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Archiv für Januar, 2010

* Presse Highlight

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Januar 2010

Presse Highlight

Für mich  war es das Presse Highlight der letzten Woche: Der Kommentar von Mely Kiyak in der Frankfurter Rundschau zur “Anne Will” Sendung am letzten Sonntagabend!!! Bitte auch einmal die Kommentare zu diesem Artikel in der Rundschau lesen. Es verwundert den politisch interessierten Beobachter nicht, dass eine solche Stellungnahme nicht aus der Partei DIE LINKE, sondern von der ihr so verhassten Presse kommt.
Aus dem Dunstkreis der LINKEN ist hier nur der verbale Fusstritt von Gysi gegen die Demokratie, als auch seine dienerde Gefolgschaft besonders aus NRW zu erwähnen. Überraschend? Für Insider nicht! Es bekräftigt nur meine Aussage, dass fast alles einer Manipulation durch die von der Basis gewählten Funktionträger der Partei unterworfen ist. Wie heißt es so schön: “Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an”. Auch hier im Kreis, wobei man die Stinker auch mit Namen nennen kann.
Ingo Engbert

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Kommentar von:

Mely Kiyak in der Frankfurter Rundschau

Lieber Florian Gerster!

Sie sind aber auch eine gerissene Nervensäge. Hochachtung! Respekt! Ich wette, Sie baden gerade in Weinbrand und waschen sich die Haare mit Kaviar.

Vorigen Sonntag dachte ich, Mensch, dieser Gerster, lümmelt auf dem Talkshow-Sofa, hat der keine Arbeit? Braucht er was, muss er verliehen werden? Wenig Geld, fieser Chef, wieso nicht für mich arbeiten?

Der Reihe nach: Ich schaute Anne Will und hoffte, mir nichts Ekliges dabei einzufangen. Sie redeten über den “atmenden Arbeitsmarkt”, Ihr Lieblingsspielzeug. So wie kleine Mädchen verträumt am Schwanz ihrer Diddlmaus zwirbeln, zwirbeln Sie an den Rändern unserer Arbeitsmarktpolitik an den Zotteln der Schwächsten. Sie erklären also Ihre Logik über den Arbeitsmarkt, der, damit er schön atmen könne, Menschen als moderne Sklaven beschäftigen muss. Bis Donnerstag, so hoffte ich, hätte ich meine Gehirngrippe, die ich mir beim Zuschauen einfing, auskuriert. Ich hätte an dem Abend im hohen Bogen ausatmen können.

Mir ist ohnehin schleierhaft, weshalb Polittalkmoderatoren jemanden ins Studio bestellen, der über Moral, Ethik und Effizienz in der Arbeitswelt reden soll, aber gefeuert wurde, weil er bewies, wie man es auch anders machen kann. Nur zur Erinnerung: Sie waren noch für eine Viertelmillion Euro Jahresgehalt plus Dienstwohnung im Luxushotel plus drei Dienstwagen unfähig, Ihren Job als Chef der Bundesanstalt für Arbeit auch nur eine Legislaturperiode lang auszuüben, ohne im hohen Bogen rauszufliegen. So jemanden nennt man einen Nichtbringer. Sich nicht einmal zwei Jahre lang für viel Geld am Riemen reißen zu können, bedeutet, lieber Flori, dass Sie im Niedriglohnsektor unbrauchbar wären.

Weiterlesen : >>>

Quelle: Frankfurter Rundschau

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* roter Zorn

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Januar 2010

Uns erreichte Heute ein Aufruf unseres Freundes aus Rheinland-Pfalz, der diesem Kommentar anhängt. In RH-PF sind bekanntlich sehr spezielle, un-linke Zustände. Die dortigen unter Repressalien stehenden GenossenInnen haben unsere vollste Solidarität. Die Zustände gleichen sich, sehen wir auf den linken Verband in NRW. Auch dort wird weiter munter ausgegrenzt und ausgesessen. Kritiker werden auch hier systematisch zu Unpersonen erklärt und zum “Ausschluss” freigegeben.

Die Idee für eine bundesweite Vereinigung mit dem Namen ZORN stammt aus dem saarländischen Verband. Uns ist bekannt, das fast jeder Westverband seine Probleme hat. Denken wir nur an den bayerischen Verband, aus dem der designierte Bundesvorsitzende Ernst entstammt. Ernst ist auch ein Beispiel dafür, wie rigide die Parteispitzen mit ihnen unbequemen, unliebsamen Mitgliedern umzugehen versteht.

Wir wenden uns hier an alle Mitglieder, alle Lesenden und Interessenten dieses Artikels: Unterstützt uns beim Aufbau und der Mitarbeit eines Vereins mit Namen ZORN, dessen Ziele und Grundlagen ihr im Anhang nachlesen könnt. Nehmt Kontakt zu uns auf und wir leiten dies gern weiter!

Anhang:

Ich gebe hiermit bekannt, dass ich zur Gründung des

Solidaritätsnetzwerkes ZORN aufrufe.

Z Zusammenhalt

O Organisieren -

R Rotes

N Netzwerk

Ziele:

Solidarität mit allen unberechtigt Ausgeschlossenen und vom Ausschluss und anderen

Maßregelungen Bedrohten. Gemeinsames politisches Vorgehen gegen Ausgrenzung

und Säuberung, für eine emanzipatorische, integrative demokratische und offene Linke.

