DEMOKRATISCH - LINKS

         KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG im MÜNSTERLAND

RENTENANGST

  • Kategorien

  • Archiv

  • __________________________  


  • Meta

  • Abonnieren

  • -------------------------------
    optimiert für FF 1024x768
    -------------------------------
    xxx











  • Seiten

Archiv für September 25th, 2010

* Abzock-Reform

Erstellt von DL-Redaktion am 25. September 2010

Artikel von Marife Hutton

Gesundheitsreform – Abzock-Reform – Krankheitsreform

Politiker – Ärzte – GKV – ein Profitunternehmen!

Die Gesundheitsreformen sind zurzeit wieder einmal sehr aktuell. Ständig sehe ich Talkrunden oder Beiträge zu diesem Thema und wenn ich ganz ehrlich bin, dann sollte man das ganze Gesundheitssystem einmal in die Luft sprengen und wieder bei Null anfangen, denn so wie jetzt kann es einfach nicht weiter gehen.

Der wirklich interessanteste Bericht war wieder einmal auf meinem Lieblingssender Phönix zu sehen, wo eindeutig gezeigt wurde, wie der MDK sich über Gesetze hinweg setzt. Ja, es wurden extra Fragen vorher persönlich an den MDK gesandt und ein Gesprächstermin mit dem Sender vereinbart, doch oh Wunder, wie immer: „ Dieses Thema haben wir für heute keine Unterlagen da!“ Damit war Ende der Diskussion und die Reporter mussten sich Wohl oder Übel geschlagen geben. Es ist Unfassbar, dass sowohl der MDK, als auch die GKV´s einfach das Thema wechseln oder sich ausschweigen, wenn ihnen Fragen zum Thema Finanzen und anderen Dingen gestellt werden, die ihnen ungemütlich erscheinen, denn man könnte ja versehentlich etwas von seinen Machenschaften Preis geben und das würde ja Verlust bedeuten, geht also gar nicht.

Somit steht für mich ganz klar fest, dass sie alle doch etwas zu verbergen haben, ansonsten würden die wehrten Menschen auf ihren Positionen etwas Preis geben, oder?!

Das sind Gesetze, an die wir alle uns halten müssen.

Doch wer hält sich tatsächlich an die Gesetze? Natürlich nicht alle, denn sonst hätten wir ein verkehrtes System, wo die Politiker und die anderen Menschen, uns „Fußvolk“ (sorry für die Formulierung) nicht unterdrücken, beschimpfen, beleidigen und vor allem abzocken könnten, ist doch so. Mag an dieser Stelle für manch einen ironisch klingen, ist aber bitterer Ernst, leider.

Ich selber hatte vor einigen Jahren eine schwere Meningitis, meine Tochter war gerade 9 Monate alt und ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, ob ich dies Überleben würde. Doch ich hatte Glück, denn sonst würde ich ja heute nicht schreiben. Nun gut, mein behandelnder Doc sagte mir damals, dass ich dringend eine Kur benötigen würde, um wieder auf die Beine zu kommen. Allerdings wollte ich meine Tochter mitnehmen und genau dies wurde mir zum Verhängnis, abgelehnt, mit der Begründung: „Ihre Tochter ist ja Gesund, also brauchen sie keine Mutter – Kind – Kur!“ Damals gab ich recht schnell auf, leider und quälte mich also noch Wochenlang herum, bis ich wieder einigermaßen fit war.

