.grundeinkommen-wiesbaden.de

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* Sind Sie integriert?

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Januar 2011

Sind Sie integriert fragt Stefan Ripplinger den Leser. Überraschende Fragen und noch weit aus überraschendere Antworten. IE

Seit Thilo Sarrazins Bestseller fühle ich mich nicht mehr gut integriert in die Bundesrepublik Deutschland. Nicht weil ich ihn gelesen hätte, sondern weil ich mich geniere, ihn mir zu kaufen. Ausweichen konnte ich dem Buch allerdings nicht, Stücker hundert Exemplare liegen auf einer Palette direkt neben der Kasse der nächstgelegenen Buchhandlung. Ich hätte mir einfach eins nehmen, es dem vermutlich aus einer türkisch-deutschen Familie stammenden Buchhändler hinlegen und ihm zuraunen können: “Nur für die Recherche!”

Andererseits ist dieser Händler ein Profi, er hätte kühl den Preis eingetippt und mir das Buch sogar als Weihnachtsgeschenk verpackt. Nein, das muss ich zugeben, ich habe Sarrazins Bestseller einzig und allein deshalb nicht gelesen, weil er mir peinlich ist. Wegen dieser Ehrpusseligkeit habe ich mich aus der folgenreichsten Diskussion des Jahres gestohlen. Und da ich damit meine staatsbürgerliche Pflicht, gesellschaftliche Diskussionen zu verfolgen, grob vernachlässigt habe, habe ich mich freiwillig desintegriert. Denn heißt “Integration” nicht auch, an politischen Prozessen zu partizipieren?

Das wollte ich nun genauer wissen, aber in einem halben Dutzend Fachbücher zum Thema fand ich immer wieder denselben Hinweis, es sei in dreißig oder vierzig Jahren Migrationsforschung noch nicht gelungen, zu einer allgemeingültigen Definition von “Integration” zu gelangen. Der Begriff verschwimmt, je nach Autor und Forschungsansatz, mit Absorption, Adaption, Akkomodation, Akkulturation, Assimilation, Dispersion, Inkorporation, Inklusion, Segregation und auch gern mit Angleichung und Anpassung. Da ist es schwer für einen, der sich integrieren will, zu wissen, was von ihm verlangt wird. “Soll ich mich eher assimilieren oder inkludieren, oder vielleicht erst ein wenig adaptieren, dann dispergieren?” Das sind die Diskussionen bei uns in Neukölln.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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* Der Drückerkönig…

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Januar 2011

…und die Politik!

Manchmal ist es auch an der Zeit, das Fernsehen zu loben. Dort wo der Normalverbraucher vielfach nur die Auswahl zwischen „Wetten das“ oder einigen anderen Schmuddelsendungen serviert bekommt, wurde in der ARD am gestrigen Abend in der NDR-Panorama Sendung um 21:45 Uhr unter dem Titel „Der Drückerkönig und die Politik“ feinste Journalistische Arbeit gezeigt.

Dort fand man sie alle wieder versammelt, die vereinigten Gutmenschen und Tafelfreunde unserer sich selbst gerne Elite nennenden Gesellschaftsgrößen. So applaudierten sie sich im ständigen Gleichklang zu, um durch großzügige Spenden für die von ihnen ach so geschmähte Unterschicht zumindest einen winzigen Teil von den Gewinnen, welche ihnen durch die Mithilfe von politischen Hasardeuren  zuvor in die Taschen geschoben wurden, großzügig zurückzugeben. Welch eine Ironie.

Als eine führende Größe unter diesen “Goldeseln” schiebt sich immer mehr ein gewisser Carsten Maschmeyer in den Vordergrund. Mit seinen Verbindungen zu Schröder, dessen Kanzlerkandidatur er einst finanzierte, Christian Wulff, seines Zeichens Bundespräsident, urlaubte in Maschmeyers Villa auf Mallorca und  mit der Unterstützung des Rentenjongleurs Rürup berät er heute Versicherungskonzerne.  Auch der Kristina Schröder, die umstrittene Familienministerin, steht Maschmeyer in Sachen Pflegeversicherung beratend zur Seite. Ebenfalls Mitglied dieser feinen Gesellschaft ist Walter Riester, der Erfinder seiner Riester-Rente.

In den Blickpunkt dieser Sendung werden aber auch die Opfer gerückt. Sie tragen mit ihren Aussagen und der Hilfe des Korupptionsexperten Albrecht Müller dazu bei, Licht in ein sehr dunkles Netzwerk zu bringen. Durch hartnäckige Fragen des Reporter Lütgert gelingt es die beteiligten Politiker zu einer „Uns kann ehe keiner was“ Reaktion zu animieren. Kristina Schröder wird dümmlich frech und läuft davon, Rürup schiebt seine Kritiker in den Bereich der kranken Gehirne und Riester behauptet frech dreist, nie Werbung für die AWD gemacht zu haben.

Eine wirklich feine Gesellschaft, welche dort entlarvt wird. Selten zuvor ist es so eindrucksvoll gelungen, auf die Vermischung von Finanzen und Politik aufmerksam zu machen. Dass sich hier Politik über alle Parteigrenzen hinaus fürstlich bedienen lässt und man sich gegenseitig die Profite zuschiebt, zeigt schon, wie schwer es werden wird, den offensichtlichen Korruptionen Herr zu werden. Bei Betrachtung dieser Dokumentation wird auch dem Laien verständlich, warum unsere Gesellschaft mehr Privatisierung “benötigt” und Umstrukturierungen des Arbeitsmarktes, der Renten, der Krankenversicherungen, um hier nur einiges zu nennen, durchgeführt werden mussten und heute noch weiter durchgeführt werden.  Zum Vorteil der betroffenen  Bürger mit Sicherheit nicht.

Bedenklich stimmt vor allem die schweigsame und lethargische Haltung der Bevölkerung. Der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung sind dergleichen Machenschaften von Politik und Wirtschaft bekannt. Auch hat ein jeder die Möglichkeit, sich in heutiger Zeit entsprechend zu Informieren. So bin ich mir ziemlich sicher, dass in einigen Jahren wieder einmal niemand etwas von den Folgen gewusst haben will.

Auch durch einen Austausch der Regierung werden sich keine Änderungen bewirken lassen. Erst recht nicht durch ein Abdriften in den Kommunismus nach links oder den Nationalismus nach rechts. Das gleichte nur einem Austausch der Schweine an den Trögen der Macht. Veränderungen können nur aus der Gesellschaft heraus vollzogen werden. Zu dieser Gesellschaft haben aber die heutigen Parteien allerdings schon lange den Bezug verloren.

Hier noch einmal die Sendung von gestern Abend als Video:

Der Drückerkönig und die Politik

IE

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* GELSENKIRCHEN

Erstellt von UP. am 12. Januar 2011

In altbekannter Manier “seit Anbeginn der Zeiten” - also seit seinem “Wirken” als Satzungspapst, Erbsenzähler und Bewahrer des Siegels - dokumentiert Landesgeschäftsführer Günter Blocks erneut seine penetrante Aufdringlichkeit.
Aufgrund eines Artikels in der WAZ

Auch uns liegen zahlreiche Dokumentationen von Austritten bei der Partei DIE LINKE vor; und MERKE: Die von Blocks aufgezeigten Zahlen sind schlicht seine Behauptungen, die keiner kontrollieren kann. Wie war das mit dem geflügelten Wort über Statistiken, denen man nur glaubt, wenn man sie selbst gefälscht hat?

Der nachfolgende Schriftverkehr wurde uns im Rahmen einer Pressemeldung der BBG Gelsenkirchen
übermittelt. Die erste Mail ist die berechtigte Reaktion der BBG auf die ‘Verlautbarungen’ des Vorsitzenden der Linkspartei NRW, des Genossen Hubertus Z., und seinem Adlatus G. Blocks.

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——– Original-Nachricht ——–
Betreff: Re: FW: Gegendarstellung gegen Ihren Artikel “Austritte bei Linkspartei in NRW häufen sich” (WAZ) bzw. “Zoff bei der Linken” (NRZ)
Datum: Tue, 11 Jan 2011 18:46:15 +0100
Von: strohmeier
An: guenter.blocks@web.de

Sehr geehrter Herr Blocks,

ich möchte Sie auffordern, die unwahren Behauptungen im Bezug auf die ehemalige Fraktion die Linke “…als diese Vier damit ihrem Ausschluss aus der Partei wegen nicht gezahlter Mandatsträger-Beiträge zuvorkamen” zu unterlassen.

Mit der Ratsfraktion sind zeitgleich noch etliche Mitglieder im zweistelligen Bereich aus der Partei die Linke ausgetreten, was Sie aber sicherlich vergessen auch zu schreiben. Wir möchten Sie auch bitten, sofort den Beweis für diesen angeblichen Ausschluss aus der LINKEN anzutreten und nicht die WAZ mit unwahren Behauptungen zuzumüllen.

Genau das was Sie betreiben macht die ” Die LINKE” aus und ist damit für immer mehr Menschen in NRW nicht mehr wählbar.

Ich denke Sie sollten auch noch den neuen “Spiegel” lesen, vieleicht lernen sogar Sie noch etwas daraus.

Aus meiner Sicht ist “Die Linke” das schlimmste, was der Bundesrepublik je passieren konnte! Wir waren leider zu blauäugig, um das sofort zu erkennen. Aber es ist nie zu spät, um noch dagegen zu arbeiten.

Ich möchte Sie auch bitten, mich mit ihrem Schriftverkehr nicht mehr zu belästigen, ansonsten schalten wir unseren sehr beschäftigten Anwalt auch gegen Sie ein.

Diese Antwort geht an unseren Presseverteiler, somit auch an die WAZ in Essen.

Fraktionsvorsitzende BBG
Marion Strohmeier

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Von: “DIE LINKE. NRW - Kommunikation”
Gesendet: 11.01.2011 12:37:15
An: gf_kreisvorstand_dielinke_nrw@linke-news-nrw.de
Betreff: GfKVo Information zur Parteientwicklung / Medienbericht WAZ

Liebe Genossinnen und Genossen in den Kreisvoständen,

aus gegebenem Anlass melde ich mich bei Euch, um über einen unerfreulichen Medienartikel in der heutigen WAZ zu informieren.

http://www.derwesten.de/nachrichten/Austritte-bei-Linkspartei-in-NRW-haeufen-sich-id4152650.html

Es ist wahrscheinlich, dass sich JournalistInnen an die Kreisverbände wenden, um das Thema weiter zu bearbeiten. Daher habe ich einige Informationen für Euch:

Die Mitgliederentwicklung liegt seit einem Jahr stabil knapp unter 9000.

Natürlich gibt es in einem Flächenland mit 53 Kreisen und kreisfreien Städten auch Konflike und zu bewältigende Probleme. Oft haben diese Probleme mit den Herausforderungen zu tun, sowohl die Parteiarbeit als auch die parlamentarische Arbeit in Stadträten, Kreistagen und Bezirksvertretungen zu organisieren.
Vielerorts hat sich die Situation aber bereits stabilisiert.

Für uns als junge Partei mit rasantem Wachtum und hunderten von kommunalen MandatsträgerInnen gibt es viele Aufgaben zu bewältigen. Auch im Landesvorstand sind (wie in vielen Kreisvorständen) nach dem Erfolg bei der Landtagswahl 19 von 24 Mitgliedern ganz neu in diesem Gremium. Am übernächsten Wochenende wird der Landesvorstand in gemeinsamer Klausurtagung mit den Abgeordneten der Landtagsfraktion viele inhaltliche und organisatorische Fragen anpacken.

Im Frühjar soll es wiederm ein Treffen von Landesvorstand und Kreisverbandsspitzen stattfinden, um die gemeinsamen Aufgaben des Parteiaufbaus anzugehen.

Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, wendet Euch gern an mich. Katharina ist noch im Winterurlaub und wird ab Montag wieder erreichbar sein.

Mit solidarischen Grüßen

Euer Hubertus


Hubertus Zdebel
Landessprecher DIE LINKE.NRW
hubertus.zdebel@dielinke-nrw.de

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Am 11.01.2011 16:44, schrieb guenter.blocks@web.de:

Von: guenter.blocks@web.de
Gesendet: 11.01.2011 16:43:12
An: elavo@linke-news-nrw.de
Betreff: Gegendarstellung gegen Ihren Artikel “Austritte bei Linkspartei in NRW häufen sich” (WAZ) bzw. “Zoff bei der Linken” (NRZ)

Lieber Hans-Werner,

nachfolgende Mail bitte an alle KVs weiterleiten.

Gruß
Günter

————————————————————————————-

Liebe Genossinnen und Genossen,

ergänzend zu der Euch heute Mittag zugegangenen Mail unseres Landessprechers Hubertus Zdebel zur Berichterstattung der WAZ (siehe ganz unten) übersende ich Euch nachfolgend meine Gegendarstellung zum genannten Artikel, der eine ganze Reihe falscher Tatsachenbehauptungen beinhaltet.

Mit solidarischen Grüßen
Günter Blocks
Landesgeschäftsführer DIE LINKE. NRW

————————————————————————————-

Von: “Günter Blocks”
Gesendet: 11.01.2011 16:24:13
An: m.korfmann@waz.de, zentralredaktion@waz.de, redaktion@nrz.de
Betreff: Gegendarstellung gegen Ihren Artikel “Austritte bei Linkspartei in NRW häufen sich” (WAZ) bzw. “Zoff bei der Linken” (NRZ)

Sehr geehrter Herr Korfmann,
sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit fordere ich Sie gemäß § 11 Abs. 1 Landespressegesetz NRW auf, nachfolgende Gegendarstellung zu o.g. gleichlautenden Artikeln zu veröffentlichen.
Eine dementsprechende schriftliche Aufforderung gemäß § 11 Abs. 2 Landespressegesetz NRW sende ich Ihnen heute zu.
Entgegen der in Ihren Artikeln unterstellten “Häufung von Austritten” ist festzustellen, dass DIE LINKE. NRW zu den LINKE-Landesverbänden mit anhaltendem Mitgliederwachstum gehört: Wie der Übersicht auf der Bundeswebsite unserer Partei unter http://die-linke.de/partei/fakten/mitgliederzahlen_dezember_2010/ zu entnehmen ist, ist die Mitgliederzahl der LINKEN. NRW im Jahr 2010 netto um ca. 3,5 % gewachsen. Zugleich ist DIE LINKE. NRW vom 4.- zum 3.-größten Landesverband der LINKEN geworden.

Ihre Aussage “Vor wenigen Tagen verlor die NRW-Linke ihren bildungspolitischen Sprecher, Ulrich Schröder aus dem Kreisverband Bochum.” ist falsch: Ulrich Schröder war nicht der “bildungspolitische Sprecher” des Landesverbandes der LINKEN. NRW, sondern lediglich einer von fünf Sprechern der Landesarbeitsgemeinschaft Bildungspolitik.

Die Aussage “So traten die vier Ratsmitglieder der Gelsenkirchener Linken aus der Partei aus und gründeten eine eigene Fraktion.” ist nur insoweit zutreffend, als diese Vier damit ihrem Ausschluss aus der Partei wegen nicht gezahlter Mandatsträger-Beiträge zuvorkamen.

Ihre Aussage “In Köln verließen gleich 56 Mitglieder die Partei.” erweckt den falschen Eindruck, als sei dies in jüngerer Vergangenheit geschehen - tatsächlich war dies vor rund 10 Monaten. Obendrein ist diese Aussage sachlich falsch, weil von den 56 Unterzeichnern des “Austrittsschreibens” rund 25 % niemals Mitglieder unserer Partei waren und weitere 25 % nur ihrem unmittelbar bevorstehenden Ausschluss wegen unterlassener Zahlung von Mitgliedsbeiträgen zuvorgekommen sind. Dieser angebliche Massenaustritt war eine reine Propaganda-Aktion des zu den Kölner Grünen übergelaufenen Bezirksvertreters Kemal Bozay im Rahmen des Landtagswahlkampfes.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Blocks
Landesgeschäftsführer DIE LINKE. NRW
Tel. 0160/94813837

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* Rumpeln statt Revolution

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Januar 2011

Gesine Lötzsch eröffnete in der Linken  eine Debatte welche scheinbar so schnell nicht beendet werden  wird. Nachdem sie bislang alle gegen ihr erhobenen Vorwürfe ob ihrer Wegweisung mit einer bei vielen Titelträgern bekannten hohlen Schnodderigkeit beiseite wischte, wurde jetzt bekannt, dass sie selber nicht die Verfasserin des kritisierten Text war.

Nach heute veröffentlichten Informationen der TAZ, ich zitiere: “wurde der linke Philosoph und Mitarbeiter der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung Michael Brie gebeten einen Textentwurf für den Beitrag von Lötzsch für die „Junge Welt“ zu verfassen. Der Reformsozialist kam dieser Bitte nach.“

Wie es jetzt heißt sei in einigen Textpassagen vom „Terror des Bolschewismus“ und ihren Opfern die Rede gewesen. Diese Teile sind aber aus dem Text herausgenommen wurden und durch die obskure Wegbeschreibung ersetzt worden. Auf Nachfrage zeigt sich die Stiftung verwundert und kritisiert das als „unreflektierten Umgang mit dem Kommunismus-Begriff“.

So konnten wir gestern auf Spiegel Online folgendes lesen: Zitat: „Die  Haltung von Brie zum bolschewistischen Terror brachte ihm schon häufig Streit mit den Stalinisten in der Linken ein. Er gilt als einer, der sich in seinen Worten und Schriften klar von den Verbrechen im Kommunismus distanziert. Seine Haltung findet sich in vielen Aufsätzen wieder. So schrieb er 2006 in einem Text unter der Überschrift: “Was hätte Rosa gesagt?”:

“Es gab in der Linken immer eine Strömung, die um der Erreichung sozialer Ziele (Herstellung einer bestimmten Eigentumsordnung, Durchsetzung sozialer Gleichheit, Umverteilung nach unten) bereit war, die politische Freiheit einzuschränken oder ganz zu unterdrücken. Dies ist die Tendenz zu einem sozial orientierten Autoritarismus, die in eine sich sozial legitimierende Diktatur übergehen kann und historisch auch übergegangen ist. Und diese Diktatur ist dann wiederum unter bestimmten Bedingungen in eine totalitäre Herrschaft umgeschlagen, die die Menschenvernichtung im Namen des Sozialismus einschloss.” „

Nachdem Frau Lötzsch also die Passagen zum Terror des Kommunismus gestrichen hat kommt ihr Ausspruch „beim Schreiben des Textes an die Opfer gedacht zu haben“ einer Opfer Verhöhnung gleich.

Da ja bekanntlich nur “spezielle Herzen” links schlagen ist das Thema Stalinismus seit langem und im besonderen im Saarland in vieler Munde. Einen treffenden Bericht verfasste dazu dieser Tage auch der Journalist Stefan Vetter in der Saarbrücker-Zeitung. Unter dem schönen Titel „Rumpeln statt Revolution“ lässt er nur die Frage unbeantwortet ob denn dieses „Rumpeln“ auf den schlechten Straßenzustand der hingewiesenen Lötzsch-Wege, oder etwa auf die Unwucht bei den Rädern des Fahrzeuges zurück zu führen sei.

Laut letzter Umfrage verlor die Linke in den vergangenen Tagen zwei Punkte und rutschte bei den politischen Wetterfröschen von 11 auf 9 Prozent.

Foto:Wikipedia

IE

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* “Humanitäres Minimum”

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Januar 2011

Tsafrir Cohen Nahostkoordinator, Öffentlichkeitsarbeit von medico international Partner von Ärzte für Menschenrechte - Israel, Träger des Alternativen Nobelpreises 2010 (The Right Livelihood Award),  gibt bekannt:

Die Verantwortung Israels für die Unsicherheit in der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung im Gazastreifen.

Ärzte für Menschenrechte - Israel veröffentlichen ihren aktuellen Bericht zur Ernährungsunsicherheit und zur Gesundheitssituation der Bevölkerung in Gaza.

Mit der Politik des „Humanitären Minimums“, welche Israel seit 2007 durch die Blockade des Gazastreifens verfolgt, werden kontinuierlich elementarste Grundbedürfnisse verletzt.

* 61% der Bevölkerung Gazas leidet unter Ernährungsunsicherheit

* 90-95% der Wasserquellen sind verschmutzt

* 71% der Haushalte sind von internationaler Hilfe abhängig

Keine Mobilität, wirtschaftliche Rückentwicklung, prekäre Versorgung – die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung von Gaza verschlechtert sich zusehends.

Der Bericht der Ärzte für Menschenrechte - Israel (PHR-IL) beschreibt wie Besatzung und Blockade des Gazastreifens durch Israel eine Situation der Abhängigkeit und der Rückentwicklung geschaffen haben. Dabei wird den Palästinensern ein menschenwürdiges Leben verweigert.

Der Bericht behandelt die Nahrungsmittelunsicherheit, sowie die mangelhafte Abwasser- und Wasserinfrastruktur, die Grundlagen für ein gesundes Leben darstellen.

Fazit: Die israelische Blockade des Gazastreifens fügt der Gesundheit der 1,5 Millionen Einwohner schwere – auch langfristige - Schäden zu.