Erhalt oder Wiederherstellung der gemeinsamen politischen Handlungsräume für eine

sozialistische Linke. Ermutigung und gemeinsame Befähigung zu linkem solidarischem

Engagement.

Zielgruppen:

Die Obigen, plus parteilose Linke, plus Unterstützer in RLP und allen Bundesländern

Arbeitsweise:

(1) Abstimmung angemessener gemeinsamer politischer und juristischer Schritte gegen

Ausgrenzung und für Wiederaufnahmen von ausgeschlossenen Parteimitgliedern

(2) Sicherstellung von Rechtsvertretung und Herstellung von Öffentlichkeit durch

kollektive Teilnahme an Schiedsverfahren in den Ländern und im Bund

(3) Ausbau einer von Vorständen unabhängigen innerparteilichen und öffentlichen

emanzipatorischen linken Parteipublizistik

(4) Gemeinsames innerparteiliches und öffentliches Wirken für eine demokratische

sozialistische Linke, die mehr Menschen erreicht, als die Partei DIE LINKE.

(5) Aufbau eines Netzwerkes der BotschafterInnen für eine demokratische sozialistische

neue Linke in allen Kreisen und für unser solidarisch Mensch werden

Gemeinsamer Aufbau eines basisdemokratischen, emanzipatorischen, lernenden und

aktionsfähigen dialogischen bundesweiten politischen Netzwerkes

Bernd Wittich

SED Mitglied von 1970 bis 1987, nach massiver Kritik an der Politik der SED,

Widerstand gegen Menschenrechtsverstöße und die Unfreiheit der Wissenschaften

1987 Parteiausschluss, 1988 Ausbürgerung durch die SED aus der DDR, 1990

Rehabilitation durch die PDS, keine Parteimitgliedschaft bis zur Gründung der WASG,

massive politische Ausgrenzung in der WASG und der Partei DIE LINKE in RLP und im

Bund durch sozialautoritäre und bürokratische Kräfte, Sozialwissenschaftler,

freiberuflicher Erwachsenenbildner in der politisch-historischen Bildungsarbeit

Berlin, Mainz und Ludwigshafen/Rhn. 23. Februar 2009

Ihre Vorschläge, Kritiken, Nachfragen und Erklärungen zur Mitwirkung sind erwünscht.

*Quellenangaben: Artikel aus www.scharf-links.de

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* Unter Geiern

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Januar 2010

Unter Geiern

Aus einem Nest sehr hoch gelegen,
schaut sie herab auf die Eleven.
Als Schreck in Stadt und Land bekannt,
die Geier könnten hier verwandt.

Man hört sehr klar, vom Wind getragen,
was in der Stadt sich zugetragen.
Vernimmt den großen Tratsch und Klatsch,
den Frau dann zu verbreiten hat.

Ob in vertraulich, kleinster Runde,
des Morgens früh; - zu später Stunde,
über jeden kann man was berichten,
dass was nicht wahr ist, man erdichten.

Die Geier sind, sieht man’s genau,
schon von Natur her ziemlich faul.
Sogar zur Füllung ihres Magens,
ist Arbeit für sie selbst zu schade.

So sitzt man faul nicht immer sichtbar
und wartet was denn heut erreichbar.
So ganz geduldig das ist wahr,
denn Aas gibt’s reichlich, Tag für Jahr.

Da kommt der Erste angewankt,
hat seine Fibel in der Hand.
Er redet laut und mahnt, tut Gutes,
als wär das schon ein Teil der Busse.

Als Ehrenmann im kleinen Staedtchen,
treibt er wenns dunkelt manch Geschaeftchen.
In Fragen Drogen und auch Bildung,
hat er vielleicht auch eine Meinung.

So versucht er nun mit roter Tinte
das Schwarz im Innern weg zu schminken.
Oh heiliger Geist lass ihn erkennen,
die Pferde lahmen schon im Rennen.

Aus einem Ort am Rand des Kreises
kommt schon der Nächste angereist.
Ein Weltenmann vom großen Globus,
die Geier haben ihn schon im Fokus.

Wo Obelix nah, Asterix nicht fern,
Die Beide haben sich wirklich gern.
Zwei Kriecher wie vom Rausch betört,
der Chefin hörig, niemand stört.

Vom Zug ins ferne Dannenberg,
schmiss man herab den Gartenzwerg.
Den roten Großvätern dort zuviel,
der Zottelkopf um Gnade schrie.

Von Schlepperbanden eingeschleust,
nun in Westfalen eingedeutscht.
Die Pleitespur führt über Hessen,
in Rheinland-Pfalz er unvergessen.

Er gilt als Teil von einem Zirkel,
die ausser Streit nicht viel erwerkeln.
Die Kölner nennen so einen Imi,
ein wirklich schlimmer Gummifinger.

Von Bildung man nicht viel bemerkt,
ist meistens sehr schnell unbeherrscht.
Kommt er so richtig dann in Rage,
macht er für Osram noch Reklame.

Von oben sieht man auch den Strich,
der welcher eine Strasse bricht.
In Rechts und Links, genau verteilt,
mal sehen wer dort stehen bleibt.

