DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Regieren ist kein Selbstzweck.

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 19. Januar 2016

„Wir brauchen Mehrheiten links der Mitte“

Wir brauchen Mehrheiten lesen wir in diesem Interview und so fragen wir zurück : Woher nehmen wenn nicht stehlen? Denn auch dieses sollte einmal gesagt werden, nie war es so einfach wie heute und jeder welcher in einer solchen Zeit nach Mehrheiten sucht, sollte sich schon fragen wann und wo er sie denn suchen will, wenn nicht gerade heute und natürlich nur hier in dieser Gesellschaft?

Nein weder mit Putin noch mit Obama im Gepäck, weder auf einem Friedhof in Berlin – Friedrichsfelde noch unter der Freiheitsstatue der USA. Mit solch nachgemachten Blutsäufern wird kaum jemand aus der Bevölkerung in Kontakt kommen mögen.

Zumindest die Hälfte aller Wahlberechtigten sind auf die Suche nach einer Partei, wenn sie sich  denn überhaupt noch an den Wahlen beteiligen werden. Runde 20 Prozent reichen einer Partei wahrscheinlich aus, um in diesem Land regierungsfähige Mehrheiten zu erringen. Da die Politiker so gut sind? Ich würde meinen Haustürschlüssel heute lieber einem Kriminellen anvertrauen als dem Führungsmitglied  einer Partei. Größer ist allerdings die Wahrscheinlichkeit das zwischen beiden sowie kein Unterschied mehr besteht, das ist zumindest Teil meiner Erfahrung..

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich ist ein altes Sprichwort welches selten aktueller war als in diesen Zeiten. Und allzu Viele BürgerInnen haben doch schon Angst mit in den Schmutz dieser Lügenbarone/Innen gezogen zu werden, wenn sie denn wirklich einmal an einen Werbestand der Parteien gesehen würden. Wie erkläre ich dieses meiner Familie oder Freunden? Genau daran denken harmlose Spaziergänger heute.

SpinnerInnen wie Merkel, Gauck, Gabriel, Wagenknecht, oder Anderen die Stimme zu geben damit diese als Volkes Meinung damit hausieren und betrügen gehen können, käme den Wenigsten nach gemachten Erfahrungen noch in den Sinn. Die Welt geht auch ohne die Mithilfe von politischen Ganoven unter.

„Wir brauchen Mehrheiten links der Mitte“

Interview Bodo Ramelow über sein rot-rot-grünes Projekt in Erfurt, seine Bewunderung für Willy Brandt und rechte Stammtisch-Bürger

Jakob Augstein: Herr Ramelow, Sie sind eine große Enttäuschung für Kommunistenfresser. Hätten Sie nicht irgendetwas verstaatlichen können!

Bodo Ramelow: Damit das klar ist: Ich bin fest entschlossen, wenn es sein muss, die riesige Schlossanlage Reinhardsbrunn in Friedrichsroda zu verstaatlichen. Sie ist in die Hände von Gaunern gefallen und soll der Allgemeinheit wieder offenstehen. Das wollte aber auch schon meine Vorgängerin von der CDU.

 Trotz dieses heroischen Aktes hat die Linkspartei mindestens im Westen mit Vorurteilen zu kämpfen. Verstehen Sie das?

 Klar, ich bin ja im Westen sozialisiert worden. Als ich 1999 für die PDS kandidierte, hat meine rheinhessische Tante gesagt: „Jung, warum bei de Kommunischte?“ Sie versuchte mich dann mit Kaffee und Kuchen auf den Pfad der Tugend zurückzuführen.

Sie sind hart geblieben.

Ich sagte zu ihr: „So kommunistisch sind die gar nicht.“ Darauf sie: „Aber alle hier denken, dass sie kommunistisch sind!“ Ab da war ich natürlich verpflichtet, meine Arbeit konsequent zu machen – und gut zu regieren.

 

Macht Ihnen Regieren Spaß?

Es geht doch nicht um meinen Spaß, sondern darum, linke Koalitionen entstehen zu lassen, die einen längeren Zeithorizont als eine Wahlperiode haben. Für mich begann das 1997 in Helmut Kohls Endphase mit der Erfurter Erklärung „für eine andere Politik“. Ich und die anderen Unterzeichner waren davon überzeugt, dass wir links der Mitte eine Mehrheit gestalten müssen. Das geht nur, wenn die drei Parteien SPD, Grüne, Linke grundlegende Veränderungen dieser Gesellschaft anstreben. Dazu gehört auch, das Wort Umverteilung wieder in den allgemeinen Sprachgebrauch aufzunehmen. Und um Dinge zu kämpfen, die verschwunden sind.

 Zum Beispiel?

Umverteilung bei Tarifverhandlungen wäre ein Einstieg. Oder der Kampf um Genossenschaften, der ist im gesellschaftlichen Orkus verschwunden. Erst jetzt fangen wir wieder an, daüber zu reden: Energiegenossenschaften, Genossenschaften für Bürger und Dörfer.

Sie haben dreimal das Angebot abgelehnt, in die SPD einzutreten. Warum?

Als ich hauptamtlicher Gewerkschafter wurde, legte man mir nahe, in die SPD einzutreten. Aber ich kann stur sein – gerade wenn mir jemand etwas aufnötigen will, von dem ich nicht überzeugt bin. Ich hätte alternativ auch in die CDU eintreten können, so das generöse Gewerkschaftsangebot.

Das war bei Merkel auch so.

Das Phänomen Merkel besteht darin, dass sie ihr politisches Handwerk in der DDR gelernt hat. Sie kann um einen eckigen Tisch so elegant herumgehen, dass alle denken, er sei rund. Sie weiß sich durch komplizierte Situationen hindurchzubewegen. Die konservativen Männer haben Frau Merkels Zähigkeit unterschätzt, sich gegen einen Apparat durchzusetzen, egal ob der nun FDJ oder CDU heißt.

Quelle:Der Freitag >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Maqi

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Ein Kommentar zu “Regieren ist kein Selbstzweck.”

  1. Willi Schindler sagt:

    Dass die Linke mit Vorurteilen zu kämpfen hat, hat sie sich selbst zuzuschreiben.

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