Die Politik des “Humanitärem Minimums” erlaubt lediglich, dass internationale Hilfe die Menschen mit dem Allernotwendigsten versorgt. Damit wird aber die gesamte Bevölkerung von Gaza in Abhängigkeit gehalten und jede Entwicklung verhindert.

PHR-IL: Humanitarian Minimum
Vollständiger Bericht in englischer Sprache (87 Seiten / PDF, 4639 KB)

IE

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* Linke Orientierungen RLP

Erstellt von Bernd Wittich am 12. Januar 2011

Strategische Orientierungen der SL und ihre blinden Flecken.

Dr. Vollmann, SL RLP und Mitglied im Bundesausschuss, sieht die Ergebnisse der SL-Versammlung so:

“Liebe GuG,
unser Kölner Genosse Christoph Butterwegge hat auf der Bundesmitgliederversammlung der Sozialistischen Linken sozusagen im Tandem mit Oskar Lafontaine ein grundlegendes Theoriereferat gehalten. Das Referat von Oskar …ist wegweisend für Taktik und Strategie der LINKEN in den nächsten Jahren.
… das Referat von Christoph mit einem höchst aktuellen Bezug. Er hat in der ihm eigenen differenzierten und präzisen Art das “Phänomen” Sarrazin analysiert und es in hervorragender Weise so abgegrenzt und definiert, dass man daraus eine Menge tieferes Veständnis über den gegenwärtigen ideologischen Entwicklungsstand unserer Gesellschaft gewinnen kann.
Die Bundesmitgliederversammlung der SOZIALISTISCHEN LINKEN SL in Frankfurt/ Main … war auch in theoretischer Hinsicht ein großer Erfolg, den man angesichts der “heruntergekommenen Diskussion”, die Leute wie Bartsch und Ramelow unserer Partei aufoktoyieren möchten, schon als echtes Highlight bezeichnen kann.
Rote Grüße
WiVo”

(Hervorhebungen Bewi)
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Kommentar

Vollmann erweist sich, im Widerspruch zur Dialogorientierung im Beschluß der SL Bundes-MV, als denunziatorischer Agitator.

Er verkauft dem Parteivolk eine Agitationsrede Lafontains als grundlegendes Theoriereferat und Butterwegges partielle Problemanalyse als strategische Orientierung. Mag sein, das Dr. Vollmann die Beiträge so verstanden hat. Aber, die Mitglieder können selbst denken und sollten zum selber denken ermutigt werden. Zur Überbetonung der Bedeutung von “Führerreden” neigen eben die sozialautoritären Persönlichkeiten der SL.  Zudem ist die SL und Dr. Vollmann nach wie vor weit davon entfernt sich auf die Theorieangebote des FDS in der Programmdiskussion ernsthaft einzulassen.

Der Beschluß der Mitgliederversammlung der Bundes-SL, zum Sarrazinismus und das Referat Lafontaines verdienen herausragende Aufmerksamkeit in der Landespartei, unabhängig von Strömungsorientierungen. Eine zentrale Frage an diese Dokumente ist gemäß ihrer eigenen Intention die Glaubwürdigkeit der Partei DIE LINKE, das Vertrauen in sie und ihre Anstrengungen diese politischen Wirkungsfaktoren zu erhalten bzw. zu gewinnen. Insbesondere im Westen der Republik ist eine klare politische Identität in Unterscheidung von SPD und Grüne in der Opposition zu entwickeln.

Diese Dokumente, die kritische Auseinandersetzung, sind auch bedeutsam für den Landesprogrammparteitag der Partei in Rheinland-Pfalz.

Zugleich empfehle ich die “13 Thesen des „forum demokratischer sozialismus“ (fds) als Kurzfassung, als auch in Langfassung zum Entwurf des Programms der Partei DIE LINKE zu studieren. Dieser Beitrag stellt alles andere als eine “heruntergekommenen Diskussion” dar, wie es Dr. Vollmann den Parteimitgliedern einzureden sucht.

Wo liegen Leistungen und einige der entscheidenden Schwachstellen im Referat von Lafontaine?

1. Er personifiziert mehrfach im Kapitalismus wirkende Kräfte. (Bankmanager) Dafür erhielt er Beifall…
2. Er denunziert pauschal andere Positionen in der Partei, er nennt keine konkreten Personen und keine konkreten Positionen. Dafür erhielt er Beifall…
3. Er bewertet bürgerliche Medien und damit die Meinungs- und Pressefreiheit herablassend abwertend. Das ist bereits zu einer Grundtendenz in der Partei geworden. Er kokettiert… da die bürgerliche Presse nicht anwesend sei, könne er offener reden… Dafür erhielt er Beifall… Die Einschränkung der innerparteilichen Dialogfähigkeit, Intransparenz, Diffamierung und Dominazgebaren, rigides Durchwählen durch organisierte
Mehrheiten benennt Lafontaine nicht als eine der Ursache für die Herstellung von “Gegenöffentlichkeit” im innerparteilichen Streit.
4. Er beansprucht für die Vertreter der Partei West, insbesondere aus SPD und Gewerkschaften die innerparteiliche Führungsrolle. Das die Partei vor der Herausforderung einer gemeinsamen Politik unter den Bedingungen von zwei Gesellschaften in Deutschland steht thematisiert er nicht. Das die Partei in den ostdeutschen Ländern bei Wahlen erfolgreicher ist und die Parteimitglieder mehrheitlich aus den Ostländern (bei ca. 17% der Einwohner) kommen, thematisiert er nicht.
5. Er übernimmt keine Mitverantwortung für die mißlungene Austragung innerparteilicher Konflikte.
Lafontaine setzt strategische Schwerpunkte. Sie sind wesentlich ökonomistisch. (Finanzmarktsystem neu ordnen; Neukonstruktion des Eurosystem; sichern durch gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung) Sie erscheinen, wie auch schon im Entwurf des Parteiprogramms, aber in ihrer konkreten Ausgestaltung dann eher als “verlängerte” Wahlkampfprogrammatik, als “sozialistisches” Sofortprogramm. (Mindestlohn, Wiederherstellung Arbeitslosenversicherung, solidarischer Renten- und Sozialversicherung)

Seine wirtschaftspolitischen Kernforderungen verdienen außerordentliche Beachtung, aber sie sind weit davon entfernt allein ein Konzept zur Transformation der Gesellschaft zu sein und breite Wählerschichten in ihren konkreten Lebenslagen und Hoffnungen anzusprechen. Noch wesentlicher ist jedoch, dass mit diesen strategischen Orientierungen allein nicht die Frage beantworten werden kann, wie die neoliberale Hegemonie gebrochen werden kann. Die potenziellen Subjekte linker Politik bleiben unscharf, wenn sie konkreter werden sind es die “Absteiger”, die sozial Ausgeschlossene, vom sozialen Ausschluss bedrohte Menschen und traditionelle ArbeitneherInnenmilieus. Lafontaine grenzt seine Linkspolitik bewusst von der gesellschaftlichen Mitte (bei ihm gleich Bürgertum) ab. Wesentlich jedoch, Lafontaine betont, DIE LINKE habe eine bedeutende Verantwortung rechtpopulistische Trends zu stoppen. Das gehöre in Europa zu ihren Leistungen!

Zugleich fordert er mehr Staat, Wirtschaftsdemokratie, politisches Streikrecht und eine andere Gewerkschaftspolitik. Jedoch - Die Ursachen für die Entwicklungen in der SPD (”alle ihre zentralen Entscheidungen waren falsch”) und den Gewerkschaften benennt er nicht konkret. Er erweckt den Anschein, als möchte er sich und die in der Mitverantwortung Gestandenen der vergangenen Jahrzehnte vor einem “Vergangenheitsdiskurs” verschonen.

Herausragende Beachtung verdient die strategische Position sozialistischer Politik, dass die demokratische Gesellschaft erst durch Demokratie in der Wirtschaft, im Kern durch veränderte Eigentumsverhältnisse (Sicherung der gesellschaftlichen Verfügungsgewalt) und grundsätzliche Infragestellung von Eigentum, das anders als durch eigene Arbeit erworben wurde, auf sicheren und wirklich demokratischen Fundamenten ruht.

Beschluss der Bundesmitgliederversammlung (der SL), Frankfurt am Main am 18. 12. 2010,  S.4: “DIE LINKE stärken, damit sie wirkt! “Eine Instrumentalisierung von partei-externer Presse für die interne Auseinandersetzung und das Spielen >über Bande< über Konzernmedien muss von allen in der Partei aufs Schärfste verurteilt werden. Wer eine kulturvolle Debatte wünscht, sollte nicht GenossInnen mit anderer Auffassung in der Presse denunzieren. Wir streiten für einen breiten innerparteilichen Konsens, der so ein unsolidarisches Verhalten ohne Wenn und Aber ablehnt.”

(Damit erhält Lafontaine Beifall, eine Antwort auf die Transformation gesellschaftlicher ökonomischer Verhältnisse ist es jedoch nicht). Freiheit sei gemeinschaftlich Erarbeitetes auch gemeinschaftlich zu verwalten. Wenn wir das Grundgesetz ernst nehmen, dann seien eine andere Wirtschaftsordnung, dann seien andere Eigentumsverhältnisse zwingend notwendig, so Lafontaine. Unklar bleibt, wie schon im Entwurf des Parteiprogramms, in welchem Verhältnis Eigentum und neue Vergesellschaftungsmodi stehen und welches konkrete, mobilisierende Programm die Menschen im Lande darauf anzusprechen vermag.

Warum Lafontaine allerdings von “Wiederherstellung” der Demokratie in der deutschen kapitalistischen Gesellschaft spricht bleibt sein Geheimnis, vermutlich ist es aber sein Zugeständnis an die eigene politische Vergangenheit und das darin eingeschlossene Mißverständnis, in der Bundesrepublik sei die Demokratie bereits umfassend verwirklicht (Notstandsgesetze, Berufsverbote, VS-Überwachung der Linken) und es habe jemals einen “goldenen Kapitalismus” fürs Volk gegeben. Die Kritik der Politik der SPD und der Gewerkschaften, des sozialdemokratischen Wohlfahrtstaatsmodells, die Verklärung der Herrschaftsverhältnisse in einer korporatistischen Gewerkschaftspolitik und die Wegbereitung hin zur neoliberalen Hegemonie in der sozialdemokratischen Politikperiode bleiben weiterhin Tabuthemen.

Hat Lafontaine einen zentralen blinden Fleck?

Ja, er erklärte mehrfach, er könne nicht verstehen, warum die Mehrheit des Volkes gegen die eigenen Interessen handelt (zum Beispiel bei Wahlen), obwohl er und GenossInnen doch so leidenschaftlich über “die Wahrheit” über “den Kapitalismus” aufklären. Lafontaine stellt die Frage, warum die Linke nicht mehr Wirkung erziele. Zugleich glaubt er, die bisherige Politik der Linken müsse nur stabilisiert und ausgebaut werden, um sein Sofortprogramm verwirklichen zu können.

Auf diese Frage, warum die Mehrheit des Volkes gegen die eigenen Interessen handelt, möchte ich in diesem Beitrag abschließend eingehen.

Hilfreich ist Lafontaines schonungsloser Realismus, wenn er die lähmenden, demobilisierenden Folgen “fruchtloser Demos” benennt. Ob er jedoch richtig analysiert, wenn er politische Anpassungsprozesse in der Republik (Mindestlohn, Hartz IV u.a.) insbesondere auf Existenz und das Wirken der Linken zurückführt?

Lafontaine äußerte sich dezidiert zur Einschätzung der GRÜNEN und der SPD und zu Bündnisbedingungen. Hervorheben möchte ich seine Frage, ob diese Parteien ein tragfähiges Verhältnis zur Linken entwickeln und ebenfalls hervorheben möchte ich seine Aussage, dass DIE LINKE sich nicht programmatisch “anbiedern” darf.

Lafontaine nimmt die individuellen Freiheitsrechte nicht zentral in den Blick. Wenn er zu den ungelösten Fragen linker Politik eine ökologische Wirtschaftsordnung rechnet, dann berührt er aber meines Erachtens die Defizite an Emanzipatorischen in seinen Politikvorstellungen, die tatsächlichen Subjekte der Politik als sich selbst ermächtigende und eigenverantwortlich Handelnde bleiben nämlich unerkannt oder zumindest unterschätzt, obwohl Lafontaine appelliert in gemeinschaftlicher Verwaltung (ökologische) Verantwortlichkeit zu entwickeln.

Lafontaines Orientierungen wurden im Beschluß der Mitgliederversammlung 1:1 umgesetzt. Damit stellt sich die SL nicht im Ansatz anderen Diskursen in der Partei. Lafontaine und die SL beanspruchen offen die Hegemonie in Partei und Stiftung (Rosalux). Die bisher diffuse SL, mit ambivalenten und auch anspruchsvollen Erkenntnissen wird damit vereinfacht und vereinseitigt.

Butterwegge zum “Sarrazynismus” und zur Politik der Partei

Christoph Butterwegge ersparte seiner Partei einen Blick auf den Sarrazinismus in den eigenen Reihen, in den Gewerkschaften und in deren nationalistischer Standortsicherungspolitik Er ermutigt die Partei mit ihrer Politik dazu beizutragen den Rechtspopulismus zu stoppen. Dies allein mit der Aufrufung zur Empörung gegen Sarrazins Sozialrassimus zu bewerkstelligen, greift entschieden zu kurz.

Butterwegge widerspricht sich bei der Analyse der Motivlage, der Absichten, der Funktion Sarrazins. Aus meiner Sicht ist Sarrazin angetreten, die Krise des hegemonialen neoliberalen Projekts im ideologischen Feld zu stoppen, indem er der alltäglichen Fühl- und Erfahrbarkeit der sozialen Entsicherungspolitik und der Flexibilisierungsstrategie Ursachen und Notwendigkeiten zuweist.

Neoliberale emotionalisierte Gesamtschau, Festigung oder Absicherung neoliberalen Terraingewinns in der Kultur der Gesellschaft, Festigung und Verbreiterung des Einverständnisses mit der Entsolidarisierung und Privatisierung der Risiken sind Sarrazins Programm. DIE LINKE hat bisher darauf keine attraktiven Antworten, mit der “sozialen Frage” allein, wird sie den politischen Herausforderungen nicht gerecht.

Warum erzielt die Linke nicht mehr Wirkung? 2010 - ein verlorenes Jahr!

Lafontains Linkspopulismus kommt an das Ende seiner Wirkungskraft, der Meisterpropagandist diagnostiziert bei seinen Klienten “Schafsgeduld” und fragt, warum die “soziale Frage” nicht ins Zentrum des politischen Widerstandes der BürgerInnen gelangt. (Statt Castor und Stuttgart 21) Lafontaine hat jedoch keinen Zweifel, mit seinem Politikangebot “die Interessen der Mehrheit” angemessen zu formulieren, obwohl er mehrfach erklärt, er könne das Wahlvolk angesichts seiner Passivität nicht verstehen. Er forderte dazu auf, diese Frage zu durchdringen. Zur Befassung mit der Gesellschaftsanalyse des FDS ruft er nicht auf, obwohl sich gerade dort erste Antworten finden. Mein Eindruck, Lafontaine und viele westdeutsche sozialdemokratische Akteure sind gefangen in den Weltbildern “ihrer” Bundesrepublik, zugleich behandeln sie die ostdeutsche und die internationalen linken Forschung zum Sozialismus und zu Transformationskonzepten mit Geringschätzung.

Doch wird Lafontaine und die SL damit der Komplexität unserer Gesellschaft, der Differenziertheit und der Ambivalenzen im Kapitalismus und den Gründen für die neoliberale Hegemonie und ihre Funktionsmechanismen gerecht?

Die SL befindet sich im taktischen Bündnis mit Trotzkisten und der KPF. Lafontaine und die SL erwecken den Eindruck sie seien die linken Radikalen in der Partei. In diesen Fragwürdigen “Überbietungswettbewerb” linker Rhetorik hat nun jüngst auch die Parteivorsitzende Genn. Lötzsch mit ihrem Bekenntnis zum Kommunismus eingestimmt. Es scheint so, dass der Kampf um Hegemonie in der Partei, der Kampf um die Mehrheit der Mitgliederherzen und Stimmen mit linker Rhetorik gewonnen werden soll.

Wenn DIE LINKE die neoliberale Hegemonie brechen will (Politikwechsel, Transformation); dann muss sie angemessen verstehen, was diese neoliberale Hegemonie darstellt, d.h. zu verstehen lernen, wie Herschaft heute funktioniert, warum Menschen wollen, was sie im Sinne der Neoliberalen sollen.

Was ist die zentrale strategische Herausforderung für die Linke?

Die Gesellschaft in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit so zu verstehen, dass sie beitragen kann, die Subjekte linker Politik, linker gesellschaftlicher Transformation zu entwickeln, einschließend ihre eigene emanzipatorische Subjektwerdung. Das heißt zunächst, mit den Subjekten linker Politik, Mitgliedern der Partei, den potentiellen WählerInnen in einen wirklichen Dialog zu treten und deren Bedürfnisse aufzugreifen. Lafontaine und die SL engen die Bündnisfähigkeit der Partei DIE LINKE ein. (Ebenso, wie die dogmatische Sturheit der antikapitalistischen Linken an den Herausforderungen der realen Gesellschaft vorbei geht.) Die vorgenommene Ausrichtung der SL hat ihre Gründe u.a. in der engen Sicht auf die eigene Klientel und deren Interessen, aber auch im mangelnden Selbstbewußtsein, andere, als die “Absteiger” und die von “Abstieg” bedrohten BürgerInnen in einem gemeinsamen solidarischen Projekt erreichen zu können. Insbesondere auf die Aktivierung der Zielgruppe der “NichtwählerInnen” zu setzen kann für Wahlkämpfe, aber auch für die Ermöglichung, für die Ermutigung der Absteiger zu Emanzipation und Widerstand nicht hilfreich sein.

Bernd Wittich Ludwigshafen, 11. Januar 2011

Lederer, Klaus: Programmatisch festgefahren. Warum Die Linke sich ändern muss

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* Maulkorb-Erlass

Erstellt von UP. am 11. Januar 2011

Für demokratische Rechte - in der Partei und in der Gesellschaft
Erklärung zum Maulkorb-Beschluss im Landesverband Saarland

DIE LINKE lebt nur als eine offene und pluralistische Partei.

Inhaltliche Differenzen nicht nur hinter verschlossenen Türen auszutragen und abweichende Meinungen nicht nur hinzunehmen, sondern als notwendigen Beitrag zur Entwicklungsfähigkeit der Partei zu begrüßen, ist eine der Lehren, die wir aus den historischen Niederlagen gezogen haben.

Die Satzung und die Struktur der Partei DIE LINKE ist die Umsetzung dieser Erkenntnis.

[ Mit dieser Meinung setzt sich die AKL Bayern löblich von der stringent-dikatorischen Meinungsmache der SL - dominierten Landesverbände SAARLAND, RHEINLAND-PFALZ und NORDRHEIN-WESTFALEN ab. Aus erster Hand können DL - Leser die kadergesteuerten 'stalinistisch' angehauchten Tendenzen in diesen Landesverbänden nachlesen. Unser direkter Draht nach SAARLAND und RLP gibt dem Widerstand gegen die Maulkorb-Erlasse >> sprich: Satzungsbeugungen, eine Stimme ]

Wir beobachten mit Sorge, dass der Landesverband Saarland auf seinem letzten Parteitag hinter diese Positionen zurückfällt. In der neu geänderten Satzung gilt eine öffentliche Äußerung, gleich in welchem Medium, inner- wie außerparteilich, die als Diffamierung gesehen wird, als parteischädigendes Verhalten und stellt einen Ausschlussgrund dar.

Diese Regelung ist ein Maulkorberlass für die Mitglieder.

>>> weiterlesen bei AKL Bayern

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* Die Bienen II

Erstellt von UP. am 11. Januar 2011

Unglaublich! Über das Wochenende haben eine halbe Million von uns den Aufruf zur Rettung der Bienen unterzeichnet. Lassen Sie uns nun eine Million Stimmen sammeln und das Pestizidverbot durchsetzen - Unterzeichnen Sie jetzt - wenn sie es noch nicht getan haben und leiten Sie bitte Information an alle Ihre Freunde weiter!

Liebe Freundinnen und Freunde,

Weltweit sterben Bienenvölker aus und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Wissenschaftler machen bestimmte toxische Pestizide dafür verantwortlich und vier europäische Regierungen haben diese bereits verboten. Wenn wir die USA und die EU zum gemeinsamen Verbot bewegen, könnten viele Regierungen weltweit dem Beispiel folgen und die Bienen vor dem Aussterben retten. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten diesen Aufruf weiter:

Lautlos sterben Milliarden von Bienen und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Bienen machen nicht nur Honig, sie sind eine bescheidene und dennoch riesige Arbeitskraft und bestäuben 90% der Pflanzen, die wir anbauen.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien machen eine bestimmte Gruppe von Pestiziden für das Bienensterben verantwortlich. Das Verbot dieses Gifts führte zu einer Erholung einzelner Bienenvölker in den Ländern, die das Gift verboten haben. Doch mächtige Chemiekonzerne betreiben aufwändige Lobbyarbeit, damit der Verkauf dieser Gifte weiterhin erlaubt bleibt. Unsere größte Chance besteht derzeit darin, die USA und die EU zum Verbot dieser tödlichen Produkte zu bewegen — ihr Handeln ist ausschlaggebend und wird große Effekte auf die Entscheidungen anderer Länder haben.

