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Archiv für Juni 21st, 2010

* “Abseits” für Zöller!

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juni 2010

Heute (21. Juni) veröffentlichte das Ahlener Tageblatt einen Leserbrief ihres Lesers Dietmar Zöller zum Thema “Rot-Weiss-Ahlen-Fußballclub”. Hier schreibt ein Fan seinen Frust über die finanzielle Notlage des Ahlener 3.-Ligisten der deutschen Fussballiga. Die finanziellen Nöte, speziell von Sportvereinen, sind in der Tat ein Thema, welches angesprochen werden muss. Allerdings sind Sportvereine auch Teil der Gesellschaft. Die gesamte Gesellschaft ist derzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Das beginnt bei Familien, geht über Schulen und Universitäten, Organisationen und Institute, Gewerkschaften und betrifft logischerweise auch Freizeiteinrichtungen, wie beispielsweise die vielen Fußball- und Sportvereine. Die Kommunen, die sich selbst kaum finanzieren können, wissen um diese Situation, müssen aber gemäss ihres Gesetzesauftrages das gesamte öffentliche Wohl in den Zenit ihres Planens und Handels stellen.

Nun ist aber Dietmar Zöller kein gewöhnlicher Leser und Fußballfan. Im Hauptberuf ist er Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtszentrums in Ahlen, einer Einrichtung, die eigentlich paritätisch — also gleichgestellt, solidarisch und gleichwertig — zum Wohl der Menschen vor Ort agieren soll. Das Pari-Zentrum steht der SPD nahe. So ist Zöller auch als SPD-Mitglied im Kreistag Warendorf vertreten. Das Zentrum versteht sich laut der Aussagen auf seiner Website als ” **….. Dachverband und Plattform für rechtlich selbständige, gemeinnützige Vereine und Gesellschaften sowie für Initiativen und Selbsthilfegruppen, die mit ihren Angeboten, Diensten und Einrichtungen vielfältige soziale Hilfen für die Menschen vor Ort bereit halten.” Von daher erstaunt es schon sehr, das der Geschäftsführer des Pari-Zentrums-Ahlen lauthals ‘Flagge zeigt’ und auf Unterstützung aus der Politik pocht, wenn es um den bekanntesten Fußballverein Ahlens geht, dem er vermutlich sehr weitgehend verbunden zu sein scheint.

Um nicht missverstanden zu werden: Fußball ist für ganz viele Menschen eine tolle Sache. Und andere sagten “Fußball ist die schönste Nebensache der Welt!“. Und das gilt sicher auch zu Zeiten einer WM in Südafrika. Allerdings einseitigen Lobbyismus zu betreiben, wie es ein Herr Zöller tut, wird sicher den anderen Sportvereinen Ahlens und Umgebung nicht gerecht. Wenn Herr Zöller sich mit seinem Namen nur für einen einzigen Verein einsetzt, wird er dem Anspruch der Präambel (oben erwähnt**) des Pari-Zentrums-Ahlen nach Gleichheit und Gleichgestelltheit, nicht gerecht. Denn sicher benötigen viele der Ahlener Sportvereine Solidarität und Zuspruch für ihre Belange. Unter diesen sind viele dabei, die seit Jahren ihre Tätigkeiten aus selbst finanzierten Mitteln, mit wenigen öffentlichen Zuschüssen, betreiben müssen.

Eine Petitesse am Rande: die Ehefrau des SPD-Mannes Zöller, Bettina Zöller, ist aktives Mitglied der Linkspartei. Auch sie hat einen Sitz im Kreistag Warendorf inne. Sie sitzt dort u.a. im Sportauschuss. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, könnte man nun sagen. Allerdings hat gerade die Linkspartei in NRW ein äusserst gespaltenes Verhältnis zum Fußball und zur laufenden WM im südlichen Afrika. Frau Zöller mag das nicht tangieren, scheint es.

Aber vielleicht treiben Herrn Zöller andere Beweggründe zu seinem heutigen Leserbrief an. Wir wissen es nicht. Wir wünschten uns aber mehr “Zöller” auch zu anderen, vor allem, sozialen Themen. Auch wenn es ihn nicht allzu sehr direkt betrifft: “Herr Zöller schauen Sie doch mal auf das geplante Sparpaket der Bundesregierung! Da werden Sie sicher fündig für ganz viele engagierte Leserbriefe!”

Zuviel Parteilichkeit tut nicht gut und wird von den Menschen als solche erkannt! Wer selber an andere hohe moralische Anforderungen stellt, darf bei sich selbst keine Abstriche machen! Sie sitzen auf einem zu hohen Ross, werter Herr Zöller!

