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Archiv für September 8th, 2010

* Unruhen an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 8. September 2010

Auch in Saarbrücken gibt es keine Ruhe innerhalb der “LINKEN”. So meldet die Saarbrücker Zeitung den Parteiaustritt der Stadtverordneten Jessica Zeyer. In einem Interview des Saar-Fernsehens kritisiert Frau Zeyer im besonderen das mangelnde Demokratieverständnis innerhalb der Fraktion und der Partei.

Da genau diese Vorwürfe immer und immer wieder und aus den verschiedensten Bundesländern geäußert werden, wundere ich mich schon seit langem, das dieses Thema in der Presse und der breiten Öffentlichkeit nicht weit höhere Wellen schlägt. Es gibt in der Partei “DIE LINKE” keine Demokratie. In dieser Partei versucht eine Gang von vielleicht 50-60 Personen alles unter Kontrolle zu halten. Diese “Spitzenleute” füllen sich das Geld in die Taschen, welches auf der Straße von den kleinen “Aktiven” durch das Kleben und Verteilen von Plakaten und Flyern erarbeitet wird. Sie kassieren die KM-Gelder und erwarten von den einfachen Mitgliedern den Dienst für die Partei. Treu dem Motto: “Oben Maßlos - Unten Ahnungslos”. Wenn die da Unten bemerken, dass sie nie eine Change bekommen werden, auf normalen Wegen auch nach Oben zu kommen, wird diese Partei wie ein Kartenhaus zusammen fallen.

Die Vorwürfe welche Frau Zeyer jetzt gemacht werden, sind auch in Bayern, RLP und Nordrhein Westfalen bestens bekannt. Es ist immer wieder das gleiche, schon langweilig, abgesprochene Strickmuster.

Hier nun der Bericht der Saarbrücker Zeitung:
IE

Palaver bei Saarbrücker Linken - Stadtverordnete Jessica Zeyer verläßt Partei

Mit elf Stadtverordneten ist die Linke im Sommer vergangenen Jahres in den neuen Stadtrat eingezogen. Jetzt sind es nur noch zehn. Rot-Rot-Grün hat allerdings weiter eine Mehrheit im Rat. Von SZ-Redakteur Martin Rolshausen

Ob es eine gute oder schlechte Nachricht für ihre Partei ist, darüber gehen die Meinungen in der Saarbrücker Linken auseinander. Es ist auf jeden Fall eine Nachricht, die gestern nicht nur in der Linkspartei für Unruhe sorgte: Jessica Zeyer hat gestern ihren Austritt aus der Partei und aus der Linke-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat erklärt.

Ihr Stadtratsmandat werde sie behalten, teilte Zeyer mit.

Quelle : Saarbrücker Zeitung >>>>> weiterlesen

Schrift unter der Grafik: “Ist es immer so, dass oben immer ein Schwein sitzt?”

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* Frauen verändern Politik

Erstellt von DL-Redaktion am 8. September 2010

Suffragetten – oder wie Frauen unsere Politik und unser Leben beeinflussten!

Die Welt und ihre Menschen und auch die Politik verändern sich täglich.

Doch wer erinnert sich noch daran, wer der Keim/ Ursprung für das eine oder andere war, was wir heute doch als Selbstverständlich hinnehmen und damit auch tagtäglich konfrontiert werden.

Ich habe kürzlich einen sehr interessanten Bericht gesehen, wobei mir auffiel, dass gerade dies unsere/die Politik sehr beeinflusst hat, daher widme ich diesen Bericht den Suffragetten bzw. den Frauen, die sich für die Politik und auch viele andere Sachen eingesetzt haben und somit das Weltanschauungsbild gravierend verändert haben, ohne Rücksicht auf sich und ihre Familien.

Als Suffragetten bezeichnete man zu Beginn des 20. Jahrhunderts die mehr oder weniger organisierten Frauenrechtlerinnen in Großbritannien und auch den USA (von engl./franz. suffrage, „Wahl“).

Besonders auffallend waren dabei die Methoden, mit denen die Suffragetten vorgingen.