Wir haben nur wenig Zeit — die Diskussion dreht sich darum, was getan werden muss. Es geht nicht nur um die Rettung von Bienen, es geht um unser eigenes Überleben. Lassen Sie uns einen gewaltigen, globalen Aufruf an die EU und die USA starten, damit die Verwendung dieser Killer-Chemikalien untersagt wird und damit sowohl das Überleben der Bienen als auch unsere Ernährungssicherung gewährleistet wird. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition jetzt und leiten den Aufruf an alle weiter. Wir sorgen dafür, dass er zu den Entscheidungsträgern gelangt:

https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?vl

Bienen sind ausschlaggebend für das Leben auf der Erde — jedes Jahr bestäuben sie Feldfrüchte und andere Pflanzen mit einem geschätzten Wert von 31 Milliarden Euro, mehr als ein Drittel der Lebensmittelversorgung in vielen Ländern. Ohne ein schnelles Eingreifen zur Rettung der Bienen könnte es am Ende heißen, dass unsere Lieblings- Früchte, Gemüse, Nüsse, Öle von den Regalen verschwinden.

Die vergangenen Jahre zeigen eine bedenkliche Zunahme des Bienensterbens — einige Arten sind mittlerweile ausgestorben und letzte Woche erfuhren wir, dass einige Arten in den USA bei 4% ihrer vorherigen Zahlen angelangt sind. Wissenschaftler suchten lange nach Antworten. Einige Studien sehen die Ursache in einer Kombination von Faktoren wie z.B Krankheiten, Lebensraumverlust und toxischen Chemikalien. Doch mehr und mehr unabhängige wissenschaftliche Studien kommen zu dem Schluss, dass die Verwendung von Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide dafür verantwortlich sind. Bienenzüchter und Wissenschaflter in Frankreich, Italien, Slovenien und sogar Deutschland, wo der Hauptproduzent Bayer seinen Sitz hat, haben bereits für ein Verbot der Produkte, welche auf diesen Chemikalien basieren, plädiert. Doch Bayer exportiert weiterhin sein Gift in die ganze Welt.

Die neuen Studien haben das Ausmaß des Problems bestätigt und eine hitzige Debatte ist nun neu entfacht. Wenn wir Entscheidungsträger in Europa und den USA zum Handeln drängen können, werden andere Regierungen ihrem Beispiel folgen. Es wird nicht einfach sein. Ein veröffentlichtes Geheimdokument zeigt, dass die amerikanische Umweltschutzbehörde über die Gefahren dieser Pestizide Bescheid wusste und sie ignorierte. Das Dokument besagt, dass Bayers “hochgiftiges” Produkt eine “grosse Gefahr für andere Insekten [Honigbienen] darstellt.”

Wir müssen uns Gehör verschaffen, um Bayers starkem Einfluss auf Entscheidungsträger in den USA und innerhalb der EU entgegenzuwirken, wo das Unternehmen Studien finanziert und in politischen Gremien vertreten ist. Die wahren Experten auf diesem Gebiet — die Imker und die Landwirte — plädieren für ein Verbot dieser tödlichen Pestizide solange bis solide, unabhängige Studien durchgeführt werden, die die Unbedenklichkeit dieser Pflanzenschutzmittel beweisen. Lassen Sie uns nun diese Imker und Landwirte unterstützen. Unterzeichnen Sie die untenstehende Petition und leiten Sie diese E-mail an Freunde und Bekannte weiter:

https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?vl

Wir können unsere empfindliche Nahrungskette nicht mehr der Forschung von Chemieunternehmen anvertrauen, die die Regulierungsbehörden in ihrer Gewalt haben. Ein Verbot dieses Pflanzenschutzmittels wird uns dem Ziel näher bringen, eine sichere Welt zu schaffen, sowohl für uns als auch für all die anderen wichtigen Arten, auf die wir angewiesen sind.

Hoffnungsvoll,

Alex, Alice, Iain, David und das ganze Avaaz- Team

WEITERE INFORMATIONEN

Pestizide für Bienensterben verantwortlich
http://www.n24.de/news/newsitem_1150265.html

Die Wissenschaft streitet - die Bienen sterben
http://www.imkerdemo.de/2010/06/die-wissenschaft-streitet-die-bienen-sterben

Fataler Pflanzenschutz
http://www.sueddeutsche.de/wissen/bienensterben-fataler-pflanzenschutz-1.202266

Verbot von Pestiziden wegen Bienensterben gefordert
http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/beizmittel_bienen_1.2441182.html

Bienensterben — Wie kann man es stoppen?
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=60771&key=standard_document_39713251

Eine Mitteilung der EPA offenbart, dass Pflanzenschutzmittel den Völkerkollaps verursachen
http://www.sfgate.com/cgi-bin/blogs/green/detail?entry_id=79910


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* Privatversicherungsbluff

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Januar 2011

Bei Rente und Pflege wird heute die private Vorsorge propagiert. Dabei gäbe es Wege, um die gesetzlichen Sozialversicherungen zu stärken. Als Ausgangspunkt bei all den Betrachtungen sollte man nie vergessen das Rot-Grün diese staatliche Errungenschaft einst mutwillig zerschlagen hat und die Demontage heute durch Schwarz-Gelb vollendet wird. Die veränderte Gesetzgebung  ist eine eindeutige staatliche Subvention für die privaten Versicherungsgesellschaften. Als Argumentation der Politik werden immer wieder die zu hohen Kosten der Sozialausgaben genannt. Politik erwähnt aber nie, dass sie nur die Gelder der Steuerzahler verwaltet, also das Geld im Kreislauf dem Bürger wieder zugute kommen muss, um hier für einen sozialen Ausgleich zu sorgen.

Dieser Ausgleich ist nicht gegeben wenn mit Bürgergeldern zum Beispiel Kriege und Waffen finanziert werden oder die Gelder in für die Bürger unverständliche Projekte investiert werden.

Das beste Mittel dem entgegen zusteuern ist einfach dem Staat die Mittel zu entziehen. Keine  privaten Lebensversicherungen abzuschließen da eine entsprechende Verzinsung ehe nicht gegeben ist.

Verlebt das Geld in jungen Jahren bevor der Staat darauf zurückgreifen kann. Denn das zeigt die Erfahrung: Für das Missmanagement der Politik zahlt immer der Bürger und nicht der Politiker oder der Verursacher, egal aus was für Parteien sich eine Regierung gerade auch zusammen setzt. Schöne Erinnerungen weisen auf ein erfülltes Leben hin.

IE

Der Aufschrei hält sich in Grenzen. Apathisch nimmt man zur Kenntnis, dass die Bundesregierung jetzt auch die Pflegeversicherung schrittweise privatisieren will. Eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung soll Pflicht werden.

Rot-Grün hatte bereits die Rente durch die Riester-Verträge ansatzweise privatisiert und dies als alternativlosen Sachzwang gepriesen. Die üblichen Talkshow-Gäste jubelten und forderten noch mehr davon. Nach zwei Jahrzehnten der Reform-Berieselung ist das Glaubensbekenntnis in den Köpfen der Menschen tief eingeschliffen: “Die demografische Zeitbombe tickt. Jetzt hilft nur noch die private Vorsorge!” Rette sich, wer kann!

Es heißt, immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter stünden einer wachsenden Zahl von Senioren im Rentenalter gegenüber. Die Beitragszahlungen in die gesetzlichen Versicherungen reichten bald nicht mehr aus, um die sogenannte Altenlast zu tragen. Daraus folgt: Der fehlende Rest müsse durch private Versicherungen oder Sparpläne ergänzt werden, denn diese seien von der demografischen Entwicklung unabhängig.

Verblendung statt Information.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Ich bin Antifaschist

Erstellt von Dieter Carstensen am 11. Januar 2011

Viele Jahre habe ich für den DGB Landesbezirk NRW und den Landesportbund NRW ehrenamtlich Jugendreisen betreut und geleitet.

Immer, wenn eine unserer Jugendreisen als Zielort in der Nähe eines Ortes ermordeter Menschen der Nazis war, sind wir natürlich mit den Jugendlichen zu den nächstgelegenen Gedenkstätten für die Opfer gefahren.

Ich hatte die Jugendlichen mit meinen Betreuerteams immer gut auf das zu Erwartende vorbereitet, mit Filmen, Videos, Lesematerial, Gruppengesprächen etc.!

Wenn wir z.B. in Lenste an der Ostsee waren, wo die DGB Jugend ein großes, fest eingerichtetes Camp hatte, haben wir mit den Jugendlichen über das Schicksal der ermordeten KZ Opfer auf dem Schiff “Kap Arkona” gesprochen, was kurz vor Kriegsende durch einen Bombenangriff versenkt wurde und tausende unschuldige Menschenleben forderte.

Wenn wir in Weissenbach am Attersee (Österreich) waren, wo wir als zahlende Gäste der sozialistischen Jugend Österreichs in deren Camp über den DGB Landesbezirk NRW untergebracht waren, sind wir selbstverständlich mit unseren Jugendlichen zur KZ Gedenkstätte Mauthausen (Österreich)gefahren.

Wir haben uns immer bemüht, Zeitzeugen für ein Gespräch mit unseren Jugendlichen zu gewinnen und meist gelang es. Es waren immer spannende Gespräche zwischen den Jugendlichen und den KZ Überlebenden.

Welche Geduld diese älteren Menschen mit den Jugendlichen hatten, um Ihnen die Gräuel der Naziherrschaft darzulegen, hat mich immer wieder tief beeindruckt und manchmal auch zu Tränen gerührt, ich habe mich aber nie vor den mir anvertrauten Jugendlichen geschämt, wenn ich einfach geweint habe, weil das Gehörte und gesehene auch für mich als Erwachsen so schrecklich war, dass ich es selber kaum aushalten konnte.

Drei Erlebnisse aus dieser Zeit mit meinen Jugendlichen haben sich für immer in mein Gedächtnis eingeprägt und wenn ich daran denke, weiß ich, warum ich überzeugter Antifaschist und Gegner jeden totalitären Gedankentums bin.

Wir waren mit den Jugendlichen 1985 in der KZ Gedenkstätte Mauthausen (Österreich) und die Leiterin zeigte uns die sogenannte “Genickschussanlage”. Die zu Unrecht eingesperrten Menschen dachten, ihre Körpergröße würde gemessen, sie mussten sich vor ein dickes Zentimetermaß stellen, in einem medizinisch sauberen Raum, ich habe ihn mit eigenen Augen gesehen und wenn sie meinten, es würde der Einsteller zur Ermittlung ihrer richtigen Körpergröße hinter ihren Rücken an dem Zentimetermaßstab eingestellt, sahen sie nicht, dass damit nur die Pistole von den Nazischergen justiert wurde, die ihnen den tödlichen Genickschuss verpasste.

Unsere jungen Mädels brachen weinend in der Gedenkstätte zusammen, sie konnten das einfach alles nicht mehr aushalten, tagelang haben mein BetreuerInnenteam und ich mit ihnen gesprochen, bis spät in die Nacht um gemeinsam das Gesehene aufzuarbeiten.

Häufig ging es auch an meine menschlichen und mentalen Grenzen, aber ich hatte für die mir anvertrauten Jugendlichen die Verantwortung, sie durften auch sehen, dass ich selber weinte, dafür musste ich mich nie schämen, meine Jugendlichen haben es verstanden, aber ich habe ihnen denn auch erklären müssen, was diese Nazi Verbrecher alles mit Menschen angestellt haben.

Noch schlimmer war es für mich 1984 in der KZ Gedenkstätte Dachau. Unser Jugendreisecamp war direkt am Walchensee (Bayern) und gehörte dem DGB Bayern und dem Landessportbund Bayern gemeinsam.

Wir fuhren dann mit den Jugendlichen in die KZ Gedenkstätte Dachau, unser Busfahrer hiess Kaspar Öttl, kam aus dem kleinen bayrischen Ort Niedernach direkt am Walchensee und erzählte den Jugendlichen schon auf der Hinfahrt, dass jeder damals sehen konnte, als der Naziterror war, dass das KZ Dachau an einer Hauptverkehrsstraße lag, damals wie heute und niemand übersehen konnte, was dort wirklich geschah.

Von wegen, alle Bayern sind rechts und wählen CSU. Niedernach ist Beginn des Tals der Jachenau und die Bauern dort wehren sich bis heute erfolgreich gegen den Ausverkauf ihrer Landschaft, niemand der nicht aus dem Ort stammt, darf dort z.B. ein Hotel errichten.

Als wir dann in Dachau waren erwarteten uns zwei überlebende Zeitzeugen der Nazigewaltdiktatur. Zwei liebenswerte ältere Herren, der eine war Kommunist gewesen und deswegen von den Nazis verfolgt worden, der andere schwul und deswegen eingekerkert worden.

Die menschliche Liebe, mit der diese beiden alten Herren unsere Jugendlichen annahmen, ihre tiefe Geduld mit Menschen, die ihre Enkel sein hätten können, werde ich nie vergessen.

Jugendliche, unsere Gruppe hatte Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, sind ja nicht ohne! Den Kommunisten fragten sie, “warum sind sie denn Kommunist geworden” und den Schwulen “wie wird man denn schwul?”

Ich war sprachlos, aber diese alten KZ Überlebenden brachte nichts aus der Ruhe, sie haben alle Fragen beantwortet, so gut sie konnten und ich glaube bis heute felsenfest, dass alle unsere Jugendlichen, die dabei waren, überzeugte Antifaschisten sind und nie wieder Vorurteile gegen z. B. Schwule haben werden.

Zum Abschluss haben wir dann alle zusammen “Die Moorsoldaten” gesungen, die alten Antifaschisten, die Jugendlichen, mein BetreuerInnenteam und ich.

Ich hatte meine Gitarre mit und den Jugendlichen den Text dieses alten Widerstandsliedes kopiert, so dass sie mitsingen konnten.

Mir zitterte die Stimme als ich anfing, dieses Lied zu singen, ich hatte Angst mich im Text zu vertun und dann merkten der alte Kommunist und sein schwuler KZ Leidensgenosse meine Unsicherheit, nahmen mich von links und rechts in den Arm und dann haben wir alle gemeinsam “Wir sind die Moorsoldaten und ziehen nie mehr mit dem Spaten in’ s Moor gesungen”, es war sicherlich nicht schön unser Gesang, gebe ich ja zu, aber alle Besucherinnen und Besucher der KZ Gedenkstätte an dem Morgen blieben stehen und haben mit uns gesungen.

Und danach haben wir alle zusammen noch lange miteinander gesprochen, all unsere Gefühle hätte niemand alleine verarbeiten können, die Jugendlichen haben größtenteils geweint, es war emotional einfach zu viel für sie.

Diesen beiden Zeitzeugen werde ich aber zeitlebens dankbar sein, wir hatten bis zu Ihrem Tod immer Brief - und Telefontakt, sie haben meinen Jugendlichen wahre Menschlichkeit gezeigt.

1993 habe ich mal eine Jugendreise nach Marathon bei Athen geleitet. Wir haben dann einen Ausflug nach Delphi unternommen.

Der griechische Reiseleiter, der in Marburg studiert hatte, wunderte sich, das ich den Bus ausgerechnet in dem Ort Distomo nahe Delphi halten ließ.

Es hatte einen guten Grund und der Bus mit unserer Gruppe hielt auch direkt vor dem Mahnmal in Distomo an, wo die Nazis in einer “Vergeltungsaktion” gegen griechische “Partisanen” - ich würde sagen “Freiheitskämpfer”, fast die gesamte Dorfbevölkerung umgebracht hatten, bis hin zu Säuglingen, gerade mal 5 Monate jung.

Meine Jugendlichen konnten die griechische Schrift auf der Gedenktafel nicht lesen, aber ich habe ihnen den Text übersetzt. Danach wussten sie, warum unser Bus gerade in diesem Ort gehalten hatte.

Die Dorfbevölkerung guckte zunächst misstrauisch von unten, Distomo liegt an einem Bergabhang, sie wussten ja nicht was da passiert.

Als sie dann sahen, wie meine Jugendlichen versuchten, in der von der Julihitze verdorrten griechischen Landschaft, ein paar Blümchen zu finden und sie an der Gedenktafel ablegten, strömten die Menschen hoch aus dem Dorf, haben meine Jugendlichen umarmt und geknutscht, wie es in Griechenland so üblich ist.

Wir haben alle zusammen im Dorf bis spät in die Nacht gefeiert, bis unser Busfahrer müde wurde …

Ich weiß, warum ich Antifaschist bin …

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* RLP-Das Vollmannforum

Erstellt von Bernd Wittich am 10. Januar 2011

Lötzsch und die Kommunismusfrage in der Diskussion

Es diskutierten im elektronischen “Vollmannforum”: Wilhelm Vollmann, hier im Text annonymisiert Ks und  IW, die Anmerkungen Bewi sind von Bernd Wittich

IW
In der Jungen Welt vom 3.1. benuetzt unsere Parteivorsitzende, Gesine Lötzsch, in ihrem Artikel “Wege zum Kommunismus” den Begriff “Kommunismus” fuer Wessi Ohren ausgesprochen ungeniert.
Der CSU Politiker, Generalsekretär Dobrindt, sprach prompt von einer verfassungsfeindlichen Gesinnung und forderte die Ueberwachung unserer Partei durch den Verfassungsschutz (laut ZDF).
Als Parteivorsitzende sollte Gesine gelernt haben, dass im Westen der Begriff Kommunismus mit Stalinismus und Diktatur, mit Stasi und Zentralkomitee gleichgesetzt wird und dass sie sich anders ausdruecken muss, wenn sie der Partei nicht schaden will!
IW

KS
Liebe IW, damit ist genau die Frage angesprochen, die die Demarkationslinie zwischen den Lagern in unserer Partei bildet. Nicht die zwischen Ludwigshafener oder Kaiserslauterer Fleischtopffraktion, sondern die zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten.
Wollen wir den „Kapitalismus überwinden“ (dann brauchen wir einen anderen Staat als diesen Sachwalter von Klasseninteressen) oder wollen wir ihn „reformieren“?
Davon hängt ab, ob wir Gesines Aussage für ehrlich und sympathisch oder für gefährlich und schädlich halten.
Das gilt nach meiner Einschätzung für den Westen (wo sich Sozialdemokraten und linke „Sektierer“ (A. Ulrich) zusammengetan haben) ebenso wie für den Osten (wo es jüngere „Pragmatiker/Realos“ und alte Kommunisten sind).
Diese Frage ist nicht nur nicht geklärt, sondern auch bei uns so gut wie nicht diskutiert.
Ich benötige in dieser Frage dringend den Diskurs mit klugen Genossinnen, da ich für mich eine klare Antwort auf die Frage nach dem Ziel gefunden habe, aber relativ ratlos und unsicher vor der Frage nach dem Weg dorthin stehe.
Und in diesem Zusammenhang finde ich die Aussage Gesines gut und für die Diskussion in unseren Reihen hilfreich.
Liebe solidarische Grüße KS
PS.: Lass uns diese Diskussion im KK-Forum führen. Dort können sich Genossinnen beteiligen, an deren Meinung mir liegt, die hier aber ausgeschlossen sind und sich nicht beteiligen können. Wir können hier ja einen Link setzen.
KS

Wilhelm Vollmann
Meinst Du nicht auch, lieber KS, dass man derart unreflektierte und damit falsche Aussagen nur treffen kann, wenn man damit einen speziellen Zweck verfolgt oder sich selbst noch nicht in der gebotenen diffferenzierter Weise mit diesem schwierigen Problem befaßt hat?
Bewi: Genn. Lötzsch wollte auch die kommunist. Strömung bedienen, ansprechen, wie sie selbst erklärt hat. Ein Spagat, den die Partei m.E. so nicht machen sollte, denn er erhellt nichts.
Derart pauschale Geschichtsklittereien wie die mit den “Sozialdemokraten”und den “Kommunisten” und der angeblichen Trennlinie zwischen beiden wachsen in dieser dogmatischen Form nur auf dem Mist der Stalinisten in der DKP und der früheren SED und ihrer anderen “Bruderparteien”…. und natürlich auch bei den Trotzkisten aller Schattierungen.
Bewi: Trennlinie oder reale Spaltung: An der Frage undialektischen Verständnisses von Reform und Revolution auf beiden Seiten? M.E. bleibt die Dialektik von Reform und Revolution eine langandauernde Aufgabe und damit wird auch verbunden sein, dass in der Partei Mitglieder (im Diskurs mit der Gesellschaft) in diesem Prozess unterschiedliche Akzente setzen und in ihrer Politik erproben. Es braucht dafür den Dialog in der Partei und mit der Gesellschaft anhand der konkreten Politik.
Trotzkismus, Leninismus und Stalinismus in allen Schattierungen sind aber nur verschiedenen Zweige aus dem gleichen undemokratischen und damit antisozialistischem Holz. Schließlich haben sie den entscheidenden Kern gemeinsam: Sie bekennen sich gemeinsam zum sogenannten “Demokratischen Zentralismus” und praktizieren diesen ohne die geringste Rücksicht auf Verluste. Muss ich noch deutlicher werden?
Bewi: Warum hat Wilhelm dann so ausdauernd  für die Stalinisten gearbeitet, paktiert heute die SL mit KPF und Trotzkisten, wenn diese Einsicht dem Autor W.V. so klar ist?
Die verheerenden Folgen des so genannten ‘Demokratischen Zentralismus’ sind aber nicht nur uns hinreichend bekannt. Davon hat sich auch Gesine Lötzsch oft genug distanziert. Gert Winkelmeier allerdings noch nie- obwohl die Stalinisten ihn bekanntlich viele Jahr bezahlt haben.
Bewi: Was soll diese Behauptung über Gert Winkelmeier?
Nicht ohne Grund hat Rosa Luxemburg immer vor diesen Leuten gewarnt und sie noch nie für wirkliche Demokraten gehalten - und hatte auch sonst mit Ihnen so gut wie nichts gemein. Die Leninisten und Stalinisten Ihrerseits haben bis zum Untergang der SED und KPdSU alle Genossinnen und Genossen, die Rosas tiefgründige Gedanken und Analysen adaptiert und weiter entwickelt haben, als Luxemburgisten diffamiert und sie verfolgt … und wo sie es konnten auch eingesperrt und umgebracht. Dies werden alle Demokratischen Sozialisten den Leninisten, Stalinisten und ihren Nachfolgern, wie sie auch immer heißen mögen, niemals vergessen.
Rote Grüße
WiVo