Zusammenreißen, war in dieser Zeit für mich das Unwort, denn ich bekam es überall zu hören, was auch die Jahre danach bei mir sehr prägten. Einige Monate zuvor hatte man bei mir auch noch eine Epilepsie diagnostiziert, also war doch alles in bester Ordnung laut der Ärzte und vor allem laut GKV. 16 Jahre lang, wurde ich mit Medikamenten voll gepumpt, probieren sie mal die oder mal die. Immer wieder traten Nebenwirkungen auf, gegen die ich dann wieder neue Pillen bekam, oder keine untersuchte die wirkliche Ursache. Oder kamen meinerseits Beschwerden, denn es gab natürlich immer mehr Nebenwirkungen, oder sogar Wechselwirkungen, doch der Kommentar der Ärzte war: „Was ist ihnen lieber Epilepsie oder die paar Nebenwirkungen?“ Ich hatte also die Wahl zwischen Pest und Cholera. Dummerweise gab ich mich wieder geschlagen, bis zu einem Zeitpunkt, wo ich fast einen allergischen Schock bekam, also wies ich mich selber in ein Krankenhaus ein. Folge, noch zwei Tage länger und sie wären nicht mehr unter uns. Nun begann ich meinen Kampf auf zu nehmen, doch leider nicht sehr erfolgreich, denn irgendwie hatte ich immer noch das Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmte, ich machte sogar Aufzeichnungen, über Wochen, brachte diese sogar zu einem Internisten, ich denke er hat sie noch nicht einmal gelesen. Langsam aber sicher, wurde ich immer wütender, ja sogar aggressiver. Man schob es immer auf meine Epilepsie und die Tabletten, die würden mein Wesen verändern, die Tabletten seinen veraltet, ach was bekam ich nicht alles zu hören. Zu Guter letzt, war ich soweit, dass ich fast freiwillig in eine Klapsmühle gegangen wäre, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich wurde immer nervöser, gleichzeitig immer mehr Müde, mein Gewicht ging in Halbjahres Rhythmus rauf und runter, mal 20 kg zugenommen, dann wieder 25 kg abgenommen, dann wieder zu, heute bin ich gerade wieder einmal am abnehmen, allerdings ungewollt, das haben alles die verdammen Tabletten ausgemacht und machen es noch, nur nicht mehr ganz so schlimm.

Warum? Ganz einfach, weil die Ärzte (hatte wohl die falschen), der Ursache nie wirklich auf den Grund gingen. Den Höhepunkt hatte ich dann 2009, als meine Epilepsietabletten wieder einmal umgestellt wurden. Ein in der Nähe ansässiger Neurologe, verordnete mir dann binnen 8 Wochen 5 verschiedene Epilepsietabletten. Ich kann an dieser Stelle nur sagen, ich habe überlebt, wieder einmal, denn die allergischen Reaktionen haben mich fast verrückt gemacht, kein vernünftiger Schlaf mehr, Hautjucken Tag und Nacht, ich war nur noch schlapp und müde. Zum Schluss hatte ich aufgrund dessen sogar meine Freunde verloren, die nichts mehr von all dem hören wollten (bis auf wenige), eine Isolation und somit Depressionen kam hinzu, dass ich schon fast überlegte, soll ich vom Balkon springen oder Schlaftabletten nehmen? Leider muss ich an dieser Stelle sagen, aber ich habe es ja nicht gemacht, aber der Gedanke war damals leider da. Dann kam der Zeitpunkt, wo ich zum Doc ging und sagte:“ Entweder ich bekomme meine alten Medis wieder oder ich nehme gar keine mehr!“ Die beste Entscheidung meines Lebens, zeitgleich beantragte ich eine Reha, diesmal bekam ich sie, Druck machen zahlt sich eben doch aus. Von diesem Zeitpunkt an ging es stetig Bergauf und heute kann ich sagen, dass es mir sogar sehr gut geht. Inzwischen habe ich so vieles erreicht, durch nachhaken und nicht aufgeben und ein Arzt ist endlich nach sage und schreibe 16 Jahren dahinter gekommen, wo mein Problem liegt und es wird behandelt, richtig, muss ich sagen und seit dem kann ich wieder schlafen und es geht mir super. Doch wenn ich all dies Revue passieren lasse, dann könnte ich noch heute vor Wut in die Tischkante beißen (das autogene Training hält mich davon ab). Es kann doch einfach nicht angehen, dass auf Kosten solch unfähiger Ärzte, MDK ´s und GKV die Menschen so leiden müssen? Und ich bin sicherlich kein Einzelfall. Warum sind die Ärzte einfach nicht mehr in der Lage vernünftige Diagnosen zu stellen, anstatt einen von Hinz nach Kunz zu schicken? Die Ärzte haben Jahrelang viel zu viel Geld verdient und die Patienten haben auch nie nachgefragt, so sehe ich es, denn es ging mir ja selber so. Inzwischen höre ich die meisten Ärzte nur noch jammern, mein Budget, es kotzt mich einfach an, denn meine Rechnungen und die vieler anderer, sieht die jemand? Sicher nicht! Ja, man will es nicht sehen.