Passiver Wiederstand, Störungen von offiziellen Veranstaltungen, bis hin zu Hungerstreiks, all dies nahmen die Suffragetten auf sich, um ihre Ansichten/Meinungen durch zu setzen und haben dabei den Grundstein für das Frauenwahlrecht gelegt, dabei gingen sie radikal vor, oft auch weil man ihnen keine andere Wahl ließ.

Damals durften Frauen sich nur auf die Aufgabengebiete beschränken, die ihnen „zugeteilt“ wurden, heute spricht man manchmal noch von den 3 großen Ks: Kinder, Küche, Kirche!

Doch gab es schon damals einige Frauen, die mehr wollten, ja sie wollten sich nicht mehr unterdrücken lassen, sie wollten Meinungsfreiheit, Wahlrecht, ja sie wollten so vieles.

Nicht mit all ihren „Wünschen“ kamen sie durch, aber mit zwei ganz entscheidenden Dingen, dem Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung. Sie kämpften für bessere Bedingungen.

Wobei sich mir heute immer wieder die Frage stellt, warum haben diese Frauen so sehr um die Gleichberechtigung gekämpft, wenn ich heute doch immer noch Differenzen zwischen Männern und Frauen sehe. Besonders wenn ich weiß, wie spät in der Schweiz und Lichtenstein erst das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. In den vielen Ländern haben heute noch die Frauen keinerlei Recht auf freie Meinungsäußerung oder müssen verschleiert herumlaufen, oder wenn ich sehe, dass bei uns in der Bundesrepublik noch heute die Frauen in der Politik heraus gemobbt werden, um die Frauenquote nicht zu erreichen, damit die Herren der Schöpfung ihren Machtwahn durchsetzten können. Oder wenn ich sehe, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, ich könnte diese Liste undendlich fortsetzten.

Eines ist mir Schleierhaft, warum wir diese Frauen, die Suffragetten, ohne Rücksicht auf Verlust ihre Rechte erkämpft haben, doch so in Vergessenheit geraten sind. Oder warum haben wir noch heute soviele Probleme und wehren uns nicht endlich auch einmal auf eine Art und Weise, dass den Männern Hören und sehen vergeht?!

Sicherlich haben wir auch heute Frauenrechtlerinnen, die will ich hier sicher nicht vergessen, doch dieses Thema ist durch viele andere Themen sehr weit in den Hintergrund geraten und vor allem auch das Gedenken an die Frauen, die sich noch etwas getraut haben.

Die Suffragetten haben uns schon vieles ermöglicht, was heute sonst noch undenkbar wäre.

Damals stand es nur den Männern zu, zu rauchen, vor allem in der Öffentlichkeit, dies war eine der ersten Tabus, die die Suffragetten brachen, indem sie in der Öffentlichkeit rauchten und somit sich den Unmut nicht nur der Männer, sondern vor auch vieler Frauen, die halt nicht den Mut zu solchen Veränderungen hatten, zuzogen. Vielleicht war es auch Neid?!

Fakt ist, dass die Suffragetten sogar soweit gingen, dass sie inhaftiert wurden und durch ihre damaligen Hungerstreiks später Menschen wie Mahatma Gandhi zu ihren Hungerstreiks „inspirierten“ und somit zu weiteren Interessen in der Politik führten.

Emmeline Pankhurst, die nicht das Privileg hatte, wie manche unserer Politikerinnen heute, dass man, wie eine Frau von der Leyen, mit Kindermädchen und Haushälterinnen gesegnet war, musste sich, nachdem ihr Mann gestorben war, selbst um ihre Existenz und ihre 5 Kinder kümmern, was zu damaliger Zeit wohl niemanden interessierte.

Das bewegte Leben der Emmeline Pankhurst, war geprägt, von ihren Eltern, die sich schon früh gegen die Sklaverei einsetzten und auch schon früh ihre Tochter auf politische Versammlungen mitnahmen. So gesehen wurde Emmeline Pankhurst schon recht früh mit den Grausamkeiten und der harten Realität konfrontiert wurde, was wohl maßgeblich ihre Einstellung beeinflusste.