KS
Ich hätte nicht gedacht, lieber Wilhelm, dass man einen einfachen Text so gründlich missverstehen kann.
Mir geht es nicht um die Geschichte (über die wir bei passender Gelegenheit unter Verzicht auf Wortgeklingel gerne einmal streiten können, da wir einiges offensichtlich unterschiedlich sehen) – du kannst deine Stalinismus-Keule also wieder einpacken, wir alle kennen die Geschichte.
Darum geht es hier nicht. Sondern es geht darum, was wir als Partei wollen. Wir wollen Sozialismus und gleichzeitig den kapitalistischen Staat?
Wir wollen den Kapitalismus gleichzeitig reformieren und überwinden? Wir wollen aber öffentlich nicht so genau sagen, was wir (vielleicht) wollen, weil wir damit die abschrecken, die damit nur Falsches verbinden und die das nicht wollen?  Und diese Diskussion halte ich für notwendig.
Wir sollten sie führen können ohne einander diffamierende Etiketten aufzukleben.
Mit solidarischem Gruß
KS

Wilhelm Vollmann
Lieber KS,
während ich noch nach Rosas Zitat gesucht habe, um es noch in mein Posting einzufügen, warst Du, wie weiland Speedy Gonzales schon mit Deiner Antwort parat. So viel Tempo hätte ich Dir garnicht zugetraut.
So hier also Rosas grundlegende Aussage zum Demokratieverständnis der Linken (viel essentieller und gewichtiger als das verstümmelte Zitat mit der ‘Freiheit des Andersdenken’, das die Antikommunisten so sehr lieben.
Bewi: Nur die Antikommunisten benutzen dieses Zitat? Die demokratische Revolution und ihre Akteure  in der DDR = Antikommunismus?
Wer lesen kann und sich in sozialistischen Texten auskennt, erkennt auch sofort die essentielle Bedeutung der folgenden Sätze, die eine wirkliche Trennlinie auch für unsere heutige Partei definieren definieren - allerdings nicht die zwischen angeblichen “Sozialdemokraten” und den “Kommunisten”, sondern zwischen links und rechts - zwischen den undogmatischen Sozialisten auf der einen Seite und den Vertretern alter dogamtischer, undialektischer und damit antimarxistischer Gedankengebäude auf der anderen.
Bewi: Wie definieren wir den linken Raum? In links und rechts? Das sehe ich anders…
Hier sieht man schon auf den ersten Blick, warum die Leninisten, die Stalinisten und auch die Trotzkisten - kurz alle Dogmatiker - zu allen Zeiten trotz der heuchlerischen Bekenntnisse an der Berliner ‘Gedenkstätte der Sozialisten’ und an anderen Stellen Rosa wegen des Wahrheitsgehalts dieser Sätze wie der Teufel das Weihwasser gehaßt haben.
Wenn Sie nicht Angst davor gehabt hätten, sich selbst in ihrer dogamtischen und zentralistischen vor allem aber auch antidemokratischen Denke zu entlarven (sie waren und sind eben keine Anhänger eines linken Pluralismus), hätten die Stalinisten in der SED und DKP Rosa Luxemburg ebenso wie ihre Freunde und Mitstreiter Paul Levi, Leo Jogisches, Karl Radek und die vielen anderen Mitbegründer der KPD außerhalb der KPdSU längst aus der Geschichte der Arbeiterbewegung wegretouschiert.
Bewi: Die SPD, Anhänger linken Pluralismus? Wo wurden in der SPD die Grenzen gezogen? Wo ziehen wir die innerparteilichen Grenzen für den Pluralismus?
Rosa Luxemburg, Organisationsfragen der russischen Sozialdemokratie, in Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke (später RLWerke), Bd.1, 2. Hbd., Berlin 1979, S.422-44. hat folgendes geschrieben:
„.. Drollig sind fürwahr die Kapriolen, die das verehrte menschliche Subjekt der Geschichte in dem eigenen geschichtlichen Prozeß mitunter auszuführen beliebt. Das von dem russischen Absolutismus ekrasierte, zermalmte Ich nimmt dadurch Revanche, daß es sich selbst in seiner revolutionären Gedankenwelt auf den Thron setzt und sich für allmächtig erklärt – als ein Verschwörerkomitee im Namen eines nichtexistierenden „Volkswillens“. Das „Objekt“ zeigt sich aber stärker, die Knute triumphiert bald, indem sie sich als der Ausdruck des gegebenen Stadiums des geschichtlichen Prozesses erweist. Endlich erscheint auf der Bildfläche als ein noch legitimeres Kind des Geschichtsprozesses – die russische Arbeiterbewegung, die den schönsten Anlauf nimmt, zum erstenmal in der russischen Geschichte nun wirklich einen Volkswillen zu schaffen.
Jetzt aber stellt sich das „Ich“ des russischen Revolutionärs schleunigst auf den Kopf und erklärt sich wieder einmal für einen allmächtigen Lenker der Geschichte – diesmal in der höchsteigenen Majestät eines Zentralkomitees der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung.(d. s. Lenin und die späteren Bolschewiki)
Der kühne Akrobat übersieht dabei, daß das einzige Subjekt, dem jetzt diese Rolle des Lenkers zugefallen, das Massen-Ich der Arbeiterklasse ist, das sich partout darauf versteift, eigene Fehler machen und selbst historische Dialektik lernen zu dürfen.
Und schließlich sagen wir doch unter uns offen heraus: Fehltritte, die eine wirklich revolutionäre Arbeiterbewegung begeht, sind geschichtlich unermeßlich fruchtbarer und wertvoller als die Unfehlbarkeit des allerbesten „Zentralkomitees“.“
KS hat folgendes geschrieben:
.. du kannst deine Stalinismus-Keule also wieder einpacken, wir alle kennen die Geschichte.
So so, Du meinst also “wir kennen die Geschichte”?!? Ich bin da völlig anderer Meinung und lerne lieber weiter-bis ich nicht mehr kann.
Bitte lass den Quatsch mit der sogeannten ‘Stalinismus-Keule’, lieber KS - Probleme löst man nicht durch Verdrängen, da gebe ich ausnahmsweise mal dem Wirrkopf Wittich Recht - natürlich ist es eine Folge des Stalinismus, dass in der SED und DKP der “Luxemburgismus” und auch viele andere linksmarxistische Strömungen niemals diskutiert worden sind. Und damit, das sagt auch Gesine Lötzsch, müssen wir uns wohl oder übel auseinandersetzen. Die Stalinisten hüben und drüben haben eben alles totgeschwiegen, von dem sie in ihrem blinden Dogmatismus wähnten, dass es ihnen gefährlich werden könnte.
Bewi: Hat die SPD die Grenzen ihrer Reformpolitiken tot geschwiegen und verdrängt? Was bezweckt WiVo mit den “Namensnennungen”- ohne Argumente? Diffamierung? Ist das ein “lieber Genosse” mit dem anspruchsvoll und solidarisch diskutiert werden kann und diskutiert werden sollte?
Dass die sozialistische und marxistische Diskussion auch im Nachkriegsdeutschland ausgesprochen lebendig war und dies auch heute immer noch ist - nach wie vor auch am linken Flügel der Sozialdemokratie (auch wenns nicht ins Klischee mancher Leute paßt!) - allerdings eben nicht in der DKP, die sich freiweillig dem Stalinismus der SED und seinen dogmatischen Denkhindernissen unterworfen hat - und das tut sie bis heute sogar in eigenen Cross-Border-Institutionen über die Grenzen der Parteien hinweg unter äußerst aktiver Beteiligung der linken Sozialdemokratie z. B. im Institut “Solidarische Moderne”. Deshalb ist es auch schlichtweg falsch, wenn du das Folgende schreibst:
Zitat:
Diese Frage ist nicht nur nicht geklärt, sondern auch bei uns so gut wie nicht diskutiert.
Abschließend geklärt werden diese Fragen allerdings mit Sicherheit nie - dass dies überhaupt möglich wäre können nur die Dogmatiker glauben, die eben nicht dialektisch und pluralistisch denken. Gerade deshalb aber, da sind wir einer Meinung, muss sie weiter diskutiert werden -allerdings in allen Facetten.
Bewi: Bemerkenswert, wie es WiVo passt bezieht er sich nun positiv auf das Institut solidar. Moderne, deren Politikkonzepte und Vertreter er sonst eher diffamiert. Meine Folgerung: WiVo ist kein Wirrkopf, er will verwirren, die Partei desorientieren!
Rote Grüße
WiVo

KS
Lieber Wilhelm,
dir geht es hier um Rosa Luxemburg und die Bolschewiki.  Mir aber nicht. IW auch nicht. Gesine auch nicht.
Du bist hier eindeutig im falschen Thread.  Zitat:
Mir geht es nicht um die Geschichte […]. Darum geht es hier nicht. Sondern es geht darum, was wir als Partei wollen.
Du musst das nicht zur Kenntnis nehmen. Vielleicht verschiebst du deine Beiträge selber in einen passenden anderen Thread?
Mit solidarischem Gruß
KS

Bewi: Naja, wenns um die Gegenwart geht, geht’s immer auch um das historische Material, was für Zukunftsorientierungen auf Bedeutsamkeit zu prüfen wäre, oder?

zum Mitverschieben (gehört ja schließlich nicht hierhin):                                                                                1. Dass du eine „sozialistische und marxistische Diskussion“ zunächst in der Sozialdemokratie verortet siehst, finde ich interessant, ebenso die Existenz von Einrichtungen wie dem „Instutut ,Solidarische Moderne’“. Kann es sein, dass es, gemessen an den Ergebnissen sozialdemokratischer Politik, wirklich Tutut produziert?  Bewi: ? 2. Wenn du willst, veranstalten wir im Frühjahr in Andernach ein gemeinsames Streitgespräch oder eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was will die LINKE? Zur aktuellen Marx-Rezeption“ (oder so ähnlich, müsste noch präzisiert werden).

Wilhelm Vollmann
Lieber KS,
vielleicht hast Du es mit Deinem letzten Posting exakt getroffen, obwohl Du etwas anderes anvisieren wolltest. Und möglicherweise liegt hier auch der Unterschied in der Herangehensweise an theoretische und praktische Fragen der Partei zwischen Dir und mir.
Konkret: Ich betrachte die von mir zitierten Ausführungen Rosa Luxemburg eben nicht als die Behandlung einer Streitfrage des Parteiverständnisses in historisierender Sicht. In marxistischer Betrachtungsweise ist zwar auch die Historie durchaus interessant, aber eben nicht im Sinne der bürgerlichen Geschichtswissenschaft.

Das eigentlich Interessante für mich ist hingegen die Frage - was lehrt uns die Historie und die theoretischen Konflikte zwischen Personen wie Luxemburg, Lenin und die anderen in Bezug auf die heutige Entwicklungsstufe des Kapitalismus, die Entwicklung der Produktivkräfte und den gegenwärtigen Stand der Produktionsverhältnisse - d. h. den aktuellen Status der Klassengegensätze und Klassenkämpfe - kurz für unsere gesellschaftliche Praxis. Denn wir sollten unsere Zeit nicht damit verschwenden, jedesmal das Rad neu und dengleichen alten Unsinn wieder zu erfinden, an dem schon viele andere gescheitert sind. Bewi: Sind die Irrtümer der Bewegungen/Strömungen in der AB als “Unsinn” qualifizierte, hinreichend ernsthaft prüfbar?

Deshalb muss man auch die Schriften der Großen der Arbeiterbewegung lesen und verstehen. Aber unsere Fehler beim Aufbau der Partei können wir damit weder vermeiden, noch dürfen wir glauben, dass es eine solche Möglichkeit überhaupt gäbe. Denn daraus und aus nichts anderem müssen wir die Organisationsformen und die Aufgaben der Partei ableiten - wie Engels sagte: so müssen wir ihre aktuelle gesellschaftliche Praxis bestimmen. Auf dem Weg vom Objekt zum Subjekt der Geschichte müssen die Menschen zu allererst lernen, sich und ihre jeweilige Gesellschaft als ‘bloß historisch’ d.h. als eine Entwicklungsstufe im Sinne des Histomat zu erkennen.                                                                              Bewi: Warum argumentiert hier WiVo so? Wo er doch andererseits Diskussionen um “unsere” Fehler diffamiert und unterdrückt?

Wir müssen, wie Rosa Luxemburg sehr richtig sagt, alles selber machen und beheben- auch unsere Fehler - in dem Augenblick, wo man theoretische Aussagen von Großen der Arbeiterbewegung von ihrem historischen Hintergrund abstrahiert und verabsolutiert bzw. als “Katechismus” oder schlimmer noch als Dogmensammlung missversteht, hat man das Recht verspielt, sich einen “Materialisten” im Sinne von Marx und Engels zu nennen.                                                                                                                                Bewi: Marx und Engels, Histmat usw…. Sind wir eine Weltanschauungspartei?

Denn dann hat man sich unwiderruflich auf die Irrwege des bürgerlichen Idealismus und der Metaphysik eingelassen. Genau dies ist beispielsweise den Stalinisten und danach den Maoisten und allen trotzkistischen Sekten passiert und deshalb haben diese auch immer wie die Dominikaner und die Jesuiten “guten Gewissens” aber dennoch völlig falsch und in zutiefst inhumaner Weise ihre Grausamkeiten und Verbrechen begehen können und mußten am Ende auch allesamt Scheitern.
Insofern, lieber KS, bin ich keinesweg im falschen thread, wenn ich mich in Bezug auf Dein anliegen auf Rosa Luxemburg berufe und gegen die Leninisten und Stalinisten positioniere. Wer sich weigert, aus der Geschichte der Arbeiterbewegung zu lernen, kann auch ihre Fehler nicht erkennen, diese niemals korrigieren und muss schon beim Parteiaufbau fast zwangsläufig scheitern. Aus der Geschichte, und in unserem Fall von Rosa Luxemburg lernen, kann man aber nur, wenn man die geschichtliche Position und Rosa Luxemburgs darin verhaftete Gedanken kennt und sie schöpferisch auf unsere Zeit anwenden kann. In diesem Sinne besteht ein besonders wichtiger Aspekt des Elends unserer Partei in ihrer “Geschichtslosigkeit”.
Die “Geschichtslosigkeit” muss erst noch in unseren Köpfen überwunden werden, sonst kann aus diesem Fragment einer Partei nie etwas “Klassenkämpferisches” werden. Dies ist aber zwingend erforderlich, wenn man, wie der olle Kalle sagt, nicht auf irgend eine Verheißung, einen Messias oder eine Erlösung warten will, sondern selbst zusammen mitallen anderen Sozialisten die Welt hin zum Guten d.h. zum Sozialismus verändern will.
Was die von Dir angesprochene Diskursveranstaltung angeht, so wir das gerne mal ins Auge fassen- allerdings erst nach der Landtagswahl.
RoteGrüße

WiVo                                                                                                                                                             Zitat: ebenso die Existenz von Einrichtungen wie dem „Instutut ,Solidarische Moderne’“. Kann es sein, dass es, gemessen an den Ergebnissen sozialdemokratischer Politik, wirklich Tutut produziert?                         Wilhelm Vollmann                                                                                                                                      Lieber KS, ob im ISM “Tutut” produziert wird, überlasse ich Deinem eigenen Urteil. Vielleicht könnte es doch mal nützlich sein, die alten LPDS-Filter aus dem Blickwinkel herauszunehmen, denn es könnte doch durchaus sein, dass diese heutzutage zu einer selbstverordneten partiellen Blindheit führen.
Hier nun die Gründungsmitglieder des ISM (Institut für solidarische Moderne)in alphabetischer Ordnung:….

KS
Lieber Wilhelm,
für mich ist in deinem Beitrag vieles bedenkenswert und vieles zustimmungsfähig.
Problematisch ist daran für mich:
1. Alle Komponenten damaliger Zeit sind nicht ohne Weiteres auf unsere Situation übertragbar – Zustand der Gesellschaft, der Sozialdemokratie, der antipodischen Kräfte zum Staat und zum Kapitalismus, der Organisation der Herrschaft und schließlich des Staats und des Kapitalismus selber.
Der Rückgriff auf Theorien Rosa Luxemburgs und Lenins bietet keine einfachen Antworten. Ihre gesellschaftlichen Analysen sind nicht 1:1 zu übertragen, sie zu nutzen bedingt eine Rekonstruktion historischer Zustände. Hier ist zu fragen, ob es nicht einfacher ist, Antworten und Lösungsansätze direkt aus der Analyse der Jetztzeit zu gewinnen (womit ich die Notwendigkeit des Studiums der Klassiker keineswegs abtun möchte – aber damit kann man eben nicht alles erklären).
2. Nicht minder sinnvoll ist eine Analyse des Scheiterns unserer Ideen im Kampf um ihre Umsetzung (1918ff., 1945ff.) oder in ihrer konkreten Umsetzung (DDR, UdSSR). Aber auch das gibt uns nur negative Antworten darüber, wie es nicht geht.
Bewi: Das wäre schon eine Menge, Fehler und Irrwege zu identifizieren, es dürfte aber nicht alles sein, was aus dem historischen Material zu gewinnen ist! Beispiel Eigentumsfrage und Vergesellschaftung… oder politische kUltur, Lebensweise usw..
3.  All das sollten wir tun – nicht als akademischer Diskurs wie in vielen Zirkeln, Institutionen, linken Sekten, der auf der theoretischen Ebene bleibt, ohne Einfluss auf unsere Parteientwicklung oder gar die gesellschaftliche Situation zu nehmen. Ich widerspreche dir nicht in deiner Betonung der Wichtigkeit von derlei Erwägungen - das ist als linke Traditionspflege im besten Sinne identitätsstiftend.
Aber das ändert nichts daran, dass wir uns als einzelne Genossinnen wie auch als Partei entscheiden sollten, was unser Ziel ist.Bewi: Mein Einwand wäre hier, ob es sinnvoll ist, losgelöst von weitreichenden zukünftigen Entwicklungen allzu sicher und fasslich Zuküfte zu beschreiben, die erst eine wirkliche Bewegung finden kann. 3.  Dabei solltest du berücksichtigen, dass es in unserer Landespartei so gut wie keine Leninisten, Stalinisten und Trotzkisten gibt. Eine große Mehrheit unserer Genossinnen weiß vermutlich nicht einmal, was das ist. Hier konstruierst du Gegensätze, die historisch sind und an den inhaltlichen Verwerfungen unserer aktuellen Situationvorbeigehen, inunserer Landespartei allemal.                                                                                                                                                        Meine Etikettierung der beiden Strömungen ist natürlich simplifizierend, aber alle anderen (die zwischen „Reform“ und „Revolution“, die zwischen „Revisionisten“ und „Bewahrern resp. Gralshütern der reinen Lehre“ uswusf.) sind es auch. Das tut letzten Endes nichts zur Sache – diese beiden Grundströmungen gibt es, in diesem Spannungsfeld befindet sich die Partei in Ost wie in West.

