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Archiv für April 8th, 2010

* Der Rosa - Luxemburg

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2010

- Club Münster

lädt ein:

* Die Krise der politischen Repräsentation; Vortrag und Diskussion mit
Johanna Klages (Hamburg
)

22. 04. 2010; Ort: Wahlkreisbüro Ulla Jelpke, MdB,

Achtermannstraße 19,48143 Münster, Nordrhein-Westfalen. Beginn: 20 Uhr


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Rosa Luxemburg Clubs Münster,

wir freuen uns, Euch zu unserer nächsten Veranstaltung des Rosa-Luxemburg Clubs Münster am 22. 04. 2010, DIE KRISE DER POLITISCHEN REPRÄSENTATION einzuladen und bitten Euch, diese Information in Ihrem/Eurem Presseorgan zu veröffentlichen und/ oder über Infoverteiler und Mitgliederverteiler weiterzuleiten.

Mit solidarischen Grüßen,
Der Rosa Luxemburg Club Münster

Was ist damit gemeint? Wir erleben nicht nur eine Finanz- und Realwirtschaftskrise, sondern die soziale und politische Situation gegenwärtig ist besorgniserregend. Rund 6,2 Millionen Menschen müssen von Harz IV leben; 1,6 Millionen bekommen Zuschüsse und viele nehmen die Sozialhilfe nicht in Anspruch, weil sie trotz dringendem Bedürfnis die Demütigungen scheuen.

Die Regierenden aber reden von sanftem Wirtschaftsaufschwung und rechtspopulistische ausländerfeindliche Demagogen machen sich auf den Weg in den Landtag. Diese Entwicklungen können viele Menschen nicht verstehen. Die Reichen werden immer reicher und die Armut grassiert.

Was tun in dieser Situation? Wo stehen die Linken und antikapitalistischen Kräfte? Wie können wir dagegen angehen? „Politische Repräsentation“ heißt, den Kampf um die Deutungsmacht aufnehmen und zeigen, dass es Alternativen gibt, trotz alle dem.
/Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Münster in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg Stiftung NRW./

*Der Eintritt ist frei*.

Der Rosa-Luxemburg-Club Münster hat sich Anfang Juni 2005 gegründet. Er will - anknüpfend an die Tradition der linken Clubs - politische und theoretische Bildung und Diskussion organisieren und Kommunikation und Kultur fördern. Dazu gehören die kritische Analyse des modernen Kapitalismus und seiner Herrschaftsformen ebenso wie das Aufzeigen politische Alternativen im Sinne des demokratischen Sozialismus und Internationalismus, der Frauenbewegung, des Antifaschismus und des Antirassismus. Es werden regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt sowie Möglichkeiten gemeinsamer Arbeit organisiert, die den kulturvollen Meinungsaustausch fördern, zu emanzipativem Denken anregen und politische Alternativen aufzeigen.
Die Veranstaltungen des Rosa-Luxemburg-Clubs sind von Offenheit und Respekt vor unterschiedlichen Auffassungen geprägt und möchten insbesondere auch Menschen ohne parteipolitische Zugehörigkeit ansprechen. Der Rosa-Luxemburg-Club Münster wird als Projekt gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW (www.rls-nrw.de), die der Partei DIE LINKE nahe steht, aber rechtlich und organisatorisch davon unabhängig ist und eigenständig ihre Arbeit zur Förderung politischer Bildung, Wissenschaft und Diskussion gestaltet.
Der Rosa Luxemburg Club Münster lädt alle Interessierten zum Mitwirken ein. Der Rosa Luxemburg Club Münster trifft sich jeden ersten und dritten Donnerstag um 19 Uhr im Garbo, Warendorfer Straße 45-47. Kontakt: Dr. Gabriele Nintemann 0251/ 777 90 30, RLCMS@web.de

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* Mit 9,3 Milliarden Euro …

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2010

Hartz IV ist ein immer wiederkehrendes Thema in unserer Gesellschaft und kann von dieser gar nicht genug mit Ablehnung und Verachtung bestraft werden. Mit dieser Gesetzgebung wurden die Menschenrechte durch Lobbyisten wie Schröder und Clement auf das Gröbste verletzt. Dieses muß immer und immer wieder gesagt und auch geschrieben werden. Hier nun ein Interview aus der IG - Metall. IE.

Interview mit Gerhard Bosch über den wirklichen Missbrauch von Hartz IV.

…subventioniert der Staat Niedriglöhne.

Firmen zahlen so schlechte Löhne, dass der Staat sie aufstocken muss. Das ist für den Wissenschaftler Gerhard Bosch der wirkliche Missbrauch bei Hartz IV. Wir sprachen mit dem Professor und Direktor des Instituts Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen.

Herr Bosch, stimmt es, dass Hartz-IV-Empfänger oft mehr Geld bekommen als Menschen, die ihr Einkommen selbst verdienen?

