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Archiv für September 23rd, 2010

* Menschen wie du & ich

Erstellt von DL-Redaktion am 23. September 2010

Gastartikel unserer Kommentatorin Marife Hutton

Menschen wie du und ich - Leben und leben lassen!

Heute war ich einkaufen und bin dabei an der Kasse auf einen alten Mann getroffen. Wir kamen gleichzeitig an der Kasse an, ich ließ ihm den Vortritt, was den Mann dazu bewegte sich bei mir zu bedanken. Als ich ihm mitteilte, dass ich Zeit hätte und somit mir keinen Stress mehr antun würde, kamen wir ins Gespräch. Während wir die Lebensmittel auf das Band legten, teilte er mir mit, dass dies viel zu wenig Menschen machen bzw. so denken würden. Denn wenn wir viel mehr Ruhe im Umgang miteinander hätten, wenn viele oder alle so denken würden, dann wäre das Leben um einiges leichter. Der Mann hatte recht!

Ich habe in den vergangenen Wochen auch viel an meiner Einstellung geändert, seit dem passieren mir häufiger solche Situationen. Ich gehe mit den Menschen anders um und sie mit mir. Ich habe in den letzten Monaten häufiger solche Gespräche gehabt und ein wenig Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft tut keinem weh, doch es erleichtert uns allen das Leben gewaltig. Als der Mann bezahlt hatte, war er so in das Gespräch mit mir vertieft, dass er fast seinen Einkauf vergaß, wobei er sich einen Rüffel seitens der Kassierin  einhandelte: „Er solle doch nicht nur erzählen, sondern weiter gehen und seinen Einkauf mitnehmen!“ Klar muss die Frau auch ihren Job machen, doch es war nicht besonders viel los, also war diese Eile unnötig. Irgendwie ärgerte mich das, sagte allerdings nichts. Durch den Kopf ging mir nur, warte mal ab, wenn du alt bist und einmal beim einkaufen jemanden netten triffst, dann würdest du dich auch sicherlich freuen. Immer noch in Gedanken versunken an dieses Gespräch, ging ich meinem restlichen Einkauf nach. Doch nun sitze ich hier und schreibe diesen Bericht, da mir die Situation einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Übrigens haben der alte Mann und ich uns dann noch ganz nett verabschiedet, was auch nicht selbstverständlich ist.

Eines weiß ich ganz sicher, wenn sich mehr Menschen für einander interessieren und einsetzten bzw. Rücksicht nehmen würden, dann hätten wir es wirklich viel einfacher.

Doch das Leben ist in Wirklichkeit ganz anders, denn wir leben in einer extrem Schnelllebigen Zeit und jeder ist sich doch selbst der  nächste. Das Ellenbogensystem regiert die Welt und wer da nicht mitzieht, der geht eben unter oder bekommt die gesamte Härte des Lebens zu spüren, leider.

Ich bin auf, ja wie soll man sagen, auf Umwegen zum Weg des anders Denkens geraten. Ich habe ein ganz tolles Buch gelesen, welches mir meinen Weg geebnet hat.