Doch die ganze Bürokratie hat im Laufe der Jahre immer mehr zugenommen, so dass einige Ärzte einen einfach nicht behandeln, wie bei meinem Hörsturz in 2007, als mir mein damaliger Hausarzt die Infusionen verabreichen sollte und mich einfach zurück wies: „ Das mache ich nicht!“ Erst viel später erfuhr ich, dass es zu viel Arbeit machen würde, Papierkram. Diesem Arzt habe ich direkt nach seiner Verweigerung die rote Karte gezeigt und bin gewechselt. Gott sei Dank ist kein allzu großer Schaden entstanden, da ich direkt wieder zu meinen HNO Arzt ging, der die Behandlung super machte. Ich werde mich nie wieder auf solch einen Hickhack einlassen, denn es ist schließlich meine Gesundheit. Doch wie sieht es bei unseren Politikern oder Beamten oder zumindest bei den Menschen aus, die Privat versichert sind, ja die brauchen sich diese Gedanken nicht zu machen, denn sie werden ja bevorzugt behandelt, oder wie erklärt sich sonst, dass ich als damalige Zahnarzthelferin immer fragen musste: „Welche Krankenkasse haben sie?“ Ganz einfach, danach richtete sich die Vergabe der Termine, denn die Privatpatienten wurden regelrecht hofiert, während die Kassenpatienten, wenn sie denn nicht zu bezahlten und das war bestimmt nicht wenig, bzw. wird immer mehr, wie Menschen dritter Klasse behandelt wurden und werden, denn es wird immer schlimmer.

In all diesem Chaos mischt der MDK ganz kräftigt mit, denn der MDK hat eine ganz wichtige unwichtige Position.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der medizinische, zahnmedizinische und pflegerische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in einem Bundesland (Arbeitsgemeinschaft). Darüber hinaus berät er die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in allgemeinen medizinischen Fragen (z. B. indem er dem Gemeinsamen Bundesausschuss zuarbeitet). Zur Bearbeitung von länderübergreifenden Grundsatzberatungsaufgaben wurden verschiedene Kompetenz-Centren gegründet, z. B. für Psychiatrie und Psychotherapie (KCPP), für Onkologie (KCO) und für Geriatrie (KCG). Außerdem gibt es länderübergreifend arbeitende Sozialmedizinische Expertengruppen (SEG) der MDK-Gemeinschaft, z. B. die „SEG 5 – Hilfsmittel und Medizinprodukte“. Der MDK ist eine in der Regel auf Landesebene von den Landesverbänden der Krankenkassen gegründete Arbeitsgemeinschaft (§ 278 SGB SGB V). Es gibt dem entsprechend 15 MDK. Diese Arbeitsgemeinschaften sind in den alten Bundesländern mit Ausnahme Berlins rechtsfähige Körperschaften des öffentlichen Rechts, in den neuen Bundesländern sind die Medizinischen Dienste als eingetragene Vereine, also in einer privatrechtlichen Rechtsform organisiert. Der MDK unterliegt der staatlichen Aufsicht (§ 281 Abs. 3 SGB V). Die Ärzte des MDK sind jedoch bei der Wahrnehmung ihrer medizinischen Aufgaben ausschließlich ihrem ärztlichen Gewissen unterworfen und nur im Übrigen weisungsgebunden (§ 275 Absatz 5 SGB V). Der MDK Hessen führte in 2009 462.043 Begutachtungsleistungen im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen durch, darunter 129.054 Begutachtungen von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. 136.933 Begutachtungen wurden in 2009 in Hessen im Auftrag der gesetzlichen Pflegekassen durchgeführt. 724 Pflegeeinrichtungen wurden in 2009 vom MDK Hessen geprüft. Der MDK Hessen beschäftigte im Januar 2010 161 Ärzte, 88 Pflegefachkräfte, insgesamt 529 Personen. Der MDK soll als sozialmedizinisches Beratungsorgan der Kranken- und Pflegekassen medizinischen Sachverstand in das System einbringen und gleichzeitig sicherstellen, dass alle Versicherten der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen bei bestimmten Leistungsfällen medizinisch neutral und nach gleichen Kriterien beurteilt werden (Gleichbehandlungsgrundsatz). Aufgrund der Unabhängigkeit des Medizinischen Dienstes von einzelnen Kranken- und Pflegekassen wird die sozialmedizinische Beurteilung des Versicherten gleichzeitig dem Wettbewerb der einzelnen Kassen(arten) entzogen. Auf Bundesebene koordiniert und unterstützt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) die Aktivitäten der Medizinischen Dienste der einzelnen Landesverbände. Er betreibt Forschung und berät die Bundesorganisationen der Krankenkassenverbände. Der MDS fördert die Umsetzung von beschlossenen Richtlinien über die Zusammenarbeit zwischen Kassen und den Medizinischen Diensten (MDK).(Quelle Wikipedia)