Nein. Das kann bei Familien mit vielen Kindern mal vorkommen. Aber das ist die Minderheit. Diese Überschneidungen muss es aber in Einzelfällen auch geben. Wir können Kinder ja nicht in absoluter Armut aufwachsen lassen.

Glauben Sie, dass Guido Westerwelle mit seiner Kampagne gegen Hartz-IV-Bezieher Arbeitnehmer anspricht?

Ich glaube, dass die Mehrheit ambivalent reagiert. Einerseits ist die Angst vor einem Abstieg in Hartz IV sehr verbreitet. Viele wissen, dass auch sie unverschuldet arbeitslos werden können. Andererseits kennt fast jeder irgendeinen Missbrauchsfall in der Nachbarschaft - auch wenn es nur Minderheiten sind, die den Sozialstaat missbrauchen.

Alle reden jetzt vom Lohnabstandsgebot, also davon, dass die untersten Löhne höher sein müssen als Hartz IV.

Es entspricht dem Gerechtigkeitsempfinden der meisten Menschen - auch meinem, dass die, die arbeiten, mehr Geld bekommen sollten. Sinken Löhne, verfällt auch die Arbeitsmotivation. Studien belegen, dass Beschäftigte mit Niedriglöhnen weniger produktiv sind als andere.

Quelle : IG Metall >>>>> Weiterlesen

Hintergrund:

Gesetzliche Mindestlöhne lehnt die Regierungskoalition ab. Tarifliche Mindestlöhne durchzusetzen ist ein schwieriges Geschäft, das oft schmerzhafte Kompromisse erfordert.
In zwei Branchen gelang es der IG Metall, tarifliche Mindestlöhne durchzusetzen, die für die gesamte Branche gelten:

* Großwäschereien: Seit 1. April 2010 müssen Beschäftigte im Westen mindestens 7,65 Euro bekommen, im Osten 6,50 Euro.

* Elektrohandwerk: Seit Januar müssen Firmen im Westen mindestens 9,60 Euro zahlen, im Osten 8,20 Euro.

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* Was mich stört,…

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2010

…ist diese Doppelmoral

Im Blickpunkt der letzten Wochen, die Reggaemusik verschiedener Künstler. IE.

Der Reggaekünstler Gentleman spricht über Schwulenhass, Homophobie und seine Musikerkollegen. Er wünscht mehr Verständnis für die jamaikanische Kultur und sieht leichte Besserung.

taz: Gentleman, die Reggae-Szene ist in Verruf geraten, weil jamaikanische Stars wie Sizzla offenen Schwulenhass predigen. Dagegen gibt es massive Proteste - zuletzt wurde sogar ein Auftritt von Sizzla in Deutschland verhindert. Wie stehen Sie dazu?

Gentleman: Die Debatte ist meiner Meinung nach aus dem Ruder gelaufen. Sie hat ein Level erreicht, wo Anschläge mit Buttersäure verübt werden. Oder wo ein Volker Beck durchsetzt, dass bestimmte Künstler kein Einreisevisum mehr bekommen. Es geht dabei nicht nur um Sizzla - da wird ein ganzes Genre kriminalisiert. Ich glaube, die Musik hat davon schon jetzt einen unfassbaren Schaden abbekommen. Da steht eine riesige Lobby gegen eine kleine Szene. Und das macht mich wütend.

Die Leute, die gegen Sizzla protestieren, wollen gegen dessen Homophobie protestieren …

Ja, aber wir reden hier von einer anderen Kultur. Ich kann ja auch nicht Kondomautomaten im Vatikan aufstellen. Oder im Iran gegen Kopftücher protestieren. Genauso wenig kann ich etwas gegen die Homophobie auf Jamaika tun.

Man sollte also mehr Verständnis für solche Künstler zeigen?

Ich distanziere mich ganz klar von jeder Homophobie. Und ich finde auch manche Lyrics völlig unverantwortlich, die kann man nicht bringen. Aber natürlich hat auch jeder das Recht zu sagen, dass er Homosexualität nicht okay findet oder dass er das mit seinem Glauben nicht vereinbaren kann. Mein Vater ist evangelischer Pastor, der hält das auch nicht für von Gott gewollt. Der Papst sagt das Gleiche wie ein Sizzla, nur in einer anderen Form. Die Frage ist, wo kommt die Homophobie her? Der weiße Mann hat die Bibel nach Jamaika gebracht. Diesen Gedanken sollte man sich mal machen.

Welchen Gedanken genau?

Was mich stört, ist diese Doppelmoral. Manche Rapper, die genauso schwulenfeindlich sind und in ihren Texten Frauen verprügeln, werden gesellschaftlich anerkannt. Oder eine NPD, die auf der Straße ihre Parolen brüllt, wird dafür auch von meinen Steuern finanziert. Und gleichzeitig landen irgendwelche Reggae-Platten auf dem Index. Das macht für mich keinen Sinn.

Wird der Reggae also nur missverstanden?

Quelle : TAZ >>>>> Weiterlesen

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