So hat man dann aus der Distanz,
das Zepter immer in der Hand.
Die Puppen an den langen Leinen,
sie laufen, tanzen oder schleimen.

Verklärt verehrt man die Fassade,
gerät auch manchmal in Ekstase.
Der Lack wird rissig, wir versteh’n,
bald kann man in das Innere seh’n.

Dann wird zerbröckeln auch die Mauer,
der die gebaut war doch kein Schlauer.
Darum wacht auf und startet Denken,
denn Ehrlichkeit wärt stets am längsten.

Ingo Engbert 2010

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* BILD -Zeitung…

Erstellt von UP. am 25. Januar 2010

…schwenkt scheinbar um!
Aus der Hatz à la Roland Koch auf HARTZ IV - Geschädigte entwickelt sich eine Kampagne der Betroffenen.

Ein Kommentar von Dirk Müller alias Mister Dax: Schluss mit der Hatz auf Hartz-IV-Empfänger!

Deutschland darf einfache Arbeiter nicht im Stich lassen!

22.01.2010 - 10:00 UHR -

Lieber Arbeiten als Hartz IV?!

In den letzten Tagen ist es aus vermeintlich heiterem Himmel ziemlich laut um die Hartz-IV-Empfänger geworden. Roland Koch war der Erste, der eine allgemeine Arbeitspflicht forderte und in seinem Schatten bringen sich weitere Lobbygruppen in Stellung, feuern gegen die angeblich faulen Hartzer.

>>weiterlesen

…und weiter im Stil der bekannten BILD-Manier; natürlich muss man aufpassen: BILDs kontroverse Berichterstattung lässt eine “Lager-Zuordnung” nicht zu. Man sollte sich von versöhnlichen Tönen gegenüber den HARTZ IV - Empfängern nicht einlullen lassen. SPRINGER-PRESSE bleibt SPRINGER-PRESSE. es wundert mich sowieso, dass ein derart fortschrittlicher Kommentar wie der von Dirk Müller unzensiert erschienen ist. Auch der nachfolgende Bericht bedeutet nicht unbedingt ein Sinneswandel bei BILD!

Die große Debatte um Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger: Jetzt wehren sich die Arbeitslosen!

Arbeitslose wehren sich gegen Vorwürfe von Roland Koch (CDU), dem sozialpolitischen Brandstifter - Wir sind Hartz IV - und wir sind nicht faul! - 24.01.2010 - 23:25 UHR - den Bericht schrieb Matthias Kluckert

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* Bankenprogramm

Erstellt von UP. am 23. Januar 2010

Obama geht Banken an den Kragen

Konkret sind die Vorschläge noch nicht, doch Experten begrüßen Obamas Pläne zur Banken-Regulierung. Ökonomen kritisieren, dass in Europa solche Ideen als zu links gelten.

Quelle: TAZ

Ja, lieber Gott…. - wer sonst sollte das bezahlen? Der deutschen Politik soll das zu links sein? Da kommt ein Vorschlag von einem relativ konservativen Präsidenten-Menschen aus Amerika und dann wird gezaudert. Jeder Schei…, der sonst über den grossen Teich seinen Weg findet, wird kopiert und nachgemacht. Wieviel Zucker will man den Bänkern noch irgendwo hinblasen? Die DEUTSCHE BANK wurde von der HRE gesponsert und diese bezieht ihr “Einkommen” z.Z. aus Steuergeldern. Ist klar, dass die DEUTSCHE BANK dadurch wieder Gewinne ausweist. Aber die wurden finanziert von der LIDL- und ALDI-Verkäuferin und vom Kumpel nebenan und anderen Mitmenschen, die brav ihre Steuern bezahlen (müssen). WIR wollen nicht für die Krise bezahlen, die gierige Manager verursacht haben, und die bereits wieder Höhenflüge veranstalten.

Sollen die Banken das bezahlen, was sie grobfahrlässig verbrannt haben - so lange, bis dieses Defizit, welches nicht unseres ist, neutralisiert ist. Und wenn’s sechs Jahre dauert. Dann müssen die Ackermänner mal mit wirklichen Peanuts zufrieden sein und nicht mit 25 ins Maul gestopften Prozenten.

Ein Treppenwitz, wenn’s ANGELA uns, den braven Steuerbezahl-Zwangsmitgliedern, die Dauer der Krise bis 2013 prognostiziert oder Zahlen erst nach der Steuerschätzung im Mai bekannt geben will. Das ist Wahlkampf pur; denn Wahlen stehen an in NRW.

Schwarz-Gelb - der grösste Flopp der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ein FUCK - diese vor der Wahl gemachten Versprechen von Steuersenkungen, die nun nach und nach von Merkels Knechten relativiert werden; denn alle wussten, dass das, was sie versprochen hatten, nicht machbar ist. Ich frage mich allerdings, warum das ‘meiste’ Volk sich hat “draufreinfallen” lassen. Sind viele wirklich so dumm?

Verarschen können wir uns alleine!!!

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* käufliche Politik?

Erstellt von UP. am 19. Januar 2010

F.D.P. und "C"SU bekommen Parteispenden, die Hoteliers bekommen Steuersenkungen, und die Papierwindeln werden immer noch mit 19 % Mehrwertsteuer beaufschlagt - Kinder haben keine Lobby, Babys schon garnicht!

