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Archiv für November 18th, 2010

* arm gestorben

Erstellt von UP. am 18. November 2010

Ein Skandal!

Gestern und heute um 14.15.h konnte man im Fernsehen des WDR als Wiederholung eine Sendung sehen, die jeden normalen Menschen - ausser den verantwortlichen Politikern und deren Erfüllungsgehilfen in den Sozial- und Ordnungämtern - erschüttern musste. Der Erstsendetermin war am 15.11.2010.

Thema dieser Sendung war die sogenannte “Sozialbestattung” - die Beerdigung von Menschen, die selber nicht das Geld auf dem Konto hatten oder durch eine Versicherung geschützt waren, deren Ertrag die Kosten für eine menschenwürdige Bestattung übernahm.
Ausführlich geschildert wurde der Fall der 82-jährige Witwe Ingeborg Steiniger. Ihr Ehemann war gestorben und sie hatte nicht das Geld für die Beerdigung. Deswegen wandte sie sich an das Sozialamt der Stadt Mönchengladbach und bat um Hilfe. Damit begann das entwürdigende Verfahren der Datenerhebung und dem Verlangen nach Offenlegung sämtlicher Vermögensverhältnisse einschliesslich Heizkostenabrechnung, Mietbescheinigung und anderer behördlicher Forderungen. Allein in der vorherrschenden Situation, dass man einen lieben Menschen durch den Tod verloren hat, diese Dinge vor der Beerdigung beizubringen, geht an die Grenze des Erträglichen und wenn man dann noch das Alter von Ingeborg Steiniger betrachtet, scheint diese Grenze ohne Rücksicht überschritten worden.
Nach Abzug aller monatlichen Kosten verblieben der Ehefrau 200 €, und davon sollte die Bestattung bezahlt werden. Richtig! Es war Bedingung für das “Ämtle”, die Kostenfrage zu klären, bevor der Tote beerdigt werden sollte.
Das Sozialamt bediente sich schliesslich eines perfiden Verwaltungstricks: Es übergab die Angelegenheit an das zuständige Ordnungsamt. Und das Ordnungsamt fackelte nicht lange. Es ordnete die unverzügliche Überführung des Leichnams “zur Entsorgung” in ein Krematorium nach Venlo (NL) an. Die Asche des Toten wurde im einem Wäldchen hinter dem Krematorium verstreut.

Das alles geschah ohne das Wissen der Witwe Steiniger, der dadurch keine Gelegenheit gegeben wurde, sich in einer kleinen Trauerfeier mit Freunden und Bekannten von dem Verstorbenen zu verabschieden.

Und die deutsche Gründlichkeit treibt die perfide Handlungsweise der Verantwortlichen auf die Spitze: Die Quittung für die Aufwendungen der Ordnungsbehörde kam postwendend: Die Rechnung einschliesslich der Kosten für die ‘Lagerung’ der Leiche für 29 Tage zu 30 Euro!!!

Quelle: WDRDort kann die Sendung als Podcast heruntergeladen werden:
Auswählen: November 2010 - Sendung am 15.11.2010
Verarmt - verstorben - verscharrt - Wenn der Tod zu teuer ist.

Die rechtliche Lage kann hier nachgelesen werden. Die PDF-Datei wird von der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas, Königswinter, zur Verfügung gestellt. (Ratgeber “Sozialbestattung” (PDF)).

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* Grundeinkommen,…

Erstellt von UP. am 18. November 2010

das bedingungslose.

Die Motivationen bei den Gedanken zur Einführung und auch die daraus resultierende Höhe sind oft ein wenig verschieden, aber der Grundsatz passt.
Wünschenwert wäre in diesem Zusammenhang, dass sich ein Arbeitskreis auf ein gemeinsames Ziel einigt, welches nicht nur bedingungsloses Grundeinkommen sich nennt, sondern gemeinsame Rahmenrichtlinien definiert.
Dazu gehört auch, dass sich die Linkspartei intern einigt; denn dort gibt es ein reaktionäres Papier, welches sich in 10 Punkten konträr zum AK Grundeinkommen gegen dieses Grundeinkommen ausspricht.

Mit Jubel und Blumen wurde Susanne Wiest nach Ihrer Rede im Petitionsausschuss von vielen Bürgern und der Presse empfangen. Jede Frage der Ausschussmitglieder beantwortete sie souverän, geistreich und humorvoll. Unter all den professionellen Ausschussmitgliedern und deren nüchternen Sprache und Abgeklärtheit wirkte Susanne Wiest wie eine Blume in der Wüste. Bunt, lebendig und klar mit einem Ziel: Eine Idee zum Blühen zu bringen. Die Idee einer Gemeinschaft mit mehr Demokratie, mehr Freiheit zu etwas mehr Atmosphäre in der wir Menschen auch Mensch sein und werden können. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens als Ausdruck einer Gemeinschaft, welche den Bürger als Souverän anerkennt und seine Souveränität praktisch ermöglicht und zugleich schützt.

Susanne Wiest und alle Mitunterzeichner der Petition haben mit der Petition ein heute mögliches Mittel genutzt, eine Bitte an die Bundesregierung zu richten, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Artikel 17 des Grundgesetzes regelt diese Möglichkeit: “Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft … mit Bitten … an die Volksvertretung zu wenden.”

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