Es heißt: „Denken sie nicht an einen blauen Elefanten!“ von Thorsten Havener. Im Grunde ist es doch so simpel, denn viele Dinge die dort aufgeführt werden, kenne ich von früher, doch im Laufe meines Lebens habe ich sie ganz einfach vergessen. Oft sind es die Kleinigkeiten, für die wir einfach nicht mehr den Sinn oder den Blick haben. Oder wann haben sie oder sie einmal bewußt die bunte Farbenpracht der Blätter im Herbst wahrgenommen, denn die Sonne drauf scheint. Ich hatte dieses tolle Vergnügen heute auf meinem Rückweg und alleine dieses Bild, habe ich gespeichert, denn diese Farbenpracht haben wir halt nicht jeden Tag, besonders wenn die Sonne tief steht und den Zauber noch größer macht.  Und so hat jede Jahreszeit seine eigene Schönheit auf die eine oder andere Art und Weise. Und genauso wie ich die Natur sehe, so betrachte ich auch die Menschen, inzwischen mit ganz anderen Augen. Ich saß in einem Kaffee und konzentrierte mich auf das was um mich herum geschah, plötzlich hörte ich Stimmen und Gespräche viel intensiver. Ob mir das Gehörte auch gefiel, ist eine andere Sache. Aber machen sie einmal den Versuch, setzten sie sich irgendwo hin und schließen die Augen und dann nehmen sie ihre Umgebung plötzlich ganz anders wahr. Das Stimmengewirr was mich sonst vielleicht genervt hat, bekam plötzlich ein Bild und wenn man dann die Augen wieder öffnet und sich die Menschen genauer betrachtet, dann sieht man diese Menschen auch wieder mit ganz andern Augen. Plötzlich, sitzt eine Frau alleine an einem Tisch und führt Selbstgespräche, weil sie einsam ist. Oder ein älteres Ehepaar sitzt an einem anderen Tisch, die Frau schaut sich die anderen Menschen an und gibt ihren Kommentar ab und der Mann antwortet etwas ganz anderes, für mich ist es sehr interessant gewesen, denn plötzlich hatten alle diese Menschen eine Geschichte, ihre Geschichte, die sie uns unbewusst mitteilen. Was mich wieder zu dem alten Mann zurück kehren lässt, denn er war sicherlich froh, dass er sich mal für einen kurzen Moment seinem Leben zu entfliehen, er unterhielt sich mit jemand Fremden und ganz ungezwungen und ohne Vorurteile. Nicht nur dem alten Mann ging es so, denn ich ging richtig gut gelaunt aus dem Laden und war auch froh einmal ein ganz anderes Gespräch führen zu können. Hin- und Her gerissen zwischen meinen Gedanken, was soeben passiert war und meiner guten Laune, wurde mir bewußt, dass soeben etwas besonderes in meinem Leben passiert war, was mir auf meinem jetzigem Weg recht gibt. Somit haben wir beide davon profitiert, der alte Mann hatte einen schönen Abend und ich auch und wir beide haben sogar noch von einander gelernt. Vielleicht treffe ich ihn ja mal irgendwann wieder, ich würde mich auf jeden Fall freuen, denn er hatte viel zu Berichten. Allerdings ist es leider nicht immer so, denn die meisten Menschen hetzten und haben sehr wenig Zeit. Leider werden wir auch in solche Situationen hineingezwängt, denn wenn ich sehe, dass manche Menschen um ihre Existenz kämpfen oder wieder andere 2 oder 3 Jobs haben, um zu überleben, dann können sie oft gar nicht anders.

Doch wie soll eine alleinerziehende Mutter gleichzeitig mehrere Jobs, den Haushalt, die Kinder und noch so vieles andere bewältigen und sich dann noch beim einkaufen oder wo immer auch noch die Zeit und die Ruhe für ihre Mitmenschen nehmen? Sie ist wahrscheinlich schon in Gedanken wieder zu Hause, was sie noch alles erledigen muss. So ist doch die Realität. Durch immer schlechtere Arbeitsbedingungen werden wir doch tagtäglich in diese Situationen gezwungen und oft kommen wir nicht mehr daraus, die Folgen sind dann, Krankheiten, Wut beim Auto fahren, drängeln an der Kasse usw. Dies ist nur der Beginn einer doch endlos langen Liste, die man hier sehr lang weiter führen könnte, würde jedoch den Rahmen sprengen - die mittlerweile häufigsten Krankheiten sind inzwischen Burn - Out, Hörsturz oder sogar Depressionen, die aber meist nicht oder zu spät erkannt werden.  Und so macht unser System uns langsam aber sicher immer mehr kaputt, wenn wir uns nicht einmal bewußt daraus befreien und endlich Leben, bewußt Leben!