Bewi: Wie wäre es mit der Dialektik von Reform und Revolution, mit der “Allmählichkeit” der Revolution, also “Transformation” im Jetzt zu bedenken?
Mit Verlaub: Ich für meinen Teil würde aber lieber über die Bewertung von Gesines Äußerung diskutieren als hier weiter ein Feld zu beackern, das vermutlich nur wenig Früchte tragen wird.
Mit solidarischem Gruß
KS

Bewi: Meine Position zu Lötzsch; es ist wenig hilfreich so “kurz gefasst” zur Kommunismusfrage Stellung zu nehmen, noch weniger hilfreich erscheint mir  diese “Ansprache” dann, wenn wir etwas so oder so mit den Menschen “ausprobieren” wollen. Gesellschaftliche Mehrheiten werden in demokratischen Prozessen Wege in eine andere Gesellschaft suchen müssen, lokal, national, europäisch, international / global…  Allein in der Absicht, die kommunistische Linke an DIE LINKE zu binden, ist keine hilfreiche Absicht, um eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Diskussion zu führen.
Es wäre ja zunächst zu fragen, was denn überhaupt der Kern der kommunistischen Gesellschaftsvision, der Zielvorstellung ist. Mit Marx/Engels “eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden, die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist”.
Ein anderer Strang der Debatte wäre, zu diskutieren, was für Vorstellungen Kommunisten über die Wege zu solch einer Gesellschaft an Theorie und Praxis hervorgebracht haben. (eine bestimmte Parteivorstellung und Parteipraxis (führende Rolle, Avantgarde, davon abgeleitet Demokratischer Zentralismus, Wahrheitsmonopol), eine bestimmte Vorstellung und Praxis der Organisationsfrage von Politik und Gesellschaft, eine bestimmte Vorstellung und Praxis der Subjekte gesellschaftlichen Wandels (Arbeiterklasse und Bündnispartner) und des Prozesses dieses Wandel (Revolution, “Diktatur des Proletariats”, Übergangsperiode, entwickelte soz. Gesellschaft usw.). In der Wahrnehmung der Mehrheit der Menschen in Europa und Asien dürfte “Kommunismus” auch stets mit maßlosen Verbrechen einher gehen. Das ist weniger verursacht durch den Antikommunismus, als durch die Realität dessen, was sich selbst als kommunistisch bezeichnete. “Kommunismus” ist in der vorherrschenden Theorie und Praxis eben nicht nur verbunden mit einer menschliche Zielvision, sondern mit unmenschlichen Praktiken. Wenn wir die Opfer, die im Namen kommunstischer Ideologie und durch sich Kommunisten nennende Menschen und Organisationen begangen wurden bilanzieren, dann sind sie mit den faschistischen Verbrechen vergleichbar. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es andere Ursachen und Motive dafür gegeben haben mag.

Wenn nun Wilhelm Vollmann in der Partei für eine kritische Haltung gegenüber Gesine Lötzsch und dem Kommunismus wirbt, so bleibt er wenig glaubhaft. Warum? Einerseits taugt die Geschichte der Sozialdemokratie nur bedingt dafür, der glänzend gelungene demokratische Gegenbeweis erfolgreicher linker Politik zu sein und Wilhelm Vollmann selbst hat als Agent der SED in der SPD den “Stalinisten” in der DDR 20 Jahre treu gedient. Er war ein hochkarätiger Spion (von Mielke hoch dekoriert) als IM Crohne in der SPD und als IM Willy Köhler im Wissenschaftsfeld. Wilhelm Vollmann hat es stets abgelehnt in der Partei zur Aufarbeitung der Vergangenheit, des Wirkens des “Schildes und Schwertes” der stalinistischen SED beizutragen. Im Gegenteil, er teilt bis heute zwei Grundzüge stalinistischer und bürokratisch-autoritärer Politik: Menschen sind ihm nur Werkzeuge der Politik und Intransparenz, geheime informelle Strukturen, eine Politik des Mißtrauens, des taktischen und geteilten Vertrauens innerhalb der Partei, sind ihm “heilig”. Er war (bereits in der SPD) und ist ein Politker, der sich der Diffamierung politischer Gegner und innerparteilicher Mitbewerber bedient. Dazu mißbraucht er hemmungslos ihm übertragener Parteiämter.
Ich meine, mit Dr. Vollmann können solche Fragen nicht sachlich, nicht parteilich und nicht solidarisch erörtert werden, oder?

Ich beteilige mich gern an einer offenen und fairen Diskussion, aber nicht mit einem Genossen, dessen Absicht es ist, in der Partei Verwirrung zu stiften und GenossInnen zu difamieren!

Bewi, Ludwigshafen, 9. Januar 2011

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* Wer rettet die LINKE?

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Januar 2011

Das wurde auch einmal Zeit.  Endlich redet Dietmar Bartsch Klartext. Der ehemalige Geschäftsführer der Linkspartei gibt heute in einem ausführlichen Interview Antworten über die Partei.

Wir erinnern uns!  Dietmar Bartsch war Anfang Januar des letzten Jahres beschuldigt worden durch Indiskretionen für sehr viel Unruhe in der Partei gesorgt zu haben. Zwei West - Landesverbände votierten damals gegen eine erneute Wiederwahl von Bartsch und stärkten damit Osakar Lafontaine den Rücken.

Der in der ehemaligen DDR mit einem „Bembel am Bande“ hoch dekorierte Stasi Agent aus der Vulkaneifel lief seinerzeit in RLP mit einer Unterschriftenliste pro Oskar im Internet schwanger. Die Hauptvorwürfe wurden von Gregor Gysi geäußert, einer Person, welcher Bartsch immer eine sichere Stütze gewesen war. Der so Beschuldigte nannte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eine Unverschämtheit und Unwahrheit.

Hier das Interview:

“Ernst hat Fehler gemacht”

INTERVIEW STEFAN REINECKE

taz: Herr Bartsch, sind Sie nachtragend?

Dietmar Bartsch: Nein, aber auch nicht vergesslich.

Vor genau einem Jahr hat Gregor Gysi Sie öffentlich bezichtigt, sich illoyal gegenüber Oskar Lafontaine verhalten zu haben. Danach haben Sie als Bundesgeschäftsführer nicht mehr kandidiert. Das ist nicht vergessen?

Nein, so einen Tag vergisst man nicht. Nicht nur weil es um mich ging, sondern auch weil an diesem Tag ein Stück politischer Kultur in unserer Partei kaputtgegangen ist.

Was bedeutet kulturell zerstört?

Es war ein einmaliger Vorgang, dass der Fraktionsvorsitzende dem Bundesgeschäftsführer Illoyalität vorgeworfen hat. Ich war als direkt gewählter Bundesgeschäftsführer und zuvor als Bundesschatzmeister immer loyal zu den Zielen, Grundsätzen, Beschlüssen und Aufgaben der Partei. Dahin hatten wir uns in der PDS von der personengebundenen Loyalität gegenüber einem oder einer Vorsitzenden emanzipiert. Das machte es möglich, Meinungsverschiedenheiten in innerparteilicher Solidarität auszutragen.

Sie waren überrascht, als Gysi Sie abgekanzelt hat?

Ich habe mit Gregor Gysi schwierigste Zeiten und Aufgaben erfolgreich gemeistert. Er hat unendlich viel für den Erfolg der PDS und der Partei Die Linke geleistet. Ich hatte bis zu diesem Tag nicht für möglich gehalten, dass so etwas passieren kann.

Also war der 11. Januar 2010 der Beginn der Führungskrise der Linkspartei, die bis heute andauert?

Wir haben bis 2009 zu Recht die Parteibildung und die Wahlkämpfe in den Mittelpunkt gestellt und politische Kontroversen nicht öffentlich ausgetragen. Der Januar war Ausdruck politischer Konflikte. Danach ist ein neunköpfiges Personaltableau mit Klaus Ernst und Gesine Lötzsch an der Spitze ausgehandelt worden, das für Befriedung und Ausgleich sorgen sollte. Ich habe das nächtliche Auswahlverfahren nicht kritisiert, weil es nötig war, Handlungsfähigkeit zu zeigen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* Gilbert’s Saarland!

Erstellt von IE am 10. Januar 2011

Ein Beitrag von Gilbert Kallenborn.

Gesine Lötsch hat der Partei -zum schlechten Zeitpunkt- kein rotes, sondern ein blaues Auge verpasst. Sie erklärte KOMMUNISMUS als Ziel der Partei. Öffentlich, O je! Es lacht der Müller Pit von der CDU (awailah hann se sich entblößt und sinn nackisch…die rode do!!!!)

So kommt Rolf Linsler, der Maulkorbmann von der Saar ihr zu Hilfe…

Wenn Rolf Linsler über Kommunismus schreibt, dann gleicht das der Kampfschrift eines päpstlichen Eunuchen über die nicht bei ihm vorhandenen Freuden eines biologisch entfernten Sexlebens. Wer braucht denn schon potente Unteranen?  Wir,  DIE LINKE.?

Ha! Leute hört auf Rolf zu geisseln (ich mache das doch für euch…)und stellt mal fest: Der hat diesen Schwachsinn gar nicht selber geschrieben. Linsler hat ein Dokumenten Problem öffentlich dadurch bezeugt, daß er niemals den schrifltlichen Wahlvorschlag für Oskar Lafontaine vorlegte, (zuwider §§ 7,8 WO Linkspartei) welcher bei Schumachers Ensdorf-Pappschachtelwahl am 21.3.2010 diesem die Wahl sicherte, worauf MdL Schumacher hinterher die gesamten Wahldokumente verschwinden liess und C. Bonner das Wahlprotokoll Ensdorf an 18 Stellen fälschte.

Linsler wird rot! Seit wann? Ich bin der Meinung, der ganze -gezielte- Unsinn wurde vermutlich von MdL Huonker geschrieben. Diese könnte das in der DDR gelernt haben, wenn auch ihr Lebenslauf merkwürdigerweise vieles aus der Vergangenheit verschweigt. Da sind Fragen offen wie etwa: Wie  kam die MdL, Pressesprecherin Birgitt Huonker 1982 aus der DDR nach Baden-Würtemberg? Auch Willy Brandt war von DDR-Maulwürfen umgeben und fiel durch sie.

Dasselbe beim MdB Thomas Lutze, aus Elsterwerda, ex-DDR -noch so ein Loch im Lebenslauf und heute mit Stasi ähnelnden Methoden in Sachen Wahlrecht unterwegs, wie gelernt?

Also sind die Kommunisten schon lang hier, nicht die ermordete Rosa Luxemburg, sie würde sich im Grab umdrehen, müsste sie diesen Linsler Unsinn lesen, da schwätzt ein 10.000 (oder 15.000 ? Euro Verdi-Großverdiener vom Sozialismus, kassiert aber die 3 % Diätenerhöhung  im Landtag genauso ein, wie “der Klassenfeind”, also die bürgerliche Rechte oder die gelbe Liberalseuche des Kapitals, angeführt von Guido  Westerwelle,  Mr. 3 %.

Unsere Pressetante  MdL Birgitt Huonker, jetzt Riegelsberg, hat in der DDR jede Menge SED-Training empfangen und wendet es an. Psychotricks, wie aus der Stasi-Eliteschule. So stimmte sie für den Pressemaulkorb.

Der Aufbau solcher Schreiben ist kein Zufall, da fällt 20mal der Begriff der Gut - Frau Rosa Luxemburg, aber nicht einmal die Namen Ulbricht, Stalin oder Honneker, der Mauermörder. Etwa: Luxemburg, gut. Kommunismus-auch gut.  Diätenerhöhung kassieren-am allerbesten! Kritiker? Weg mit! Kallenborn zuerst.

Noch was-du Wählerveräppler Linsler: KOMMUNISMUS hat nicht das geringste mit DEMOKRATISCHEM SOZIALISMUS zu tun, im Gegenteil die beiden schließen sich aus. Der Kommunismus kennt keine Demokratie.

Es ist sein  Ziel, sie abzuschaffen. Denn in der Demokratie findet sich das Bürgertum wieder. Dieses zu beseitigen, ist das erklärte Ziel der Diktatur des  Proletariats. Ich habe keine Lust hier seitenlang Linsler zu erklären, wie die historische und politische Realität seit dem Schuss des russischen Panzerkreuzers auf den Zarenpalast bis heute  aussieht, ich erwarte von einem Parteiführer, der an die (über) 10.000 Euro einsackt, der Bürgerliche Diäten im Landtag abkassiert daß er zumindest historische Fakten klar benennt und sich nicht selber via die SED-trainierte Huonker verbiegt.

In saarländischer Mundart etwa, die mag er :

Rolf.-geh hemm! Loss de Oskar schwätze , iwwa Kommunismus , iwwa de  DDR, de Honneker,
die hann zesamme Wein gesuff….die zwai..  oder Rotkäpchen Sekt a la DDR.

Aus SPD-Zeiten ist Ottmar Schreiner, SLS, tausendmal roter als der rosarolf Linsler. Rosa? Rot-schwarz! Den hätten wir aus der SPD locken müssen, und nicht diesen offensichtlichen Unterstützer von Wahlfälschern.

Gilbert Kallenborn

Mehr über den Linsler Artikel lesen? Hier auf iusaar

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Januar 2011

…Herr Küppersbusch?

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Ihre empörende Kürze.

Was wird besser in dieser?

Freude auf den nächsten Urlaub.

Die CSU widersteht bei ihrer Klausur in Kreuth der Versuchung, Parteichef Horst Seehofer zu demontieren. Warum eigentlich?

Das Medienprodukt zu Guttenberg hat eine weiche Stelle: der glaubt den Quatsch, den er über sich verbreitet. Kerner wird nicht mitfliegen zum Trachtenfest in Tirschenreuth. Und Seehofer kennt die Mühle, in der man zum Superhorst aufsteigt und jäh als rammelnder Rebell bruchlandet. Die Fantasie, der Baron werde auch noch Kanzler und der bejubelte Zerstoiber von gestern müsse weg, ist das aktuelle Maximum, was zu Guttenberg erreichen kann. Danach käme die Strafe: München.

Im Skandal um Dioxin-Eier haben die Kontrollen versagt. Muss ein neues System her?

Gibt’s. Die Futtermittelindustrie hat sich unter dem Schock des BSE-Skandals ein Qualitätssicherungsverfahren auferlegt. Damals zielte das gegen Tiermehl, nun führte es immerhin zur Selbstanzeige des verantwortlichen Herstellers. Vor den Ergebnissen staatsanwaltlicher Untersuchungen läst sich nur sagen: 1. die Rückfirmierung Aigners zur “Landwirtschaftsministerin” ist ein teurer Knicks vor Usama bin Loden und seiner Bauernlobby, die jetzt schon nach Staatskohle ruft. Und 2. Industrieabfälle im Hühnerfutter sind auch nicht lustiger, wenn Dioxin nicht mehr mitmachen darf. Die Positivliste “Was darf ins Futter” ist 68 Seiten lang.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* Hat Oskar was am Hut?

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Januar 2011

Es ist bestimmt nicht nur ein  Zufall das sich sowohl bei den Rechten (FDP) wie auch bei den Linken die größten Unruhen innerhalb der Deutschen Parteien Landschaft abspielen. Betrachten wir uns die Gründe dieser Unruhen einmal genauer ist es keine große Überraschung in beiden Gruppierungen annähernd die gleichen Symptome vorzufinden.

Waren nicht Beide noch die großen Gewinner der letzten Bundestagswahlen und haben mit großen Versprechungen für einen überraschend  großen Stimmenzuspruch gesorgt? Haben nicht gerade aber diese Beiden ihre Wähler über die Massen enttäuscht in dem der Großteil der gemachten Zusagen nicht eingehalten werden konnten? Hier wie dort spiegelt sich eine große Unzufriedenheit mit den Parteispitzen wieder. Auch können wir feststellen das in beiden Lagern die Basis mehr oder weniger stoisch dem Treiben zusieht.

So meldete sich am Wochenende auch der ehemalige Vorsitzende Oskar Lafontaine aus dem Berlin fernen Saarland zu Wort und und gab mal wieder in einem ausführlichen Stern Interview seine Meinung zum Besten. Natürlich gibt es in der Partei keine Probleme, alle Kritiker haben Sabine Lötzsch nur falsch interpretiert sind des Lesens und Verstehens mehr oder weniger nicht mächtig. Nur die Partei hat wie immer Recht und des weiteren habe er und hier zitiere ich:

„Mit Kommunismus hat die Linkspartei absolut nichts am Hut. Der Kommunismus ist gekennzeichnet gewesen durch die Forderung nach der Diktatur des Proletariats, des revolutionären Umbruchs zur Ein-Parteien-Herrschaft. Ich kenne niemand in der Linkspartei, der das fordert. Wir sind eine reformsozialistische und keine kommunistische Partei.“

Er stellt also fest seine eigene Partei in Saarbrücken nicht zu kennen. Na das ist ja ein Ding, also wieder einmal: Immer wieder die bösen Journalisten!

Im „Neuen Deutschland“ stellt  Harald Werner sogar fest, „dass die Lage in der Partei besser sei als die Stimmung.“ Eine stichhaltige Erklärung warum die Linke keine diskutierende Parteiarbeit zustande bringt, warum sich die Spitzen und Nachläufer in die Medien drängen um aufzuzeigen  wie sehr sich alle verbiegen können und warum gerade die Programmdebatte dieser Linkspartei so schwer fällt, weiß auch er nicht zu geben. „Am unerklärlichsten scheinen ihm freilich die regionalen oder örtlichen Krisen, wo die Politik ins Persönliche abrutscht, in Graben Kämpfe erstickt und die Schiedskommissionen einen großen Teil der Parteiarbeit machen zu sein. Doch selbst das wäre die Kehrseite des Erfolges.“  Allein Antworten auf solche Fragen würden vieles über den Charakter dieser Formation aussagen, bzw. zu dem, was da heranwächst.

Doch diese  werden weder von Lafontaine noch von Werner gegeben, denn dazu müssten sich die Herrschaften einmal in die Niederungen der Basis hinab begeben. Wie sagt man so schön: „Dort wird mit den Füßen abgestimmt, sie bleiben zu Hause.

Da passen die beiden Artikel so gar nicht zur der Meldung welche gestern Abend über dapb verbreitet wurde. Denn dort wird mitgeteilt dass Gesine Lötzsch die Teilnahme an der Podiumsdiskussion  abgesagt hat. Diese Aufgabe wird nun von Ulla Jelpke übernommen.

Zu guter Letzt noch eine Meldung zu der heutigen Gedenkfeier:
„Mit einem stillen Gedenken haben am Sonntag mehrere tausend Menschen in Berlin-Friedrichsfelde an die vor 92 Jahren ermordeten Sozialisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnert. Zu der traditionellen Kranzniederlegung an der “Gedenkstätte der Sozialisten” auf dem Zentralfriedhof hatte die Linkspartei aufgerufen.“

Quelle: dapb >>>>> weiterlesen

Foto: Wikipedia

IE

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* Schweigen von Beamten

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Januar 2011

Wenn am Mittwoch den 12. 01. 2010 die Neuauflage des Prozess Oury Jalloh am Landgericht von Magdeburg beginnt, geht es an vorderster Stelle um einen ehemaligen Dienstgruppenleiter der Polizeistation Dessau. Oury Jalloh, gebürtig aus Sierra Leone, war bekanntlich am 07. 01. 2005 in einer Ausnüchterungszelle der Polizei in Dessau ums Leben gekommen. Weiter heißt es in dem am Wochenende erschienen Artikel in der TAZ, aus dem ich zitiere:

„Sechs Jahre ist es her, dass Oury Jalloh, Asylbewerber aus Sierra Leone, an einem Freitagmittag im Januar in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte. Ab Mittwoch kommt der Fall noch einmal vor Gericht, in Magdeburg wird er neu verhandelt. Der Bundesgerichtshof hatte den Freispruch gegen Dienstgruppenleiter Andreas S. wegen Lücken in der Beweisführung aufgehoben.

Am mangelnden Aufklärungswillen der Angeklagten war der erste Prozess vor dem Landgericht Dessau-Roßlau gescheitert. Das sahen nach dem Freispruch im Dezember 2008 nicht nur Menschenrechtsinitiativen und Oury Jallohs Freund Mouctar Bah so. “Der Fall strotzt vor Versäumnissen und Schlamperei”, sagte der damalige Richter Manfred Steinhoff schon kurz nach Prozessbeginn. Nebenklageanwalt Felix Isensee fand in seinem Plädoyer ein Wort für das, was viele beklagten. “Korpsgeist der Polizei”, nannte er es. “Die Zeugen haben gelogen und gemauert.”“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Hier eine erschütternde Dokumentation aus der ARD in mehreren Folgen:

Ein sehr nachdenklich machender Vorfall aus Deutschen Amtsstuben. Eine Ausnahme, eine aneinander Reihung unglücklicher Umstände? In dieser Tragik mit Sicherheit keine Alltäglichkeit. Trotzdem empfehle ich Bürgern, einmal Betroffene auf ihren Weg  zu den Arbeits- oder Ausländer -Ämtern zu begleiten. Taucht „Mensch“ dort alleine auf, wird er sehr häufig den vorauseilenden Gehorsam der dort in den Verwaltungen sitzenden Personen feststellen. Nur allzu gerne wird man ihr/ihm spüren lassen wie sehr man über die Probleme der Mitbürger erhaben ist.

Passend dazu fällt mir zum Schluss nur noch ein Spruch von Kurt Tucholsky ein:

Deutschlands Schicksal: Vor dem Schalter zu stehen. Deutschlands Ideal: Hinter dem Schalter zu sitzen.

IE

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* Zum Fest eine SAAR CD

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Januar 2011

Das die Kommunismus-Debatte für DIE LINKE zur Unzeit kommt, ist mittlerweile auch bis zu der in der Presse als Stalinisten bezeichneten Saar Spitze  vorgedrungen. Innerhalb eines ausführlichen Berichte befasste sich auch die Saarbrücker-Zeitung mit Gesine Lötzsch, der 1. Vorsitzenden die Linken.  Am Rande erwähnt wird auch eine zur Weihnachtszeit CD verteilende  MdB Yvonne Ploetz. Musste sie diese CD noch schnell an die Frau oder den Mann bringen, bevor in unseren bald kommunistischen Land die Abschaffung des Weihnachtsfestes erste Priorität ist und dann keine Geschenke mehr verteilt werden?