Das soll heißen, dass der MDK irgendwann zu unseren Ungunsten ins Leben gerufen wurde, damit die GKV`s Milliarden an Geldern an den MDK zahlen müssen und wir wundern uns, wo die Kassen das Geld verprassen?! Nun gut, es geht sicherlich auch genügend Geld in die Pharmaindustrie, alleine dieser Teil wäre schon wieder einen alleinigen Bericht wert. Fakt ist jedenfalls, dass die Tabletten, die auf dem Markt sind locker um 2/3 reduziert werden könnten und es uns trotzdem noch super gut ginge. Doch wenn ich dann Beispiele höre, wo alte Menschen mit etwa 9 Pillen in ein Krankenhaus kommen und es mit einer Medikation von 17 Pillen wieder verlassen, dann fällt mir rein gar nichts mehr ein. Muss das denn alles sein? Ich finde, dass unsere Politiker gerade an diesen Stellen einmal ganz kräftig die Daumenschrauben anziehen sollten, doch warum tun sie dies nicht, ganz einfach, weil sie selber davon profitieren. Ich habe eine Stinkwut im Bauch, wenn ich all diese Ungerechtigkeiten sehe, aber kein einziger Politiker sich dazu berufen fühlt, dem Ganzen endlich mal ein Ende zu bereiten. Klar würde ich das verdienen, was ein Politiker so verdient und dazu muß man nicht unbedingt MDB sein, dann würde ich vielleicht auch so denken wie diese Torfnasen, aber ich bin nicht so, weil ich für Gerechtigkeit und für Gleichheit und vor allem für Menschlichkeit bin. Aber gerade diese Eigenschaften scheinen unseren Politikern zu fehlen, denn sonst wäre sie nicht so habgierig, Skrupellos, Machtgeil und vor allem nur auf sich bezogen, also kurz gesagt: Purer Egoismus! Falls an dieser Stelle jemand ein Gesamtwort für all dies parat hat, kann er oder sie gerne seine/ihre Meinung Kund tun.

Zu guter Letzt sollte man auch noch hinzufügen, dass sicherlich nicht alle Menschen so sind, aber der Sog der Gesellschaft verhindert es auch nicht gerade, dass wir Menschen so sind wie wir sind. Nur wenige heben sich daraus hervor, doch leider gehen sie in der Masse der Gesellschaft oft unter oder man kann sie wie die Stecknadel im Heuhaufen suchen.

Doch sollten sie solchen Menschen begegnen, dann freuen sie sich, es sind die Besten!