Diese Kleinigkeiten sollten wir uns einfach manchmal wieder ins Bewusstsein rufen, in dem wir vielleicht jemanden einmal beim Auto fahren vor lassen, oder an der Kasse, was haben wir denn dabei zu verlieren? Höchstens einige Minuten, die aber uns und auch dem/ der anderen das Leben erleichtert. Achten sie einmal darauf, wenn sie jemanden vorlassen, er/sie bedankt sich, klar auch nicht immer, aber vielleicht macht er oder sie es nächstes Mal auch so und so entsteht unbewusst eine Kettenreaktion, denn diese Situationen bleiben in unserem Unterbewusstsein hängen und wir reagieren oft beim nächsten Mal anders. Mir macht es sogar richtig Spaß, denn die Menschen lächeln einen plötzlich an oder grüßen ganz unverhofft und so kann ein ganz simpler Einkauf zu einem richtigen Erlebnis werden, von dem wir glücklich zurück kehren!

Versuchen sie es doch nächstes Mal.

Mit entspannten und fröhlichen Grüßen an alle!

Ihre

Marife Hutton

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* die Macht der Frauen

Erstellt von DL-Redaktion am 23. September 2010

Artikel von Marife Hutton

Mätressen – Geliebte – Ehefrauen - die unbewusste Macht der Frauen

Lange Zeit galten die Mätressen, wie man die damaligen Geliebten oder „Gespielinnen“ denen Könige, Päpste, Fürsten oder Sultane erlagen, als verpönt.

Doch in Wirklichkeit galten gerade diese Frauen als die heimlichen Herrscherinnen, die sich durch Intelligenz, Leidenschaft aber auch Intrigen ihre Positionen bei bedeutenden Herrschen auszeichneten.

Ganz große Geschichten wurden durch berühmte Mätressen geschrieben, denn die Macht die sie ausübten, wurde von ihren Feindinnen erkannt, aber durch ihre Geschicklichkeit von anderen oft übersehen.

Und gerade wegen einiger berühmter Mätressen, ließen sich einige Herrscher in tragische Konflikte zwischen Krieg und Liebe verwickeln.

Noch heute gelten die Mätressen als Geheimnisvoll, aber auch als Intrigante Machtbesessene Frauen, die jedoch viel den Lauf unserer Geschichte beeinflusst haben.

Mätressen nannte man sie damals, heute werden sie Geliebte genannt und haben auch heute noch großen Einfluss auf die Männer. Doch durch die Umbenennung hat ihr Gewicht etwas an Bedeutung verloren, sollte man denken, doch sicherlich gibt es auch heute noch Geliebte, die ihren Politikern oder Staatsoberhäuptern mit Rat und Tat zur Seite stehen, doch wir bekommen es oft einfach nicht mit, da heute wesentlich diskreter Vorgegangen wird, es sei denn durch Zufall kommt irgendwo einmal etwas zu Tage. Oder es wird heute einfach anders umschrieben, denn heute wird eine Geliebte oft als Freundin vorgestellt, doch wenn diese Männer und/oder Frauen schon verheiratet sind, dann sind es zu Beginn doch immer erst die Geliebten, ob man es wahrhaben will oder nicht, es sei denn man lernt sich als Single kennen.

Besten Beweis dafür lieferten Charles und Camilla, von denen zwar alle wussten, doch welchen Einfluss Camilla in Wirklichkeit auf die politischen Ambitionen Charles hatte, wusste/ weiß keiner wirklich.

Fakt ist, dass die Mätressen und da gab es einige große, entscheidenden Einfluss auch auf politischer Ebene hatten, denn mit ihrer Verführungskraft konnten sie die entsprechenden Herrscher um den kleinen Finger wickeln und setzten so ihre Meinung durch und niemand merkte es.

Lange Zeit versuchte man die Spuren der Mätressen zu verwischen, denn die, die von dem Spiel der Mätressen wussten, wollten auf gar keine Fall dulden, dass die eigentliche Politik von den Frauen gemacht wurde, so etwas durfte es einfach nicht geben, daher gelten auch die Entscheidungen dieser Herrscher, als ihre eigenen Meinungen, während es aber in Wirklichkeit die Macht der Mätressen waren, die ihren Willen unbewusst beeinflussten. Daher die Vertuschungsversuche, aber recht erfolglos, wie man doch sieht.