Viel interessanter sind die an und für sich bedeutungslosen Antworten von Heinz Bierbaum aus einem Interview mit dem SZ-Redakteur Daniel Kirch zu werten.  Auffallend das ein Professor auf fünf an ihn gerichtete Fragen, drei mal mit der Floskel „Das kann man so nicht sagen“ oder „sehen“  seine Ausführungen beginnt. Bemerkenswert auch das der Professor Heinz Bierbaum folgende Aussage trifft: “Kommunismus steht synonym für eine andere, bessere Gesellschaft“. Haben Sie diese von Ihnen erwähnte bessere Gesellschaft denn schon einmal ausprobiert? Laut Wikipedia sind Sie im Westen geboren, aufgewachsen und haben auch hier studiert. Wir könnten Sie also als jemanden bezeichnen welcher auf der Welle dieser Gesellschaft welche Sie für die schlechtere halten nach oben geschwommen sind. Wir könnten weiter resümieren das Sie sich über die Menschen lustig machen, welche ihr Leben auf der Flucht aus Ihrer besseren Gesellschaft verloren haben, oder viele Jahre in Bautzen “ein saßen”? Letztendlich sollten Sie auch einmal erklären was denn der Kommunismus mit dem Leverkusener Kreis gemeinsam hatte?

Laut der heutigen TAZ hat sich unterdessen auch Gregor Gysi von der Lötzsch Aussage distanziert. Recht hat er wenn er sagt, ich zitiere: „Als Politiker muss ich berücksichtigen, dass andere unter dem Begriff Kommunismus Stalin verstehen oder an die Mauer denken“

Vergessen zu erwähnen hat er auch, dass zum Beispiel Nordkorea oder China heute ein sehr viel besseres Lebensbeispiel abgeben als untergegangene Länder. Natürlich kommen jetzt wieder die alles Erklärer welche behaupten das dieses dort kein Kommunismus sei.

Wenn sie dann Gleichzeitig sagen das auch der Demokratie Gedanke ein anderer als der heute praktizierte sei haben diese Erklärer sogar recht. Aber ich habe ein relativ gesichertes Leben in der Demokratie gelebt und habe die Möglichkeiten des freien Reisens, der freien Rede und des freien Schreibens. Das Letztere hat man mir nur in der Zeit meiner Mitgliedschaft in der Linken genommen. In 60 Jahren zuvor nicht. Den Ärger mit den Führungskräften gibt es in jeder Gesellschaftsschicht und es ist immer die Basis welche Menschen ins unermessliche wachsen lässt. IE

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* Deutschland braucht uns,

Erstellt von Bernd Wittich am 8. Januar 2011

…und wir brauchen Deutschland

Filmische Integrationsserie widerlegt Sarrazin

Der Kulturkanal von Bayern 3, Bayern Alpha, strahlt ab 11. Januar 2011 sechs Wochen lang jeweils dienstags um 19.00 - 19.30 die sechs Filme aus mit einer jeweiligen Wiederholung mittwochs um 9.30.

Dr. Paul Schwarz
Bildungsjournalist - Filmemacher
76829 Landau/Pfalz
Mobil 0171/1415518
TeVau Filmproduktion
68169 Mannheim
Tel. 06213212880

PRESSEMITTEILUNG

“Ohne Deutsch kann man hier nichts machen”, so beschreibt die 12jährige Alena aus Russland die Zukunftsaussichten in Deutschland. Sie ist eine von mehr als 16 000 Förderschülern mit Migrationshintergrund, die in einem bundesweiten Projekt “Förderunterricht” an 29 Standorten in elf Bundesländern kostenlos sprachlich und fachlich von mehr als 1 100 Lehramtsstudierenden unterstützt werden. Zusätzliche Seminare bereiten die Studierenden an ihren Hochschulen auf die Förderarbeit vor. Dabei wird deutlich, wie viel Potenzial in den Kindern mit Migrationshintergrund steckt, die doch oftmals die Verlierer des deutschen Bildungssystems sind. (“Ohne Deutsch kann man hier nichts machen. Sprachförderung für Migrantenkinder. Das Mercator-Projekt”)

Integration fängt nicht erst in der Schule an. Deshalb gehen Stadtteilmütter beispielsweise in türkische, arabische oder afrikanische Familien und unterrichten dort Deutsch, ein kindergartenergänzendes Hausbesuchsprogramm. Die Mütter geben dann das Gelernte an ihre vier- bis sechsjährigen Kinder weiter.  Davon handelt der zweite Film von Schwarz: “Der Erfolg in der Schule beginnt zu Hause. Das HIPPY-Projekt”. Stadtteilmütter und Eltern stammen aus dem gleichen Kulturkreis und ermöglichen so eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dieses Programm in 29 deutschen Standorten zeigt, wie Chancengleichheit durch frühe Förderung in der Familie erreicht werden kann.

Auch wenn Thilo Sarrazin etwas anderes behauptet, es gibt viele Anstrengungen, vor allem die islamischen Mütter zur Teilhabe an dieser Gesellschaft zu befähigen und sie an Kindergarten und Schule heranzuführen. “Mehr Bildungschancen. Die Mütter- und Elternkurse der Berliner Volkshochschulen” heißt der dritte 30minütige Film. Schwarz und sein Kamerateam haben vor allem islamische Mütter in sprach- und schulbezogenen Kursen begleitet, die in Kitas und Grundschulen stattfinden, wo auch deren Kinder unterrichtet werden.

Fast ein Jahr, lange vor Sarrazins Buch, reiste das Filmteam kreuz und quer durch die Bundesrepublik, immer der gelungenen Integration der Migrantinnen und Migranten auf der Spur, weg von der defizitorientierten Haltung, was nicht gelingt, hin zu Beispielen, die Mut machen und den Erfolg der gegenseitigen Integrationsbemühungen vor Augen führen, nicht ohne auch die überwundenen Schwierigkeiten zu zeigen.

Die drei letzten Filme der Serie tragen den Titel “Fremd und doch vertraut. Wie Integration gelingt”. Am Beispiel der Handlungsfelder, Integrationskurse, Berufliche Integration und Integration durch Sport in unterschiedlichen deutschen Städten  sowie am Beispiel der porträtierten Migrantinnnen und Migranten wird deutlich, welche Integrationsanstrengungen in Deutschland unternommen werden, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen.

Der Integrationskurs ist ein Angebot für alle Zuwandererinnen und Zuwanderer. Er umfasst 600 Unterrichtsstunden und ist mit anderen Förderangeboten und Einrichtungen vernetzt. Seit 2005 gab die Bundesrepublik Deutschland eine Milliarde Euro für die stark nachgefragten Integrationskurse aus. Ob die 42jährige Türkin Emsal Ay mit ihrem Kurs “Selbstbehauptung und Selbstbehauptung für junge Migrantinnen” und ihrer beruflichen Tätigkeit als Erziehungsberaterin (“Super Nanny”) in deutschen Familien oder der Afghane Reschad Raschidi, anfangs in der Förderschule, jetzt in der Oberstufe einer Hamburger Gesamtschule, oder die 70jährige Eva Romanova aus der Ukraine und fleißige Sportlerin bei den  “Grauen Rosen” , einer Fitnessgruppe älterer Migrantinnen in Saarbrücken, sie alle unterstreichen, dass dank der deutschen Förderung auf zahlreichen Gebieten und dank der eigenen Anstrengungen Integration gelingt und dies bei sicher 90 Prozent aller hier lebenden Migrantinnen und Migranten.

Der Kulturkanal von Bayern 3, Bayern Alpha, strahlt ab 11. Januar 2011 sechs Wochen lang jeweils dienstags um 19.00 - 19.30 die sechs Filme aus mit einer jeweiligen Wiederholung mittwochs um 9.30.

PS.  Schwarz ist Bildungsfilmer und erhielt für seine nunmehr 115 Filme (30,45,60 und mehr Min.), gedreht in vier Kontinenten, u.a. in Afghanistan und in Sachen PISA für die OECD rund um den Globus, das Bundesverdienstkreuz am Bande. Zweimal wurde er für den Grimme-Preis vorgeschlagen. Das meiste drehte er für die ARD (Südwestrundfunk in Baden-Baden) in den letzten Jahren auch für Bildungsorganisationen, Bildungsministerien und Stiftungen.

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Die Filme werden von mir digital aufgezeichnet. Sie werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Forum für konkrete Utopien / Bewi

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Ich danke Kollegin Ingrid Schellhammer Mutterstadt für die Information. Bewi

Bernd Wittich
Hochdorferstr. 2
D-67127 Rödersheim-Gronau

Tel. 06231-98812
Fax 06231-98846
D1 01701827952
Skypekontakt auf Nachfrage.
Fax&Fon Rufnummer via T-Online: +4932223742158
Bernd.Wittich@t-online.de E-Mailgröße bis 50 MB
E-Postbriefe Bernd.Wittich@epost.de

Telefonischer Kontakt:
Bei eingeschalteter Rufnummernerkennung erhalte ich ihre Anrufe auf meinen Anrufbeantworter per SMS mitgeteilt.

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* Das Bienensterben

Erstellt von UP. am 7. Januar 2011

Es gibt ein altes Wort:

Erst stirbt die Biene - dann stirbt der Mensch!

Weltweit sterben Bienenvölker aus und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Wissenschaftler machen bestimmte toxische Pestizide dafür verantwortlich und vier europäische Regierungen haben diese bereits verboten. Wenn wir die USA und die EU zum gemeinsamen Verbot bewegen, könnten viele Regierungen weltweit dem Beispiel folgen und die Bienen vor dem Aussterben retten. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten diesen Aufruf weiter:

Lautlos sterben Milliarden von Bienen und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Bienen machen nicht nur Honig, sie sind eine bescheidene und dennoch riesige Arbeitskraft und bestäuben 90% der Pflanzen, die wir anbauen.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien machen eine bestimmte Gruppe von Pestiziden für das Bienensterben verantwortlich.Ein Verbot dieses Gifts in vier europäischen Ländern führte zu einer Erholung einzelner Bienenvölker. Doch mächtige Chemiekonzerne betreiben aufwändige Lobbyarbeit, damit der Verkauf dieser Gifte weiterhin erlaubt bleibt. Unsere größte Chance besteht derzeit darin, die USA und die EU zum Verbot dieser tödlichen Produkte zu bewegen — ihr Handeln ist ausschlaggebend und wird große Effekte auf die Entscheidungen anderer Länder haben.

Wir haben nur wenig Zeit — die Diskussion dreht sich darum, was getan werden muss. Es geht nicht nur um die Rettung von Hummeln, es geht um unser eigenes Überleben. Lassen Sie uns einen gewaltigen, globalen Aufruf an die EU und die USA starten, damit die Verwendung dieser Killer-Chemikalien untersagt wird und damit sowohl das Überleben der Bienen als auch unsere Ernährungssicherung gewährleistet wird. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition jetzt und leiten den Aufruf an alle weiter. Wir sorgen dafür, dass er zu den Entscheidungsträgern gelangt:

https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?vl

Bienen sind ausschlaggebend für das Leben auf der Erde — jedes Jahr bestäuben sie Feldfrüchte und andere Pflanzen mit einem geschätzten Wert von 31 Milliarden Euro, mehr als ein Drittel der Lebensmittelversorgung in vielen Ländern. Ohne ein schnelles Eingreifen zur Rettung der Bienen könnte es am Ende heißen: keine Früchte, kein Gemüse, keine Nüsse, keine Öle und keine Baumwolle.

Die vergangenen Jahre zeigen eine steile und bedenkliche Abnahme der Bienenvölker — einige Arten sind mittlerweile ausgestorben und andere bei 4% ihrer vorherigen Zahlen angelangt. Wissenschaftler suchten lange nach Antworten. Einige Studien sehen die Ursache in einer Kombination von Faktoren wie z.B Krankheiten, Lebensraumverlust und toxischen Chemikalien. Doch neue unabhängige wissenschaftliche Studien kommen zu dem Schluss, dass die Verwendung von Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide dafür verantwortlich sind. Bienenzüchter und Wissenschaflter in Frankreich, Italien, Slovenien und sogar Deutschland, wo der Hauptproduzent Bayer seinen Sitz hat, haben bereits für ein Verbot der Produkte, welche auf diesen Chemikalien basieren, plädiert. Doch Bayer exportiert weiterhin sein Gift in die ganze Welt.

Die neuen Studien haben das Ausmaß des Problems bestätigt und eine hitzige Debatte ist nun neu entfacht. Wenn wir Entscheidungsträger in Europa und den USA zum Handeln drängen können, werden andere Regierungen ihrem Beispiel folgen. Es wird nicht einfach sein. Ein veröffentlichtes Geheimdokument zeigt, dass die amerikanische Umweltschutzbehörde über die Gefahren dieser Pestizide Bescheid wusste und sie ignorierte. Das Dokument besagt, dass Bayers “hochgiftiges” Produkt eine “grosse Gefahr für andere Insekten [Honigbienen] darstellt.”

Wir müssen uns Gehör verschaffen, um Bayers starkem Einfluss auf Entscheidungsträger in den USA und innerhalb der EU entgegenzuwirken, wo das Unternehmen Studien finanziert und in politischen Gremien vertreten ist. Die wahren Experten auf diesem Gebiet — die Imker und die Landwirte — plädieren für ein Verbot dieser tödlichen Pestizide solange bis solide, unabhängige Studien durchgeführt werden, die die Unbedenklichkeit dieser Pflanzenschutzmittel beweisen. Lassen Sie uns nun diese Imker und Landwirte unterstützen. Unterzeichnen Sie die untenstehende Petition und leiten Sie diese E-mail an Freunde und Bekannte weiter:

https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?vl

Wir können unsere empfindliche Nahrungskette nicht mehr der Forschung von Chemieunternehmen anvertrauen, die die Regulierungsbehörden in ihrer Gewalt haben. Ein Verbot dieses Pflanzenschutzmittels wird uns dem Ziel näher bringen, eine sichere Welt zu schaffen, sowohl für uns als auch für all die anderen wichtigen Arten, auf die wir angewiesen sind.

Hoffnungsvoll,

Alex, Alice, Iain, David und das ganze Avaaz- Team

WEITERE INFORMATIONEN

Pestizide für Bienensterben verantwortlich
http://www.n24.de/news/newsitem_1150265.html

Die Wissenschaft streitet - die Bienen sterben
http://www.imkerdemo.de/2010/06/die-wissenschaft-streitet-die-bienen-sterben

Fataler Pflanzenschutz
http://www.sueddeutsche.de/wissen/bienensterben-fataler-pflanzenschutz-1.202266

Verbot von Pestiziden wegen Bienensterben gefordert
http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/beizmittel_bienen_1.2441182.html

Bienensterben — Wie kann man es stoppen?
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=60771&key=standard_document_39713251

Eine Mitteilung der EPA offenbart, dass Pflanzenschutzmittel den Völkerkollaps verursachen
http://www.sfgate.com/cgi-bin/blogs/green/detail?entry_id=79910

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* Ändert sich die Linke?

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Januar 2011

Die Linke hat sich Programmatisch festgefahren stellt Klaus Lederer, der 1. Vorsitzende des Landesverband Berlin in einem Artikel auf Blätter fest. Auch er äußert Kritik an die bestehenden Strömungen in der Partei zu denen er sich wie folgt äußert :

„Perspektivisch ist vielmehr entscheidend, ob die bestehende Strömungsgeographie innerhalb der Linken durchbrochen werden kann. Die Antikapitalistische Linke (AKL) hält das Fähnchen von Prinzipienfestigkeit und Unbeugsamkeit hoch. Völlig diffus ist die Positionierung in der Ex-WASG- und Gewerkschaftsströmung Sozialistische Linke (SL), die sukzessive manche „Kommandohöhen“ der neuen Partei erobert hat.“

Natürlich ist dieser Bericht vor dem Erscheinen des unsäglichen Artikels von Lötzsch erschienen.  Trotzdem  ist es schon erstaunlich das eine Vorsitzende, welche sich nicht einer Strömung sondern der Gesamtpartei gegenüber verantwortlich zu zeigen hat, mit solcher Art Geschriebenen alle anderen brüskiert. Da hilft dann auch kein, wie in der Politik übliches nachjustieren etwas, es wurden Wege aufgezeigt und die Aufforderung zum Folgen ausgesprochen. Im Gegenteil, mit diesem herum Eiern weist sie nur darauf hin wie weit sich Teile der Partei schon den in allen anderen Parteien üblichen Slogans angepasst haben.

Ja, die Partei steht an einem Scheideweg, wie Lederer es treffend feststellt. Sie wird sich fragen lassen müssen, in wie weit sie bereit ist den größten Teil ihrer Wähler zu entsprechen. Nimmt sie den ideologischen Weg, dem abrutschen in die gerade vorgezeigte Spirale der Frau Lötzsch wird sich innerhalb kürzester Zeit zeigen wie groß die Schar der ihr Folgenden denn ist. Es wäre aber doch auch interessant dem geneigten Wähler einmal aufzuzeigen, wo denn auf diesem Globus ein auf Dauer funktionierendes  Staatsgefüge außerhalb der Demokratie seinen Platz gefunden hat!

Dessen ungeachtet ist auch an diesem System vieles nicht in Ordnung und muss und kann besser gestaltet werden. Auch brauchen wir in diesem Land mehr Parteien um so die Allmacht von einigen wenigen zu brechen. Das größte Problem in diesem Land aber ist die Obrigkeitshörigkeit.  Nur aus dem Grund kann die Politk machen was den Lobbyisten gerade in den Kopf kommt. Die Menschen sollten sich einfach des öfteren darauf besinnen wer denn wen gebraucht. Mit anderen Worten die Lötzsch braucht Menschen welche sie wählen, die Menschen aber brauchen Sie nicht.

Hier nun der Artikel von Klaus Lederer:
IE

Warum Die Linke sich ändern muss

von Klaus Lederer

Im September 2009 zog Die Linke mit sensationellen 11,9 Prozent in den Bundestag ein. Das markierte den vorläufigen Höhepunkt einer Serie von Triumphen, insbesondere beim Einzug in westdeutsche Landtage. Die Zeit war also günstig, sich liegen gebliebener Herausforderungen anzunehmen. Denn die Diskussion um Ziele, Strategie und ein Parteiprogramm stand bis dato aus.

Inhaltliche Klärungsprozesse sind jedoch elementar für die politische Wirksamkeit – zumal es eine linke Partei ungleich schwerer hat als ihre Konkurrenz. Sie will nicht nur alles besser, sondern auch einiges fundamental anders machen. Doch die Vision einer „Gesellschaft im Einklang mit der Natur, die sich auf Freiheit und Gleichheit gründet“, einer „Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung“, wie es im ersten Programmentwurf der Linkspartei heißt, ist kein mobilisierender Selbstläufer.

Die Chance, auf komfortabler Grundlage diesen Verständigungsstau über Ziele und Strategie aufzulösen und dabei Interesse am politischen Eingreifen gemeinsam mit der Linken in der Bevölkerung zu wecken, bleibt bislang ungenutzt. In jüngster Zeit erzielte die Partei mediale Aufmerksamkeit vorzugsweise über Personaldiskussionen. Das Bild einer zerstrittenen, über Ziel und Wege uneinigen Formation lässt sich jedoch weder durch bloße Geschlossenheitsappelle noch durch Aktionismus beseitigen. Auch der angekündigte „heiße Herbst“ gegen fortgesetzten Sozialabbau blieb lau. All das hat Gründe, die sich nicht mit der notwendigen Justierung des Spannungsfeldes zwischen knallharter Opposition und gestaltendem Mitregieren entschuldigen lassen. Es geht vielmehr um die Frage, welche Veränderungen sich in unserer Gesellschaft vollziehen und wie linke Politik darin offensiv handlungsfähig werden kann.

Seit ihrem Start 2005 war Die Linke eine Erfolgsstory. Wirtschaftliche Prosperität einerseits, empfundene Ungerechtigkeit über die Verteilung des geschaffenen Wohlstands andererseits waren der Nährboden dieses Erfolges. Eine ganz große Koalition aus SPD, Grünen, FDP und CDU/CSU opferte die soziale Frage dem Standortwettbewerb. Das rot-grüne Versagen war noch in frischer Erinnerung, Lafontaines Abgrenzungsstrategie gegenüber dem „Kartell der neoliberalen Parteien“ mobilisierte nach außen und stiftete nach innen Identität. Für die junge Partei mit all ihren inneren Fliehkräften war das existenziell. Mit den Forderungen zu Mindestlohn, Hartz IV, der Rentenfrage und dem Abzug aus Afghanistan hatte Die Linke Alleinstellungsmerkmale und stellte als Druck entfaltende Oppositionskraft die richtigen Fragen. Damit erarbeitete sie sich ihren „Markenkern“ und einen politischen Gebrauchswert.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

Foto: Wikipedia

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* Leyen I - Verhandlungen

Erstellt von UP. am 7. Januar 2011

Kurz vor Beginn der nächsten Verhandlungsrunde über die Hartz-IV-Reform haben sich die Fronten verhärtet. SPD-Verhandlungsführerin Manuela Schwesig warf Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag eine Blockadehaltung vor.

Und die LINKE ist ab heute auch dabei. Schau’n wir mal, was dabei herauskommt. Man möge sich erinnern: “HARTZ IV muss weg” hatte sich diese Partei einmal auf die Fahnen geschrieben!

>>> Weiterlesen einmal bei der konservativen RP

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* Linke RLP ohne Gesicht?

