Erstellt von Marife Hutton am 4. November 2010
Foodwatch - die Essensretter - laut einer Studie sind 93% der Bundesbürger für das Smiley-System gegen Gammel Restaurants und für gesundes Essen im Land!
Laut Umfragen von Foodwatch, wollen inzwischen 93% der Bundesbürger auch in Deutschland das Smiley-System, welches schon seit Jahren in Dänemark geführt wird.
Das Smiley-System wird bereits seit Jahren von Foodwatch gefordert, damit die Menschen in Restaurants, Schulen, Kantinen, Altenheimen und Lebensmittelgeschäften sofort die Ergebnisse der durch die Veterinär- und Lebensmittelbehörde erfolgten Kontrollen zu Lebensmittelsicherheit und Hygiene sehen können. Bei uns hier in Deutschland finden zwar regelmäßige Kontrollen statt, doch diese werden zwar auch veröffentlicht, aber verschwinden dann in irgendwelchen anonymen Statistiken, also ist für die Bürger nicht ersichtlich ist, wo wirklich Schindluder getrieben wird. Das Schlimmste daran ist, dass sich nichts geändert hat, oder wohl niemand etwas ändern möchte, so gesehen kommt dies einer Verspottung der Verbraucher gleich, so Foodwatch.
Jedes Jahr im Herbst, werden seitens der amtlichen Lebensmittelkontrolleure die Ergebnisse veröffentlicht, inzwischen ist klar, dass in Deutschland die Zahlen in keinster Weise besser sondern sogar noch schlechter geworden sind. Inzwischen weist jeder vierte Betrieb Mängel auf, eine schlimme Vorstellung, dass ich vielleicht gerade noch vor einigen Tagen essen war und vielleicht gerade dieser Betrieb nicht den Hygienekontrollen stand gehalten haben könnte. Eine grauenvolle Vorstellung. Fakt ist, dass die Zahl von 52% auf 54% gestiegen ist. Soviele Betriebe weisen eindeutige Mängel auf und wir reden hier nicht mal eben von irgendwelchen Kleinigkeiten, sondern von wirklich gravierenden Mängeln.
Zitat von Foodwatch
„Als “gravierende Mängel” galten zum Beispiel: Stark verdreckte Küchengeräte, zu warm gelagertes Fleisch, verschimmelte Lebensmittel oder stehendes Abwasser auf dem Fußboden. Selbst Kakerlaken, verschimmelte Zapfanlagen oder unverpackte Lebensmittel, die auf dem verschmutzten Boden herumliegen, werden von deutschen Lebensmittelkontrolleuren immer mal wieder entdeckt. Sogar Rattenplagen kommen in Restaurantküchen vor!“
Es wurden 2500 Betriebe kontrolliert, wovon 850 gravierende Mängel aufwiesen, aber niemand will dagegen etwas unternehmen - unfassbar!
Dabei liegt die Lösung so nahe. Das Schlimmste dabei ist, dass wir uns tagtäglich so einer Lebensmittelvergiftung aussetzten, ohne es zu wissen. Was ist mit unseren Kindern, gerade jetzt wo, immer mehr Ganztagsschulen ins Leben gerufen werden, also müssen auch hier verstärkte Kontrollen zum Wohle dieser Kinder statt finden. Denn besonders wenn eine Mensa, also eine dazugehörige Großküche das Essen für unsere Kinder liefert oder sogar selbst herstellt. Sollte da nicht das oberste Gebot sein, ständige Kontrollen und vor allem auch Verbesserungen, wenn Mängel nachgewiesen wurden?
Nun in Dänemark ist bereits seit Jahren das Smiley-System im Umlauf, schon vorne ganz deutlich für jedermann sichtbar hängt ein Smiley. Die Smiley-Symbole haben Gesichter von lachend bis grimmig. Die Ergebnisse werden auch im Internet veröffentlicht, also eine zusätzliche Sicherheit für die Menschen in Dänemark.
Nun hat sich die Bundesregierung wohl zu einem ersten Schritt nach vorne entschlossen; denn sie will ab dem 1. Juli 2011 in Berlin dieses System einführen.
Dies ist zwar ein großer Durchbruch für Foodwatch, die schon lange für die Gerechtigkeit im Lebensmittelbereich kämpfen, doch was ist mit der Einführung in ganz Deutschland?
Anscheinend will sich wieder einmal unsere Bundesregierung auf eine Light Version einlassen, anstatt wieder einmal etwas zum Wohle für die Menschen in ihrem Land zu tun.
Naja, das diese Menschen ihre Wähler sind und ihnen ihre Arbeitsplätze verschaffen, scheint in diesem, wie auch vielen anderen Fällen doch wohl eher sekundär zu sein. Irgendwie müssten wir doch langsam daran gewöhnt sein, oder vielleicht doch nicht?!
Wichtig ist, dass das Smiley-System, wie es bereits in Dänemark erfolgreich geführt wird, auch hier bei uns in der gesamten Bundesrepublik umgesetzt wird, ohne wenn und aber oder irgendwelche Kompromisse, worauf ja unsere Politiker doch immer wieder gerne zurück greifen.
Es darf auf keinen Fall eine Lücke entstehen, wo wohlmöglich die Betriebe selbst entscheiden dürfen, ob sie an einer Lebensmittelkontrolle teilnehmen, was nämlich dazu führen würde, dass vielleicht gerade diese Betriebe sich um die Pflicht drücken würden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass auch gerade nach den Kontrollen, wo Mängel festgestellt wurden, hinterher auch Verbesserungen statt finden.
An dieser Stelle könnte ich auch sagen, dass es jedem Betrieb dann selbst überlassen ist, ob er sich im Nachhinein verbessern oder pleite gehen will.
Natürlich gibt es auch wieder einmal Gegner, gerade hat sich ein Funktionär des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) so geäußert, dass wenn die Küche stinken würde, dann käme er nicht wieder. Tja, hier ist wieder einmal eindeutig, dass diesem Herrn wohl entgangen ist, dass es sich erstens um ein differenzierteres Bewertungssystem handelt und zum zweiten, dass die Verbraucher das Smiley-System fordert.
Zumindest ist der erste große Schritt in Richtung saubere Küchen getan, allerdings sollte sich das Smiley-System Bundesweit und somit für alle Menschen zugänglich sein und nicht nur für die Menschen in Berlin da sein. Es kann ja auch nicht angehen, dass wir erst einmal alle nach Berlin fahren müssen, um in den Genuss des Smiley-Systems zu kommen.
Es ist doch erschreckend mit welcher Indolenz sich unsere Politiker über unsere Forderungen hinweg setzen.
Wer sich informieren und auch Foodwatch unterstützen möchte, der kann sich auf der Homepage von Foodwatch gerne weiter informieren.
Es geht um unsere Gesundheit und vor allem auch um unsere Zukunft und noch wichtiger um unsere Kinder, die wir doch vor solchen Schandtaten schützen sollten.
Das Smiley-System für eine gesunde Zukunft!
Marife Hutton