Irgendwie umgibt die Mätressen noch heute etwas Mystisches, ja Geheimnisvolles, denn irgendwie umgibt sie eine Art Zauber, den man nur schwer erahnen kann. Nur eines steht fest, dass diese berühmten Mätressen, etwas besonders an sich hatten, denn sonst hätten sie niemals solch großen Einfluss auf die Geschichte und ihre Länder gehabt.

Eine sehr berühmte Mätresse war, die Diane – die Kurtisane, die im 16. Jahrhundert am französischen Hofe, bei König Franz I, sich für ihren Mann einsetzten wollte und schließlich daraus ihre Vorteile zog. Der König und die Gräfin verlieben sich, doch eine Frau erkannte die Intrigen und wurde zur Erzrivalin, doch auch sie sollte dem Glanze von Diane nie heranreichen. Später wurde Diane die Geliebte des Königs Heinrich II, der später unter mysteriösen Umständen ums Leben kam und erst dann konnte Königin Katherina von Medici sie des Hofes verweisen, sie starb später zurückgezogen in einem Schloss, doch ihren Glanz verlor sie nie und sie hatte vieles zum Guten bei Hofe verändert.

Auffallend an allen Mätressen ist übrigens, dass sie immer ihre Kinder Einflussreich verheirateten und somit ihnen den Weg zu weiterem Ruhm und Macht verhalfen.

In einem anderen Kapitel war es nicht ganz so leicht, denn zu Zeiten König Ludwig des XIV, dem Sonnenkönig, war es nicht selbstverständlich, dass dieser sich Mätressen zuwandte, es wurde verpönt, doch Ludwig der XIV setzte sich ganz einfach über christliche Moral und das staatliche Gesetz hinweg, sehr zum Ärgernis anderer natürlich. Louise de la Valière hielt aber dem Druck nicht stand und ging später ins Kloster. Ihre Freundin Madame de Montespan (1641 – 1707) hatte da weit weniger Hemmungen, die Freundschaft zu ihren Gunsten und dem Schaden von Louise auszunutzen. Sie war der Ansicht, der König brauche eine ihm ebenbürtige Mätresse. “Er ist es seinem Volk schuldig, die schönste Frau des Hofes zur Mätresse zu nehmen”, sagt sie. Und mit der schönsten Frau meint sie natürlich sich selbst. Das sie und auch der König dabei verheiratet waren, störte sie ebenso wenig.

Madame de Montespan gelang es die Gunst des Königs zu erobern, doch Schönheit alleine reichte bei weitem nicht, mit Witz, Charme, Intelligenz und vor allem Rücksichtslosigkeit und Intrigen erobert sie sich einen festen Platz an der Seite des Sonnenkönigs. Ihr einziger Fehler war es, sich mit der falschen Frau zu verbünden, Madame de Maintenon, die wiederum sich mit der Königin verbündete und somit den Platz von Madame de Montespan einnahm, ja später brachte sie sogar noch König Ludwig XIV, dazu sie zu heiraten, zu damaliger Zeit ein riesen Skandal.

Erst die französische Revolution machte den Mätressen und natürlich auch dem König ein Ende, seine letzte Mätresse war, Madame Dubarry, die unter der Guillotine starb, wie viele andere auch.