Interessant in diesem Zusammenhang erscheinen mir auch die heutigen Pressemeldungen zum ‘Genossen’ Schreiber: Nach seinen eigenen Angaben hat er im Jahr 1991 «unzulässige Spenden» an die “C”SU gezahlt. Die Spenden sollen über die Namen von Verstorbenen in die Parteikasse geschleust worden sein.
Da fällt einem doch nix mehr ein - oder?

Nach den jetzt bekannt gewordenen Millionenspenden scheint deutsche Regierungspolitik käuflich zu sein. Die Theorie der “Bananenrepublik” scheint wieder einmal mehr zu bestätigen.

Machen Sie mit bei der Satire-Aktion: Bieten Sie für den Atomausstieg!

Eine Aktion von Campact

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* Und nun noch …

Erstellt von UP. am 14. Januar 2010

… dieses:

Linkspartei muss 300.000 Euro zahlen

Wegen einer nicht ausgewiesenen Spende an die WASG im Jahr 2006 *) muss die Linkspartei 300.000 Euro Strafe zahlen. Das Verwaltungsgericht Berlin bestätigte eine entsprechende Strafe des Bundestages.

>> weiterlesen bei N24

Der Bundestagspräsident CDU-Lammert hatte diese Strafe ausgesprochen; die Partei versuchte per Verwaltungsgericht, sich der Strafe zu entziehen.

*) Und wer war Landesschatzmeister der WASG zu der Zeit?
Rrrrrrichtigg: Karl Stephan Schulte

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Direkthinweis von Ingo Engbert:

>>>> weiterlesen auf : scharf - links

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* Bürgeranfragen…

Erstellt von UP. am 14. Januar 2010

… bei der Partei DIE LINKE

nehmen komische Auswüchse an. Ich bin in einen Schriftverkehr involviert worden, dessen Ausgangspunkt die Email eines jungen Mannes aus Hessen war, der sich in nächster Zeit in NRW um eine Lehrerstelle bewerben möchte.
Hinsichtlich der “Ver-Beamtung” von Lehrern wendete er sich über den Geschäftsstellen-Verweser Kretschmer in Düsseldorf an unsere Partei, um sich über deren Haltung Klarheit in dieser Frage zu verschaffen.

Was der Genosse Kretschmer, genannt Micha, allerdings mit seiner Weiterleitung anrollen liess, konnte er nicht ahnen.
Der weitere Verlauf des fortführenden Schriftverkehrs offenbart hierbei geistige Fehlzündungen einer Genossin Bärbel Beuermann, die den bis dahin erfolgten Schriftverkehr über den kompletten Verteiler der LAG Bildung NRW versandte.
Nachfolgend ein Ausgzug ihrer Mail:

[...]
Zu Dorian Winter habe ich folgendes im web gefunden:
Ihr Lieben,
gerne schreibe ich etwas dazu-aber lest bitte erst mal über Dorian Winter-warum und für was er das wohl wissen will.
Gerne können wir uns auch darüber unterhalten, wie er es denn schaffen will, den gesetzlichen Minmdestlohn einzuführen.. Könnte eine Gegenfrage sein.
LG Bärbel

Da schlägt’s schon ein wenig dem sprichwörtlichen Fass den Boden raus, wenn’s Bärbele vor einer Antwort ‘tak-terisch’ zu wirken beginnt und im Internetz über Dorian Winter zu recherchieren beginnt und das auch den anderen nahelegt - verknüpft mit ersichtlichen Gegenfrage.

Es wäre kein Wunder, wenn das ‘Externe’ mit - naja - Stasi-Methoden vergleichen. Bei einigen Genossinnen und Genossen scheint das Vor-Denken hinsichtlich der Tragweite solch törichten Verhaltensweisen wirklich nur von “12 bis Mittag” zu gehen. Das Nach-denken oder gar Konsequenzen werden per Dick-Felligkeit ausgesessen, wobei mensch nicht einmal wartet, bis das Gras hoch genug ist.
Ich verweise auf die letztendliche Antwort der Gen.Beuermann, in der sie nicht unaggressiv auf den Fragenden reagiert.
Das nennt man dann Öffentlichkeitsarbeit!

Mittlerweile findet sich der gesamte Vorgang im Internetz auf den Seiten der ‘Konkurenz’, die solches Fehlverhalten genüsslich ausschlachtet. Ist nachvollziehbar, denk ich. Und die Spitzenkandidatin? Natürlich “NICHT SCHULDIG” - im Gegenteil: sie haut Unbeteiligte noch in “die Pfanne”:

Lieber Dorian Winter,
Wenn wir es richtig verstanden haben, tragen Sie sich mit dem Gedanken, sich in NRW als Lehrer zu bewerben.
[...]
Aber gestatten Sie mir auch bitte eine Frage: Wie gedanken Sie in Ihrer Partei initiativ zu werden, um einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen?
Und noch etwas: Bitte sparen Sie sich Ihre „Drohgebärden“, denn dies führt zu nichts.
Zudem meine Information an alle die anderen sich beflissen fühlenden Menschen,die sich hier zu meiner Person geäußert haben:
Hetzen geht schnell, aber wie steht es mit euren politischen Aktionen und eurer Verantwortung?
Wenn Kritik an meiner Person da sein sollte, traut euch und sagt es mir persönlich-aber nicht so feige, wie es hier gelaufen ist.
In diesem Sinne hoffen wir, Dorian Winter, als LAG Bildung sehr umfassend und dennoch gezielt geantwortet zu haben, Ihnen somit für Ihre Zwecke die entsprechenden Informationen gegeben zu haben und verbleiben mit
Sozialistischen Grüßen
für die LAG Bildung
Bärbel Beuermann

