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Archiv für Dezember 8th, 2010

* Die Linken wackeln nicht?

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Dezember 2010

Das heutige Interview mit Klaus Ernst.

In einem Interview mit Stefan Reineke bekräftigt Klaus Ernst seine entschlossene Ablehnung zu Hartz IV, der Rente mit 67 und dem Afghanistan Krieg und verkauft diese Standfestigkeit als einen Erfolg seiner Partei.

Das diese Aussage zumindest bei dem Thema Hartz IV so nicht richtig ist sei hier durch folgende Tatsachen belegt:

So wurden die Aufweichungsversuche auch von vielen APO Organisationen hart kritisiert. Am 03.03.2009 berichteten wir in dem Artikel “Die LINKE und Hartz IV” über eine Veranstaltung aus Dortmund.

Auch liegt ein Strategiepapier von Klaus Ernst mit Namen “Hartz IV light” vor, welches zu dem heutigem Interview voll im Widerspruch steht. Über dieses Papier berichtete unter ander auch der “Tagesspiegel” ausführlich.

Noch am 12. 03. 2010 räumt er selber in einem Interview welches unter dem Titel :”Rot-rot- grün” nachlesbar ist, bei Hartz IV Kompromisse ein.  Auf die Frage:

taz: Herr Ernst, welchen Kompromiss würde die Linkspartei bei Hartz IV in einer zukünftigen rot-rot-grünen Bundesregierung akzeptieren?

erhielt der Reporter folgende Antwort:

Klaus Ernst: “Grundvoraussetzung ist für uns eine Erhöhung der Regelsätze und eine Rücknahme der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger. Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass das Existenzminimum geschützt ist - also darf es auch nicht gekürzt werden. Wenn es keine geeigneten Arbeitsplätze gibt, darf man die Leute nicht mit Leistungskürzungen quälen. Darunter geht mit uns nichts.”

Diese Aussage bringt klar und deutlich zum Ausdruck, dass man sehr wohl bereit ist Abschwächungen oder leichte Verbesserungen  von Hartz IV akzeptabel zu finden. Darauf weisen übrigens auch die vielen Koalitionen auf Landes- Kreis-, oder Stadt- Ebenen hin.

Selbst innerhalb von Parlaments- oder Rats- Oppositionen ist man nur allzu gerne bereit seine Stimmen, auch bei völlig klaren Abstimmungssituationen, der CDU oder FDP zwecks Festigung derer Mehrheiten zur Verfügung zu stellen.

Hier das heutige Interview:

taz: Herr Ernst, Dietmar Bartsch und Bodo Ramelow sagen, dass die Führung der Linkspartei blockiert ist. Stimmt das?

Klaus Ernst: Nein.

Das Argument lautet: Die Partei ist komplett quotiert - nach Strömungen, Mann-Frau, Ost-West - und bewegungsunfähig.

Quatsch. Wir haben ein gemeinsames Strategiepapier erarbeitet, wir haben einen erfolgreichen Programmkonvent hinter uns. Wir setzen vier Schwerpunkte. Verteilungsgerechtigkeit, einen gerechten und effizienten Sozialstaat, Demokratie und Frieden. Wir sind die einzige Partei, die nie für Hartz IV, die Rente mit 67 und den Afghanistankrieg gestimmt hat.

Neu ist das aber nicht.

Wir bleiben bei unseren Kernthemen. Wir wackeln da nicht, nur weil rechnerisch Koalitionen möglich wären. Damit haben wir Erfolg gehabt, so machen wir weiter. Auch deswegen haben wir eine stabile Wählerschaft.

Nur 20 Prozent können sich überhaupt vorstellen, je Linkspartei zu wählen. Wollen Sie das nicht ändern?

Vorsicht. Die Grünen haben diese guten Umfragewerte, weil sie nach allen Seiten offen sind. Sie sind beliebig. Die Grünen haben bei Hartz IV, der Rente mit 67 und dem Afghanistankrieg gewackelt wie ein Kuhschwanz. Wir nicht.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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* kurz-sichtig

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Dezember 2010

Rösler der Pflegefall - was will uns der gute junge Mann alles noch bescheren???
Rösler will 2011 zum politischen Pflegejahr machen
stern.de
Zehntausende Pflegekräfte fehlen in Deutschland - und das in einer zusehends alternden Gesellschaft. Nach dem Pflegegipfel im Bundesgesundheitsministerium machte Gesundheitsminister Philip Rösler erstaunlich konkrete Ankündigung. Ob sie helfen, bleibt offen.