Eine der einflussreichsten Mätressen, wurde Mitte des 16. Jahrhunderts eine Sklavin, die eigentlich gar nicht die Mätresse des Sultans werden wollte, allerdings mit viel Geschicklichkeit ein das gesamte System in einem Palast durcheinander brachte. Die ukrainische Sklavin Roxelana kam an den Hof, des damals mächtigsten Herrschers seiner Zeit, dem Sultan Süleyman der Prächtige, der einen Harem und somit eine bestimmte und feste Tradition in seinem Palast hatte, die niemals verändert werden durften. Wer sich dem Wiedersetzte, wurde hart bestraft. Hunderte Frauen wurden jahrelang dafür ausgebildet, um von dem Sultan als Konkubine erwählt zu werden. Ja es wurde sogar festgelegt mit welcher Konkubine der Sultan sein Reich regieren sollte, doch Roxelana faszinierte den Sultan so sehr, dass er all diese festgelegten Sitten über Board warf, natürlich sehr zum Ärger seiner anderen Frauen, die Roxelana doch geschickt aus dem Rennen warf. Roxelana verstand viel von Kunst, schrieb Gedichte und stand dem Sultan mit Rat zur Seite, wofür sie von ihm geliebt wurde. Orientalische Frauen wurden ausschließlich als auf ihre laszive Ausstrahlung reduzierte Nymphen dargestellt. In Wahrheit kam es, eingeleitet von Roxelana, zu einem in der islamischen Welt einzigartigen Vorgang: Haremssklavinnen erlangten ein Jahrhundert lang die Herrschaft über das Osmanische Reich. Während des “Sultanats der Frauen” wurde hinter den Mauern des Harems in Istanbul Weltgeschichte geschrieben. Erst 1909 wird der Herrscherharem endgültig aufgelöst, dem noch ungefähr 500 Sklavinnen angehörten. Sie beendeten ihr Leben als tragische Jahrmarktsattraktionen in Westeuropa. Roxelana aber hatte vorgesorgt und ihrem Sohn den Weg zur Macht bereitet, bevor sie 1558 starb. Sie war sicherlich die Einflussreichste Mätresse ihrer Zeit.

Eine Mätresse soll hier noch erwähnt sein, die seitens der Kirche noch heute verleugnet wird, oder man versucht es zumindest, denn sie war die Mätresse des Papstes. Julia Farnese, deren Mamorstatue noch heute neben dem Hauptaltar im Petersdom zu Rom ist, birgt das eigentlich größte Geheimnis unserer Geschichte. Noch heute empfindet die katholische Kirche diese Statue als kompromittierend und würde dieses Kapitel ihrer Geschichte am liebsten aus der Welt schaffen. Aber es geht nun einmal nicht und deswegen ist diese geheimnisvolle Statue eines des Bests gehüteten Geheimnisse der katholischen Kirche, oder besser war es, oder sie schweigen es tot, da kann man sich aussuchen was man will. Fakt ist, das Julia Farnese zur Zeit der Renaissance die Mätresse des Papstes war und sogar Kinder mit ihm hatte. Doch der Reihe nach:

Dass selbst der Papst eine Mätresse und zahlreiche Kinder mit ihr hat, warf ein grelles Licht auf jene Epoche. Mit seiner Mätresse Vannozza lebt Papst Alexander VI. nicht Ausschweifung und Sittenlosigkeit aus, sondern etwas ihm ebenso verbotenes: ein Familienleben. Vannozza ist die Mutter seiner Kinder, darunter der heute noch berühmt-berüchtigten Cesare und Lucrezia. Als das Interesse des Papstes an Vannozza erlosch, legt er sich eine neue Mätresse zu, Julia Farnese, eine blutjunge Frau, bildschön und intelligent, was den Papst reizte und sie zu seiner Mätresse machte. In Rom wird sie nur “Giulia Bella”, die schöne Julia, genannt. Durch ihre Intrigen im Bett des Papstes begann der Aufstieg der Farnese von einem zweitrangigen Landadelsgeschlecht zur mächtigsten und reichsten Familie Roms. Um seiner schönen Geliebten zu gefallen, verhilft Alexander VI. ihrem Bruder Alessandro Farnese zu einem steilen Aufstieg, macht ihn zum Kardinal. 1534 wird dieser selbst Papst. Und ausgerechnet er macht den zügellosen Sitten der Zeit ein Ende. Er gründet die römische Inquisition und leitet die Gegenreformation ein.

