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Archiv für August 12th, 2010

* Die rostige Laterne

Erstellt von DL-Redaktion am 12. August 2010

Ode an die rostige Laterne.

Wenn deine Finger geh’n spazieren
im Internet, um zu probieren,
ob sich nicht was zu lesen fände,
mehr als nur alte trockene Bände.

Hab Marx und Engels schon gesehn,
bleib dann vor ‘ner Laterne stehn,
alt sieht sie aus ist stark am rosten,
lehn dich nicht an, sonst knickt der Pfosten.

Ein Licht durchdringt das Dunkel schwach,
Die alte Birne gibt schon nach.
Man sieht nur etwas ganz verschwommen,
doch was man wahr nimmt macht beklommen.

Man wird versetzt in alte Zeiten,
sieht Bilder die vorüber gleiten,
Hört hier ein Stöhnen sieht was Hängen
gut das die Zeit hilft zu verdrängen.

So manchmal hört man von verrückten,
die glauben das sie wen beglückten.
Gaddafis Grünbuch, Maos Fibel,
mein Gott da wird mir manchmal übel.

Man liest von Kim Jong diesem Bluster,
nicht alle auf die Latten hat er.
Da darf dann Fidel auch nicht fehlen,
der kann auch zahnlos viel  erzählen.

Vielleicht war einst auf ihren Reisen,
nach Ost-Berlin zu Mauers Zeiten.
Die Müller aus dem Land der Reichen,
sich dort mit Erich abzugleichen.

Es gab so vieles zu berichten,
auf Lügen konnt’ man dort verzichten.
Im Seminar der Welterbauer,
mit bestem Ausblick auf die Mauer.

Dort sah im Geiste man sie hangeln,
nur noch ein Schuss kann sie abfangen.
Raus aus dem Tränental der Real-Sozialisten,
da gingen nicht nur Bürger stiften.

Doch auch den Russen wurd suspekt,
was Jahre vor sie ausgeheckt.
Drum störte Gorbi Erichs Ziele,
der ging nach Chile, Tschüss in Liebe.

Die DDR, die gibt’s nicht mehr,
auf halbem Weg stoppt keiner mehr.
Dort liegt Angela auf der Lauer
und wartet auf die neue Mauer.

Doch stetig nagt der Zahn der Zeit,
nur ein Laternchen jetzt noch bleibt.
So schreib ich hier ganz unverfänglich,
nicht nur Laternen sind vergänglich.

2010 Ingo Engbert

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* Steuern oder Spenden ?

Erstellt von DL-Redaktion am 12. August 2010

Die Krux mit dem Gewinn.

Spenden sind wichtig, aber sie verändern zu wenig an Strukturen, die Arme und Reiche erst schaffen. Gates und Buffet sind keine Ausnahmen. Mit anderen Worten stellt sich hier die Frage: Steuern oder Spenden?  IE

Wenn Milliardäre Milliarden spenden, ist das ein feiner Zug. Softwareunternehmer Bill Gates, Investor Warren Buffet, Banker David Rockefeller und andere Steinreiche der USA haben unlängst erklärt, mindestens die Hälfte ihres Privatvermögens für gute Zwecke spenden zu wollen. Sie würden damit der Gesellschaft einen Teil des Geldes zurückgeben, das sie mithilfe des Staates und vieler anderer Menschen erwirtschaftet haben. Besser allerdings wäre es, wenn die horrenden Vermögen, die mittels Spenden teilweise umverteilt werden sollen, gar nicht erst entstünden.

Vor dem Reichtum

Denn womit verdienen Leute wie Gates, Buffet und Rockefeller ihr Geld? Gates’ Firma Microsoft beispielsweise lässt auch in China produzieren, wo sich die Löhne der Arbeiter an den niedrigen staatlichen Mindestlöhnen orientieren. Diese liegen häufig bei rund 130 Euro pro Monat, folglich unter dem Existenzminimum.

Investor Buffet verdient unter anderem Geld mit der Ölpest, die der Konzern BP in Golf von Mexiko angerichtet hat. Eine Firma, an der Buffet beteiligt ist, liefert die umstrittene Chemikalie, die das ausgelaufene Erdöl unter die Meeresoberfläche drückt. Und Rockefeller als ehemaliger Chef der Chase Manhattan Bank mehrte sein Vermögen, indem er mit Aktien von BP und anderen Mineralölkonzernen spekulierte, ohne dass ihn eventuelle Umweltschäden interessierten.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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