* Das Irak Embargo
Erstellt von DL-Redaktion am 26. September 2010
Unter dem Titel “Der andere Krieg gegen den Irak” beschäftigt sich Andrew Cockburn mit dem Embargo, das dem Irakkrieg von 2003 vorausging. Unter anderen stellt er fest das dieser “unerklärte Krieg” die Infrastruktur so stark ruinierte, dass heute die US-Truppen ein unregierbares Land zurück lassen. Weiter heisst es: Ich Zitiere:
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“Dieser jüngste Fall eines präzise und kaltblütig kalkulierten Embargos zeigt rückblickend wesentliche Parallelen zum britischen Verhalten gegenüber dem besiegten Deutschland. In beiden Fällen hielt man an Sanktionen fest, nachdem das ursprüngliche Ziel - die militärische Niederlage des blockierten Staates - bereits erreicht war. In beiden Fällen trafen die Sanktionen die Zivilbevölkerung, während das Regime weitgehend ungeschoren davonkam. Und wie nach dem Ersten Weltkrieg argumentierten die politischen Entscheidungsträger nach dem Golfkrieg von 1990, die Aufhebung der Blockade würde den auf dem Schlachtfeld errungenen Sieg ins Gegenteil verkehren, denn die besiegte Macht werde wieder in ihre alte kriegerische Mentalität zurückfallen.
In der öffentlichen Diskussion wurden die Sanktionen gegen den Irak seinerzeit nur sporadisch thematisiert. Noch weniger Beachtung fand das von Washington betriebene bürokratische Regime, das - mit stets beflissener Unterstützung der Regierung in London - unter anderem für den Tod einer halben Million irakischer Kinder verantwortlich war.”
Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> Zum Artikel
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