Auch von ihrem Mann wurde sie unterstützt, der auch eine politische Karriere anstrebte und daher mit seiner Familie nach Großbritannien ging. Da dies jedoch nicht so gelang, ging Pankhurst mit seiner Familie nach Manchester zurück, wo Emmeline Pankhurst im folgenden Jahr ehrenamtlich in der staatlichen Armenfürsorge als »Poor Law Guardian« tätig wurde. Sie entrüstete sich darüber, dass Schwangere im Arbeitshaus bis kurz vor der Entbindung die Böden schrubben mussten.“ Many of them were unmarried women, very, very young, mere girls. These poor mothers were allowed to stay in the hospital after confinement for a short two weeks.”

Hier starb auch ihr Mann und Emmeline Pankhurst musste Bücher und Möbel verkaufen, um ihre sich und ihre Kinder zu ernähren. Als sie mit dem in Manchester eröffneten Einrichtungsgeschäft scheiterte, übernahm sie eine Stelle beim Standesamt, und von 1900 bis 1903 gehörte sie der städtischen Schulkommission an.

Die Suffragetten entwickelten sich in Großbritannien aus Gegnerinnen der Contagious Diseases Acts, der Gesetze über ansteckende Krankheiten. Im Jahr 1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien die Women’s Social and Political Union, eine radikal-bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren durch öffentliche Proteste und Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Ihre Tochter Christabel Pankhurst war eine der führenden Suffragetten im Kampf um das Frauenwahlrecht in Großbritannien.

In den USA dagegen führten Alice Paul und Lucy Burns eine Serie von Protesten gegen den als „Kaiser Wilson“ titulierten amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson an. Zahlreiche Mitglieder der im Juni 1916 von Alice Paul gegründeten National Woman’s Party (NWP) waren in den Jahren 1917 bis 1919 inhaftiert.

Der Kampf ging weiter, doch dann kam der 1.Weltkrieg und durch den kriegsbedingten Arbeitskräftemangel kam es aber sowohl in den USA als auch in Großbritannien zu einer stärkeren Verankerung der Frauen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, was letztlich auch zur allgemeinen Akzeptanz des Frauenwahlrechts führte.

An dieser Stelle sollte ich auch eine Frau erwähnen, die als erste 1873 das Stimmrecht für Frauen einforderte, Hedwig Dohm, sie war die erste Frau, die mit dieser Forderung an die Öffentlichkeit ging, doch bevor es überhaupt so weit kam, sollte es noch ein langer und steiniger Weg für die Frauen werden.

Doch bis zum 10. Oktober 1903, sollte es noch dauern, bis Emmeline Pankhurst mit ihrer dreiundzwanzigjährigen Tochter Christabel und vier weiteren Frauen in Manchester eine überparteiliche Frauen-Vereinigung: „Women’s Social and Political Union“ gründete. Drei Jahre später schloss sich auch Sylvia Pankhurst den Frauenrechtlerinnen an, die als Suffragetten bezeichnet wurden.

Anfangs propagierte, Emmeline Pankhurst und die Suffragetten noch friedlich, doch schon bald stellten sie fest, dass sie mit Großkundgebungen und warmen Worten nicht weiter kamen, änderten sie ihre Strategie.

Bei einer öffentlichen Versammlung in der Free Trade Hall in Manchester am 13. Oktober 1905 fragten sie mehrfach den damaligen und völlig überforderten Edward Grey, ob seine Regierung den Frauen das Wahlrecht erteilen wolle, doch diese Befragung wurde ignoriert und standen wenig später Annie Kenney und Christabel Pankhurst auf Stühlen um sich Gehör zu verschaffen, doch sie wurden unsanft heraus geschmissen und am nächsten Morgen verhaftet, weil sie Polizisten bespuckt hatten, diesmal „nur“ für drei und sieben Tage, doch es sollten noch weitere Verhaftungen und Hungerstreiks folgen, vor allem von Emmeline Pankhurst.