Rot-Weiss-Ahlen wird weiterhin guten Sport bieten und die Fans erfreuen und sicher auch bald wieder in Zielrichtung II. Liga spielen und vorrücken. Das machen die Spieler, ihre Trainer und Betreuer und die Fans von ganz allein. Der Geldadel Ahlens kann sich zwar verbrüdern, sollte aber im Hintergrund agieren und keine wohlfeilen Leserbriefe schreiben. Das täte dem Fußball gut und dem Ansehen des Ahlener Sports allgemein.

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* Die Linke und die DDR

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juni 2010

Die Pressestelle der Fraktion DIE LINKE gab gestern folgende Presserklärung heraus:
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——– Original-Nachricht ——–
Betreff:     Petra Pau (Die Linke.): Herzallerliebstes Motiv für Gauck
Datum:     20 Jun 2010 11:46:56 +0200
Von:     Fraktion DIE LINKE. <pressemitteilungen@linksfraktion.de>
An:     engbert.ingo@online.de
Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
20.06.2010, Petra Pau

Herzallerliebstes Motiv für Gauck

Sollte Joachim Gauck als Bundespräsident in „Bellevue“ einziehen, so wolle er seine Lebensgefährtin aus Nürnberg heiraten und ins Schloss holen, sagte er laut „Super-Illu“. Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Faktion DIE LINKE:
„Endlich mal ein herzallerliebstes Motiv, Gauck zu wählen. Und ein Beitrag zur Nord-Süd-Vereinigung.“
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Weitere Informationen:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle
Platz der Republik 1, D-11011 Berlin
pressesprecher@linksfraktion.de, linksfraktion.de
Fax: +49.30.227.56801

Hendrik Thalheim, Pressesprecher, Tel. +49.30.227.52800

Archiv der Pressemitteilungen unter www.linksfraktion.de/pressemitteilungen.php
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In dieser Pressemitteilung spiegelt sich die ganze Zerrissen- und Verlogen-heit einer Partei wieder. Es geht nur noch darum die Gegner niederzumachen. Politk gestalten kann man nicht. Ich glaube das sich viele Vertreter dieser Partei mittlerweise auf einem solch niedrigen Niveau bewegen so das es keinerlei weiteren Kommentares mehr bedarf.
Im Anschluss nun ein Artikel welcher die Probleme der Partei deutlich aufzeigt: IE

Zwischen Rügen und Belügen

Das Verhältnis der Linkspartei zur DDR ist verschwiemelt. Ein Bekenntnis zur Demokratie würde Wege öffnen - in die Vergangenheit wie in die Zukunft

Ein kleines Potpourri aus der deutschen Geschichtswerkstatt der letzten Tage: “Schäbig und beschämend” seien sie, die Aussagen von Luc Jochimsen, der Präsidentschaftskandidatin der Linken, die DDR sei “nach juristischer Definition” kein Unrechtsstaat gewesen. Das fand Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse.

Gesine Schwan zog bei ihrer Gedenkrede im Bundestag anlässlich des Arbeiteraufstands am 17. Juni 1953 die folgende Parallele: Wenn die durch die Milliarden für die Bankenrettung ausgebluteten deutschen Kommunalhaushalte ihren Aufgaben gegenüber den Schwächeren der Gesellschaft nicht mehr nachkommen könnten, dann sei das “eine Normenerhöhung besonderer Art”. An den erhöhten Arbeitsnormen hatte sich die Revolte in der DDR entzündet. Abgeordnete der FDP verließen daraufhin den Saal.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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* Wie geht es uns,…

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juni 2010

…Herr Küppersbusch?

Die drei FDPen verhandeln Amok, Gerhardt macht den Grüßonkel und die “Welt” bastelt Empörungswellen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Schafskälte.

Was wird besser in dieser?

Schafskäse.

Die SPD will jetzt doch eine Minderheitsregierung versuchen. Geht Ihnen dieses Hin und Her auch auf die Nerven?

Nö, es ermüdet, und das soll es ja auch. Die gefühlten zwei bis drei FDPen haben Amok verhandelt. Die CDU findet Gespräche doof mit allen Ex-DDRlern, die nicht in die CDU eingetreten sind. Bleibt exakt das übrig, was Kraft macht: Rot-Grün mit wechselnden Mehrheiten. Wie Brandt sagte: Mehr Kraft wagen! Duldung - auch durch die Linkspartei - ist der Zwischenschritt zur offenen Koalition, den die schüchterne SPD offenbar braucht. Zudem wird es manchen Gewerkschaftern und Ex-SPDlern die Rückkehr erleichtern: Warum nicht in die Regierungsfraktion gehen, die man eh unterstützt? Schließlich implodiert Kraft weder unter Kommissar Rüttgers noch verglüht sie auf der Ypsilon-Achse. Ich ernenne sie zur Regionalmerkel und staune über die clever durchgespielte Eröffnung.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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