So ’sprach’ sie - wobei ich bei der Verfolgung des gesamten Schriftverkehrs auf der “rotstehtunsgut”-Seite nicht erkennen konnte, dass sich jemand zu ihrer Persönlichkeit im weitesten Sinne geäussert hat.
Und dass die mir bekannte “Gruppe” feige sein soll - das kann ich an dieser Stelle nun ganz und gar nicht bestätigen.

UP.

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* KV-Fotogalerie

Erstellt von UP. am 10. Januar 2010

Ein Beitrag hinsichtlich des “Winterloches”; denn viel geht nicht ab und alles ‘erstickt’ im Schnee.
Also dann:
Ich war erschreckt über die Darstellung der verdienten Genossin Ute Müller
um
- gelinkt von
[http://www.dielinke-kreis-warendorf.de/typo3temp/pics/d940576e86.png" alt="um"]
- der offiziellen Website des Kreisverbandes Warendorf der Partei DIE LINKE, als ich einmal wieder einen Spaziergang über den Webauftritt unseres Kreisverbandes machte.

Wer tut denn der Ute so etwas Schmähliches an, ihre anmutige Erscheinung sonst in dieser schlechten Ablichtung in’s Netz zu stellen???
Jupp sieht gut aus - der Genosse Epping glänzt in jugendlicher Frische; Ute Müller jedoch sieht griesig und staubig aus.
Das scheint mir fast beabsichtigt! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Ich möchte daher die Verantwortlichen auffordern, unverzüglich die reale Anmutigkeit dieses fröhlichen Gesichtes dadurch zu unterstreichen, dass ein Bild in’s Netz gestellt wird, welches mehr Pixel (nicht Pickel, wie die Frau ‘Dingens’ von Heinz, dem armen Ehemann (WDR2), es fälschlicherweise ausdrückte), aufweist.
Ich sah mich veranlasst, diese kleine Info unter ‘Satire’ abzulegen; denn anders kann ich dieses offizielle Bildlein nicht betrachten und verteile hiermit ein grosses MINUS an den KV-Admin, wer immer das auch ist. So geht es nicht!

Positiv möchte ich hervorheben, dass die Website mittlerweile mit den Worten:
“Alles Gute für 2010! [...] da wir mit der Renovierung der Website beschäftigt sind und ein neues Konzept erarbeiten, wie wir diese Seite ständig aktuell halten können, finden Sie derzeit keine Neuigkeiten. Wir hoffen, dass wir noch im Januar wieder aktuell online sind. [...]
als “Baustelle” deklariert wird. Die Formulierung “Beste Grüße” lässt den Genossen Knud als Schreiber vermuten. Endlich einmal etwas Vernünftiges.

Seine Worten //DIE LINKE im Kreis Warendorf freut sich über das Ergebnis der Kommunalwahl und dankt allen Wählerinnen und Wählern für ihre Stimme. Wir wollen alles dafür tun, dass dieser Vertrauensvorschuss sich in aktive Politik umsetzt und wir als kleinste Fraktion im Kreistag einiges erreichen.// möchte ich allerdings entgegnen, dass es eine grössere Fraktion hätte sein können, wenn sich die halbe Administration der Kreispartei nicht dem Kadergedanken “”ostzonaler”" Prägung unterworfen hätte und mit allen demokratischen Kräften zusammengearbeitet hätte.
Und mit Verlaub: Was wollen denn zwei “Hansel *)” in einem neoliberal ausgerichteten Kreistag erreichen?
*) nicht abwertend, sondern umgsspr. schwäbisch in diesem Sinne für Aussichtslosigkeit. Oder gar Mitläufertum. Wie sonst kann man die Zustimmung mit der CDU zusammen zur Verabschiedung des Kreis-Haushaltes werten? Die braven GRÜNEN haben sich wenigstens enthalten.

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* Montagsdemo Bremen

Erstellt von UP. am 5. Januar 2010

Es gibt sie noch, die Montags-Demo.
Nachfolgend eine Rede am offenen Mikrofon von Elisabeth Graf
am 04.01.2010 zur 261. Montagsdemo in Bremen.
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Fünf Jahre Armutsbeschaffung per Gesetz

1. Das „Erwerbslosenforum Deutschland“ macht darauf aufmerksam, dass fünf Jahre Hartz IV fünfmal traurige Weihnachten für die meisten Betroffenen bedeuten. Dabei sind besonders Kinder und Jugendliche die eigentlichen Verlierer. So müsste für ein gebrauchtes Fahrrad im Wert von 50 Euro mehrere Jahre gespart werden. Eltern müssten auf vieles Notwendige verzichten, um ihren Kindern dennoch ein äußerst bescheidenes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Alleinstehende und Familien mit einer alleinerziehenden Mutter könnten vielfach überhaupt keine Weihnachten feiern, da der Hartz-IV-Eckregelsatz keinen Spielraum für etwaige Ansparung bietet. Nach fünf Jahren mit diesem erbärmlichen und menschenverachtenden Hartz IV lässt sich nur eine äußerst vernichtende Bilanz ziehen. Martin Behrsing brachte es wunderbar auf den Punkt, dass Hartz IV selbst dem ärgsten Feind nicht zu wünschen sei – von wenigen Ausnahmen abgesehen wie etwa dessen Namensgeber Peter Hartz oder dem Ex-Superminister für Arbeit und Wirtschaft, Wolfgang Clement.