Ihre

Marife Hutton

Abgelegt unter Redaktion | 2 Kommentare »

* attac D-Info 09.10

Erstellt von UP. am 25. September 2010

Um den Lesern ATTAC näher zu bringen, mitzuarbeiten oder Mitglied in diesem Verein zu werden, bringen wir gern den Newsletter zur Kenntnis:

Liebe Freundinnen und Freunde von Attac, liebe Mitglieder,
Nur noch wenige Tage bis zum 29. September, dem Bankenaktionstag! In 60 Städten werden Attac-Gruppen und Bündnisse kommenden Mittwoch auf die Straße und zu den Banken gehen, um zu signalisieren: Es reicht! Wir fordern: Großbanken zerschlagen – Reichtum umverteilen! Wer neugierig ist, mitmachen oder auch einfach nur unsere neue Aktionszeitung abstauben möchte, findet eine Karte mit allen Aktivitäten auf unserer Webseite. Und wer sich noch nicht sicher ist, schaue sich unser Mobilisierungsvideo an!

>> weiterlesen

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

* Integrationsverweigerer

Erstellt von DL-Redaktion am 25. September 2010

Dort wo man einst von Parallelgesellschaften sprach, taucht heute immer wieder der Ausdruck Integrationsverweigerer auf. So spricht denn der Bundesinnenminister Thomas de Maizière seit einiger Zeit des öfteren von integrationsunwilligen Migranten, welche nach seinen Angaben zehn bis fünfzehn Prozent ausmachen.

Zu der Antwort auf eine Schriftliche Frage zu den von Bundesinnenminister De Maizière genannten 10-15 % Integrationsverweigerer, erklärt Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

“Wie sich aus der Antwort der Bundesregierung auf meine Schriftliche Frage ergibt, sind die von De Maizière genannten Zahlen willkürlich aus der Luft gegriffen. Die von ihm hilflos angeführten Studien stützen seine Angaben nicht. Sie sagen nichts aus über den Integrationswillen von Einwanderern. Noch absurder wird die Begründung der Bundesregierung dadurch, dass sich die Studien nur auf türkischstämmige oder muslimische Migranten in Deutschland beziehen.

Eine der zitierten Studien kommt zu dem Schluss, dass 13 % der türkischen Einwanderer „als tendenziell segregiert“ einzustufen sind und „parallelgesellschaftliche Strukturen“ ausbilden. Die Verfasser der Studie haben ausdrücklich betont, dass die Studie nichts über die Motivation der Einwanderer aussagt, sich auf die deutsche Gesellschaft zuzubewegen.

Als weitere Begründung führt die Bunderegierung an, dass 10 % der muslimischen Schülerinnen nicht an Klassenfahrten teilnehmen. Wenn ein kleiner Teil der Eltern ihre Töchter allein aus religiösen Gründen von den Reisen abhält, könnte dies als Integrationsunwilligkeit bewertet werden. Es ist aber bekannt, dass viele Eltern durch die Berichterstattung über Kindesmissbrauchsvorfälle sehr irritiert sind. Richtig wäre es, diesen Eltern Vertrauen zuzusprechen, anstatt sie als integrationsunwillig abzustempeln. Nach einer weiteren Studie soll bei 10 % der türkischen Muslime ein Religionsverständnis vorherrschen, das sich integrationshemmend auswirkt. Von Integrationsverweigerung ist also auch hier nicht die Rede.

Mit den unseriösen Aussagen über integrationsunwillige Migranten und Integrationsverweigerer prägt der Innenminister unverantwortlich ein negatives Bild von Einwanderinnen und Einwanderer.”

So ergibt sich denn das von vier Studien auf welche sich der Innenminister bezieht, nur eine nach der Integrationswilligkeit anfragt.

Passend zum Thema ein Kommentar von EBERHARD SEIDEL über das Gerede von der “INTEGRATIONSVERWEIGERUNG”

Nützliche Schießbudenfigur

Je ängstlicher der Bürger, desto schwieriger - weil irrationaler - wird das Geschäft der Politik. Wer in Zeiten des rasanten ökonomischen und sozialen Wandels dem Volk nicht nach dem Mund redet, der gerät schnell unter die Räder der Geschichte.