Bei einer Großkundgebung der »Women’s Social and Political Union« am 21. Juni 1908 im Hyde Park strömten annähernd 250 000 Teilnehmerinnen herbei. Davon angespornt, verteilten Emmeline und Christabel Pankhurst Flugblätter mit einem Aufruf zu einer weiteren Demonstration am 30. Juni. Deshalb sollten sie sich bei der Polizei melden, aber sie kamen der Vorladung nicht nach und wurden deshalb am 12. Oktober erneut festgenommen und neun Tage später zu mehrmonatigen Freiheitsstrafen verurteilt.

Immer wieder versuchten die von Emmeline Pankhurst angeführte Suffragetten, gewaltsam zu Premierminister Herbert Henry Asquith vorzudringen und ihm Petitionen zu übergeben. Bei Auseinandersetzungen am 29. Juni 1909 mit den Ordnungskräften provozierte Emmeline Pankhurst absichtlich ihre Verhaftung, indem sie einen Polizisten ohrfeigte. Mehr als hundert Aktivistinnen wurden festgenommen, als sie am 18. November 1910 mehrere Stunden lang versuchten, die polizeiliche Abriegelung des Unterhauses zu durchbrechen, um gegen die Ablehnung eines Gesetzes zu protestieren, das wenigstens einer Million Frauen das Wahlrecht zugestanden hätte (»Conciliation Bill«). Zwei der Demonstrantinnen starben an den Folgen von Verletzungen.

Nach einem Bombenattentat der einundvierzigjährigen Suffragette Emily Davison auf das Landhaus des britischen Schatzkanzlers David Lloyd George in Walton-on-Hill, für das Emmeline Pankhurst die Verantwortung übernahm, wurde die Anführerin der Suffragetten am 3. April 1913 zu drei Jahren Haft verurteilt. Darauf reagierten ihre Anhängerinnen mit weiterer Gewalt: Beispielsweise bewarfen sie Premierminister Asquith mit Pfeffer und schleuderten einen Katzenkadaver auf ihn. Sie verwüsteten öffentliche Omnibusse, zerstörten Briefkästen mit Säure, schlugen Schaufenster von Kaufhäusern ein und zündeten Kirchen an; militante Aktivistinnen lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei und führten weitere Sprengstoffanschläge durch.

Am 4. Juni 1913 warf sich Emily Davison beim English Derby in Epsom (Surrey) vor das galoppierende Pferd König Georgs V. mit der Fahne der »Women’s Social and Political Union

Um für das Frauenwahlrecht zu demonstrieren und verunglückte dabei, dass sie vier Tage später in einem Krankenhaus starb, somit wurde sie später als Märtyrerin dargestellt.

Immer mehr Suffragetten folgten dem Beispiel Emmeline Pankhurst und begaben sich nach ihrer Inhaftierung in Hungerstreiks. Das Parlament verabschiedete deshalb 1913 ein von der Regierung Asquith eingebrachtes Gesetz, demzufolge die Frauenrechtlerinnen zwar aus dem Gefängnis entlassen werden sollten, sobald sie ernsthaft erkrankten, aber nach ihrer Genesung den Rest ihrer Strafe verbüßen mussten. Aufgrund dieses im Volksmund »Cat and Mouse Act« genannten Gesetzes wurde Emmeline Pankhurst im Februar 1914 erneut festgenommen, worauf sie mit einem weiteren Hungerstreik reagierte und damit wieder ihre Freilassung durchsetzte.

Während des 1. Weltkrieges änderte sich vieles, u.a. auch, dass Sylvia Pankhurst seit 1912 mit Kommunistinnen zusammenarbeitete, während Emmeline Pankhurst 1918 zum Entsetzen ihrer zweitältesten Tochter der konservativen Partei beitrat.