So gesehen haben die Mätressen doch weit mehr Macht gehabt, als manch einem von uns bewußt war, denn diese Frauen hatten eines Gemeinsam, sie beherrschten einige unserer größten Herrscher und hatten somit doch mehr Einfluss auf den Lauf der Geschichte, als ihnen je bewußt war. Und noch heute gibt es Staatsmänner, die ihre Geliebten haben, von denen wir halt einfach nichts wissen, da es unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit geschieht, so gesehen sind die ungezügelten Zeiten sicherlich nicht vorbei, sie sind nur besser getarnt, wie jetzt, auch wenn es ein Mann mit einem Mann ausnahmsweise ist, Ole von Beust hatte auch seinen Geliebten verschwiegen. Es ist doch nun einmal fast egal, in unserem heutigen Zeitalter, ob Mann oder Frau, Geliebte/er, haben Einfluss auf das Leben unsere Politiker, Staatsoberhäupter oder was auch immer, nur merken wir es nicht so, es sei denn jemand macht es Öffentlich, wie nun Ole von Beust, oder hat es jemand vorher gewusst?

Fazit, die Mätressen oder Geliebten sind eine feste Einrichtung in unserem Leben immer schon gewesen und werden es wohl auch immer bleiben.

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* Herner Friedenspfarrer

Erstellt von DL-Redaktion am 23. September 2010

Wie mir aus Herner Kreisen telefonisch berichtet wurde sind die Friedensgespräche zur Bildung einer gemeinsamen Fraktion im Herner Stadtrat endgültig gescheitert. Da von der Pfarrersseite kein Wille zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zu sehen war, wurden die Gespräche endgültig abgebrochen. Die Schiedskommission wurde von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt.

Auch auf der Internetseite “der Westen” wurde diese Meldung verbreitet und zugleich die wohl entscheidende Frage gestellt. Ich zitiere:

“Ob die abtrünnigen Ratsmitglieder Günter Nierstenhöfer, Rainer Kielholz und Gabriele Bitzer von der Linksfraktion in der Partei bleiben dürfen, entscheidet sich möglicherweise schon am kommenden Wochenende – wenn die Landesschiedskommission tagt.”

Ihnen  sollte es auch einer Überlegung wert sein, durch Bildung einer Wählergemeinschaft erfolgreicher für die Bevölkerung arbeiten zu können als in einer LINKEN Partei, welche besonders hier im Westen überwiegend von K-Gruppen dominiert wird und denen es ehe nicht gelingen wird bei den Menschen auf Dauer Fuß zu fassen.

In diesem Zusammenhang wird es schon Interessant sein zu beobachten, inwieweit die  Schiedkommission NRW sich weiter vom Landesvorstand in seinen Entscheidungen beeinflussen lässt. Zumal jetzt auch noch der Bock (Block) zum Gärtner gemacht wurde: Der Landesgeschäftsführer Günter Blocks wurde vom Vorstand als Verbindungsverantwortlicher für die Schiedskommission ausgelobt. Wieder eine interessante Aufgabe für den großen Hütchenspieler. Und dabei habe ich immer geglaubt einem Bock wären Hörner gewachsen. Es ist aber auch ein Zeichen mangelnden Verständnisses für Demokratie und Pluralismus in dieser von Wilkür beherrschten Partei. Weist doch das Deutsche Parteiengesetz eindeutig auf die Neutralität und Unabhängikeit solcher Kommissionen hin.

Wird der Ausschluss jetzt ausgewürfelt? Normal heisst es ja: “Der Fisch fängt vom Kopf zu stinken an”. Besteht der Kopf aus Beuermann, Klute und Remmers würde die Entfernung dieser drei schon für die entscheidende Luftverbesserung führen.

Beuermann die Frau mit dem großen Geldbedürfnis, Klute der Sozialpfarrer als Evangelikaler, ein Gebetbuchdespot? Und wer noch, ja natürlich die Remmers, jetzt im Doppelpack noch wertvoller. Eine Person welche an jedem Tisch sitzt an dem gekungelt und geschoben wird.

Aber Vorsicht ist geboten. ich schreibe hier über die LINKE und das aus eigener Erfahrung. Wir haben die Kassierer da “Oben” und die Lemminge da “Unten”. Setzt jemand dagegen wenn ich voraussage dass die da “Unten” die Partei verlassen müssen? Der Hütchenspieler wird es zu richten wissen.

IE

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