Glauben wir der massiven Medienberichterstattung der letzten Tage, dann ist die Sache klar: Nicht die Flucht der Eliten aus der sozialen Verantwortung beunruhigt und empört das deutsche Gemüt, sondern das Scheitern der Integration. Der malade Moslem, rückständig, gewalttätig und “gefährlich fremd”, treibt die Republik offenbar an den Rand des Ruins.

Jüngst zauberte Innenminister de Mazière daher die Zahl “15 Prozent Integrationsverweigerer” aus dem Hut: Sie gilt es zu identifizieren und zu bestrafen. CDU-Politiker fordern dies nun, ebenso SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Weitererer Quellenhinweis: Memet Kilic MdB Die Grünen

IE

Abgelegt unter Integration | 5 Kommentare »

* Herbstzeit

Erstellt von DL-Redaktion am 25. September 2010

Artikel von Marife Hutton

Herbstzeit – trübe Zeit – Kürbiszeit - Kuschelzeit

Der Herbst hat uns fest im Griff. Wir merken es daran, dass sich die Blätter in sämtlichen Farben darstellen und die Abende wieder länger werden und vor allem daran, dass es um einiges Kühler geworden ist.

Ja, in den vergangen Tagen hatten wir ein Traumwetter, aber die Nächte hatten es schon ganz schön in sich.

Vor einigen Tagen, es war toll, ich saß bei herrlichem Sonnenschein in einem Cafe und ließ mich von den Sonnenstrahlen verwöhnen, als mir ein älterer Herr, der mit am Tisch saß, denn es war überfüllt, erzählte, wie er den Morgen begonnen hatte:

Der Mann war Frühaufsteher und ging wohl regelmäßig morgens auf seinen Balkon, um die Morgenluft zu genießen, zumindest war es an diesem Morgen so.

Als er auf seinem Balkon stand, konnte er das Ahrtal in seiner gesamten Friedlichkeit und Schönheit überschauen. Denn in der Herbstzeit, liegt oft in den frühen Morgenstunden ein Nebel über dem Tal und wenn sich dann so langsam die ersten Sonnenstrahlen hervor kämpfen, während im Tal der Nebel liegt, stockt einem der Atem. Ich kenne diesen Anblick, man kann dann nur ganz ruhig da stehen und staunen zu was die Natur fähig ist. Es ist ein Schauspiel, welches man sich wirklich als Bild einprägen sollte.

Die Ruhe, die von diesem Szenario ausgeht, übertrifft alles, denn man muss sich vorstellen, dass noch nicht allzu viele Menschen unterwegs sind und somit verstärkt sich dieses Bild der Ruhe, nur geringer Verkehrslärm, die Vögel zwitschern und hier und da werden die Menschen langsam wach. Man kann also regelrecht mitbekommen, wie ein Tal erwacht.

Doch diese Momente haben wir im Herbst nicht immer.

Viele Menschen mögen den Herbst nicht, die Straßen werden rutschig, da überall Laub auf die Straßen fällt, nun gut man muß sich nur mit der Fahrweise anpassen, dann ist diese Zeit gar nicht mehr so schlimm. Ich selber fahre mit Ruhe und seit dem ich das mache, komme ich viel entspannter zu meinen Zielen. Versuchen sie es einfach mal!

Was auch viele Menschen stört, ist der oftmals dichte Nebel, gerade für die Autofahrer, auch hier wieder Fuß vom Gas und man kommt sicher an.

Für viele alte Menschen ist es die Zeit der Einsamkeit und der Depressionen, leider.

Doch warum sind viele alte Menschen dann so bekümmert und einsam? Ganz einfach, weil die Familie sich viel früher in ihr Heim zurück zieht oder vielleicht einfach nicht so viel Lust hat, bei schlechterem Wetter vor die Tür zu gehen. Klar trifft dies nicht auf alle Menschen zu, ich will hier nicht alle über einen Kamm scheren, dass würde ich mich nicht wagen, aber dennoch geht es viel zu vielen Menschen so. besonders schlimm ist diese Zeit für die Menschen in den Altersheimen. Daher sehen wir auch in dieser Zeit so viele Todesanzeigen, leider.