Erstellt von Bernd Wittich am 7. Januar 2011

DIE LINKE Rheinland-Pfalz 53 Tage ohne Gesicht?

Heute, am 6. Januar zählen wir den 53. Tag der Amtszeit des neuen Landesvorstandes. Die Mitglieder hoffen, dass “hinter den Kulissen” viel Positives geschehen ist, aber sie wissen es nicht! Es scheint, unter Elke Theisinger-Hinkel und Wolfgang Ferner gilt das Vollmannsche Motto “Strategien, die bekannt werden sind keine mehr”. Diese Annahme ist noch hoffnungsvoll, angesichts der “Vorgeschichte” der linken Spitzenakteure, die die Vermutung nahe legt, es gäbe gar keine politische Strategie.

DIE LINKE hat kein(e) Gesicht(er) in der Medienlandschaft Rheinland-Pfalz, zumindest kein Positives. Das liegt zum geringeren an den professionellen Medien, sondern an den “Tänzern” der Partei. Die Medien sind eher nur der Tanzboden. Aber welche Tänzchen haben die TänzerInnen der Linken aufgeführt?

Gelegentliche Stänkereien aus der Gruppe der rheinland-pfälzischen MdB drangen ans Tageslicht. Wären diese GenossInnen eine eigene Fraktion, sie wäre schon längst auseinander geflogen. Die Topmeldung aus der Landespartei - die die Medien noch erreichte - war dann auch der Crash in Mainz. Man kann die Gerüchte über die Ursachen drehen und wenden, es bleibt leider allemal der Eindruck von verantwortungslosen oder kopflosen Akteuren zurück. Wie hieß es einst “HIER IST DIE LINKE”. Die WählerIn wird sich fragen, wo ist die Linke? Das Beste, was der schläfrigen Partei passieren könnte, wären Wählerproteste vor den Landtagswahlen an ihre Adresse.

Gründe gäbe es für die WählerInnen genug: Mangelnde Glaubhaftigkeit, mangelndes Vertrauen, mangelnde Politikfähigkeit. (In einigen Kreisen gibt es hoffentlich positive Ausnahmen!) Zum Unglück der Partei, so scheint es, haben ihre WählerInnen es noch nicht gelernt oder schon aufgegeben, von “Politikern” ernsthaft etwas zu erwarten und ihren Unmut zu äußern.

Ich habe noch Erwartungen und darum soll es im Folgenden kurz gehen. Die aufgeworfenen Fragen und Vorschläge gehören m. E. auf die Tagesordnung des Landesparteirates und des Landesparteitages!

Anträge an den LPR und den Landesparteitag der Partei DIE LINKE RLP zur Behandlung/Rechenschaft

1. Was haben in den letzten Monaten die höchst bezahlten Akteure der Landespartei, die drei MdB´s und deren MitarbeiterInnen innerparteilich und in der Öffentlichkeit wahrnehmbares geleistet? Was trugen sie dazu bei, die Landesparteiorganisation und die Kreisverbände zu dialogfähigen Handeln innerparteilich und mit der Gesellschaft zu bewegen? Wie nutzen die MdB´s im Interesse der Gesamtpartei ihre Medienzugänge? Was haben sie für ein Konzept für ihre Öffentlichkeitsarbeit? Was wollen sie in den nächsten drei Monaten konkret leisten?

2. Was haben die beiden Landesvorsitzenden für die Parteientwicklung in Richtung Dialogfähigkeit, Transparenz und inhaltlich-politischer Orientierung geleistet? Elke Theisinger-Hinkel hat ein Übermaß von Funktionen auf ihre Person gehäuft, so das Synergien daraus schon lange nicht mehr zu erwarten sind, sondern die daraus resultierende, aber uneingestandene Überforderung, wirkt sich umfassend dysfunktional aus. Nichts wird mehr gründlich und mit angemessener , mit wachsender Mitgliederbeteiligung von ihr angepackt. Aber vielleicht geht es ihr ja auch nur um Macht, um Kontrolle, um persönliche Bedeutsamkeit und “Unabkömmlichkeit”. Hier ist ein Zwischenbericht zur Tätigkeit dringend geboten.

3. Dem Vernehmen nach hat die Landespartei ein “Wahlkampfteam”. Wo ist das Kampagnenkonzept? Was ist sein Inhalt? Wie partizipatorisch (1) ist die geplante Kampagnenführung? Bisher erschien mir das Bedürfnis der “WahlkampfexpertInnen” zur umfassenden Einbeziehung der Mitglieder in die Konzeptionsphase zu gering. Wo spiegeln sich die Ergebnisse der Regionalkonferenzen? Woher soll denn plötzlich die breite und kreative Kampagnenbeteiligung von Parteimitgliedern, SympathisantInnen und BündnispartnerInnen kommen?

4. Eine gute Kampagnenarbeit knüpft an die Erfahrungen und die Lehren aus den vergangenen Kampagnen der Landespartei an. Außerhalb von Wahlkampagnen hat die Landespartei (einschließlich PDS und WASG) keine echte Kampagnen hervorgebracht, ihr Erfahrungsschatz ist also gering. Um so wichtiger ist es, dass Jochen Bülow vor dem Landesparteirat und dem Programmparteitag über die Erfahrungen mit der verlorenen Landtagswahl im März 2006 berichtet und seine Folgerungen vorträgt.

5. Der Pressesprecher der Landespartei Harald Jürgensonn soll sein inhaltlich und methodische Konzept der Pressearbeit der Landespartei vorlegen und über die Pressearbeit und deren Betreuung in den Kreisen berichten. (Medienspiegel) Ebenfalls sind die Erfahrungen mit Journalisten und Medien in Reinland-Pfalz beispielhaft darzulegen. Die Partei und ihre Akteure brauchen ein konstruktives und fachlich qualifiziertes Verhältnis zu den MedienarbeiterInnen. Was beabsichtigt der Landespressesprecher in den nächsten drei Monaten konkret zu tun, um die Kreise zu einer wirksameren Medienarbeit zu befähigen? Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit den Akteuren der Non-Profitmedien und der Bündnispartner.

6. Den Mitgliedern des Landesparteirates wird dargelegt, wer und in welchem Umfang für welche Aufgaben von der Landes- und Bundespartei und den Fraktionen bezahlt wird, welche Stellenbeschreibungen vorliegen und wer die geleistet Arbeit zu welchem Zeitpunkt bewertet.

Bernd Wittich KoKreis EmaLi RLP, Ludwigshafen 06.01. 2011

(1) Thomas Lohmeier
Inhalt braucht Form . Partizipatorische Kampagnenführung für eine emanzipatorische Linke – eine Einführung

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* wichtige Petition

Erstellt von UP. am 6. Januar 2011

! EILT ! EILT ! EILT ! EILT ! EILT !

Gegen Ausschlussfristen! - Petition gegen Ausbeutung im Niedriglohnsektor

# Rundmail des Aktionsbündnisses Sozialproteste (ABSP) am 3. Januar 2011 #

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3bsa=details%3bpetition=14791

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir schlagen Euch vor, diese Petition an den Bundestag zu unterstützen und diese Information auch weiterzuleiten.
Die Petition setzt sich für eine deutliche Einschränkung des rechteabschneidenden Einsatzes von Ausschlussfristen in Arbeits- und Tarifverträgen ein.

Es gibt für diese sehr sinnvolle Petition bisher leider nur 195 Unterschriften. Umso wichtiger ist jede einzelne dazu kommende Unterzeichnung! Gemeinsam können wir die Petition vielleicht noch bedeutend verstärken.

Zur Definition von Ausschlussfristen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschlussfrist

Da Ausschlussfristen und ihr rechtezerstörendes Potential allgemein nicht sehr breit bekannt sind, möchten wir versuchen, mit wenigen Worten das Anliegen der Petition zu erläutern:
Ausschlussfristen in Arbeits- oder Tarifverträgen sorgen dafür, dass ArbeitnehmerInnen, wenn sie ihr Recht nicht vor Ablauf dieser Ausschlussfrist (oft nur wenige Monate!) geltend machen, dieses Recht verfällt. Das ist besonders fatal für Beschäftigte, die durch Befristung oder in Probezeit besondere Angst haben, ihre Arbeitsstelle zu verlieren, wenn sie sich durch Einforderung ihrer Rechte unbeliebt machen:
Wenn sie dann später ihr Recht doch geltend machen wollen, dann hat die Ausschlussfrist es oft “verfallen” lassen.

Die Petition spricht also einen wichtigen Sachverhalt an.
Und die Petition geht mit gezielten Forderungen gegen die genannten, wichtigsten destruktiven Wirkungen der Ausschlussfristen vor.

Die Online-Mitzeichnungsfrist endet am Abend, 24:00 Uhr, des 7. Januars. Auch wir sind leider erst kurz vor Jahreswechsel auf diese Petition aufmerksam gemacht worden.
Je stärker die Unterstützung für diese Petition nun aber noch ausfällt, desto größer werden die Chancen, dass später andere Initiativen, vielleicht auch von größeren Organisationen, diesen Sachverhalt ins Licht der Öffentlichkeit rücken werden.

Hier noch einmal der Link zur Petition:

Mit solidarischen Grüßen,

Wolfram Altekrüger, Martina Dietze, Thomas Elstner, Egbert Holle, Teimour Khosravi, Roland Klautke, Michael Maurer, Tommi Sander, Edgar Schu, Eva Stilz, Oliver Vetter, Dieter Weider, Helmut Woda
___________________________________
Anmerk.d.Redaktion /UP.
Eingang leider erst heute, 06.01.2011

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* Mainz, die Konsequenzen

Erstellt von Bernd Wittich am 6. Januar 2011

Linke in RLP kommt nicht zur Ruhe … Mainz

Eine politische Aufklärung aller Mitglieder der Landespartei notwendig. Die komplette Stadtratsfraktion der Mainzer LINKEN nach schwerem Streit aus der Partei ausgetreten.

Eine erfolgreiche politische Partei ist mit ihren Mitgliedern und WählerInnen im ständigen Dialog.

Gibt es Probleme und Konflikte analysiert eine verantwortliche Parteiführung im Kreis und im Land die Ursachen, die Verantwortlichkeiten und die Folgen, dann erarbeitet sie die notwendigen Schritte für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Problemlösung.

Der bisherige Umgang in der Landespartei mit ihren Konflikten hinterläßt die Mitglieder ohne Orientierung, Intransparenz stärkt nur jene, die egoistische und partikulare Interessen über das Parteiinteresse stellen. Die Partei beteiligt ihre Mitglieder nach wie vor gering an Zielfindungs- und Problemlösungsprozessen.

Die Zerstörung von Fraktionen und die bisherige Unwilligkeit diese wieder herzustellen ist in Ludwigshafen, Mainz und Trier und in spezifischer Weise auch in Kaiserslautern (Kreis) ein schwerer Schaden für die Partei. So wird der Mitgliedschaft und den WählerInnen Politikunfähigkeit signalisiert, schwere Vertrauens-und Glaubhaftigkeitsverluste sind die Folge.

Unsere WählerInnen müssen angesichts solcher Zustände an der Machbarkeit linker Politik mit unserer Partei ernsthafte Zweifel hegen.

Ein Wahlerfolg der Landespartei im März wird – aus der Kraft der Landesparteipolitik - zunehmend unwahrscheinlicher!

Hiermit werden der Landesvorstand, insbesondere Genossin Elke Theisinger-Hinkel und Genossen Wolfgang Ferner, sowie der am 9. März neu zu wählende Stadtvorstand Mainz aufgefordert für die notwendige Transparenz im oben dargestellten Sinne zu sorgen und vor dem Landesparteirat am 15. Januar Rechenschaft zu legen.

Die Orientierung der Bundes-Mitgliederversammlung der Sozialistischen Linken Konfliktaustragungen in den „bürgerlichen Medien“ verhindern zu wollen, ist solange zum Scheitern verurteilt und nicht konstruktiv, wie innerparteilich nicht dialogisch argumentativ gearbeitet wird. Die Landesvorsitzenden in Rheinland-Pfalz, Theisinger-Hinkel und Ferner, werden aufgefordert, zur politischen Transparenz zu finden. Das Multifunktionärstum der Landesvorsitzenden und ihre rigide Neigung zur Informationsmanipulation behindern die Parteiarbeit, insbesondere die Mitgliederbeteiligung nachhaltig.

Die Landespartei benötigt dringend eine Vorstandsunabhängige Konsultativgruppe, die ausdauernd für Gegenöffentlichkeit sorgt und für die Demokratisierung der Landespartei wirbt und wirkt!

Siehe auch den Artikel vom 21. 12. 2010 “Linke Mainzer “Anfänger”

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* DIOXIN - Eier

Erstellt von UP. am 5. Januar 2011


Nachstehend eine Liste der bisher bekannten Codes der belasteten Hühnereier

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

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* Hammer und Sichel,

Erstellt von Dieter Carstensen am 5. Januar 2011

…als Befreiung für den Michel ?

Wer “Kommunisten” heute noch ernst nimmt, muss einen an der Klatsche haben!

Dann kann man genau so gut Nazis knutschen!

Abermillionen Tote unter den Massenmördern Lenin, Trotzki, Stalin, Mao, Pol Pot!

Die Geschichte lässt sich nicht fälschen, sie ist eindeutig.

Für mich ist Kommunismus immer verbunden mit der “Diktatur des Proletariats”, der Begriff wurde von Marx und Engels erfunden, sie wussten ja nicht, was sie taten, beide Söhne aus großbürgerlichen Verhältnissen stammend, Schreibtischtäter, die nie in ihrem Leben auch nur einen Tag z.B. am Hocheisenofen eines Stahlwerkes gestanden haben, von den Arbeitern einfach nichts wussten.

Aber sie gaben vor, für die Arbeiter zu sein, diese “Kommunisten” aus reichen Verhältnissen stammend, übrigens ist meine Heimatstadt Waldbröl nur ca. 20 km von “Engels”kirchen entfernt, wo die Unternehmerfamilie Engels herstammt und wo deren unternehmerische Leistungen bis heute gewürdigt werden.

Mit “Kommunisten” kann ich nichts anfangen!

Der frühere Freund meiner Mutter, Helmut Mache, war Erich Mielkes Cousin, hatte im Widerstand gegen die Nazis gekämpft.

Hat ihn in Stalingrad im Strafbatallion der Nazis ein Bein gekostet.

Als er sah, wie sein Cousin und Ulbricht die Diktatur in der DDR errichteten und schließlich noch die Mauer bauten, hat er mit seinem Cousin jeden Kontakt abgebrochen.

Mein Adoptivvater Helmut Mache und Erich Mielke kamen beide aus Breslau.

Helmut war überzeugter linker demokratischer Sozialist, sein Cousin Erich der Stasi Erfinder und Leiter.

KOMMUNISMUS?

Wer Marx und Engels richtig gelesen hat, müsste wissen, dass beide geschrieben haben: “Der Sozialismus ist Vorstufe des Kommunismus” für Unkundige siehe hier:

Wenn sich heute einer “Kommunist” nennt, ist er mein Gegner, genauso wie ein Faschist, weil beide spinnerten Ideologien haben der Menschheit nur Millionen von Ermordeten gebracht, sonst nichts!

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* Neues von LEYEN I …

Erstellt von UP. am 5. Januar 2011

vormals HARTZ IV

Nachfolgend ein neuer “Erlebnisbericht”, wie die ARGEN sich im Argen mit ihren “Kunden”  befinden.
Wieder einmal wird deutlich, wie inkompetent die Leute am anderen Ende im Callcenter sind, die absolut keinen Bezug zur Realität haben. Unpersönlichkeit und Arroganz ist an der Tagesordnung - um das einfach einmal zu wiederholen.
Die wenigen Daten, die eine Zuordnung zulassen können, haben wir aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geschwärzt.

Hier

kann man den Bericht lesen!

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* Linke Kommunisten

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Januar 2011

Folgt man dem Gerede der Gesine Lötzsch, bleibt einzig die Erreichung des Kommunismus als politisches Ziel der LINKEN. Sie ruft die Menschen dazu auf, mit ihr den Weg dahin zu finden. Natürlich wird die Wegbeschreibung und Gebrauchsanweisung dazu durch eine Partei geliefert welche immer Recht hat. Die ersten Versuche hierzu sind bereits in den verschiedensten West-Ländern zu besichtigen.

Allein diese  Aussage einer Parteivorsitzenden zeigt die Unfähigkeit der momentanen Parteispitze auf. Mit Klaus Ernst und seinen negativen Äußerungen folgt prompt der nächste Griff in die Mottenkiste. Dass damit der Niedergang dieser Partei einen erneuten Anschub erhalten hat,  braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden.

Interessant ist vor allem, dass mit solchen Aussagen der eigentlichen Wähler Zielgruppe dieser Partei, den Sozial-Schwachen und Randgruppen der Gesellschaft ein so genannter Bärendienst erwiesen wird. Oder glaubt denn wirklich jemand daran, dass die Mehrheit des Volkes für 100 Euro mehr oder weniger bereit ist, dem Kommunismus in diesem Land eine Stimme zu geben?

Ist denn wirklich jemand guten Glaubens, mehr als 2 % der Gesellschaft mit solch einer Dummschwätzerei hinter sich zu bringen? Besteht die Partei denn nur noch aus Sektierern und Spinnern, welche auf dem Rücken der ehrlichen Restmitglieder ihre Außenseiterrolle ausleben wollen?

Wie heißt es immer so schön: Es werden viele fleißige Hände zum Aufbau einer guten Sache benötigt, derweil einige Wenige dazu ausreichen, diese wieder zu zerstören.  Die Frage, welche hier gestellt wird, ist letztendlich die, wer das Sagen in diesem Laden hat. Es werden gerade in der LINKEN immer „Die Kleinen“ von der Basis wegen Parteischädigung derselben verwiesen, wobei letztendlich niemand definieren, kann wann und vor allem wer der Partei wirklich einen Schaden zufügt.

Zurzeit bewegt sich diese Partei  auf den Weg zurück in längst vergangen geglaubte Tage der ehemaligen SED und damit in die politische Steinzeit. Die Bemühungen mäßigender Personen aus Ost und West, eine moderne linke Kraft in Deutschland zu etablieren, stehen kurz vor dem Scheitern. Zumal Lötzsch in ihrem Bericht offenbar keine Zeile für die grausamen Verbrechen übrig hat, die im Namen des Kommunismus in der DDR geschehen sind.

Pragmatiker gegen spinnerte Ideologen - so stellt sich die Situation in der Linkspartei derzeit dar. Das haben längst die meisten Mitglieder bemerkt und verlassen in Scharen die Partei. Ich bin mir sicher, dass von den “Edeldemokraten” aus RLP oder dem Saarland gegen solcher Art Äußerungen kein Veto eingelegt wird.

Die große Frage, welche auch im Spiegel gestellt wird, lautet - wir zitieren: „Dieser Text wird die Debatte um die Partei DIE LINKE verändern. Bislang gab es Diskussionen um einen Vorsitzenden, Klaus Ernst, dessen lächerlichen Sprüche und seinen Lebensstil. Lötzschs Outing wirft ganz andere Fragen auf: Will sie die Partei damit für alle Linken und Linkssektierer öffnen? Will sie damit jeden vermeintlichen Abweichler zurückholen?
Der Wähler hingegen dürfte sich aber folgende Frage stellen:
Wo bitte treibt diese Linke hin?
Und wer will eigentlich in diesem Land den Kommunismus?

Nachtrag

Hier zur Information der Artikel der “Junge Welt”.

IE

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* Abzocker Krankenkasse

Erstellt von UP. am 5. Januar 2011

Zwölf Krankenkassen starten 2011 mit Zusatzbeitrag

Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung führt eine aktuelle Liste über Zusatzbeiträge und Prämien der gesetzlichen Krankenkassen. Zum neuen Jahr erheben trotz der allgemeinen Beitragserhöhung in der gesetzlichen Krankenversicherung zwölf Krankenkassen einen Zusatzbeitrag zwischen acht und 15 Euro monatlich. Dazu zählen die mitgliederstarke DAK und die KKH Allianz sowie zahlreiche Betriebskrankenkassen. Insgesamt müssen rund 8 Millionen beitragspflichtige Mitglieder einen Zusatzbeitrag zahlen. Die City BKK erhöhte als einzige Krankenkasse den Zusatzbeitrag zum 1. Januar 2011 von acht auf 15 Euro im Monat. Dagegen haben mit der Esso BKK und der Novitas BKK zwei Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag zum neuen Jahr abgeschafft. Durch eine Fusion müssen auch die Mitglieder der GBK Köln keinen Zusatzbeitrag mehr zahlen.

Vier Krankenkassen schütten an ihre Mitglieder eine Prämie zwischen 30 und 72 Euro rückwirkend für das Jahr 2010 aus. Dies betrifft die G&V BKK, die hkk - Handelskrankenkasse, die BKK Wirtschaft & Finanzen und die BKK ATU. Die BKK Würth plant außerdem eine Prämienausschüttung fest für 2011 ein, allerdings wird die Höhe der Prämie erst im zweiten Quartal 2011 feststehen.

Die vollständige Liste aller Krankenkassen mit Zusatzbeitrag bzw. Prämie ist einzusehen unter http://www.1a-krankenversicherung.de/zusatzbeitrag/liste. Die aktuelle Listen stehen dort auch zum kostenlosen Download als PDF-Dokument zurVerfügung.