Schrittweise bekamen die Frauen nach dem Ersten Weltkrieg politische Rechte: Mit Wirkung vom 6. Februar 1918 erhielten Frauen über dreißig, die selbst Steuern zahlten und über ein Mindesteinkommen verfügten, das Wahlrecht. Bei den Parlamentswahlen am 14. Dezember 1918 konnten erstmals Frauen über einundzwanzig für einen Sitz im Unterhaus kandidieren (passives Wahlrecht). Von den siebzehn Kandidatinnen kam allerdings keine ins Parlament. Die erste Frau, die ein Unterhaus-Mandat ausübte, war von Dezember 1919 an Lady Nancy Astor (1879 – 1964), eine Bewunderin von Emmeline Pankhurst.
Emmeline Pankhurst, die inzwischen vier minderjährige Mädchen adoptiert hatte, reiste im September 1919 nach New York, um auf einer Vortragsreise in den USA und in Kanada über die Rolle der Frau im Kampf gegen den Bolschewismus zu sprechen. Fünf Jahre lebte Emmeline Pankhurst mit ihren Adoptivtöchtern in Nordamerika. Dann verbrachte sie aus gesundheitlichen Gründen einige Zeit auf den Bermudas, bevor sie 1925 nach Europa zurückkehrte und an der Côte d’Azur eine Teestube eröffnete. Weil die Briten, die dort ihre Ferien verbrachten, eine frühere Suffragette nicht für gesellschaftsfähig hielten, musste sie das Projekt bald wieder aufgeben und kehrte Weihnachten nach London zurück.
Als das Unterhaus am 29. März 1928 die »Equal Suffrage Bill« verabschiedete und damit endlich allen Frauen im Vereinigten Königreich das Wahlrecht zugestand, saß Emmeline Pankhurst im Publikum. Damit hatte sie ihr großes Ziel erreicht.
Ende Mai ließ Christabel Pankhurst ihre Mutter, deren Gesundheitszustand sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert hatte, in ein Krankenhaus bringen. Dort starb Emmeline Pankhurst am 14. Juni 1928, genau einen Monat vor ihrem siebzigsten Geburtstag.

Inzwischen hat sich zwar vieles geändert, aber den Kampfgeist dieser Frauen, haben wir nicht mehr alle, vielleicht einige Frauen, aber es reicht halt nicht, vor allem es immer noch Frauen gibt, die sich alles Gefallen und Unterdrücken lassen, leider.

Klar sehen wir tagtäglich Frauen in den Medien, aber wie oft, sehen wir auch andere Bilder, warum gibt es Frauenhäuser, warum werden Frauen von Männern/Familienangehörigen verstümmelt, umgebracht, weil sich immer noch nicht genügend geändert hat. Soviele Warum Fragen?

Im weiteren Sinn wurde der Begriff Suffragette in der Folge abwertend für engagierte Frauenrechtlerinnen verwendet. Insofern entspricht er dem heutigen Begriff Emanze in seiner pejorativen Bedeutung.

Wir alle kennen viele Frauenrechtlerinnen, doch warum hört und sieht man heute kaum noch etwas? Ich denke, dass wir viele unserer Ideale und Ziele aus den Augen verloren haben und manchmal einfach nur daran erinnert werden müssen.

Es gibt im Grunde noch so viel Material, worüber ich hier schreiben könnte, doch dies würden dann sicherlich zu einem Roman führen und nicht so wie ich es geplant habe, zu einem Bericht. Ich bewundere all diese Frauen, die schon in sehr frühen Zeiten, sich für die Rechte der Frauen eingesetzt haben, ohne dabei auch nur an die Folgen zu denken, denn sie wollten etwas verändern, ein Zeichen setzen, damit wir es heute besser haben, was aber leider nicht überall der Fall ist.

Sicherlich würde manch einer hier sagen, dass es Utopisch wäre, zu glauben, dass es überall Gleichheit, Gerechtigkeit, Frieden oder was auch immer geben würde, aber mal Hand aufs Herz, wenn es nicht irgendwo einen Menschen gäbe, wie zum Beispiel eine Emmeline Pankhurst, die es wenigstens versuchen, dann würden wir doch sicherlich als Frauen noch heute den Status von damals haben, oder?!

Ich bin eine der Frauen, die es zumindest versucht, alleine dadurch, dass ich meine Berichte schreibe und versuche die Menschen zu erinnern, wie es durch die Kraft vieler oder auch einzelner, zu Veränderungen kommen kann.