Ich selbst habe in dieser Zeit, abends Kerzen an, um es mir behaglicher zu machen. Genauso, hänge ich gerne Lichterketten auf, um die Atmosphäre noch heimeliger zu gestalten.

Dann kuschle ich mich entweder unter meine Decke auf das Sofa oder ich schreibe halt.

So komme ich erst gar nicht auf trübselige Gedanken. Auch macht die Dekoration sehr viel aus. Überall wo ich hin sehe, Kürbisse; groß, klein, mittel, Orange, Grün, Gelb usw. in skurillsten Formen oder oft auch bemalt, mit lustigen Gesichtern.

Ich liebe diese Zeit, denn die Menschen geben sich irgendwie einfach mehr Mühe, ihre Häuser und Wohnungen mit schönen Dingen zu gestalten, damit sie es einfach schöner haben. Die Fenster sind mit wunderschönen Bildern geschmückt und laden einfach mal zum stehen bleiben und genießen ein.

Wenn sie einmal einen Spaziergang machen, dann schauen sie mal genauer hin, Strohballen mit bunten Kürbissen sind vor manchen Türen platziert, einfach nur schön.

Den Höhepunkt erreichen wir dann mit Halloween, klar es ist aus Amerika zu uns herüber geschwappt, wie viele andere Dinge auch, aber ich liebe Halloween. Irgendetwas faszinierendes geht von Halloween aus, ich kann es hier zwar nicht beschreiben, aber alleine das Dekorieren und dann am 31. Oktober, wenn die Kinder durch die Dörfer ziehen: „Süßes oder Saures!“ Das Leuchten in den Kinderaugen, gibt mir hundertmal mehr wieder, als manch andere Dinge. Kinder sind halt auch unsere Zukunft und daran sollten wir jeden Tag denken. Und mit solchen Kleinigkeiten können wir auch unseren Kindern etwas zurück geben. Besonders schön finde ich auch die Kostüme, die Kids geben sich soviel Mühe. Es gibt inzwischen regelrechte Halloweenfeten, die mit aller größter Spannung erwartet werden, zumindest kenne ich es von meiner Tochter so. Manchmal stelle ich mir schmunzelnd die Frage: „Wer ist eigentlich aufgeregter, die Kids oder ich?“ Bei uns hier folgen dann sofort die St. Martinsumzüge, mit all den selbst gebastelten Laternen und immer wieder große Kinderaugen. Es sind Traditionen, die festgehalten und somit an unsere Kinder weitergeben werden und das ist auch gut so. Bei uns werden die Straßen, durch die die Kids mit ihren Laternen ziehen und dabei singen, mit bunten Lichtern geschmückt. Leider gibt es auch hier wieder Menschen, die dabei maßlos übertreiben müssen, es ist eine Art Wettbewerb geworden, tztz. Aber man kann daran sehen, dass selbst ältere Menschen dann irgendwie wieder fast zu Kindern werden. Man kann es also so oder so sehen.

Gerne setzen wir uns in dieser Zeit auch öfter einmal mit Freunden zu einer gemeinsamen Tasse Kaffe zusammen, nur um einen Klönschnack zu halten, für alle hier, dieser Begriff stammt aus Norddeutschland und ich verwende ihn lieber als Tratschen oder Beisammen sitzen, es klingt einfach besser.

Nun gut, der Herbst ist für mich auch eine Zeit, in der ich sehr gerne lese oder stricke, es sind Dinge, für die ich irgendwie im Sommer nicht soviel Zeit habe. Gut ich lese auch auf meinem Balkon im Sommer, aber im Herbst ist es irgendwie anders, intensiver.

Überlegen sie doch einfach mal, welche Dinge sie lieber im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter machen? Es sind Unterschiede da.

Im Herbst erledigen wir unsere Sachen oft auch etwas langsamer, weil wir einfach durch die längeren Abende mehr Zeit haben, zumindest geht es mir so und sicherlich dem einem oder anderen auch.