Es bleibt dabei: BUNDESWEHR raus aus Afghanistan
Enttäuschte Hoffnung in Afghanistan
tagesspiegel.de
Die Zahlen sind ernüchternd: Das Ansehen der Deutschen in Afghanistan ist 2010 massiv gesunken, und auch das Engagement der Hilfsorganisationen wird zunehmend negativ bewertet. Macht Deutschland am Hindukusch alles falsch?

“Seriöses” PAYPAL & Co stiehlt WIKILEAKS das Geld-Konto
Wikileaks-Spenden: Wau-Holland-Stiftung wehrt sich gegen Paypal
Golem.de
Die Wau-Holland-Stiftung hat rechtliche Schritte gegen Paypal eingeleitet. Die eBay-Tochter Paypal hatte der gemeinnützigen Stiftung ein Paypal-Konto gesperrt, auf das Spendengelder für Wikileaks eingingen.

Klare Momente; denn auch Schmidt ist nicht immer zu vertrauen, weil er dem Gazprom-Händler Schröder bei der Einführung von HARTZ IV die Stange hielt.
Euro-Turbulenzen: Altkanzler Schmidt zerpflückt Merkels Krisenpolitik
SPIEGEL ONLINE - Schlagzeilen
Ein Kenner spricht Klartext. Helmut Schmidt hat die Politik der Bundesregierung in der Finanzkrise angegriffen - Kanzlerin Merkel agiere “nicht sehr geschickt”, findet er. Generell fehlten in Europa Politiker mit Überblick und Urteilskraft.

All U need is Love!
Zum 30. Todestag: Wer war John Lennon?
ZEIT Online
Der Kult um seine Person ist ein tragischer Fall nachgetragener Liebe. Vor 30 Jahren wurde John Lennon umgebracht, der oberste Beatle, Agitator, Privatier und Klassiker.

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* Von Fleisch und Knochen

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Dezember 2010

Jetzt ist die Saar - LINKE endgültig auf den Hund, t’schuldigung, Knochen gekommen. Nachdem das Fleisch zuvor von stalinistisch, satzungs-fleddernden Mäusen - bildlich gesehen - abgenagt wurde, wird der Rest den unteren Chargen überlassen. Dabei ist es schon bewundernswert, wie es Mandatsträgern gelingt, mit großen Gesten parteischädigend in die Presse zu kommen.

Das dieses auch einmal durch einen Stadtrat in St. Ingbert geschieht, zeigt die grosse Bandbreite der Möglichkeiten. Indiskretionen lassen wissen, dass in seiner Amtszeit als Vorsitzender allein drei Vorstandsmitglieder zurückgetreten sind. Auch wird gemunkelt, dass durch Barbara Spaniol und Rolf Linsler Versprechungen in Beziehung auf seine politische Zukunft gemacht wurden.

So soll man laut uns vorliegenden Informationen

* sich angemaßt haben, die rechtmäßig von der Mitgliederversammlung gewählte Kassiererin R. L. von ihren Aufgaben zu entbinden. Ging es da vielleicht auch schon um Knochen?

* fortwährend gegen einen Beschluss der Mitgliederversammlung vom 28.10.08 verstoßen

* einführen zu wollen, dass die Vorstandssitzungen immer bei ihm zu Hause stattfinden

(verständlich; denn zu Hause soll das Verköstigen einer Flasche Cognac günstiger sein als in der Kneipe)

* sich weigert, von seiner Ehefrau ausstehende Mitgliedsbeiträge zu kassieren

* sich geweigert haben, seinem Stellvertreter C. D. von den angefertigten Protokollen der Vorstandssitzungen eine Kopie oder sonstige Unterlagen zu überlassen

* für die StadtratkandidatenInnen - ohne deren Einverständnis - eigene Mail-Adressen angelegt (Server über seinen Freund W. B.)

* ohne das Einverständnis der StadtratkandidatenInnen deren Fotoaufnahmen  missbräuchlich für ein Rundschreiben verwendet, obwohl die Fotoaufnahmen nur für einen Flyer bestimmt waren.

Er trage sich mit dem Gedanken die Partei zu verlassen…

knochen

Zum Schluss noch ein Video von einem Großen, welcher seinen Untergebenen die Auslegung von Linker Rechtssprechung erklärt.
Mir wurde als Kind gesagt, das Schreier immer im Unrecht sind, und ich frage mich seit geraumer Zeit, ob dieses denn eine Frage des Elternhauses sein könnte.

IE

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