Mit kleinen Schritten können auch wir heute noch große Veränderungen schaffen, mit Beharrlichkeit und sehr viel Ausdauer.

Im Gedenken an all die Frauen, die bei der Durchsetzung ihrer Rechte ihr Leben verloren haben.

Marife Hutton 2010

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* Bolle verlässt Linke

Erstellt von DL-Redaktion am 8. September 2010

Heute erreichte uns die Austrittserklärung aus der Linkspartei NRW des Vorsitzenden der Gewerkschaft VER.Di Ahlen-Beckum ( Kreis Warendorf)   mit rd. 1000 Mitgliedern , Thomas Bolle!

Der dortige Gewerkschaftschef Thomas Bolle hat entnervt sein Parteibuch an die Linken-NRW-Zentrale zurückgegeben. Er kritisiert die Linke in NRW als nicht demokratisch. Unter anderem bemängelt er, dass “sein” linker Kreisverband Warendorf es mit Protokollen von Sitzungen nicht genau nimmt und die innerparteiliche Demokratie nicht pflegt. Gewerkschaftliche Zusammenarbeit fände dort, zu seinem allergrößten Bedauern, nicht statt.

Bereits zu Beginn seiner linken Mitgliedschaft bekam er es mit den neo-stalinistischen Machenschaften dieser Partei zu tun. Die dortige, mittlerweile vom Amt zurückgetretene Ratsfrau des Kreises Warendorf , Ute Müller, hatte schon zu Beginn seiner Mitarbeit gegen ihn geschossen. Und dies in sehr übelster Form. Sie verbreitete über Bolle sehr private Mitteilungen, die dieser ihr in intim-vertrauten Gesprächen offenbart hatte. Die langjährige DKP-Funktionärin Müller, enge Freundin und Verbündete des Linken NRW-Geschäftsführers, dem äusserst umstrittenen Günter Blocks, versuchte bereits während des Kommunalwahlkampfes 2009 den Gewerkschafter mundtot zu machen. Ihr zur Seite standen die vermeintlichen Warendorfer Altkommunisten Wigand Busse, Reiner Jenkel und Wilhelm Döll. Seinerzeit warf Bolle bereits völlig entnervt das Handtuch und trat als Landtagskandidat der Linken Warendorf unter Protest zurück. Bolle hätte seinerzeit ein überragendes Ergebnis für die LINKE im Kreis Warendorf aufgrund seiner Reputation erreichen können. Dies war aber scheinbar seitens des Landesverbandes NRW nicht erwünscht.

Verdi besteht nicht  nur aus Mitgliedern wie der Linken Duisburgerin Edith Fröse, nein, auch Männer wie Thomas Bolle gehören ihr an. Bolle ist ein anerkannter Gewerkschafter im münsterländischen Landkreis Warendorf und in vielen sozialen Einrichtungen, wie der AIDS-Hilfe, engagiert. Sein Verlust für diese Linkspartei ist im Münsterland kaum zu ermessen.

Das Bolle der Linkspartei den Rücken gekehrt hat, ist auch ein massives Verschulden des NRW-Landesvorstandes, insbesondere des Landesgeschäftsführes Günter Blocks der NRW-Linkspartei. Und auch der betreuenden Linken-Funktionären für den Kreis Warendorf, der MdB Ingrid Liselotte Remmers. Sie ist wie Blocks, Mitglied der als linksextremistisch eingestuften Strömung “Sozialistische Linke“.

Die Linke NRW verliert zusehends den Kontakt zu den Gewerkschaften und den sozialen Organisationen und Verbänden unserer Gesellschaft. Dies bewusst, da sie an alten, herkömmlichen Politprinzipien à la DDR scheinbar stoisch festhält. Eine breite Verankerung dieser Partei in NRW und ihrer Menschen ist offensichtlich seitens des Landesvorstandes nicht erwünscht. Zumindest wird es dort nicht gefördert.

Thomas Bolle sandte sein Parteibuch am vergangenen Wochenende an die NRW-Linke zurück!

Nach unserer Meldung berichtet heute auch die AHLENER ZEITUNG über den Austritt von Thomas Bolle!

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