Wir sollten uns auf jeden Fall mehr Zeit für uns gönnen. Ich bin ehr ein Mensch der duscht, im Sommer sowieso, doch im Herbst oder auch Winter bade ich gerne mal, ich mache mir dann, meist sonntags, einen Wellnestag. Ich zünde eine Kerze an, mache es kuschelig warm, lege das Telefon weit weg, nehme noch ein gutes Buch zur Hand und der Wellnestag kann beginnen. Eine gezielte Körperpflege mit allem Drum und Dran ist einfach Balsam für die Seele. Versuchen sie es einfach mal, es ist ihre Zeit, ihr Wohlfühlen und ihre Entspannung. Ihr Körper und ihre Seele werden es ihnen danken, denn die Ruhe, die zumindest mich dabei überkommt ist einmalig. Gut, es gibt Mütter mit Kindern, die nicht diese Zeit und Muße haben, aber vielleicht gönnen diese Mütter, die es in meinen Augen besonders nötig haben, mal einige Stunden ohne Kinder ( bei einer Freundin oder Großeltern abgeben, es findet sich sicherlich jemand) und dann vielleicht mit dem Mann, Freund oder er besten Freundin einen Tag in der Sauna oder im Welnessbereich.

Was auch immer, wenn man einmal richtig schaut, dann gibt es ganz viele Möglichkeiten.

Auch zu bedenken sind natürlich die Menschen, die nicht so viel Geld haben, aber machen sie doch einfach mal einen netten Spieleabend mit Freunden, bei Federweißem und Zwiebelkuchen oder anderen. Oder machen sie einfach einen gemütlichen Spaziergang mit einer Freundin oder Freund. Meine Oma sagte immer: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ Recht hat sie, im Winter gehen wir doch auch im Schnee spazieren Ski laufen oder mit den Kids rodeln, es ist die Kleidung. Nur aus irgendeinem Grund gehen wir Menschen bei Regen und Sturm nicht so gerne vor die Haustür. Es sei denn, sie sind Hundebesitzer, dann ist es anders. Doch warum brauchen wir Tiere, um vor die Haustüre zu gehen? Klar, Tiere geben sehr viel wieder und machen uns das Leben manchmal chaotischer, aber doch immer noch am schönsten. Gerade heute hat mir noch eine Bekannte erzählt, dass sie genau aus diesem Grund, damit der Sohn und auch der Mann etwas mehr hinaus kommen und selbstsicherer werden, einen Hund zulegen wollen. Auch möchte sie einen Hund, damit sie ruhiger werde. Da habe ich mir die Frage gestellt, warum braucht sie dafür einen Hund? Sie sollte es doch auch alleine schaffen?! Klar Tiere, vor allem Hunde gehören zu unserem Leben, es sind einfach treue Gefährten, sie geben keine Wiederrede, hören sich alle unsere Sorgen an, doch warum holen sich manche Menschen aus den falschen Gründen einen Hund? Die Hunde haben auch eine Seele, sie sind verwundbar und wollen gestreichelt werden, Gassi gehen und einfach nur einen Gefährten fürs Leben haben. Warum haben Menschen den Drang, oft aus falschen Gründen etwas zu tun? Warum gehen manche Menschen nicht einfach hin und holen sich einen Hund oder anderes Haustier, einfach nur, weil sie dem Tier ein schönes Leben bieten wollen, mit Ruhe, Zuneigung und viel Streicheleinheiten? Okay, Doch die ich bin ein wenig abgeschweift, aber auch diese Dinge gehören zu unserem Leben, es sind einfache, aber effektive Möglichkeiten, die so vielfältig sind, wir sie nutzen sie nur leider nicht oft genug oder haben aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit, wie auch immer. Sollte ich etwas vergessen haben, sehen sie es mir nach, sonst könnte ich womöglich 10 Seiten oder mehr schreiben.

Also versuchen sie doch dem Herbst auch einmal die guten Seiten abzugewinnen, denn es lohnt sich manchmal etwas genauer hin zu schauen und zu genießen.


Abgelegt unter Feuilleton | Keine Kommentare »