Kein einziges Ziel, was den Erwerbslosen versprochen wurde, wurde erreicht. Nun wird den Menschen eingeredet, dass es besser sei, sich von Hungerlöhnen ausbeuten zu lassen als keine Arbeit zu haben. Statt Jobs hagelt es Sanktionen, wenn sich jemand diesen brutalen Methoden widersetzen will. Da können doch so ein paar Kollateralschäden wie Obdachlosigkeit und drohender Hungertod locker billigend in Kauf genommen werden. Wen kümmert das schon? Es geht doch bloß um Überflüssige, um Ausgegrenzte! Hartz IV zog in meinen Augen eine Schneise der Verwüstung durch den Arbeitsmarkt und das Grundgesetz. Das Armutsbeschaffungsgesetz sorgt für eine konstant bleibende Zahl von sieben Millionen Hartz-IV-Beziehern, denen bewusst ihr täglicher Ernährungsbedarf reduziert und die Mittel für Bildung oder Teilhabe an Kultur, Sport und Freizeit gänzlich verweigert wurden.

Neu etabliert wird eine Verbreitung von Suppenküchen Flaschensammlern. Die Armen dürfen den „Abfall des Wohlstands“ der anderen verwerten – und die „Wohlstandstäter“ sich öffentlich belobigen und huldigen lassen, wofür ihnen zum Teil auf in meinen Augen unehrenhafte Weise ihr Platinnäschen veredelt wird. Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden massenhaft Menschen in das Hartz-IV-Forderungssystem gepresst, obwohl sie dort niemals hineingehört hätten, statt ihnen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu vermitteln, was die eigentliche Aufgabe einer Agentur für Arbeit sein sollte. Ein gesellschaftliches Problem wird zu einem individuellen gemacht, womit die Betroffenen persönlich abgestraft werden. Mir kriecht das nackte Grausen den Rücken hoch, wenn ich lese, dass die Bundesagentur für Arbeit findet, die „Chancen“ der Arbeitsmarktreform seien noch längst nicht ausgeschöpft: Es gebe noch zu wenig sensible Kollegen, die die soziale Infrastruktur kennen, die mit schwierigen Lebenssituationen von Menschen umgehen können und denen es im besten Fall gelinge, mit ihnen ein „Arbeitsbündnis“ abzuschließen.

2. Kurz vor Weihnachten forderte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, für alle Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Ganztagsschule mit kostenlosem Mittagessen. Sie halte dies für eine staatliche Verpflichtung und findet es unerträglich, dass nur diejenigen in Schulkantinen Essen bekommen, die auch dafür bezahlen können, während die anderen zusehen müssen. Frau Käßmann hob hervor, dass in Deutschland bereits jedes sechste Kind unter der Armutsgrenze lebt. Ich finde, sie hätte sich den Schlenker verkneifen können, dass Eltern eine Erziehungspflicht haben, doch besonders junge Eltern dafür oft gar keine Maßstäbe mehr besäßen und manche eine gezielte Unterstützung von außen bräuchten. Diese Familien sollten so „niedrigschwellig“ wie möglich erreicht werden, zum Beispiel mit die Familie aufsuchenden Sozialarbeitern. Ich stimme mit Frau Käßmann überein, dass alleinerziehende Mütter zu häufig vom Staat allein gelassen werden. Allerdings sollten sie nicht mit sie aufsuchenden Sozialarbeitern belästigt oder mit Gutscheinen für Mitgliedschaften in Sportvereinen, für Schwimmbadbesuche oder für den Zoo abgespeist werden, sondern sie dürfen nicht weiter von der Gesellschaft mit irgendwelchen diskriminierenden Sonderkärtchen ausgegrenzt bleiben! Alleinerziehende Mütter brauchen ein ausreichendes Einkommen und Betreuungsangebote für ihre Kinder, nicht zu vergessen Unternehmer, die ihre Vorurteile ablegen, Alleinerziehende einstellen und auch anständig bezahlen.

