* Deutschland-Sozialstaat?
Erstellt von Gabi Koehler am 3. August 2010
Sozialamt weigert sich in Vorlage zu treten! – Wer zahlt dann die Miete?
Übergangszeit von Hartz IV bis zum Eintritt der Rente ohne Leistungen des Sozialamtes!
Hier eine Geschichte, die sicherlich nicht nur mich betrifft. Ich habe einen Rentenantrag gestellt, der nun genehmigt wurde, so weit so gut!
Bis zum 31.08.2010 zahlt mir noch die ARGE, hinzu kommt die KDU. Nun habe ich ab dem 01.06.2010 die Rente bei voller Erwerbsminderung genehmigt bekommen, mit den Worten:
„Die Rente beginnt am 01.06.2010. Sie ist befristet und endet mit dem 30.11.2012“
„Für die Zeit ab 01.09.2010 werden laufend monatlich ….. gezahlt!“
„Die Rente für den jeweiligen Monat wird am Monatsende ausgezahlt.“
„Für die Zeit vom 01.06.2010 bis zum 31.08.2010 beträgt die Nachzahlung ……€.
Die monatliche Rente wird auf das angegebene Konto überwiesen. Die Nachzahlung wird vorläufig nicht ausgezahlt.“
Des Weiteren stellte sich mir nun die Frage, was ist mit dem Monat September 2010 bei mir? Das Sozialamt teilte mir mit, dass es ihnen egal sei, wie ich zu meinem Geld kommen würde. Nun rief ich heute bei meinem Rententräger an, die mir mitteilten, dass sie ihre Leistungen immer nur zum Monatsende auszahlen würden. Da die ARGE bisher immer in Vorkasse getreten ist, genauso wie das Sozialamt, stehe ich nun 4 Wochen lang ohne Geld da. Zurück zu führen ist diese Neuregelung der Rente, auf unsere ehemalige Rot/Grün Koalition.
Hier der Auszug:
Der Rentenauszahlungstermin für Neurentner wurde im Oktober 2003 von der rot/grünen Bundesregierung vom Monatsanfang auf das Monatsende verschoben. Die Neuregelung gilt ab April 2004. Wie der Neurentner oder die Neurentnerin den ersten Rentenmonat überbrücken soll, ist nicht das Problem der Regierenden. Sie erhalten keine Renten, sondern Pensionen. Was allein zählt, ist der durch die Verschiebung entstehende jährliche Zinsgewinn von 14 Millionen Euro.
Außerdem wurde beschlossen, die Schwankungsreserve der Rentenversicherer von 50 auf 20 Prozent senken. Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=3006
Quelle: TAZ, 5.3.04
Also fiel mir ein, dass ich bereits im Februar 2010 einen Wohngeldantrag gestellt hatte. Ich ging zur hiesigen Kreisverwaltung und erklärte die Situation, die sich bereit erklärte, dass bis zum 31.08.2010 die Zahlungen angeordnet würden, inkl. der Nachzahlung. Wie viel Wohngeld ich bekomme, weiß ich noch nicht, dass erfahre ich erst Ende August. Von daher stellt sich nun wirklich die Frage, wovon soll ich im September meine Miete bezahlen? Was ist wenn die Nachzahlungen, die etwas über 160.-€ betragen, seitens des Rententrägers nicht reichen? Wovon soll ich Leben?
Eine heftige Diskussion mit dem Rententräger hat auch zu nichts geführt. So gesehen bleibt mir nur der Gang zum Sozialamt, um auf mein Recht zu beharren, dass es doch nicht angehen kann, dass sie noch nicht einmal die Miete übernehmen wollen. Ich dachte immer, dass wir in einem Sozialstaat leben, wo es diese Form des Daseins nicht gibt, nämlich, dass man kein Geld für die Miete und zum Leben hat. Es muss doch irgendwo gesetzlich verankert sein, dass das Sozialamt zu Zahlungen verpflichtet ist, wenn jemand kein Geld hat, bzw. zu wenig hat, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten?! Ich finde es ein Unverschämtheit, dass sich keiner Zuständig fühlt und alle ihre Hände in Unschuld waschen wollen, dass kann es doch nicht sein!
Auf Anraten eines Anwaltes, wurde mir mitgeteilt, dass ich sofort alles bei Sozialamt beantragen sollte, was ich auch Morgen machen werde, vor allem können die beim Sozialamt ja eine Art Darlehen geben, was ich dann zurück zahle, ich will es ja nicht geschenkt haben, ich will nur überleben, einen Monat lang. Ich denke, dass diese Sesselpfurzer noch nie eine Bittstellung haben leisten müssen, da ist es doch „normal“ einem Hilfebedürftigem einfach mal zu sagen: „Es ist nicht unser Problem, sehen sie zu, wie sie fertig werden!“ Kaum hat man das eine Problem bewältigt, dann kommt das nächste. Aber wer hat schon gesagt, dass das Leben einfach ist? Es hat aber auch keiner erwähnt, dass es ein ständiger Kampf ums Überleben ist!
Irgendwann muss man doch einmal zur Ruhe kommen! Dieser ständige Stress und Kampf mit diesen blöden Ämtern macht die Menschen doch wirklich krank und dann wundern sich unsere Krankenkassen, wenn man Probleme mit dem Magen oder ähnliches hat, weil man sich ständig mit inkompetenten Mitarbeitern der Ämter herumschlagen muss! Wenn ich es genau nehme, müsste ich eigentlich dem Menschen die Rechnung für die Miete geben, damit er sie bezahlt, der dafür Sorge getragen hat, dass ich nicht mehr arbeiten kann, dass Problem ist nur das dieses „Etwas“, die Lage so nicht sieht, aber eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung kommt nicht von alleine angeflogen, die entwickelt sich durch ein Trauma. Doch wie immer ist es so, dass die Urheber dies nicht wahr haben wollen, die führen ein Leben in Saus und Braus und sind dann noch der Meinung, dass ich mir dies alles selbst ausgesucht habe und somit auch alleine damit fertig werden müsste.
Gut, auf die Hilfe von solchen Individuen kann ich auch locker verzichten! Aber Gerecht ist es nicht! Nur was ist heute noch Gerecht? Überall versuchen die Menschen, die in ähnlichen Lagen sind wie ich, sich Tag täglich durch das Leben zu schlagen, wen wundert es da noch, dass soviele Menschen unzufrieden sind? Aber unsere Politiker interessiert dies herzlich wenig, stattdessen drehen sie die Daumenschrauben immer enger und wundern sich über die Reaktionen der Menschen! Wut, Angst, Krankheiten und letztendlich der Konkurs sind die bittere Realität, leider! Über die Folgen, werde ich demnächst einen anderen Bericht schreiben, der sicherlich auch zu Wut und Empörung führen wird.
Tja, dieses Desaster sollte schnellst möglich beendet werden. Doch wer fühlt sich zuständig? Am liebsten würde ich diesen Bericht einmal im Bundestag an alle Politiker verteilen, damit diesen Armleuchtern einmal jemand die Augen öffnet, wie die Realität in unserem ach so tollem Sozialstaat ist.
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Wie der Herr, so das Gescherr….sagt ein altes Sprichwort. Dies sehen wir immer wieder auch in der Linken. Was die “Großen” in Land und Bund können, können wir schon lang, sagen sich die Linken des Kreise Warendorf!
Klaus Ernst, der Bundesvorsitzende der Linkspartei, gerät immer mehr in den Focus öffentlicher und