1A Krankenversicherung (www.1a-krankenversicherung.de) ist ein unabhängiges Verbraucherportal und befasst sich mit den Themen Krankenversicherung und Gesundheit. Zu den Services zählen tagesaktuelle Nachrichten und allgemein verständlich aufbereitete Verbraucherinformationen. Besucher haben zudem mit einem unverbindlichen und kostenlosen Vergleich die Möglichkeit, die passende gesetzliche oder private Krankenversicherung zu finden. Außerdem finden die Verbraucher kompakte Informationen, darunter aktuelle Urteile, Studien oder Ratgeber zur Sozialversicherung.
Quelle: ddp

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* DIE LINKE-Saarlouis

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Januar 2011

Nachstehenden Artikel haben wir heute mehr als zufällig im Internet gefunden und denken, dass es viel mehr Interessenten gibt, welche den Bericht gerne lesen würden. IE

“Und wieder begeistert der MdL Wolfgang Schumacher die Rundmailer des Saarlandes. Doch nicht wie üblich wegen Vorwürfen der Wahlmanipulation, Wahlfälschung etcpp. Nein diesmal, aber lesen Sie doch selbst…

Auf die linke-saarlouis.de kündet ein etwas älterer Herr stolz von seiner Person. Er scheint wichtig zu sein.

Und wenn das fünfte Kerzlein brennt - dann hat der MdL sein Amt verpennt…

Ahhhhhhhh es ist der MdL Schumacher. Oh nein. Er kann es nicht sein, aber irgendwie doch.

Warum ich zweifle? Wegen der Berufsangabe!! Lagerist, stv. Schichtleiter, Betriebsratsvorsitzender.
Denn eigentlich bezieht der seine 6000 Euro ++ jeden Monat nicht als Lagerist (Lagerist? Was soll das sein? Auf der Wikipedia steht ungelernter Lagerarbeiter auf der Diskussionsseite). Kann aber nicht sein, denn wer würde MdL Schumacher denn dann ernsthaft in die Ausschüsse Wirtschaft und Wissenschaft schicken oder als arbeitsmarktpolitischen Sprecher nehmen?!?

Aber kommen wir zu meinen Zweifeln zurück. Hat der Mann tatsächlich vergessen, das er Mitglied des Landtages ist und die Angaben unter Beruf Vergangenheit sind? Obwohl, so erklärt sich die Ruhe, die um seine Politik herrscht! AUFWACHEN MACH ENDLICH MAL POLITIK. DAFÜR HABEN WIR DICH GEWÄHLT!!!

Aber noch besser kommend: seine Hobbys!!! Familie - klar. Sport - sieht man ihm nicht an find ich.

ABER: POLITIK?!? HALLO! 6.000 EURO-VOM-STEUERZAHLER-KASSIERER! DAS SOLL NICHT DEIN HOBBY SEIN, SONDERN DEINE 24hJOB, DEIN HERZBLUT.

MACH ENDLICH MAL WAS. KOMM MAL POLITISCH IN DIE GÄNGE. ABER NICHT PSEUDO-GRUSEL-POLITIK, WO DAUERND WAHLEN KREPIEREN, BSCHK BEGRÜNDETEN VERDACHT DER WAHLMANIPULATION FESTSTELLT, YVONNES IDEE ABKUPFERST, ETCPP. BRING ENDLICH MAL WAS ORDENTLICHES -UND EIGENES- FÜR DIE GANZE KOHLE! MINIMUM 72000 EURO/JAHR FÜR WAS BISLANG! NUR WOFÜR? MACHTERHALT? 2. LEGPERIODE FÜR ORDENTLICHE RENTE? KOMMT DA IRGENDWANN MAL LINKE POLITIK?”
redDevild@gm.

Quelle: Jursaar. de

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* Die Menschen

Erstellt von UP. am 5. Januar 2011

Spielball der Politik

Rudolf Stumberger 04.01.2011

Der Gesetzgeber hat’s gegeben, der Gesetzgeber hat’s genommen: Menschenwürde nach Haushaltslage

>>> weiterlesen bei TELEPOLIS

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* Hartz 4-Plattform

Erstellt von UP. am 4. Januar 2011

PRESSEERKLÄRUNG der Hartz4-Plattform, Wiesbaden
vom 04. Januar 2011

Hartz4-Plattform: NEIN zu Widersprüchen, JA zu Bildungspakets-Eilklagen
und doppelt JA zur Abtrennung weiterer Gesetzes-Verschärfungen

______________________________________________________________________________________

Zur Klarstellung der kontroversen Positionen zwischen der Rechtsauffassung zur aktuellen Situation bei Hartz IV von Erwerbslosenforum Deutschland, Martin Behrsing, und der Hartz4-Plattform, Brigitte Vallenthin, gab Brigitte Vallenthin dem Freien Radio coloradio, Dresden, ein Interview - anzuhören bei freie-radios.net

Dazu schreibt freie-radios.net in seiner Kurzbeschreibung mit dem Titel „Kommende Hartz-IV-Regelung: 15,-€ mehr und dafür 50,-€ mehr für Wohnung zahlen?“: „Interview mit Brigitte Vallenthin von der Hartz4-Plattform darüber, warum Widersprüche gegen ALG-II-Bescheide, wie sie das Erwerbslosenforum propagiert, unnütze Energieverschwendung seien und warum man lieber gegen die anderen drohenden Verschlechterungen an dem fälligen Gesetz zur Korrektur an Hartz-IV aktiv werden sollte, gegen die, die neben der zu geringen Erhöhung des Regelsatzes drohen. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung zu den Korrekturen an Hartz IV, welcher im Dezember vom Bundesrat abgelehnt wurde, war neben der Erhöhung des Regelsatzes von 359,-€ auf 364,-€ pro Monat unter anderem auch vorgesehen, dass Sachbearbeiter Sanktionen bzw. Leistungskürzungen ohne Rechtsmittelmöglichkeit der Betroffenen verhängen dürfen, dass Wohnungs- und Heizkosten pauschalisiert werden und dass das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger gestrichen wird. Die Hartz4-Plattform fordert einen Regelsatz von mindestens 600,-€ im Monat.“

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* Impressionen - Teil 2

Erstellt von UP. am 4. Januar 2011

Teil 1 ist hier, aus dem auch die Zitate entnommen sind.

[Zitat]
Aber unsere Kräfte erstarken. Dabei wäre es gut ein bundesweites Netzwerk aufzubauen. Was bietet sich hier besser an, als den Traditionellen Namen „Leverkusener Kreises” wieder zu nutzen.

Dazu folgende Erklärung:
Der Leverkusener Kreis (LVK) war ein Zusammenschluss von etwa 300 Mitgliedern innerhalb der WASG und hatte nach eigenen Angaben 1500 Interessenten. Gründungsdatum des Leverkusener Kreises war der 10. Juni 2005 anlässlich der damals noch in Planung befindlichen Kooperation zwischen WASG und PDS. Sie sprachen sich gegen die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Antritt mit der PDS bei den vorgezogenen Bundestagswahlen 2005 aus. Vom Landesvorstand NRW der WASG wurden daraufhin drei Ausschlussverfahren eröffnet. Gegen die Parteimitglieder Matthias Fiege, Merav Blumenthal-Atak und Markus Schlegel wurden Parteiausschlussverfahren wegen parteischädigenden Verhaltens beantragt. Sie seien für einen “Gegenwahlkampf” gegen die Linkspartei verantwortlich, hiess es seinerzeit in einer veröffentlichten Presserklärung der NRW-WASG.
Fiege, Blumentahl-Atak und Schlegel waren führende Mitglieder des sogenannten “Leverkusener Kreises”, einer Gruppierung innerhalb der WASG, die sich wegen Bedenken gegen ein Bündnis mit der SED-Nachfolgepartei PDS formiert hatte und diese Pläne öffentlich kritisiert.

Was nun bei der Mail wirklich irritiert, dass Prof. Bierbaum ein ‘Gutmensch’ sein soll und Mitglied eines “neuen” Leverkusener Kreises werden soll, den der Verfasser der Mail zu ‘wiedergründen’ beabsichtigt. Sorry - aber der Leverkusener Kreis ist tot!

Und die politische Vita eines Prof. Bierbaum scheint nun wirklich nicht geeignet, die Mitgliedschaft in einem fiktiven “neuen” Leverkusener Kreises zu rechtfertigen. Allein von der seinerzeitigen Definition des Leverkusener Kreises wäre das ein Unikum. Dann stelle man sich über die Schiene
Er [Bierbaum] will in Mainz erwirken:
1.KEIN AUSSCHLUSS für Alexander Ulrich (Empfehlung des Bundesvorstandes)

weiter vor, dass auch [Dr.] Vollmann und die anderen Unterzeichner ebenfalls Mitglieder dieses “Neo-Kreises” werden.
Erkennt der Leser mittlerweile die Verlogenheit, den “traditionellen” Namen “Leverkusener Kreises” wieder zu nutzen?!
Das alles hört sich so an, als ob die nordkoreanische Führungsclique behauptet, die einzige Demokratie auf der Welt zu sein.
Aber das ist alles Taktik, auch der Vorschlag der Namesngebung, Wahrheit und Ehrlichkeit zu verschleiern.

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* Zicken, Witwen, Gifte

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2011

Ein nicht ganz Klaus Ernst zu nehmender vorausschauender Rückblick auf das Jahr 2011, ein wahres Kanzler Jahr.

Ein turbulentes Jahr liegt hinter uns. Zehn Kanzlerinnen, elf tote Spitzenpolitiker, unzählige Intrigen erschütterten die Bundesrepublik. Wie konnte das nur passieren? Versuch einer Kurzfassung der höchst dramatischen Ereignisse.

Januar

2011 begann mit einem Schock: Bundeskanzlerin Angela Merkel erlag während eines Urlaubs in der Schweiz unerwartet einer Grippe. Sofort entspann sich eine Verschwörungstheorie - man soll ihr die falschen Medikamente gegeben haben. Die Erklärung: In der Schweiz bedeutet “Grippe” nicht Erkältung, sondern akutes Lymphfollikelversagen. Die aggressiven Pillen gaben der geschwächten Kanzlerin den Rest.

Februar

Bereits im Februar übernahm Bürgerliebling und Stilikone Karl-Theodor zu Guttenberg das Amt des Bundeskanzlers. Doch nicht für lange - wenige Tage darauf wurde der christsoziale Baron während eines Fotoshootings für die Damenzeitschrift Adel heute im Allgäu von Problembär Bruno junior zerfleischt. Die Schockfotos gingen um die Welt, und das deutsche Kanzlersterben setzte sich fort.

März

Ganz in der Tradition der Erbmonarchie ging der Kanzlerthron im März auf Stephanie zu Guttenberg über, die gelobte, in Deutschland gründlich aufzuräumen. Doch bei ihrer ersten Reise in das arabische Zwergemirat Khandar wurde sie mit einer örtlichen Ehebrecherin verwechselt und aus Versehen gesteinigt. Deutschland erhielt 40 Kamele als Entschädigung.

April

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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* Bürger- = Sklaven-arbeit

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2011

Gedanken über die neueste Diskrimination mit Namen Bürgerarbeit aus dem Hause des Arbeitsministeriums macht sich auch Sven Szymanski DIE LINKE. vom Gemeindeverband Schiffweiler. IE

PRESSEMITTEILUNG:

Bürgerarbeit ist moderne Sklaverei

Wie schon immer seit dem Systemwechsel von der aktiven zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik wird die Öffentlichkeit mit wohlklingenden Begriffen hinters Licht geführt. Denn die von der Regierungskoalition geplante „Bürgerarbeit“ hat nichts mit dem ursprünglichen Konzept der Bürgerarbeit zu tun, das ein freiwilliges gesellschaftliches Engagement in kooperativen, selbstorganisierten Arbeitsformen und keinen Zwangsdienst meint. So wie sie in 2011 auch in Schiffweiler eingeführt wird und durch die kirchlich getragene diakonische Einrichtung Neue Arbeit Saar ausgeführt wird. DIE LINKE lehnt als einzigste Partei in Schiffweiler die Bürgerarbeit ab und kritisiert sie aufs Schärfste.

Mit dem Modell des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird ein neues Instrument geschaffen, Erwerbslose weiter zu drangsalieren, zu schikanieren und zu erniedrigen. Es zwingt Erwerbslose in prekäre Beschäftigung, eröffnet ihnen keine neue Beschäftigungsperspektive und vernachlässigt nicht nur die Schaffung regulärer Arbeitsverhältnisse, sondern unterstützt sogar den Stellenabbau im Öffentlichen Dienst.
Der Ansatz dieser „Bürgerarbeit“ geht auf das US-amerikanische Konzept des „workfare“ zurück.

Dahinter steht die Grundannahme, dass Erwerbslosigkeit nicht nur durch einen Mangel an Arbeitsplätzen verursacht wird, sondern vor allem durch mangelnde Arbeitsbereitschaft. Das Modell ist deshalb auch kein Arbeitsbeschaffungsprogramm, sondern ein restriktives Eingliederungsprogramm, das die Ausweitung des Niedriglohnsektors beschleunigen wird.

Die Betroffenen bleiben aufgrund des geringen Entgelts hilfebedürftig, sind weiterhin auf ergänzendes Arbeitslosengeld II angewiesen und verbleiben im Hartz IV-System. Damit werden Millionen Menschen auf Dauer aus dem normalen Beschäftigungssystem ausgegrenzt und die Mittel der Arbeitspolitik verwandeln sich in Subventionen für den Niedriglohnsektor.

Bürgerarbeit soll angeblich zusätzlich sein und im öffentlichen Interesse liegen, mithin keine reguläre Beschäftigung verdrängen und in der Regel bis zu 30 Wochenstunden umfassen. Sie soll mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung sozialversicherungspflichtig sein und wird mit 1.080 Euro gefördert, was einen Bruttolohn von 900 Euro und die Arbeitgeberbeiträge zur Renten- und Krankenversicherung einschließt. Eine Aufstockung seitens der Arbeitgeber ist nicht geplant, wie aus der Beschreibung des Modells hervorgeht: „…werden Arbeitsplätze bis zu drei Jahre mit einem Festbetrag gefördert und Arbeitsentgelt und Sozialversicherungsaufwand des Arbeitgebers abgedeckt. Wochenarbeitszeit von 30 Stunden = 1.080 Euro; Wochenarbeitszeit von 20 Stunden = 720 Euro“

Die Finanzierung des Programms erfolgt über ESF-Mittel des Bundes und Mittel des Eingliederungstitels des SGB II.

Das Modell „Bürgerarbeit“ bedient die Legende vom faulen „Arbeitslosen“, der auch etwas für sein Geld tun sollte und spaltet die Gesellschaft.

Wenn man dann noch davon redet, dass die Gemeinde im Bereich des Bauhofs davon profitiere und das “Preis-Leistungsverhältnis“ sei sehr zu begrüßen ist das reiner Zynismus. Denn man sollte bedenken das es sich hierbei nicht um irgendeine Ware handelt sondern um in Not geratene Menschen.DIE LINKE lehnt jede Form von erzwungener Arbeit als Gegenleistung für Sozialleistungen ab.

Sven Szymanski
DIE LINKE. Gemeindeverband Schiffweiler

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* Von Kollegen gewählt IV

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2011

Heute erreichte uns wieder eine Nachricht vom Solikreis “Gemeinsam sind wir stark” aus Oberhausen mit der Bitte um Veröffentlichung der wir hiermit gerne nachkommen. IE

“In seltener Eintracht arbeitet der MAN-Vorstand mit der unternehmenshörigen Betriebsratsspitze zusammen.

Die Geschäftsleitung versucht über ihre Bereichs- und Abteilungsleiter, ausländische, insbesondere türkisch-stämmige Angestellte einzuschüchtern. So wird Ingenieuren geraten, sich “nicht mit der türkischen Clique im Betrieb zu verbünden, das könnte schwerwiegende Folgen für sie haben”. Es wird der Anschein erweckt, die zahlreichen Kollegen mit türkischen Wurzeln, die zum Teil seit Jahrzehnten oder in der zweiten Generation im Werk arbeiten, seien wie eine Art Mafia”.

Eine andere Nummer zieht die IGM Ortsverwaltung und die Betriebsratsspitze ab: Der IG-Metall-Vertrauenskörper von Thyssen-Nirosta in Krefeld hatte sofort nach Bekanntmachung über das Internet das Flugblatt des Solikreises “Gemeinsam sind wir stark” gegen die geplante fristlose Kündigung des Kollegen Zabit Cumcu, Betriebsrat bei MAN Turbo&Diesel in Oberhausen, auf seiner Homepage veröffentlicht.

Das war ein richtiges Signal für eine kämpferische Gewerkschaftsarbeit und Solidarität über weltanschauliche oder parteipolitische Grenzen hinaus. Auf Druck des IGM-Ortsvorsitzenden in Oberhausen, Peter Koppers, sowie der Betriebsräte Helmut Brodrick (Betriebsrats-Vorsitzender) und Gerhard Kreutzer (stellvertretender Konzernbetriebsrats-Vorsitzender der MAN SE) von MAN Diesel&Turbo, beide ebenfalls im Ortsvorstand der IG Metall, wurden die Kollegen bei Thyssen-Nirosta durch ihren Ortsvorstand veranlasst, das Flugblatt und die Solidarität mit Zabit Cumcu von der Homepage zu entfernen.

Man bezweckt anscheinend, die Entwicklung einer betriebs- und ortsübergreifenden Solidarität mit dem Kollegen Cumcu zu unterbinden. Das wirft natürlich die Frage auf, ob die rechten IGM-Führer in Oberhausen nicht selbst maßgeblich an der geplanten fristlosen Kündigung von Zabit Cumcu beteiligt sind. Welches Interesse könnte sonst bestehen, die Solidarität mit einem Betriebsratskollegen zu unterbinden?”

Nachtrag am 04. 01. 2011:

Unter der Überschrift: “MAN kündigt Betriebsrat wegen eines Streits am Arbeitsplatz fristlos“  berichtet auch die WAZ heute über die Situation.

Nachtrag am 10. 01. 2011: Das türkische Fernsehen berichtet über Solifest für Zabit Cumcu

Für unsere Türkisch sprechenden Freunde ein Hinweis in Türkischer Sprache

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* Wie geht es uns,

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2011

…Herr Küppersbusch?

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Wortwart Peter Ramsauer wird wegen seiner Verdienste um den Klapprechner in den PEN-Club aufgenommen und heißt künftig Rampensauer. Mitarbeiter sagen statt “Nonsens” künftig “Ramsauerei” und statt “überforderte Knalltüte” “Herr Minister” oder schlicht Mr. Creamsour.

Was wird besser in dieser?

Die Bahn ächtet “Pünktlichkeit” als “Fremdwort des Jahres”.

Am Freitag beginnt der Vermittlungsausschuss zur Hartz-IV-Reform zu tagen. Unter anderem geht es um die Frage, ob auch Kinder von Wohngeldempfängern vom neuen Bildungspaket profitieren sollen. Sind wir endlich auf dem Weg in eine echte Bildungsgesellschaft?

Von der Leyen hat der SPD da inzwischen Zustimmung signalisiert. Künftig werden also LehrerInnen schriftlich attestieren müssen, dass sie versagt haben. Dann bekommt das Kind staatlichen Zuschuss zur Nachhilfe bei einem staatlich anerkannten Nachhilfeinstitut. So einfach! Wer will da noch so etwas Kompliziertes wie bessere Schulen für alle? Seit die FDP mit dran ist, riecht es endlich nach ein bisschen DDR auch in der Bildung. Das Bundesverfassungsgericht hatte der Regierung aufgegeben, die Hartz-Sätze zum 1. 1. 2011 gerechter zu regeln. So sehen Nachsitzer aus.

Der Essener Baukonzern Hochtief steht vor der Übernahme durch den spanischen Konzern ACS. Ein harter Schlag für den Pott?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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* So war es-und so ist es!

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Januar 2011

“Die Satzung interessiert mich nicht” - Klaus Ernst (MdB)

“Ich scheiße auf die Satzung” - Hussein Aydin (MdB)

Von Freunden auf einen Artikel vom 24. 03. 2006 in der “LINKEZEITUNG” aufmerksam gemacht, nehme ich diesen Bericht von Peter Weinfurth noch einmal auf. Dieser Artikel ist heute, fünf Jahre später, fast noch aktueller als zu der damaligen Zeit. IE

Eine „Partei neuen Typs” wollte die WASG sein, eine Partei, die sich nicht von der Bewegung ablöst, bei der es keine Fixierung auf gut dotierte Posten gibt, in der es demokratisch zu geht, in der eine breite politische Debattenkultur herrscht.

Insbesondere von der Entwicklung der Grünen wollte man lernen: Angefangen als ökologische pazifistische linke Bewegung verwelkte die Partei nach Jahren zu einer wertkonservativen Variante der CDU, die in sozialen Fragen mit der FDP um die am meisten neoliberalere Politik wetteifert.

Wozu die Grünen viele Jahre brauchten, das hat die WASG in zwei Jahren auf sehr radikale Weise vollbracht: Die weitgehende Erstickung der antineoliberalen Bewegung von 2004 in einem Sumpf von Intrigen, Manipulationen, Satzungsvers