3. Die Politik „entdeckt“ die Alleinerziehenden und sieht, dass in jeder fünften Familie Kinder mit nur einem Elternteil aufwachsen, zu 95 Prozent mit ihren Müttern. Nun will das Familienministerium den Alleinerziehenden den Weg zurück in den Arbeitsmarkt ebnen. Da stecken Sozialarbeiter, Jobvermittler und Pädagogen seit Monaten die Köpfe zusammen, dass es nur so raucht, und nun sollen sie vor Ideen sprühen, wie es für Alleinerziehende einfacher werden könnte, eine Arbeit aufzunehmen! „Angedacht“ sind hierbei vor allem Kinderbetreuung, Qualifizierungsmaßnahmen und „Coaching“ für die Betroffenen. Auch den Arbeitgebern sollen ihre klassischen Vorurteile genommen werden. Obwohl die rund 1,6 Millionen Alleinerziehenden, die 2,18 Millionen Kinder betreuen, nicht schlechter ausgebildet sind als Eltern in Familien mit zwei Elternteilen, sind sehr viele von Armut betroffen. 41 Prozent der betroffenen Familien leben von Arbeitslosengeld I oder II. Selbst von den Berufstätigen unter ihnen sind 24 Prozent auf zusätzliches ALG II angewiesen, weil ihr Gehalt zu niedrig ist.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die alleinerziehenden Mütter Frauen sind, und die bekommen im hinterwäldlerisch-konservativen Deutschland nun mal im Durchschnitt 23 Prozent weniger Lohn als Männer. Ist dieses Ansinnen mit den Alleinerziehenden nur einfach „nett gemeint“ oder eher Schaumschlägerei – „kurz“ vor den Wahlen in Nordrhein-Westfalen? Für Alleinerziehende gibt es immer mehrere Faktoren, die sie fast unvermittelbar machen oder in Armut verharren lassen. Wenn die Öffnungszeiten der Kitas mal wieder nicht dazu ausreichen, die Betreuung in der Arbeitszeit der Mütter zu gewährleisten, wenn die Arbeitgeber die vielen Krankheiten der kleinen Kinder befürchten, mit der Folge, dass die Mütter ausfallen, wenn an den Wochenenden, in der Nachtschicht keiner die Kinder betreuen kann, wenn die Arbeit dazu so schlecht bezahlt wird, dass ein eigenes Auto als weg- und zeitsparendes Familientransportmittel ein unerfüllter Traum bleiben muss, wenn die Väter oft keinen Unterhalt zahlen – ja, dann scheint Armut eine unausweichliche Falle zu werden!

Mich interessiert auch die Frage im Artikel, wie sich Alleinerziehende „besonders gewinnbringend einsetzen“ ließen. Auch sei die Frage nach einer kleinen Nebensächlichkeit erlaubt, wo nämlich die vielen unbesetzten Jobs für Alleinerziehende am Horizont auftauchen sollen. Warum sollte eine noch mit Erziehung vollbeschäftigte Alleinerziehende mit aller Gewalt in einen nicht vorhandenen Arbeitsmarkt gepresst werden? Geht es hier wirklich um ehrliche Arbeit, oder soll hier vielleicht ein Mega-Ein-Euro-Job-Projekt aufgezogen werden? Schmach über den, der Arges dabei denkt! Werden hier nur neue Teilnehmer für neue Maßnahmen gesucht, die in Vollzeit eingesetzt werden und dann bei Aufnahme der Arbeit so gut wie keine Leistungen von der Arge mehr bekommen? Soll die sich in Deutschland wie ein Krebsgeschwür ausbreitende Dekra Ganztagsaufbewahranstalten für Kinder aus dem Boden stampfen? Da können dann Elternteile für eine „Entschädigung“ von einem Euro die Stunde auf den Nachwuchs der anderen Eltern aufpassen, die in einem anderen Bereich für einen Euro „Entschädigung“ arbeiten, beispielsweise Spielzeug reparieren. Da schlummert in den Köpfen mancher Politiker sicherlich ein „riesiges Potential“, das sich ganz wunderbar zu einem gigantischen profitmaximierenden vierten Arbeitsmarkt ausweiten ließe!

4. Zur Jahreswende wurden manche Politiker „geehrt“. Der frühere Finanzsenator Thilo Sarrazin ist vom Berliner Stadtmagazin „Tip“ zum „peinlichsten“ auf der Hitliste der 100 peinlichsten Berliner gekürt worden. Er darf sich wegen seiner diskriminierenden Äußerungen über Ausländer und Hartz-IV-Bezieher konkurrenzlos glücklich über diesen ersten Platz schätzen. Meiner Meinung nach wurde er von dem Blatt sehr zutreffend als „notorischer Zwangsprovokateur“ beschrieben, der mit seiner Tirade einmal mehr seinen „enorm elitären Dünkel“ offenbare. Mindestens ebenso liebevoll geehrt durfte sich der Präsidenten des Münchner „Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung“, Hans-Werner Sinn, fühlen, als er den negativen Umweltpreis „Dinosaurier 2009“ vom „Naturschutzbund Deutschland“ verliehen bekam. Hans-Werner Sinn sei ein „Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein“, der Windräder und Solarzellen ablehne und kaum eine Gelegenheit auslasse, die moderne Umweltpolitik zu attackieren. Schade, dass sich der Ökonom die Chance entgehen ließ, den Preis selbst entgegenzunehmen! Ich finde, dass auch der Bremer FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Oliver Möllenstädt in dieser Galerie wegen seiner von der Staatsanwaltschaft leider nicht weiter verfolgten Unterstellungen gegenüber Hartz-IV-Beziehern eine „gute“ Figur machen würde.

