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150 Jahre SPD

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 23. Mai 2013

Mit den Wissen von heute gründete Lasalle die Partei nicht mehr

150 Jahre SPD. Heute vor 150 Jahren gründete Ferdinand Lassalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein in Leipzig um 1875 mit der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Augusts Bebels zu fusionieren.

Hier ein Interview mit Erhard Eppler welches dem Leser einen sehr tiefen Einblick in die SPD verschafft. Es macht zumindest jeden klar wie weit die Meinungen in dieser Partei auseinandergehen welche heute nur noch runde 477.000 Mitglieder hat und jedes Jahr zwischen 10.000 und 15.000 verliert.

Aufschlussreich die Bemerkung zu Oskar Lafontaine:

Rot-Grün hatte in keiner Umfrage der letzten Monate eine eigene Mehrheit erreicht. Ist Rot-Rot-Grün eine Möglichkeit?

Solange Lafontaine mit seinen narzisstischen Rachegefühlen eine Rolle spielt, gewiss nicht. Der Jammer ist, dass die Linkspartei zwar im Prinzip eine demokratische, verfassungstreue, insofern auch koalitionsfähige Partei ist, aber sie ist nicht regierungstauglich. Denken Sie an die Forderung, aus der Nato auszutreten. Das blockiert die Mehrheit, die die linken Parteien eigentlich haben.

„Das Beste, was diesem Land passieren konnte“

taz: Herr Eppler, Sie sind vor 57 Jahren in die SPD eingetreten. Warum?

Erhard Eppler: Ich hatte zuvor mit Gustav Heinemann die Gesamtdeutsche Volkspartei gegründet und damit leider Schiffbruch erlitten. Wir bekamen bei Wahlen nur 1,2 Prozent. Ich hatte davor schon mit der SPD, mit Carlo Schmid, Kontakt gehabt. Ich habe mich seitdem jede Woche über die SPD geärgert, aber keinen Tag bereut, dass ich eingetreten bin. Die SPD hat mir nicht mehr zugemutet als ich ihr.

Sie waren damals kein typischer Sozialdemokrat: evangelisch aktiv, Lehrer, kein Arbeiter, kein Gewerkschafter. Haben Sie gefremdelt mit dem proletarischen Milieu?

Nein, ich empfand es als Befreiung, nicht mehr nur unter Theologen und Schulmeistern zu sein. In Schwenningen, das war eine Arbeiterstadt, habe ich viele proletarische Existenzen kennen- und schätzen gelernt.

Aber bei den Kanalarbeitern, den rechten, gewerkschaftlich geprägten Gruppe in der Bundestagsfraktion, waren Sie unbeliebt …

Ja, die haben mir früh den Krieg erklärt.

Warum?

Ich weiß es nicht.

Sie haben über sich selbst geschrieben: „Ich roch etwas nach Sakristei.“

Das mag so gewesen sein.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Author dbenzhuser

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