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Archiv für Februar 24th, 2010

* linkes Desinteresse

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Februar 2010

Heute erreichte die Redaktion von DL eine Email die die Landtagskandidatin der NRW Linke, Gunhild Böth, an Mitglieder der linken Arbeitsgemeinschaften für Bildung und Migration versandt hat.

Frau Böth hatte eine Einladung der Lehrergewerkschaft GEW zum Thema “Ausgegrenzt: Muslime in Gesellschaft und Arbeitsleben” erhalten, welche am 19.3.2010 in Düsseldorf stattfinden soll. Frau Böth kann scheinbar leider nicht und bittet andere, dort teilzunehmen. Ohne aber nicht darauf zu verweisen, wie kritisch sie zu dieser “DGB-Tagung”, wie sie es nennt, steht.

Gunhild Böth, Gymnasiallehrerin , für die Linke im Rat der Stadt Wuppertal als schulpolitische Sprecherin und ausserdem noch im Integrationsausschuss, UND Mitglied der GEW in NRW, erklärt einfach, das sie offenbar selbst kein Interesse hat, und jemand anderes möge da hin gehen. Man fragt sich, wieso sie bei derart viel Desinteresse auf einem sicheren Listenplatz 5 für die Linken steht, sofern die 5%-Hürde in NRW genommen wird?! Eine Linke, die sich kritisch zur Gewerkschaft der Lehrer äussert, zumal sie selbst Lehrerin ist, befremdet doch sehr. Ausserdem ist diese Tagung einfach zu wichtig, um sie quasi als Spielball in die muntere Emailverteiler-Liste zu werfen. Hier gehts in erster Linie um ein Integrationsthema, veranstaltet durch das DGB-Bildungswerk. Und wieder einmal zeigt die LAG Bildung der NRW-Linken ihr stets vorhandenes Misstrauen gegenüber anderen Institutionen und Personen. Es ist sicher kein Problem, wenn Termine aus nachvollziehbaren Gründen nicht wahrgenommen werden. Allerdings sind in der Email von Frau Böth solche Gründe nicht erkenntlich. Aber ihre Wortwahl, im speziellen, wenn sie von “dieser DGB-Tagung” schreibt, ist bezeichnend und von ihr zu erklären. Linke WählerInnen stehen den Gewerkschaften sicher nicht derart kritisch gegenüber.

Hier die Email von Gunhild Böth, Linke-NRW, Listenplatz 5, welche in einen großen Landesverteiler gelangte:

Betreff: [lag-bildung-nrw] Tagung Ausgegrenzt: Muslime in Gesellcshaft und Arbeitsleben 19.3.
Datum: Wed, 24 Feb 2010 16:54:05 +0100
Von: Gunhild Boeth
An:
CC: <lag-bildung-nrw@yahoogroups.de>

Ihr Lieben, kann jemand an dieser Tagung teilnehmen. Ich habe diese Information über die Bundes-GEW – und unabhängig davon, was wir von dieser DGB-Tagung halten, fände ich es wichtig, es ginge jemand hin!

Liebe Grüße Gunhild

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* Bigamie

Erstellt von UP. am 24. Februar 2010

Was lehrt uns die Lebenserfahrung? Bevor man eine neue Beziehung beginnt, soll, muss man eine alte Beziehung beenden. Das gilt zumindest für “bilaterale” menschliche Beziehungen unter- und nebeneinander - aber nicht durcheinander.
In der Politik oder was manche dafür halten, scheint dieses Gebot keinen Stellenwert zu besitzen. Denn das ist zunächst eine Frage der Moral und der sittlichen Grösse, die allerdings viele Menschen - vor allem Politiker - sich selber zu stellen nicht imstande sind. So fängt man die sprichwörtlichen 1000 Dinge an und verliert den Überblick - oder man will ihn verlieren.

Es gab einmal das Abbild eines Genossen in einem kleines Bundesland. Dieser Genosse stieg die landespolitische Karriereleiter empor bis zum Landesschatzmeister. Nun war diese Partei in Not im Wahlkampf. Und was macht man, wenn man in Not ist? Man läutet die Glocke. Und die hörte man in Berlin. Flugs kam jemand drauf, diesem kleinen Landesverband zu helfen, und man liess ein paar Euro in die Kasse den kleinen Landesverbandes fliessen. Das half. Aber die mutmassliche Dummheit des scheinbar überforderten Schatzmeisters führte dazu - und jetzt überspringen wir eine grosse Zeitspanne - dass dieser Landesverband vom zweithöchsten Amtsträger im Staate, dem Herrn Lammert, jetzt dazu verdonnert wurde, fast 300 Tausend Euronen Strafe zu zahlen. [Pressemitteilung des Berliner Verwaltungsgerichtes Nr. 1/2010 vom 14.01.2010: DIE.LINKE muss wegen Fehlers im Rechenschaftsbericht Sanktionszahlung leisten (Nr. 1/10); Insider fragen sich allerdings, ob das ein Fehler war oder Vorsatz, und wer an dieser Summe partizipiert hat; man macht sich so seine Gedanken...]

…und was machte dieses Schatzmeisterlein? Man sollte glauben, es würde nun versuchen, Licht in das Dunkel zu bringen! Aber NEIN - es versuchte es nicht einmal! Es kam ihm einiges zu ‘passe‘, was das Leben so mit sich bringt und mit dem es unter anderem auch beendet wird. Bei Unterstützung durch etablierte Seilschaften gereichte es ihm zur Flucht nach vorn.
Ohne die erste Ehe ordentlich zum Ende gebracht zu haben, machte er im mittleren Münsterland ein anderes “Fass” auf. Und kam unter Verschleierung der mutmasslichen Tatsachen zu Amt und Würden. Er wurde entgegen anderslautender Meinung nicht von seiner Verantwortung aus seiner alten “Ehe” entlassen.
Wie wir aus gut unterrichteten involvierten Kreisen erfahren konnten, ist die Staatsanwaltschaft Mainz an dieser Sache dran. Bleibt zu hoffen, dass sie dran bleibt!

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