5. Liebe Kinder, gebt fein acht, der Märchenonkel hat euch etwas mitgebracht! Ja, der Ökonom Hans-Werner Sinn macht auch andernorts von sich reden: In diesem Jahr rechnet er nämlich mit einem kleinen Wunder auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ausgerechnet der „Blöd“-Zeitung erzählte er, dass unser Arbeitsmarkt der Krise trotzen werde, obwohl in den meisten anderen Ländern Katastrophenstimmung herrscht. Statt der 4,5 bis 5 Millionen Arbeitslosen, die vielfach noch im Frühjahr für 2010 erwartet wurden, prognostiziert der Ökonom noch 3,6 Millionen. Er räumt zwar ein, wir säßen in der schlimmsten Krise der Weltwirtschaft seit dem Krieg, behauptet jedoch, wir hätten wegen der massiven Lohnzuschüsse bei Hartz IV und durch das Kurzarbeitergeld 1,3 Millionen Erwerbslose weniger als noch 2005. Wurde Herr Sinn etwa beim Sprechen im Schlaf belauscht, oder meint er, was er sagt? Wenn der Ökonom an derartige Wunder glaubt, die bekanntlich auch Mirakel genannt werden, darf ich ihm vielleicht den Beinamen „Mirakulix“ geben!

6. Manchmal frage ich mich, was so manche Menschen über die Zeit zwischen den Jahren zu sich genommen haben oder wie es kommt, dass sie solche Merkwürdigkeiten erzählen. Bundessozialrichter Peter Udsching findet, dass 130 Euro im Monat jedem, der kochen könne, vollkommen genügen würden für eine vernünftige Ernährung! Er sieht nur die Möglichkeit, nicht mit dem Geld auszukommen, wenn es für teures Fast Food ausgegeben werde. Ob dieser Richter überhaupt mal selbst einkaufen geht? Lässt er einkaufen, oder ist auch diese Tätigkeit zu profan – geht er essen, lässt sich Feinkost nach Hause bringen? Nein, natürlich nicht Fast Food, weil dies doch zu teuer ist! Ich wünschte mir, dass die Menschen, die pauschal solche Aussagen machen, mal ihr Antlitz von ihrem exquisiten Notebook abwenden und einen Blick in die Wirklichkeit der schnöden Normalität anderer werfen würden. Aber wer es sich leisten kann, täglich in Kantinen oder Restaurants zu speisen, kann es sich bestimmt auch leisten, nur 130 Euro für das restliche Essen im Monat auszugeben, also für das Frühstück.

Noch gar nicht erwähnt wurde das Fahrtgeld, das ausgegeben werden muss, um die Einkäufe in den Supermärkten zu tätigen. Toll war noch sein Hinweis auf diese unwürdigen „Tafeln“. Die lassen sich nicht wie ein Supermarkt durchlaufen, um das Gewünschte in den Einkaufswagen zu legen! Häufig gibt es genau das, was gerade selbst nicht gebraucht wird, zum Beispiel nur eine große Auswahl an Weihnachtsgebäck. Was soll dann gekocht werden? Schokoladensuppe? Lebkuchengratin? Spekulatiusauflauf? Stollensalat? Oder brauchen Hartz-IV-Bezieher dringend einen Kochkurs, weil sie ständig das Wasser anbrennen lassen? Als die Königin Marie-Antoinette auf die Hungerprobleme der französischen Bevölkerung angesprochen wurde, sagte sie: „Sollen sie doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben!“ Sind wir hier von Zynikern oder nur von vollkommen Weltfremden umgeben?

Elisabeth Graf (parteilos, aber Partei ergreifend)

Quelle: 261. Montagsdemo Bremen - klicke hier für die Startseite; Wochennavigation durch ‘Pfeil-Regelung’

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* sozialistische Linke?

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2010

Der Gastautor Horst Bruns hat in seinem Heute auf scharf-links veröffentlichtem Artikel berechtigte Kritik am Zustand der Linkspartei, deutschlandweit, geäussert. Vieles von dem, was er zu Recht schreibt, haben wir seit Monaten auf Kreis- und auch Landesebene, ebenfalls reklamiert. Sein Text ist ein weiteres Warnsignal für die Linkspartei sich endlich mehr nach innen zu konzentrieren und die ursprünglich angedachte Politik so umzusetzen, das die LINKE in Deutschland endlich das wird, was sie sein sollte: eine sozialistische und demokratische Partei!

Hier der Kommentar vom Genossen Horst Bruns.

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Direktkommentar von Ingo Engbert:

Eine sehr gute Bestandsaufnahme von Horst Bruns. Nach dem Lesen dieses Artikels weiß ein jeder, was DIE LINKE nicht kann: Nämlich politisch arbeiten!!! Zumindest hier in NRW nicht. Keine Pressearbeit und ein komplettes Versagen des Landesgeschäftsführers, welcher “an und für sich” dafür zuständig ist, die Landespartei geschäftlich zu führen. Sein ganzes Wirken bleibt ohne jegliche politische Aussage. Dafür gibt es um  so mehr Intrigen, Manipulationen und Hinterhältigkeiten bis hinein in die Schiedskommission. Diese lassen sich als willige Werkzeuge der Landes-Kader-Führung missbrauchen  so dass Pluralismus, Meinungs- und Presse -Freiheit Fremdwörter bleiben. Da werden Auseinandersetzungen geführt, bei welchen eine Gruppierung wie eine Partei auf  Dauer nie gewinnen kann, weil keiner bereit ist, auch einmal Fehler einzugestehen und diese dann zu revidieren. Im Gegenteil: Man rechnet oder hofft darauf, dass die Kritiken verstummen. Darauf hofft man allerdings vergeblich!

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